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28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
You say you’re depressed – all I see is resilience |28 April. 2022 | vormittags | es nieselt leicht
Poppy lebte nun seit gut zwei Monaten in der Kolonie, die als das Cottage bekannt war. Zumindest konnte man es so erachten, als man sie gefunden hatte, hatte die Siebzehnjährige weder gesprochen noch irgendein Anzeichen von Kommunikationsbereitschaft gezeigt. Einzig ihre Tics wollten nicht verstummen und waren für Jason ein Zeichen gewesen, dass noch jemand in diesem kleinen, ziemlich verschmutzten Körper gesteckt hatte. Wenn sie jetzt so darüber nachdachte, war es ehrlich gesagt ein Wunder gewesen, dass man sie nicht auf der Stelle erschossen hatte. Mit ihren abgehackten Bewegungen, durch das Tourette verursacht, war sie einem Beißer ähnlicher gewesen als einem Menschen. Sie konnte von Glück reden, dass die Avery-Geschwister ihre Umgebung genau im Auge behielten und somit hatten ausmachen können, dass sie nicht zu den Zombies gehörte. Stattdessen hatten sie sie also mit heimgenommen, sie gewaschen und ihr ein warmes Bett und etwas zu Essen geboten und langsam, aber sicher war die Blondine aus ihrer Schockstarre erwacht. Sie hatte zu reden begonnen und von dem erzählt, was ihr passiert war…und ihrer Mum. Wo war nur ihrer Mutter? War sie aus der Miene gekommen? Hatten die Angreifer sie? Fragen, die ihr seit ihrer Ankunft im Kopf herumspuckte und sie nachts nicht schlafen ließen. Immer wieder träumte sie von dem, was geschehen war, wachte nachts schweißgebadet auf und weinte sich schließlich zurück in den Schlaf. Dass es so nicht bleiben konnte, war ihr bewusst und so hatte sie die Leute in der Kolonie um Arbeit gebeten, egal was, Hauptsache es hielt sie beschäftigt und sorgte dafür, dass sie abends erschöpft in Bett fiel. Zunächst hatte sie kleine Botengänge und Wachen übernommen, doch als man feststellte, dass sie hervorragend in Sachen Handarbeiten war, hatte man sie gebeten Kleidung auszubessern und Schals und Pullover zu stricken, was sie nur zu gerne tat. Ihre Anfertigungen wurden sogar mit anderen Kolonien getauscht, etwas, was Poppy überhaupt nicht kannte, waren ihre Leute eher unter sich gewesen.
Ein wenig nervös lief Poppy den Weg zum Clubhaus entlang. Sie waren heute Morgen bereits früh aufgebrochen, um einige Sachen auszuliefern. Es war das erste Mal, dass Poppy bei einer der Lieferungen selbst dabei war, bisher hatten das andere aus der Kolonie für sie übernommen, doch fühlte sie sich kräftig genug nun selbst mitanzupacken. Sie konnte die Schals stricken, also würde sie sich auch zu ihrem Bestimmungsort bringen können. Außerdem hatte sie so die Möglichkeit sich über ihre Mutter zu erkundigen, vielleicht hatte sie es geschafft zu entkommen und war einfach weitergeflohen. Sie wusste, dass es viele ‚Vielleichts‘ waren, doch es war das Einzige an, das sie sich klammern konnte. Bisher hatten die Leute, die sie getroffen hatte, jedoch nichts über ihre Mutter gehört und so lenkte sie sich damit ab, eine Ladung Schals an den Mann zu bringen. Die letzten gingen an die Familie Marshall, die wie Poppy erfuhr, im Clubhaus wohnte. Mit schiefgelegtem Kopf betrachtete sie das große Gebäude, dann die Umstehenden Häuser und Hüttchen. Tatsächlich war die Kolonie eher eine sehr großgeratener Bikerclub. Faszinierend wie unterschiedlich doch alles war. Die Tasche über die Schulter gehängt, schlurfte sie den Weg zur Tür hinauf. Ob sie klopfen sollte? Man hatte ihr gesagt sie könne einfach reingehen, war ja ein Clubhaus, aber das kam ihr irgendwie so falsch vor. Also klopfte sie. Und bekam natürlich keine Antwort. Wohl alle ausgeflogen. Unentschlossen blieb sie einen Moment stehen, ehe sie schließlich doch eintrat. „Halloooo?“, erkundigte sie sich in den Raum hinein. Keine Antwort. Irgendwie war das gruselig. „Mr. Marshall?“, Poppy trat weiter in den Raum hinein in den sie hineinblickte, ein Bar, ein Billiardtisch, wohl eine Art Gemeinschaftswohnzimmer oder so. „Mr. Marshall? Ich hab die Schals, die sie wollten“, erneut bekam sie keine Antwort, also war tatsächlich keiner da. Und nun? Sollte sie die Sachen einfach hier stehen lassen? Oder vor die Schlafzimmer stellen. „Was mach ich den jetzt nur damit?“, fragte sie die Korb, der ihr natürlich ebenfalls keine Antwort gab. „Na großartig, ich kann schlecht jemanden suchen, den ich nicht kenne“, sie seufzte, dreht sich um und ließ erschrocken die Schals fallen. Vor ihr befand sich eine Sitzecke samt Couch und auf der Couch lag jemand und starrte sie recht missmutig an. „Warst du die ganze Zeit schon hier?“, erkundigte sie sich bei dem Jungen, der ungefähr in ihrem Alter zu sein schien. „Ok, blöde Frage, natürlich warst du. Ich wollte nicht einbrechen oder so. Ich…ähm…soll Schals abliefern“, sie deutete auf ihre Tasche. „An die Familie Marshall….“,fügte sie hinzu und spürte das Zucken und Räuspern bereits, eher sich der Tic selbst löste. „Ich bin übrigens Poppys“, setzte sie nach, was Dave mit einem leisen „Boo“ begleitete und die Blondine verlegen lächeln ließ.
@Jackson Marshall

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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Wochenlang kamen immer wieder Rider zu ihm und fragten nach, ob es ihm gut ging. Erst recht als er sich in seinem Zimmer verkrochen und alle nur angeschwiegen hatte. Auf den Flur konnte er sie dann jedoch wiederum tuscheln hören, wie arm der Junge dran war, vor allem da Jace und Talinda auch noch verschwunden waren. Andere flüsterten leise zueinander, dass sie verstanden, dass er sich so sehr zurückzog, bei alledem was er erlebt hatte. Es nervte ihn tierisch, denn sie hatten alle keine Ahnung was bei ihm geschehen ist und wie er sich fühlte. Sie sollten ihn einfach nur in Ruhe lassen.
Doch erst als er aus seinem Zimmer rauskam, mit den Leuten redete und auch überall wieder etwas aushalf wie früher, wurden die Fragen weniger. Sie dachten wohl, dass wenn von sich aus bereit war aus seinem Zimmer zu kommen, mit ihnen redete und wieder mit anpackte, dann musste es ihm wieder besser gehen. Dass sein Lächeln nur ein Fake war, damit sie ihn in Ruhe ließen, damit rechnete wohl keiner. Ebenso, dass er all das nur tat, um sich einerseits abzulenken von den düsteren Gedanken, die in ihm tobten, und andererseits, um eben die besorgten Fragen zu stoppen. Doch niemand bekam mit, wie sehr ihn all dies anstrengte. Jeder andere Mensch konnte locker flockig mit seinen Mitmenschen reden, Jackson brauchte allein nach fünfzehn Minuten Konservation eine Auszeit und musste wieder Kraft tanken. Abend fiel er sogar oft wie tot ins Bett, nur da er mit den Leuten geredet hatte und Kleinigkeiten abgearbeitet hatte, wie etwas Haushalt, Geschirr waschen und sowas. Etwas, was ihn vor der ganzen Scheiße nie erschöpft hätte, raubte ihm nun in kürzester Zeit jegliche Energie. Doch wenigstens stellte niemand Fragen, auf die er nicht antworten wollte oder sprach Themen an, über die er nicht reden wollte.
Immer mal wieder gab es jedoch auch Tage, an denen ihm sogar zum Aufstehen die Kraft fehlte. Er wusste an solchen Tagen, dass wenn er es geschafft hätte sich aufzurichten oder auch nur die Bettdecke zur Seite zu schlagen, dass er dann jegliche Kraft schon verbraucht hätte, die er für den Tag gehabt hatte. So blieb er einfach liegen und tat nichts außer die Decke oder die Wand anzustarren oder einfach wieder zu schlafen. Denn wenn er nicht träumte, war im Schlaf einfach alles besser. Er hatte keine Probleme mehr, keine Gedanken peinigten ihn und keine Schuld lastete auf ihm. Schlaf bedeutete für ihn einfach eine Auszeit von allem zu haben.
An dem heutigen war mal wieder einer dieser kraftlosen Tage, doch wenigstens schaffte er es raus aus seinem Zimmer im ersten Stock, wo seine Familie mit anderen lebten, bis runter zum Gemeinschaftsraum des Clubhauses. Immer mal wieder liefen die Biker durch den Raum, doch sie kannten das Spiel inzwischen dann doch schon und ließen ihn in Ruhe. Sie wussten, dass er seien Ruhe brauchte und spätestens in ein paar Tagen wieder der Alte war. Sie wussten jedoch nicht, dass dies nun der wahre Jackson war und er die andere Seite nur mühsam spielte. Erst am Abend würde sich der Raum füllen und die Rider würden nach getaner Arbeit dort ein paar Stunden zusammensitzen, an der Bar ein zwei Bier trinken oder sie spielten am Billiardtisch eine Runde. Würde dies geschehen, würde Jackson wieder hoch und einfach schlafen gehen. Den Tag hatte er dann rumgebracht.
Als er aus dem Fenster raussah, sah er wie es leicht nieselte und er schnaubte amüsiert auf, denn das Wetter spiegelte seine Stimmung teilweise wieder. Würde es stürmen, dann wäre es außen und innen gleich. Beides führte jedoch keineswegs zu einer Besserung seiner Stimmung bei. Erst recht nicht als schon am Vormittag irgendjemand in den Raum ein langgezogenes ‚Hallo‘ rief. Genervt zog er sich die dünne Decke über den Kopf und hoffte, dass man ihn einfach in Ruhe ließ. Doch dann ertönte auch noch ein ‚Mr. Marshall?‘ und Jackson fluchte innerlich, hoffte allerdings, dass die Person einfach seinen Vater fand, der inzwischen zu seinem Glück und seiner Freude auch wieder da war. Doch dieser war, sowie er wusste, nicht im Clubhaus, als müsste er sich im schlimmsten Fall drum kümmern, dass die Person seinen Dad fand, damit er den Rest erledigte. Scheinbar ging es um irgendwelche Schals.
So sehr er sich zuvor darüber gefreut hatte, dass alle am Arbeiten waren und ihm seine Ruhe gönnten, so verfluchte er nun diese Situation. Denn wenn niemand da war, der sich um das Mädchen kümmerte, was nun den Raum betrat, dann müsste er dies tun. Er war sehr versucht sich einfach wieder die Decke über den Kopf zu ziehen, die inzwischen wieder runtergerutscht war, sodass das blondhaarige Mädchen ihn einfach nicht entdeckte oder den Hinweis verstand, dass er kein Bock auf Gesellschaft und Konversation hatte. Doch dann drehte sie sich auch schon um und erschrak sich bei seinem Anblick. Missmutig sah er sie an und blickte dann zu den Schals, die sie zu Boden fallen lassen hatte. Wäre er ein Gentleman, würde er nun aufstehen und diese für sie aufheben. Doch er war gerade eher ein grummeliger Biker, der nur einsilbig oder gar nicht antwortete, und dem alles am Arsch vorbeiging.
Dann plapperte das Mädchen auch schon los und wollte wissen, ob er schon die ganze Zeit da lag. Bevor er sich auch nur ansatzweise Gedanken darüber machen konnte, ob er wenigstens so höflich sein sollte und ihr antwortete, kam sie ihm zuvor und deklarierte ihre Frage als blöd. In Gedanken stimmte er ihr zu. Gleich darauf erklärte sie ihm, dass sie Schals an die Familie Marshall ausliefern sollte.
„Hast du ja nun gemacht!“, gab er fast schon patzig zurück und verwies mit diesen Worten darauf, das sie den Empfänger gefunden hatte und die Schals ja auch schon praktischerweise abgelegt hatte. Dann brauchte sie nur noch zu gehen und alles war wieder gut.
Doch das Mädchen schien das komplette Gegenteil von Jacksons aktueller Stimmung und somit in Plauderlaune zu sein. Sie nannte ihm ihren Namen. Doch direkt danach ertönte ein etwas tieferes ‚Boo‘ von ihr. Irgendetwas stimmte da scheinbar bei ihr nicht, aber Jackson wollte sich nicht damit beschäftigen. Seine eigenen Gedanken hielten ihn schon genug auf Trab.
„Jackson.“, brummte er und drehte sich dann um, sodass er ihr den Rücken zuwandte und die Couchlehne anstarrte. Hoffentlich verstand sie das Zeichen, dass er nicht reden wollte und sie ihren Auftrag erfüllte hatte, sodass sie nun gehen konnte.
@Poppy Bloom
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Von Jacksons Situation konnte die Blondine natürlich nichts wissen. Zum einen, weil sie sich nicht kannten. Zum anderen, weil Poppy selbst ja erst vor kurzem zum Cottage gekommen war. Von dem, was vor ihrer Ankunft mit den Kolonien im Umkreis passiert war, hatte sie also noch so gut, wie gar nichts mitbekommen. Sie wusste, dass es einige Aufbauarbeiten gab und dass Leute zu Schaden gekommen waren, nachgefragt hatte sie jedoch nicht. Dafür war sie derzeit noch zu sehr mit ihrem eigenen Verlust beschäftig von dem sie sich immerhin abzulenken versuchte. Ihre Mutter hatte ihr beigebracht in allem schlechten, auch immer etwas Gutes zu sehen. Eine Vorstellung, wie es wohl war, wenn man keinen Lichtstreifen am Horizont mehr finden konnte, hatte sie nicht. Für ihre Mum würde sie es einfach versuchen, das war ihr Strohhalm, an den sie sich klammerte. Dass dies ebenfalls ein Verdrängungsmechanismus war, darüber machte sie sich keine Gedanken. Vor allem jetzt gerade nicht, wo sie in einem fremden Wohnzimmer stand mit Oskar aus der Tonne persönlich. Nicht vom Aussehen her, aber von dem, was sie da zu hören bekam. Dass ihr Gegenüber seine Ruhe haben wollte, bekam sogar so jemand, wie Poppy mit, was sie jedoch nicht verstand war, was für eine Laus ihm über die Leber gelaufen sein musste. Immerhin war sie nicht zum Spaß hier und auch nicht um ihn zu ärgern… zumindest bisher nicht. Auf die recht patzige Antwort, dass sie die Schals ja nun geliefert hatte, hob sie eine Braue und beobachtete ihn dabei, wie er sich von ihr wegdrehte. Zwei Dinge wusste sie nun: Seinen Namen. Jackson. Sowie seinen Nachnamen, denn wenn sie die Schals – wie er sagte- hier und jetzt an die Familie Marshall geliefert hatte, dann musste er wohl dazu gehören. Hinzu schätzte sie, dass sie ungefähr im selben Alter sein mussten, da Poppy allerdings mit Teenie-Jungs bisher nicht so viel Erfahrung gemacht hatte, konnte sie das schlecht einschätzen. In den Gruppierungen in der sie mit ihrer Mum gelebt hatte, hatte es wenige Kinder gegeben und wenn, dann waren sie viel älter oder viel jünger als Poppy gewesen. Kontakte zu gleichaltrigen war sie somit überhaupt nicht gewohnt und somit war das hier gerade eine Art Premiere. Wie sollte sie sich nun verhalten, vor allem da dieses Exemplar von der missmutigen Sorte war. Sie blähte leicht die Wange auf und hatte beschlossen, dass sie das nicht auf sich sitzen lassen würde. Mochte so ein Biker-Ding sein, dass die alle dachte sie seien harte Kerle. Jackson war dann aber eben noch die Mini-Version. Sie zog zwei der Schals aus der Tüte und bewegte sich schließlich langsam um die Couch herum. Er hatte den Kopf zum Sofarücken gedreht und versuchte eindeutig sie zu ignorieren. „Also Jackson Marshall, wo du ja grade schon mal da bist, welchen würdest du bevorzugen?“, erkundigte sie sich und betrachtete erst den Schal in ihrer linken Hand, dann den in ihrer rechten. „Blau-grau oder doch eher grau-grün?“, wollte sie wissen und hielt sie hoch, ehe sie ein Auge zusammenkniff. Wenn Jackson eine Farbe hätte, wäre es derzeit wohl Gewitterwolken-Grau, dabei würde ihm Nachthimmel-Blau wahrscheinlich viel besser stehen.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 02.04.2023 23:23 |
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Nachdem Jackson Poppy den Rücken zugewandt hatte, bekam er natürlich nicht mit wie sie trotzig die Backen aufblähte. Ebenso konnte er natürlich auch nicht wissen, dass sie sich in diesem Moment in den Kopf setzte die harte Schale zu brechen, die sie bei ihm vermutete. Dies, obwohl er einfach nur seine Ruhe haben wollte und hoffte, dass er gleich wieder nur für sich war. Kurz spielte er sogar mit dem Gedanken, dass er einfach hoch in sein Zimmer gehen sollte, denn dahin würde die Blonde ihm sicherlich nicht folgen. Hoffte er zumindest.
Als Poppy dann jedoch mit zwei Schals bewaffnet hinter der Couch auftauchte, war er sich nicht mehr sicher, ob eine Flucht vor ihr möglich war. Zumal er sich nicht einmal dazu aufraffen konnte sich von der Couch zu bewegen, geschweige denn dann überhaupt in sein Zimmer zu verschwinden.
Poppy wollte sogleich auch wissen, welchen Schal er bevorzugen würde, den blau grauen oder den grau grünen. Dabei wirkte sie so fröhlich und aufgeschlossen als hätte sie in ihm einen neuen Freunde gefunden und nicht als hätte er ihr wortwörtlich einfach nach einer patzigen Antwort und einer wortkargen Vorstellung, ihr die kalte Schulter gezeigt. Wieso geschah ihm dies? Hatte er nicht schon genug zu leiden, weswegen musste das fremde Mädchen nun auch noch belagern?
Kurz schwieg er sie an, dann seufzte er ergeben. Sie würde wohl erst gehen, wenn er ihr antwortete. Hoffte er zumindest. Doch diese Hoffnung könnte sie womöglich genauso schnell zerschlagen wie seine vorherigen. Bevor er jedoch antwortete, macht er ihr noch einmal deutlich, dass er wirklich keine Gesellschaft wollte. Deswegen drehte er sich noch einmal um, sodass sie erneut seinen Rücken erblickte und sie erneut die Couch umrunden musste, um ihm ins Gesicht zu blicken.
Dann schwieg er erneut, bevor er ihr dann doch mal antwortete: „Wenn ich antworte, lässt du mich dann in Frieden?“
Nachdem er dies gesagt hatte, schloss er einfach seine Augen und hoffte, dass er entweder gleich einschlafen würde, um so der Situation zu entgehen, oder dass Poppy aufgab und ging. Doch stattdessen schlich sich die Frage nach der Schalfarbe wieder in seinen Kopf und er erinnerte sich an Konohamaru aus seinem Lieblingsmanga, der immer einen viel zu großen, blauen Schal getragen hatte, der sein Markenzeichen geworden war.
„Der blaue!“, antwortete er daher dann doch, obwohl der Schal blau grau war, und blieb weiterhin mit geschlossenen Augen liegen.
@Poppy Bloom
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Eine harte Nuss, die sie da vor sich hatte. Aber jede Nuss konnte man auch knacken, man musste nur den richtigen Punkt finden. Dass es bei Jackson, aber weniger um, keine Lust oder generell einen mürrischen Charakter ging, sondern es ihm tatsächlich schwer fiel sich mit ihr zu unterhalten, weil es an seinen Nerven zerrte, wusste sie nicht und konnte sie nicht einmal erahnen. Für sie war er ein miesgelaunter Teenager, wie er eben im Bilderbuch stand. Sah man sich alte Filme an, so schienen Jungs ab der Pubertät alle so zu werden und das Einzige, was sie in diesen Komödien auch nur ansatzweise runterholte, waren Möpse. Poppy hielt Jungs allerdings nicht generell für schwanzgesteuerte Vollidioten und war der Ansicht, dass Filme die Realität nun nicht unbedingt wiederkamen. Sie hatte andererseits auch kein Interesse daran die Theorie zu testen, daher griff sie stattdessen zu den Schals und erkundigte sich, welcher davon ihm besser gefiel. Sie würde jetzt sicher nicht klein beigeben. In jedem Menschen stecke irgendwas Gute, bei manchen musste man einfach nur tiefer graben. Dass er sich erneut umdrehte und sich erkundigte, ob sie gehen würde, wenn er antwortete, ließ sie schmunzeln. „Werden wir sehen“, sagte sie, oder auch nicht, da Jackson die Augen geschlossen hatte und erneut versuchte so zu tun, als wäre sie nicht da. Also wanderte sie erneut um die Couch herum, setzte sich neben der Tüte auf den Boden und faltete die Schals zusammen, ehe sie eine Box mit Keksen aus der Tasche nahm, die sie gestern Abend gebacken hatte. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie den fremden Jungen weiterhin, dessen Augen sich unter den Lidern bewegten, ein deutliches Zeichen, dass noch wach war, denn so schnell kam man nicht in eine Traumphase hinein. Also zählte sie in ihrem Kopf leise vor sich hin, sie war grade bei fünf angekommen, als er erneut antwortete. Wusste ichs doch, dachte sie mit einem Grinsen. Blau, nicht grau-blau. Nur blau. „Hm, er ist zwar grau-blau, aber wenn du lieber eine ganz blauen willst, kann ich dir gerne einen stricken, dauert dann nur ein paar Tage länger. Du könntest ihm beim Motorradfahren tragen“, bot sie an. „Du fährst doch oder?“, es war eine Vermutung, aber sie hatte auch kleinere Motorräder draußen gesehen, die nicht so aussahen, als würden sie von Erwachsenen benutzt. Und sein Dad war scheinbar der Chef hier. Es hätte sie schon sehr verwundert, wenn er nicht Fahren würde. „Ich selbst darf nicht fahren lernen, auch nicht Autos“, sagte sie mit einem Schulterzucken in den Raum hinein. Dave mochte nämlich keine Autos.
@Jackson Marshall

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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Das Poppy ihn für einen miesgelaunten Teenager-Biker hielt, dessen harte Schale sie nur knacken musste, das ahnte er nicht. Dafür hielt er sie für ein viel zu fröhliches und vor allem zu aufdringliches Ding, das ihn einfach nicht in Ruhe ließ. Hätte er einen guten Tag gehabt, dann hätte er zum einen allein über die Charakterkombi von ihnen beiden geschmunzelt und zum anderen auch deutlich mehr mit ihr geredet. So lag er jedoch nur wortkarg, gar stumm, auf der Couch und wollte weg. Doch auch dazu fehlte ihm die Kraft, weswegen er diese Tortur über sich ergehen lassen musste. Falls er jemals erfahren würde, dass möglicherweise ein Rider die Blonde auf ihn angesetzt hatte, um ihn auf seinem Schneckenhaus zu locken, dann würde er eiskalt diese Person ignorieren. Denn gerade war die Blonde ihm jetzt schon zu viel des Guten. Zum Glück der Biker hatte niemand was mit Poppy am Hut, wodurch sie vor den Launen des depressiven Teenagers geschützt waren.
Auf seine hoffnungsvolle Frage, ob sie ihn in Frieden lassen würde, wenn er antwortete, antwortete sie sehr schwammig und ließ somit offen, ob sie ihm den Wunsch erfüllte oder nicht. Erneut seufzte er aufgrund ihrer Antwort und wünschte sich, er könnte sich einfach wegteleportieren. Oder er würde auf einmal taub und blind werden, sodass sie nicht mehr mit ihm kommunizieren konnte. Doch so hartnäckig wie sie war, würde sie womöglich noch in Morsezeichen auf ihm herumtippen, um mit ihm reden zu können.
Nachdem er ihr dann doch antwortete, drehte er sich von ihr weg und wie erwartet konnte er hören, wie sie wieder die Couch umrundete und wie anschließend etwas raschelte. Innerlich betete er, das sie einfach ihre Sachen zusammenpackte und verschwinden wurde. Doch jegliche Macht des Universums hatte ihn in dem Moment wohl verlassen. Oder war dies die Strafe, die er nach all seinen Taten verdient hatte? Denn Poppy hatte sich scheinbar vor ihm und der Couch hingesetzt und plauderte fröhlich weiter als wäre er der angenehmste Gesprächspartner, den sie je gehabt hatte.
Als erstes stellte klar, dass er Schal blau grau war und nicht nur ganz blau. Doch das juckte ihn nicht. Dann bot sie ihm jedoch im gleichen Atemzug an, dass sie ihm einen blauen Schal stricken konnte und er gab mürrisch und abweisend von sich: „Nein danke!“
Denn würde er zusagen, würde es bedeuten, dass er noch einmal die Ehre ihres Besuchs hatte. Wenn sie Glück hatte, war er dann besser drauf, wenn er Pech hatte, dann befanden sie sich in derselben Situation wie gerade eben. Etwas, worauf er gerade verzichten konnte.
Auf den Kommentar, dass er ihn beim Motorradfahren tragen konnte, ging er auch gar nicht ein. Mit so einem Wollfetzen würde er nicht einmal aus dem Haus gehen. Geschweige denn auf dem Motorrad fahren. Auf seinem Bike trug er lediglich die Kutte, eine Lederjacke und einen Helm. Ein Schal gehörte für ihn nicht zu dem Bild. Hartgesottene Biker fuhren schließlich selbst bei Regen auch mal im Shirt durch die Gegend.
Poppy ließ auch weiterhin nicht locker. Nachdem sie schon zuvor das Thema Motorrad angesprochen hatte, wollte sie gleich darauf von ihm wissen, ob er fuhr. Eiskaltes Schweigen war seine Antwort. Er war der Sohn des Anführers der Biker. Was war das für eine Frage?! Selbst wenn er noch ein kleineres Modell fuhr, das auch leichter war, so würde er sicherlich in den nächsten Jahren wie sein Dad ein richtiges Bike bekommen.
Die Blonde plapperte dann einfach weiter und meinte dann, dass sie selbst nicht fahren lernen durfte. Auch nicht das Autofahren. Nun öffnete er doch verwundert die Augen und bereute es sofort, da er ihr so signalisierte, dass er ihr zuhörte, wenn auch nicht immer antwortete. Um diesen Fehler auszubügeln gab er zurück: „Zu blond, als dass deine Leute dich hinters Steuer setzen würden?“
Womit er darauf anspielte, dass sie zu doof zum Fahren lernen wäre. Womöglich würde so ein bissiger und biestiger Kommentar sie dann endlich vertreiben. Auch wenn er sicherlich am nächsten Tag oder zumindest wenn es ihm besser ging, diese Worte bereuen würde, so dachte er in diesem Moment gar nicht so weit. Er wollte bloß seine Ruhe habe und ihm war gerade egal, ob er die Blondine am Ende noch verletzte.
@Poppy Bloom
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Dank ihrer Mutter war Poppy zu einem sehr positiven und optimistischen Teenager herangewachsen, was, wie sie wusste, ein Privileg in der heutigen Zeit war. Nach dem Ausbruch hatten viele geliebte Menschen verloren und auch die Blondine hatte ihren Vater seitdem nicht wiedergesehen. Nachdem sie bereits als kleines Mädchen mit Tourette diagnostiziert worden war, hatte ihre Eltern versucht ihre Krankheit, so schwierig manche Tage auch waren, nie als einen Fluch zu sehen. Es war eben ein Teil von ihr, man musste nur lernen mit ihm umzugehen. Und das hatte sie getan, ihr Wille und auch die Einstellung ihrer Eltern hatten ihr in den kommenden Jahren geholfen mit allen Schwierigkeiten umzugehen. Vor allem mit der Ablehnung durch andere. Poppy Strange war teilweise ihr Spitzname gewesen und so war die Siebzehnjährige oft allein gewesen. Nur Ava hatte alles getan, damit sie eine weithin normale Kindheit erleben konnte, von ihr hatte Poppy ihre Liebe zu Kunst, Handarbeit und Tanz. Gut für Poppy konnte man meine, immer alles durch eine Rosarote Brille zu sehen, problematisch wurde es nur, wenn diese Brille zu einem Coping-Mechanismus wurde, in dem sie ihre Wut und Trauer verdrängte und mit einer immer fröhlichen Maske überspielte. Darüber machte sie sich jedoch grade keine Gedanken, da ihr ihre positive Art half mit dem grummeligen Kerl vor ihr fertig zu werden. Statt also verärgert zu reagieren, seufzte Poppy nur, als er ihr Angebot ihm einen Schal nur für ihn zu stricken vehement ablehnte. Dass er hauptsächlich ablehnte, weil er sie nicht noch einmal hier haben wollte, konnte sie nicht ahnen, was vielleicht sogar ganz gut war. „Wer nicht will der hat schon“, flötete Dave und räusperte sich und Poppy stimmte ihm im Kopf zu. Sie konnte ihn vorsichtshalber trotzdem Stricken. Hätte sie Jacksons Gedanken lesen können, hätte sie sich darüber amüsiert, dass er es für peinlich hielt einen Schal beim Biken umzutun. Besser als ein steifer Nacken, aber was wusste sie schon. Seine Nicht-Antwort auf die Frage ob er fuhr, nahm sie als ja. Was sollte sie auch sonst tun, als er ihr allerdings an den Kopf warf, dass sie wahrscheinlich nicht fahren durfte, weil sie zu blond – also in seinen Augen zu blöd war, war Dave schneller im Antworten als Poppy. „Ne, zu klein, um das Steuer zu erreichen“, was wie zum Lachen brachte und wahrscheinlich sogar stimmte. „Dave auf welcher Seite bist du eigentlich“, flüsterte sie, ehe sie sich wieder Jackson zuwendete. „Keine Ahnung, ob Dave blond ist. Gut, möglich, immerhin ist ein Teil von mir. Aber nein, er ist der Grund warum ich nicht fahren darf, hast ja gehört er ist zu klein, um ans Steuer zu kommen“, fügte sie hinzu, was Dave nur mit einem motorischen Tic beantwortete.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 03.04.2023 23:26 |
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Nachdem Jackson radikal Poppys Vorschlag ablehnte, dass diese ihm einen blauen Schal strickte, seufzte sie, doch zu seinem Glück wollte sie ihn nicht überzeugen, doch einen haben zu wollen oder vertiefte das Thema Schals weiter. Selbst wenn er Lust auf ein Gespräch gehabt hätte, so wäre dies kein Thema gewesen, was ihn irgendwie auch nur ansatzweise Freude gemacht hätte. Da wäre eher noch seine Schwester @Alena Marshall dafür zu haben gewesen. Doch leider hatte Poppy ihn als ihr Ziel erkoren und nicht Alena. Das hatte er also davon, dass er es aus seinem Bett geschafft hatte. Beim nächsten Mal blieb er einfach liegen!
Gerade als er dachte, dass wirklich nichts mehr zu dem Thema kam, sprach sie schon wieder in verstellter Stimme mit ihm und meinte, wer nicht will, der hat schon. Es klang wie das anfängliche ‚Boo‘. Hätte er nicht störrisch seine Augen geschlossen gehabt, so hätte er sie nun verwundert angesehen. Doch noch ließ er seine Augen zu, um ihr keinen Grund zu geben, dass sie annehmen könnte, er wollte sich doch mit ihr unterhalten. Doch trotzdem kreisten seine Gedanken um die Frage, weswegen sie manchmal so komisch sprach.
Das Thema Schals war dann auch abgeharkt, doch Poppy ließ nicht locker und sprach dann ein Thema an, was ihn dann doch tatsächlich begeisterte. Motorräder beziehungsweise das Fahren dieser. Natürlich wollte sie als erstes wissen, ob er fahren konnte. Die Frage erübrigte sich, weswegen er nicht antworte. Zumal er auch immer noch nicht mit ihrem Reden wollte. Um sie loszuwerden, griff er sie auch direkt an. Nachdem sie erklärte, dass sie nicht das Fahren von Motorrädern oder Autos lernen durfte, stellte er sie einfach als zu dumm dafür hin.
Als Antwort sprach sie erneut in ihrer anderen Stimme und dieses Mal konnte er sich auch sicher sein, dass es zu hundert Prozent sie war und keine weitere versteckte Person. Mit Poppy stimmte garantiert etwas nicht. Doch was da los war, das wusste er nicht. Seine Neugierde war nun jedoch geweckt, weswegen er ergeben seufzte und nach ihrem kleinen Selbstgespräch und einer verwirrenden Aussage über jemanden Namens Dave, sie fragte: „Was stimmt mit dir nicht? Hast du mehrere Persönlichkeiten oder wieso sprichst du so komisch?“
Nachdem er sie nun auch etwas gefragt hatte, könnte sie gut möglich annehmen, dass er sich für sie interessierte und er doch mit ihr plaudern wollte. Oder er vergraulte sie mit seiner Wortwahl. Letzteres fände er nicht schlimm. Bei ersteren war er nun zwiegespalten. Er wollte wissen, was sie hatte, aber nicht unbedingt den restlichen Vormittag noch zugetextet werden. Eine simple Antwort reichte aus, dann würde er sich wieder umdrehen und versuchen weiterzuschlafen. Zumindest nahm er sich dies vor. Tatsächlich merkte er jetzt schon, wie es ihn erschöpfte zu reden. Denn nicht nur die Depression kickte ihn an dem Tag, sondern auch immer noch der Aufenthalt im Heavens Paradise. Durch den Wachstumsschub und dass er immer mal wieder nichts zu sich nehmen konnte, da die Bilder in seinem Kopf ihm übel werden ließen, hatten dafür gesorgt, dass er viel zu dünn war, auch wenn er in den letzten Monaten schon wieder etwas zugenommen hatte. Trotzdem erschöpfte er so auch körperlich schneller.
Wenn er sich Poppy genauer ansah, so bemerkte er, dass aber auch sie nicht sonderlich wohlgenährt aussah. Womöglich hatte sie deswegen eine Keksdose ausgepackt.
@Poppy Bloom
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Auch wenn Jackson jetzt keinen Schal in blau wollte, würde das nicht bedeuten, dass es nicht irgendwann einmal dazu kam. Zumindest hatte sie nun für zuhause ein neues Projekt, sie strickte zwar auch einfach so drauf los, aber es war immer schöner etwas fertigzustellen, was man schlussendlich verschenken und über das sich jemand freuen konnte. Auch wenn man diesen jemand zu seinem Glück zwingen musste, war ja nur ein Schal. Den konnte man zur Not auch zu anderen Dingen nutzen als Notfall-Schlinge nach Stürzen vom Bike zum Beispiel. Da sie auf niemand anderen aus der Familie Marshall getroffen war, konnte sie natürlich auch nicht wissen, wie es um das Modebewusstsein von Jacksons älterer Schwester gestellt war. Oder, dass er überhaupt eine hatte. In der Hinsicht war er schon zu beneiden, was sie so mitbekommen hatte, schien es hier tatsächliche intakte Familien zu geben, ganz im Gegenteil zu ihrer eigenen. Sie ließ das Thema Schals fallen und überlegte, womit er wohl eher etwas anfangen konnte, also erkundigte sie sich, ob er Motorrad fahren konnte. Immerhin war das hier eine Kolonie voller Biker, Motorräder gab es hier gefühlt wie Sand am Meer. Nun gut, das war ein wenig übertrieben, aber sie hatte auf ihrem Weg schon das ein oder andere gesehen. Dass Jackson fahren konnte, das war ihr schon klar. Die Leute hier sahen nicht so aus, als würden sie sich groß an Verkehrsregeln oder Bestimmungen aus der alten Welt halten. Warum sollte also ein Kind nicht schon Mopped fahren dürfen? Etwas, um das ihn Poppy tatsächlichn ebenfalls beneidete, wegen ihres Tourettes würde sie dazu nie in der Lage sein. Es war nicht so, dass man mit Tourette generell kein Fahrzeug bedienen durfte, wer nur akustische Tics hatte, konnte natürlich Auto fahren. Poppy jedoch lief Gefahr anderen ins Lenkrad zu greifen und öffnete auch unkontrolliert Türen während der Fahrt, weswegen sie immer hinten und nur mit Kindersicherung fuhr. Ihr Tics waren eben manchmal unberechenbar und kamen, wie es ihnen passte, sie wurden weniger, wenn Poppy entspannt war, was jetzt gerade leider nicht der Fall war. Sie sah auf, als Jackson sich erkundigte, ob sie mehrere Persönlichkeiten hatten, was sie nicht groß verwunderte, sprach sie immerhin vom jemandem namens Dave. Genauso wenig verwunderte es sie, dass er überhaupt fragte. Tourette fiel eben auf, weil man selbst zwar sprach, aber es sich trotzdem nicht nach einem selbst anhörte. Ava hatte es gerne Hirnschluckauf genannt. Und Poppy nannte es eben nur Dave. „Nein, so cool ist meine Krankheit dann doch nicht, da wäre es noch interessant gewesen weiterzuforschen. Ich hab nur Tourette“, sagte sie und Dave unterstrich dies mit Vogelzwitschern und einem Klatschen. Vom Tourette-Syndrom hatte eigentlich so gut, wie jeder schon einmal gehört, auch wenn die Leute oftmals ein völlig falsches Bild im Kopf hatten. Da gab es eben nur den wütenden Touretter, der jeden beleidigte. „Keks?“, wollte sie wissen und hielt ihm die Dose hin, ehe sie selbst einen nahm.
@Jackson Marshall

If I woke up and didn't have Tourette's syndrome, it would feel weird
——————— - not better or worse, just different. ———————
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zuletzt bearbeitet 04.04.2023 22:18 |
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Jackson würde es wundern, wenn jemand nicht nachfragte, was bei Poppy los war. Denn so wie sie sprach, fiel sie auf jeden Fall auf. So etwas hatte schließlich nicht jede Person. Was genau es war, konnte er jedoch nicht sagen. Da sie mit sich selbst redete beziehungsweise mit Dave und dieser wiederum mit ihr redete, lag es für ihn nah, dass sie zwei verschiedene Persönlichkeiten hatte.
Als sie ihm jedoch erklärte, dass sie Tourette hatte, zog er kurz eine Augenbraue nach oben und es ratterte in seinem müden Kopf. Den Begriff hatte er schon einmal gehört, doch er konnte nicht sofort zuordnen, woher er das kannte und was es war. Dann fiel ihm jedoch wieder ein, wie ein paar der Biker mal miteinander rumgescherzt hatten und irgendwann – wohlbemerkt betrunken – sich nur noch Beleidigungen an den Kopf geworfen hatten. Ein Dritter hatte eingeworfen, ob sie Tourette hatten, was wiederum Jackson damals nachfragen lassen hatte, was das war. Der Rider erklärte ihm, dass es eine Krankheit war, wo die Person ohne es kontrollieren zu können, jemanden beleidigte. Die zwei anderen Männer fügten hinzu, dass es auch Gesten und Mimik beinhalten konnte. Dass die Person mit Touret jedoch auch einfach normale Sätze droppte oder ähnliches, das war Jackson bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst.
Das Poppy auch motorische Tics hatte, gab sie auch gleich zum Besten, da sie zwitscherte und mit den Händen klatschte. Wäre sie im Moment nicht so anstrengend, so würde Jackson sie tatsächlich unterhaltsam finden und möglicherweise auch von sich aus mit ihr reden. Sie hatte nur ein sehr mieses Timing und er eine sehr miese Stimmung
„Aha. Schön für dich!“, meinte er dann nur. Er hatte ja nun seine Information, also musste er nicht mehr viel mehr von sich weitergeben. Generell hätte er das Wissen auch nicht gebraucht, denn wenn es nach ihm gegangen wäre, dann wäre er nun wieder allein, weswegen er sich nicht mehr mit Poppy beschäftigen müsste. Doch das Mädchen verschwand nicht, sondern hielt ihm stattdessen die Dose mit Keksen hin.
„Lass stecken und verkrümel dich am besten gleich mit!“, murrte er dann nur und setzte dann seinen vorherigen Plan um, indem er sich erneut umdrehte und sich wieder der Sofalehne zuwandte. Dieses Mal jedoch zog er sich demonstrativ auch noch die Decke über den Kopf, so als wollte er sich vor ihr verstecken. Zumal man immer besser schlafen konnte, wenn es dunkel war!
@Poppy Bloom
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RE: 28. April 2022 | You say you're depressed - all I see is resilience | Jackson & Poppy
Ja, irgendwas stimmte mit Poppy nicht, das war mehr als offensichtlich. Sie redete mit sich selbst, verstellte Stimmen und zuckte, als hätte sie an einen Elektrozaun gepackt. Aber genauso, wie man direkt sehen konnte, dass etwas mit der Blondine nicht stimmte, so war auch sie sich mittlerweile sicher, dass Jackson nicht einfach nur müde war. Oder einen miesen Tag hatte. Da war mehr, eine tiefsitzende Erschöpfung. Sie schaffte es in ihrem eigenen Leben traurige Situationen wegzuingnorieren, das bedeutete aber nicht, dass sie nicht mitbekam, dass andere an etwas zu knabbern hatten. Tatsächlich war sie eigentlich ein recht feinfühliger Mensch, leider aber auch einer, der versuchte Menschen wieder aufzuheitern, was ihr in der Regel auch gelang. Nur hatte sie eben nie Erfahrungen mit Depressionen gemacht und konnte daher nicht nachvollziehen, dass ihr Gegenüber nicht so sein wollte. Oder seine Wut sich eigentlich gegen sich selbst richtete. Sie mümmelte ihre Kekse, als er ihr erneut eine patzige Antwort gab. Wie Dave schon angemerkt hatte, wenn er nicht wollte, dann halt nicht. Vielleicht sollte sie es auch gut sein lassen. Also zuckte die Siebzehnjährige nur mit den Schultern und aß ihren Keks auf. Jackson hatte sich bereits wieder umgedreht und tat so als wäre sie Luft, dann würde sie ihn auch nicht weiter stören. Stattdessen stand sie auf und griff nach der Dose, als ihr eine Idee kam. Mit einem Grinsen verließ sie schließlich den Raum, sie hatte doch vorhin eine Küche gesehen. Die Tüte mit den Schals nahm sie mit und stellte sie auf die Theke, damit sie jemand finden würde, dann suchte sie nach einem Stück Papier und einem Stift. Eine Notiz heftete sie an die Tüte, zwar wusste Jackson Bescheid, für wen die Schals waren, aber es konnte genauso gut sein, dass er mit seiner Familie genauso wenig redete. Eine zweite Notiz heftete sie an die Keksdose. Als sie schließlich das Clubhaus verließ und sich auf den Weg zurück zu ihren Leuten machte, drehte sie sich noch einmal um und schmunzelte. Vielleicht würde sich ja @Jace Marshall über die Nachricht freuen, auf der folgendes zu lesen war:
mein Name ist Poppy Bloom und ich war heute in ihrem Clubhaus, um Ihnen die Schals vorbeizubringen. Die Kekse sind für Jackson, als Dankeschön, dass er sich so nett um mich gekümmert hat. Sollten Sie sich jetzt wundern, wie das sein kann, weil Sie vermuten, dass er wahrscheinlich gar nicht auf mich reagiert hat, so kann ich Ihnen sagen, dass er mehr mit mir gesprochen hat als Kinder in den letzten siebzehn Jahren. Ich hoffe die Kekse muntern ihn ein wenig auf und er kann sie genießen, wenn er einen besseren Tag hat. Ich glaube nämlich, dass er eigentlich ein guter Kerl ist.
Herzlich,
Poppy
PS: Wenn Sie Zeit haben und mal wieder im Cottage sind wäre es schön, wenn sie mir die Dose wieder mitbringen. Dann kann ich sie wieder voll machen.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 04.04.2023 23:45 |
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