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THE DEAD DON’T DIE
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#101

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 21:12
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Tatsächlich konnte man Feivels Diskussionswut leicht mit dem Hang zum Streiten verwechseln. Dabei meinte er es eigentlich nicht so. Zumindest anfangs war es nie die Intention dahinter. Und das mit Violet war durch ihre Unfähigkeit, sich an ein paar ganz einfache Regeln zu halten, so eskaliert. AJ war durchaus in der Lage, den Menschen mehrere Chancen zu geben. Aber irgendwann war es genug. Bei seiner Familie verhielt es sich aber noch mal ganz anders. Na ja ... man konnte das nun ewig ausführen – Fakt blieb, die beiden Teenies mussten ihren Weg finden. Auch dafür waren diese gemeinsamen Monate gedacht. Damit sie sich in wirklich jeder Lebenslage kennenlernten, sich auch mal stritten, Missverständnisse klärten und sahen, ob sie trotzdem immer wieder zueinanderfanden. In einer Beziehung war nicht immer alles rosarot und das Zusammenleben war eine ganz eigene Herausforderung, an der schon so manches Paar gescheitert war.
Doch bevor sie sich solchen Fragen stellen würden, war es Zeit für ein wenig Himmelskunde. »Man hat früher sogar schon Spuren und Hinweise von Leben auf dem Mars gefunden. Zwar ›nur‹ Bakterien. Aber so hat es hier auf der Erde auch angefangen.«
AJ lächelte, weil Orion eine neue Möglichkeit war, aneinander zu denken. Ein Anker sozusagen. »Das ist ein schöner Gedanke ...« Und der würde ihn fortan auch trösten und die räumliche Trennung leichter ertragen lassen. »Wenn die Wikinger dort Thor gesehen haben, der Loki hinter sich herzieht ... sehe ich nun einfach dich dort, der mich gepackt hält.« Das führte ziemlich schnell zu Kopfkino. Oder zu dem Gefühl, sie würden Händchen halten.
Nun platzte Alphonse auch damit raus, was er mit dem Jupiter-Vergleich vorhin gemeint hatte. Er blieb liegen, während sein Freund sich aufsetzte und zu ihm hinabblickte. Atti hatte es also gar nicht gecheckt? Hm, das erklärte natürlich die seltsame Reaktion. Feivel erwiderte den Blick und schüttelte den Kopf. »Nein ... mir tut es leid. Dass ich offenbar nur ... auf so eine Art romantisch sein kann.«
Er könnte nun auch behaupten, es würde ihm nichts ausmachen, nicht verstanden zu werden, aber das wäre eine Lüge. xD »Wenigstens bist du mein kleiner Depp«, scherzte er stattdessen und grinste ... just bevor sich ihre Lippen zu einem sanften Kuss trafen. Dabei blieb es natürlich nicht ... immerhin hatten sie noch etwas nachzuholen.

All das änderte trotzdem nichts daran, dass die rosarote Brille schon ein kleines bisschen verrutscht war. Harmonie war dennoch weiterhin an der Tagesordnung – zumindest überwiegend. Vielleicht regten sich die beiden hier und da noch mal über etwas auf, schwiegen sich aber aus. Sie würden das schon ertragen, nicht wahr? Immerhin liebten sie sich.
Dass sich ein Sturm aus einer anderen Richtung näherte, ahnten sie dafür noch nicht. Es war eine weitere Woche ins Land gezogen, als sich die Drummer-Familie den abendlichen Vorbereitungen im Lager widmete. Cara und Atticus sammelten Feuerholz, während sich Ed und Feivel um das Aufbauen der Zelte kümmerten und schon mal anfingen, ein paar Dosen zu öffnen, deren Inhalt sie gleich über den Flammen aufwärmen wollten. Vielleicht gelang es Cara mit ihrem Bogen ja auch noch einen Hasen zu schießen.
AJ jedenfalls war gerade mal kurz im Zelt verschwunden, um etwas aus seinem Rucksack zu holen, und somit sah es aus, als wäre Ed gerade allein im Lager. Perfekt für Violet, die sich echt den Arsch aufgerissen hatte, die Drummers zu finden. Ein Glück kannte sie alle Lieblingsorte von Feivel und es war nur eine Frage der Zeit gewesen, dass sie in diese Gegend kommen würden. An diesem Platz hatten sie auch schon mal ein Lager aufgeschlagen. Violet hatte ihres ein paar Kilometer weiter weg platziert, denn sie wollte ihren Herzmann ja überraschen. Und so hatte sie jeden Abend einen Spaziergang hierher gemacht und gehofft, Ed und Feivel zu sehen. Heute war es endlich so weit!!! Weswegen sie die letzten Meter rannte, den Fallen auswich, denn auch da wusste sie, in welchem Schema ihr Liebster sie stets auslegte ... und dann rief sie schon: »Eddy!!!!!« Und warf sich ihm an den Hals. Auch fackelte sie nicht lang und küsste ihn leidenschaftlich, presste ihren Körper an seinen und wollte ihn am liebsten sofort vernaschen. War er noch muskulöser geworden, seitdem sie sich zuletzt gesehen hatte? Verdammt, sie hatte ihn so vermisst!
AJ war bei dem Ruf erst zur Salzsäure erstarrt und warf gerade einen fassungslosen Blick nach draußen. Während Cara mit ihrer Beute und Holz auf den Armen auf der anderen Seite des Lagers stand und ihren Augen nicht trauen wollte.

@Atticus Keene

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#102

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 21:43
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Joey hatte definitiv Recht gehabt mit seiner Aussage, dass die gemeinsame Zeit zeigen würde, ob sie wirklich zusammen passten. Er schien nicht wirklich daran zu glauben. Atticus hingegen wollte es. Er wollte so sehr, dass es funktionierte, dass er sich in den ersten Monaten wirklich sehr ins Zeug legte für Harmonie zu sorgen. Aber irgendwann.. war es wohl normal, dass die Bemühungen etwas weniger wurden. Sich Alltag einspielte und die Schmetterlinge im Bauch etwas ruhiger wurden. Das war nicht schlimm. Atticus genoss trotzdem jeden Moment, den er gemeinsam mit Feivel verbrachte. Selbst wenn es nun ein bisschen anders war als bei ihren früheren, selteneren Treffen.
Dieser Abend hier nahm aber trotzdem noch ein schönes Ende. Denn Sex auf einem Zug unter dem Sternenhimmel hatte man auch nicht alle Tage. Und Atticus fand es wirklich atemberaubend.
Selbst wenn es ihm Leid tat, dass er Feivel intellektuell wohl manchmal nicht bieten konnte was er brauchte. Aber wer könnte das schon? Er bemühte sich trotzdem so gut er konnte.

Das nächste Problem das auf sie zu raste, war allerdings ausnahmsweise nicht von den Teenies verursacht sondern von einem anderen Wirbelsturm, der ungebremst Einzug im Lager der Drummers hielt.
Noch ahnte Atticus nichts von den kommenden Ereignissen. Er war gerade unterwegs, um mit Cara Feuerholz zu sammeln. So konnte er sich auch ihr weiter annähern, was er wirklich schön fand.
Edward hingegen entzündete mit dem vorhandenen Holz gerade das Feuer, etwas hatten sie bereits gesammelt. Den Rest würden Atticus und Cara sicher auch bald bringen.
Womit er jedoch überhaupt nicht rechnete, war es plötzlich eine ganz andere Stimme zu hören, als die seiner Familie.
Eine Stimme… von der er gedacht hatte sie nie wieder zu vernehmen.
Edward war so perplex von dieser ‚Attacke‘ xD dass er im ersten Moment überhaupt nicht reagieren konnte. Ehe er sich versah hing da plötzlich Violet an seinen Lippen und küsste ihn.
Edward weitete die Augen und wusste echt nicht wie ihm geschah.
Er erwiderte den Kuss nicht aber.. stieß sie auch nicht sofort von sich.
Erst als ihm langsam bewusst wurde, was hier gerade eigentlich geschah, legte er seine Hände an Violets Schultern, um sie sachte von sich zu schieben.
Natürlich mussten Cara und Atticus gerade in dem Moment zurück kommen und alles sehen. Na wunderbar.
-Violet… was.. was machst du hier? Und wie hast du uns gefunden?-
Oder besser gesagt was wollte sie von ihnen?? Seine Worte waren doch deutlich gewesen? Und AJs Taten auch. Weshalb er ziemlich irritiert von Violets Verhalten war. Sein Blick streifte ihr Gesicht. Es war schön verheilt.. ein paar keine Narben konnte man trotzdem sehen. Doch die Taten ihrer Schönheit keinen Abbruch. Edward hätte sich schließlich nicht mit irgendwem so lange eingelassen. Er hatte Violet geliebt, auf seine Weise. Auch wenn diese Gefühle niemals an die zu Cara heran gekommen waren. Aber sie war ihm nicht egal gewesen. Wie die anderen Frauen. Weswegen er auch jetzt kein Arschloch sein wollte. Selbst wenn die Situation echt Scheiße war. Aber er musste sie einfach nur bitten zu gehen, dann würde schon alles wieder gut werden.

Atticus runzelte die Stirn. Hatte Edward die Frau gerade Violet genannt? Sein Blick wanderte zu Feivel… er wusste wie sehr er diese Frau hasste, weshalb er sich ein paar Sorgen um ihn machte und das Feuerholz ablegte, um an seine Seite zu treten. Vielleicht würde es ihm dabei helfen sich zu beruhigen?

@Alphonse Drummer



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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#103

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 22:06
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Violet legte sich hier gerade wirklich ins Zeug mit ihrem Kuss und weiteren körperlichen Avancen. Warum stieg Eddy denn nicht darauf ein? Das war ihr echt ein Rätsel, aber sie dachte auch nicht daran, einfach aufzugeben. Erst als er sie wegschob, sah sie ihren Liebsten verständnislos an.
»Was soll ich schon hier machen? Ich hab auf euch gewartet. Irgendwann musstet ihr ja wieder in die Gegend kommen. Feivels Lieblings U-Bahn-Station ist doch in der Nähe und wir haben hier auch schon mal gelagert.«
AJ ballte derweil die Hände zu Fäusten. Es hatte ihn schon immer gewurmt, wenn sie diesen Spitznamen in den Mund genommen hatte. Scheinbar brauchte es nur wenige Sekunden ihrer Anwesenheit und er drohte bereits an die Decke zu gehen. Echt toll! Erwartungsvoll blickte er seinen Dad an. Warum schickte er sie nicht sofort weg? Stattdessen suchte er noch das Gespräch mit ihr. Aus den Augenwinkeln erkannte Feivel, wie Cara und Atti zurückkamen. Sein Herz raste. Da war ihm das Wicked-Trauma ja fast lieber. Denn da war er das Opfer gewesen ... während ihm jetzt ein ganz anderer Teil seiner Vergangenheit und seines Charakters entgegensprang.
Denn natürlich hatte Violet ihn jetzt erspäht und flog auf ihn zu. Um ihn auch zu umarmen. Ungerührt trat AJ einen Schritt zur Seite, sodass sie vorbei stolperte und fast ins Zelt fiel. »Hast du es immer noch nicht gelernt?«, fragte er monoton, konnte aber sicher nicht verbergen, wie sehr ihn das alles anpisste. Attis Anwesenheit half da leider weniger. Weil er sehr gehofft hatte, ihm diese Seite an sich niemals zeigen zu müssen. Zwar hatte er ihm davon erzählt, aber es war doch immer etwas anderes, es mitzuerleben.
Violet drehte sich wieder zu ihnen um und war sichtlich bestürzt. Offenbar hatte sie sich ihr Wiedersehen mit den Drummers anders vorgestellt. »Ich habe mir fest vorgenommen, keine Angst vor dir zu haben, Feivel. Was du mir angetan hast, vergebe ich dir. Mehr noch ... ich habe ein Geschenk für dich, damit du siehst, wie ernst es mir mit dir und Ed ist.«
Sie redete, als würde sie gar nicht bemerken, dass zwei Gesichter im Lager waren, die sie gar nicht kannte. xD
»Ich brauch weder deine Vergebung, noch ein Geschenk und wir brauchen dich nicht. Verpiss dich!« Wenn Ed es nicht aussprach, machte es eben Feivel.
Nur sagte Cara fast im selben Moment: »Könnte mich bitte jemand aufklären, was los ist?«
»Oh«, rief Violet und ging nun auf sie zu, um ihr grüßend die Hand hinzuhalten. »Ich bin Violet. Und ich habe nicht vor, zu gehen. Die beiden sind meine Familie.«

@Atticus Keene

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#104

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 22:23
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Unter anderen Umständen hätte er sich vielleicht sogar kurzzeitig von ihr um den Finger wickeln lassen. Aber nicht wenn Feivel hier war.. und noch weniger wenn Cara in der Nähe war! Das war ihm nämlich verdammt unangenehm. Was es eigentlich nicht sein müsste. Sie waren immerhin nicht zusammen. Aber trotzdem wollte er Cara nicht verletzen. Es war nicht nötig, dass die beiden Frauen in seinem Leben sich kennen lernten, die ihm bislang am wichtigsten gewesen waren.
Violet war kein schlechter Mensch.. sie hatte sich gut um ihn gekümmert, als er einsam gewesen war. Hatte einfach alles für ihn getan.. ihn umsorgt.. ihm das Leben erleichtert. Er musste ihr dankbar sein für ihre Fürsorge. Und verdammt, natürlich tat es ihm auch Leid was AJ ihr angetan hatte. Das hatte sie nicht verdient und er fühlte sich mies deswegen. Weshalb diese Situation ihn ja auch ziemlich überforderte und er nicht genau wusste, wie er damit nun umgehen sollte.
Denn sie einfach harsch weg zu schicken? Nach allem was sie getan und durchgemacht hatte? Das erschien ihm auch nicht richtig. Trotz allem war Ed immerhin ein Gentleman den meisten Frauen gegenüber.
„Unsere Wege haben sich getrennt Violet. Und zwar aus gutem Grund.. du solltest nicht hier sein“
Sagte er ruhig, denn er wollte das alles möglichst friedlich lösen. Denn er hatte die Sorge, dass AJ vielleicht erneut auf sie losgehen könnte.
Weshalb er auch erschrocken zu ihr sah, als sie echt auf Alphonse zu ging um ihn zu umarmen!! Das war… okay… das war ziemlich dämlich. Dennoch sah er seinen Sohn warnend an. Er sollte sich zusammen reißen.
Sie wollte ihm sogar vergeben? Verdammt… Violet war wirklich gutherzig. Denn Vergebung hatte Alphonse in der Hinsicht wirklich nicht verdient.
Ed merkte ja auch, dass dieser schon wieder dabei war sich in etwas hinein zu steigern. Weshalb Ed sich nun zwischen die beiden schob und beschwichtigend die Hände hob.
„Jetzt beruhigen sich alle mal wieder okay?“
Es war ja wirklich so, dass Edward sich bewusst zwischen sie und Feivel stellte, um Violet vor einem weiteren Angriff zu schützen. Selbst wenn Alphonse deswegen schockiert von sich selbst gewesen war.. so hatte er dennoch keine Reue empfunden. Und das wusste Edward. Weshalb er das hier ohne Blutvergießen lösen wollte.
Noch schlimmer war es allerdings, als Violet sich Cara vorstellte. Oh Gott.. das war eine Katastrophe! Ed wusste gar nicht wo er anfangen sollte mit seinen Beschwichtigungen.
„Okay Violet, das ist Cara. Cara.. das ist Violet. Meine… Ex-Freundin. Wir haben uns getrennt“
Sprach er nun das erste Mal ganz direkt aus, damit die Fronten geklärt waren. Denn das war die Wahrheit. Sie waren kein Paar mehr. Die Gründe waren nun egal. Aber sie waren nicht länger zusammen und er wollte, dass Cara das wusste. Deren Name Violet sicher nicht fremd war. Er war das ein oder andere Mal gefallen.. in der Zeit als sie bei den Drummers gelebt hatte.
Inwiefern sie wusste was Ed für sie empfand war ihm nicht klar.
Atticus nahm einstweilen AJs Hand und hielt sie fest. Damit er sich beruhigte. Sah besorgt zu ihm und meinte beschwichtigend
-sie geht sicher gleich wieder..-

@Alphonse Drummer


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#105

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 22:52
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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»Ich bin aber hier, Ed. Du solltest wissen, dass ich nicht so einfach aufgebe.« Sie war da ähnlich stur wie die Drummers. Und so einen Mann wie Edward gab es kein zweites Mal. Sie liebte ihn abgöttisch und war vor Sehnsucht fast vergangen. Lediglich ihre Mission hatte sie aufrecht gehalten. Ihr Plan war perfekt. Feivel würde sie mit Dankbarkeit überschütten und endlich mögen und dann würde es keinen Grund mehr geben, dass Ed sie weiter abwies. Denn er hatte nicht Schluss gemacht, weil er sie nicht liebte, sondern einzig und allein, weil er zu seinem Sohn stehen wollte. Das verstand Violet und war deswegen nicht unvorbereitet hergekommen. Möglich, dass sie wieder zu viel auf einmal wollte, aber auch den kleinen Nerd hatte sie vermisst. Weswegen sie ihn natürlich auch in eine Umarmung ziehen wollte, um ihm zu zeigen, dass sie keine Angst hatte.
Alphonse wollte jetzt noch weniger Nähe von Menschen außerhalb seiner Familie und Freunden als vor der ganzen Wicked-Scheiße. Violet sollte bloß nicht wagen, ihn zu anzurühren. Als Edward sich jetzt aber zwischen sie stellte und vermitteln wollte, starrte Feivel ihn ungläubig an. »Dad! Das kann doch nicht dein Ernst sein!« Warum schickte er sie nicht weg? Dann wäre alles erledigt und niemand müsste sich mehr aufregen. Außerdem stieg AJ gerade richtig ätzende Wut im Bauch hoch. Als Joey ihnen aufgelauert hatte und Feivel um eine Atempause gebeten hatte, war Ed auch nicht bereit gewesen, zuzuhören. Warum sollte AJ es jetzt tun?
Violet ließ sich von den unterschwelligen Aggressionen nicht beeindrucken. Fröhlich lief sie zu Cara und stellte sich vor. Als sie den Namen vernahm, wurden ihre Augen groß. »Cara ... die Mom von Feivel? Du lebst? Das ist ja großartig!« Die Freude war eindeutig nur aufgesetzt. Denn natürlich war Violet nicht verborgen geblieben, wie ihr Liebster nachts manchmal das Foto angestarrt hatte. Aber da sie tot gewesen war, hatte sie sich nie bedroht gefühlt und sich eher ins Zeug gelegt, damit Edward seine Schwägerin vergessen konnte.
Und nun war sie hier und lebte ... das war ... nun ja. Nicht Bestandteil des Plans. Weswegen Violets fröhliche Mimik kurz verrutschte. Feivel sah das genau und in ihm schrillten schon alle Alarmglocken. Denn es war Kampfgeist, was er da in ihrem Blick erkannte. Er mochte es nicht, wie Violet seine Mom ansah. Ganz und gar nicht.
Cara hingegen schaute zu Ed. »Getrennt? Offenbar hast du ihr das nicht deutlich genug gemacht.«
Violet winkte ab. »Doch hat er, der süße Miesepeter. Aber er meinte es nicht so. Ich wusste, ich muss nur mein Verhältnis mit Feivel kitten, dann würde uns nichts mehr aufhalten. Deshalb bin ich hier.« Sie nahm ihren Rucksack ab und kramte darin rum, bis sie ein schweres Buch rausnahm.
Feivel erkannte es sofort und er versteifte sich. Auch ließ er Attis Hand los, denn ihm war die Nähe plötzlich unangenehm, so sehr befand er sich im Zwiespalt. Denn er wollte diesen Wälzer schon so ewig in die Finger bekommen. Sie hatten überall danach gesucht. Wo hatte Violet ihn her? Ihm war absolut bewusst, was sie gerade versuchte. Und er hasste es ... denn es wirkte. Es war wie bei Joey. Er wollte das Geschenk nehmen, sich damit beschäftigen und alles andere ausblenden. Sein Fokus verrutschte – für das Wissen. Aber wenn er das zuließ, gefährdete er seine Familie. Denn Edward war offenbar zu blind, die Gefahr zu erkennen. Sonst würde er dieses Zusammentreffen doch im Keim ersticken!
Cara wusste echt nicht, was sie tun oder denken sollte. Was passierte hier? Nahm man ihr gerade den Sohn weg und ... den Mann, den sie liebte? Und was waren das alles für Andeutungen ... was hatte Feivel Violet angetan und weshalb war der Name dieser Frau noch nie gefallen? Warum versuchte sie seit Wochen, Mut zusammenzukratzen, um Ed ihr letztes Geheimnis anzuvertrauen, während ihr ebenfalls Dinge verheimlicht wurden, die von Tragweite waren? Unvermittelt packte sie ihren Bogen fester. Am liebsten wollte sie schießen und die Frau verjagen. Aber für Ed hielt sie sich zurück. Eigentlich war es ja untypisch für ihn, beschwichtigend zu wirken. Violet musste ihm echt was bedeuten ... und das tat ganz schön weh.

@Edward Drummer

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#106

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 23:11
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Ja.. Violet hatte immer schon sehr genau gewusst was sie wollte. Aufgeben lag nicht in ihrer Natur. Und eigentlich war das eine Eigenschaft gewesen, die er an ihr geschätzt hatte. Willensstarke Frauen waren attraktiv. Nur hatte er leider zu spät mitbekommen, dass sie eine Grenze überschritten hatte. Und zwar bei seinem Sohn. Er war so froh gewesen Mal etwas Normalität in seinem Leben zu haben… das er das zu sehr außer Acht gelassen hatte. 
Diesen Fehler wollte er jetzt nicht wieder machen. Weshalb er Violet ja auch sagte, dass sie nicht mehr zusammen waren! Er versuchte ja sie weg zu schicken. Aber was sollte er machen? Sie ebenfalls prügeln damit sie endlich ging? Das war nicht seine Art und das wusste Feivel auch. Er würde keine Gewalt anwenden damit sie ging. Wenn er noch deutlicher werden musste wäre das zwar unschön. Aber das war ihm immer noch der liebere Weg. Egal wie unangenehm das alles gerade auch war. Violet hatte es trotzdem nicht verdient, dass man sie verletzte.
Dennoch sah er AJ an im Sinne von ‚was soll ich denn machen???‘. Er konnte doch auch nichts dafür, dass sie plötzlich hier auftauchte! Feivel sollte nicht so tun als wäre das nun seine Schuld.
Aber er versuchte eben es noch mal klarer zu formulieren.
„Violet, die Art und Weise… wie das zwischen uns geendet hat bedauere ich wirklich sehr. Aber… das ändert nichts an den Tatsachen. Das mit uns ist vorbei. Bitte akzeptiere das“
Wie viel deutlicher sollte er es denn noch sagen? Er wollte nicht unhöflich sein. Aber auch keine falschen Hoffnungen schüren oder vor Cara so da stehen, als hätte er keinen klaren Schlussstrich gezogen. Denn das hatte er. In seinen Augen. Klar.. damals war hauptsächlich Feivel der Grund dafür gewesen. Also kein Wunder, dass sie dachte mit einem Geschenk könnte sie alles kitten. Aber inzwischen gab es auch noch andere Gründe.. die er jetzt aber sicher nicht laut aussprechen würde.

Atticus fühlte sich mal wieder ein bisschen fehl am Platz, als Feivel sich nun sogar von ihm los riss. Ihn schien die verrückte Frau ja nicht mal zu bemerken xD aber das war ihm auch lieber so. Er wollte sich ungern in dieses Drama einmischen, sondern wollte einfach nur für Alphonse da sein. Denn er konnte sehen wie sehr es in ihm brodelte.
Aber was war das denn für ein Buch? Auch davon hatte Atticus keine Ahnung. Entweder hatte er Feivel nicht zugehört oder er hatte ihm noch nie gesagt, wie sehr er dieses Buch wollte.
Edward hingegen wusste sehr wohl wie wichtig AJ dieser Wälzer war, weswegen er die Augen weitete. Könnte das wirklich klappen? Könnte sie ihn wirklich bestechen? Zumindest so weit…. dass er das Kriegsbeil mit ihr begrub? Edward hoffte es. Denn dann könnten sie das hier vielleicht wirklich friedlich beenden.
„Wir suchen schon ewig danach..“
Meinte Ed nun sogar fast bewundernd.
„Wo hast du das bloß aufgetrieben?“
Sie waren zivilisierte Leute oder??? Es müsste möglich sein nun vernünftig miteinander zu reden! Selbst wenn hier eine Trennung stattgefunden hatte. Sie waren erwachsen. Und Violet würde doch verstehen und akzeptieren, dass das zwischen ihr und Edward vorbei war. Das musste nicht heißen, dass das hier in einem Drama enden musste. 
Manchmal…. da war eben auch der gute Edward blind oder ein wenig naiv. Denn nein, er sah die Gefahr tatsächlich nicht kommen.

@Alphonse Drummer


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#107

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

30.03.2023 23:44
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Feivel gab Ed keine Schuld an Violets Auftauchen. Aber schon daran, dass er sie nicht vehementer abwies und fortschickte. Da erwartete er nicht mal Gewalt, aber schon striktere Worte und Gesten. Ja, sie war eine Frau und Höflichkeit war das oberste Gebot für Ed, aber war das hier gerade höflich gegenüber Cara? Wohl nicht. Edward sah die vernichtenden Blicke entweder nicht, die Violet Cara zuwarf, oder er wollte sie nicht sehen. Feivel hingegen bildete sich das bestimmt nicht ein. Und seine Ma selbst kam sich so langsam auch unerwünscht vor. Doch das war ihre Familie! Die würde sie sich garantiert nicht wegnehmen lassen. Also auch ihr Plan festigte sich und sie würde bald mal Ed beiseitenehmen, um ein paar Worte unter vier Augen mit ihm zu sprechen. Sie wollte ja auch kein Blutvergießen, zumindest jetzt gerade noch nicht. Aber sie hatte Fragen und Bedenken. Denn Violet schien nicht lockerlassen zu wollen. Sie ging nicht, wenn man sie bat. Cara merkte, dass Ed versuchte, seiner Ex klarzumachen, dass es an der Trennung nichts zu rütteln gab. Aber das kam offenbar gar nicht an.
Violet lief wieder zu Edward und wollte seine Hände nehmen. »Bitte, gib mir die Chance, mich mit Feivel zu vertragen und dann lass uns in Ruhe reden. Das bist du mir schuldig.« Sie hatte sich immerhin echt einiges gefallen lassen und für dieses Buch, das sie AJ gleich geben würde, hatte sie einen Höllentrip auf sich genommen. Das durfte einfach nicht umsonst gewesen sein.
Atticus war Violet natürlich schon aufgefallen, aber gerade lag ihr Fokus auf dem Kern ihrer Familie – also auf Ed und Feivel. Etwaige weitere Vorstellungen konnten sie später noch vornehmen. Erst mal wollte sie das Buch überreichen. Feivel nahm es noch nicht, sondern starrte darauf und stand dabei da wie eine Statue. In seinem Kopf ratterte es, das war deutlich sichtbar.
Ihm wurde schlecht, weil Ed nun so bewundernd klang. Und er hasste es ... so so so sehr, dass gerade Violet ihm so ein Geschenk machte. Es wirkte nicht nur bei ihm, sondern auch bei seinem Dad. Das durfte nicht sein. Die Familie war wichtiger als jedes Wissen der Welt. Und wenn Ed nicht mehr für Sicherheit sorgen würde, sondern lieber auf seine Ex-Flamme reinfiel und damit sowohl Caras Sicherheit gefährdete als auch das Seelenheil seines Sohnes ... musste AJ einfach handeln. Bei Joey waren ihm die Hände gebunden gewesen. Aber jetzt war er doch frei. Oder? Ed würde auf ihn sauer sein. Aber er war auch ein kaltblütiger Mörder. Sicher würde er ihm vergeben, irgendwann. Und Cara? Das konnte er nicht einschätzen. Atticus würde ihn sicher mit anderen Augen sehen. Denn jetzt regierte nicht die entsetzliche Wut, sondern Feivel durchdachte seinen Plan sehr genau. Es würde keine Handlung aus dem Affekt sein, sondern eine sehr bewusste. Doch wenn er seine Familie vor gefährlichen Handlungen schützen wollte, die von Violet im Kampf um Ed ausgehen könnten, musste er handeln. Egal, was das für ihn bedeutete.
Feivel nahm das Buch und lächelte breit. Alle außer Violet würden erkennen, wie falsch und übertrieben es war. »Danke!«, sagte er sogar. Und verschwand dann im Zelt. Legte den Wälzer vorsichtig neben seinen Rucksack und nahm das Katana zur Hand. Draußen würde man sicher denken, er brauchte einen Moment, um sich zu sammeln. Dass es vielleicht wirken würde, dieses Geschenk erhalten zu haben. Oder dass er gleich mal in der Lektüre versank.
Violet dachte auf jeden Fall so, denn sie klatschte in die Hände. »Seht ihr? Er ist ganz hin und weg! Ich kenn ihn ganz genau, meinen süßen Feivel!«
Okay, das wars. Und zwar bei Mutter und Sohn. xD Cara hob ihren Bogen und legte einen Pfeil auf. »Ich werde sicher nicht zusehen, wie du mir meine Familie wegnimmst. Ed hat gesagt, es ist vorbei und es wäre besser für dich, wenn du das akzeptierst und verschwindest.« Von ihrer üblichen Freundlichkeit war gerade nicht mehr so viel zu spüren. Aber sie hatte einfach schon viel Scheiße erlebt und sich durchsetzen müssen. Sie konnte das schon. Nur schaffte sie es nicht immer. Doch sie hatte ihre Familie schon einmal fast verloren, da würde sie den Teufel tun, es erneut geschehen zu lassen, nur weil diese Frau nicht verstand, dass es zwischen ihr und Edward vorbei war.
Während Cara noch sprach, kam Feivel aus dem Zelt raus. Mit dem Katana in der Hand blieb er bei Atti stehen und flüsterte noch ein ... »Bitte hasse mich hiernach nicht« ... und bevor der ihn würde festhalten können, sprintete er weiter zu Violet und rammte ihr das Schwert mitten durch den Rumpf. Einmal quer durch vom Rücken bis hinauf durch die Kehle ... wo die Spitze dann auch heraustrat. So ein Stoß erforderte eine Menge Präzision und Kraft. Beides besaß Feivel, auch wenn man das seiner schmächtigen Figur nicht unbedingt zutraute.
Violet erschlaffte bereits, weswegen Feivel die Klinge schnell wieder rauszog und mit einem zufriedenen Schmunzeln beobachtete, wie die Frau, die er abgrundtief hasste, zu Boden fiel.

@Edward Drummer

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#108

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

02.04.2023 20:57
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Edward wählte doch strikte Worte!! Aber was erwarteten hier eigentlich alle von ihm? Er sah in Violet keine Bedrohung oder den Teufel höchstpersönlich. Ja, sie hatte sich bei Feivel ein paar Fehler erlaubt und gewisse Grenzen überschritten. Aber deswegen war sie doch nicht gleich ein schlechter Mensch oder eine Gefahr. Das was sie tat, tat sie aus Liebe. Und er wusste auch, dass sie Feivel wirklich gern hatte und nicht nur seinetwegen so tat. Sie bemühte sich.. auch wenn sie es dabei manchmal übertrieb. Nach allem was passiert war, sollte Feivel ihr doch zumindest das anrechnen. Zumal sie sogar die Größe hatte ihm zu vergeben, nachdem er sie halb tot geprügelt hatte. Das war beeindruckend und sollte eigentlich wertgeschätzt werden. Aber stattdessen schien sich die Situation hier in eine Richtung zu entwickeln, die Edward einfach nicht kommen sah.
Was Cara betraf konnte er sich schon vorstellen, dass das hier für sie unangenehm war. Aber auch sie hatte nichts zu befürchten. Violet würde ihr ihre Familie nicht weg nehmen. Weder Ed noch Feivel. Aber musste er sie deswegen denn gleich hassen? Das konnte und würde er nicht. Es gab eine Zeit, in der hatte sie ihm viel bedeutet und ihm gut getan. Und nur weil Cara wieder aufgetaucht war, hieß das doch nicht gleich, dass diese Gefühle sofort verschwanden. Aber er hatte sich entschieden. Und zwar gegen Violet. Doch deswegen stufte er sie nun sicher nicht als Todfeindin ein. Cara hatte bestimmt auch so ihre Männergeschichten gehabt.. damit müsste Ed auch klar kommen, sollte er ihnen mal begegnen. Abgesehen von Joey, der hatte sie immerhin genötigt!
Als Violet wieder zu ihm kam und darum bat mit ihm zu reden und sich mit Feivel zu vertragen seufzte er. Meinte dann aber.
„Wir können reden, okay? Aber bitte halt Feivel da raus und lass ihn in Ruhe…“
Denn Edward wusste, das machte keinen Sinn. Und wenn er ehrlich war, dann wollte er Violet vor ihm schützen. Denn er konnte nicht dafür garantieren, dass ihm nicht erneut eine Sicherung durchbrannte und er sie wutentbrannt prügelte. Weswegen er versuchen wollte das zu verhindern. Das wäre für alle das Beste. Doch Violet wollte auch darauf nicht hören, sie bestand darauf Feivel zumindest dieses Buch zu geben, weil sie wohl überzeugt davon war, dass es wirken würde.
Ed fand die Geste ja wirklich schön, doch er wusste auch… sein Sohn war nicht käuflich. Es würde nichts an seinen Gefühlen für Violet ändern, das sah man ganz deutlich an seinem falschen Lächeln. Dennoch nahm er das Buch an und verzog sich zurück ins Zelt? Hm.. vielleicht hatte er ja doch aus der Sache gelernt und wollte versuchen sich zu bemühen? Weil er wusste, wie sehr er auch Ed das letzte Mal mit seinem Handeln weh getan hatte? Edward hoffte es und atmete kurz erleichtert durch. Denn so war Violet kurzzeitig aus der Schusslinie und er konnte vielleicht in Ruhe mit ihr sprechen.
Naja, das war ein Irrglaube. Denn wenig später freute sich Violet so übertrieben über diesen vermeintlichen Sieg, dass es nun Cara war, die offenbar die Nerven verlor und ihren Bogen zückte.

Weshalb Ed erneut zum Handeln gezwungen wurde. Denn sofort begab er sich zwischen die beiden Furien und schob sie auseinander. Legte seine Hand auf Caras Bogen, damit sie ihn senkte und sah zwischen den zweien hin und her.
„Niemand nimmt hier irgendwem irgendetwas weg okay? Jetzt beruhigen wir uns erst mal alle und reden darüber wie vernünftige Erwachsene!“
Denn normalerweise war er derjenige, der recht impulsiv war. Aber offenbar musste er diesmal der Vernünftige sein. Was gar nicht so seine Lieblingsrolle war. Im Moment schien er aber als einziger nicht durchzudrehen!

Als Feivel aus dem Zelt kam und Atticus seine Worte zuflüsterte sah dieser ihn nur irritiert an.
-hm? was meinst du?-
Aber als er realisierte, dass Feivel sein Katana geholt hatte, um Violet etwas anzutun war es bereits zu spät.
Edward war so mit den zwei Streithähninnen beschäftigt, dass auch er das Folgende nicht kommen sah.
Aber ehe er reagieren konnte… sah er bereits Blut spritzen. Und wie Violets Körper gurgelnd zu Boden sank.
Sofort eilte er zu ihr, um sie aufzufangen und kniete sich mit ihrem ächzenden, zuckenden Körper in den Armen auf den Boden.
„Nein….. nein, nein, nein, nein, NEIN!!!“
Schrie er und starrte sie fassungslos an. Violet hatte ihre Fehler.. und ihre Beharrlichkeit gerade war natürlich für alle unangenehm gewesen aber das war doch kein Grund….
„Was hast du getan?!“
Schrie er Feivel an. Und blickte mit Tränen in den Augen wütend und voller Unverständnis zu ihm hinüber.
„Sie hat keine Bedrohung dargestellt Alphonse!!!!!“
Ehe er seinen Satz beendete, war bereits das restliche Leben aus Violets Körper gewichen und sie lag einfach nur noch schlaff und bewegungslos in Edwards Armen. Er wusste, in wenigen Augenblicken würde sie als Beißer wiedererwachen. Aber gerade war er so durch den Wind, dass er ihr einfach nicht den Gnadenstoß geben konnte. Stattdessen schob er sie von sich, erhob sich und fuhr sich mit den blutbesudelten Händen verzweifelt, mehrfach durchs Haar. Er lief dabei immer wieder ein Stück hin und her wie in Trance. Wozu hatte er seinen Sohn gemacht? Was… hatte er bloß getan? Zu welchem Monster hatte er ihn durch seine Erziehung nur geformt???

Atticus war ähnlich fassungslos wie Edward. Nur dass er nicht wütend oder traurig war sondern einfach nur… schockiert. Er kannte Violet nicht und sie war ihm egal. Aber so kaltblütig eine unbewaffnete Frau zu töten die.. sich eigentlich um seine Zuneigung bemüht hatte das war…. schon ziemlich heftig. Und Atticus wusste im ersten Moment nicht wirklich was er nun davon halten oder darüber denken sollte. Er kannte nur die halbe Geschichte. Vielleicht steckte ja noch mehr dahinter? Womöglich hatte Violet noch weitere Grenzen überschritten? Feivel womöglich auch körperlich bedrängt? Er wollte daran glauben, dass noch mehr dahinter steckte und Feivel das nun nicht nur getan hatte… weil sie mal in seine Bücher gekritzelt hatte….

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#109

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

02.04.2023 21:31
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Violet vergab ihm vielleicht die Prügel, aber fragte denn jemand Feivel, ob er ihr vergeben konnte, was sie ihm angetan hatte? Ihm dermaßen auf den Pelz zu rücken, immer und immer wieder, genau wie andere Grenzen zu überschreiten und einfach nicht zu hören, wenn er ›Stopp‹ sagte, war wie Missbrauch für ihn gewesen. Den er sich über ein Jahr gefallen lassen hatte, um Edward sein Glück zu gönnen. Er hatte versucht, sich darauf einzulassen und das Päckchen getragen so gut es ging. Eigentlich war es ein Wunder, dass er erst nach so vielen Monaten ausgerastet war. Da sich aber wie immer niemand in ihn hineinversetzen konnte – auch wenn sie ständig behaupteten, es zu können – kapierte keiner aus seiner Familie, was Violets Auftauchen für ihn bedeutete. Es war vielleicht nicht so schlimm, wie wenn Reyna dort stehen würde oder sein Peiniger ohne Namen, der dank Atti ohnehin tot war. Aber es war schlimm. Auf einer nicht sexuellen Ebene, und dennoch auf einer, die ihn extrem triggerte.
Dass Edward sie vor Feivel schützen wollte, war Teil des Problems. Er sollte auf der Seite seines Sohnes sein und nicht auf ihrer. AJ fühlte sich von ihm verlassen, wie so oft in diesem einen Jahr, das Violet sie begleitet hatte. Auch diese ätzenden Wunden wurden nun wieder aufgerissen. Möglich, dass gerade ein Teenie überdramatisierte. Aber wie sollte er das auch nicht tun? Immerhin hatte er seit dieser Sache noch mehr Traumata über sich ergehen lassen müssen. Er war so glücklich, dass endlich Ruhe einkehrte, seine Eltern bei ihm waren und Atti ebenfalls. Das wollte er einfach nicht zerstört sehen!
Also fällte er eine Entscheidung. Dass er damit die Zerstörung selbst herleiten würde, sah er zwar, aber er hoffte, das würde nur vorübergehend sein. Die Bedrohung namens Violet wäre dann zumindest getilgt. Ein für alle Mal.

Eine tiefe Befriedigung und Erleichterung machte sich in ihm breit, während er Violet das Schwert durch den Körper trieb. Ihr Gurgeln und Röcheln war wie Musik in seinen Ohren. Nie wieder würde er ihre Stimme hören müssen und das hier war die letzte und einzige Nähe, die sie von ihm freiwillig bekam.
Wie erwartet, rastete Edward total aus. Er weinte sogar. Das ließ AJs Lächeln kurzzeitig verrutschen. »Sie hat keine Bedrohung dargestellt? Natürlich hat sie das! Hast du nicht bemerkt, wie sie Mom angesehen hat? Und du hast dich schon wieder um den Finger wickeln lassen! Mich wollte sie schon wieder dauernd antatschen. Sie hat trotz deines Abgangs geglaubt, ihr könntet noch mal zusammen kommen! Meinst du, sie hätte dein Nein wirklich akzeptiert, wenn sie es schon beim ersten Mal nicht hat? Meine Ablehnungen hat sie auch nie verstanden!«
Er schüttelte sein Katana ein bisschen, damit das Blut abtropfen konnte. Eine einstudierte Bewegung, die er nach jedem Mal machte, wenn er es benutzte. Feivels Blick glitt dabei zu Atticus. Ihn sah er weitaus furchtsamer an als Ed. Weil er nicht wusste, wie sein Partner darauf reagierte. Er sah schockiert aus. Was vermutlich kein gutes Zeichen war.
Cara hatte den Bogen schon längst wieder sinken lassen und den Pfeil eingesteckt. Ihr war übel, denn sie hatte ihren Sohn bisher auch noch nicht kaltblütig morden sehen. Zwar war ihr klar, dass er es schon getan hatte, und es in dieser Welt auch nötig war. Aber das eben ... war schon hart gewesen. Sie hatte auch nicht schießen wollen, es war ihr nur um das Markieren ihres Reviers gegangen.
Nun nahm sie ihr Messer und kniete sich zu Violets Leichnam, um ihr die Gnade zuteil werden zu lassen, nicht zum Beißer zu mutieren. Es war klar, wie viel sie Ed bedeutet hatte und dass er gerade zu sehr durch den Wind war, um sich selbst darum zu kümmern. Also wollte sie es für ihn tun. Denn was sie zu all dem sagen sollte, war ihr auch ein Rätsel. Sie fühlte da ähnlich wie Atticus. Als würde sie nur die Hälfte wissen und sich noch kein Urteil erlauben können.

@Edward Drummer

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#110

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

02.04.2023 22:05
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Nein, richtig verstehen konnte AJ hier wohl keiner der Anwesenden. Aber wie auch? Sie alle.. konnten letztlich nur erahnen wie sein Verstand funktionierte. Wie manche Dinge sich für ihn anfühlten, die für sie völlig normal oder harmlos waren. Aber das durfte keine Ausrede dafür sein, sich einfach wie ein Irrer aufzuführen!
Edward hatte sich nicht auf Violets Seite gestellt. Er wollte bloß… dass sie alle diese Situation unbeschadet regelten. Niemand musste hier verletzt werden. Aber offenbar waren diese Gedanken zu naiv gewesen und die Abscheu in Feivels Inneren viel größer als Edward es gesehen oder erwartet hatte. Also nahmen die Dinge ihren Lauf.. und waren nun leider nicht mehr umzukehren.
Feivel dachte nun vielleicht im Sinne seiner Familie zu handeln, um sie zu beschützen. Aber das tat er nicht. Er tat das hier einzig und allein für sich selbst und seine eigene Befriedigung. Denn wenn es ihn wirklich interessieren würde was seine Familie dachte oder fühlte… würde er Ed das nicht antun. Denn selbst wenn sie kein Paar mehr waren, trotzdem hegte Edward Gefühle für diese Frau. Und er rannte doch auch nicht rum und schnetzelte AJs Freunde nur weil sie ihm nicht in den Kram passten! Er handelte egoistisch. Ganz egal was er sich auch anderes einredete, nur um nachts besser zu schlafen.
Und doch gab Edward ihm nicht durch und durch die Schuld. Denn er wusste….. er trug selbst einen großen Teil daran.
Die Verzweiflung war nun aber noch zu groß, um sich das richtig einzugestehen.
„Ich habe mich nicht von ihr um den Finger wickeln lassen! Ich hätte das geregelt Alphonse! Aber auf meine Weise!! Ich bin erwachsen verdammt! Ich brauche nicht deine Hilfe, um Beziehungen zu beenden. Ich hätte ihr schon noch deutlich gemacht, dass sie keine Chancen mehr hat. Dann hätte sie noch so hartnäckig sein können und trotzdem nichts damit erreicht. Also wovor hattest du wirklich Angst?? Sie hätte deiner Mum nichts angetan, denn das liegt einfach nicht in ihrer Natur!! Sie war nicht wie wir verdammt noch mal!! Sie hat ihre Probleme nicht durch Gewalt gelöst oder einfach jeden getötet, der ihr nicht in den Kram passt! Und sie hat so ein Ende verflucht noch mal nicht verdient!!!“
Schrie er seinen Sohn nun ungebremst an, denn das hier war die reinste Katastrophe. Und doch war ihm bewusst, dass er gesagt hatte ‚sie war nicht wie -wir-‚ statt zu sagen ‚sie war nicht wie -du-‚ denn ihm war schon klar, dass er in der Hinsicht nicht immer anders war. Aber jemanden zu töten nur weil sie versucht hatte Eds Herz zurück zu gewinnen? Das ging zu weit und war übertrieben. Dieser Grund war einfach nicht…. bedrohlich genug für ihn. Weshalb er auch nachfragte, worum es AJ hier wirklich gegangen war. Denn er bezweifelte stark, dass wirklich der Schutz seiner Familie im Vordergrund gestanden hatte.
„Und du?? Warum musstest du unbedingt deinen Bogen spannen Cara?? Denkt denn keiner hier, dass ich dazu in der Lage bin, meine Frauenprobleme selbst zu regeln???? Ich brauche dazu verdammt noch mal keine Hilfe von euch! Ich würde ohne mit der Wimper zu zucken mein Leben für diese Familie geben! Und einfach alles dafür tun, um euch zu beschützen! Hätte ich also wirklich eine Bedrohung in ihr gesehen, hätte ich dementsprechend reagiert!! Aber das war sie nicht und ihr solltet verdammt noch mal auf mein Urteilsvermögen vertrauen!!“
Caras Handeln hatte die Situation ja noch weiter befeuert. Und auch das war etwas, das Edward ungemein aufregte und auch verletzte. Denn offenbar glaubte hier niemand daran, dass er diese Familie schützen konnte. Oder fähig dazu war, richtige Bedrohungen zu erkennen.
Normalerweise fuhr er Cara nie so an. Hatte er eigentlich auch noch nie getan. Aber gerade befand er sich in einem emotionalen Ausnahmezustand und war wirklich wirklich wütend…… vielleicht war es nötig, dass Cara nun auch einmal diese Seite an ihm kennen lernte. Denn sie war ebenso ein Teil von ihm, wie auch der zuvorkommende Gentleman.. der sie stets auf Händen trug.

Atticus fühlte sich gerade nur wie ein Zuschauer seines eigenen Lebens. Er wusste nicht was er tun oder sagen sollte… ja nicht einmal, was er nun denken sollte. Das Erste was ihm jedoch plötzlich in den Sinn kam, waren Joeys Worte. Er erinnerte sich noch ganz genau an sie.. es war bei einem ihrer… ersten Gespräche gewesen. Als sie erstmalig über die Beziehung zwischen Alphonse und ihm gesprochen hatten. Als Joey ihn auf seine Weise gefragt hatte….. ob Atticus sich sicher war, ob die Drummers ganz richtig tickten. Denn nach der Sache mit der Fast-Folter hatte Joey da berechtigte Zweifel geäußert. Damals hatte er es abgetan.. gedacht, dass Edward schon seine Gründe gehabt hatte. Aber jetzt… jetzt kam ihm in den Sinn wie abgeklärt Edward dabei ausgesehen hatte. Und wie eiskalt auch Feivel diese Tat vollführt hatte. Da war keine Gefühlsregung gewesen. Kein Anzeichen von Reue oder Skrupel. Sondern einfach nur eiskalte Berechnung.
Hatte sein Vater vielleicht doch Recht gehabt? Waren seine Sorgen womöglich wirklich begründet? Waren die Drummers kaltblütige, geisteskranke Mörder? Nein… Atticus wollte das nicht denken. Das wollte er wirklich nicht! Immerhin hatte er auch schon gemordet. Nur um seine Tarnung bei den Wicked nicht auffliegen zu lassen. Das war doch genauso schlimm oder? Er hatte sich deswegen jedoch schreckliche Vorwürfe gemacht und dachte auch heute noch wirklich viel an diese Taten. Nichts davon hatte er genossen oder gern getan. War es bei Ed und AJ anders? Nein.. nein! Er .. wollte doch noch die ganze Geschichte herausfinden. Er sollte jetzt keine voreiligen Schlüsse ziehen. Und er hatte doch gesehen wie liebevoll sie miteinander umgingen. Das taten Psychopathen doch nicht….
Atticus wurde erst wieder aus seiner Gedankentrance gerissen, als plötzlich sein Name fiel. Denn offenbar hatte Edward seine Ansprache immer noch nicht beendet.

„Stell dir vor Atticus und du trennt euch! Und er versucht danach dich händeringend wieder zurück zu gewinnen. Soll ich ihn dann auch einfach aufschlitzen, weil ich dir nicht zutraue ihn abzuwimmeln?? So funktionieren Beziehungen und Trennungen nicht Alphonse!! Du.. du kannst nicht einfach jeden töten, nur weil er dir lästig ist! So habe ich dich nicht erzogen!!“


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#111

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

02.04.2023 22:37
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Es war nicht das erste Mal, dass Ed ihn so ungebremst anschrie und auch nicht das erste Mal, dass ihre Bindung drohte, mit einem Knall zu zerreißen. Doch so weit wie jetzt war Feivel noch nie gegangen. Es war das Eine, jemanden zu verprügeln, weil einem der Geduldsfaden riss. Jetzt hatte AJ wohlüberlegt und kaltblütig gehandelt. Ein Problem gelöst, auf eine endgültige Weise. Und damit eine Person ermordet, die seinem Dad noch etwas bedeutet hatte.
»Klar, du hättest wieder mit ihr geredet und geredet und dann hätte sie doch wieder nichts anders gemacht! Sie war ständig übergriffig, egal, um wie viel Rücksicht du oder ich sie gebeten haben. Und wer weiß, wie weit sie noch gegangen wäre. Sie war vielleicht nicht so mörderisch wie wir, aber geisteskrank bestimmt! Sie hat dieses Buch besorgt, obwohl das verdammt gefährlich war und sie eigentlich Riesenschiss vor Beißern hat. Sie war bereit, über ihre Grenzen zu gehen. Ich weiß, wie solche Menschen ticken und dass sie trotz aller angeblichen Liebenswürdigkeit gefährlich werden können.« Als geisteskrank würde er durchaus auch sich selbst bezeichnen. Ihm war klar, dass er in mancher Hinsicht nicht sauber tickte. Dass er nicht ganz richtig war. Und darum hatte er auch kein Geheimnis gemacht – weder vor seinem Vater noch vor Atticus. Sie sollten jetzt bitte nicht plötzlich anfangen, ihm das zum Vorwurf zu machen!
Und wovor er wirklich Angst hatte? Das hatte er Ed bereits gesagt. Weswegen er auf diese Frage nicht erneut einging. Wenn sein Dad sich einreden wollte, sein Sohn hätte aus rein egoistischen Gründen gehandelt, war das sein Bier und nicht AJs.

Cara erhob sich gerade wieder, da wurde sie plötzlich Opfer von Eds ungebremster Wut. Statt darauf ebenso zornig einzugehen, schüttelte sie den Kopf. »Anders als AJ wollte ich dir bestimmt nicht helfen. Ich weiß nichts von dieser Frau und nichts von der Geschichte zwischen euch oder was sich mit AJ abgespielt hat. Aber wenn sie meinen Sohn als ›ihren Feivel‹ bezeichnet und ihn bedrängt, obwohl er das offenkundig nicht möchte, habe ich schon das Recht als Mutter, meinen Standpunkt klarzumachen, auf die Art, die ich wähle.«
Sie hatte auf das reagiert, was sie gesehen und gehört hatte. Zu mehr war sie nicht imstande gewesen und das war nicht ihre Schuld.
Feivel konnte nicht einschätzen, ob seine Ma guthieß, was er getan hatte. Sie war nach außen hin sehr ruhig, hielt sich offenkundig bedeckt und eruierte noch, was die Hintergründe waren. Genau wie Atticus. Der bisher noch kein einziges Wort gesagt hatte. Das verunsicherte AJ gerade tatsächlich am meisten. Einen wütenden Ed und eine besonnene Cara war er gewohnt. Aber Atti so stumm und schockiert zu sehen, war etwas anderes.

Ed war noch nicht fertig mit seiner Ansprache und hielt AJ den Spiegel vor. Davon wollte er gerade aber nichts hören. »Lass Atticus da raus! Außerdem ... das erzählst gerade du mir? ›Die Drummers über alles‹ und ›Jeder, der eine Bedrohung für uns ist, muss sterben‹ ... das waren deine Worte, die du mir immer und immer wieder eingetrichtert hast. Violet war eine Bedrohung, egal, was du sagst. Ich bin alt genug, um mir selbst ein Urteil zu bilden. Und bei Joey hast du auch keine Ausnahme deiner Regeln gemacht, obwohl ich dich darum gebeten habe. Warum sollte ich jetzt eine machen? Du biegst dir doch auch alles zurecht, wie du es brauchst, um deine Taten zu rechtfertigen. Ich spiegele dein Verhalten. Deins! Bisher warst du immer stolz darauf.«

@Edward Drummer

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#112

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

02.04.2023 23:12
Edward Drummer Edward Drummer (gelöscht)
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Edward konnte ja nicht von der Hand weisen, dass ein paar von Feivels Prophezeiungen durchaus im Bereich des Möglichen lagen. Glauben wollte Edward sie aber trotzdem nicht. Wenn Gefühle im Spiel waren, fiel es eben auch ihm nicht immer ganz leicht völlig klar und rational zu denken.
„Und du weißt ebenso gut genug, dass solche Dinge nicht von heute auf morgen passieren! Vielleicht wäre sie irgendwann zu einer Bedrohung geworden, schon möglich…. aber bis dahin hätte ich noch viel Zeit gehabt andere Wege auszuprobieren! Andere Lösungen zu finden und Möglichkeiten auszuloten. Aber du hast einfach entschlossen den leichtesten Weg zu wählen. Ungeachtet dessen was du damit anrichtest!!“
Hatte er denn nur ein einziges Mal darüber nachgedacht, dass er seinem Dad damit vielleicht weh tat?? Weil er die Frau gern gehabt hatte, trotz ihrer Fehler und manchmal anstrengenden Art? Er hatte ihr viel zu verdanken und sie hatte ihm durch eine schwere Zeit geholfen. Aber Feivel sah nur seine eigene Abneigung. Nicht jedoch.. wie sein Vater sich nun deswegen fühlte. Oder er wusste es aber es war ihm einfach nur scheißegal.

Caras Reaktion machte die Sache nun aber ebenso wenig besser für Edward. Denn ihre besonnene, vernünftige Antwort regte ihn fast noch mehr auf als die Diskussion mit Feivel. Weil sie so ganz eindeutig auf Alphonse Seite stand.. und niemand hier seinen Standpunkt zu unterstützen schien. Weshalb auch er sich ein wenig im Stich gelassen fühlte. Vermutlich konnte er nicht von ihr verlangen ihn zu unterstützen, wenn er sie gerade anschrie xD aber trotzdem hatte er wohl irgendwie darauf gehofft.
„Und das ist alles, was du dazu zu sagen hast?“
Sagte er deswegen nur kopfschüttelnd. Mochte ja sein, dass ihr Verhalten gerechtfertigt gewesen war. Aber bedeutete das auch, dass sie Feivels Tat per se gut hieß? Weil sie froh war, dass Violet aus dem Weg geräumt und damit eine Bedrohung für ihre Familie aus der Welt geschafft war?
Sie blieb so ruhig, dass Edward sie überhaupt nicht einschätzen konnte. Weshalb er letztlich nur resignierend den Kopf schüttelte. Denn offenbar verbündeten sich ohnehin gerade alle gegen ihn und zeigten Null Verständnis für seinen Standpunkt.
Mehr noch als das. Sie hielten einander gegenseitig einen Spiegel vor. Nur das Alphonse wesentlich besser mit Worten umgehen konnte als Edward.
Denn das war er sagte……. das saß richtig. Ja. Edward hatte ihm die Familienregeln eingebläut. Ja. Edward rechtfertigte sein Verhalten so wie er es brauchte. Ja. Es hatte Edward mit Stolz erfüllt, dass Feivel in mancher Hinsicht… ein Abbild seiner selbst geworden war. Weshalb er nun die Lautstärke runter fuhr und den Kopf senkte, was immer dann passierte.. wenn er aufgab oder etwas in ihm zerbrach.
„Du hast Recht…. und das war offenbar ein großer Fehler“
Denn bei alledem hatte er wohl die Warnsignale nicht rechtzeitig erkannt. Alphonse war nicht wie er. Er war wesentlich klüger, hatte durch seine Hochbegabung Schwierigkeiten mit sozialer Interaktion und Empathie. Fähigkeiten… die Edward sehr gut beherrschte. Und die verdammt wichtig waren, um zu erkennen was richtig oder falsch war. Er hätte wissen müssen, dass Feivel seine Lektionen anders interpretierte und umsetzte, als er es getan hätte. Wesentlich berechnender und wortwörtlicher.. er hätte ihn niemals in diese Welt einführen dürfen. Ihm niemals das Gefühl geben dürfen, dass Morden okay war! Er hatte diesen jungen, schutzbedürftigen Menschen zu etwas geformt… das ihm gerade wirklich Angst machte. Dabei hatte er keine Angst um sich selbst, sondern davor…. was das alles auf Dauer mit AJs Seele machen würde…
Deshalb war er auch nicht mehr fähig dazu nun noch weiter zu diskutieren. Erneut standen ihm Tränen in den Augen, die er rasch weg wischte.
Also lief er nur noch wortlos zu Violet.. um ihren Körper hoch zu heben und… einfach nur wortlos mit ihr im Wald zu verschwinden.
Sollten die anderen denken was sie wollten. Aber zumindest ein ordentliches Begräbnis hatte dieses Mädchen verdient. Das war wirklich das Mindeste, das er jetzt noch für sie tun konnte… und das würde er verdammt noch mal alleine machen.

Atticus verstand, wie Cara, nur zum Teil was hier gerade passiert war oder die Tragweite dessen. Deshalb wusste er auch noch nicht ob er wütend auf Feivel sein sollte oder ob er im Recht war und sich Ed vielleicht irrte? Es ging ihm nicht so sehr darum, dass er gerade gesehen hatte wie jemand aufgeschlitzt wurde. Mit dem Tod wurde er bei den Wicked tagtäglich konfrontiert. Aber diesmal war es sein Freund gewesen, der sehr kaltblütig gehandelt hatte. Doch wenn er es wirklich getan hatte, um seine Familie zu schützen? Weil er in Violet eine Bedrohung gesehen hatte? Scheiße er wusste echt nicht was er denken sollte! Er wollte ihn unterstützen und für ihn da sein. Aber trotzdem nisteten sich gerade gewisse Skrupel in seinem Herzen ein. Die er gar nicht zulassen wollte. Die aber automatisch sprießten.
Dennoch war es seine Pflicht als Freund nun für ihn da zu sein. Und die würde er nicht vernachlässigen, ehe er nicht alle Details kannte.
Weswegen er nun kurz zu Cara blickte. Hatte er denn schon das Recht auf Feivel zuzugehen? Oder wollte sie als Mutter erst mit ihm reden?
Da Feivels Blick aber ihn traf und nicht dessen Mutter.. beschloss er es einfach zu riskieren und ging zögerlich auf Feivel zu. Nahm aber nicht seine Hand oder so sondern fragte einfach nur etwas verunsichert
„Sollen wir… vielleicht ein paar Schritte zusammen gehen?“
Weg vom Schauplatz des Geschehens. Weg von diesem Lager, von Cara, von Ed… einfach nur sie beide damit… sie in Ruhe reden konnten?

@Alphonse Drummer


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#113

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

02.04.2023 23:46
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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»Nein, solche Dinge geschehen nicht von heut auf morgen. Sie war aber schon ein paar Monate unterwegs und hat sich wer weiß was eingeredet. Violet hätte jederzeit austicken können und deine anderen Lösungen und Möglichkeiten wären nur Schall und Rauch.« Von wegen, Edward bräuchte keine Hilfe, um Situationen richtig einschätzen zu können. Er war völlig geblendet von seinen Gefühlen. Ein Problem, das Feivel nicht hatte und das alles weitaus nüchterner und analytischer betrachten konnte.
»Was hab ich denn angerichtet? Sie hätte schon längst tot in irgendeiner Ecke liegen können! Du hast sie doch weggeschickt und aus deinem Leben gestrichen.« Irgendwie hatte er erwartet, dass Violet deswegen auch nicht mehr Eds Herz berührte. Da hatte er sich offenbar getäuscht. Und wenn er doch mal zuließ, sich eine ähnliche Situation mit Atticus vorzustellen, musste er zugeben, dass es ihm ebenso gehen würde. Wären sie getrennt, egal, aus welchen Gründen, so ließ sich das gemeinsam Erlebte und die Gefühle, die man geteilt hatte, sicher nicht einfach löschen. Vor allem in Feivels Fall. Er ging immerhin davon aus, dass Atti der Einzige in seinem Leben sein würde, für den er diese Art von Liebe empfinden würde.
Diese Erkenntnis verursachte sichtbare Risse in Feivels Selbstbewusstsein. Bis eben war er sich noch zu hundert Prozent sicher gewesen, richtig gehandelt zu haben. Jetzt war er das nicht mehr.

Cara sah sich ebenfalls mit Eds Wut konfrontiert, hatte aber kein Interesse, sich davon anstecken zu lassen. Eine Person musste hier ja den kühlen Kopf bewahren. »Nein, das ist nicht alles, was ich dazu zu sagen habe. Aber jetzt ist wohl kaum der richtige Moment, euch zu zwingen, mir die komplette Geschichte zu erzählen, richtig?« Und es war nun mal Fakt, dass sie nicht vorschnell urteilen wollte. Vielleicht hatte Feivel auch ein Geheimnis, das er noch niemandem erzählt hatte.
Hatte er nur nicht wirklich ... sein Dad und auch Atti wussten die komplette Story. Und für ihn rechtfertigte das seine Tat. Was aber wohl niemand der Anwesenden verstehen würde. Sobald es um rein sexuellen Missbrauch ging, waren sie plötzlich total verständnisvoll. Übergriffigkeit gab es aber auch in anderen Formen und das war ähnlich schlimm für Feivel. Er hatte sich von seinem Dad in der Zeit zudem nicht wirklich ernstgenommen und verstanden gefühlt. Und auch jetzt tat er es nicht, und fürchtete, auch seine Ma und Atti würden in ihm nur noch ein Monster sehen. Vielleicht war er das ja auch. Ziemlich sicher sogar.
Statt sich selbst den Spiegel vorhalten zu lassen, drehte er den Spieß um. Und weil es ihn wirklich fuchste, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wurde. Edward durfte tun und lassen, was er wollte und sich sogar gegen die Bitte seines Sohnes stellen, als es um Joeys Leben ging? Andersherum durfte Feivel aber nicht so handeln, wie er es für seine Familie für am besten hielt, und damit den Drummer-Grundsätzen folgen?
Eigentlich hatte er mit noch mehr Geschrei gerechnet. Dass Ed seine Erziehung nun als großen Fehler bezeichnete und mit Tränen in den Augen den Kopf senkte ... schmerzte wie das Höllenfeuer. Es war, als würde man nun Feivel ein Schwert durch die Brust schieben. Quälend langsam. Denn diese Worte bedeuteten doch ... dass er seinen Vater wirklich enttäuscht hatte. Auf ganzer Linie. Außerdem stellte Ed damit seinen gesamten Charakter infrage. AJ war nun mal das Produkt seiner Erziehung und das hatte ihm stets Sicherheit und Selbstbewusstsein geschenkt. Feivel wusste so, wo sein Platz war und wie er zu handeln hatte. Dass Ed ihm das mit dieser Bemerkung plötzlich entzog, war, als würde man AJ das Rückgrat brechen. Übrig blieb nur die Tatsache, dass er nicht richtig war. Ein Monster. Falsch erzogen. Falsch.

Völlig entkräftet blieb er stehen und sah zu Boden, während Edward mit Violet verschwand. Cara wechselte einen Blick mit Atti und nickte leicht. Sie glaubte, er würde gerade vielleicht besser an Feivel herankommen. Außerdem war ihr aufgefallen, wie dessen Blick stetig unsicher zu Atticus gewandert war. Die beiden mussten miteinander reden. Genau, wie sie und Ed später noch miteinander reden mussten.
»Willst du denn noch mit mir allein sein?«, fragte AJ ausweichend ... ging dann aber bereits vor in die Wälder. Denn er wollte ebenfalls einfach nur weg. Ob mit oder ohne Atti war nun erst mal egal. Doch er hoffte schon, dass sein Freund jetzt keine Angst vor ihm hatte und ihn wirklich begleiten wollte.

@Edward Drummer

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#114

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 00:14
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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„Vielleicht wäre aber auch nichts davon passiert Alphonse!! Du kannst solche Entscheidungen nicht einfach eigenmächtig treffen!!“
Hätte er Violet eben ausknocken und an einen Stuhl fesseln sollen, wenn er solche Angst vor ihrer geistigen Verfassung gehabt hatte. Aber sie gleich kaltblütig zu ermorden… wegen etwas das vielleicht, möglicherweise, irgendwann einmal hätte eintreten können, das war einfach nicht richtig!
Ja, bei Joey hatte Edward genauso gehandelt. Er wollte ihn umbringen, damit er Cara nie wieder schaden würde. Aber der Unterschied war, er hatte sie direkt bedroht und versucht zu töten!
Edward konnte nun tatsächlich nicht sehen, dass Violets Grenzüberschreitungen für Feivel ebenso schlimm gewesen waren. Dazu war er nun mal einfach nicht in der Lage. So sehr er seinen Sohn liebte und versuchte sich in ihn hinein zu versetzen, manche Dinge würden ihm immer schleierhaft bleiben..
Es war ja okay, dass er sie deswegen hasste. Aber so sehr, dass sie deshalb sterben musste? Das war einfach übertrieben in seinen Augen.
„Ja, das habe ich getan. Aber deshalb habe ich ihr doch nicht gleich den Tod gewünscht!! Ich hatte gehofft sie würde irgendwo schon noch ihr Glück finden..“
Und dieser Gedanke hatte ihm geholfen sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Sich einzureden, dass seine Familie nicht die richtige für sie gewesen war, es aber irgendwo da draußen eine gab, zu der sie passen würde. Die ihre überfürsorgliche Weise annehmen und schätzen konnten.
„Nur weil du sie gehasst hast, hat das nicht auf mich zugetroffen Alphonse. Ob du es nun einsehen willst oder nicht aber ich habe ihr viel zu verdanken, denn sie war in einer Zeit für mich da.. in der ich sie gebraucht habe..“
In der er mehr gebraucht hatte als nur… einen Sohn. In der er verdammt einsam und frustriert gewesen war. Sie hatte ihn da draus geholt. Ihm wieder ein bisschen Lebensfreude zurück gegeben. Und dafür hätte AJ ihr eigentlich auch verdammt dankbar sein sollen. Denn dadurch hatte Ed in späterer Folge auch wieder ein besserer Dad sein können.

Er hasste es wenn Cara recht hatte. Weshalb Ed auch nur noch murrte und die Arme verschränkte. Er wollte ihr die Geschichte nun auch gar nicht erzählen. Das durfte ihr Sohn sehr gerne selbst übernehmen und dafür gerade stehen. Er konnte es ja offenbar sowieso nicht nachvollziehen oder sich in ihn hinein versetzen..
Natürlich zweifelte er nun an seiner Erziehung, war sich sicher alles falsch gemacht zu haben. Auch Cara würde das nun endlich erkennen und Ed deshalb ebenfalls zum Teufel jagen. Einfach alles ging gerade schon wieder vor die Hunde! Und da fragte sich AJ wirklich noch, was er angerichtet hatte?? Nun sah er das Produkt dessen.. denn sie alle blieben mit einem schrecklichen Gefühl zurück und einer inneren Leere, die drohte einfach alles zu vertilgen.
Ed blieb also nur noch die Flucht in den Wald. Genau wie den Teenagern.
Auch wenn Atticus noch nicht wirklich wusste.. wie er sich nun verhalten sollte. Denn eigentlich wollte er für AJ da sein. Immerhin hatte er doch auch den Streit gehört und konnte sich vorstellen, dass es Alphonse jetzt echt mies deswegen ging. Aber auf der anderen Seite konnte er auch nicht so tun als wäre gerade nichts passiert oder? Als wäre das einfach völlig normal oder an der Tagesordnung. Beißer zu töten ja.. aber Menschen? Das sollte es nicht sein. Er war also selbst total verwirrt und unentschlossen.. wusste aber, dass nichts zu tun auch der falsche Weg war. Weshalb er sich bemühte seine eigenen Emotionen erst mal runter zu schlucken bis AJ sich etwas beruhigt hatte. Weswegen er bei seiner Frage zwar kurz zögerte.. letztlich aber trotzdem nickte. Aber nichts dazu sagte, sondern Alphonse wortlos in den Wald folgte.
Er schloss zu ihm auf und lief eine Weile schweigend neben ihm her. Er suchte nach den richtigen Worten aber… es wollten ihm einfach keine einfallen. Bis sie irgendwann an eine Lichtung kamen, wo ein umgefallener Baum lag, auf dessen Stamm sie sich setzen konnten. Also.. fasste er Feivel am Jackenzipfel und zog ihn vorsichtig in diese Richtung, um sich zu setzen.
Immer noch schwieg er und formulierte die selbe Frage in seinem Kopf bereits zum tausendsten Mal um. Konnte sie aber einfach noch nicht stellen. Außerdem hatte er doch beschlossen seine eigenen Emotionen erst mal auszuklammern und sich auf AJ zu konzentrieren? Weshalb er irgendwann zögerlich fragte
„….. bist du okay..?“
Womit er nun sogar weniger auf die Sache mit Violet anspielte. Sondern eher auf seinen Streit mit Edward. Denn Atticus wusste, dass ihn das definitiv mehr mitnahm als der Mord. Was ja eigentlich schon ein Warnsignal per se sein sollte. Aber trotzdem war Alphonse ihm eben wichtig und.. es tat ihm weh ihn leiden zu sehen.

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'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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#115

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 00:40
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Feivels Verwirrung wuchs mit jedem Wort, das Edward sagte. Warum durfte er nicht entscheiden, was für die Familie richtig war, sobald sein Dad es offenkundig nicht vermochte? Wieso war Joey schlechter als Violet, obwohl beide übergriffig gehandelt hatten – wenn auch auf anderen Ebenen? Warum wollte Ed Cara mit allen Mitteln schützen, aber ihn nicht? Warum musste er sich immer wieder erklären und wie schlimm Grenzüberschreitungen jeglicher Art für ihn waren? Warum glaubte sein Dad ihm das nicht und akzeptierte es zumindest, auch wenn er es nicht nachvollziehen konnte? Und was war mit dem Grundsatz, dass der Tod die beste Lösung war, weil sie endgültig war? Keine losen Enden übrig lassen, denn sonst war die Gefahr nicht getilgt. Weshalb durfte AJ niemanden so sehr hassen, dass er die Person von der Erde getilgt sehen wollte. Beziehungsweise warum durfte er das nur, wenn Ed das ebenso wollte?
»Schön, dass sie für dich da war. Das Jahr mit ihr war für mich jedoch das schlimmste in meinem Leben. Sag mir nicht, du würdest dich nicht auch von so einer Last befreien wollen, wenn sie sich wieder in dein Leben zwingen würde. Und vielleicht hättest du mir doch nicht folgen sollen, als ich gegangen bin. Offenkundig bist du ohne mich tatsächlich besser dran. Wie wir hier wieder sehen. Aber du wolltest nicht auf mich hören. Das nächste Mal suchst du besser nicht nach mir.« Keiner von ihnen sollte das tun. AJ presste die Lippen zusammen und sah zu Boden. Sein damaliges Bauchgefühl war richtig gewesen. Er brachte nur Unglück und war nicht kompatibel mit der Welt – obwohl sie schon in der Apokalypse lebten. Aber selbst für so ein Szenario schlummerte wohl zu viel Dunkelheit und Zerstörungswut in ihm.
Sie standen hier also an einem Scheideweg. Weder Edward war in der Lage, sich in seinen Sohn hineinzuversetzen und irgendetwas anzunehmen, was dieser ihm sagte ... genau wie es umgekehrt ebenso der Fall war.

Wirklich brechen tat AJ eine ganz kurze Bemerkung seines Vaters. Nun wusste er echt nicht mehr, was noch richtig und falsch war. Oder ob es überhaupt noch eine Rettung geben würde. Als er seinen Plan gefasst hatte, war er noch davon ausgegangen. Jetzt gab es keine Hoffnung mehr, an die er sich klammern konnte.
So wie Atti mit seiner Antwort zögerte, brannte das noch mehr Zweifel in AJs Bauch. Sein Freund hatte Angst vor ihm, sah nur noch das Monster in ihm. Ganz sicher.
Er setzte sich ebenfalls auf den Baumstamm. Obwohl er sich extrem rastlos fühlte und weiter laufen wollte.
Ob er okay war? Fast hätte Feivel humorlos aufgelacht. Stattdessen antwortete er mit einem einfachen »Nein.«
Dann kehrte wieder Stille ein, für einen kurzen Moment. AJ ertrug das nicht. »Sag schon, was du sagen willst!« Wenn er Schluss machen, schimpfen oder ihn anprangern wollte, dann bitte sofort. Atti sollte erst nicht nach Worten suchen, sondern sagen, was ihm im Kopf rumschwirrte.

@Atticus Keene

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#116

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 01:14
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Vielleicht war Edward doch zu einfältig, um AJ ein wirklich guter Dad sein zu können. Denn es gelang ihm einfach nicht Violet und Joeys Taten auf eine Stufe zu stellen. Egal wie sehr er sich um Verständnis für seinen Sohn bemühte. Also vielleicht war es gut das Cara nun da war… vielleicht konnte sie noch ein bisschen was von dem Schaden wieder gut machen, den Edward verursacht hatte. Denn er wusste nicht mehr weiter. Er wusste wirklich nicht mehr weiter.. und genau wie AJ sich nun in Frage stellte, stellte auch er alles in Frage, was er ihn in den letzten Jahren gelehrt hatte.
Nun ging es nur noch darum den anderen zu verletzen. Denn natürlich schmerzten Feivels Worte Edward nun extrem. Er wollte ihm damit ein schlechtes Gewissen machen? Klar funktionierte das. Nur ließ Ed sich diesmal nicht davon einwickeln oder umstimmen, da Violet nicht einfach irgendwer gewesen war. Sondern jemand, den er wirklich gern gehabt hatte. Weswegen er diesmal auch nicht zurück ruderte und einen Schritt auf seinen Sohn zuging sondern stattdessen sagte.
„Wenn du das immer noch glaubst hast du rein gar nichts verstanden.. aber was spielt das jetzt noch für eine Rolle. Du triffst nun ohnehin deine eigenen Entscheidungen ohne Rücksicht auf Verluste…und nichts was ich sage, wird irgendetwas daran ändern.“
Er hatte das Gefühl.. total den Zugang zu Alphonse verloren zu haben. Als würde ihr 2er Team gerade zerbrechen. Er hatte dieses Endprodukt erschaffen.. und nun würde sich zeigen, ob einzig und allein seine mörderischen Lektionen bei ihm gefruchtet hatten oder ob die Liebe, die er ihm all die Jahre entgegen gebracht hatte… doch noch einen Unterschied ausmachten. Denn das war es.. was Edward als Kind nie erfahren hatte. Das war es, was er bei Feivel hatte besser machen wollen. Doch wie es schien.. war auch das zu wenig gewesen. Er war ihm trotzdem entglitten und nun konnte er nichts mehr daran ändern..
Edward stand kurz davor Feivel erneut anzuschreien und ihm zu sagen, dass er die letzten 13 Jahre seines Lebens nur für ihn da gewesen war und dass er sich gewünscht hätte, dass er dieses eine Jahr auch mal für ihn zurück steckte. Aber so weit war er doch noch nicht.. das waren Worte, die ihm niemals über die Lippen kommen würden. Es war schon schlimm genug, dass sie seine Gedanken streiften und machten ihn wirklich wütend. Weil es ihm erneut vor Augen führte was für ein scheiß Dad er war..
Es war also besser wenn ihre Wege sich erst mal trennten. Jetzt würde dieses Gespräch nur noch mehr Zerstörung verursachen.

Nun war es an Atticus einen Versuch zu starten, zu seinem Freund durchzudringen. Selbst wenn er ebenfalls extrem aufgewühlt war.
Nur wie er das angehen sollte wusste er selbst nicht. Denn Feivels Antworten peitschten ihm eisig ins Gesicht. Nun wusste er noch weniger wie er alles ansprechen sollte, was ihm durch den Kopf ging. Solange Feivel so auf Abwehr war, würde das doch nur nach hinten los gehen.
„Ich weiß nicht was ich sagen soll oder will AJ.. ich meine.. ich will für dich da sein, nach dem hässlichen Streit mit deinem Dad. Aber… ich will auch verstehen was da eben eigentlich passiert ist. Du hast mir erzählt wie wütend diese Frau dich gemacht hat mit ihrem Verhalten.. und ich hatte Verständnis dafür, dass du sie geschlagen hast. Aber.. gibt es da vielleicht noch etwas.. das du mir nicht erzählt hast? Warum… du sie wirklich so sehr hasst?“
Atticus war in der Hinsicht leider ein bisschen ähnlich wie Edward. Er verstand ja, dass Alphonse sie hasste. Aber richtig nachvollziehen wie schlimm ihr Verhalten für ihn war, konnte er trotzdem nicht. Nicht so sehr, dass es einen Mord rechtfertigte.

@Alphonse Drummer



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#117

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 01:40
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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Feivel sah seinen Vater an und straffte die Schultern. »Du hast offenkundig auch nichts verstanden.« Ja, er hatte eine Entscheidung getroffen. Über die Verluste hatte er sich jedoch schon Gedanken gemachten und was Ed bisher gesagt hatte, änderte durchaus etwas. Aber die Situation war bereits festgefahren. Das Team zerbrach und anders als gedacht, erkannte AJ nun, dass er die Zerstörung nicht reparieren konnte. Diesmal nicht. Sein Dad ließ ihn fallen und er war selber Schuld daran. Ob seine Mom es ebenso tun würde? Vermutlich. Und Atticus ebenso. Feivel war klar, er hatte kein Anrecht auf Selbstmitleid. Tatsächlich trafen ihn die Erkenntnisse mit kalter Logik. Was es aber nicht wirklich besser machte.
Es war ganz gut, dass Edward nicht weiter herumschrie. Denn natürlich hätte Feivel sich auch diesmal keine Antwort erspart. Er fand, dass er sehr viel zurücksteckte, um ein guter Sohn zu sein. Und er hatte sich auch wirklich bemüht, als Violet noch bei ihnen gewesen war. Er hatte gewollt, dass sein Dad glücklich war und das wollte er immer noch. Edward war kein Scheißvater. Vielmehr war Feivel ein beschissener Sohn.

Und womöglich auch bald wieder Single. AJ war so abweisend, weil er nicht davon ausging, dass Atticus auf seiner Seite war. Wenn sogar sein Dad ihn verließ, würde Atti es gewiss erst recht tun. Er war bei den Wicked schon von genug Verrückten umgeben. Bisher hatte er sich einreden können, Feivel wäre nur ein bisschen exzentrisch. Aber nun hatte er seine schlimmste Seite live gesehen. Das veränderte etwas, ohne Zweifel. AJ spürte das mit jeder Faser seines Körpers und seiner Seele.
Die Frage sagte ja schon alles. Atticus fand die Tat auch nicht gerechtertigt. Er fand sie ebenso übertrieben wie Ed.
»Ich habe dir alles erzählt. Violet hat ständig etliche Grenzen überschritten und jede meiner Bitten überhört. Ich hab das für meinen Dad ausgehalten so lang es ging. Und als ich es nicht mehr konnte, bin ich gegangen, weil ich dachte, es wäre besser so. Offenbar war es das auch. Aber egal, was mein Vater sagt, ich glaube trotzdem daran, dass Violet eine Gefahr dargestellt hat.« Nur war er sich jetzt nicht mehr sicher, richtig damit umgegangen zu sein. Letztlich hatte er wohl doch irgendwie Panik geschoben, auch wenn er sein Handeln durchdacht hatte.
»Ich hab dich gewarnt, Atti ...«, sagte er nun deutlich leiser und entkräfteter. »Ich verstehe, dass da vielleicht noch die rosarote Brille im Weg war und die jetzt fort ist. Wenn du mich jetzt nicht mehr lieben kannst, versteh ich auch das. Ich ... ich kann nicht rückgängig machen, was da eben passiert ist. Aber glaub mir, inzwischen würd ichs gern.« Seine Augen füllten sich mit Tränen. Er konnte nun nicht mehr weiter so abweisend sein, denn eigentlich war er gerade richtig aufgewühlt und kaputt. Und er hatte Schiss, seinen Freund zu verlieren, weswegen er ihm mehr zeigte, was in ihm vorging. Weil Atti ihm mehr Geduld und Ruhe entgegenbrachte. Und die Reue, die Feivel empfand ... war durchaus echt. Vielleicht entsprang sie dem falschen Grund, aber sie war da.

@Atticus Keene

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#118

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 20:43
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Damit war nun wohl alles gesagt. Denn Edward brauste nur noch kopfschüttelnd ab. Seit Atticus Auftauchen hatte er das Gefühl gehabt, dass sich AJs Empathiefähigkeiten etwas verbessert hatten. Aber offenbar hatte er sich da getäuscht. Denn es ging ihm ganz offensichtlich am Arsch vorbei wie es seinem Vater mit seiner Tat ging. Oder was dieser gerade fühlte. Klar, er könnte ihm nun vorwerfen, dass es ihn auch nicht interessiert hatte, als er mit Violet zusammen gewesen war. Doch das entsprach nicht der Wahrheit. Er hatte sehr oft versucht zu vermitteln.. sich darum bemüht die Wogen zwischen den beiden zu glätten. Und Feivel hatte sehr lange einfach nichts gesagt oder keine Gefühle gezeigt, weshalb er davon ausgegangen war, es wäre schon nicht so schlimm für ihn.. nun bekam er das Gegenteil präsentiert. Was auch ihn zum Nachdenken anregte.. in mehrlei Hinsicht. Fürs erste musste er sich aber darauf konzentrieren Violet zu begraben und…. mit der Sache abzuschließen. Edward würde nun nicht in endlose Trauer deswegen verfallen. In der Hinsicht war er sehr hart im Nehmen. Aber gänzlich kalt ließ es ihn eben auch nicht und er…. brauchte ein paar Minuten für sich.

Zeit die auch die Teenies nun miteinander verbrachten. Auch wenn Atticus sich noch nie so unsicher in Feivels Nähe gefühlt hatte. So.. hilflos, nicht wissend was nun das Richtige war. Was er denken oder fühlen sollte. Das war sehr verwirrend und unangenehm. Denn ja.. es veränderte etwas zwischen ihnen. Atticus wusste nur noch nicht genau was und wie viel.
„Hm…“
War deshalb auch alles was er vorerst von sich gab, als Feivel ihm erklärte, dass Violet eigentlich nicht mehr getan hatte als das, was er ihm ohnehin schon erzählt hatte. Atticus versuchte sich einzureden, dass es vielleicht nur daran lag, was in Haus Lust passiert war. Das Alphonse deswegen einfach noch traumatisiert und deshalb empfindlicher war. Doch so richtig klappte das nicht. Er wollte auf seiner Seite sein. Aber gerade da.. fiel es ihm schon ziemlich schwer. Doch er wollte auch nicht mit zweierlei Maß messen, so wie Edward es offenbar tat, weshalb er meinte.
„Weißt du… ich will ehrlich zu dir sein Feivel. Es hat mich schon schockiert zu sehen wie eiskalt du sie ohne zu zögern aufgeschlitzt hast.. aber ich meine.. ich bin auch kein Heiliger. Ich habe auch unschuldige Menschen getötet, auf Lorenzos Anweisung. Und ich habe mich dafür gehasst, weil ich mir stets gedacht habe… was wenn sie auch Familie hatten? So wie ich damals? Wenn ich einem kleinen Jungen seine Eltern genommen habe? Genau das ging mir auch vorhin durch den Kopf. Violet war.. vielleicht auch irgendjemandes Mutter oder.. Tochter. Und vielleicht gibt es da draußen nun jemanden, der dir ewige Rache schwört..“
Er war hin und her gerissen, denn einerseits hatte er sich dadurch Sorgen um Feivel gemacht, was eigentlich total absurd war nach dessen Tat. Und auf der anderen Seite war er einfach entsetzt gewesen von so viel Brutalität.
„Aber.. diese Gedanken hast du nicht… oder?“
Hatte Feivel ein schlechtes Gewissen deswegen? Fühlte er sich mies oder schuldig? Wegen seinem Dad vielleicht. Aber wegen der Tat an sich? Das stellte einen großen Unterschied für Atticus dar. Er hatte nach dem Mord an dem Widerling, der Feivel angetatscht hatte, auch keine Reue empfunden. Also wenn er Violet wirklich gehasst hatte.. wie könnte er es dann von ihm verlangen? diese Situation war wirklich verfahren..
„Ich höre deswegen nicht einfach auf dich zu lieben AJ. Das.. kann ich gar nicht. Und möchte ich auch nicht. Wenn du sagst du warst wirklich überzeugt davon, dass sie eine Gefahr für deine Familie dargestellt hat dann.. kann ich damit klar kommen. Wenn du sie aber nur aus bloßer Berechnung und Grausamkeit getötet hast dann.. weiß ich noch nicht, wie ich damit umgehen soll und werde, okay?“
Er hatte nun auch nicht sofort alle Antworten parat und musste das Geschehene erst mal sacken lassen. Doch es war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, dass AJ seine Tat gern ungeschehen machen wollte. Aus welchen Gründen auch immer. Weshalb Atticus gar nicht anders konnte als den Arm um Feivel zu legen und ihn an sich heran zu ziehen. Denn ihn so traurig und verloren zu sehen, das ließ ihn natürlich nicht kalt! Nur wegen diesem Vorfall waren seine Gefühle nicht ausradiert. Es hatte sich vielleicht ein Schleier gelichtet.. aber die Liebe für einen Menschen verlor man doch nicht von einer Sekunde auf die andere. Weshalb er weiterhin für ihn da sein wollte. Ganz egal was das auch bedeutete.

@Alphonse Drummer



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#119

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 21:11
Alphonse Drummer Alphonse Drummer (gelöscht)
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So ein ähnliches Gespräch hatten sie bereits geführt, damals, nachdem Atti zum ersten Mal die berühmten drei Worte zu ihm gesagt hatten. Es gab einen Unterschied zwischen ihnen. Ja, auch der Skaterboy war ein Mörder. Aber es hatte ihm weder gefallen noch Befriedigung geschenkt, diese Leben auszulöschen. Bei Feivel war das anders. Im Blut seiner Feinde zu baden berauschte ihn, ähnlich wie es bei Ed auch der Fall war. Ihn verfolgten diese Tode nicht, er bereute sie nicht. Mit Violet würde das anders sein. Denn sie war nur in seinen Augen eine Bedrohung gewesen und Edward hatte sie offenkundig noch irgendwie ... geliebt.
»Da ist niemand, der mir Rache schwören könnte. Sie war allein. Sie hatte ... nur uns.« AJ drehte den Kopf weg und schloss die Augen, um den Tränen den Weg zu versperren. Violet hatte eine tragische Geschichte hinter sich, für die er trotzdem nur selten Empathie empfunden hatte. Jetzt schnürte sie ihm plötzlich die Luft ab. Denn Edward täuschte sich. Für Feivel hatte sich eine Menge verändert, Atticus half ihm jeden Tag, mehr Menschlichkeit an sich zu entdecken und zuzulassen. Doch die Abneigung gegen Violet war zu tief in ihm verankert. Er war in alte Muster verfallen, hatte gar nicht anders denken oder fühlen können. War seinem ... eigentlichen Selbst vollständig ausgeliefert gewesen. Und nun saß er hier und empfand auf einmal Mitleid für Violet. Das war doch krank.
»Nein ... diese Gedanken hatte ich nicht«, gab er leise zu. »Ich wollte sie tot sehen. Dass es etwas zwischen meinen Eltern und mir und uns beiden ändern könnte, habe ich einkalkuliert. Es war mir nicht egal, aber ich hab gedacht, ich kriege das wieder hin.« Er runzelte die Stirn. »Aber so was kann man nicht berechnen. Wir sind keine Maschinen.«
Atticus liebte ihn also weiterhin. Doch er war sich noch nicht sicher, wie er mit den Geschehnissen umgehen würde. Das ließ Feivel nicken und auch wenn die Gefahr bestand, Atticus trotzdem zu verlieren, wollte er weiterhin ehrlich sein. »Ich denke, es war eine Mischung aus beidem. Sie war in meinen Augen eine Gefahr. Aber ich habe auch Genugtuung empfunden, als ich sie getötet habe. Sonst hätte ich vielleicht nach anderen Lösungen gesucht und mit meinem Dad gesprochen.«
AJ wischte sich die Tränen von den Wangen und ließ den Kopf hängen. »Ich weiß auch noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Gerade habe ich das Gefühl, gar nicht mehr zu wissen, wer ... oder was ich bin.« Eigentlich tobte auch immer noch ein gewisser Fluchtinstinkt in ihm. Er konnte sich nicht vorstellen, seinem Dad noch mal unter die Augen zu treten und mit seiner ach so verständnisvollen Mom wollte er auch nicht reden. Und Atti ...? Dessen Umarmung fühlte sich auch nicht mehr an wie sonst.

@Atticus Keene

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#120

RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus

03.04.2023 21:34
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus wusste, dass es Feivel nichts ausmachte zu töten. Trotzdem hatte er bisher immer das Gute in ihm gesehen. Und sich gedacht, er würde sich damit arrangieren können. Bzw. vielleicht sogar darauf gehofft, dass seine Anwesenheit diesen Drang… in ihm unterdrückte? Womöglich hatte das in der ersten Verliebtheitsphase geklappt. Aber nun.. nun wo die rosarote Brille verrutscht war, vielleicht reichte es nicht mehr, um Feivels Dämonen in Zaum zu halten.
Auch wenn Atticus immer noch daran glauben wollte, dass das hier nur eine Ausnahme gewesen war und nicht zur Tagesordnung gehörte.
Eigentlich ja noch trauriger, dass Violet niemanden gehabt hatte. Und deshalb womöglich auch verständlich weshalb… sie so fixiert auf Ed und AJ gewesen war? In der Einsamkeit war es nicht unüblich obsessive Charakterzüge zu entwickeln. Atticus war auch obsessiv, immer dann, wenn es um seine Rache ging. Sie hatten alle ihre Probleme.. und auch wenn Feivels Verhalten ihn schockierte. Er wollte ihn deswegen trotzdem nicht einfach im Stich lassen. Was wäre er denn dann für ein Freund? Denn gerade jetzt brauchte er ihn doch mehr denn je oder? Er konnte nicht einfach abhauen, nur weil es schwieriger wurde. Jetzt erst Recht musste er zu ihm halten, selbst wenn er sein Verhalten nicht gut hieß. Aber vielleicht.. konnten sie ja gemeinsam daran arbeiten. Das Feivel sich besser im Griff hatte und diese Charakterzüge etwas veränderte? Er hoffte es sehr.. weshalb er nun auch nach seiner Hand fasste und versuchte seinen Blick zu finden.
„Und das wirst du auch! Wir alle werden das wieder hin kriegen. Das ist doch nicht das erste Mal, dass dein Dad und du.. euch heftig streitet. Aber ihr habt es immer wieder gerade gebogen, weil ihr euch liebt und gar nicht ohne einander könnt. Genauso wenig wie ich ohne dich kann!“
Das Alphonse Genugtuung bei dem Mord an Violet empfunden hatte… war zwar hart. Aber auch das konnte er nicht so richtig verurteilen. Denn anders als Edward offenbar, verstand er, dass Alphonse die Dinge manchmal ein bisschen anders wahr nahm als andere.
„Ich habe auch Genugtuung empfunden, als ich den Scheißkerl in Haus Lust….. ich meine.. was ich damit sagen will.. Violet hat dich vielleicht nicht auf diese Weise bedrängt. Aber ich erinnere mich gut daran wie unerträglich jede Art von Nähe anfangs für dich war, als wir uns kennen gelernt haben. Ich werde vielleicht nie verstehen wie sich das für dich anfühlt. Aber das muss ich auch nicht oder? Es reicht das Wissen, dass du sie nicht aus Spaß getötet hast, sondern weil ihr Verhalten für dich wirklich unerträglich war. Du hast.. darunter wirklich gelitten oder?“
Das machte doch einen großen Unterschied. Egal ob Ed oder er es nachvollziehen konnten. Atticus versuchte zumindest sich in ihn hinein zu versetzen und glaubte immer noch nicht daran, dass Feivel jemanden bloß fürs Amüsement töten würde. So wie es in Haus Zorn geschah… zur Belustigung anderer. Nein. So ein Monster war er in seinen Augen immer noch nicht.
„Du bist immer noch du Feivel.. und trotz allem was gerade passiert ist, sehe ich immer noch all die guten Eigenschaften und Taten von dir.. das eine kann das andere nicht aufwiegen..“
Atticus versuchte ihn ein bisschen zu trösten. Hatte aber trotzdem das Gefühl nicht so ganz an ihn heran zu kommen.

@Alphonse Drummer



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