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#41

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

05.03.2023 22:15
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Genau deswegen hatte sie nichts sagen wollen!! Edward verlor sich im Kopfkino und war nicht mehr in der Lage, sie richtig anzusehen. Auch zwischen ihnen entstand eine Kluft, die nicht existieren sollte. Dafür könnte man nun auch Joey die Schuld geben. Aber es war Cara, die sich auf den Handel eingelassen hatte. Sie hätte auch gehen können und nichts von dem wäre passiert.
Auf die Frage nach der Alternative zu Joeys Tod wusste sie keine Antwort. Auf den indirekten Vorwurf jedoch schon. »Ich hätte ihn damals auch umbringen können. Im Schlaf oder so. Ich werde sicher nichts entschuldigen oder ihm eine Absolution erteilen, aber letztlich war er es, der uns zueinander gebracht hat. Oder? Er ist ein Scheißkerl, aber er hat eine wichtige Rolle gespielt. Und ob wir wollen oder nicht, er spielt immer noch eine.« Solang Atticus und Feivel ein Paar waren, durften sie nicht Gott spielen.
Sie löste ihre Hände von Edwards Brust. Auch wenn er ihrem Blick nicht begegnete, wandte sie ihren nicht ab. »Ich hatte zwei Jahre Zeit, das zu verarbeiten. Du hast es jetzt erst erfahren. Und noch dazu, dass Joey Atticus’ Vater ist. Ich weiß, dass ich nichts von dir verlangen kann und du deinen eigenen Kopf hast. Normalerweise würde ich dein Angebot der Rache mit Freuden annehmen. Aber diesmal nicht. Es tut mir leid. Damit ... meine ich alles.« Sie hatte nie eine Enttäuschung sein wollen. Am liebsten würde sie zeigen, wie unabhängig und stark sie in den letzten vierzehn Jahren geworden war. Aber der Glaube an sich selbst war leider nie besonders ausgeprägt gewesen, sie war immer klein gehalten oder beschützt worden. Sodass sie selbst in Zeiten, wo sie allein war, nie besonders gut auf sich selbst achtgegeben hatte. Die Opferrolle zu verlassen, war schwer. Und so sehr sie gestern noch geglaubt hatte, es an der Seite ihrer Familie endlich zu schaffen, so war sie sich heute nicht mehr so sicher. Wurde sie doch wieder auf die Cara runtergebrochen, die Fehler machte und hilfsbedürftig war.
»Feivel ist ins Lager zurück«, erwiderte sie. »Ich hab ihm erzählt, dass ich nicht die ganze Wahrheit gesagt habe. Und er hat mich gefragt, ob ich Joey tot sehen will. Ich hab Nein gesagt. Dann ... hat er dich niedergeschlagen und ist gegangen.« Was das nun bedeutete, wusste sie auch nicht. Und sie hatte ehrlich gesagt Angst, zurück ins Lager zu gehen. Weil sie keine Ahnung hatte, was sie ihrem Sohn sagen sollte.

Alphonse rappelte sich auf und wich einen Schritt zurück, als seine Eltern auftauchten. Seine ganze Körperhaltung drückte Abwehr und Unsicherheit aus. Denn er wusste nicht, was er zu erwarten hatte. Offenbar Angriff. Das war auch die wahrscheinlichste Option, die er sich in den letzten Minuten ausgemalt hatte. »Dass da noch mehr um Busch war, lag doch auf der Hand, Dad! Und ja, ich weiß, was ich getan habe. Ich hab Mom gefragt, was sie will, statt kurzsichtige Entscheidungen zu treffen, die alles noch mehr zerstören. Hat sie dir das auch gesagt? Sie hat das Leid erfahren, und wenn sie keine Rache will, ist es auch nicht an uns, zu richten.«
Er schnappte sich seinen Rucksack. »Ich gehe zu Atticus und rede mit ihm darüber. Zumindest das bin ich ihm schuldig, bevor du deinen Rachefeldzug vollendest. Ihr könnt ja weiter zum Cottage gehen.«

@Edward Drummer

zuletzt bearbeitet 05.03.2023 22:21 | nach oben springen

#42

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

05.03.2023 22:46
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Edward hatte gerade so viele Dinge erfahren, die ihn vollkommen überforderten, er musste das erst mal alles verarbeiten. Sobald sein Kopf nicht mehr so pochte und er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte.
„Du hättest ihm zumindest die Eier abschneiden sollen…“
Sagte Edward missmutig. Denn offenbar hatte Cara rein gar nichts getan, um sich zur Wehr zu setzen. Auch nicht, nachdem sie erfahren hatte, wie er sie ausgenutzt und verarscht hatte. Er wollte sie nicht verurteilen und tat es auch nur bedingt. Aber er war einfach der Ansicht, dass Joey damit nicht so einfach ungestraft davon kommen durfte!
Gott wie er es hasste, dass der Kerl auch weiterhin eine Rolle in ihrem Leben spielen musste. Er hatte gedacht die Beziehung zwischen Atticus und Feivel könnte nicht noch komplizierter werden. Aber gerade eben.. war das schlagartig passiert. Wie viel mussten sie noch riskieren, nur damit die beiden Teenager ihr Glück haben konnten? Langsam kamen bei ihm nämlich schon wieder Zweifel an dieser Beziehung auf.
„Du musst dich für nichts entschuldigen… ich.. ertrage nur den Gedanken kaum.. dass dir all das widerfahren musste, nur…. weil du nach uns gesucht hast…“
Er fühlte sich so nutzlos, so schwach und überflüssig….. denn auch jetzt durfte er nichts tun, um Cara wirklich zu helfen. Er sollte weiterhin die Füße still halten und den Kerl einfach weiter um sich wüten lassen.
Die Schuldgefühle waren gerade größer denn je. Und dabei kannte er noch nicht mal ansatzweise die ganze Geschichte und Joey war offenbar noch das geringste Übel gewesen.

Aber ohne Feivel einzubeziehen konnten sie nun ihre weiteren Schritte wohl nicht planen. Eigentlich hatte Ed überhaupt keine Lust mit ihm zu streiten. Aber sein Schädel tat weh und er fühlte sich verraten, ihm war übel und generell ging es ihm einfach miserabel. Weshalb er nun leider nicht sehr einfühlsam auf seinen Sohn reagieren konnte.
„Kurzsichtige Entscheidungen?? Ganz im Gegenteil! Ich habe an nichts anderes gedacht, als an die Zukunft! Nur weil er Atticus gezeugt hat, macht ihn das noch lange nicht zu seinem Dad! Er hat sich einen Scheiß um ihn geschert, er hat deine Mutter….“
Nein er sprach es jetzt nicht aus, sondern fuhr anders fort
„Atticus wäre ohne ihn besser dran! Denn was denkst du, wie sich sein Einfluss letztlich auf ihn auswirken wird? Denkst du die Lektionen und Ratschläge von seinem Dad… machen ihn zu einem besseren Menschen? Das bezweifle ich stark…“
Es bestand eher die Gefahr, dass Atticus ebenfalls zu einem Arschloch mutierte, wenn sein Vater einen zu großen Einfluss auf ihn ausübte. Wollte Alphonse das denn wirklich? Er war auch ungewollt durch Edward geformt worden. So war das nun mal bei Kindern.

Als AJ nun jedoch wieder einen auf bockiger Teenie machte und alleine zu den Wicked aufbrechen wollte, pfefferte Edward sein Katana zornig auf den Boden und sprach mit erhobener Stimme ein Machtwort
„Die Familie Drummer trennt sich nicht schon wieder, verstanden!?!“
Er konnte nicht Cara zurück gewinnen und kurz darauf Feivel verlieren. Das ging ihm auf die Nerven! Konnten sie denn nicht….. ein paar Tage als Familie gemeinsam verbringen, ohne dass irgendwer abhaute oder wieder verschwand?? Es kotzte ihn an! Er wollte das nicht!
„Wir belügen einander nicht!! Wir fallen uns nicht gegenseitig in den Rücken oder haben Geheimnisse voreinander! Verdammt noch mal, wir sind die Drummers! Wir kümmern uns umeinander, sind füreinander da und halten zusammen! Ist das denn wirklich so schwierig??“
Edward wusste auch nicht woher diese Wutrede gerade kam. Aber irgendwie hatte er gerade das Gefühl, als schafften sie es vielleicht nicht wieder zusammen zu finden. Wer weiß was Cara ihnen noch verschwieg. Oder AJ. Edward hatte das Gefühl als wüsste er rein gar nichts mehr über seine Familie. Als würde sie ihm entgleiten und er hasste es..
Weshalb er irgendwann erschöpft auf den Boden sank. Sein Schädel tat so weh… er konnte nun nicht weiter gehen, sondern brauchte dringend eine Pause. Also wenn AJ abhauen wollte…. würde er ihn nicht aufhalten. Denn gerade hatte er einfach nicht die Kraft dazu und schleppte sich deshalb einfach nur noch zum Zelt um… den Kopf hinein zu stecken ehe er einfach an Ort und Stelle umfiel und von nichts mehr irgendwas hören wollte.
Vielleicht schaffte es Cara ja mit ihrem Sohn zu reden oder eine Lösung zu finden. Aber Ed war dazu gerade einfach nicht mehr in der Lage und wollte einfach nur noch seine Ruhe haben.. um das alles zu verarbeiten..

@Cara Drummer


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#43

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

05.03.2023 23:20
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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»Tja ... hab ich aber nicht«, sagte Cara leise und wich einen Schritt zurück. Sie war damals nicht für sich eingestanden und heute tat sie es auch nicht. Eds Meinung von ihr sank, was sie fast physisch schmerzte. Vielleicht wurde es dennoch Zeit dafür. Er hatte schon immer eine Märchenfigur geliebt.
Auf jeden Fall entschloss sich Cara, den Rest ihrer Geschichte zu hüten. Mehr Geister ihrer Vergangenheit würden ihr hoffentlich nicht folgen. Je mehr sie Ed erzählen würde, desto mehr würde ihm das wehtun und er sich in Schuldgefühlen verlieren. Und sie noch weniger ansehen können. Außerdem musste sie an AJ denken. Er brauchte eine starke Mutter. Sie musste abschließen mit dem, was gewesen war. Auch mit Joey, sofern er tatsächlich bereit war, die Drummers nicht mehr zu bedrohen. Vielleicht konnte Atticus mit ihm reden.
Sie sagte nichts mehr zu Edwards Worten, weil sie nicht mehr wusste, was. In ihrem Kopf kamen nur Rechtfertigungen, aber mit diesen wäre niemandem geholfen. Und ändern konnte sie auch nichts mehr an dem, was geschehen war.

Alphonse hatte auch keine Lust zu streiten! Er wollte auch lieber mit seinen Eltern am Feuer sitzen und weiter das Wiedersehen feiern!
»Atticus hat sich entschieden, seinen Vater in seinem Leben haben zu wollen. Ihm wurde schon die Mutter genommen. Ich kann nicht mit dafür verantwortlich sein, wenn auch noch sein Dad stirbt. Egal, was er für ein Arsch ist.« Ihm war doch auch klar, dass Joeys Fortleben seine Mom und die Familie gefährdete. Ob er gerade die richtige Entscheidung traf, wusste er nicht. Alles, was er wollte, war ein Aufschub, damit er mit Atticus reden konnte. Es fühlte sich so an, als müsse er sich dessen Absolution für eine Hinrichtung holen und wie scheiße war das bitte? Vielleicht sah sein Partner aber ja auch noch eine Möglichkeit, Joey zu bändigen. Feivel wollte sich einfach gern absichern, bevor er seine Beziehung in den Ruin stürzte. Er liebte Atticus nun mal. Und der Spagat zwischen beiden Familien war gerade wirklich unmöglich. Die Hoffnung, dass sie zu einer zusammenwachsen könnten, war hiermit wohl vernichtet.
Den Rest ließ er so stehen. Er glaubte nicht, dass sich Atticus von Joey negativ beeinflussen ließ. Die Möglichkeiten waren dagewesen und sein Freund hatte trotzdem die richtigen Entscheidungen getroffen. Aber Ed das nun zu erklären, das würde zu weit führen. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte Feivel tatsächlich keine Lust und keine Kraft mehr für ein Wortgefecht. Er war müde und dem ganzen Drama so überdrüssig. Weswegen er nun einfach gehen wollte.

Eds Machtwort brachte ihn jedoch zum Verharren. Es trieb sowohl ihm als auch Cara Tränen in die Augen. Ja ... ja, es war aktuell verrückterweise schwierig, die ungeschriebenen Familienregeln zu befolgen. Aber ... er wollte trotzdem auch Atticus nicht verlieren. War das ... wieder zu egoistisch von ihm? Warum konnte er nicht beides haben? Seine Eltern und die Liebe seines Lebens? Was waren das für grausame Schicksalsweberinnen, die da ständig am Werk waren? xD
Als Ed zu seinem Zelt robbte, stellte Feivel seinen Rucksack wieder ab und verschwand in seinem eigenen. Er würde mit niemandem mehr ein Wort wechseln, bis er mit Atticus gesprochen hatte. Konnten sich die Erwachsenen doch freuen! Sonst redete er nämlich wie ein Wasserfall. Aber gerade war da nichts mehr übrig.
Cara hingegen sah den beiden hinterher und seufzte innerlich. Nun war sie schon wieder bei ihrer Familie und fühlte sich trotzdem allein. Letztlich breitete sie zumindest noch eine Decke über Ed aus. Da er den Zelteingang versperrte, konnte sie nicht hinein. Und AJs Privatsphäre würde sie auch nicht stören. Also setzte sie sich einfach an einen Baumstamm und schwieg, während sich um sie herum der schwarze Mantel der Nacht herabließ.

@Edward Drummer

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#44

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

05.03.2023 23:52
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Wenigstens das hätte Edward gerne getan.. er hätte Joey letztens doch die verdammten Eier abschneiden sollen. Wenn er ihn schon nicht töten durfte, wollte er ihn wenigstens kastrieren, damit er keiner Frau je wieder etwas antun konnte. Und erst recht nicht…. seiner. Denn Ed war nicht überzeugt davon, dass er sie nicht nochmal unter Druck setzen würde. Vielleicht drohte er ihr beim nächsten Mal, dass er Feivel etwas antat wenn sie nicht mit ihm schlief? Oder sie bei den Wicked verriet? Oder sonst was, nur um sie erneut ins Bett zu kriegen? Dieser Gedanke machte ihn fast irre. Aber selbst seine eigene Familie verschwor sich gegen ihn. Also waren ihm vorerst die Hände gebunden.
Er kam sich aber auch von seinem Sohn dezent verarscht vor. Denn dieser schien weit mehr über die Beziehung zwischen Atticus und Joey zu wissen, als es vorhin noch den Anschein gemacht hatte. Wie lange wusste er schon davon?
„Tja, davon wusste ich leider nichts..“
Zischte er deshalb ein bisschen angefressen, denn vielleicht hätte er anders reagiert, wenn Feivel ihm von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte. Noch dachte er immerhin, dass Atticus sowieso nichts von Joey wissen wollte. Er wirkte nicht wie ein Junge, der schnell vergab. Und Joey hatte bestimmt keine nachvollziehbare Ausrede für sein Fernbleiben. Aber offenbar hatten die beiden echt eine Beziehung aufgebaut. Na ganz toll. 
Für heute war ihm das ehrlicherweise einfach zu viel.. sein Kopf tat so weh und er wollte von all dem Drama einfach nichts mehr wissen. Er wollte einfach nur noch schlafen. Seine Ruhe haben! Und nichts mehr davon hören.
Dass er so resignierte war untypisch für ihn. Erst Recht jetzt, wo Cara wieder da war. Da sollte er doch cool bleiben und gefasst wirken. Aber… die letzte Zeit war wirklich too much für Edward gewesen. Er war in seiner Vaterrolle an seine Grenzen gestoßen und hatte das Gefühl, gerade kein weiteres Drama dieses Kalibers zu verkraften.
Cara war wieder hier. Und das war wundervoll.. aber es würde künftig alles nur noch komplizierter machen. Denn nun musste Edward sein Handeln vor zwei Personen rechtfertigen und sollte sich etwas mehr zusammen reißen. Immerhin war Cara eine Lady.. und die Liebe seines Lebens. Das würde einige Veränderungen mit sich bringen.
Ganz aus seiner Haut konnte er trotzdem nicht. Und sein Körper und Kopf verordneten ihm gerade diese Zwangspause. Weshalb er tatsächlich binnen weniger Sekunden einschlief. Würde er jetzt anfangen zu grübeln.. würde sein Kopf wohl explodieren. Weshalb es ihm nun zu Gute kam, dass er fast die ganze Nacht wach gelegen hatte.
Das Cara dadurch nicht ins Zelt konnte…. tat ihm Leid. Daran dachte er gerade aber wirklich nicht mehr. Sie könnte ja über ihn drüber klettern oder so.

Am nächsten Morgen war die Stimmung im Camp aber nicht wirklich viel besser. Bei Eds kleinem Ausbruch hatte er eigentlich alles gesagt, was ihm wichtig war. Wenn die beiden sich nicht dazu äußern wollten… würde er sie nicht dazu zwingen.
Weswegen das einzige das er sagte war.
„Packt zusammen, wir brechen auf“
Sein Kopf tat immer noch weh. Aber das wollte er sich nicht anmerken lassen. Hauptsache ihm war nicht mehr übel oder schwindelig.
Ob sie nun zum Cottage gingen oder woanders hin… auch dazu sagte er nichts. Sondern marschierte einfach schweigend los. Seinem sturen Sohn schien es ja nicht mal Leid zu tun, dass er seinen eigenen Vater ausgeknockt hatte. Aber AJ dachte wohl voll und ganz im Recht zu sein. Vielleicht hatte er seine Drohung ja schon wahr gemacht und wollte nichts mehr von Ed wissen, weil er Joey hatte zum Teufel jagen wollen.
Und trotzdem… brachte er es nicht übers Herz seine Wünsche einfach zu ignorieren. Weshalb sie sich auf den Weg in Richtung Wicked Territorium aufmachten… und nicht ins Cottage weiter zogen. Denn was er gestern gesagt hatte, hatte er ernst gemeint. Er wollte nicht, dass seine Familie schon wieder getrennte Wege ging. Sie mussten das hinbekommen, egal wie schwierig es auch sein würde…

Atticus hatte von all dem Drama natürlich nichts mitbekommen. Er wusste ja noch nicht mal, dass Feivel seine Mutter wieder gefunden hatte oder was sonst so passiert war. Für ihn war jeder Tag wie der andere… Training, Jobs, die zu erledigen waren… abends ein Gespräch mit einem Geist, gepaart mit schrecklichem Vermissungsschmerz.
Nicht mal sein Dad war hier, auch wenn er ihn immer noch häufig nervte, doch diese Einsamkeit war inzwischen schlimmer. Da nahm er sogar seine häufig politisch inkorrekten Bemerkungen hin. Kaum vorstellbar, dass er früher ständig einsam gewesen war… wie hatte er das bloß ausgehalten? Nun wo es Menschen gab, denen tatsächlich etwas an ihm zu liegen schien… war das irgendwie schwerer.
Eines morgens jedoch kam Joey zurück von seiner Mission und sah echt aus…. als hätte man ihn durch den Fleischwolf gedreht. Weshalb Atticus erschrocken die Augen weitete und auf ihn zulief.
„Verdammt.. wem hast du denn diesmal ans Bein gepisst?“
war seine äußerst liebevolle Begrüßung xD. Aber er konnte nichts dafür, dass er halt automatisch davon ausging, dass sein Vater mal wieder irgendwen verärgert hatte. Da er das…. nun mal ständig tat. Aber solange er noch lebte und laufen konnte, konnte es ja kaum so schlimm sein.

@Cara Drummer


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#45

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 00:30
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Ed hatte vorhin nicht den Anschein gemacht, mehr über die Beziehung zwischen Joey und Atticus erfahren zu wollen. Sie war ihm egal gewesen und das war es ihm garantiert immer noch. Nun sollte er nicht so tun, als wäre es anders.
Alphonse hatte es eigentlich vorgehabt ... ihm davon zu erzählen. Nur hatte er zu lang gebraucht, sich einen Kopf darüber zu machen, wie ... und eine gute Gelegenheit zu finden. Für ihn war das hier nur der Beweis, dass er Recht daran getan hatte, seinem Dad nicht direkt die Wahrheit zu sagen und dass seine Ängste begründet waren. Ed hätte doch sofort die Wicked gestürmt. Gegen die Übermacht hätte er keine Chance gehabt. Und sein und AJs Kopf würden inzwischen als Abschreckung aufgespießt im Grenzgebiet stehen oder so.
Cara wollte den Gedanken nicht zulassen, aber womöglich wären die beiden ohne sie ja letztlich doch besser dran. Sie waren bereits eine Einheit und sie brachte Unruhe rein. Nicht ahnend wie viele Unruhen es zuvor schon gegeben hatte. Was sie sagen und tun sollte, um ihre Familie zusammenzuführen ... damit war sie nur leider total überfordert. Schöne Mutter war sie. Aber das war nun mal auch noch eine Rolle, in die sie wieder reinwachsen musste. Dass es gleich so ein Drama gab, warf sie um Meilen zurück.

Der nächste Morgen brachte keine Linderung. AJ hatte eigentlich gar nicht geschlafen und sein Zelt längst abgebaut, als Edward sich regte. Cara stand auch schon mit gepacktem Rucksack parat, wobei sie zumindest noch Frühstück für alle angerichtet hatte. Feivel für seinen Teil würde auf dem Weg essen.
Cara lag die Frage auf der Zunge, wie es Ed ging. Doch er strahlte immer noch Ablehnung aus, oder sie bildete sich das ein – weswegen sie schwieg.
Und AJ ... der versank aus vielen Gründen in Schweigen. Einer davon war auch, dass es ihm verdammt noch mal zerriss, dass er seinen Dad angegriffen hatte! Und diese Scheiße, die hier gerade passierte. Aber eine lapidare Entschuldigung würde das nicht richten. Er war auch nicht überzeugt, sich im Recht zu finden. Vielmehr hatte er das Gefühl, blind durch die Gegend zu tapsen und erst zu erkennen, ob er auf dem richtigen Weg war, wenn es womöglich zu spät war. Und währenddessen womöglich alles verlor. Er war siebzehn und anders, als er es gern behauptete, hatte er nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Im Moment versuchte er, das Richtige zu tun und dabei weder seine Eltern noch Atticus zu verlieren. Nur gelang ihm das mal wieder weniger gut.
Ohne dass sie sich absprachen, machten sie sich auf den Weg zu Atticus. Cara folgte einfach und machte sich Gedanken darüber, wie sie die Familienbande wohl wieder stärken könnte.

Joey hatte das rettende Zuhause erreicht und wollte eigentlich nur noch ins Bett. Die meisten Wunden hatte er notdürftig selbst behandelt und würde gleich mal eine Schüssel Antibiotika zu sich nehmen ... und dann ein paar Tage durchschlafen. Wobei nein ... zu seinem Sohn musste er auch noch. Bevor die verdammten Drummers ihn anfunkten und alles zerstörten.
Netterweise kam Atticus ihm schon im Eingangsbereich von Haus Zorn entgegen. »Ich sag dir, wer das war. Aber nicht hier«, maulte er und bugsierte seinen Sohn zu seiner Wohnung. Erst als die Tür geschlossen war, ließ sich Joey ächzend auf dem Bett nieder und sah missgelaunt zu Atticus. »Das, was ich dir erzähle, wird dir nicht gefallen. Ich bin auf deine Ersatzfamilie getroffen. Sie haben ihre geliebte Cara wohl wiedergefunden. Aber nicht nur das ... dein Drummerboy hat noch was anderes am Laufen. Er verarscht dich. Wahrscheinlich hat er Blut geleckt und will sich ein bisschen die Hörner abstoßen ...« Er spie aus und schüttelte den Kopf.
»Jedenfalls bin ich dann hin und wollte ihn zur Rede stellen, was er mit diesem Waschlappen rummacht! Natürlich hat seinem Vater das nicht gefallen und mir eine Abreibung verpasst. Er wollte mich umbringen!«
Er schob sein Oberteil hoch, um eine Wunde zu präsentieren, wo ihn das Katana was stärker getroffen hatte. Diese Verletzung würde ihn noch eine ganze Weile beschäftigen. »Ich konnte gerade so entkommen.«
Nachdem er seine Geschichte möglichst glaubhaft runtergerattert hatte, schüttelte Joey den Kopf. »Würde mich nicht wundern, wenn sie mir folgen und dir was anderes erzählen. Vielleicht bleiben sie aber auch einfach weg, weil es so einfacher ist. Am besten vergisst du sie. Die Drummers bringen dir nur Schmerz und Lügen, mein Junge. Schmerz und Lügen!«

@Edward Drummer

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#46

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 09:04
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Diese Unterstellung war nicht fair von Alphonse. Es lag ihm etwas an Atticus und er wollte ihm nicht mutwillig schaden. Aber trotz allem stand das Wohl seiner Familie immer über dem anderer Leute. Und Joey war eine Bedrohung für diese, weshalb er Prioritäten setzen musste. Dass Alphonse das nicht verstand, weil er gerade verliebt war und nur Augen für seinen Partner hatte, war in Ordnung. Er sollte Edward deswegen aber keine Vorwürfe machen, nur weil er versuchte seine Familie zu schützen. Zwar hatte er Atticus ebenfalls in dieser willkommen geheißen aber ganz bestimmt nicht dessen Vater. Er wäre immer noch bereit, sich an seiner statt, um ihn zu kümmern. Doch sich mit Joey zu arrangieren? Das war nun ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber er gab Cara keine Schuld dafür. Eigentlich hatte er darauf gehofft, dass sie seinen Sohn wieder ein bisschen besänftigen oder zur Vernunft bringen würde während er seinen Kopf ausruhte. Aber offenbar war sie genauso überfordert mit der neuen Situation wie sie alle…. und brauchte noch Zeit dafür. Na schön, dann verbrachten sie den nächsten Tag eben auch schweigend und voller Missmut. Was verdammt schade war, immerhin hatten sie sich gerade erst wieder vereint. Aber Edward kam eben auch nicht immer sofort aus seinem Groll heraus wenn die Lage sich zugespitzt hatte. Er konnte nun nicht einfach so tun als wäre nichts passiert und weiter auf fröhlich machen. Es belastete ihn und war beschissen. Doch trotzdem ging er dem Wunsch seines Sohnes nach… um ihm ohne Worte zumindest ein stückweit entgegen zu kommen…. ob er diese Geste zu schätzen wissen würde, das wusste Edward nicht. Mehr als das konnte er nun aber nicht machen.

Welche Lügengeschichten inzwischen bei den Wicked verbreitet wurden, das konnte niemand von ihnen ahnen.
Atticus kümmerte sich nun erst mal ein bisschen um seinen Dad. Beziehungsweise wollte er hören, was ihm zugestoßen war.
Dass dieser so geheimnisvoll tat verwirrte ihn, aber er folgte ihm in seine Wohnung. Joey sah ja nicht besonders glücklich aus. Naja kein Wunder… sein Gesicht sah echt nicht gut aus. Musste beschissen weh tun.
Jedoch war die Sorge um ihn sogleich dahin, als er davon erzählte, dass er AJ und seiner Familie begegnet war. Er überhörte die Warnung, dass ihm die Geschichte nicht gefallen würde, sondern weitete stattdessen freudig die Augen, als Joey meinte sie hätten Cara wieder gefunden.
„Wirklich?? Sie haben sie echt gefunden? Wow..“
Das freute ihn für Alphonse. Und er wünschte sich.. er könne diese Freude nun mit ihm teilen. Für Bitterkeit war nun kein Platz, denn er gönnte seinem Freund diese Entwicklung wirklich von Herzen.
Als Joey jedoch weiter sprach verflog das glückliche Lächeln in seinem Gesicht und machte…. Skepsis und Unglauben Platz. Alphonse sollte eine Affäre mit irgendeinem anderen Kerl haben? Also das… konnte Atticus wirklich nicht glauben. Weshalb sein Gesichtsausdruck immer misstrauischer wurde, gar hin zu wütend.
„Was?! Du lügst doch! AJ hält es ja schon kaum aus wenn ich ihn anfasse… da vergnügt er sich bestimmt nicht mit irgendwelchen Fremden….“
Das….. konnte er einfach nicht glauben. Und dass Joey so etwas behauptete machte ihn echt sauer. Er führte die Erzählung ja sogar noch fort! Edward hatte ihn umbringen wollen? So ein Schwachsinn!
„Ist das deine Rache? Hast du wieder Scheiße gelabert und deshalb von Edward aufs Maul bekommen und nun willst du dich an ihm rächen, indem du seinen Sohn und mich auseinander bringst?“
Das war doch echt mies von seinem Dad. Atticus war sich sicher…. dass er sich diese Wunden selbst zuzuschreiben hatte, weil er sich mal wieder daneben benommen hatte. Oder eine dumme Bemerkung wegen Cara abgelassen hatte, so wie damals am Lagerfeuer. Er wusste dass Edward auch ziemlich finster drauf sein konnte….. wollte aber einfach nicht glauben, dass seine Wunschfamilie solche Dinge tat. Da war es einfacher seinem leiblichen Dad die Schuld dafür zu geben.
Auch wenn es ihn ja schon ein bisschen.. schockierte, dass Joey so eine tiefe Schnittwunde hatte. Gut möglich, dass die von Edwards Katana stammte. Und ihn gleich aufzuschlitzen, nur weil er Scheiße geredet hatte? Das erschien ihm dann doch ein bisschen übertrieben. Was ihn nachdenklich stimmte….. denn er wollte die Worte seines Vaters nicht glauben. Trotzdem gelang es ihm… ein kleines Fünkchen an Zweifeln in Atticus Inneren zu entfachen.
Denn was wenn er wirklich die Wahrheit sagte? Wenn AJ sich dazu entschieden hatte die Beziehung zu beenden, nun wo sie Cara wieder gefunden hatten? Womöglich wollten sie nun als Familie weiter ziehen und das mit Atticus würde da nicht rein passen. Wäre zu kompliziert… und er hatte jemand anderen kennen gelernt, der mit ihnen zog? Natürlich würde er das ihm vorziehen… jemanden, mit dem er wirklich zusammen sein konnte, ohne diese Gefahren und dieses Versteckspiel. Vielleicht nahm er es ihm ja doch übel, dass er seine Rache für ihn nicht aufgab und mit ihnen ging? Shit. Er hasste Joey dafür, dass er diese Gedanken in seinem Kopf entfachte, denn sein Herz wusste eigentlich….. dass war Schwachsinn! Er vertraute Alphonse. Und nach der gemeinsamen Zeit im Bunker würde er sowas nie tun. Trotzdem verunsicherte es ihn. Denn seine Vorgeschichte war geprägt von Verlust. Von der Tatsache….. einfach ‚weggeworfen‘ zu werden, von allen Menschen, die eigentlich für ihn da sein sollten. Also vielleicht hatte Alphonse auch endlich erkannt, dass er nichts Wert war?
Dieser Gedanke löste tiefe Traurigkeit in ihm aus und löste damit die Wut ab, weshalb er ein bisschen besorgt zu Boden sah. Dann aber kühl meinte
„Das muss genäht werden…“
Wortlos holte er Nähzeug aus Joeys Medizinkästchen, der sowas hoffentlich hatte! Und setzte sich ebenso schweigend wieder zu ihm. Sagte nur
„Zieh das Shirt aus…“
Alkohol gab es hier ja genug, weshalb er das Hochprozentigste fand, das hier rum stand und ohne Erbarmen die Wunde damit desinfizierte. Auch das Nähen ging nicht sonderlich…. sanft von statten. Aber ganz im Stich lassen konnte er seinen Vater auch nicht. Weshalb er irgendwann während dem Nähen meinte
„Und wie hat er ausgesehen….. dieser angebliche Freund von Alphonse?“
Er glaubte ihm immer noch nicht! Aber… Joey konnte wohl bemerken, dass es ihm gelungen war Zweifel in Atticus Herzen zu säen, wenn er ihm so eine hypothetische Frage stellte.

@Joey Silver



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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#47

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 09:54
Joey Silver Joey Silver (gelöscht)
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Nichts von dem, was passiert war und gesagt worden war, beinhaltete wohl irgendeine Form von Fairness. Sämtliche Emotionen spielten gerade total verrückt, bei allen dreien. Deswegen schaffte Cara es auch nicht, sich gleich um den Zusammenhalt der Familie zu kümmern. Sie war gerade erst wieder ein Teil von ihr und konnte das Drummer-Gefüge der letzten vierzehn Jahre noch nicht so ganz greifen. Um zu verstehen, was die beiden durchmachten, müsste sie noch mehr Fragen stellen. Zu Atticus, zu den Wicked, der Vergangenheit. Denn nicht nur was Joey ihr angetan hatte, war ein Problem. Da war noch mehr. Und darüber wusste sie noch zu wenig. Sie hatte aber nicht das Gefühl, dass heute noch jemand in der Lage war, mit ihr zu sprechen. Also ließ sie ihre Jungs ruhen und ihnen Zeit. Während der Reise würde sie noch die Fühler ausstrecken, hier und da. Und vielleicht wäre dann so zumindest wieder ein loses Band geflochten, wenn sie bei Atticus ankamen.

Joey hingegen wollte inzwischen jegliche Verbindungen zu den Drummers vernichten. Er hatte es nicht geschafft, sie zu töten, also musste er es zunächst auf diesem Wege versuchen. Umbringen konnte er sie immer noch, vielleicht mit Verstärkung. Wie er es schon ursprünglich vorgehabt hatte. Aber fürs Erste musste er sich damit begnügen, Zwietracht zu säen und die beiden Teenies im besten Fall zu trennen. Dann hätte er Atticus für sich allein und die Kontrolle darüber, welche unangenehmen Ereignisse und Fehlentscheidungen seiner Vergangenheit ans Licht kommen würden.
Die Freude über das Wiederfinden von Cara überging Joey einfach. Wobei es ihn schmerzte, dass Atticus’ Gesicht von nun an eine Weile nicht mehr durch ein Lächeln erstrahlen würde. Aber es musste sein. Die Abtrennung von den Drummers würde den Weg für den wahren Vater ebnen und sie konnten zu einer Einheit zusammenwachsen. Sein Sohn würde schon früh genug wieder fröhlicher werden.
Ja, es war gewagt, Alphonse eine Affäre zu unterstellen, da er so schwierig in Sachen Körperkontakt war. Aber Joey fand die Erklärung, er sei auf den Geschmack gekommen, gar nicht so schlecht.
»Ich erzähl dir keinen Scheiß aus irgendwelchen Rachegelüsten. Hätte ich euch den Gameboy vorbeigebracht, wenn ich euch auseinanderbringen wollte? Oder dich gedeckt bei eurem kleinen Sexurlaub? Gib nicht mir die Schuld, wenn er dank dir Blut geleckt hat und sich ausprobieren will. Ich sag dir nur, was ich gesehen habe. Weil ich weiß nicht, ob er es tun wird. Dafür hat er sich viel zu ertappt gefühlt, als ich aufgetaucht bin – und hat rein gar nichts unternommen, mich zu schützen, als Ed mich angegriffen hat. Er hat ihn sogar angefeuert!«
Joey musste sich ein zufriedenes Lächeln verkneifen, als Atticus so betroffen zu Boden sah. Er hatte die Saat der Zwietracht gepflanzt, es war ihm tatsächlich gelungen. Schon verrückt, sich über das Unglück des eigenen Sohnes zu freuen, aber Joey spielte das wirklich sehr in die Hände. Letztlich wollte er ja nur das Beste für ihn ... und sich.
Ergeben zog er das Shirt aus und legte sich hin, damit Atticus sich an die Arbeit machen konnte. War nett, so umsorgt zu werden. »Ich habs schon mal genäht, aber die Scheiße öffnet sich einfach immer wieder.« Er hatte es allerdings auch eilig gehabt. Die Drummers hätten ihn womöglich sonst eingeholt. Es würde wohl auch nicht mehr lang dauern, bis sich Alphonse meldete. Sofern sie ihm denn tatsächlich direkt hinterher waren. Das wusste Joey natürlich nicht, aber es kam ihm sinnig vor.
Nun, so weit hatte er freilich nicht gedacht. Dass sein Sohn noch weitere Details wissen wollte. Kurz überlegte, von welchem Schlag Kerl sich Atticus wohl am ehesten bedroht fühlen würde. »Ich glaub, er war zwei, drei Jahre älter. Wusste ... was er tat.« Also, in Sachen Küssen und so was. Mehr Erfahrung würde Atticus hoffentlich verunsichern. »Außerdem hätte er glaub ich auch gern mal zugeschlagen. War ganz schön muskelbepackt.« Mehr als sein Sohn, wollte er sagen. Vielleicht war das ja Alphonses Typ und deswegen würde diese Angabe auch wehtun? Joey hatte die angebliche Affäre zwar als Waschlappen bezeichnet, aber das würde er immer tun – jeder, der nicht sein Sohn war bzw. diesen verprellte, war ein Waschlappen.

@Atticus Keene

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#48

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 10:19
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Joey waren Atticus Gefühle doch im Grunde völlig egal. Es ging ihm nur um sich selbst, sonst würde er ihm nun nicht so eine Lügengeschichte auftischen und ihn damit bewusst verletzen. Das hier war nicht das Beste für Atticus. Das konnte er sich einreden so lange er wollte…
Allerdings hatte Joey schon Recht. Zwar gefiel es ihm bestimmt nicht, dass Atticus mit einem Jungen zusammen war. Aber er hätte ihn nicht decken oder ihnen Geschenke machen müssen. Das war schon ein gutes Argument. Trotzdem hielt er bei einer Aussage dagegen.
„Das war nicht bloß ein Sexurlaub! Ich liebe ihn!“
Oh… hatte er das gerade wirklich laut ausgesprochen? Na und wenn schon, es war die Wahrheit. Er liebte Alphonse. Wenn sein Dad sich darüber nun lustig machen wollte, sollte er es eben machen und ihn als Weichei bezeichnen… es war Atticus egal. Nicht wirklich. Aber er würde zumindest so tun als wäre es ihm egal.
Es tat so weh sich vorzustellen, was sein Dad ihm da erzählte. Joey sollte sie ertappt haben und danach sollte Alphonse ihn sogar angefeuert haben ihn zu töten? Nein das… würde er doch wirklich nicht machen. Immerhin wusste er doch, dass Joey sein Vater war und Atticus etwas an ihm lag.
Aber auch darauf konnte er nun nicht so betroffen reagieren, wie er es gerne würde. Sondern musste stattdessen irgendwie von seinen wahren Gefühlen ablenken.
„Du behauptest doch immer du könntest Edward fertig machen. Also wozu hast du überhaupt AJs Hilfe gebraucht..“
Es war einfacher nun darauf herum zu reiten als den Gedanken zuzulassen, dass dieser tatsächlich nichts getan hatte, um seinem Dad zu helfen. Andererseits.. konnte er es wirklich von ihm erwarten? Sich gegen seinen Dad zu stellen nur wegen Joey? Nein, eigentlich war das unrealistisch… aber er hätte ihn nicht gleich anfeuern müssen…. okay nein! Er gab sich diesen Gedanken nun nicht hin, ehe er nicht mit AJ gesprochen hatte. Denn eigentlich dachte er immer noch, dass sein Vater ihm hier Bullshit erzählte! Oder die Dinge doch ein bisschen anders gelaufen waren. Immerhin gab es stets 2 Seiten einer Medaille. Und jeder nahm Erlebnisse etwas anders wahr. Joey sagte schließlich mit keinem Wort, was er falsch gemacht hatte sondern stellte sich nur als den weißen Ritter dar, der die Ehre seines Sohnes verteidigen wollte. So ganz abnehmen konnte er ihm diese Rolle nicht.
„Ja.. du hast es ja auch scheiße genäht..“
Murmelte er nur genervt, während er sich ein bisschen um seinen Vater kümmerte. Auch andere, etwas kleinere Schnitte desinfizierte und versorgte er. Ein zweiter musste auch noch genäht werden.
Als Joey ihm nun erzählte mit welchem Kerl AJ ihn angeblich betrog… ballte er die Hände zu Fäusten und stach seinen Vater ganz bewusst ein bisschen zu fest mit der Nadel! Denn er wollte das nicht hören! Selbst wenn er danach gefragt hatte. Aber es tat so weh….. und sein Vater ergötzte sich gerade an seinem mangelnden Selbstwertgefühl. Wirklich sehr väterlich von ihm, wie er Atticus Unsicherheiten ausnutzte und gegen ihn verwendete.
Denn natürlich machte das Bild von diesem muskulösen, erfahrenen Kerl ihn nervös! Der AJ wohl mehr bieten könnte als er….
Sagen konnte er dazu allerdings nichts. Denn er fühlte, wie ihm Tränen in die Augen stiegen. Aber er würde nun sicher nicht vor seinem Vater weinen. Der…. würde sich dann nur wieder lustig über ihn machen oder ihn als Pussy bezeichnen. Deshalb kämpfte er seine Gefühle zurück und verklebte deshalb noch eine Wunde an seiner Schläfe. Presste aber die ganze Zeit angestrengt die Lippen aufeinander, nur damit er nicht anfing zu weinen.
Als er endlich fertig mit der Versorgung war erhob er sich, räumte die Sachen weg und wusch sich noch die Hände.
„Du solltest dich jetzt besser ausruhen…“
Sagte er nur noch abwesend und ging zur Tür. Bevor er sie verließ blieb er aber noch mal stehen und.. drehte sich noch mal zu seinem Vater um.
„Dad..?“
Atticus Blick war schon wieder ein bisschen feucht. Er würde sich nicht mehr lange zurück halten können. Weshalb er ihn ein bisschen wie ein getretener Welpe ansah.
„Du…. lügst mich doch nicht an oder?“
Er wünschte es sich. Er wünschte sich so sehr… dass Joey nun einfach zugab, dass er diese Dinge nur im Zorn gesagt hatte. Dann würde Atticus ihm auch vergeben! Hauptsache…. das was er sagte war einfach nicht wahr…

@Joey Silver



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#49

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 11:11
Joey Silver Joey Silver (gelöscht)
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Letztlich handelte Joey wirklich so egoistisch, wie es den Anschein hatte, da er seinen ohnehin schon angekratzten Ruf bei seinem Sohn mit jedem Mittel retten wollte. Mit dem Auftauchen von Cara wurde alles so viel komplizierter. Wäre sie nicht, hätte sich Joey vielleicht wirklich zusammen gerauft und wäre irgendwann mit Ed und Al ausgekommen. Doch da die Drummers so ein loyaler Haufen zu sein schienen, war dies ab sofort unmöglich. Niemand würde Joey verzeihen, was er getan hatte und die Konkurrenzfamilie würde ihm Atticus Stück für Stück wegnehmen. Das konnte er doch nicht zulassen! Jetzt war es ihm schon vergönnt, ein Vater zu sein, da wollte er seine alten Fehler wiedergutmachen. Durch neue. Aber da konnte er wohl einfach nicht aus seiner Haut. Seit dem Tod seines Ziehvaters, der auch einem Fehler seinerseits geschuldet war – weil er nicht gut genug aufgepasst hatte – zog sich dieses Muster durch sein Leben. Er sabotierte alles, was gut sein könnte. Außer die Walkers. Warum es bei ihnen anders war, wusste er nicht. Aber wenn er ehrlich war, sabotierte er mittlerweile auch sie, indem er Atticus ständig deckte. Es wurde Zeit, dass Atticus auch ein echter Wicked wurde und sie hier ihren festen Platz als Vater und Sohn einnahmen. Aber das würde nicht funktionieren, solang die Drummers mitmischten. So viel war inzwischen klar.
Und doch brachte Atticus’ Aussage ihn kurz zum Wanken. Er liebte Alphonse? War das schon echt oder nur die rosarote Brille eines Teenies? Nein ... eigentlich glaubte Joey das nicht. Diese Beziehung war durch die Umstände so schwierig und kompliziert. Wenn sich da solche Gefühle herauskristallisierten und sie nicht einfach alles an den Nagel hingen, war das schon echt und tiefgehend. Total verrückt, wenn man ihn fragte. Aber es berührte ihn natürlich schon, dass Atticus so fühlte. Joey hatte für dessen Mutter auch mehr empfunden als er zugeben wollte.
»Er scheint dich aber nicht zu lieben. Oder ihr lebt keine monogame Beziehung und das alles ist in Ordnung für dich. Was ich mal bezweifle, nach dem Theater, das du nach meinem Geschenk aus Haus Lust veranstaltet hast, und was du mir da über Alphonse gesagt hast«, stocherte er weiter in geöffneten Wunden herum. Sich auf seine vorherigen Gedanken besinnend. Er musste das hier durchziehen und die gesäten Zweifel nutzen. Das war gerade der letzte Ausweg.
Joey schnaubte. »Ich hab nicht gesagt, dass ich seine Hilfe brauchte. Sondern nur, dass er offenbar vollkommen fein damit wäre, wenn sein Dad mich umbringt. Ed hat mich überrascht.«
Dass er somit nicht auf ein Gefecht eingestellt gewesen war ... na ja, das kratzte natürlich an seiner Ehre, aber Edward war schon ein harter Gegner. Im Berserkermodus vor allem. Joey musste leider so langsam einsehen, dass er ihn womöglich nicht ohne Hilfe oder nur mit einer List besiegen könnte. Aber das würde er natürlich niemals zugeben.
War eigentlich nicht die beste Idee, solche Gespräche während der Wundbehandlung zu führen. Aber Joey hielt die Extraschmerzen schon irgendwie aus. Es bewies ihm nur, dass er auf dem richtigen Weg war. Was er hier behauptete, tat Atticus weh und das war nur der Fall, weil er ihm tatsächlich glaubte. Oder erwägte, es zu tun. Doch weitere Nachfragen kamen nicht. Erst als Atticus bereits an der Tür war.
Die letzte Gelegenheit, die Dinge klarzustellen. So bedröppelt wie sein Sohn ihn gerade ansah, war Joey auch versucht, es zu tun. Er wusste, es gäbe sonst kein Zurück mehr. Aber dann kämen AJ und seine Eltern hier an, würden das komplette Gegenteil erzählen und ihm Atticus wegnehmen. Sein Lügengeflecht war der letzte Strohhalm, an den er sich klammern konnte. Also wurde er vollkommen ernst. »Nein, mein Junge. Nein, tu ich nicht. Und es tut mir wirklich ehrlich leid.« Das tat es echt! Dass er zu solchen Mitteln greifen musste. Aber es ging nicht anders. Und Joey hoffte, sein Sohn würde ihm mehr glauben, sobald Alphonse mit seiner Story auftauchte. Dass der Zweifel groß genug geworden war und Atticus die Drummerbrut verstieß.

Die Drummerbrut war tatsächlich schon in der Nähe. Am Abend konnte AJ bereits sein Funkgerät einschalten, und Atticus kontaktieren. Eigentlich hatte er erwartet, wieder einen Monolog zu unterbrechen, aber es war still am anderen Ende. Vielleicht war sein Partner ja noch nicht in seinem Zimmer? Oder schlief schon, weil der Tag so anstrengend gewesen war? Solche Gedanken waren einfacher, als jenen zuzulassen, dass Joey bereits zurück war und zum Beispiel Atti sein Funkgerät entwendet hatte.
Alphonse zwang seine Atmung, ruhiger zu werden, und sprach mal probeweise rein: »Drummerboy an Skaterboy?« Nichts tat sich. Nach ein paar Sekunden schob er hinherher: »Atti? Atti, bis du da? Ich ... muss dringend mit dir reden.«
Wieder nichts. Auch zehn Minuten später nicht. Weswegen AJ beschloss, nun einfach stündlich zu wiederholen, bis er einschlief, dass er am nächsten Abend am Spielplatz warten würde. Der Bunker wäre zu weit im Einzugsgebiet der Wicked, Ed würde ihn aktuell nicht bis dorthin lassen. Aber der Spielplatz wäre direkt an der Grenze. Und Alphonse hoffte, Atti würde ihn nach dem ersten klärenden Gespräch vielleicht noch zu seinen Eltern begleiten. Zuerst wollte er unbedingt allein mit ihm reden, und das auch nicht nur am Funkgerät. Das würde er mit allen Mitteln bei seinem Dad durchsetzen. Denn er konnte sich nicht darauf verlassen, dass Ed momentan vernünftig mit Atticus umgehen würde.
Für seinen Freund könnte es sich natürlich so anhören, als wolle AJ ihm von seinem Fremdgehen beichten. Und sich nur an der Grenze treffen, damit er gleich danach wieder ohne Probleme abhauen konnte. Oder sich einen Scherz daraus machte, an dem Ort Schluss zu machen, an dem sie beide zum ersten Mal ihre Gefühle füreinander entdeckt und sich fast geküsst hatten. Alphonse lagen diese Dinge völlig fern, aber da Atticus ihm gerade nicht antwortete, konnte er auch nichts klarstellen.

@Atticus Keene

zuletzt bearbeitet 06.03.2023 11:34 | nach oben springen

#50

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 11:53
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus würde niemals ein ‚echter‘ Wicked werden. Und das hatte rein gar nichts mit den Drummers zu tun! Wenn sein Dad das immer noch nicht verstanden hatte, dann wusste er immer noch nicht, wie sein Sohn tickte. Er hasste die Wicked und alles wofür sie standen, weil sie seiner Mutter Schreckliches angetan hatten. Aber kein Wunder, dass Joey das nicht verstand, nach dem was er anderen Frauen bereits angetan hatte. Doch er konnte es vergessen, dass Atticus danach ein braves Schoßhündchen sein würde. Womöglich würde es nach einer Abnabelung von den Drummers sogar noch schlimmer für ihn werden. Weil Atticus sich dann wieder voll und ganz auf seine Rache gegen Luzifer konzentrieren würde. Was Joey in noch größere Schwierigkeiten brachte, weil er den Walkers gegenüber so loyal war und seinen Sohn erneut anlügen musste. Hatte er eigentlich nichts anderes zu bieten außer Lügen? Offenbar nicht.
Und das Schlimme war… je mehr sein Dad ihm erzählte, desto größer wurden die Zweifel, die da in Atticus Innerem sprießten. Denn so sehr konnte er ihm diese Beziehung doch nicht missgönnen… dass er echt zu solchen miesen Tricks greifen würde, oder? Er hatte doch überhaupt keinen Grund dazu..
Atticus durchschaute absolut nicht, was hier eigentlich gerade abging. Und das er nur ein Spielball der Erwachsenen war. Wie schon so oft zuvor.. für seine Gefühle interessierte sich, wie immer, niemand.
Denn ihm zu sagen, dass AJ ihn offenbar nicht liebte…… das tat so weh, dass Atticus das Gefühl hatte irgendetwas in ihm starb gerade. Er wollte es nicht glauben!! Aber… der Schmerz… wenn er nur daran dachte, dass es vielleicht wahr sein könnte… war so real, dass er fast keine Luft mehr bekam. Wie würde es dann erst sein, wenn sich Joeys Geschichte tatsächlich bewahrheitete? Atticus würde daran zerbrechen..
Deshalb konnte er jetzt auch nichts mehr sagen oder nachfragen. Er wollte einfach nur weg von hier und für sich sein, um über alles nachzudenken. Nur eine Frage stellte er noch an Joey und flehte ihn förmlich an, ehrlich zu ihm zu sein.
Und als dieser beteuerte es sei die Wahrheit…. nickte Atticus lediglich noch schwach und verließ dann schweigend das Zimmer, um so schnell wie möglich nach Hause rennen zu können. 
Denn niemand von den scheiß Wicked sollte sehen, wie ihm gerade literweise Tränen über die Wangen liefen, kaum dass er Joeys Wohnung verlassen hatte.
Schluchzend knallte er die Tür von seinem Zimmer hinter sich zu und ließ sich ins Bett fallen. Vergrub das Gesicht in seinem Kissen und schlug mehrmals darauf ein weil er nicht nur traurig sondern auch verdammt wütend war!
Das durfte doch nicht wahr sein! Sie hatten… so eine wunderschöne Zeit im Bunker miteinander gehabt. Also wieso??? Wieso tat AJ ihm sowas an…. wo er doch der Moralapostel schlecht hin war. wegen Nico so ein großes Fass aufgemacht hatte. Und nun… nun hatte er angeblich eine Affäre? Nein, er wollte es nicht glauben. Aber Joeys Worte hatten so überzeugend geklungen. Und er sah immer noch keinen Grund… weshalb er ihn derart anlügen musste.
Verdammt er war so verwirrt und durch den Wind.
Weshalb es ihm auch nicht möglich war auf AJs Funken zu reagieren. Er hatte das Gefühl… er konnte nicht.
Denn er klang so ernst. Und meinte.. er müsste dringend mit ihm reden. Das war doch dieser klassische Satzanfang den man aus Büchern kannte oder? -Schatz, wir müssen reden-. Und dann lief es immer darauf hinaus, dass einer mit dem anderen Schluss machte. Wenn er also antwortete….. würde Alphonse ihn dann verlassen? Zu denken er täte es nicht, nur weil er sich stumm schaltete war idiotisch, das wusste Atticus. Aber…. er konnte nicht. Er.. würde das nun einfach nicht ertragen. Er hatte Angst und war wütend. Weshalb er sich auch nicht für AJ darüber freuen konnte, dass er seine Ma wieder gefunden hatte. Also war es besser wenn er nun gar nichts sagte.
Schweigend speicherte er die Information ab, dass Alphonse morgen auf dem Spielplatz auf ihn wartete. Was für eine Ironie..
Aber für heute wollte er nichts mehr sehen oder hören.. einfach nur noch schlafen und hoffen, dass das alles nur ein böser Traum gewesen war.
Als er am nächsten Morgen erwachte.. war sein Kissen aber immer noch ziemlich nass und seine Augen gerötet. Scheiße… es war kein Traum gewesen.
Weshalb der Tag die reinste Qual war. Klar, er könnte Alphonse anfunken und das alles hinter sich bringen… aber wenn er schon mit ihm Schluss machen wollte, dann sollte er ihm das gefälligst ins Gesicht sagen!
Zumal ja immer noch die kleine Hoffnung bestand, dass es nicht so war? Es sich hier nur um ein riesengroßes Missverständnis handelte? Er war so verwirrt… aber trotzdem… machte er sich abends auf, um zu dem Spielplatz zu fahren.
Diesmal sagte er seinem Dad aber nichts davon. Denn wenn der irgendwie in das Drama mit den Drummers verstrickt war, dann sollte er besser nicht wissen, dass er sich mit ihnen traf. Das würde nur für weiteren Ärger sorgen.
Als er ankam war Alphonse bereits dort. Normalerweise begrüßte er ihn mit einem Lächeln, mit Küssen, einer Umarmung und freute sich unfassbar ihn zu sehen.
Aber jetzt.. fuhr er mit seinem Skateboard einfach mit ziemlich ernster Miene an ihn heran und meinte bloß recht kühl.
„Hallo. Was wolltest du mir sagen?“

@Alphonse Drummer



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#51

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 12:19
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Joey dachte nicht so weit. Er kümmerte sich nacheinander um Probleme. Erst mussten die Drummers weg. Dann würde er schauen, was von Atticus übrig blieb und worauf der sich dann fokussieren würde. Joey kannte die Wicked in- und auswendig. Er würde schon einen Weg finden, seinem Sohn zu zeigen, dass sie nicht so schlimm waren, wie er annahm. Andere hatten das doch auch verstanden. Mara war beispielsweise einmal Sklavin gewesen und nun eine stolze Fürstin.
Irgendwann würde Joey ja vielleicht auch nicht mehr so viel lügen müssen. Wegen Luzifer zugebenermaßen schon. Und eigentlich musste Joey über kurz oder lang ja auch wieder länger weg, weil er einen dauerhaften Späh- und Rekrutierungsauftrag hatte. Er war nie länger bei den Wicked, deswegen hatte er Atticus oder Sienna ja auch verpasst. Sein Sohn würde also letztlich irgendwann wieder allein sein. An Egoismus war Joey wirklich nicht zu übertreffen. Im Bestreben, sich selbst zu beweisen, ein guter Vater sein zu können, vernichtete er einfach alles und erkannte es nicht oder nur unzureichend. So oder so war es zu spät, den Schwanz einzuziehen. Und auch wenn es Joey gewissermaßen das Herz brach, ließ er die Lüge überdauern.

Alphonse ahnte von all dem nichts. Ihm war schon klar, dass Joey vermutlich zu den Wicked zurückgekehrt war und versuchen würde, was zu ›retten‹. In seinem Kopf entstanden hunderte Szenarien und es machte ihn total verrückt, nicht zu wissen, welches zutreffen würde. Er konnte nur hoffen, Atticus würde seinen Funkspruch annehmen und am nächsten Abend würde keine Delegation der Wicked auf ihn warten, sondern sein Freund. Eigentlich wäre das ein viel perfiderer Plan gewesen, Atti das Funkgerät zu stibitzen und die Drummers in eine Falle zu locken und doch noch umzulegen. Ein Glück war Joey nicht der Schlaueste.
Es würde Feivel wohl umbringen, zu wissen, dass sein Partner sich gerade die Augen ausweinte. Und dann auch noch wegen Dingen, die gar nicht so stattgefunden hatten. Aber es ließ sich nicht ändern, AJ machte sich mit einem unguten Gefühl im Bauch auf dem Weg zum Spielplatz.
Er lag noch verlassen vor ihm, weswegen Feivel sich erst mal umsah, damit sie nicht von Beißern oder Spionen überrascht wurden. Doch es schien in der direkten Umgebung ruhig zu sein. Weswegen sich AJ auf dieselbe Schaukel setzte, auf die er neben Atticus gesessen hatte. Damals ... vor Monaten. So wartete er und wurde mit jeder Minute nervöser. Bis er ein Geräusch hörte, das automatisch für Herzklopfen sorgte. Die Rollen eines Skateboards. Das konnte doch nur Atti sein! Hektisch sprang Feivel auf und lief seinem Freund ein paar Schritte entgegen. Seine Lippen hatten sich schon zu einem Lächeln verzogen. Selbst wenn die Umstände mal wieder beschissen waren ... sie hatten sich nun erneut wochenlang nicht gesehen und der Vermissungsschmerz war so real wie immer. Weswegen er es eigentlich nicht erwarten konnte, seinen Freund zu umarmen und ihn zu küssen.
Doch Atticus blickte ihm so ernst und ablehnend entgegen wie bei ihrem ersten Treffen an der Höhle. Feivel blieb stehen und senkte die Arme wieder, die er bereits unterbewusst gehoben hatte.
Auch die Begrüßung konnte kaum kälter sein. Atticus’ Worte waren wie spitze Eiszapfen, die sich in Feivels Herz bohrten. Sein Freund stieg ja noch nicht mal vom Board. Als würde er sich gleich umdrehen und wieder wegfahren wollen, nachdem er Feivels Botschaft vernommen hatte.
»Es ... geht um meine Ma. Und Joey. Es ... es ist ziemlich ernst. Aber ... sag mir bitte erst, was mit dir los ist! Ist was passiert?«

@Atticus Keene

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#52

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 12:47
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus hasste dieses Gefühl. Nach so einer heftigen Gefühlslawine fühlte er sich immer so leer. So als könne er gar nichts mehr fühlen. Als wäre in seinem Herzen nur noch ein Hohlraum. In solchen Situationen konnte er nicht mal mehr weinen, weil er einfach gar nichts mehr fühlte außer Gleichgültigkeit.
Dabei war ihm das alles hier absolut nicht gleichgültig. Das war wohl ein Schutzmechanismus. Dieser Panzer, mit dem er sein Herz zumauerte, um nicht noch weiter verletzt zu werden.
Er hatte Angst vor diesem Treffen. Denn AJ war es schon mal gelungen diesen Panzer abzutragen und sein Herz zu erreichen. Was wenn es ihm wieder gelang? Sein Dad aber trotzdem Recht behielt? Er war so verwirrt.. und wusste überhaupt nicht was Sache war. Aber natürlich wollte er auch AJs Sicht der Dinge hören. Versuchen herauszufinden… wer ihm die Wahrheit sagte.
Allerdings hielt er Alphonse eigentlich für ziemlich ehrlich. Er war niemand der zweigleisig fuhr. Also wenn er mit ihm Schluss machen wollte, dann würde er das tun. Und zwar gerade heraus. Oder? Er konnte sich doch nicht komplett in ihm täuschen.
Aber er konnte nun einfach keine Zärtlichkeiten bei der Begrüßung zulassen, bis er nicht wusste was Sache war. Er musste den Panzer weiter aktiv halten, um sich vor möglicher Enttäuschung zu wappnen.
Also hörte er erst mal zu. War jedoch schon bei der ersten Aussage verwirrt und zog die Augenbrauen hoch
„Um deine Mum.. und Joey? Es geht nicht um uns?“
Okay…. das irritierte ihn. Denn was hatte das zu bedeuten? Atticus hatte keine Ahnung. Am liebsten würde er sich an den Ort des Geschehens beamen, um herauszufinden was wirklich geschehen war. Aber da er das nicht konnte, musste er nun über jene Dinge sprechen, die er mit Sicherheit wusste. Weswegen er AJs Frage was los war auch ignorierte und stattdessen gerade heraus meinte
„Hat dein Dad versucht meinen Dad umzubringen? Ich musste gestern etliche seiner Schnitte und Platzwunden versorgen….“
Was jetzt nichts war das… ihn besonders aufregte. Denn wenn Joey es verdient hatte naja.. dann könnte er es verstehen. Aber nach allem was er gehört hatte, hatte er es nicht verdient und Ed hatte übertrieben. Deshalb wollte er nun von Alphonse erfahren, ob Ed wirklich die Absicht gehabt hatte ihn umzubringen.
„Und wenn ja….. wieso?“

Er sparte sich ein ‚was hat er getan‘? Denn er wollte seinen Dad nicht automatisch wieder beschuldigen, wenn er ihm doch eigentlich etwas anderes erzählt hatte.

@Alphonse Drummer



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#53

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 13:12
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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»Um ... uns?«, wiederholte Feivel nun ebenso verwirrt. »Also ... gewissermaßen geht es schon um uns, weil Joey und Cara unsere Eltern sind.« Und die Geschehnisse Auswirkungen haben würden, sowohl jetzt als auch in Zukunft. Deren Ausmaße Al noch nicht einschätzen konnte und unter anderem deswegen ja hier war. Weil er Atti mit einbeziehen wollte und hoffte, sie würden zusammen eine Lösung finden.
Doch das schien Atticus nicht implizieren zu wollen, als er so nachhakte. Es klang, als hätte er etwas gänzlich anderes erwartet und zwar etwas, das ihn schmerzen würde. Bevor Alphonse darauf weiter eingehen konnte, stellte Atti eine Frage. Joey war also zurück und er hatte auch schon mit seinem Sohn gesprochen. Das ... konnte nun vieles bedeuten.
»Ja«, sagte er ohne Umschweife, denn von Edwards Rachegelüsten musste er ohnehin ebenfalls offen berichten. »Er wollte ihn umbringen, weil er meine Mum bedroht hat. Joey wollte sie wegen ihrer ... gemeinsamen Vergangenheit zum Schweigen bringen und als das nicht geklappt hat, wollte er meinen Dad erschießen. Ich habs gesehen, Atticus, er hatte schon fast abgedrückt, bis ich ihn entwaffnen konnte.«
Feivel war immer noch ehrlich betroffen deswegen, da er Joey dann letztlich doch nicht so eingeschätzt hatte. Wie weit er bereit war, zu gehen, um seine Fehler zu verbergen, ängstigte ihn.
Da er nun schon am Reden war, machte er einfach weiter. Es hatte sich so viel angestaut die letzten Tage. Atticus würde ihn schon bremsen, wenn es zu viel auf einmal wurde. »Mein Dad war außer sich vor Zorn. Ich ... konnte aber nicht zulassen, dass er Joey umbringt. Bis dahin hab ich ihm allerdings ... leider noch nicht gesagt, dass er dein Vater ist. Dies hat ihn noch wütender gemacht, weil ... na ja, es die Dinge logischerweise verkompliziert. Er wollte ihn immer noch umbringen. Das konnte ich aber nicht zulassen, weil trotz allem ist Joey doch dein Dad. Ich ... wir dürfen nicht verantwortlich sein, wenn er stirbt, auch wenn er meiner Mutter was Schlimmes angetan hat. Dann würdest du mich doch hassen. Ed wollte aber keine andere Lösung suchen. Da ... hab ich ihn niedergeschlagen, damit Joey abhauen kann.« Kraftlos ließ sich Alphonse wieder auf die Schaukel sinken. Eine einzelne Träne tropfte von seinem Gesicht und die nachfolgenden wischte er schnell fort.
»Was hat Joey dir erzählt?«, wollte er dann noch wissen. Es war wohl nichts Gutes.

@Atticus Keene

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#54

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 13:36
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Wieso war Alphonse so überrascht von Atticus Annahme? Als dieser meinte, es ginge gewissermaßen um sie wegen ihren Eltern schüttelte er den Kopf
„Das hab ich nicht gemeint..“
Also entweder was Alphonse ein grandioser Lügner oder er hatte echt keine Ahnung wieso Atticus so eine Andeutung machte. Vielleicht sollte er ihn erst mal ausreden lassen und einfach nur zuhören, um sich einen Reim aus dem ganzen Chaos zu machen.
Noch stand er tatsächlich mehr auf der Seite seines Dads. Weil er seine Verletzungen gesehen hatte und weil dieser…. ihm direkt in die Augen gesehen und ihm versichert hatte, ihm die Wahrheit zu sagen! Aber Alphonse Augen.. wirkten auch ehrlich. Scheiße.. das hier konnte doch gar kein gutes Ende nehmen.
Er stieg nun doch von seinem Skateboard ab und legte es zur Seite. Ballte jedoch die Hände zu Fäusten als AJ zugab, dass Ed Joey hatte töten wollen. Das war natürlich nicht schön zu hören.
Es verwirrte Atticus aber auch gleichermaßen
„Was?? Wieso sollte mein Dad deiner Mum etwas antun wollen..?“
Sie zum Schweigen bringen? Ja, er hatte schon vermutet, dass er ihm nicht ganz die Wahrheit erzählt hatte, da er wegen dem Treffen mit ihr immer so ausgewichen war. Aber…. deswegen das Risiko einzugehen und sie zu bedrohen oder zu attackieren?
Andererseits hatte Joey ihm diesbezüglich auch nie die ganze Wahrheit erzählt. Also wieso sollte er es jetzt tun?
Aber er wollte trotzdem nicht hören, dass Joey ebenfalls versucht hatte Alphonse Dad abzuknallen.
Diese Geschichten widersprachen sich von grundauf so sehr, dass er wirklich nicht mehr wusste, was er glauben sollte!
„Ich… ich habe ihn darum gebeten sich mit deinem Dad zu arrangieren! Er hat mir sogar versprochen.. es zu versuchen… mit Ed klar zu kommen… um mir zu beweisen, dass er seine Rolle als Vater ernst nimmt. Er weiß wie viel ihr alle mir bedeutet. Also würde er deinen Vater… doch nicht einfach erschießen…………“
Okay seine Worte klangen nicht besonders überzeugend und er ließ den Blick senken. War das wieder nur leeres und hohles Gerede von seinem Vater gewesen? Von wegen er wollte sich bemühen. Und sie könnten vielleicht sogar mal zusammen was unternehmen. Wenn die beiden sofort wieder auf Leben und Tod kämpften, kaum dass sie sich einmal über den Weg liefen..
Nun wurde es aber wirklich wirr und skurril und Atticus hatte das Gefühl als würde ihm gleich der Kopf platzen. Sonst war AJ doch immer so geordnet und strukturiert in seinen Erzählungen. Aber plötzlich da prasselten ungefiltert so viele Informationen auf ihn ein, die sich alle mit dem widersprachen, was er zu wissen glaubte. Weshalb er völlig überfordert mit dieser Flut an neuen Infos war.
„Okay Moment.. du hast meinen Dad also gerettet? Er hat mir gesagt… du hättest Edward noch angefeuert ihn umzubringen..“
Das hatte ihn ja schon irritiert. Denn so schätzte er AJ überhaupt nicht ein. Dass er Ed aufhalten und seinen Vater retten würde.. das passte schon eher zu ihm. Auch wenn ihm dabei trotzdem eine Sache sauer aufstieß
„Du sagst also.. du hast dich wirklich gegen deinen Dad gewendet um meinen zu retten?“
Was war mit ihrem Drummer Leitsatz? Dass sie immer zusammen hielten und so? Konnte AJ das wirklich getan haben?
Atticus raufte sich schnaubend die Stirn weil er wirklich nicht wusste was er noch glauben sollte.
„Was AJ? Welches Geheimnis ist so schrecklich, dass mein Dad all diese Dinge tun würde, nur um es zu verheimlichen?? Bitte sag es mir!“
Denn wenn er den Kern der Sache nicht verstand, konnte er sich keine Meinung darüber bilden, wer hier wirklich die Wahrheit sagte und wer nicht. Und das machte ihn völlig verrückt.
Aber nun wäre es wohl nur fair… auch AJ ein paar Infos zu geben hm?
Trotz allem konnte er ihn jetzt einfach noch nicht trösten. Weil ja immer noch die Möglichkeit bestand, dass sein Vater ihm zumindest teilweise die Wahrheit gesagt hatte. Auch wenn es immer schwieriger war sie zu glauben.
„Er meinte….. er hat dich dabei erwischt wie du… mit einem anderen Jungen rum gemacht hast. Ist zu dir gegangen, um dich zur Rede zu stellen und Ed ist daraufhin auf ihn los gegangen…“
Jetzt wo Atticus es so laut aussprach schämte er sich irgendwie dafür. Denn es klang schon ziemlich bescheuert.. und eigentlich wusste Atticus ja, dass AJ das nicht tun würde. Aber… aus Unsicherheit zog man eben die schrecklichsten Schlüsse. Und sein Dad hatte es ihm doch so glaubhaft erzählt.
„Bitte sei ehrlich zu mir.. ich dachte.. ich soll hier her kommen, damit du mit mir Schluss machen kannst. Weil dir doch alles zu kompliziert wurde. Und nun wo du deine Mum wieder hast…naja.. du weißt schon.. also wenn es so ist dann…. sag es mir einfach.“

@Alphonse Drummer



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#55

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

06.03.2023 14:09
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Dass AJ die Dinge so wirr erzählte und offenkundig extrem aufgewühlt war, sollte Atticus eigentlich schon alles sagen, was er wissen musste. Würde sich Feivel einer Lüge bedienen oder sich einfach nur trennen wollen, um Atti endlich loszuwerden ... dann würde er das gefasster rüberbringen. Vielleicht schon halb auswendig gelernt, weil seine Emotionen nicht so sehr beteiligt sein müssten. Aber gerade war seine Familie attackiert worden und Alphonse wusste ehrlich nicht, ob er richtig gehandelt hatte. Denn offenbar hatte Joey in der kurzen Zeit, die er zurück war, schon begonnen, Atticus zu manipulieren. Trotzdem blieb er dabei. Fürs Erste hatte er Joey verschonen müssen. Ohne mit seinem Partner gesprochen zu haben, würde er vor sich nicht rechtfertigen können, anders zu handeln.
»Wenn wir meine Ma nicht gefunden hätten, hätte sich Joey vielleicht auch an seine Versprechen gehalten. Aber nun glaubt er wohl, was er ihr angetan hat, würde einen Keil zwischen dich und und ihn treiben. Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht. Aber das ist die Erklärung, die mir am plausibelsten erscheint. Warum sonst sollte er sie zum Schweigen bringen wollen? Oder dann gleich uns alle?«
Er wusste, das waren ungeheuerliche Vorwürfe, aber sie kamen nicht von ungefähr. AJ beschönigte nichts und er dramatisierte auch nichts. Auch wenn es ihm leidtat, Atticus solche Dinge von seinem Dad zu berichten, musste er es doch tun. Ehrlichkeit war wichtig und wenn Gefahr im Verzug war sowieso.
»Was?«, hakte er dann nach und schüttelte den Kopf. »So ein Schwachsinn. Ich hab meinen Dad sogar angebettelt, ihn zu verschonen und nach einer anderen Lösung zu suchen.« Also er war mehr für Joey eingestanden, statt seinen Tod zu fordern. »Joey ... versucht auch jetzt noch, uns gegeneinder aufzustacheln.« Wahrscheinlich hatte er inzwischen gerafft, wie sehr er sich in die Scheiße geritten hatte und versuchte, Atticus irgendwie noch weiter von sich zu überzeugen. Die Frage war nur, zu wem dessen Vertrauen inzwischen größer war. Alphonse oder Joey?
»Ja«, bestätigte er. »Ich habe mich gegen meinen Vater gewendet. Weil du auch ein Drummer bist und ich dich liebe. Ich wollte weder dich noch meine Eltern verlieren, also hab ich ... die einzige Lösung genutzt, die mir eingefallen ist, um einen Cut zu erzwingen. Damit ich mit dir reden kann, bevor es noch mehr eskaliert.«
So langsam fand er dann doch zu mehr Ordnung zurück. Sich einzeln allen Fragen zu widmen war einfacher als alles auf einmal erzählen zu wollen.
Cara hatte AJ auf sein Nachfragen hin inzwischen gesagt, was passiert war. Er hatte es sich schon zusammengereimt, aber nicht alle Details. Sicher hatte sie ihm auch nicht alle erzählt. Aber die wichtigsten Dinge wusste er jetzt. Er konnte nun nicht verhindern, dass sich Wut in seine Stimme schlich, aber es ging nun mal um seine Mum! »Er hat damals behauptet, uns zu kennen und ihr eine Spur geben zu können. Als Preis musste sie mit ihm schlafen. Ihr ging es zu dem Zeitpunkt nicht gut und sie hat ihn angefleht, etwas anderes zu verlangen. Er blieb bei seiner Forderung und sie hat sich gefügt. Am nächsten Morgen hat er sie ausgelacht und offenbart, dass er uns gar nicht kennt.«
AJ verstummte und hob langsam den Blick. »Wenn du das früher erfahren hättest, wäre das für dich ein Grund gewesen, ihn zu verstoßen? Er hat jetzt alles noch viel schlimmer gemacht. Ich versteh einfach nicht, wieso. Es wäre so schon alles komplizier genug gewesen ...« Wie konnte ein Mensch nur so beschränkt und grausam sein? »Meine Ma ... hat übrigens auch gesagt, dass sie Joey nicht tot sehen will. Weil er eine Rolle für dich spielt.« Für was auch immer diese Information nun gut war ... vielleicht half sie Atticus ja irgendwie beim Verarbeiten der ganzen Offenbarungen.
Wenig später war es dann an Feivel, welche zu verkraften. Er sprang von der Schaukel auf. Schon bei der Vorstellung, mit jemand anderem rumzumachen wurde ihm übel und seine Haut kribbelte als würden tausende Ameisen an ihm rumnagen. AJ schüttelte sich. »So eine ... niemals ... das ist nicht passiert, Atticus! Ich habe keine Affäre und Joey war auch nicht da, um mich zur Rede zu stellen. Er ist sofort auf meine Mutter losgegangen.«
Mit wenigen Schritten war er bei seinem Partner und nahm, sofern er dies zulassen würde, seine Hände. »Ich bin nicht hier, um Schluss zu machen. Dafür gibt es keinen Grund. Auch meine Ma ist keiner. Sie will dich kennenlernen. Wollte sie schon bevor Joey aufgetaucht ist. Ich hab sie ... ganz schön von dir zugeschwärmt.« Ein trauriges Lächeln erschien auf seinem Gesicht. Leider verschwand es auch schnell wieder. »Aber Joey ist trotzdem eine Bedrohung für uns. Mein Dad ist immer noch ... es ist schwierig. Ich bin unter anderem hier, weil ich hoffte, du würdest die Nacht mit zu unserem Lager kommen. Damit wir ... gemeinsam über alles reden können. Als Familie.«

@Atticus Keene

zuletzt bearbeitet 06.03.2023 14:29 | nach oben springen

#56

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

07.03.2023 21:43
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Was Alphonse da andeutete gefiel Atticus absolut nicht. Denn das führte dazu… dass er irgendwie mit schuld an der ganzen Sache war.
„Du denkst er hat das… meinetwegen getan??“
Das war so…. ohne Worte! Er konnte doch nicht ernsthaft denken, dass es besser für seine Beziehung zu Atticus war, die Drummers aus dem Weg zu räumen, statt einfach ehrlich zu ihm zu sein. Was für eine verdrehte Wahrnehmung konnte ein Mensch eigentlich haben? Aber noch wusste er ja nicht, was er Cara genau angetan hatte.
Also hörte er weiter zu…. und erfuhr Alphonse’ Teil der Geschichte. Der ihm viel plausibler erschien als das, was sein Dad ihm erzählt hatte. Und er deshalb nur nachdenklich zur Seite sah. Das alles zu hören war nämlich absolut nicht einfach für ihn. Immerhin hatten sein Dad und er sich gerade erst richtig angenähert. Er hatte ihn in sein Leben gelassen in sein… Herz. Waren das auch alles nur Lügen gewesen? Gerade wusste er wirklich gar nichts mehr.
Auch wenn es ihn eigentlich glücklich machen sollte, dass AJ seinen Dad so verteidigt hatte, nur für Atticus. Aber gerade konnte er sich nicht so richtig darüber freuen, weil es trotz allem einen bitteren Beigeschmack hatte.
Das alles konnte er ja noch halbwegs ertragen. Bis zu dem Zeitpunkt… an dem AJ ihm berichtete, was sein Dad Cara angetan hatte. Nun weiteten sich seine Augen vor Fassungslosigkeit. Und er spürte, wie sich alles in ihm gegen diese Anschuldigung sträubte!
„Mein Dad ist vielleicht ein Arschloch aber sicher kein Vergewaltiger!“
Auch wenn es mehr oder weniger mit Caras Einverständnis passiert war, jedoch nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Weshalb das für ihn eigentlich keinen Unterschied machte.
„Er.. vergnügt sich auch nicht mit den Sklaven in Haus Lust, weil er keinen Sex aus Zwang haben will……“
Oder war das auch nur eine Lüge gewesen? War er in Wahrheit Stammkunde bei den Sklavenfrauen dort? Was sollte er ihm bitte noch glauben?
Also auch wenn er seinen Dad im ersten Moment aus einem Reflex heraus verteidigte. So wurde ihm nach und nach mehr bewusst….. dass er eigentlich überhaupt nichts über ihn wusste.Und erst Recht nicht… was von den Dingen, die er ihm erzählt hatte, ehrlich gewesen war und was nicht. Vielleicht war auch alles gelogen. Bei Joey wusste er es nicht. Bei Alphonse hingegen…. schon. Denn ihm vertraute er. Und er würde sich so eine Geschichte nicht aus Grausamkeit ausdenken, um Atticus Vater zu diskreditieren.
Weshalb er kurz darauf schwieg und sich… am Gerüst der Schaukel fest halten musste, weil ihm echt schlecht wurde bei dem Gedanken.
Er wollte AJ nicht glauben aber…. sein Gefühl sagte ihm leider, dass er es tun sollte. Und das war verdammt übel. Wie konnte sein Dad so etwas Furchtbares tun??? Das war… doch wirklich das aller Letzte!! Natürlich änderte das seinen Blick auf ihn zu 100%.
Weshalb ihm nun auch Tränen in die Augen stiegen. Tränen der Enttäuschung, Tränen der Wut, Tränen der Überforderung, weil gerade so viele Gefühle auf einmal auf ihn einprasselten.
Er versuchte sie fort zu wischen aber es wurden immer mehr, Scheiße…
„Ich weiß, dass mein Dad nicht perfekt ist.. und in der Vergangenheit viele Fehler begangen hat. Vielleicht… wäre ich sogar bereit gewesen ihm diesen Fehltritt zu verzeihen, wenn es ihm wirklich wirklich Leid getan hätte! Aber statt dazu zu stehen, ein schlechtes Gewissen deswegen zu haben oder zu versuchen sich zu ändern… lügt er weiter! Versucht deiner Ma sogar etwas anzutun, statt sie um Vergebung anzuflehen! Versucht… uns beide mit seinen Lügengeschichten auseinander zu bringen, nur um seinen eigenen Arsch zu retten. Das ist so…… erbärmlich.. und.. ich kann einfach nicht fassen wie dumm ich war, indem ich ihm eine Chance gegeben habe. Ich hätte von Anfang an auf mein Gefühl hören und ihn zum Teufel jagen sollen! Nun.. habe ich alles nur noch schlimmer gemacht..“
Er schämte sich so sehr dafür von so einem Mistkerl abzustammen. Am liebsten hätte er ihn gar nicht kennen gelernt, statt nun so eine Enttäuschung zu erfahren. Denn das hier war noch schlimmer als all seine Alptraumvorstellungen von seinem Vater…

Er blickte Alphonse kurz in die Augen als dieser seine Hände nahm. Sah aber alles nur ziemlich verschwommen wegen der vielen Tränen, dennoch nickte er schniefend. Er glaubte ihm. Hatte sich auch nicht vorstellen können, dass er ihn wirklich betrügen würde.. weshalb….. er sich nun plötzlich schluchzend in seine Arme flüchtete. Das war doch alles beschissen. Er hasste es… er sollte sich doch für Feivel freuen, weil er seine Mutter wieder gefunden hatte. Aber stattdessen musste er sich nun mit dieser Scheiße rum schlagen. Sie würde ihn doch niemals akzeptieren, weil sie immer seinen Dad vor ihren Augen sehen würde, oder? Wenn sie Parallelen zwischen den beiden erkannte? Das würde sie stets an ihren Peiniger erinnern… also hatte er doch gar keine Chance.
Selbst wenn sie ihn angeblich kennen lernen wollte. Aber…. dazu fühlte er sich gerade nicht im Stande.
Weshalb er sich irgendwann wieder von Alphonse löste. Sich ein paar mal räusperte und die restlichen Tränen fort wischte, um wieder halbwegs gefasst aber immer noch mit zittriger Stimme zu sagen.
„Das würde ich gerne aber ich…. kann einfach nicht AJ. Nicht jetzt. Ich möchte nicht… dass deine Mum mich unter diesen Umständen kennen lernt, sie soll doch den coolen Skaterboy in mir sehen und nicht den.. Heulbojen Sohn eines Monsters…“
Gerade fühlte er sich nicht im Stande dazu ihr zu begegnen. Das schaffte er mental gerade einfach nicht. Genauso wenig wie Ed.
„Außerdem….. muss ich es von ihm hören Alphonse. Ich will dass er mir ins Gesicht sieht.. und zugibt was er getan hat.“
Es war nicht mehr so , dass er AJ nicht glaubte. Trotzdem musste er es einfach selbst von seinem Dad hören und ihn zur Rede stellen. Denn hatte er ihn wirklich derart angelogen… dann würde es Krieg geben.
„Ihr müsst euch keine Sorgen mehr seinetwegen machen. Ich regle das“
Sagte er nun auch wieder viel entschlossener. Denn er würde seinem Vater die Hölle heiß machen dafür, dass er seine wahre Familie attackiert hatte! Und er würde dafür sorgen, dass sich das NIE wieder wiederholte.

@Alphonse Drummer



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#57

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

07.03.2023 22:24
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Alphonse hob die Schultern. Es war eine Möglichkeit, dass Atticus die Rechtfertigung für seinen Vater sein würde, weshalb er die Drummers angegriffen hatte. AJ fiel keine andere ein, wenn er alles, was er erfahren hatte, miteinander kombinierte. Aber er gab mit Sicherheit nicht Atticus die Schuld! Und er hoffte, seine Eltern würden das auch trennen können. Man konnte sich doch nicht aussuchen, von wem man abstammte und Kontrolle über andere Menschen war einem ohnehin verwehrt. Joey würde nie über Atti bestimmen – umgekehrt würde es allerdings auch nie der Fall sein. Der alte Mann blieb ein Risiko, und zwar eines, das unmöglich einzuschätzen war. Selbst für Feivel nicht, der meisterhafte Wahrscheinlichkeitsrechnungen vornehmen konnte.
Er verstand es auch, weshalb Atticus Caras Geschichte zunächst nicht wahrhaben wollte. Das änderte trotzdem nichts an den Tatsachen. »Sie wollte es uns eigentlich nicht erzählen. Um uns damit nicht zu belasten. Als wir zum ersten Mal über Joey gesprochen haben, hat sie seiner Geschichte zugestimmt und das Thema schnell beendet, trotz des Unmuts meines Vaters. Dein Dad hat sie demnach völlig umsonst angegriffen. Jetzt hat sie uns alles erzählt, weil wir sie dazu genötigt haben, um zu verstehen, was Joey von ihr wollte.« Feivel machte sich nicht die Mühe, seine Bitterkeit zu verbergen. Er mochte vielleicht noch warmwerden mit seiner Ma, aber ihr bei der Erzählung in die Augen zu sehen, hatte selbst einem Emotionslegastheniker wie ihm klargemacht, was sie durchlebt hatte. Und dass es die Wahrheit war.
»Joey rechtfertigt das sicher damit vor sich, dass sie letztlich ihr Einverständnis gegeben hat. Trotzdem war das mindestens Missbrauch und Nötigung. Und er hat seinen Teil des Deals nicht eingehalten. Ob der Begriff Vergewaltiger zutrifft oder nicht, musst du selbst entscheiden, wenn dir das wichtig ist. Mir fallen noch eine Menge anderer Titel ein, die definitiv nutzbar wären. Und keiner davon ist freundlich.«
Es tat ihm leid, das so klar und deutlich zu sagen, aber wenn sie an dieser Stelle noch über Wahrheit und Lüge stritten, während der Rest des Lügenkonstrukts bereits eingestürzt war, musste er hier eine Lanze für seine Mutter brechen.
Vielleicht war er aber auch ein wenig zu deutlich geworden? Sein Freund sah mit einem Mal überhaupt nicht mehr so gut aus. Aber wie sollte es auch anders sein, bei allem, was er gerade über seinen Dad erfuhr? AJ brachte es fast um, ihn so zu foltern. Aber was sollte er sonst tun? Joey würde ihm nie die Wahrheit sagen, also musste er es tun. Schon allein für Atti, aber vor allem für den Schutz seiner Familie – zu der sein Partner ja auch gehörte.
Als der nun auch noch weinte, da fiel auch Feivels Rest an Contenance in sich zusammen. Er hatte sich um Beherrschung bemüht, den ganzen Weg hierher, aber auch für ihn waren die Geschehnisse extrem überfordernd. Trotzdem musste er sich nun weiter zurückhalten, denn nun war es sein Freund, der ihn brauchte. Oder vielleicht brauchten sie sich auch gegenseitig.
»Du warst nicht dumm, Atti. Wie hättest du ihn nicht in dein Leben lassen können, er ist dein Vater. Und es hätte funktionieren können. Wäre er nicht ... so ein verdammter Idiot.« Das war noch milde ausgedrückt. AJ würde nie Verständnis für so beschränkte und verquere Menschen haben. »Vielleicht hätte er uns auch angegriffen, wenn du ihn zum Teufel geschickt hättest. Offenbar hält er uns für den Ursprung aller Zwietracht zwischen euch. Ich hab keine Ahnung, was in seinem Kopf vorgeht und wie es so weit kommen konnte. Aber du bist sicher nicht schuld daran.« Feivel wollte, dass sein Partner das wusste. Dass er ihm nichts vorwarf.

Klären musste AJ auch noch, dass er nicht hergekommen war, um Schluss zu machen. Einen schönen Grund konnte er trotzdem nicht bieten. Aber jetzt war wenigstens diese Angst aus dem Weg geräumt und Atti ließ seine Mauer endlich vollends fallen und stürzte sich in Alphonses Arme. Dieser fing ihn natürlich auf und drückte ihn fest an sich. Strich ihm über den Rücken und das Haar. »Es tut mir so leid ...«, flüsterte er. Denn er wusste, wie schwer das Thema Familie für seinen Partner war und wie sehr er sich eine Vaterfigur wünschte. Es hätte perfekt sein können, wäre Joey anders ... sie hätten bei den Wicked gemeinsam für die Rache von Sienna sorgen und so zusammenwachsen können. Aber irgendwas war bei dem alten Mann schiefgelaufen. Und Atticus musste den Preis dafür zahlen. Was einfach unfassbar unfair und beschissen war.
AJ wusste, dass Ed eigentlich nicht begeistert davon war, nun mit Atti zu sprechen – während sich Cara offen gezeigt hatte, sich aber natürlich das erste Kennenlernen mit Feivels Freund etwas anderes gewünscht hätte. Trotzdem wollte Feivel versuchen, ein kleines Familientreffen abzuhalten, weil er sonst einfach nicht weiter wusste.
Dass Atticus Skrupel hatte, konnte er verstehen. Auch seine Gründe, nicht mitkommen zu wollen. Trotzdem stimmte es ihn traurig. Er nickte trotzdem. »Okay ... das muss ich wohl akzeptieren. Aber was machen wir dann?«
Sein Partner hatte wohl schon einen Plan? Er wollte mit Joey reden und ... das regeln? »Was willst du denn tun? Wie willst du es regeln? Was wenn er ausrastet, dich einsperrt oder ...« Feivel bekam Panik. Er würde am liebsten mitkommen und aufpassen. Joey machte gerade so einen unberechenbaren Eindruck auf ihn, dass er echt nicht wusste, was der Mann tun würde, wenn er in die Ecke gedrängt wurde.
»Ich weiß nicht, ob ich meine Eltern überredet bekomme, noch eine Nacht in der Nähe zu bleiben. Solang ... Ed Joey für eine Bedrohung hält, weiß ich überhaupt nicht, wie oft ich noch herkommen darf. Und wir müssen meine Ma zu einem Arzt bringen. Es geht ihr immer noch nicht so gut.« AJ wollte seinen Partner gerade nicht mit noch mehr Sorgen belasten, aber was bedeutete das alles denn nun für ihre Beziehung? Atticus würde nun gehen und wer weiß was tun und Feivel würde den Ausgang von allem womöglich noch nicht mal erfahren, weil er ebenfalls zum Weggehen gezwungen wurde? Das ... das war furchtbar. Es machte ihm eine höllische Angst!

@Atticus Keene

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#58

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

08.03.2023 16:37
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Hm.. im ersten Moment war Atticus ja wirklich fast versucht.. der Geschichte von Cara Unglauben zu schenken. Vor allem wenn sie beim ersten Gespräch etwas ganz anderes erzählt hatte, als beim zweiten. War das vielleicht doch nur Taktik, um von ihrem eigenen Zutun in der Angelegenheit abzulenken? Er kannte Cara noch nicht. Nur von Fotos.. und AJ selbst konnte sie doch auch noch nicht so richtig einschätzen. Also was, wenn das nur Show von ihr war, weil sie sich für ihr Verhalten schämte? Andererseits.. hätte sie dann davon geredet, dass er sie gegen ihren Willen missbraucht hatte und nicht, dass sie zugestimmt hatte. Verflucht.. die Geschichte war leider schlüssig und ließ nicht viel Interpretationsspielraum.
Joey war es also tatsächlich fast gelungen einen Keil zwischen die beiden Familien zu treiben. Aber eben nur fast. Denn Atticus Vertrauen zu Alphonse.. war inzwischen wirklich groß, weswegen er auch auf seine Einschätzung vertraute.
Dennoch musste er die finalen Worte von seinem Dad hören. Sonst würden immer Restzweifel bestehen und das wäre sicher nicht förderlich für das erste Kennenlernen mit Cara.
„Es tut mir Leid dass…. deine Mum so etwas Beschissenes durchmachen musste…. wegen meines Dads…“
Das war echt bitter. Und es tat ihm Leid, obwohl er überhaupt nicht verantwortlich dafür war. Und trotzdem fühlte er sich irgendwie so. Denn alles was die Eltern taten, fiel schlussendlich doch auch irgendwie auf die Kinder zurück, wegen der Gene, die sie in sich trugen. Und gewalttätige Tendenzen hatte Atticus ja ebenfalls. Also zu was wäre er womöglich noch fähig? Diese Frage machte ihm irgendwie Angst.
Es war gut das AJ so ehrlich zu ihm war… auch wenn es schmerzte. Aber er wollte sicher nicht in Watte gepackt werden. Das würde sich noch mieser anfühlen. Und er war dankbar darüber, dass Alphonse ihn mit einbezog, statt einfach Entscheidungen über seinen Kopf hinweg zu treffen.
Das Herz brach es ihm trotzdem, denn genau dort hin hatte er seinem Dad Einlass gewährt.. und das bereute er nun zutiefst.
Das einzige was sich an dieser Situation gerade gut anfühlte, war der Moment, in dem Alphonse ihn in den Arm nahm und fest hielt. Ihm ein kleines bisschen Beständigkeit zurück gab, in einer Situation in der alles andere in seinem Leben zusammen fiel. Erneut. Denn es fühlte sich an… als würde er nun auch noch den anderen Elternteil verlieren, den er gerade erst wieder gefunden hatte. Was wirklich traurig war.. immerhin hatte Atticus sich so sehr eine richtige Familie gewünscht. Joey war vielleicht nicht perfekt.. aber trotzdem hatte seine Nähe bei den Wicked ihm gut getan. Nun würde sie unerträglich werden, das wusste er jetzt schon. Und die ganze Situation dort noch beschissener.
„Ich hätte es trotzdem wissen müssen… meine Mum hat seine Identität nicht grundlos immer vor mir geheim gehalten. Ich hätte auf ihre.. Einschätzung vertrauen sollen..statt mich an irgendwelche romantischen Hoffnungen zu klammern“

Eigentlich wollte Atticus nun einfach nur in Alphonse Armen ein bisschen zur Ruhe kommen, durchatmen, alles verarbeiten.. Aber sein kleiner Nerd wollte Lösungen sehen. Also musste er sich notgedrungenermaßen wieder von ihm lösen und sich zusammen reißen. Also wischte er sich noch einmal über die Augen und versuchte… gefasster zu reagieren. Zum Pläne schmieden war er gerade aber trotzdem noch nicht so recht in der Lage. Weshalb AJs konkrete Fragen ihn ziemlich überforderten und überrumpelten.
„Ich… das.. überlege ich mir auf dem Rückweg!“
Sagte er deshalb ein bisschen abwehrend, weil er nun einfach noch keinen perfekten Plan präsentieren konnte. Er musste erst mal darüber nachdenken wie er seinen Dad zur Rede stellte. Das sollte er richtig anstellen, damit es nicht zu sehr eskalierte. Auch wenn das eigentlich unmöglich war. Im Endeffekt würde es immer aufs selbe hinaus laufen. Nämlich einen Bruch zwischen ihnen beiden.
„Aber wenn er bereit war euch alle zu töten, nur um sein Ansehen bei mir nicht zu verlieren…. dann wird er mir wohl kaum etwas antun“
Auch wenn Atticus Joey gerade gar nicht mehr einschätzen konnte. Sollte wirklich er der Grund für diesen Irrsinn sein… dann glaubte er nicht daran, dass er ihm wirklich weh tun könnte. Nicht mehr als in der Arena zumindest. Aber wer weiß.. er hätte ihm ja auch nicht zugetraut solche Dinge zu tun.. wie Cara sie geschildert hatte.

Na toll.. nun kam auch noch die nächste Hiobsbotschaft? Feivel wusste nicht, ob er darauf warten konnte, bis Atticus das geregelt hatte? Das setzte ihn ehrlich gesagt ziemlich unter Druck. Weil er nun alles überstürzen musste… aber es ging wohl nicht anders. Und dann meinte er auch noch, dass er womöglich gar nicht mehr kommen durfte wegen seinem Dad? Das wurde ja immer besser…. da verlor er seinen Dad und seine Beziehung an einem Abend. Echt toll. Dementsprechend geknickt sah Atticus zu Feivel und seufzte.
„Ich verstehe die Bedenken von deinen Eltern. Aber.. ihr müsst auch verstehen dass…. ich trotzdem nicht zulassen kann, dass ihr Joey tötet. Auch wenn ich wahrscheinlich nie wieder ein Wort mit ihm wechseln werde, aber er bleibt trotzdem mein Dad. Und ich bin dankbar dafür, dass du ihn gerettet hast.. aber den Rest… musst du nun mir überlassen, okay? Ich sorge schon irgendwie dafür, dass er euch in Ruhe lässt. Ihr müsst mir nun einfach…. vertrauen. Wenn dein Dad das nicht kann dann… weiß ich auch nicht was wir machen sollen..“
Dann konnte er wohl nicht verhindern, dass sie weiter zogen. Und musste darauf hoffen, dass er AJ trotzdem wieder sehen durfte.
„Joey ist normalerweise eigentlich nie langfristig bei den Wicked, da er einen Job als auswärts Späher hat. Das heißt.. er ist oft monatelang nicht da. Vielleicht.. muss er ja bald wieder auf eine Mission..“
Dann wäre die Gefahr zumindest für eine Weile gebannt und sie konnten trotzdem noch zusammen bleiben? Atticus hoffte es wirklich. Denn Feivel nun auch noch zu verlieren… das würde ihn echt umbringen .

@Alphonse Drummer



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#59

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

08.03.2023 19:08
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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»Ich weiß«, hauchte Alphonse und ließ die Schultern hängen. Atticus wollte vielleicht noch die Bestätigung von seinem Dad, dass er Cara das alles angetan hatte, aber wie sehr er jetzt schon betroffen war, konnte AJ erahnen. Ändern konnten sie nichts mehr, aber trotzdem war es für den Moment schön, von Atticus’ Anteilnahme zu hören. »So viele beschissene Zufälle kann es doch eigentlich gar nicht geben ... warum kann es nicht ein namenloser Wichser sein, der ihr das angetan hat?« Warum bekamen sie alle immer mehr Schippen Scheiße oben drauf? Irgendwann würden sie nicht mehr atmen können und daran verrecken. Weil einfach nichts mehr einen Sinn ergeben oder noch zu retten wäre. Das waren nun sehr düstere Gedanken, aber trotz all der Bitterkeit und Hürden, mit denen Alphonse und Atticus in ihrer Beziehung ohnehin schon gerechnet hatten, ging es noch schlimmer? Und kleine, belebende Flämmchen wie ein gemeinsamer Kurzurlaub oder das Finden der lang verlorenen Mutter oder des Vaters, waren so schnell verbrannt, dass sie plötzlich nur noch eine untergeordnete Rolle spielten? Wie beschissen war das? AJ wollte sich diesen Lawinen an Hiobsbotschaften und Gefahren nicht ergeben. Er weigerte sich! Und doch war es verdammt schwer, dagegen zu bestehen.
Gute Menschen waren sie jedoch alle nicht. AJ und Edward könnte man auch für diverse Gewaltverbrechen in den Knast stecken. Wie es sich mit Cara verhielt, konnte Alphonse noch nicht beurteilen. Sie verspürte hoffentlich zumindest keine Freude dabei, wenn sie tötete oder verletzte. Aber das tat Atticus ja auch nicht. Da waren wohl nur Ed und Al Sonderfälle. Und Joey. Man konnte sich also auch drüber streiten, wer hier wem ähnlich war. AJ hatte auch schon die Hand gegen eine wehrlose Frau erhoben.
Aber darum ging es nun nicht. Joey machte all diese Dinge offenbar ohne Rücksicht auf Verluste, ohne sich seiner Fehler und Abarten bewusst zu sein oder sich ändern zu wollen. Er manipulierte seinen Sohn und drehte sich alles so, wie es ihm dienlich war. Das machte ihn zum einzigen Monster in dieser Runde, wenn man Feivel fragte.
Und Sienna hatte damals wohl schon eine ähnliche Vermutung gehabt. »Du musstest dir ein eigenes Urteil bilden. Sonst hättest du dich immer gefragt, was passiert wäre, hättest du Joey doch in dein Leben gelassen.« Alphonse konnte das verstehen, Atticus hatte keine andere Wahl gehabt, als Joey zumindest eine Chance einzuräumen. Daraus waren mehrere geworden und AJ hatte auch dafür plädiert, dass sie es weiter versuchten. Und es tat ihm aus vollem Herzen leid, dass all die Geduld letztlich rein gar nichts gebracht hatte. Es hätte nichts an der Sache mit Cara geändert, ihnen aber vielleicht wenigstens die Gelegenheit gegeben, anders zu reagieren und damit umzugehen.

Feivel wollte seinem Partner wirklich eine Stütze sein, ihn festhalten und beruhigen. Ihn vielleicht auch küssen, denn vielleicht hatten AJs Lippen ja eine ähnliche Ankerwirkung auf Atti wie umgekehrt? Außerdem nagte hier trotz all der Tragik immer noch die wochenlang unterdrückte Sehnsucht an ihm. Nun, wo die Emotionen so flossen, war es schwer, an sich zu halten. Weswegen auch alles Verdrängte auf Alphonse einprasselte und er sich fast einer Panikattacke gegenübersah. Sein letzter Strohhalm war gewesen, Atticus mit zu seiner Familie zu nehmen, damit sie gemeinsam nach einer Lösung suchen konnten und keiner einen Alleingang unternahm. Erst hatte sich sein Dad gesträubt und nun tat es Atticus. Sie waren so stur! xD AJ konnte aber auch verstehen, wenn sein Freund nun zuerst mit seinem Vater reden wollte. Trotzdem waren da noch so viele Fragen und mögliche Szenarien, die Feivel den Atem raubten. Auf unangenehme Weise.
Er presste die Lippen zusammen, um nicht aus lauter Panik alle Möglichkeiten runterzurasseln, auf welche Weisen sich Joey behaupten könnte. Er könnte Atti eine Falle stellen. Vielleicht war diese Begegnung hier bereits ein Teil davon und Joey bereitete bei den Wicked schon etwas vor. Er könnte ihn zudem einsperren. Wer wusste schon, was er wirklich für eine Stellung und einen Ruf in der Kolonie genoss? Läge es in seiner Macht, Atticus zum Sklaven zu degradieren und ihn so zu zwingen, den perfekten Sohn zu spielen? Gegen das gesammelte Haus Zorn hätte Atticus allein keine Chance.
Man konnte wohl sehen, was sich für Horrorszenarien hinter Feivels Stirn abspielten. Inzwischen war es nun er, der sich förmlich an seinem Freund festkrallte statt umgekehrt. Er musste tief durchatmen und die Emotionen zurückdrängen. Irgendwie. Es fiel ihm unglaublich schwerer als sonst.
»Ich vertraue dir!«, sagte er nun halbwegs abgeklärt. Nur seine Augen verrieten, dass er immer noch Panik schob. »Aber bitte ... sei vorsichtig.« Denn Joey vertraute Alphonse kein Stück. Und die Aussicht, er könnte bald monatelang auf Mission sein, beruhigte ihn leider auch nicht. Für Atticus wäre es sicher so einfacher, da er ihn dann nicht mehr jeden Tag sehen musste. Aber das bedeutete auch, niemand würde wissen, wo er war und dass er ständig aus einer dunklen Ecke springen könnte, um die Familie doch noch zu töten.
»Ich werde versuchen, meinen Dad zu überzeugen, noch mindestens einen Tag auszuharren. Und heute Nacht bleibe ich wach, dann kannst du mich noch anfunken, nach ... eurem Gespräch.« Sofern es heute noch stattfinden würde. Aber er bezweifelte mal, dass Atticus es gelingen würde, sich lang zurückzuhalten. Feivel sollte sich wohl auch mal mit seinem Dad unterhalten. Er hätte es schon früher tun sollen, nicht erst jetzt, wo er eine weitere Einwilligung von ihm brauchte. Ihm war klar, wie beschissen das rüberkommen würde und womöglich nicht als ehrliche Entschuldigung.
Feivel musste nun aufhören, das alles zu zerdenken. Das Chaos in seinem Kopf wurde ihm gerade zu viel. Es gab so viele Variablen und kaum Lösungsansätze. Das machte ihn völlig fertig. Al fuhr sich mit den Händen durch das Gesicht und strich sich das wirre Haar zurück. Dann sah er wieder hoch in die schönen Augen seines Partners. »Wir lassen uns davon nicht vernichten!« Es war eine einfache Feststellung, die er absolut ernst meinte. Und er hoffte, die Entschlossenheit würde auch auf Atticus überspringen. Da er es nun nicht aushalten würde, ihn einfach so ziehenzulassen, zog er seinen Freund an den Hüften gepackt wieder zu sich und küsste ihn. Egal, wie bittersüß sich das anfühlte, weil sie schon wieder nicht wussten, wann und in welcher Verfassung sie einander wiedersehen würden ... AJ brauchte diese Nähe gerade wie die Luft zum Atmen.

@Atticus Keene

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#60

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

08.03.2023 20:17
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„Ja, das wünschte ich auch…“
Sagte er seufzend. Denn das Schicksal würgte ihnen wirklich eins nach dem anderen rein. Vielleicht wollte es ihnen sagen, dass sie nicht zusammen sein sollten? Aber Atticus hasste das Schicksal! Es hatte ihm in seinem Leben schon so viel genommen, weshalb er mit allen Kräften dagegen ankämpfen würde. Egal wie viele Steine man ihnen auch noch in den Weg legte.
„Ja… und das hab ich nun davon“
Nun hatte er das Ergebnis, welches er eigentlich von Anfang an erwartet hatte. Nicht immer war Gewissheit besser als Ungewissheit…. denn nun konnte er sich nicht mehr vorstellen, dass sein Dad eigentlich ein guter Kerl war, der es nur schwer im Leben gehabt hatte und sich deshalb nicht um ihn kümmern konnte. Nein.. nun kannte er die Wahrheit. Und die war wirklich nicht schön zu reden.
Erst nachdem Atticus das alles halbwegs realisiert und verarbeitet hatte bemerkte er, wie aufgewühlt auch Alphonse wegen der ganzen Sache war. Wie sehr er sich sorgte und seine Gedanken wild umher kreisten. Er kannte seinen kleinen Nerd doch.. weshalb er ihm ebenfalls ein bisschen Zuversicht schenken wollte. Egal wie schwer es ihm auch fiel.
„Hör auf dein schlaues Köpfchen mit Vorstellungen zu belasten, die vielleicht niemals eintreten. Du musst dir keine Sorgen machen. Ich… kriege das hin. Versprochen“
Er würde nicht aufgeben oder klein beigeben. Sollte sein Dad versuchen ihn einzusperren oder ihm sonst was antun, würde er ihn mit einem Karate Kick aus dem Fenster befördern!!
Okay, so einfach war es letztlich natürlich nicht, Joey war ein verdammt zäher Brocken. Aber Atticus würde nicht kampflos aufgeben. Und konnte sich trotz allem, was er heute gehört hatte, nicht vorstellen, dass er ihm… tatsächlich etwas antun würde. Vielleicht war da noch dieses winzige Fünkchen an Hoffnung oder der Glaube daran, dass doch irgendwo in seinem Dad noch etwas Gutes steckte..
„Bin ich… immerhin hab ich nun ja einiges zu verlieren“
Sagte er nun das erste Mal am heutigen Tag mit einem schwachen Lächeln. Denn Alphonse war klar worauf sich das bezog oder? Nämlich auf ihn. Dank ihm war sein Leben ihm nicht länger egal. Er wollte darauf aufpassen und nicht mehr so kopflose Entscheidungen treffen, damit er und AJ noch viele, schöne gemeinsame Zeiten miteinander verbringen konnten.
„In Ordnung. Das mache ich. Ach und…. ich hab dir noch gar nicht dazu gratuliert, dass ihr echt deine Mum gefunden habt. Ich.. freue mich wirklich für dich Alphonse. Du musst mir beim nächsten Mal unbedingt genau erzählen wie das alles gelaufen ist, okay? Oder.. heut Abend beim Funken“
Denn er wollte nicht, dass diese positive Nachricht zu kurz kam. Sie war nämlich ein verdammter Grund zum Feiern! Egal was sein beschissener Dad auch getan hatte, um dieses Ereignis kaputt zu machen. Atticus wollte das nicht zulassen.
„Niemals!“
Sagte er nun und sein Lächeln wurde noch eine Spur zuversichtlicher. Scheiß auf die Schicksalsschläge. Sie würden jeden davon überstehen. Und mit diesem Kuss wurde auch dieser Schwur besiegelt. Und zum ersten Mal an diesem Abend.. breitete sich endlich wieder etwas Wärme in seinem Inneren aus und verdrängte diese eisige Kälte, die er den ganzen Tag über schon gefühlt hatte. Feivel sorgte eben immer wieder dafür, dass die Schmetterlinge in seinem Bauch zu tanzen begannen, egal wie mies die Lage auch war.
Doch irgendwann mussten sie sich voneinander lösen. Atticus legte seine Hand auf AJs Wange und sah ihm noch ein paar Augenblicke in die Augen.
„Bitte sag deiner Ma, dass ich mich darauf freue sie kennen zu lernen.. und deinem Dad das….. ich ihm sein Handeln nicht übel nehme, okay?“
Denn er konnte es verstehen. Er konnte es nicht gutheißen aber.. er machte ihm deshalb keinen Vorwurf. An seiner Stelle hätte er sich womöglich auch nicht zügeln können. Vielleicht interessierte das Edward auch gar nicht und er brauchte Atticus Absolution nicht. Er wollte sie ihm trotzdem geben.
Es folgte noch ein letzter, liebevoller Kuss… ehe Atticus sich wieder zurück auf sein Skateboard schwang und rollend im dunklen Wald verschwand. Just in dem Moment schwand auch sein Lächeln. Denn sobald er zurück bei den Wicked war… würde ihn ein verdammt beschissenes Gespräch erwarten…

@Alphonse Drummer



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