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04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Es war knapp eine Woche vergangen bis Poppy und Jackson sich erneut treffen sollten. Wie von Poppy geplant musste Jackson nämlich die Keksdose zu ihr zurück bringen. Ohne diese Dose hätte es wohl deutlich länger gedauert. Jacksons eigentlicher Plan ist gewesen den sonnigen Tag im Cottage zu verbringen und zu schauen, wer Zeit hatte. Entweder hatte Carl Zeit und sie chillten oder unternahmen etwas zusammen, möglicherweise konnte er mit Aaron plaudern oder mit Jesus Martial Arts trainieren. Falls alle die zu tun hatten, würde er die Kolonie einfach weiter erkunden, schließlich war alles neue immer interessant. Zumal er im Cottage nicht Gefahr lief wieder in schwierige Situationen zu geraten.
Als Jackson zu seinem Vater ging, um ihm mitzuteilen, dass er mit fünf anderen Bikern und etwas Handelsware zum Cottage fahren würde, hatte dieser ihm Poppys Keksdose in die Hand gedrückt, sodass er diese der eigentlichen Besitzerin zurückgeben konnte. Zusammen mit dem Hinweis, dass er sich für die Kekse bedanken sollte, die er zusammen mit @Lexie Murdock verputzt hatte, als Jackson wieder mehr Kraft hatte, sich wieder aus seinem Zimmer wagte und die beiden besten Freunde sich einen gemütlichen Nachmittag mit Keksen, Albereien und Mangas machten. Jackson seufzte, doch er würde der kleinen Blondine einen Besuch abstatten. Das war er ihr auf jeden Fall schuldig, vor allem da er nicht sonderlich nett bei ihrem Kennenlernen gewesen war. Auch wenn er da einfach seine Ruhe haben wollte und sie ihn belagert hatte. Nun etwas besser gelaunt, wurde ihm natürlich auch sein Verhalten bewusst. Entschuldigen würde er sich trotzdem nicht.
Anschließend fuhren sie dann zu insgesamt sechst los. Vier Rider auf ihren Motorrädern und zwei in einem Auto voll mit Handelswaren für das Cottage. Jackson würde beim Ausladen noch mithelfen, aber danach sein eigenes Ding machen. Später am Abend, wenn sie wieder zurück waren, würde er ebenfalls wieder die neuen Ressourcen, die sie vom Cottage bekamen, auch wieder im Clubhaus ausladen.
Jackson selbst fuhr auf seinem Sportbike, dass er definitiv noch in diesem Jahr gegen eine Harley austauschen würde. Denn auch wenn es schon recht groß war, ist er aus dem Bike mehr oder weniger rausgewachsen. Da er nicht annahm, dass er noch sonderlich viel größer werden würde, könnte er sich also nun endlich sein endgültiges Motorrad aussuchen. Aktuell blieb es jedoch bei dem Sportbike, das jedoch trotzdem so groß war, dass eine zweite Person darauf passte. Schließlich hatte er schon damals gesagt, dass er gerne auch mal Lexie oder Alena mitnehmen würde. Und es schadete nie, wenn man einen extra Platz hatte, denn man wusste nie, ob man mal jemanden bei sich mitnehmen musste. Sei es wenn man nur zu zweit unterwegs war und das Bike der anderen Person kaputt ging. Da er jedoch einen Rucksack auf dem Rücken trug, in dem sich die Keksdose sowie sein Skateboard befand, war hinter ihm jedoch kein Platz mehr.
Am späten Vormittag kamen sie dann im Cottage an und Jackson musste zugeben, dass es ihm allein wieder mal gut getan hatte aus der Kolonie rauszukommen und auch mal wieder selbst Motorrad zu fahren. So war er an dem Tag erst recht guter Dinge und half tatkräftig beim Entladen des Autos, nur um dann sich einer der herumlaufenden Cottage Leute zu schnappen und diese nach Poppys Aufenthaltsort zu fragen. Nachdem die ersten paar Bewohner ihm dies nicht beantworten konnten, da die Blondine noch recht neu war, konnte ihm endlich jemand Auskunft geben.
Da im Cottage niemals jemand es wagen würde ein Bike von den Rider anzufassen oder gar zu klauen, ließ er es einfach am Eingang samt seinen Rucksack zurück. Aus diesem hatte er jedoch zuvor sein Skateboard und die Keksdose herausgenommen und dafür seine Schutzkleidung reingestopft. Der Helm baumelte am Lenker.
Lässig skatete er dann mit der Keksdose zu dem besagten Haus hin, in welchem Poppy wohl wohnte und sich aufhalten sollte. Kurz vor der Treppe stoppte er und stieg im Fahren vom Skateboard ab, stellte es auf und klemmte es sich unter den anderen Arm. Dann ging er die paar Stufen zur Eingangstüre und klopfte an. Als er dann hinter der Türe Schritte hörte und die Türe sich schlussendlich öffnete, hielt er auch sogleich schon der Blonden die Keksdose hin.
„Hi Poppy!“, grüßte er sie und meinte dann: „Hast du bei uns liegen lassen!“
Innerlich verfluchte er seinen Vater, dass er ihm aufgetragen hatte, sich bei ihr zu bedanken, dann überwand er sich doch und meinte: „Danke für die Kekse. Waren lecker…“
Leicht schüchtern lächelte er sie an, sie war neben Alice das erste gleichaltrige Mädchen, was er kennenlernte. Gleichzeitig fiel ihm auf, wie klein Poppy wirklich war. Als er auf der Couch lag, hatte er nur grob einschätzen können, wie groß sie war. Wo er nun vor ihr stand, bemerkte er, dass er sie um einen Kopf überragte.
@Poppy Bloom (zur Info @Jace Marshall )
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Noch am selben Abend, nachdem Poppy von den Ridern heimgekommen war, hatte sie in ihrem Vorrat nach blauer Wolle gesucht. Mittlerweile hatte sich einiges angehäuft, was die kleine Blondine in einer Holztruhe am Fuße ihres Bettes aufbewahrte. Nachdem die Leute hier im Cottage spitzgekriegt hatten, dass sie gut in Handarbeiten war, hatten sie ihr von den Streifzügen und bei Tauschgeschäften verschiedene Materialien mitgebracht. Nicht nur Wolle, sondern auch Stickgarn, Stoffe, Nadeln, Fäden und sogar diverse Malutensilien. In Kürze, so hatte sie es mit den Eltern der kleineren Kinder hier besprochen würde sie Mal-und-Bastelkurse geben, allerdings hatten sich auch schon ein Teil der Älteren angekündigt. Die Kleinen würden so einen Nachmittag Beschäftigung haben, sich kreativ betätigen und ihre Eltern konnte sich einfach mal ein paar Stunden Zeit für sich nehmen. Dass Poppy ein wenig anders war, hatten man den Kindern bereits erklärt und viele fanden es lustig, wenn Dave hin und wieder zwitscherte, wie ein Vogel. Sie wünschte wirklich ihre Mutter wäre hier, das war die Kolonie, von der sie immer geredet hatte. Eine, in der sich alle halfen und niemand ausgegrenzt wurde. Wenn jemand, aus welchem Grund auch immer, von der Norm abwich, so wurde dies anerkannt, einem aber nicht negativ angerechnet. Und mit den Jüngsten sprach man einfach darüber. Mit Jason hatte sie ein wenig nach Berichten über das Tourette gesucht, damit Poppy ihre Krankheit noch besser verstehen lernte und Jason ihr auch helfen konnte.
Nachdem sie schließlich gefunden wonach sie gesucht hatte, hatte sie sich auch schon an die Arbeit gemacht, derzeit war der Schal halb fertig und lag auf einem kleinen Tischchen neben einem großen Ohrensessel in dem Poppy die meiste Zeit verbrachte. Dort las sie und flickte Sachen von denen, die es nicht oder nicht mehr konnten. Es war schön sich einzubringen. Das kleine Häuschen verfügte sonst noch über eine kleine Küche, in der sie kochte und backte, sowie ihrem Schlafzimmer. Immer noch war sie dabei alles nach ihrem Geschmack einzurichten, wobei ihr ihre Kreativität eine große Hilfe war. Grade brütete sie über einem Backbuch und konnte sich partout nicht entscheiden, welche Kekse sie dieses Mal backen sollte, was problematisch war, hatte sie den Kids versprochen bei der ersten Bastelstunde welche mitzubringen. Bis dahin war es zwar noch etwas hin, aber es war immer gut, wenn sie eine Auswahl hatte und wusste, dass ihr die Plätzchen auch gelangen. Sie sah erst auf, als es klopfte. Verwundert wendete sie sich der Tür zu, erwartete sie jemanden und hatte es einfach vergessen. Schulterzucken hüpfte sie zur Tür und blickte nach dem Öffnen überrascht in Jackson Gesicht. Zum einen, weil sie ihn nicht erwartete hatte, zum anderen, weil er größer war als vermutet. Er überragte sie gut einen Kopf. Die Keksdose bemerkte sie erst auf den zweiten Blick, was sie aber in die Wirklichkeit zurückholte. „Uh du hast Stehen gelernt“, witzelte sie, ohne es jedoch auch nur ansatzweise Böse zu meinen. „Freut mich“, fügte sie hinzu, als er sich bedankte und erklärte, dass die Backware lecker gewesen war. „Komm ein, vielleicht kannst du mir helfen, ich will für die Kids hier Kekse backen und kann mich nicht entscheiden“, sie wartete, bis er eingetreten war, ehe sie zurück in die Küche huschte. „Willst du was trinken“, erkundigte sie sich und öffnete den Kühlschrank. „Ich hab Limonade gemacht“, bot sie an und deutete auf eine Glaskaraffe.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 05.04.2023 22:01 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Hätte Jackson gewusst, dass Poppy schon an einem Schal für ihn sitzt, hätte er womöglich Reißaus genommen. Er wollte keinen Schal haben und erst recht nicht der Blonden etwas schuldig sein, dass sie ihm extra einen Schal gestrickt hatte. Allerdings würde er in der aktuell positiven Phase doch weitaus höflicher ablehnen als die Woche zuvor. Ablehnen würde er jedoch weiterhin.
Doch so stand Jackson vor ihrer Haustüre und klopft an, um Poppy die Keksdose zurückzugeben. Gleich darauf wurde aufgemacht und Jackson begrüßte die Ältere und hielt ihr die Dose hin. Statt einem Gruß ihrerseits, ertönte jedoch sofort ein ‚Uh, du hast Stehen gelernt‘, was ihn das schüchterne Lächeln aus dem Gesicht wischte und er sie verdrießlich ansah. Trotzdem erwiderte er: „Reden kann ich sogar auch!“
Dann lud sie ihn auch schon in ihr Haus ein und Jackson zögerte. Das war eigentlich nicht sein Plan gewesen und er wusste auch nicht, wie anstrengend das werden würde. Er hatte eigentlich andere Leute besuchen und nur kurz bei Poppy vorbeischauen wollen. Doch trotzdem folgte er ihr ins Haus. Er war schon gemein genug zu ihr gewesen und so schlimm würde es nicht werden. Als er das Einrichtung beziehungsweise die knalligen Wandfarben sah, bereute er es sofort. Er fühlte sich wie in dem Paradise für fröhliche Menschen, was absolut kein Ort für ihn war.
Währenddessen verkündete Poppy auch noch, dass sie für die Kinder vom Cottage backen wollte und er ihr da womöglich helfen konnte. Zu seinem Leidwesen konnte er dies tatsächlich, da er oft in der Küche der Rider mitgeholfen hatte und auch immer viel Spaß beim Backen gehabt hatte. Sie hatte also den perfekten Kandidaten gefunden und keinen Amateur. Dies würde sein Dankeschön für die Kekse von neulich sein.
„Ich kann dir gerne helfen.“, bot er dann an. Das würde sicherlich schon lustig werden und danach konnte er immer noch die anderen Leute besuchen. Falls sie überhaupt Zeit hatten. Auch wenn die Einrichtung in seinen Augen weh tat. Aber das würde er schon überstehen.
Gleich darauf bot sie ihm Limonade an, während sie in die Küche huschte und er sich in dem Raum umsah, der wohl das Wohnzimmer war. Auf dem Tischchen neben dem Ohrensessel sah er dann einen halbfertigen, blauen Schal und er betrachtete diesen skeptisch aus der Ferne. Dann antwortete er ihr: „Gerne.“, er sah noch einmal gequält zum blauen Schal und fragte einfach direkt nach: „Der blaue Schal. Der ist nicht für mich, oder?“
Er betete einfach, dass dies nur ein doofer Zufall war und sie nicht einfach trotzdem ihm einen Schal strickte. Er wollte keinen Schal!
Dann sah er sich weiter um und erblickte das offene Backbuch. Neugierig sah er einfach rein und blätterte durch. Die meisten Kekse, die er fand, kannte er sogar wirklich. Viele Rezepte konnte er sogar inzwischen auswendig, da er oft @Raymond Richardson Mutter in der Küche ausgeholfen hatte, um nebenbei auch schon naschen zu können.
„Wenn du größere Mengen backen musst, würde ich dir Kekse mit Schokostücken empfehlen. Die sind gut für größere Mengen und dauern nicht Ewigkeiten. Außer du hast Streusel und willst sie verzieren. Da sind Butterkekse gut mit einer Zuckerglasur.“, verkündete er dann nachdem er einfach das Buch durchblättert hatte und ihr nun die jeweiligen Rezepte entgegenhielt. Dann wurden seine Wangen leicht rot, da er sich wie eine Backfee anhörte und nicht wie ein Biker, doch würde er jetzt zurückrudern, wäre das wohl nur noch unangenehmer für ihn.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Wenn Poppy an irgendwelchen Projekten arbeitete, dann nicht, weil sie etwas dafür im Gegenzug haben wollte. Hier in der Kolonie sowieso nicht, sie wusste bis jetzt nicht, wie sie alles, was man für sie getan hatte, wieder gut machen sollte. Sie hatten sie nicht nur gerettet, sondern ihr eine eigene Bleibe zur Verfügung gestellt und Jason kümmert sich bis jetzt noch um ihre Wehwehchen. Nun gut, Tourette war ein wenig größer, aber sie hatte trotzdem nicht erwartete, dass er Nachforschungen anstellen würden. Daher würde sie auch für den Schal nichts erwarten oder auch nur andeuteten, dass Jackson irgendwie in ihrer Schuld stand. Sie tat es, weil sie es mochte und selbst, wenn er ihn nicht nehmen würde, so hatte sie etwas, was woran sie arbeiten konnte und was sie beschäftig hielt. Sein plötzliches Auftauchen hatte sie zwar überrascht, dennoch freute sie sich sehr. War jetzt nicht so, dass Leute sie in der Vergangenheit freiwillig aufgesucht hatten, auch nicht, um eine Keksdose zurückzubringen. Einmal hatten sie sogar mit Leuten verbracht, die glaubte Poppy sei von irgendwas besessen. Ava hatte während der Zeit ausgesehen, wie diese kleinen Plastikhunde, die man sich auf die Hutablage des Autos packte, so oft hatte sie den Kopf geschüttelt. Wahrscheinlich hätte sie dies auch jetzt getan, hätte sie gesehen, wie sich Jacksons Gesichtsausdruck änderte. Eigentlich hatte die kleine Blondine es als Witz gemeint, ihre Wangen nahmen jedoch ein leichtes Rosa an, als er ein wenig widerwillig erwiderte, dass er auch Reden konnte. „Ich weiß, konntest du letztes Mal schon. Sorry, war nicht böse gemeint, ich hatte nur nicht erwartete, dass du so groß bist, fügte sie hinzu. „Oder du son Fruchtzwerg“, sie seufzte. „Ignoriers“, meinte sie nur und bat ihn schließlich mit der Erklärung, dass sie backen wollte, in ihr kleines Häuschen hinein. Dass ihre Inneneinrichtung nicht seinem Geschmack entsprach, hatte sie tatsächlich nicht erwartete, was nicht daran lag, dass sie besonders ungewöhnlich war, sondern er eben ein 'richtiger' Junge. Insofern er ihr nicht in den nächsten fünf Minuten erklären würde, welchen Typen er toll fand und dass er mal Prinzessin werden wollte, würde sich das auch nicht ändern. Den Mädels gefiel es nämlich und Herren zeigten so gut, wie alle dieselbe Reaktion. Poppy allerdings brauchte die Farbe, als sie hier angekommen war, waren die Wände weiß gewesen, was sie zu sehr an die Krankenhäuser und Arztpraxen erinnert hatte, die sie als Kind besucht und die sich in ihr Hirn gebrannt hatten. Gedeckte Töne, wie zum Beispiel braun, die viele Leute bevorzugten, weil es sie entspannte, erinnerten Poppy nur an die letzten Stunden mit ihrer Mutter und die jagt durch die Tunnel. Also hatte sie die Küche in einem zarten rosa gestrichen, das Wohnzimmer in einem seichten grün. Nicht die ganze Wand, das würde erschlagen, aber ein wenig Farbe besserte ihre Laune.
Sie huschte in die Küche und fischte die Limonade aus dem Kühlschrank, um Jackson ein Glas einzuschenken, sah dann auf, als er ihr anbot zu helfen. „Bist du dir sicher? Widerspricht das nicht dem harten Bikerimage?“, erkundigte sie sich mit ehrlichem Interesse. Immerhin stellte man sich hartgesottene Biker nun nicht in der Küche vor. „Nicht, dass ich mich nicht freuen würde“, sie wurde unterbrochen, als der Backofen im Hintergrund zu piepen begann. „Moment“, sie stellte ihm erst das Glas hin, eher sie sich ihre Backhandschuhe anzog und zwei Brote aus dem noch heißen Ofen zog. „Kekse.“ – „Ja, gleich, erst Brot“, lachte sie, stellte das Blech zur Seite und öffnete das Fenster direkt neben dem Tresen, damit sie auskühlen konnten. Dass sich Jackson derweil in ihrem kleinen Heim umsah, bemerkte sie daher zunächst nicht, bis er den Schal entdeckte. „Du musst ihn nicht nehmen, ich hatte mich schlicht gefreut, dass du mich zu einem neuen Projekt gebracht hast“, sagte sie nur und zuckte mit den Schultern, während sie ein wenig rosa anlief, sich umdrehte und ein weiteres Backbuch vom Regal fischte. „Da hat jemand Ahnung“, sagte sie lachend und betrachtete die Rezepte, die er durchgeblättert hatte. „Ich hab Schokostücken und Streusel, meine Nachbarin sieht nicht mehr so gut und hat mir ihre Sachen gegeben im Tausch für Gebäck“, erklärte sie. Dass es Jackson doch recht unangenehm war, dass er soviel zum Thema backen wusste, ignorierte sie jetzt einfach, immerhin waren sie alle mal klein gewesen und zu einem Punkt in seinem Leben hatte wohl jeder Backen und Verzieren gemocht. „Hm, ich denke Schokokekse mag jeder und ansonsten…“, sie zog das andere Backbuch hervor, in dem jemand Ausschnitte aus Back-Zeitschriften gesammelt hatte, „würde ich vielleicht noch einen Schwung davon machen“, sie lachte und schob Jackson die Seite hin. „Was isst du denn gerne, egal ob Keks oder was auch immer“, wollte sie wissen, während einer ihrer Tics eine Metallschüssel, die sie soeben aus dem Schrank geholt hatte von der Theke pfegte. „Kekse!“ – „Na so gibt’s es bestimmt keine“, murmelte sie und hob die Schüssel wieder auf. "Sorry, kochen und backen mit Tourette ist immer etwas Chaotisch."
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 08.04.2023 14:28 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Selbst wenn Poppy selbstlos für ihn einfach einen Schal stricken würde, so würde sich Jackson dazu verpflichtet fühlen ihr etwas im Gegenzug zu geben. So war es sein ganzes Leben lang gewesen, beziehungsweise nach dem Ausbruch der Seuche. Es war ein Geben und Nehmen und man kam nichts mehr umsonst. So wäre es für ihn selbstverständlich, dass er sich für solch ein Geschenk erkenntlich zeigen müsste und wenn er ehrlich zu sich war, dann war ihm das gerade zu anstrengend sich um so etwas zu kümmern. Er war ja schon froh drum, wenn er einen Tag erfolgreich rumbrachte ohne im Bett liegen geblieben zu sein.
Nachdem er dann bei Poppy angekommen war und sie ihm entgegengebracht hatte, dass er ja stehen konnte, wurde seine Miene gleich wieder verdrießlicher. Er kämpfte jeden Tag darum aus dem Bett zu kommen, da brauchte er nicht noch solch doofen Sprüche von einer viel zu fröhlichen Blondine, die ihn nicht einmal kannte. Deswegen gab er sofort zurück, dass er auch reden konnte und somit nicht immer so wortkarg war, wie an dem einen Tag. Diese Antwort ließ Poppy gleich darauf sich entschuldigen und herumdrucksen, dass sie nicht gedacht hatte, dass er so groß war. Dave meldete sich gleich darauf auch zu Wort und warf ein, dass sie ein kleiner Fruchtzwerg war. Aufgrund dieser Aussage schlich sich dann doch wieder ein Schmunzeln auf Jacksons Gesicht. Auch wenn er Poppy aktuell eher als anstrengend bezeichnen würde, so mochte er auf irgendeine Art und Weise Dave, der dumme Sprüche zum Besten gab und scheinbar in seiner Gegenwart schon mehrfach gegen Poppy selbst geschossen hatte.
„Schon gut, Fruchtzwerg!“, gab er zurück und winkte ab. Das Thema, ob er aufstehen oder reden konnte, sowie wie groß er war, wollte er nicht unbedingt vertiefen. Denn letzteres erinnerte ihn dann doch immer wieder daran, wie Rider auf ihn zugekommen waren und meinten, dass er in dem letzten halben Jahr um ein gutes Stück gewachsen war. Da er so lange weg gewesen war, ist dies auch nicht schleichend gekommen, so wie früher, sondern die Mitglieder der Kolonie hatten nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft einen Teenager vor sich stehen, der ganze zehn Zentimeter größer war als vor dem Ereignis.
Anschließend lud Poppy ihn ins Haus ein, da sie Backen wollte und ihn mehr oder weniger um Hilfe fragte. Wäre er direkt und ehrlich gewesen, hätte er abgelehnt, so stimmte er jedoch zu. Er war schließlich bei ihrem Kennenlernen gemein und abweisend genug gewesen. Etwas, was er nun wieder gut machen konnte. Auch wenn er lieber die Leute im Cottage besuchen wollte, die er schon kannte als ein ihm fremdes Mädchen, das scheinbar wie ein Eichhörnchen aufs Koks war.
Die Farbauswahl im Haus bewies ihm nur wieder einmal mehr, dass Poppy gefühlt das Gegenteil von seiner aktuellen Persönlichkeit war. Es war bunt, strahlend und fröhlich. Sein Zimmer selbst hatte etliche Naruto Poster an der Wand hängen, sowie Merge, den ihm Rider von Plünderungen mitgebracht hatten. Die Wandfarbe hatte ein dunkles blau und nur die ganzen bunten Poster machten sein Zimmer fröhlicher als es in ihm eigentlich wirklich aussah.
Trotzdem sah er sich neugierig im Wohnzimmer um, während Poppy wie eine aufgescheuchte Biene im Bienenstock herumwuselte. Jackson bot ihr dabei auch an, dass er gerne helfen würde und aus der Küche schallte die Frage zurück, ob er sich sicher war und ob das nicht seinen harten Bikerimage widersprechen würde. Genervt rollte er mit den Augen. Zum Glück sah Poppy ihn gerade nicht. Dann antwortete er, nachdem sie meinte, dass es sie trotzdem freuen würde: „Wir sind nicht die Hells Angels! Wir kümmern uns um andere und das ist das, was mein Vater mir beigebracht hat. Anderen zu helfen!“
Dies sagte er mit Nachdruck, aber nicht energisch oder gereizt, sondern einfach so, dass sie hoffentlich da nicht weiter nachharkte. Man konnte schließlich auch ein harter Biker und trotzdem freundlich und höflich sein.
Gleich darauf piepte etwas im Hintergrund und Poppy brachte ihm schnell das Glas Limonade. Als Jackson in die pink gestrichene Küche rüber schielte, sah er, wie Poppy irgendetwas aus dem Ofen holte. Sie wirkte auf ihn wirklich wie ein aufgescheuchtes Tier, das zehn Dinge auf einmal tat. Denn sie redete nicht nur gleichzeitig mit ihm weiter, sondern auch Dave, der das Wort ‚Kekse‘ in den Raum warf oder diese einforderte. Irgendwie war, dass dann doch unterhaltsam, dass musste Jackson zugeben. Und mal etwas Neues als der normale Alltag bei den Ridern und im Cottage. Ebenso erfuhr er von Poppys Antwort zu Dave, dass sie Brot gemacht hatte, was er dann auch roch, denn der Geruch von frisch gebackenen Brot verteilte sich in den Räumen.
Dann sah er sich weiter um und er entdeckte den halbfertigen, blauen Schal. Innerlich wusste er irgendwie, dass sie diesen für ihn machte, doch er fragte trotzdem hoffnungsvoll nach, ob der Schal nicht für ihn war. Seine Hoffnung, wie so oft, wurde von Poppy zunichte gemacht. Denn sie erklärte ihm, dass er sie zu dem Projekt inspiriert hatte, er ihn aber nicht nehmen musste. Doch wie konnte Jackson erneut den Schal ablehnen? Erst recht nachdem sie ihn extra gestrickt hatte? Das Mädchen machte ihn echt noch fertig!
„Ok.“, sagte er nur unverbindlich, ohne damit auszusagen, ob er den Schal annehmen würde oder nicht. Etwas anderes fiel ihm dazu nicht ein, was er sagen konnte, ohne sie vor den Kopf zu stoßen oder ohne wieder etwas zuzustimmen, was er eigentlich nicht wollte.
Nachdem er dann etwas das Backbuch durchstöbert hatte, schlug er vor, was er machen würde. Poppy kommentierte natürlich sofort, dass er Ahnung hatte, weswegen er aufseufzte und sich innerlich einen Kopfschuss gab. Äußerlich sendete er ihr einen bösen Blick, hörte ihr dann aber zu, was sie für Zutaten hatte und was für Kekse sie bevorzugen würde. Schlussendlich reichte sie ihm auch noch ein Rezept, das sehr anspruchsvoll aussah. Kurz überflog er dieses und zog dann eine Augenbraue nach oben.
„Wenn du Schokoladen Tafeln hast, würde ich das Rezept wählen. Ansonsten normale Kekse mit Schokoladenstücken. Zusätzlich könnte man auch die hier machen, das geht aber nur mit Lebensmittelfarben oder Beeren und anderen Früchten für die Farbe. Obendrauf dann Streusel. Und wenn du dir wirklich die Tiger antun willst, dann noch die. Erst Schokolade, dann die Bunten und dann die Tiger, da die am aufwendigsten sind. So hat man auch welche, falls die Tiger nicht vorzeigbar sind.“, plante beziehungsweise schlug er geschäftig vor und zeigte nun seinerseits seine weiteren Vorschläge. Zumindest hatte Raymonds Mutter mal für Lexies Geburtstag ähnliches vorbereitet, sodass man einmal Kekse hatte, die so gut wie jedem schmeckten, dann welche, die ausgefallener aussahen, aber trotzdem schnell gingen und dann noch etwas, was ein Augenfang war, aber die meiste Zeit beanspruchen würde.
Poppy wollte anschließend wissen, was er generell gerne aß und er dachte dann kurz nach, bevor er dann sagte: „Steak mit Bratkartoffeln. Oder Ramen Suppe. Du?“
Einmal hatten die Rider ihm die Freude gemacht, ihm original Ramen zu kochen als sein Naruto Hype seinen Höhepunkt erreicht hatte. Seitdem sammelte und bunkerte er sogar immer mal wieder die Instand Nudeln, da diese am ehesten den Ramen nahe kamen, auch wenn ein gewaltiger geschmacklicher Unterschied sich zwischen diesen befand. Mögen tat er diese Nudelsuppen trotzdem, vor allem da diese schnell gemacht waren.
Da beide Teenager inzwischen in der Küche standen und Poppy schon geschäftig eine Metallschüssel aus dem Schrank holte, sah sich Jackson auch in der Küche genauer um, nachdem er die Rezepte zur Seite gelegt hatte. Dann klapperte es plötzlich metallisch laut und er zuckte zusammen. Wie oft hatten die Wachen im Paradise das Metall-Tablet ihm vor die Zelle geworfen und waren dann einfach wieder gegangen. Der Ton von der Metallschüssel erinnerte ihn erschreckenderweise sofort daran und er musste sich arg zusammenreißen sich nicht bei den aufkommenden Bilder wieder zu verkrümeln. Stattdessen hob er schnell die Schüssel vom Boden auf und konzentrierte sich auf das Hier und Jetzt. Trotzdem sah er kurz nicht zu Poppy, damit sie den Schock und die Angst in seinen Augen nicht sehen konnte.
Tief atmete er ein und hörte zu, wie Dave erneut ‚Kekse‘ forderte, dieses Mal energischer und Poppy ihn zurecht wies, dass mit solch einen Verhalten sie keine backen konnte. Zu seinem Glück lenkte dies ihn so weit ab, dass er die letzten Erinnerungsfetzen abschütteln konnte, sodass er normal weitermachen konnte. Einzig das mulmige Gefühl blieb noch, doch dieses versuchte er zu ignorieren.
„Zumindest ist es unterhaltsam.“, entgegnete er ihr und störte sich nicht an Dave, den er eigentlich nur lustig fand. Doch trotzdem warnte er Poppy: „Wenn Dave mit Mehl oder anderen Sachen nach mir wirft, muss er mit einem Echo zurechtkommen.“ Also Poppy musste dies, aber ihm war das egal. Würde er weiß eingestaubt werden, so würde Poppy es zurückbekommen. Krankheit hin oder her.
„Wie kann ich helfen?“, fragte er dann und wollte sich beschäftigen, damit nicht doch noch die Erinnerungen an seine Gefangenschaft ihn wieder einholten.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Grade in diesen Zeiten, in den viele nichts mehr umsonst taten, versuchte Poppy manchmal ein wenig gegen den Strom zu schwimmen. Zumindest dann, wenn es ihr möglich war. Ihr älteren Nachbarn freuten sich, wenn sie einfach morgens mit frischen Brötchen vorbeikam. Ihr Dankeschön hatte sie bereits erhalten, wenn ihr Gegenüber sich freute. Dass Jackson das eventuell gar nicht tun würde, darüber dachte sie nicht nach. Ihn kränken wollen hatte sie allerdings ebenfalls nicht, weswegen sie sich auch direkt entschuldigte, als sie sein Gesicht sah. Sie wollte nicht, dass er wieder in die Stimmung vom letzten Mal verfiel, wusste aber auch nicht direkt, wie sie das verhindern sollte. Die Blondine war sich bewusst, wie anstrengend ihre Art war, dazu kam noch, dass sie weder mit Gleichaltrigen noch mit Jungs in den letzten Jahren groß Erfahrung gemacht hatte. Generell war das hier also grade eine Premiere, zum ersten Mal allein mit dem anderen Geschlecht, was sie ebenfalls einfach ignorierte, weil es sie wahrscheinlich nervös machen würde. Noch häufiger auftretende Tics machten es auch nicht leichter Freunde zu finden. Und Freunde hatte die Siebzehnjährige dringend nötig. Sie konnte schlecht Jason und Anna dazu erklären, die deutlich älter waren, nicht dass die sich nicht weiter um sie kümmern würden. Jedes Kind brauchte jemanden in seinem Alter, mit ähnlichen Problemen, vor allem denen aus der Hormon-Abteilung. Als er Poppy – danke Daves Inspiration – als Fruchtzwerg bezeichnete, war die Kleinere bereits auf dem Weg ins Haus und sah noch einmal über die Schulter, eher sie ihm frech die Zunge rausstreckte. Sie war halt klein, stand sie aber auch zu.
Damit beließen sie es auch dabei. Wie empfindlich der Jüngere auf seine Größere reagierte, konnte die Siebzehnjährige nicht wissen und hätte sich womöglich auf die Zunge gebissen hätte sie es gewusst. Generell war ihr nicht bewusst, was Jackson so triggert, daher konnte sie auch nicht wissen, dass ihre Frage nach dem Biker-Image ebenfalls nicht so gut ankam. Man konnte es Talent nennen, dass sie es schaffte ihm so sehr auf die Füße zu treten, vielleicht sollte sie es einfach mit Tanzen und nicht mit Reden versuchen, darin war sie geschickter. „Ok“, meinte sie daher nur und fragte sich insgeheim, was genau die Hells Angels waren, hatte sie darüber nämlich noch nie was gehört. Nachfragen wollte sie aber auch nicht, da es bei Jackson so klang, als wäre das eine fiese Bikergang. Statt weiter darüber nachzudenken, holte Poppy lieber das Brot aus dem Ofen und diskutierte mit Dave, der am besten schon gestern mit dem Backen angefangen hätte. Kekse war einer ihrer häufigen Tics, genauso, wie Boo und das Vogelzwitschern. Dass Jackson ihre Tics insgeheim ganz amüsant fand, hätte sie sicher erleichtert, wenn sie es gewusst hätte. Die kleine Blondine war nämlich der Ansicht, dass man über Tourette auch Lachen sollte, tat sie selbst ja auch. Was brachte es schon darüber in Selbstmitleid zu verfließen, änderte ja trotzdem nichts. Auf die Frage nach dem Schal antwortete Poppy eher ausweichend und Jackson abweisend, also ließ sie das Thema direkt fallen und konzentrierte sich auf das Backbuch. Während sie nach der Schüssel für den Teig suchte, durchstöberte der Größere ihre Rezepte und erklärte dann fachmännisch, wie er vorgehen würde. Konzentriert überflog sie die Rezepte, die er rausgesucht hatte, nachdem sie wieder an seiner Seite aufgetaucht war. „Klingt gut“, stimmte sie zu. „Ich müsse mal schauen, ob ich noch Schokotafeln hab oder mein kleiner Besuch die Woche, sie nicht verputzt hat“, fügte sie hinzu und huschte herüber zu einem der Küchenschränke. Darin befanden sich diverse Backzutaten, wie Mehl, aber auch Kuvertüre. „Hmm…zartbitter“, murmelte Poppy und ging die Tafeln durch. „Vollmilch…Nüsse…Whiskey?...“, sie zog die Tafel aus dem Schrank. „Mein bester Freund ist Jack Daniels“, flötete Dave, was Poppy die Stirn runzeln ließ. „Das wüsste ich aber“, meinte sie nur und fand schließlich wonach sie gesucht hatte. „Die Streusel sind übrigens da oben“, sagte sie zu Jackson und deutete auf das Regal hinter ihm. Er kam da eh besser ran, wenn Poppy Streusel wollte, musste sie immer auf die Küchentheke klettern. „Beeren hab ich auch. Blaubeeren. Ansonsten müsste ich auch noch essbaren Glitzer haben“, fügte sie hinzu und erkundigte sich schließlich, was er gerne aß. „Ramen? Mit welcher Suppe denn? Ich hab mal Shio-Ramen gemacht, Miso-Paste bekommt man aber teilweise echt schlecht“, seufzte sie. „Ich mag Quiche gerne, es ist wie Kuchen, aber herzhaft und man kann es mit allem füllen“, könnte sie auch mal wieder machen. Hatte sie ewig nicht mehr.
Sie war grade dabei einen Teil der Zutaten zu holen, als ihr Tic die Schüssel runterwarf. Bevor sie sich aufheben konnte, war Jackson schneller. Wie sehr ihn alles erschrocken hatte, bekam sie- wie von ihm gewollt- nicht mit. „Danke und sorry“, murmelte die Blondine leise, eher sie erklärte, wie anstrengend alles mit Tourette war. Jackson schien sich daran jedoch eher wenig zu stören, was Poppy ein offenes und ehrliches Lächeln entlockte. „Oh, in der Regel nicht, ich kann aber für nichts garantieren, meine Tics werden halt je nachdem, was ich so tue getriggert. Ich werde versuchen sie umzuleiten, sollte er sowas versuchen“, versprach sie, während sie die nötigen Utensilien zusammensammelte. „Du kannst schon mal die Schokolade ein wenig zerkleinern, dann braucht sie nicht so lange im Wasserbad“, sagte sie und reichte Jackson ein Messer.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 08.04.2023 20:10 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Als Poppy ihm dann frech die Zunge rausstreckte, als er sie ein Fruchtzwerg nannte, schaute er sie zuerst verwundert an, erwiderte dann jedoch die Geste und streckte ihr ebenso die Zunge raus. Egal was geschehen war, in ihm schlummerte immer noch das fröhlich freche Kind, was gerade einfach nur weiterhin in dem dunklen Raum im Heavens Paradise eingesperrt war und nur noch selten sich freikämpfte und sich zeigte. Doch dies war einer der wenigen Momente. Dann folgte er ihr rein. Das Skateboard wurde direkt neben der Türe natürlich sicher verstaut, sodass es niemanden im Weg herum lag und jemand drüber flog.
Schnell war die Sache geklärt, ob Jackson nicht ein zu harter Biker zum Backen wäre und sie nahm seine Antwort hin, dass sie nicht die Hells Angels waren, sondern einfach ein Bikerclub, der zwar früher kriminell gewesen war – was er Poppy nicht gesteckt hatte – aber durchaus auch gute Seite vorzuzeigen hatte. Wie eben, dass sie einander halfen. Schließlich war der Club wie eine riesige Patchwork Familie, wo alle zusammenhielten und einander halfen. Als sie zum Außenposten und zu den Verbündeten vom Cottage wurden, wurde ihm auch erklärt, dass er dieses Verhalten natürlich auch auf die Verbündeten übertragen sollte. Beziehungsweise brauchte dies einen immer weiter. Die Überlebenden mussten zusammenhalten. Schlussendlich hatte es jedoch auch dazu geführt, dass er Cat damals hatte helfen wollen, wodurch die ganze Scheiße begonnen hatte. Doch daran dachte er in diesem Moment nicht einmal, sondern nur an seine gute Erziehung. Denn Biker wirkten zwar gelegentlich verschlossen, hart und unnahbar, doch der Spruch ‚harte Schale, weicher Kern‘ traf auf die meisten dann doch zu.
Gleich darauf wurden sie dann erst recht vom Thema abgebracht, da Poppy das Brot aus dem Ofen holen musste und Jackson sich dem Backbuch widmete und den Schal entdeckte. Doch auch das Thema mit dem Schal wurde schnell abgeharkt, da Jackson nicht sonderlich wusste, was er darauf erwidern sollte. Als auch Jackson dann Poppy in die Küche folgte, nahm er das Glas mit Limonade mit in die Küche und probierte nebenbei davon während er weiter die Rezepte studierte und dann Poppy seinen Vorschlag für die Rezepte und die Reihenfolge der Umsetzung bekannt gab. Poppy stimmte dem zu, weswegen er das Rezept für die schokoladigen Schokokekse offen aufgeschlagen liegen ließ, sodass sie jederzeit auf die Zutaten und den Backvorgang zugreifen konnten.
Die Blondine machte sich auch direkt auf den Weg, um einen der Küchenschränke nach Schokoladentafeln zu durchsuchen. Während sie dies tat, zählte sie auch direkt mit auf, was sie fand und Dave kommentierte dieses Verfahren, indem er bekannt gab, dass Jack Daniels ihr bester Freund war. Poppy tat dies ab, doch Jackson meinte schmunzelnd: „Einen Jack kennst du aber nun wenigstens!“
Zumindest nannten ihn viele Jack, wenn sie nicht seinen vollen Namen oder ihn nicht Son Shine, wie die meisten Biker nennen wollten. Gerade als er sich komisch fühlte, da er nur doof rumstand und Poppy herumwerkelte, fand sie auch das Gesuchte und erklärte ihm, wo die Streusel zu finden waren, sowie dass sie Blaubeeren und essbares Glitzer hatte.
„Ok.“, gab er als erstes zu den Streuseln zurück und ging zum besagten Ort, um die Packung aus dem Regal zu holen und auf den kleinen Tisch zu stellen, was höher war als Poppy wohl stehend greifen konnte, dann meinte er: „Dann zweifarbige Kekse mit Glitzer?“
Anschließend sprachen sie über ihre Lieblingsspeisen und Poppy harkte nach, was für Ramen genau es waren. Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf, da er sie nur gegessen hatte, aber nicht genau wusste, welche Suppe benutzt wurde. Er hatte einfach die Nudelsuppe gekocht bekommen, die Naruto auch immer im Manga bei Ichiraku aß.
„Ähm… Das müsste ich nachfragen.“, gab er dann zu und würde womöglich da mal demnächst nachfragen, um die Antwort zu kennen. Falls sie sich nach diesem Treffen wiedertrafen. Denn er musste zugeben, dass Poppy nicht so schlimm war, wie er sie in Erinnerung hatte. Auch wenn es nicht vergleichbar war, wenn er ein Tief hatte, nervte ihn Gott und die Welt. Wenn dann seine Gesprächspartner auch noch so fröhlich und aufgedreht war wie Poppy, wurde es selbstverständlich schnell viel zu viel. Doch an dem heutigen Tag war sie eine gute Gesellschaft, auch wenn sie verbal ihm das ein oder andere Mal auf die Füße getreten war. Aber der Biker konnte dies ab, schließlich war der raue Umgang bei den Bikern Gang und Gebe, auch wenn sich dies über die Jahre etwas aufgelockert hatte, da sie inzwischen viel Nicht-Biker-Zuwachs bekommen hatten. Da konnte Poppy ihn nicht wirklich verbal verletzen. Gefallen musste es ihm trotzdem nicht.
„Quiche. Das kenn ich. Ist doch so ähnlich wie Pasteten, die es in Balar gibt!“, antwortete er ihr und wollte dann wissen: „Warst du schon mal auf der Insel? Wie lange bist du eigentlich schon im Cottage? Bis vor Kurzem habe ich dich hier noch nie gesehen.“
Da er der Sohn des Anführers der Anarchy Rider war, lag es wohl auf der Hand, dass er seit Anfang an bei den Ridern lebte und seit dem Bündnissen mit dem Cottage und Balar auch diese Kolonien kannte. Doch von Poppy wusste er noch nicht sonderlich viel. Zugegebenerweise hatte er zuvor auch sich noch nicht drum geschert.
Poppy zog derweil eine metallene Schüssel aus dem Schrank, die dann durch Dave zu Boden gefegt wurde und Jackson einen Schrecken und ein Schaudern einjagte, da das Geräusch, was erzeugt wurde, ihn an unschöne Dinge erinnerte. Schnell versuchte er sich abzulenken und dank Poppy gelang ihm dies auch gut, da sie wieder direkt das Reden anfing. Sie erklärte ihm, dass das Backen und Kochen mit Tourette nicht immer ganz einfach war, doch Jackson gab nur zurück, dass wenn er Zutaten abbekam, sie es zurückbekam. Dies entlockte Poppy ein Lächeln und Jackson wurde bewusst, dass wohl nicht jeder so reagierte wie er. Wie viel sie mit der Krankheit durchgemacht hatte, das ahnte er jedoch bei weitem nicht, da er ihrer fröhlichen Art einfach abkaufte, dass es ihr gut ging und sie ein doch recht gutes und schönes Leben geführt hatte. Sowie er bis vor knapp einem Dreivierteljahr.
„Wie kannst du Tics umleiten?“, wollte er dann nach ihrer Erklärung wissen und harkte weiter nach: „Klatscht du dir dann selbst Mehl ins Gesicht statt mir?“
Diese Vorstellung lockte ihm dann doch ein breites Grinsen aufs Gesicht, da er sich diese Szene sehr lustig vorstellte. Währenddessen sammelte Poppy die Utensilien zusammen und Jackson sortierte diese einfach etwas, um was zu tun zu haben. Doch nachdem er nachgefragt hatte, wie er helfen konnte, bekam er auch schon eine Aufgabe, der er sich gleich widmete. Er nahm das Messer von Poppy entgegen, holte sich die Schokolade und ein Brett, was sie zuvor rausgestellt hatte und machte sich ans Werk. Mithilfe einer altmodischen Wage wog er die passsende Menge und zerkleinerte dann diese schnell.
„Wo ist denn die Butter?“, fragte er dann, um direkt mit der Schokoladen-Butter-Schmelze anzufangen. Ebenso wollte er dann wissen: „Was triggert dich mehr: Eier und Zucker oder Mehr und Backpulver?“
Je nachdem würde er die Parts dann übernehmen, sodass möglichst kein Chaos entstand.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Genauso, wie Jackson war auch Poppy nichts weiter als ein Teenager, einer dem viel zu viel zugestoßen war in der letzten Zeit. An Tagen wie heute allerdings, durften beide ein wenig unbeschwerter sein und so waren kleine Kabbeleien an der Tagesordnung. Als ihr Gegenüber sie also, als Fruchtzwerg betitelte, strecke sie ihm frech die Zunge heraus, was ein wenig verdutzt erwiderte. „Zunge zeigen darf man nicht, denn das heißt ich liebe dich“, entfuhr es der Blondine, was allerdings nicht auf ihren Mist gewachsen war. Ein wenig rosa um die Nase biss sie sich auf die Lippen. „Entschuldige“, meinte sie nur und bat ihn in die Wohnung hinein. Sein Skateboard verstaute Jackson bei der Tür und folgte ihr in die Küche.
Binnen weniger Minuten erfuhr Poppy mehr über Biker als in den letzten siebzehn Jahren. Die Rider waren keine Hells Angels, was auch immer das war und einige ihrer Mitglieder neigte dazu zu backen, auch Männer. Machte die Gruppierung nur umso sympathischer. Sie konnte sich auch nicht vorstellen, dass das Cottage sich schlechte Menschen als Verbündete suchen würde. Vom Leben der Rider wusste sie sonst aber nichts, hatte sie vor ihrem Einzug ins Cottage nicht von ihnen gehört. Generell hatte sie nur mit ihrer Mutter zu tun gehabt, auch wenn sie sich mit anderen Zusammen getan hatten. Die Einzige, mit der sie damals gut zurechtkam, war eine ältere Dame in einer alten Waldhütte, von ihr hatte Poppy die verschiedensten Rezepte gelernt. Und das Brot backen, genau das, forderte dann auch ihre Aufmerksamkeit, denn sie hatte bereits heute Morgen damit begonnen welches zu backen. Sie einigten sich auf die Kekse, die sie backen wollten und die kleine Blondine machte sich daran, nach den passende Zutaten zu suchen. Bei Whiskey schaltete sich Dave wieder ein und erklärte kurzerhand Jack Daniels zu ihrem besten Freunde, woraufhin der Jüngere erwiderte, dass sie zumindest einen Jack kannte. „Ist dir Jack dann lieber als Jackson?", erkundigte sie sich, denn sie war sich sehr sicher, dass er von sich selbst sprach. Einen Spitznamen für Poppy gab es nicht, da dies bereits die kürzeste Form war. Und so wunderbare Wortschöpfungen wie Pops oder Popsy konnte sie nichts abgewinnen. Jackson fischte nach ihrer Beschreibung Streusel vom Regal und die Ältere sammelte die restlichen Zutaten zusammen und legte sie in Griffnähe. „Das kling nach einem Plan, ich denke die Kleinen werden sich freuen“, sagte sie und ihr Thema wechselte von Keksen zu Ramen. Welche Sorte Jackson gegessen hatte, wusste er aber nicht mehr und sah dabei ein wenig verlegen aus. „Hm, eventuell weißt du es sogar, ohne den Namen zu kennen“, vermutete sie und lächelte aufmunternd. „Shio ist Salzramen, also wie eine sehr salzige Suppe. Miso ist in der Regel rot und sehr würzig“, Poppy wusste einiges über diverse Gerichte, was hauptsächlich daran lag, dass sie gerne kochte und eine Reihe von Kochbüchern besaß. Oftmals spendete ihr das auch Trost, wenn sie selbst einen nicht so guten Tag hatte, was sie zu vermeiden versuchte. Genauso, wie Jackson verbal auf die Füße zu treten, war definitiv nicht ihre Absicht gewesen und eigentlich war Dave meist dafür verantwortlich. „Ja, genau“, bestätigte sie, als er sich danach erkundigte, ob es ähnlich war, wie Pasteten. Von Balar hatte sie ebenfalls gehört und wusste, dass sie ebenfalls mit dem Cottage in Bündnis standen. Die nächsten Fragen trafen Poppy dann aber doch etwas unvorbereitet. „Nein, noch nicht. Ich bin jetzt seit knapp zwei oder drei Monaten hier…“, erklärte sie und suchte nach weiteren Backutensilien. „…seit meine…seit…“, sie wurde ruhige und hielt inne, fing sich dann aber wieder. „…seit Anna und Jason mich aufgesammelt haben“, erklärte sie. Sie wollte nicht daran denken, dass sie von ihrer Mutter getrennt worden war und sich auch nicht weiter mit der Idee beschäftigen, dass sie hier allein war. „Ich war nicht in so guter Verfassung als ich hier ankam und ich hab generell kein Zeitgefühl, deswegen muss ich mir auch für alles einen Wecker stellen“, erklärte sie, das lag tatsächlich nicht am Tourette, sondern an ihrem ADHS. „Bisher war ich auch nur bei euch. Ich mag, dass eure Kolonie so anders ist als diese und…irgendwie auch nicht. Wenn du verstehst, was ich meine. Also vom Aufbau, aber von der herzlichen Art eben nicht. Das ist schön“, schwatzte sie weiter und beförderte ein kleines Handmixgerät zu Tage. Davon, dass es in den vorherigen Gruppierungen ganz anders ausgesehen hatte, erzählte sie ihm nichts. Genauso wenig, wie sie davon erfuhr, was vor einem Dreivierteljahr vorgefallen war. Auf die Befürchtung, dass Dave ihn mit Mehl beschmeißen würde, erklärte die Blondine, dass die Tic umleiten würde. „Das wäre was und ja, das kann passieren. Ähm…kennst du das Gefühl, wenn du niesen musst? Du weißt vorher, dass es passiert. Genauso ist es auch mit Tics. Ich spüre, wenn sie kommen. Und dann kann ich versuchen sie umzuleiten, das funktioniert manchmal, manchmal auch nicht“, sie zuckte mit den Schultern und reichte ihm stattdessen ein Messer damit er die Schokolade zerkleinern konnte. Auf die Frage, wo die Butter war meldete sich zunächst Dave: „ Alles im Lot aufm Boot, alles in Budder aufm Kudder“, was Jackson absolut nichts brachte. „Hier“, seufzte sie und schob ihm den Block herüber. „Wie kastriert man einen Kühlschrank? Kühlschrank auf. Eier raus.“ – „Ich denke das beantwortet deine Frage“, sagte die Siebzehnjährige darauf, was sie am meisten triggerte. „Und Zwiebeln schneiden hasst Dave auch“, fügte sie hinzu, während sie das Mehl und Zucker abwog. „Und was machst du sonst so, außer Motorrad fahren?“, wollte sie wissen.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 09.04.2023 00:07 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Nachdem Jackson Poppy ebenfalls die Zunge raussteckte, rief dies sofort Dave auf dem Plan, der verkündete, dass man die Zunge nicht zeigte, denn das bedeutete, dass man jemanden liebte. Prompt lief Jackson rot an und sah verlegen zur Seite. Das hatte er natürlich nicht damit aussagen wollen. Definitiv nicht!
Poppy entschuldigte sich sofort für Dave, doch trotzdem wollte vorerst die Röte auf Jacksons Wangen nicht verschwinden. Erst als sie drinnen waren und er sich von dem Gehörten ablenken konnte.
Wäre wohl Jacksons Stiefopa weiterhin der Anführer der Anarchy Rider geblieben und wäre er nicht, wie er Jahre später erfahren hatte, im Kampf gegen Jace gefallen, so wäre der Club wahrscheinlich genauso geworden wie die berühmt berüchtigten Hells Angels. Schon früher hatten die Anarchy Rider mit kriminellen Machenschaften zu tun und waren sicherlich keine Heiligen, doch seitdem sein Stiefopa an der Macht gewesen war, lief einiges laut dem, was er gehört hatte, deutlich radikaler und sie verwickelten sich in weitere ungute Machenschaften. Weswegen Jace schlussendlich seinen Stiefvater umgebracht hatte, dass wusste Jackson nicht, doch er wusste, dass sein Dad dies niemals grundlos getan hätte und wahrscheinlich auch nur, um seine Liebsten zu schützen. Deswegen hatte Jackson dieses Thema nie angesprochen. Er konnte nicht einmal sagen, ob Jace Bescheid wusste, dass er durch ein paar belauschte Gespräche von den Ereignissen erfahren hatte. Doch schlussendlich war ihm auch dies egal. Der Club besaß eine reine Seele, auch wenn es immer mal wieder rauer und lauter dort zuging als wohl im Cottage. Das hatten sie allein Jace zu verdanken und darauf war Jackson verdammt stolz, dass sein Vater die Kolonie so weit gebracht hatte.
Schlussendlich einigten sich die beiden Teenager darauf, welche Kekse sie backen wollten und Poppy fing an in der Küche zu herumfuhrwerkeln, während Jack noch etwas unschlüssig herumstand. Dann verkündete Dave auch schon, dass Poppys bester Freund Jack Daniels Whisky war und Jackson gab zurück, dass sie nun wenigstens einen Jack kannte. Poppy wollte daraufhin wissen, wie er lieber genannt werden wollte er zuckte nur mit den Schultern. Er hatte viele Spitznamen im Laufe der Zeit bekommen und ihm gefielen alle, sowie er auf alle reagierte. Einzig das Son Shine passte nicht mehr so ganz zu ihm. Es ist dafür zu viel passiert. Trotzdem trug er den Patch mit ‚Son Shine‘ als Titel immer noch mit Stolz, denn dies ist der erste gewesen, den er erhalten hatte.
„Nenn mich so, wie es dir lieber ist.“, gab er dann zurück und hoffte sie verkorkste nun nicht seinen Namen. Irgendwie würde er es ihr beziehungsweise ihr und Dave zutrauen. Dann ging er zu dem besagten Regal, um die Streusel davon herunterzuholen und zu den restlichen Zutaten und Utensilien zu stellen, die Poppy in der Zeit bereit gestellt hatte.
Gleich darauf wechselte ihr Thema von Namen zu Keksen und von Keksen zu Essen. Genauer genommen erst einmal zu Ramen, die Jackson angesprochen hatte, und dann zu Pasteten. Poppy wollte herausfinden mit welcher Suppe die Ramen gemacht waren und erklärte ihm daher, welche Suppenarten es gab und wie diese schmeckten, sodass er sich erinnern konnte, was er damals gegessen hatte.
Kurz überlegte er, dann antwortete er ihr: „Dann muss es Miso gewesen sein.“
Wo er darüber nachdachte, fiel ihm auch wieder ein, dass er schließlich zusammen mit Asher herausgefunden hatte, was für Ramen Naruto immer aß, nur damit sein Cousin ihn zusammen mit den anderen Rider mit eben diesen Ramen überraschen konnte. Er hate lediglich bis jetzt wieder den Namen vergessen. Die ganzen Jutsus, Storys und Charaktere aus dieser Welt, würde er jedoch nie vergessen. Das war und blieb ein Teil von ihm, auch wenn dieses Wissen ihm im echten Leben niemals weiterhelfen würde, so war dies dann doch eine Welt, in welche er sich gerne flüchtete. Sei es allein oder mit Freunden beim Pen and Paper.
Anschließend fragte Jackson einerseits nach, was Poppys Lieblingsgericht war – Quiche – und ob dies so ähnlich wie Pasteten war, was sie bejahte. Ob sie schon einmal in Balar gewesen war, verneinte sie wiederum und er meinte dazu: „Dann musst du mal dahin gehen. Ist ein bisschen wie Disney World. Eine ganz andere Welt, in der man vergessen kann, dass Untote herumlaufen. Die leben sogar zum Teil in einer Burg!“
Er selbst war zwar öfters aufgrund seiner Freundschaften im Cottage, doch immer mal wieder ging er dann auch nach Balar, wenn auch nicht so häufig wie seine Schwester Alena. Es war so, als hätten sie sich auf die Kolonien aufgeteilt. Er war im Cottage und hatte dort seine Leute und sie eben in Balar. Dies jedoch nicht, da die Geschwister sich nicht verstanden, das taten sie sehr wohl, es hatte sich einfach so ergeben. Nur seit seiner Rückkehr hatte sich ihr Verhältnis etwas verändert, doch er hatte einfach nicht die Kraft dazu, sich um seine Schwester zu kümmern und um ihre Probleme. Er hatte genug mit seinen eigenen Sachen zu kämpfen und wüsste nicht, wenn er sich mit ihr befasste, ob er dann noch jemals wieder die Kraft hatte aufzustehen und weiterzumachen.
Bei seiner Frage, wie lange sie im Cottage war, stockte die redefreudige Blondine dann dauernd und Jackson wusste sofort, dass dies ein Thema beinhaltete, über das sie nur ungern redete. Etwas womit er nie gerechnet hätte, die solch ein positiver und strahlender Mensch auf den ersten Blick war, so als hätte sie noch nie etwas schlechtes erlebt.
Jackson wusste nicht, ob er sie einfach unterbrechen sollte, damit sie da nicht durch musste, doch dann war es auch schon zu spät und sie endete schon mit ihrer gestammelten Geschichte, die ausnahmsweise nicht sonderlich lang gewesen war.
„Tut mir leid.“, nuschelte er dann verlegen. Er hatte sie nicht in solch eine Situation bringen wollen. Er kannte es ja selbst gut genug, dass ihn ständig alle fragten, wie es ihm ging, ohne dass den Fragenden bewusst war, dass diese Frage ihn einerseits dauernd nervte und andererseits auch immer wieder ihn mit den Gefühlen und Erinnerungen konfrontierte, die er versuchte hinter sich zu lassen. Deswegen fragte er auch nicht weiter bei dem Thema nach, sondern versuchte das Thema etwas umzulenken, indem er meinte: „Du siehst auch noch ziemlich dürr aus! Zum Glück backen wir Kekse, da können wir naschen, sodass du zulegst.“
Dass er ebenso dünn war, was seiner Gefangenschaft und der Wachstumsphase während dieser geschuldet war, sprach er dann jedoch nicht an und tat einfach so, als wäre sie der einzig magerere Mensch in diesem Raum.
Hört ihr dann zu, was sie über die Anarchy Rider zu sagen hatte und lächelte sie an. Doch dieses Mal war dieses Lächeln nicht ehrlich, sondern einfach nur, damit sie wusste, dass er die Worte ernst meinte. Dass sie jedoch an dem Tag schon geschafft hatte, dass er aus dem Herzen sie angelächelt oder angegrinst hatte, das war sowieso ein Fortschritt. Allerdings ging es ihm meist auch immer schlechter, wenn er allein mit seinen Gedanken war. War er in Gesellschaft, so wurde er dann oft gut abgelenkt. Poppy war mit ihrem ständigen Geplappert daher perfekt, um sein Gedankenkreisen abzuhalten. Einzig wenn er ein Tief hatte, brachte keinerlei Ablenkung mehr was und auch kein Gespräch oder geplappert.
Danach kamen sie auf Poppys Tics zu sprechen und wie sie diese umleiten konnte, was sie Jackson jedoch erst einmal erklären musste. Ihre Erklärung konnte er sich gut vorstellen, nur nicht wie man es schlussendlich umleiten konnte. Denn ein Niesen zu unterdrücken war verdammt schwer und klappte eigentlich so gut wie nie.
„Dann zieh ich mal lieber die Kutte aus, bevor Dave sie mir einsaut!“, gab er zurück und streifte sich die Ledercutte mit den drangenähten Patches des Clubs drauf ab. Dann nahm er Poppy das Messer aus der Hand, welches sie ihm reichte. Dieses legte er kurz noch auf das Brett und sah sich um, wohin er die Jacke legen konnte, entschied sich dann aber schnell ins Wohnzimmer zu gehen, um sie dort über einen Stuhl zu hängen. Die Kutte eines Bikers war schließlich genauso heilig wie dessen Bikes. Normalerweise schmiss Jackson seine Klamotten einfach unachtsam auf den Boden und sammelte sie beizeiten wieder ein, um sie noch einmal zu tragen oder um sie in die Wäsche zu verfrachten. Nur seine Kutte war dort eine Ausnahme. Sie fand in seinem Zimmer immer einen Platz am Haken an der Wand, sodass das Logo der Rider, auf der Rückseite der Kutte so gut sichtbar war.
Zurück in der Küche fing er an die Schokolade abzumessen und dann zu zerhacken. Gleichzeitig fragte er Poppy weiter aus. Einerseits, wo die Butter war, andererseits, was sie mehr beim Backen triggern würde, sodass er diese Aufgaben übernahm. Bei beiden Fragen antworteten Poppy sowie auch Dave. Poppy reichte ihm einfach die Butter. Dave kommentierte es mit einem Spruch. Ebenso gab Dave zum Besten, wie man einen Kühlschrank kastrierte, was Jackson kurz stumm auflachen ließ. Er mochte Poppys Touret, es war unterhaltsam und brachte Pep in die Sache. Schlussendlich wusste Jackson, was Poppy triggerte, weswegen sie das Zusammenmischen von Mehl und Zucker übernahm und er nachdem er das Schokobad aufgesetzt und die Butter hinzugefügt hatte, auch noch das Aufschlagen der Eier mit Zucker übernahm.
„Wie äußert sich das mit den Zwiebeln und den Eiern?“, harkte er weiter nach. Irgendwie fand er das Thema interessant, zumal so die Personen nicht ihn ausquetschten, sondern er zuhören konnte ohne über sein verkorkstes Leben zu reden.
Während sie die Zutaten vorbereiteten redeten sie weiter und Poppy wollte nun ihrerseits von ihm wissen, was er neben dem Motorradfahren sonst so machte.
„Ich lese Mangas. Ein Mitglieder der Rider hat mir vor Ewigkeiten den ersten Teil nahe gebracht und seitdem hab ich alle gesammelt und gelesen. Es gibt wahnsinnig viele Details darin, weswegen ich die Reihe immer wieder lesen kann.“, erklärte er ihr, dann grübelte er nach: „Ansonsten trainiere ich viel und helfe überall aus. Auch wenn ich noch nicht weiß, wo ich später mal komplett arbeiten soll. Und du?“
Mit dieser Frag würde er hoffentlich nicht erneut in ein Fettnäpfchen treten, aber nicht zu fragen wäre ebenso unhöflich, weswegen er es einfach wissen wollte. Währenddessen rührte er die Schokoladen-Butter-Mischung um und vermengte diese dann mit dem schaumigen, aufgeschlagenen Ei samt Zucker.
„Soll ich die Mischung zum Mehl reinschütten und du rührst oder andersrum?“, auch hier wollte er lieber wissen, was sie triggerte, sodass es ohne Sauerei funktionierte: „Danach fehlen nur noch die Schokostückchen und dann können wir die erste Ladung vorbereiten und backen!“
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Sowohl Jackson als auch Poppy hatten beide ihr Päckchen zu tragen. Beide hatten in ihrem noch sehr jungen Leben eine Reihe schlechter Erfahrungen gemacht, die sie lieber vergessen wollten. Doch jetzt gerade verhielten sie sich wie zwei normale Teenager, die einen ruhigen Nachmittag verbrachten und versuchten einander besser kennenzulernen. Und so folgte auf die kleine Stichelei des Jüngeren prompt eine Reaktion, die direkt zurückgeben wurde. Nur hatten beide die Rechnung ohne Dave gemacht, der sie schließlich beide in die Pfanne hauen musste. Genauso, wie Jackson rot anlief, war Poppy die ganze Situation nicht weniger unangenehm und so tat die Blondine so, als wäre grade rein gar nichts passiert. War eh nur ein blöder Spruch. Einer, der keinen Wahrheitsgehalt hatte. Eine Kinder-Phrase. Etwas, was sich Grundschüler an den Kopf warfen, nur um ein Ihh,-die-knutschen hinterher zu setzen. Stattdessen ließ sie sich lieber etwas über die Rider erzählen und verschwiegen, was vielleicht auch besser war. Sie wusste nicht, ob sie sonst vor Jackson Dad nicht sogar ein wenig Angst gehabt hätte. Ihre eigene Familie war da so ganz anders, beides Akademiker. Spießer, wie manche wohl sagen würden. Damals mit dem Wunsch eines kleinen Häuschens mit Garten. Wie anders doch alles gekommen war. Und nun war sie auch noch vollkommen allein. Nicht, dass sich die Leute hier im Cottage nicht um sie kümmerten, das taten sie und Poppy war sich sicher, dass sie irgendwann auch sowas, wie Familie werden könnten. Ihre eigene Familie konnte sie allerdings nicht ersetzen. Da beneidete sie Jackson, dessen Familie so gut, wie intakt war.
Sie einigten sich darauf welche Kekse sie backen wollten und Poppy klamüserte alle Utensilien aus den Schränken, die sie brauchen würden. Von Schokolade mit Whiskey Note kamen sie schließlich auf Jackson Spitznamen, woraufhin die Blondine wissen wollte, was ihm nun lieber war: die kurze oder die lange Form? „Ok, dann bleib ich bei Jack“, erklärte sie, woraufhin Dave ein „Sparrow“ einwarf, was Poppy zum Lachen brachte. „Ich glaube auch Dave ist einverstanden und wer weiß, vielleicht sind Biker ja die Piraten der heutigen Zeit“, sie lächelte. „Mit Spitznamen kann ich nicht dienen. Poppy ist schon kurz“, sie zuckte mit den Schultern und verlegte das Thema lieber zum Essen. Was die Suppe anging, vermutete sie nämlich, dass ihr Gegenüber wusste, was er gegessen hatte, nur den Namen nicht kannte. Als er sich schließlich erinnerte, schenkte sie ihm ein weiteres Lächeln. Woher der Anreiz kam, dass man ihm eine so amerikanisch-untypisches Essen gekocht hatte, konnte sie allerdings nicht wissen, aber sie hatten sich ja auch erst gerade kennengelernt. Sie sprachen über ihre Leibspeise und kamen schließlich auf die dritte Kolonie im Bündnis: Balar. Von der hatte die Kleinere bisher nur gehört, Jackson schien allerdings bereits öfter dagewesen zu sein. Er erklärte ihr direkt, wie sie sich den Ort vorzustellen hatte, was ihr den Mund aufklappen ließ. „So eine richtig echte? Wow“, sie hatte Bilder von Disney gesehen, war aber nie in einem der Parks gewesen, obwohl sie immer mal hingewollt hatte. Sie mochte die Filme sehr gerne, vor allem Peter Pan hatte es ihr, als sie klein war angetan. Ihre absoluten Lieblinge jedoch waren die Disney-Nager. Bernhard und Bianca. Jacques und Karli, ihr Favorit Basil und die Ikone Trixie von der Poppy noch eine Figur in ihrem Zimmer hatte. Vielleicht würde sie irgendwann einmal mit Anna oder Jason zusammen nach Balar fahren, aber erst einmal hatte sie sich vorgenommen sich hier im Cottage einzubringen. Auf die Frage, wie lange sie überhaupt schon hier war, wurde sie ein wenig wortkarg und stockte mehr, als das sie sprach. Zu ihrem Glück schien ihr Gegenüber gemerkt zu haben, dass dies nicht das beste Thema war und harkte nicht weiter nach. Es zeigte ihm zeitgleich, dass auch bei Poppy nicht alles nur Sonnenschein war und dass sich unter der positiven, schwungvollen Art noch etwas anderes verbarg. Auf seine Entschuldigung hin, zuckte sie nur mit den Schultern. „Ist schon ok. Ich versuch es halt positiv zu sehen, hat…meine Ma auch immer“, erklärte sie und kümmerte sie lieber weiter um die Zutaten. Als er jedoch ihr Gewicht ansprach, zog sie Schnute, kniff die Augen zusammen und betrachtete ihn von oben bis unten. „Musst du grade sagen, wie ein Bodybuilder siehst du auch nicht grade aus“, meinte sie scherzend, dennoch musste sie zugeben, dass auch Jackson eher schmächtig wirkte, was bei Jungs natürlich auch einfach mit dem Wachstum zu tun haben konnte. „Hier ist der Deal, wir stopfen uns gegenseitig mit Keksen voll und wenn du mir noch bei sauber machen hilfst koch ich nächstes Mal Ramen für dich“, bot sie an. Erneut wechselten die das Gesprächsthema, während sie alles für den Teig vorbereiteten und sprachen über Poppys Tics, was den Jüngeren dazu bewegte seine Kutte- was Poppy schnell klar wurde, seine Weste war- auszuziehen. Sie wartete bis er zurück war, ehe sie ihm die Butter reichte, was Dave dazu veranlasste sich mit in das Gespräch einzubringen. „Bei Eiern sowas wie eben. Es sind halt oft Phrasen, die ich sicher irgendwann mal gehört habe. Oftmals aber was anderes als das, an was ich grade denke. Bei Zwiebel ist es ein ständiges Schniefen und Schnaufen. Ich hab auch auch Tics, die total random sind. Bolognese ist einer davon, sowie halt diese Boo. Sonst ist immer eher so ein Räuspern oder Quietschen“, erklärte sie und kam mit dem Mehl und einem Sieb zu ihm herüber, während er ihr seinerseits von seinen anderen Hobbies erzählte. „Manga kenn ich. Ich selbst hab aber nur Sailor Moon gelesen“, fügte sie ihrerseits an und zuckte kurz mit dem Kopf, eher sie fortfuhr. „Ich hab mit Anna abgesprochen demnächst hier Malkurse für die Kleinen zu geben, damit die Eltern mal ein wenig Zeit für sich haben. Ansonsten Stricke ich, ich mal oder ich tanze. Beim Tanzen ticke ich übrigens auch nicht, total lustig. Liegt wahrscheinlich daran, dass es, wie auch beim Stricken meditativ wirkt“, vermutete sie, zumindest war sie sicher sowas gelesen zu haben. „Ich würde das Mehl gleich in die große Schüssel sieben und dann sollte das passen. Ofen ist auch noch warm“, sie warf einen Blick hinter sich, als wollte sie sich vergewissern. „Also, auf den Teig, fertig, los!“
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 09.04.2023 18:55 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Poppy beschloss kurzerhand, dass sie die Kurzform Jack benutzen wollte und Dave hängt ein Sparrow daran. Als Jackson als Kind ein T-Shirt mit Totenkopf mal getragen hatte, hatten die Rider ihn auch so genannt und ihn daraufhin aufgeklärt, wer der Charakter war, wodurch Daves Aussage beziehungsweise Betitelung nicht fremd war.
„Lass dir was besseres einfallen, Dave. So wurde ich schon genannt.“, gab er zurück und sprach das erste Mal direkt mit Dave und fragte sich, ob das Tourette von Poppy ihm wohl antworten würde oder nur, wenn er ihn triggerte. Unterhaltsam fand er Dave ja, da würde es ihn nicht stören, öfters mal etwas von ihm zu hören oder kurz mit ihm zu reden. So ganz genau verstand er schließlich noch nicht die Krankheit der Blondine.
Poppy erklärte gleich darauf, dass Dave wohl auch mit der Kurzform von Jackson einverstanden war und dass die Biker möglicherweise die Piraten der heutigen Zeit waren. Jackson zuckte daraufhin nur mit den Schultern und meinte: „Ich denke nicht. Wir rauben keine anderen Biker aus. Wahrscheinlich würden wir eh keine auf den Straßen finden. Außer eventuell Daryl, aber der gehört ja irgendwie zu uns.“
Piraten überfielen seines Wissens nach nur auf der See andere Schiffe, somit müssten die Biker nach dem gleichen Muster gehen und auch andere Motorradfahrer überfallen. Doch diese waren rar gesät, schließlich war Benzin inzwischen Mangelware. Die Anarchy hatten fürs Auffinden von Benzin sogar einen eigenen Job kreiert und stellten auch selbst etwas Benzin-ähnliches her, um weiterhin mit dem Motorrad fahren zu können.
„Du hast doch nun eh einen Spitznamen, Fruchtzwerg.“, neckte Jackson sie und spielte auf Daves Idee von vorhin an. Definitiv würde er sie weiterhin so nennen. Wenn man schon ihren richtigen Namen nicht abkürzen oder anders umwandeln konnte, mussten halt Eigenkreationen her. Selbst wenn diese eigentlich von Poppys Tourette stammten.
Danach wechselten sie das Thema und kamen auf die Lieblingsgerichte voneinander. Jackson erwähnte, dass er Ramen mochte und mit der Hilfe von Poppy fanden sie raus, welche Suppe dazu genutzt wurde. Als sie über Poppys Leibgericht Quiche sprachen, kamen sie auf Balar zu sprechen, da Jackson dort schon einmal etwas ähnliches – Pasteten – gegessen hatte. Anschließend erklärte er ihr kurz zusammengefasst, was es mit Balar auf sich hatte und sie staunte nicht schlecht. Wie in einem Comic starrte sie ihn mit offenem Mund an und fragte nach, ob es wirklich eine echte Brug war.
„Eine Hüpfburg ist es auf jeden Fall nicht.“, gab er zurück und ging dann etwas tiefer ins Detail: „Ich habe gehört, dass der Ort früher sowas wie eine Showstätte war. Die haben damit Geld gemacht, indem sie den Leuten jegliche Technologie weggenommen haben und sie wie im Mittelalter leben lassen haben. Dadurch hatten sie dann schon alles, als Balar dorthin gezogen ist. Deswegen gibt es da auch eine Burg, samt Türmen und Thronsaal.“, den Kerker verbannte er sofort aus der Aufzählung und seinem Kopf heraus, um unschöne Erinnerungen gar nicht aufkommen zu lassen. Früher hatte er den Ort spannend gefunden und war sogar mal todesmutig allein nur mit einer Fackel dort runter gegangen, um den Kerker zu erkunden. Schließlich konnte ihm da nichts passieren, aber trotzdem pumpte der Körper Adrenalin pur durch die Adern, da mit süßen dreizehn Jahren dann doch die Phantasie mit einem durchging. Hätte er Poppy besser und länger gekannt, hätte er ihr angeboten, dass sie zusammen dorthin fahren könnten, doch so sprach er dies nicht aus.
Da Jackson sie dann gefragt hatte, wie lange sie schon in Balar war, kam ein Thema auf, das wohl nun Poppy aufwühlte, weswegen er sich entschuldigte. Doch Poppy winkte ab und erklärte ihm, dass sie es versuchte positiv zu sehen, da auch ihre Mutter es so getan hatte. Mit hochgezogener Augenbraue sah er sie an. Man konnte doch nicht aus allem etwas Positives ziehen? Das war unmöglich! Aber er sagte darauf nichts, um nicht ein Thema anzufangen, was ihm sicherlich nicht gut tun würde. Stattdessen versuchte er das gesamte Thema umzuleiten, indem er meinte, dass sie ziemlich dürr war. Wahrlich nicht etwas, was man einer Frau sagen sollte, doch besser als das vorherige Thema. Poppy schoss natürlich zurück, dass er auch nicht sonderlich wie ein Bodybuildner aussah, bot dann aber an, dass sie sich nach dem Backen gegenseitig mit Keksen vollstopfen würden und wenn er ihr beim Saubermachen helfen würde, würde sie ihm beim nächsten Treffen Ramen kochen. Letzteres ging jedoch etwas unter, da ihm ein Wort im Kopf hängen blieb und er sie mit großen Augen und wieder leicht roten Wangen ansah. Dann krächzte er: „Gegenseitig?“
Wollte sie, dass sie einander mit Keksen fütterten bis sie platzen, damit sie zunehmen würden? Den Sinn dahinter verstand er, doch sich gegenseitig zu füttern kannte er nur aus Beziehungen oder wenn man Interesse aneinander hatte.
Anschließend und durch Poppys Warnung, dass es beim Backen und Kochen chaotisch werden konnte, zog er lieber sicherheitshalber seine Kutte aus und brachte sie ins Wohnzimmer, wo fliegende Gegenstände und Lebensmittel sie hoffentlich nicht erwischen würden. Danach reichte Poppy ihm die Butter, sodass er die Schokoladen-Butter-Mischung fertig machen und ins Wasserbade legen konnte.
Dave schien sich dann auch wieder mehr ins Gespräch einbringen zu wollen, da er seine Weisheiten zum besten gab, während Poppy Jackson etwas über ihre Tics aufklärte. Erneut brannte Jack eine Frage auf der Zunge: „Schmeißt er auch eher mit solchen Sachen dann herum? Oder ist es eher verbal?“
Erneut wechselten sie das Thema als Poppy anfragte was er neben dem Motorradfahren noch so trieb. Da er Mangas ansprach, erwähnte sie Sailor Moon, wovon er auch ein zwei Bände gelesen hatte. Doch sie waren nicht so sein Fall, weswegen er lieber sich anderen Mangas gewidmet hatte.
„Das kenn ich.“, gab er als erstes kund und bot dann an: „Wenn du magst, kann ich dir ein paar meiner Mangas leihen. Ich hab verschiedenste Zuhause. Naruto, Fullmetal Alchemist, One Piece, Deadman Wonderland und sowas eben.”
Danach erklärte Poppy ihm, was sie sonst noch so tat, was hauptsächlich in den handwerklichen Bereich fiel. Ebenso wies sie darauf hin, dass Dave ruhiger war, wenn sie tanzte oder stickte.
„Gibt es noch andere Sachen, wo deine Tics nicht da sind?“, fragte er dann. Weiterhin faszinierte ihn diese Krankheit. Er verstand, dass sie einschränkte, doch scheinbar war sie nicht tödlich und war teilweise sogar echt unterhaltsam. Wären alle Krankheiten so, wäre die Welt ein besserer Ort.
Nach dem Thema war Jackson dann fertig mit seiner Mischung, sodass das aufgeschäumte Ei mit der Butterschokolade vermischt war und sie nur noch das Mehl dazutun mussten. Poppy warf kurz einen Blick auf den Ofen und gab kund, dass dieser auch noch warm war, weswegen sie die Kekse danach auch gleich reintun konnten, wenn sie diese auf dem Blech portioniert hatten. Ebenfalls beschloss sie, dass sie das Mehl in die große Schüssel hinzugeben würde, was hieß, dass Jackson alles vermengen musste.
Sie gab dann noch ein Startsignal ab und sie legten los. Innerhalb kürzester Zeit, waren auch diese Zutaten vermischt, sodass nur noch die Schokoladenstücke fehlten. Jackson fragte daher nach: „Wo sind denn die Schokostücke?“
Gleichzeitig trug er die Schüssel mit dem Teig zu dem kleinen Tisch, sodass sie dort von beiden Seiten das Blech belegen konnten, außer der andere übernahm schon einmal den zweiten Teig.
„Willst du das übernehmen?“, wollte er dann wissen und schlug vor: „Dann kann ich schon mit dem nächsten Teig anfangen.“
Bei diesem mussten sie schließlich mehr machen, da sie die Blaubeeren auspressen und dann erst zum Teig hinzugeben mussten, um ihn so einzufärben. Ebenso brauchten sie zwei Teigmassen und die Portionierung der Kekse war aufwendiger, da sie ein Muster haben sollten.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Poppy lachte, als Jackson doch tatsächlich ihrem Tourette antwortete. Ein helles, sehr fröhliches Lachen, wie es schon länger nicht mehr von ihr gekommen war. Zumindest nicht, seit man sie zum Cottage gebracht hatte. Eine Antwort erhielt der Jüngere allerdings nicht, nur ein paar motorische Tics, die sich in unkontrollierten Armbewegungen äußerte. „Da ist Dave sprachlos“, kicherte sie und merkte an, dass Biker eventuell die neuen Piraten waren, was der andere jedoch verneinte. „Stimmt wohl, aber ich denke ihr habt ein ähnliches Freiheitsgefühl und immer einen fahrbaren Untersatz“, auch wenn man ein Motorrad nicht wirklich mit einem Schiff vergleichen konnte. Als er sie schließlich darauf aufmerksam machte, dass sie doch selbst nun einen Spitznamen hatte, sah sie aus und stupste ihm mit dem Finger in die Seite. „Du!“, lachte sie erneut, da sie ihm deswegen eindeutig nicht böse war. Sie hatte schon schlimmere Spitznamen gehabt, da war dieser sogar ganz angenehm. „Hätte ich die mal gegessen, dann wäre ich vielleicht nicht so klein“, fügte sie hinzu, was ausgeschlossen war, war ihre Mutter kaum größer gewesen. Alle Frauen in ihrer Familie hatten die 1.70 Meter nie überschritten, aber das machte der Blondine nichts aus. Von Spitznamen wechselten die Gesprächsthemen, so dass sich im Laufe der nächsten Minuten tatsächlich ein richtiges Gespräch entwickelte, so ganz im Gegensatz zu ihrem ersten Aufeinandertreffen. Sie war fasziniert, als er ihr schließlich über Balar erzählte, sie hatte bereits von dem Ort gehört, aber wie es da aussah, klang eher nach einem Märchen als nach der Realität.„Och gegen eine Hüpfburg hätte ich nun auch nichts einzuwenden“, sagte sie und zuckte mit dem Kopf, ehe sie tief durchatmete, um sich wieder zu beruhigen. Das, was Jackson jedoch hinzufügte, ließ sie erneut erstaunt aufblicken. „Wow, warum macht man denn sowas? Ich mein, gut für die Leute aus Balar, aber wie kommt man denn auf sowas?“, fragte sie, mehr in den Raum hinein, da sie sicher war, dass auch ihr Gegenüber die Frage nicht würde beantworten können. In den Kerker hätte Poppy sich eindeutig nicht getraut, sie war nämlich ein regelrechter Schisser. Mit Zombies kam sie mittlerweile zurecht, aber so generell gruselte sie sich nicht gern. Das Thema wie lange die Siebzehnjährige nun schon im Cottage war übersprangen sie förmlich, da es in ihr keine guten Erinnerungen hervorrief und gingen stattdessen dazu über sich gegenseitig über ihr Gewicht zu necken. Also schlug Poppy, wie sie nun einmal war – nämlich ohne groß über ihre Worte nachzudenken- vor, dass sie sich ja gegenseitig mit Keksen füttern konnte. In ihrem Kopf war das eine vollkommen harmlose Aussagen, einfach dass sie gegenseitig dafür sorgen würden, dass der andere auch aß. Dass es bei Jackson anders ankommen würde, daran hatte sie nicht gedacht. Sie war immer noch mit den Zutaten beschäftigt, als sie seine doch recht heisere Frage vernahm, was sie erneut aufsehen ließ. Sie betrachtete Jackson, während sie über seine Worte nachdachte, und man konnte ihr am Gesicht ablesen, wie die Erkenntnis kickte. Ihre Augen wurden immer größer und es ein regelrechter Schreck auf ihrem Gesicht zu sehen, während ihr Gesicht di Farbe von frischen Erdbeeren annahm.„So….so…so ha..hatte ich das nicht gemeint“, stammelte sie und hob abwehrend die Hände vors Gesicht. Himmel war das peinlich. Es wurde auch dadurch nicht besser, dass sich nun ein paar weitere Tic bemerkbar machten. Zuckungen und Geräusche, die wie leichtes Ploppen klangen, eben weil sie sich gerade aufregte. „Ich…ich meinte eher so drauf achten“, ihr Kopf fühlte sich furchtbar warm an und das Mehl sah spannender auf, wie noch vor fünf Minuten. „Sorry“, flüsterte sie und war dankbar, als sich das Gespräch auf ihre Tics konzentrierte. „Nein, eigentlich nicht …plopp….es kann passieren …plopp… das ich zucke und dann was kaputt geht. Das schon“, erklärte sie und hatte sich wieder beruhigt, als sie auf das Thema Manga zu sprechen kam. „Gerne, ich hab viele meiner Sachen zurück lassen müssen, aber die Leute hier sind nett und gucken, ob sie was haben, was sie mir geben können“, so hatte Poppy eine Reihe Bücher bekommen, die sie abends lesen konnte. Sie sprachen über ihre Hobbies und auch darüber, dass die Tics nicht auftraten, wenn Poppy strickte oder tanzte. „Hm, wenn ich sehr entspannt bin, also so richtig tiefenentspannt, wenn ich auf Inlinern fahre oder nach dem Konsum von Marihuana“, was sie bisher aber auch nur einmal probiert hatte, sogar im Beisein ihrer Mutter. Auf die Frage nach den Schokostückchen deutete sie erneut auf das Regal, wo die Streusel standen, das Glas stand allerdings weiter hinten. „Ich mach das, dann kannst du schon weitermachen, hier sind die Blaubeeren“, sie schob die Packung rüber und begann damit den fertigen Teig auf dem Blech zu verteilen, ehe sie ihn in den Ofen schon und den Timer stellte.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 09.04.2023 22:13 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Irgendwie fand es Jackson schön Poppy lachen zu sehen, auch wenn er nicht genau verstand, wieso sie nun genau lachte. Ebenso ist es gar nicht seine Intention gewesen sie zum Lachen zu bringen. Er hatte lediglich Dave auf seine Aussage antworten wollen. Trotzdem schlich ihm unterbewusst auch ein Lächeln aufs Gesicht.
„Ja, das kann sein.“, gab er dann darauf zurück, dass Biker und Piraten beide freiheitsliebend waren und mit etwas herumfuhren. Anschließend erklärte er: „Macht auch bei dem Namen des Motorradclubs Sinn. Wir heißen schließlich Anarchy Rider. Auch wenn die meisten uns nur die Rider oder Biker nennen.“
Eventuell wusste Poppy dies auch noch nicht. Das Cottage hieß schließlich auch vollständig Cottage by the Sea und Balar eigentlich Balar Island. Irgendwie wurden gerne Namen abgekürzt, wo sie schon beim Thema waren. Poppy nannte ihn schließlich nun auch nur noch Jack.
Genau Poppys neuen Spitznamen verkündete er dann auch gleich darauf und bekam direkt ihren Finger in die Seite gepikst, woraufhin er mit einem „Hmpf!“ zusammenzuckte und sich ein Auflachen verkneifen musste. @Lexie Murdock kannte seine Schwachstelle – dass er kitzlig war – und nutzte dies nur allzu gerne aus, um ihn zu nerven. Zumindest aus seiner Sicht.
„Oder zu wenig Milch getrunken!“, warf er ein. Er selbst glaubte nicht an diese Mythen, er kam da einfach komplett nach seinem Vater und würde womöglich noch ein Stück größer werden als er gerade eh schon war. Doch es fehlte auch nicht mehr viel, bis er gleichauf mit @Jace Marshall war.
Im Verlauf des Backens kamen dann die verschiedensten Gesprächsthemen auf, bis sie schlussendlich bei der verbündeten Kolonie Balar ankamen. Poppy erwiderte auf seine Aussage, dass die Burg definitiv keine Hüpfburg war, dass sie gegen solch eine sicher auch nichts einzuwenden hatte und still stimmte er ihr in Gedanken zu. Es hätte etwas gehabt, wenn eine Kolonie eine Hüpfburg besitzen würde. Alle Kolonien hatten Generatoren, wodurch es ihnen sogar möglich wäre eine Hüpfburg aufzubauen. Also war es nicht abwegig, dass sie nicht doch irgendwann mal eine in einer der drei Kolonien haben würden.
Auf ihre Frage, wieso man solch eine Gegend wie Balar errichtete, antwortete er dann auch wieder und gab seinen Senf dazu: „Ist wie Disney World, nur für Leute, die das Mittelalter mögen. Jedem das seine eben.“
Zumindest konnte er sich es so erklären, weswegen man eine komplette Insel so bebaut hatte, dass man wie vor ein paar Jahrhunderten leben konnte und dafür noch Geld zahlte. Er selbst war für jegliche Technologie zu haben, da diese schließlich oft das Leben erleichterten. Andererseits mussten sie alle nun zurückgeschrittener leben, wodurch die Menschen in Balar die perfekte Basis für solch ein Leben hatten ohne sich alles selbst aufzubauen.
Als sie dann zu Poppys Ankunft beziehungsweise Aufenthalt kamen, wurde es unangenehmer, weswegen beide unabgesprochen so schnell wie möglich das Thema wechselten und auf das Gewicht des jeweilig anderen zu sprechen kamen. Angestiftet von Jackson, der dies sofort bereute als Poppy in seinen Augen zweideutig gemeint hatte, dass sie sich gegenseitig mit Keksen füttern konnten. Mit großen Augen und roten Wangen harkte er da nach und erreichte, dass Poppy ihn nun ebenso schockiert mit großen Augen und hochroten Kopf ansah. Dann stammelte sie verlegen, dass sie es nicht so gemeint hatte. Irgendwie glaubte er ihr das, doch er war mit der Situation doch etwas überfordert, da er nicht wusste, was er nun darauf erwidern sollte. Das Thema schien sie auch nervös zu machen, wodurch mehrere Tics sich bemerkbar machten und sie ein paar Zuckungen bekam und Geräusche von sich gab. Häufiger als zuvor, weswegen Jackson, der sie immer noch ungläubig und mit roten Wangen anstarrte, herausrutschte: „Sorry, ich wollte dich nicht kaputt machen!“, womit er auf ihre vielen Tics ansprach, es aber keineswegs böse meinte, sondern eher sich die Schuld gab, da er so gedacht und es dann auch ausgesprochen hatte, wodurch sie so nervös geworden war. Generell schob er sich lieber selbst die Schuld zu, weswegen er auch in die Depression gefallen war, die ihn täglich begleitete.
Auch Poppy entschuldigte sich für ihre Wortwahl, dann war das Thema zum Glück auch wieder gegessen und sie konzentrierten sich wieder auf andere Themen, weswegen Poppy ihm erklärte, wie ihre Tics funktionierten und sich äußerten. Die Tics zogen sich noch durch ihre Antwort durch, doch danach waren sie wieder weg und Jackson wusste, dass sie sich wieder beruhigt hatte. Auch anhand ihrer Gesichtsfarben konnte man dies sehen, da die roten Köpfe wieder normal aussahen.
Schlussendlich kamen sie dann auf ihre Hobbys zu sprechen und Jackson bot ihr an, dass er ihr ein paar Mangas leihen konnte, wodurch ihr euch unbewusst zusprach, dass sie sich zumindest zwei Mal auf jeden Fall wiedersehen würden. Einmal, damit er ihr die japanischen Comics geben konnte und einmal, wenn er sie wieder zurückbekam. Doch dieses Wissen kam noch nicht bei ihm an. Poppy freute sich über sein Angebot und erklärte ihm, dass sie viele ihrer Sachen hatte zurücklassen müssen, wodurch die Mitglieder des Cottage ihr immer mal wieder etwas vorbeibrachten.
Anschließend kam Jackson erneut auf ihre Tics zu sprechen und sie klärte ihn weiter auf, dass sie je nachdem was sie tat auch gar keine Tics hatte. Ebenso erwähnte sie, dass, wenn sie Gras rauchte, sie auch keine Tics hatte.
„Hast du schon einmal etwas geraucht? Ich würde das Zeug mal gerne ausprobieren!“, gab er kund, wo seine jugendliche Neugierde durchkam. Wüsste er, dass sein Vater ihm den Kopf abreißen würde, wenn er davon erfuhr, dass Jackson Marihuana beziehungsweise Drogen zu sich genommen hätte, hätte er dies wohl nicht gesagt oder auch generell nicht das Interesse. Doch da sein Vater noch nie sonderlich mit ihm darüber geredet hatte, konnte er es auch nicht besser wissen. Einzig und allein, dass Jace keine Drogen mochte, wusste er. Doch die Gründe dafür kannte er nicht und er hatte auch nie nachgefragt. Bis er in die Pubertät gekommen war, hatte er sich dafür auch nie interessiert.
Da nur noch die Schokostücken fehlten, fragte Jack dann an, wo sich diese befanden. Poppy zeigte ihm auf, wo er suchen musste und er ging zu dem Regal, wo auch die Streusel zuvor gewesen waren. Da die Schokostücke weiter hinten waren, musste auch er sich nun etwas strecken, kam aber wohl immer deutlich schneller an diese heran als Poppy, die wahrscheinlich dafür auf die Theke hätte klettern müssen. Weswegen sie diese dann dort platziert hatte und nicht an einem anderen Ort, war ihm nicht klar, doch er fragte nicht nach. Wahrscheinlich hatte es mit einem ihrer Tics zu tun.
Nachdem Jackson großzügig Schokostücken zum Teig hinzugefügt und untergerührt hatte, teilten sie die Arbeit erneut auf. Poppy würde die Kekse auf dem Blech platzieren und Jackson kümmerte sich schon einmal um den nächsten Teig. Dabei würde er damit beginnen die Blaubeeren auszupressen beziehungsweise eher zu pürieren, sodass auch Stückchen den Teig schmackhafter machten und er nicht zu flüssig wurde.
„Hast du etwas, womit ich die Beeren schneller klein machen oder sie pürieren kann?“, wollte er dann wissen und wusch schon einmal nebenbei die Beeren in der Spüle.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Auch wenn er sie nicht bewusst hatte zum Lachen bringen wollen, strahlte in die Blondine derzeit förmlich an, bis sich das Lachen in ein Glucksen verwandelte und schlussendlich abebbte. Dennoch hatte sie das Lächeln, dass sich auf sein Gesicht geschlichen hatte, ebenfalls gesehen. Erwähnen würde sie es aber nicht, sondern vorsorglich für sich behalten, aus Sorge, dass es wieder verschwinden würde, sobald sie davon sprach. Sie stellten fest, dass Biker keine Piraten waren, aber dennoch ein paar Gemeinsamkeiten aufwiesen und die Kleinere nickte, als ihr Gegenüber ihr erklärte, dass der vollständige Name des Motorradclubs Anarchy Rider war. Das hatte sie tatsächlich nicht gewusst, machte aber Sinn, denn dass das Cottage nicht nur Cottage hieß war auch ihr bewusst. Ihr Stupser in seine Rippen hingegen war vollkommen intuitiv, hatte sie nämlich keine Ahnung davon gehabt, dass er kitzelig war. Seine Wirkung entfaltete er allemal, dass Jackson neben ihr kurz Zusammenzuckte. „Rache“, flüsterte sie, nahm sich aber kurz darauf selbst nicht so ernst und erklärte, dass Fruchtzwerge ihr vielleicht beim Wachsen geholfen hätten. „Das ist als Kind mit all den Cornflakes gar nicht möglich“, lachte sie und schüttelte den Kopf.
Sie wechselten von einem Thema zum nächsten und Jackson berichtete ihr nicht nur von der Kolonie, in der er lebte, sondern auch von der dritten im Bunde, die Poppy bisher noch nicht gesehen hatte. „Ich frag mich grade, warum wir uns nicht häuslich in Disney World eingerichtet haben? Hätte schon was in Cinderellas Schloss zu wohnen“, überlegte sie. Wahrscheinlich wimmelte es in den Parks nur so von Zombies und es war ein viel zu großes Gebiet, um es zu säubern oder zu schützen. Dennoch war die Vorstellung schon witzig, außer natürlich, wenn sie darüber nachdachte nachts dort allein zu sein. „Die Animatronics sind abends aber sicher mega gruselig“, sie verzog das Gesicht bei dem Gedanken. Nein, dann war es hier doch besser. Und so ganz ohne Technik wollte sie auch nicht sein, sie genoss den Luxus ihr Brot einfach in den Backofen zu tun, ohne vorher erst ein Feuer entfachen zu müssen, welches wahrscheinlich ihre Hütte abgebrannt hätte.
Ein paar der angesprochenen Themen übersprangen sie, da sie sowohl für Poppy, aber auch für Jackson unangenehme Erinnerungen bereithielten. Das Gerede über ihr Gewicht jedoch, welches bei beiden hart an der Grenze zum Ungesunden lag, brachte schließlich beide in Verlegenheit. Und das lag allein daran, dass die Blondine wieder redete, ohne sich ihre Wortwahl gut überlegt zu haben. Oder darüber nachgedacht zu haben, wie es bei ihrem Gegenüber ankommen würde. Nicht nur ihr Gesichtsausdruck, sondern auch ihre Tics gaben schnell Preis wie unangenehm ihr die Situation war. Jackson jedoch reagierte mit Humor und erklärte, dass er sie nicht hatte, kaputt machen wollte, was die Siebzehnjährige erneut zum Lachen brachte. Sie ließ ihre Tics noch ein wenig machen und wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, die vom heftigen Lachen herrührte. „Entschuldigung…angenommen“, erwiderte sie in einer roboter-ähnlichen Stimme und entschuldigte sich ihrerseits. Stattdessen sprachen sie lieber über Poppys Tics, die jetzt gerade ein wenig mehr wurden als noch vor ein paar Minuten. Von Tics wechselten sie zu Hobbies und Jackson bot ihr an, dass er ihr ein paar seiner Manga leihen würden, was sie Ältere durchaus freute, nicht nur weil es bedeutete, dass sie sich dann noch einmal sehen würden, sondern generell, weil bisher noch nie jemand Gleichaltriges so nett zu ihr gewesen war. Mittlerweile hatten sich beide von der Misskommunikation von vorher erholt und Poppy schilderte ihm, dass es auch Zeiten gab ihn denen sie nicht tickte und wann diese vorkamen. „Ja, vor…ungefähr zwei Jahren“, erzählte sie, auf die Frage hin, ob sie schon einmal Gras konsumiert hatte. „Damals war so ein Alt-Hippie zu unserem Lager gekommen, er war nett, aber auch ständig high. Meine Mum meinte ich sollte es mal versuchen, weil es gegen Tourette helfen konnte“, sie zuckte mit den Schultern. Es war eine Zeit gewesen, in der die Blondine viele Tics gehabt hatte, da sie nicht lange vorher mit einer Horde Beißer kollidiert waren. Sie hatte sich seltsam gefühlt, ruhig und entspannt, aber auch irgendwie nicht mehr Herr ihrer Sinne. Einerseits verstand sie, wieso man es ausprobieren wollte, andererseits war die Erfahrung auch gruselig gewesen. In einem der Bücher, die man ihr gegeben hatte stand, dass es auch Marihuana gab, welches die beruhigende Wirkung hatte, aber eben nicht abhängig oder sowas machte.
Jackson fischte die Schokostücke vom Regal und nachdem er sie in den Teig gerührt hatte, verteilte Poppy ihn auf dem Blech und schob es ihn den Ofen. Danach widmeten sie sich dem zweiten Teig. „Ich hab einen Mixer“,murmelte sie und zog einen elektronischen und einen handbetriebenen hervor. „Der ist mit Strom und der hier, da muss man an dem Band ziehen, dann dreht sich das Messer in der Mitte. Bei dem Mixer musst du den Deckel feste draufsetzten, manchmal kommt der sonst lose“, erklärte sie, je nachdem, was ihm lieber war. Während Jackson die Beeren wusch, wog die Kleinere bereits wieder das Mehl ab, wobei sie immer wieder leise Boos von sich gab.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 10.04.2023 13:41 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Noch immer verstand Jackson nicht, weswegen Poppy aufgrund seiner Aussage zu Dave so glücklich war beziehungsweise so loslachen musste. Doch er nahm dies einfach hin und merkte gar nicht, dass er selbst auch Lächeln musste. Gleich darauf reden sie überverschiedenste Themen bis hin zu Spitznamen. Poppy pikste Jackson, aufgrund seines Spitznamens für sie, in die Seite, wodurch er zusammenzuckte und sich ein Lachen verkneifen musste. Er wollte nicht, dass noch ein Mädchen seine Schwachstelle kannte und ausnutze. Er war schließlich nun ein Teenager, der nicht mehr durch einen Finger in der Seite giggelnd, wie ein kleines Kind, am Boden liegen konnte! Poppy flötete ihm noch ein ‚Rache‘ entgegen, dann war das Thema auch wieder erledigt. Zu seinem Glück.
Kurz später kamen sie auf Balar zu sprechen und was die Fläche der Kolonie früher einen Nutzen gehabt hatte. Poppy wollte deswegen wissen, wieso sie sich nicht in Disney World eingerichtet hatten, da es etwas hatte in einem Cinderella Schloss zu wohnen. Kurz überlegte Jackson und meinte dann: „Dann müssten wir aber weit wegziehen. Ich glaube nur an der Westküste gibt es ein Disneyland. Also muss man wohl oder übel auf Balar oder Hüpfburgen zurückgreifen.“
Dann legte er den Kopf leicht schief und fragte: „Animatronics? Was ist das?“
Der Begriff sagte ihm absolut nichts. Hätte sie bewegliche Statuen gesagt, dann noch eher, aber so hatte er eher Animes statt Figuren im Kopf.
Während sie backten redeten sie weiter über verschiedenste Themen bis hin Poppy unbedacht etwas sagte, dass beide Teenager erröten ließ. Jackson krächzte deswegen nur eine Frage dazu und Poppy fing an wie ein kaputter Motor herumzustottern. Ohne groß darüber nachzudenken, gab Jack daraufhin zurück, dass er sie nicht hatte kaputt machen wollen, so wie sie herumstammelte und so hochrot wie angelaufen war. Noch bis in das nächste Gespräch zogen sich ihre Tics ausgelöst durch ihre Nervosität, was Jackson dann aber doch eher putzig fand, auch wenn ihm ihre Aussage immer noch unangenehm war.
Poppy nahm seine Entschuldigung natürlich an, nachdem sie erneut herzhaft gelacht hatte, und imitierte dabei einen Roboter, um noch einmal auf seinen Spruch zurückzukommen. Eher unbeholfen machte Jackson nun auch eine typische Roboterbewegung mit den Armen und sie wechselten wieder das Thema.
Schlussendlich kamen sie erneut auf Poppys Tics zu sprechen, da Jackson immer wieder neugierig nachharkte. So erzählte ihm Poppy sogar, dass sie schon einmal Gras geraucht hatte, sogar durch das anraten ihrer Mutter, was seien Augen groß werden ließ.
„Voll cool. Mein Dad würde sowas sicher niemals tolerieren. Aber dafür sieht er es mit Alkohol, Zigaretten und Tattoos nicht so streng. Ich durfte mir sogar vor einem Jahr ein Tattoo mit meinem Cousin stechen zu lassen.“, erzählte er nun von sich und meinte dann: „Warte kurz!“
Er verrührte noch schnell das letzte bisschen Mehl in den Teig, dann legte er die Sachen zur Seite und zog kurz seinen Pulli aus, sodass er nur noch im T-Shirt dastand und schob den linken Ärmel hoch, sodass sie das Zeichen der Anbu auf seinem Arm sehen konnte, dass ihm mit schwarzer Farbe von Grace damals gestochen wurde.
„Ist ein Zeichen aus Naruto für die Elite-Einheit der Kämpfer. Mein Cousin hat das gleiche!“, erklärte er ihr dann, schob dann den Ärmel wieder zurück und zog sich den Pulli wieder an. Schnell holte er noch die Schokostücke und rührte diese ebenfalls unter den Teig, dann fragte er: „Wie war es so bekifft zu sein? Ich stell es mir so vor, dass alles dadurch leichter ist.“
Deswegen wollte er es unbedingt mal ausprobieren. Er wusste, dass ihn gerade viel belastete, womit er überhaupt nicht zurechtkam. Eher peinigte es ihn durchgehen. Wenn eine seichte Droge wie Gras ihm dabei half, wieso sollte er es dann nicht mal ausprobieren. Zumal es hieß, dass man bekifft war, man auch viel aß, was Poppy und ihm auch nicht schaden würde.
Poppy hatte dann schnell den Keksteig auf dem Blech portioniert und alles in den Ofen geschoben. Anschließend holte sie für Jackson einen Mixer, sodass er die Blaubeeren pürieren konnte. Kurz betrachtete er kritisch den handbetriebenen Mixer und wählte dann sicherheitshalber den elektronischen. Solch einen kannte er schon und er wollte nicht, dass wenn er etwas falsch machte, überall Blaubeersaft in der Küche verteilt war.
Er steckte den Mixer an der Steckdose an, tat die gewaschenen Blaubeeren hinein und machte sie dann klein. Danach schnappte er sich erneut die Butter, etwas Zucker und Zimt und vermengte dies mit einem Schneebesen, bis dies cremig war, während Poppy sich um die Mehlmischung kümmerte und immer wieder Boo’s von sich gab. Irgendwann erwiderte Jackson einfach eines mit ebenfalls einem leisen: „Boo.“
„Magst du nach und nach zwei Eier aufschlagen und beigeben?“, fragte er sie dann geschäftig, sodass er weiterrühren konnte und es einfach schneller ging. Schlussendlich musste auch nur wieder das Mehl hinzugefügt werden und er sah fragend zu Poppy: „Wie vorhin? Auf den Teig, fertig, los?“
Hatten sie das getan, mussten sie nur noch die eine Hälfte mit den Beeren einfärben und dann in vier Stränge unterteilen, aufeinanderlegen und zu einer Rolle zusammenfügen. Dann wären sie auch wieder fertig, wenn sie die Rolle aufgeschnitten hatten. Es ging zusammen echt fix.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Es machte nichts, dass Jackson nicht verstand, warum Poppy so lachte, sie war so glücklich, wie schon lange nicht mehr. Vor allem nicht seit dem Abend ihrer Flucht. Es war schön mit jemanden was zu unternehmen und bei dem man einfach mal vergessen konnte, wie beschissen die Welt um sie herum geworden war. Jetzt gerade konnten sie sich benehmen, wie normale Teenager, lachen, sich gegenseitig necken und über alles möglich – und vor allem- normale Quatschen. Sie kamen auf Disney World zu sprechen und die Idee, dass es sicher cool gewesen wäre in einer der Attraktionen dort zu wohnen. Jackson vermutete, dass sie das deswegen nicht getan hatten, weil sie dann hätten zu weit wegziehen müssen. „Disney Land ist an der Westküste“, stimmte sie zu. „In der Nähe von Los Angeles, meine Eltern wollten vor dem Ausbruch mal mit mir hin. Wir haben nämlich damals noch in San Francisco gewohnt“, erklärte sie, während sie hin und wieder mit dem Kopf zuckte. An ihre Eltern zu denken, wühlte sie immer ein wenig auf. „Aber Disney World ist in Orlando, also südlich von hier. Wer weiß, vielleicht mach ich mich irgendwann mal auf den Weg dahin, nur um zu sehen, wie es gewesen ist“, meinte sie und überlegte dann aber nicht allein zu gehen oder nachts, da es dort sicher gruselig war. „Animatronics? Öhm das sind so Roboter in den Attraktionen, die singen und sich bewegen und ich stell es mir echt gruselig vor, wenn man dann abends da durch geht und es gibt einen -plopp- Kurzschluss und die machen was“, die Blondine schüttelte sich. Wahrscheinlich würde sie schreiend weglaufen, war noch schlimmer als Beißer, die ließen sich wenigsten erschießen.
Sie quatschten über dies und das, brachten sich gegenseitig in Verlegenheit und kamen schließlich auf Poppys erste Erfahrung mit bewusstseinserweiternden Drogen zu sprechen, woraufhin Jackson erzählte, dass sein Dad sowas nicht tolerieren würde. „Meine Mum eigentlich auch nicht, ist halt auch nur, wegen meiner -räusper- Krankheit. Trinken und Rauchen hätte ich von ihr aus auch nicht gedurft“, erklärte die Ältere, als ihr Gegenüber ihr sein Tattoo zeigte, welches er sich hatte vor einem Jahr stechen lassen. Zwar war sie ein wenig überfordert, als er sich plötzlich vor ihr auszog, wurde dann aber schnel von dem Zeichen auf seinem Arm abgelenkt. „Uh cool. Ich mag Tattoos, aber ich könnte mir keine stechen lassen, ich hab – Bolognese- ne, das grade nicht, aber Angst vor Nadeln“, fügte sie hinzu, ihr wurde schon bei dem Anblick von Spritzen schlecht und eine Tätowiermaschine war ja auch nichts anderes. Sie wartete bis Jackson sich wieder angezogen hatten und wo derweil die Zutaten weiter ab. Wie war es bekifft zu sein? Gute Frage. „Ich war….-pplopp- richtig entspannt, weißt du. Und in der Zeit hatte ich kaum Tics, fast dreißig Minuten lang nicht, aber“, sie dachte nach, wie sie das Gefühl beschreiben konnte. „…mein ganzer Körper war auch irgendwie komisch, leicht…aber auch gefühlt nicht proportional und meine Sinne waren alle irgendwie…wie unter Wasser, schwer zu erklären. Ich weiß auch nicht, ob ich es noch einmal machen würde“, gab sie ehrlich zu. Sie verstand den Wunsch seinen Problemen zu entfliehen und etwas zu finden, dass einen nachts ruhiger schlafen lief. Alkohol hatte ebenfalls so eine Wirkung, aber beides konnte extrem abhängig machen und dann hatte man statt weniger nur noch ein weiteres Problem.
Nachdem die ersten Kekse im Ofen waren, suchte Poppy nach etwas, womit sie die Blaubeeren zerkleinern konnten und bot Jackson gleich zwei verschiedene Mixer an. Während aus den Beeren also Püree wurde kam Poppy ein Gedanke. „Sag mal, wenn dein Dad dir schon Tattoos erlaubt, aber nicht zu trinken, wie alt bist du dann überhaupt?“, wollte sie wissen, sie würde ihn auf ihr eigenes Alter schätzen, aber anhand seiner Größe konnte sie auch falsch liegen. Sie werkelten weiter an dem zweiten Teig herum und der Jüngere bat Poppy die Eier aufzuschlagen, was prompt beim ersten Versuch in die Hose ging, oder eher auf ihre Shirts, da ein motorischer Tic grade in dem Moment auftrat, als die Blondine das Ei an der Schüssel hatte aufschlagen wollen. Stattdessen traf sie die Kante einer Tupperdose und das Ei zersprang. „Mist“, fluchte sie, warf das Ei in den Mülleimer und zog einen kleinen Lappen hervor. „Bolognese“, sie reichte Jackson den Lappen, den es vorne am Pulli erwischt hatte, während Poppy seitlich getroffen worden war. „Wenn es nicht rausgeht, kann ich es – plopp- auch eben rauswaschen“, bot sie an, entspannte sich dann wieder und schlug dieser die Eier erfolgreich in den Teig. „Jepp, auf den Teig, fertig, los!“
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 16.04.2023 20:58 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Kurz sah Jackson sie verwirrt an, als sie zwischen Disney World und Disney Land differenzierte. Er hatte angenommen, dass beides dasselbe war und dass es nur das eine in Amerika gab. Allerdings hatte er sich auch noch nie sonderlich damit beschäftigt, schließlich wäre es nur ein ausgestorbener Ort, wo man nur aus purer Nostalgie hingehen konnte. Die Fahrgeschäfte fuhren nicht mehr, in den Restaurants gab es kein Essen und alle anderen Attraktionen würden nur noch gruselig wirken, als dass sie jemanden erheiterten.
„So nah? Da kann man dann ja schnell hinfahren!“, gab er zurück und spielte nun selbst mit dem Gedanken mal dorthin zu fahren. Auch wenn der Laden stillgelegt war, so war es sicher cool mal dort gewesen zu sein.
Gleich darauf beantwortete Poppy ihm auch schon was Animatronics waren und Jackson hatte nun ein Bild vor sich. Wie Poppy stellte er es sich gruselig vor, wenn die Attraktionen herumstanden, allerdings war er sich sicher, dass sie sich nicht mehr bewegen würden. Außer sie wurden mithilfe von Solarenergie betrieben. Das sprach er dann auch an: „Singen und bewegen werden die sich sicher nicht mehr. Also werden sie nur verstaubt und verrostet herumstehen und mehr nicht.“
Falls Lexie mal mitkommen würde, würde er mit ihr den Park erkunden und möglicherweise nachts eine Mutprobe raus machen. Auch wenn sie beide dafür sicherlich mindestens eine Woche Hausarrest bekommen würden, wenn sie allein bis dahin fahren würden. Außer sie überredeten einen Erwachsenen. Doch selbst dann ging er nicht davon aus, dass er dort hinfahren dürfte. Es war ein unnötiges Risiko und er hat am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich die Welt da draußen sein konnte, weswegen er eigentlich keine weiteren Dummheiten mehr anstellen sollte. Trotzdem zog es ihn gelegentlich wieder nach draußen. Er blieb einfach immer noch ein Teenager und er traf sich alle paar Wochen mit @Alice Riddle auf einem verlassenen Spielplatz. Dem Feind, den er eigentlich meiden sollte, doch er verstand sich mit der Blondine gut und sie war der einzige Mensch vom Paradise, der ihm hoffen ließ, dass doch nicht alle dort grausame Menschen waren.
Nach einigen verschiedenen Gesprächsthemen kamen sie schlussendlich auf Drogen zu sprechen beziehungsweise Gras. Poppy konnte sogar von einer Erfahrung berichten, da ihre Mutter ihr dies erlaubt gar schon geraten hatte, um zu sehen, ob es die Tics besser machte. Jackson selbst wusste, dass sein Dad dies niemals tolerieren würde. Er durfte sich mit Genehmigung Tattoos stechen lassen, ein Bierchen mal mit den Erwachsenen trinken und bei Zigaretten könnte Jace auch nichts sagen, da er da kein gutes Vorbild war. Die Reaktion von seinem Dad wollte er trotzdem nicht provozieren, weswegen, wenn er mal rauchte, es immer noch heimlich tat. Wie abends oder nachts heimlich auf dem Dach des Clubhauses, das für viele Mitglieder ein Ort war, um einfach mal seinen Gedanken nachzuhängen, wo man auch nicht gestört wurde, wenn man dort entdeckt wurde. Oder er rauchte irgendwo versteckt hinter einem Haus im Cottage, sodass die Rider ihn nicht sahen. Auch wenn er generell nicht wirklich als Raucher durchging, sondern es nur mal ausprobiert hatte, da es hieß, dass es bei Stress half, weswegen er sich immer mal wieder eine Kippe anzündete, wenn es ihm mies ging und er durch dieses Ritual etwas runterkam.
Jackson zeigte dann ihr sogar sein eines Tattoo, was er jetzt schon besaß, und Poppy erklärte, dass sie Tattoos mochte, aber Angst vor Nadeln hatte. Dave schaltete sich während dieser Aussage sogar auch kurz ein und warf das Wort ‚Bolognese‘ zu einem unpassend passenden Zeitpunkt ein, was Jackson zum Schmunzeln brachte.
„Du musst ja nicht hinschauen, wenn dir eines gestochen wird. Glaube mir, ich kenn ein zwei Biker, die so aussehen, als könnte ihnen nicht, aber die zerdrücken schlussendlich dann auch beim Tätowieren die Hand, da sie Angst vor Nadeln haben.“, schmunzelte er und erinnerte sich an Fat Joe, einem Schrank von Mann, der wohl jede Frau mit seiner Gestalt einschüchterte, aber innerlich ein totaler Softie war und dadurch gerne auch mal Soft Joe genannt wurde, wenn er mal wieder eine Joe Aktion brachte, wie kreischend aus dem Bad zu laufen, da er eine große Spinne entdeckt hatte.
Dann erzählte Poppy ihm etwas genauer, wie es sich für sie angefühlt hatte bekifft zu sein. Interessiert hörte Jack zu und irgendwie hatte er schon Lust das mal irgendwann auszuprobieren. Es klang spannend und wenn er so mal vom Kopf vollkommen leer war, ohne dass er schlief oder Alkohol getrunken hatte, dann wäre es eine willkommene Abwechslung. Wie beim Rauchen trank er auch nur mal etwas heimlich, wenn er es gar nicht mehr aushielt, aber sonst auch nicht. In seinem jugendlichen Leichtsinn nahm er an, dass er das unter Kontrolle hatte und sicherlich nicht abhängig werden würde. Was zu seinem Glück auch der Fall war, doch ihm war nicht bewusst, wie schnell sich so etwas ändern konnte.
Während Jackson dann die Blaubeeren pürierte wollte Poppy dann von ihm wissen, wie alt er war, wenn er Tattoos haben durfte, aber keinen Alkohol trinken durfte.
„Ein Bier darf ich hin und wieder schon trinken. Aber Schnaps und so nicht. Beziehungsweise würde mein Dad mich killen, wenn ich mich betrinke.“, erklärte er dann schnell und fügte dann hinzu: „Ich bin fünfzehn und werde Ende des Jahres sechszehn. Und du? Wir sind wahrscheinlich doch im selben Alter!“
Schätze er mal und ging nicht davon aus, dass Poppy sonderlich viel älter war als er. Ihre Größe täuschte ihn da jedoch sehr und sie war anders als erwartet zwei Jahre älter als er.
Dann kümmerten sie sich weiter zu zweit um den Teig und Jackson fragte nach Hilfe an, was die Eier betraf, sodass Poppy diese aufschlug und er sie unterrührte. Doch schon der erste Versuch scheiterte und das Ei wurde durch einen motorischen Tic nicht zum Teig hinzugefügt, sondern verteilte sich auf dem Tisch und auf Jacksons Pulli. Sofort war er froh darum, dass er vorausschauend seine Kutte in Sicherheit gebracht hatte.
Poppy wischte sofort das Ei auf und reichte ihm dann den Lappen, während Dave erneut ein Bolognese zum Besten gab. Jackson nahm den Lappen entgegen und entfernte erst einmal grob das Ei, dann machte er mit ihr den Teig fertig.
„Kein Problem. Das kriegt man sicher wieder raus.“, erwiderte er, während er die Eier in den Teig unterrührte. Erst als sie mit dem Teig fertig waren, zog er erneut seinen Pulli aus, ging zum Waschbecken und rubbelte mit ein wenige Wasser die Stelle sauber. Den sauberen, aber nun an einer Stelle nassen Pulli hängte er über einen Stuhl, sodass er trocknen konnte. Danach besah er sich den Teig noch einmal und tapste mit einem Finger hinein.
„Ich glaube wir brauchen noch etwas Mehl, der Teig ist zu flüssig!“, gab er kund und hielt den Finger hoch, von dem der Teil runtertropfte. Geschäftig holte er das Mehl und fragte Poppy: „Magst du dieses Mal rühren, während ich das Mehl dazugebe?“
Schließlich wollte er nicht, dass sie durch einen Tic viel zu viel nun dazugab und sie dann den Teig wieder flüssiger machen mussten.
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
Poppy hat nicht zwangsläufig vermutet, dass Jackson wusste, dass es zwischen Disney World und Disney Land einen Unterschied gab. Sie selbst war grade als kleines Kind ein riesiger Disneyfan gewesen. Zur Zeit ihrer Diagnose lief bei ihnen zuhause so gut, wie nichts anderes. Ava hatte die Stille nie gemocht, zumindest nichts tagsüber. Erst jetzt, wo sie selbst fast erwachsen war, war der Blondine bewusst geworden, dass es wahrscheinlich daran gelegen hatte, dass ihre Mutter – immer dann, wenn es zu ruhig geworden war- sehr viel nachgedacht hatte. Wie viele von Avas Sorgen wohl sie verschuldet hatte? Wenn Poppy also mal nicht im Krankenhaus oder in ärztlicher Behandlung war, hatte ihr Mutter den Fernseher im Hintergrund angestellt, während sie mit der damals Vierjährigen gemalt und gebastelt hatte. Und so war die heute Siebzehnjährige gleich zu zwei ihrer Leidenschaften gekommen, nämlich alles, was mit Kunst und Basteln zu tun hatte und eben dem Tanzen. Mitsingen war nie so wirklich ihr Ding gewesen, konnte es die Profis einfach besser, aber durchs Zimmer zu hüpfen und Pirouetten zu drehen, während im Hintergrund Arielle davon sang ein Mensch sein zu wollen, das war genau das, was Poppy heute noch tat. Der versprochene Ausflug war dann schließlich im Ausbruch untergegangen und heutzutage war der Park eine Ruine. Ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit, was nicht bedeutete, dass sie ihn nicht doch einmal sehen wollte. „Jepp, sehr nah und die Versuchung ist echt groß, allerdings denke ich nicht, dass es das Risiko Wert ist gefressen zu werden“, mutmaßte sie. Man konnte nie sagen, wie viele Leute sich 2009 dort befunden hatten. Wahrscheinlich wimmelte es im Park von Beißern. Sie erklärte ihrem Gegenüber weiter, was Animatronics waren, der sie beruhigte, dass sich die Roboter wahrscheinlich nicht mehr bewegen würden. Irgendwie war sie sich nicht sicher, ob sie das wiederum gut oder schade finden sollte. „Trotzdem, ich habs nicht so mit Gruselkram“, gab sie ehrlich zu. Beißer waren eine Sache, die waren real. Aber so Horrorfilme mit maskierten Mördern oder ähnlichem, die schaute Poppy nur hinter einem Kissen versteckt, eingemummelt in mehrere Decken und definitiv nicht allein. Ihre Mutter war glücklicherweise genauso gewesen und hatte sich von Filmen dieser Art ferngehalten, oder hätte es zumindest, wäre da nicht Poppys Vater gewesen. Der auf der anderen Seite liebte es sich zu gruseln und hatte Ava als sie jung waren oft dazu überredet Horrorfilme mit ihr zu schauen. Dass es für viele der heute Erwachsenen zu der Zeit mit das normalste gewesen war, gerade wenn man jemandem näherkommen wollte, daran verschwendete die Siebzehnjährige keinen Gedanken. Ihr Vater war schon viel zu lange von ihr getrennt, als dass ein Gespräch dieser Art jemals stattgefunden hätte.
Erneut wechselten ihr Gesprächsthemen hin und her und sie kamen auf Poppys Erfahrungen mit bewusstseinserweiternden Drogen zu sprechen, die sie hatte zu sich nehmen dürfen, um zu schauen, ob sie bei ihrer Krankheit halfen. Jacksons Vater hingegen tolerierte das weniger, dafür durfte der andere einige Dinge, die Ava nicht geduldet hätte. Sich Tattoos stechen lassen zum Beispiel, zumindest nicht, bis Poppys nicht volljährig war. Darüber hinaus gab die kleine Blondine zu, dass sie das auch dann nicht tun würde, da sie panische Angst vor Nadeln hatte. „Ich weiß nicht, ob ich das kann“, antwortete sie und ruckte kurz mit dem Kopf. „Was ist, wenn Dave will das ich gucke, dann – plopp - haben wir den Salat. Bolognese. Oder die Bolognese, wenn ich umfalle und mir den Kopf aufschlage“, ganz so ernst meinte sie es allerdings nicht, das sie versuchte ein Lächeln zu unterdrücken. „Wer weiß, vielleicht lass ich mir irgendwann – Kitty Kitty – Zwitscher- auch eins stechen. Und nein Dave, keine Katze“, sie schüttelte den Kopf und widmete sich weiterhin dem Teig, als ihr ein anderer Gedanke kam. Sie wusste nämlich noch gar nicht wie alt Jackson eigentlich war. Also harkte sie nach und hob angesichts der Antwort überrascht den Kopf. Sechzehn? Und dann erst Ende des Jahres? Ein wenig überrascht rutschte sie näher an den anderen heran und betrachtete ihn von oben bis unten, bis sie schließlich mit der Hand ihren Größenunterschied andeutete. „Wie unfair. Ich werde im Juni achtzehn und seh neben dir aus, als wäre ich erst zwölf“, murmelte sie etwas zerknautscht. Jungs wuchsen eben wie Unkraut. Viel Zeit weiter darüber zu sinnieren hatten sie allerdings nicht, da Dave sich dazu entschied den nächsten Schritt in der Zubereitung zu sabotieren und sie mit Ei zu bekleckern. Also musste die Fertigstellung kurz unterbrochen werden, ehe Poppy dazu überging ein wenig Mehl extra an den Teig zu geben. „Ich denke – plopp - so ist gut“, sagte sie und holte ein weiteres Blech hervor, während der Ofen im Hintergrund zu Piepen begann. „Zeit zu wechseln“, gekonnt zog sie das heiße Blech mit den Handschuhen heraus und bereiteten das zweite Blech zu.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 17.04.2023 12:17 |
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
„Dann solltest du nicht nachts allein in der Burg von Balar herumlaufen.“, schmunzelte Jackson, nachdem Poppy offenbart hatte, dass sie es nicht sonderlich mit Gruselkram hatte. Dabei verbannte er weiterhin den Keller samt Kerker weit weg, sodass die entspannte und viel zu normale Stimmung zwischen den Teeangern nicht durch Erinnerungen seinerseits getrübt wurden. Er wusste nur zu gut, dass eine Erinnerung reichte, dass seine Gefühle innerhalb von Sekunden negiert wurden und alles was zuvor Spaß gemacht hatte, ihn nicht mehr reizte, da er in Gedanken wieder in der Zelle im Heavens Paradise festsaß und die Schmerzensschreie seiner Freunde mitanhören musste. So schnell kam er aus dem Gedanken-Karussell auch nicht mehr raus. Verdrängung war zwar nie eine gute Strategie, doch anders konnte Jackson nicht mit seinem Traumata umgehen als es zu ignorieren. Zumal dies nie lange gut funktionierte.
Wenige später sprachen sie dann über Drogen und anschließend über Tattoos, bei denen Jackson auch gleich sein erstes zeigte. Poppy erklärte bei dem Thema, dass sie Angst vor Nadeln hatte und Jack schlug vor, dass sie dabei ja nicht hinschauen musste. Ein zwei Biker im Club hatten auch Angst vor Nadeln, aber trotzdem Tattoos. Poppy äußerte dann jedoch weitere Bedenken, die er sogar teilweise nachvollziehen konnte. Jedoch nur soweit, wie er bisher Dave verstand.
„Man kriegt das sicher schon hin. Wenn du Angst vor motorischen Tics hast, kann man dich auch an der Liege festbinden samt einer Augenbinde.“, munterte er sich mit einem schelmischen Grinsen auf, da ihn der Gedanke erheiterte, wie man Poppy wie in einer Psychiatrie an eine Liege schnallte, nur da sie ein Tattoo haben wollte.
Als Poppy beziehungsweise Dave die Katzen und Katzentattoos ansprach, schluckte Jackson schwer. Sofort hatte er die tattoowierten Arme von Cat vor Augen, wie sie ihn mal verzweifelt in seiner Zelle aufgesucht hatte und wissen wollte, wieso ihr Schmerz nicht weniger wurde, nachdem sie Rache verübt hatte. Er hatte ihr an den Kopf geworfen, dass der Schmerz nie weggehen würde, vor allem nicht durch Mord. Schlussendlich hatte sie ihn am Kragen gepackt und mit mehr Kraft, als er ihr zugetraut hatte, gegen die Gitterstäbe der Zelle gezogen, sodass er mit dem Kopf gegen diese gedonnert war und am nächsten Tag sogar ein Veilchen davongetragen hatte. Cat jedoch hatte ihm gleich darauf erklärt, was er ihr angetan hatte und was sie durchlebt hatte. Der Mann, den er aus Versehen ermordet hatte, war die einzige Person gewesen, die sie in ihrer Vergangenheit gut behandelt hatte. Bis sie seinen Vater wiedergefunden hatte. Die restlichen Menschen, vor allem Männer, hatten sie misshandelt, geschlagen und gedemütigt. Während sie ihm dies erzählte, damit er ihren Verlust verstand, zeigte sie ihm die Katzen-Tattoos, die sie von irgendwelchen Arschlöchern gestochen bekommen hatte, damit diese Männer sie demütigten und zeigten, dass sie die Kontrolle über ihren Körper hatten. Genau diese Katzen-Tattoos hatte er wieder vor Augen als Poppy Dave zurecht wies, dass es keine Katzen Motive werden würden.
„Lieber keine Katzen-Tattoos.“, nuschelte Jackson dann und fokussierte sich mit zusammengebissenen Zähnen, sodass sein Kiefer hervortrat, auf den Teig, sodass nicht noch weitere Erinnerungen hochkamen. Das Gespräch mit Cat war vergleichsweise noch harmlos gewesen, auch wenn er sogar etwas Mitleid mit ihr bekommen hatte, nachdem er erfahren hatte, was ihr alles angetan worden war. Trotzdem war dies keine Entschuldigung für ihre Taten. Keineswegs. Gewalt schuf nur weitere Gewalt und Catherina wusste von Anfang an, dass er niemals ihren Freund hatte umbringen wollen. Er hatte ihr lediglich helfen wollen, mehr nicht. Alles andere hatte er nie gewollt!
Die kurze Stille, während sie sich auf den Teig konzentrierten, machte Jackson fast wahnsinnig. In seinem Kopf hörte er sich wieder Cat und Negan anschreien und anflehen, dass er das nicht gewollt hatte, während sie ihn gefangen und mit sich nahmen. Erst als Poppy ansprach, wie alt er war, wurde er wieder da rausgerissen und musste sich kurz sammeln, bevor er sich wieder dem Gespräch widmen konnte. Poppy verkündete gleich nach seiner Antwort, dass dies unfair war, dass er so jung, aber schon so groß war und sie deutlich älter war, aber aussah wie ein Kind.
„Das ist tatsächlich unfair. Du bist so klein und trotzdem älter als ich!“, ächzte er. Er hätte nicht erwartet, dass sie so viel älter war als er, doch diese Überraschung lenkte ihn gut genug ab, dass er sich wieder aufs hier und jetzt konzentrieren konnte. Vor allem weil Poppy ihm dabei auf die Pelle rückte und ganz genau musterte, was ihn etwas nervös werden ließ, da ihm wieder die Worte von Vorhin in den Sinn kamen, mit dem gegenseitigen Füttern. Doch als sie dann mit der Hand ihren Größenunterschied andeutete schmunzelte er und wuschelte ihr einfach aus Gewohnheit, da er dies auch immer wieder bei @Lexie Murdock tat, durch die Haare und meinte: „Dann bist du tatsächlich ein Fruchtzwerg.“
Dann erst wurde ihm bewusst was er getan hatte und er ließ erschrocken die Hand sinken und sah sie mit hochrotem Kopf an. Zu seinem Leidwesen mussten sie gemeinsam den Teig weiter verarbeiten, sodass er sich nicht einmal mit einer peinlichen Stille der Arbeit widmen konnte. Stattdessen nuschelte er ein: „Sorry, alte Angewohnheit!“ und würde am liebsten im Boden versinken.
Als sie dann den Teig zusammen vorbereiteten und Poppy durch einen Tic sie mit einem Ei einsaute, hatte sich dass dann wieder gelegt. Erneut wurde Jackson nämlich so von ihr abgelenkt. Dieses Mal nicht von traumatischen Erinnerungen, sondern nur von einer peinlichen Tat. Das Ei ließ er aber erst einmal Ei sein und erst als sie fertig waren, zog er seinen Pullover aus, um ihn sauber zu machen. Dann teilte er den Teig in zwei gleich große Portionen auf, um die eine Hälfte mit dem Beeren Püree einzufärben. Etwas Püree ließ er noch für die letzten Kekse übrig, da sie dort auch etwas rot-rosa einfärben mussten. Während Poppy dann die anderen Kekse aus dem Ofen holte, teilte er den Teig weiter auf, sodass er zwei Mal den normalen Teig hatte und zwei Mal den gefärbten. Geschickt und schnell rollte er die vier Teile zu kleinen Strängen, die er dann zu einer großen zusammenfügte, sodass Poppy diese Rolle nur noch schneiden und die Kekse dann aufs Blech legen musste. Das Messer legte er ihr auch noch samt einem Brett hin, sodass sie durchstarten konnte.
„Soll ich dir helfen oder mich schon einmal dem letzten Teig widmen?“, fragte er sie dann und meinte: „Wir müssten da auch wieder was einfärben. Den Teig für die Nase können wir mit noch etwas Püree rosa einfärben, den weißen Teil können wir einfach so lassen. Für die schwarzen Teile können wir geschmolzene Schokolade hernehmen, aber orange kriegen wir nicht hin. Wollen wir stattdessen einfach ein wenig Schokolade zum Einfärben hernehmen, sodass es wenigstens etwas dunkelbraun statt orange ist?“
@Poppy Bloom
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RE: 04. Mai 2022 | You say you're different - all I see is a normal teenager | Poppy & Jackson
„Besser nicht“, bestätigte Poppy und schüttelte sich allein bei der Vorstellung nachts irgendwo allein in den alten Gängen von Balars Burg zu stehen. Sollte sie wirklich denen in Europa nachempfunden worden sein, dann war es nicht nur extrem dunkel, sondern auch noch zugig. Und die Gänge waren lang, wenn man Glück hatte, brannte eine Kerze irgendwo in ihrer Halterung an der Wand. Und das flackernde Licht wiederum würde dann irgendwelche Schatten an die Wände werfen, die die kleine Blondine wahrscheinlich in Angst und Schrecken versetzen würden. Die Gänge in ihrer Vorstellung wurden länger und dunkler und erinnerten plötzlich nicht mehr an Stein, sondern an Erde. Sie schüttelte sich erneut, als hoffte sie den Gedanken so loswerden zu können. Sie wollte nicht an die Nacht erinnert werden. Oder an den Stollen. Oder ihre Mum. Also konzentrierte sie sich wieder auf den Teig und bekam dabei nicht mit, dass Jackson gegen seine eigenen Dämonen zu kämpfen hatte. Vor allem nicht, als Dave in ihren Satz über Tattoos einfach einen Katzen-Tic einwarf und den Jüngeren so beinahe komplett triggerte. „Oh, wenn dann aber -plopp - wenigsten ein wenig cooler, so wie-plopp- Hannibal Lector oder so“, meinte sie auf die Idee, dass man sie ja auch auf der Liege festbinden konnte. Dass sie früher teilweise so hatte Autofahren müssen erwähnte sie dabei allerdings nicht. Oftmals war es vorgekommen, dass sie mit Vehikeln gereist waren, die gar keine Kindersicherung oder nur keine funktionierende hatten. Und damit die Kleinere die Tür nicht öffnete hatte man sie eben anders fixieren müssen. Hier im Cottage war das anders, da sorgte man tatsächlich einfach dafür, dass sie so komfortable mitfahren konnte, wie der Rest, indem man eben die passende Option für sie suchte. Ein Umstand, der sie immens freute. Auf die Aussage, dass es besser keine Katzen-Tattoos werden sollte, nickte sie nur. „Ne, ich denke ich wäre da – plopp - eher der Typ für Frösche mit lustigen Hüten oder sowas“, witzelte sie und merkte, wie sie langsam aber sich wieder ruhiger wurde, was man daran merkte, dass auch das ploppen wieder weniger wurde. „Keine Katze“, bestätigte auch Dave. Die Stille, die sich danach im Raum ausbreitete, weil beide Teenager in ihren eigenen Gedanken und Erinnerungen hinter hingen, machte auch Poppy fast wahnsinnig. Also warf sie ein, dass es irgendwie unfair war, dass ihr Gegenüber schon so groß war, obwohl er zwei Jahre jünger war als sie. Jackson wiederum konterte, dass es tatsächlich unfair war, doch bevor sie noch etwas erwidern konnte, rückte Dave mit einer weiteren Phrase heraus: „Sie hatten Sex.“ Poppy öffnete den Mund, schloss ihn aber für den Moment wieder, errötete und öffnete ihn erneut. „D-das kommt aus einem Film“, erklärte sie schnell. „Aus der Addams Family. Nicht falsch verstehen“, fügte sie an und ging stattdessen dazu über, ihren Größenunterschied direkt abzumessen. Manchmal war es eben besser, so zu tun, als wären ihre Tics nicht unpassend. Was sie dann aber doch überraschte war, dass Jackson ihr plötzlich durch die Haare wuschelte. Automatisch – und als wäre es vollkommen normal- versuchte sie, begleitet von einem „Hey!“, ihre Haare wieder zu glätten. „Du!“, lachte sie und sah zu ihm auf, als sie bemerkte, dass ihm die Geste deutlich peinlicher war als gedacht. Erst jetzt wo sie in sein Gesicht sah, registrierte sie wieder, dass sie sich ja noch gar nicht so lange kannten. „Ach, schon okay“, murmelte die Siebzehnjährige, wendete den Blick ab und wurde erneut leicht rosa um die Nase. Aus einer Laune heraus dippte sie stattdessen ihren Finger in die Beerenpaste und stupste mit einem „HA!“ und dem Finger voller Paste einfach Jacksons Nase an, ehe sie dann zur Seite hüpfte. „Treffer“, kicherte sie und leckte dem Rest von ihrem Finger. „Das war für meine Haare, an deine komm ich nämlich nicht ran“, lachte sie, dafür war sie definitiv zu klein.
Schließlich landete auch das zweite Blech im Ofen. „Hm, ich glaube – räusper – wir sind schneller, wenn du da schon mal weiter machst. Das mit der Schoki ist eine gute Idee, ich schmelze schon mal welche“, bot sie an und bereitete erneut ein Wasserbad vor. Während Jackson sich erneut um den Teig kümmerte, stellte Poppy die benötigten Farben her und so standen sie knapp eine Stunde später vor drei Blechen fertig dekorierte Kekse, von denen die Blondine einen Teil zurück in die Dose füllte, die der andere mitgebracht hatte. „Für deine Mühe“, erklärte sie und lächelte. „Und ähm… was hast du jetzt so vor?“, erkundigte sie sich ein wenig verlegen. Sie wollte nicht, dass er ging. Es war schön jemanden ungefähr im selben Alter zu haben mit dem man was unternehmen konnte. „Ich hätte frei…falls du Lust hast -plopp- noch was zu machen. Skaten oder so“, sie zuckte mit den Schultern und legte den Kopf schief. Immerhin konnte es ja auch sein, dass er sich noch mit jemandem verabredet hatte und sie hatte ihn nun schon lang genug hier festgesetzt.
@Jackson Marshall

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zuletzt bearbeitet 22.04.2023 21:26 |
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