
Am Morgengrauen, verließ ich die Kolonie, um etwas im Wald herumzugehen. Natürlich wusste ich, dass es Dad nicht gefallen würde, doch konnte ich dem Drang nicht widerstehen. Die Wachposten waren wie immer an ihre Posten, doch einen Weg nach draußen kannte ich gut. Diesen nahm ich, so oft ich konnte und ließ mich nicht erwischen.
Als ich dann endlich im Wald angekommen war, lief ich den Pfad endlich lang. Ich wusste, wo ich bin und wohin ich wollte. Ich kannte den Wald rund um unser Cottage, in- und auswendig. Immer hin lief ich ihn, schon mehre Jahre ab. Kannte jeden Baum, Strauch oder Wasserläufe. Sogar manche Tiere im Wald, die noch nicht von Beißern getötet wurden, kannte ich sehr gut. Oft sah man Hasen am frühen Morgen, den einsamen Hirsch in der Nähe eines verlassenen Hauses. Sah ich schon sehr oft, er beobachtete mich und ich ihn. Doch töten wollte ich ihn noch nie. Er war so groß, faszinierend anzuschauen. Er schien keine Angst zu haben, doch auf der Hut war er trotzdem. Ich rannte ein paar Wege entlang, denn mich führte heute der Weg zum verlassenen Haus. Dort befanden sich noch Gegenstände, die interessant waren. Da ich aus der heutigen Zeit stamme und keine Ahnung habe, was alles in der alten Zeit gab. Muss ich es so herausfinden? Klar hört man die alten Menschen über das damalige Leben sprechen. Doch wirklich sich Vorstellungen machen, kann man sich, nur wenn man es sieht.
Also lief ich bis zu dem Häuschen, verweilte ein Moment, um sicherzugehen, dass wirklich keiner da ist. Erst als ich sicher war, ging ich ins Häuschen und sah mich dort um. Alte Einrichtungen, die von Staub, Dreck überzogen waren. Die Fenster waren teilweise kaputt. Manche schienen nur offen zu sein. Wer hier wohl lebte? Dachte ich mir. Oft erfand ich Geschichten, die ich mir im Kopf ausdachte. Wie es damals wohl hier gewesen sein könnte. Doch glaube ich, dass es normal ist, seine Fantasie zu beflügeln. An etwas Magischem oder Mystischem zu denken. Ich ging so langsam herum, dass man jeden Schritt von mir war nehmen konnte. Ich fing an, mit den Fingern über die Oberflächen zu wandern. Das alte Holz, die Möbel, sie sind alles faszinierend, für mich. Ein Klavier, dessen Tasten noch immer heil waren. Doch darauf spielen traute ich mich nicht, da ich keinen wecken wollte. Ob draußen oder drinnen. Ich vergaß, alles um mich herum. Ich entdeckte immer mehr, aus der Zeit vor der Seuche.
@Shane Walsh // hoffe der Post geht so.. weiß er ist länger geworden ^^