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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Ja, das mochte wohl so sein. Eigentlich scheute sich Feivel ja nie, seine Gedanken haargenau zu erklären. Egal, ob sie jemand verstand oder nicht. Aber in den jüngsten Geschehnissen kapierte er sich ja selber nicht. Da hatte er erst mal gar nicht drüber reden wollen, bevor er nicht mehr über sich und seine Möglichkeiten herausgefunden hatte. Dabei hätte er genau dieses Gespräch schon in der Scheune mit Atticus führen können. Dann wäre alles ganz anders gekommen. Andererseits wäre Joey dann nicht hier und Cara und Ed wären womöglich auch immer noch nicht zusammen. In schlimmen Geschehnissen gab es oft auch etwas Positives, selbst wenn man eine Weile danach suchen musste.
Immer noch traurig und zweifelnd hörte AJ seinem Partner zu. Seine Worte berührten und erreichten ihn schon, nur konnte er es gerade noch nicht so gut zeigen. »Fehler ... müssen sein. Damit wir aus ihnen lernen. Aber warum mach ich gleich immer so große und verhängnisvolle?« In der Hinsicht hatte Ed nämlich schon recht. Eigentlich trug AJ seinen Kopf nicht so in den Wolken, sein Dad hatte ihn anders erzogen. Angefangen hatte es damit, dass er sich von den Wicked hatte erwischen lassen ... und nun hatte es auch noch einen kaltblütigen Mord und ein Feuer dank ihm gegeben. Lag das noch an den Irrungen und Wirrungen der Pubertät? Oder verlor Alphonse wirklich seine Integrität? Womöglich als Preis für alles, was er durch die Beziehung mit Atti dazu lernte? Vollkommene Logik und Beherrschung funktionierte nicht mehr, wenn man sich mit Gefühlen einließ. Feivel wollte sein jetziges Leben und vor allem Atticus aber auch nicht tauschen. Er musste irgendwie schaffen, alles unter einen Hut zu bekommen. Deswegen wollte er sich ja verändern. Mit seiner emotionalen Seite hatte er immer noch nicht viel Erfahrung. Also klar, dass er mehr über Menschlichkeit und Empathie lernen wollte. Das würde er nur durch Lebenserfahrung schaffen und indem er sein Umfeld beobachtete.
Er war mehr als nur eine Tat. Ja. Aber wer war er denn nun? Ein Drummer ... das würde er sonst wie aus der Pistole geschossen sagen. Doch was gehörte dazu, ein Drummer zu sein? Alphonse war sich immer sicher gewesen, den Familiensinn richtig verstanden zu haben ... musste aber erkennen, damit falschgelegen zu haben.
Atticus teilte eine weitere Weisheit mit ihm. Er sagte, er müsse nicht seinen gesamten Charakter ausmerzen und dass es Eigenschaften gab, die er an ihm mochte ... die der Grund dafür gewesen waren, dass er sich überhaupt in ihn verliebt hatte. Und er führte ihm vor Augen, dass Feivel durchaus schon ein Stück des Weges in Richtung Menschlichkeit hinter sich gebracht hatte. AJ musste sogar schmunzeln. »Ich muss immer noch würgen, wenn ich an Körperkontakt mit anderen denke. Aber du ... du hast es geschafft, dass ich Grenzen ausweite, von denen ich gedacht hab, sie würden für die Ewigkeit Bestand haben.« Und das wiederum liebte er sehr. Wie so vieles, das mit Atticus zu tun hatte.
»Okay ... ich muss mich also nicht vollständig verändern, aber ... ich möchte trotzdem ein paar Sachen hinterfragen, die ich bisher als gegeben gesehen habe. Wo es an meiner Meinung nichts zu rütteln gab. Also ... wenn ich dich in Zukunft hin und wieder komische Dinge frage, wäre ich dir sehr verbunden, wenn du mir deine ehrliche Meinung sagst. Oder wenn du mir deutlich machst, wenn du merkst, dass ich auf etwas beharre, nur um im Recht zu bleiben ... Nur so ... kann ich wirklich dazu lernen und mich öffnen.« Indem er andere Sichtweisen mit einbezog und nicht mehr nur seine als die einzige Wahrheit betrachtete. Und das hatte er zugegebenermaßen schon ziemlich oft getan.
Sie umarmten sich und AJ war überglücklich, dass seine riesige Sorge, Atticus würde vorzeitig aufbrechen und mit Joey gehen, unbegründet war. Es war, als wäre eine immense Last von seinem Herzen gefallen. Nur leider nicht die komplette. Der Rest würde hoffentlich nach einem Gespräch mit Ed weichen.
Doch fürs Erste wollte Alphonse noch diesen Morgen mit Atticus genießen, wo sie nun endlich Klarschiff gemacht hatten. Weswegen er sich ein bisschen aus der Umarmung löste und Atti einen Kuss auf die Lippen drückte. »Meine Beschlüsse führen mich übrigens unter anderem zu einem Experiment, das ich gern an und mit dir durchführen würde.« Er grinste spitzbübisch. »Ich habs gestern schon angedeutet. Und keine Sorge ... ich möchte nicht die Rollen vertauschen. Aber ein bisschen Kontrolle abgeben müsstest du schon.«
Eigentlich war es Wahnsinn, das genau jetzt vorzuschlagen. Es war zwar früh am Morgen und am Bootssteg noch nichts los. Aber das könnte sich ja jederzeit ändern. Sie wären hier nicht geschützt, auch nicht mehr durch die nächtliche Dunkelheit. Aber auch darin lag doch ein gewisser Reiz, oder nicht? Auch wenn sie vor ein paar Stunden erst miteinander geschlafen hatten, so begehrte Alphonse seinen Partner gerade mehr denn je. Weil er das Gefühl hatte, sie wären noch ein Stückchen enger zusammengerückt.
@Atticus Keene



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
„Vielleicht lernt man durch große Fehler… ja doppelt so viel?“
Sagte er mit einem schiefen Lächeln, um Feivel ein bisschen aufzumuntern. Aber das klappte wohl nicht wirklich. Weshalb er noch hinzu fügte.
„Du kannst nun nicht mehr rückgängig machen was passiert ist AJ. Also versuch den Blick nach vorne zu richten okay? Und es in Zukunft vielleicht anders zu machen. Mehr kannst du nicht tun.. denn die Vergangenheit ist vergangen und du machst dich doch nur verrückt, wenn deine Gedanken ständig darum kreisen“
Gut, Atticus lebte auch in der Vergangenheit, mehr oder weniger, da er von seiner Rache nicht ablassen konnte. Aber das war etwas anderes!
„Na siehst du? Du hast dich also schon ziemlich verändert und weiterentwickelt. Das schaffst du auch in anderer Hinsicht“
Sprach er ihm ein bisschen Mut zu und lächelte. Nickte auch bei seinen folgenden Worten.
„Ich werd es versuchen Feivel. Aber sei nicht sauer auf mich, wenn ich dich auf ein paar Sachen hinweise, ja?“
Denn er konnte sich seeehr gut vorstellen, dass es AJ nicht gefallen würde, wenn Atticus beispielsweise ansprach, dass er auf Dinge beharrte nur um Recht zu behalten und dergleichen. Aber er würde es für seinen Freund in Kauf nehmen. Ihm dabei helfen sich weiter zu entwickeln, wenn er sich das wünschte. Und er befürwortete es ja auch. Nur weil er hochbegabt war und ein paar Defizite hatte, war das ja keine Ausrede dafür, um nicht an sich zu arbeiten oder sich nicht weiter zu entwickeln. Also fand er sein Vorhaben schon gut.
Das war also geklärt und ein Beschluss für die Zukunft gefasst.
Wirklich hellhörig wurde Atticus allerdings, als AJ plötzlich von irgendetwas redete, das er gerne ausprobieren würde.
„Ein Experiment…. an mir?“
Das klang ja erst mal beängstigend xD aber wenn er von Rollentausch sprach, dann hatte es hoffentlich etwas mit Sex zu tun und war nicht irgendein unheimliches Experiment, das der verrückte Professor an ihm durchführen würde.
Und er sollte die Kontrolle dabei abgeben? Hm.. nun war er neugierig und nickte deshalb.
„My body is ready“
sagte er deswegen schmunzelnd und zwinkerte Alphonse sogar zu.
Allerdings ging er nicht davon aus, dass dieses Experiment nun gleich hier auf dem Boot stattfinden würde. Sondern sie vielleicht vorher nach Hause gingen oder so. Aber Atticus war experimentierfreudig. weshalb er sich definitiv auf jedes Abenteuer in der Hinsicht einlassen würde.
@Alphonse Drummer



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Feivel erwiderte das Lächeln. »Ja, vielleicht. Das werde ich wohl herausfinden.« Denn er bemühte sich ja gerade, etwas zu lernen und das dann auch umzusetzen. Ihm war auch klar, dass er das Geschehene nicht mehr rückgängig machen konnte. Wenn er ganz ehrlich war, war er ja immer noch erleichtert, Violets Leben beendet zu haben, und er konnte auch nach wie vor nicht leugnen, dass ihm das Töten gefiel. Ob er das jemals ändern könnte, vermochte er nicht zu sagen. Aber wenn er sich wieder auf eindeutige Feinde beschränkte und kein Massenmörder wurde, der Freunde und Familie schlachtete, wäre ihm und der Welt schon mal geholfen. xD
»Meine Gedanken sind nicht so leicht aufzuhalten«, gab AJ mit einem leisen Seufzen zurück. Aber in dieser Hinsicht brachten sie ihn zur Weißglut. Manchmal war es eben doch nicht so förderlich, die Dinge zu zerdenken. Man musste ins Tun kommen. Und das hatte er ja vor.
»Danke, dass du an mich glaubst. Das bedeutet mir wirklich die Welt.« Er lächelte Atti an, wobei er im nächsten Augenblick schon wieder etwas zerknirscht dreinsah. »Das kann ich nicht versprechen. Es ist ein Reflex, wenn ich so ärgerlich reagiere. Aber ich werd an meine Bitte an dich denken und mich zügeln. Und vielleicht wird es dann mit der Zeit besser.« Das würden sie dann sehen. Feivel war auch bewusst, was er da von Atticus verlangte und dass es hier und da für Unmut in ihrer Beziehung sorgen würde. Aber es musste sein, letztlich würde es AJ helfen und im Umkehrschluss auch die Dinge für ihn und Atti einfacher machen. Zumindest in der Theorie.
An seinen Romantik- und Verführungs-Skills musste AJ wohl auch noch arbeiten. Andererseits war das hoffentlich so eine Eigenart, die sein Freund an ihm mochte. Während Atticus ihm durch Küsse und Berührungen ziemlich deutlich machte, wie sehr er ihn begehrte, so tat AJ das eben durch nerdige Zuneigungsbekundungen und kryptische Aussagen. Nun wollte er experimentieren. Was war denn daran beängstigend? xD Okay, vielleicht hätte er erst deutlich machen sollen, dass es um Sex ging. Das ging ihm aber erst auf, als Atti ihn kurz skeptisch anblickte. Aber letztlich schien er ja zu verstehen und auch AJ grinste breit. Er hatte aber nicht vor, sich nach Hause zu verziehen. Jetzt gerade waren sie doch eh noch halb nackt und in der Hütte waren Cara und Ed. Womöglich auch voll dabei. Nee nee. Hier am Bootssteg war es noch ruhig und wenn sich jemand aus Richtung Dorf näherte, würden sie das schon mitbekommen. Ganz bestimmt!!!
Feivel verwickelte Atticus also zunächst mal in einen leidenschaftlichen Kuss, in den er sämtliche Dankbarkeit, Liebe und Zuneigung einfließen ließ, die er gerade verspürte. Er wollte seinem Freund eine unvergessliche Erinnerung bescheren, nachdem er in solchen Dingen zuletzt ständig versagt hatte. Weswegen er ihm das Shirt wieder auszog und ihn bestimmt auf die Planken des Boots niederdrückte. Sodann begann er, seinen gesamten Oberkörper mit Küssen und Streicheleinheiten zu bedecken, arbeitete sich dabei langsam weiter hinunter, bis er ... an Attis Shorts angelangt war. Sein Herz pochte wie verrückt. Es sprang ihm fast aus der Brust, als er die Finger im Stoff verhakte und ihn langsam hinab zog. Bisher hatte er es sich wirklich nicht vorstellen können, Attis bestes Stück mit dem Mund zu verwöhnen. Obwohl er neugierig war. Wie es sich anfühlte, wie es für seinen Freund sein würde und ob es ihnen beiden gefallen würde. Man sollte auch meinen, Feivel hätte gerade genug von dem Gefühl, einen Schlauch im Mund zu haben. xD Aber dieser Gedanke streifte ihn gar nicht erst. Der Sex mit Atticus war immer berauschend, keine Frage. Doch es gab noch viel, was sie nicht ausprobiert hatten. Was Feivel sich nie zugetraut hatte. Aber man konnte nicht voranschreiten, wenn man nicht ab und an etwas wagte. Der Pioniergeist war in ihm eigentlich ziemlich ausgeprägt. Nur war Sex immer noch ein wenig schambehaftet. Vielleicht konnte er sich hier als Erstes beweisen, dass er tatsächlich in der Lage war, weitere Grenzen zu überschreiten und dass dann daraus auch etwas Gutes entstehen konnte.
Er beugte sich also hinab und begann mal ganz vorsichtig damit, den Bereich mit den Lippen zu erkunden. Achtete darauf, wie Atti reagierte, und wurde mit der Zeit auch mutig genug ... um ihn hingebungsvoller zu verwöhnen. Er würde es so allerdings nicht zum Ende bringen – das traute er sich dann doch noch nicht – aber es machte ihm schon Spaß, Atticus so verrückt zu machen und ihm alle möglichen Laute zu entlocken. Ein Glück konnte er inzwischen schon fest machen, wann sein Partner kurz vorm Finale stand, und deshalb rechtzeitig stoppen. Er wanderte wieder küssend hinauf, bis er Attis Lippen erreichte. Blickte ihm dann verheißungsvoll in die Augen und meinte: »Das war Teil eins des Experiments.«
Teil zwei bestand darin, dass er sich auf seinen Schoß setzte und sie in dieser Stellung miteinander verschmolzen. Feivel wollte die Oberhand behalten und sich auch hier ein wenig ausprobieren, sofern Atticus das denn zulassen würde.
@Atticus Keene



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
„Ich weiß.. aber ich stehe dir jederzeit für Ablenkung zur Verfügung“
Sagte er weiterhin lächelnd. Denn das klappte mit Küssen ja manchmal ganz gut. Dass er AJs Monologe oder Gedankenspirale durchbrach. Also wenn Alphonse selbst merkte.. dass seine Gedanken keine Ruhe fanden, dann durfte er Atticus jederzeit wecken oder zu ihm kommen, um nach ein wenig Zerstreuung zu suchen. Das musste ja nicht immer nur von der Seite des Skaterboys ausgehen.
Er nickte bloß zuversichtlich und hauchte AJ einen Kuss auf die Stirn bei seinen Worten. Denn die seinen waren absolut ernst gemeint. Er liebte Alphonse und er glaubte fest daran, dass er alles erreichen konnte, das er sich im Leben vornahm.
„Ich werd das schon aushalten“
Sagte er optimistisch. Denn er würde mit AJs giftigen Bemerkungen schon klar kommen und ihn dann stets daran erinnern, worum er ihn gebeten hatte. Bisher hatte er sich immerhin aus Rücksicht zurück gehalten. Aber wenn Alphonse ihn nun direkt dazu aufforderte ihm Feedback zu geben… wollte er das versuchen. Auch wenn es mal zu Streit führen könnte.
Seine Verführungs- und Romantikskills waren allerdings absolut süß, genau so wie sie waren. Wenn er so analytisch an das Ganze ran ging.. andere würden wohl sagen, das war abturnend. Aber für Atticus war es das nicht. Er mochte seine Art zu sprechen und irgendwie fand er das sogar heiß. Er konnte sich nicht erklären woran es lag. Aber das musste er auch nicht. Sie harmonierten miteinander trotz ihrer Unterschiede und das war alles das zählte.
Vielleicht sollte er umgekehrt ein bisschen Dirty Talk betreiben? Da könnte sein Dad ihm sicher noch etwas Nachhilfe geben, denn der…. benannte die Dinge ja sehr eindeutig. Ob das Feivel abschrecken oder anturnen würde? Womöglich ein Experiment, das er irgendwann mal durchführen würde.
Jetzt aber war erst mal Alphonse mit seinen Versuchen dran. Atticus wusste noch nicht worauf das hier hinauslaufen würde. Aber er ließ sich darauf ein und erwiderte den Kuss voller Sehnsucht.
Auch sonst ließ er sich einfach leiten und fand sich wenig später liegend und ohne Shirt auf den Planken des Bootes wieder.
Er schielte nach unten, um sehen zu können, wohin AJs Lippen sich auf die Reise machten. Aber das musste noch nichts bedeuten… so geküsst hatte er ihn schon häufiger. Aber es war jedes Mal wieder verdammt schön. Er schloss nun sogar kurz die Augen, um diese Wonnen zu genießen. Vergrub die Hand dabei in seinem dunklen Haar und brummte wohlig.
Allerdings war das noch längst nicht alles oder? Seine Shirts wurden runter gezogen und Atticus rechnete damit…. das Alphonse ihn nun vielleicht mit der Hand ein bisschen verwöhnen würde, um ihn in Stimmung zu bringen. Wobei er das durch die Küsse längst war. Als nächstes spürte er jedoch keine Hand an seinem besten Stück sondern…..einen Kuss?! Da riss er die Augen automatisch wieder auf und blickte zu Alphonse nach unten. Hatte er wirklich vor……… dabei hatte er doch ausdrücklich gesagt, dass er sich das nicht vorstellen konnte. Hoffentlich tat er das nicht, nur weil er ein schlechtes Gewissen hatte oder etwas wieder gut machen wollte? Aber als er sah mit welcher Hingabe Alphonse ihn küsste… wirkte es nicht so, als fände er es irgendwie abstoßend. Weshalb Atticus.. den Kopf wieder ablegte und erneut hoch in den Himmel sah.
Auch sein Herz begann nun vor Aufregung wie verrückt zu pochen. Denn.. das hatte noch nie jemand bei ihm getan. Und er war verdammt neugierig wie es sich anfühlen würde und ob AJ es wirklich durchzog. Oh verdammt das tat er! Weshalb Atticus sofort ein lautes Keuchen entwich, als er damit begann ihn richtig zu verwöhnen. Das war so ein intensives Gefühl, dass er sich seitlich am Holz des Bootes festkrallen musste, um diesen Druck irgendwie zu kompensieren.
Sein ganzer Unterleib begann zu beben. Es fühlte sich so anders an als Sex! Nicht besser… oder schlechter. Aber einfach nur unglaublich. Die Geräuschkulisse blieb also nicht sehr lange unschuldig. Und Atticus musste noch mal einen Blick riskieren. Errötete sogar leicht als er AJ dabei zusah wie… naja… er sein bestes Stück zwischen den Lippen hatte. Das war so heiß, dass er das Gefühl hatte gleich zu verglühen oder sich nicht länger zurück halten zu können.
„Oh mein Gott…“
Keuchte er, obwohl er nicht sehr gläubig war. Aber anders als göttlich konnte man den Zustand nun nicht beschreiben, in dem er sich befand. AJ kannte ihn aber zum Glück gut genug, um rechtzeitig zu stoppen. Denn Atticus hätte wohl nicht garantieren können… dass er ihn rechtzeitig warnte. So sehr war er überwältigt von diesen Empfindungen.
Weshalb er auch ein bisschen irritiert war, als er plötzlich von ihm abließ. Er konnte doch jetzt nicht stoppen?!
Sein Herz schlug so schnell, dass Alphonse es bei seinen Küssen wohl fühlen konnte. Und Atticus sah seinem Partner derart sehnsüchtig in die Augen… dass es schon fast einem quälenden Gesichtsausdruck glich. Was es ja irgendwie auch war. Aber durch die kurze Pause hatte Atticus wenigstens die Möglichkeit sich wieder ein bisschen zu beruhigen. Seine Beherrschung wieder zu erlangen, um hoffentlich noch etwas länger durchzuhalten.
„Teil eins? Wie viele Teile gibt es denn?“
Fragte er und biss sich dabei auf die Unterlippe. Denn er war verdammt erleichtert, dass das noch nicht das Ende war! sonst hätte er nun schnell irgendwo im Gebüsch verschwinden müssen, um es zu Ende zu bringen.
Stattdessen kletterte Alphonse auf ihn und.. sie schliefen in einer Position miteinander, die sie ebenfalls noch nie versucht hatten.
Bislang waren sie immer so konzentriert darauf gewesen das alles so einfach und unkompliziert wie möglich funktionierte. Aber jetzt.. waren sie über diese Anfangsphase wohl schon hinaus und konnten etwas mehr herum experimentieren. Beziehungsweise.. Alphonse tat es, Atticus übergab ihm in diesem Moment völlig die Kontrolle.
Wenn man nicht selbst aktiv wurde dann.. fühlte es sich ganz anders an. er war ständig versucht Alphonse zu packen, umzudrehen und seinerseits die Führung zu übernehmen. Aber er versuchte sich zurück zu halten. Denn er fand es schön… wie AJ ihn verwöhnte. Irgendwann legte er aber zumindest die Hände an seine Hüften. Denn gar nichts zu tun, das hielt er einfach nicht aus. Drückte sich ihm entgegen und drückte ihn ebenfalls fester an sich bzw. unterstützte ihn ein wenig in seinen Bewegungen.
Er gab den Takt nicht vor… er unterstützte nur und überließ alles weitere Alphonse. War ja richtig entspannend, wenn man sich mal zurück lehnen und den Partner einfach machen lassen konnte. Allerdings konnte man seine eigene Lust so auch weniger lenken und musste sich darauf verlassen, dass der Partner erkannte was man brauchte. Welche Geschwindigkeit, welche Intensität. Inzwischen konnte AJ aber sehr gut in Atticus Gesicht lesen, weshalb das überhaupt keine Schwierigkeiten bereitete. Denn auf diese Weise konnte er auch selbst bestimmen.. was sich für ihn gut anfühlte und war nicht so auf Attis Fingerspitzengefühl angewiesen. Weshalb Atticus hoffte, dass es ihm gefiel.
Allerdings hatte Alphonse ihn zuvor mit dem Mund schon so heiß gemacht!! Dass er leider keine Ewigkeit mehr durchhielt. Er bemühte sich wirklich sich zurück zu halten, sich zusammen zu reißen, damit Alphonse ihr Treiben ebenfalls genießen konnte. Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr und er krallte sich laut keuchend und stöhnend an seine Hüfte, während er sich ihm in den letzten Augenblicken fest und hart entgegen stieß.
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Dieses Gespräch mit Atticus hatte wirklich wahnsinnig gut getan. Feivel wünschte sich, er hätte es schon früher führen können, aber es hatte leider einige Hürden und Ängste gegeben, die nicht so einfach zu überwinden waren. Jetzt konnte er seine Zukunft mit Atti wieder besser einschätzen und hatte auch für sich selbst einen klareren Weg vor Augen als noch vor wenigen Stunden. Das bedeutete ihm so viel, dass er das nicht mal mit Worten erklären könnte.
Aber ja vielleicht mit Taten. Weswegen er beschloss, heute wirklich über seinen Schatten zu springen und sich gleich zwei Dinge zu trauen, die er sich bisher kaum hatte vorstellen können. Wobei, das stimmte nicht so ganz. Vorgestellt hatte er sie sich durchaus schon mehr als einmal. Sobald er an die Umsetzung gedacht hatte, war da aber immer eine Sperre in ihm gewesen. Heute würde er einfach rüberklettern und Spaß haben, so!
Ob er mit Dirty Talk umgehen könnte? Das wusste Feivel ehrlich gesagt nicht. Möglich, dass es ihn erst mal abschrecken würde. Aber wenn Atticus es ausprobieren wollte, würde er versuchen, sich darauf einzulassen und ja dann vielleicht auch Gefallen daran finden.
Er hoffte ja auch, Atticus würde dieses Experiment hier gefallen. Womöglich hatte er es nämlich gar nicht drauf und würde seinen Freund gar nicht in Stimmung bringen? Nachdem er sich ein bisschen rangetastet hatte und Atti ihn nicht von sich fortschob, war Feivel bereit, weiter zu gehen und richtig loszulegen. Er tat das, was sein Instinkt ihm diktierte, was er in gewissen Zeitschriften gesehen hatte und sobald er ein bisschen ausgetestet und Attis Reaktionen mitbekommen hatte, hielt er sich an das, was seinem Partner scheinbar am meisten gefiel. Learning by doing. Ein Konzept, dem Feivel sehr viel abgewinnen konnte. Und er musste sich auch gar nicht zwingen, es gefiel ihm selbst auch. Nur wusste er nicht, ob er es tatsächlich jemals auf diesem Wege zu Ende bringen könnte. Aber das musste er ja vielleicht gar nicht, da gab es schließlich auch noch andere Wege für. Oder er traute sich ein anderes Mal.
Für den Moment war ihm Attis Beben und Stöhnen Lohn genug, er erfreute sich daran und legte sich spitzbübisch noch ein bisschen mehr ins Zeug. Trotzdem gelang es ihm, rechtzeitig zu stoppen und für ein paar Minuten einen Gang runterzuschalten. Den Blick, der ihm begegnete, hatte Feivel auch noch nie bei seinem Partner gesehen, und er jagte ihm einen angenehmen Schauer über den Rücken. Sonst hatte er selbst diesen lustvoll gequälten Gesichtsausdruck drauf, wenn Atti ihn beim Sex zu sehr zappeln ließ. Dass er es ebenso schaffte, ihn derart anzufachen, stärkte sein Selbstbewusstsein und bestärkte ihn in seinem Tun.
»Was jetzt folgt, ist der zweite und letzte Teil«, flüsterte er gegen Attis Lippen und hauchte noch einen Kuss darauf. Dann erhob er sich, damit sie miteinander verschmelzen konnte. Dafür brauchte er zwar Atticus’ Mithilfe, aber wenn man an ihre ersten Male dachte, ging das inzwischen schon fixer und müheloser.
Alphonse war gespannt, ob es seinem Partner tatsächlich gelingen würde, ihm die Führung zu überlassen. Es würde ihm natürlich auch gefallen, gepackt und in die devote Rolle zurück’gezwungen’ zu werden, aber da dies hier ja ein Experiment sein sollte, war er auch hier auf Attis Geduld angewiesen. Sein Freund würde ja hoffentlich trotzdem auf seine Kosten kommen.
Sicher sah es erst mal ein bisschen ungelenk aus, was Feivel da veranstaltete. Er musste sich da auch zunächst reinfinden und seine Scham ein bisschen überwinden. Aber immer wenn er runter in Attis Augen blickte und sah, wie sehr es ihm wohl gefiel, gab ihm das die nötige Sicherheit, sich mehr zu trauen und zu verausgaben. Sein Skaterboy versuchte auch nie richtig, die Kontrolle zurückzuerlangen, aber dass er ihn in seinen Bewegungen unterstützte und ihm entgegenkam, war wunderschön.
Auf jeden Fall lernten sie noch mehr, einander im Bett zu verstehen, ganz ohne Worte ... nur mit Blicken, Gesten und Geräuschen. Eine ganz eigene Sprache war das und Feivel war so begierig wie noch nie, sie gemeinsam mit Atticus vollständig zu lernen.
Er merkte, wie wenig sein Partner sich nur noch zurückhalten konnte und merkte auch, wie sein eigener Höhepunkt ungebremst angerauscht kam. Weswegen er kurz nach Atti den Gipfel erklomm und sich mit den Händen auf seinem Bauch abstützte, um nicht einfach zur Seite und ins Wasser zu kippen. Ihm war ganz schwindelig, aber auf eine ... gute Weise. Als er sich wieder bewegen konnte, sackte er nach vorn in Attis Arme, rutschte ein kleines bisschen runter, damit es für sie beide gemütlich war, und kuschelte sich fest an ihn.
»Also ... von meiner Seite aus ... war das Experiment ein voller Erfolg«, keuchte er schmunzelnd. Was bedeutete, er konnte sich vorstellen, das öfter zu machen. Sofern Atticus dem Ganzen denn auch etwas abgewinnen konnte. Aber da er ebenso befriedigt unter ihm lag, war es wohl nicht der schlechteste Sex gewesen.
@Atticus Keene



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Atticus konnte gar nicht in Worte fassen, wie aufregend das hier gerade eben gewesen war. Eine völlig neue Erfahrung, wieder etwas, das er zusammen mit Feivel gelernt hatte. Und es bedeutete ihm wirklich sehr viel, dass er sich so geöffnet hatte und über seinen Schatten gesprungen war. Denn das war Feivel sicher nicht leicht gefallen und das wusste Atticus zu schätzen.
Weshalb er ihn fest in seinen Armen hielt, als dieser sich ermattet zu ihm legte und ihm sachte und zufrieden über den Rücken streichelte.
Die Sonne schien inzwischen schon ein bisschen auf sie herab, war aber noch angenehm wärmend und noch nicht stechend heiß. Sonst wäre Atticus wohl vor Hitze verglüht. Denn seine Atmung ging immer noch wahnsinnig schnell und es dauerte ein bisschen, ehe er wieder zur Ruhe kam.
„Das kannst du laut sagen.. wir können das… jederzeit gerne wiederholen“
Auch wenn Atticus dann vielleicht für ein bisschen mehr Abwechslung sorgen und auch mal die Position tauschen würde. Aber für diesen ersten Versuch wollte er voll und ganz AJ die Kontrolle überlassen, damit dieser das nötige Selbstvertrauen bekam und herausfinden konnte, was ihm gefiel.
„Sieht du.. ein weiterer Schritt nach vorne“
Von wegen Alphonse entwickelte sich nicht weiter. Das tat er.. und zwar in einem rasenden Tempo. Zumindest was Liebe, Sex und Zärtlichkeiten betraf.
Atticus schloss nun auch noch einmal die Augen.. er war gerade so tiefenentspannt und fühlte sich so wohl, dass er überhaupt kein Zeitgefühl mehr dafür hatte, wie lange sie hier eigentlich noch so verharrten.
Sie schwebten wohl beide gerade wieder auf Wolke 7, weshalb sie nicht mitbekamen, dass sich längst jemand dem Boot näherte.
Virgil war ein Stückchen vor Leif, da er schon mal ein paar Werkzeuge ins Boot laden wollte, ehe sie es los machten. Als er jedoch über den Rand des kleinen Schiffchens sah… machte er große Augen. Da lagen zwei nackte Teenies drinnen. Zumindest einen davon kannte er zumindest, nämlich AJ.
-wouhh, okaaaay!-
Er wandte rasch wieder den Blick ab, da er die zwei nicht in Verlegenheit bringen wollte. Statt nun jedoch empört zu schimpfen oder sonst irgendwie ein Fass aufzumachen, rief er nur zu Leif nach hinten.
-Hey Leif!! Vielleicht fahren wir doch erst ein bisschen später raus, irgendwie bekomm ich grad ziemlichen Hunger. Und wir haben viel zu wenig Proviant eingepackt-
Zog er sich schnell irgendeine Notlüge aus der Nase. Musste aber amüsiert schmunzeln, da er das irgendwie ziemlich süß fand. Jedoch nicht wusste, ob Leif es so gut fände, dass zwei Jungs auf seinem heiligen Boot Sex hatten. Wenn die wüssten, was er und der Fischer darauf schon getrieben hatten xD. Naja wie dem auch sei, er packte sich Leif an den Schultern und schob ihn wieder in Richtung Siedlung, damit die zwei die Möglichkeit hatten abzuhauen.
Als die Stimmen wieder erloschen waren….. musste Atticus plötzlich ziemlich laut loslachen.
„Scheiße war das peinlich!“
Und doch konnte er nicht aufhören zu lachen, weil es halt auch irgendwie… extrem lustig war. Und er es nett von dem Kerl gefunden hatte, dass er sie nicht verraten oder zum Teufel gejagt hatte.
„Die Leute hier sind wirklich ziemlich gechillt oder?“
Das war nämlich echt nicht selbstverständlich in seinen Augen. Allerdings war es nun wohl an der Zeit sich doch langsam wieder Klamotten anzuziehen und zurück nach Hause zu laufen.
Edward und Cara.. waren in den letzten Stunden ja auch irgendwie in ihrer eigenen Spähre geschwebt. Aber trotz allem konnte Edward seine neue Beziehung noch nicht so richtig genießen. Nicht…. solange die Stimmung zwischen ihm und Alphonse so komisch war. Er hatte ihn gestern nicht vor den Kopf stoßen wollen oder ihm zu unterstellen versucht, dass er sich nicht ehrlich für ihn freute oder dergleichen.. er war einfach verunsichert gewesen. Es war alles angespannt und seltsam. Und er mochte es nicht. Weshalb er den Beschluss fasste nun endlich mit AJ zu reden.
Er machte sich zum Zimmer der beiden auf und wollte klopfen. Hatte sich bereits ein paar Worte zurecht gelegt. Doch ehe seine Faust die Tür berühren konnte, wurde sie plötzlich aufgerissen und sein Sohn stand vor ihm. Offenbar ebenfalls irgendwie in Eile. Was Ed nun sofort wieder aus dem Konzept brachte und er völlig vergaß, was er eigentlich sagen wollte.
-Oh hey ahm.. also ich wollte… ich meine.. bist du in Eile?-
Er wusste ja nicht, dass Alphonse offenbar ebenfalls auf dem Weg zu ihm war und deshalb auch irgendwas daher stammelte.
Atticus betrachtete die Szene mit einem Schmunzeln und… schob sich an den beiden vorbei. Klopfte ihnen sogar beiden gleichzeitig auf die Schultern und meinte.
„Ich lass euch zwei mal alleine, ihr kriegt das schon hin. Ich bin auf dem Trainingsplatz wenn ihr mich sucht“
Immerhin hatte er mit Auron ausgemacht, dass sie heute zusammen trainieren wollten. Nur war der lustige Muskelprotz wohl kein wirklicher Frühaufsteher.
Durch Atticus Bemerkung war Ed gleich noch peinlicher berührt und sah ihm kurz ein bisschen missmutig hinterher. Konzentrierte sich dann aber rasch wieder auf seinen Sohn und kratzte sich ein wenig überfordert am Hinterkopf.
-Also…. ich wollte mit dir reden-
Kam es nun plötzlich ziemlich synchron von den beiden. Was Edward nun doch wieder ein bisschen schief grinsen ließ.
-sollen wir ein Stück gehen?-
Denn hier in seinem Zimmer zu reden fühlte sich irgendwie beengend an. Und er wusste nicht, ob er wirklich still sitzen konnte bei all dem, was sie miteinander zu klären hatten…
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Es hatte Atticus also gefallen! Okay ... Feivel hatte das schon vermutet, aber es war auch schön, es zu hören. »Verlass dich drauf, das werden wir ...« Und sie würden beide dann immer sicherer werden in ihrem Tun. Das war wirklich aufregend.
»Mit dir möchte ich nur Schritte nach vorne gehen.« Bitte keine mehr zurück. Dafür war ihre gemeinsame Zeit viel zu kostbar! Natürlich würden sie es nicht immer verhindern können, was die letzten Wochen ja wirklich nur zu deutlich gezeigt hatten. Aber solang sie sich immer wieder an der Hand nahmen und Hürden überwanden, um ihrem Weg weiter zu folgen, war alles gut.
Auch Feivel konnte nicht sagen, wie lang sie noch in dem leicht schwankenden Boot lagen, aber es war total schön und entspannend. Sich von der Sonne bescheinen lassen, das sanfte Schunkeln, Attis Wärme und Nähe, die auf seiner gesamten Haut prickelte ... das war ein perfekter Moment, den Feivel sich noch mehrfach in Erinnerung rufen würde. Insbesondere in den Zeiten der räumlichen Trennung. An die er gerade wirklich noch nicht denken wollte.
Er bekam überhaupt nicht mit, dass sich jemand näherte. Erst als er den überraschten Ausruf hörte, zuckte er zusammen und hob wie ein verschrecktes Reh den Kopf. Ganz kurz begegnete sein Blick dem von Virgil und sie starrten sich für ein paar Sekunden an. Waren sie etwa ausgerechnet in Leifs Boot geklettert? Jeder in Balar oder jemand, der regelmäßig hier war, wusste, dass der Wikinger praktisch mit seinem Kutter verheiratet war. Hoffentlich gab das keinen Ärger. So gut kannte er das Paar nun auch nicht, dass er das einschätzen konnte. Zumindest über Leif gab es gewisse Gerüchte.
Ein Glück lenkte Virgil von der Anwesenheit der beiden Teenies ab und verschwand mit seinem (überraschten, aber gutmütig grinsenden) Partner noch mal in Richtung Dorf.
Feivel hatte inzwischen sein hochrotes Gesicht an Attis Schulter gepresst und hoffte einfach, dieser Moment würde schnell vorüberziehen. Ja. Peinlich. Diese Bezeichnung traf den Nagel auf dem Kopf. Weswegen nur ein ersticktes und dumpfes »Mhm« von AJ kam.
Als Atti meinte, die Leute seien hier sehr gechillt, wagte er sich dann aber doch mal aus seiner Deckung hervor und nickte. »Das ist mit ein Grund, warum Dad und ich so gern hier sind.«
Nun war es an der Zeit, sich die Klamotten anzuziehen und die Biege zu machen, bevor die beiden Wikinger wieder auftauchen würden und Leifs Dunkelheit über sie herfiel. Man wusste ja nie.
Daheim angekommen, räumten sie ein bisschen im Zimmer rum, futterten endlich mal was und zogen sich was Frisches über. Atti, weil er gleich noch trainieren wollte und Feivel ... nun ja. Der wollte seinem Dad auch halbwegs ordentlich und nicht wie durchgenudelt gegenübertreten. xD Weswegen er sogar sein Haar ein bisschen ordnete, wobei das verlorene Liebesmüh war. Von Atti holte er sich noch einen Kuss für die Moral und dann konnte und wollte er das Gespräch nicht mehr vor sich herschieben. Hoffentlich würde er Ed und Cara nicht bei was Intimen stören, wenn er gleich an ihr Schlafzimmer klopfte. Andererseits war es da eben auch ruhig gewesen.
Er riss also die Tür auf, bevor er den Mut verlieren würde, und ... lief fast in seinen Vater herein. »Eh ... hey ...«, stammelte er gleichzeitig mit ihm los. Ob er in Eile war? Feivel schüttelte den Kopf und sagte: »Ja, ich meine ... Nein.« Stirnrunzelnd stoppte er, was Atti die Gelegenheit gab, sich mit einem Spruch aus dem Staub zu machen. Dieser Verräter. xD Feivel war sehr versucht, ihm einen Klaps auf dem Po zu geben. Aber dafür war er noch viel zu verdattert, daher sah er ihm nur kurz hinterher, bevor er den Blick wieder auf Edward richtete.
Erneut redeten sie gleichzeitig los. Puh. Die Stimmung war wirklich ganz komisch zwischen ihnen und Feivel hasste das. Aber wenn sein Dad nun auch hier war, um zu reden, war das hoffentlich ein gutes Zeichen. AJ erwiderte das Grinsen ebenso schief, aber immer noch extrem unsicher. Dann nickte er. Sich hinsetzen oder drinnen reden wollte er auch nicht, da kam er ganz nach seinem Dad. So ein Gespräch machte ihn viel zu unruhig.
Sie ließen die Hütte also hinter sich und schlugen den Weg zu den Feldern ein, der irgendwann auch an der Arena vorbeiführen würde. Dort wartete Auron übrigens schon auf Atticus und legte zur Begrüßung gleich mal den Arm um ihn und drückte ihn fest an sich. Er war er gespannt, was der Junge alles drauf hatte und was er ihm noch beibringen könnte. Das würde Spaß machen. Alles, wo Auron dabei war, machte Spaß. Dafür sorgte er schon. Dramen ausgeschlossen, wobei er selbst da noch recht lang ein Grinsen auf den Lippen behielt.
Doch zurück zu Edward und Feivel. Die beiden trotteten ein wenig verloren den Weg entlang, doch keiner konnte sich so recht dazu durchringen, die Unterhaltung zu beginnen. Vielleicht, weil sie dauernd gleichzeitig anfingen zu reden. Und AJ wusste auch plötzlich gar nicht mehr, wie er das alles angehen sollte. Plötzlich fröstelte er und schlang die Arme um seinen Körper.
»Du kannst meine Entschuldigungen vermutlich schon nicht mehr hören, und sie bringen auch nicht viel, aber ich wollte dir trotzdem sagen, dass es mir leidtut. Dass ich nicht mit dir geredet habe wegen Violet und einfach entschieden habe, dass ich in der Scheune so unvorsichtig gewesen bin und ... dass ich so eine Enttäuschung für dich bin. Die ... Botschaft ist angekommen und ... ich werde mich damit auseinandersetzen«, ratterte er runter, was er sich zurechtgelegt hatte, auch wenn die Unsicherheit dazu führte, dass er eine völlig andere Wortwahl tätigte. Die Quintessenz blieb dennoch. Es tat ihm leid, wusste aber, dass dies nicht reichte ... und er würde sich irgendwie von einem Fehler zu einem menschlichen Wesen mausern.
@Atticus Keene



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Atticus würde sein Möglichstes tun, um mit Feivel weiter voran zu schreiten, statt rückwärts zu laufen. Das Gute war, dass die Zeit mit den Drummers irgendwie ein bisschen Urlaub von seinen eigenen Problemen war. Er beschäftigte sich lieber mit ihren, als über seine Situation nachzudenken. Dazu hatte er wieder genug Gelegenheiten, wenn er zurück bei den Wicked war. Er wollte diese Zeit zur Erholung nutzen, um zu sehen, was die Welt noch zu bieten hatte. Um neue Erfahrungen zu sammeln und gemeinsame Erinnerungen mit Feivel zu schaffen. Er versuchte wirklich sich darauf zu konzentrieren und die eigenen Sorgen in Zaum zu halten. Bislang klappte das ganz gut. Was wohl auch daran lag, dass er selten der Grund für Streitigkeiten und Probleme war. Und es ständig irgendwelche Action gab. So ließ sich das alles gut verdrängen.
Diese Erinnerung hier im Boot war jedenfalls eine, die sich fest in seinem Herzen einbrennen würde. Aus mehreren Gründen. Denn dass sie erwischt wurden, war irgendwie auch ziemlich lustig. Auch Virgil würde diesen Anblick wohl nicht so schnell vergessen.
Mit diesem Erlebnis waren aber leider noch nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt. Mit Atticus war nun alles wieder gut.. aber ein Gespräch mit Edward stand noch an. Weshalb Atti sich so rasch wie möglich aus dem Staub machte, um den beiden ihren Freiraum zu geben. Außerdem wurde er schon von einem höchst motivierten Auron erwartet. So viel Körperkontakt war er ja gar nicht gewöhnt, weshalb er lachen musste und sich bereit für sein Training machte! Ob der Wikinger schon mal gegen jemanden gekämpft hatte, der Karate beherrschte? Sein Kampfstil sah immerhin völlig anders aus und er wollte gerne mehr davon lernen, um noch weitere Techniken in den seinen zu integrieren.
An seichtes Training war bei Ed und Feivel jedoch nicht zu denken. So wie das Gespräch startete.. würde es anfangs vielleicht ein bisschen steif werden. Jedenfalls kostete der Anfang sie beide ziemliche Überwindung. Dennoch schafften sie es zumindest mal irgendwie zu beginnen. Besser gesagt tat Feivel es. Denn Edward hatte sich die Worte zwar längst zurecht gelegt. Aber nun wo er neben seinem Sohn lief.. fiel es ihm dann doch schwerer einen Anfang zu finden. Also war er ganz froh darüber, dass AJ mit seinem kleinen, runtergerasselten Monolog anfing. So wusste auch Edward, welche Dinge ihm die größten Sorgen bereiteten.
Die gehörten Worte ließen ihn jedoch gleich wieder seufzen und er stoppte im Gehen. Denn bei seinen Worten wollte er Feivel nun doch lieber ansehen.
„Hör mal Alphonse.. ich kann nicht leugnen, dass ich wegen der Sache mit Violet immer noch ziemlich sauer auf dich bin und dir das nicht so einfach verzeihen kann, denn ich hatte sie wirklich gern, selbst wenn du das nicht nachvollziehen kannst. Aber… deswegen bist du doch nicht gleich eine völlige Enttäuschung für mich. Ich bin enttäuscht über deine Tat, ja. Weil ich dachte… ich hätte dir beigebracht anders zu handeln und wirklich nur im größten Notfall zu morden. Aber du hattest schon Recht mit deinen Worten. Ich kann nicht von dir erwarten alles richtig zu machen, wenn ich doch selbst so widersprüchlich handle. Immerhin töte ich auch nicht nur aus Notwehr oder wenn akute Gefahr droht. Ich töte auch aus Rache oder.. wenn jemand mich zur Weißglut treibt.. mich bis aufs Blut provoziert… und offenbar habe ich nicht erkannt.. dass Violet all das bei dir ausgelöst hat. Ich muss mich also auch bei dir entschuldigen Feivel. Als ich mit ihr zusammen war.. hätte ich vielleicht früher und vehementer einschreiten sollen, damit sie ihre Grenzen dir gegenüber nicht überschreitet. Weißt du ich… kann mich eben doch nicht immer so leicht in dich hinein versetzen oder kapiere, wie sehr dir etwas gegen den Strich geht, wenn ich es nicht als so schlimm empfinde. Vielleicht hätte ich dadurch verhindern können, dass dein Hass gegen sie… so stark wird, dass du sie umbringen musstest.. Ich meine.. ich verstehe wie es ist jemanden zu hassen. Du kannst dir nicht vorstellen wie viel Überwindung es mich jeden einzelnen Moment kostet, nicht zu Joey zu stürmen und seinem erbärmlichen Leben ein Ende zu bereiten. Also ich … verstehe es, okay? Aber deswegen ist es trotzdem nicht richtig. Und auch ich will versuchen mich zu ändern… für deine Mutter. Und für dich. Es lässt sich nun mal nicht leugnen, dass ich in der Vergangenheit Fehler gemacht habe Alphonse. Ich hätte länger hinauszögern müssen… dass du mit dem Töten konfrontiert wirst. Es ist bloß… ich kannte es nicht anders. Und du hast immer so verdammt reif und erwachsen gewirkt durch deine ganze Art, dass ich… manchmal vielleicht vergessen habe, dass du eigentlich noch ein Kind bist. Das ich hätte beschützen müssen, statt in meinen Sumpf mit hinein zu ziehen. Vielleicht habe ich dir zu früh zu viel zugemutet.. oder es war genau richtig, weil wir in einer verdammten Apokalypse leben. Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich habe einfach getan.. was ich in diesem Moment für richtig hielt. Aber wir müssen uns trotzdem der Tatsache stellen… dass wir nicht ständig Menschen töten können, nur weil es…. vielleicht der einfachste Weg für uns ist. Weder du noch ich.. sollten diesen Pfad länger beschreiten. Eine Weile, da hatten wir nur einander. Vielleicht hat es uns in dieser Zeit zusammen geschweißt und uns geholfen durchzuhalten. Aber du hast nun Atticus und ich deine Mum. Und wir sollten beide versuchen… für sie ‚besser‘ zu werden. Meinst du nicht?“
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Feivel wollte seine Worte eigentlich nicht so runterrasseln, als hätte er sie auswendig gelernt. Vor allem, weil es völlig andere waren, als er sich tatsächlich zurechtgelegt hatte. Trotzdem war das gerade der einzige Einstieg ins Gespräch, der ihm möglich war, um die Dinge mal kurz auf den Punkt zu bringen. Von da aus könnten sie starten, so hoffte er. Und so war es ja auch. Feivel stoppte allerdings eher widerwillig, ihm wäre es lieber gewesen, wenn sie im Gehen weitergeredet hätten. Er scheute sich nach wie vor, Ed in die Augen zu sehen, und er konnte es auch nicht besonders lang tun, während er dem langen Monolog seines Vaters zuhörte.
Eine Entschuldigung zu hören und dass Ed sich ebenfalls Fehler eingestand, war trotz allem schwierig für Feivel. Ihm war klar, dass sich die Leute nicht so leicht in ihn hinein versetzen konnten und er auch nicht erwarten durfte, dass sich die Welt ständig um ihn drehte. Wollte er auch gar nicht. Bezüglich Violet konnten sie nun nichts mehr an ihrem Verhalten ändern. Deswegen war sich AJ unsicher, ob er das Fass noch einmal aufmachen oder das Gesagte so stehen lassen sollte. Ed versuchte, sich in ihn reinzuversetzen und sein Handeln nachzuvollziehen, meinte auch, er könnte es nun auch verstehen. Verglich es mit Joey. Der ja tatsächlich noch lebte und nicht vom Oberhaupt der Drummers getötet worden war. Eine Tatsache, die AJ zeitgleich verwunderte und begrüßte, vermutete aber vor allem Cara dahinter. Er machte sich nicht die Illusion, seine Bitte hätte hier viel ausgerichtet, sofern er sie denn hätte aussprechen müssen. Vor allem nicht nach allem, was passiert war.
Edward wollte sich also ändern. In erster Linie für Cara, denn Alphonse wurde erst als zweites genannt. Warum ihm das auffiel und weshalb es so wehtat, wusste AJ nicht. Wahrscheinlich weil bereits ein Keil zwischen ihnen war und er befürchtete, es würde nie wieder zwischen ihnen so wie früher werden. Diese Aussage bestätigte ihm das irgendwie. Tatsächlich verschlimmerten die weiteren Worte dieses Gefühl. Denn Ed meinte, sie sollten sich für ihre Partner bessern und die Zeit, in der sie ein unbeugsames Team gewesen waren, sei nun vorbei. Zumindest vermittelte die Wortwahl ihm das. Sie hatten jetzt Partner ... nicht mehr nur einander. Das war ohne Zweifel wahr. Und es war auch schön. Aber jetzt gerade schmerzte es sehr, weil eine Ära endete.
»Okay«, meinte Feivel ausweichend und wandte sich ab. Stillstand war ihm gerade nicht möglich, aber er tat es auch, um die Tränen zu verbergen, die ihm über die Wangen laufen wollten. Und es auch taten. Das war total bescheuert, wusste er. Sie mussten ja weiter vorangehen. Sie mussten sich bessern. Aber warum tat es dann so weh? Warum konnte AJ plötzlich wieder kaum atmen?
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Edward redete und redete.. und das tat gut. Denn er hatte das Gefühl, als würde er endlich mal das Richtige sagen. Schon wieder hatte er keine Ahnung, was er stattdessen im Kopf seines Sohnes auslöste. Anders als dieser es interpretierte.. wollte er eigentlich genau das Gegenteil bezwecken. Nämlich auf eine verbindende Gemeinsamkeit hinweisen! Dass sie sich zusammen weiterentwickeln sollten! Weil sie einander nun mal so ähnlich waren. Und hatte AJ nicht selbst gesagt, er wolle etwas verändern? Edward hatte ja nicht gesagt, dass alles sich ändern musste.
Er hoffte also eigentlich darauf das Alphonse nickte, vielleicht mit ihm einschlug und ebenfalls voller Tatendrang war, weil sie die Sache gemeinsam angehen konnten.
Aber irgendwie…. passierte das nicht. Stattdessen gab er nur ein ausweichendes ‚okay‘ von sich und begann zu weinen? Verdammte Scheiße noch mal was hatte er denn jetzt schon wieder falsch gemacht?? Ed kapierte wirklich die Welt nicht mehr und war deshalb völlig perplex von dieser Reaktion. Er war doch mal gut darin gewesen sich in seinen Sohn hinein zu versetzen. Aber seit einer Weile… schien das irgendwie so gar nicht mehr zu klappen. Und er sah ihn ein bisschen ratlos an.
„Was hab ich denn jetzt wieder falsch gemacht?“
Fragte Edward seinen Sohn deshalb ein bisschen verzweifelt, weil er echt keine Ahnung mehr hatte was er noch sagen oder tun sollte, um wieder zu ihm durchzudringen. Er war doch schon bereit ihm entgegen zu kommen, trotz der Geschichte mit Violet. Aber es schien immer noch nicht genug zu sein. Und langsam war Ed am Ende mit seinem Latein. Er liebte seinen Sohn.. und hatte bestimmt nicht andeuten wollen, dass eine Ära endete. AJ war es doch gewesen, der ständig Abstand zu seinem Dad gesucht hatte in den letzten Monaten… der sich langsam abnabeln und selbstständiger werden wollte. Aber wenn sein Vater sich ein stückweit entwickeln wollte, dann war es nicht in Ordnung?
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Feivel mochte gerade nur selektiv die Dinge heraushören, die er sich bereits eingeredet hatte. Aber war ihm das wirklich zu verdenken? Er und sein Vater standen an einem Scheideweg und nichts hatte bisher darauf hingedeutet, dass Ed seine Meinung über AJ geändert hatte. Er sah in ihm doch immer noch ein fehlerhaftes Endprodukt. Selbst wenn er nicht alles infrage stellte, dann doch einen guten Anteil von dem, was Feivel ausmachte. Der drohende Tod hatte sie nur kurzzeitig wieder zueinander gebracht. Weil sie nun mal Familie waren. Doch jetzt war alles so seltsam und schwierig wie zuvor. AJ wollte sich insofern mitteilen, dass er verstanden hatte, sich ändern zu müssen und dies auch vorhatte. In seinen Augen musste Ed diesen Weg nicht gehen, deshalb verwirrte es ihn, dass er es vor hatte. Verstand es aber auch, wenn sein Dad eine Teilschuld bei sich suchte. Die Botschaft, sie könnten sich gemeinsam ändern, weil sie einander so ähnlich waren, ging vollkommen an ihm vorbei. Er hörte wirklich nur, dass sie sich jetzt auf ihre Partner konzentrieren sollten und an der Vater-Sohn-Beziehung nichts mehr zu reparieren war.
Feivel bemühte sich, die Tränen zu verbergen, aber er war offensichtlich nicht schnell genug. »Du hast nichts falsch gemacht«, gab er sofort und mit einer so schwachen Stimme zurück, dass er sich richtig darüber ärgerte. Er wollte nicht so schwach wirken. Und er hatte sich auch nicht mit Vorsatz abgenabelt. Das war nie seine Intention gewesen und er hatte auch versucht, seinem Vater das klarzumachen. Es war nötig gewesen, damit Feivel und Atticus eine Chance hatten ... deswegen hatte er eigenmächtige Entscheidungen treffen müssen. Es zunächst ohne Eds Segen zu tun, war wirklich schmerzhaft gewesen und nicht Feivels Wunsch.
AJ wischte sich zornig die Tränen aus dem Gesicht und atmete zwei, drei Mal tief durch, bis er sich wieder gefasst hatte. Konnte er dieses Gespräch nicht mal ohne einen Gefühlsausbruch überstehen?
»Ich finde nicht, dass du einen Fehler gemacht hast«, bekräftigte er. »Wenn ich an die Vergangenheit denke, sind alle Schwierigkeiten, die wir hatten, wegen mir aufgetreten. Deswegen hast du recht. Ich bin der Knackpunkt, ich muss mich ändern.« Selbst das mit Joey ... Feivel hätte nicht schweigen dürfen, sondern seine Eltern vorwarnen müssen, dass er Attis Vater war. Dann hätte sogar dieses Drama womöglich eingedämmt werden können.
»Ich ... ich weine, weil ich trauere.« Schon wieder diese Tränenflut. »Weil ... du sagst mir doch gerade, zwischen uns wird es nie wieder wie früher, oder? Ich habe zu viele Fehler gemacht, jetzt gibt es kein Zurück mehr.«
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Edward sah in dem Mord an Violet einen Fehler. Und ja, er hatte Angst, was noch passieren würde, wenn sie Feivel nicht bremsten. Aber dennoch war er für ihn kein fehlerhaftes Endprodukt. Offenbar hatte er das noch nicht deutlich genug gemacht. Er wusste es nicht.. gerade wusste er gar nichts mehr. Nach dem Gespräch mit Cara war er voll guter Hoffnung gewesen, weil er gedacht hatte, er bekäme das mit seinem Sohn auf jeden Fall wieder hin. Aber gerade, da hatte er das Gefühl, als würde Feivel ihm alle Worte im Mund verdrehen oder nur das hören, was er gerade hören wollte. Und das machte ihn echt fertig. Denn egal was er sagte, es schien immer das Falsche zu sein. Weshalb er sich bald gar nicht mehr traute irgendwas zu sagen.
Ed führte die Beziehung mit Cara erst seit einem Tag! AJ hatte doch damit begonnen seinen Partner ihm vorzuziehen. Was okay war! Ed hatte das einsehen müssen. Aber nun wo sein Dad eine neue Beziehung einging… die Feivel doch eigentlich auch gut geheißen hatte, war es plötzlich ein Problem? Er verstand echt die Welt nicht mehr. Vielleicht würde es am Ende doch so laufen wie bei seinen früheren Liebschaften und Alphonse würde sich dagegen stellen..
Das Feivel aber so extrem destruktiv und pessimistisch über sich und ihre gesamte Vergangenheit sprach regte Ed schon fast wieder auf. Weshalb er ihn nun am Handgelenk festhielt, damit er endlich wieder stehen blieb und ihn zu sich drehte.
„Hör endlich auf dir so einen Schwachsinn einzureden!! Wir hatten in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten, ja. Aber wir haben sie immer und immer wieder gemeistert! Zusammen! Weil wir nie aufgegeben haben für unsere Familie zu kämpfen! Also wieso sollte das diesmal anders sein?? Ich verstehe nicht… wieso du nun einfach alles schlecht redest. Ich habe gesagt ich bin wegen der Sache mit Violet wütend auf dich und ich hoffe wir können in Zukunft einen Weg finden anders mit solchen Situationen umzugehen. Aber deswegen musst doch nicht gleich alles den Bach runter gehen! Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass es zwischen uns nie wieder wie früher werden kann. Wie kommst du bloß auf solche Annahmen?? Ich habe das Gefühl, dass du die Worte überhaupt nicht hörst, die aus meinem Mund kommen! Ich habe gesagt… dass ich mit dir gemeinsam daran arbeiten will, dass wir einen Weg finden, anders mit Problemen umzugehen, als sofort zu morden. WIR - GEMEINSAM - DU UND ICH. Weil niemand anderer uns so versteht… wir wir es gegenseitig tun Feivel. An unserer Beziehung muss sich nichts ändern nur weil wir nun Partner haben. Du bist und bleibst trotzdem der wichtigste Mensch in meinem Leben. Und ich scheiß drauf was in der Vergangenheit passiert ist. Ich bin es Leid irgendwem für irgendwas die Schuld zu geben. Wir haben deine Mum wieder gefunden! Du bist verliebt! Warum können wir nicht annehmen, dass es in unserem Leben endlich ein bisschen bergauf geht? Und wenn die zwei uns nerven dann.. verziehen wir uns in den Wald.. schlachten ein paar Beißer, grillen einen Hasen oder.. wandern bis wir Blasen an den Füßen haben, um der Unruhe in uns Herr zu werden…so wie wir es schon immer getan haben….. okay?“
Ein Okay zu diesem Zeitpunkt wäre das Einzige, das Edward nun akzeptieren würde! Denn egal wie sauer er auch auf seinen Sohn war wegen der Sache mit Violet… er war deshalb nicht für ihn gestorben. Genauso wenig wie ihre Beziehung. Und es brach ihm das Herz, dass er Feivel dieses Gefühl offenbar vermittelt hatte.
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
So wie Feivel lang unterschätzt hatte, was er mit seiner Art alles zerstören konnte, so unterschätzte Ed gerade gewaltig, was er mit ein paar wenigen Worten bei seinem Sohn angerichtet hatte. Nicht, dass AJs daraus resultierender Wunsch, sich zu ändern, etwas Schlechtes wäre. Dank Atticus war er inzwischen auch so weit wieder mit sich im Reinen, dass er nicht mehr dachte, ein Vollversager zu sein und nirgends mehr einen Platz zu haben. Die Wunde blieb aber trotzdem und das Gedankenchaos würde auch nicht einfach verschwinden. Feivel hatte also seine liebe Mühe damit, Eds Worte richtig aufzunehmen und zu interpretieren.
Offenbar war es ihnen beiden nicht möglich, einander zu verstehen. Und wenn sie nun wirklich damit anfangen würden, wer hier welchen Partner vorziehen würde, könnten sie sich erneut in Vorwürfen verstricken. Denn Feivel war nur auf Atticus getroffen, weil er vor Violet und Ed geflüchtet war. Mit wem hatte diese Entfremdung also angefangen, könnte man sich fragen. AJ hatte aber auch keine Lust und kein Interesse mehr an Schuldzuweisungen, also blieben seine und auch Edwards Gedanken glücklicherweise unausgesprochen.
Feivel blieb stehen, als Ed ihn packte und zu sich drehte. Sein Blick war zornig, aber das Gefühl galt eher sich selbst als seinem Dad. Alles, was der sagte, war ja richtig. Atticus hatte ihn auch gewarnt, dass er sich Dinge einredete und sich damit kaputt machte. Das fing gerade wieder an und Feivel konnte es nicht eindämmen. Da war es wirklich gut, dass sein Vater noch einmal deutlicher wurde. Damit ein paar Sachen in AJs Hirn ankamen. Zumal es jetzt auch nach was ganz anderem klang als vorher.
»Warum ich auf solche Annahmen komme? Du hast gesagt, deine Erziehung sei falsch gewesen, dass ich die Prinzipien der Drummer falsch umsetze, du hast damit einfach alles über den Haufen geworfen, das mich ausmacht. Damit umzugehen, ist sehr schwer für mich, aber ich will es versuchen. Ich weiß, dass ich einen anderen Weg für mich suchen muss, und das möchte ich auch. Was mit Violet passiert ist, kann ich nicht ändern, auch wenn ich es gern würde ... und ich würde verstehen, wenn das noch lange zwischen uns steht. Es ... es ist gerade einfach extrem schwierig für mich, meinen Weg zu sehen und das schließt den mit dir ein. Weil ich nicht einschätzen kann, wie ... kaputt er ist.« Feivel fuhr sich verzweifelt durch sein Haar. Er fand überhaupt keine Worte, die irgendwas auch nur im Ansatz beschrieben, das in ihm vorging. Trotz des Gesprächs mit Atticus fühlte er sich im Grunde immer noch total verloren.
»Ich wollte auch nicht unterstellen, dass unsere Partner irgendwas ändern, ich dachte nur ...« Feivel schüttelte den Kopf. Das führte doch zu nichts. Er war so denkbar schlecht darin, seine Gefühlswelt zu erklären. Ja, warum konnten sie nicht einfach annehmen, dass es nun bergauf ging? Sie hatten sich doch im Grunde beide auch selbst verloren, bei all der Schuld, die sie sich für die Geschehnisse gaben. Nicht einander, sondern sich selbst. Das durfte Feivel nicht vergessen. Sein Vater haderte ebenso mit sich, er wollte auch etwas verändern.
AJ straffte die Schultern und sah ihn nun nicht mehr mit Zorn an, sondern mit Entschlossenheit. »Okay.« Diesmal klang es weitaus ehrlicher. Er wollte sich darauf einlassen. Es fühlte sich noch nicht gut und in Ordnung an, aber es würde auch nie wieder in diese Richtung gehen, wenn er seinen Vater weiterhin abschmetterte. Eigentlich waren diese Schritte aufeinander zu ja genau das, was er sich gewünscht hatte.
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Edward hatte es satt Vorwürfe zu machen oder auf vergangenen Ereignissen rumzureiten. Aber das mit Violet war einfach noch sehr frisch. Und Alphonse hatte kein einziges Mal nachgefragt, ob es ihm nach dem Verlust gut ging. Auch jetzt nicht. Denn trotz allem interessierte er sich gerade nur für das was Edward mit seinen Worten angerichtet hatte. Und nicht für seine Tat per se. Oder was sein Vater deswegen fühlte. Edward machte es ihm nicht zum Vorwurf.. er wusste wie Alphonse manchmal sein konnte. Weh tat es ihm trotzdem, auch wenn er es jetzt nicht zeigte oder ansprach.
Trotzdem wählte er nun direktere Worte, weil er es einfach nicht aushielt wenn Alphonse sich in seinen pessimistischen Gedanken verlor und nur noch schwarzmalte. Damit kam er einfach nicht gut klar. Konnte deswegen auch weniger einfühlsam damit umgehen sondern wählte klarere Worte, damit sie auch wirklich bei seinem Sohn ankamen.
Aber erneut ritt AJ auf etwas rum das Edward im Schock und Streit gesagt hatte. Weswegen er nun sogar ein bisschen lauter wurde.
„Du hattest in dem Moment gerade meine Ex-Freundin ermordet Alphonse!! Entschuldige bitte, dass ich in dem Augenblick nicht genau über meine Wortwahl nachgedacht habe. Du weißt besser als jeder andere, dass man im Zorn Dinge sagt, die man später gerne zurück nehmen würde oder nicht durch und durch so meint. Als du mir damals sinngemäß vorgeworfen hast, ich wäre ein schlechter Vater, weil ich dich in deiner Beziehung nicht unterstütze.. hast du das doch auch nur wegen Wut oder Enttäuschung gesagt. Und genau so ging es mir auch. Ich stehe dazu gesagt zu haben, dass ich in der Vergangenheit Fehler in meiner Erziehung gemacht habe. Aber ich habe damit nie sagen wollen, dass alles falsch war! DU deswegen falsch bist oder kein Drummer mehr sein kannst. Das bist du und das wirst du immer bleiben. Unsere Familie war noch nie perfekt. Wir alle haben Entscheidungen getroffen, die wir bereuen. Aber das Wichtigste ist, dass wir uns immer wieder aufrappeln und nicht einfach aufgeben, hörst du?“
Auch das war ein wichtiges Drummer-Mantra. Zusammenhalt. Durchhaltevermögen. Und all das besaß Alphonse, so lange er nun nicht einfach allem den Rücken kehrte und alles wegwarf..
Es schmerzte zu hören, dass AJ nicht wusste wie kaputt der Weg mit Edward war. Das ließ ihn die Stimme und auch den Kopf wieder senken. Denn das war nun wohl eine Entscheidung.. die Edward nicht gemeinsam mit ihm treffen konnte. Er war doch bereit ihm zu vergeben und versuchte wirklich das mit allen erdenklichen Mitteln klar zu machen. Aber wenn AJ ihm nicht glaubte oder es annehmen konnte, dann.. hatte er doch gar keine Chance.
„Du bist mein Sohn Alphonse. Und ich liebe dich. Egal was passiert ist. Meine Hand ist stets ausgestreckt.. welchen Weg auch immer du am Ende wählst“
Das musste AJ wohl erst für sich selbst herausfinden. Edward konnte nur da sein.. wenn er seine Hand nicht nehmen konnte oder wollte dann.. musste er das wohl akzeptieren..
Irgendwie hatte er gerade das Gefühl dass AJ schon wieder aufgab. Er versuchte nicht mehr Ed verständlich zu machen was in ihm vorging. Weil er dachte, er kapierte es sowieso nicht? Tat er ja offenbar auch nicht. Das ‚okay‘ wirkte zwar entschlossener als vorhin aber…. ein gutes Gefühl hinterließ es trotzdem nicht. Aber was hatte er auch erwartet? Offenbar reichte ein Gespräch nicht aus, damit alles zwischen ihnen wieder gut werden würde..
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Feivel wollte gar nicht streiten. Er wollte auch keine Vorwürfe machen oder alte Sachen wieder aufkochen. Er wollte einfach seinem Vater um den Hals fallen und wissen und hören, dass alles wieder in Ordnung kommen würde. Dieses Gespräch lief überhaupt nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Das, was Ed sagte, kam bei ihm falsch an und offenkundig kam wiederum das, was Feivel von sich gab, anders bei seinem Vater an. Es war, als wären sie zwei Fremde geworden, die einander überhaupt nicht verstanden. Das war AJs schlimmster Alptraum.
Als Ed nun auch noch laut wurde, biss er die Zähne fest zusammen und sah zu Boden. »Ich weiß! Ich weiß das! Aber ich kann doch auch nichts daran ändern, wie ich mich jetzt fühle und was das mit mir macht. Als ich dir gesagt habe, du seist ein schlechter Vater, und das wieder zurückgenommen habe ... da hast du auch eine Weile gebraucht, um das anzunehmen. Vielleicht hast du es auch nie vollständig gekonnt, denn seitdem habe ich wirklich das Gefühl, dass wir ... nicht mehr so richtig zu unserer alten Stärke zurückgekehrt sind. Jetzt ... verstehe ich das. Und das ist kein Vorwurf!« AJ konnte es nun besser nachvollziehen, weil er nun auch in so einer Situation war, in der er nicht wusste, ob sie sich nicht zu viele schlimme Dinge an den Kopf geworfen hatten.
Feivel hatte Ed bisher nicht gefragt, wie es ihm ging, weil ... na ja, wann hätte er es tun sollen? Nach dem Streit wohl kaum. Danach war er halbtot und mit einem Schlauch im Mund gestraft gewesen. Es war keine Frage, die man auf Papier stellte, wenn man damit rechnete, später noch die Gelegenheit zu haben, darüber zu sprechen. AJ hatte gehofft, diese würde sich vielleicht heute bieten. Auch wenn er sich absolut anmaßend vorkommen würde, seinen Vater zu fragen, wie er sich wegen des Verlusts hielt, den sein eigener Sohn zu verantworten hatte. Er würde auch gern mit ihm über Joeys Anwesenheit reden. Es gab so vieles, von dem Alphonse sich wünschte, es mit Ed besprechen zu können. So wie früher. Nur fühlte es sich nach wie vor so an, als hätte er dieses Recht und Privileg verwirkt.
Alphonse bemühte sich doch, nicht aufzugeben. Sich wieder aufzurappeln. Er bemühte sich, den Weg zu sehen und den Schaden wiedergutzumachen. Ihm war inzwischen auch klar, dass er sich nicht um 180 Grad drehen musste. Und ein Drummer würde er immer bleiben. Dass er sich so verloren fühlte, ließ sich trotzdem nicht ignorieren. Vielleicht würde es einfach Zeit brauchen, bis sich dieses Gefühl legte.
Feivel schlang die Arme um seinen Körper, weil er plötzlich fröstelte. Ed zeigte und sagte ihm, dass der gemeinsame Weg von seiner Seite aus offen und begehbar war. Sie könnten ihn Hand in Hand entlang schreiten. Und das war es auch, was Feivel wollte. Was war das für eine Mauer in ihm? Sie war unerträglich. War sie aus Furcht geboren? AJ wusste es nicht. »Ich ... möchte deine Hand nehmen, aber ich habe nicht das Gefühl, das verdient zu haben.« Möglicherweise war das das Problem. Er konnte die Vergebung überhaupt nicht annehmen. »Ich möchte auch nicht so fühlen, wie ich es gerade tu, ich ... will, dass alles wieder in Ordnung ist. Aber vielleicht soll es nicht so einfach sein. Vielleicht darf es nicht so einfach sein. Vielleicht muss es noch eine Weile wehtun, sonst denkt dieser dunkle Teil in meinem Verstand, ich komme mit so was immer wieder durch und dann kann ich gar nichts ändern.«
Seine Augen füllten sich erneut mit Tränen. Was war das für eine bittere Erkenntnis? Sein Vater stand hier vor ihm und war bereit, über alles hinwegzusehen, und Feivel sah sich plötzlich außerstande, die letzte Hürde zu überwinden und das anzunehmen? Er fühlte sich, als würde er sich selbst das Herz aus der Brust reißen.
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Edward versuchte wirklich alles, um AJ begreiflich zu machen, dass es wieder in Ordnung kommen würde. Er sagte ihm, dass seine Hand stets ausgestreckt sein würde, komme was wolle. Und dass er ihn liebte. Völlig egal was auch geschehen war. Edward würde ihn nicht einfach verstoßen, das konnte er gar nicht. Denn daran würde auch er völlig zu Grunde gehen.
Doch auch ihm fiel auf, dass sie irgendwie ständig aneinander vorbei redeten oder sich missverstanden. Vielleicht lag das an den Problemen der letzten Monate. Oder aber auch daran, dass Alphonse erwachsen wurde. Die Pubertät war eine riesengroße Stolperfalle, also war es eigentlich nicht verwunderlich, dass AJ sich so verloren fühlte. Im Grunde ging es doch jedem Teenager so. Nur wuchsen die anderen Kids unter völlig anderen Bedingungen auf. Eine Identitäts- und Sinneskrise hatte aber wohl trotzdem jeder. Weshalb Ed ja auch versuchte einen weiteren Schritt auf ihn zu zu machen, weil er wusste wie anstrengend dieses Alter war… aber AJ war nun mal leider auch kein gewöhnlicher Teenie sondern hochbegabt. Das machte alles ziemlich verzwickt und kompliziert.
„Natürlich haben deine Worte damals weh getan. Aber ich habe dir verziehen. Das ist nichts mehr das zwischen uns steht. Denn du hast mir danach Tag für Tag das Gegenteil bewiesen..“
Alphonse hatte sich in dieser Zeit wirklich sehr bemüht. Und Edward hatte das zu schätzen gewusst. Vielleicht musste er sich nun auch bemühen AJ zu zeigen, dass er gut so war wie er eben war. Und zwar ohne Worte sondern durch Taten. Denn mit Worten konnten sie beide irgendwie gerade nicht so richtig umgehen. Aber Taten folgen zu lassen war nicht so einfach. Er wollte Alphonse immerhin auch nichts aufzwingen.
Trotzdem tat es weh untätig dabei zuzusehen, wie sein Sohn fröstelte und sich sichtlich unwohl fühlte. Dass er ihn nun nicht einfach so liebevoll und herzlich in die Arme nehmen konnte wie sonst, lag aber leider daran, dass er ja trotzdem noch sauer auf ihn war wegen Violet. Auch Ed konnte dieses Gefühl nicht einfach so abstellen. Doch das waren für ihn zwei verschiedene Paar Schuhe. Er liebte AJ so wie er war. Aber er war wütend wegen seiner Tat. Eines musste das andere doch nicht ausschließen. Er konnte ihn lieben und trotzdem enttäuscht deswegen sein. Doch das würde vergehen.
„Du hast das Gefühl es nicht verdient zu haben? Wenn das der Fall ist, dann musst du dir wohl erst mal selbst vergeben Alphonse…“
Ehe er Eds Vergebung annehmen konnte. Denn so lange er sich deswegen selbst geißelte, so lange würde er auch die gereichte Hand nicht nehmen können, egal wie weit Ed sie ihm auch entgegen streckte.
Dann sagte AJ allerdings etwas das auch Edward ins Grübeln brachte. Denn vielleicht hatte er damit Recht. Vielleicht sollte er ihm nicht so einfach vergeben, weil die Gefahr dann groß war, dass AJ solche Taten wiederholte. Wenn er bemerkte…. dass er einfach alles tun konnte und sein Vater würde ihm immer wieder verzeihen. Aber was hieß das nun? Dass er ihn weiter strafen sollte, obwohl sich doch auch in ihm alles danach sehnte sich mit ihm zu versöhnen? Doch wenn es der einzige Weg war, um ihn von weiteren Gräueltaten abzuhalten? Ihm etwas vormachen konnte Edward aber trotzdem nicht. Weshalb er den Kopf schüttelte und meinte.
„Vielleicht hast du Recht. Doch ich habe gesehen wie sehr du in den letzten Wochen gelitten hast Feivel. Und selbst wenn es klug wäre dich noch länger zu strafen….. ich kann es einfach nicht. Denn ich glaube fest daran, dass es genug war. Dass du deine Lektion gelernt hast und so eine Scheiße sich nicht wiederholt. Du bist der ehrgeizigste Mensch den ich kenne. Und wenn du sagst, du möchtest an dir arbeiten, dann schaffst du das auch. Aber es gelingt dir besser wenn wir ein Team sind, als wenn ich dich verachte und du dich deswegen schrecklich fühlst. Früher.. in der alten Welt… da gab es so viele Familien die sich aus nichtigen Gründen miteinander zerstritten oder ihre Kinder verstoßen haben. Aber wir sind die Drummers. Das ist nicht unsere Art zu leben und das wird sie auch niemals sein!“
Er konnte ihm diesen Wunsch also nicht erfüllen. Ihn noch weiter zu quälen, nur damit er etwas änderte. Nein, Ed musste daran glauben, dass sein Sohn das auch auf diese Weise schaffte. Indem sie das Problem gemeinsam angingen, statt ihn weiter in diese Verlorenheit zu treiben..
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Edward hatte ihm sogar verziehen, was er ihm damals an den Kopf geworfen hatte? Feivel hatte es so leid getan, ihn als schlechten Vater bezeichnet zu haben, weil es eben auch gar nicht stimmte, und ja ... er hatte sich danach extra doll um Ed bemüht. Um ihm das zu zeigen, nicht nur aus einem schlechten Gewissen heraus. Aber er hatte trotzdem das Gefühl gehabt, sein Dad hätte ihm diese Worte niemals so richtig vergeben. Weswegen AJ nun nachdenklich die Stirn runzelte. Vielleicht hatte er schon früher damit begonnen, sich Dinge einzureden, die gar nicht stimmten. Ihm war auch nicht klar, dass Liebe und eine riesige Enttäuschung nebeneinander existieren konnten. Obwohl er es selbst schon erlebt hatte. Aber in Bezug auf sich und seine Taten kam ihm das alles abstrakter vor.
»Scheinbar ist das nicht das Einzige, das ich mir selbst vergeben muss«, erwiderte er leise. Jedes Drama, das sich um seine Worte und seine Handlungen drehte, kochte wie Öl in seinen Gedärmen. Er hasste Fehler. Er hasste sie abgrundtief. Es war schlimm genug, wenn er derjenige war, der sie machte. Aber als viel viel grausamer empfand es, wenn er sie beging und dann seine Familie und sein Partner darunter litten.
Da Feivel bisher nichts daraus gelernt hatte, fragte er sich natürlich, woran das lag. Beim Gespräch mit Atticus war es ihm nicht klar gewesen oder in den Sinn gekommen. Erst jetzt war das der Fall. Ihm wurde stets vergeben. Jetzt erneut. Womöglich ruhte er sich darauf aus. Aber das durfte ihm nicht passieren. Also musste er dem einen Riegel vorschieben, auch wenn es war, als würde er sich in das eigene Fleisch schneiden. Seine Schlussfolgerung war an Logik nicht zu übertreffen. An Edwards Gesichtsausdruck konnte er erkennen, dass es ihm ebenso klar war. Sicher stimmte er ihm zu.
Doch sein Vater überraschte ihn. Er fand, Feivel hätte sich genug gegeißelt und dass er so eine Tat nicht wiederholen würde. Er glaubte an ihn. Und er wollte weiterhin ein Team mit ihm bilden, nicht getrennt voneinander agieren. Ed hatte nicht vor, ihn zu verachten. Nein, er liebte ihn nach wie vor ... so wie auch Feivel seinen Dad vergötterte. Seine Angst, ihn zu verlieren, wäre wohl sonst kaum so ausgeprägt.
»Wir sind die Drummers!«, wiederholte AJ leise, aber bestimmt. Es erschien sogar ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen. Jetzt fühlte er das endlich wieder und das würde hoffentlich auch Ed erkennen.
»Darf ... darf ich dich umarmen?« Feivel musste diese Annährung unbedingt physisch spüren, aber er war sich nicht sicher, ob Ed das wollte. Denn dass er immer noch sauer war, hatte AJ zur Kenntnis genommen. Deswegen blieb eine gewisse Restvorsicht, selbst wenn sie es nun doch schaffen würden, ihr Band zueinander zu reparieren.
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
War es nicht genau das, was Eltern tun sollten? Selbst wenn Ed irgendwann durch AJs Hand sterben oder dieser sich endgültig gegen ihn wenden würde… er würde ihm wohl selbst einen Mord an sich selbst vergeben. Weil er sein Kind war. Und Kinder.. standen einfach über allem. Zumindest war das stets seine Traumvorstellung von guten Eltern gewesen. Das, was er in den ersten, wenigen Lebensjahren erlebt hatte, als er noch eine richtige Familie besessen hatte. Die Erinnerungen waren verschwommen… doch das Gefühl blieb. Und Edward hatte sich fest vorgenommen, wenn er schon unfreiwillig Vater sein würde, dann ein Guter. Und das wollte er AJ mit seinem Entgegenkommen nun zeigen. Für ihn waren das nicht nur leere Phrasen, sondern seine Lebenseinstellung. Seine Prinzipien die er am ersten Tag gefasst hatte, als er die Vormundschaft für Alphonse übernommen hatte. Umso schlimmer war es gewesen, dass er ihn als schlechten Vater bezeichnet hatte. Aber niemand war perfekt, Ed gab sein Bestes. Und es hatte ihm nur gezeigt, dass noch Luft nach oben da war. Auch er hatte viel von Feivel gelernt, das konnte er nicht bestreiten.
„Ich weiß. Und dazu kann ich nur sagen… egal was dein genialer Verstand da drin auch immer produzieren mag. Steh deinem Glück nicht selbst im Weg Feivel“
Denn darauf lief es doch hinaus. Er zergrübelte die Dinge, solange bis sie kaputt waren oder er sie kaputt gemacht hatte. Ihre Beziehung schien für den Moment gerettet zu sein, aber Feivel musste trotzdem Frieden mit sich selbst schließen. Sonst könnte er weder sich, noch Atticus, noch seine Familie auf Dauer glücklich machen.
Und endlich… endlich schien Edward wohl die richtigen Worte zu wählen. Die auch wirklich etwas in Feivel auslösten. Etwas Positives zur Abwechslung. Und er meinte jedes einzelne davon ernst. Und doch hatte Cara Recht gehabt. Alphonse war noch nicht so weit seinen Weg völlig alleine zu gehen. Er brauchte sie noch…. als Eltern. Und sie würden ihm zur Seite stehen, auf jedem seiner Schritte und dabei helfen die Stolpersteine auf seiner Entwicklung aus dem Weg zu räumen. Wenn man ein Kind hatte… dann endete die Erziehung in Wahrheit wohl nie. Denn Eltern war man ein Leben lang.
„Scheiße ja! Das sind wir!“
Stimmte Edward zu und musste nun ebenfalls schmunzeln. Klar würde er manchmal noch traurig oder auch wütend wegen der Sache mit Violet werden. Aber für den Moment…. da wollte er das einfach mal kurz vergessen und seinen Sohn verdammt noch mal umarmen. Weshalb er nicht eine Sekunde zögerte, ehe er nickte und Alphonse dabei bereits ganz fest an sich drückte und in seine starken Arme schloss.
Das war wirklich längst überfällig…
„Aber das nächste Mal löscht du die Lampe bevor du dich in deinem Gedankenwirrwarr verlierst, klar??“
‚Scherzte‘ er nun sogar schon ein bisschen während er ihn einfach nur fest hielt und ihm leicht auf den Rücken klopfte. Denn denken.. konnte man definitiv auch im Dunkeln.
@Alphonse Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
»Ich versuch’s.« Schon verrückt eigentlich. In den letzten Jahren hatte Feivel vor Egoismus nur so gestrotzt. Hatte es als gegeben angesehen, dass man auf ihn Rücksicht nahm und seine Wünsche erfüllte. Wenn das nicht passiert war, hatte er es eingefordert und dafür auch emotionale Erpressung benutzt, obwohl er sie verabscheute. Er hatte kaum Empathie besessen oder ein gutes Gespür für seine Mitmenschen. Feivel hatte seinem Glück also nie wirklich im Weg gestanden. Er hatte nur sich selbst und seine Gedanken gebraucht, seine Bücher und geistige Herausforderungen ... und seinen Dad an seiner Seite. In seiner Vorstellung hatte die Ewigkeit so ausgesehen, obwohl ihm natürlich klar gewesen war, dass es nicht so laufen würde. Nun war er mit der Pubertät in den letzten Zügen und die bestand nun in einer ausgiebigen Identitätskrise, in der er mit seinem Ego wirklich haderte und es zügeln wollte. In der ihm die Werte der Drummer wirklich und wahrhaftig wichtig wurden, obwohl er zuvor schon gedacht hatte, sie umfänglich begriffen zu haben. Er stand noch ganz am Anfang seines Weges. Natürlich brauchte er die Hilfe seiner Eltern weiterhin. Und die von Atti. Allein würde er das nicht schaffen und wollte es auch nicht. Er brauchte seinen Kompass, auch wenn dieser gleich drei Nadeln besaß.
Jetzt war Feivel jedenfalls an einem Punkt, an dem er Edwards Worte viel besser annehmen konnte und auch die Absolution, die er ihm erteilte. Er hatte nun erneut ein besseres Verständnis darüber erlangt, an was er noch arbeiten musste. Doch die Versöhnung würde sich unvollständig anfühlen, wenn sie sie nicht mit einer Umarmung besiegelten. Weswegen AJ vorsichtig danach fragte. Sie wurde ihm gewährt.
Er schloss ganz fest die Augen, atmete tief durch. Verbarg sein Gesicht an Eds Brust und breitete dann auch die Arme um ihn aus. Endlich kehrte das Gefühl von Geborgenheit zurück. Dieses ganz spezielle, das nur Eltern einem vermitteln konnten. Er würde Ed nun eine ganze Weile nicht loslassen. Am liebsten würde er ja auf seinen Arm klettern, so wie damals ... als er wirklich noch ein kleines Kind gewesen war. Aber das war wohl nun keine Option mehr. Dennoch hatte Feivel dieses Bedürfnis, sich bei seinem Vater verkriechen zu wollen.
»Versprochen«, murmelte er. So was wie mit der Laterne würde ihm auch kein zweites Mal passieren.
Irgendwann löste er sich doch ein bisschen und blickte zu Edward hoch. Druckste doch noch mal ein bisschen herum. »Dad, wenn du ... über Violet reden möchtest, dann ... ich bin mir nicht sicher, ob ich ...« Er sah zur Seite. »Wenn du mich deswegen phasenweise nicht sehen möchtest, kannst du mir das sagen. Ich will das Thema nicht totschweigen, sie hat schließlich mal zu deinem Leben gehört.« Das hatte er schon geschnallt. Aber es kam ihm immer noch falsch vor, Ed direkt zu fragen, wie es ihm damit inzwischen ging und wie sie zukünftig damit umgehen wollten. Trotzdem traute er sich nun, weil ihm das nach wie vor sehr auf der Seele lag.
@Edward Drummer



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RE: I need an option, a reason and some hope. I need you. | August 2023 | Cara, Edward, Alphonse, Atticus
Ja, Feivel hatte eine wirklich beeindruckende Entwicklung hinter sich. In mancher Hinsicht war das wirklich gut, sonst hätte er sich niemals auf eine Liebesbeziehung einlassen können. In anderen Belangen war es jedoch schwierig und kompliziert. Denn nun war plötzlich nicht mehr alles logisch und berechenbar. AJ handelte nicht mehr länger nur nach seinem Verstand, sondern sein Herz nahm immer mehr Überhand. Was einerseits wunderschön war aber andererseits natürlich auch zu Chaos führte. Trotzdem war Edward wirklich stolz auf ihn und seine Entwicklung und freute sich wahnsinnig darüber.. dass sein kleiner Roboter ein bisschen auftaute. Das hatte er ihm wohl noch nicht deutlich genug gesagt. Und jetzt war auch nicht der richtige Moment dafür. Aber der würde noch kommen. Ganz bestimmt.
Nun sollten sie aber erst mal diese Annäherung in vollen Zügen genießen. Denn Edward brauchte diese Umarmung mindestens genauso dringend wie sein Sohn. Er schloss die Augen und hielt ihn so fest er konnte, ohne die Absicht ihn je wieder loszulassen. Wenn Atticus seinen Freund heute also nicht mehr zu Gesicht bekam war das sein Pech, er hatte ja gewollt, dass die zwei sich aussprachen.
Allerdings schien AJ immer noch etwas auf der Seele zu lassen. Weshalb er sich notgedrungen wieder etwas von ihm löste und zu ihm hinab sah. So weit musste er allerdings gar nicht mehr nach unten sehen. Scheiße war sein Sohn groß geworden.
Ed war nicht direkt klar worauf AJ mit seinem Gedruckse hinaus wollte. Es spielte aber auch keine Rolle. Denn Edward schob diesem Gespräch ganz schnell wieder den Riegel vor und ergriff seinerseits das Wort.
„Es ist alles dazu bereits gesagt. Hör mal Feivel… ich musste in meinem Leben bereits so viele Verluste von geliebten Menschen hinnehmen. Das war beschissen und es tat jedes Mal aufs Neue höllisch weh. Aber ich habs überstanden und bin inzwischen ziemlich gut darin… mit solchen Schicksalsschlägen klar zu kommen. Ich mochte Violet, sie war mir wichtig und sie hatte diese Art von Ende nicht verdient. Aber sie war keine Drummer. Deshalb werd ich auch darüber hinweg kommen. Das muss ich nicht nur… das will ich auch. Damit ich ganz ohne negative Gedanken in diesen neuen Lebensabschnitt….. mit deiner Mum starten kann“
Cara würde ihm helfen darüber hinweg zu kommen. Im Grunde hatte sie das bereits getan. Edward war niemand, der sich ewig in seiner Trauer vergrub. Zumindest dann, wenn es nicht seine Familie betraf. Schon allein in der Apokalypse hatten sie so viele Menschen kommen und gehen gesehen… irgendwann gewöhnte man sich an dieses Gefühl. Wurde abgehärtet. Weshalb Ed den Verlust von Violet schnell verwinden würde. Es war weniger ihr Verlust sondern eher Feivels Tat die ihm Bauchschmerzen bereitete. Aber darüber hatten sie nun geredet, weshalb Ed fand, es war nicht notwendig noch mehr zu diesem Thema zu sagen. Nun wirkte er vielleicht wie der emotionslose Roboter, den Feivel früher oft gemimt hatte. Aber Ed war nun mal in einer beschissenen Welt aufgewachsen, wo der Tod zur Tagesordnung gehört hatte.
Mit seinen letzten Worten leitete er aber nun seinerseits das Gespräch in eine andere Richtung. Nämlich.. indem er schon gern noch mal wissen wollte, was AJ wirklich davon hielt, dass sein Dad und seine Mum geknutscht hatten!! Endlich konnten sie immerhin über solche Dinge wieder reden!! Weshalb Ed doch ein bisschen aufgeregt darüber war, was AJ dazu zu sagen hatte.
@Alphonse Drummer



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