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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Es stimmte. Feivel hatte schon sehr geschwärmt und ihren Kampf mit dem blauen Auge als Ausnahme bezeichnet. Dass unter einer harten Schale ein weicher Kern steckte, gab es ja auch oft. Eines der Beispiele lag gerade neben Cara im Bett. Was sie natürlich niemals laut aussprechen würde, um jedwede Männlichkeit nicht zu untergraben.
»Und Atticus will diese Kolonie nicht verlassen? Wenn er sich nach einer Familie sehnt ... hat er demnach keine?« Es gab sehr viele, die durch den Ausbruch der Seuche ihre verloren hatten. Manchmal fand man eine neue. Vielleicht glaubte Atticus, die Wicked wäre eine Ersatzfamilie. Aber so klang es irgendwie nicht.
»Wo die Liebe hinfällt, hm?« Kompliziert war ihre Beziehung mit Alphonse auch gewesen. Vielleicht würde sie ihrem Sohn also wirklich ein paar Tipps geben können. Bevor sie sich ein endgültiges Urteil über alles bilden würde, wollte sie aber erst mal Atticus kennenlernen.
»Klingt genauso schlimm wie die Yakuza es waren ...«, raunte sie. »Sorry, ich weiß ... du warst gern bei ihnen.« Aber was sie Cara und Al senior und auch dem ungeborenen AJ angetan hätten, hätten sie von der Beziehung und Schwangerschaft erfahren ... musste sie ja wohl nicht extra ausführen. Und dass sie nie etwas Gutes mit diesen Leuten verbunden hatte ... auch das wusste Ed. Er und Alphonse waren die einzigen Ausnahmen für sie gewesen.
Von den Wicked hatte sie jedenfalls noch nichts gehört. Joey hatte logischerweise verschwiegen, woher er eigentlich kam. Wäre sie über die Grenze gegangen, hätte sie vielleicht den Namen vernommen. Da sie aber in der Gegend geblieben war, hatte sich das erübrigt.
Die Stimmung wurde merklich kälter ... Cara hatte wohl irgendwas gesagt, das dazu beitrug. Sie fand es schade, dass Ed sich nun auf den Rücken drehte und sie einander nicht mehr ansehen konnten. Wobei ... wenig später war sie dann doch ganz froh drum. Ihr Schwager hatte ihren schlechten Zustand also bemerkt. Das war eigentlich zu erwarten gewesen. Trotzdem stellte sie das vor eine unlösbare Aufgabe. Alles in ihr schrie danach, sich zu offenbaren. Wem sonst sollte sie von den Torturen erzählen, die sie durchgestanden hatte, wenn nicht ihrer Familie? Oder vielmehr eben Ed, der hoffentlich wieder so vertraut werden würde wie damals. Ihrem Sohn würde sie das weiterhin nicht sagen wollen, sie musste stark sein für ihn. Aber bei Ed ... konnte sie sich da Schwäche erlauben? Kurz war sie wirklich versucht. Sie wollte ihn nicht anlügen. Und doch entschied sie sich für ... die halbe Wahrheit.
»Ich ... bin mir nicht sicher. Vor zwei Jahren war ich sehr krank. Und seitdem habe ich mich scheinbar nie richtig erholt. Also ... wenn ich mit eurem schnellen Schritt nicht so mithalten kann, werdet bitte nicht ungeduldig. Ich werd mein Bestes geben. Und nun, wo wir wieder zusammen sind, wirds mir sowieso bestimmt bald wieder gut gehen.« Sie versuchte zu lächeln, auch wenn Ed sie sowieso nicht ansah. Vielleicht hörte man an ihrer Stimmlage auch, dass sie einiges herunterspielte. Aber zu mehr als das ... konnte sie sich einfach nicht durchringen.
@Edward Drummer



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Natürlich hatte Cara all diese Fragen, die auch Edward zu Beginn gehabt hatte. Es war irgendwie schön mit einem anderen Erwachsenen darüber zu sprechen. Denn Feivel war so verliebt und trug eine rosarote Brille, dass er manchmal nicht klar sah was Atticus betraf. Cara hingegen schon. Vielleicht würde sie ihm auch sagen, dass er eine falsche Entscheidung getroffen hatte. Aber wenigstens gab es endlich wieder jemanden, mit dem er sich austauschen konnte bei schwierigen Situationen.
„Naja… ich denke, noch wichtiger als eine Familie… ist ihm seine Rache. Seinen Vater hat er wohl nie kennen gelernt und seine Mum… wurde von den Wicked versklavt und getötet. Deshalb kann er nicht weg von dort. Was ich…. verstehen kann“
Er würde dasselbe tun, wenn es darum ging Alphonse Mörder zu entlarven und umzubringen. Und Cara konnte diese Beweggründe sicher auch verstehen, selbst wenn es extrem bitter für Feivel war. Und vor allem gefährlich für Atticus..
„Du musst dich nicht entschuldigen, ich weiß wie sie dich behandelt haben..“
Seine Beziehung zu der Organisation war komplizierter. Aber deswegen missgönnte er Cara nicht ihre Abneigung oder ihre Wut gegen die Yakuza. Sie hatte allen Grund dazu sie zu hassen. Solange sie ihn deshalb nicht ebenfalls hasste… wegen all der Dinge, die er für sie getan hatte.. war alles okay.
Aber das war ihre Vergangenheit. Nun ging es um die Zukunft, die sie nun hoffentlich noch lange vor sich hatten. Gerade war Ed nämlich ein wenig beunruhigt wegen Caras Gesundheit. Und ihre Worte.. naja.. die waren auch nicht gerade erbaulich. Denn natürlich bemerkte er, wie sie das alles herab spielte.
Weswegen er sich nun doch wieder seitlich zu ihr drehte und ihr in die Augen sah.
Wieso sagte sie ihm nicht mehr zu dieser ominösen Krankheit? Offenbar wollte sie es nicht. Und Ed war ein Gentleman…. es war nicht seine Art so sehr nachzubohren.
Weshalb er Cara stattdessen… ganz sachte eine ihrer dunklen Haarsträhnen hinters Ohr strich und ihr tief in die Augen sah.
„In Balar gibt es einen guten Arzt. Versprich mir… dass du dich von ihm durchchecken lässt.. wenn wir das nächste Mal dort sind, okay?“
Die Hand ruhte anschließend auf ihrer Wange. Einfach weil er sich um sie sorgte und ihr Halt geben wollte. Vielleicht kehrte sein Selbstvertrauen ja auch langsam wieder ein wenig zurück. Nun wo er das Gefühl hatte… als könne er sich vielleicht wieder ein wenig um sie kümmern. So wie er es auch nach Alphonse’ Tod getan hatte.
„Ich hätte besser auf dich Acht geben müssen, damals….“
Niemals hätte er ihre Hand loslassen oder sie auch nur für einen Augenblick aus den Augen lassen dürfen. Dann… würde es ihr jetzt vielleicht viel besser gehen und sie hätte nicht so lange alleine bleiben müssen…
Er wollte nun keine Absolution von ihr. Aber sein Herz lag ihm gerade auf der Zunge und es trieb ihn einfach in den Wahnsinn zu wissen, dass er vieles von ihrem Leid hätte lindern können…. hätte er bloß besser aufgepasst…
@Cara Drummer



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»Wenn ihm Vergeltung wichtiger als Familie ist, heißt das ... er würde Feivel im Zweifel auch für seine Sache opfern?« Ihr war klar, was Rachegelüste mit einem Menschen anstellen konnten. Sie hatte es bei Edward gesehen, der sich letztlich dann aber doch für Cara und den kleinen AJ entschieden hatte. Er hatte die Familie nicht darüber gestellt, obwohl Cara seine Pläne unterstützt hatte. Sie war zwar kein besonders jähzorniger Mensch, aber wenn es um ihre Liebsten ging, änderte sich das. Für den Mord an ihrem Mann hatte auch sie Blut sehen wollen. Dennoch war sie dankbar gewesen, dass Edward sich mit um Feivel gekümmert hatte, statt sich gänzlich in dem Wunsch nach Vergeltung zu verlieren.
Aber wie verhielt es sich mit Atticus? Ihr war bewusst, dass ihr Schwager das womöglich nicht mal einschätzen konnte. Offenbar war diese Liebe auch noch ganz frisch. Womöglich hatten sich nicht mal die Jungs darüber Gedanken gemacht. Doch Cara sorgte sich sofort deswegen. Vielleicht, weil sie noch mehr rachsüchtige Männer kennengelernt hatte. Jene, die Familie nicht über alles stellten.
Sie atmete tief durch. Vielleicht konnte sie sich die Antwort auch selbst geben. »Wenn sie sich heimlich treffen und diese Kolonie so ... gefährlich ist. Dann ist ihm AJ wirklich eine Menge wert, hm? Ich kann auch verstehen, warum Atticus Rache möchte.« Wahrscheinlich hatte Feivel ihm auch schon Hilfe angeboten. Also blieb auch noch zu hoffen, dass Atticus das nicht ausnutzte und nur eine Beziehung vorgaukelte, um ein nützliches Genie an seiner Seite zu haben. Cara hasste es, so zu denken. Dass sie es tat, war ihrer Vergangenheit geschuldet. Die Leute wollten ständig Gegenleistungen und manipulierten aus egoistischen Gründen dutzende Menschen. Aber sie wollte Atticus nichts unterstellen. Sie wollte ihn kennenlernen und dann erst ihr Urteil fällen.
»Magst du ihn? Atticus?« Es musste schwer gewesen sein, die Beziehung unter diesen Umständen gutzuheißen. Cara gelang es offenkundig auch nicht so gut, wie sie es gehofft hatte. Obwohl sie in Japan eine ähnlich komplizierte geführt hatte. Es interessierte sie, was Edward letztlich dazu bewogen hatte, seinen Segen zu geben. Oder ob er es einfach akzeptierte, weil er keine andere Wahl hatte. Ihr Sohn war siebzehn. Allzu viel konnte man ihm wohl nicht mehr vorschreiben. Vor allem wenn er so verdammt schlau war.
Einfacher wurden die Themen nicht, die sie hier im Bett besprachen. Cara hatte vorhin schon gelogen, was Joey betraf. Oder vielmehr auch dort nur die halbe Wahrheit zugegeben. Jetzt tat sie es schon wieder, aber diesmal fiel es ihr schwerer. Obwohl auch diese Geschichte mit der Misshandlung eines Mannes zusammenhing. Doch als sie ihre Fehlgeburt und ihren Zustand danach als ›Krankheit‹ bezeichnete, hoffte sie ... dass Edward denken würde, dass sie einfach von einer heftigen Grippe ausgeknockt gewesen war. Das konnte einen schließlich auch ganz schön mitnehmen. Er hakte jedenfalls nicht nach ... aber er drehte sich wieder zu ihr und spielte mit ihren Haarsträhnen. Das ließ etwas in ihrem Bauch flattern. Ein Gefühl, das sie eine halbe Ewigkeit nicht mehr gespürt hatte. Ein kleiner verliebter Schmetterling.
Bisher hatte Cara es vermieden, sich von einem Arzt durchchecken zu lassen. Oder höchstens oberflächlich. Aber sie konnte Edward diesen Wunsch nicht abschlagen, also nickte sie. Außerdem war sie jetzt wieder mit ihrer Familie zusammen. Sie hatte vielleicht alles aufgegeben, um dieses Ziel zu erreichen, aber sie musste nun ebenso alles dafür geben, um wieder stark und gesund zu werden. Statt eine Last zu bleiben, oder jemand, den man beschützen musste. Edward lebte von diesem Gefühl, das war ihr früher schon klar gewesen. Aber sie selbst wollte trotzdem gern aus dieser Opferrolle raus. Und vielleicht würde ihr dieser Schritt ja jetzt endlich gelingen.
Als Ed nun anfing, sich die Schuld zu geben, an dem, was damals am Militärstützpunkt passiert war, legte Cara ihre Hand auf seine. »Und ich hätte nicht Heldin spielen sollen.« So lieb sie Jim danach auch gewonnen hatte, in schlechten Momenten hatte sie ihn auch verflucht. Und sich selbst. Weil sie die Familie nicht über alles gestellt hatte. Sie hätte weiterrennen sollen, zum rettenden Hubschrauber.
Langsam nahm sie ihre Hand wieder fort und überlegte, ob sie das Folgende wirklich tun sollte. Vielleicht war es besser, zu fragen. »Können ... wir uns einander festhalten? Darf ich ... näher zu dir rutschen?« Sie fürchtete immer noch, einen Geist vor sich zu haben und dass Ed verschwunden sein würde, wenn sie am nächsten Morgen erwachte. Deswegen wollte sie ihm ... gern nah sein. Aber war das ein egoistischer Wunsch? Wäre es ihm vielleicht gar nicht recht?
@Edward Drummer



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Caras Einwand machte Edward nachdenklich. Denn bisher hatte er immer nur über die Gefahren nachgedacht, die durch die anderen Mitglieder der Wicked ausgingen.. wenn sie gefunden oder erwischt wurden. Aber nie darüber…. dass Atticus selbst ihn für seine Sache opfern könnte. Wieso hatte er das nicht bedacht? Das war immerhin ein gar nicht so unwahrscheinliches Szenario. Wenn Atticus sich entscheiden musste.. zwischen Luzifers Tod oder dem von Feivel, welche Wahl würde er treffen?
„Hm.. so gut kann ich ihn noch nicht einschätzen. Aber ich denke.. nun ist es an uns genau das zu verhindern oder?“
Denn auf die Liebe der beiden hatten sie leider keinen Einfluss. Sie waren nun ein Paar und daran würde sich auch nichts ändern. Was nun nur hieß, sie als Eltern mussten dafür sorgen, dass Atticus Feivel nicht in diese Scheiße mit hinein zog.
„Andererseits hat er uns schon mehr als einmal vor seinen Leuten gerettet und dafür seinen eigenen Arsch riskiert. Was seine Vergeltungspläne auch zu Nichte hätte machen können, wenn man ihn erwischt hätte. Also denke ich eigentlich eher, dass er sein Leben nicht nur für seine Rache sondern auch für Alphonse geben würde“
Weshalb ihn dieses Szenario eigentlich nicht so sehr fertig machte wie die äußeren Gefahren. Sonst hätte Atticus ihn ja auch bitten können, sich ebenfalls den Wicked anzuschließen, wenn er ihn nur ausnutzen wollte. Aber stattdessen versuchte er ihn eher davon fern zu halten.
Ob er Atticus mochte? Edward zuckte mit den Schultern
„Wie gesagt, anfangs habe ich ihn falsch eingeschätzt, weil er versucht hat sich besonders cool und gleichgültig zu geben. Aber diese Fassade hat Feivel ziemlich schnell abgetragen und ich denke.. er hat das Herz am rechten Fleck. Also ja.. ich denke er ist ein guter Junge und ich komme gut mit ihm zurecht. Wirst du bestimmt auch.“
Wer könnte Cara auch nicht mögen. Bei würde er bestimmt auch nicht so auf Konfrontation gehen, wie anfangs bei ihm.
„Kann nur sein, dass es ihn womöglich traurig macht, dass AJ seine Mum wieder bekommen hat, während seine… naja.. für sie gibt es leider keine Hoffnung mehr“
Das würde Atticus sicher weh tun, zu sehen wie die kleine Familie wieder zusammen wuchs, während er keinen Elternteil mehr hatte. Zumindest keinen von dem Edward wusste.
Edward wusste nicht um welche Krankheit es sich bei Cara gehandelt hatte. Aber er wollte ihr die Zeit geben von selbst darüber zu reden. Denn so ausweichend wie sie reagierte, war es ihr ganz offensichtlich unangenehm. Was ihm nur noch mehr Sorgen bereitete. Aber damit musste er klar kommen. Hauptsache sie ließ sich durchchecken. Was wohl hieß.. sie würden gleich als erstes nach Balar aufbrechen, ihre Vorräte aufstocken, etwas zur Ruhe kommen und sich dann dem Projekt des ‚Nestbaus‘ widmen. Zum ersten Mal in ihrem apokalyptischen Leben.
Als Cara ihre Hand auf jene von Edward legte, begann sein Herz schon wieder so schnell zu pochen und er bekam eine leichte Gänsehaut. Wieder sah er ihr in die Augen. Sie hätten wohl beide anders handeln sollen.. jetzt ließ es sich aber leider nicht mehr rückgängig machen.
„Was ist mit ihm passiert..? Ich meine.. mit dem Soldaten?“
Immerhin war er ganz offensichtlich nicht mit ihr hier. Weshalb Ed nur hoffen konnte, dass er sich eine Weile wenigstens ordentlich um sie gekümmert hatte als Dank. Auf nicht romantische Weise natürlich!
Als Cara ihn fragte, ob sie einander festhalten konnten schluckte Edward schwer. Denn im Grunde wünschte er sich nichts mehr als das. Cara einfach zu halten.. ihre Wärme und Nähe zu spüren. Er wusste aber auch, dass das bei ihm mehr als nur familiäre Gefühle entfachen würde. Also war es okay wenn er es tat? Obwohl Cara wusste….. dass er vielleicht etwas falsches in diese Geste hinein interpretieren könnte? Völlig egal. Denn natürlich würde er Cara diesen Wunsch trotzdem nicht abschlagen.
Also nickte er und schenkte ihr ein Lächeln
„Natürlich…. immer“
Und bei diesen Worten drehte er sich nun wieder auf den Rücken und zog Cara im nächsten Moment zu sich, sodass er den Arm um sie legen und sie ihren Kopf auf seiner Schulter ablegen konnte… Auch die Decke zog er über sie beide, sodass sie es warm und geborgen hatten.
Vielleicht hätte er aber eine andere Position wählen sollen. Denn auf diese Weise.. war ihr Ohr seinem Herz ziemlich nahe, das schon wieder so verräterisch pochte. Denn egal wie sehr er ihr einfach nur ein guter Schwager sein wollte…. shit.. sie so fest zu halten war einfach.. so viel mehr als das.
@Cara Drummer



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Nachdenklich hörte Cara ihrem Schwager zu. Sie vertraute seiner Einschätzung. Mehr als das hatte sie nicht, bis sie Atticus selbst kennenlernen und ihn und ihren Sohn gemeinsam erleben würde. Es war also schon zu gefährlichen Situationen gekommen. Natürlich beunruhigte sie das. Aber wenn die Beziehung nur unter solchen Umständen gedeihen konnte, wunderte sie es nicht. Alphonse und sie waren auch manchmal fast erwischt worden. Oft hatte Ed ihnen den Rücken freigehalten. In diesem Fall gab es zwei Elternteile, die mit aufpassen konnten. Also nickte Cara. »Du hast recht, wir müssen Feivel beschützen, wenn er es selbst nicht mehr kann.« Und das war in diesem Fall so. Weil man automatisch nicht mehr klar sah, wenn man verliebt war und der Partner Teil des Problems sein könnte.
Cara lächelte. Eds Einschätzung von Atticus gab ihr neue Hoffnung. Sein Schicksal stimmte ihn jedoch traurig. Sie würde sicher nicht die Rolle einer Ersatzmutter einnehmen, sie würde schon genug damit zu tun haben, wieder ein richtiges Band zu AJ zu knüpfen. Aber das war kein Grund, eine Mauer hochzuziehen. »Na ja, er ist doch Teil der Familie. Wenn er da ist, geben wir ihm das Gefühl, dass er dazu gehört. Das machst du bestimmt sowieso schon. Daran müssen wir nichts ändern, nur weil ich jetzt da bin.« Sie würde Atticus also mit offenen Armen empfangen. Das hatte sie sich ja ohnehin von Anfang an vorgenommen.
Caras Blick flackerte kurz vor Traurigkeit, als Ed sie auf den Soldaten ansprach, den sie damals helfen wollte. »Jim hat mir geholfen, euch zu suchen. Wir waren in sämtlichen Militärstützpunkten, deren Lage er kannte. Statt euch fanden wir nur weitere Soldaten. Wir sind dann zusammen weitergezogen, aber irgendwann wurde unser Lager überrannt. Von einer Horde Beißern. Auch welche ... die Reden und Kämpfen können.« Sie kniff die Augen zusammen. Vielleicht hatten Ed und Al ja auch schon von diesen Whisperern gehört. »Wieder haben Jim und ich es nur knapp raus geschafft, aber er war schwer verletzt und hat ... es nicht überlebt.« Also ja ... er war fort. Auf weitaus endgültigere Weise als es Ed womöglich vermutete.
Sie traute sich, ihren Wunsch nach Nähe direkt auszusprechen. Dabei kam sie sich komisch vor. Denn ihr war auch klar, dass sie und Ed wohl nicht auf diese Weise kuscheln sollten. Aber da sie sich gerade nach fast vierzehn Jahren endlich wiedergefunden hatten, war das doch wohl in Ordnung! Und was Alphonse senior anging ... falls er, von wo auch immer, zusah, dann hatte er ohnehin schon eine abgrundtief schlechte Meinung von Cara.
Die Schwingungen, die von Ed ausgingen, kamen bei ihr mehr unterschwellig an und auch sie sendete ihre Signale mehr unvermittelt als wirklich absichtlich. Was wohl für sie beide extrem verwirrend war. Als sich Cara nun in Eds Arme begab und ihr Gesicht an seine starke Brust schmiegte, machte sich ein ganz warmes Gefühl in ihrem Bauch breit. Ihr Herz schlug mindestens so schnell wie das von Ed. Und doch wurde sie in diesem Moment völlig ruhig und zufrieden. Als wäre endlich alles richtig und an seinem angestandenen Platz.
Ohne darüber nachzudenken schlang sie einen Arm um seinen Bauch und streichelte ein bisschen seine Seite. Das geschah total automatisch. Und so dauerte es auch gar nicht lang, bis sie eingeschlafen war. Obwohl sie das noch gar nicht wollte. Ihr lagen eigentlich noch tausende Fragen auf der Zunge, aber die mussten wohl noch warten ...
@Edward Drummer



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„Das werden wir. Er ist vielleicht hochbegabt und ein Genie. Aber in Sachen Liebe… ist er genauso ein kleiner Trottel wie wir Normalsterblichen“
Sagte er nun mit einem milden Schmunzeln. Denn da half ihm leider auch sein Intellekt nicht. Liebe machte blind. Und wenn das Herz die Kontrolle übernahm.. hatte der Verstand leider Sendepause.
Also war es nun ihre Aufgabe ihn zu beschützen. Denn verhindern konnten sie es nicht.
„Ich habe versucht ihm klar zu machen wie gefährlich das alles ist und auch, dass ich fürchte… dass diese Beziehung keine Zukunft hat. Aber naja… das ist eher nicht so gut gelaufen“
Ed ging nun nicht ins Detail. Aber daraufhin war Alphonse fast erneut abgehauen. Und das konnte und wollte er einfach kein weiteres Mal riskieren.
Er sagte es Cara nun auch nur, damit sie wusste, dass er wirklich versucht hatte ihn vor dieser Gefahr zu beschützen aber leider gescheitert war. Sie sollte nicht denken es wäre ihm gleichgültig oder egal in welche Situationen ihr Sohn sich begab. Immerhin wollte er, dass sie ihn als guten Dad…. oder Onkel ansah und nicht als Versager, der die Erziehung total verkackt hatte. Diese Angst würde irgendwann mit Sicherheit auch noch ans Licht kommen. Aber nicht mehr heute.
„Vielleicht tut ihm ein bisschen weibliche Zuwendung gut. Denn ich für meinen Teil.. nehm ihn genauso hart ran wie auch alle anderen Drummers“
Erneut schmunzelte er. Denn dass Edward nun kein Quell der Emotionen war, war Cara bestimmt klar. Er zeigte ihm seine ‚väterliche‘ Fürsorge auf andere Weise. Zum Beispiel, indem er ihm beibrachte einen Hasen zu grillen und ihn einfach ganz natürlich behandelte, als wäre er schon ewig ein Teil der Familie. Aber nicht indem er kitschige Gespräche am Lagerfeuer mit ihm führte. Aber womöglich konnte Cara das ja tun.. und einen Part übernehmen, den Atticus in seinem Leben so noch gar nicht hatte.
Wie bitter war es eigentlich, dass Cara das Leben mit ihrer Familie aufgegeben hatte, um einem Mann zu helfen…. der nun ohnehin tot war. Was für eine Zeitverschwendung. Das waren die ersten Gedanken, die ihm bei ihrer Erzählung durch den Kopf gingen. Die er nun aber natürlich nicht aussprach, denn das war absolut unsensibel und unangebracht. Offenbar hatte er sich gut um sie gekümmert und ihr auch geholfen.
„das heißt also.. er hat dich gut behandelt?“
Dann hatte ihr Pech mit Männern wohl erst später begonnen hm? Edward wollte nicht so direkt danach fragen. Aber es interessierte ihn schon.. ob sie eine Liebesbeziehung mit ihm gehabt hatte oder.. mit anderen Männern nach ihm. Etwas das länger gehalten hatte und nicht nur ein One Night Stand gewesen war. Aber sie hatte ihm schon vorhin ziemlich deutlich gemacht, dass ihn das nichts anging.
„Tut mir Leid, dass du ihn und deine Leute verloren hast..“
Sagte er nun trotzdem. Denn das war wohl das Mindeste an Mitgefühl das er nun zeigen sollte. Auch wenn er mit diesen Menschen nichts verband. Aber Cara tat es.
Da war es nur verständlich, dass sie sich wenig später in seine Arme flüchtete hm? Vielleicht überkam sie ein Gefühl von Traurigkeit und sie brauchte nun einfach etwas Nähe von einer Person.. der sie vertraute und die ihr Halt und Beständigkeit bot. Mehr als das war Edward nicht… aber das war okay. Er würde sich damit arrangieren. Es war ihm früher gelungen nur mit Cara befreundet zu sein, also würde er es auch diesmal schaffen. Irgendwie.
Gegen die körperlichen Signale konnte er aber trotzdem nichts unternehmen. Denn als er sie fest hielt und sie dann auch noch damit begann ihn zu streicheln… puh.. da machte er lieber schnell das Licht aus, damit Cara nicht bemerkte, dass die Decke an manchen Stellen vielleicht nicht mehr ganz eben war.
Das hier war keine erotische Situation… das wusste er! Aber er konnte nichts dagegen machen…. dass seine Gedanken es automatisch dazu machten. Immerhin liebte er diese Frau.. und konnte kaum gegen den Drang ankämpfen sie nun einfach zu küssen. Stattdessen strich er nur sachte durch ihr wunderschönes Haar und… streichelte sie dadurch in den Schlaf.
Edward selbst konnte jedoch noch längst nicht an Schlaf denken.
Stattdessen lag er einfach nur wach. Kaum dass seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, betrachtete er die schlafende Cara in seinen Armen. Stundenlang… weil er sich an diesem Anblick einfach nicht satt sehen konnte.
Er stoppte auch seine Streicheleinheiten nicht, selbst wenn sie längst tief und fest schlief. Aber sie zu berühren…. das tat einfach so gut. Und er wollte sie am liebsten nie wieder los lassen.
Er bemerkte nicht, wann ihm selbst die Augen zufielen. Aber als er sie am nächsten Morgen wieder öffnete, war es plötzlich schon wieder hell. Also war er wohl irgendwann doch noch eingeschlafen. Cara lag aber immer noch in seinen Armen. Was ihm augenblicklich ein Lächeln auf die Lippen zauberte und er auch… seine Streicheleinheiten wieder fort setzte. Als sie sich ein bisschen rührte flüsterte er leise
„Guten Morgen…“
Hauchte ihr nun sogar einen zarten und flüchtigen Kuss auf den dunklen Haarschopf. Ganz unschuldig und familiär! So tat er es bei Feivel immerhin auch manchmal. Da war wirklich nichts dabei!
Sie blieben noch ein bisschen liegen…. bis es irgendwann wohl oder übel Zeit zum Aufstehen war. AJ war bestimmt längst wach und.. vergnügte sich mit seinen morgendlichen Gedanken.
Gestern Abend war die Aufregung zu groß gewesen, um etwas zu essen. Aber heute? Da war der Gedanke an Frühstück schon ziemlich verlockend.
Weshalb sie sich alle drei gemeinsam nach unten in den Speisesaal begaben, um eine ordentliche Mahlzeit einzunehmen. Ed war den Kerlen gegenüber hier immer noch skeptisch… aber sie schnappten auf, dass eine befreundete Kolonie namens ‚Cottage‘ offenbar medizinisch ziemlich gut ausgestattet sein sollte. Was Edward hellhörig machte. Und in diesem Zusammenhang berichtete Cara ihnen nun auch, dass sie einem Mädchen namens @Nala Terefe begegnet war, das sie angeblich kennen sollten.
Bei dieser Nachricht waren Ed und Al natürlich sofort völlig aus dem Häuschen! Denn auch bei ihr waren sie überzeugt davon gewesen, dass sie längst tot war. Ein Verlust, den Ed nur schwer verwunden hatte, da Nala für ihn… einfach immer schon eine Art Patenkind gewesen war. Der er einfach keinen Wunsch hatte abschlagen können. Zu hören, dass sie blind war schmerzte… doch es erklärte, weshalb sie irgendwann nicht mehr zu dem Treffpunkt gekommen war.
Doch mit diesen beiden Informationen, waren die Weichen für ihren ersten Stopp ziemlich schnell gestellt. Sie würden sich auf den Weg ins Cottage machen, um dort sowohl Cara medizinisch abklären zu lassen, wie auch Nala zu besuchen.
Sie packten also noch alle nötigen Vorräte ein und dann konnte es bereits los gehen. Das erste Mal seit einer Ewigkeit… wieder zu dritt.
@Cara Drummer



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Cara schmunzelte. »Wie hast du vorhin gesagt? Das Herz will, was es will. Da ist einem auch ein womöglich schlechter Ausgang der Beziehung egal.« Sie verglich es nun nicht wieder mit Alphonse. Was sie meinte, war aber wohl trotzdem offensichtlich. »Stehen wir ihm bei, wo wir können. Sind eine Stütze, wenn wir es sein müssen. Und ... unsere Sorgen können wir uns einander erzählen. Du bist jetzt auch nicht mehr allein.« Sie lächelte, denn das war doch auch eine wichtige Erkenntnis für Ed, oder? Dass die Last der Elternschaft jetzt nicht mehr nur noch auf seinen Schultern lag.
»Wenn Atticus so was wie weibliche Zuwendung annehmen will ... werde ich sehen, was ich tun kann.« Vielleicht wollte er ja auch keine emotionalen Gespräche am Feuer führen. Aber falls doch, würde sie sich bestimmt nicht sperren.
»Jim war ein guter Kerl«, bestätigte sie mit einem Lächeln. »Wir waren aber nur befreundet.« Aus einem Gefühl heraus stellte sie das lieber einmal klar.
»Danke«, sagte sie leise wegen der Beileidsbekundung. »Ich hab ewig in der Nähe gewartet, weil ich hoffte, es hätte vielleicht noch jemand überlebt. Leider Fehlanzeige.« Und danach war sie wirklich nur noch durch Scheiße gewatet.
Jetzt hatte das aber hoffentlich ein Ende. Nach Halt und Beständigkeit suchte sie tatsächlich, aber nicht, weil sie traurig war, sondern glücklich. Da sie endlich ihre Familie wieder hatte und alles wieder gut werden würde.
Eds Streicheleinheiten lullten sie noch mehr ein, sodass sie wirklich in Windeseile eingeschlafen war und in einen traumlosen Schlummer fiel. Erst als schon Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen, öffnete sie ihre Augenlider und fand sich immer noch in einer innigen Umarmung wieder. »Du bist wirklich noch hier«, stellte sie verschlafen fest. »Morgen ...«
Sie hob ihren Kopf und ... war doch tatsächlich kurz versucht gewesen, Ed einen Kuss auf die Lippen zur Begrüßung zu geben. Hui, wo kam das denn plötzlich her? Also ... sie wusste schon, woher. Denn der verliebte Schmetterling tollte immer noch durch ihren Bauch. Aber Ed einfach zu küssen, das ... konnte sie doch nicht bringen!
Als sie einige Zeit später bei Alphonse klopften, war dieser auch schon längst wach, sodass sie zu dritt den Speisesaal aufsuchen konnten. AJ und Ed gingen hinter Cara her, sodass Feivel versuchte, Augenkontakt zu seinem Dad aufzunehmen. Ihn sogar mit dem Ellbogen anrempelte und verschwörerisch mit den Augenbrauen wackelte. Wie war die Nacht gewesen, wollte er offenkundig erfahren.
Beim gemeinsamen Frühstück war das Thema aber schnell vergessen. Als das Cottage zur Sprache kam, konnte Cara auch nicht mehr länger an sich halten und offenbarte, dass Nala noch lebte und ebenfalls dort war. AJ war auch total aus dem Häuschen! So viele gute Neuigkeiten auf einmal waren sie ja gar nicht gewohnt. Natürlich war es schlimm, dass seine Freundin aus Kindertagen offenbar erblindet war. Aber er war auch neugierig, was sie dazu erzählen würde.
Sie packten also ihre Sachen, Cara verabschiedete sich fürs Erste von allen, die sie hier besser kennengelernt hatte und versprach, regelmäßig vorbeizuschauen ... und dann ging die Reise auch schon los.
Joey war nach seiner ersten Suchaktion unverrichteter Dinge zurückgekehrt und hatte auf Atticus gewartet, damit sie gemeinsam über ihre ›Mission‹ Bericht erstatten konnten. Das abzupassen war wie erwartet fast unmöglich gewesen, was er der Sturheit seines Sohnes zuschrieb. Ob es nun wieder die Einsamkeit war und der Liebeskummer oder was auch immer, aber nach ein paar Tagen begann Atticus dann doch wieder seine Nähe zu suchen. Es gab zwar noch einen Schlagabtausch, wie enttäuscht sein Sohn von ihm war und er hätte ihn bloßgestellt und all so was ... das Joey nicht so ganz verstehen konnte. Aber er entschuldigte sich brav, wenn es Atticus so wichtig war. Und letztlich wäre Joey ja blöd, wenn er es nicht annehmen würde, dass sein Sohn wieder einen Schritt auf ihn zumachte. Auch wenn es ihm sauer aufstieß, nur ein Lückenfüller zu sein. Aber so war es einfacher, als wenn der Junge ihn ständig nur anbrüllte oder ignorierte. Ihr Verhältnis besserte sich demnach wieder. Zur Ruhe kam Joey trotzdem nicht lang, weswegen er sich bald wieder zu seiner egoistischen Mission aufmachte – Atticus gegenüber dabei jedoch behauptete, er müsste Vorräte sammeln. Damit er sich keine Sorgen machte. Die Phase, in der Joey wieder für viele Monate verschwinden müsste, würde früh genug kommen. Aber im Moment verschlug es ihn lediglich für kurze Zeiten nach draußen.
Wie es der Zufall wollte, stolperte Joey über ein kleines Lager zweier Männer, die er belauschte. Verliebte schienen oft sämtliche Vorsicht zu vergessen. Das konnte ihm aber auch egal sein. Normalerweise wäre er einfach weitergegangen. Aber da der Name ›Cara‹ fiel, hörte er dem Gespräch zu Ende zu. Aha! Sie hatten Edward und Alphonse also zu einer Siedlung voller Biker gebracht, weil die kleine Lady sich angeblich dort befand. Joey kannte die Kolonie, hatte er die Gegend doch bis zum Erbrechen bereits ausgekundschaftet, bevor die Wicked hergezogen waren. Er wollte den Laden ja eigentlich ziemlich gern überfallen. Ihm fehlte sein Motorrad und er hätte gern ein neues.
Weniger gut war die Tatsache, dass die Drummers das verlorene Schäfchen mittlerweile wohl gefunden hatten. Trotzdem musste Joey sichergehen, dass Cara nicht erzählt hatte oder erzählen würde, was wirklich zwischen ihnen geschehen war. Und wenn sie es bereits getan hatte ... musste er weitere Schritte einleiten, egal, was ihn das kostete. Auf keinen Fall durfte diese Information Atticus erreichen. Bisher hatte er ihm seine Missetaten ja irgendwie halbwegs verziehen und sich entschieden, ihn trotz der vergangenen Fehler in sein Leben zu lassen. Aber das hier war etwas anderes. Es ging um die Mom seines festen Freundes und um seine Beziehung, die auch ohne dieses Zusatzdrama schon alles zwischen Vater und Sohn verkomplizierte. Da wäre es ... besser, Atticus die Drummers ganz zu nehmen, oder? Wenn das der einzige Weg sein würde, damit Joey seine Vaterrolle ohne Bedrohungen von außen einnehmen konnte. Eigentlich wollte er seinen Sohn unterstützen und ihm Alphonse lassen. Aber sollte Cara schon geredet haben, würde ihm das eventuell nicht mehr möglich sein. Die Trauer würde Atticus sicher halb umbringen. Aber Joey wäre für ihn da und irgendwann würde es ihm wieder besser gehen, und AJ zu einer unwichtigen Fußnote in dem noch langen Leben seines Sohnes werden.
Joey bereitete sich also auf alle Eventualitäten vor, als er die Kolonie beobachtete und darauf wartete, dass die Drummers sich vor die Tore wagten. Eines Mittags war es dann auch so weit. Mit einiger Entfernung schlich sich Joey hinterher und überlegte, wann sich eine gute Gelegenheit zum Übergriff bieten könnte. Abends vielleicht, wenn Geschäftigkeit im Lager herrschte. Einer Feuerholz sammelte, ein anderer die Zelte aufstellte und der Dritte sich um die Fallen kümmerte. Ja, das war eigentlich eine perfekte Gelegenheit. Also nutzte er den Schutz der Dunkelheit und lauerte Cara auf.
Sie sah besser aus als damals, so viel konnte er erkennen. Richtig gesund immer noch nicht, aber ihre Schönheit ließ sich letztlich nicht leugnen. Er wusste schon, warum er sie damals zu diesem Handel getrieben hatte. Schade, dass sie ihn nicht als würdig erachtet hatte, einfach so mit ihm zu schlafen. Das hatte sich heute bestimmt nicht geändert. Leider.
Joey sah sich noch einmal um, ob die beiden Kerle gerade in der Nähe waren, aber Cara hatte sich zum Holzsammeln ein Glück ein ganzes Stück in den Wald verirrt. Naiv war sie wohl immer noch.
»Hey, Pocahontas«, raunte er dicht hinter ihr und grinste. Sie hatte ihn damals total an die Indianerin erinnert, mit ihrem Aussehen und dem Bogen, den sie auch jetzt noch bei sich trug. Daher hatte er sie damals auch so genannt und nicht Cara. Möglicherweise hatte er sich auch deswegen nicht sofort an ihren Namen erinnert.
Die Angesprochene wirbelte erschrocken herum und riss sich dabei die Waffe vom Rücken und legte beinah gleichzeitig einen Pfeil auf. Gute Reflexe besaß die Frau auch. Joey konnte nichts dagegen tun, dass sein Blick schon wieder leicht lüstern wurde.
Cara hingegen konnte es nicht fassen. Ausgerechnet er tauchte hier auf? Was war das für ein schlechter Scherz? Seit damals hatte sie ihn nicht mehr gesehen, versucht, nicht an ihn zu denken, und dann war er es, der ihre Familie auf ihre Spur gebracht hatte und auch war er es, wegen dem Cara beim Wiedersehen fast einen Streit vom Zaun gebrochen hatte, statt sich einfach zu freuen, ihre Jungs wieder bei sich zu haben.
»Joey?«, fragte sie daher total perplex, ließ ihren Bogen aber nicht sinken. »Was zur Hölle machst du hier? Was willst du?«
Sein Blick wurde wieder ernst. »Hast du es ihnen erzählt?«
Da sie ihre Waffe nun aus Verwirrung lockerer ließ, nutzte Joey diese Gelegenheit und trat zu, sodass sie den Bogen fallen ließ und rücklings gegen den Baum hinter sich stolperte. Ihr Angreifer war sofort heran und presste sie gegen den Stamm, nun ein Messer an ihrem Hals. »Ich rate dir, antworte mir ehrlich. Hast du es ihnen erzählt?«
»Nein und ich werde es auch nicht«, knurrte Cara. Sie würde sich hier nicht vorführen lassen, sondern sich wehren. Also hob sie ihr Knie an, und rammte es mit voller Wucht in Joeys Eier. Sein folgender Schrei erreichte sicher auch das Lager der Drummers.
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Edward war tatsächlich erleichtert, dass er seine Sorgen nun endlich wieder mit einem anderen Erwachsenen teilen konnte. Diese Unterstützung hätte er in den letzten Monaten wirklich dringend gebraucht. Denn mit Alphonse’ Liebeskummer hatte er sich wirklich überfordert gefühlt! Und generell war die Pubertät eine echt harte Zeit. Weshalb er letztlich nur noch sagte
„Ich wünschte wir hätten dich etwas früher gefunden.. du hast den ganzen ‚Spaß‘, der sich Pubertät nennt, immerhin verpasst“
Was für Cara sicher auch nicht einfach war. Aber… manches musste sie wirklich nicht vermissen.
„Aber keine Sorge, auch mit 17 wird AJ es uns nicht leichter machen“
Versuchte er sie wieder ein bisschen zu beschwichtigen, damit sie nicht das Gefühl hatte, als hätte sie keinen Auftrag mehr. So war es Ed immerhin erst vor kurzem gegangen. Dass er gedacht hatte, Alphonse würde ihn nicht mehr brauchen, weil er nun erwachsen war. Dieser Streit hätte sie fast entzweit. Aber er hatte ihm gezeigt….. dass es nicht so war. Und Edward hoffte, dass Alphonse mit seiner Ma über andere Dinge reden konnte als mit ihm. Das würde ihm sicher gut tun.
Edward war erleichtert darüber, dass Cara und Jim nur befreundet gewesen waren. Was für ein Trottel, wenn er es nicht bei der wunderschönen Göttin versucht hatte. Aber ihm war es absolut Recht so. Und er dankbar dafür, dass sie es ihm sagte… ohne dass er direkt nachfragen musste. So wäre es nicht so seltsam über diesen Jim zu reden.
Am nächsten Morgen gemeinsam mit Cara aufzuwachen… war so viel schöner als in seinen kühnsten Träumen. Im ersten Moment dachte er ja immer noch zu träumen. Aber das hier war real. ihre Wärme war real und auch ihre Nähe. Ob sie nun… jede Nacht so miteinander verbringen würden? Oder war das hier nur eine Ausnahme wegen der Wiedersehensfreude? Ja, das war auf jeden Fall realistischer. Deshalb würde Edward diesen Augenblick im Herzen behalten.. und in Erinnerung für einsame Nächte. So wie der Gedanke an damals.. als Cara dieses Vorstellungsgespräch gehabt hatte und sie einander fast geküsst hätten… oder der Hochzeitstanz. Alles Erinnerungen, die Edwards Herz stets gewärmt hatten. Und heute Nacht war eine weitere dazu gekommen.
„Natürlich.. und ich gehe auch nicht mehr weg…“
Sie durfte immer zu ihm kommen wenn sie sich einsam fühlte. Wirklich immer. Er wäre für sie da. Voll und ganz.
Als sie wenig später zum Frühstück aufbrachen bemerkte Edward natürlich AJs Blicke und Gesten. Weshalb er ihn…. ein bisschen peinlich berührt aber auch streng ansah
„halt bloß die Klappe!“
Zischte er verlegen. Denn so gut war es immerhin nicht gelaufen!
„Ich bin ihr Schwager. Mehr nicht. Also hör auf mich so anzusehen“
Da gab es keinen Grund für diese Blicke! Und die würde es auch nicht geben. Er bereute es schon wieder, dass er nicht besser aufgepasst hatte seine Gefühle zu verbergen. Denn dass sein 17-jähriger Sohn in deswegen nun foppte… darauf konnte er echt verzichten. Das alles war so schon kompliziert genug. Und er hatte Angst, dass AJ irgendwann unabsichtlich etwas vor Cara ausplauderte, was sie nicht wissen sollte!
Nach dem Frühstück verließen sie also endlich diese Kolonie voller Machos und brachen auf in ihr neues Leben. Damit endlich alles wieder gut werden würde.
Dass das Schicksal ihnen bereits an Tag eins wieder einen Strich durch die Rechnung machte… konnten sie nicht ahnen.
Es gefiel Edward nicht, dass Cara alleine Feuerholz sammeln wollte, weshalb er sie bat nur in der unmittelbaren Umgebung zu suchen. Wo er sie beim Zeltaufbau auch sehen konnte. Doch natürlich lief sie weiter weg… ihre Orientierung war noch nie die Beste gewesen.
Weshalb sich Ed automatisch nach einer Weile auf die Suche nach ihr machte. Immerhin hatte er nun noch viel größere Angst sie zu verlieren als damals. Und würde sie wohl eine Weile ziemlich in Watte packen.
Als also plötzlich dieser Schrei ertönte, war Edward binnen weniger Sekunden zur Stelle.
Was zur?! Er weitete vor Schreck die Augen, als er Joey erblickte, der Cara ganz offensichtlich in Bedrängnis gebracht hatte! Dieser verdammte Scheißkerl!!
Natürlich stürmte er da sofort wütend auf ihn los. Riss ihn von Cara weg und rammte ihm voller Wucht seine Faust ins Gesicht.
„Du schon wieder?!? Fass sie bloß nicht an du mieser Scheißkerl!!!“
Edward kapierte überhaupt nicht, was hier eigentlich gerade passierte. Wieso war Joey hier? Und was wollte er von Cara?
„Bist du okay? Hat er dir was getan??“
Fragte er natürlich sofort besorgt und blickte dabei über die Schulter zu Cara. Dass er Joey dabei kurz außer Acht ließ… ließ sich leider nicht vermeiden. Aber die Liebe machte eben unvorsichtig, wie sie bereits mehrmals besprochen hatten.
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Cara war wirklich traurig, dass sie so viel verpasst hatte. »Na ja... ein bisschen was von seiner Pubertät hab ich ja vielleicht noch.« Wann endete sie für gewöhnlich? Mit 16 oder 17? Und AJ war ja ein Spätzünder. Was Cara natürlich noch nicht wusste. Was sie unvermittelt zu einer weiteren Frage führte: »Ist Atticus eigentlich sein erster Freund? Es war ... sicher auch nicht ganz einfach für ihn, festzustellen, dass er auf Jungs steht?« Ob er wohl Angst gehabt hatte oder sich irgendwie falsch fühlte? Das kam ja leider vor, obwohl Liebe doch einfach nur Liebe war. Egal, wen man letztlich gut fand.
Sie schmunzelte. »In unseren Augen wird er sowieso noch ewig ein Kind bleiben.«
Hach ja, Ed konnte man es auch nicht recht machen, hm? xD Alle Männer, die sich an Cara ranschmissen, gehörten beseitigt, aber jene, die es nicht taten, hatten nicht mehr alle Tassen im Schrank. Na ja... Cara ahnte ja ein Glück nichts von diesen Gedanken. Oder war im Moment noch zu verwirrt, um sich wirklich auf die Frage einzulassen, ob die zweite Chance auf ein Familienleben auch die damals aufkeimende Liebe zwischen ihr und Ed mit einschloss. Wenn es nach ihr ginge, könnten sie jedenfalls immer so eng umschlungen einschlafen.
Alphonse wollte seinen Dad gar nicht foppen. Er fieberte doch total mit und versuchte, die beiden zu unterstützen. Aber er konnte ja nicht alles machen. Offenbar war die Nacht nicht so gut gelaufen. Nun blickte er gar mitfühlend drein. Was Ed aber sicher auch nicht passte. Vielleicht würde sich ja auf der Reise zum Cottage noch mal die Gelegenheit für ein Vater-Sohn-Gespräch ergeben. Schon witzig eigentlich. Ständig waren sie allein gewesen und nun mussten sie sich womöglich zukünftig für ihre ›Männerzeit‹ verabreden und so was mit Cara absprechen? Verwirrend.
Verwirrend wurde es auch wenig später, als Joey ihr auflauerte. Wo kam er so plötzlich her und was zum Teufel wollte er von ihr? Als er sie sogar richtig angriff, wehrte sie sich instinktiv. Dass der Schrei auch ihre Familie herlocken würde, wurde ihr schmerzlich bewusst. Denn Joeys Auftauchen würde Fragen aufwerfen. Warum er ihr nachstellte, verstand sie jedoch wirklich nicht. Sie wusste nichts über ihn. Vielleicht wollte er Rache an Ed und Al nehmen, die ihn ja offenbar aufgemischt hatten? Aber warum war es ihm dann so wichtig, ob Cara geredet hatte?
»Fuck!«, fluchte Joey, als Edward so plötzlich auftauchte. Dem Schlag konnte er nur halb ausweichen, sodass auf jeden Fall seine Lippe aufplatzte und er Blut schmeckte. Aber das machte nichts. Schmerz war er ja gewohnt. Dass seine Nacht- und Nebelaktion so daneben ging, war dafür ein Problem. Weswegen er einen Entschluss fasste. Die Drummers zu vernichten wäre endgültig und einfacher. Er konnte sich sowieso nicht auf Caras Wort verlassen. Es tat ihm leid, was das bei seinem Sohn für Leid verursachen würde, aber er würde schon über den Verlust hinwegkommen, ganz sicher.
Weswegen Joey die Unachtsamkeit seines Feindes ausnutzte und seine Pistole zog. Ed würde das Klicken der Sicherung bestimmt hören, aber zu spät reagieren. Cara weitete bereits die Augen und wollte ihn warnen. Auch das würde zu spät kommen. All das zu beobachten, beflügelte Joey. Er tötete gern. Und am liebsten, wenn es ihm einen Vorteil verschaffte.
Die Waffe segelte ihm trotzdem ungenutzt aus der Hand, was ihn einen Moment verständnislos auf seinen nun leeren Finger starren ließ. Dann spürte er kalten Stahl an seinem Hals. »Krümmst du meinen Eltern auch nur ein Haar, dann ...« AJ ließ den Satz unvollendet und sein Katana an Ort und Stelle. Weil er genau wusste, dass er Joey nicht töten durfte, auch wenn der Drang gerade wirklich übermächtig war. Aber er beherrschte sich.
»Fuck ...!«, knurrte der Blonde erneut und gab sich geschlagen. Für den Moment. Noch war nicht alles verloren. AJ würde ihn wegen Atticus sicher nicht töten. Cara war zu ausgezehrt, um es zu tun. Die wirkliche Gefahr war Edward. Für den es aber gleich zwei Schwachpunkte hier gab. Pocahontas und den Klugscheißer. Joey musste sich nur entscheiden, in welche Wunde er Salz streuen wollte, um Ed aus der Reserve zu locken und erneut unvorsichtig zu machen.
»Er ... wollte gerade wieder gehen. Unsere Wege haben sich nur zufällig gekreuzt und er ist nach wie vor nicht gerade ein Gentleman. Nicht wahr?« Cara sah ihn flehentlich an.
Joey musste lachen, weil sie ihm so eine wunderbare Vorlage gab. »Damals hast du dich nicht beschwert, als ich dich härter rangenommen hab.«
Sein Blick glitt zu Edward. Obwohl es AJs Schwert war, das ihm unvermittelt stärker in die Haut schnitt.
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Caras Frage brachte ihn dazu kurz ein bisschen zu lachen. Oh wenn sie wüsste wie Alphonse so drauf war. Es gab wirklich vieles, das sie noch lernen musste.
„Er ist sein erster Freund, ja. Generell hat er auch.. all seine ersten Erfahrungen mit ihm gemacht.“
Geküsst oder so könnte er ja beispielsweise schon früher wen gehabt haben, nicht aus allen Bettgeschichten mussten ernste Beziehungen entstehen. Davon konnte Ed ein Lied singen.
„Weißt du… in der Hinsicht ist Feivel wirklich ziemlich speziell. Wie auch in so manch anderem. Aber bevor er Atticus kennen gelernt hat… fand er körperliche Nähe zu irgendwem schier unerträglich. Bei mir hat er es manchmal ausgehalten. Aber bei anderen? Er war gar angewidert davon. Konnte das Prinzip von körperlicher Anziehungskraft absolut nicht nachvollziehen. Er hat dabei immer nur den sachlichen Aspekt gesehen.. fand die Vorstellung ekelhaft seinen Speichel mit jemandem zu teilen und hat mir ständig Vorträge darüber gehalten welche Gefahren Sex in der Apokalypse birgt und dergleichen. Dass er Atticus kennen gelernt hat… hat seine gesamte Welt ins Wanken gebracht, weil er all seine Einstellungen plötzlich überdenken musste und schwer überfordert damit war. Aber ich bin froh darüber…. ehrlich gesagt dachte ich immer er stirbt als Jungfrau.“
Sagte er erneut schmunzelnd. Ob es AJ recht war dass Edward nun so aus dem Nähkästchen plauderte? Aber Cara musste diese Dinge wissen, um sich auf ihn einstellen zu können. Damit ihr nicht das gleiche widerfuhr….. wie Violet, sollte sie unbeabsichtigt eine seiner Grenzen überschreiten.
„Dass er dich gestern umarmt hat… war demnach ein wirklich großer Schritt für ihn musst du wissen“
Was aber ein wirklich gutes Zeichen war.
Ein weniger gutes Zeichen war dafür das Auftauchen von Joey. Eigentlich glich es einem apokalyptischen. Würden sie nicht bereits in der Apokalypse leben.
Ed reagierte tatsächlich zu spät, als Joey seine Pistole zog. Auch wenn der Kerl ein Wichser war, so durfte man ihn trotzdem nicht unterschätzen. Er hatte im Kampf was drauf, das hatte Edward schon schmerzlich feststellen müssen. Aber auch diesmal war er in der Unterzahl. Die Pistole brachte ihm jedoch einen Vorteil. Weshalb Edward die Zähne fest zusammen biss und den Kopf dann ganz langsam wieder nach vorne drehte. Er durfte nun nicht sterben. Denn dann würde er seine Familie erneut im Stich lassen. Doch wenigstens…. wäre Feivel dann nicht mehr alleine. Allerdings wusste er nicht was dieser Psychopath seiner Familie antun würde. Also nein! Zu sterben war nun keine Option.
Jedoch musste er gar keine Zeit schinden, wenn Alphonse kam ihnen zur Hilfe und entwaffnete das blonde Arschloch gekonnt. Das ließ sofort wieder ein stolzes Grinsen auf seine Lippen treten.
„Zufällig gekreuzt? Du bist wie eine verdammte Gokuburi… die aus jeder dreckigen Ecke hervor kriecht!“
Konnte das hier wirklich Zufall sein? Edward konnte nicht ganz daran glauben. Denn das wäre wirklich verdammtes Pech. Zweimal auf diesen Kerl zu treffen, ganz ohne Absicht? Das erschien ihm irgendwie unwahrscheinlich.
„Also sorgen wir dafür, dass solche Zufälle sich nicht wiederholen!“
Sagte er nun mit finsterem Blick. Als dieser nun auch noch diese…. widerliche Bemerkung los ließ ballte Edward seine Hände zu Fäusten. Am liebsten würde er ihm erneut ins Gesicht schlagen aber dann würde ihren Vorteil verspielen. Denn Alphonse hatte ihn gerade an den Eiern!
Weshalb er statt auszurasten eisig zu ihm meinte.
„Na los, tu es! Schneid dem Wichser die verdammte Kehle auf.“
Er sah absolut keinen Grund ihn weiter am Leben zu lassen. Sie hatten Cara gefunden. Sie brauchten rein gar nichts mehr von ihm. Und die Welt wäre definitiv ein besserer Ort, wenn dieser Scheißkerl nicht weiter auf ihr wanderte und nie wieder die Möglichkeit bekam, seine Lady zu bedrohen oder dumm anzumachen!
Edwards Worte waren nun bestimmt nicht sehr väterlich. Denn er sollte seinen Sohn nicht dazu auffordern jemanden kaltblütig zu töten oder? Aber gerade war er so wütend!! Und wusste genau, dass sein Sohn es ohne mit der Wimper zu zucken erledigen würde.
Doch er tat es nicht sondern… zögerte? Wieso?
Kurz wurde ihm bewusst was der Grund dafür sein könnte. Scheiße! Vielleicht wollte er vor seiner Mum diese Seite an ihm nicht zeigen? Und Edward….. hatte gerade völlig ungewollt verraten.. wozu er AJ gemacht hatte. Nämlich zu einem kaltblütigen Mörder, genau wie auch er einer war. Shit!!! Genau das hatte er doch eigentlich vor ihr verbergen wollen. Sie würde ihm später bestimmt Vorwürfe deswegen machen aber darüber konnte er nun nicht nachdenken.
Weshalb es vielleicht besser war, dass Feivel zögerte. Stattdessen zog er nun sein Katana und schüttelte den Kopf.
„Schon gut, ich erledige das!!“
Er deutete Feivel, dass er den Wichser in seine Richtung stoßen sollte, während er mit seinem messerscharfen Schwert direkt auf ihn losging.
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Das war ja gleich noch viel süßer, dass Atticus Feivels erster Freund war. Das musste total aufregend für ihren Sohn sein und auch wenn sie erst verspätet hinzukam, freute sie sich, nun an seiner Seite zu sein.
Sie lauschte Eds Ausführungen. Ohnehin könnte sie ihm ewig zuhören, seine Stimme hatte so einen beruhigenden und angenehmen Klang. Verständnisvoll nickte sie. »Das hat sich damals schon abgezeichnet. Weißt du noch, manchmal wollte er nicht an der Hand gehen und hat richtig rumgezetert deswegen.« Gut, hin und wieder handelte jedes Kind wohl so. Aber Cara hatte irgendwie im Gefühl gehabt, das dies eine Eigenart sein könnte, die sich nicht auswuchs.
Das klang ja, als hätte Edward echt oft Sex gehabt, wenn Feivel ihm dauernd Vorträge über die Gefahren gehalten hatte. Der Gedanke tat weh, obwohl Cara sicher keine Besitzansprüche stellen durfte. Und selbst auch nicht besser gewesen war. Sie sagte mal lieber nichts dazu. »Atticus hat scheinbar wirklich viel für ihn geändert, hm? Ich bin froh, dass er doch noch Gefallen an solchen Dingen findet ... es wäre schade gewesen, hätte er solch eine Verbindung nie zu jemandem gefunden.«
Die Warnung hatte sie jedenfalls verstanden. Nicht zu viel Körperkontakt, auch wenn man Familie war. »Dann weiß ich diesen Schritt nun umso mehr zu schätzen. Und werde versuchen, ihn nicht zu überfordern. Auch wenn ich ihn die nächsten Tage am liebsten ständig knuddeln würde.« Sie schmunzelte. »Vielleicht musst du dann etwas öfter herhalten.« Ed hatte ja weniger Probleme damit. Und seine Nähe suchte sie auch aus anderen Gründen sehr gern.
Joey hingegen wollte sie nie wieder nah sein. Ihn wollte sie einfach nur vergessen. Als er plötzlich eine Pistole zog und damit auf Edward zielte, bekam sie Panik. Das war keine Drohaktion. Er krümmte seinen Finger und wollte wirklich abdrücken.
Verhindern tat das AJ, der wie aus dem Nichts neben ihnen auftauchte und dem Arschloch seine Waffe aus der Hand trat und dann flink eine Klinge an den Hals drückte. Effizienz war eine der positiven Eigenschaften, die man den Drummer-Brüdern bei den Yakuza nachgesagt hatte. Und offensichtlich hatte Ed seinen Sohn gut gelehrt. Was Cara mehr imponierte und stolz machte, als dass es sie beunruhigte.
»Kotzbirne?«, äffte Joey verständnislos dieses seltsame Wort nach, das Edward benutzte. »Was kann ich dafür, wenn ihr mir ständig in den Weg lauft. Ich hab nur Cara gesehen und dachte mir, ich sag Hallo und Bescheid, dass ich euch getroffen hab.« Da war doch nichts dabei. Er wollte nur helfen. Joey lächelte gewinnend.
Ach ja, der mörderische Edward. Dinge, die sich nie änderten, hm? Wieder wollte er den armen Joey umbringen oder foltern. Vielleicht auch beides. »Woah, wir sind doch eine Familie, oder nicht?«
AJ blinzelte und packte den Griff seines Katanas fester. Der Aufforderung seines Vaters folgte er nicht. Und das hatte nichts damit zu tun, dass ihm ein Mord vor seiner Mom unangenehm wäre. Würde der Kerl nicht zu Atticus gehören, würde sein abgetrennter Kopf schon längst im Gras liegen.
Was für ein beschissenes Gefühl war es, die Seiten zu wechseln. Feivel schluckte schwer und hasste diese Situation – die er nicht mal richtig verstand. Was wollte Joey von ihnen? Mit so einer Aktion würde er seinen Sohn nicht für sich gewinnen, war ihm das denn nicht klar? Trotzdem war es ein Fakt, dass Joey nicht sterben durfte. Nicht durch die Hand eines Drummers. Das würde Atticus ihm nie verzeihen, egal wie das Verhältnis zu seinem Dad war.
AJ stieß Joey also nicht in Richtung Ed. Sondern zog ihn einen Schritt zurück. Um seine Eltern weiterhin zu schützen, ließ er sein Katana aber trotzdem nicht sinken. »Bitte nicht, Dad. Wir können ihn nicht umbringen. Er ... er ist Atticus’ Vater.« Verzweifelt und voller Schuldgefühle sah AJ zu Ed.
Cara hingegen krallte sich unvermittelt an den Stamm und drehte sich zur Seite. Ihr war auf einmal furchtbar übel und schwindelig. Joey ... war also der Vater von Feivels Freund. Das ... änderte verflucht noch mal alles.
Da AJ auch in Blickrichtung seiner Mutter sah, entfuhr ihm ein besorgtes: »Mom?«
Und Joey ... tja, der fing plötzlich an, schallend loszulachen. Das war wirklich zu köstlich. All diese Geheimnisse, die hier offenbar gehegt und gepflegt wurden. »Die Drummers sind wohl doch nicht so perfekt wie sie sich gern darstellen, was?«
Vielleicht hatte er sie ja nun unwissend gegeneinander aufgehetzt und sie zerfetzten sich gegenseitig. Er müsste sich dann nur noch um das kümmern, was übrig blieb.
@Edward Drummer



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So viel hatte Cara in der Hinsicht ja noch gar nicht verpasst. Nur die Dramen vorab, das musste sie wirklich nicht haben. Sie konnte nun die schönen Seiten dieser Beziehung mit Feivel teilen und ihm ein paar mütterliche Ratschläge erteilen. Den Mist davor hatte Edward schon ausgefasst…. würde er für Cara aber jederzeit wieder tun. Und natürlich für seinen Sohn. Hauptsache alle wurden nun glücklich.
„Ja.. oder wie er mich gebissen hat, als ich diesen Fingerreim mit ihm machen wollte..“
Sagte er schmunzelnd. Denn AJ hatte Körperkontakt früher wirklich gehasst.
„Oder wie er die Bauklötze nach uns geworfen hat…..“
Und wohl auch das Küssen schon damals ekelhaft gefunden. Sonst hätte er das vielleicht nicht getan? Gut, das hatte womöglich einen anderen Grund gehabt. Ed wusste auch nicht.. warum er das nun bewusst erwähnte. Vielleicht wollte er herausfinden, ob Cara auch noch manchmal daran dachte? Oder ob sich dieser Fast-Kuss nur bei ihm so eingebrannt hatte und sie es längst vergessen hatte? Weil es nie eine große Sache gewesen war? Über eine Anekdote danach zu fragen.. war irgendwie einfacher als sie direkt daran zu erinnern. Auch wenn er es gleich wieder bereute überhaupt davon angefangen zu haben.
„Ich bin auch froh darüber…“
Auch wenn AJ dadurch endlich auch etwas mehr Verständnis ihm gegenüber zeigte. Und vielleicht nicht jede Frau halb tot prügeln würde, die er fortan in sein Leben ließ. Denn bei Cara… sah er ehrlich gesagt gerade nicht sehr große Erfolgschancen.
„Ich stehe dir jederzeit uneingeschränkt für Kuschelattacken zur Verfügung“
Sagte er mit einem Schmunzeln und tat so als würde er nur scherzen. Obwohl es für ihn eigentlich bitterer Ernst war. Cara durfte jederzeit zu ihm kommen wenn sie sich Nähe wünschte… wirklich jederzeit.
Stattdessen war es aber Joey, der ihr zuletzt nahe gewesen war. Auf eine Art und Weise die Edward immer noch extrem sauer machte. Vor allem weil er das Gefühl hatte, als würde hier irgendein Spiel gespielt werden, das er noch nicht verstand. Irgendwas war doch hier im Busch? Denn was sollte das ganze Gehabe sonst? Was wollte Joey von Cara? Noch mal einen Versuch bei ihr starten? oder war er einfach irre, weil er sich erneut mit ihnen anlegte?? Von wegen er wollte ihnen sagen, dass er sie getroffen hatte.
„Sicher, du wolltest nur helfen. Ganz selbstlos und ohne Gegenleistung“
Langsam dämmerte es auch Edward. Denn womöglich…. hatte Joey gerade versucht Cara zu bedrängen und eine Gegenleistung einzufordern? Dafür… dass er ihr sagte wo er AJ und Ed zuletzt gesehen hatte?? Scheiße….. was wenn das damals auch so gewesen war? Warum zur Hölle hatte Edward so lange gebraucht um das zu kapieren?!
Natürlich entfesselte dieser Verdacht den mörderischen Edward noch weiter!!!
Der jedoch auch seine neuerliche Aussage nicht verstand. Familie?? Was dachte dieser Kerl eigentlich?? Glaubte er, nur weil er EIN Mal mit Cara geschlafen hatte, gehörte er automatisch zur Familie? Nein diesen Schwachsinn würdigte er nun sicher keiner Antwort. Er war einfach nur so ein egozentrisches Arschloch.
Aber das spielte nun keine Rolle. Denn heute.. da würden sie ihn für immer zum Schweigen bringen und mussten sich seinen Bullshit nicht länger anhören.
Er rechnete fest damit, dass Joey ihm nun förmlich in die Klinge laufen würde. In Team-Arbeit alá Drummer Manier!
Nur dass Feivel…… nicht kooperierte. Es war eine Sache, dass er ihn vor seiner Mum nicht selbst töten wollte. Aber dass er ihn nun sogar verteidigte und…. vor Edward beschützte?! Was zur Hölle war denn jetzt in ihn gefahren?
Als er ihm sagte, dass Joey Atticus Dad sei……. war das wie ein fester Schlag ins Gesicht, der ihn kurz wirklich sprachlos zurück ließ und er AJ einfach nur… fassungslos anstarrte.
Das hier war Atticus Dad? Und Feivel… hatte das gewusst? Und ihm bewusst ins Gesicht gelogen??
„was…..? WAS?!“
Das… konnte doch nicht sein verdammter Ernst sein!!
Natürlich genoss Joey das und begann sie auszulachen. Sich über seine Familie lustig zu machen, das war…… wäre er ein Stier, würde nun wohl Dampf aus seiner Nase treten! So wütend war er.
Als AJ so besorgt zu Cara sah, blickte auch er kurz nach hinten. Aber… gerade konnte er sich einfach nicht um ihr Wohlergehen kümmern. Es würde ihr bestimmt gleich wieder besser gehen, wenn dieses Monster aus dem Weg geräumt war.
Weshalb er sich selbst von AJs Offenbarung nicht stoppen ließ.
„Halt dein verdammtes Maul!!“
Blaffte er Joey an, als dieser sich über seine Familie lustig machte und stapfte weiterhin mit gezogenem Schwert auf ihn zu
„Atticus ist 17 Jahre lang ohne diesen Versagervater klar gekommen und das wird er auch weiterhin!!! Denn er hat nun uns!! Ohne dieses Arschloch ist er wesentlich besser dran!! Also lass ihn gefälligst los!!“
Das war nun keine Bitte, sondern eine sehr deutliche Aufforderung an seinen Sohn. Wenn es sein musste….. dann würde er eben dafür sorgen, dass Alphonse von ihm abließ und er ihm keine andere Wahl ließ! Aber eine letzte Chance das Richtige zu tun wollte er ihm noch geben.
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Es war schön, gemeinsam in diesen Erinnerungen zu schwelgen, weswegen Cara schmunzelnd nickte. Ed konnte wohl froh sein, noch alle Finger zu haben. xD Als er die Bauklötze erwähnte ... wurde es Cara hingegen plötzlich sehr warm. Er dachte also auch noch an diesen Moment? Hatte ihn nicht verdrängt? Eigentlich unglaublich, dass am Tag ihrer Trennung auch noch fast etwas Wunderschönes passiert wäre.
»Das hab ich nicht vergessen«, offenbarte sie mit rauer Stimme. Gern wollte sie noch hinzufügen, wie schade sie diese Unterbrechung empfunden hatte. Sie wäre bereit gewesen, diesen Schritt zu gehen. Damals. Jetzt war sie sich nicht sicher, ob es richtig wäre. Ob Edward wirklich noch so empfand oder gerade nur alte Gefühle hochkochten, weil sie vom Wiedersehen so überwältigt waren. Und ob sie sich überhaupt noch einmal auf eine Beziehung oder körperliche Liebe einlassen sollte. Wegen ihrer Verfassung und auch, weil sie eine gute Mutter sein und sich auf Feivel konzentrieren wollte.
Wären solche Fragen doch die einzigen, mit denen sie sich zu beschäftigen hatte. Nun trat unverhofft auch noch Joey wieder in ihr Leben. Als wäre das nicht genug, standen auch noch andere Offenbarungen im Raum. Sie wusste gerade echt nicht mehr, wo ihr der Kopf stand.
Feivel ging es da ganz ähnlich. Warum versuchte Joey so vehement, seine Familie zu zerstören? War irgendwas mit Atticus, wofür er AJ die Schuld gab? Oder wollte er Rache und es war ihm egal, was sein Sohn dazu sagen würde? Hatte es letztlich doch was mit Cara zu tun, und was zwischen ihnen geschehen war? Feivel wurde halb verrückt, weil er nichts richtig deuten konnte und das Einzige, was er sicher wusste ... die Tatsache war, dass Joey überleben musste. Womit er gegen seinen eigenen Vater handeln musste. Was sich richtig beschissen anfühlte. Es war, als würde sich sein Inneres nach außen stülpen. Unnatürlich. Einfach unnatürlich.
Edward stand kurz vorm Ausrasten. Feivel kannte die Anzeichen, nur hatte er nie befürchtet, dass sich diese Berserker-Wut sich mal gegen ihn wenden würde. Bisher hatte er daran geglaubt, sein Dad würde nie Hand an ihn legen. Nie ernsthaft und ohne Rücksicht auf Verluste. Nun bekam er tatsächlich ein bisschen Angst vor ihm.
Trotzdem zog er Joey weiterhin mit sich zurück, da sein Dad nun so bedrohlich auf sie zuschritt. »Wir dürfen nicht dafür verantwortlich sein, dass er seinen Vater verliert. Das würde er mir nie verzeihen. Bitte, Dad. Lassen wir ... lassen wir ihn einfach gehen.«
»Und was, wenn ich gar nicht gehen will?«, warf Joey fröhlich dazwischen.
Alphonse sah verzweifelt zu ihm. »Warum machst du es dir und uns noch schwerer? Was erhoffst du dir überhaupt davon? Meinst du, Atticus wird das gut finden, was du hier treibst?«
»Die Beurteilung, was das Beste für meinen Sohn ist, wirst du mal schön mir überlassen. Und mir reicht es jetzt. So schön ich euer Familiendrama auch finde, das endet jetzt.« Womit er nun Feivel attackierte, der nun genug abgelenkt war. Er entwand ihm mit überraschender Leichtigkeit das Katana. Mit so was hatte er noch nie gekämpft. Konnte ja aber nicht so schwer sein.
@Edward Drummer



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Es machte Edward glücklich zu hören, dass Cara diesen Moment auch nicht vergessen hatte.. wie sie nun darüber dachte, wusste er trotzdem nicht. Vielleicht bereute sie ihn. Aber ihre Stimmfärbung ließ irgendwie nicht darauf deuten. Aber vielleicht bildete er sich das auch nur ein. Er wusste gerade einfach gar nichts mehr.
„Ich musste oft daran denken….. und auch daran… wie wunderschön du in diesem Kleid ausgesehen hast“
Edward hatte es wohl doch noch nicht völlig verlernt sich wie ein charmanter Gentleman zu verhalten. Auch wenn es ihm bei Cara schwer fiel, weil er ihr nicht zu nahe treten oder sie in eine unangenehme Situation bringen wollte. Trotzdem… musste er ihr das nun sagen. Einfach nur… damit sie es wusste. Mehr gab es dazu jedoch nicht mehr zu sagen. Edward hatte eine recht eindeutige Andeutung gemacht… ob und wie Cara damit in Zukunft umgehen würde…. lag bei ihr.
Oder ob es überhaupt noch eine Zukunft für sie gab? Vielleicht starb Edward auch hier und heute, bei dem Kampf gegen Joey.
Dessen Verhalten wirklich niemand hier verstehen konnte. Ob Cara eine Vermutung hatte? Ed und Al jedenfalls tappten völlig im Dunkeln. Denn es war doch klar, dass er sich dadurch seine Chance verbaute mit den Drummers ins Reine zu kommen. Seinem Sohn zu Liebe. Aber das zeigte wohl was für ein beschissener Dad er war, dem rein gar nichts an seinem Sohn lag.
Edward würde Alphonse niemals ernsthaft verletzen. Aber wenn er nicht von Joey abließ würde er ihn dazu zwingen es zu tun. Selbst wenn das bedeutete, auch gegen ihn zu kämpfen.
„Dir vielleicht nicht. Aber mich kann er hassen“
Es war ihm egal. Es war ihm gerade völlig egal was Atticus danach von ihm halten würde. Feivel konnte nichts dafür. Er sollte ihm nicht die Schuld dafür geben, wenn sein Dad ausgerastet war. Das hier hatte nichts mit ihnen zu tun… es war einzig und alleine Edwards Kampf. Und Feivel konnte nichts daran ändern. Das würde Atticus sicherlich verstehen.
„Du möchtest ihn gehen lassen??? Damit er irgendwann erneut auftaucht und deine Mutter belästigt und bedroht??? Oder ihr sonst was antut??“
War das wirklich Feivels Ernst?? Das nahm er in Kauf? Joey war ein Risiko! Und Risiken für die Familie mussten beseitigt werden. So einfach waren die Drummer Regeln.
Joey war so ein Soziopath! Statt um sein Leben zu betteln goss er nur noch mehr Öl ins Feuer. Das war doch wirklich krank!
Doch statt weiter zurück zu weichen entwaffnete Joey Feivel plötzlich. Natürlich fand er das nicht gut, weil er die Sorge hatte, er würde nun seinen Sohn attackieren! Vielleicht hatte er ja ein Problem mit der Beziehung? Weil er ein homophobes Arschloch war? Aber stattdessen richtete er das Katana glücklicherweise auf ihn. Was ihn dazu brachte streng zu Feivel zu sagen
„Geh und kümmere dich um deine Mutter! Ich regle das hier“
Denn Cara schien es nicht gut zu gehen. Weshalb AJ nach ihr sehen und ihm nicht weiter im Weg stehen sollte. Denn hier würde er nur zwischen die Fronten geraten. Und vielleicht konnte sein kleines Genie ja etwas Licht ins Dunkel bringen, was zur Hölle hier eigentlich los war.
Nun wo AJ aus dem Weg war…. trat tatsächlich auch auf Edwards Lippen ein leichtes Grinsen, als er zu Joey hinüber sah. Nun konnte der Tanz endlich richtig beginnen. Es wurde Zeit.
Weswegen Ed nicht lange fackelte und Joey mit dem Katana attackierte. So wie dieser blockte und parierte… musste Edward kalt auflachen. Denn das war absolut lächerlich und er hatte ihm binnen Sekunden mehrere kleine Schnitte hinzu gefügt. Keine lebensbedrohlichen. Doch das war Absicht. Denn jetzt wollte er ihn leiden sehen. Weshalb er das hier sicher nicht schnell beendete.
Sein zweiter Angriff lief ähnlich ab, Joey hielt das Katana ja nicht mal richtig. Weshalb er irgendwann einfach nur schnaubte und den Kopf schüttelte
„Tch.. Das ist erbärmlich..“
Und mit diesen Worten… warf er tatsächlich sein Schwert zur Seite und krempelte die Ärmel seines Hemdes hoch. Wodurch man auch seine Yakuza Tattoos sehr deutlich erkennen konnte. Er ballte die Hände zu Fäusten und machte sich erneut kampfbereit. Wenn Joey das Schwert behalten wollte… dann war es seine Sache. Es machte Edward keine Angst, denn auch ohne Waffe würde er ihn entwaffnen, so schlampig wie er das Schwert hielt. Doch es lag an Joey, ob er sich diese Demütigung antun wollte oder wie ein richtiger Mann gegen Ed kämpfen wollte.
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Caras Herz klopfte wie verrückt. Jetzt machte Ed ihr auch noch Komplimente. Und sagte ihr, dass er sehr oft an all das denken musste. So war es ihr auch ergangen. Nicht nur an diesen Moment hatte sie sich erinnert, auch an viele weitere. »Danke! Jetzt ... würde mir das Kleid wohl nicht mehr so gut stehen«, sagte sie in plötzlicher Unsicherheit. »Aber ich habe auch oft an diesen Augenblick gedacht.«
Damit hatten sie nun beide eindeutige Andeutungen gemacht. Bei denen es fürs Erste blieb. Denn als Nächstes mussten sie sich mit Joey rumschlagen.
Alphonse fand es unerträglich, Partei für diesen Penner zu ergreifen, aber genauso furchtbar fand er die Kurzsichtigkeit seines Dads. »Ich möchte aber nicht, dass er dich hasst. Es ist alles so schon kompliziert genug!«
Also ja, er wollte Joey tatsächlich gern gehen lassen. »Mom ist nicht mehr allein und sie kann sich wehren. Wir können das ausnahmsweise doch auch anders klären. Er hat uns immer noch nicht gesagt, was er überhaupt von ihr wollte!« Feivel hatte das Gefühl, sie übersahen in der Hektik etwas, das ihnen das Verhalten der beiden erklären würde. Selbst Joey verhielt sich untypisch, da es auch um seinen Sohn ging. Für den er die Dinge richtig machen wollte und sich auf seine Weise bemühte. Das hier musste auch was damit zu tun haben. Egal, was er vor hatte, er tat es für Atticus. Sonst machte das alles gar keinen Sinn.
Joey hingegen improvisierte gerade eigentlich nur noch. Sein eigentlicher Plan war mit Bravour gescheitert. Der letzte Ausweg bestand eigentlich darin, die Drummers zu vernichten. Sonst würde sein Sohn von diesem Desaster erfahren und ihn hassen. Er ... könnte sich allerdings auch von Ed verprügeln lassen und daheim erzählen, was der Mann ihm angetan hatte. Vielleicht würde Atticus ihm ja mehr glauben als seinem Partner und den kruden Geschichten einer schwachen Frau, die letztlich nur um Aufmerksamkeit buhlte. Schwierig. Je mehr er darüber nachdachte, desto beschissener fühlte er sich eigentlich. Das hier hatte nicht so aus dem Ruder laufen sollen. Er hatte doch nur sichergehen wollen, dass Atticus ihn nicht erneut aus seinem Leben verbannte, wegen dem, was er der Mutter seines Liebsten angetan hatte.
Dass er also mehr Öl ins Feuer goss, war durchaus mit Selbstgeißelung gleichzusetzen. Er liebte es, zu provozieren, und glaubte sogleich, verdient zu haben, was zurückkam.
Letztlich attackierte er auch Alphonse und eroberte das Katana. Der Bursche rappelte sich schnell wieder auf und war versucht, seinen Dad einfach zu ignorieren. Joey zur Flucht zu verhelfen. Doch ein Blick zu seiner Ma verriet ihm, dass sie sich am Baum regelrecht zusammengekauert hatte. Trotzdem ging er nicht, ohne Edward eindringlich anzusehen. »Wenn du ihn umbringst, oder es versuchst ... ändert das auch was zwischen uns. Und zwar nachhaltig.«
Während die beiden Berserker also übereinander herfielen, rannte AJ zu seiner Ma und ließ sich ihr gegenüber auf die Knie. »Hey ...« Hilflos betrachtete er sie. Äußerlich war sie okay, aber sie war noch blasser als vorher. Wenigstens hob sie jetzt den Blick und sah ihn an. »Er ist wegen mir hier. Jetzt wird mir alles klar. Wenn er Atticus’ Vater ist, will er sicher, dass sein Sohn die beste Meinung von ihm hat. Aber ich weiß was, das das ändern würde. Das auch deine Sicht ändern und deine Beziehung beeinflussen würde. Ich wollte es gar nicht erzählen. Und doch ist er hier und fordert mein Schweigen ein.«
Feivel hörte mit zusammengeschobenen Augenbrauen zu. Tatsächlich fielen ein paar Puzzleteile jetzt an ihren Platz. »Willst du, dass er stirbt?«, war trotzdem die einzige Frage, die er ihr stellte.
Zu seiner Verwunderung schüttelte sie den Kopf. »Wegen meiner Fehler sollen keine Familien zerstört werden. Aber dafür ist es jetzt wohl schon zu spät.«
Feivel erhob sich wieder. Im Vorbeigehen nahm er eines der Katanas, die inzwischen auf den Boden gefallen waren. Edward hing gerade über Joey und prügelte ihm die Seele aus dem Leib. AJ sah fast nichts mehr durch den Tränenschleier vor seinen Augen, aber er fokussierte die Stelle, die zählte. Und rammte seinem eigenen Vater den Schwertknauf gegen die Schläfe. Sodass er hoffentlich wie ein nasser Sack zur Seite kippte. Er schob ihn von Joey runter und richtete das Katana nun auf diesen. »Hau ab! Ich schwöre dir, das ist hier noch nicht zu Ende. Aber fürs Erste kannst du gehen!«
Joey hatte seine Felle schon davon schwimmen sehen. Was er als Nächstes tun würde, wusste er noch nicht. Erst mal musste er tatsächlich von hier weg und wieder zu Kräften kommen. Weswegen er auf seinem Hintern zurückrutschte, bis er sich aufgerappelt bekam, und dann so schnell, wie es ihm möglich war, davon humpelte. Als er außer Sichtweite war, ließ AJ das Schwert fallen und wischte sich über das tränennasse Gesicht. Inzwischen war Cara zu ihnen gekommen und hatte sich neben Edward gekniet. Kümmerte sich wohl um seine Kopfwunde. AJ hingegen ging zum Lager. Eigentlich wollte er gern abhauen. Aber er tat es nicht. Er setzte sich vor sein Zelt und wartete auf das Gewitter – wann auch immer es kommen würde.
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„Wir sorgen schon dafür, dass du wieder zu Kräften kommst“
Sagte er nun mit einem fürsorglichen Lächeln. Denn sie mussten keinen Hehl daraus machen, dass Cara ziemlich abgemagert wirkte. Doch das würde nun ein Ende haben. Sie war nicht länger auf sich gestellt und musste durch Scheiße waten. Nun war ihre Familie wieder an ihrer Seite und das hieß, Ed würde sich auch darum kümmern, dass sie genug zu essen hatte. Damit wollte er nicht andeuten, dass sie heute nicht mehr wunderschön in dem Kleid aussehen würde, denn für ihn war sie immer noch die schönste Frau der Welt. Aber er wollte… dass sie sich auch wieder in ihrem Körper wohl fühlte und wieder eine etwas gesündere Gesichtsfarbe annahm. Aber er war überzeugt davon, dass ihnen das mit vereinten Kräften schon bald wieder gelingen würde.
Ohnehin machte es Ed einfach nur glücklich sie nun wieder an seiner Seite zu wissen. Auch wenn ihr Verhalten ein bisschen widersprüchlich war. Denn in einem Moment sagte sie ihm, dass sie auch häufig an diesen….. Moment damals vor dem Spiegel gedacht hatte. Und im nächsten schien sie ihn wieder total zu friendzonen. Vielleicht spielte sie ja auch nur mit ihm, um sich selbst ein gutes Gefühl zu geben? War doch schließlich schön begehrt zu werden, selbst wenn man nie darauf einging. Aber eigentlich war Cara nicht so ein Miststück. Hoffentlich war sie auch nicht zu einem geworden. Aber das konnte Ed sich wirklich nicht vorstellen.
Selbst wenn Joey unschöne Dinge über sie behauptete, Ed wollte davon nichts hören! Weshalb er ihn am liebsten sofort zum Schweigen bringen wollte.
Er konnte nun keine Rücksicht darauf nehmen, ob Atticus ihn danach hassen würde….. so wichtig war ihm der Junge dann doch noch nicht. Und wirklich klar denken konnte er auch nicht. Am Lagerfeuer hatte er seinen Sohn beleidigt und seinem Mädchen in der Vergangenheit sonst was angetan. Wie sollte er da ruhig bleiben und eine vernünftige Lösung für dieses Problem suchen??? Es stand für ihn fest, dass dieser Wichser sterben musste, weil er eine reale Gefahr für sie darstellte!
Völlig egal aus welchem Grund er das hier auch tat, was spielte es für eine Rolle? Vermutlich eine große. Doch die konnte Ed gerade nicht sehen.
Erst als AJ an ihm vorbei ging und ihm sagte, dass es auch ihre Beziehung kaputt machen würde.. sollte er Joey umbringen, wurde er etwas wach gerüttelt. Schweigend blickte er seinem Sohn in die Augen. Denn diese Worte hatten gesessen… sie machten Edward Angst. Aber… er konnte jetzt doch auch keinen Rückzieher mehr machen oder? Sonst würde Joey denken er wäre schwach und er könne jederzeit vorbei kommen, um seiner Familie das Leben zur Hölle zu machen! Nein! Er musste ihm eine weitere Lektion erteilen, damit er sich ihnen bloß nie wieder näherte. Tatsächlich führten AJs Worte aber dazu….. dass Edward ihn wohl nicht tot prügeln würde. Egal wie es auch aussah. Aber er konnte die Beziehung zu seinem Sohn nicht aufs Spiel setzen. Dafür liebte er ihn viel zu sehr.
Zu einer Prügelei kam es trotzdem. Bei der sie beide ordentlich einsteckten. Am Ende gewann trotzdem Edward die Überhand und prügelte wie verrückt auf Joey ein.
Nicht wissend, was die beiden hinter ihm gerade besprachen. Doch auch AJ schien gerade nicht dazu in der Lage zu sein näher nachzufragen, da für ihn nur Joeys Leben zählte?
Ed bekam überhaupt nicht mit wie sein Sohn sich näherte, er war einzig und allein auf Joey fokussiert und ließ seine Umgebung fast gänzlich außer Acht.
Bis er plötzlich einen dumpfen Schmerz fühlte und…. ihm ganz schwarz vor Augen wurde. Nun war es ein Leichtes für Joey ihn von sich zu stoßen und Edward… sah tatsächlich Sterne. Blieb auf dem Boden liegen und wusste nicht mehr wo oben und unten war. Er war nicht bewusstlos aber… definitiv für den Moment ausgeknockt. Denn der pochende Schmerz in seinem Kopf lähmte ihn durch und durch.
Es würde wohl nicht lange dauern, bis sich ein dicker Bluterguss an der Stelle bildete, denn AJ hatte echt nicht sehr sanft zugeschlagen, sondern mit voller Wucht. Oder war da vielleicht sogar eine Platzwunde? Er konnte es gerade nicht richtig fühlen.
Weshalb er auch nichts dagegen unternehmen konnte, dass Joey abhaute. Ed wollte sich aufsetzen.. und ihm hinterher… weil er die Stimmen ganz dumpf um sich herum vernahm. Doch als er es versuchte wurde ihm plötzlich ganz schwindelig und auch ein bisschen übel. Weshalb er liegen bleiben musste. Gut möglich, dass er eine leichte Gehirnerschütterung hatte.
Das konnte passieren, wenn man jemanden ungünstig traf. Oder vielleicht ja auch beabsichtigt?
Seine Augen waren halb zusammen gekniffen wegen dem Schmerz, als sich Cara zu ihm begab, um seine Wunde zu versorgen. Scheiße… wieso war das hier gerade passiert? Er wollte etwas sagen… aber gerade.. konnte er einfach nicht.
Weswegen er ebenso wenig verhindern konnte, dass AJ nun abhaute. Wohin auch immer. Hatte er ihn erneut vertrieben?
Ed schloss noch mal die Augen… so lange, bis er das Gefühl hatte… endlich wieder langsam Herr seiner Sinne zu werden. Nun startete er einen weiteren Versuch sich aufzusetzen. Diesmal klappte es sogar aber er hielt sich schmerzlich den Kopf, der höllisch pochte.
AJ war nicht mehr da aber… Cara. Weshalb nun auch sein Verstand langsam wieder zu arbeiten begann
„Cara… was… war das hier gerade? Was… wollte dieses Arschloch von dir….“
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Cara spielte nicht mit Ed. Die Widersprüchlichkeit in ihren Aussagen und ihrem Verhalten lagen an ihrer eigenen Unsicherheit. Wenn sie ihn in die Friendzone verwies, dann nicht mal absichtlich. Aber sie hatten sich ja auch erst seit ein paar Stunden wiedergefunden. Dass man sich an die neue Situation erst mal gewöhnen musste, war eigentlich logisch. Cara hoffte, sie würden als Familie schon ihren Weg finden und sie und Ed auch.
Doch schon am nächsten Tag wartete ein Drama auf sie, mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Nicht mal Alphonse, der über Joey einiges mehr wusste als seine Eltern. Aber als er ihn zuletzt gesehen hatte, war Attis Dad mit einem Geschenk erschienen und AJ hatte es ›angenommen‹. Zwar wusste er nicht, ob sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn in seiner Abwesenheit verbessert oder verschlechtert hatte – aber indem Joey hier auftauchte und die Drummers bedrohte, beging er einen Fehler. Nicht dass der Kerl der Schlaueste war, aber Feivel hatte tatsächlich nicht mit so wenig Klugheit gerechnet. Wie war der Mann bisher nur durch die Apokalypse gekommen?
Und doch musste AJ irgendwie dafür sorgen, dass hier heute niemand draufging. Am wenigsten seine Familie, aber Joey musste er wohl oder übel auch beschützen. Eigentlich wollte er, dass sich alle beruhigten und sie vernünftig redeten. Sie könnten Joey ja auch gefangen nehmen und in Richtung Wicked bringen. Damit Atticus was dazu sagen konnte, sie gemeinsam über die Gefahr sprechen konnten, die von seinem Dad ausging, und sein Partner nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Aber dafür war der Zug schon abgefahren. Feivel konnte sich nur noch mit einer klaren Ansage helfen. Die ihm mindestens so wehtat wie seinem Dad. Und Cara auch, denn sie hörte das. Wie konnte durch das Auftauchen eines einzelnen Mannes gleich so viel auf dem Spiel stehen? Das war ihre Schuld.
Was sie ihrem Sohn auch gleich erzählte, als er nach ihr sah. Sie konnte dem Kampf nicht zuschauen, wollte nicht sehen, wie Edward verletzt wurde. Gerade war sie einfach schwach und hasste sich dafür. Von wegen, sie konnte sich selbst wehren.
AJ würde mehr nachfragen, ihn ließ doch nicht kalt, was seine Ma hier andeutete und was er ehrlicherweise schon ein wenig befürchtet hatte. Aber sie verdiente doch etwas Besseres als ein hektisches Gespräch im Schatten eines heftigen Kampfes um Leben und Tod. Sie würden sich wohl beide nicht wirklich auf die Offenbarungen konzentrieren können. AJ wollte gerade vor allem wissen, ob Cara Joey auch tot sehen wollte. Vielleicht ... ganz vielleicht, hätte er Edward dann machen lassen. Denn wer gelitten hatte, das war seine Ma. Und wenn sie Rache gewollt hätte, hätte Alphonse ihr das wohl schlecht verwehren können. Aber sie wollte nicht, dass Joey starb, sie wollte das lose Band retten, das zwischen Atti und ihrem Peiniger existierte, obwohl sie nur den Arsch von Vater kannte, und den Sohn noch überhaupt nicht. Das fand AJ ehrlich gesagt ziemlich stark von ihr und wenn sie darüber stehen konnte, warum gelang es Ed nicht? Warum hatte er sie nicht auch erst mal gefragt, statt sich zum Ritter in der blutroten Rüstung aufzuschwingen?
Jedenfalls sah sich Feivel bestätigt und erhob sich wieder. So heftig wie sein Dad inzwischen auf Joey einprügelte, hatte er sich die Worte seines Sohnes nicht zu Herzen genommen. Es war ihm egal, er war bereit dazu, sämtliche Schäden in Kauf zu nehmen. Und zwang Feivel damit zu etwas, das dieser niemals hatte tun wollen. Natürlich hatte er seinen Dad schon oft verletzt – verbal. Es nun auch tätlich zu tun, um jemanden zu schützen, den er eigentlich nicht mochte, das war ... gelinde gesagt härter. Das würde sich AJ erst mal nicht verzeihen können. Wobei er sich so manche Worte, die er an seinen Dad gerichtet hatte, auch bis heute nicht vergeben hatte.
Und doch landete Ed wenig später halb bewusstlos im Dreck, während Joey floh. Cara sagte dazu nichts, sie war gerade viel zu aufgewühlt, um einen klaren Gedanken zu fassen. Mit ihren Worten hatte sie nicht zugestimmt, Edward auf diese Weise zu stoppen. Aber was wusste sie schon über ihre Familie und wie sie in gefährlichen Situationen handelte. Nichts. Alles, was sie tun konnte, war, sich um die entstandenen Wunden zu kümmern, bis Edward wieder bei sich war. Dass Alphonse wegging, bemerkte sie. Und sie ließ ihn ziehen. Ahnte ja nicht, dass er schon mal weggelaufen war, und die Gefahr erneut bestand. Da er in Richtung Lager ging, dachte sie, er wolle Abstand. Vielleicht brauchte sie ihn auch selbst.
Die Stelle, an der der Knauf Ed getroffen hatte, war tatsächlich aufgeplatzt. Aber nicht schlimm, wie es schien. Ihr Schwager blutete auch noch aus anderen Wunden, sodass Cara gar nicht wusste, wo sie anfangen sollte, sie zu behandeln. In ihrem Rucksack waren zum Glück ein paar Utensilien dafür. Aber bevor sie sich ans Werk machen konnte, kam schon wieder Bewegung in Edward und er richtete sich auf. Cara stützte ihn und wollte, dass er langsam machte. Er hingegen fing sofort an, Fragen zu stellen.
Eigentlich wollte sie das Gespräch auf später verlegen. Oder es niemals führen. Das war nach diesem Auftritt von Joey wohl nicht mehr möglich. Von dem, was er versucht hatte, zu erreichen, trat nun das Gegenteil ein.
»Er wollte ... sichergehen, dass ich schweige. Ich habe nicht die ganze Wahrheit erzählt. Und wenn Joey Atticus’ Dad ist, geht er wohl davon aus, dass ... keine Ahnung. Ihr einen Keil zwischen sie treiben werdet, wenn ihr den Rest erfahrt.«
Sie pausierte und sah zu Boden. Es war ihr lieber, dass AJ sich das Folgende nicht anhören musste, aber irgendwie hatte sie sowieso den Eindruck, dass sich sein scharfer Verstand bereits alles zusammengereimt hatte. »Joey hat damals behauptet, dass er euch kennt. Für die Information wollte er einen Gegenwert. Eine Nacht mit mir. Das war kurz nach meiner ... Krankheit. Ich hab versucht, ihm klarzumachen, dass ich ihn womöglich nicht ... zufriedenstellen kann. Das war ihm egal. Er meinte ... wir hätten ja die ganze Nacht Zeit.«
Sie zitterte, obwohl ihr gar nicht kalt war und konnte ihrem Schwager nicht in die Augen sehen. »Letztlich habe ich also zugestimmt. Am nächsten Morgen hat er mich ausgelacht und gesagt, er kennt euch gar nicht. Ich war naiv und gutgläubig, aber für eine Spur zu euch war ich schon immer bereit, einiges aufzugeben. Davon habe ich nichts erzählt, weil ich nicht glaubte, dass ihr es wissen müsst. Dass Joey keine Rolle mehr spielen muss. Und ... weil ich nicht wollte, dass sich dein Blick auf mich ändert ...«
So, jetzt war es raus. Es deeskalierte jedoch nichts, es machte eigentlich alles nur noch schlimmer.
@Edward Drummer



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Atticus würde Alphonse mehr als dankbar dafür sein, dass er seinen idiotischen Dad gerettet hatte. Auch wenn er es Ed… womöglich nicht mal verübeln könnte, wenn er Joey tötete, nachdem was er hier noch erfahren würde. Aber noch ahnte der Skaterboy nichts von dem Drama, das sich zwischen seinen beiden Familien abspielte. Und das war vielleicht auch besser so. Denn er würde sich in Grund und Boden für seinen Vater schämen..
Unter anderen Umständen wäre Edward vielleicht dazu in der Lage gewesen ein ‚normales‘ Gespräch mit Joey zu führen. Aber er hatte Cara bedroht!! War es nicht klar, dass er da rot sah? Er würde einfach alles für sie tun. Weswegen er sich in ihrer Anwesenheit natürlich ein bisschen anders verhielt als sonst. Er hatte ihr versprochen auf sie aufzupassen und Joey war demnach eine Gefahr, die beseitigt werden musste.
Allerdings wurde er gestoppt. Von seinem eigenen Sohn, der den Feind beschützte. Was für eine beschissene Situation.
Er kam erst wieder richtig zu sich, als Cara bei ihm war und sich um seine Verletzungen kümmerte. Nicht nötig in seinen Augen aber.. er hielt sie auch nicht davon ab. Denn irgendwie war es schön von jemandem umsorgt zu werden. Trotzdem konnte sein Verstand nicht still stehen. Er musste einfach wissen was hier geschehen war. Was das alles überhaupt sollte, denn noch konnte er sich kaum einen Reim daraus machen.
„Atticus und seine Beziehung zu Joey sind mir gerade scheißegal! Bitte sag mir was passiert ist…“
Sagte er nun ernst und sehr deutlich zu Cara. Nun ging es um seine Familie. Was das alles für die Verbindung zwischen dem Arschloch und AJs Sohn anrichten würde, das interessierte ihn nun kein Stück.
All zu sehr musste er Cara aber nicht überzeugen, denn letztlich erzählte sie ihm die Geschichte notgedrungenermaßen freiwillig. Und es gefiel Ed ganz und gar nicht in welche Richtung sie ging. Weshalb er die Hände bereits in den Wiesenboden krallte, je mehr sie preisgab…
Sogar ganze Büschel ausriss, als sie zugab wie Joey sie hinters Licht geführt und ausgenutzt hatte.
„Dieses widerliche Arschloch! Ich bring ihn um!“
Er rappelte sich hoch, denn er würde sich Joey schnappen! Und zwar jetzt!!! Er durfte ihn nicht entkommen lassen… allerdings wurde ihm schon wieder etwas schwummrig, nachdem er aufgestanden war. Weil all der Zorn seinen Puls einfach rasen ließ. Und das war bei einer Kopfverletzung wirklich nicht hilfreich. Also musste er sich kurz an Cara fest halten. Aber nur kurz. Ehe er das Schwert aufhob und ein paar wankende Schritte in die Richtung machte, in die Joey verschwunden war.
Das war wirklich das Mindeste was er tun konnte
„Ich konnte schon meinen Bruder nicht rächen….. aber DU bekommst deine Rache!“
Denn das war doch sicher in Caras Sinn oder?
Edward war jedoch nicht nur zornig auf Joey, sondern auch die Wut auf sich selbst wuchs ins Unermessliche. Immerhin…. hatte sie das getan, um Informationen über ihn und AJ zu erhalten. Hätte er sie damals nicht aus den Augen gelassen…. wäre sie auch nicht in diese Lage gekommen. Hätte sich nicht verkaufen müssen nur um…. ihre Familie zurück zu bekommen. Das hier war also auch mit seine Schuld! Sie hatte das getan um ihn zu finden… ihn und Alphonse….. weil es ihnen nicht gelungen war. Scheiße, er hatte einen Kloß im Hals, weil er nicht wusste wohin mit all diesen Gefühlen.
Einerseits war er zornig.. andererseits war es natürlich auch bitter zu hören, dass Cara ihren Körper verkauft hatte….. nur für Informationen. Damals als Hostess, da hatte sie diese Grenze niemals überschritten. Aber nun war sie so verzweifelt gewesen, dass sie sich selbst aufgegeben hatte….. das schmerzte Edward unfassbar.
@Cara Drummer



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Cara erzählte jetzt bereitwillig über die Geschehnisse. Wenn sie sich weiter zierte und weigerte, würde das Misstrauen hegen, Ed würde sich sonst was ausmalen und nach einigem Hin und Her würde sie dann trotzdem reden. Dann konnte sie ihnen jetzt auch weiteres Drama sparen und es gleich tun. Sie war erneut versucht, Teile auszulassen. Aber letztlich sprach sie alles an, was ihr auch heute noch oft genug zu schaffen machte. Doch mit Joey war es nur eine Nacht gewesen, in der sie sich wie eine Lustsklavin gefühlt hatte. Eine unangenehme und traumatische Erinnerung. Aber nicht die schlimmste in ihrem Repertoire. Das wiederum offenbarte sie nicht.
Wie erwartet rastete ihr Schwager erneut aus. Cara erhob sich ebenfalls und versuchte, ihn von dem schwachsinnigen Vorhaben, in diesem Zustand Joey zu verfolgen, abzubringen. Letztlich schob sie sich in den Weg und legte ihre Hände auf Eds Brust. Sie hätte keine Chance gegen ihn, aber wenn es nötig wäre, würde sie sich gegen ihn stemmen, nur um ihren Standpunkt zu vertreten. Aber sie hoffte, er würde auch so stoppen, ohne sie umzurennen.
»Ich will keine Rache. Nicht unter diesen Umständen«, sagte sie mit deutlich festerer Stimme als eben. Erzählt zu haben, was sie verschwiegen hatte, hatte sie aus ihrer Lethargie geholt. »Atticus und Joey sollten dir nicht egal sein. Ihr Schicksal ist mit Feivels verbunden und schon allein deswegen dürfen wir nicht kopflos handeln. Du hast gehört, was AJ gesagt hat.« Sie würde es jetzt nicht wiederholen, Ed wusste schon, was sie meinte. Denn sie beide hatte die Aussicht, zwischen Vater und Sohn würde eine Kluft entstehen, sicher bestürzt.
»Ich stimme dir zu, dass Joey eine Gefahr ist, und zwar eine unberechenbare. Aber wir müssen die Entscheidung, wie wir vorgehen, mit Feivel treffen und am besten auch mit Atticus. Als Familie. Ich bin bereit dazu.« Sie wollte nicht alles wieder verlieren, was sie gerade wiedergefunden hatte. Ob Ed es auch so sah? Das konnte sie nicht einschätzen. Letztlich würde sie ihn nicht aufhalten können, wenn er Joey hinterherjagen wollte, und AJ war womöglich auch an seine Grenze gekommen.
@Edward Drummer



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Natürlich rastete Edward aus! Was sollte er denn sonst machen? Sie in den Arm nehmen und trösten? Das…. konnte er nicht. Weil ihm der Gedanke an dieses Erlebnis selbst so weh tat und ihn völlig überforderte. Dass jemand Cara auf diese Weise so ausgenutzt hatte das war….. das aller letzte. Er konnte nicht verhindern, dass seine Gedanken sich immer wieder bildlich formten und ihm dabei erneut schlecht wurde! Was nun sicher nicht von der Kopfverletzung kam. Aber die Bilder.. wie Joey sich lüstern über Cara beugte, während sie weinte weil es ihr schlecht ging, sie Schmerzen hatte und alles einfach nur ertrug…. das brachte ihn innerlich selbst fast um! Weshalb diese Gefühle doch irgendwo hin mussten. Am besten durch ein Katana in Joeys Schädel!!
Aber Cara stoppte ihn, ehe er weiter konnte. Natürlich blieb er stehen. Als würde er sie nun zur Seite schubsen, aber er tat sich schwer damit ihr gerade in die Augen zu sehen. Weil er einfach nicht in Worte fassen konnte wie unfassbar Leid es ihm tat, dass sie so eine Scheiße erleben hatte müssen…
„Ich habe es gehört, ja! Aber was soll die Alternative sein Cara? Du kannst doch nicht ernsthaft wollen… dass er weiterhin auf freiem Fuß bleibt nach allem…. was er dir angetan hat.“
Ihm fiel keine andere Lösung ein. Also was sollte es bringen sich gemeinsam mit Atticus hinzusetzen und sich einen Plan zu überlegen? Einen Plan…. wofür?? Edward war gerade völlig gefangen in seinem Tunnelblick und sah einfach nur diesen einen Weg. Er könnte keine Nacht mehr ruhig schlafen, wenn er wusste, dass Joey irgendwo da draußen war. Vor allem, nun wo sie überlegt hatten in der Nähe zu bleiben. Dieser Plan wäre wieder hinfällig, nun wo er wusste, dass der Wichser sich hier rum trieb und jederzeit bei ihnen auftauchen konnte.
Jedoch zeugte es wirklich von Größe wie Cara mit der Sache umging. Immerhin hatte er ihr diese Dinge angetan.. und nicht Edward. Auch wenn es sich für ihn irgendwie gerade so anfühlte. Er fühlte sich persönlich so betroffen deswegen, als wäre es ihm selbst passiert.
Edward raufte sich die leicht blutigen Haare und ließ kurz einen zornigen Schrei gen Himmel los. Das durfte doch alles nicht wahr sein!
„So eine verfluchte Scheiße!“
So viel zum Thema, sie würden einen Ausflug ins Cottage machen, um Cara dort durchchecken zu lassen und sich über das Wiedersehen mit Nala freuen. Nein… natürlich hatten sie jetzt gleich wieder die nächste Scheiße am Hals, für die sie irgendeine Lösung finden mussten
„Wo ist Feivel…“
Fragte er letztlich. Denn vielleicht hatte er nur Abstand gebraucht. Aber womöglich war er auch abgehauen und hatte sich selbst auf den Weg zu Atticus gemacht.
„Hast du ihm erzählt was passiert ist?“
Aber wenn er es wusste dann.. hätte er ihn doch nicht aufgehalten. Oder doch? Shit er wusste gerade gar nichts mehr..
Ließ sich aber trotzdem fürs erste von Cara davon abbringen Joey weiter nachzujagen.
Stattdessen machten sie sich auf den Weg zurück ins Lager. Wo Alphonse… glücklicherweise noch saß und nicht das Weite gesucht hatte.
Was Edward jetzt sagen sollte wusste er aber auch nicht. Immerhin hatte AJ ihn geschlagen, ihn belogen und war ihm in den Rücken gefallen. Und das alles nur wegen diesem Arschloch. Egal wie ‚gut‘ seine Beweggründe auch gewesen waren.. einfach so abhaken konnte Edward das trotzdem nicht.
Weshalb er doch wieder auf Angriff ging, statt sich seinem Sohn mit Vernunft anzunähern.
„Weißt du eigentlich was du getan hast?? Dieser Wichser hat deiner Ma schreckliche Dinge angetan und du lässt ihn einfach laufen??“
Sie schien ihm ja noch nicht alles erzählt zu haben und es war auch nicht an Edward das zu tun….
@Cara Drummer



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