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#1

Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

10.04.2023 16:32
Naru Bernard Naru Bernard (gelöscht)
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Das Rotkehlchen
Ichiro Maxwell & Naru Bernard | 15. Januar 2023


Naru humpelte mit der Hilfe einer improvisierten Krücke durch Balar. Ihre Krücke war ein dicker Ast, der ihr bis zur Brust reichte und am oberen Ende eine Y-Gabelung hatte. Genau dieses Y klemmte sie sich unter den Arm, um ihr verletztes Bein nicht belasten zu müssen. Sie hielt es angewinkelt und vermied es aufzutreten. Sie konnte von Glück reden, dass wirklich nichts gebrochen war. Die Falle hatte dennoch einigen Schaden angerichtet und noch war es fraglich, ob sie Nerven- oder gar Sehnenschäden davongetragen hatte. Ihr Fuß und das Gelenk waren immer noch geschwollen und schmerzten. Aber man hatte sich wirklich gut um sie gekümmert und sie war dem Völkchen von Balar wirklich dankbar. Gleichzeitig fühlte sie sich unglaublich nutzlos und auf eine merkwürdige Art auch ausgeliefert.
Ihr Genesungsprozess würde noch etwas dauern und solange war sie auf die Hilfe anderer angewiesen – ob sie es wollte oder nicht. Sie musste diesen ganzen Fremden ihr Vertrauen schenken, etwas, was ihr extrem schwerfiel. Bisher waren alle nett zu ihr gewesen, niemand hatte ihr ein Haar gekrümmt und dennoch wusste sie nicht, ob sie bleiben wollte… oder gar sollte. Gedanklich war sie bereits wieder in ihrem Wald, zusammen mit Sarii, fern von allen. Sie sah zu der Hündin, die neben ihr her trottete und die Nase in den Wind hielt.
Sarii gefiel es hier. Es gab immer zu fressen, anders als draußen im Wald und es gab andere Hunde, mit denen sie spielen konnte. Ganz zu schweigen von den ganzen Menschen, die ihr Aufmerksamkeit schenkten. Manchmal wünschte sich Naru mehr wie ihre Hündin zu sein. Offener, unbesorgter. Seufzen wandte sie ihren Blick wieder von ihr ab und setzte ihren Weg fort. Sie hatte kein Ziel, sie wollte einfach raus und sich bewegen. Und vor allem sehen, ob sie etwas Nützliches tun konnte.

Sarii trottete plötzlich abseits des Weges und schien etwas entdeckt zu haben. Sie steckte ihre Nase tief in ein Gebüsch und zog irgendetwas hervor. Irgendetwas, was sich wehrte und flatterte. Es versuchte vor dem Hund zu fliehen, der neugierig folgte. „Sarii!“ Naru drehte sich herum und versuchte mit der Krücke das Gleichgewicht zu halten, während sie ihre humpelnden Schritte beschleunigte. „Nein!“ Die Hündin gehorchte sofort und hielt in ihrer Bewegung inne. Naru ließ die Krücke fallen und hinkte auf einem Bein schneller, als sie es mit dem Ding konnte. Das kleine Etwas blieb erschöpft sitzen.
Naru ging langsam in die Hocke, ignorierte den stechenden Schmerz in ihrem Bein und schloss behutsam ihre Hände um den kleinen Vogel. Es war ein Rotkehlchen, das verletzt zu sein schien. „Keine Angst.“, sprach sie sanft auf das Tier ein und richtete sich langsam wieder auf. Sarii kam sofort neugierig zu ihr und schnupperte an ihren geschlossenen Händen. „Du wolltest das kleine Ding doch nicht wirklich essen, oder?“, fragte sie und Sarii sah beinahe schuldbewusst weg. Etwas umständlich bekam Naru dann ihre Krücke wieder zu fassen, klemmte sie sich unter und machte sich auf den Weg zur Tierstation – ja, so konnte man den Ort wahrlich nennen. Das Rotkehlchen hatte sie behutsam in einen Beutel geschoben und diesen natürlich nicht vollends verschlossen.
Mit Sarii im Schlepptau hinkte sie los, um bei Ichiro Hilfe zu suchen. Sie wusste von Narvik, dass er sich um die Tiere kümmerte und auch Wild aufnahm, dass verletzt war. Vielleicht konnte er auch diesem kleinen Vogel helfen.

@Ichiro Maxwell

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#2

RE: Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

17.04.2023 21:43
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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Zugehörigkeit
New Oceanside
Aufgabe
Tierarzt/Tierpflege

@Naru Bernard

Noch etwa drei Monate, dann lebte er seit einem Jahr in Balar. Vor der Begegnung mit Nezumi bei der Lagerhalle, hätte er es nie für möglich gehalten, jemals wieder eine Kolonie zu betreten. Vielleicht aber, war es genau das, was hatte geschehen müssen, um Heimat zu finden, einen Ort, der seine Schmerzen heilte. So viele Zeichen waren ihm begegnet, seit er den Fuß über die Brücke gesetzt hatte. Und mit jedem dieser Zeichen, fühlte er die Bindung zu der Kolonie wachsen. Die Vergangenheit, die ihn so lange gefangengehalten hatte, klammerte sich nicht länger wie ein Ertrinkender an ihn. Schicht um Schicht durfte fallen. Das Vertrauen kehrte zurück, in die Gemeinschaft, in seine eigene Stärke. Sollte die Vergangenheit eines Tages anklopfen, würde ihm sein Schwert gute Dienste leisten und er hatte Freunde, Familie, die nicht zulassen würde, dass die Dunkelheit ihn erneut verschlang. Das unsichtbare Blut, das an seinen Händen klebte, endlich hatte er das Gefühl, es löse sich von seiner Haut. Mit jedem Tier, das er rettete, wuchs die Gewissheit, dass Vergebung möglich war. Das Kind, das er einst gewesen war, das er verraten hatte, um zu überleben, hielt den Mann, zu dem er geworden war, nicht mehr für ein Monster. Das Schwert, das in seinem Zimmer lag, weil er es nur herausnahm, wenn er draußen unterwegs war, verlangte nicht mehr nach Blut. Es schien zufrieden damit, nur zur Verteidigung genutzt zu werden.
Ichiro hatte gerade den Stall ausgemistet und bereits seine Morgenroutine verrichtet, was Verbände, Medikation und Futter bei den verletzten Tieren anbelangte. Da machten seine beiden Hunde ihn darauf aufmerksam, dass sich jemand der Tierstation näherte. Beim Verhalten der Tiere fühlte er sich für einen Moment an die Mutter der beiden erinnert, die ihn vor etwa einem Jahr zu den Welpen geführt hatte, die in Balar ein Zuhause gefunden hatten. Einer der beiden Rüden lief mit dem Schwanz wedelnd schon voraus, während der andere mit ihm Schritt hielt. Draußen sah er eine junge Frau, die sich der Umzäunung näherte. Sie hatte auch einen Hund bei sich und hielt etwas Kleines zwischen ihren Händen. Selbst war sie offenbar auch verletzt, wie er an ihren Krücken erkennen konnte. Ihr Äußeres ähnelte ein wenig den Menschen in der Navajo Nation, aber er vermutete, dass sie keine Navajo war. Zum einen aufgrund der Unterschiede in der Gesichtsbemalung und Kleidung, zum anderen weil die Navajo schlicht viel weiter im Westen drüben lebten.
Seine Hunde interessierten sich natürlich sogleich für die Hündin der jungen Frau und wollten mit ihr spielen. Lediglich der Zaun trennte sie von einander.
"Guten Tag", begrüßte Ichiro die Besucherin. "Sie kommen wegen eines verletzten Tieres?" Sein Blick fiel dabei unwillkürlich auf ihre Hände.

//Ich hoffe es passt so. Ich muss erst wieder reinkommen. Hab' so lange das Posten hier vernachlässigt. Falls ich was ändern soll. gib gern Bescheid. :)

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#3

RE: Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

30.04.2023 17:37
Naru Bernard Naru Bernard (gelöscht)
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Wie immer, wenn sie einer fremden Person gegenüberstand, spürte sie ein nervöses Kribbeln in ihrem Bauch. Es war nicht direkt Angst, eher eine Sorge. Die Sorge, die sie jahrelang daran gehindert hatte, ihren geliebten Wald zu verlassen. Dabei sah Ichiro nicht wie jemand aus, der ihr Gewalt antun wollte – und bisher schienen auch die übrigen Bewohner von Balar ihr nicht das Leben streitig machen zu wollen. Eher im Gegenteil; man kümmerte sich um sie, ihre Verletzung und Sarii. Die Hündin wedelte freudig mit der Rute, als sich die anderen zwei Hunde dem Zaun näherten. Durch den Zaun beschnupperten sie die fremden Tiere. Naru beneidete Sarii um ihre Offenheit. Sie ging stets vorurteilslos auf andere zu, knüpfte Kontakte und vor allem Freundschaften. Naru hatte sich sehr lange eingeredet, dass sie niemanden brauchte. Nur sich, die Natur und am Ende ihre Hündin. Mittlerweile war sie sich nicht mehr so sicher, ob das Einsiedlertum so gesund für sie war. Jede Konfrontation mit einem Lebenden war für sie schwierig, aber auch lehrreich.
„Hallo.“, grüßte Naru zurück und folgte seinem Blick. Sie nickte kurz und stützte sich auf ihrer Krücke ab, um nicht den Halt zu verlieren. Behutsam öffnete sie den Lederbeutel weiter, damit Ichiro einen Blick auf den verletzten Vogel werfen konnte. „Ein Rotkehlchen.“ Der Vogel sah aus dem Beutelchen heraus, ohne Anstalten zu machen, zu flüchten. Sein Atem ging dennoch hektisch und er wirkte wie in einer Schockstarre… kein Wunder, wenn man fast gefressen wurde. Naru warf ihrer Hündin einen kurzen Blick zu, war ihr aber nicht böse. Es war Sariis Natur und Naru wusste das. „Ich glaube, der linke Flügel ist gebrochen. Ich bin mir aber nicht sicher… kannst du nachschauen?“ Sie streckte ihm ihre Hand über den Zaun hinweg mit dem Vogel entgegen. Sarii trottete unterdessen zum Eingangstor und sah die beiden Menschen erwartungsvoll an.

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#4

RE: Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

11.05.2023 12:24
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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Aufgabe
Tierarzt/Tierpflege

Sie hatte Angst. Er konnte es ihr nicht verdenken. Wenngleich es ihn nach wie vor überraschte, wie herzlich und offen die Menschen in Balar zu Fremden waren. Sie hatten kein Monster in ihm gesehen. Die Tiere taten das bis heute nicht. Es schien beinah so, als existiere dieses Monster nur in seinem Kopf, seiner Einbildung. Und sein Verstand empfand ihr Verhalten als vertraut, vielleicht sogar als angemessen, hielt er sich selbst doch immer noch für einen schlechten Menschen, einen Mann, der seine Prinzipien verraten hatte, um den Mord an seiner Mutter zu rächen. Die Wunden der Vergangenheit heilten, fast als wolle ihm das Schicksal damit sagen, die Zeit heile tatsächlich alle Wunden. Vielleicht lag es auch an Balar und den Menschen, die hier lebten. Nicht die Zeit, sondern das Paradies heilte alle Verletzungen.
Während Taro und Koko mit dem Schwanz wedelnd am Tor auf und abliefen, wurde seine Aufmerksamkeit auf den kleinen Vogel gelenkt, den die junge Frau ihm reichte. Behutsam nahm er das Tier in seine Hände. Ein Rotkehlchen. Unwillkürlich fühlte er sich in der Zeit zurückversetzt, an den einzigen Ort, der ihm damals Frieden gebracht hatte. "In meiner Jugend hatte ich auch mal ein Rotkehlchen", flüsterte er mehr zu sich selbst. "Ich hab' es im Garten gefunden. Es war aus seinem Nest gefallen. Es war allein, wie ich. Es war das erste Tier, dass ich gesund gepflegt hab'." Sein kleines Geheimnis, das keines mehr war, nachdem er anderen Menschen davon erzählt hatte. Aber heute, so viele Jahre später, war es eine schöne Geschichte, eine der wenigen guten Erinnerungen aus seiner Jugendzeit. "Ich hab' ihm beigebracht zu fliegen. Ich glaube, es hat mich als seine Mutter betrachtet." Ein Lächeln glitt dabei über seine Gesichtszüge.
Vorsichtig sah er sich den Flügel an, während er mit dem Daumen ganz sacht über den Nacken des Vogels strich, um ihn zu beruhigen. Natürlich hatte der Kleine Angst, ganz starr war das Tier. "Hab' keine Angst", sprach er zu dem Rotkehlchen. "Ich will dir helfen, deinen Flügel wieder gesund machen." Sein Blick richtete sich wieder auf die junge Frau. "Du hast Recht, sein Flügel ist gebrochen. Aber ich bekomme das wieder hin. Er kann bald wieder fliegen. Möchtest reinkommen? Taro und Koko können es kaum erwarten, mit deiner Hündin zu spielen."
Mit dem Rotkehlchen in einer Hand, das Tier versuchte nicht zu fliehen und blieb ganz ruhig liegen, ging er zum Tor und öffnete es mit der anderen. "Und ich bin unhöflich, du kennst meinen Namen noch nicht, oder? Ich bin Ichiro Maxwell. Du darfst mich einfach Ichiro nennen." Wie gut es tat seinen Namen auszusprechen, seinen richtigen Namen. Ichiro, nicht Nishi.


@Naru Bernard

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#5

RE: Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

21.05.2023 17:53
Naru Bernard Naru Bernard (gelöscht)
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Naru traute der Herzlichkeit der Bewohner von Balar noch nicht vollkommen. Noch wartete sie nur darauf, dass ihr Bein gesund wurde. Sie konnte den Schmerz des Rotkehlchens nachempfinden. Ihr Gegenüber nahm den Vogel behutsam entgegen und Naru beobachtete sein Verhalten. Seine Stimme klang sanft und weich, während er mit dem Tier sprach. Ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, ohne dass sie es wirklich bemerkte. Der Vogel weckte Erinnerungen bei dem anderen, Erinnerungen, denen sie aufmerksam folgte. „Sie sind Glücksbringer, weißt du?“, kam es schließlich über ihre Lippen. Ihr Onkel hatte Naru die symbolische Bedeutung dieser kleinen gefiederten Freunde erklärt. „Hat es dich verlassen, als es fliegen konnte?“, hakte sie nach.
Der andere, der sich als Ichiro Maxwell vorstellte, öffnete das Tor. Die junge Frau rührte sich nicht, ebenso wenig Sarii. Sie sah ihr Frauchen auffordernd an. „Naru.“, stellte sie sich knapp vor, ließ ihren Nachnamen dabei weg. Nachnamen hatten mittlerweile für sie jegliche Bedeutung verloren. Man brauchte sie nicht mehr, man musste keine Formulare oder Anträge mehr ausfüllen, keinen Briefkopf erstellen, eine Bewerbung schreiben, etwas bei Amazon bestellen, nichts dergleichen. Seinen Nachnamen entnahm sie jedoch die Information, dass er vermutlich adoptiert worden war oder sein Vater ein Weißer mit einem englischen Nachnamen war. Und was konnte man ihrem entnehmen? Wahrscheinlich nicht, dass sie die letzte Überlebende ihrer Blutlinie war…
Sarii stupste ihr Frauchen mit der Schnauze an, als wolle sie Naru in Bewegung setzen. Ihr Blick ging auf das von ihm geöffnete Tor, das sie immer noch nicht durchschritten hatte. Stirnrunzelnd sah sie zu ihrer verbeinigen Begleiterin, die plötzlich schwanzwedelnd mit gutem Beispiel voran ging und freudig die anderen Hunde begrüßte. Sofort ließ sie sich in ein Spiel verwickeln, während Naru unbeholfen da stand und nicht wusste, was sie mit der Einladung anfangen sollte.
Reiß dich zusammen.
Sie trat ebenfalls durch das Tor und schloss es wieder hinter sich, was ein merkwürdiges Gefühl hinterließ. Obwohl sie sich immer noch im Freien befand, fühlte sie sich eingeschlossen. „Und das ist Sarii.“, stellte sie ihre Hündin vor, die gerade die Zeit ihres Lebens hatte. Irgendwie wollte sie die entstandene Stille schließen, wusste nur nicht wie. Ihr Blick ging zum Rotkehlchen. „Darf ich dir dabei zusehen, wie du den Flügel schienst?“, fragte sie dann und war selbst etwas überrascht. Doch es interessierte sie wirklich, denn vielleicht entwickelte sich das noch zu einem nützlichen Wissen.

@Ichiro Maxwell

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#6

RE: Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

27.05.2023 13:22
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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New Oceanside
Aufgabe
Tierarzt/Tierpflege

@Naru Bernard

Sie wirkte angespannt und doch hatte sie kurz gelächelt. Balar heilte die Seele. Was auch immer sie erlebt hatte, woher sie kam, wohin sie auch ging, dieser Ort tat jedem Menschen gut. Selbst denen, die nur kurzzeitig hier verweilten. Ein Glücksbringer. Das hatte er tatsächlich nicht gewusst. Überrascht sah er sie an. "Oh. Dann. Dann hat er auf mich aufgepasst? Er ist in unserem Garten geblieben, bis zum Ausbruch der Seuche. Ich hab' ihm ein kleines Vogelhaus gebaut." Ein Lächeln huschte über seine Lippen. "Ich war sehr einsam damals, sehr allein, ausgeliefert, einem Ort, an dem ich nicht sein wollte. Nur der Garten war anders. Dort konnte ich Ruhe finden, da war mein Rotkehlchen und ich konnte ihm und seinen Freunden zusehen. Es hat mir Frieden gebracht in einer Zeit, die schmerzhaft für mich war."
Dann waren die Zombies gekommen und er hatte den Vogel aus den Augen verloren. Aber er hatte Jin gehabt, der ihn beschützt hatte, ihm alles beigebracht hatte, was er hatte wissen müssen, um allein zu überleben. Und nun, nun war er hier, hatte ein neues Zuhause gefunden, ein Paradies. Ob der kleine Vogel in seinen Händen ein weiteres Zeichen für ihn war, dass er hier richtig war, oder war er eher eine Botschaft an Naru? Nachdenklich betrachtete er das kleine Tier. "Ja, natürlich darfst du zusehen", sagte er sofort. Allein schon weil sie ihn gefunden hatte.
"Ich denke, er wird sich sicherer fühlen, wenn der Mensch, der ihn gerettet hat anwesend ist. Und dass du ihn gefunden hast, bedeutet bestimmt etwas. Vielleicht, also falls du darüber nachdenkst, hierzubleiben oder öfter herzukommen, vielleicht will sein Erscheinen dir sagen, hier kannst du ein Zuhause finden."
Taro und Koko begannen sogleich mit Sarii zu spielen, was auch ein gutes Zeichen war. Wie die alte Tigerin, deren Gefährten zu finden, er sich vorgenommen hatte. Bisher allerdings ohne Erfolg, sehr zu seinem Bedauern. Ob ihm der kleine Vogel Glück brachte? Nein, er war Narus Rotkehlchen und sie hatte den Vogel gefunden, also war er zu ihr gekommen, weil sie dieses Glück brauchte oder das Zeichen.
Er führte sie zum Haus, wo sich die die Tierarztpraxis befand, wie er die Räumlichkeiten nannte, wo die verletzten Tiere behandelt wurden. Er hatte sogar ein Schild an der Tür angebracht, auf dem Tierarzt stand. Immerhin hatte sich Narvik all die Jahre schon wie ein Tierarzt um die Tier egekümmert. Da durfte er schon diesen Titel tragen. Drinnen war auch alles ein wenig so eingerichtet, wie man das früher aus Tierarzpraxen oder von Tierauffangstationen kannte. Es gab einen Tisch, der mit einem weißen Tuch bedeckt war, auf den er das Rotkehlchen legte.
"Streichle sie ruhig, das wird sie beruhigen, während ich alles vorbereite für das Einschienen", sagte er an Naru gewandt.

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#7

RE: Das Rotkehlchen | Ichiro & Naru | 15.01.2023

29.05.2023 18:23
Naru Bernard Naru Bernard (gelöscht)
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Seine Geschichte weckte ihr Interesse. Vor allem daran zu erfahren, was ihr Fund zu bedeuten hatte. War es ein Zeichen für sie oder doch für ihn? Vielleicht sogar sie beide? „Mein Onkel sagte immer, dass es dem Haus und den Bewohnern Schutz und Frieden bringt, wenn ein Rotkehlchen in der Nähe nistet. Und das Rotkehlchen sich den Menschen zuwenden, die Gutes im Herzen tragen. Du hast es gefunden, weil du Frieden gesucht hast. Oder… oder es hat dich gefunden, um dir den Trost zu spenden, den du brauchtest.“, ihre Worte waren mehr ein lautes Nachdenken, denn jetzt war sie in einer ähnlichen Situation.
Sie war an einem neuen Ort, an dem sie sich noch unsicher fühlte und machte eine schwere Zeit durch. Das Rotkehlchen hatte sie am Ende zu Ichiro geführt. Ein Zeichen der Geister? „Das Leben ist ein ständiger Kreislauf.“ Sie wusste nicht, ob es ihn wirklich interessierte, doch ihre Gedanken wollten frei sein. „Du fandest das Rotkehlchen damals, das dir geholfen hat und jetzt bin ich es, die eines gefunden hat. Eines, dass mich zu dir geführt hat.“ Der Kreis hatte sich geschlossen.

Sie freute sich innerlich sehr darüber, dass sie ihn bei der Behandlung des gefiederten Tieres beobachten durfte. Gleichzeitig teilte sie seine Nachdenklichkeit. Ihr Onkel hätte sicher gewusst, was die Geister ihr damit sagen wollten. Aber er war nicht mehr da, sie musste ihre eigenen Antworten finden. „Ich… ich weiß nicht, ob es bedeutet, dass ich hier ein Zuhause finden kann.“, gab sie zu, weil sie sich selbst noch zu sehr dagegen sträubte. Ihr Blick wich seinem aus und lag wieder bei dem Vogel. „Aber ich glaube, es sagt mir, dass ich vor dir keine Angst haben muss.“ Auch Sarii schien Ichiro gegenüber keine Bedenken zu haben, ebenso wenig die anderen Tiere, die sie umgaben.
War sie es, die Glück brauchte? Sie brauchte Klarheit und Frieden… und wünschte sich ihre innere Ruhe zurück, die sie im Wald verspürte. Naru folgte ihm zu dem Haus, das zu einer Tierarztpraxis umfunktioniert war. Er legte den Vogel auf dem Tisch ab und Naru trat näher heran. Behutsam strich sie mit ihren Fingern über das Gefieder, das sich so weich anfühlte, wie das Fell eines jungen Welpen. „Ich habe Tierärzte früher immer bewundert.“ Menschen, die sich für eine andere Spezies als sie selbst interessierten…

@Ichiro Maxwell

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