Ich war die Tage unterwegs, hatte kaum geschlafen, da jedes Geräusch im Wald so ungewohnt war. Wusste gar nicht, wie lang, ich schon dort im Wald herumirrte. Wo genau ich war, konnte ich leider auch nicht aus machen. Ob es meiner Mutter und meiner Tante gut geht? Fragte ich mich und hoffte einen richtigen Weg zu finden. Die Spuren, die, die Fremden hinterließen, waren in diesen Wald gegangen. Wo die sich wohl verstecken. Ob sie meine Mutter am Leben gelassen haben? So viel ging mir durch den Kopf. Doch langsam brauchte ich Wasser, meine Kehle fühlte sich so trocken an. Ich blieb daher einfach kurz stehen, meine Beine fühlten sich an als ob sie noch liefen, doch die Bäume waren alle starr. Nichts um mich herum bewegte sich, nur mein Inneres, das hörte nicht auf. Sah mich daher schnell um, lauschte der Natur. Plötzlich hörte ich etwas rauschen, dem ging ich entgegen. Als das Geräusch immer lauter wurde, sah ich einen großen Wasserfall. Ich lief ihm entgegen und nahm einen großen Schluck Wasser. Das Wasser lief sachte an meinem Kinn entlang und über meinen Hals. Es war erfrischend kalt, was gerade richtig gut tut. Ob sich gerade jemand in der Nähe aufhielt, konnte ich nicht sehen. Ich war so mit trinken beschäftigt, dass die Umgebung unwichtig war. Als ich endlich fertig war, sah ich mich um. Es schien mir, als ob das Wasser eine Biegung machen würde. Bloß wo muss ich entlang. Ich entschloss mich, meine letzten Kräfte zu nutzen, um auf einen Baum zu klettern. Vielleicht sah man von dort oben mehr, dachte ich mir. Ich kletterte bis zur Baumkrone und sah mich um. Dieser Wald war größer als ich dachte und konnte kaum was sehen. Bäume überall, doch irgendwo dort hinten muss es einen Weg geben, da dort weniger Bäume zu sehen sind. Oder geht es da nur Berg ab. Ich kannte diesen Wald nicht, daher entschloss ich ein Blick zu riskieren, denn sonst wüsste ich nicht wohin ich gehen sollte. Mein Magen zeigte mir auch, dass ich endlich was essen sollte. Ich kletterte hinunter, fasse an meiner Tasche und nahm sie von meinem Rücken. Ich war so auf alles andere fixiert, dass ich vergaß, dass ich noch eine Tasche auf meinem Rücken war. Klopfer gegen meine Stirn und dachte mir nur, wie verrückt das ganze doch ist. Ich durchsuchte meine Tasche und fand etwas zu essen dort drin. Wieder mal hatte ich nicht viel zu essen dabei, woher auch. Also teilte ich es mir ein und steckte den Rest wieder in die Tasche. Es schien schon morgens zu sein, da die Sonne durch das ganze Geäst durch schien. Packte meinen Rucksack wieder auf meinem Rücken und lief zu der Stelle im Wald, wo weniger Bäume sich befanden. Ob es wirklich dort jemand gibt? Wer wohl dort lebt? Sind das die Menschen, die meine Mutter haben? So viel schoss mir durch den Kopf. Ich lief so schnell ich konnte, doch als ich zu dieser Stelle kam, sah ich nichts als Bäume. Es war eine Lichtung, kein Wasser, keinen Berg der hinuntergeht. Nein, nur eine kahle Fläche im Wald, die nur voller Wiese mit Blumen ist. Nun wusste ich nicht mehr wohin, also entschloss ich mich einen sicheren Platz zu suchen, wo ich mich schlafen legen konnte. Ich war vielleicht zu erschöpft, um klar zu denken. Ein paar Schritte, dann fand ich eine Stelle, dort legte ich mich einfach auf die Wiese und schlief erschöpft ein.
@Ylvi Driscoll