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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Natürlich war es mit 9 zu früh, jemanden zu töten. Es war immer zu früh. Aber was sollten sie tun? Sie konnten den Lauf der Dinge jetzt nicht mehr ändern und auch ihren Sohn um 180 Grad zu drehen war unmöglich. Das wollte Cara auch nicht. Sie hatte Alphonse geliebt, obwohl er ein Mörder gewesen war, sie liebte auch Edward trotzdem und natürlich auch AJ. Niemand von ihnen hatte sich gewünscht, diesen Weg einzuschlagen. Sie alle waren mehr oder weniger gezwungen worden. Dem einen hatte es mehr gefallen als dem anderen. So oder so war es etwas, mit dem sie klarkommen mussten.
»Vielleicht ist der Zeitpunkt noch nicht um. Vielleicht können wir ihn noch bremsen.« Wenn AJ es nicht schon selbst tun würde oder Atticus es ihm geraten hatte. Das würden sie noch herausfinden müssen. Doch Cara war nicht bereit, sich negativen Gedanken zu ergeben, und wollte auch Edward helfen, wieder an sich und an AJ zu glauben.
»Mir ist das auch sehr spät erst klar geworden«, gab sie zu, als sie über ihren Werdegang sprachen. »Mir einen Job im Hotel zu suchen, war mein erster Versuch, ein bisschen unabhängiger zu werden.« Aber es ging jetzt nicht um sie. Sie hatte es nur angerissen, um Edward klarzumachen, dass jemanden kleinzuhalten, nur um ihn zu schützen, nicht automatisch der bessere Weg war. Selbst wenn man es gut meinte.
Wichtiger war es nun, Ed daran zu erinnern, wie fest die Bande zwischen ihm und AJ vor dem Mord gewesen war und dass es durchaus möglich war, das wieder so hinzubekommen. Und wie sehr sie an ihn glaubte und auch an ihren Sohn. Scheinbar schien sie mit ihren Worten endlich zu Ed durchzudringen ... denn er fing plötzlich an, haltlos zu weinen. Was ihr automatisch ebenfalls die Tränen in die Augen trieb und sie ihn mit den Armen umschlang und festhielt. Ihn streichelte, über das Haar und über den Rücken. Worte gab es nun keine mehr, die helfen würden. Nun musste raus, was angestaut war ... aber wenigstens waren sie zusammen und spendeten einander Trost. Irgendwann waren die Tränen auch versiegt ... und sie wohl noch erschöpfter als ohnehin schon. Doch dann ging endlich die Tür vom Krankenzimmer auf und Nasir kam zu ihnen.
»Beide werden es schaffen«, offenbarte er sofort, immerhin war das doch die wichtigste Nachricht. »Atticus haben wir Medikamente verabreicht, aber seine Verletzungen innerhalb der Luftröhre sind klein genug, dass sie von allein heilen werden und er keine Sauerstoffzufuhr braucht. Bei Alphonse sieht das leider anders aus. Erschreckt euch nicht ... wir mussten intubieren und beatmen ihn, damit er genug Luft bekommt.« Was bedeutete, dass ihm ein Schlauch im Mund steckte, der von einer Sauerstoffpumpe bis zu seiner Lunge führte. Das würde ... für die Eltern womöglich erst mal ein schwieriger Anblick sein. »Er kann gerade so nicht reden. Aber er ist wach und wird euch hören. Atticus ist auch schon wach. Also ... halte ich euch jetzt nicht mehr auf.«
Nasir lächelte und machte den Weg frei.
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Glaubte Cara wirklich daran? Dass sie immer noch genug Einfluss besaßen, um Feivel zu bremsen? Edward hatte ständig das Gefühl, als würde er ihm entgleiten. Vor allem nach ihrem letzten Streit, in welchem Feivel ihm vorgeworfen hatte, ihn als Vater nicht genug unterstützt zu haben. Sie hatten sich zwar ausgesprochen und wieder vertragen, Feivel hatte sich danach auch wirklich sehr darum bemüht ihm ein anderes Gefühl zu geben… aber kleine Narben blieben wohl immer. Auch der jetzige Streit würde Narben hinterlassen…. diesmal nicht nur metaphorisch. Sofern Alphonse überhaupt überlebte..
„Ich hoffe es..“
Konnte er nur halb ergeben darauf erwidern. Denn zuversichtlich war er nicht wirklich. Wollte Cara aber auch nicht weiter runter ziehen mit seinem Pessimismus.
„Du hättest das Vorstellungsgespräch gerockt“
Sagte er mit einem schwachen Lächeln, als Cara von ihrem damaligen Plan erzählte, unabhängiger werden zu wollen. Er hätte sie unterstützt.. und niemals versucht sie bewusst klein zu halten. Ihm war damals nur nicht klar gewesen, was sie eigentlich gewollt hatte und ihr selbst offenbar auch nicht.
Aber darüber konnten sie noch ein andres Mal reden. Jetzt zählte nur Feivel.. weshalb Edward seine Gefühle irgendwann nicht länger zurück halten konnte. So lange hatte er nun versucht stark zu sein. Doch Caras Anwesenheit… ihr Verständnis, ihr Einfühlungsvermögen.. sorgten dafür, dass Edward sich für einen Moment gehen ließ. Obwohl er vor Cara normalerweise doch eigentlich ganz besonders stark sein wollte. Aber gerade schaffte er das einfach nicht.
Und sie verurteilte ihn nicht sondern war für ihn da.. unangenehm würde es ihm später trotzdem sein. Aber gerade befanden sie sich alle in einem emotionalen Ausnahmezustand. Also war das wohl in Ordnung.
Cara weinte mit ihm und sie spendeten sich gegenseitig Trost, bis irgendwann kaum noch Tränen übrig zu sein schienen. Weshalb Ed sich wieder von ihr löste und sich schniefend das Haar zurück strich.
„Wie lange kann das eigentlich noch dauern!?“
Nun wo die Traurigkeit ausreichend Raum bekommen hatte, wurde sie schnell wieder durch Ungeduld und Verzweiflung verdrängt. Denn Ed würde sich wohl nicht mehr lange zurück halten können und irgendwann ins Krankenzimmer stürmen. Doch glücklicherweise kam da bereits Nasir heraus. Den er sonst ziemlich schön umgelaufen hätte.
Er lächelte. Das war gut oder? Ja, das schien es zu sein! Denn er fackelte nicht lange, sondern sagte ihnen, dass die beiden Jungs es schaffen würden. Man könnte förmlich sehen wie eine unfassbare Last von Edward abfiel und er sich sprachlos übers Gesicht fuhr.
Es fiel ihm schwer nun noch den restlichen Worten des Mediziners zu folgen aber er bemühte sich.
„Beatmen? Was heißt das? Wie lange wird er auf dieses Hilfsmittel angewiesen sein??“
Natürlich war Ed erleichtert, dass sein Sohn überlebt hatte. Aber.. würde er dauerhafte Schäden davon tragen? Brauchte er fortan ein Atemgerät oder so?? das würde in der Apokalypse nämlich ebenfalls den Tod bedeuten. Nur etwas zeitverzögert und wäre dann keine wirklich gute Nachricht!
Ed war inzwischen aufgestanden und auf Nasir zugestürmt, den er eindringlich ansah, damit er ihm die genaue Prognose nannte.
Aber natürlich gab es kein Halten mehr, als Nasir ihnen das Okay gab, das Zimmer betreten zu dürfen. Normalerweise hätte Edward vielleicht gezögert.. wegen allem was zwischen ihnen vorgefallen war. Aber in diesem Moment gab es keine Zweifel mehr. Das Gespräch mit Cara hatte gut getan und ein paar seiner Sorgen und Ängste etwas besänftigt. Weshalb er sich allumfassend dazu bereit fühlte… seinem Sohn endlich wieder in die Augen zu blicken.
Also lief er nach drinnen. Der Anblick war schrecklich… aber er bemühte sich das nicht zu zeigen.
Atticus konnte selbst noch nicht so gut reden und nur leise flüstern. Hustete noch ziemlich viel. Aber er hatte Feivel zumindest stichwortartig erzählt was vorgefallen war. Denn natürlich musste dieser unglaublich verwirrt und verängstigt sein. Aufzuwachen, nicht sprechen zu können und einen Schlauch im Hals stecken zu haben… musste wirklich beängstigend sein. Weshalb Atticus seine Hand hielt und ihm so schonend wie möglich alles beigebracht hatte.
Er ließ sie auch nicht los, als die zwei Drummers herein stürmten. Allen voran Edward, der natürlich sofort zu Feivel lief.
Neben sein Bett trat und….. sich einfach zu ihm hinab beugte, um ihn fest in die Arme zu schließen. Und tat er genau das was Cara ihm geraten hatte. Nämlich jene Worte zu wählen.. die ihm zuvor direkt auf dem Herzen gelegen hatten.
„Scheiß auf alles was passiert ist Feivel….. Bitte verzeih mir dass ich ein Arschloch war. Ich liebe dich… und zwar genau so wie du bist… und das werde ich immer…versprochen….“
Natürlich liefen ihm die Tränen inzwischen schon wieder wie Bäche über die Wangen.
Als Atticus dieses Schauspiel betrachtete… stiegen ihm auch Tränen in die Augen und er ließ Feivels Hand nun los. Denn dieser Moment gehörte seinen Eltern. Was automatisch auch in ihm etwas auslöste. Und er sich… irgendwie ein bisschen Fehl am Platz vorkam. Er freute sich für Feivel… er freute sich wirklich dafür, dass er und sein Dad sich nun hoffentlich wieder annähern würden. Auf der anderen Seite fühlte er sich aber auch wahnsinnig einsam und alleine. Denn es führte ihm wieder vor Augen, dass er zwar offiziell ein Teil der Drummer Familie war. Aber am Ende eben doch nicht so wirklich….
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Ja, Cara glaubte wirklich daran! Wenn es sein musste, eben für sie beide! Vielleicht war es in der Hinsicht ganz gut, dass sie erst seit ein paar Monaten wieder zurück war und nicht so viel Hoch und Tiefs mit Feivel durchlebt hatte. Sie näherten sich immer noch an, aber das hieß nicht, dass sie das ihre Zuversicht kostete. Natürlich hatte auch sie diese Tat schockiert und auch wenn sie sich verständnisvoll äußerte, hatte sie ebenfalls große Angst vor dem, was ihr Sohn werden könnte. Aber sie wollte sich ihr nicht ergeben. Denn dann wäre Feivel wirklich verloren.
Als die Tür zum Behandlungszimmer endlich aufging und Nasir reinkam, stand Cara sofort mit Ed auf und atmete erleichtert auf. Sie würden durchkommen! Auch ihr fiel es danach schwer, sich auf die restlichen Worte zu konzentrieren und was sie bedeuteten.
Nasir konnte aber ein weiteres Mal Entwarnung geben. »Seine Atemwege sind voller Brandwunden. Das klingt erst mal schlimm, aber deswegen ist die künstliche Sauerstoffzufuhr so wichtig. Sobald alles weitestgehend verheilt ist, braucht er diese nicht mehr.« Geduld und Schonung waren also die Stichwörter. Reden würde Alphonse danach noch ein wenig schwerfallen, aber er würde schon wieder der Alte werden. Dank der aufopferungsvollen und schnellen Rettung durch Atticus und dem unbeugsamen Willen der Eltern.
Mit klopfendem Herzen folgte Cara Edward nach drinnen. In ihren Augen standen Tränen, als sie ihren Sohn so gebrochen dort liegen sah, aber sie verharrte nicht lang. Sie schob sich zu ihrer Familie und umarmte Feivel ebenso vorsichtig und flüsterte ihm zu, wie sehr sie ihn liebte.
Der war gerade wirklich fertig mit der Welt. Als er aufgewacht war, wusste er nicht, wo er war. Sein Körper fühlte sich taub an und er merkte zwar, dass etwas in seinem Hals steckte, aber er konnte nichts dagegen tun und ... akzeptierte es irgendwie. Das waren wohl die Beruhigungsmittel.
Erst als seine rastlosen Augen Atticus erblickt hatten, und er dessen Hand in seiner spürte, war er etwas ruhiger geworden. Leise wurde ihm erzählt, was passiert war ... und dabei wurde sein Blick sorgenvoll. Denn auch seinen Partner hatte es offenkundig schwer erwischt. Feivel wollte ihn fragen, ob er Schmerzen hatte, wie es ihm ging und noch vieles mehr, aber er bekam kein Wort raus. Weswegen er Attis Hand nur fest drücken konnte, im Bestreben, ihm ebenso viel Kraft zu schenken wie andersherum.
Als seine Eltern dann das Zimmer erstürmten, schloss Feivel kurz die Augen. Er wollte nicht, dass sie ihn so sahen, außerdem hatte er keine Ahnung, was er erwarten sollte. Vielleicht waren sie wütend. Feivel hatte sich mal wieder nicht richtig verhalten. Er war weggegangen und hatte zum Schlafen die Lampe nicht gelöscht. Demnach war das Feuer seine Schuld. Also erwartete er durchaus Zorn und weitere Vorwürfe.
Doch nichts dergleichen kam. Er wurde umarmt und festgehalten. Edward bat ihn um Vergebung ... sagte ihm, dass er ihn liebte, so wie er war. Feivel konnte im ersten Augenblick nicht mal die Geste erwidern. Erst, als die Worte so richtig seinen Verstand erreichten. Da hob auch er die Arme und schloss sie um seinen Vater. So fest er konnte. Er wollte ihm auch sagen, dass er ihn liebte und dass er sich ändern wollte. Aber seine Stimme versagte ein weiteres Mal. Was ihm vor lauter Verzweiflung und stumm, weinen ließ. Er hoffte, sein Dad verstand auch so, konnte vielleicht seinen Blick deuten und die erwiderte Umarmung.
Atticus irrte sich aber, wenn er dachte, ignoriert zu werden. Cara verließ AJs Seite, weil sie ohnehin das Gefühl hatte, dass Vater und Sohn gerade ein bisschen Extrazeit zusammen brauchten. Also trat sie zu Atticus und umarmte auch ihn. Drückte seine nun freie Hand und lächelte ihm zu. »Wir hatten solche Angst um euch. Und du ... hast Feivel erneut gerettet. Danke dir!«
Nachdenklich wanderte ihr Blick von ihm zu Ed und AJ ... und wieder zurück. Wenn ihr das Gespräch mit ihrem Schwager eines in Erinnerung gerufen hatte, dann, dass die Eltern immer an die Seite ihrer Kinder gehörten, wenn es diesen nicht gutging. Und alles andere dann keine Rolle mehr spielte. Weswegen sie leise zu Atticus sagte: »Weißt du ... wo Joey ist? Wir sollten ihn benachrichtigen. Vielleicht willst du ihn hier haben?«
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Also mit anderen Worten, sobald die Brandwunden verheilt waren, ging auch die Schwellung zurück und er konnte wieder selbstständig atmen. Scheiße.. das klang wirklich schmerzhaft. Hoffentlich bekam er ausreichend Medikamente. Aber er kannte die Leute hier.. also war er überzeugt davon, dass sie sich gut um ihn kümmerten. Trotzdem war er ein Dad und würde Nasir und den Doc wohl noch ein bisschen löchern oder ihnen auf die Nerven gehen. So mussten Eltern wohl sein, wenn es ihren Kindern schlecht ging. Aber erst mal wollte er AJ einfach nur sehen! Und bei ihm sein.
Ed hatte durchaus Angst davor, dass Alphonse ihn von sich schieben würde, sobald er versuchte sich ihm zu nähern. Aber wenn man so ein traumatisches Erlebnis durchgemacht hatte.. war häufig all der Groll und all die Probleme erst mal wie weg geblasen. Weshalb Ed nur hoffen konnte, dass es Feivel ähnlich ging wie ihm. In solchen Momenten bemerkte man erst wieder… was im Leben wirklich wichtig war. Und diese Lektion hatten sie nun beide auf die harte Tour lernen müssen.
Aber glücklicherweise stieß AJ ihn nicht weg. Reagierte allerdings auch erst verspätet. Trotzdem ließ Ed ihn nicht los… denn sein Sohn.. würde ihm schon irgendwie zu verstehen geben, wenn er das hier nicht wollte.
Doch dann kam die erlösende Umarmung, die Ed erneut Tränen in die Augen trieb, die er rasch weg wischen musste. Hieß das … sein Sohn konnte ihm ebenfalls vergeben? Hieß das… ihr einzigartiges Duo war doch nich kaputt und für immer fort? Hieß das, sie würden wieder einen Weg zueinander finden? Edward hoffte es so sehr! Und wollte ihn gar nicht mehr loslassen.
Von Wut oder Schuldzuweisungen war absolut nicht die Rede. Er wusste ja nicht mal was geschehen war. Und für den Moment spielte das auch keine Rolle. Damit konnten sie sich später noch befassen. Nun war es nur wichtig, dass Alphonse wieder gesund wurde.
Atticus selbst hatte Feivel auch keine Details erzählt. Er.. stellte sich nicht so gern in den Mittelpunkt oder ließ sich gern beweihräuchern. Weshalb er auch nicht erzählt hatte wie schlecht es ihm eigentlich selbst gegangen war, als er Alphonse nach Hause getragen hatte. Er stand nicht so auf dieses Drama.. oder brauchte die Bestätigung. Er war einfach nur froh, dass Alphonse am Leben war.
Wenn er die Drummer Familie so beobachtete, dann war diese Rettung das Risiko und die Anstrengung allemal wert. Er erwartete nun auch gar nicht, dass sie sich um ihn kümmerten oder sich mit ihm befassten. Sie waren dort wo sie hin gehörten, nämlich bei ihrem Sohn.
Trotzdem kam Cara zu ihm und bedankte sich. Woraufhin Atti nur sachte den Kopf schüttelte. Denn das war für ihn wirklich keine große Sache.
„Und ich werde es auch weiterhin tun“
sagte er mit einem schwachen Lächeln. Denn er würde AJ immer retten. Egal was auch passierte oder was es für ihn bedeutete. Er würde bereitwillig sein eigenes Leben für ihn riskieren oder vielleicht sogar geben. So viel Selbstlosigkeit traute man dem sonst so coolen Skaterboy vielleicht nicht zu. Aber Atticus war aufgrund seiner Vorgeschichte bereit einfach alles für die Menschen zu tun, die er liebte.
Deshalb lächelte er ja auch seine eigene Einsamkeit weg. Es war lieb das Cara zu ihm kam und ihn umarmte. Aber er wusste.. das lag vorrangig an ihrer Dankbarkeit dafür, dass er ihren Sohn gerettet hatte. Und das war okay. Er konnte nichts anderes erwarten. Sie war nun mal nicht seine Mutter. Denn diese konnte niemand ersetzen. Was ihn nun doch kurz traurig stimmte als er an sein Skateboard dachte…. die einzige Erinnerung die er an seine Ma besaß… und wahrscheinlich war es nun für immer fort.
Caras Frage riss ihn allerdings wieder aus seinen Gedanken und er runzelte etwas die Stirn. Winkte dann aber rasch ab.
„Was? Nein.. schon gut.. das.. muss wirklich nicht sein. Er ist beschäftigt und sicher schon ziemlich weit weg. Außerdem ist das alles doch halb so schlimm.. ich werd schon wieder. Da muss er sich nicht extra Sorgen um mich machen…“
Atticus wollte wirklich niemandem zur Last fallen und tat sehr gerne so, als würde er schon allein klar kommen. Tat er im Grunde ja auch. Hatte er fast sein ganzes Leben getan. Natürlich wäre es schön ihn nun hier zu haben aber… diese Umstände wollte er ihm wirklich nicht machen. Das war nicht nötig. Er würde sich schon wieder erholen. Noch bekam er eine Infusion mit Antibiotika, damit seine Wunde sich nicht weiter entzündete. Und die Lunge tat auch noch ziemlich weh. Aber auch er bekam Schmerzmittel…. das würde also schon wieder werden..
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Ihr einzigartiges Duo würde niemals kaputt gehen. Es war zwar schlimm, dass erst mal ein Nahtoderlebnis eintreten musste, damit sie das begriffen und über ihren Schatten springen konnten, aber so war es nun mal manchmal ... das Leben. Feivel erinnerte sich auch noch an die Gedanken, die er in der Scheune gehabt hatte. An die Entschlüsse, die er gefasst hatte. Und daran wollte er festhalten. Auch wenn er seine Eltern zuvor noch ausgeklammert hatte, da er davon ausgegangen war, dass sie ihn aufgegeben hatten. Doch wenn er ihre Unterstützung und Liebe immer noch besaß, bedeutete ihm das wirklich alles. Ebenso wie ihm Atticus alles bedeutete.
Cara lief zu dem anderen Teenie, um auch ihn im Leben zurück zu begrüßen. Natürlich wollte sie sich bedanken, aber es ging doch nicht nur darum! Ihr war klar, sie war nicht seine Ersatzmutter und wollte sich auch gar nicht anmaßen, diese Rolle einzunehmen. Aber für sie gehörte Atticus trotzdem dazu und sie würde nicht aufhören, ihm das zu zeigen. Selbst wenn er es nicht so annehmen konnte. Irgendwann würde er es ja vielleicht glauben und fühlen? Ein Grund mehr, nicht zu verzagen!
Sie konnte sich vorstellen, dass Atticus seinen Dad vielleicht sehen wollte. Immerhin war er krank und gerade so dem Tod entronnen. Doch der Junge winkte ab und sie wollte ihn auch nicht zwingen, mehr Details zu verraten.
Damit blieb für die Teenies nur, sich auf die Heilung zu konzentrieren und für die Eltern, sich in Geduld zu üben und für die beiden da zu sein. Alphonse konnte zumindest per Stift und Papier kommunizieren. Irgendwann malte er auch mal ganz viele Herzen auf einen Zettel, faltete ihn zu einem kleinen Flieger und ließ ihn in Atticus’ Bett schweben. Er fand, sein Freund sah traurig aus. Und sie konnten sich gerade kaum nah sein. Daher wollte er seinen Vermissungsschmerz so ausdrücken und hoffte, ihn zum Lächeln zu bringen.
Joey befand sich derweil gar nicht so weit weg. Eigentlich hatte er ja zuerst vorgehabt, über die Grenzen hinaus zu gehen und Neuland zu erkunden, doch irgendwie schaffte er es nicht, das Einzugsgebiet der Wicked hinter sich zu lassen. Atticus war zwar nicht aus dem Cottage zurückgekehrt, weil Alphonse ihn weggeschickt hatte, aber trotzdem wollte Joey lieber in der Nähe bleiben. Falls er auf irgendwelche Schwierigkeiten reagieren musste. Sofern er denn Wind davon bekommen würde. Er beschränkte sich somit zunächst darauf, zwischen den Kolonien zu reisen und sie zu beobachten. Das stand immerhin auch auf seinem Plan. Heute war er unterwegs nach Balar und lief ein Rocklied summend über eine befestigte Straße, die ungefähr in die richtige Richtung führte. Er hatte es nicht eilig und deswegen war er durchaus sinnlosem Zeitvertreib zugetan. Wie mit diesem Skateboard da drüben ein bisschen umherzusausen. Atticus hatte ihn auf seinem ja noch nicht fahren lassen, wahrscheinlich weil er Angst hatte, Joey würde es zertrümmern! Da würde sein Sohn staunen, wenn er ihm ein paar Stunts vorführte, sobald sie sich wiedersahen! Joey erkannte da also eine Gelegenheit und jetzt sah ja niemand zu, sollte er sich wirklich ständig auf die Fresse legen.
Beschwingt lief er also auf das Skateboard zu und wollte sich gerade mit einem eleganten Move darauf drapieren ... da hielt er inne.
Es war nicht das ganze Blut darauf und drumherum, das ihn abschreckte. Sondern die Bilder auf dem Board und ... einfach alles daran. Denn es war ihm bekannt. Sogar die Abnutzspuren. Es gab keinen Zweifel ... es war das von Atticus!
Selbst einem Langsamdenker wie Joey wurde ziemlich fix klar, zu wem dann das Blut gehören musste! Mal abgesehen davon, dass seinem Sohn dieses Ding praktisch an die Füße gewachsen war. Niemals würde er es einfach so zurücklassen.
Joey schluckte schwer und folgte der unheilvollen Spur zunächst nur mit seinem Blick. Sie führte in die Böschung hinein, weiter konnte er sie nicht ausmachen. Es war schon verrückt ... eigentlich wollte er rennen, gleichzeitig hatte er echt Schiss davor, was er finden würde. Wen er finden würde. Oder was für Überreste.
Joey bückte sich nach dem Board, um es mitzunehmen, und schritt mit ernstem Blick voran. Die blutigen Flecken führten ihn zu einem verlassenen Lager. Besprenkeltes Verbandszeug war achtlos neben einer größeren Lache liegengelassen worden, was zumindest dafür sprach, dass Atticus versorgt worden war. Oder wer auch immer da geblutet hatte. Sämtliche Ausrüstung und Rucksäcke standen hier noch, ebenfalls die Zelte. Schon die Katanas zeigten, wer hier gelagert hatte. Die Drummers. Dass sie alles zurückgelassen hatten, sprach für ernsthafte Verletzungen und dem Antrieb zur Eile. Was Joey sich damit zusammenreimen konnte, ließ seinen Puls in Höhe schnellen.
Warum er das Folgende tat, wusste er nicht so ganz, aber er nahm sich tatsächlich die Zeit, die Zelte abzubauen, die Schlafsäcke zusammenzurollen und alles, was er nicht würde tragen können, so gut wie möglich zu verstecken. Solch gute Ausrüstung fand man nicht alle Tage und die Drummers würden sie zum Überleben brauchen. Er schulterte die beiden Katanas, Caras Bogen und Pfeile, sowie Atticus’ Rucksack und sein Skateboard. In einer Hand hatte er tatsächlich noch Platz für jenen von Feivel. Die der Eltern musste er leider zurücklassen, aber er versteckte sie immerhin beim Rest.
Voll bepackt schritt er dann voran, stand gegen späten Abend vor den Toren der Siedlung und brüllte den halbnackten Mann dort an, er solle ihn gefälligst durchlassen. Erst im zweiten Satz fragte er, ob Atticus und die Drummers überhaupt hier waren. Dass er sie kannte und suchte, hätte er vielleicht zuerst sagen sollen. xD Aber der Weg hierher war mit so vielen Horrorszenarien in seinem Kopf begleitet gewesen, dass ihm seine ohnehin schon kaum vorhandene Geduld abhandengekommen war.
Auron ließ sich ein paar Referenzen nennen, dass Joey die Familie tatsächlich kannte. Die Katanas kamen ihm bekannt vor und ein Blick in Feivels Rucksack mit den ganzen Büchern und Notizen, ließen ihn letztlich überzeugt nicken. Er brachte Joey zur Klinik ... nicht wissend, dass er die Drummers vorwarnen sollte. Auron war selbst ein Vater. Und natürlich wollte er Joey nicht mehr länger als nötig von seinem Sohn trennen. Daher wies er ihm nur noch die Tür und zog sich dann zurück. Nasir war ja da und dann war Aggi auch nicht weit, sollte irgendwas passieren. xD
Joey riss ohne zu Klopfen die Tür auf. Sein Blick glitt kurz suchend durch das Zimmer. Wenn die Eltern von Alphonse da waren, beachtete er sie nicht. Den Teenie auch nur kurz. Denn er wollte zu jemand ganz anderem. Zu seinem Sohn!!!! Und der lag auch in einem der Betten.
»Atticus!«, rief Joey und ließ den ganzen Krempel fallen. Es war ihm gerade echt egal, ob dabei was kaputt ging. Nur Sienna legte er ein bisschen vorsichtiger ab. Endlich befreit von der Last, lief er in großen Schritten zu Atticus. Besorgter könnte sein Blick kaum sein. Die Drummers beachtete er immer noch nicht groß, sie sollten es auch bloß nicht wagen, ihn aufzuhalten. Niemand stellte sich zwischen ihn und seinen Sohn! Niemand! Er würde Attis Bett also ungestört erreichen und weil er eben Joey war ... achtete er nicht auf mögliche Verletzungen, sondern folgte seinem inneren Bedürfnis, Atticus in seine Arme zu schließen. Sehr fest. Eigentlich hob er ihn sogar fast aus dem Bett. xD Aber nur fast.
@Atticus Keene

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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
So waren die beiden eben. Stur wie zwei Esel. Aber wenn es ihnen dann endlich mal gelang über ihren Schatten zu springen, war die Versöhnung dafür umso bedeutsamer.
Auch wenn sie noch etwas auf sich warten lassen musste. Denn per Stift zu kommunizieren war gar nicht so einfach. Sonst hatte Feivel immer so eine große Klappe und konnte ohne Punkt und Komma reden. Aber nun war es Edward, der ihn unterhalten musste bzw. wollte. Weshalb er irgendwann, ein paar Tage später auch meinte.
-Kaum zu fassen, dass ich mir mal wünschen würde endlich wieder eine deiner Klugscheißer-Reden zu hören..-
Einfach nur.. um wieder Alphonse Stimme zu hören. Er vermisste sie. Selbst wenn er oberschlau daher redete. Er wollte ihn einfach nur wieder irgendetwas sagen hören. Die Stimmung wurde mit der Zeit tatsächlich etwas gelöster. Und Edward hatte das Gefühl, dass sie sich einander trotzdem irgendwie annäherten. Wenn auch auf andere Weise als sonst.
Mit der Zeit fand Edward auch zu seinem eigentlichen Wesen zurück und versuchte die Teenies mit ein paar Anekdoten bei Laune zu halten.
Zumindest bei Atticus klappte es zeitweise. Denn der hörte gerne alte Geschichten aus einer vergangenen Zeit. Oder Erinnerungen an klein Alphonse. Das fand er immer ganz besonders süß. Vor allem jetzt, wo dieser nicht protestieren konnte, quetschte er vielleicht noch ein paar mehr aus Edward oder auch Cara heraus. Was seine Babyzeit betraf, konnte sie schließlich noch mehr erzählen als Ed.
Trotz all dieser Dinge fühlte Atticus sich am Ende des Tages trotzdem immer ziemlich alleine. Denn Edward war sogar schon mit dem Kopf auf AJs Schoß eingepennt, weil er ihn nicht alleine lassen wollte. Es musste so schön sein von jemandem derart geliebt zu werden.
In solchen Augenblicken vermisste er seinen Dad. Auch wenn der…. sowas wahrscheinlich nie tun würde. Und sie leider auch nicht sein ganzes Leben miteinander verbracht hatten. Aber dennoch war er der einzig lebende Verwandte den er noch hatte.. und den er in den letzten Monaten doch ziemlich ins Herz geschlossen hatte. Egal wie sehr er sich anfangs dagegen gewehrt hatte und wegen seiner Taten. Doch er hatte ihm verziehen.. und wollte sich wirklich gern etwas ganz Neues mit ihm aufbauen. Etwas… das vielleicht auch so einzigartig war wie die Beziehung von AJ und Ed. Das fände er wirklich schön und.. dafür war er wohl auch nie zu spät.
Aber sein Dad war nicht hier. Atticus ahnte ja nicht, was für einen Schrecken er ihm mit dem Fund des Skateboards einjagte. Denn er hatte Recht. Atticus hatte es wirklich nur zurück gelassen… weil es absolut nicht mehr anders gegangen war. Und es schmerzte ihn jeden Tag aufs Neue.
Er wollte Ed oder Cara aber auch nicht darum bitten es zu holen oder so…. sie sollten nun bei Alphonse bleiben, bis er vollständig über den Berg war.
AJ versüßte ihm mit seinen Botschaften aber ebenfalls den Tag. Denn ja.. der Herzchen-Papierflieger zauberte ihm definitiv ein Lächeln auf die Lippen. Und immer dann wenn sie gerade alleine waren.. hauchte Atticus ihm zumindest ein paar Küsse auf die Stirn oder die Nasenspitze der die Wange. Viel mehr war leider nicht möglich. Zumal Atticus Genesung leider auch schlechter verlief als erwartet. Er sprach nicht auf das Antibiotikum an. Weshalb seine Wunde sich leider weiter entzündete und das ziemlich schmerzhaft war. Sie verpassten ihm eine Tetanusimpfung, wechselten das Antibiotikum und erhöhten etwas die Dosis der Schmerzmittel. Aber das würde Atticus schon durchstehen. Es nervte ihn nur, dass er dadurch noch weiter ans Bett gefesselt war. Sonst hätte er Sienna selbst geholt… und AJs Bücher.
Joey hatte in der Zwischenzeit echt Glück, dass Auron gerade Wache hatte und nicht Agron. Der hätte ihm womöglich nur einen Schlag ins Gesicht verpasst und dann wieder fort geschickt. Aber sein herzensguter Bruder ließ sich halt gerne weichklopfen, wenn es um traurige Geschichten ging. Agron ja eigentlich auch… aber wenn ihm einer blöd kam, dann erwiderte er diesen ‚Gefallen‘ erst mal. Er sollte sich auf der Krankenstation also besser gut benehmen! Sonst würde es Fäuste regnen.
Atticus zuckte zusammen, als plötzlich die Tür so aufgerissen wurde. Gab es einen weiteren Notfall?? war irgendetwas passiert???
Aber statt einem Unfallopfer…. kam da plötzlich jemand ganz anderes in den Raum gestürmt. Dessen Präsenz sofort das gesamte Zimmer füllte. Das hatte Joey einfach so an sich.
Und Atticus… der traute seinen Augen kaum, weshalb er sie ungläubig aufriss
„….Dad!?“
Ohje, hätte er ihn vor Nasir vielleicht nicht so nennen sollen? Der lief hier nämlich auch irgendwo herum und checkte Vitalwerte und so. Aber er war so überrascht da.. hatte er einfach nicht nachgedacht.
Und ehe er sich versah, wurde er plötzlich fest gedrückt und kniff nun schmerzverzerrt die Augen zusammen
„ahh.. au.. autsch.. nicht so fest bitte..“
Das tat nämlich scheiß weh! Trotzdem lächelte er schief dabei denn… da war wirklich sein Vater! Der ihn in die Arme nahm. Und ganz offenbar besorgt um ihn war. Das war ein verdammt schönes Gefühl.. das ihn trotz der Schmerzen ziemlich glücklich machte.
„was.. was machst du denn hier?“
Wollte er von ihm wissen. Hatte Cara ihn doch holen lassen? Naja dem überraschten Gesichtsausdruck ihrerseits war das wohl nicht auf ihrem Mist gewachsen. Und Edward? Der ließ nun AJs Hand besser los, sonst hätte er sie sofort zerquetscht! Denn Edward war natürlich absolut nicht erfreut über das Auftauchen dieses Mistkerls. Weswegen er Cara gleich mal instinktiv hinter sich schob. Der einzige Grund weshalb er nicht gleich auf ihn los ging war jener…. dass er als Vater die Sorge verstehen konnte, die wohl jeder Dad sich in so einem Moment machte. Und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen…… war das nicht nur gespielt. Weshalb er sich zurück hielt, auch wenn es ihm verdammt schwer fiel.
@Joey Silver



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Feivel fand es furchtbar, dass seine Genesung noch ewig dauerte. Er schrieb zwar auch gern, aber er konnte ja jetzt nicht mit seinem Dad eine Brieffreundschaft pflegen und so die Dinge klären, oder? So lang vermochte er den Stift aktuell ohnehin nicht zu halten, denn er war immer noch schwach und schnell müde. Er kritzelte also stets nur ein paar Schlagwörter oder kurze Sätze zur Antwort oder malte kitschiges Zeug, das er per Papierfliegertransport zu Atticus beförderte.
Als sein Dad jedoch meinte, er könne es kaum erwarten, wieder ein paar Klugscheißer-Reden zu hören, schrieb er Folgendes: »Ich werde mich trotzdem bemühen, dass es nicht so mehr so viele wie früher werden.«
Ein erster Hinweis darauf, dass er beschlossen hatte, sich zu ändern. Zum Positiven, wie er hoffte. Wenn wirklich all seine Charakterzüge und Eigenheiten fehlerhaft waren, musste er sie auch alle anpacken und überarbeiten. Los würde er sie nie werden, aber Luft nach oben war doch bestimmt. Die jetzige Zeit war jedenfalls eine gute Übung. Immerhin war er zum Schweigen gezwungen und konnte niemanden korrigieren. War sowieso zu müde, es zu versuchen. Aber die Impulse bemerkte er schon. Gedanklich eine Rede zu halten, half. Und vielleicht würde das manchmal ja auch in Zukunft reichen. xD
Cara fühlte sich durch Edward ermutigt, ebenfalls ein paar Anekdoten zum Besten zu geben. Sie schwelgten ja sowieso gern gemeinsam in Erinnerungen und an Alphonses Zeit als Baby und Kleinkind zu denken, war wirklich schön. Diese Zeiten würden nie zurückkehren, aber schon als Cara noch von ihrer Familie getrennt gewesen war, hatten ihr die Erinnerungen daran oft durch die Einsamkeit geholfen.
Feivel war am Ende des Tages immer so fertig, dass er beim Einschlafen Attis Hand griff und dann sofort weg pennte. Sie waren nicht oft allein. Aber er merkte schon, dass etwas nicht stimmte ... mal abgesehen von ihren Verletzungen. Er wünschte sich, sie könnten zusammen in einem Bett liegen und einander halten. Aber solang er noch an dieser Maschine angeschlossen war, war das ein Ding der Unmöglichkeit. Zumal es Atticus schlechter ging, da das Medikament nicht half. Seine Wunde entzündete sich und Feivel sorgte sich um seinen Freund, konnte ihm aber nicht helfen. Immerhin machten die Docs hier ihre Arbeit gut und gaben ihr Bestes.
AJ überlegte sich, was er und Atti wohl als Erstes machen würden, sobald sie das Bett wieder länger verlassen konnten. Vielleicht schwimmen im Meer und am Strand kuscheln und reden und so ... Irgendwas Ruhiges. Offenbar fanden sie Ruhe nur in Siedlungen. Sobald sie sie verließen, geschah ständig etwas Schlimmes. Und AJ war die Dramen wirklich überdrüssig. Mit diesem Gefühl war er sicher nicht allein.
Auron wusste so jemanden wie Joey schon zu nehmen. Der Kerl ähnelte in seinem Verhalten durchaus Agron. Man musste ihn erst rumbrüllen und sich abreagieren lassen, bevor ein vernünftiges Gespräch möglich war. Sobald sie diese Hürde hinter sich gelassen hatten, berichtete Joey wie erwartet bereitwillig von seiner Sorge um Atticus und dass er die Drummers kannte. Sogar Beweise hatte er dabei. Schon möglich, dass Auron ein wenig zu gutgläubig war. Aber er erinnerte sich noch genau daran, wie er sich gefühlt hatte, als Luna entführt worden war. Vom eigenen Kind getrennt zu sein und nicht zu wissen, ob es wohlauf war ... also, das war eines der grausamsten Gefühle auf der Welt.
Joey hatte das Leben seines Sohnes in die Hände der Drummers gelegt und nun musste er erfahren, dass es gefährdet war? Das machte ihn unrund. Edward sollte auch nur versuchen, ihn anzupacken und wegzuschicken. Dann würde hier ein Kampf entstehen, gleich vor den Betten der verletzten Kids. Das wollte hier doch niemand, oder?
Feivel war derweil mindestens so überrascht wie alle anderen und blickte besorgt zwischen den beiden Männern hin und her. Würde jetzt so was wie mit Violet geschehen, nur dass Edward diesmal der Mörder war? Anscheinend entschloss sich sein Dad jedoch, sich zurückzuhalten. Und AJ versuchte sich, trotz allem, zu freuen, dass Joey hierhergefunden hatte. Für Atticus war das wunderbar und es zeigte, wie sehr Joey sich um seinen Sohn sorgte und ihn ins Herz geschlossen hatte. Auch wenn es für Feivel nicht einfach war, wollte zumindest er ebenfalls die Vergangenheit ruhen lassen und dem Vater seines Partners noch eine Chance geben.
Cara hingegen ließ sich bereitwillig hinter Edward schieben. Sie war natürlich nicht begeistert, Joey zu sehen, aber sie hatte selbst vorgeschlagen, ihn zu suchen und herzubringen. Also war seine Anwesenheit gleichzeitig okay. Nur war es schon etwas seltsam, dass er sie so schnell gefunden hatte. Als hätte er ihnen nachspioniert. Doch vielleicht meldete sich da auch die Paranoia.
Joey rechnete jedenfalls nicht damit, aufgehalten zu werden und marschierte schnurstracks auf Atticus zu. Seine Umarmung war fest und selbst als er Schmerzenslaute hörte, lockerte er sie nicht sofort. Nicht, um ihn zu quälen, sondern weil er seinen Sohn wirklich am liebsten aus dem Bett gehoben und mit sich genommen hätte.
»Sorry«, raunte er und wich mit einem zerknirschten Gesichtsausdruck zurück. Betrachtete Atticus nun ausführlicher. Er trug einen Verband an der Seite, aber ansonsten sah er ja ganz okay aus. Nur klang er ziemlich heiser. Und schien auch ein wenig Fieber zu haben? Warum hatte man ihm nicht eine Hühnersuppe gebracht?? Jeder wusste, dass Hühnersuppe half, wenn man krank war. Sogar er!!!!!
»Ich bin nichtsahnend eine Straße langgelaufen und dein Skateboard dort liegen sehen. Dann bin ich der Blutspur nach und hab euer Lager gefunden. Da musste ich nur noch eins und eins zusammenzählen. Balar ist die nächste Siedlung in der Nähe. Also bin ich hierher gekommen, in der Hoffnung, du wärst hier. Scheiße, ich hab mir echt verfickte Sorgen gemacht! Ich wusste nicht, ob das Blut von dir ist, was passiert ist, ob du lebst und ... überhaupt! Was ist denn überhaupt passiert? Alphonse sieht ja richtig beschissen aus!« Kurz wanderte sein Blick rüber. Das sollte keine Beleidigung sein, aber es war nun mal ein Fakt. War ja wie in einem Science Fiction Film, diese Schläuche und so. Creepy. Zum Glück brauchte sein eigener Sohn so einen Kram nicht, aber der war ja auch stark und schüttelte seine Verletzungen bestimmt rasch ab.
@Atticus Keene

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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Irgendwie beunruhigte Edward diese Antwort seines Sohnes. Hieß das, er wollte versuchen etwas an sich zu verändern? Was seine mörderische Ader betraf.. war das ja eine gute Sache. Aber Edward hatte mit seinen Worten sicher nicht bezwecken wollen, dass AJ gleich seinen ganzen Charakter änderte. Und sein Klugscheiße gehörte eben einfach zu ihm. Es trieb ihn zwar manchmal in den Wahnsinn aber gleichermaßen würde es ihm wohl auch irgendwie fehlen. Weshalb er Alphonse bei dieser Antwort mit gemischten Gefühlen anblickte. Ihm statt etwas darauf zu erwidern aber lediglich einen Kuss auf den Schopf gab. Um noch mal zu verdeutlichen, dass er gut so war.. wie er eben war.
Atticus würde sich am liebsten auch zu Feivel ins Bett legen und ihn abends mit Küssen überhäufen. Aber ihre Schläuche würden sich wohl verheddern. Und das meinte er nun nicht auf versaute Weise. Oder irgendwas würde kaputt gehen oder so. Zumal seine Seite doch ziemlich schmerzte und es ihm deshalb eigentlich lieber war, dass niemand im Schlaf unabsichtlich dagegen boxte. Selbst wenn er Alphonse Nähe wirklich sehr vermisste. Sie lagen nebeneinander.. konnten aber trotzdem kaum miteinander kommunizieren oder sich berühren. Das war schon eine kleine Folter. Und er hoffte, dass die Genesung endlich Fahrt aufnehmen würde.
Edward war sich seiner Verantwortung für Atticus durchaus bewusst gewesen. Und trotzdem hatte er ziemlich darin versagt, weil es eben solche Probleme mit Alphonse gegeben hatte. Und Atticus natürlich an der Seite seines Sohnes blieb. Da hatte er sich nicht wirklich um ihn kümmern können und darauf vertrauen müssen, dass die zwei Teenies schon klar kamen. Sie alle wussten ja noch nicht genau was geschehen war. Da Alphonse es ihnen nicht erzählen konnte. Wie die Scheune Feuer gefangen hatte, war also noch ein großes Fragezeichen. Für Atticus spielte es aber auch nicht wirklich eine Rolle. Dennoch wüsste er gern weshalb AJ so weit von ihm weg gelegen hatte… aber das konnte warten.
Aber vielleicht war auch seine verabsäumte Aufsichtspflicht ja der Grund, weswegen er Joey nicht sofort an die Gurgel ging, da er doch auch ein kleines schlechtes Gewissen hatte. Atticus hatte immerhin schon einige Scheiße mit ihnen durchstehen müssen, weil sie ständig irgendein Drama hatten. Das hatte er wohl nicht verdient..
Atticus jedenfalls war total baff und verwirrt über das Auftauchen seines Vaters. Aber was auch immer der Grund dafür war, natürlich freute er sich darüber. Denn endlich.. hatte jemand nur Augen für ihn und sorgte sich um ihn. Auch wenn er gar nicht so gern im Mittelpunkt stand. Aber schön war dieses Gefühl manchmal trotzdem so ein bisschen.
Naja zumindest dann wenn sein Dad nicht seine Verletzung zerquetschte und er ihn ein bisschen bremsen musste. Aber das war okay. Es zeigte ja nur wie wichtig Atticus seinem Vater war.
Auch seine Worte zeigten davon, dass er sich wirklich um ihn gesorgt hatte. Und obwohl er sich dabei so in Rage redete… erschien tatsächlich ein schwaches Lächeln auf seinem Gesicht und er fasste nach der Hand seines aufgewühlten Vaters.
„Es ist alles okay,.. du musst dir echt keine Sorgen machen. AJ und ich haben in einer Scheune übernachtet, die irgendwie Feuer gefangen hat. Als ich aufgewacht bin war alles voller Rauch und stand in Flammen. Ich konnte Alphonse nicht sofort finden, habe ihn dann aber bewusstlos in einer Ecke entdeckt. Ein hinabgestürzter Balken hat mir den Ausgang versperrt, also musste ich ein Fenster einschlagen und ihn dort raus hieven. Naja.. dabei ist diese ungeschickte Verletzung entstanden. Die Ärzte meinen.. sie hat sich ein wenig entzündet weil die Medikamente nicht anschlagen. Aber das ist halb so schlimm! Ich bekomme nun andere. Das wird schon wieder.“
Er wollte wirklich nicht, dass sein Dad sich zu sehr sorgte. Er selbst versuchte auch es nicht zu tun und sich einzureden, dass das alles sicher schnell verheilen würde. Das Fieber war nicht so hoch.. und die Schmerzmittel halfen also.. würde es schon wieder werden. Und seine kurze, heisere Erzählung erklärte zumindest auch AJs Zustand und den Klang seiner Stimme.
„Du hast mein Skateboard gefunden?“
Fragte er stattdessen nun mit einem Lächeln im Gesicht. Denn da ging ihm wirklich das Herz auf und er drückte seine Hand etwas fester. Das bedeutete ihm nämlich einfach alles!!
„Aber was… machst du überhaupt in dieser Gegend? Wolltest du nicht über die Grenze?“
Flüsterte er ihm nun ein bisschen zu, da er nicht wusste, ob die anderen das hören sollten.
@Joey Silver



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Bei Alphonse begünstigten sich manche Charakterzüge gegenseitig. Manchmal wurde er beim Klugscheißen so wütend auf die Dummheit mancher Menschen und da war sicher der Drang nicht weit, sein Katana zu zücken und um sich zu schnetzeln. Wann würde er das bei seiner Familie tun? Offenbar war der Grat ja sehr schmal. Violet hatte für ihn zwar nicht dazu gehört und seine Gründe für den Mord waren nach wie vor dieselben, aber er fragte sich genauso wie die anderen, wie weit er noch gehen würde, wenn er sich nicht anpasste. Also ja ... bei ihm hatte sich trotz Edwards Annäherung nichts an dessen Aussage geändert. AJ war ein großer und gefährlicher Fehler, und Fehler mussten behoben werden! Darüber reden würden sie aber erst können, sobald Feivel wieder halbwegs auf dem Damm war und seine Stimme wieder hatte.
Auch Atticus hatte er eigentlich noch ein bisschen was zu sagen. Per Notizen war das aber alles so furchtbar unpersönlich, und auch, weil sie sich nicht nahesein konnten. Also verbrachten sie alle die Tage in einem seltsamen, aber auch schönen Zwischenstadium aus Anekdoten, Heilung und füreinander da sein.
Joeys Auftauchen rüttelte alle ganz schön durch. Atticus auch wortwörtlich. Sein Vater wollte nun endlich wissen, was überhaupt geschehen war. Er wurde erst ein bisschen ruhiger, als Atti seine Hand griff. Da schaute er lächelnd auf ihre miteinander verschlungenen Finger und ließ zu, dass überhaupt mal jemand auf seine Fragen antworten konnte.
So zurückhaltend wie die Eltern von Alphonse war er hingegen nicht. Weswegen er sofort sagte: »Ach ja? Habt ihr beim Sex gegen die Laterne getreten oder wie ist das passiert?« Feuer in einem Raum voller Holz und Stroh ... sogar er wusste, wie gefährlich das war. Spätestens wenn man schlafen ging, löschte man die Kerze in der Laterne, das brachten einem auch die Wicked bei, wenn man keine Eltern hatte, die das taten. Und AJ hätte es doch mindestens klar sein müssen.
»Oder hat jemand das Feuer gelegt? Habt ihr Probleme, ist jemand hinter euch her?« Das wäre schließlich auch eine Möglichkeit. Er hatte Reyna und Brutus vor ein paar Wochen in den Wäldern beim Cottage gesehen, hatte ihnen aber rasch ausweichen können. Das könnte jedoch bedeuten, dass die Drummers vielleicht auch auf sie getroffen waren. Sollte es geschehen sein, würde man ihm das jetzt hoffentlich sagen.
Joey war kurz davor, den Verband abzurupfen und sich selbst von dem Zustand der Wunde zu überzeugen. Doch er ließ es mal bleiben. Ohnehin hielt Alphonse gerade ein Blatt mit irgendwelchem Gekrakel hoch. ›Ich konnte nicht schlafen und habe die Lampe ans andere Ende der Scheune mitgenommen. Die Kiste auf der sie stand, war vielleicht nicht mehr so stabil. Möglich, dass sie umgefallen ist. Ich bin doch irgendwann eingeschlafen und erst vor der Scheune wieder zu mir gekommen.‹ War Zeit, zumindest dieses Mysterium aufzulösen, auch wenn das bedeutete, dass die anderen nun erneut sauer auf ihn werden würden, weil er so unvorsichtig gewesen war.
»So was ähnliches ist mir auch mal passiert«, meinte Joey jedoch mit einem Schmunzeln. »Zu viel Bier. Ich wollte eigentlich nicht einschlafen.« Sein Gesichtsausdruck wurde sofort strenger, immerhin war er ja nun ein verantwortungsbewusster Vater. »Aber von euch habe ich schon besseres Verhalten erwartet, hört ihr???«
Ein Glück war ja alles noch mal halbwegs gut gegangen und niemand war gestorben. Als Atticus wieder das Wort an ihn richtete, sah Joey zu ihm und nickte. »Ja. Sienna liegt da drüben. Und dein Rucksack, der von Alphonse, eure Waffen ... Ich hab mitgenommen, was ich tragen konnte. Den Rest hab ich versteckt.« Das war doch nett von ihm gewesen, oder? Er wusste auch nicht so genau, warum er sich die Zeit genommen hatte. Vermutlich, weil sein Sohn ja noch länger Zeit mit den Drummers verbringen würde und er sie gut ausgestattet sehen wollte. Und ... weil sie ihm nicht mehr egal sein sollten.
Was er in dieser Gegend machte? Bei dieser Frage druckste Joey ein bisschen rum. »Na ja ... ich ... konnte einfach noch nicht so weit weggehen. Wollte in der Gegend sein, falls ... ich irgendwas mitbekomme.« Von den Wicked, von den anderen Siedlungen oder sonst woher. Er war sonst immer um die Freiheit abseits der Kolonie froh gewesen. Aber aktuell konnte er nicht so recht loslassen. Das verwirrte ihn.
@Atticus Keene

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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Irgendwie war diese Heilungsbubble ja auch schön. Es fühlte sich an, als würde einmal jemand auf ‚Pause‘ drücken. Als würden sie eine kurze Auszeit von all dem Drama nehmen und eine Zeit lang alles Negative ausblenden, um sich auf ihre Heilung zu konzentrieren. Natürlich waren die Probleme dadurch nur aufgeschoben. Dennoch war es irgendwie heilsam diese… Harmonie. Trotz der vielen unausgesprochenen Dinge. Aber das war okay. Die tiefgründigen Gespräche durften gerne ein bisschen warten.
Joey wollte da schon eher Klartext reden. Und mit ihm hatte er auch jemanden… bei dem Atticus das Gefühl hatte, als würde es ihn wirklich interessieren. Egal wie schroff er auch wirkte, Atticus konnte trotzdem nicht aufhören zu lächeln. Vielleicht sollte er seine Freude aufgrund der Anwesenheit von Cara und Edward ein bisschen zügeln. Aber er konnte es nicht. Hoffentlich würden sie ihm verzeihen.
Er schlug Joey sogar leicht gegen den Oberarm, als dieser sofort wieder von Sex redete
„Nein! Haben wir nicht! Ich.. weiß nicht genau wie es passiert ist… wir waren wohl ein bisschen unvorsichtig…. erneut…“
Murmelte er das letzte Wort leise. Denn Joey hatte sie ja schon zuletzt zusammen gefaltet, weil sie die Bunkertür nicht verschlossen hatten und jetzt das! Er musste ja wirklich denken sein Sohn konnte überhaupt nicht selbst auf sich aufpassen. Das war ihm schon etwas unangenehm. Denn eigentlich war er nicht so unvorsichtig. Nur leider war diesmal nicht Sex der Grund dafür, dass er so abgelenkt gewesen war…
Ob jemand das Feuer gelegt hatte? Also daran hatte er ehrlich gesagt noch nicht gedacht und überlegte kurz.
„Ich.. denke nicht. Ich meine, Fürstin Reyna und Brutus haben sich zuletzt beunruhigend nahe beim Cottage herum getrieben. Aber ich denke nicht, dass sie uns gefolgt sind“
Er sagte nun nicht was Edward mit ihr getrieben hatte, denn das ging seinen Vater nichts an. Und es tat ihm auch Leid, dass er vor Feivel nun diese Namen erwähnte, er wusste wie allergisch er darauf reagierte. Aber er wollte auch nicht lügen.
Als AJ nun das Rätsel lüftete, was eigentlich in der Scheune passiert war weitete auch Atticus kurz die Augen. Bisher hatte er es vermieden ihn danach zu fragen, weil es ihm auch nicht so wichtig erschienen war. Unfälle passierten eben. Aber ein bisschen stutzig machte ihn das schon. Denn Alphonse hatte doch darauf gedrängt, dass sie schlafen gingen weil er so müde war. Und dann hatte er nicht schlafen können? Hm… er sah ihn ein bisschen fragend an. Aber sagte nun nichts dazu. Darüber würden sie reden wenn sie alleine waren. Oder.. Briefchen schreiben oder was auch immer.
Ed hörte das natürlich auch nicht gerne. Denn das war wirklich nicht sehr umsichtig von Feivel gewesen. Doch als Joey sich nun so pikierte und den beiden fast einen kleine Moralpredigt hielt, schaltete er sich doch mal ein und meinte
-Jetzt spiel dich nicht so auf! Wir waren auch mal Teenager. Solche Unfälle passieren-
Sagte er knurrig an Joey gewandt. Der sollte hier nicht einen auf besorgter Vater machen, wo er den Großteil seines Lebens nicht für Atticus da gewesen war. Und hier auch noch seinen Sohn zu tadeln ging wirklich gar nicht!!
Ohje, Atticus hoffte, dass die zwei sich nun nicht doch noch an die Gurgel springen würden. Weshalb er die Hand von seinem Vater fester hielt. Als Zeichen… dass er sich bitte beherrschen sollte. Besser sie redeten nun über das Skateboard und die Vorräte.
„Du hast alles mitgenommen?? Danke!! Hast du gehört AJ? Auch eure Katanas sind wieder hier“
Das müsste doch Edward auch freuen? Tat es auch. Aber er wollte und konnte es nicht zeigen. Denn Joey etwas schuldig zu sein.. war echt ein absolutes No Go. Weshalb er nur schnaubte und die Arme verschränkte. Denn ein ‚Danke‘ würde ihm bestimmt nicht über die Lippen kommen.
Seine fadenscheinige Begründung warum er noch hier war ließ Atticus jedoch schon wieder fragend drein blicken. Bis ihm ein Licht aufging und er mit einem schwachen Lächeln meinte.
„Du bist meinetwegen geblieben oder?“
Das sollte es doch heißen oder etwa nicht? Es war vielleicht nicht nötig. Aber trotzdem fühlte es sich.. schön an. Sein Vater schien echt auf ihn aufpassen zu wollen. Atticus wünschte sich wirklich er könnte sie auf ihrer Reise begleiten. Aber so wie Edward schon wieder dampfte… war das wohl einfach ein Ding der Unmöglichkeit.
„Und was bedeutet das nun? Ich meine… hast du vor noch ein bisschen zu bleiben?“
Er würde ihn jetzt sicher nicht darum bitten. Aber wenn er ehrlich zu sich selbst war.. dann war es schon schön einen Elternteil an seiner Seite zu haben, während er sich selbst nicht so gut fühlte. Von jemandem umsorgt zu werden und nicht immer nur auf der Ersatzbank zu sitzen und dabei zuzusehen.. wie andere das Spiel machten.
@Joey Silver



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Hach ja, junge Liebe ... sie machte einen so unvorsichtig! Das war fast so schlimm wie die Alkoholsucht. Weswegen Joey gutmütig grinsend den Kopf schüttelte. Er wusste ja nicht, was den Drummers kurz zuvor passiert war und dass eigentlich der Haussegen schief hing. Von daher ging er trotz Attis Antwort davon aus, dass die beiden in irgendwelchen Turteltaubendingen verwickelt gewesen waren und sich nur zu sehr schämten, das zuzugeben. Kein Wunder, wenn dadurch ein Feuer ausgebrochen war, das beiden fast das Leben gekostet hatte.
»Ihr habt Reyna und Brutus also auch gesehen?«, hakte er nach. Das war ... weniger gut. »Haben sie euch bemerkt? Ich konnte ihnen ausweichen, und es schien, als würden sie die Gegend wieder verlassen.«
Feivel zuckte bei dem Namen der Fürstin durchaus zusammen, aber wenigstens blieb diesmal die Panikattacke aus. Er hatte ja ohnehin schon das Gefühl, permanent zu ersticken. Das würde wohl erst vergehen, sobald seine Atemwege verheilt waren.
Damit niemand mehr eruieren musste, warum die Scheune in Flammen aufgegangen war, entschied er sich, Licht ins Dunkel zu bringen und das wahrscheinlichste Szenario zu offenbaren. Damit nahm er die Schuld auf sich, denn sie gebührte auch ihm.
Die Reaktionen fielen weniger hart aus als gedacht. Wahrscheinlich schonten sie ihn noch, weil er mit seinen Schläuchen so armselig und krank aussah. Die Blicke bemerkte AJ dennoch. Aber es standen ohnehin noch klärende Gespräche an. Da konnte man dieses Thema gleich mit auf die Agenda setzen. Wenigstens war es jetzt raus.
Joey versuchte, das alles mit seinem etwas eigenen Humor zu nehmen, und wurde trotzdem von Edward angeranzt. Er öffnete bereits den Mund, um etwas zu erwidern, und beherrschte sich nur, weil Atti plötzlich seine Hand so quetschte. Na schön.
Feivel malte ein Smiley auf seinen Zettel, um zu zeigen, dass er sich über die Rettung seines Rucksacks und der Schwerter ehrlich freute. Und auch wenn sein Dad es nicht tat, formulierte er ein Danke mit ein paar krakeligen Buchstaben. So langsam war er echt wieder erschöpft und würde sich erst mal wieder nur aufs Zuhören beschränken.
Atticus machte sich derweil einen Reim auf Joeys kryptische Antwort. Das gefiel diesem nicht, obwohl ja eigentlich gar nichts Schlimmes daran war. Oder doch? Joey war in seiner Loyalität hin- und hergerissen und das war echt richtig verwirrend und schwierig für ihn. Eigentlich hatte er gehofft, Abstand zu den Wicked würde ihm die Möglichkeit geben, die Dinge für sich zu klären, aber er war nicht gut darin, sein eigenes Gedankenchaos zu ordnen. Fakt war, etwas oder jemand hielt ihn in der Nähe. Und zwar mehr in Atticus’ Nähe als in der der Wicked. Sonst hätte er keine Skrupel gehabt, mit Reyna und Brutus zu sprechen.
Er seufzte. »Ja, du kleiner Scheißer. Ich denke, ich schaffs deinetwegen nicht, meinen Arsch über die Grenze zu bewegen.« Und was das nun bedeutete? »Ich bleibe, bis es dir wieder gut geht.« Davon musste er sich einfach überzeugen ... dass alles okay war, sobald sie sich wieder für die restlichen Monate verabschiedeten. Und da würden auch die Drummers nichts gegen sagen können. Atti war nun mal sein Sohn und es war eine Sache zwischen ihnen beiden, ob Joey nun bleiben würde oder nicht.
@Atticus Keene

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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Atticus wäre gern in Turteltaubendinge verwickelt gewesen als das Feuer ausgebrochen war. Dann hätte es sich wenigstens gelohnt. Auf gewisse Weise. So hingegen… war es einfach nur bitter und er fragte sich, ob Alphonse ihm nicht alles anvertraute. Denn nun fühlte es sich noch mehr so an, als hätte er ihn in dieser Nacht nur abgewimmelt, um allein mit sich selbst sein zu können.
„Naja, nicht wir direkt….. Edward hat Reyna getroffen. Aber sie wussten wohl beide nicht wer sie waren…“
Edward gefiel es natürlich nicht, dass nun über ihn und diese Sache gesprochen wurde. Und er blickte kurz rüber zu Cara und anschließend zu Feivel. Denn das war damals auch ein ziemliches Drama gewesen. Und er hoffte, dass Atticus mit seiner Erzählung nun keine Wunden aufriss. Sah deshalb auch ein bisschen missmutig zu den beiden. Es war ja schön für Atticus, dass sein Versagervater nun hier war. Aber er sollte sich gefälligst nicht in ihre Angelegenheiten einmischen sondern so schnell wie möglich wieder verschwinden.
Atticus war seinem Vater sehr seeeehr dankbar dafür, dass er nun nicht auf Edwards Provokation einstieg sondern besonnen reagierte. Das war er gar nicht von ihm gewohnt. Und irgendwie machte es ihn gar ein bisschen stolz. Er ging jedoch nicht davon aus, dass das noch viel länger gut gehen würde, wenn es zwischen den beiden so weiter ging. Fürs erste war die Gefahr jedoch gebannt. Weswegen Atti seinen Dad dankbar ansah.
Genau wie Alphonse.. denn auch dieser bedankte sich bei ihm für die Sachen. Offenbar wurde auch Joey ein bisschen von dieser -alles ist happy und gut Bubble- eingeschlossen, die hier drinnen gerade herrschte. Nur damit sich bloß niemand auf die Füße trat. Vielleicht waren sie alle noch geschädigt vom letzten Drama und wollten nun erst mal etwas Seelenfrieden. Ihm zumindest ging es so.
Weshalb Atticus auch breit grinste, weil Joey zugab seinetwegen in der Nähe geblieben zu sein. Sich aber so schwer damit tat es zuzugeben. Und er wiederum tat sich schwer damit zuzugeben, dass es ihn ziemlich freute.
Als er jedoch sagte er würde bleiben bis es Atticus wieder gut ging.. wurde aus dem Grinsen ein sanftes Lächeln. Dennoch meinte er gutmütig
„Aber das musst du nicht, okay? Ich komm schon klar.. und will nicht das du meinetwegen Ärger bekommst“
Ob nun wegen der Wicked und einer eventuell nicht erfüllten Mission oder wegen… Edward. Denn wenn Joey hier blieb, würde das definitiv irgendwann noch eskalieren. Und das wollte er den beiden nicht antun. Zumal er ja auch tough und cool wirken wollte. Nicht wie jemand, der seinen Daddy brauchte, nur weil er ein bisschen verletzt war… er hatte sein Leben lang niemanden gehabt. Also tat er sich schwer damit diese Fürsorge nun anzunehmen. und er wollte ja auch niemandem Umstände machen.
@Joey Silver



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Joey musste sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen, denn es waren auch seine Angelegenheiten. Also hatte er durchaus was mitzureden und ein Anrecht auf die Informationen. Immerhin hatte er seinen Arsch hergehalten und sich jetzt tollerweise den Ruf eines Kinderschänders erarbeitet, da er Reyna so bearbeitet hatte, eine Nacht mit Alphonse zu bekommen. Und es war seine Kolonie! Die Wicked waren seine Heimat. Er konnte noch besser als Atticus einschätzen, wie mit einer Gefahr von dort umzugehen war. Reyna und Brutus durfte man nicht unterschätzen. Kein Aufeinandertreffen der Fürstin war rein einem Zufall geschuldet, auch das mit Edward nicht. Sie würde sich an ihn erinnern und je nachdem, wie viele Informationen sie noch schaffte, zusammenzutragen, sich ihre Meinung bilden. Zudem war sie ähnlich beharrlich wie Enzo, auch wenn man ihr das zunächst nicht zutraute. Es konnte eine Ewigkeit vergehen, bis etwaige Fallen zuschnappen würden, und womöglich befanden sie sich längst in einer. Joey dachte vielleicht, er wäre ihrer Aufmerksamkeit entschlüpft, aber das musste nicht zwingend so gewesen sein.
Schon möglich, dass sich Joey von dieser Bubble ein bisschen anstecken ließ. So was war er schließlich überhaupt nicht gewöhnt. Doch er war gerade sowieso viel zu erleichtert, Atticus gefunden zu haben und zu sehen, dass es ihm halbwegs okay ging. Er schwebte nicht in Lebensgefahr und das war die Hauptsache. Da hatte Joey gerade auch wenig Lust, einen Streit zu provozieren, da Atti einfach wichtiger war!
»Ich bleibe. Wir werden sehen, wie es läuft.« Wenn er und Edward sich wirklich nur die Köpfe einschlagen würden, konnte Joey immer noch sein Lager außerhalb aufschlagen und warten, bis Atti ihn besuchte. Das wäre zwar sein weniger liebstes Szenario, aber letztlich war ihm schon klar, wer hier mehr Freunde und Anerkennung besaß. Man würde eher ihn vor die Tür setzen als die Drummers, weswegen Provokationen alles nur schlimmer machen würden. Wie gut er sich an seine Vorsätze halten würde, blieb aber noch abzuwarten. Seine Lunte war kurz, da konnte er sich noch so sehr vornehmen, gelassen zu bleiben ... es würde nicht ewig funktionieren.
Joey nahm sich ein Zimmer in der Taverne, während Cara und Ed den Luxus einer kleinen Hütte besaßen. So waren beide Parteien immerhin auch innerhalb der Siedlung getrennt. Nur verließen die Drummers irgendwie nur selten das Krankenzimmer, was wiederum Joey kaum die Möglichkeit gab, mit Atticus Zeit zu verbringen, ohne ständig vernichtende Blicke mit Ed zu tauschen oder Cara zusammenzucken zu sehen. Das nervte ihn echt! Da war es gut, dass die Medikamente bei seinem Sohn anschlugen und er ein paar Schritte laufen konnte. So war es ihnen möglich, sich draußen ein bisschen ins Gras zu setzen und dort zu reden.
Auch Alphonse ging es langsam aber sicher besser. Als er endlich von diesem grässlichen Schlauch befreit wurde, war es, als würde man ihm eine riesige Last von den Schultern nehmen. Er konnte wieder selbstständig atmen. Zwar tat es weh und er war vor allem sehr heiser. Mit dem Reden musste er sich noch eine Weile beherrschen. Aber flüstern war okay. Das tat nicht so doll weh.
Es vergingen noch weitere Tage, da konnten beide Teenies das Bett verlassen und man merkte deutlich die Verbesserung ihres Gesundheitszustandes. Weswegen die Drummers beschlossen, sich am heutigen Abend an eines der Feuer draußen zu begeben und ein wenig zu feiern. Erst mal saßen dort nur Ed, Cara, Feivel und Atticus. Joey hob gerade ein paar Bierchen mit Auron in der Taverne. Sein neuer Kumpel wollte sich gleich noch mit Agron und Nasir treffen, außerdem hoffte er, Raven und Luna würden auch kommen.
Nasir sah die Tage ganz schön geschafft aus und wollte eigentlich nur ins Bett. Gleichzeitig wollte er aber auch nicht von Aggis Seite weichen. Weswegen er mit ihm an der Hand aus der Hütte trat und ebenfalls gen Feuerstelle schritt. Dort trafen sie sich mit Auron, der wiederum Joey im Schlepptau hatte. Und dieser wiederum ... erblickte seinen Sohn am Feuer. xD Und winkte ihm zu. »Hey, sollen wir uns nicht alle dorthin hocken?« Je größer der Haufen, desto besser. Und ihm wäre es deutlich lieber, wenn er nicht mit den Drummers allein dort sitzen müsste. Oder Atticus aus der Runde reißen müsste. Er und Alphonse hatten schließlich auch ein bisschen was nachzuholen, wie es schien.
Die Säufertruppe fiel also über das illustre Beisammensein her. Nasir kuschelte sich in Agrons Arme und nippte mit einem Lächeln und schweigend an seinem Getränk, während Auron ein Sauflied zum besten gab und versuchte, Atticus dazu zu bringen, einzustimmen. Und Joey füllte mal die leeren Krüge nach. Gab ja wirklich einiges zu feiern.
@Atticus Keene

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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Ja, das war noch nicht so ganz bei Edward angekommen. Der hasste Joey einfach noch viel zu sehr, als das er diese Sichtweise verändern und Verständnis zeigen konnte. Er bemühte sich wirklich.. aber es fiel ihm schwer. Sehr schwer. Denn bei ihrem letzten Aufeinandertreffen hatte Joey Cara töten wollen! Also kein Wunder, dass er nicht gut auf ihn zu sprechen war und ihn definitiv im Auge behielt. Schon alleine deshalb ließ er kaum zu, dass Joey allein mit den Jungs im Krankenzimmer blieb. Wer weiß was er AJ sonst antun würde, selbst wenn er ihm eigentlich dankbar dafür sein sollte, dass er bei der Rettung aus Haus Lust geholfen hatte. Aber er traute diesem Mistkerl einfach alles zu. Vielleicht hatte er das nur aus Berechnung getan.
Atticus hingegen wusste zwar auch, dass Joey sehr verlogen und egoistisch sein konnte. Aber im Moment hatte er das Gefühl.. als würde er sich wirklich bemühen. Und das wollte er gerne zulassen. Selbst wenn er damit das Risiko einging wieder enttäuscht zu werden. Doch das nahm er in Kauf. Dafür war ihm seine Anwesenheit nun viel zu wichtig. Selbst wenn er versuchte alles zu verharmlosen. Trotzdem blieb Joey. Und das berührte sein Herz schon sehr..
Er fand ja sogar Freunde hier. Kaum zu glauben. Aber eigentlich war Joey ja ein geselliger Typ. Und die Kerle hier teils ähnlich roh wie er. Also eigentlich passte er gut an diesen Ort. Und Atticus.. gefiel es bisher auch, selbst wenn er nicht viel außer das Krankenzimmer gesehen hatte. Doch nachdem er endlich keine Infusionen mehr brauchte, war er auch ein wenig mit Joey spazieren gegangen. Und konnte nicht umher sich auszumalen.. wie es wohl wäre, wenn sie alle zusammen hier leben würden…… eine illusorische Vorstellung. Aber irgendwie war sie schön.
Atticus war so glücklich darüber, als AJ endlich dieser Schlauch entfernt wurde!! Da eilte er sofort zu ihm, um ihn zu küssen, zu umarmen und einfach nur fest zu halten. Auch wenn er nicht zu 100% sicher war, was gerade in seinem Kopf vor sich ging und ob er das wirklich wollte. Aber er hatte ihm Herzchen Briefe geschickt. Also ging er eigentlich davon aus, dass zwischen ihnen beiden alles ok war. Selbst wenn die Sache mit der Nacht in der Scheune ihm schon noch im Kopf herum spukte. Denn warum hatte er nicht seine Nähe sondern den Abstand zu ihm gesucht? er wusste nur nicht, ob er das Thema wirklich ansprechen sollte. Er wollte nicht schon wieder Drama oder Diskussionen oder Streit. Vorerst wollte er sich einfach nur darüber freuen, dass sie beide nun wieder das Krankenbett verlassen durften. Und etwas Zeit für sich hatten. denn die war in den letzten Tagen definitiv zu kurz gekommen. Vieeeel zu kurz.
Weshalb er auch mit ihm ein bisschen spazieren ging.. Atticus kannte die Siedlung immerhin noch kaum. Alphonse konnte ihn ein wenig herum führen und Atti war ganz begeistert von allem was er hier sah. Das war noch viel cooler als im Cottage.
Heute Abend gab es jedoch wieder Familienzeit. Und die Drummers, inklusive Atti, saßen gemeinsam am Feuer. Auch wenn er von Feuer und Rauch eigentlich erst mal genug hatte xD Aber der Anblick war ja trotzdem irgendwie schön. Dennoch hielt Atticus ausnahmsweise ausreichend Abstand zu den Flammen und setzte sich an einen Platz, wo der Wind den Rauch nicht so direkt zu ihnen wehte.
Er legte seinen Arm sachte um AJ und war einfach nur froh, dass sie dieses Drama überlebt hatten. Kurz sah er sich nach seinem Dad um, konnte ihn aber nirgendwo entdecken. War vermutlich auch besser so.
Bis plötzlich eine ganze Meute über sie einfiel und Atticus die illustre Runde mit einem Schmunzeln betrachtete. Irgendwie waren alle hier ziemlich cool. Und er checkte erst jetzt, dass sein Arzt mit einem dieser Muskelprotze zusammen war. Irgendwie fand er das schön. Weil die Teenies dann nicht die einzigen waren, die auf das selbe Geschlecht standen. Er wusste ja noch nicht, dass es hier noch mehr solcher Exemplare gab. Er hätte eher gedacht in so einer Siedlung.. lebten mehr homophobe Neandertaler. Aber da hatte er sich wohl getäuscht.
Also warf er auch Nasir ein Lächeln zu. Ihm war er immerhin besonders dankbar für alles was er für die Jungs getan hatte.
Es wurde also flüssig. Und ganz ehrlich? nun wo Atticus keine Medikamente mehr nehmen musste und auch nicht mehr so dolle Schmerzen hatte, wollte er es sehr gern ein bisschen krachen lassen. Als Auron ihn jedoch zum Singen bringen wollte, schüttelte er vehement den Kopf und meinte
„Oh, vielleicht später wenn der Krug leer ist“
Jetzt war er definitiv noch zu schüchtern, um zu singen. Das hatte er sich ja nicht mal vor Alphonse getraut. Aber nach so ein paar Gläschen Met? wer weiß wie sich das noch entwickelte.
„Da fällt mir ein Dad.. ich habe dir was mitgebracht!“
Atti eilte kurz zu seinem Rucksack und holte seine Geschenke hervor, die er im Tourbus gesammelt hatte.
„Stell dir vor, wir haben den Tourbus von dieser Band gefunden, von der du mir mal erzählt hast. Sie hatten ihre eigene Biermarke.. und das hier hab ich dir mitgebracht“
Weshalb er ihm die Bierflasche und ein Bandshirt reichte, das ihm hoffentlich passen würde und auf welchem sogar alle Unterschriften der Band gesammelt waren. Vielleicht würde sein Dad sich darüber freuen? Eigentlich hatte er ihm die Sachen ja erst im Sommer geben wollen. Aber wenn es sich schon so ergab… warum nicht.
Edward verstand sich ja eigentlich auch ziemlich gut mit den Jungs aus Balar. Dennoch war er angespannt wegen Joeys Anwesenheit. Es gefiel ihm nicht wie sein Ego sich hier breit machte und wie gut er sich mit den anderen verstand. Weswegen er kurz ein bisschen mürrisch wirkte. Auch wenn er das eigentlich nicht wollte… immerhin sollte er sich auf seinen Sohn konzentrieren. Der endlich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden war.
Weshalb er ihn fragte
-Wie fühlst du dich? Übertreib es nicht gleich okay?-
Nun wo sie aus der Bubble wieder draußen waren, war da natürlich erneut diese… imaginäre Mauer zwischen ihnen. Die Edward jedoch versuchte zu ignorieren und darauf hoffte, dass sich das schon wieder einspielen würde.
Agron becherte auch ordentlich mit aber stand noch nicht grölend auf der Sitzbank, da Nasir auf seinem Schoß lag und er ihn zärtlich streichelte. Er sah ihn in letzter Zeit viel zu selten… weshalb er ihn nicht schon wieder allein in der Hütte hatte lassen wollen. Das war nun viel zu oft vorgekommen. Er vermisste ihn.. und wollte etwas Zeit mit ihm verbringen. Auch gemeinsam mit den Jungs und den Gästen.
-Wenn ich euch zwei so ansehe hat Nasir echt gute Arbeit geleistet was? Wie immer. Allerdings lasst euch das nächste Mal irgendwo anders umbringen, sonst ist er wieder viel zu beschäftigt-
Sagte Agron nun grinsend und machte natürlich nur Spaß. Zog Nasir etwas hoch , um ihn zu küssen. Eigentlich wollte er ja nur zeigen wie stolz er auf ihn war. Und auch ein bisschen mit seinem schlauen Freund angeben.
Im nächsten Augenblick kam auch schon Luna angetapst. Inzwischen konnte sie laufen, wenn auch noch ein bisschen wackelig. Aber sie wollte nicht mehr so gern getragen werden. Lief aber brav an Ravens Hand.
-Na, gibt Onkel Agron schon wieder mit seinem süßen, talentierten Freund an?-
Sagte Raven schmunzelnd, während die kleine Luna gleich mal auf Auron rauf kletterte und ihm auf den Kopf patschte. Sie quietschte dabei und wollte gern etwas aus seinem Becherchen trinken. Was ihr Daddy hoffentlich nicht zuließ!
Anschließend kletterte sie von einem zum nächsten. Sie musste immerhin alle Leute hier mal kennen lernen und verharrte dann auf Alphonse Schoß. Den sie mit großen Kulleraugen anstarrte und ihm glucksend an die Wange patschte.
@Joey Silver



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Joey konnte Balar durchaus einiges abgewinnen. Und so lange seine Zugehörigkeit zum Feind ein Geheimnis blieb, war doch alles in Ordnung. Man durfte hier nur niemandem sagen, dass die Wicked wie die Kerle aus dem Herrenhaus waren, mit einem Bordell und einer Arena, in denen Sklaven gehalten wurden. xD Andererseits wusste ja auch Joey nichts von Nasirs Vergangenheit und wie sehr diesen das triggern würde..
Alphonse hingegen war ziemlich begeistert von dem Syrer. Fremde fragten nie, ob es okay war, ihn anzufassen. Nasir hingegen schon, obwohl er ihn als Arzt ja berühren musste. Doch er ging wirklich extrem umsichtig mit ihm um und auch mit anderen in seinem Umfeld. Als hätte er ein ähnliches Problem. Ein bisschen war das auch so. Nasir konnte Nähe ebenso wenig gut zulassen, nur lag es bei ihm an seiner Vergangenheit als Sklave. Und deswegen war er besonders bei Fremden sehr zurückhaltend und wollte ihnen nicht zu nahe treten. AJ imponierte so viel Empathie in der Hinsicht, war er doch sonst eher von Rambos umgeben, was dieses Körperkontaktthema anging. xD
Auf jeden Fall löste sich die Heilungsbubble so langsam auf. Auch wenn alle froh waren, dass die Jungs überm Berg waren, machten sich jetzt trotzdem die Gräben wieder bemerkbar, die sich wegen des Mords an Violet aufgetan hatten. Aber noch ignorierten sie das, sondern genossen es, das Bett verlassen und wieder mehr Zweisamkeit genießen zu können. Sie würden sicher noch Zeit haben, letzte Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Und sobald das erledigt war, würden sie alle hoffentlich gestärkt aus diesem Drama hervorgehen.
In Balar saßen die Leute gern bei einem Feuerchen zusammen, also taten es auch die Drummers an diesem Abend, um ein wenig zu feiern. Alphonse war sich nicht im Klaren darüber gewesen, wie unangenehm ihm die Nähe zu Flammen ab sofort wohl sein würde. Außerdem röchelte er ja immer noch ein bisschen vor sich hin. Da war es ganz gut, dass auch Atticus Abstand zu der Feuerstelle hielt und einen Platz für sie wählte, an dem sie der Rauch nicht erreichte. Wirklich aus dem Weg gehen würden sie den Flammen ohnehin nicht können, Balar war eben eine sehr urtümliche Siedlung. Überall brannten kleine Feuerchen.
Alphonse würde ja gern mit Auron singen, aber er traute sich wegen seiner Stimme noch nicht. Schade, dass Atti in der Hinsicht immer noch so schüchtern war. Und dass sie die Gitarre nicht hier hatten. Die hatte Joey wohl mit den Zelten und dem anderen Kram versteckt. Auron schenkte dem Burschen jedenfalls gleich mal nach. Denn er hatte nicht vor, den ganzen Abend allein zu singen. Agron hielt sich bisher ja auch zurück. Was war da nur los? xD
Joey kannte so komische Mittelalterlieder nicht, sonst wäre er sich definitiv nicht zu schade dafür. Als Atticus ihn ansprach, drehte er sich schon halb angetrunken zu ihm um. »Hm?« Was mitgebracht?
Seine Augen wurden groß. »Das ist ja ... der Wahnsinn!!!! Danke!«, rief er aus und rupfte sich gleich mal sein Hemd vom Körper. Agron und Auron waren auch halbnackt, also fiel er ja nicht weiter auf, nicht wahr? Cara sah ohnehin nie in seine Richtung.
Außerdem blieb er nicht lang so, denn er streifte sich sofort das Bandshirt über und öffnete die Bierflasche, um sich mit ihr zu erheben. »Jetzt geb ich mal ein ordentliches Lied zu Besten!« Und schon glänzte er mit einem Luftgitarrensolo, bei dem er das halbe Bier verschüttete, und den besten Liedzeilen aus seinem Lieblingsstück. Da staunten die anderen, was? xD
Danach war ihm allerdings ziemlich schwindelig, weswegen er sich wieder hinhockte und nach einem Fleischbrocken hangelte, der bis eben noch im Feuer gebrutzelt hatte.
AJ hatte Joeys Einlage mit einem Schmunzeln betrachtet, lehnte aber weiterhin an Atticus. Er war immer noch schnell erschöpft. Weswegen sein Dad sich auch keine Sorgen machen musste, dass er es übertreiben würde. AJ meinte nur: »Alles okay, wirklich!« ... und dabei blieb es dann. Irgendwie war es nun schon wieder seltsam zwischen ihnen. Aber Alphonse fühlte sich noch nicht bereit für ihr Gespräch. Heute wollten sie doch außerdem feiern. Wobei er sich darauf beschränkte, dabei zuzusehen. Er fühlte sich wie Nasir. Fertig, aber auch einfach nur dankbar, mit seinem Schatz kuscheln zu dürfen.
Bevor er auf Agrons Worte eingehen konnte, bekamen sie Besuch. Aurons Partnerin und ihr gemeinsames Kind Luna. Mindestens drei Personen am Feuer versteiften sich nun. Cara blickte schnell weg und nahm einen besonders tiefen Schluck von ihrem Becher, während sich auch AJ etwas unwohl fühlte und einfach hoffte, das Kind würde kein Interesse an ihm haben. Joey fand Kinder auch nicht so toll, er hatte schon bei seinem eigenen total Panik, alles falsch zu machen bzw. hatte es schon getan.
Erst mal kletterte Luna ja auch auf Auron rum. Natürlich bekam sie keinen Schluck Met!! Er setzte sie besser mal schnell wieder ab, seine Tochter war sowieso zu unruhig und wollte auch noch die anderen begrüßen.
Alphonse wäre vermutlich schon aufgestanden und gegangen, wenn er nicht so müde und Atticus nicht so gemütlich wäre. xD So konnte er nur dabei zusehen, wie sich dieser kleine Mensch auf seinen Schoß hievte und ihn anstarrte. Sie patschte ihn sogar an. »Ähm ...«, meinte Feivel kleinlaut. »Willst du nicht ... lieber Atti antatschen? Er hat viel ... interessanteres ... äh ... Haar. Guck!« Er hob die Hand und strubbelte seinen Partner ein bisschen durch. Das liebte er. Und Luna sah aus, als fände sie das auch toll. Allerdings kletterte sie nun nicht zu Atticus rüber, sondern zog sich an AJs Schultern hoch, lehnte gegen seine Brust und streckte dann erst die Händchen aus. Na toll! xD Gutmütig hielt Feivel es aus. Er konnte sich gerade eh nicht groß wehren.
Für Cara war dieser Abend gerade wirklich schwierig geworden. Joeys Anblick war mittlerweile okay für sie, aber Lunas Ankunft löste etwas weitaus Schlimmeres aus. Dass sie so fühlte, war totaler Schwachsinn, sie konnte doch jetzt nicht immer traurig werden, wenn ein Baby oder Kleinkind in der Nähe war. Allerdings war es eben das erste Mal ... dass sie eines sah, seit ... also, es erinnerte sie leider an ein bestimmtes Ereignis und an das, was sie verloren hatte. Und diesmal war nicht die Trennung von Alphonse und Ed gemeint. Außerdem war es zeitgleich beklemmend und schön zu sehen, wie ihr Sohn und sicher gleich auch ihr Schwager mit der kleinen Luna umgingen. Schon bei Alphonse war ihr Edwards Vaterherz so positiv aufgefallen und sie hatte es immer schade gefunden, dass er keine eigenen Kinder wollte. Denn damals hatte sie schon sehen können, wie gut er sich als Vater gemacht hätte. Und es jetzt ja auch tat. Erneut fragte sie sich, ob er sich noch ein Kind wünschen würde. Eines mit ihr, sobald sie richtig zusammen waren. Sie wäre dieser Vorstellung nicht mal abgeneigt. Trotzdem war dieser Zug nun abgefahren. Was sie noch emotionaler machte.
Cara wurde gerade also ziemlich abwesend und unnahbar. Was ihr wirklich leidtat und sie wollte das auch eigentlich nicht. Niemand würde einschätzen können, warum sie sich so ablehnend verhielt. Raven bezog es womöglich auf sich, wenn Cara nun überstürzt verschwinden würde. Eigentlich müssten sie in diesem Männerhaufen ja zusammenhalten und sich anfreunden. Das wollte Cara auch wirklich. Und sie wollte es schaffen, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen und nicht mehr alle von sich zu schieben, nur weil sie niemandem Sorgen machen wollte. Dieser Beschluss reifte ja nicht erst seit gestern in ihr. Sie fragte sich, wie lang sie noch warten sollte. Bisher hatte es ihr überhaupt nichts gebracht, zu warten, und die richtige Gelegenheit würde es vermutlich ohnehin niemals geben.
Ein bisschen zu plötzlich stand sie auf, bevor Luna auch noch auf ihren Schoß klettern würde. »Hey, Ed ... würdest du ... vielleicht mit mir kommen?« Das klang, als würden sie sich mal kurz für ein Techtelmechtel verziehen. An Aurons und Joeys Blick erkannte sie, dass die beiden auch genau das dachten. Es war ihr aber egal. Sie musste jetzt wirklich dringend mit Edward reden.
@Atticus Keene

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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Atticus musste mit seiner Herkunft ja auch hinterm Berg halten. Und die Drummers wären hoffentlich nicht so Scheiße Joey nun auffliegen zu lassen, sodass man ihn in den Kerker warf. Dann könnten sie Atticus nämlich gleich mit einbuchten. Der würde das sicher nicht zulassen. Auch wenn Ed sich schon dazu verleitet sah etwas zu sagen, als er die drei fröhlichen Saufköpfe so betrachtete… aber er hielt sich zurück. Für Atticus und Feivel. Auch wenn es eigentlich beschissen von ihm war, immerhin konnte Joey Balar so extrem einfach ausspionieren. Und das würde sie in Gefahr bringen. Was auch eine Gefahr für seine Familie bedeuten würde, wenn sie hier zu Gast waren. Vielleicht müsste er das später mal ansprechen. Aber ein vernünftiges Gespräch mit Joey zu führen war für ihn leider noch ein Ding der Unmöglichkeit.
Sie blieben aber noch ein Weilchen hier. Weshalb hoffentlich noch genug Zeit sein würde.. diverse Dinge zu besprechen. Denn gerade gab es zwischen ihnen allen noch so einige offene Baustellen.
Ehe diese nicht geräumt waren, sollten sie sich nicht erneut nach draußen in die Wildnis begeben. Dafür mussten sie nämlich ein Team sein.
Atticus wollte ja eigentlich gerne mitsingen… aber seine Hemmungen waren zu groß. Andererseits war das hier kein gefühlvolles Lied, wie damals im Tourbus. Sondern ein Wikingersauflied oder so? Atticus kannte es nicht. Aber der Text war nicht sonderlich schwer zu merken. Weshalb er Auron später womöglich unterstützen würde. Agron hielt sich ja nur zurück wegen Nasir xD ansonsten stünde er schon in der ersten Reihe und würde schunkelnd mit Auron grölen.
Atticus ging das Herz auf weil sein Dad sich offenbar wirklich extrem über sein Geschenk freute. Musste sogar schmunzeln als er sich gleich mal das Hemd auszog, nur um das neue Shirt anzuziehen. Und dann? Dann folgte eine Show…. die Atticus nun doch ein bisschen peinlich berührt die Röte ins Gesicht trieb. Also eigentlich fand er das verdammt lustig. Schämte sich vor den Drummers aber ein wenig dafür. Denn die waren manchmal naja… irgendwie ein bisschen ernster oder hatten eine andere Art von Humor. Weshalb er Angst hatte, dass sie diese Show zu plump fanden? Und damit auch Atti zu….. einfältig, weil er es lustig fand? Das waren eben Gedanken, die einem durch den Kopf gingen, wenn man mit einem Genie zusammen war. Und gleichermaßen ärgerte er sich darüber, dass er prüfend zu Feivel, Ed und Cara sah.. denn eigentlich sollte es ihm egal sein, was sie dachten. Er sollte dazu stehen wie sein Dad eben drauf war. Aber das alles war nicht so einfach. Denn er wollte es gerne beiden Seiten Recht machen und ihnen gefallen..
Ed wirkte natürlich angepisst, Cara sah nicht hin und AJ? Der schmunzelte zumindest ein bisschen, weswegen Atti ihn ein wenig prüfend und abwartend ansah? Würde noch ein Kommentar oder so folgen?
Edward ließ Feivel auch wieder in Ruhe, dieser schien gerade nicht wirklich mit ihm reden zu wollen. Also widmete er sich wieder Cara. Und ließ den Teenie die Nähe zu seinem Freund genießen. Das war in Ordnung.. die Hauptsache war, er war wieder gesund und erholte sich noch weiter.
Im Endeffekt war es jedoch die kleine Luna, die ohnehin allen anderen Gesangsvirtuosen hier die Show stahl. Denn bei Kindern war es eben so, dass sich automatisch alle Blicke auf sie richteten. Raven hingegen ließ sich auch einen Becher Met geben. Und sie freute sich darüber Cara zu sehen. Endlich mal eine andere Frau in der Männerrunde. Das gab es hier viel zu selten. Weswegen sie sich vornahm sie nachher zu begrüßen. Auch wenn sie ein bisschen kühl und distanziert wirkte.
Atticus hingegen fand die Kleine wirklich zuckersüß. Und noch süßer war AJs steifer und panischer Gesichtsausdruck, da musste er augenblicklich schmunzeln. Die kleine Luna schien ihn ja besonders gern zu haben.
„Du hast mir gar nicht erzählt, dass du hier in Balar eine so süße Verehrerin hast“
Zog er ihn deswegen auch ein bisschen auf und störte sich absolut nicht daran, dass die Kleine auch sein Haar antatschte. Dabei war AJs sehr viel interessanter weil es aussah wie ein Vogelnest manchmal.
„Schau mal“
Atticus zog nun ein altes Kartendeck aus seiner Jackentasche, das von Knive hatte Joey ihm ja leider wieder weg genommen…. aber er hatte dennoch weiter seine Tricks geübt. Und zeigte der Kleinen nun ein paar einfache Kartentricks, was diese total begeistert glucksen und rum hüpfen ließ.
„Ich hätte es immer toll gefunden eine kleine Schwester zu haben. Sie ist so süß“
Sagte Atticus begeistert und blickte dabei unbewusst kurz zu Joey. Naja jetzt war es wohl zu spät für ein Geschwisterchen, oder? xD.
Edward hingegen bemerkte, dass AJ sich nicht besonders wohl dabei fühlte. Beziehungsweise sahen sie Luna ja nicht zum ersten Mal. Und er wusste, dass AJ sich schwer mit ihr tat. Weshalb er ihn gerne erlösen wollte und deshalb meinte.
-Na jetzt hast du meinem Sohn aber lange genug die Augen verdreht. Wird Zeit dass du ein bisschen zu Onkel Ed kommst!-
Sagte er liebevoll und hob die Kleine von AJs Schoß, um sie zu sich rüber ‚fliegen‘ zu lassen. Er dachte sich, vielleicht wollte ja auch Cara sie kennen lernen. Immerhin hatte sie Kinder früher geliebt. Und womöglich erinnerte sie das an die Zeit, als AJ noch ganz klein gewesen war? Aber Cara… sah Luna nicht mal wirklich an sondern wandte sich total ab. Was Ed schon ziemlich seltsam fand. Aber okay, er ließ sie in Ruhe. Und machte stattdessen ein paar lustige Kniereiterspiele mit der kleinen Luna, die das natürlich ganz besonders lustig fand. Bei einem Spiel, das hieß -Katzenjammer- tanzten die Katzen am Schluss ganz wild auf Lunas Kopf herum. Dabei sah er kurz rüber zu Feivel, stieß ihn an und meinte.
-Du hast diesen Reim so sehr gehasst. Und mir jedes mal schon vorsorglich auf den Kopf geschlagen, wenn ich ihn nur angestimmt habe-
Sagte er schmunzelnd und sah danach erneut zu Cara. Sie erinnerte sich doch noch daran oder? Das war immer echt lustig und süß gewesen. Damals hatten sie ja noch nicht verstanden was mit AJ los war .. oder warum er solche Berührungsspiele nicht so gerne mochte. Aber Cara reagierte nicht mal auf diese Erinnerung. Hm..
Naja, dann widmete er sich eben noch weiter der kleinen Luna, die nun natürlich nicht genug von den Reimen und Spielen bekommen konnte und Ed bereits zum gefühlt 100sten Mal den selben aufsagen musste. Aber das störte ihn nicht. Selbst wenn er nie eigene Kinder haben wollte, so spielte er trotzdem gerne mit ihnen. Und er konnte einfach ganz natürlich mit ihnen umgehen. Woher er diese Fähigkeit hatte wusste er selbst nicht so genau. Sie war einfach da..
Als Cara ihn jedoch bat ihn zu begleiten sah er sie kurz fragend an. Konnte aber natürlich die Blicke der Jungs im Nacken spüren und musste sich deshalb ein Schmunzeln verkneifen. Zeigte ihnen hinter dem Rücken sogar kurz den Mittelfinger. Denn natürlich hoffte auch er, dass sie vielleicht so angetan von seiner Performance war… dass sie ein bisschen auf Tuchfühlung mit ihm gehen wollte? Allerdings sprach ihr Gesichtsausdruck nicht wirklich dafür. Naja, er würde sich überraschen lassen.
Weshalb er noch zu Luna meinte.
-Na gut meine kleine Astronautin, dann lass uns mal schnell wie eine Rakete zurück zu deiner Mami fliegen!-
Und schon ging es mit einem lauten Brummen und wildem Schleudern zurück in Ravens Arme.
Er ließ sie los und wandte sich dann Cara zu, um mit ihr in Richtung Strand zu gehen.
-Ist alles okay bei dir..?-
Fragte er natürlich besorgt. Denn so viel hatte er noch nicht getrunken, dass ihm nicht auffallen würde, wenn seine Schwägerin Kummer hatte….
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Von Auron wurde Joeys Rockereinlage auf jeden Fall bejubelt und Atticus grinste, wurde aber auch irgendwie ein wenig rot. Eigentlich wollte Joey ihn ja hochziehen und mit einbeziehen, aber da die Jungs gerade so innig kuschelten, verzichtete er darauf. Offenbar wäre es seinem Sohn ohnehin unangenehm. Aber Joey war nun mal so, wie er war, und er würde das nicht verbergen, nur weil Ed und Cara einen Stock im Arsch hatten! Immerhin schmunzelte Alphonse ein bisschen.
Der hatte sich ja auch fest vorgenommen, Joey eine weitere Chance zu geben und keine Szene zu machen. Zeit mit ihm und Atti zu verbringen. Nur hatte er echt nicht gedacht, dass auch seine Eltern dabei sein würden, sondern dass die Familien getrennt blieben und er gemeinsam mit Atti zwischen den Stühlen stehen würde. Und nun waren sie alle hier an diesem Feuer. Schon verrückt.
Feivel bemerkte den Blick seines Freundes und drehte den Kopf, um ihn zu erwidern. Sollte er noch was zu der Showeinlage sagen? »Offenbar hast du genau die richtigen Geschenke für ihn ausgesucht. Stell dir mal vor, wir hätten ihm eines der Bandmitglieder mitgebracht.«
Joey beugte sich stirnrunzelnd zu ihnen. »Wie? Die waren noch im Bus?«
AJ nickte. »Zumindest einer. Mit einem Groupie in der Toilette.«
»Ha!«, Joey grinste breit. »Was für ein Abgang. Könnt Schlimmeres geben.«
Alphonse verdrehte ein wenig die Augen, kuschelte sich aber noch ein bisschen stärker an seinen Partner, den er inzwischen ... schon ganz schön vermisste. Inzwischen wollte er ihn gar nicht mehr so von sich fernhalten wie in der Scheune. Und selbst da hatte er es nicht getan, weil er ihn nicht mehr liebte ... sondern eher das Gegenteil befürchtet. Eine Gefahr zu sein und dass Atti ihn nicht weiter lieben würde. Das alles schien so weit weg zu sein, aber sie durften es nicht vergessen. Es würde sie irgendwann wieder einholen. Und deswegen mussten sie immer noch darüber reden. Genau wie Feivel und Edward.
AJ kannte Luna natürlich schon, aber bisher hatte er es immer geschafft, ihr auszuweichen. Edward nahm sie weitaus öfter auf den Arm. Jetzt hatte sie ihre Gelegenheit offenbar kommen sehen, nun wo Feivel so wehrlos hier lag. Und er ergab sich dieser Situation, auch wenn er nicht ganz einordnen konnte, was sie in ihm auslöste.
Atticus war da ganz anders. Er legte ein paar Kartentricks hin und wirkte richtig begeistert von der kleinen Luna. Ob er ... wohl irgendwann mal Vater werden wollte? Alphonse hatte bisher noch nie so weit gedacht, sie waren schließlich auch erst siebzehn! Und anatomisch gesehen würden sie gemeinsam auch nie ein Kind zeugen können. Aber sie könnten eines adoptieren. AJ runzelte die Stirn ob dieser Gedanken, wusste auch diese nicht richtig einzuordnen. Es kam ihm einfach noch zu weit weg vor. Zunächst mussten sie andere Probleme bewältigen. Einen Krieg führen und diesen überleben. Erwachsener werden. Und er persönlich musste noch menschlicher werden. Wer wollte denn schon einen Roboter als Vater? xD
Joey hob die Augenbrauen. Sein Sohn wollte eine kleine Schwester haben?? Aber sicher nicht von ihm. Na ja, und von wem anderes wohl auch nicht, Sienna war schließlich tot. Er könnte ja schon noch Kinder zeugen. Nur mit wem? Nein nein. Das konnte sich Atti abschminken.
Alsbald wurden die beiden Teenies ›erlöst‹ und Ed holte Luna zu sich. Cara wandte sich nun vollständig ab. Für ein paar Sekunden schaffte sie es vielleicht, die beiden zu betrachten, aber dann wurde es wirklich zu schmerzhaft. Natürlich erinnerte sie sich auch an den ›Katzenjammer‹, konnte auf diese Anekdote gerade aber nicht eingehen. Sie musste sich entscheiden. Abhauen und eine Mauer hochziehen? Oder die Gelegenheit am Schopfe greifen und Edward alles erzählen? Auch wenn sie den Abend damit ruinieren würde. Ihre Beziehung würde es aber letztlich hoffentlich retten ... oder jede Hoffnung dafür begraben. Das konnte sie nicht so ganz einschätzen, was mit ein Grund für ihre Angst war.
Es wäre ihr auch lieber, wenn sie Ed nun zum Strand entführen würde, um ihn dort zu verführen. Seit ihrem Kuss im Krankenflügel war jedoch nichts mehr zwischen ihnen passiert. Nicht mehr als Kuscheln und einander festhalten zumindest.
»Es sollte alles okay sein, immerhin geht es Feivel wieder gut. Aber ... ich kann ein bestimmtes Gespräch mit dir einfach nicht weiter aufschieben. Es wird die Stimmung runterziehen, und das tut mir bereits leid ... aber ich hoffe, du gibst mir jetzt trotzdem diese Möglichkeit, bevor mich der Mut wieder verlässt.«
Zaghaft sah sie zu Edward und zog ihn weiter zum Strand. Hier setzten sie sich in den weichen Sand und blickten hinaus auf die dunklen Wellen und das Sternenzelt. Eine gewisse Romantik war nicht von der Hand zu weisen. Cara spürte hier nur noch deutlicher, dass sie die Gelegenheit nicht ziehenlassen durfte. Nicht erlauben durfte, dass sich der Graben zwischen ihr und Ed erneut auftat, nachdem sie sich endlich wieder angenähert hatten.
Das silbrige Mondlicht rahmte sie beide ein, daher konnte sie durchaus mehr als nur Eds Konturen erkennen. Sie konnte ihm auch in die Augen sehen, und das war wichtig. »Es tut mir leid, wenn ich manchmal so kalt und abweisend erscheine. Das hat einen Grund und den will ich dir schon mitteilen, seit ... ja, eigentlich schon, seit wir uns wiedergefunden haben. Aber mehr noch seit wir uns unsere Gefühle gestanden haben. Das Thema ist nur nicht sehr einfach für mich, es ist ... traurig und schmerzhaft. Wir hatten schon so viel anderen Mist, der passiert ist, Feivel ... um den wir uns kümmern mussten. Ich wollte die Stimmung nicht trüben und nicht von unserem Sohn ablenken. Aber ich kann es jetzt nicht länger ignorieren, ich muss es dir erzählen. Damit es wieder aufwärtsgehen kann, verstehst du? Damit ich damit abschließen und nach vorne sehen kann. Mit dir.« Sie nahm vorsichtig seine Hand. Nicht nur, um ihre Worte zu unterstreichen, sondern weil sie für die Geschichte auch seinen Beistand brauchte.
Bevor sie der Mut verließ, sprach sie weiter: »Vor Joey ... hatte ich mit einem anderen Mann eine ähnliche Übereinkunft. Bernard hieß er. Nur ging es da nicht um Informationen, sondern um Schutz. Ungefähr ein Jahr lief das so. Ich war am Ende. So lang hab ich euch gesucht und nicht gefunden, war einem Schicksalsschlag nach dem anderen ausgesetzt gewesen. Ich wusste nicht mehr weiter, ich war allein und schwach. Ein leichtes Opfer, um ausgenutzt zu werden, und ich hab das zugelassen.« Sie sah nun doch zu Boden, obwohl sie eigentlich tapfer hatte sein wollen, und Eds Blick dabei nicht ausweichen wollte.
»Obwohl in dieser ›Beziehung‹ ... keinerlei schönes Gefühl herrschte, ist daraus etwas entstanden. Ich wurde schwanger. Und musste daher mehrere Entscheidungen fällen. Zuerst, ob ich das Kind behalten will. Behalten sollte. Plötzlich keine Mutter mehr sein zu können, als ich euch verloren hab ... das hat ein Loch in mein Herz gebrannt, das nichts mehr füllen konnte, und ein Teil von mir hoffte wohl ... es könnte wieder repariert werden. Aber ich fragte mich auch, was ich dem Baby bieten könnte. Ich war nur noch ein Schatten und kaum in der Lage, für mich selbst zu sorgen. Trotzdem habe ich da plötzlich wieder eine gewisse Entschlossenheit gespürt. Für andere kann ich viel besser stark sein als für mich. Also traf ich gleich zwei Entscheidungen. Ich wollte dem kleinen Leben in mir die besten Chancen geben. Und so habe ich den Kerl in einer Nacht- und Nebelaktion verlassen und mich wieder allein durchgeschlagen. Hab versucht, wieder stärker zu werden und einen Platz für mich und das Kind zu finden. Denn bei Bernard konnte ich mir nicht sicher sein, dass er uns gut behandeln würde oder dass er die Schwangerschaft ... überhaupt weiter zulassen würde.«
Nun füllten Tränen ihre Augen, die sie auch nicht wegwischte. Es gelang ihr dennoch, mit halbwegs ruhiger Stimme fortzufahren. »Eines Morgens bin ich aufgewacht und ... alles war voller Blut. Ich hatte schlimme Schmerzen und wusste gar nicht, wie mir geschieht. Als ich an mir runtersah ... erkannte ich schnell, dass ich mein Baby verloren hatte. Durch den Blutverlust wurde mir immer wieder schwarz vor Augen, ich konnte mich nicht rühren und war wohl stunden- oder gar tagelang bewusstlos. Hätte man mich nicht gefunden, wäre ich gestorben. Man päppelte mich auf und als ich ... so halbwegs wieder bei Kräften war und die Trauer mich nicht mehr lähmte, musste ich mich erneut entscheiden, wie es weitergehen sollte. Ich machte mich wieder auf die Suche nach euch, musste aber erkennen, dass ich noch nicht so weit war. Die Sache mit Joey hat mir das nur zu deutlich gezeigt. Die Zeit, die ich erwähnt hatte, in der ich krank war ... damit meinte ich das. Meine Fehlgeburt und die zwei Jahre danach, bis jetzt ... es kommt mir vor, als würde ich mich davon nie erholen können. Und nun habe ich Angst, dass es zwischen dir und mir steht. Dass du mich vielleicht verurteilst, weil ich ein Kind, von einem anderen Mann ...« Sie schüttelte den Kopf und fuhr anders fort: »Ich hab auch Angst, dass ich nie mehr richtig froh werden kann oder mich Feivel nicht richtig öffnen kann, weil mein Mutterherz so kaputt ist.« Und da war noch mehr, aber sie machte jetzt erst mal einen Punkt. Die Geschichte hatte sie in einem Stück erzählen müssen, damit nicht die Gefahr bestand, mittendrin abzubrechen. Aber jetzt durfte Ed erst mal reagieren und sie würden sehen, wie sich das Gespräch weiterentwickeln würde.
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Atticus war ein Teenie. Da waren einem die Eltern wohl automatisch ein bisschen peinlich, wenn sie solche Shows abzogen. Erst recht, wenn man zwischen den Stühlen stand bezüglich seiner Wahlfamilie und seiner leiblichen Familie. Wären sie unter sich, wäre Atticus vielleicht eher darauf eingestiegen. Aber so beließ er es nur mit einem belustigten, etwas peinlich berührtem Schmunzeln.
Es freute ihn, dass auch AJ das Gefühl hatte, er hätte die richtigen Geschenke besorgt. Das machte ihn stolz und irgendwie auch glücklich. Denn er hatte seinem Dad noch nie irgendetwas schenken können.
„Das wäre ein Abgang genau nach deinem Stil, hm?“
Sagte er grinsend an seinen Dad gewandt. Beim Sex mit einem Mädchen zu sterben wäre wohl dessen absolutes Wunschende. Auch wenn er hoffte, dass er sich damit noch ein bisschen Zeit ließ.
Atticus drückte AJ noch etwas dichter an sich, dieser war plötzlich so kuschelbedürftig. Was er wirklich schön fand.. nach den beschissenen Ereignissen der letzten Woche. Natürlich konnte und würde er nicht vergessen was geschehen war. Aber gerade.. wollte er es gern ein bisschen verdrängen. Ob er seinem Dad davon erzählen sollte? Nein.. besser nicht, sonst würde der noch einen Aufstand machen oder ihn nicht länger bei den Drummers bleiben lassen. Das konnte er nicht riskieren. Vielleicht würde er es ihm im kommenden Frühling erzählen.. wenn sie ihren Weg zurück zu den Wicked antraten.
Über eigene Kinder dachte Atticus definitiv noch nicht nach. Dafür gab es einfach zu viel Scheiße in seinem Leben. Aber er mochte Kinder und verbrachte gerne Zeit damit. Weshalb er es sich irgendwann vielleicht schon vorstellen konnte. Aber dazu musste er erst mal einen Weg finden die Wicked zu stürzen und das Ganze auch zu überleben. Vorher waren solche Gedanken müßig..
Da genoss Atticus nun lieber den Abend. Trank noch ein wenig mehr Met.. das war er nicht gewöhnt, weshalb er es ziemlich schnell spürte. Zumal er in den letzten Tagen auch kaum was gegessen hatte. Also stieg ihm der Alkohol recht schnell ins Blut und es dauerte gar nicht mehr so lange…. bis er AJ einen überschwänglichen Kuss gab und dann aufstand, um gemeinsam mit Auron irgendein Wikinger-Sauflied zu schmettern, dessen Text er sicher absolut falsch sang. Joey lud er dazu natürlich auch ein, genau wie AJ. Nun wo Cara und Ed fort waren…. fiel es ihm irgendwie etwas leichter aus sich heraus zu kommen. Alphonse wusste ja bereits das Atticus manchmal ein bisschen draufgängerisch drauf sein konnte oder gerne auch mal weniger tiefgründigen Spaß hatte.
Während der Großteil ihrer Freunde und Familie sich also amüsierte, ging es für Cara und Ed in eine ganz andere Richtung. Dieser wusste noch absolut nicht was ihn nun erwartete und Caras Verhalten machte ihm irgendwie Angst. Aber natürlich wollte er wissen was Sache war. Egal wie sehr es ihn auch erschüttern würde. Er wollte alles über Cara wissen.. und was ihr widerfahren war. Denn nur so… konnten sie einander doch wieder näher kommen.
„Natürlich.. du kannst mit mir über alles reden Cara“
Stellte er deshalb klar, als er ihre Unsicherheit ortete. Machte sich allerdings wirklich Sorgen um sie.
Er setzte sich neben sie und.. wartete einfach ab, bis sie sich ihm anvertraute. Allerdings begann sie mit der Erklärung darüber, wieso sie bisher nichts gesagt hatte. Weshalb Ed sich zu ihr drehte und ihr Gesicht in seine Hände nahm.
„Lass dir eines gesagt sein Cara. Ganz egal wie viel Mist uns das Leben ständig vor die Füße wirft… es ist trotzdem IMMER Platz für deine Gefühle und Bedürfnisse okay?? Du musst.. nie etwas zurück halten das dich beschäftigt, egal wie viel Raum Alphonse und ich manchmal auch einnehmen..“
Er wollte nicht, dass sie zu kurz kam. Sich ständig nur zurück hielt und Rücksicht nahm, weil die zwei Drummer Männer häufig so viel Platz für sich beanspruchten. Es war ihm immens wichtig ihr das zu sagen. Denn sie hatte genau so viel Raum verdient wie auch die anderen Familienmitglieder.
„Tut mir Leid falls ich dir das Gefühl gegeben habe, als wäre ich nicht für dich da…“
Weil er so beschäftigt mit seinen eigenen Problemen gewesen war. Gut.. in den letzten Tagen war das vielleicht so gewesen. Aber davor definitiv nicht. Er würde sich immer Zeit für Cara nehmen. Ganz egal wann und zu welcher Tageszeit. Sie war die Liebe seines Lebens. Weshalb er für sie jederzeit alles stehen und liegen lassen würde.
Nun aber war es an der Zeit zu schweigen und einfach nur zuzuhören. Er ließ von ihrem Gesicht ab und nahm stattdessen ihre Hand, während er den Blick in den Ozean richtete.
Allerdings merkte er… dass er bereits nach den ersten Sätzen Schwierigkeiten damit hatte ruhig zu bleiben. Denn sie hatte noch mal mit jemandem geschlafen, um dadurch Vorteile zu erhalten??? Joey war nicht der einzige gewesen? Würde er nun nicht Caras Hand halten, würde er seine Hände wohl zu Fäusten ballen! Stattdessen vergrub er die andere im Sand und… krallte sich dort fest, weil er Cara nicht zeigen wollte, wie wütend ihn das schon wieder machte. Er durfte nun nicht ausrasten. Er durfte einfach nicht. Sonst würde sie sich ihm nicht anvertrauen. Weil sie das Gefühl bekäme, er komme damit nicht klar. Oder sie könne nicht mit ihm über alles reden. Weshalb er die Lippen aufeinander presste und sich dazu zwang…… zu schweigen. Ganz egal wie groß der Sturm war, der innerlich in ihm tobte.
Natürlich meldete sich auch sofort wieder sein schlechtes Gewissen! Denn erneut war Cara dazu gezwungen gewesen etwas zu tun, das vollkommen unter ihrer Würde war, nur um zu überleben. Weil Ed und AJ sie nicht gefunden hatten….. weil er darin versagt hatte sie zu beschützen. Seine Zähne knirschten ein bisschen, weil er sie so fest aufeinander presste und inzwischen ganz starr auf das Wasser stierte.
Er dachte ja das wäre schon das Schlimmste an der Sache. Aber dann sagte sie auch noch, der Mistkerl hätte sie geschwängert???? Okay, nun presste er ihre Hand unbewusst doch ein bisschen fester. Ahnte jedoch schon worauf das hinaus lief……… denn da war kein Baby an Caras Seite. Also entweder hatte der Wichser es ihr weg genommen oder………
Edward schloss die Augen. Er musste kurz durchatmen.. um sich wieder zu beruhigen. Sein Zorn wäre nun nämlich alles andere als hilfreich.
Und da kam die Hiobsbotschaft auch schon. Sie hatte das Kind verloren.. und danach war es ihr richtig mies gegangen. Verständlicherweise. Das war also die Zeit gewesen, in der Joey sie missbraucht hatte?????? Fuck, er war kurz davor nun aufzuspringen und nach oben zu laufen, um seine hässliche Visage mit dem Gesicht voran ins Feuer zu drücken!!! aber das durfte er nicht. Er durfte einfach nicht!!
Dennoch wühlte ihn das Gehörte so auf.. dass er einfach aufstehen musste und ein paar Schritte laufen musste. Sich fassungslos übers Gesicht fuhr und vor sich hin fluchte. Jedoch nur ganz kurz. danach kam er zurück zu Cara und kniete sich zu ihr. Nahm ihre beiden Hände und sah ihr in die Augen. Auch die seinen waren getrübt von Tränen. Der Wut.. der Traurigkeit.. der Enttäuschung.. er wusste es nicht. So viele Gefühle tobten gerade in seinem Inneren.
„Ich.. weiß gerade wirklich nicht, was ich dazu sagen soll Cara. Ich meine.. ich habe keine Vorstellung davon… wie schrecklich dieses Erlebnis für dich gewesen sein muss. Ich erinnere mich an Zeiten… in denen ich dachte ich hätte Feivel für immer verloren. Davon gab es mehr als mir lieb ist. Und jedes Mal… hat es mir das Herz aus der Brust gerissen und ich wäre fast an diesem Gefühl erstickt. Doch ich habe ihn wieder gefunden. Du hingegen… musstest mit diesem Verlust klar kommen. Ganz allein. Das ist…“
Er wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Denn diese Vorstellung machte ihn so unsagbar traurig und auch wütend.
„Ich wünschte ich hätte an deiner Seite sein können.. ich wünschte du hättest all das nicht durchleben müssen. Ich wünschte…. Alphonse und ich hätten damals dafür gesorgt, dass du dich besser zur Wehr setzen kannst. Statt immer nur die Helden zu spielen und dich zu retten. Wir hätten dich auf diese beschissene Welt vorbereiten müssen…. dann wäre dir all das vielleicht nicht geschehen. Dann hättest du dich nicht mit diesem… Bastard abgeben müssen! Ich will ehrlich zu dir sein. Ich versuche gerade ruhig zu bleiben aber in Wahrheit würde ich am liebsten sofort loslaufen, ihn suchen und ihm die verdammte Kehle aufschlitzen, genau wie Joey!“
Er sah kurz hoch in den Himmel und atmete tief durch. Sein Herz pochte wie verrückt und erneut hatte er das Gefühl, als würde es gleich aus seiner Brust hüpfen. Diesmal jedoch nicht auf positive Art und Weise.
„Aber was auch immer geschehen ist. Du sollst wissen.. du bist nun nicht mehr alleine. Du musst so etwas nie wieder durchmachen, hörst du? Ich sorge dafür, dass du das nicht musst! Ich werde dich nicht nur beschützen sondern auch ausbilden. Genau wie ich es bei AJ getan habe. Und dann suchen wir diesen Wichser… und schneiden ihm den verdammten Schwanz ab! Also… ich meine.. wenn es das ist was du willst. Scheiße ich habe keine Ahnung was du eigentlich willst Cara? Was kann ich tun.. um dir beizustehen?“
Er fuhr sich etwas überfordert durchs Haar, weil er wirklich nicht wusste, wie er nun am besten mit dieser Situation umgehen sollte.
„Aber wenn ich eines weiß dann.. dass nichts und niemand dein Mutterherz kaputt schlagen kann. Es liegt gerade vielleicht in Trümmern aber… Alphonse, du und ich… wir werden es gemeinsam wieder zusammen setzten, okay? Stück für Stück…. Teil für Teil…. ich weiß, dass du dich davon erholen kannst und wirst. Weil du die verdammt stärkste Frau bist, die mir jemals begegnet ist….“
@Cara Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
»Klar wäre das ein Abgang nach meinem Stil! Der Inbegriff des glücklichen Sterbens!« Joey grinste. »Aber nur wenn der Sex gut ist.« War vielleicht ein bisschen daneben, mit den zwei Teenies über den Tod zu philosophieren, nachdem die beiden diesem gerade von der Schippe gesprungen waren. Joey war jedoch nicht gerade für sein Einfühlungsvermögen bekannt.
Alphonse wusste nicht, ob er noch so lang verdrängen konnte, was passiert war. Er kam sich vor, als hätten sie ganz viel wertvolle Zeit verloren und als wäre immer noch etwas kaputt. Was ja auch so war. Nun, wo es ihm besser ging und er wieder mehr Hirnkapazitäten zum Nachdenken übrig hatte ... war das Gedankenchaos zurück. Es war ein bisschen so, als wäre gerade alles auf Standby. Ihm standen noch schwierige Gespräche mit Atticus, Ed und Cara bevor und erst dann wusste er, was die Zukunft bringen würde. Da konnte er solche Momente wie diese hier nicht so gut genießen, weil er ein bisschen befürchtete, die gute Zeit würde keinen Bestand haben. Deswegen bemühte er sich, die Atmosphäre aufzusaugen so gut es ging. Daher war er auch kuschelbedürftiger, zeigte sich Joey gegenüber sehr offen und gab seinen Eltern artige, aber distanzierte Antworten.
Nachdem sich Ed und Cara zum Strand aufgemacht hatten, wurde es deutlich ausgelassener am Feuer. Atticus stimmte tatsächlich in die Sauflieder mit ein und Joey fackelte da auch nicht mehr lang. Nasir rutschte von Agron fort, um ihm auch die Gelegenheit zu geben. Er und Alphonse blieben hingegen sitzen, schauten nur zu und erfreuten sich an dem Spaß der anderen.
Am Ufer des Meeres ging es derweil nicht so spaßig zu. Cara wusste nicht so genau, wo sie mit ihrer Erzählung starten sollte, also erklärte sie zunächst, warum sie bisher geschwiegen hatte. Edward reagierte sehr verständnisvoll und stellte klar, dass sie sich so zurückhalten sollte. Daraufhin nahm seine Hände und lächelte. »Ich weiß, dass du immer für mich da bist. Aber ich musste trotzdem eine Weile ganz schön viel Mut ansammeln, damit ich es schaffe, mich dir anzuvertrauen.«
Und nun war es ja so weit. Sie erzählte ihre Geschichte und war sehr dankbar dafür, dass Edward sie nicht unterbrach. Seine Körpersprache bekam sie dennoch mit und sie verstand seine Reaktion. Mit Wut hatte sie gerechnet, eigentlich auch damit, dass er ausrasten würde. Aber er hielt sich sichtbar zurück. Für sie. Damit sie in Ruhe zu Ende reden konnte.
Als sie bei ihrer Schwangerschaft ankam, quetschte Ed ihre Hand fester und das tat irgendwie gut. Sie war jetzt nicht mehr allein, es gab jemanden, der mit ihr fühlte. Und der kurze Schmerz in ihren Fingern brachte den Tränenschwall zumindest so weit zum Stoppen, dass Caras Stimme nicht versagte.
Ja, es war vielleicht nicht schlau, das alles zu offenbaren, wenn Joey in der Nähe war. Aber er war tatsächlich das kleinere Übel. Das Gesicht, das Cara öfter in ihren Alpträumen über sich sah, war das von Bernard.
Sie ließ Edward ziehen, als er sich löste, blieb jedoch sitzen. Zog die Beine an und starrte hinaus auf die Wellen. Diese Unterbrechung gab auch ihr Zeit, sich von den Bildern in ihrem Kopf zu distanzieren und etwas Kontrolle über ihre Gefühle zurückzuerlangen.
Bis Edward wieder zu ihr kam und sich zu ihr kniete. Er blickte sie mit all den Emotionen an, die auch Cara in sich spürte. Seine Hände an ihren fingen sie auf, ebenso seine Worte. Sie beugte sich vor und strich ihm sanft über die Wange. »Damals mochte ich es, dass ihr die Helden seid und mich rettet. Ich mag das Gefühl auch jetzt noch, von dir beschützt zu werden. Trotzdem muss ich aus dieser Opferrolle ausbrechen. Ich muss das für mich tun und für euch. Niemand hat mit der Apokalypse gerechnet, wie hätten wir uns also vorbereiten sollen? Und danach ... hab ich wirklich versucht, für mich selbst zu sorgen, es aber einfach nicht geschafft. Ich werd aber nicht aufhören, zu versuchen, mich zu bessern. Jetzt, wo wir uns wieder haben, weiß ich auch, dass ich das schaffen kann.«
Ihr war klar, Edward hatte sie nie böswillig kleingehalten und auch Alphonse hatte das nicht getan. Hätte sie damals schon den Wunsch geäußert, den Kampf mit Katanas oder Ähnliches lernen zu wollen, hätten sie es ihr gewiss beigebracht. Sie hatten sie immer unterstützt.
Edward sagte ihr ja auch sofort, dass er sie ausbilden wollte. Und noch einige andere Dinge, die er sich wünschte ... bevor er Cara fragte, was sie von der Zukunft wollte. Was er tun könnte, um ihr beizustehen. »Wir haben schon so viele Rechnungen offen«, meinte sie leise. War das wirklich alles, aus dem das Leben bestand? Rache, Mord und Totschlag? Andererseits hatte sie tatsächlich Angst, dass Bernard sie suchen und finden würde. Er hatte sie als seinen Besitz gesehen.
»Mir war es jetzt erst mal wichtig, dass du das alles erfährst. Von dir ausgebildet zu werden, würde mir bestimmt helfen. Aber es geht nicht nur um Kampfskills, ich ... brauche auch mein Feuer zurück. Für dich und Alphonse würde ich alles tun. Und habe auch schon alles gegeben, was ich hatte, selbst als ich mich innerlich bereits tot gefühlt habe. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass es zu viele Gräben gibt und ich nicht weiß, was richtig ist. Wo mein Platz ist. Was ich tun soll.« Das klang total wirr, aber so fühlte sich Cara ja auch. Denn ja, gerade lag alles in Trümmern, der Umbruch war greifbar, und sie hatte trotz aller Annäherungen immer noch Angst, dass ihre Familie einen nachhaltigen Schaden erlitten hatte und sie mit ihren Bemühungen fehlschlug, sie zusammenzuhalten.
»Wir müssen heilen. Wir alle. Zusammen. Das steht erst mal im Vordergrund. Damit wir wieder zu alter Stärke zurückfinden. Okay?« Sie wollte gerade erst mal nichts mehr von Rachefeldzügen und Kriegen hören. Mindestens bis zum Frühling, solang Atticus noch bei ihnen war. Es würde doch wohl möglich sein, mal eine Pause von all dem Drama zu bekommen, oder? xD
Trotz der hoffnungsvollen Worte, wandte Cara den Blick jedoch wieder ab. »Ich hab dir das aber auch erzählt, weil wir uns unsere Gefühle gestanden haben und ich dich danach ziemlich in der Luft habe hängen lassen. Das wollte ich nicht, aber ich habe Panik bekommen. Genau wie eben, als Raven mit Luna gekommen ist. Nicht nur, weil mich die Kleine an meinen Verlust erinnert hat, sondern weil ich gesehen hab, wie liebevoll du mit ihr umgegangen bist. Wenn ... du ... wenn wir den Schritt wagen wollen und ein Paar werden, dann ... muss ich dir noch etwas sagen. Ich kann keine Kinder mehr bekommen. Seit meiner Fehlgeburt ist meine Periode ausgeblieben und der Doc im Cottage sagte, dass das manchmal vorkommt. Dass das Trauma zu groß ist, besonders, wenn man nicht behandelt wird. Und selbst wenn ich entgegen aller Wahrscheinlichkeit doch noch mal schwanger werden sollte, ist die Chance sehr hoch, dass ich das Kind wieder verliere.«
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Naja, Atticus hatte doch davon angefangen, also war es schon okay. Er könnte sich definitiv auch einen besseren Tod vorstellen als zu verbrennen. Hatte er diese Erfahrung auch auf seiner Agenda abgehakt. Hätte aber gerne darauf verzichtet.
Das Alphonse so ungewöhnlich still war fiel ihm natürlich auf. Er wüsste gerne was ihm durch den Kopf ging. Andererseits.. wollte Atticus einen Abend lang mal einfach nur eine gewisse Unbeschwertheit genießen. Ohne komplizierte oder zu emotionale Gespräche. In der Hinsicht war er seinem Dad eben doch ziemlich ähnlich.
Die Zeit bei den Drummers war schön. Aber trotzdem von einer gewissen Tragik geprägt. Da tat es ihm wirklich gut… für einen Abend einfach nur abzuschalten, sich zu betrinken und hier am Lagerfeuer rum zu grölen. Wenn Alphonse ihn später aus seinem Zimmer werfen würde, weil er zu betrunken war ,würde sein Dad ihm hoffentlich Asyl gewähren. Bzw. vielleicht mussten sie einander ohnehin gegenseitig nach Hause schleppen weil sie nicht mehr gehen konnten.
Während AJs Gedankenchaos also zurückkehrte, versuchte Atticus es für diesen Moment einfach nur zu betäuben und ihm Hier und Jetzt zu sein. Immerhin würde er sich bald wieder von seinem Dad verabschieden. Da wollte er auch etwas Zeit mit ihm verbringen. Dafür hatte Alphonse hoffentlich Verständnis.
Als Auron den Arm um ihn gelegt hatte, tatschte Atticus sogar mal ganz kurz seine Brustmuskeln an und meinte bewundernd
„Wie viel trainierst du um so auszusehen.. bei mir klappt das nicht so recht“
Er trainierte ja auch abartig viel. Aber mit dem Masseaufbau klappte es irgendwie nicht so gut. Jede Faser seines Körpers war durchtrainiert. Dennoch bildeten sich eben nicht sooo ausgeprägte Muskeln. Also was war sein Geheimnis?? Atticus wollte es wissen!
Edward hätte die Stimmung am Lagerfeuer gerade wohl auch nicht gut ertragen. Deshalb war er froh sich etwas mit Cara zurück ziehen zu können. Selbst wenn das Thema sehr… schwer war.
„Du erzählst es mir jetzt. Und das ist mutig genug“
Bestärkte er sie sofort wieder, damit sie sich nicht schlecht fühlte, weil sie so lange gebraucht hatte. Für manche Dinge musste man eben etwas mehr Mut aufbringen… aber sie hatte es nun geschafft und das war alles das zählte.
Und Edward… der hatte zwar kein Baby ausgetragen und dann verloren. Aber… er fühlte den Schmerz wirklich so real als hätte er es ebenfalls erlebt. Das wollte er Cara jetzt aber nicht sagen, denn das maßte er sich bestimmt nicht an. Denn in Wahrheit konnte er nichts davon nachempfinden. Aber Fakt war… es tat weh. Sehr sogar. Und er wünschte sich, er könnte Cara auch nur einen Teil ihrer Last abnehmen..
„Wir haben auch damals bereits in einer Welt voller Monster gelebt.. Alphonse und ich hätten es besser wissen müssen. Nicht so arrogant sein zu denken…. dass wir immer da sein würden wenn du uns brauchst“
Denn das war eine Utopie gewesen. Niemand konnte immer überall sofort zur Stelle sein. Also hatten sie durchaus etwas verabsäumt. Sie alle drei. Denn Cara hatte auch nichts gesagt.
„Wir haben damit vielleicht einen Fehler gemacht. Aber.. ich werde alles in meiner Macht stehende dafür tun, dass sich das nicht wiederholt. Ich weiß wie stark du sein kannst Cara.. und ich zweifle nicht eine Sekunde daran, dass es dir gelingen wird diese Rolle abzulegen. Immerhin habe ich gesehen wie du mit dem Bogen umgehst.. du hast Talent. Und ich werde dir alles beibringen was ich weiß. So lange du mir versprichst…. dadurch nicht genauso mörderisch zu werden wie unser Sohn“
Sagte er mit einem schwachen, schiefen Lächeln, um sie vielleicht etwas aufzumuntern? Und die Stimmung wieder etwas aufzulockern. Dabei bemerkte er erst zu spät, dass er AJ das erste Mal als ‚ihren‘ gemeinsamen Sohn bezeichnet hatte. Was eigentlich falsch war. Und sich doch irgendwie richtig anfühlte…
Aber sie in Sachen Kampfkunst auszubilden war längst nicht alles. Es war nur ein kleiner Schritt.. in die richtige Richtung. Edward wusste eigentlich was er nach all diesen Erkenntnissen tun wollte. Aber das spielte nun keine Rolle. Er musste Cara fragen was SIE wollte. Und sie nicht sofort wieder mit seinen Bedürfnissen überfahren.
Hm… sie hatten schon zu viele Rechnungen offen? Da hatte sie recht. Und Ed fühlte sich automatisch wie ein Versager, weil er keine einzige davon beglichen hatte. Weswegen er sogar leise murrig meinte
„naja mindestens eine davon könnte ich jetzt sofort begleichen…“
Dabei blickte er noch mal hoch zum Lagerfeuer. Denn nach wie vor hatte er nicht übel Lust Joey zumindest eine rein zu hauen, wenn er ihn schon nicht töten durfte!!
„Ich möchte nicht, dass du das alles nur für Alphonse und mich tust. Du hast vorhin gesagt.. es fällt dir viel leichter für andere zu kämpfen als für dich selbst. Vielleicht sollten wir daran ansetzen? Denn du kannst nur für uns da sein.. wenn du selbst mit dir im Reinen bist..“
Er hatte keine Ahnung wie sie das anstellen sollte. Aber ja, Cara musste ihr Feuer und ihren Kampfgeist zurück bekommen. Jedoch nicht nur um seinetwegen oder Alphonse-wegen, sondern vor allem um ihretwillen.
„Ganz ehrlich? So fühle ich mich seit Wochen. Ich habe das Gefühl Alphonse entgleitet mir, ich habe das Gefühl nicht an dich heran zu kommen.. es scheint als… wüssten wir alle gerade nicht genau wo unser Platz ist. Aber… wir können es gemeinsam herausfinden, oder?“
Sagte er etwas zurückhaltend hoffnungsvoll.
Er nickte als sie meinte, sie müssten heilen. Das mussten sie wirklich.. und zwar ganz dringend.
„Ich weiß du hattest den Wunsch… irgendwo sesshaft zu werden. Jetzt verstehe ich auch besser wieso. Ich weiß nicht, ob ich uns im Moment irgendwo eine eigene Hütte bauen sollte. Aber was hältst du davon…. wenn wir fürs erste hier bleiben? Bis es uns allen etwas besser geht? Diese Kolonie ist der einzige Ort, wo Alphonse und ich nicht sofort total unrund werden, wenn wir mehr als ein paar Tage hier sind. Also sofern du dich hier auch halbwegs wohl fühlst…“
Könnte das hier der Ort sein wo sie heilen und wieder zueinander finden konnten? Denn hier wären sie wenigstens verschont vor weiteren Dramen. Also größtenteils.
Aber da gab es noch etwas, das Cara los werden wollte. Das Ed… natürlich schon wieder betroffen machte. Doch es änderte nichts an seinen Gefühlen für Cara.
„Das ist der Grund weshalb.. du mich auf Abstand gehalten hast?“
Oh am liebsten würde Ed Cara nun schütteln! Denn sie hatte ja keine Ahnung was er sich alles ausgemalt hatte!! Das hier hatte definitiv nicht zu den vielen Gründen gehört, die er gedanklich durchgespielt hatte.
„Es tut mir wirklich Leid, dass du keine Kinder mehr bekommen kannst Cara.. wenn dein Wunsch dafür eigentlich noch besteht. Aber was mich betrifft… ganz ehrlich? Ich habe bereits ein Kind in dieser scheiß Welt groß gezogen.. und ich bin heilfroh, dass es überlebt hat. Ich würde das keinem weiteren Kind zumuten wollen.. und auch mir selbst nicht. Du weißt ich liebe Alphonse. Aber… er reicht mir definitiv für fünf weitere Leben. Deshalb musst du dir also wirklich keine Sorgen machen..“
Edward hatte eher das Gefühl, dass Cara vielleicht noch nicht mit dem Wunsch abgeschlossen hatte? Immerhin hatte sie Alphonse Aufwachsen verpasst… und jetzt war es zu spät. Womöglich wollte sie das nachholen, weshalb Ed sogar meinte
„Du weißt ich wollte nie Kinder. Aber wenn das wirklich dein Wunsch ist, dann…. naja.. ich wäre bereit noch eines mit dir groß zu ziehen. Denn wer es geboren hat… spielt am Ende wirklich keine Rolle“
Wie man an AJ und ihm eindeutig sah. Es gab so viele arme Seelen in dieser Welt, deren Eltern tot waren oder die verlassen wurden. Ein Waisenkind aufzunehmen stand eigentlich absolut nicht auf Edwards Agenda. Aber er liebte Cara. Und mit ihr an seiner Seite…. könnte er sich eigentlich so ziemlich alles vorstellen…
@Cara Drummer



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