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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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Ende April | When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Ende April | When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Ende April
Die drei Jahre, die Chase in den Händen der Sklavenhändler verbracht hatte, waren die Schlimmsten seines Lebens gewesen. Mehrfach hatte er versucht zu fliehen, jedes Register hatte er gezogen und doch war er nicht aus eigener Kraft entkommen. Die Erinnerungen seines Aufenthalts zeichneten seinen Körper, zwar verblassten die Narben langsam, doch die Scham, die sie mit sich brachten, würde ihn niemals verlassen. Sie war ein Teil von ihre geworden, einer den er niemandem zeigte. Was jedoch auch mit ihr gekommen war, war der Zorn. Er brannte in ihm, jedoch nicht heiß und rot, wie Feuer, nein Chases Zorn war kühl. So ganz anders, als man erwarten würde. Was ihn wiederum zu einem guten Partner für seine Fürstin machte. Heute jedoch war er nicht in ihrem Auftrag unterwegs. Heute ging er einer privaten Angelegenheit nach. Es ging darum ein Kapitel aus seiner Vergangenheit endlich zu schließen und endlich der Frau habhaft zu werden, die für alle das Verantwortlich war. Für seine Gefangenschaft, wie dafür, dass er von seinem Vater getrennt worden war. Wäre sie nicht gewesen, wie groß sie doch hätten werden können. Dann war alles den Bach runter gegangen und schuld war diese verdammte Hexe. Crimson, wie sie sich jetzt nannte. Als sie sich kennen gelernt hatte war ihr Name noch Scarlet gewesen. Er würde nicht ruhen, wenn er sie gefunden und vernichtet hatte. Und wie es der Zufall wollte, hatte er erst heute Morgen neue Informationen zu ihrem Verbleib bekommen. Gerüchte über eine Diebin. Über eine Frau auf die ihre Beschreibung passte. Er würde sie aus ihrem Versteck locken. Sie ausräuchern. Doch dafür brauchte es jemanden, der sich mit Feuer auskannte.
Die Jacke über die Schulter geworfen, tigerte er die Gänge entlang auf der Suche nach seinem liebsten Feuerteufel. Die Haare fielen ihm in Wellen über die Schulter und er überlegte schon seit Tagen sie mal wieder schneiden zu lassen. Vielleicht sollte er Elias um Rat fragen. Er war leger gekleidet, immerhin hatte er heute frei. Mara war wieder da, seine Arbeit derzeit getan. Und er wollte auch nicht auffallen. Also schlug er langsam seinen Weg auf den Basar ein, wo er hoffte Elias zu finden. Zwar war es noch früh, doch bereits sehr belebt. Stimmengewirr schwebte über seinem Kopf, von überall waren verschiedene Gerüche zu vernehmen. Es roch nach Gewürzen, aber auch nach Alkohol und billigem Parfum, als ob ein Teil der Leute direkt aus den Nachtclubs hierher gestürmt waren. Die kleinen Geschäfte waren teilweise überfüllt mit verschiedensten waren, alle geführt von Haus Greed, was auch bedeutete, dass man aufpassen musste, dass sie einen nicht übers Ohr hauten. Nur wer zu feilschen wusste, war hier an der richtigen Stelle. Gelangweilt hob er eine Schale von einem der Stände auf und betrachtete sie währen der Händler um die Ecke kam. „Echter Goldbezug“, erklärte er. Chase nickte nur und stellte das Kinkerlitzchen wieder hin. „Hast du Akuma gesehen?“, wollte er wissen, so ganz unbekannt war der Asiate hier in der Gegend nicht. Er folgte dem Kopfrucken des Händlers in den hinteren Teil des Basars und konnte Elias nach wenigen Minuten ausmachen. Mit einem Lächeln schwang er einen Arm um dessen Taille. „Lust auf eine Schnitzeljagd mit anschließendem Lagerfeuer?“, flüsterte er ihm fragend, aber so klar ins Ohr, dass der Jüngere wusste, dass sein Vorschlag nicht halb so harmlos anmutete. „Frühstück geht auf mich“, bot er an und ließ den anderen los.
@Elias Morio



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zuletzt bearbeitet 21.09.2023 22:04 |
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RE: When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Der Basar war ein guter Ort um unbemerkt zwischen zwei Häusern zu wandeln, denn er war der einzige Ort, den sich zwei Gruppen teilten. Haus Gier und Haus Neid. Dass die beiden überhaupt diese Konvention beibehalten hatte, wunderte Akuma bisweilen. Schließlich war ihm nicht entgangen, wie es um die Beziehung zwischen den beiden Fürsten stand. Envy und Greed konkurrierten seit jeher, doch wie er wusste, hatte Greed zu dem früheren Envy dennoch ein positives Verhältnis gepfelgt, wenn nicht sogar eine Beziehung, die fast einer Freundschaft geglichen hatte. Ob es unter Wicked echte Freundschaft gab, das blieb abzuwarten. Jeder war sich letztlich selbst der Nächste, wie das unter Teufeln gar nicht anders sein konnte. Und doch unterhielt auch er Kontakte, die er als Freunde bezeichnen würde, niemals vor anderen, aber durchaus vor sich selbst und ab und zu den Betroffenen gegenüber. Es gab nur wenige, denen er vertraute. Manchmal misstraute er sogar seinen eigenen Gedanken. Wirr waren sie, chaotisch, berührt von Nyarlathothep.
Luzifer hatte seinen Geist gesehen, den Abgrund in seinem Inneren. Malakai kannte ihn ebenfalls, den Wahnsinn, der sich im Feuer manifestierte, wenn Akuma ihn auf die Menschen außerhalb von Wicked losließ. Chase wusste ebenfalls davon, fütterte ihn ab und an, wenn es ihm notwendig erschien. Tatsächlich führte er mit Chase aber sogar die normalsten Gespräche, einmal abgesehen von den Fürsten, denen gegenüber er sich stets respektvoll verhielt, selbst denen, die er im Auge behielt. Fürst Wrath, er hatte sie lange genug beobachtet, hatte in den vergangenen Wochen einmal mehr bewiesen, dass auf sie Verlass war. Envy hingegen, bei ihm wurde er das Gefühl nicht los, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Und dann war da noch Greed, der mit einer seltsamen Leidenschaft gesegnet, überall, wo die Wicked ihr Lager aufschlugen, Menschen ostasiatischen Ursprungs zu sich einlud. Manche verschwanden daraufhin, andere wurden Sklaven seines Hauses. Wohin diejenigen gingen, die verschwanden, hatte er nie herausgefunden. Ihre Spuren verliefen sich und das beunruhigte ihn.
Der Basar war ein Ort, an dem er ganz ungezwungen die Mitglieder von Haus Neid bestechen und ihnen Informationen entlocken konnte, die sie zwangsläufig über ihre Kollegen aus Haus Gier mitbekamen. Gleichzeitig war der Basar ein Ort um direkt den Mitgliedern aus Haus Gier auf den Zahn zu fühlen, auf eine Weise, die weder auffällig noch absonderlich war. Am Ungewöhnlichsten allerdings war, dass Luzifer das Treiben von Greed offenbar billigte, es ihn nicht weiter interessierte, wohingegen ihm wohlbewusst schien, dass Envy ihn hasste, aus einem Grund, den Akuma noch nicht herausgefunden hatte. Er war gefährlich, der Fürst seines Hauses, das nur mehr das Haus war, in dem er sich versteckte. Denn sein tatsächliches Haus war schon seit ein paar Jahren Haus Luzifer. Alle Informationen, die er auf dem Basar aufschnappte, alles, was er an Wissen sammelte über das Treiben der Wicked, aber auch draußen, den Standort anderer Kolonien und Gruppen, ging direkt an Luzifer.
Auch heute sammelte er Informationen und stockte dabei seinen Vorrat an Streichhölzern, Feuerzeugen und anderen Utensilien auf, mit denen sich schöne Feuerwerke erzeugen ließen. Feuerwerke, darunter verstand er großflächige Waldbrände, lodernde Kirchen und Dörfer, die zu Asche zerfielen, nicht zu vergessen Dornbüsche. Dornbüsche eigneten sich so vorzüglich Späße mit gläubigen Christen zu treiben. Akuma liebte seine Spiele. Ein erfüllter Wunsch, für einen Gefallen. Nur bei den Wicked unterließ er diese Spielchen im Normalfall, es sei denn jemand ging ihm mächtig auf den Keks, dann durchaus. Chase gehörte nicht zu diesen Menschen, die ihm auf die Nerven gingen. Im Gegenteil. Chase zählte zu den Menschen, deren Gesellschaft er besonders schätzte. Er hatte etwas Verwegenes an sich und zugleich anziehend, erotisches. Er hätte sich in Haus Lust sicher genauso gut gemacht wie in Haus Zorn. Zorn, das war auch lange sein Wegbegleiter gewesen. Damals bei der Aufnahmeprüfung hatte er die Wahl gehabt, Zorn oder Neid. Akuma hatte sich für Neid entschieden, um schließlich weiter aufzusteigen. Das Amt eines Fürsten hatte ihn dabei jedoch nie gereizt. Viel zu viel Organisation, zu viel Delegieren. Akuma erledigte Dinge gern selsbt, daher stand ihm Haus Luzifer auch wesentlich besser.
Als Chase auftauchte und ihm einen Arm um die Taille legte, schenkte er ihm ein zuckersüßes Grinsen und legte seinen Kopf an die Schulter des anderen. Was hörte er da? Süße Worte am Morgen. Mit Feuer hatte alles begonnen, mit Feuer endete es und dazwischen brannte die Welt. Allein schon die Erwähnung eines Lagerfeuers ließ sein Herz höher schlagen. Sofort war er Feuer und Flamme, für was auch immer Chase vorhatte. Es konnte nur gut werden, wenn es Feuer beinhaltete. Seine Augen blitzten auf vor Vorfreude und Chase hatte sogleich seine volle Aufmerksamkeit. "Hab' ich da Feuer gehört?" Sicher hatte er das. Das Grinsen wurde breiter. "Dafür bin ich immer zu haben. Wo soll's hingehen?" Er packte sich die Feuerzeuge ein, die er gerade erstanden hatte. Damit war er wieder bestens gerüstet und auch schon in Aufbruchstimmung. Natürlich war ihm klar, dass Chase kein Lagerfeuer im Sinne von Grillen zum Frühstück meinte, sondern eine Mission, eine, bei der seine Expertise gebraucht wurde und wenn es um Feuermachen ging, rühmte sich Akuma der Beste zu sein.
@Chase Dearly
//Finally, nachdem ich das Wochenende und die Hochzeit meines Cousins überlebt habe - viele Menschen auf einen Haufen sind immer so anstrengend und Montag hatte ich noch einiges zu tun für den Brotjob - gibt es einen Post von mir und ich hoffe er passt soweit.

Und wo Nyarlathotep wandelt, wird die Ruhe schwinden, zerrissen von den Schreien aus Alpträumen.
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RE: When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Chase verweilte gerne auf dem Basar, nicht weil er der Typ war, der gerne Geschäfte machte. Tatsächlich hatte er sich in der Vergangenheit oder eher seit frühester Kindheit immer das zusammengestohlen, was er haben wollte. Geändert hatte sich das bis heute nicht. Nur, dass das meiste heutzutage einfach so mitgenommen werden konnte, vermisst wurde es von ihren Besitzern oft sowieso nicht. Auch die Waren auf dem Basar stammten häufig von diversen Plünderungstouren. Nein, Chase mochte den Basar wegen seiner Geschäftigkeit, die kleinen Läden, die vielen Leute. Er war einfach gerne in Gesellschaft, denn in Gesellschaft schaffte man es viel leichter unterzutauchen, wenn man musste. Er war stolz darauf genauso in einem vollgefüllten Saal verschwinden zu können, wie in einem leeren Zimmer. Eine Kunst, die er jahrelang praktiziert hatte. Auch Elias konnte das, wenn auch auf eine andere Art und Weise. Etwas, was Chase an ihm schätzen, wenn der andere nicht gesehen werden wollte, dann schien er unscheinbar zu werden, anders konnte der Blondschopf sich nicht erklären. Dabei wusste eigentlich jeder, von wem die Rede war, wenn man über Akuma sprach. Immerhin hatte der Kleinere einen gewissen Charakter, weswegen Chase ihm den Spitznamen Feuerteufel gegeben hatte. Elias zündelte gerne, aber nicht, wie kleine Jungs früher. Hier mal ein Blatt Papier, ein Ast oder ein kleines Lagerfeuer. Für Elias musste es schon etwas Größeres sein. Eine Kirche zum Beispiel. Der Siebenundzwanzigjährige wusste von der Erleuchtung, wenn man es denn so nennen wollte, die der Ältere erhalten hatte und auch wenn er selbst nicht viel davon hielt, so sprach er anderen ihren Glauben sicher nicht ab. Wie auch immer der denn aussehen mochte. Ja, wenn er wirklich gut drauf war, dann fütterte er dieses kleine Monster auch noch. Meistens jedoch sprachen sie weder über Religion noch über Politik. Dann ging es eher um allgemeine Themen, Arbeit, Hobbys, das übliche eben und so hatte sich eine gewisse Vertrautheit zwischen ihnen entwickelt. Man konnte es fast schon Freundschaft nennen, wenn es denn so etwas, wie Freundschaft unter den verschiedenen Häusern gab.
Er legte dem anderen einen Arm um die Taille, der wiederum seinen Kopf an die Schulter des Größeren legte. Das nutzte Chase und lehnte seinen eigenen Kopf gegen den seines Gesprächspartners. Chase schätzte Männer, wie Frauen. Als Kollegen, wie auch in seinem Bett, daher machte es ihm gar nichts, dass man ihn so sah, oder dass man sich ein Teil der Anwesenden hinter vorgehaltener Hand bissige Kommentare zuflüsterte. Manche aus Neid, andere aus Ekel. Konnte ihm jedoch völlig egal. „Richtig. Ich brauche einen Mann mit deinen Talenten. Ich muss ein wildes Tier ausräuchern“, erklärte er, während sie die belebten Wege weiterspazierten, um sich an einem kleinen Stand etwas zu Essen zu kaufen. „Du erinnerst dich“, begann der Jüngere und reichte das Frühstück an Elias weiter, „wir hatten mal drüber gesprochen, dass ich noch eine Rechnung offen hab. Mit der Frau, die meinen Standort verraten hat“, er zog ein Papier aus der Tasche. „Vor zwei Tagen ist eine Frau hier in der Gegend aufgetaucht, auf die ihre Beschreibung passt. Also Lust mit mir auf Monsterjagd zu gehen? Wer weiß, vielleicht können wir dem Basar heute Abend eine Show der Extraklasse bieten. Eine Hexenverbrennung“, erklärte er mit einem Grinsen und biss genüsslich in das kleine Teigtäschchen in seiner Hand. Er hasste Scarlet. Und nie hatte er mehr den Wunsch verspürt jemanden weh zu tun, wie ihr. Er wusste, dass sie sich ähnelten, immerhin hatten sie zusammen gelernt. Doch während die Wut in Scarlet ähnlich wie bei Mara loderte wie ein heißes, rotes Feuer, war das Feuer in Chase kühl und blau. Darüber hinaus arbeitete er mehr, wie ein Arzt, wenn er Schmerzen zufügte, weniger wie ein Schlachter.
@Elias Morio



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zuletzt bearbeitet 16.05.2023 10:26 |
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RE: When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Das Tuscheln ging wieder los. Diese Neidhammel mussten sich stets darüber auslassen, was ihnen missfiel. Es war schon amüsant anzusehen. Konnten sie nicht selbst im Rampenlicht stehen, dann meckerten sie über das, was sie gerade nicht hatten. Bei manchen mochten andere Gründe dafür vorhanden sein, doch letztlich verschleierten diese nur dahinterliegenden Neid, so mutmaßte Elias.
Wie der Basar überhaupt funktionieren konnte, war schon ein Wunder, bedachte man, dass Haus Neid und Haus Gier ihn zusammen führten und die einen den andren um jedes kleine Stück Platz schon neidig waren. Elias konnte es ihnen nicht verdenken. Trieb ihn der Neid doch selbst oft dazu den Menschen außerhalb von Wicked böse Streiche zu spielen oder aufgrund seiner immer wieder aufkeimenden Missgunst, weil die anderen ein scheinbar problemloseres Leben gehabt hatten, ein Leben, das weniger Narben hinterlassen hatte, deren Hab und Gut zerstörte. Manchmal war auch eine Prise Zorn dabei, ein Grund wohl auch dafür, weshalb es ihm relativ leicht viel sich mit den Mitgliedern von Haus Zorn zu beschäftigen. Er verstand ihre Wut, er fühle sie ganz besonders, wenn er diesen Heuchlern begegnete, die Nächstenliebe predigten, aber hinter verschlossenen Türen etwas ganz anderes daraus machten.
Darüber hinaus, lagen Neid, Missgunst und Zorn nicht weit auseinander. Das eine baute auf dem anderen auf. So nährte der Neid die Missgunst und die Missgunst wiederum den Zorn. Und die beste Belohnung für ausgelebte Sünden war die Schadenfreude.
"Ein wildes Tier also." Elias grinste bis über beide Ohren. Noch ehe Chase weitersprach, wusste er schon, dass es sich um einen Menschen handelte. Während sein Blick auf das Stück Papier fiel, das Chase in Händen hielt, nickte er. Natürlich erinnerte er sich an ihr Gespräch. Also hatte er endlich eine Spur gefunden. Um die tuschelnden Dumpfbacken zu ärgern, die ja nicht in ihre Richtung starren müssten, wenn es sie störte, wie vertraut sie hier zusammenstanden, gab er Chase einen Kuss auf die Wange. Wenn die Neidhammel weiter so starten, blieb es vielleicht nicht bei einem Kuss auf die Wange, aber, sie hatten eine Spur zu verfolgen.
"Dann lass uns das Biest fangen und grillen", entgegnete er und löste sich aus der Umarmung. Er zog ein Feuerzeug aus der Tasche und schnippte damit herum, sah aber davon ab es einzuschalten, damit er nicht versehentlich etwas Brand steckte.
Pass bloß mit deinem Feuer auf, hörte er jemanden sagen, worauf Akuma nur lachte.
"In der Gegend sind immer wieder Nomaden unterwegs. Vielleicht zwitschert uns der ein oder andere was." Denn so ganz ohne konkrete Anhaltspunkte würde es nicht leicht werden ein bewegliches Ziel zu fassen. Aber das machte nichts. Wäre ja langweilig, wenn es zu einfach würde.
@Chase Dearly

Und wo Nyarlathotep wandelt, wird die Ruhe schwinden, zerrissen von den Schreien aus Alpträumen.
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RE: When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Chase war das Getuschel um ihn herum bereits gewohnt. Das Haus Stolz hatte in der Regel etwas an seiner Aufmachung auszusetzen, kein Wunder so rausgeputzt, wie sie waren. Er hingegen hatte des Öfteren sein Hemd weit offenstehen, trug die Haare länger und rasierte sich nicht täglich. Dafür hatte er einfach zu viel anderes zu tun, konnte ja nicht jeder Sesselpupser sein und sich mit Verwaltungstätigkeiten beschäftigen. Verwaltung war für den Blonden generell etwas, was er schrecklich fand, eingezwängt hinter einem Schreibtisch Tabellen reiten, eindeutig nichts, was er gerne tat. Die einzigen Tabellen, mit denen er sich beschäftigte, waren seine eigenen, womit er ab und an dem Hause Gier auf die Füße trat, grade wenn es um das Wettgeschehen ging. Wenn Chase wettete, was selten vorkam, dann führte er selbst Buch, denn im Grunde waren sie alle Lügner und Betrüger, die nicht davor zurückschreckten, sich gegenseitig über Ohr zu hauen. Und dass ihm das Haus Neid seine Kontakte und Beziehungen neidete, das war nun wirklich nichts neues, immerhin waren sie doch genau nach so etwas benannt worden. Neid im Hause Neid, wer käme schon darauf? -Daher ließ der Siebenundzwanzigjährige die Leute tuscheln, so war er jedenfalls im Gespräch und auch Elias schien keinen Gedanken daran zu verschwenden sein Verhalten zu ändern. Ganz im Gegenteil er drückte ihm sogar noch einen Kuss auf die Wange. „Uh, das gibt wieder Gesprächsstoff für die nächsten Wochen, schauen wir mal, wie die Stille Post funktioniert und was am Ende dabei rauskommt“, er hatte bereits die interessantesten Dinge über sich gehört und auch wenn in jedem ein Stückchen Wahrheit steckte, war diese doch zum Schluss so verdreht worden, dass er nur darüber lachen konnte. Wahrscheinlich würde man ihm zum Ende der Woche eine heimliche Ehe mit Akuma unterstellen oder er ging mal wieder irgendeiner Person fremd, die er gar nicht kannte. „Naja, Mensch, Tier“, er zuckte mit den Schultern. „…manchmal gibt es da keinen so großen Unterschied. In Rage sind wir allen unseren Trieben unterworfen“, und nicht nur da - setzte er in Gedanken hinzu. Chase grinste, als der andere das Feuerzeug hervorholte und sich die Verkäufer wieder pikierten, eigentlich sollte sie den Älteren kennen, denn er legte Feuer nie versehentlich. Sollte also in den nächsten fünf Minuten einer der Läden brennen, dann nur weil man ihn verärgert hatte. „Gut“, Chase faltete das Papierchen auseinander, auf dem nur ein Name und eine Adresse stand, wenn man es denn so nennen wollte, war es eher die Beschreibung eines Hauses. „Der Typ hier, Nathan Williamsen, soll mit ihr zu tun gehabt haben. Am besten beginnen wir da und gucken was er so zu erzählen hat“, schlug Chase vor und verließ mit Elias zusammen den Basar.
Einige Zeit später kehrten sie in das Eckchen ein, wo sich ihr Kontaktmann aufhalten sollte, allerdings war das Haus einseitig eingefallen. Es sah beinahe aus, als hätte es gebrannt. „Deine Einschätzung?“, wollte er von Elias wissen. „Wenn ich es nicht besser wüsste, hat hier wer gezündelt und du warst es sicher nicht“, er nahm einen Stock vom Boden und schob ihn seitlich in den Geröllhaufen.
@Elias Morio



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zuletzt bearbeitet 16.05.2023 12:30 |
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RE: When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Elias lachte vergnügt. Ja, sollten sich die andren ruhig den Mund zerreißen. Und wo Chase Recht hatte, hatte er Recht. In Rage konnte es ihm leicht passieren, dass er etwas oder auch mal jemanden in Brand steckte. Nur im Hauptquartier hielt er den Feuerteufel im Zaum. Denn Luzifer würde es missbilligen, wenn sein Reich in Flammen aufging. Außerdem käme das einem Frevel gleich. Die Christen waren es, die brennen sollte, die Kirchen und ihre bigottischen Dörfer.
Dann lenkte Chase seine Aufmerksamkeit aber auch schon auf einen Namen. Nathan Williamsen. Klang nordisch. Klang nach Europa. In seinem Hinterkopf spürte er ein dumpfes Pochen. Der Nachname war nicht alles. Der Vorname erinnerte ihn an ein Buch, das sie in der Schule mal gelesen hatten. Er wusste den Titel nicht mehr. Er war dem Vergessen anheimgefallen. Irrelevant, genauso wie die Assoziation des Nachnamens mit dem Norden Europas und einem Jungen, den er einst gekannt hatte.
Sie hatten nur einen Sommer miteinander verbracht. Den schönsten Sommer seines Lebens. Seit einer gefühlten Ewigkeit hatte er nicht mehr an ihn gedacht. Sein Vorname, wie war der noch gewesen? Virgil, wie der Name eines römischen Dichters. Vergessen, verloren, wahrscheinlich längst tot.
Er folgte Chase hinaus zu einem eingefallenen Haus, in dem es nach Rauch und Feuer roch. Die Luft war von Ruß geschwängert. Asche lag auf dem Boden verteilt. Ja, hier hatte es definitiv vor Kurzem gebrannt. Und er war das ganz sicher nicht gewesen. Sacht strich er mit den Fingern über einen Stein, woraufhin sich seine Fingerkuppen schwarz färbten. Er roch demonstrativ daran.
»Hat sich nicht viel Mühe gegeben, es zu vertuschen«, bestätigte er Chase Verdacht. »Kann noch nicht lang hersein. Die Asche ist noch warm.« Darauf begann er sich den Tatort genauer anzusehen. Vielleicht hatte der Täter etwas zurückgelassen oder es gab Spuren, die von hier wegführten. Wenn sie Glück hatten, konnten sie die Spur aufnehmen und ihn noch finden. Das erschien ihm wichtiger, als nach Überlebenden oder verbrannten Leichenteilen zu suchen. Tote redeten normalerweise eh nicht mehr, oder zumindest nicht mit ihm.
Daher suchte er nach Spuren, die von dem Haus wegführten und nicht auf ihr Eindringen zurückzuführen waren. Schließlich wurde er fündig. Nördlich des Hauses entdeckte er niedergedrückte Grasbüschel und rote Flecken am Boden. »Hm«, meinte er nachdenklich. »Sieht fast danach aus, als ob sich da jemand verletzt hat.« Er kniete nieder und untersuchte die Stelle genauer. »Lass uns hier weitermachen. Das könnte eine Spur sein, oder siehst du noch andre Hinweise. Wer das auch war, ist, sollte noch nicht weit sein.« Und wenn ihn nicht alles täuschte, hatten sie hier eine Spur, der sie folgen konnten.
@Chase Dearly

Und wo Nyarlathotep wandelt, wird die Ruhe schwinden, zerrissen von den Schreien aus Alpträumen.
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RE: When you ghost hunt, you kind of time travel: you get that residue of the past. | Elias & Chase
Auch wenn Chase ein Teil des Hauses Zorn war und Wut, wie der Wunsch nach Rache, einen großen Teil seines Charakters ausmachten, so verlor er so gut, wie nie die Kontrolle. Konnte er sich als Maras Stellvertreter nicht leisten, da alles, was er verbockte auf die zurückfallen würde. Darüber hinaus war er charakterlich nicht so gestrickt. Wenn man mit dem Kopf durch die Wand ging, sorgte man vor allem dafür sich selbst zu verletzten und genau das brauchte er in Gefahrensituationen nicht, wenn man Pläne schmiedete oder- wie jetzt - einer Spur nachging. Über ihre Zielperson hatte Chase nur einige wenige Informationen eingeholt. Er war örtlicher Farmer in ihrem Einzugsgebiet, hatte mit ihren Leuten ohne Widerstand kooperiert, weswegen man ihm seinen Hof gelassen hatte. Baute dort ein wenig Kram für sich selbst an, war ansonsten eher ein Eigenbrötler, jedoch nicht unfreundlich. Klang nach einem ganz normalen, unauffälligen Kerl, was ihn perfekt machte, wenn man jemanden brauchte, der Augen und Ohren aufhielt.
Als sie schließlich an ihrem Zielort ankamen, fanden sie dort allerdings kein Haus mehr vor, sondern eine zum Teil rauchende Ruine. Der linke Teil des Bauernanwesens stand noch, der Rechte war in sich zusammengefallen. Hier und da blickte noch ein wenig Glut, durch die vom Wind verwehte Asche. „Hm“, brummte der Ältere und schob einen der Scheite mit dem Fuß beiseite, wobei sich ein kleiner Aschregen samt Holzspänen vor ihm auf den Boden ergoss. Ob Scarlet das gewesen war? Aber was sollte sie dazu veranlassen ein Haus niederzubrennen, er konnte sich nicht erinnern, dass sie gerne gezündelt hatte. Natürlich konnten Menschen sich ändern und sie hatten einander ewig nicht mehr gesehen, dennoch passte es irgendwie nicht zu ihr. Er nickte angesichts Akumas Worten, was auch immer hier also passiert war, lange her war es noch nicht. Wie ein Spürhund – oder Spürbär- ging der andere direkt auf die Suche nach Hinweisen und Chase folgte ihm für einen Moment stumm. Ein Stück abseits wurden sie schließlich fündig, jemand hatte sich eilig vom Tatort entfernt und das scheinbar nicht mehr so ganz in einem Stück. Chase ging neben dem Blutfleck auf die Knie, betrachtete Größe und Färbung eher er den Kopf hob und die Umgebung scannte. „Da“, meinte er und deutete auf einen Baum, keinen Meter weiter, auf dem sich ein blutiger Handabdruck befand. Er duckte sich unter einem Ast weg und nahm die Rinde, samt Hand in Augenschein. „Könnte unsere Zielperson sein, für eine Frau ist der Abdruck zu groß und weist deutliche Schwielen auf“, er deutete auf den Zeigefinger, wo es Flecken im Blut gab. Er sah sich um und setzte den Weg in die Richtung fort. Sie liefen keine zehn Minuten, da hörten sie ein allzu bekanntes Geräusch, das Schmatzen und Schlurfen eines Beißers und als Chase um den Stamm eines weiteren Baumes spähte konnte er ein Blick auf ihre Zielperson erhaschen, die geöffneten Augen gen Himmel gerichtet, Innereien auf dem Boden verstreut. „Ach, Scheiße“, brummte er, zog seine Knarre und blies dem fressenden Zombie vor ihm ein Loch in den Schädel.
@Elias Morio



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