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Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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#1

That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

15.04.2023 22:32
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Triggerwarnung - Gewalt, Folter, Kindesmissbrauch (Erwähnung)

Es war nun acht Jahr her seit Alex vor ihren Augen niedergestreckt worden war. Bilder, die sich in ihren Kopf gebrannt hatten und die sie nie wieder verlassen würden. Scarlet hatte nie jemanden geliebt, wie ihn und daher brannte der Hass für seine Mörder auch besonders intensiv. Rache hatte sie geschworen und Rache würde sie bekommen, selbst wenn es bedeutete sich selbst dafür zu Asche zu verbrennen. Elf waren es einst gewesen. Fünf von ihnen hatte bereits ein grausiges Schicksal ereilt und vor ein paar Tagen hatte sie die Fährte des Sechsten gewittert. Der Mann, dem sie folgte, war keine dreiundzwanzig mehr, genauso wie sie keine achtzehn mehr war. Alt war er geworden, durch sein Gesicht zogen sich tiefe Falten. Traurig bedachte man, dass seine Dreißiger grade erst begonnen hatten. Es war reiner Zufall gewesen, dass sie ihn gefunden hatte, einer ihrer Informanten hatte ihr gesteckt, dass er Ärger mit einem Kunden hatte. Jemand, der betrunken öfter Stunk machte und jedem Rock hinterherlief. Nicht so, wie bei den Anderen. Die ersten beiden hatte sie fast ein halbes Jahr lang gesucht und ihre unzähmbare Wut an ihnen ausgelassen. Damals war sie noch jünger gewesen, wilder. Das hatte sich mit der Zeit ein wenig gelegt. Nicht, dass sie die Tanzschritte von Verhandlungen nicht mehr kannte, nein, sie hatte nur die Art des Tanzens gewechselt. Also hatte sie nachgesehen und war überrascht gewesen als sich der Störenfried, als Bekannter herausstellte. In den darauffolgenden Tagen hatte sie einige weitere Informationen über ihn eingeholt. Wo war er nach der Jugendbande hin, was hatte er getrieben und warum war er nun hier. Sie erfuhr, dass er gutes Geld verdiente und dass er dies gerne in den örtlichen Kasinos, Bordellen und Bars verprasste. Also folgte sie ihm, wie ein Schatten, was ihr einen genauen Überblick seiner Tagesplanung verschaffte.

Genau aus diesem Grund hatte sie sich heute zurecht gemacht. Die Haare in Wellen gelegte und hochsteckt. Lüsternes Make-up und das Kleine Schwarze durften für den Besuch einer Bar ebenfalls nicht fehlen. So saß sie nun hier, an einem kleinen Tischchen in der Ecke des Etablissements und nippte an ihrem Gin. Auf dem Tisch vor ihr brannte eine Zigarette, obwohl die Schwarzhaarige das Rauchen vor Jahren aufgegeben hatte. Es passte jedoch zum Image, das sie aufrechterhalten wollte. Viele Männer seiner Art suchten nach ihrer Femme Fatale, eine Frau, die sie in den Ruin treiben konnten, nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten. Ihr Zielperson hatte sich soeben an der Bar niedergelassen und sprach mit einem Freund. Ein Mann um die Vierzig mit dem er sich heute Mittag zu einem Bierchen verabredet hatte. Scarlet wusste, dass jener Mann jedoch nicht lange bleiben würde, hatte er es bereits, während sie ihr Treffen verabredet hatten, angekündigt. Sie würde warten, was waren schon ein oder zwei Stunden gegenüber acht Jahren. Ruhig ließ sie ihren Blick die Bar entlang schweifen, als ihr ein junger Mann auffiel. So ganz wusste sie nicht, was sie aus ihm machen sollte, aber sie konnte schwören, dass auch er ihre Zielperson im Auge behielt.

@Adam Miller
(Sollte etwas nicht passen, einfach schreien. Ich hab es extra ein wenig offener & kürzer gelassen, damit Adam seine eigene Interpretation geben kann)

zuletzt bearbeitet 08.08.2023 17:15 | nach oben springen

#2

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

30.04.2023 20:48
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
avatar

Es kam in letzter Zeit nicht oft vor das ich mich selbst zu etwas bequemte. Nicht etwa weil es gefährlich wäre, was es immer sein konnte, sondern weil mir meine Zeit dafür meistens zu schade war. Abgesehen davon hatte ich dafürmeine Diener. Allen voran Klaus, der mittlerweile gar nichts anderes mehr konnte als Befehle zu befolgen. Immerhin gab es gerade nicht mehr ganz so viele wie ihn. Fast schade, wenn man bedachte wie viel Zeit und Aufwand man in die Erziehung neuer Sklaven stecken musste. Nur konnte niemand behaupten das Leben wäre leicht. Ab und an musste man eben selbst etwas in die Hand nehmen, wenn man Erfolge schneller verbuchen wollte. Die Dinge hatten sich eben geändert. Man musste sich anpassen, ob man wollte oder nicht. Ich saß bereits länger in dieser Bude und fragte mich wozu das alles im Detail gut sein sollte. Es gab heutzutage eben nicht mehr viele Läden und noch wenigere, die wahrlich mit Geld bezahlt werden konnten. Damals war es wichtig gewesen, aber heute konnte man nicht mehr viel damit anfangen. Was dachten diese Leute, was sie mal damit anfangen konnten? Zwangsweise würden noch Jahrzehnte vergehen bis die Welt sich vollständig erholt hatte. Mit Geld hatte das nichts zu tun. Das war sogar mir klar. Ich ging auch nicht davon aus das ich etwas verpasst hatte. Meine Quellen waren stets zuverlässig gewesen. Ein Geldschein war nichts wert, wenn man einfach in eine Bank gehen und sich soviel davon nehmen konnte wie man wollte. Dennoch setzte ich hier auf subtilere Vorgänge. Irgendwo musste schließlich der Spaß bleiben. Und im Gegensatz zu manch anderem, war ich nicht alleine unterwegs. Klaus würde es sich nicht wagen zu fliehen. Wahrscheinlich wusste er auch nicht mal warum. Er saß still und dezent in der anderen Ecke, wo er alles im Blick hatte. Sicherlich war er nicht der stärkste, aber er war fast schon furchtlos. Tatsächlich gab es nicht sehr viele Menschen vor denen er ernsthaft Angst hatte. Der Richter war einer dieser Menschen. Vermutlich aber auch nur weil er ihm unterlegen war und weil er weniger verschlagen war als der Richter selbst. Nichts desto Trotz war mir eine Frau aufgefallen, die ihre Blicke immer wieder zu einem ganz bestimmten Menschen richtete. Zufälligerweise genau der selbe Kerl den ich im Auge hielt. Leider stand ihr nicht ins Gesicht geschrieben was sie von ihm wollte. Sie war hübsch aufgemacht und passte auf eine Art in diesen Laden. Dennoch gehörte sie wohl nicht zum Inventar. So etwas hatte ich einfach im Gefühl. Es blieb also immer noch das große Wieso. Weitere Zeit verstrich in der viele einfach nur das selbe taten. Wenigstens konnte man diesen Laden als relativ sicher bezeichnen. Sicher, was Untote betraf. Unsere vermeindliche Zielperson verschwand einen Moment in einen Nebenraum und ich konnte sicherstellen das diese Frau wahrhaftig hinter ihm her war. Den Vorteil den ich hatte, war Klaus. Selbst wenn ich die Zielperson nicht mehr im Blick haben konnte, würde Klaus ihm unauffällig folgen. Der Umstand war nur das ich ihn lebend brauchte. Tot war er wertlos. Ich nutzte die Gelegenheit um mich in einer fließenden Bewegung an den Tisch der Frau zu setzen. Es wirkte zufällig und nebenbei, keinesfalls geplant, oder gar gestellt. "Guten Abend, Lady." Charmant und höflich wie immer klang meine Stimme. Ihre Zigarette war mehr verqualmt als sie daran gezogen hätte. Darüber hinaus schien sie sich daran nicht zu stören, weshalb ich mir eine eigene anzündete und ihr ebenfalls die Metallschachtel leicht entgegen hielt. "Eine hübsche Frau sollte nicht allein in einer Ecke sitzen müssen." Zugegeben eine Standarderöffnung mit wenig Flair. "Schon gar nicht hier...." Damit ließ ich meinen Blick kurz schweifen und sah wie Klaus sich weiterhin an unsere Zielperson heftete. "Es mag altmodisch klingen, aber vielleicht darf ich sie einladen." Ich deutete auf ihr Glas und bließ den Rauch in einem Ring wieder aus.

@Scarlet Rainthworth

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#3

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

02.05.2023 21:27
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Zu ihrer Jugendzeit war Crimson ebenfalls nie allein gewesen. Mit knapp dreizehn hatte Chase sie in einem Hinterhof aufgesammelt und sie hatte knapp zwei Jahre zunächst mit ihm und seinem Vater verbracht, später dann nur noch sie beide allein. Es war das erste Mal, dass sie mit Verrat konfrontiert worden war, als er versucht hatte sie umbringen zu lassen. Geschockt war sie gewesen, traurig und wütend. Gefühle, die mit fünfzehn vollkommen normal waren und jeden normalen Teenager heimsuchten. Leider war ihr Leben alles andere als normal und während ein normaler Teenager wahrscheinlich eine Übernachtungsparty mit Freunden, Eiscreme und Liebesschnulzen organisiert hätte, hatte die Schwarzhaarige Rache genommen. Knapp ein Jahr hatte es gedauert, immerhin war das Ganze damals noch völlig neu für sie gewesen, doch sie hatte bekommen, was sie wollte. Und ja, es hatte sich gut angefühlt. Rache servierte man am besten kalt, so sagte man doch, oder aber man wiegelte eine Gruppe Sklavenhändler auf und sah genüsslich morgens beim Frühstück zu, wie sie den Ex aus seinem Versteck schleppten. Danach hatte sie Jareth getroffen, der sie mit seinen Leuten bekannt gemacht hatte, wo sie schließlich ihren Bruder gefunden hatte. Riley und sie, ein unbesiegbares Gespann, in der Bande und außerhalb, bis er sie, wie ein verängstigtes Tier, in die Ecke getrieben hatte. Und was taten Tiere dann? Richtig, sie wurden bissig. Und so hatte sie sich gewehrt und war geflohen. Das erste Mal in ihrem Leben. In ihren Erinnerungen verankert war nur noch all das Blut und das Bewusstsein nun ganz allein zu sein. Seit dem hatte sie sich mit niemandem mehr eingelassen, sah man von der kleinen Mrs. Blindside ab, die eines Tages in eine ihrer Fallen getappt war und die sie toleriert hatte, hatte sie das Mädchen sowieso nicht sehen und verraten können.

Und nun saß sie hier in dieser Bar und beobachtete ihr neuestes Opfer. Wenn man es denn so nennen wollte. Ziel war eindeutig besser gewählt. Sie war keine Mörderin, nicht in diesem Sinne. Sie hätte diesen Leuten kein Haar gekrümmt, hätten sie sich nicht in Angelegenheiten eingemischt, die sie nichts angingen. Beim ersten Mal war sie noch nervös gewesen, doch mittlerweile hatte diese kühle Ruhe von ihr Besitz ergriffen. Ihr Puls war stetig, ihr Atem gleichmäßig…ja sie sah fast ein wenig müde aus, während sie ihren Blick auf den Rücken dieses Kerls gerichtet hatte. Ihre Zigarette hatte bereits aufgehört zu qualmen, als er sich erhob und in den Nebenraum verschwand. Sie selbst bewegte sich nicht: er würde wiederkommen. Tat er jeden Abend. Eine Bewegung in ihrem Augenwinkel jedoch veranlasste sie dazu ihren Blick abzuwenden und sie sah mit ebensolcher Ruhe dabei zu, wie sich der Fremde in den Stuhl neben ihr schob. Also doch! Sie nickte ihm zu und setzte ihr schönste Service-Lächeln auf: „Guten Abend.“ Es würde das übliche Geplänkel folgen, der Beginn ein jeden Tanzes. Das Angebot einer weiteren Zigarette lehnte sie ab. „Normalerweise ja, aber ich denke heute wäre das bei mir reine Verschwendung“, erklärte sie mit einem Blick auf den Aschenbecher. „Whiskey…on the rocks“, nahm sie wiederum sein Angebot im Bezug eines Drinks an. „Wie es aussieht bin ich ja nun nicht mehr allein“, fügte sie kokett hinzu. Konnte ja noch interessant werden, denn ihre Intuition sagte ihr, dass er nicht zu ihre gekommen war, weil er sich einen schönen Abend erhoffte. Wahrscheinlich würde sie bald die Antworten auf ihre Fragen haben und während sie die Bedienung heranwinkten, kehrte auch ihre Zielperson zumindest für einen Moment wieder an die Bar zurück.

@Adam Miller



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#4

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

07.05.2023 15:44
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Ihr Lächeln war hübsch, etwas aufgesetzt, passte aber in diese Art von Etablissement. Sie wirkte auch weniger überrascht. Nicht unbedingt das sich jemand zu ihr gesellte, sondern eher das ich es war. Ich war mir sicher das sich unser Augenmerk auf die selbe Person gerichtet hatte. Dennoch blieb mein eigenes Lächeln bestehen, als sie mir locker antwortete jetzt nicht mehr alleine zu sein. Wenigstens war sie keine der stillen Sorte die sich alles aus der Nase ziehen ließen. Dabei widmete ich mich kurz meiner Zigarette, während sie ablehnte. "Touché." Erwiederte ich leicht amüsiert. Sie hatte also schon damit gerechnet und vielleicht sogar darauf gewartet. Sie war hübsch. Fast viel zu hübsch für diesen Laden. Ich war mir immer noch sicher das sie aus dem selben Grund wie ich hier war. Vorsichtshalber wartete ich allerdings ab bis die Bedienung, oder wie man das nennen konnte, wieder weg war um die Bestellung zu holen. Ein wenig seltsam war das schon, wenn ich genauer darüber nachdachte. Nicht unbedingt das man in einer Bar kellnert, nur das man auf den Weg nach Hause vermutlich ein paar Untote niedermetzeln musste. Vielleicht war das hier aber auch eine Art Herberge für Angestellte. Bei mir war es doch ziemlich ähnlich. Ich genoss immer noch den Vorteil das ich unsere Zielperson nicht durchgängig im Blick haben musste um zu wissen wo sie, oder eher er, steckte. "Ich nehme an das Ihr nicht unbedingt viel Wert auf frühere Gepflogenheiten legt." Es war auch weniger eine Frage, als einer Feststellung. Der Laden war gerade nicht besonders überfüllt, sodass unsere Drinks doch recht schnell an unserem Tisch ankamen. "Merci, Chérie." Damit bedankte ich mich mit einem kleinen Zwinkern bei ihr. Man musste keine großen Sprachkenntnisse haben um so etwas verstehen zu können. Es war lediglich eine nett gemeinte Floskel. Aber nun waren wir erst einmal ungestört und das wollte ich ausnutzen. "Ich bin mal so forsch und lehne mich weit aus dem Fenster, aber, ich denke du hast den selben unzivilisierten, schmierigen Kerl im Auge wie ich." Mitten in der Bar würde sie wohl nicht einfach so einen Aufstand wagen. Nicht, wenn sie nicht wollte das sie erkannt wurde. Mit meinem Glas in der Hand deutete ich lediglich locker mit dem ausgestreckten Zeigefinger in die entsprechende Richtung. Eigentlich war es gerade gar nicht so schlecht. Sie wirkte meiner Langeweile etwas entgegen und ich war gespannt ob und wie viel ich aus ihr rauskitzeln konnte.



@Scarlet Rainthworth

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#5

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

11.05.2023 22:30
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Es gab Tage, da war Crimson, wie ein Chamäleon. Wandelbar musste man in ihrem Job schon sein, sonst ging man unter. Es ging immerhin darum nicht aufzufallen, wenn man es nicht wollte und aufzufallen, wenn man es wollte. Und so konnte es passieren, dass man an einem Tag einer Prinzessin begegnete und an einem anderen eine Prostituierte vorfand. Genauso schien ihre Persönlichkeit zu wechseln, von Introvertiert zu Extrovertiert und wieder zurück. Generell war die Sechsundzwanzigjährige ein sehr in sich gekehrter Mensch. Redete nicht gerne über sich selbst und pflegte keinen Kontakt zu anderen Menschen außerhalb ihrer Arbeit. Sie hatte Geheimnisse zu hüten, sollten diese jemals ans Licht kommen war sie geliefert. Ganz voran ihre Identität, immerhin stand sie auf mehreren Abschusslisten. Sollten sie sich hintenanstellen. Und doch saß sie nun hier, machte Konversation, als wäre es das Normalste in ihrem Leben. Vielleicht war es das und sie hatte sich nur in einer der vielen Rollen verloren, die sie spielte. Sie schlug die Zigarette aus, nahm den Drink an und betrachtete ihr Gegenüber einen Moment genauer. Er war jung, attraktiv und dennoch war da etwas anderes. Ein Schatten. Etwas Gefährliches. Was, das musste sie nur noch herausfinden. Genauso wie sie, schien auch er darauf zu warten, dass die Bedienung kam und ging. Ein paar Ohren extra, die sich nicht bei ihrem Gespräch gebrauchen konnten. Ansonsten war eine Bar ein idealer Ort für private Gespräche, allein die allgemeine Geräuschkulisse - das Klirren von Gläsern, das Rücken von Stühlen, die leisen Gespräche - waren ideal geheime Nachrichten unter gehen zu lassen. Ihre Zielperson verließ erneut die Bar, dieses Mal in Richtung Toilette, als die Bardame ihre Getränke brachte. Die Schwarzhaarige nickte ihr mit einem Lächeln zu, ehe sie sich ihrem Gesprächspartner zuwendete, der eine Feststellung in dem Raum war, die sie dazu veranlasste eine Braue zu heben. Ja, Crimson hasste Menschen, die um den heißen Brei herumredete. Außer es gehörte zu den üblichen Spielchen, die gespielt werden mussten. Nur schien es jetzt nicht der Fall zu sein. Ein Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht. „Small-Talk, nichts als leere Worte“, antwortete sie nur und nippte an ihrem Drink. Auf die nächste Aussage hin, legte sie den Kopf schief und wägte ab, wie sie antworten sollte. Sie hatte also den richtigen Riecher gehabt und er hatte sie genauso beobachtet, wie sie ihn. „Sagen wir… wir sind alte Bekannte“, sie schenkte ihm ein weiteres Lächeln. Keine Lüge. „Haben uns ewig nicht gesehen.“, fügte sie hinzu. „Und du? Privat oder Business?“, wollte sie wissen. Forsch. Ja, aber forsch war manchmal nicht schlecht. Eventuell hatten sie sogar ein gemeinsames Ziel.

@Adam Miller



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#6

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

12.05.2023 09:58
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Sie war vorsichtig. Was niemandem vorgeworfen werden konnte. Immerhin traf das auch auf mich zu und wohl so ziemlich alle Menschen. Eine Fehleinschätzung und das Leben konnte mit einem Wimpernschlag beendet sein. Obwohl ich längst wusste das es für mich nicht so sein würde. Für mich war etwas anderes vorgesehen. Von jeher schon. Dennoch war ich @Scarlet Rainthworth im Vorteil. Im Gegensatz zu ihr wusste ich das Klaus sich um mein Zielobjekt kümmern würde, sodass es kein Problem war mich hier in Ruhe mit der Dame zu unterhalten. Gleichzeitig würde es sicherlich auch nicht einfach werden etwas aus ihr heraus zu bekommen. Ich hielt mich für einen passablem Menschenkenner und sie würde eine harte Nuss werden. Auch wenn ich hoffte, mich zu irren. Ich grinste ungeniert als sie meinte das ein Smaltalk nichts als leere Worte waren. An sich mochte sie recht haben, allerdings konnte man auch daraus öfter etwas wichtiges ziehen als sie vielleicht dachte. In dem schummerigen Licht wirkte sie fast so, als wäre das Metier ihr zu Hause. Sehr entspannt, wenn man bedachte was vor der Tür herrschte. Obwohl das sicherlich der Grund für viele dieser armseligen Gestalten war hierher zu kommen. Mit lächerlichem Geld zu zahlen und sich schale Drinks in den Hals zu kippen. Einfach um durchatmen zu können und entspannung zu suchen. Hier konnte man garantiert auch mehr als nur eine Flasche Bier bekommen. Allerdings war ich es jetzt, der bei ihren Worten die Braue leicht hob. "Hm." Grinste ich leicht auf. "Die Art Bekanntschaft kennt wohl jeder." Sie war auf keinen Fall gut mit diesem Schmierlappen befreundet, wenn überhaupt. Als Freunde würde man sich wohl kaum den halben Abend lang stalken und kein Wort miteinander reden. Ich nippte an meinem Glas und verfluchte dieses Gesöff bei jedem weiteren Schluck nochmals. "Vielleicht ein Bisschen was von beidem." Entgegenete ich schließlich und stellte das Glas wieder auf den Tisch. Einen Moment war es wieder ruhig zwischen uns geworden. Bei geschlossenen Augen konnte man denken das die Welt wieder vollkommen normal war und das es sich hier einfach nur um eine zwielichtige Bar mit noch seltsameren Typen darin handelte. Nur leider war ich kein Träume. Ich lehnte mich weiter aus dem Fenster, indem ich weniger Geheimnis aus der Sache machte, als es sollte. "Der Kerl sitzt bei mir mächtig in der Scheiße." Dabei deutete ich wieder kurz mit dem Zeigefiger auf ihn. Meine Hand war gleichzeitig noch um das Glas gelegt, weshalb diese kleine Geste fast nicht auffiel. "Und privat hätte ich einfach nur Lust ihm diese scheiße raus zu prügeln." Etwas zu unschuldig zuckte ich dabei mit den Schultern. Mein Augenmerk war wieder auf die Frau gerichtet. "Es sei denn du sagst mir jetzt, dass ich es dann auch mit dir zu tun bekommen." Ich konnte mir ein sarkastisches Grinsen einfach nicht verkneifen. "Allerdings wäre das eine Schande." Dabei lehnte ich mich noch etwas mehr zurück.

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#7

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

14.05.2023 12:37
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Ja, sie war vorsichtig oder eher vorsichtig geworden. Es hatte eine Zeit gegeben, in der auch sie Menschen um sich gehabt hatte, denen sie blind vertrauen konnte. Die Art von Menschen, denen man sich öffnete, denen man all die Schwärze im Inneren, all die Wut, den Hass, die Trauer und die Angst präsentieren konnte und die nicht wegsahen. Nein, die in der Lage waren etwas davon an sich zu nehmen, es zu verwahren und zu etwas Besserem zu wandeln. Diese Menschen waren nun entweder tot oder aber sie hatten ihr den hässlichen Dolch des Verrats in den Rücken gerammt. Ihr Mann war so jemand gewesen. Und nun lag er sechs Fuß tief unter der Erde. Aiden, Emma und ihre beiden kleinen Mädchen. So jung, zart und so zerbrechlich. Viele derjenigen, die sie in ihrer Kindheit kennen und lieben gelernt hatte waren fort, nur damit Abschaum, wie der dort an der Theke weiter ihr Dasein fristen konnten. Doch das würde heute nach enden. Dafür würde sie sorgen. Dazu musste sie ihm nicht folgen, sie wusste, wo er hinging. Kannte all seine Verstecke, seine Freunde, Bekannte. Er konnte ihr nicht entkommen. Daher nippte sie weiter an ihrem Getränk, war nicht gut, aber kühl. Es wirkte der stickigen Luft in der Bar entgegen, die man fast schon mit einem Messer schneiden konnte und die sich schwer auf ihre Zunge legte. „In der Tat“, stimmte sie zu, als ihre Gegenüber anmerkte, dass jeder diese Art von Bekanntschaften pflegte. Ihr war durchaus bewusst, dass er keines ihrer Worte glaubte und die richtige Schlussfolgerung schon selbst gezogen hatte. So ging dieser Tanz nun einmal, zwischen den Zeilen lagen die Informationen, die man zu erhalten wünschte. Ein erneutes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, als ihre Gesprächspartner zugab, dass sein Anliegen sowohl geschäftlicher als auch privater Natur war. Ihr Blick ruhte dabei weiterhin auf dem Rücken ihrer Zielperson und sie wendete ihn erst ab, als der andere seine Aussage noch ein wenig ausschmückte. In der Scheiße stecken konnte alles bedeuten. Sie wusste, dass der Typ Spielschulden hatte. Zumindest war es eines der Dinge, die man hier hörte. Nötigung war was anderes. Oder aber es war eines der vielen Vergehen, die ihn schon seit Jahren heimsuchten. „Oh, wie könnte ich“, sie lächelte. Er würde es nicht mit ihr zu tun bekommen, zumindest nicht in diesem Sinne. Sie würde diesem Typen weitaus schlimmeres antun. Erneut betrachtete Crimson den Mann an ihrem Tisch, natürlich könnte er bluffen, aber das vermutete sie nicht. Er teste sie aus, dem war sie sich allerdings sicher. „Ich vermute wir stehen da auf derselben Seite“, erklärte sie ruhig und winkte der Barkeeperin. „Daher bin ich geneigt eine Information mit dir zu teilen“, erklärte sie mit einem Blick auf die Uhr hinter der Bar. „In rund 15 Minuten wird unser Freund dieses Etablissement verlassen, eigentlich nur kurz, um sich zwei Straßen weiter etwas zur Entspannung für heute Abend zu beschaffen. Heute wahrscheinlich aber nicht, denn er wird, wenn er den Sound der Jukebox ändert, was er immer tut, um die Leute hier ein wenig zu ärgern…“, sie deutete auf das buntflackernde Gerät in ihrem Rücken, „...feststellen, dass ich hier bin. Was auch immer du mit ihm zu besprechen hast, ich empfehle dir es zu tun bevor er und ich aufeinandertreffen. Denn tote Männer machen schlechte Geschäftspartner“, das Lächeln befand sich immer noch auf ihrem Gesicht und sah aus, als hätte sie ihrem Gegenüber grade von der Cocktailparty letzte Woche erzählt und nicht davon, dass sie vor hatte einem Mann umzubringen. „Aber vielleicht bist du ja tatsächlich ein Gentleman und begleitest mich ein Stück?“, es war ein Angebot, ob er es annahm, lag ganz bei ihm. Eigentlich arbeitete sie nie mit jemandem zusammen, doch sie hatte den Schatten auf seinem Herzen gesehen und es interessierte sie weit wohl seinen Abgründe reichten.

@Adam Miller



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#8

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

20.06.2023 19:10
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Das Mädchen war gut, dass konnte man nicht abstreiten. "Da hat aber jemand seien Hausaufgaben gemacht." Einen Satz, den er definitiv von seinem Vater übernommen hatte. Genau genommen waren es einige Dinge die er sich bei Frances sozusagen ausgeliehen hatte. Am Schluß mochte er das alles nicht mehr gebraucht haben, aber das hieß nicht das es ihm nicht gut getan hätte. Und vielleicht hätte er besser auf seinen ältesten Sohn hören sollen. Mit Sicherheit wäre er dann wohl auch noch am Leben gewesen. Oder, im schlimmsten Fall, wenigstens mit dem Leben davon gekommen. Obwohl ich mir auch da sicher war das er es kommen sah und vielleicht, nur ganz vielleich, war er zu müde und hatte es akzeptiert. Nach außen hin wäre das ein lächerlicher Satz gewesen. Niemand der Frances kannte hätte auch nur ansatzweise daran gedacht das dieser Mann auch nur den Hauch von Mennschlichkeit hatte. Aber ich kannte ihn besser. So oft hatte ich bereits als Kind beobachtet wie geschickt er die Leute für sich austricksen und einnehmen konnte. Das war schon eine Kunst. Aber gerade zog @Scarlet Rainthworth wieder meine volle Aufmerksamkeit auf sich. "Das hört sich so an, als wolltest du ihn lieber gerne selbst erledigen." Darüber musste ich kurz nachdenken. Obgleich es mir schon klar war. Ich nippte an dem Glas und sah von dem schmierigen Typen, zu meiner neuen Tischnachbarin. "Wenn du ihn lediglich töten willst, ist das kein Problem." Und es war fast schon langweilig, aber man konnte nicht immer alles im Leben haben. Im Gegensatz zu ihr konnte ich es mir auch leisten meine Aufmerksamkeit nicht nur auf den Mann zu richten. Klaus würde diesem Kerl sogar bis auf die Toilette folgen. Etwas, das die Dame nicht von sich behaupten konnte. Jedenfalls nicht offensichtlich. Sein Leben gehörte mir, daran gab es nichts zu rütteln. Das hieß aber nicht, dass man vorher nicht noch etwas Spaß mit ihm haben konnte. Und bei der Gelegenheit würde man auch mehr über die Frau erfahren. Vielen war es nicht bewusst, aber so ein gewalttätiger Akt sagte sehr viel über einen Menschen aus. Wie er veranlagt war, wie oft er das schon getan hatte, manchmal auch warum es dazu gekommen war. Ich legte erneut ein charmantes Lächeln auf und leerte mein Glas restlos. "Ich weiß deine Arbeit zu würdigen und käme nie dazu sie zunichte zu machen. Wo kame ich denn dahin. Ich bin also an deinem Plan interessiert." Das sie da draußen einen Schutz brauchen würde, war abwägig. Niemand überlebte so lange wenn man sich nicht wehren konnte und irgendwie zurecht fand. Auf welche Art auch immer. "Ladies first." Es war nicht unbedingt auf ihren Schutz gemünzt, sondern eher auf meine Neugier auf das Kommende. Und damit beglich ich auch unsere Schulden in dieser Spelunke.

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#9

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

08.07.2023 22:03
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Crimson schloss ihre Augen für eine Weile. Sie hasste diesen Satz. Er mochte im ersten Moment so etwas wie Anerkennung, vielleicht sogar Bewunderung ausdrücken, doch je nachdem in welchen Kontext, befand sich die wahre Aussage erneut zwischen den Zeilen. Wie oft hatte sie in der Vergangenheit bereits Geschäftspartner gehabt, die gerade diese Worte hatten fallen lassen, wenn sie ihnen ihre Ergebnisse geliefert hatte. Abfällig. Abwertend. Unterschätzend. Jeder Mensch sprach mit einer gewissen Melodie, die sich änderte, je nach Empfinden und genau dieser Melodie lauschte sie nur zu gerne. Denn das war es, was ihr das meiste über die anderen verriet. Natürlich wollten sie ihrem Gegenüber nun nicht unterstellen, dass er das, was er sagte, nicht auch so meinte. Es war nur einfach so, dass es einfach nicht mehr hören konnte. Daher nickte sie nur. Sie arbeitete immer genau. Fehler in der Vergangenheit hatten sie einfach zu viel gekostet. Das @Adam Miller diese Aussage von seinem Vater übernommen hatte, davon wusste sie nicht und es interessierte sie auch nicht. Zumindest nicht an diesem Abend. Was die Zukunft brachte, das würde sich zeigen. Dennoch lebten sie mittlerweile in einer Welt, in der man sich nicht mehr sicher sein konnte, dass man sich zwei Mal sah. Und wenn, ob man dann noch auf derselben Seite stand. Sie neigte den Kopf in seine Richtung, ließ ihre Zielperson aber nicht aus den Augen, als ihr Nebenmann anmerkte, dass es den Anschein hatte, dass sie den Kerl gerne selbst erledigen wollte. „Nicht unbedingt“, sagte sie nur. Sie würde teilen, wenn der andere einen ebensolchen Grund hatte, wie sie. War ja nicht so, dass sie den ganzen Spaß für sich allein einheimsen wollte. Sie nahm ebenfalls einen Schluck aus ihrem Glas, während ihr Tischnachbar weitersprach. Seine Worte zauberten ein weiteres Lächeln auf ihre Lippen. „Einfach…“, wiederholte sie. „Nein“, dieses Mal wendete sie sich ihm vollkommen zu, ihre rehbraunen Augen auf sein Gesicht geheftet. „Ich will ihn leiden sehen…“, sie hatte eine offene Rechnung und das durfte er gerne wissen. Dies hier war etwas Persönliches und es man konnte von ihr halten, was man wollte, sie hatte bereits alles über sich gehört. Es hatte einige Personen gegeben, die versucht hatten mehr über sie zu lernen und es hatte sie in ihren Grundfesten erschüttert. Somit war es interessant zu herauszufinden, was ihren Nebenmann zum Fürchten brachte. Oder ob er genauso vielen Menschen schlaflose Nächte bereitete, wie sie. Sie schenkte ihm ein erneutes Lächeln, als er erklärte ihre Arbeit nicht zunichtemachen zu wollen, aber wie immer erreichte auch dieses ihre Augen nicht. „Das freut mich“, erklärte sie, leerte ihr Glas und nahm einen Zettel aus ihrer viel zu kleinen Handtasche. Darauf notierte sie eine Adresse und schob sie ihrem Tischnachbarn zu. „Treffen wir uns hier, in ungefähr zwanzig Minuten. Keine Sorge unser Freund wir ebenfalls dort sein“, sagte sie nur und bedankte sich für das Getränk, just in dem Moment, als ihre Zielpersonen sich auf den Weg in Richtung Jukenbox machte. Er hielt inne, sah erst zu ihr, dann zu ihrem Nebenmann und verließ leicht wankend die Bar. Crimson schenkte Adam einen vielsagenden Blick und verschwand ebenfalls durch die Tür.

Knapp zwanzig Minuten später, dieses Mal von oben bis unten in enge Lederkleidung gehüllt, stand sie vor dem alten Haus, verschluckt in den Schatten. Es war ein Wohnkomplex in der Nähe, die Wohnung, in der sich ihre Zielperson verschanzt hatte, hatte einst seiner Mutter gehört. Sie zupfte an ihren Handschuhe, die Außenseite schwarz, die Innenseite rot und wartete auf ihren Mitstreiter. "Er ist dadrin", sie deutete auf das Gebäude. "Zweite Etage, drittes Apartment rechts."



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#10

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

10.07.2023 18:15
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Ein wenig Mysteriös wirkte die junge Frau schon. Zumindest was ihre Absichten zwecks des Kerls anging. Sie war darauf bedacht ihn nicht so ganz aus den Augen zu verlieren, obwohl sie offensichtlich genau wusste wie seine Routuinen in dieser Bude zu sein schienen. Ein Wenig interessierte es mich dann schon was sie mit diesem Mann zu schaffen hatte. Im Gegensatz zu @Scarlet Rainthworth konnte ich mich immerhin nach wie vor auf sie konzentrieren, ohne unsere neuerdings gemeinsame Zielperson zu verlieren. Sie hatte zumindest niemanden dabei der sie vor mir in Schutz genommen hätte. Klaus würde das Ganze schon im Auge behalten und dafür sorgen das wir ihn nicht verloren. Dennoch glaubte ich einen ganz anderen Grund zu haben als die Frau neben mir. Ich brauchte sie auch nicht direkt danach zu fragen, denn sie verriet es mir praktischerweise schon von selbst. Zumindest so halb. "Er soll leiden, hmhm." Das klang interessant. "Dann nehme ich mal an das er sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat." Das wäre wohl in den wenigstens Fällen so gewesen. Wer in solchen Zeiten kein Gespür für sich selber hatte, konnte es nicht weit bringen. Und hatte es meiner Meinung nach auch nicht verdient. Die Welt war sicherlich nicht vor die sprichwörtlichen Hunde gegangen, weil die Leute zu sehr auf ein Miteinander aus waren, oder sich um Nächstenliebe geschert haben. Sie haben sich nicht einmal für das Klima interessiert, weshalb der klägliche Rest es nun ausbaden musste. Obwohl sich die feinen Politiker des Landes in Sicherheit gebracht hatten. Das wusste ich nur zu gut aus verlässlichen Quellen. Früher war es praktisch Familie in dieser Richtung zu haben. Gerade konnte ich weniger damit anfangen. Die junge Frau holte mich aus meinen aufkommenden Gedankengängen zurück in die Gegenward , als sie mir etwas entgegen schob und wollte das wir uns dort treffen. Etwas skeptisch hob ich leicht eine Augenbraue an. So offensichtlich das sie mich wiederum gleich in Sicherheit wiegte indem sie mir versicherte das dieser Schmierlappen von Mann auch dort sein würde. Meinetwegen konnte er einfach sterben, damit wäre seine Schuld beglichen. Allerdings fragte ich mich nun was sie im Schilde führte. Zu meiner Belustigung folgte ich dem Ganzen und damit auch erst einmal ihr ein Stück. Sie verschwand sofort und ich wartete einen Moment auf Klaus. Der Diener sah mich verwirrt an als ich ihm von der Planänderung erzählte und er mir ebenfalls bestätigte das der Kerl sich in dem Haus aufhielt. Immerhin hatte sie nicht gelogen. Kurz besprach ich mit meinem Sklaven einen neuen Notfallplan und begab mich dann gemächlich zu dem angegebenen Treffpunkt. Sie hatte sich umgezogen, also hatte sie ein versteck in der Nähe, oder wenigstens etwas wo solcher Plunder von ihr unter kam. Ich wusste zwar nicht was das sollte, aber ich ließ mich drauf ein. Und zu meinem Vergnügen stand ihr diese Kluft ziemlich gut. Das Auge aß bekanntlich ja auch mit. Mit einer kurz angebundenen Geste grüßte ich sie erneut und bekam auch gleich den Aufenthaltsort von unserem neuen Freund zu hören. "Du hast nach wie vor mein Interesse geweckt. Aber verrate mir was du mit ihm vor hast." Ich deutete auf ihren neuen Aufzug hin, den sie sicherlich nicht einfach so angelegt hatte. "Jetzt weiß ich wo er ist, aber setz mich doch mal freundlicherweise ins Bild, wie das Ganze von statten gehen soll." Sie wollte ihn leiden lassen und ich wollte einfach nur sehen was passierte. Es interessierte mich herzlich wenig wie dieser Mensch starb.

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#11

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

13.07.2023 00:35
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Sie wusste nicht, ob sie sich selbst als mysteriös beschreiben würde. Vorsichtig vielleicht. Rachsüchtig, ganz sicher. Mysteriös jedoch war für sie ein Wort, dass man in Märchen nutzte, um dem Bösewicht ein besonderes Gewicht zu verleihen. Ihn in Geheimnisse zu hüllen. Und auch wenn sie in den Geschichten vieler genau diese Rolle bekleidete, so war es keines der Worte, welches sie für sich selbst wählen würde. Eine seltsame Bescheidenheit, wenn man es denn so betrachten wollte. Glück für @Adam Miller dam Miller, dass Gedanken bekanntlich frei waren und Crimson nicht in der Lage sie zu lesen, auch wenn der ein oder andere etwas anderes behaupten würde. Dabei war es immer die Person selbst, die sie frei gab, sie verriet über Mimik und Gestik. Ihr Gegenüber gehörte jedoch nicht dazu, auch wenn sich ein gewissen Interesse an ihrer Person in seinem Gesicht widerspiegelte. Darüber hinaus war sie sich sicher, dass er heute Abend nicht allein hier war, denn auch wenn sie beiden dieselbe Zielperson hatten, so war er viel zu sehr auf sie, statt auf den Kerl konzentriert. Etwas, was man sich nur erlauben konnte, wenn jemand anderer Mäuschen spielte. Mit Gewalt oder gewalttätigen Menschen kannte er sich ebenfalls aus, das verriet seine Reaktion darauf, dass sie den Drecksack dort an der Theke leiden sehen wollte. Niemand bei klarem Verstand begegnet einer Aussage, wie dieser so gelassen. „Das ist ebenfalls korrekt, das hat er nicht“, inwiefern das von statten gegangen war würde sie ihm nicht erzählen, würde er ihr folgen, so würde er das wahrscheinlich ganz von selbst erfahren. Und das von der Quelle. Davon, dass die Gedanken ihres Gegenüber plötzlich abdrifteten, bekam sie nichts mit, den an der Theke war ihr alter Bekannter in Bewegung gekommen. Es war Zeit zu handeln. Und so unterbreitete sie ihrem Gesprächspartner ein Angebot und ließ auch direkt die Information da, wo er sie finden konnte.

Und so fanden sie sich kaum zwanzig Minuten später vor dem Haus ein, in dem sich der Mann verschanzt hatte, der heute Abend für seine Taten büßen würde. Sie würde sich rächen, nicht nur für ihren Mann, sondern auch ihren Bruder und das Mädchen, das sie einst gewesen war. Ob sie anders geworden wäre, hätte sie ihn und die anderen nie getroffen? Wahrscheinlich nicht, ihr Charakter war schon immer verdorben gewesen. Sie hatte sich umgezogen und das kleine Schwarze gegen ein ebenso schwarzes Lederoutfit getauscht, was die Augen ihres Begleiters ein wenig länger auf ihrem Körper ruhen ließ. Sie wusste welchen Eindruck sie auf andere machte und nutzte dieses Wissen, wenn es ihr beliebte. Jetzt war dafür allerdings keine Zeit, eventuell später. Auf seine Frage hin, wanderte ihr Blick zu dem Fenster im zweiten Stock hinauf, in dem -trotz des anwesenden Bewohners- kein Licht brannte. Ja, was hatte sie mit ihm vor? Sie lächelte leicht. „Ich könnte es dir erzählen.“, sagte sie, doch das verdarb oft den ganzen Spaß. Andererseits mochte es Menschen geben, denen so etwas nichts ausmachte. „Kennst du das Märchen von den sieben Geißlein?“, fragte sie, während sie sich fast lautlos in Bewegung setzte, dank ihrer Schuhe, die Sohlen so dünn, dass man das Gefühl hatte barfuß zu laufen. „Einst gab es sieben Geißlein...“, begann sie ruhig, er sprach gebildet, aber man konnte ja nie wissen. „…die von ihrer Mutter ermahnt wurden während ihrer Abwesenheit niemanden die Tür zu öffnen. Kurz darauf kam er Wolf und versuchte sich mit verschiedenster List zutritt zu verschaffen. Die kleinen Geißlein fallen schließlich darauf herein, öffnen dem Wolf die Tür und dieser frisst sie alle, bis auf eines“, sie war am Haus angekommen. „Doch nach dem Mahl ist der Wolf faul und müde und so schläft er ein“, ein erneuter Blick hinauf zum Fenster. „...fett und faul, sich in Sicherheit wiegend. Und so schneidet Mutter Geiß ihn auf und füllt seinen Bauch mit Steinen“, mit einem Lächeln zog sie einen Stein aus dem Rucksack, den sie über ihre Schulter geworfen hatte. „Ich fand schon immer Mutter Geiß hatte einen gewissen Stil“, sie ließ den Stein zurückfallen, legte den Rucksack ab und verschwand kurz um das Haus herum. Geschickt öffnete sie eines der Flurfenster, trat hinein und schlich bis zur Haustür, um diese zu öffnen. „Hallo schöner Mann“, flüstere die Siebenundzwanzigjährige, während sich mit kokette gegen den Türrahmen lehnte. „…öfter hier?“, sie kicherte leicht, trat dann aber zu Seite um ihn vorbeizulassen, ehe sie sich auf den Weg zum richtigen Appartement machte. Dort zog sie einen Dietrich aus der Tasche und knackte das Schloss. Leise. Ihr Zielperson saß im Wohnzimmer als sie eintrat und zählte Geld. „Auf dem Sprung?“, wollte sie wissen und der Kerl zuckte erschrocken zusammen, er hatte keinen von beiden kommen hören. Noch bevor er seine Pistole ziehen konnte, hatte Crimson ihre bereits ein Messer im Anschlag welches sich mitten in seine Hand bohrte.



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#12

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

16.07.2023 12:45
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Ich ließ das Ganze auf mich wirken und beschloß das Schauspiel ganz einfach zu genießen. Klaus hielt mir den Rück frei, also keinen Grund nicht einen kleinen Spaß daraus zu machen. @Scarlet Rainthworth brauchte meine Hilfe wohl nicht. Jedoch schien sie auch nicht abgeneigt zu sein, Zuschauer zu empfangen. Ihr Outfit verriet mehr als sie vielleicht dachte, obwohl es kaum eine große Rolle spielte. Für mich war das eine simple Sache. Dieser beleibte Idiot musste sterben, egal wie. Es war rein geschäftlich. Für die Dame neben mir war es eindeutig eine höchst persönliche Sache. Sonst würde sie sich wohl kaum die Mühe machen das alles hier zu inszinieren. Nein, ganz gewiss nicht. Ich kannte diesen Ausdruck in ihrem Gesicht sehr genau. Und das lag nicht daran das ich ein guter Menschenkenner war. Widmet dich deinen Freunden, aber noch mehr deinen Feinden. Leider wollte sie es mir nicht so einfach machen und mir schlicht verraten. Stattdessen wurde eine Märchengeschichte daraus. Nicht unbedingt ein Thema das ich ausführlich bedacht hatte, aber glücklicherweise war ich ein belesener Mann und dankte meinem Vater dafür. Allerdings musste ich schmunzeln, denn einen solchen Vergleich hätte ich nicht gewählt. Es gab mir jedoch einen groben Eindruck von dem was sie im Sinn hatte. Ich ging nicht davon aus, dass sie es wortwörtlich meinte, aber auch da konnte man sich nicht sicher sein. Immerhin kannte ich sie dafür nicht gut genug. Wenn man bedachte das wir uns vielleicht ein paar Stunden kannten. Oder eher bemerkt hatten. Da unser Gespräch nicht von langer Dauer war, versuchte ich es an Ort und Stelle noch einmal. Obgleich es hier auch vergeblich zu sein schien. Ich hatte leicht genickt. Irgendwo in meinem Hinterkopf kam mir diese Geschichte sehr bekannt vor. "Ist dir der Wolf nicht oft genug gestorben?" Ich grinste schmitzt dabei. In den meisten Märchen waren die Wölfe stehts auf der bösen Seite gewesen, verkörperten die Gefahr und suggierten das es absolut teuflische Wesen waren. Was nicht ganz der Wahrheit entsprach. Wer hätte das gedacht? Ein weiteres Grinsen stahl sich auf meine Lippen und eine Braue erhob sich locker als sie symbolisch den Stein hinter sich brachte. Sie verstand was sie tat und wie sie sich geben musste. Wie oft hatte sie das hier wohl gedanklich durchgespielt? Klaus blieb außer Sicht, auch wenn ich mir sicher war das die junge Frau längst von ihm wusste. Mit einem skeptischen Blick sah ich ihr nach, als sie sich aus meiner Sicht begab. Mal sehen ob sie noch mehr Märchen auf Lager hatte. Die Umgebung war relativ ruhig, keine Untoten, keine Lebenden, gerade nicht mal ein Tier war zu sehen. Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und lehnte mich einen Augenblick an den Türrahmen. So lange bis sich von innen etwas tat und die Tür geöffnet wurde. Ein weiteres lockeres Grinsen lag auf meinen Lippen als sie ein paar Scherze zum Besten gab. "In Zukunft vielleicht." Ging ich auf den Witz ein und lief an ihr vorbei. "Kommt ganz auf die Nachbarschaft an." Dabei sah ich mich kurz um. "Man möchte ja nicht von Verrückten umzingelt sein." Das alles verlief so leise, dass der Mensch in den oberen Stockwerken nichts von seinem Unglück mitbekam. Ich folgte ihr und beobachtete ihre Einbruch-Künste. Locker, leise, problemlos. Davon kannte ich noch einige. Unser gemeinsamer Freund war so auf seine Scheine fixiert das er sein Umfeld außer Acht ließ. Ein Anfängerfehler. Wobei ich mich lässig im Hintergrund aufhielt um zu sehen was sie nun genau vorhatte. Ich fragte mich auch wozu er das ganze Geld haben wollte. Damit konnte man nichts mehr anfangen. War er so dumm sein Leben aufs Spiel zu setzten nur um zu erfahren wie es war so viel zu besitzen? Das schien verrückt, selbst für mich. Allerdings war ich auch mit genug Geld groß geworden. Für mich war das also kein sonderlich großer Reiz. Bevor unser Kumpel das Weite suchen konnte wurde er von der hübschen Dame in Leder davon abgehalten. Wieder verschränkte ich meine Arme. Das muss wehgetan haben. Zumal seine Hände dreckig waren und ich nicht davon ausging das sie ein vollkommen sauberes Messer benutzte. Falls er widererwartend diese Begegnung überleben sollte, würde eine Sepsis ihn grauenvoll dahinraffen. Der Mann schien sie wiederzuerkennen. Sein Gesicht sprach Bände. Allerdings erkannte er auch mein Gesicht wieder und ich musste zugeben das es mir gefiel, wie die Farbe schlagartig aus seiner Haut fiel. "Hättest du dir eine solche Wendung je auch nur vorstellen können?" Für ihn glich es wohl einem furchtbaren Albtraum.

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#13

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

24.07.2023 20:53
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Für manche war es ein Schauspiel, für andere ein Tanz, aus dieser Art zu denken, konnte man jedoch viel über die Person ableiten. Zum Beispiel, dass man sich von solch Leute fernhielt, vor allem, wenn man noch nicht vom Pfad der Tugend abgekommen war. Scarlet bezweifelte mittlerweile sich je auf diesem Pfad befunden zu haben. Das erste Mal getötet hatte sie ihm zarten Alter von zwölf und seitdem war es immer weiter bergab gegangen. Nicht, dass sie sich beschweren wollte. Sie hatte kein schlechtes Leben, wenn man bedachte, dass sie im Grunde genommen seit Jahren nur noch existierte. Rache war ihr Motor, Wut ihr Treibstoff. Wut, auf die Menschen, die ihr ihren Mann genommen hatten. Wut, auf die Typen, die ihrem Bruder schreckliche Dinge angetan hatten. Wut auf ihre Mutter, die sie im Stich gelassen hatte. Sogar Wut auf ihren Vater, der eines abends einfach nicht wiedergekommen war. Doch am meisten Wut auf sich selbst, weil sie alles hatte geschehen lassen. Also war es Zeit die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und darum war sie nun hier. Es war eine sehr persönliche Sache und die würde sie vollkommen auskosten. Aus diesem Grund war sie mit @Adam Miller wie mit den meisten Menschen auch nicht geradeheraus und gab Erklärung lieber rein metaphorisch ab. Es erzählte ihm jedoch eine weitere Sache über die Siebenundzwanzigjährige: sie liebte Märchen. „Der Wolf kann gar nicht oft genug sterben“, sagte sie ruhig. „Er ist ein unnützer, dummer Feigling und hat nicht bemerkt, dass Rotkäppchen selbst zum Wolf geworden ist“, fügte sie hinzu. Sie hasste Wölfe, schon seit ihrer Kindheit. Immerhin waren die Viecher daran schuld, dass sie ihren Vater verloren hatte. Ihr Vater, den Mann, den sie angehimmelt hatte, der sie abends zu Bett gebracht und ihr die Märchen vorgelesen hatte, die sie so liebte, war einst Jäger gewesen. Crimson war gerade sechs, als man ihre Mutter aufgesucht hatte. Das Signal ihres Vaters war vom Radar seiner Kollegen verschwunden, sie bangten ganzen drei Tage, dann kam die Gewissheit. Bard Rainthworth war schwer gestürzt, als er auf der Suche nach einem Wolfrudel war, welches in der Nähe Schafe riss. Das Blut hatte die Tiere angelockt und auf Grund seiner Verletzungen hatte er sich nicht verteidigen können. Die damals Sechsjährige verstand die Welt nicht mehr, in den Märchen gewann der Jäger gegen die Wölfe. Immer. Und je älter sie wurden, desto mehr verstand sie, dass niemand kommen und das Rotkäppchen retten würde, Rotkäppchen musste sich selbst retten. Und so zog sie einen Stein aus ihrem kleinen Rucksack, um ihren Worten noch ein wenig mehr Gewicht zu verleihen. Sie hatte ganz genau das vor, was sie eben gesagt hatte. Wie gesagt, sie liebte Märchen. Tatsächlich hatte sie diesen Plan mehrfach in ihrem Kopf durchgespielt, vor allem, um ihn auf Schwachstellen zu untersuchen, man musste eben auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Ihr Gespräch mit Adam jedoch war vollkommen improvisiert und dennoch Teil von etwas, was immer dann auftrat, wenn sie ihre Rolle als Rotkäppchen einnahm. Ob darunter die kleine Scarlet noch zu finden war, wusste sie nicht mehr. Gesehen hatte sie sie schon lange nicht mehr. Sie verschaffte sich ein Weg in das Gebäude und öffnete ihrem Begleiter schließlich die Tür. „Möchte man nicht?“, fragte sie mit gespielter Empörung, als er ihr nach dem Eintreten erklärte, dass man ja nicht neben Verrückten leben wollte. „Also kein Abstecher ins Wunderland, ist notiert“, witzelte sie und steuerte zielsicher, die Wohnung ihres Opfers an. Der war gerade dabei Geld zu zählen, als sie eintraten und bevor er handeln konnte, bohrte sich bereits ein Messer in seine Hand. Um eine Sepsis, sollte sich denn eine bilden, brauchte er sich keine Sorgen zu machen, das würde er schon nicht mehr mitbekommen. Der Ausdruck auf seinem Gesicht jedoch brachte die Schwarzhaarige zum Lachen, er sah aus, als wäre er aus einem schlimmen Alptraum erwacht. „Wie…ihr“, stammelte er, während Crimson auf ihn zuging und Waffe zu Seite kickte. Dann betrachtete sie das Geld. „Und was genau, gedenkst du damit zu tun? Uns ausbezahlen?“, wollte sie wissen, während sie ihre eigene Waffe zog. „Da is son Typ, der macht ne neue Bar auf. Der nutzt das Geld als Währung, eben weil es keiner mehr will“, der Kerl keuchte beim Reden, auf seiner Stirn stand der Schweiß und sein Blick ging immer zwischen seinen beiden Besuchern hin und her. „Wie seid…“, weiter kam er allerdings nicht, da Crimson ihn an der Kehle packte und ihn schließlich in einen Ledersessel links bugsierte, die Knarre auf seine Stirn gerichtet. „Das mit deinem Mann, das war nix persönliches…“, sie drückte ihm den Laufen zwischen die Zähne, was ihm zwei Zähne ausschlug. „Na uh uh, soll man denn Lügen?“, wollte sie wissen und wendete sich zu Adam. „Was er von dir möchte weiß ich nicht, aber eventuell erzählt er es dir noch bevor du Beth wiedersiehst“, sagte sie und drehte den Sessel samt Fettsack so, dass er genau ihrem zufälligen Geschäftspartner für diesen Abend zugewandt war.



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zuletzt bearbeitet 08.08.2023 21:55 | nach oben springen

#14

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

06.08.2023 21:18
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Ich verfolgte sie nicht nur mit meinem Blick. Hier hatte wohl jemand etwas aufzuarbeiten. Zumindest kam mir das bei @Scarlet Rainthworth so vor. In meinen Ohren hörte es sich so an als würde sie sich selbst bereits in dieses Märchen projezieren. Vielleicht stimmte das auch? Als das alles anfing musste sie noch sehr jung gewesen sein. Und die meisten Kinder waren auf ihre Art unschuldig. Diese Seuche hatte die demnach wohl zum bösen Wolf gemacht. Oder auch nur zum Wolf. So war die Welt nun eben. Entweder man tötete, oder man wurde getötet. So simpel würde es vermutlich auch bleiben, denn wie es schien waren fast alle daran gescheitert. Inklusive meines Vaters. Meine neue Begleitung öffnete mir die Tür zu ihrem Zielgebäude und ließ mich hinein. Ich musste selbst schmunzeln bei ihrer Antwort auf meinen Kommentar. Es konnte immerhin sein das sie selbst schon verrückt genug war. Hätte ich gewusst was sich in ihrem Kopf abspielte, hätte ich auch gleich die Bestätigung dafür erhalten. "So verrückt sind wir noch nicht, also nein." Konterte ich auf das Wunderland zurück. Nicht das ich keine Erfahrungen mit berauschenden Mitteln gemacht hätte, aber wenn dann ausnahmslos nur in einer komplett sicheren Umgebung. So verrückt konnte ich gar nicht sein. Genauso ließ cich ihr auch den Vortritt zur Wohnung unseres gemeinsamen Opfers. Der wiederum nicht mit unangemeldetem Besuch gerechnet hatte. Andersfalls wäre er sicherlich besser vorbereitet gewesen. Sich einfach nur irgendwo hinzusetzten war nicht nur grob fahrlässig, sondern unbeschreiblich dämlich. Trotzdem verzog ich keine Miene als der Kerl das Messer durch die Hand bekam. Immerhin war es nicht meine Hand und ich stand zu meinem Wort. So lange dieser Kerl am Ende tot war, konnte sie mit ihm machen was sie wollte. Die Kleine fackelte auf jeden Fall nicht lange rum und war sehr koordiniert. Auf das hier hatte sie also schon etwas länger hingearbeitet. Und man merkte deutlich das sie es genoss ihm Schmerzen zuzufügen und ihn leiden zu sehen. Ich fragte mich nur wie dumm unser Freund wirklich war. Wollte er in seinem kümmerlichen Leben nur noch saufen? Etwas jämmerlich. Allerdings bekam ich durch ihr kleines Gespräch noch ein paar interessante Informationen, die ich gleich im Hinterkopf abspeicherte. Es war also tatsächich etwas persönliches. Und da sie so in Rage war, tippte ich darauf das unser schmieriger Freund ihren Mann kalt gemacht hatte. Samt einer Beth, zu der es noch nichts weiteres zu sagen gab. Eventuell ihre Schwester, oder ihre Schwägerin. Oder, im ganz miesen Fall, ihre Tochter. Obwohl es mich eigentlich weniger kümmerte. Mein Sohn lebte noch und das zählte. Das dafür ein paar meiner kleinen Halbgeschwister sterben mussten, war mir weniger wichtig. Wer nicht hören wollte, musste eben fühlen. Was auch anschaulich dieser Kerl spüren musste. Bisher hatte der mich noch nicht bemerkt. Er war wohl zu sehr mit seinen Schmerzen beschäftigt und mit der Pistole in seinem Rachen. Etwas Blut zierte seine Lippen, denn das böse Rotkäppchen vor mir war alles andere als zärtlich. Ein paar Zähne weniger für ihn. Sie dreht ihn in meine Richtung sodass er mich zum ersten Mal überhaupt wahrnehmen konnte. Man mochte es nicht für möglich halten, aber die schlanke Frau vor mir hatte ein ziemlich einnehmendes Wesen. Als unsere Zielperson mein Gesicht erkannte stand ihm gleich noch mehr Schweiß auf der Stirn und er schüttelte verängstigt den Kopf. Dabei gab der Lauf ihrer Waffe ein leicht metallisches Geräusch von sich, als die Zähne über den harten Stahl schliffen. "Hallo mein Lieber. Du hast mich anscheinend nicht vergessen." Unser angeschlagener Freund bekam mit jedem Moment ein wenig mehr Panik. Anscheinend hatte er den falschen Leuten Ärger bereitet. "Der Zufall möchte das ich dich auch nicht vergessen habe und mich vage an deine Schuld erinnere." Ich wog den Kopf langsam und theatralisch hin und her. "Dein Freund hat bereits seine Schuldigkeit getan." Dabei hob ich eine Hand und wackelte ganz unschuldig mit dem kleinen Finger, auf dem ein doch erkennenswerter Ring prangerte. "Du macht mir Arbeit und ich denke du weißt was das bedeutet?" Im Grunde gefiel es mir genauso diesen Blödmann zu quälen und wenn ich ihn allein erwischt hätte, käme er nicht besser weg. In dem Fall überließ ich das aber doch der Lady. Wenn sie denn eine war.

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#15

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

08.08.2023 23:08
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
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1.83m
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Nomaden / Gruppen
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Spionin

Vielleicht projizierte sie sich nicht in das Märchen, aber sicher etwas daraus. Rotkäppchen war immer ihre Lieblingsgeschichte gewesen, einfach weil ihr Vater Jäger gewesen war und sie sein kleines Mädchen. Aus dem Grund hatte sie sich zu ihrem dritten Geburtstag ein rotes Kapuzenmäntelchen gewünscht, welches ihre Mutter ihr nur zu gerne angefertigt hatte. Auch heute noch war rot ihre Lieblingsfarbe. Weil sich dieser Ton durch ihr ganzes Leben zog, angefangen mit ihrer Geburt und dem riesigen Feuermal auf ihrem Rücken bis zu dem Spitznamen, den es ihr eingebracht hatte. Crimson. Und so hatte sie den Namen Rotkäppchen angenommen, unter dem sie jegliche Arbeit machte, ohne Fragen, ohne Moral. Sie beschaffte einem alles, was man haben wollte, und ließ alles verschwinden, was nicht mehr auffindbar sein sollte. Heute war sie allerdings privat unterwegs. Auf ihre persönliche Rache aus. Ins Gebäude reinzukommen war für sie kein Problem. Hangriffe, die sie schon hunderte Male gemacht hatte. Sie war sich durchaus bewusst, dass ihr Begleiter alles, was sie tat, abzuspeichern, schien. Es interessiere sie allerdings nicht, wahrscheinlich würde sie sich nach heute Nacht nie wieder sehen. Und wenn doch, was war schon eine Leiche mehr? Sie schob den Gedanken beiseite. Nicht heute. Nicht jetzt. Ihr Zielperson saß oben in dieser Wohnung und auf die sollte sie sich fokussieren. Sie ließ ihn ein und spottete ein wenig, darüber, dass er nicht neben Verrückten wohnen wollte. „Da wäre ich mir nicht so sicher“, konterte sie leise. Würden Außenstehende sie beide nun beobachten würde man sie wahrscheinlich für absolut bekloppt halten. Generell war die Welt ein Irrenhaus, sie hatten die Zentrale nur noch nicht gefunden. Was Rauschmittel anging, waren Scarlets Erfahrung damit rein gegen ihren Willen entstanden. Und auch heute noch ließ sie davon die Finger. Im Gegensatz zu dem fetten Kerl in der Wohnung, der bei ihrem Eintreten Geld zählte. Faselte irgendwas von einem Typen, der Scheine wieder als Währung einsetzen wollte. So ein Blödsinn. Vor allem für eine einzige Bar so viel nutzlosen Krempel mit sich herumzuschleppen. Statt sich seine Ausreden anzuhören, bohrte die Schwarzhaarige ihm lieber ein Messer durch die Hand, schleifte ihn auf einen Sessel und schlug ihm ein paar Zähne aus. Warum musste die auch immer Quasseln. Als könnte er seinen Weg hier heraus diskutieren. Jedes Mal dasselbe. Er redeten sie. Kauten ihr förmlich ein Ohr ab. Es war nichts Persönliches, sie hatten nur befehle befolgt. Dann ging das Gejammer und das Geheule los. Das Betteln. Sie hasste es. Warum versuchte denn nicht einer von ihnen sich zu wehren? Wenn sie gewusst hätte, was Adam aus diesen paar Fetzen entnahm, hätte sie wohl laut gelacht. Sie war froh nicht mit Beth verwandt gewesen zu sein. Denn auch Verwandtschaft hatte diese Verrückte nicht davon abgehalten schlimme Dinge zu tun. Ihre eigene Schwester hatte sie weggesperrt. Und sie war es auch, die daran Schuld trug, dass Scarlet im Gegensatz zu Adam ihr Kind nie hatte kennenlernen dürfen. Sie hatte die damals Sechzehnjährige auf ihre Mission geschickt und sie war es gewesen, die ihr die schnelle medizinische Versorgung verwehrt hatte, indem sie Scarlets Bruder hatte festsetzen lassen. Sie zusammen mit diesem Kerl hier. Scarlet drehte das Sitzmöbel so, dass ihr alter Bekannte ihre Begleitung nun vollkommen im Blick hatte. Und nun war es die Sechsundzwanzigjährige, die beobachtete. Den Schweiß, der sich auf der Stirn des Kerls bildete. Wie seine Augen panisch hin und her wanderten. Die Ader, die an der Schläfe hervortrat. Es würde nicht lange dauern, bis er einnässte, da war sie sich sicher. Es hatte schon etwas Komödiantisches. Betrachtete man Bösewichte in Film und Fernsehen, so waren dies oft große, furchteinflößende Kreaturen. Doch weder auf sie noch auf den Fremden passte solch eine Beschreibung. Wahre Monster trugen eben oftmals ein sehr unscheinbares Gesicht. Der Revolver in ihrer Hand vibrierte, der Kerl versuchte zu sprechen, also ließ sie ihn. „Bitte…“, begann er, doch Scarlet gähnte nur. „Bitte was? Tötet mich nicht? Ich hab doch nichts getan? Ich hab nur Befehle ausgeführt“, mokierte sie. Er sah zu ihr herauf. Sie lächelte. „Aber bitte, reden wir. Vielleicht darüber, wie sehr dir kleine Jungs gefallen?“, wollte sie wissen und er öffnete erneut den Mund. „So war das nicht. Und ja es waren Befehle…“, weiter kam er nicht den Scarlet hatte seine Finger gegriffen und war gerade dabei jeden einzelnen davon zu brechen. „Schrei nicht so, sonst hören und noch die Beißer.“

@Adam Miller



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#16

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

17.08.2023 15:26
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Könnte ich Gedanken lesen, hätte ich @Scarlet Rainthworth wohl recht gegeben. In den meisten Fällen waren nicht die typisch aussehenden Monster die schlimmen Wesen dieser Welt. Sondern jene, von denen man es nicht erwartet hätte. All die Untoten da draußen waren berechenbar und leicht zu lenken, noch leichter zu durchschauen. Sie taten stets das Gleiche. Fressen, fressen, fressen. Die restlichen Impulse im Hirn ließen keine anderen Windungen mehr gedeihen und alles wurde auf das eine reguziert. Bei den meisten Menschen war das etwas anders. Zwar gab es auch unter den Lebenden ein paar Außenstehende, die einem ähnlichen Trieb folgten. Jedoch waren viele Menschen nicht ganz so leicht zu durchschauen. Ein wenig freier Wille machte den Unterschied. Obwohl der Mensch in solchen Ausnahmesituationen erst ihr wahres Wesen zeigten. Dann war sich jeder selbst der Nähchste. So war es eben. Mein Vater hatte da ein ziemlich gutes Paradebeispiel abgegeben und das vermutlich auch alles an mich weitergegeben. Ansonsten wäre aus mir wohl ein warmherzigerer Mensch geworden. Oder auch nicht. Wer konnte das schon sagen. Die verzweifelten Rufe und Schreie unseres gemeinsamen Freundes ließen allerdings keine weiteren gedanklichen Ausflüge zu. Darüber hinaus gab er ein jämmerliches Bild ab. Ganz ohne Zweifel hatte er keinesfalls damit gerechnet das gerade wir zwei hier nun vor ihm stehen würden. Das Schicksal war wirklich grausam mit dem Mann umgegangen. Auch wenn ich mir sicher war, dass wir dieses Gefühl alle irgendwo, irgendwie kannten. Das zarte Rotkäppchen ließ sich auch sogleich wieder an ihm aus. Wobei zart eher weniger passte. Sie hatte ihn bereits daran gehindert auch nur ansatzweise flüchten zu können. Seine Hand war blutüberströmt und sein Gesicht sah nicht besser aus. Zähne nur zur Hälfte zu verlieren musste schmerzhaft sein. Soclhe Kleinigkeiten bemerkte man aber wohl erst, wenn es längst zu spät war. Seine Aufmerksamkeit war unlängst wieder auf die Lady gerichtet. Immerhin war sie dazu übergegangen ihm ein paar weitere Knochen zu brechen. Was mich dazu brachte die Brauen zu heben und gemein zu grinsen. "Hmm, da hat aber jemand fleißig geübt." Kommentierte ich ihre Prozedur und beobachtete weiterhin ihre gezielten Handgriffe. Im Gegensatz zu ihr waren die Untoten mir allerdings egal, denn Klaus war unten und würde mir den Rücken frei halten. Dem entsprechend war ich entspannt und nahm mir die Freiheit heraus, den Sessel zur Rechten unseres Opfers einzunehmen. "Ich versteh dich nicht Linus. So viel Wirbel, für dreckige Geldscheine?" Er hieß nicht wirklich Linus, aber er zog ein Gesicht wie ein kleiner Junge der seine Schmusedecke verloren hat. "Dir hätte dich klar sein müssen das du dich nicht ewig verstecken kannst." Dabei sah ich mich leicht angewiedert um. "Falls man das Versteck nennen kann." Er hätte sich genau so gut auch in einer Bärenhöhle verstecken können. "Eines musst du mir verraten. Bevor unsere charmante Dame hier dazu übergeht dir auch die restlichen Zähne auszuschlagen. Wie hast du geglaubt endet das alles hier für dich?" Ich saß gemütlich, ein Fußknöchel auf das andere Knie gelegt und faltete bedenklich die Hände in den Schoß. "Nachdem du hier ohnehin sterben wirst, kannst du es mir sicherlich veraten." Ich hatte einen sachlichen Gesichtsausdruck aufgelegt, ganz wie bei einer Verhandlung. Außer das ihm das Ableben längst gewiss war. Und tatsächlich fing unser lädierter Freund an zu reden. Wer hätte gedacht das er gleich wie ein Vögelchen anfangen würde zu singen.

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#17

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

23.08.2023 13:24
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Schlug man den Begriff Monster nach, so waren sie oft furchterregende, hässliche Fabelwesen oder Ungeheuer von fantastischer, meist riesenhafter Gestalt. Eine recht einschüchternde Größe konnten sowohl Scarlet als auch @Adam Miller vorweisen, dennoch war diese weit von riesenhaft entfernt. Und dennoch war es wohl das Einzige, was sie mit dem Eintrag in einem Wörterbuch verband. Zumindest auf den ersten Blick. Bedachte man, dass auch die wandelnden Toten einst Menschen gewesen waren, so konnte man schlussfolgern, dass das Hässliche, das in einem steckte, erst nach dem Tod zu Tage kam und für viele mochte diese Metapher wohl stimmen. Scarlet schützte ihre Geheimnisse und auch wenn sie beschlossen hatte, sie mit ins Grab zu nehmen, wusste sie jedoch nicht, ob ihr das gelingen würde. Schlussendlich war es dann auch egal, sie selbst würde nicht mehr da sein, um es mitzubekommen und ein Mangel an Nachkommen ihrerseits verdarb somit auch niemand anderes Leben. Was das Leben ihres zufälligen Partners in Crime hier anging, vermochte sie nichts zu sagen, nur dass er eindeutig ein paar Leichen im Keller mehr zu verstecken hatte als die Durchschnittsperson. Manchmal brauchte es eben keine Beißer-Attacke um das wahre Wesen eines Menschen zum Vorschein zu bringen, es genügte schon eine zufällige Begegnung und ein gemeinsames Ziel.

In der Regel war sie ein geduldiger Mensch, konnte stundenlang fast regungslos ausharren, um an die Informationen zu kommen die sie brauchte. Wie eine Katze, die auf der Lauer lag. Doch jetzt gerade war ihr Geduldsfaden zum Zerreißen gespannt, was mit einer gewissen Enttäuschung einherging. Sie kannte diesen Kerl seit ihrer Jugendzeit. Hatte jahrelang einstecken müssen. Und kaum teilte sie aus, da heulte er rum, wie ein kleines Kind. Nichts mehr zu sehen, von dem, was er einst gewesen war. Und sie hasste es. Sie wollte, dass er sich wehrte. Sie wollte, dass er – wie früher – versuchte ihr den Gar auszumachen. Wenn sie ging, dann im Kampf, doch niemand war mehr bereit es mit ihr aufzunehmen. Wo war denn der Spaß, wenn er sich unter ihr zusammenkauerte? Sie wollte ihre verdammte Rache. Das Gefühl am Leben zu sein. Zumindest für ein paar Stunden. Und so ging sie in ihrem Frust dazu über ihm die Finger zu brechen und auf die Weise eventuell noch den letzten Funken aus ihm herauszuholen. Doch, wie sie vermutet hatte, nässt er stattdessen ein und jaulte, wie ein getretenes Tier. „Enttäuschend“, kommentierte sie, drehte sich jedoch dann zu ihrem Nebenmann um. „Oh, von den besten gelernt“, meinte sie sarkastisch und griff mit einem Arm um den weinenden Kerl herum, als wäre sie gute Freunde. Der sah daraufhin kurz von seinen demolierten Fingern zu ihr auf und seine Augen wanderten, als hätte er sich an etwas erinnert. „Dasch…mit dei`em Bruder…“, presste er hervor, während ihm Speichel und Blut das Kinn hinuntertropfte, doch die Schwarzhaarige schenkte ihm einen Blick, der ihn abrupt zum Schweigen brachte. Sie wollte nicht über ihren Bruder reden. Sie hatte genug, lange würde sie das Spiel nicht mehr spielen. Ihr Begleiter riss sie jedoch ein weiteres Mal aus ihren Gedanken. Linus? Sie neigte ihren Kopf erst zu ihm, dann zu dem fetten Kerl neben ihr und betrachtete sein Gesicht genauer. Sie wusste, dass sein Name nicht Linus war, früher hatten sie ihn nur Brockman genannt. Tatsächlich hieß er David Brockman. Dennoch entfuhr ihr ein ehrliches Lachen, als sie sich den Charakter aus der Kinderserie in Gedächtnis rief. Wie passend. Ihrem Opfer wiederrum stand de Irritation in Gesicht geschrieben, wobei nicht klar war, ob diese von seinem neu eingeführten Spitznamen herrührte, oder daher sie wohl zum ersten Mal in seinem Leben lachen zu hören. Während ihre Begleitung nun seine Verhandlung übernommen hatte, setzte sie sich auf die Lehne seines Sessels, nah genug, dass sie nur hätte die Finger austrecken müssen, doch so weit entfernt, dass sie sich nicht berührten. Sollte er reden, es würde eh nicht abwenden, wie die Nacht endete. Er verschaffte sich nur selbst ein paar Minuten mehr. „Ich würde ihm lieber antworten“, sie lächelte. „Meine Geduld mit dir ist aufgebraucht“, so sprudelte es plötzlich aus ihm heraus, wie aus einem frischen Bergquell. Erbärmlich



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And now…. I am lost….
And nothing means anything anymore.


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#18

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

25.09.2023 19:07
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Für mich war nach wie vor wichtig das dieser Quell des Ekels endlich sein sinnloses Dasein beendete. Was @Scarlet Rainthworth mit ihm dazwischen anstellte, oblag ganz bei ihr. Aber anscheinend hatte sie eine sadistische Ader an sich, die gerade erst warm wurde. Und siehe da, unser fetter Freund sang wie eine schiefe Nachtigal. Nicht besonders schön, dafür aber sprudelnd. Automatisch zog ich leicht eine Braue hoch und blickte einen kurzen Moment zu der Peinigerin, die ihn dazu verhalf sein Stresslevel auch zu halten. Seine Finger standen unnatürlich krumm ab und allein der Anblick verriet das er Schmerzen haben musste. Dennoch verriet mir das Gesicht meiner neusten Partnerin auch, dass sie noch nicht so ganz zufrieden war. Was wohl auf das zurückzuführen war, womit ich sie unterbrochen hatte. Ich kannte Rachegelüste mehr als gut und wusste das es enttäuschend sein konnte wenn es eben nicht so kam, wie man es sich erdacht hatte. Nichts ging über den Schmerzensschrei eines Feindes, dem man einige schlechte Erinnerungen zu verdanken hatte. Diese Zwei hier kannten sich allerdings besser als ich zunächst vermutet hatte. Sie hatte also einen Bruder, oder hat einen. Bei dem was sie dem Kerl angetan hatte, tippte ich jedoch darauf das es ihn nicht mehr gab. Und nichts brachte einen mehr dazu etwas unaussprechliches zu tun, als der Verlust einer geliebten Person. Ich grinste leicht bedrohlich als unser Rotkäppchen lachte, und damit unseren gemeinsamen Freund mehr ängstigte als jeder gebrochene Finger. Erstaunlich das ein liebreizendes Geschöpf wie sie dazu in der Lage war. Trotzdem bekam ich dadurch mehr Informationen als ich vorerst dachte. Das Ganze hatte demnach seine guten Seiten. Jedenfalls für mich. Sie hatte lediglich den temprären Vorteil davon, dass Klaus den Eingang bewachte und sie hier ungestört machen konnte was sie wollte. Obwohl ich letztlich selbst amüsant auflachte als sich unser Gespräch dem Ende neigte. Hatte Linus etwa tatsächlich geglaubt das es ihm den Hals retten würde? Verzweifelt sah er wieder von einem zum anderen. "Tja Linus, du hättest wohl besser daran getan etwas freundlicher zu sein. Ginge es nach mir wärest du schon tot. Aber unsere liebreizende Freundin hier sieht das augenscheinlich etwas anders." Ich lehnte mich auf meinem Platz leicht zur Seite und konnte nicht verstecken das es mich so langsam aber sicher langweilte. "Aber ich bin kein Unmensch." Das war ich auch noch nie. Jedenfalls nicht aus meiner Sicht. "Dein verrottetes Leben ist ohnehin schon zu Ende." Ich schnippte dabei einen kleinen Haufen Papierscheine durch die Gegend und fragte mich immer noch was er damit anfangen wollte. "Ich bin ein wohlwollender Mann und deswegen darfst du dir selbst aussuchen von wem du erlöst werden möchtest." Mir persönlich war das scheiß egal gewesen. Jedoch erheiterte es mein Gemüt seine panische Reaktion zu sehen. Wie sein verschwitzter Blick voller Panik hin und her huschte, unfähig sich entscheiden zu können. Ich rechnete sowieso damit das Rotkäppchen den letzten Schlag ausführen wollte. Und nach allem was ich gerade erfahren hatte, gönnte ich es ihr auch wahrlich. Abgesehen davon glaubte ich nicht das sie es sich nehmen lassen würde. Auch wenn es ihr nicht das Gefühl verschaffen würde, auf das sie noch vor Stunden hingearbeitet hatte.

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#19

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

02.10.2023 20:01
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Scarlet war unzufrieden und das war ihr deutlich anzusehen. Nicht mit den Schmerzen, die sie dem Idioten bereits beigebracht hatte. Die waren eigentlich sogar noch zu wenig, für dass, was er ihr und ihrem Bruder zusammen mit den anderen Wachen damals angetan hatte. Es war der Ausgang, der ihr einen sauren Geschmack im Mund hinterließ. Früher war David Brockman ein sehr muskulöser und durchtrainierter Typ gewesen. Nie besonders helle, aber was er nicht im Kopf hatte, machte er durch seine Muskeln wieder wett. Zusammen mit seinen beiden besten Freunden, von denen dank Scarlet nun keiner mehr lebte, kam er den Befehlen seiner Chefin nach, wie ein läufiger Hund und förderte dabei eine äußerst sadistische Ader zu Tage. Riley, ihr Bruder, hatte weitaus mehr unter ihnen zu leiden gehabt als Scarlet selbst, da er meist für sie in die Bresche gesprungen war. Generell schien es Männer mehr zu befriedigen, wenn sie andere Männer erniedrigen konnten, Frauen galten für viele sowieso als das schwache Geschlecht. Selbst damals, als er ihr und ihrem Mann aufgelauert hatte, war er noch derselbe gewesen. Sah man ihn sich allerdings jetzt an, so in die Jahre gekommen, ein laufender Klops, war ihr die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sie hatte sich an dem Mann von einst rächen wollen, von dem war jedoch nichts mehr übrig, was ihre Rache so gut, wie nichtig machte. Es war zu einfach und die erwünschte Befriedigung wollte sich nicht einstellen. So brachte es sie auf dasselbe Level wie ihn, auf jemanden einzuschlagen, der sich nicht wehrte. Sie selbst hatte immer Widerstand gezeigt, so war sie zu all den vielen Narben auf ihrem Körper gekommen und als sie ihr nicht mehr beigekommen waren, hatten sie Riley als Druckmittel genutzt. Doch jetzt, dieses Elend hier, ertrug sie nicht mehr. Ihr einstiger Peiniger ließ die Worte sprudeln, als wäre er in junger Bergquell und sie hasste jedes einzelne davon. Sie wollte einfach nichts mehr hören. Ihr Finger schloss sich um eines ihrer Messer, ihre Knöchel traten weiß hervor und noch bevor er ihrem Begleiter, die Frage beantworten konnte, von wem er lieber erlöst werden wollte, brauchte es nur einen gezielten Hieb und seine Zunge fiel ihm in den Schoß. Er quickte, panisch, wie ein kleines Ferkel auf der Schlachtbank, während sie ein Tuch aus ihrer Tasche zog und das Messer daran sauber wischte. „Das reicht!“, sagte sie nur, die Miene eisern. „Schade, früher warst du witziger“, fügte sie hinzu und schenkte ihrem Nebenmann ein Lächeln. „Du entschuldigst, aber ich denke unser Freund braucht nun einen sehr…“, sie zog eine Stoffmappe mit verschiedenen Werkzeugen aus ihrem Rucksack. „…sehr…“, rollte diese aus und überprüfte die Schärfe eines Skalpells. „…sehr langen Schlaf“, sie drehte sich zu ihm um. „Sag Gute Nacht, Linus“, das Lächeln war auf ihre Lippen zurückgekehrt, während sie sich auf ihn zubewegte und er zu weinen begann.

Knapp eine Stunde später stand Crimson auf dem Balkon der kleinen Wohnung, vor ihr ein metallener Mülleimer, in dem ihr blutbesudeltes Shirt lag. Ersatz ruhte in ihrem Gepäck. Ihr Haare hatte sie geöffnet, wehten leicht in Wind und fielen ihre über den nackten Oberkörper. An der ein oder andere Stelle stach das Feuermal auf ihrem Rücke, rot von der sonst weißen Haut, unter einem Schwung schwarzen Haares hervor. David Brockman hatte sie kunstvoll an ein paar Rohren in sein Zimmer gehängt. Er hatte schon vor einer ganzen Weile mit dem Wimmern aufgehört. Noch waren seine Augen geschlossen, doch sobald die Mutation vollendet war, würde er sie als Beißer wieder öffnen. Und so würde er sein Dasein fristen, auf alle Ewigkeit hier angekettet, bis ihn der Zerfall seines Körpers irgendwann zerreißen würde. Crimson legte den Kopf schief, hob die kleine Packung an, die sie in der Hand hielt und zog eines der Hölzchen darin hervor. Sie zündete das Streichholz an der Schachtel an, wobei ihr Gesicht kurz vom Schein des Lichts erhellt wurde, ehe sie es in den Eimer warf, wo ihre Kleidung schnell Feuer fing. Ihr Begleiter war immer noch da, das wusste sie, genauso wie sein Handlanger, dessen Präsenz sie in den Schatten unter sich förmlich spüren konnte. „Steht das Angebot mit der Zigarette noch?“, wollte sie wissen und wendete sich @Adam Miller zu. Ihr Körper war mit Narben übersäht, manche sichtbarer als andere. Deutlich zeichnete sich jedoch die ab, die von ihrem Bauchnabel hinunter zu ihrem Hosenbund führte.



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#20

RE: That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other | Adam & Scarlet

01.11.2023 23:21
Adam Miller Adam Miller (gelöscht)
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Ich hatte schon viele jämmerliche Gestalten gesehen, allerdings schien Linus hier einen neuen Rekord aufstellen zu wollen. Er zögerte keine Sekunde und plauderte aus dem Nähkästchen wie ein sprudelnder Bach. Wie er ganz früher ausgesehen hatte wusste ich nicht und es war mir auch egal, allerdings wäre es wohl selbst für mich dann eine Enttäuschung gewesen. Ich fragte mich immer wieder wie man so dermaßen sein Rückgrad verlieren konnte. Ich wusste zumindest das dieser Kerl mal sehr viel mehr einstecken konnte. Ansonsten hätte er nicht die Eier in der Hose gehabt um es sich mit mir zu verscherzen. Was @Scarlet Rainthworth nicht davon abzuhalten schien. Auch wenn sie offensichtlich davon weniger begeistert war. Vermutlich hatte sie sich das alles hier ganz anders vorgestellt. Zwar würde dieser Kerl nun entgültig für seine Taten büßen, aber nicht auf die Art wie sie es sich wohl ausgemalt hatte. Mit einer hochgezogenen Braue verfolgte ich weiterhin ihre Spielchen und lehnte mich zurück damit ich das Geschrei nicht vollend abbekam. Mit einem weiteren, abschätzigen Blick auf unseren Freund, winkte ich mit einer Hand ab und überließ ihr wortlos weiterhin das Feld. Wichtig war einzig und allein das er endlich das zeitliche segnete. Wobei ich mir sicher war das solche Amöben wie er kaum irgendeinen Segen ergattern konnten. Ich stütze den Kopf auf meine Hand und beobachtete das Schauspiel. So etwas hatte die Dame eindeutig schon öfter gemacht. Ihre Handhabung und Griffe waren für alles andere viel zu geübt. Der arme Linus hatte sein Schicksal selbst gewählt. Und ich fand es selbst schon langweilig das er sich fast gar nicht wehrte und stattdessen bloß wie ein kleines Mädchen heulte. Ab und an rollte ich mit den Augen und rutschte mit meiner Sitzgelegenheit noch etwas weiter zurück. Ich hatte wenig Lust mit Blut bespritzt zu werden. Oder gar mit ekelhafteren Flüssigkeiten. Ein Gähnen stahl sich über meine Lippen als das Mastferkel aufgehört hatte zu winseln. Und dennoch wirkte Scarlet immer noch so als wäre sie überhaupt nicht zufrieden gewesen. Ich betrachtete ihre Arbeit als sie ans Fenster trat um ihre getränkten Sachen los zu werden. Dieser Kerl würde erst in Monaten wieder frei kommen. Je nachdem wie schnell die Fäulnis voran schreiten würde. Bei den Zo,bies war es zwar ähnlich wie bei einer normalen Leiche, aber die Gegebenheiten konnten stark variiren. Ich stand auf um zu sehen wie weit das Virus von ihm schon gefressen hatte, aber noch zuckte nichts an ihm. Vielleicht würde es bei seiner unförmigen Statur etwas länger dauern, bis sich jede Zelle reaktiviert hatte. Mit den Händen in den Hosentaschen wandt ich mich an meine kurzzeitige Begleitung und musterte ihren nackten Oberkörper. Sie schien eher mit meinen Blicken leben zu können, als mit den dreckigen Sachen. Sie war hübsch und wusste sicher was sie tat, aber sie war nicht ganz der Typ Frau der mich anzog. Weiter beobachtete ich wie sie ihre Spuren verbrannte. Ganz als würde eventuell doch noch jemand nach ihr suchen können. Andernfalls war diese Aktion für mich unbegründet. Aber vielleicht gehörte das auch noch dazu ihre Nerven zu beruhigen. "Natürlich." Kam es wie nebenher über meine Lippen, wärend meine Hand nur einen Moment später aus meiner Hosentasche glitt um ihr eine Packung entgegen zu strecken. Feuer brauchte sie augenscheinlich nicht. "Hartes Leben gehabt, hm?" Dabei nickte ich auf sie selbst hin und auf ihre unschönen Narben.

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