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THE DEAD DON’T DIE
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#1

Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

01.03.2023 21:23
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Mit schwerem Herzen hatte sich AJ von seinem Freund verabschiedet – erneut auf unbestimmte Zeit. Diesmal war es noch viel härter als vor drei Monaten gewesen. Vielleicht, weil sie mehr zusammengewachsen waren, neue Erfahrungen gemacht und sich ihre Liebe gestanden hatten. Alphonses Sorgen waren außerdem größer geworden, doch er hatte das Thema nicht mehr angesprochen. Inzwischen ärgerte er sich darüber, doch es ließ sich nicht mehr ändern.
Edward hatte noch ein paar Hinweise gefunden. Sie mussten weitere Gebiete absuchen. Auch jene Ecken, die sie wegen der dortigen Kolonien gemieden hatten. Wenn jemand das Risiko wert war, dann Cara.
So sehr Feivel Atticus auch vermisste, so war es auch schön, wieder an Eds Seite zu reisen. Wenn sein Dad nicht um ihn herum war oder wenigstens in der Nähe, fühlte sich AJ auch nicht vollständig. Was bedeutete, dass er sich in den letzten Monaten immer zerrissen gefühlt hatte. Irgendjemand fehlte immer.
Tatsächlich erzählte er Edward auch, dass er und Atticus den Schritt gewagt hatten. Es war ihm irgendwie ein Bedürfnis, darüber zu sprechen, da er auch seine Furcht davor vor ihm offenbart hatte. Und vielleicht half das Vater-Sohn-Bonding gegen die wachsende Nervosität und Ungeduld, Cara zu finden.

Eines Mittags waren Reiter zu hören, die rasch näherkamen. Zuerst versteckten sich Vater und Sohn, bis sie die beiden Wikinger erkannten, die auf den Pferden saßen. So richtig viel zu tun hatten sie miteinander bisher noch nicht gehabt, aber unter anderem mit ihnen hatten sie über Cara gesprochen, als sie das letzte Mal in der Kolonie gewesen waren und nach ihr gefragt hatten. Wie sich nun herausstellte, war das ein glücklicher Zufall. Denn Leif und Virgil würden sie zu einer Kolonie lotsen, die Al und Ed noch nicht kannten, und in der sich allem Anschein nach Cara befand. Das konnte Alphonse kaum glauben, aber ... wenn die Geschichte stimmte, die die beiden erzählten, war die Wahrscheinlichkeit extrem hoch und es könnte wirklich seine Mom sein. Ein Mitglied der ominösen Riders hatte bei einem gemeinsamen Stammtisch erzählt, dass er vor einiger Zeit eine Frau zu seiner Kolonie gebracht hatte, die ebenfalls Cara hieß und auf die ihre Beschreibung passte. Außerdem hatte sie diesem Rurik gegenüber wohl auch Ed und Al erwähnt.
Die beiden Drummers fackelten also nicht lang. Sie schwangen sich mit auf die Pferde und ließen sich in der Nähe der Kolonie absetzen. Leif und Virgil wollten der Familie ihren Moment lassen, sodass sie nicht blieben, sondern nach Balar zurückkehrten.

---

Cara hockte derweil nichtsahnend in ihrem Zimmer. Früher hatte sie Gesellschaft geliebt. In der alten Welt. Hatte es gemocht, mit anderen zu reden, ihnen zuzuhören, auszugehen und eine gute Zeit zu haben. Manchmal hatte sie Alphonse dazu überreden müssen, denn er war doch weitaus ruhiger gewesen als sie. Edward hatte sie dafür öfter mal begleitet. Ob er es nun mochte oder es für sie getan hatte ... das war eine der Fragen, die sie sich nach der Apokalypse hin und wieder gestellt hatte. Auf jeden Fall waren das Erinnerungen, an denen sie ebenso gern festhielt, die aber auch sehr schmerzten, solang sie ihre Familie nicht wiedergefunden hatte.
Von der alten Cara war ohnehin nicht mehr viel übrig. Sie könnte hier Kontakte knüpfen, Freundschaften schließen und vielleicht sogar bleiben. Trotzdem blieb sie die meiste Zeit für sich. Mit Rurik sprach sie häufiger. Und neulich sogar mal mit einem Mädel namens Nala, die jedoch nur zu Besuch gewesen war. Seitdem fiel es Cara deutlich schwerer, hier auf ihrem Hosenboden zu hocken und nichts zu tun. Doch wenn sie ehrlich war, ging es ihr nach wie vor nicht besonders gut. Sie scheute sich allerdings auch, die Ärztin zu besuchen. Außerdem war es vielleicht auch gar nichts Körperliches, was sie umtrieb. Also wozu warten? Sobald sie mit ihrer Familie vereint sein würde, würde es ihr bestimmt im Handumdrehen wieder gut gehen. Sie könnte sofort aufbrechen und weitersuchen.
Trotzdem blieb sie sitzen und spürte innerlich schon wieder Wut über ihre Schwäche hochkochen. Sie wusste, was sie an Ort und Stelle hielt. Die Angst, schon wieder enttäuscht zu werden. Ein Mensch konnte nur ein gewisses Maß an Schicksalsschlägen ertragen. Und sie war gerade am Limit. Eigentlich schon darüber hinaus.
Sie entkam ihrer Lethargie erst, als es an der Tür klopfte. Man teilte ihr mit, dass am Tor nach ihr gefragt wurde. Einer der beiden Besucher sei wohl sehr ... ungeduldig und stünde kurz vorm Explodieren, weil man ihn und seinen Begleiter nicht gleich reinließ. Der andere sei ein Teenie, der die Stabilität des Tores analysierte. Als Edward und Alphonse hätten sie sich vorgestellt.
Cara blinzelte und hielt sich unvermittelt am Türrahmen fest. Langsam sah sie an sich herunter. Sie trug nichts Besonderes, eine Jeans und eine Bluse, die um ihren abgemagerten Körper schlackerte. Ihre Haare hatte sie zu einem langen Zopf geflochten. Ob sie ihn öffnen sollte? Komisch, dass sie zuerst darüber nachdachte, wie sie aussah. Aber sie konnte es gerade noch nicht glauben. Sollten da wirklich ihr Sohn und Schwager vor den Toren stehen? Ihr Verstand konnte diese Information noch nicht verarbeiten. Weswegen sie dem Nachrichtenüberbringer wie ferngesteuert folgte und die Arme fest um ihren Körper schlang. Vielleicht war es ja nur falscher Alarm. Besser, sie machte sich nicht zu viele Hoffnungen.

@Edward Drummer

zuletzt bearbeitet 01.03.2023 21:24 | nach oben springen

#2

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

01.03.2023 21:57
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Edward hätte den beiden Turteltauben gerne noch etwas mehr Zeit zusammen gelassen. Aber er konnte nicht riskieren, Cara erneut zu verlieren. Oder besser gesagt die Chance darauf zu verspielen, sie wieder zu sehen. Sie hatten einander offenbar so oft verpasst… Pech gehabt und waren fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie tot war… das zehrte sehr an Ed. Denn er hatte aufgegeben. Aber.. die Sachlage war so eindeutig gewesen. Anfangs zumindest. Nachdem sie den Ort ihres vermeintlichen Tods erneut aufgesucht hatten, hätte er sich nicht vor den Hinweisen verschließen dürfen. Doch er hatte es getan und nun schämte er sich schrecklich dafür, so schwach gewesen zu sein.
Weshalb er nun einfach keine weitere Zeit vergeuden durfte und sie im Eiltempo marschierten.
Trotzdem nahm er sich Zeit für ein Gespräch mit seinem Sohn, klopfte ihm stolz auf die Schulter, weil er tatsächlich diesen wichtigen Schritt mit Atticus gegangen war. Er konnte immer noch nicht ganz glauben, dass sein Sohn es wirklich getan hatte.. denn zeitweise hatte er gedacht, er würde sich niemals jemandem öffnen oder in der Hinsicht hingeben. Er freute sich darüber, sich geirrt zu haben. Denn diese Erfahrung sollte einfach jeder Mensch machen. Weshalb er sich gerne alles erzählen ließ. Was AJ eben erzählen wollte, denn ins Detail wollte er bestimmt nicht gehen.
Das Thema rückte aber ohnehin rasch wieder in den Hintergrund, als sie auf Virgil und Leif trafen und die ihnen diese absolut….. unglaubliche Geschichte erzählten.
Edward kannte die beiden kaum, wusste aber.. dass die meisten Menschen in Balar eigentlich einigermaßen vertrauenswürdig waren. Ob dieser Rurik es ebenfalls war, das wusste er nicht. Natürlich könnte es auch nur eine Falle sein. Aber.. eigentlich sah er keinen Anlass dafür. Sie besaßen nichts von Wert oder hatten den Riders oder Balar etwas zu Leide getan. Es ergab keinen Sinn. Trotzdem traten diese Gedanken in den Vordergrund, ehe er sich tatsächlich über diese Nachricht freuen konnte. 
Es war wie damals am Militärstützpunkt gewesen…. er hatte einfach schreckliche Angst diese Hoffnung zuzulassen. Denn wenn die Geschichte sich als Fehler erwies.. würde es ihn voll und ganz zerstören.
Trotzdem mussten sie dieser Spur natürlich nachgehen und fackelten auch nicht lange. Ein Glück mussten sie den Weg nicht zu Fuß gehen. Denn Cara wusste nicht, dass sie kamen. Was wenn sie sie erneut verpassten? Nein! Das durfte einfach nicht sein. Weshalb Edward die beiden vielleicht nicht ganz so freundlich antrieb. Er sollte netter zu ihnen sein, wenn sie ihnen schon extra nachgeritten waren, um zu helfen aber er stand so sehr unter Strom…. dass er wie fremdgesteuert agierte. Sollten sie Cara finden.. würde er sich ein anderes Mal erkenntlich für die Hilfe der beiden zeigen. Doch nun war ihm das einfach nicht möglich.

Weshalb er die Tore der Kolonie eigentlich auch gleich ohne Rücksicht auf Verluste stürmen wollte. Nur hatte er leider nicht erwartet, dass er dort nicht der einzige Kerl war, der etwas drauf hatte. Die Riders schienen eine Kolonie aus hauptsächlich Kerlen zu sein? Gut gebaut.. Rowdies, vielleicht auch Arschlöcher?! Wie Joey? Wut machte sich in seinem Inneren breit, einfach nur bei dem Gedanken, dass Cara sich in den Fängen solcher Proleten befinden könnte. Denn wer weiß war sie freiwillig hier?? Tausende Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Weshalb er nicht besonders freundlich danach verlangte Cara zu sehen. Sie hatten Glück, dass man Ed nicht sofort ins Gesicht schlug. Vielleicht hielten sie sich wegen Feivel zurück. Oder weil er tatsächlich jemanden aus ihrer Kolonie zu kennen schien. Aber rein würden sie die beiden trotzdem nicht einfach so lassen.
Allerdings schickte man trotzdem nach Cara.. vielleicht konnte sie Licht in die Sache bringen. Und falls sie die beiden nicht kennen sollte, würde man sie raus werfen oder k.o. schlagen, das würde sich dann noch zeigen.

Ed lief wie verrückt auf und ab, er konnte keine Sekunde ruhig stehen und auch nicht mit seinem Sohn reden. Es war, als würde er sich gerade in irgendeiner Parallelwelt befinden… die nicht die Realität war. Alles war so verschwommen und dumpf und… puh. So schnell hatte sein Herz seit Jahren nicht mehr gepocht. Vor Angst, vor Nervosität, vor…. Hoffnung. Denn Cara war kein häufiger Name. Und wenn die Beschreibung passte dann……
Doch glücklicherweise war Ed diesem Gedankenchaos nun nicht mehr zu lange ausgeliefert. Denn im nächsten Moment tauchte da tatsächlich ein Mädchen in der Ferne auf.. das Cara sein konnte. Nun hielt er sich kurz an der Schulter seines Sohnes fest, weil er das Gefühl hatte den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn je näher sie kam…. desto deutlicher erkannte er ihre Silhouette. Eigentlich müsste er nun für AJ da sein und nicht umgekehrt aber… Ed war so durch den Wind, er konnte es einfach nicht.
„Cara….“
Flüsterte er leise…. bis sie näher und näher kam. Sie…. war es wirklich. Das war tatsächlich Alphonse Mum. Und die Frau… die er liebte seit er denken konnte. Sein Herz blieb für einen kurzen Augenblick stehen, genau wie die Welt um ihn herum. Er wusste, er sollte nun eigentlich seinem Sohn Vortritt lassen aber…. es war ihm nicht möglich.
Denn als sie endlich nur noch ein paar Schritte entfernt war, stieß er den Türsteher nun doch zur Seite und eilte auf Cara zu. Ohne ein weiteres Wort zog er sie fassungslos in seine Arme und hielt sie einfach nur fest… so fest… dass er sie vielleicht ein bisschen zerquetschte, so mager wie sie geworden war. Aber er konnte sich kaum zügeln! Cara lebte. Sie lebte … und das hier war nicht nur ein verdammter Traum, wie er ihn so oft geträumt hatte.
Er streckte seine Hand nach hinten aus. Denn er wollte…. dass AJ ebenfalls zu ihnen kam. Ein junger Mann, dessen Aussehen Cara womöglich nicht wieder erkennen würde.

@Cara Drummer


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#3

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

01.03.2023 22:42
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Edward verlor häufig die Beherrschung, das war Feivel bereits gewohnt. Und doch erkannte er seinen Dad kaum wieder, je näher sie der noch unbekannten Kolonie kamen. Bis hierher hatte sich Alphonse gefragt, was er fühlen sollte. Natürlich hoffte er, sie würden seine Mom finden. Und er war mit Sicherheit auch nervös. Aber auch für ihn war das alles total surreal. Bei Atticus hatte er es angedeutet, er wusste gar nicht, was er erwarten sollte. Wie er ein Verhältnis zu seiner Ma aufbauen sollte. Er kannte sie kaum, erinnerte sich nur episodenhaft an sie. Und das war alles lange her, ebenso wie jene Geschichten, die Edward ihm erzählt hatte. Sie könnte jetzt eine ganz andere Person sein. Und womöglich mochte sie nicht, was aus ihrem Sohn geworden war.
Aber all diese Fragen rückten in den Hintergrund, je aufgedrehter Ed sich verhielt. Ausnahmsweise waren die Rollen mal vertauscht und Alphonse versuchte, seinem Dad eine Stütze zu sein, statt umgekehrt. Selbst wenn es nur durch Präsenz war, wie jetzt, als sie auf Cara warteten. Denn nun sah Ed ihn nicht mal mehr an oder reagierte auf ihn. Der einzige Grund, weshalb AJ über die Stabilität des Tores schwafelte, war jener, dass er sich und seinen Vater mit solchem Nonsense ablenken wollte. Nebenbei gesagt sollten die Biker es aber wirklich mal an ein paar Stellen verstärken.
Al fühlte eine Hand an seiner Schulter und spähte dann durch das Tor hindurch. Auch er sah eine Frau, doch er hielt den Blick nicht aufrecht. Er lenkte ihn vielmehr zu seinem Dad. Beobachtete seine Gesichtszüge. Wie er den Namen seiner Mutter flüsterte, der Unglaube, der sich in seiner Mimik widerspiegelte. All das, was eigentlich auch bei Alphonse passieren müsste. Tat es aber nicht. AJ fühlte sich ruhig und ... irgendwie leer. Er beneidete seinen Vater. Aber genau deswegen war es auch gut, dass Ed zuerst auf Cara zuging.

Caras Herz pochte wie verrückt, je näher sie dem Tor kam. Bald konnte sie auch Silhouetten erkennen und mit jedem weiteren Schritt mehr Details. Auf den Teenie erhaschte sie nur kurz einen Blick, aber eigentlich war ihr das wirre Haar schon Hinweis genug. Und dann schob sich Edward in ihr Sichtfeld. Unvermittelt blieb sie stehen und starrte ihn einfach nur an. Zumindest bis er heran war und sie in die Arme schloss. Sie hatte so oft davon geträumt. Sich vorgestellt, wie das Wiedersehen wohl ablaufen würde. Und doch stand sie erst mal nur stocksteif da, die Arme links und rechts von ihrem Körper, die Hände zu Fäusten geballt. So sehr, dass ihre Fingernägel in die Haut stachen. Schmerz half doch, um aus einem Traum zu erwachen, oder? Es tat sich nichts. Das hier ... war wirklich die Realität.
Ganz vorsichtig hob Cara ihre Arme und schloss sie ebenfalls um Eds starken Oberkörper. Legte ihr Gesicht sacht an seiner Schulter ab und schloss die Augen. Sie hatte unglaubliche Angst, er würde einfach verpuffen, wenn sie zu fest zudrückte. Oder er sei weg, wenn sie Lider wieder öffnete. Aber das geschah nicht. Edward war wirklich hier.
Erst als er einen Arm löste, ließ sie die Augen länger geöffnet und blickte zu dem jungen Mann, der ... ihr Sohn war. Wirklich und wahrhaftig. Sie versuchte, ihn über Eds Schulter hinweg anzulächeln, aber wahrscheinlich sah es nur wie eine wirre Grimasse aus. Je länger sie ihn betrachtete, desto mehr Parallelen zu seinem Vater fielen ihr auf. Was sie zum einen freute, aber auch auf gewisse Weise schmerzte. Ed kannte dieses zwiespältige Gefühl sicher gut.

Alphonse sah der Umarmung zu und glaubte, neben sich zu stehen. Nur ein Beobachter zu sein. Nun war er es, der wie mechanisch einem Befehl befolgte. Den seines Vaters, dazuzukommen. Eigentlich fühlte er sich noch nicht bereit dafür, obwohl man wohl genau das machte, wenn man sich nach über zehn Jahren wiedersah und glaubte, jemand sei tot gewesen. Sich freuen, sich umarmen und lachen. Wobei, lachen tat gerade niemand. Selbst die Gesichter der Umstehenden waren ernst. Vielleicht zeigte sich auch ein wenig Rührung. So genau konnte Al das nicht sagen. Die Körpersprache seiner engsten Vertrauten konnte er gut lesen, also vor allem die von Ed und Atti. Meistens. Die von völlig Fremden gestalteten sich da schon schwieriger.
Alphonse gesellte sich also dazu, umarmte mit Sicherheit aber mehr seinen Dad als seine Ma, weil er da einfach noch große Berührungsängste hatte.
Sagen tat irgendwie auch niemand was.

Cara bemerkte immerhin, dass die Umarmung irgendwie seltsam wurde. Und sie mochte es auch nicht, so von den Wachen beobachtet zu werden. Weswegen sie sich löste und sich erst mal an diese wandte: »Das sind mein Schwager und mein Sohn. Ich weiß, ich bin selbst noch nicht so lang hier, aber ich bürge für sie.«
Kurz schienen die Wachen zu überlegen, nickten dann aber. »Sie können rein.«
Cara lächelte ihnen dankbar zu und sah dann wieder zu ihrer Familie. »Kommt mit. Ich habe hier ein eigenes Zimmer. Da können wir reden.« Kurz überlegte sie, ob sie die beiden an die Hände nehmen durfte. Aber sie scheute sich. Früher hätte sie es einfach getan. Zumindest bei Ed. Feivel hatte schon als Kind Probleme mit Nähe gehabt.

@Edward Drummer

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#4

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

01.03.2023 23:11
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Eigentlich sollten die Bedürfnisse des eigenen Kindes immer vor den eigenen stehen und er sollte sich Gedanken darüber machen, wie AJ sich bei einem möglichen Wiedersehen wohl fühlen würde. Aber Ed war nun so mit seinen eigenen Gefühlen beschäftigt, dass er einfach nicht konnte. Hoffentlich würde Alphonse ihm das später nicht verübeln. Aber ehe er auf ihn Bezug nahm.. musste er erst mal selbst klar kommen in dieser absolut surrealen Situation.
Immer konnte er eben auch kein Superdad sein. Eigentlich war er das sogar sehr oft nicht. Aber er gab sein Bestes.
Scheiße.. nun kam wieder diese Sorge ans Licht. Die Vorwürfe die Cara ihm vielleicht wegen AJs Kaltblütigkeit machen würde. Oder anderen Dingen, die er verkackt hatte.
Doch kaum erblickte er ihr Gesicht, waren diese Ängste wie fort gewischt. Er wollte sie einfach nur halten. Ganz fest an sich drücken und am liebsten nie wieder los lassen. Selbst wenn sie es im ersten Moment nicht erwidern konnte. Er gab nicht auf, bis sie es tat und er endlich wieder ihre Wärme spüren konnte.
Doch irgendwann besann er sich darauf, dass AJ auch noch hier war. Und gerade seine Mum wieder sah! Natürlich wollte er ihn dazu holen. Unter anderen Umständen wüsste er, dass es Feivel unangenehm wäre.. aber er war gerade ziemlich überfordert, wollte ihn aber keineswegs ausschließen.
Dass sich das alles hier nicht so ganz natürlich anfühlte, bemerkte aber auch er irgendwann. Naja das.. würde schon werden. Er hatte jahrelange Erinnerungen an Cara.. aber Alphonse nun mal nicht. Er war noch viel zu klein gewesen. Für ihn musste es sein, als würde er eine Fremde umarmen. Oder eine Wachsfigur aus einem Fotoalbum.
Trotzdem konnte Edward sie einfach nicht los lassen…. bis Cara die Umarmung irgendwann von selbst löste und zu den Wachen sprach.
Als sie ihn als ihren Schwager vorstellte… durchfuhr ihn irgendwie ein schmerzhafter Stich. Aber natürlich. Was hatte er sich bloß gedacht? Er war ihr Schwager und würde es immer bleiben. Nicht mehr und nicht weniger als das. Gerade hatte er sich wohl zu sehr von seinen Emotionen mitreißen lassen.. das passierte womöglich wenn…. man sich jahrelang in seinen Träumen ein Leben mit einer Person vorgestellt hatte. Ein Leben.. in dem sie eine Liebesbeziehung führten. Offenbar hatte er kurzzeitig gedacht, das wäre die Realität. Scheiße. Er musste sich irgendwie wieder in den Griff bekommen. Weshalb er ebenfalls rasch von ihr abließ und rüber zu AJ schielte. Wie es ihm wohl gerade ging? Er wirkte so emotionslos. War mit Sicherheit ebenso überfordert, nur auf eine andere Weise. Weshalb es nun Edward war… der seine Hand nahm. Diesmal ausnahmsweise nicht, damit er ihm Halt gab sondern damit sein Dad es für ihn tun konnte. Und vielleicht auch, um sich von seinem eigenen Gedankenchaos abzulenken. Da war es besser sich nun auf ihn zu konzentrieren.
Weshalb sie wenig später mit Cara das Gelände betraten. Trotz all der Freude setzte Edward einen grimmigen Gesichtsausdruck auf. Denn die Kerle hier gefielen ihm nicht! Sie sollten bloß ihre schmierigen Bikerfinger von seiner Lady…… eh Schwägerin… lassen!
Also folgten sie Cara in ihr kleines Zimmer, bis sie endlich ungestört waren. Edward fuhr sich nun wieder total ungläubig durch sein Haar und starrte Cara einfach nur an.
„Ich kann nicht fassen… dass wir dich endlich gefunden haben. Bitte verzeih mir…. dass es so lange gedauert hat. Wir dachten wirklich…… du seist tot….“
Wie sie es da raus geschafft hatte und co konnten sie auch später noch besprechen. Nun sollten sie alle erst mal ihre Gefühle unter Kontrolle bringen und realisieren, was hier gerade passierte.
„Du kannst dir ja wahrscheinlich selbst denken wer der kleine Halbstarke hier ist..“
Sagte er nun schmunzelnd und wuschelte AJ durch das dunkle Haar. Zwang sich zu einem schwachen Schmunzeln. Denn dieser Moment sollte nun den beiden gehören. Und nicht ihm… er wusste, er durfte sich hier nun nicht in den Vordergrund drängen.

@Alphonse Drummer


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#5

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

01.03.2023 23:42
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Alphonse hatte sich schon gedacht, dass dies für Ed schwerer werden würde. Er kannte Cara nicht nur länger, er war auch in sie verliebt. Schon beim Militärstützpunkt hatte sich gezeigt, dass Edward sich mit dem Gedanken, seine Schwägerin würde noch leben, nicht gut auseinandersetzen konnte. Jetzt tat er es nur, weil Joey ihnen einen weiteren Hinweis gegeben hatte und sie dadurch noch mehr gefunden hatten. Es ließ sich nicht mehr leugnen. Aber das machte es nicht einfacher. Alphonse würde nie gänzlich begreifen können, was in seinem Vater vorging, aber er wusste, es war eine Menge. Und da würde Feivel nicht verlangen, dass auf ihn Rücksicht genommen wurde. Er kam schon irgendwie klar und es war auch ein gutes Gefühl, mal selbst eine Stütze sein zu können. Bisher hatte er seinem Vater schließlich gefühlt ständig nur alles verbaut oder ihm wehgetan.

Cara ahnte nichts von dem, was in den beiden vorging. Sie war auch gänzlich mit ihrer eigenen Gefühlswelt beschäftigt. Die Worte, die sie nach der Umarmung an die Wachen richtete, waren absichtlich reserviert gewählt. Dass sie extrem aufgewühlt war, konnte man vermutlich sehen. Aber sie tat gerade alles dafür, die Contenance zu bewahren. Dass Ed und Al Händchen hielten, versetzte wiederum ihr einen Stich. Obwohl es sie glücklich machen sollte, weil die beiden immer noch zusammen waren und wie eine Einheit wirkten. Sie hatte so viele Jahre verpasst.
Wie weich und zittrig ihre Knie wurden, merkte sie mit jedem Schritt in Richtung ihres Zimmers mehr. Und doch kam sie dort an, ohne umzukippen. Rasch setzte sie sich auf ihr Bett und forderte ihre Familie mit einer Geste auf, dasselbe zu tun. Vielleicht sollte sie auch was zu trinken oder so aus der Küche holen? Aber sie schaffte es gerade einfach nicht, noch mal aufzustehen. Sondern saß kerzengerade auf der Matratze, obwohl sie sich eigentlich in Embryo-Stellung darauf legen wollte. Mit AJ und Ed, um sie ganz fest bei sich zu halten.

Cara nickte. Natürlich hatten die beiden gedacht, sie sei tot. Das nahm sie ihnen nicht übel, die Situation war ja wirklich sehr eindeutig gewesen. »Ich frag mich selbst manchmal, wie ich das überlebt habe. Aber ... hier bin ich. Der Soldat, dem ich geholfen hab ... Jim. Er ist mit mir zu den Militärbasen, zu denen ihr geflogen sein könntet, aber ich hab euch nicht gefunden. Und danach ... hatte ich auch kein Glück.« Sie sah zur Seite. »Macht euch jedenfalls keine Vorwürfe. Ihr seid ja jetzt da. Wie habt ihr mich denn gefunden?« Warum klang sie nur so kalt? Sie hasste es. Sie wollte nicht so klingen und auch nicht so fühlen. Aber was hier gerade passierte, war immer noch nicht in ihren Verstand vorgedrungen und auch nicht in ihr Herz. Ein wenig glaubte sie immer noch, zu träumen.

Ihr Blick fiel wieder auf Alphonse, der sich zu seinem Vater gesetzt hatte und nicht zu ihr. Vielleicht fühlten sie sich ja gerade ähnlich überfordert. Letztlich nickte Cara nur. Natürlich konnte sie sich denken, wer das war. Und doch hatte sie gerade nur Phrasen zu bieten. ›Wie groß du geworden bist‹ oder ›Du kommst ganz nach deinem Dad‹. Was war sie nur für eine Mutter, dass sie ihr Kind nicht herzlicher begrüßte? Oder überhaupt mal wieder ein mütterliches Gefühl hegte. Alles, was sie angetrieben hatte, die beiden zu finden, war plötzlich wie ausgelöscht. Vielleicht wegen des Schocks. Hoffentlich würde es zurück kommen. »Ich bin froh ... dass ihr zusammengeblieben seid. Ihr habt sicher eine Menge erlebt.«
Und sie hatten sich tausende Dinge zu erzählen. Sofern sie es irgendwann schafften, nicht mehr wie drei Fremde voreinander zu hocken.

@Edward Drummer

zuletzt bearbeitet 01.03.2023 23:48 | nach oben springen

#6

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 08:34
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Ed und Al folgten Cara in ihr Zimmer und Edward setzte sich neben sie aufs Bett. Er fühlte, dass da eine seltsame Distanz war, die er noch nicht ganz deuten konnte.. vielleicht war es einfach nur die Überraschung oder der Schock und sie brauchte noch ein bisschen, um aufzutauen. Oder aber Cara hatte sich wirklich verändert? Körperlich konnte er diese Veränderungen deutlich erkennen. Sie war abgemagert, ihr Gesicht wirkte fahl und sie sah ein bisschen kränklich aus. Und dennoch war sie in Edwards Augen immer noch die schönste Frau der Welt. An diesem Blick.. und dieser Einstellung hatte sich rein gar nichts geändert. Er vergötterte diese Frau immer noch aus tiefstem Herzen.
Es tat ihm bloß weh sie so zu sehen, weil er sich teilweise die Schuld daran gab. Hätten sie sie doch nur früher gefunden, hätte er doch nicht so schnell aufgegeben, vielleicht hätte sie sich dann nicht so lange alleine durchschlagen müssen und ihr wären… viele Schicksalsschläge erspart geblieben. Denn die hatte es gegeben, das konnte man deutlich sehen und es brach ihm das Herz.
Weshalb er sich, nach der Umarmung, auch gleich als erstes dafür entschuldigte. Denn diese Worte brannten ihm so sehr auf der Seele. Sie musste ihm nicht vergeben aber er wollte ihr trotzdem sagen wie furchtbar Leid ihm sein Verhalten tat. Hätten sie noch intensiver gesucht.. hätte sie vielleicht nicht so viele Jahre aus dem Leben ihres Kindes verpasst.
Aber Edward hatte selbst lernen müssen mit einem Kleinkind zu überleben. Weshalb er seine Energie nicht zu 100% auf die Suche hatte lenken können.. und das bedauerte er nun sehr. Er hätte stärker sein müssen..
Zwar meinte Cara, sie sollten sich keine Vorwürfe machen aber dabei wirkte sie so reserviert und distanziert, dass Ed nicht wirklich deuten konnte, ob sie das Ernst meinte oder nur aus Höflichkeit sagte, damit sie sich nicht schlecht fühlten. Generell konnte er auch in ihren Gesichtszügen nicht viel deuten. Während ihm ständig die Tränen in die Augen schossen, die er versuchte weg zu blinzeln. Denn er konnte hier doch nicht der einzige sein, der plötzlich rum flennte! Vor allem nicht wenn ein Kind und eine Frau anwesend waren. Also wischte er sich übers Gesicht und rang nach Fassung.
„So ein… blondes Arschloch, mit dem du offenbar kurze Zeit lang zu tun hattest.. hat uns einen Hinweis gegeben, dem wir seither gefolgt sind. Wir haben Freunde in der Kolonie Balar. Und offenbar war einer der Kerle von hier dort zu Besuch und hat davon erzählt, dass er eine Cara zu den Riders gebracht hat. Wir haben überall dein Foto rum gezeigt.. und die Beschreibung schien zu passen…“
Versuchte er das alles so kurz und einfach wie möglich zusammen zu fassen. Wie vielen Hinweisen sie zuvor bereits gefolgt waren, sie jedoch alle ins nichts geführt hatten… musste er nun nicht extra erwähnen. Nicht jetzt. Das waren Geschichten für ein anderes Mal.
„Behandelt man dich hier gut? Die Kerle sehen schließlich nicht gerade wie Gentleman aus..“
Sagte er gleich wieder ein bisschen wütend. Nutzte man Cara hier auch aus? Musste sie Gegenleistungen für dieses kleine Zimmer sowie Verpflegung erbringen? Der Gedanke ließ die Hitze in seinem Inneren hochsteigen und sollte sie auch nur irgendetwas in die Richtung andeuten, würde es hier gleich Blut regnen.

Während Ed also ein wenig plapperte blieb Alphonse still. Es überraschte ihn nicht. Auch nicht, dass er sich zu ihm setzte, statt zu seiner Mum. Es würde brauchen, bis er wieder eine Beziehung zu ihr aufgebaut hatte. Aber das Cara ebenfalls so distanziert ihm gegenüber war? Das hatte er irgendwie nicht erwartet. Immerhin war sie seine Mutter. Sie sollte doch.. an nichts anderes denken außer ihn zu kuscheln, zu küssen und über sein Leben auszufragen. Aber stattdessen saßen die beiden neben ihm. Konnten einander kaum Blicke schenken. Das machte Ed echt fertig!
Klar, Alphonse würde diese Liebkosungen vielleicht gar nicht zulassen aber… sollte Cara es nicht zumindest versuchen? So ein kleines bisschen?
Irgendwie bekam er das Gefühl etwas unternehmen zu müssen, damit die Eiszeit hier endete. Obwohl er ja selbst nicht so gut mit Gefühlen konnte. Aber als sie ansprach, wie gut sie es fand, dass die beiden zusammen geblieben waren schenkte er ihr ein Lächeln und meinte
„Natürlich. Schließlich heißt es nicht umsonst: Einmal ein Drummer…“
Bei diesen Worten legte er seine Hand nun auf jene von Alphonse und sah dann von ihm rüber zu Cara
„Immer ein Drummer“
Seine zweite Hand fand sich nun auf jener von Cara ein. Selbst wenn die zwei sich noch nicht richtig nahe kommen konnten, so war es vielleicht durch dieses kleine Verbindungsstück namens Edward möglich? Denn er scheute sich nicht davor Cara anzufassen. Würde es gerne noch viel mehr machen, wollte ihr aber auch ihren Freiraum geben. Immerhin durfte er nicht vergessen, dass sie kein Liebespaar waren. Egal was sein Kopf ihm auch vorgaukeln wollte. Weshalb er sich erst mal auf die familiären Gefühle konzentrieren musste…
„Du musst nun nie mehr alleine sein Cara..“
Sie würden auch diesmal zusammen halten und wieder zu einer Einheit wachsen, so wie sie es auch damals nach Alphonse seniors Tod getan hatten…

@Cara Drummer


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#7

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 09:59
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Obwohl Cara es kaum schaffte, Augenkontakt zu suchen und aufrechtzuerhalten, fielen ihr die Blicke auf, die die beiden ihr schenkten. Alphonses waren ... nachdenklich und reserviert. Wenn sie so weiter machte und ihm nicht entgegenkam, würde das eine Weile so bleiben. Es war ihre Aufgabe als Mutter, das Band zu ihm erneut zu knüpfen. Gerade fühlte sie sich trotzdem außerstande, dies hinzubekommen. Und Ed? Der sah sie immer noch an wie früher. Als hätte sich nichts geändert. Weder sie noch ihr Aussehen. Oder als wären sie nicht fast vierzehn Jahre voneinander getrennt gewesen. Die Tränen in seinen Augen taten ihr fast körperlich weh. Sie wollte auch ... weinen. Aber wenn, dann würde es gerade eher aus Wut geschehen. Wut auf sich selbst, weil sie ein Schatten war und mehr nicht. Ed würde es auch bald herausfinden und dann würde er sie nicht mehr so ansehen. Und sie durfte es sich auch nicht erlauben, ihn so anzublicken. Ohnehin sollte sie sich auf ihren Sohn konzentrieren.
Sie meinte ihre Worte ernst. Die beiden mussten sich keine Vorwürfe machen und sie tat es auch nicht. Darin, sich selbst die Schuld zu geben, waren Ed und sie jedoch beide ganz gut. Denn Cara hätte auch intensiver suchen können. Sich nicht in Gruppen aufhalten müssen, vor allem nicht in jenen, die nicht gut gewesen waren. Daran ändern konnten sie jetzt alle nichts mehr. Sie waren letztlich nur Menschen und Edward hatte mit einem kleinen Kind bei sich weitaus schwerere Entscheidungen treffen müssen als sie. Davon ging sie fest aus. Zumal sie genau wusste, wie wenig er sich stets in der Rolle eines Vaters gesehen hatte. Doch auch das war lange her und die Dinge hatten sich geändert.

Als Ed erzählte, von wem sie einen Hinweis auf ihren Verbleib erhalten hatte, krampfte sich ihre Hand in die Matratze. Ihr Schwager würde es hoffentlich nicht sehen, da es jene auf der Seite war, auf der niemand saß. Blonde Arschlöcher hatte sie ein paar getroffen. Die eisigblauen Augen eines ganz bestimmten waren ihr jedoch zu gut in Erinnerung geblieben. Hoffentlich meinten sie nicht ausgerechnet ...
»Joey«, warf Alphonse in dem Moment ein. Es war das erste Mal, das er sprach. Seine Stimme hatte einen angenehmen und ruhigen Klang. So wie die von seinem Vater. Und doch konnte Cara über diese Erkenntnis nicht lächeln. Ihr Herz verkühlte ein Stück weiter. Langsam hob sie den Blick und sah ihren Sohn an. In seinen Augen standen viele Fragezeichen, ein wenig Sorge und ... Angst? Das verstand sie nicht. Es sei denn, Joey hatte ihnen irgendwas angetan. Allein bei der Vorstellung wurde ihr schlecht.
Tatsächlich erwähnte AJ den Namen so direkt, weil er Caras Reaktion sehen wollte. Was Attis Vater ihr wirklich angetan hatte, stand immer noch im Raum und Alphonse fürchtete sich vor der Antwort. Denn je nachdem, würde es unweigerlich seine Beziehung zu Atticus beeinflussen. Deswegen sah er so besorgt drein.
Cara hatte jedoch nicht vor, auszupacken – wusste ja noch nicht mal, wie viel der Mann den beiden erzählt hatte und unter welchen Umständen sie aufeinandergetroffen waren. »Wenn es Joey war, hat er euch die Informationen sicher nicht freiwillig gegeben.« Diese Feststellung würde sie hoffentlich dazu bringen, mehr dazu zu sagen.
Von Balar hatte Cara hier zum ersten Mal gehört, daher nickte sie. Dann lächelte sie sachte. »Das war bestimmt Rurik. Er hat mich gefunden und hergebracht.« Er hatte ihr erzählt, dass er manchmal zu einem Stammtisch nach Balar fuhr. Und es war sicher bitter für Ed, dass ausgerechnet der Gedanke an diesen Biker Cara ein halbwegs ehrliches Schmunzeln entlockte. Aber da wusste sie, diesen Mann gab es wirklich, er war Realität. Während sie sich nach wie vor nicht sicher war, ob sie gerade nicht doch allein in ihrem Zimmer hockte und mit Geistern sprach.
Tatsächlich brach dieses Schmunzeln auch ein wenig das Eis in ihr. Als Ed so subtil fragte, ob man sie hier gut behandelte, stupste sie ihm leicht mit dem Ellbogen in die Seite und diesmal erreichte ihr Lächeln sogar ihre Augen, als sie ihn ansah. »Du bist ihnen gar nicht so unähnlich. Nur tragen sie ihre Bikerkutte und du einen Anzug.« Denn muskulös und tätowiert, das war auch Ed. Er sollte also vielleicht nicht andere gleich so verurteilen, hatte das sicher schon eins ums andere Mal selbst erlebt? So plötzlich Cara nun so aus sich rausgekommen war, desto schneller fuhr sie aber auch wieder zurück. »Sie behandeln mich gut. Keine Sorge. Ich darf mich hier ausruhen, so lang ich will. Vielleicht dürfte ich sogar bleiben. Aber ich wollte bald wieder los. Jetzt ... muss ich das ja nicht mehr.« Die Siedlung verlassen würde sie trotzdem. Ihr Platz war bei ihrer Familie.

Einmal ein Drummer, immer ein Drummer. Cara schloss die Augen und wartete darauf, dass die Eisbrocken um ihr Herz endlich abfielen. Selbst jetzt tat sich nichts. Sie sah hinab auf Edwards starke Hand, die sich um ihre schmalen Finger schloss. Nickte bloß bei den Worten, sie müsste jetzt nicht mehr allein sein. Nie mehr. Das konnte Edward nicht versprechen, und das wussten sie beide. Trotzdem wollte sie es annehmen.
Eigentlich war das ein Moment, an dem alle Dämme brechen könnten. Caras Kopf war ganz heiß, sie spürte einen Kloß im Hals und ihre Augen brannten. Es war, als würde sich ihr Körper durchaus für einen Nervenzusammenbruch vorbereiten. Doch es geschah nichts weiter. Die entsprechenden Gefühle blieben aus. So wie jetzt hatte sie sich erst einmal gefühlt und dieser Moment hatte nichts mit dem gemein, was sie jetzt erlebte. In dem einen Augenblick hatte sie ihr Baby verloren. In diesem hier gewann sie ihre Familie zurück. Und da sie wusste, wie sehr sie die Fehlgeburt wenig später eingeholt hatte, machte sich durchaus Angst davor breit, was passieren würde, sobald die Emotionen sie plötzlich und mit einer unaussprechlichen Vehemenz überrollen würden. Nur wäre sie diesmal nicht allein. Vielleicht würde sie Ed und Al aber auch überfordern. Sie wusste es nicht. Sie wusste gerade gar nichts.
Weswegen sie unvermittelt aufstand und ihr so auch Eds Hand entglitt. Das Lächeln, das sie jetzt aufsetzte, glich einer Maske. Den einsetzenden Schwindel ignorierte sie gekonnt. »Habt ihr Hunger ... Durst? Ich kann in der Küche nachschauen, ob vom Mittagessen noch etwas übrig ist. Und ... wollt ihr hier schlafen? Oder ein eigenes Zimmer? Es gibt welche für Gäste.« Sie stoppte sich. Da sagte sie schon kaum etwas die ganze Zeit und nun wollten sämtliche Worte auf einmal aus ihr heraus. Sich auf Organisatorisches zu konzentrieren, lenkte sie jedoch ab.

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#8

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 11:06
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Ed würde Cara für ihre Gedanken bestimmt schelten. Denn er wusste selbst nur zu gut, wie sehr das Leben einen aus den Bahnen werfen konnte. Erinnerte sie sich nicht mehr an die Zeit nachdem sie aus Japan geflüchtet waren? Ed hatte es absolut nicht hinbekommen diese Umstellung zu verkraften und lange gebraucht, um sein Leben als Yakuza hinter sich zu lassen. Nach Alphonse Seniors Tod hatte er es sich bloß nicht leisten können zusammen zu brechen, weil er zu diesem Zeitpunkt plötzlich nicht mehr nur für sich verantwortlich gewesen war. Aber nach ihrer Flucht.. hatte er sich zeitweise ziemlich gehen lassen und war keine besonders gute Gesellschaft gewesen. Cara musste sich also für gar nichts schämen. Und Edward würde immer den wunderbaren Mensch in ihr sehen, der sie war. Und sonst gar nichts.

Edward schien kurz irritiert weil Alphonse den Namen dieses blonden Wichsers nannte und sah ihn deshalb fragend an.
„Woher kennst du seinen Namen?“
Joey war ja schon aufgetaucht bevor Ed aus seinem Zelt gekommen war. Womöglich hatte er da etwas verpasst oder so? Es machte ihn jetzt nicht skeptisch, irgendeine sinnvolle Erklärung würde es schon dafür geben. Vielleicht hatte er sich auch vorgestellt und Ed hatte es einfach vergessen. Wusste er nicht mehr, er war so rasend gewesen.
Cara erinnerte sich also an ihn. Und als sie meinte, er hätte ihnen die Info sicher nicht freiwillig gegeben… ballte er die Hände kurz zu Fäusten. Denn das hieß, er hatte ihr damals auch nicht ohne Gegenleistung geholfen… oder? Auch wenn er es so verkauft hatte, als hätten sie nur einen One Night Stand gehabt oder so. Aber noch traute er sich nicht das anzusprechen. Stattdessen sagte er schnaubend.
„Hat er nicht. Aber seine Eier und sein Leben waren ihm dann doch wichtiger als seine Geheimhaltung“
Ed hatte also rein gar nichts für diese Information bezahlt, sondern Joey die Hölle heiß gemacht. Vielleicht würde Cara das ja freuen. Oder schockieren? Er wusste nicht wie sie gerade so drauf war. Früher hatte sie jedenfalls kein Problem mit dem… Job und der Art und Weise der Drummers gehabt.
Jedoch wurde ihm ziemlich übel als er sah, wie Cara wegen diesem Rurik plötzlich lächelte. Verdammt sie hatte gerade ihre Familie wieder gefunden. Aber wegen irgendsoeinem daher gelaufenen Bikerkerl lächelte sie??? Das regte ihn auf! Ziemlich sogar! Obwohl es ihm doch eigentlich egal sein sollte. War es aber natürlich nicht, da sich bleierne Eifersucht in seinem Inneren breit machte.
„Ach ja? Und hat er dafür auch eine Gegenleistung verlangt?“
Ed sollte wohl nicht so angepisst und forsch in seiner Frage wirken. Aber er konnte halt auch nicht aus seiner Haut und betrachtete den Haufen hier sehr skeptisch, auch wenn er rein gar nichts über sie wusste. Aber allein die Tatsache, dass sie hier bei fast lauter ‚harten‘ Kerlen lebte… beunruhigte ihn. Und störte ihn.
„Das bezweifle ich“
Sagte er sogar kurz schnaubend. Er hatte Klasse und fluchte mit Stil! Das taten die Schwachmaten hier bestimmt nicht. Ja okay gut, er sollte nicht solche Vorurteile haben. Hatte er normalerweise auch nicht.. aber wenn es um Cara ging, schrillten eben automatisch all seine Alarmglocken auf.
Zumal er ein ehemaliger Yakuza und Auftragskiller war. Das hier waren nur pseudo harte Motorradfahrer! Sie waren bestimmt kein Stück wie er.
„Oh doch, natürlich musst du das. Denn wir werden bestimmt nicht hier bleiben und du….. kommst doch mit uns oder?“
Plötzlich war er sich da nicht mehr so sicher. Hoffentlich wollte Cara überhaupt mit ihnen gehen, so reserviert wie sie war. Und wollte Alphonse überhaupt weg von hier? Doch, der wollte bestimmt gehen, schon allein wegen Atticus. Aber was wenn Cara hier wirklich ein zu Hause gefunden hatte und bleiben wollte? Damit täte Edward sich wirklich sehr sehr schwer.. und für AJ wäre es sicher auch nicht der richtige Ort.

Eigentlich dachte er ja, mit ihrem Familienmotto und der sachten Berührung ihrer Hand würde er das Eis nun endlich brechen. Aber das Gegenteil passierte. Statt etwas darauf zu erwidern…. stand Cara auf und entzog ihnen ihre Nähe.
Das tat weh. Immerhin hatte er gerade versucht sich ihr anzunähern. Und vielleicht lag auch ein bisschen Enttäuschung in seinem Blick. Er.. hatte sich dieses Wiedersehen einfach ganz anders vorgestellt. In seinen Träumen und Gedanken… aber eigentlich war es klar gewesen, dass die Dinge nie so liefen wie im Traum.
Also versuchte er sich nichts anmerken zu lassen.
Womit sie ihn jedoch eher überforderte, waren ihre organisatorischen Fragen. Was interessierte ihn nun etwas zu essen oder zu trinken? Und wo sie heute Nacht schlafen wollten?? Warum mussten sie das jetzt besprechen. Sie hatten sich doch gerade erst wieder gesehen. Warum war Cara so nervös und aufgekratzt?
Weshalb Edward sich nun ebenfalls erhob und einen weiteren Vorstoß wagte, indem er auf Cara zuging und ihr die Hände auf die Schultern legte und ihr in die Augen sah.
„Hey.. wir brauchen nichts, okay? Also.. wieso setzt du dich nicht einfach wieder..“
Er sah doch wie geschwächt sie war. Sie sollte hier nicht rum rennen. Wenn jemand etwas zu essen holte, dann wäre das Ed. Ihm doch egal was die Biker davon hielten.
Die Frage nach dem Zimmer ignorierte er nun einfach. Weil er nicht wusste was er dazu sagen sollte. Natürlich wollte er kein eigenes Zimmer sondern hier bei ihr schlafen… aber er wusste nicht, ob AJ das ebenfalls wollte. Der war ja genauso reserviert. Herrje! Er hatte echt keine Ahnung was er gerade machen sollte.
„Gerade brauche ich nur meine Familie. Alles andere interessiert mich nicht..“

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#9

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 13:56
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Natürlich erinnerte sich Cara daran, wie Ed nach ihrer Flucht aus Japan drauf gewesen war. Sie hätte ihm gern geholfen, doch sie hatte sich zum einen die Schuld an der Verfassung der Brüder gegeben und zum anderen hatte ihr Schwager ohnehin abgeblockt und ihr zu verstehen gegeben, dass sie sich um Mann und Kind kümmern sollte. Inzwischen glaubte sie auch zu wissen, weshalb. In Japan war ihr oft alles wie ein Traum vorgekommen. Die Beziehung zu Alphonse, die Zeit, die sie mit den Drummers verbracht hatte – in der sie ihren Job und ihre Vergangenheit vergessen konnte. Aber mit ihrer Schwangerschaft war alles zu einem bitteren Ernst geworden, der weitreichende Konsequenzen mit sich gebracht hatte. Sie und Al hatten nicht nur durch leichtfertigen Umgang mit Verhütung ihrer beider Leben gefährdet, sondern auch das von Edward und nicht zuletzt das von AJ. Und doch hatte Cara nichts daraus gelernt. Heute kam sie sich immer noch so naiv und nicht vorbereitet für die Welt vor wie damals. Sie bereute es nicht, Mutter geworden zu sein und dass sie AJ bekommen hatte. Nach wie vor liebte sie ihren Sohn mit ganzem Herzen, auch wenn sie es nicht zeigen konnte. Aber sie hätte ihm gern ein anderes Leben geboten. Eines ohne Tragik und Verlust.

Feivel war tatsächlich kurz entfallen, dass sein Vater Joeys Namen nicht wusste. Er hatte ihm bisher noch nicht offenbart, in welchem Verhältnis der Mann und Atticus standen. Oder dass er bei den Wicked war. Die Angst war viel zu groß, Edward könnte überstürzt handeln. Es fiel ihm echt schwer, das zu verheimlichen, weil sein Dad nicht nur wütend, sondern auch enttäuscht sein würde, weil sein Sohn ihm so eine essentielle Information verschwiegen hatte. Aber Alphonse war sich nicht sicher, ob er Joey am Leben lassen würde. Je nachdem, was Cara ihnen erzählen würde. Und Joey blieb nun mal Atticus’ Dad. Den durften sie nicht so einfach umbringen, Rachegelüste hin oder her.
Nun zuckte er mit den Schultern. »Er hat sich vorgestellt, als er zum Feuer gekommen ist.« Da war Ed noch nicht dagewesen. Und hatte ja auch erst reagiert, als Al ihn gerufen hatte. Also war ihm der kurze Schlagabtausch entgangen. Hoffentlich roch sein Dad nun nicht Lunte, dass AJ ihm was verbarg. Das Gespräch ging weiter, also ... offensichtlich nicht. Puh!
Cara versuchte, sich einen Reim aus allem zu machen. Doch die Andeutungen verrieten ihr nur, dass es eine Auseinandersetzung gegeben hatte und mehr nicht. Die beiden hüllten sich in Schweigen und wollten ihr offenbar nicht mehr Details verraten. »Wundert mich nicht«, sagte sie nur auf Eds Worte. Schade, dass sie ihn offenbar am Leben gelassen hatten. So ein Arsch wie ihn würde doch sicher niemand vermissen. Doch das sprach sie nicht aus.
Erst als Edward so wütend wegen Rurik reagierte, hob sie die Augenbrauen und rutschte ein Stück weg. Denn das war schon wieder so eine Andeutung. Als ob ihr Schwager wüsste, dass sie sich bereits verkauft hatte. Seine Frage ließ sie unbeantwortet und stellte eine andere: »Was hat Joey euch genau erzählt?« Sie wollte es nun doch wissen. Wenn er alles erzählt hatte, gut. Dann würde sie es zugeben. Wenn er dazu geschwiegen hatte, war es nicht nötig, diese gewisse Tatsache breitzutreten. Dann unterstellte Edward einfach wie immer jedem Mann das Schlechteste. Außer sich selbst natürlich.
Es kam auch nicht gut an, dass Cara Ed und die Biker miteinander verglich. Obwohl sie gerade ein kleines bisschen aus sich herauskam und ihren Schwager sogar spielerisch anrempelte. Kein Wunder, dass sie sofort zurückfuhr. Offenbar konnte sie gerade nur die falschen Dinge fühlen und die falschen Dinge sagen.

Was ihr leider sauer aufstieß, war, dass Edward einfach bestimmte, dass sie nicht hierbleiben würden. »Scheinbar habe ich keine Wahl? Natürlich gehe ich mit euch, aber offenbar triffst du allein die Entscheidung, wo es sicher ist. Und hier ist es das nicht, weil ... dir die Männer zu gut aussehen und du dich von ihnen irgendwie bedroht fühlst?« Cara wollte gar nicht so provozieren. Doch sie war schon so mit Wut auf sich selbst gefüllt, dass ihr negative Emotionen gerade viel leichter fielen. Zumal Edward plötzlich auch so zornig schien. Da reagierte sie nun eben so drauf, statt zu deeskalieren. Obwohl sie es tun müsste. Schon allein wegen Alphonse, der wie ein Statist am weitesten weg von ihr auf diesem Bett saß.
Sie atmete tief durch. »Tut mir leid. Ich komme mit. Als würde ich euch nun wieder ziehen lassen. Oder jemals wieder.« Das kam überhaupt nicht infrage. Und das war der erste Hinweis, wie viel ihr dieses Wiedersehen bedeutete. Auch wenn es nur Worte waren. Mehr hatte sie noch nicht zu bieten.
Auch das Familienmotto vermochte die Eiskruste nicht zu brechen. Cara dachte, vielleicht würde Abstand helfen, so paradox das auch war. Sich allein darauf zu besinnen, was hier gerade passierte, wenn sie in der Küche war oder so ... vielleicht den Nervenzusammenbruch auch ohne Zeugen durchzumachen. Und dann gestärkt und wie ausgewechselt wiederzukommen. Damit Edward und Alphonse nicht länger rätseln mussten, ob sie wirklich Cara vor sich hatten oder nur einen Roboter, der ihren Namen trug.
Ed ließ sie aber nicht gehen. Er kam zu ihr und legte ihr die Hände auf die Schultern. Sie sollte sich wieder setzen. Kurz glitt ihr Blick in seine meerblauen Augen. Wie damals vor dem Spiegel, als sie das rote Kleid getragen hatte. Der Gedanke daran war unerträglich. Weil die Situation so schön und verheißungsvoll gewesen war und Cara sich davor fürchtete, so was wie damals nie wieder zu spüren.

Alphonse war auf dem Bett sitzengeblieben und beobachtete seine Eltern. Er konnte Eds Verzweiflung fast greifen, während seine Ma ihm wie eine Eiskönigin vorkam. Das tat ihm weh. Dass es beiden so schlecht ging und dieses Wiedersehen irgendwie zu einem Alptraum mutierte. Auch wenn er bisher nur bedingt Nähe zu seiner Mutter spürte, so wollte er, dass sich das änderte. Dass sie wieder zu einer Familie wurden. Die Erwachsenen redeten aber ständig um den heißen Brei herum oder fuhren sich an, statt sich erleichtert in den Armen zu liegen. Musste jetzt echt ein pubertärer Teenager die Lage retten?
AJ stand langsam auf und trat zu seinen Eltern. Sah zwischen ihnen hin und her und seufzte leise. Sein Blick blieb letztlich bei Cara hängen. »Mom ...«, sagte er und ließ sich das Wort kurz auf der Zunge zergehen. Er würde es wohl fortan öfter sagen. »Ich habe in den letzten Monaten ständig überlegt, was ich dir wohl zuerst erzählen möchte, wenn wir uns wiedersehen. Oder ob ich was fragen sollte. Ob wir stundenlang beieinander sitzen würden und uns jedes Detail der letzten vierzehn Jahre erzählen. Die für uns drei nicht leicht waren, so viel ist klar. Ich bin auch nicht so gut darin, meine Emotionen zu zeigen oder über sie zu reden. Manchmal müssen wir das aber. Ed hat schon gesagt, dass es ihm leidtut, dass wir so lang gebraucht haben, dich zu finden. Wahrscheinlich brannte ihm das am meisten auf der Seele. Du hast doch sicher auch etwas, das du in deinen Träumen uns immer gesagt hast, oder? Und ich für meinen Teil ... ich erzähl dir was ganz Normales und Alltägliches, das für mich jedoch nichts von alledem ist. Und weil es etwas ist, das ein Sohn seiner Mutter wohl erzählen sollte. Ich bin verliebt und in einer Fernbeziehung. Es ist total hart und kompliziert, aber auch schön. Manchmal bin ich immer noch verwirrt und oft tut es weh. Aber ich konnte die ganze Zeit nur daran denken, dass ich dir das erzählen will. Jetzt ... bist du dran.«
Er schloss seinen Monolog mit einem leichten Lächeln und blickte seine Mom erwartungsvoll an.
Cara hingegen war wie eingefroren. Fast gänzlich zur Eissäule erstarrt. Nur dass es Feivel gelungen war, ein Flämmchen zu entzünden. Es dauerte lediglich etwas, bis ein Weg freigebrannt war. Sie sah zu Ed und zu Alphonse und wieder zurück. Krallte sich plötzlich an ihrem Schwager fest, als nun endlich Tränen ihre Wangen fluteten und sie völlig haltlos schluchzte: »Ich ... ich wollte euch ... eigentlich nur sagen, dass ... ich euch liebe. Das ... das hätte mir schon gereicht. Dass ich euch das noch einmal sagen kann.«

@Edward Drummer

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#10

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 14:38
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Er machte weder ihr noch Al senior einen Vorwurf deswegen. Okay.. er war schon manchmal wütend gewesen, weil sie nicht verhütet hatten und dergleichen. Aber im Endeffekt hatte er ihnen alles Glück der Welt gegönnt und war freiwillig mit ihnen gegangen. Er hätte sich auch gegen diesen Schritt entscheiden können. Aber die Drummers blieben zusammen! Und trennten sich nicht einfach, egal wie schwer der gemeinsame Weg auch war.
Manchmal gab es Tage an denen er seine Entscheidung vielleicht ein wenig bereut hatte.. oder besser gesagt sein altes Leben vermisst hatte. Trotzdem würde er sich jederzeit wieder so entscheiden. Für seine Familie. Immer. So wie auch heute.

Edward war gerade so aufgewühlt, dass ihn die Sache mit Joeys Namen nicht weiter skeptisch machte. War ja gut möglich, dass er wirklich aufgetaucht war und sich vorgestellt hatte. Interessierte ihn ehrlich gesagt auch nicht weiter, da er hoffte den Mistkerl nie mehr wieder sehen zu müssen. Es sei denn er hatte Cara etwas angetan. Dann würde er ihn suchen, foltern und töten!! Und genau das war es wohl, wovor AJ sich so fürchtete. Davon ahnte Edward in diesem Moment aber absolut nichts und nickte deshalb nur verstehend. Weniger schön fände er es wohl, wenn er herausfand, dass sein Sohn ihm gerade direkt ins Gesicht log.

Genauso wenig fand Cara Eds kleinen Ausbruch wohl sonderlich gut. Denn dass sie von ihm weg rutschte.. tat irgendwie weh. Hatte sie etwa Angst vor ihm? Als würde er ihr jemals etwas antun! Nie im Leben würde er die Hand gegen sie erheben. Vorher würde er sich beide Hände selbst mit dem Katana abhacken! Die Dinge hatten sich wirklich verändert hm?
Statt zu antworten kam sie aber gleich wieder mit Gegenfragen. Das hieß sie hatte etwas zu verbergen.. oder? Doch Edward wollte guten Willen zeigen und trotzdem darauf antworten. Eigentlich wollte er sie gar nicht in die Enge treiben aber irgendwie passierte es ganz automatisch.
„Nicht viel.. bloß dass.. er dir in der Nähe der Grenze begegnet ist und ihr euch… eine Nacht lang miteinander vergnügt habt. Er dann aber weiter gezogen ist, weil .. es nur eine einmalige Sache war und es dir.. offenbar nicht so gut gegangen ist…“
Edward konnte sich immer noch keinen Reim daraus machen. Joey hatte die Dinge immer nur angedeutet und nie etwas Konkretes gesagt.
„Wieso hast du dich überhaupt mit einem Mistkerl wie ihm eingelassen?“
War demnach die erste Frage, die ihm auf der Seele brannte. Auch das sollte kein Vorwurf sein aber verdammt.. es machte ihn wahnsinnig wenn er daran dachte, wie die zwei miteinander geschlafen hatten! Da konnte er irgendwie kaum logisch denken. War echt schlimm wenn man vor Eifersucht innerlich verglühte und deshalb den Wald vor lauter Bäumen nicht sah. Anders als sein Sohn, der bereits einen Verdacht hatte. Der wusste aber auch mehr über ihn, von Atticus.

Als nun plötzlich Cara ihn so anfuhr.. war Edward im ersten Moment etwas irritiert. Denn er hatte seine Worte eigentlich gar nicht so bestimmend oder böse gemeint, wie sie sie gerade auffasste. Aber wenn man ihn angriff, reagierte er selten sehr verständnisvoll. Vor allem weil diese Vorwürfe echt mies waren!
„Ich könnte jeden von diesen Kerlen in den Boden stampfen, wenn ich wollte! Es geht hier bestimmt nicht um mein Ego!“
Okay vielleicht zu einem minimalen Prozentsatz. Aber der eigentliche Grund war ein anderer. Denn wie würden die ach so harten Kerle hier einen Jungen wie Alphonse behandeln? Der schwul war? Und hochbegabt und echt viele Eigenheiten hatte? Klischees hin oder her. Er hatte nicht das Gefühl, als könnten sie hier zusammen glücklich werden. Wenn es ihnen nicht mal gelang in Balar Fuß zu fassen, weil sie einfach nirgendwo hin passten. Aber woher sollte Cara das alles wissen? Sie sprach natürlich zuerst das Offensichtliche an.
Als sie etwas zurück ruderte… atmete aber auch Edward ein wenig durch. Bei anderen gelänge es ihm nicht, sich so schnell wieder runter zu fahren. Aber das hier war Cara. Er wollte sie überhaupt nicht angiften.. sondern viel lieber küssen. Also bemühte auch er sich um Aufklärung.
„Mir tut es auch Leid. Ich wollte dich nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Aber… ich musste in den letzten 14 Jahren alle Entscheidungen alleine treffen.. ich… muss mich wohl erst wieder daran gewöhnen, das nun nicht mehr zu tun“
Okay seit AJ älter war hatte er auch ein bisschen was mitzureden. Aber das Machtwort sprach letztlich immer noch Edward.
„Es geht nicht darum, dass ich ein Problem mit den Kerlen hier habe. Aber Feivel und ich.. tun uns schwer damit länger an Ort und Stelle zu bleiben oder uns Kolonien anzuschließen. Wir.. passen irgendwie nirgends so richtig rein.“
Oder ging es um diesen Rurik? Wollte Cara deshalb bleiben und hatte deswegen auch nicht auf seine Frage geantwortet? Lief da mehr zwischen den beiden? Edward sollte das nun wohl nicht erneut ansprechen. Offensichtlich wollte sie nicht darüber reden. Zumal er auch kein Anrecht darauf hatte ihr deswegen irgendwelche Vorwürfe zu machen. Sie war seine Schwägerin. Und er ihr Schwager. Ein Satz, den er sich künftig wohl noch häufig ins Gedächtnis rufen musste, nachdem er imaginär eine jahrelange Beziehung mit ihr geführt hatte. Es war nicht die Realität.. und er hatte keinerlei Besitzansprüche.

Es war trotzdem schwierig sich nun richtig zu verhalten. Denn irgendwie schien nichts, was er sagte, Caras Fassade zum Bröckeln zu bringen, weshalb er tatsächlich etwas verzweifelt war. Wahrscheinlich vermochte es nur das eigene Kind das Eis zum Schmelzen zu bringen hm? Weshalb es diesmal Edward war, der AJs kleine Ansprache beobachtete. Und auch ziemlich stolz deswegen war. Zwar sagte dieser noch nichts davon, dass er mit einem Jungen zusammen war und nicht mit einem Mädchen.. aber das wäre Cara mit Sicherheit total egal.
Als er diesen mutigen Schritt ging und über seine Beziehung redete legte Edward einen Arm um seine Schultern und knuffte ihn kurz ein bisschen, weil er das echt reif von ihm fand.
„Oh du kannst mir glauben, die zwei haben mich schon mehrfach in den Wahnsinn getrieben“
Sagte Edward nun mit einem Schmunzeln und drückte AJ noch mal kurz an sich. Inzwischen war er einverstanden mit dieser Beziehung. Es hatte ein bisschen gedauert.. aber nun kam er damit klar und war auch bereit AJ darin zu unterstützen, trotz der Risiken.
Sie beide sahen Cara nun wohl erwartungsvoll an. Bei welcher sich immer noch kein Gesichtszug rührte.
Naja.. zumindest zu Beginn. Dann brachen die Bäche plötzlich los und Ed hatte das Gefühl Cara festhalten zu müssen, damit sie nicht umkippte. Was er natürlich tat! Er fing sie auf.. drückte sie mit dem freien Arm an sich und gab ihr Halt.. während sein anderer Arm weiterhin um AJ gelegt blieb. So konnte er selbst entscheiden, ob er seine Mum ebenfalls umarmen wollte oder ihr nur sachte über den Rücken streicheln wollte oder gar nichts machen wollte. Es war seine Entscheidung. Edward wusste nur… dass nun endlich wieder alles gut werden würde. Alphonse hatte es geschafft ihre Mauer einzureißen und dafür war er ihm unendlich dankbar. Weshalb nun auch ihm wieder die Tränen in die Augen stiegen und er seine zwei Herzensmenschen einfach nur fest an sich drückte. Er konnte wirklich nicht in Worte fassen wie viel ihm das hier gerade bedeutete und wie sehr er die zwei liebte..
Aber konnte er nun sagen, dass sie sie auch liebten? Dann würde er auch für AJ sprechen und ob der schon bereit dazu war diese Worte zu seiner Mutter zu sagen? Wahrscheinlich nicht. Er konnte aber auch nicht sagen, dass nur er sie liebte… denn… es wäre ein Liebesbekenntnis auf eine andere Weise als die, die Cara nun möglicherweise meinte. Also war ihm auch das nicht möglich. Weshalb er stattdessen beruhigend sagte
„Das wissen wir… und du warst immer bei uns Cara. In jedem Augenblick unseres Lebens..“
Sei es durch das Foto, das Fotoalbum oder das Strumpfband, das sie hoffentlich nie finden würde. xD aber es gab kaum Momente in denen Edward nicht an Cara gedacht hatte..

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#11

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 16:56
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Cara rückte nicht ab, weil sie Angst vor ihrem Schwager hatte, sondern weil sie diesen Abstand gerade einfach brauchte, solang sie weiter über das Thema Joey sprachen. Sie fühlte sich schmutzig wegen dem, was sie getan hatte, außerdem schämte sie sich dafür. Umso weniger wollte sie darüber sprechen. Edward hatte schon immer eine viel zu gute Meinung von ihr gehabt und sie hatte das genossen. Sie würde es nicht ertragen, wenn er sie nun verächtlich ansehen würde.
Joey hatte also erzählt, dass sie miteinander geschlafen hatten. Aber nicht, dass er es als Bezahlung für eine Information eingefordert hatte, die er gar nicht besaß. Und Cara so einfältig gewesen war, in Vorleistung zu treten. Sie hatte ihn angefleht, ihr das nicht anzutun. Ihm versucht zu erklären, was sie ein paar Monate zuvor durchgemacht hatte. Direkt hatte sie es ihm nicht sagen können, so schwer war ihr Herz deswegen noch gewesen – und war es immer noch. Aber selbst die Andeutungen hatte er nicht verstanden oder verstehen wollen.
Das alles wollte sie nicht vor ihrer Familie offenbaren, sondern es einfach vergessen. Daher war Cara tatsächlich dankbar, dass Joey nicht die ganze Wahrheit erzählt hatte. Auch wenn er es wohl eher getan hatte, um Eds Zorn nicht noch mehr zu erregen, und nicht, um es ihr einfacher zu machen.
»Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.« Cara wollte es gern so stehenlassen. Dafür, dass sie aus Einsamkeit mit jemandem geschlafen hatte, musste sie sich nicht rechtfertigen, oder? Es war schon schlimm genug, dass auch Feivel davon wusste. Ob sie nun beide glaubten, sie hätte Alphonse senior damit betrogen?
Edward scheinbar schon. Oder wieso stellte er diese Frage? Die natürlich als Vorwurf gemeint war.
Sogar AJ entfuhr ein: »Dad!« Er hatte so oft die Frauen verurteilt, die sein Vater sich ins Bett geholt hatte und Ed zu einer Erklärung gezwungen. Woraufhin der natürlich nicht begeistert gewesen war. Also wenn AJ eines daraus gelernt hatte, dann, dass man wohl letztlich niemanden für seine Bettgeschichten verurteilen sollte. Er persönlich wollte nie jemand anderen als Atticus in seinem Bett. Aber er kapierte inzwischen schon, wie schwer Einsamkeit einem zu schaffen machen konnte und viele Menschen die Sehnsucht mit körperlicher Befriedigung beschwichtigten. Außerdem hegte er leider einen gewissen Verdacht oder eine vielmehr eine Befürchtung. Das war ein Thema, das sie mit Samthandschuhen anpacken mussten. Selbst ihm war das klar. Wieso dann nicht auch Ed?
Cara erwiderte bloß kalt: »Warum ist dir das so wichtig?« Ja, sie konnte heute echt gut mit Gegenfragen um sich werfen. Das war eben einfacher als die Wahrheit zu sagen.

Die Stimmung war also wirklich unterkühlt und statt Wiedersehensfreude standen Vorwürfe und Unausgesprochenes im Raum. Das hielt Cara kaum aus. Trotzdem wurde sie ebenfalls wütender. Wenn es nicht um Eds Ego ging, warum ließ er dann kein gutes Wort an den Riders? Sie hatten Cara immerhin gerettet und aufgenommen. Statt dankbar zu sein, wollte sein Schwager am liebsten sofort wieder gehen. Dass es in Wahrheit um Feivel ging, konnte sie ja gerade noch nicht ahnen. Und sah in dessen Hochbegabung eigentlich auch kein Problem. Sie hatte jedoch nur die Anfänge davon mitbekommen.
Schon dieser kleine Streit raubte ihr sämtliche Energie. Zumal sich dieses Wiedersehen völlig anders gestaltete als sie es sich vorgestellt hatte, und das war wohl vornehmlich ihre Schuld. Sie zwang sich zur Ruhe und entschuldigte sich. Auch Edward tat dies und erklärte sich. Cara würde das ebenfalls gern tun und atmete tief durch. »Das verstehe ich. Mir sind die Entscheidungen ... zu oft abgenommen worden. Deswegen ... habe ich wohl so reagiert. Allein treffe ich jedoch selten bessere.«
Wobei sie sich durchaus wünschen würde, sich endlich irgendwo niederzulassen und zur Ruhe zu kommen. Sie war zu lang draußen gewesen und hatte besonders in den letzten Jahren keine guten Erfahrungen gemacht. Zudem war da ihre Gesundheit. Seit der Fehlgeburt hatte sie sich nie richtig erholt. Vielleicht war ja irgendwas nicht in Ordnung. Oder es war ihr mentaler Zustand, der letztlich auch immer den Körper beeinflusste. Aber auch all das wollte sie nicht zugeben oder offenbaren. Jetzt, wo ihre Familie wieder bei ihr war, würde es ihr bestimmt schnell besser gehen. Also konnten sie wegen ihr in den nächsten Tagen los, sie würde es schon schaffen, mitzuhalten.
»Ihr zieht also immer durch die Gegend, besucht aber manchmal Kolonien, wie Balar? Habt ihr feste Punkte, zu denen ihr geht? Wo ihr auch überwintert?« Cara konnte sich das Leben der beiden noch nicht so recht ausmalen, aber dass die Neugierde darüber zurückkehrte und die Wut ablöste, war wohl ein gutes Zeichen.

Und doch reichte es nicht, den Eispanzer zu durchbrechen. Dazu brauchte es AJs Einsatz. Peinlich berührt ließ er sich von seinem Dad knuffen. Er ging jetzt auch nicht davon aus, dass seine Ma ihn sofort wegen Atticus befragte. Vorrangig hatte er eine Brücke bauen wollen. Damit sie sich einmal jeder mit ihrem Wiedersehen beschäftigten und wie sie es sich eigentlich vorgestellt hatten. Vielleicht half das ja. Und offenbar tat es das. Natürlich hatte Al seine Mom nicht zum Weinen bringen wollen. Aber da es Tränen der Erleichterung und Freude waren ... war es wohl schon in Ordnung. Und ihm selbst standen dann auch bald welche in den Augen. Jetzt stürzte er sich schon mit mehr Elan in die Gruppenumarmung als draußen noch, wo es Beobachter gegeben hatte und sie alle mehr geschockt gewesen waren.
Cara nickte schluchzend und drückte sich fest an ihre Jungs. »Ihr wart auch immer bei mir. Die Hoffnung, euch zu finden, hat mich immer weiter getragen.« Sie hatte so oft aufgeben wollen – und es doch nicht getan.
Würden Ed und Al sie nicht gerade stützen, säße sie schon längst entkräftet auf dem Boden. So konnte sie ihren Gefühlen endlich freien Lauf lassen und sich dabei aufgefangen fühlen. Sie weinte jedoch nicht nur wegen der Wiedervereinigung der Drummers. Sondern auch um andere, schmerzhafte Dinge. Weil gerade wirklich sämtliche Dämme brachen und sie schon so lang niemand Vertrautes mehr um sich hatte, dem sie sich so zerbrechlich zeigen konnte, wie sie eigentlich war. Auf gewisse Weise war es ihr trotzdem unangenehm, denn sie musste doch stark sein für ihre Familie. Sie würde es auch wieder werden, da war sie sich einfach zu tausend Prozent sicher.

Nachdem sie sich halbwegs gefangen hatte, ließ sie sich von Ed und Al wieder zum Bett führen, wo sie sich immer noch etwas zittrig setzte. »Also«, schniefte sie und wischte sich über die Wangen. »Warum eine Fernbeziehung? Und wann lerne ich die Glückliche kennen? Oder den Glücklichen?« Ihr war das Geschlecht wirklich egal. Sie beugte sich vor und lächelte leicht. »Erzählt mir alles. Auch von Eds drohendem Wahnsinn will ich alles wissen.« Sie ahnte ja nicht, dass auch hier dramatische Geschichten dahinter steckten. Sondern vielleicht eher, dass Feivels große Liebe mit ihrer Familie in einer Siedlung lebte und diese deswegen nicht verlassen konnte. Und dass die beiden Teenies hier und da etwas unvernünftig gehandelt hatten, weil man das in dem Alter halt so machte. Dieses Thema war ihrem Empfinden nach jedenfalls ein guter Icebreaker und unverfänglicher als Joey oder so manch andere Begebenheit aus ihren Vergangenheiten.
AJ ließ sich verliebt auf das Bett zurückfallen. »Sein Name ist Atticus«, seufzte er und verschränkte die Arme am Hinterkopf. »Er lebt ... in einer Kolonie. Ein ganzes Stück weg von hier. Deswegen können wir uns nicht so oft sehen. Vor allem, weil ... wir kurz bevor wir Joey getroffen haben, erst zusammengekommen sind. Es ist also alles noch ... sehr frisch. Und wie wir Ed in den Wahnsinn getrieben haben, weiß ich auch nicht. Wir sind total pflegeleicht.« Nun grinste er und hob den Kopf ein bisschen, um seinen Dad anzublicken. Natürlich ließ er gerade mal wieder essentielle Infos aus, aber es ging doch immer noch vorrangig darum, ein lockeres Gespräch mit Cara zu führen, das sie wieder näher zueinander brachte. Die Details konnten sie später noch füllen. Zumindest nach Feivels Meinung.

@Edward Drummer

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#12

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 20:11
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Das war vielleicht mit ein Teil des Problems. Edward hatte Cara stets in den Himmel gehoben und sie vergöttert. Sie war für ihn der Inbegriff einer perfekten Frau, an den eine andere niemals heran reichen könnte. Das hatte auch Violet nicht geschafft, nicht mal ansatzweise. Nach ihrem Tod war diese Vorstellung nur noch stärker in seinem Kopf verankert. Dass Cara einfach alles hatte…. sie war wunderschön, klug, besaß Humor, war verständnisvoll, liebevoll aber trotzdem feurig. Er liebte einfach alles an ihr. Konnte sich auch nicht daran erinnern, dass sie je viel diskutiert oder gestritten hätten. Weshalb er extrem irritiert war von der Art, die sie ihm hier gerade zeigte. Und auch von seiner Reaktion. Denn Cara so anzufahren… das war echt extrem untypisch für ihn. Er war doch ein Gentleman und wollte eine Lady niemals so behandeln. Erst recht nicht DIE eine. Was geschah hier gerade? Die Apokalypse hatte sie alle verändert. Und eigentlich war Edward sich dessen auch bewusst. Natürlich hatte sie Spuren hinterlassen. Und nichts was Cara geschehen war, würde etwas an seinen Gefühlen für sie ändern. Aber von seiner surrealen Vorstellung musste er sich womöglich ein bisschen verabschieden und endlich wieder in die Realität zurück kehren. Sonst würde er sie vielleicht zu sehr unter Druck setzen mit seiner Erwartungshaltung.
Aber über all das würde er sich wohl erst später Gedanken machen können, wenn etwas Ruhe eingekehrt war. Jetzt reagierte er einfach nur.
Sie hatte der Sache mit Joey nichts mehr hinzu zu fügen? Wow… das tat weh. Und war verdammt bitter. Weshalb Edward den Blick zur Seite abwandte. Er war überfordert mit dem Gefühlschaos, das dieses Wissen plötzlich in ihm auslöste. Weshalb er diese, vielleicht etwas unpassende, Frage gleich hinterher schob.
Er bemerkte erst, dass er eine Grenze überschritt, als sein Sohn deswegen die Stimme gegen ihn erhob. Aber… er verstand es einfach nicht. Cara hatte so viel Klasse… und Joey..?
„Naja weil… das einfach unter deiner Würde ist…“
Das sollte doch gar keine Beleidigung sein. Er fand bloß… jemand wie Joey hatte Cara keineswegs verdient! Vielleicht sprach da auch ein gewisser Frust aus ihm. Denn er liebte Cara schon sein Leben lang und hatte…. bisher nie intim mit ihr werden dürfen. Und dann kam ein Arschloch wie Joey daher und dem war es vergönnt? Das war so… unfair. Und schmerzhaft. Und er hasste diesen Gedanken. Und er hasste auch sich selbst für diesen Gedanken. Denn er wusste doch nichts über die Umstände. Diese Frage war einfach aus ihm heraus geplatzt und er bereute ja schon sie gestellt zu haben. Aber erneut hob er sie und das Bild von ihr nun mal in den Himmel… und dazu passte wirklich kein Versager wie der Blondschopf. Sie sollte sich nur mit Männern einlassen.. die sie auf Händen trugen. Doch das hatte Joey bestimmt nicht getan.
Langsam drängte sich nämlich auch ihm der Verdacht auf, dass Cara vielleicht nicht ganz freiwillig mit ihm geschlafen hatte oder er sie ausgenützt hatte… erst recht als sie meinte, ihr wären die Entscheidungen zu oft abgenommen worden. Das bereitete Edward Sorgen, weshalb er auch wieder viel ruhiger wurde und sein Blick.. wesentlich sanfter. Er ihr auch wieder in die Augen sah und meinte
„Naja jetzt.. können wir diese Entscheidungen wieder gemeinsam treffen…. wenn du es möchtest“
Er hielt er nun sogar seine Hand entgegen. Einfach als symbolische Geste dafür, dass sie nun zu zweit waren. Gemeinsam entscheiden konnten. Niemand musste mehr die ganze Last einer schweren Entscheidung auf den Schultern tragen. Sie konnten diese Bürde teilen, füreinander da sein und darüber reden.
„Manchmal bleiben wir für ein paar Wochen in Balar. Mussten uns notgedrungenermaßen auch mal länger einer Kolonie anschließen. Aber die meiste Zeit sind wir auf den Beinen. Auf der Suche nach Vorräten und Rohstoffen. Da die meisten Gegenden in der näheren Umgebung schon geplündert sind, müssen wir unseren Suchradius manchmal erweitern. Aber eine feste Behausung haben wir nicht..“
Wenn Cara so direkt danach fragte, hieß das.. sie wünschte sich einen sicheren Unterschlupf an welchem sie bleiben konnten? Hm. Vielleicht wären auch sie beide nicht mehr so rast- und ruhelos, nun wo Cara wieder an ihrer Seite war. Denn natürlich wollte Edward ihr ein Leben bieten, das sie glücklich machte. Aber ob AJ und er es schaffen würden sich wirklich zu binden?
„Das ist nicht das was du dir wünscht hm..?“
Er blickte kurz rüber zu AJ. Möglicherweise musste er mit ihm alleine darüber sprechen was sie tun könnten. Denn da war ja auch noch Atticus. Es würde schwierig werden alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, aber Edward würde alles dafür tun, dass seine zwei Liebsten glücklich waren. Und wenn er so auch zur Ruhe finden könnte… wäre es doch schön.

Diese Umarmung war ein guter Anfang. Denn die brauchten sie wohl alle drei ganz dringend. Und endlich stellte sich wieder ein Gefühl von Familie ein.. und nicht länger von Distanz und Befremdlichkeit.
Edward hielt Cara und Alphonse so lange sie es wollten, brauchten.. oder in AJs Fall aushielten. Erst dann ließ er wieder von ihnen ab und hatte endlich wieder ein Lächeln auf den Lippen.
Er betrachtete die zwei, wie sie sich auf das Bett gesellten und über Atticus redeten. Es machte ihn glücklich einfach nur dabei zuzusehen. Diesmal setzte er sich auch nicht neben Cara, sondern neben AJ, damit dieser das Gespräch mit seiner Ma weiter führen konnte.
„Klar, total pflegeleicht. Dann erzähl ihr doch mal, wie ihr euch kennengelernt habt. Nach dem ersten Treffen kam er mit einem blauen Auge nach Hause und hat behauptet, ein Buch wäre ihm ins Gesicht gefallen“
Diese kleine Anekdote erzählte er immer wieder gern xD weil sie so bescheuert war und das einfach gar nicht zu seinem intellektuellen, kleinen Genie passte. Aber vielleicht würde sie Cara ja ein wenig zum Schmunzeln bringen.

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#13

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 21:26
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Hatte Edward gehofft, dass Joey gelogen hatte, was sein Stelldichein mit Cara anging? Hätte Selbige vielleicht nicht zugeben sollen, dass das wirklich passiert war? Doch wozu leugnen? Sie wollte die Umstände vielleicht nicht erklären, aber wenn er es eh schon offenbart hatte, lag kein Sinn mehr darin, es abzustreiten. Ihr kam gar nicht in den Sinn, dass Ed ihr vielleicht eher glauben würde als diesem Penner. Obwohl das eigentlich auf der Hand liegen sollte.
Die nächste Frage ging aber wirklich unter die Gürtellinie. Und die Antwort auf ihre tat noch viel mehr weh. »Das ... das ist nicht deine Entscheidung, Ed.«
Es war nicht an ihm, zu bewerten, was ihre Würde traf und was nicht. Das konnte er nicht mal beurteilen, er war vierzehn Jahre lang nicht da gewesen. Und wenn es darum ging, ihre Familie zu finden oder zu überleben, damit sie weiter suchen konnte ... war sie bereit gewesen, alles aufzugeben. Deshalb saß hier ja nur noch ein Schatten. Man konnte darüber streiten, ob das sinnig und richtig gewesen war. Cara hatte oft genug daran gezweifelt. Und doch saß sie jetzt hier mit Ed und AJ, nicht wahr? Irgendwas aus der Summe der Dinge, die sie getan und zugelassen hatte, war dann doch nicht so falsch gewesen.
Andere Entscheidungen hingegen konnten sie ab sofort zumindest gemeinsam treffen. Weswegen Cara nun versöhnlicher gestimmt nickte und kurz Edwards Hand drückte.
Die beiden waren also die meiste Zeit unterwegs, aber es gab mit Balar einen Ort, an dem sie ab und an mal verschnauften. Cara könnte ihnen einen weiteren nennen, den sie vielleicht in Zukunft öfter mal aufsuchen wollten. Doch noch war sie egoistisch und wollte das Wiedersehensglück nicht teilen. Von Nalas Überleben könnte sie ihnen auch am nächsten Tag noch berichten.
»Ich wünsche mir vor allem, bei euch zu sein. Zwar war auch ich ähnlich rastlos wie ihr und bin es ... auf gewisse Weise überdrüssig. Aber vielleicht gewöhne ich mich wieder an dieses Leben, wenn ich es mit euch verbringe. Lasst es uns einfach ausprobieren. Wir werden schon einen Weg finden, der für uns alle funktioniert.« AJs Beziehung mussten sie auch mit einbeziehen. Auch wenn Cara noch nicht ahnte, wie kompliziert diese wirklich war.
Wenig später saßen sie erneut auf dem Bett und als Alphonse von seinem Partner berichtete, legte er sich ganz verträumt mit dem Rücken auf die Matratze. Cara tat es ihm kurzerhand gleich und drehte den Kopf seitlich, damit sie ihn und Ed weiterhin anblicken konnte. Sie liebte bereits jetzt jede Anekdote, die die beiden erzählen würden und es half ihrem Herz, sich immer weiter zu öffnen. Sodass sich auch bei ihr das familiäre Gefühl vergrößerte.
Alphonse winkte ab wegen der Sache mit dem blauen Auge. »Wir haben uns einfach in einer doofen Situation getroffen. Er war angepisst, ich war angepisst und wir haben es jeweils am anderen ausgelassen. Dann haben wir gekämpft. Er ist echt stark und kann Karate.« Feivel schwärmte echt total von seinem Skaterboy. <3 »Bei unserem zweiten Treffen mussten wir notgedrungen wegen ein paar Beißer zusammenarbeiten.« Kein Grund, von der Riesenherde zu berichten und Cara zu beunruhigen, oder? xD »Und danach haben wir uns noch mal getroffen. Da hat es Klick gemacht. Ich dachte erst, ich werde krank, weil mein Körper in seiner Nähe so verrückt gespielt hat.«
Cara schmunzelte. »Sich zu verlieben kann einem anfangs ganz schön Angst machen.« Kurz glitt ihr Blick zu Ed, doch sie zwang sich, sofort zurück zu ihrem Sohn zu sehen. Drehte sich gar komplett auf die Seite, damit sie keine Nackenstarre bekam.
»Ich hab auch immer noch Angst«, gestand AJ kleinlaut. Er hatte mit Ed schon darüber gesprochen, aber irgendwie war das Bedürfnis, es seiner Mutter zu erzählen, übermächtig. Also sprudelten die Worte nur so aus ihm heraus. »Aber all die schönen Momente und Gefühle überwiegen. So soll es doch sein, oder?«
Cara nickte und streckte vorsichtig die Hand aus, um AJs zu greifen. »Ich freu mich schon darauf, Atticus kennenzulernen.«
Warum Feivels Blick plötzlich nicht mehr nur verliebt war, sondern kurz einen unsicheren Glanz annahm, wusste sie nicht. Vielleicht hatte er einfach nur Sorge, seinen Freund vorzustellen. War ja auch aufregend. AJ hingegen hatte mehr an Joey gedacht und dass da wohl oder übel noch ein Problem bei der ganzen Sache auf sie wartete. Dass die beiden miteinander geschlafen hatten, war für Ed garantiert schon Grund genug, auszurasten.
Cara fand es gerade einfach nur schön, so zu liegen und ihre beiden Jungs anzusehen. Sie war ... tatsächlich für einen Moment einfach nur glücklich und wollte dieses Gefühl so lang erhalten wie möglich.

@Edward Drummer

zuletzt bearbeitet 02.03.2023 21:34 | nach oben springen

#14

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

02.03.2023 22:59
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Natürlich hatte er gehofft, dass die Worte von Joey nur heiße Luft gewesen war. Dass Cara ihn abblitzen hatte lassen, weil er ein widerlicher und erbärmlicher Penner war! Vielleicht wollte er ja nur angeben und einen auf dicke Hose machen, um Ed zu provozieren. Dass er jedoch die Wahrheit gesagt hatte.. naja…. das fühlte sich einfach nicht richtig an. Ed kam damit nicht gut klar. Was hatte Cara noch so getrieben in den letzten 14 Jahren? Es lag ja nicht mal nur an ihm. Es fühlte sich auch wegen Alphonse senior falsch an. Seit er Cara kannte, hatte sie immer zu seinem Bruder gehört. Weswegen er sich auch so häufig für seine romantischen Gedanken gescholten hatte. Aber nun zu hören, dass es offenbar jedem Penner vergönnt war sie zu berühren… das war einfach Scheiße. Aber sie hatte Recht… es war nicht an ihm das zu bewerten oder ihre Entscheidungen in Frage zu stellen. Er musste sie nun sowieso akzeptieren. Gefallen mussten sie ihm aber trotzdem nicht. Womit er jedoch echte Schwierigkeiten haben würde, wäre es wohl, wenn Cara irgendwelche Kerle mit nach Hause brachte, die nicht sein Bruder waren. Oder er selbst. Das…. könnte noch für einiges an Zündstoff sorgen.
„Ich wollte damit einfach nur sagen…. du hast etwas Besseres verdient…“
Aber irgendwie wurden seine Worte ständig negativ ausgelegt. Es war schon ein bisschen zum Verzweifeln.
Hoffentlich konnten sie dieses Thema nun abhaken. Denn Edward war offenbar schon in genug Fettnäpfchen getreten. Da war es besser darüber zu reden, wohin sie gemeinsam gehen würden.
„mh.. wir könnten uns fürs Erste.. eine etwas stabilere Behausung einrichten.. zumindest in Gehweite von Atticus Kolonie..“
Sie könnten eine Hütte bauen oder herrichten. Nicht im Gebiet der Wicked.. aber zumindest nicht weiter entfernt als das Funkgerät reichte. So hätte Atticus seine Beziehung, Cara ihre Stabilität. Und Ed? Naja.. der würde bei allem auf die beiden aufpassen und hoffentlich so seinen Platz im Leben finden, selbst wenn es ihn umtrieb.

Ed blieb sitzen, während die beiden sich hinlegten und sah auf sie hinab. Dieser Anblick war wirklich wunderschön und seine Stimmung wurde erneut melancholisch. Er schmunzelte gar ein bisschen wegen AJs Erzählungen. Er hätte niemals erwartet, dass dieser je von einem anderen Menschen so schwärmen konnte. Wo war all die Verbitterung hin? Die Missgunst und Verständnislosigkeit, die ihm so oft entgegen geprallt war? Edward war wirklich dankbar darüber, dass AJ diese Erfahrung machen durfte. Auch wenn er nach wie vor der Auffassung war, dass diese Beziehung kein gutes Ende nehmen würde. Aber offenbar waren die Erfahrungen, die er mit Atticus machte… all den kommenden Schmerz wert. Und wenn es so weit war, würde er für ihn da sein. Ihn halten und auffangen. Diesmal gemeinsam…. mit Feivels Mutter. Das war ein wirklich tröstender Gedanke.
Sich zu verlieben konnte Angst machen? Ja und wie. Bei diesen Worten traf sich Caras und sein Blick kurz. Aber auch er sah rasch wieder woanders hin, da er sich irgendwie ertappt dabei fühlte, so als würde sie nicht länger über AJ reden, sondern über ihn.
Er wollte aber nun gar nichts dazu sagen. Also schwieg er. Denn er genoss es gerade ungemein den beiden einfach nur zuzuhören. Das hier war Mutter-Sohn Zeit und in die wollte er sich wirklich nicht drängen.
Stattdessen beobachtete er ein bisschen Caras Körpersprache. Sie sah wirklich nicht völlig gesund aus. Ob er sich deswegen Sorgen machen musste? Das wollte er aber nicht vor Alphonse ansprechen. Nur irgendwie sah Cara ziemlich müde und erledigt aus. Weshalb er nach einer ganzen Weile auch meinte.
„All die anderen Teeniedramen kannst du ihr noch in den kommenden Tagen erzählen. Ich denke.. für heute hatten wir alle genug Aufregung. Und mein alter Rücken sehnt sich definitiv nach einem weichen Bett. Du musst aber nicht extra ein Zimmer für uns organisieren.. wir sind es gewohnt auf engstem Raum zu schlafen“
Immerhin ging er ja noch davon aus, dass sie sich nun zu dritt ins Bett kuscheln würden. Mit AJ als Puffer oder so. Und das war dann doch okay, oder?

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#15

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

03.03.2023 08:27
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Cara hatte nicht vor, dutzende Kerle anzuschleppen. Kaum einem Mann, mit dem sie in der Vergangenheit geschlafen hatte, war sie mit echter Zuneigung begegnet. Und Joey schon mal gar nicht. Sie hatte sich stets weg geträumt. Manchmal zu ihrem verstorbenen Mann. Und manchmal auch ... zu Ed. Irgendwann öfter zu ihm. Denn zuletzt hatte ihr Herz eben ihm gehört. Seit ihrer Fehlgeburt war das Interesse an romantischen Verbindungen irgendeiner Art sowieso zum Erliegen gekommen. Erst jetzt loderte wieder ein zartes Flämmchen auf, was Cara aber versuchte, zu ignorieren. Sie musste sich auf ihren Sohn konzentrieren. Und was hätte sie Edward auch schon zu bieten? Nur ein Wrack. Wahrscheinlich könnte sie ihm auch kein Kind mehr schenken, falls er sich doch noch eines wünschte. Wer wusste schon, was in ihrem Unterleib los war. Und womöglich hatte Ed in Balar ja jemanden, wenn sie dort so regelmäßig Halt machten. Musste ja nichts Ernstes sein. Aber Cara wollte sich da nicht reindrängen. Außerdem spielten Eds Gefühle ja vielleicht auch gar nicht mehr so verrückt wie damals. Sie hatten nie darüber gesprochen, aber gespürt hatten es wohl beide. Auch jetzt konnte Cara die Anziehungskraft, die von ihm ausging, nicht leugnen.
Wegen Joey zuckte sie nur noch die Schultern. Sie hatte sich durchaus Besseres gewünscht und war doch nur durch Scheiße gewatet. So war es eben, das Leben. Aber nun würde es ja vielleicht endlich besser werden.

Das Thema zukünftige Behausung war da schon vielversprechender. Auch AJ wurde auf einmal ganz hibbelig. »Warte mal! Du sagst, wir können echt in der Nähe der Wi ... von Atticus bleiben???« Das hatte er nun nicht erwartet. Sie waren schon vor der Suche nach Cara ständig umhergezogen. Da war er automatisch davon ausgegangen, das würde auch weiterhin passieren. Er fühlte sich schließlich ebenfalls oft rastlos. Und wie sollte er mehr Wissen erlangen, wenn er an Ort und Stelle blieb? Aber wenn Cara sich Stabilität wünschte, wollte auch er ihr das geben. »Vielleicht können wir ja jedes Jahr eine kleine Pilgerreise machen«, schlug er mit einem Grinsen vor. Und zum Vorrätesuchen mussten sie ohnehin regelmäßig losziehen. Schade, dass sie mit den Wicked keine Handelsbeziehung aufbauen konnten. Das wäre ideal gewesen, wenn man schon im Schatten einer Kolonie lebte. Aber diese war eben eine abgrundtiefböse.
Cara nickte mit einem Lächeln. »Dann nehmen wir uns das vor und schauen, wie es läuft. Unseren Plan anpassen können wir immer noch.« In einer Apokalypse musste man schließlich flexibel sein, sonst segnete man schnell das Zeitliche.

Atticus hatte schon enorm viel für Feivel verändert. Dinge, die er vorher nie verstanden hatte – das Thema romantische Liebe und das Gefühlschaos, das damit einherging – erschlossen sich ihm auf einmal. Oder er konnte es zumindest nachvollziehen. Kapieren, was da passierte, tat er oft trotzdem nicht. Warum man sich so bescheuert verhielt manchmal oder wie betrunken war. Rein biologisch betrachtet wusste er, woher das kam. Hormone und so. Aber es selbst zu erleben und sich den Gefühlen so ausgeliefert zu sehen, war schon was anderes. Als wäre die Pubertät nicht schon genug. Für Ed kam diese Veränderung sicher zu spät. Sonst wäre er mit Violet vielleicht glücklich geworden. Andererseits wäre diese Frau wohl spätestens jetzt im Weg ...
Außerdem war Feivel seit dem ersten Zusammentreffen mit Atticus extrem oft dazu gezwungen gewesen, über seine Gefühle zu sprechen und dadurch auch einiges über sich und seine Mitmenschen gelernt. Ob Edward Cara wohl von der Sache mit Violet erzählen würde? Darüber wollte er jetzt lieber nicht nachdenken. Über seinen Skaterboy zu schwärmen war viel schöner. Auch wenn der Vermissungsschmerz ins Unermessliche stieg. Eigentlich wollte Feivel seinem Partner alles brühwarm erzählen, was heute passiert war. Doch das ging leider nicht.
Während sie auf dem Bett lagen, packte er noch ein paar Geschichten aus. Was sie bei dem Kurzurlaub so getrieben hatten. Die abgespeckte Version natürlich. Den Gameboy hatte Atticus irgendwo gefunden, den Sex ließ er komplett weg, aber ... er erzählte nun beiden Elternteilen, dass sie die berühmten drei Worte einander gesagt hatten. Das hatte er auch Ed noch nicht offenbart. Jetzt wussten es beide und das war irgendwie schön. Feivel hätte auch nie gedacht, dass er mal so rumschwärmen und bereitwillig von seiner Beziehung erzählen wollte. Aber da er merkte, dass es Cara guttat und ihm selbst auch ... plauderte er einfach immer weiter. Somit ging es dann doch recht schnell mit den ersten Schritten Richtung Mutter-Sohn-Bonding. Dabei übersah Feivel jedoch körperliche Anzeichen, die Ed dafür bemerkte. Wie müde und ausgelaugt Cara wirkte, obwohl sie nun viel mehr lächelte und sich offenbar für ihren Sohn freute.

Als Ed jedoch suggerierte, sie könnten sich zu dritt auf das Bett quetschen, richtete sich Alphonse auf und schüttelte den Kopf. »Sorry, aber ich wünsch mir den Luxus der Privatsphäre, wenn ich die Möglichkeit schon mal hab. Ihr könnt ja hier schlafen, ich hätte ich gern ein eigenes Zimmer.« Warum er nun so blöde schief grinste, konnte er sich nicht erklären. Schnell unterband er es. Ed wusste dafür wohl nur zu gut, was er in so gut wie jeder Nacht trieb. Die körperliche Sehnsucht nach Atti war noch schlimmer, seit sie miteinander geschlafen hatten. Und Feivel war nun mal ein Teenie. Ein Spätzünder zwar, aber das bedeutete ja nur, dass er noch viel nachzuholen hatte. xD
Cara konnte diesen Wunsch verstehen, auch wenn sie es schade fand, dass die nun endlich wieder vollständigen Drummers sich für die Nacht trennen würden. Auch wenn Feivel nur ein paar Zimmer weiter wäre. Kurz warf sie Edward einen fragenden Blick zu, ob er es sich unter den Umständen noch einmal anders überlegen wollte. Mit ihr allein im Bett zu liegen ... sie wusste nicht, ob er das wollte. Sie ... wollte es schon. Ganz allein zu schlafen würde ihr irgendwie das Herz brechen.
So oder so regelte sie dann kurz das mit dem Gästezimmer und zeigte AJ das, was ihm zugeteilt wurde. Außerdem besorgte sie aus dem Fundus frische Klamotten und welche zum Schlafen. Für Ed und für AJ. Duschen konnten sie auch, wenn sie wollten. Feivel fiel jedoch erst mal ins Bett und umklammerte sein Funkgerät. Inzwischen tat er es seinem Partner gleich und quatschte jeden Abend hinein. Er ließ es zwar aus dabei, um die Batterien zu schonen, aber es half trotzdem.
Cara verzog sich kurz ins Bad. Geduscht hatte sie bereits am Morgen, aber nun öffnete sie für den Schlaf ihr Haar und zog sich was Gemütlicheres an. Eine Jogginghose und obenrum ein enganliegendes Tanktop. Es würde Edward nun verdeutlichen, wie abgemagert sie tatsächlich war, aber darüber dachte Cara gar nicht nach. Obwohl sie unterbewusst Ed immer noch gefallen wollte. Sonst würde sie ihren BH nicht anlassen, so unbequem das auch war zum Schlafen. Aber sie war nun mal keine 24 mehr und irgendwie bereitete ihr das plötzlich mehr Komplexe, als sie ohnehin schon hatte. Eigentlich unfassbar, wie jung sie damals alle noch gewesen waren.
Als sie sich so halbwegs vorzeigbar fühlte, trat sie wieder in ihr Zimmer und zu Ed.

@Edward Drummer

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#16

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

03.03.2023 22:04
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Ob Ed sich weiterhin mit Frauen vergnügen würde? Naja.. hing wohl davon ab, wie sich das mit Cara entwickelte. Wenn er weiterhin in der Friend Zone oder eher gesagt Schwager Zone bleiben würde.. war das wohl nicht zu vermeiden. Aber für den Moment wollte er erst mal sehen, wie sich die Dinge entwickelte. Er machte sich nicht wirklich Hoffnungen bei Cara… denn es war so viel Zeit vergangen. Viele Dinge hatten sich geändert. Und auch wenn er damals vielleicht das Gefühl gehabt hatte, dass da tatsächlich etwas zwischen ihnen entstehen könnte… war er sich heute nicht mehr so sicher. Denn vielleicht hatte sich Cara damals einfach nur von ihrem Verlust ablenken wollen und nach jemandem gesucht, der sie auffing. Aber nun war sie so lange alleine gewesen und Edward wusste absolut nicht was ihr widerfahren war. Womöglich.. brauchte sie ihn gar nicht mehr und damit wäre vielleicht auch ihr Interesse an ihm erloschen. Er wusste es nicht. Gerade konnte er Cara überhaupt nicht einschätzen. Aber das würden sie wohl noch herausfinden. Irgendwann.

„Ich habe nicht gesagt in unmittelbarer Nähe. Aber zumindest.. in der Gegend.“
Vielleicht ein oder zwei Tagesmärsche entfernt, sodass das Walkie noch funktionierte und sie sich einigermaßen regelmäßig sehen konnten. Cara wäre vielleicht verwundert weshalb es Ed so wichtig war nicht zu nahe an der Kolonie zu leben. Aber das würde er ihr ein anderes Mal erzählen. Nun wollte er die Stimmung nicht erneut trüben.
„Eine Pilgerreise? Wen möchtest du denn bekehren?“
Fragte Ed schmunzelnd. Denn taten das nicht nur Gläubige? Bislang hatte er nicht den Eindruck als wäre sein Sohn besonders gottesfürchtig. Aber vielleicht war Atticus es ja und versuchte ihn in irgendeine Sekte zu ziehen. Wer weiß was bei den Wicked noch so abging.
Flexibel mussten sie ohnehin bleiben. Aber für den Anfang schien der Plan doch nicht so schlecht. Hauptsache Alphonse und Cara waren glücklich damit.

Edward lächelte und klopfte seinem Jungen noch mal auf die Schulter, als er meinte, die zwei Teenies hätten einander die Liebe gestanden. Das war süß. Ein bisschen naiv und dumm.. aber süß. Er beneidete ihn womöglich ein bisschen um dieses Gefühl. Denn Edward hatte Cara nie sagen können was er empfand.
Trotzdem war es nun Zeit sich etwas auszuruhen nach all der Aufregung. Auch wenn Feivel ja wirklich plapperte wie ein Wasserfall. Das fand Edward schön, denn normalerweise öffnete er sich niemandem so schnell. Offenbar waren die Gefühle für seine Mutter also immer noch vorhanden. Das erleichterte ihn ehrlich gesagt ziemlich. Denn das hätte auch viel steifer ablaufen können.
Jedoch verging ihm sein dümmliches Lächeln sofort wieder, als AJ meinte er wollte etwas Privatsphäre.
„Wie du… möchtest nicht hier schlafen!?“
Er blinzelte ihn kurz irritiert an, weil ihm in diesem Augenblick bewusst wurde, was das bedeutete. Nämlich.. dass er mit Cara alleine im Bett schlafen würde. Und das war kein Doppelbett sondern nur ein kleines Einzelbett!
Er sah seinen Sohn sogar kurz ein bisschen hilfesuchend an. So nach dem Motto -dein Ernst?!- das konnte er ihm doch nicht antun! Also.. normalerweise hatte er echt kein Problem damit mit einer Frau das Bett zu teilen, aber das hier war Cara!!! AJs Mutter!! Und sein Sohn wusste was er für sie empfand!
Aber seine jugendlichen Hormone waren wohl gerade wichtiger hm?? na gut, konnte Edward verstehen aber trotzdem… machte ihn das nun ziemlich nervös. Dabei sollte er das nicht sein. Er sollte Cara einfach nur als seine Schwägerin sehen, dann war überhaupt nichts Seltsames an der Situation. Ja genau!
„Naja also… wenn das für dich okay ist? Ich kann auch auf dem Sessel schlafen..“
Falls ihr das dann doch zu viel Nähe zu ihrem … Schwager war. Selbst früher hatten sie nicht gemeinsam in einem Bett geschlafen, das hier wäre also die Premiere. Und das nachdem sie sich so lange nicht gesehen hatten.
Während Cara Alphonse sein Zimmer zeigte stieg Edward unter die Dusche. Zum Schlafen trug er nicht mehr als Shorts und das kurzärmlige T-Shirt das Cara ihm hin gelegt hatte. Welches er gerade noch über zog, als sie wieder herein kam.
Edward war nach wie vor in ziemlich guter Form, da er extrem viel trainierte. Wahrscheinlich wäre er sogar durchtrainierter als früher, was aber leider nicht mehr so ganz möglich war, weil es nur noch wenig Nahrung gab. Das mit dem Muskelaufbau funktionierte also nicht mehr ganz so gut. Aber Ed war trotzdem in Topform und immer noch gut gebaut.
Als Cara in ihren Schlafklamotten wieder kam sah er nur noch deutlicher, dass sie es offenbar nicht war. Das tat ihrer Schönheit keinen Abbruch.. aber es bereitete ihm Sorgen.
Er hatte inzwischen auf dem Bett Platz genommen und sah dann ein bisschen nervös zu Cara. Versuchte das aber sogleich zu überspielen.
„Schläfst du immer noch lieber auf der linken Seite?“
Früher hatten Alphonse und sie schließlich ihre festen Betthälften und seltsamerweise hatte er sich gemerkt wo Cara schlief… selbst wenn er nie neben ihr gelegen hatte. Aber er wusste viele Dinge…. die er eigentlich nicht wissen sollte.

@Cara Drummer


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#17

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

03.03.2023 22:48
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»So nah, dass wir funken können?«, hakte Feivel aufgeregt nach. Das würde ihm ja schon reichen. Dass er und Atti nicht mehr in ein totes Walkie reden mussten, ohne dass je Antwort kam. Von der Stimme seines Partners beim Einschlafen begleitet werden oder umgekehrt. Vielleicht wäre der Ort auch nah genug, dass Atti sie mal besuchen könnte. Dann könnten sie wie eine richtige Familie zusammen an einem Tisch sitzen, Mahlzeiten einnehmen, spielen, reden und einfach Zeit miteinander verbringen. Das stellte er sich gerade sehr schön vor und Atti würde das auch gut tun.
Sesshaft zu werden beunruhigte AJ trotzdem auf eine gewisse Weise. Weswegen er eine regelmäßige Pilgerreise vorschlug. Bei Eds Kommentar verdrehte er die Augen. »Dad. Wer pilgert, befindet sich in der Regel zwar auf einer spirituellen Wanderung, aber das muss nicht unbedingt was mit Religion zu tun haben. Ich glaube an das Wissen. Und das möchte ich sammeln. Also wäre es eine Pilgerreise für mich.« Feivel zuckte mit den Schultern ... und ergänzte, weil sein Bildungsauftrag noch nicht abgeschlossen war: »Und ganz nebenbei gesagt stammt das Wort ›Pilgern‹ vom lateinischen Wort ›pergere‹ ab, was lediglich ›jenseits des Ackers‹ oder ›in der Fremde‹ bedeutet. Also kannst du es auch als einfache Wanderung verstehen.«
Cara musste bei diesen Ausführungen schmunzeln. »Mein hochbegabter Sohn«, stellte sie fest. »Auf solche Klarstellungen muss ich mich wohl gewöhnen, hm?«
Daraufhin grinste Alphonse und ließ sich mit einem knappen »Jepp« wieder zurück aufs Bett fallen.

Wäre das Eis nicht gebrochen, würden sie wohl immer noch alle mehr oder weniger schweigend hier sitzen und es hätte sich weiterhin unnatürlich angefühlt. Aber da die Erwachsenen nicht in der Lage gewesen waren, einen Weg zu finden, das zu ändern, hatte Feivel es in die Hand nehmen müssen. Und da er sich somit überwunden hatte, über Atticus zu reden, konnte er plötzlich nicht mehr damit aufhören. Es war nämlich schön, seine Ma daran teilhaben zu lassen. Egal, für wie naiv und dumm seine Eltern die Liebesbekundung der Teenies auch finden mochten. Für Feivel hatte es die Welt bedeutet. Und vielleicht dachte Ed ja auch nur so, weil er neidisch war. Aber AJ konnte ihm ja nicht in den Kopf gucken und musste sich deswegen auch keine Gedanken darum machen. Gerade war er einfach nur happy. Wollte aber trotzdem ein eigenes Zimmer für die Nacht.
Er bemerkte ja den hilfesuchenden Blick seines Vaters, hob daraufhin aber nur vielsagend die Augenbrauen. Wo war denn hier das Problem? Eigentlich hatte er gedacht, die Erwachsenen wollten ein bisschen allein über ihn lästern oder sich austauschen. Oder ... sich wieder annähern. Sie brauchten ihn doch nicht als Kindermädchen. Wobei ... eben hatte er das sinkende Schiff ja auch retten müssen. Irgendwann war aber auch mal gut!

»Dass du woanders als auf dem Bett schläfst, will ich nicht hören«, gab Cara mit einem Schmunzeln zurück. »Ich kann das Knarzen deines Rückens ja kaum ignorieren.« Sie könnte natürlich auf dem Sessel pennen. Oder einen Schlafsack organisieren und sich mit dem auf den Boden legen. Aber eigentlich ... wollte sie sich zu Ed begeben. Ihm nah sein. Und wenn es nur auf eine total unschuldige Weise war. Das so direkt zu sagen, war ihr jedoch unangenehm. Also schob sie die Sorgen um Eds ›alte‹ Knochen vor.
Bald stand sie also in Schlafklamotte vor ihrem Bett und betrachtete ihren Schwager. Eine gewisse Nervosität waberte durch den Raum, aber das war doch auch verständlich. Nichts Ungewöhnliches.
Auf seine Frage hin lächelte sie. Sie hatte es früher schon faszinierend gefunden, wie viele Details er über sie wusste, während Alphonse sogar ganz zerstreut ihren Hochzeitstag vergessen hatte. Den einen ... der ihnen vergönnt gewesen war. Auch an diesen hatte Ed ihn gerade noch rechtzeitig erinnert. Etwas, das Al Cara beim romantischen Abendessen gestanden hatte. Sie hatte es süß gefunden. Jetzt weckte die Erinnerung auch Nostalgie und Schmerz. Und Dankbarkeit, weil Edward immer für seinen Bruder dagewesen war.
»Ja. Links ist mir immer noch lieber«, gestand sie. Nach einem nochmaligen Zögern setzte sie sich nicht noch kurz neben Ed, sondern ging direkt zur besagten Seite und kletterte dort unter die Bettdecke. Sie drehte sich seitlich, sodass sie ihren Schwager ansehen konnte. Das Licht löschte sie noch nicht. Vielleicht ... redeten sie ja noch. Cara wünschte es sich. Auch wenn sie sich schwertat, einen Anfang zu finden, jetzt wo sie allein waren.

@Edward Drummer

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#18

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

03.03.2023 23:11
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Edward wusste auch nicht, weshalb er Alphonse plötzlich all diese Zugeständnisse machte. Offenbar lag das einzig und allein an Cara. Und dass er deswegen wieder… an die Liebe glaubte? Wie klischeehaft. Aber gerade wollte er Atticus und Alphonse wirklich unterstützen und ließ sich deshalb zu so einem Vorschlag hinreißen. Auf welchen er also nur mit einem schwachen Lächeln nickte. Womöglich würde er das später noch bereuen oder doch noch einen Rückzieher machen. Aber für den Moment fühlte sich alles so surreal aber richtig an. Vielleicht wollte er Cara auch beeindrucken und ihr zeigen, was für ein toller und verständnisvoller Dad er war. Um zu verschleiern wie viel Dunkelheit auch in ihnen beiden steckte. Wer weiß… denn seine größte Angst hatte er bisher noch nicht angesprochen. Und würde es wohl auch nie. Wenn Cara enttäuscht davon war wie er Feivel erzogen hatte… würde sie ihn das schon noch spüren lassen.
Aber er bereute ja schon, dass er ihn wegen der Pilgerreise aufgezogen hatte und verdrehte bei seinen Ausführungen deshalb die Augen. Sah dabei nur zu Cara rüber und deutete auf AJ
„Da siehst du womit ich mich die letzten 13 Jahre lang rumschlagen musste“
Und ignorierte völlig was sein Sohn ihm da eigentlich erzählte. Denn er wusste sowieso… dieses Wortgefecht würde er verlieren. Alphonse würde auf alles was er sagte, nun irgendetwas klügeres erwidern.
Dadurch erkannte Cara nun auch, dass seine Hochbegabung sich manifestiert hatte. Bei manchen Kindern wuchs sich das immerhin aus. Bei Alphonse war das jedoch nicht passiert. Selbst die Apokalypse hatte seine Intelligenz nicht stoppen können.

Oh toll, Alphonse hatte nun so viel über Liebe und co. geredet aber warum sein Dad nervös wurde, weil er ihn hier mit Cara allein lassen wollte verstand er nicht, ja? Naja, womöglich weil es auch einfach nicht Edwards Ding war. Für gewöhnlich beunruhigte ihn die Gesellschaft von Frauen nicht und er ging sehr locker damit um. Aber das hier war etwas völlig anderes! Also vielen Dank AJ…
Doch er hatte ja Recht. Ed musste sich daran gewöhnen Cara wieder näher zu kommen. Sie waren immerhin eine Familie. Er musste lernen normal mit ihr umzugehen. Und nicht wie ein verdammter, verliebter Teenager. Denn das würde die ganze Situation nur noch verkomplizieren und diese Familienzusammenführung vielleicht zerstören. Mit ihr durfte er es nämlich keineswegs verkacken… auf welche Weise auch immer. Also wollte er sich zusammen reißen.
Also ergab er sich Drummers strengem Befehl xD und würde heute Nacht das Bett mit ihr teilen. Ganz unschuldig natürlich.
„Na schön, mein Rücken wird es mir wohl danken. Wir sind echt alt geworden, was?“
Sagte er nun mit einem Schmunzeln. Glücklicherweise wurden Männer im Alter ja immer schöner. Sagte man zumindest, weshalb Ed sich über sein Aussehen keinerlei Sorgen machte.
Als Cara sich nun einfach hinlegte… wollte auch er ihr nicht länger den Rücken zudrehen und kroch zu ihr unter die Decke.
Dass sein Herz dabei fest zu pochen begann… versuchte er zu ignorieren. Hoffentlich konnte Cara es nicht hören oder fühlen. Es kam ihm nämlich gerade so vor als wäre es verflucht laut!
Schon seltsam diese Situation. Er hatte noch nie das Bett mit einer Frau geteilt, mit der er nicht auch intim geworden war. Das fühlte sich eigenartig an. Aber mit der Familie tat man das oder? Also musste er es einfach so sehen. Drehte sich nun ebenfalls zur Seite und legte sich auf seinen Arm, während er Cara betrachtete.
Er würde seine Sorgen wegen ihrem Gesundheitszustand gerne ansprechen. Aber… dafür war es noch zu früh. Das musste warten, bis sie sich wieder etwas angenähert hatten. Also sollte er erst mal ein unverfängliches Thema wählen. Wobei.. das war es eigentlich auch nicht. Aber dabei ging es nicht direkt um sie beide.
„Du fragst dich bestimmt weshalb ich so vorsichtig agiere wegen der Kolonie in der Feivels Freund lebt. Das liegt daran…. dass sie leider ziemlich gefährlich und skrupellos sind.. deshalb war ich anfangs auch gegen die Verbindung der beiden. Aber naja.. die Liebe setzt sich am Ende wohl gegen alle Widrigkeiten durch“
Warum er Cara bei diesen Worten nun so tief in die Augen schaute…. das passierte einfach automatisch! Er konnte das nicht kontrollieren, verdammt.

@Cara Drummer


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#19

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

03.03.2023 23:43
Cara Drummer Cara Drummer (gelöscht)
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Alphonse musste das wohl ausnutzen, dass Ed gerade so gönnerhaft war, hm? Wobei er solche Zugeständnisse nicht erst seit heute machte. Er hatte Feivel und Atti schließlich auch einen Kurzurlaub gegönnt und war allein umher gezogen. Das hätte er nicht tun müssen.
Cara bekam ja gerade nur einen kleinen Einblick in das Zusammenspiel von Vater und Sohn. Oder ... Onkel und Neffe. Das waren sie eigentlich. Dass Feivel Ed ›Dad‹ nannte, hatte sie schon bemerkt. Und es war nur natürlich, dass die beiden diese Rollen füreinander eingenommen hatten. Für Alphonse senior war das sicher auch in Ordnung. Cara versetzte es auf gewisse Weise einen Stich, weil ihr verstorbener Mann nie die Gelegenheit bekommen hatte, sich so ein Verhältnis zu AJ aufzubauen wie Ed es nun vergönnt war. Aber sie war einverstanden damit. Mehr als das, sie fand das total schön und es verdeutlichte ihr, wie sehr die beiden seit der Trennung von ihr zusammengewachsen waren. Sie hatten immer einander gehabt. Dieses Wissen stimmte sie glücklich.
»Ich freu mich auf weitere Belehrungen«, offenbarte sie. Egal, ob sie irgendwann genervt sein würde, gerade könnte sich AJ stundenlang zuhören, wie er ihr Dinge erklärte. Demnach konnte sie sich nicht vorstellen, dass sich dieses Gefühl jemals ändern würde.

Eigentlich dachte Feivel, er würde seinem Dad auch einen Gefallen tun, indem er ein eigenes Zimmer forderte. Na ja ... er zog es trotz Eds alarmierten Blicke durch, sodass seine Eltern wenig später allein waren.
Wegen des Alters schmunzelte Cara. »Wem sagst du das.« Sie hatten dieselbe Jahreszahl auf dem Buckel. Im Gegensatz zu ihr hatte sich Ed jedoch weitaus besser gehalten.
Da ihr eigenes Herz mindestens genauso heftig pochte, hörte sie darüber nicht das von Ed. Er musste sich also keine Sorgen machen. Für einen Moment sahen sie sich einfach nur an. Cara sollte eigentlich tausende Fragen haben, aber ihr Kopf war gerade total leer. Vielleicht, weil sie immer noch überfordert war.
Somit war es Edward, der ein Gesprächsthema einleitete. Es ging um Atticus, der ... in einer gefährlichen Kolonie lebte? Was natürlich sofort Sorge auslöste. »Er behandelt ... Feivel aber gut, hoffe ich?« Sie wusste leider, wie die Typen in solchen Verbünden tickten. Wohingegen andere irgendwie gefangen in ihnen waren. Ausbrechen wollten, aber nicht konnten. So war es ihr ja auch manchmal gegangen. Also lag es ihr eigentlich fern, Atticus zu verurteilen. Und würde der Junge ihren Sohn misshandeln, würde Edward es sicher nicht zulassen, dass die beiden sich weiterhin trafen.
»Und ... wie funktioniert diese Beziehung dann? Weiß Feivels Kolonie von euch, habt ihr dort Zugang? Wie heißen sie?« Vielleicht hatte Cara schon mal von ihnen gehört?
Was die Liebe und Widrigkeiten anging ... da schmunzelte sie. Allerdings dachte sie da eher an Alphonse senior. »Da hast du recht. Hätten Al und ich uns nicht trotz der Yakuza aufeinander eingelassen ... würde es Feivel nicht geben.« Ob sie Edward damit unbeabsichtigt einen Korb gab? Das wollte sie eigentlich nicht. Nur lag der Gedanke gerade fern, dass Ed von ihnen beiden sprechen könnte, auch wenn er sie gerade so intensiv anblickte.

@Edward Drummer

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#20

RE: Juni 2023 | The persistence of hope | Cara, Ed, Al

04.03.2023 00:08
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Ed dachte gar nicht darüber nach, wie seltsam es für Cara sein musste, dass AJ ihn Dad nannte! Einfach weil… es so normal und natürlich für ihn war, dass er nicht auf die Bezeichnung achtete. Doch vielleicht würde er das noch, wenn sich der erste Sturm erst mal gelegt hatte. Denn er wollte seinem Bruder seine Rolle bestimmt nicht streitig machen. Das hatte er nie gewollt.. und das sollte Cara auf keinen Fall sauer aufstoßen. Aber gerade traten diese Gedanken noch nicht auf seinen Plan.
Und er suchte nach irgendeinem Thema.. das sich gut eignete, um wieder ein ordentliches Gespräch in Gang zu bringen. Für den Anfang mussten nun Feivel und Atticus dafür herhalten. Das Cara besorgt war, war natürlich klar. Das war Ed auch gewesen und war es natürlich immer noch. Aber inzwischen hatte er sich mit diesem Risiko arrangiert. Solange die Dinge sich nicht änderten.
„Naja, ich bin nicht dabei wenn sie alleine miteinander sind. Aber.. du hast gehört wie er von ihm schwärmt oder? Und die wenigen Male, wo ich sie zusammen beobachten konnte… waren sie schon echt scheiß süß zusammen. Also ja, ich denke er behandelt ihn gut. Atticus wirkt auf den ersten Blick vielleicht wie ein Badboy und Troublemaker. Aber ich glaube.. im Endeffekt ist er nur ein verlorener Junge, der sich nach einer Familie sehnt..“
Atticus wäre echt schwer begeistert, wenn er hören könnte, wie Ed gerade über ihn redete xD Er war trotzdem ein cooler Badboy!
„Seine Vergangenheit ist auch nicht ganz einfach. Also AJ hätte es kaum komplizierter treffen können. Aber naja.. das Herz will was es will.“
Machte er erneut eine Andeutung. Die Cara aber bestimmt ebenfalls falsch verstehen würde.
„Nein, sie wissen nicht von uns, sonst würden sie uns töten oder versklaven. Leider müssen die beiden sich im Geheimen treffen. Sie haben ein Geheimversteck.. und manchmal kann Atticus sich nach draußen schleichen, um etwas Zeit mit Feivel zu verbringen“
Vielleicht wäre Cara nun ebenfalls gegen diese Verbindung? Edward könnte es verstehen. Voll und ganz. Aber er würde nun trotzdem hinter seinem Sohn und seinen Entscheidungen stehen. Denn Cara hatte nicht gesehen wie mies es ihm nach der kurzen Trennung gegangen war.
„Man nennt sie die Wicked..“
Fügte er noch hinzu. Hoffentlich hatte Cara mit denen bislang nichts zu tun gehabt oder auch noch einen Lover dort. Nein.. dieser Gedanke war wirklich Fehl am Platz und unfair, das wusste er.
Eigentlich hatte er mit seinen Worten ja auf seine Beziehung zu Cara anspielen wollen… dass sie dabei jedoch an Alphonse senior dachte…… autsch! Das tat weh. War aber natürlich logisch. Was hatte er auch erwartet. Er war die Liebe ihres Lebens gewesen.
Trotzdem führte es dazu, dass er sich nun zurück auf den Rücken rollte und hoch an die Decke sah. Denn in die Augen konnte er ihr nun nicht mehr blicken, als er nur ein ‚richtig..‘ murmelte.
Aber wenigstens würde es dazu führen, dass Cara AJs Beziehung besser verstand. Vielleicht konnte sie ihm ja Tipps geben.
Also er war gerade definitiv gefriendzoned worden. Aber das war auch besser so, sonst würde er alles nur kaputt machen.
Weshalb er nun eine Weile schweigend an die Decke starrte und den Arm über die Stirn legte. Es gab so vieles über das sie nun eigentlich reden konnten. Aber… trotz allem gelang es Edward nicht einen Gedanken und eine Frage noch länger auszublenden.
„Cara?“
Sagte er deshalb nachdenklich. Allerdings sah er sie dabei nicht direkt an, denn womöglich wäre ihr das unangenehm.
„Ich weiß nicht was dir in den letzten Jahren widerfahren ist und ich werde dich auch nicht dazu drängen es mir zu erzählen. Aber, sag mir nur eines……….. bist du okay?“
Dass es ihr nicht berauschend ging war deutlich zu sehen. Aber Edward hatte einfach Angst.. vielleicht war sie ja krank? Und würde bald sterben? Wenn das so war, dann mussten sie das wissen. Feivel musste das wissen.. denn dann müssten sie sich mental darauf vorbereiten sie erneut zu verlieren.
Natürlich hoffte er nicht, dass es so war aber…… er musste einfach wissen, wie es um ihre gesundheitliche Verfassung stand..

@Cara Drummer


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