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THE DEAD DON’T DIE
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#1

I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

02.07.2023 00:12
Vic de Burgh 126 Beiträge
Alter
29 Jahre
Größe
1,85 m
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Barkeeper

I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

Vic hatte seine Schicht grade erst angetreten, einer der anderen Barmänner hatte geöffnet, während er selbst noch einmal ihre Lagerbestände kontrolliert hatte. Bier hatten sie genug, eines der Güter, welches niemals ausgehen durfte, dennoch waren einige Sorten Whiskey schwindend gering geworden. Er konnte nur hoffen, dass bald neue Händler eintrafen, sonst würde er selbst Leute schicken müssen. Ein weiteres Mal betrachtete er die Lagerräume, ehe er mürrisch die Stufen zum Schankraum hinauftrat. Noch bevor er durch die Tür trat, schwappte das Stimmengewirr bereits zu ihm herunter, gepaart mit Musik und Gelächter. Eine feucht-fröhliche Stimmung, eine, die sich ein Barmann nur wünschen konnte, denn nur dann floss der Alkohol reichlich und die Trinkgelder fielen höher aus. Nicht, dass er es dringend gebraucht hätte. Er hatte genug mit dem Laden und seiner kleinen Wohnung direkt darüber. Doch für seine Angestellten war es eine willkommene Abwechslung, denn nur so konnten sie sich neben den Waren des täglichen Bedarfs noch das ein oder andere zusätzlich ertauschen. Vic selbst hatte derzeit alles, was er brauchte, kürzlich erst hatte er einen alten Plattenspieler erhalten, der ihm half, kurz vor Öffnung, in die Gänge zu kommen. Seine größten Wünsche konnte ihm eh kein Händler erfüllen, daher gab er sich mit den kleinen Dingen zufrieden.

Mit den Händen hinter dem Rücken trat er schließlich hinter die Theke und warf einen Blick durch den Raum. Sechs an der Bar, rund vierzig weitere verstreute an den verschiedenen Tischen. Ein wirklich guter Schnitt, allerdings nicht ungewöhnlich, er war einen Blick auf seinen selbstgestalteten Kalender. Nicht von ihm selbstverständlich, er selbst war künstlerisch schon immer unbegabt. Ein kleines Mädchen hatte ihn gemacht, gesehen hatte er sie schon ewig nicht mehr. Es war Wochenende. Wenn so etwas, wie Wochenende in ihrer heutigen Gesellschaft überhaupt noch Bedeutung hatte. Er konnte sich noch genau an seine Kindheit erinnern, damals in Hells Kitchen. Jeden Sonntag hatte seine Mutter ihr bestes Kleid angezogen und sie hatten sich auf den Weg zur Kirche gemacht, erst hatte er in der Predigt gesessen, später hatte er mitgewirkt. Er sah Donna vor sich in dem weißen Kleidchen, ihre ebenso weißen Schuhe mit den Schmetterlingen am Riemen. Sie sah an ihn an…mit einem Lächeln auf den Lippen……breiter…immer breiter…und schließlich löste ich ihr Unterkiefer von ihrem Schädel. „Vic!“, der Achtundzwanzigjährige zuckte zusammen, sein Atem ging schnell und unregelmäßig, Geräusche so laut wie Wasserfälle drangen an sein Ohr. Verwirrt sah er sich um, einer seiner Kollegen hatte ihn an der Schulter gefasst und blickte ihn besorgt an. „Alles okay?“, wollte er wissen. Vic nickte und schüttelte unbewusst die Hand von seiner Schulter. „Ja, zu wenig Schlaf die letzten Tage“, murmelte er und wendete sich in Richtung Spüle, wo er sich kaltes Wasser über die Arme laufen ließ. Verdammtes PTSD. Vielleicht sollte er doch nach Medikamenten Ausschau halten. Er tauschte seine Stoffhandschuhe, die immer im Sommer trug, gegen die Silikonhandschuhe, die ihm während der Arbeit gute Dienste leisteten, da sie auch nass werden konnten. Geschickt wusch er einen Teil der Gläser, die er dann auf die Seite stellte, fertig zur erneuten Nutzung. Dann genehmigte er sich selbst einen Shot, um wieder runterzukommen, es stand Arbeit an, er brauchte einen kühlen Kopf. Mit stoischer Miene begann er schließlich damit Bestellungen entgegenzunehmen und eigentlich hätte der Abend so schön werden können, wäre da nicht diese Stimme gewesen. Keine in seinem Kopf, nein, eine völlig reale. Eine, die zu der blonden Frau gehörte, die soeben die Bar betreten hatte und die ihm jedes Mal Kopfschmerzen bereitete. Ja, Vic hatte theoretisch alles, was er brauchte, seine Bar, seine Wohnung, aber vielleicht sollte er sich doch ein neues Schloss zulegen. Oder gleich zwei.

@Lizzie Samuels

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#2

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

02.07.2023 18:12
Gelöschtes Mitglied
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Vic 24 Jahre – Lizzie 18 Jahre – Zoo Bar

Obwohl Lizzie viel schwarze Kleidung trug, befanden sich auch andersfarbige Kleider, Röcke und Oberteile in ihrem viel zu großen Schrank in der gemeinsamen Wohnung von ihr und Olivia. An dem heutigen Tag hatte sie ein Kleid angezogen, was zu ihrem Charakter und ihrer sonstigen Aufmachung nicht sonderlich passen wollte. Einzig die wie immer schwarz angemalten Augen und die kniehohen geschnürten Springerstiefel und die vielen Ketten und Armbänder widerspiegelten ihren eigentlichen Stil. Sie zeigten ihr verdrehten Denken und ihren Hang zur Faszination von morbiden Dingen, wie den Untoten. Doch das Kleid, was sie trug, war blütenweiß, wie die Farbe eines Hochzeitkleides. Doch der Stoff war mehr durchsichtig, als dass er etwas verdeckte und da Lizzie kein Mensch war, der sonderlich gerne Unterwäsche trug, verdeckte einzig ein Tanga ihre Blöße, sowie ihren arschlangen Haaren etwas ihre Brüste verdeckten. Das Tattoo, das über ihren kompletten Oberkörper ging und ein Kreuz darstellte, das ihre Brüste verdeckte und in einer Pfeilspitze endete, dass auf ihre Mitte deutete, so als wolle sie darauf aufmerksam machen, dass nur ein ganz kleines Stück Stoff diese verdeckte. Wären die dunkel geschminkten Augen nicht, die Springerstiefel, das Tattoo, das durchsichtige Kleid und die Schmuckstücke mit okkulten Zeichen, so hätte sie mit ihren hellblauen Augen, den hellblonden lockigen Haar und dem weißen Kleid womöglich wie ein Engel gewirkt. So jedoch zog sie just in dem Moment, wo sie die Bar des Zoos betrat, jegliche Aufmerksamkeit auf sich. Sie war eine Verlockung für die Wächter im Zoo, sowie für die Nomaden, die die Bar besuchten und länger schon keine Frau mehr unter sich liegen gehabt hatten.
Mit schiefem Lächeln sah sie in die Runde, begrüßte sie alles und flirtete schon in der ersten Sekunde als sie eintrat, mit mehr als nur einem der Anwesenden, die ihr gefielen. Sie war nicht sehr wählerisch, wenn es um Spaß ging, solange sie die Person attraktiv fand. Schließlich gehörte für sie für ein guter Fick nur das Äußere dazu. Ob die Person strohdumm war oder charakterlich ein Arschloch, war für sie nicht von Belang. Letzteres fand sie eher aufregend als abstoßend. Einzig wenn die Person ein Moralapostel war und lieber Blümchensex hatte als versaute Dinge im Kopf, dann war sie abgeturnt. Lizzie war ein Mensch, der tat, was ihr im Kopf herumging. Wie sie auf andere wirkte, das war ihr meist gleich. Zumindest inzwischen. Früher hatte sie immer die Blicke der anderen auf sich gespürt, die sie als anders und komisch ansahen. Nun sahen die Menschen sie lüstern an, was ihr eindeutig lieber war.
Ihr verführerischer Blick wich jedoch gleich kindlicher Freude als sie Vic hinter der Bar sah. Ihn fand Lizzie absolut hot und anziehend. Vor allem da er eher zurückhaltender und mürrisch war, und jeglichen Körperkontakt scheute, machte ihn für Lizzie noch anziehender. Sie wusste, dass sie sich nur auf den Schoß von einem der Männer setzen und ihn küssen musste und er würde sie genau an dem Tisch nehmen vor den Augen aller anderen. Die Männer dienten nur für Lizzies Vergnügen, doch Vic war jemand, der sie nicht an sich heranließ und somit viel interessanter als alle anderen in der Bar. Sie hatte kein leichtes Spiel bei ihm und das gefiel ihr, auch wenn es sie teilweise auch wiederum frustrierte. Daher quiekte sie freudig auf, sprang auf und ab, wodurch nur noch mehr Menschen zu ihr herübersahen, da ihre Haare, die zuvor wenigstens noch etwas verdeckt hatten, nun nichts mehr verdeckten.
Dann war sie innerhalb weniger Sekunden bei Vic an der Bar. Die ganzen Menschen im Raum ignorierte sie, sie waren langweilig im Gegensatz zu Vic, den sie aus irgendeinem Grund noch nicht in ihr Bett hatte locken können! Womöglich war er schwul? Aber dann könnte sie immer noch einen Dreier mit einem Bisexuellen Kerl haben und so indirekt mit ihm geschlafen haben. Wäre besser als nichts. Doch dazu müsste sie erst einmal mehr über ihn herausfinden.
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und beugte sich zu Vic vor, der an der Spüle stand. Die Person, die zuvor an der Stelle gestanden hatte, hatte sie einfach kurzerhand zur Seite geschoben. Doch statt Beschwerden, ließ der Kerl einfach mit sich machen, in der Hoffnung, dass sie nach ihrer Bestellung auch weiter neben ihm blieb. Hinter ihr pfiffen ein paar Kerle, da sie nun die perfekte Aussicht auf ihre Rückansicht hatten, wo der Stringtanga absolut nichts verdeckte und der transparente, weiße Stoff auch nicht viel der Fantasy überließ.
„Hey, mein Süßer.“, grinste sie Vic breit an und würde am liebsten die Bar umrunden, um ihn zu umarmen, nur um sein geschocktes Gesicht dabei zu sehen. Er reagierte immer abweisend auf sie, was sie umso mehr anspornte ihm näher zu kommen. Das dies auf einem Trauma und Angst basierte, dass ahnte sie nicht.
„Kriege ich den gleichen Cocktail wie beim letzten Mail? Zuckersüß mit dem roten Dings da drin?“, sie strahlte ihn an und freute sich schon auf das pappsüße Getränk, was ihr vor einiger Zeit mal von einem der Barkeeper zusammengemixt wurde.

@Vic de Burgh

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#3

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

02.07.2023 19:47
Vic de Burgh 126 Beiträge
Alter
29 Jahre
Größe
1,85 m
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Barkeeper

Vic blendete die Stimme aus, er war immerhin nicht der einzige Barmann an diesem Abend, geschweige denn der einzige Mann in dieser Bar. Sie würde schon jemand finden, der sie durch diese Nacht brachte, das tat sie immer. Schon an dem Abend, an dem er Lizzie Samuels kennenglernt hatte, hatte er feststellen können, dass sie kein Kind von Traurigkeit war. Nein, ganz im Gegenteil, Lizzie nahm sich, was sie haben wollte und das war in der Regel jeder Mann in dieser Bar. Außer ihm und das schien ihren Jagdtrieb geweckt zu haben, sollten es so etwas bei Frauen überhaupt geben. Dazu kannte sich Vic, trotz seines doch schon recht fortgeschrittenen Alters, zu wenig mit dem anderen Geschlecht aus. Obwohl er vermutete, dass die Blondine noch einmal einer ganz anderen Spezies angehörte. Statt also auf sie zu achten, wie die restlichen Gäste, fuhr er damit fort seine Arbeit zu machen. Gläser waschen, Bier ausschenken, das Übliche eben. Am liebsten jedoch bereitete er Cocktail zu, da sie ihm eine gewisse kreative Freiheit ließen. So hatte er in den letzten Jahren schon die ein oder andere Eigenkreation eingeführt und besonders Spaß machte es, wenn er endlich an etwas ungewöhnliche Zutaten kam. So war er erst vor kurzem essbarem Glitter habhaft geworfen, der einen wunderschönen Nebel in Getränken bildete. So hatte er wie ein kleines Kind, die letzte Woche damit experimentiert und einen Drink kreiert, der an einen Nachthimmel erinnerte. Zusammen mit Blue Curacao. Bevor er diesen jedoch auf die Karte setzte, würde er einige Tester zur Bar bitten.

Er war gerade dabei einen African Queen für eine Kundin zu seiner Rechten vorzubereiten. Einen Cocktail mit Kirschlikör und Milch, als der Geräuschpegel wieder ein wenig anschwoll. Vic zog die Brauen zusammen und versuchte nicht darauf zu reagieren. Er musste nicht gucken, um zu wissen, dass es was mit Lizzie zu tun hatte, gab es kaum jemanden, der hier solche Reaktion hervorrief. Und doch ließ es ihm keine Ruhe und so riskierte er dennoch einen Blick. Was er sah, sorgte dafür, dass er sich direkt wieder dem Drink widmete. Irgendwer sollte ihr neue Kleidung schenken. Oder eine Stilberatung. Oder gleich beides. Vielleicht wäre ein Wintermantel oder eine Zwangsjacke sogar noch eine bessere Option. Dort stand sie also, bekleidet mit nicht mal mehr einem Hauch von Nichts. Zumindest hatte sie heute daran gedacht Unterwäsche anzuziehen, er wusste noch genau, dass er bei ihrem zweiten Aufeinandertreffen beinahe ohnmächtig geworden wäre, als er beim Aufsehen fast zwischen ihren Beinen gesteckt hatte. Seitdem hatte er ihr verboten auf die Theke zu steigen. Er brauchte solche Ablenkung bei der Arbeit nicht, denn genau das war es: Ablenkung. Das Problem mit Lizzie war nun einmal, dass sie alles andere als hässlich war, konnte sogar er sehen und seine Abende wären weitaus einfacher, wenn er neben seiner Berührungsangst auch gleichzeitig eine Gleichgültigkeit für Menschen hinzubekommen hätte. So fand er die Blondine durchaus attraktiv, gepaart mit seinem Zustand war das Ganze am Ende einfach nur frustrierend. Er hatte sich gerade wieder seinen zu spülenden Gläsern gewidmet, als sie auch schon vor ihm auftauchte. Er hätte es wissen müssen. Aber hoffen durfte man ja noch. „Ich glaub ich kauf dir ein Wörterbuch, damit du das Wort ‚süß‘ noch einmal nachschlagen kannst“, sagte er brummig und stellte die Gläser beiseite. Er war nicht süß. Babys waren süß. Hunde waren süß. Männer waren nicht süß. Dennoch ging er dazu über den von ihr bestellten Cocktail zu machen, einen, den er selbst nicht runter kriegen würde. Bevor er ihn jedoch aus der Hand gab, fügte er eine kleine Prise des Glitzers hinzu, rührte ihn um und stellte ihn vor ihre Nase. Um das kleine, rote „Ding“, bei dem es sich um einen speziell-eingelegte Frucht handelte, drehte sich nun ein leichter Schleicher, so dass das Gebräu ein wenig, wie ein Zaubertrank anmutete. Er versuchte ihr in die Augen zu sehen, sein Blick rutschte jedoch kurz zu ihren Brüsten hinunter, die nun, da ihre Haare zu Seite gerutscht waren, fast völlig zur Schau getragen wurden. Das schien nicht nur er, sondern auch der Typ neben ihr bemerkt zu haben, der ganz ungeniert starrte und sich von Vic daraufhin einen vielsagenden Blick einfing. Er würde ihr ja seine Weste leihen, doch er wusste genau, dass sie die eh nicht überziehen würde. „Weniger zu Anziehen hast du nicht gefunden?“, wollte er wissen, rollte die Augen und goss sich selbst einen Shot ein.

@Lizzie Samuels


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#4

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

04.07.2023 21:01
Gelöschtes Mitglied
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Obwohl die meisten Augen der Barbesucher auf Lizzie lagen, was wohl an ihrem mehr als freizügigen Outfit lag, so behielt sie ihren Lieblingsbarkeeper im Blick. Sie fand ihn mehr als schnuckelig und als er einen Blick auf ihre Gestalt wagte, aber sofort wieder wegsah, so als hätte er etwas verbotenes gesehen, schlich sich ein Schmunzeln auf ihr Gesicht. Er wirkte so unschuldig, doch niemand, der bis jetzt in der Apokalypse überlebt hatte und an solch einen Ort lebte und arbeitete, könnte als unschuldig bezeichnet werden. Sie alle waren auf eine gewisse Art und Weise verdorben. Sei es, da sie Mord und Totschlag wie ein Hobby ausübten, andere Menschen wie Vieh in den ehemaligen Tiergehegen hielten oder weil sie wie Lizzie frei ihre Lust auslebten und sich dafür nicht schämten. Und selbst wenn man es nicht selbst auslebte, so sah man so einige Schrecken im Zoo tagein tagaus, wodurch man sich mitschuldig machte. Auch wenn man keine Schuld verspürte, oder zumindest taten es die meisten nicht. Lieber war man der Schrecken als den Schrecken jeden Tag erleben zu müssen.
Da Lizzie ihr ganzes Leben lang die Blicke der anderen Menschen auf sich haften gespürt hatte, da sie einfach anders war, durch ihre Handlungen und Gedanken, die sie früher noch weitaus häufiger laut ausgesprochen hatte als nun, hatte sie nach und nach jegliche Reue verloren. Manch einer würde sagen, ihren Verstand, wenn sie ihn je besessen hatte. Sie redete mit den Untoten wie mit alten Freunden, lief mit ihnen, fühlte sich manchmal sogar wie einer von ihnen. Sie weinte, wenn einer von ihnen starb. Für sie waren es missverstandene Wesen, wie sie sich missverstanden fühlte. Sie waren krank, doch anstatt ihnen zu helfen, schlachteten die meisten sie nur ab. Deswegen vergoss sie Tränen für die ehemaligen Menschen, da es sonst kaum einer tat. Doch wenn Menschen starben, tat sie es wiederum nicht. Sie zögerte nicht, einen Menschen zu töten und hatte mehr Moral beim Mord an Untoten als Menschen. Man hatte immer auf sie herabgesehen, sie als Freak bezeichnet oder sie mit solch einem Blick bedacht, der ihr genau dieses Wort an den Kopf geschrien hatte. Ihre Ziehmutter hatte sie ermorden wollen, nur da sie in dem Moment die Welt noch nicht verstanden und ihre Schwester ermordet hatte. Etwas, was sie inzwischen bereute. Kaum einer hatte sie wirklich geliebt oder akzeptiert, zumindest fühlte Lizzie sich so. Weswegen sollte sie also Zögern, wenn es darum ging, sich selbst ein gutes Leben zu verschaffen, selbst wenn sie jemanden dafür ermorden, verletzten und versklaven musste? Sie nahm sich nun, was sie wollte, wann sie wollte!
Das all die Männer nur ihren Körper und sie wollten, war ihr recht. Andersrum war es ebenso und lieber begehrte man sie auf irgendeine Art und Weise, die ihr zugutekam, als wenn man sie wieder ausgrenzte und als anders bezeichnete, nur da sie so war, wie sie nun einmal war. Das jedoch der eine Barkeeper ihr nicht eben solche Blecke schenkte oder gar irgendeine Art der Aufmerksamkeit, das beleidigte sie fast schon, wodurch nach und nach der Ansporn gewachsen war, ihn genau deswegen rumzukriegen. War es nicht immer so, dass man das wollte, was man nicht bekommen konnte? Da war es egal, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte. Beide Geschlechter waren gleichermaßen gierig. Egal ob sie mit mehr als der Hälfte der Anwesenden heute Abend ins Bett steigen konnte, Lizzie wollte mehr beziehungsweise eben diese eine Person, die sie nicht herumbekam. Versuchen tat sie es weiterhin. Auch wenn es jedes Mal frustrierend war eine Abfuhr zu bekommen.
Kurzerhand war sie so bei der Bar angekommen, hatte sich an einem breiten Mann vorbeigeschoben oder eher gesagt ihn, um so mit Vic sprechen zu können. Auf ihre Begrüßung und ihren Kosenamen ‚Süßer‘ reagierte er natürlich wieder total anders als alle anderen, die sie so angesprochen hätte. Es hätte anzügliche Bemerkungen gegeben, ob sie die angesprochene Person nicht vernaschen wollen würde, ob Lizzie selbst nicht eher das Dessert war oder ob sie nicht lieber etwas Salziges probieren wollte. Lizzie kannte inzwischen so gut wie alle Erwiderungen auf den Kosenamen Süßer und wurde selbst schon unzählige Male Süße genannt. Einzig und allein Vic schlug ihr vor, ihr ein Wörterbuch zu kaufen, da sie die Bedeutung von süß wohl nicht richtig verstand.
Bevor sie etwas erwidern konnte, machte er sich ans Werk und sie sah fasziniert zu, wie er ihr den pappsüßen Cocktail zusammenmischte. Es war immer so mit Lizzie, dass sie von einem Gedanken zum nächsten sprang, die meist nie miteinander zu tun hatten. Ebenso sprunghaft war ihr generelles Wesen, außer sie machte Musik, da war sie komplett fokussiert und konzentriert. So jedoch war sie wie ein Welpe, der einen Ball hinterherlief, nur um von einem Schmetterling von seinem eigentlichen Ziel abgelenkt zu werden. So auch vergaß sie ihren Konter auf Vics Bemerkung als er begann den Cocktail für sie zu kreieren.
Wer jedoch nun dachte, dass sie vollkommen in Bann gezogen beim Cocktailmixen zusah, der irrte sich. Sie hibbelte auf ihren Platz herum, rempelte immer mal wieder die Kerle links und rechts von sich deswegen an, hüpfte auf und ab oder legte ihren Kopf verträumt auf die Tischplatte und die Anwesenden könnten nicht sagen, ob sie mit vorfreudigen und strahlenden Lächeln nun Vic oder ihren Drink ansah.
Als Vic dann noch Glitzer auf den Cocktail streute war es um sie geschehen. Sie quiekte auf, hielt sich am Arm ihres Sitznachbars fest – wodurch sie ihn durch ihre unerwartete Reaktion fast vom Hocker riss – und tippelte auf und ab. Dann stöhnte sie: „OHHH mein Gott!“
Sie rüttelte etwas an dem Arm von dem Mann herum, ihrer Freude mehr Ausdruck zu verleihen, nur um diesen dann loszulassen, damit sie ihre Hände Vic entgegenstrecken konnte, wie ein hungriges Kleinkind, das seine Flasche vor die Nase gesetzt bekommen hatte.
„Ein Träumchen!!! Ein wunderbarer, magischer und glitzernder Traum!!!“, freute sie sich als sie dann endlich den Cocktail in ihren Händen hielt. So hob ihn hoch wie einen magischen Grahl, nur um ihn sofort einen Schluck davon zu trinken, nur um erneut genussvoll zu stöhnen. Die Blicke von ihrem Sitznachbarn und Vic bekam sie gar nicht mit, wie die Männer auf ihre entblößten Brüste starten. Durch ihre vielen Bewegungen und das Heben der Arme, waren die Haare endgültig weggerutscht, wodurch allein das schwarze Tattoo, das wie ein Zensurbalken über ihre Brüste ging, aber eigentlich als Querbalken des Kreuzes diente, den Anschein gab, dass man nicht wirklich alles sehen konnte. Denn so schmerzhaft es auch gewesen war, hatte Lizzie sich alles schwarz tätowieren lassen, selbst ihre Nippel. Wer schön sein wollte musste schließlich leiden.
Vollkommen auf den magischen Drink fokussiert – zumindest in den wenigen Sekunden, wo sie in wenigen Schlucken ein gutes Drittel davon trank – riss erst Vics Stimme sie von ihrem Getränk los.
„Tatsächlich hatte ich überlegt, ob ich nicht den Slip weglassen sollte.“, meinte sie frei heraus. Meist trug sie unter Kleidern einfach keine Unterwäsche. Schämen tat sie sich schließlich nicht für ihren Körper und meist war es praktischer kein Höschen anzuhaben. Dieses Denken resultierte jedoch aus der Zeit bei den Whisperern, wo sie sich einfacher und schneller erleichtern konnte ohne ihre Leute zwischen den Untoten zu verlieren.
„Dir würde es jedoch sicher stehen, wenn du etwas mehr Haut zeigst!“, grinste sie ihn an und musterte ihn so intensiv, wie ihr Nebenmann zuvor ihre Brüste begutachtet hatte.
„Nur ein einziges Mal!“, hauchte sie und meinte damit nicht nur, dass sie etwas mehr von Vic sehen wollte, sondern alles, sowie eigentlich auch nicht nur gucken wollte.

@Vic de Burgh

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#5

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

05.07.2023 22:56
Vic de Burgh 126 Beiträge
Alter
29 Jahre
Größe
1,85 m
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Barkeeper

Vic war nicht unschuldig, zumindest nicht im moralischen Sinne. Auch er hatte getötet, wenn es der Umstand erfordert hatte und das leider schon viel zu früh. Bereits mit dem alten Connor war er auf der ehemaligen Farm immer wieder in Richtung des der Grube gezogen aus der erst selbst einst gekrochen war. Der Alte bestand darauf direkt zu verhindern, dass die Beißer weiter als ein paar Meter kamen, denn wenn sie erst das Haus erreichten, war es bereits zu spät. Drei Jahre war das so gegangen. Auf sich allein gestellt war er dann öfter in brenzlige Situationen geraten, manchmal hatte er Rückendeckung bekommen und manchmal hatte er eben verhindern müssen, dass er ein Messer im Rücken hatte. In einer Welt ohne Gewaltenteilung, erklärte eben jeder seine eigenen Gesetze als geltend und wenn man dann den Falschen über den Weg lief, konnte einen das den Hals kosten. Und grade er war für viele eine leichte Beute, zumindest sah er so aus. Dabei wusste Vic sich durchaus zu verteidigen, seine Unzulänglichkeiten auszugleichen und für seinen Vorteil zu nutzen. Die Arroganz der Menschen ließ sie den Krüppel unterschätzen, nur war der Krüppel sich dieser Tatsache bewusst. Versteckte Messer in Gehstöcken hatte es bereits vor hunderten von Jahre gegeben, darüber hinaus war nur sein Bein kaputt, seine Rücken-und-Armmuskulatur allerdings vollkommen intakt. Boxen konnte er. Schießen konnte er. Fechten konnte er. Und alles drei konnte für seinen Gegner zu einem bitteren Ende führen. Und doch war da tatsächlich etwas Unschuldiges an ihm, eine teilweise kindliche Romantik und ein Geheimnis, welche er tief in seinem Inneren vergraben hatte und von denen er niemanden – vor allem nicht Lizzie- erzählen würde. Wer nicht in der Lage war sich selbst oder andere zu berühren, körperliche Nähe zuzulassen, der war eben auch nicht in der Lage ebenso körperliche Zärtlichkeiten auszutauschen. So beschränken sich Vics Erfahrungen mit dem anderen, wie dem eigenen Geschlecht auf dem einen Kuss im zarten alter von Dreizehn, was ihm zum kompletten Kontrast der flippigen Blondine machte. Während Frauen bis heute für häufig wechselnde Partner verurteilt werden, ist es für Männer gleichermaßen eine Schmach keine vorweisen zu können. Grade in einem so rauen und von Männern dominierten Umfeld, wie der Bar. Und genau aus dem Grund, gab Vic selten Informationen über sich selbst raus, damit Unterhaltungen nicht irgendwann auf unangenehme Themen kamen. Hatte bisher immer gut funktioniert, bis Lizzie aufgetaucht war. Denn egal, wie mürrisch er ihr entgegenkam, wie sehr er sie auch abwies, es schien sie nur weiter anzuspornen und noch ungenierter mit ihm flirten zu lassen. Verstand einer die Frauen. Wenn er könnte, würde er einen Drink zusammenmixen, der dem mächtig war, aber selbst mit einer neuen Weltordnung und wandelnden Untoten waren sie dazu nicht in der Lage. Da würden Autos früher fliegen. Dabei war es eben nicht so, dass er sie unattraktiv fand. Sie war hübsch und er verstand durchaus, warum die Kerle um sie herum reagierten, wie sie reagierten. Wäre er gesund würde er es ihnen wahrscheinlich nachtun, doch das war nun einmal nicht, er konnte nicht, wie er wollte und mit diesem Umstand kam der Frust. Es war wie Steak ohne Zähne essen zu wollen, man konnte es versuchen, bringen würde es einem zum Schluss jedoch nicht viel. Und so hielt er sich lieber fern, platzierte zwischen anderen und sich eine Theke und blieb mit seinem Gedanken allein. Zumindest war er so mit seinem Frust nicht allein, denn auch die Blondine schien oftmals nicht ganz glücklich darüber, dass sie nicht haben konnte, was sie wollte. Dass die sich schon fragte, ob er gar nicht aufs andere Geschlecht stand, konnte er nicht wissen. Hätte er es gewusst, hätte er ihr jedenfalls erklären können, dass es sicher nicht an ihrem Geschlecht lag.

Schlussendlich tauchte sie, wie immer, vor ihm an der Theke auf und er tat, wie immer so, als würde er sie nicht bemerken. Spülte stattdessen seine Gläser ein wenig intensiver. Als sie ihn jedoch mit Süßer ansprach, rollte er innerlich, wie äußerlich mit den Augen und bot ihr an ein Wörterbuch zu schenken. Da Vic nie flirtete, kannte er die passende Etikette für Kosenamen nämlich nicht und hatte keinen blassen Schimmer wie genau man darauf sonst reagieren sollte. Sicher, er hatte schon einige Leute mit Lizzie flirten sehen und hören, aber so genau passte er da nun auch nicht auf. Darüber hinaus wollte er sie nicht noch weiter ermutigen. Sie bestellte ihre Lieblingspampe, die einem schon nur vom angucken Karies zauberte und hüpfte, wie ein Kleinkind auf und ab, während der Achtundzwanzigjährige das Gesöff zubereite. Ein wenig zuckten seine Mundwinkel, das war tatsächlich etwas, was er an der Jüngeren mochte, diese kindliche Begeisterung für die einfachsten Dinge. Es ließ sie doof und niedlich gleichermaßen erscheinen und die Tatsache das er damit keinerlei Probleme zu haben schien irritierte ihn zusehends. Vielleicht, weil es ihn an früher und seine Clique erinnerte, es war eben…bekannt. Ihre Reaktion auf den Glitzer ließ ihn ein wenig Kopfschüttelnd zurück und er widmete sich zunächst zwei anderen Gästen und schenkte Bier aus, ehe er von Lizzie zu Schau getragenen Brüsten abgelenkt wurde. Diese Frau. Und dieses verflixte Tattoo. Ein wenig zog er die Stirn in Falten, einst war ein sehr gläubiger Mensch gewesen, doch nach all dem hier, hatte er einen ordentlichen Realitätsschock erhalten. Ein wenig hielt er dennoch an den alten Werten fest und so störte ihn dieses Kreuz schon ein bisschen. Auf die Frage, ob sie nicht noch weniger zu Anziehen gefunden hatte, reagierte sie ganz in Lizzie-Manier und Vic blinzelte ein paar Mal angesichts der Antwort, eher er wieder den Kopf schüttelte. „Kein Slip, kein Cocktail!“, sagte er trocken und fragte sich kurz wie viele dieser Typen hier ebenfalls keine Unterwäsche trugen, oder besser, dieselbe mehrere Tage, verwarf den Gedanken dann aber schnell wieder. Ekelig. Er zapfte eine Reihe Biere, sah dann aber erneut auf, ehe er an sich heruntersah. Er trug ein Hemd, darüber eine Weste und normale Anzughosen. Tadellos. Wie immer. „Das hier ist auch in unserer heutigen Gesellschaft vollkommen akzeptierte Mode“, sagte er und zeigte auf die Typen um sie herum, die teilweise ebenso gekleidet waren. Manche mehr, mache weniger zugeknöpft. „Ich bin Barkeeper, kein Stricher“, er zuckte mit den Schultern und griff nach dem Shaker. Ihre Stimme lenkte ihn dann aber doch erneut für einen Moment ab, er schluckte unbemerkt, beugte sich dann zu ihr vor. Und so gerne er ihr sagen wollte, dass einmal kein Mal war, und das sie gerne ins Hinterzimmer kommen konnte, flüsterte er nur: „Nein.“

@Lizzie Samuels


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zuletzt bearbeitet 05.07.2023 23:03 | nach oben springen

#6

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

09.07.2023 21:44
Gelöschtes Mitglied
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Nachdem Lizzie ihren Cocktail von Vic bekommen hatte, strahlte sie ihn und einfach die gesamte Bar freudig an, so als wäre der Drink das Beste, was ihr je geschehen ist. Vic hielt sich jedoch nicht lange bei ihr auf, sondern ging gleich zu den nächsten Gäste, so als würde ihn Lizzies Anwesenheit nicht tangieren, was ihre Stimmung sofort umschwingen ließ. Statt zu strahlen schmollte sie nun. Als sie dann von dem Cocktail trank, änderte sich ihre Stimmung jedoch gleich wieder und sie war wieder happy. Selbst wenn Vic sich offensichtlich nicht für sie zu interessieren schien, sie würde es noch hinkriegen, dass er sie beachtete. Sie wollte zwar nur Sex von ihm, einfach weil sie es sich in den Kopf gesetzt hatte, aber dadurch, dass er sie dauernd abwies und ihr nicht die Aufmerksamkeit schenkte, die sie sonst vom männlichen und immer mal wieder weiblichen Geschlecht bekam, ließ sie genau dies wollen. Seine Aufmerksamkeit. Sei es nur für einen Abend und eine Nacht. Was danach war, konnte sie nicht sagen, doch sie wusste, dass es das war, was sie von ihm wollte. Auch wenn sie sich oft schnell ablenken und auf andere Gedanken bringen ließ, so war dieser Gedanke fix bei ihr und auch wenn sie mal anderes im Sinn hatte, würde sie weiterhin es versuchen. Sobald sie sich wieder daran erinnerte.
Nachdem er die zwei anderen Gäste bedient hatte, indem er ihnen schnell Bier gezapft hatte – Lizzie hatte ihn dabei mit Argusaugen verfolgt, während sie ihren Cocktail geschlürft hatte – kam er tatsächlich wieder zurück und redete mit ihr. Dies ließ sie natürlich wieder breit lächeln. Erst als er verkündete, dass es ohne Slip keine Cocktails gab, sah sie ihn verwirrt an.
„Soll ich nun mit Slips zahlen?“, fragte sie direkt, wie es nun einmal ihre Art war: „Steckt doch ein kleiner Perversling in dir und ich darf ihn erst jetzt kennenlernen?“
Ein schiefes Lächeln zierte ihr Gesicht und sie war sich keineswegs bewusst, dass sie Vics Worte einfach nur absolut falsch verstanden hatte.
Dann sprach sie seine Kleidung an und dass er für ihren Geschmack wiederum viel zu wenig Haut zeigte. Dabei würde ihn das nur ungemein mehr attraktiver machen und ihm deutlich mehr Trinkgeld einbringen. Zwar waren hauptsächlich Männer in der Kneipe vom Zoo, doch auch immer noch regelmäßig genug Frauen, sodass man nicht behaupten konnte, dass sich in der Bar nur Männer herumtrieben. Vic antwortete auf ihren Vorschlag jedoch nur, dass seine Kleidung immer noch der Mode entsprach und er Barkeeper und kein Stricher war. Lizzie rollte mit den Augen und trank noch einen Schluck, sodass nur noch die Hälfte von ihrem Drink übrig war.
„Es geht doch nicht um Mode, sondern um Hotness. Du bist heiß, aber wenn du nicht so zugeknöpft wärst, würden dir wohl alle Frauen vor den Füßen liegen. Oder eben in deinem Bett.“, meinte sie dann und legte dann den Kopf schief: „Außer du willst keine Frau in deinem Bett haben…“
Sie musterte ihn noch einmal ausgiebig weiterhin mit schief gelegten Kopf.
„Stehst du auf Männer?“, wollte sie dann unverblümt wissen und deutete dann auf ihren Sitznachbarn, der die Unterhaltung interessiert mitverfolgt hatte: „Würdest du lieber mit ihm als mit mir ins Bett springen?“
Interessiert sah sie ihn an, schmollte aber dann erneut als er allein bei ihrer Bitte ihn nur ein einziges Mal nackt zu sehen oder gar zu spüren, mit einem einfachen Nein ablehnte. Doch ihre Frage, ob er lieber mit ihr oder dem Kerl neben ihr ins Bett steigen würde, war theoretischer Basis, weswegen er ja nicht unbedingt auch da sie korben musste. Die Hoffnung war weiterhin da und es war für sie zumindest klar, dass egal wie oft er sie ablehnte, sie es weiter versuchen würde. Es hieß schließlich nicht umsonst, dass die, die für sich einstanden, siegen würden.

@Vic de Burgh

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#7

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

10.07.2023 13:15
Vic de Burgh 126 Beiträge
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Heavens Paradise
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Barkeeper

Es war nicht einmal nach Mitternacht und die Bar war bereits vollgepackt mit Kunden. Genauso, wie die beiden anderen Barkeeper hatte auch Vic somit alle Hände voll zu tun. Gläser zu spülen, leere Flaschen zu entsorgen und diese gegen volle zu ersetzten, das Übliche eben. Selbst wenn er denn gewollt hätte, hätte er sich den Abend über nicht vollkommen Lizzie widmen können und das wusste sie. Und trotzdem konnte er sie über den Zapfhahn hinweg schmollen sehen. Gut, dass er sie mittlerweile bereits kannte, so war ihm bewusst, dass dieser Zustand immer nur kurz anhielt und kaum hatte er seinen Gedanken beendet, da strahlte sie auch schon wieder. Typisch. Manchmal fragte er sich echt, wie ihr Hirn verkabelt war und ob nicht hin und wieder eine Verbindung durchbrannte, wegschmolz und einfach auf einem anderen Kabeln liegenblieb, nur um dort eine neue Verbindung zu schaffen. Denn genauso fühlte es sich an mit ihr zu sprechen. Ihre Stimmung wechselte dazu noch als würde jemand einen Schalter umlegen und im Moment hatte er das Gefühl, dass er der Verantwortlichen für den besagten Schalter war. Vic weg, Schalter aus. Cocktail da, zack Schalter an. Eines der wenigen Dinge, die sich wohl nie ändern würden, war ihre Flirterei mit ihm. Er war sich durchaus bewusst, dass sie sich in den Kopf gesetzt hatte ihn ins Bett zu kriegen, daraus machte sie immerhin kein Geheimnis. Die halbe Bar wusste davon, hatte er schon das ein oder andere Gespräch führen müssen, warum er denn nicht auf das Angebot einging. Doch Vic rechtfertige sich nicht für seine Entscheidungen, er quittierte die Fragen grundsätzlich mit der Antwort, dass er Arbeit und Privatleben trennte. Punkt. War einfacher als zugeben zu müssen, dass wollte aber nicht konnte. Er verdrängte die Gedanken und widmete sich stattdessen dem Bier und bekam so auch nicht mit, dass die Blondine ihn weiterhin beobachtete.

Schließlich kam er doch wieder zu ihr zurück, sie war nun einmal derzeit Mittelpunkt des Geschehens, ohne es selbst mitzubekommen. Denn während ihre Augen auf ihn gerichtet waren, ruhten die Augen vieler Anwesender auf ihr. Oder mehr ihren Brüsten, die sie wie schon so oft kaum verhüllt hatte. Als sie dann noch erklärte, dass sie überlegt hatte gar keine Unterwäsche zu tragen, fügte er hinzu, dass es dann auch nichts zu Trinken für sie geben würde. Eigentlich hätte er wissen müssen, dass er die Antwort zu vage formuliert hatte und dass sie diese missverstehen würde, dennoch war er grade so mit seiner Arbeit beschäftigt, dass er darüber kurzerhand nicht nachgedacht hatte. Daher hielt er vollkommen inne, als sie die Blondine erkundigte, ob sie in Zukunft nun mit ihren Höschen bezahlen sollte. Für einen Moment starrte er sie nur an, um erstmal zu verarbeiten, dass er auch richtig gehört hatte, ehe er den Kopf schüttelte. Mit einem Seufzen fuhr er sich mit der Hand durch die Haare, deren längere Teil langsam zurückfiel. „Nein, es bedeutet, dass du ohne hier nichts mehr bekommst“, klärte er auf und schüttelte angesichts der nachkommenden Frage erneut den Kopf. Nein, er war ganz sicher kein kleiner Perversling, ganz im Gegenteil, im Gegensatz zu einigen Typen hier war er geradezu ein kleines Engelchen. „Da muss ich dich leider enttäuschen“, quittierte er nur und sah stattdessen an sich selbst herunter, als Lizzie seinen Kleidungsstil ansprach, der ebenfalls so ganz anders war als der ihre. Vic war immer tadellos und zugeknöpft gekleidet, sein Leben war so chaotisch, dass er sich damit zumindest die Illusion aufrechterhielt, dass er es unter Kontrolle hatte. Darüber hinaus konnte er Haut-zu-Haut-Kontakt nicht ertragen, weswegen das Zeigen von Haut für ihn nicht in Frage kam. Er wollte niemanden Angriffsfläche bieten oder dafür sorgen, dass er seiner Arbeit nicht mehr nachgehen konnte. Es gab einige Frauen, denen das genauso gut gefiel, wie die Typen, die in der Kolonie tagsüber oben ohne ihrer Arbeit nachgingen. Immerhin hatte jeder einen anderen Geschmack. Doch Vic würde lügen, wenn er sich nicht ab und an danach sehnen würde, weniger anzuziehen, gerade im Sommer. Er hob eine Braue als Lizzie erklärte, dass er gut aussah, aber er eben mehr Chancen bei Frauen hatte, wenn er nicht ganz so zugeknöpft wäre. Recht hatte sie wohl, würde er ihr aber nicht sagen. Dennoch errötete er kaum merklich, es kam selten vor, dass ihm Leute andere Komplimente machten als für seine Getränke. Er war gerade wieder dazu übergegangen den nächsten Cocktail zu machen und füllte dazu Sirup in ein Glas, als Lizzie beiläufig fallen ließ, dass er vielleicht auch gar keine Frauen in seinem Bett haben wollte, ehe sie ihn unverblümt fragte, ob er auf Männer stand. Erneut seufzte er, einerseits wegen ihrer Aussage, andererseits weil er sich den Sirup über die Hand gekippt hatte und das süße Zeug grade einen weg in seinen Handschuh fand. „Zunächst einmal habe ich meine Kunden gerne da liegen…“, er deutete vor sich auf die Bar. „… am besten betrunken. Oder noch besser: draußen, dann muss ich sie nämlich nichts nach Ladenschluss raustragen“, meinte er und zog den Handschuh aus, um ihn im Spülbecken auszuwaschen. „Ansonsten stehe ich auf vieles“, er ließ das Wasser aus dem Handschuh laufen, stülpte ihn über und trocknete ihn von innen. „Meine Ruhe zum Beispiel“, er wich aus, tat er immer. Er schenkte dem Typen neben Lizzie erst einen Blick als er seinen Handschuh wieder angezogen hatte. Erneut seufzte er. Das Problem war, dass Vic nicht wusste worauf er stand, wie auch, er hatte konnte von Glück reden, dass er mit achtundzwanzig nicht auch noch ungeküsst war. Der Typ dort war allerdings dann doch nicht sein Fall. „Nein“, meinte er daher und wendete sich dem Kerl zu. „Sorry Mate“, der jedoch winkte das Ganze mit einem Lachen und einem „Dito“ ab. Vic beendete den Drink, den er begonnen hatte und lehnte sich dann für einen Moment an die Theke, da sein Bein erneut zu Pochen begonnen hatte, er war bereits den ganzen Tag auf den Beinen.

@Lizzie Samuels


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#8

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

04.08.2023 23:43
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Wie Vic sich dachte, war sich Lizzie absolut nicht bewusst, dass sie allein durch ihre Kleidung der Mittelpunkt der vielen Männer um sich herum war. Obwohl sie leichter als ein ADHS-Kind auf Speed abzulenken war, war ihre Fixierung auf Vic in diesem Moment stärker als jegliche andere Ablenkung in diesem Raum. Wäre Vic nicht da, wäre sie wohl schon etliche Male von der Bar zu einem der vielen Tische gelaufen. Vor allem da eine Gruppe pokerte und der Einsatz war frei verhandelbar. Lizzie war in dem Spiel eine absolute Niete, da man ihr jeglichen Gemütszustand vom Gesicht ablesen konnte. Allerdings war sie gleichzeitig auch wieder vollkommen unberechenbar. Sie vergaß regelmäßig, was für Karten sie auf der Hand hatte oder ob diese gut oder schlecht waren. Ebenso ließ sie sich von ihrer kompletten Umgebung vom Spiel ablenken, wodurch niemand mit hundertprozentiger Sicherheit sagen konnte, ob ihr fröhlicher oder enttäuschter Gesichtsausdruck von ihren Karten kam oder von etwas, was sie in der Sekunde danach gesehen hatte. Somit war Poker mit ihr mehr als nur ein Glücksspiel. Wenn man davon ausging, dass sie aufgrund ihrer gerunzelten Stirn ein schlechtes Blatt hatte und man All In gegangen ist, konnte sie einen Royal Flush auf der Hand haben, und hatte nur darüber nachgedacht, welche Farbe ihr nächster farbenfroher Drink haben sollte. Oder wenn sie in die Runde strahlte, als hätte sie die besten Karten der Welt, hätte im Hintergrund auch nur ein heißer Kerl vorbeigelaufen sein können. Man wusste nie, woran man bei ihr beim Pokern war, aber auch nicht außerhalb des Spiels. Meist verlor sie aber trotzdem, da sie zu riskant spielte. Und oft war ihr Einsatz eine heiße Nacht mit ihr, da sie so, selbst wenn sie verlor, etwas gewann und die Kerle ließen den Einsatz jedes Mal zu.
So saß Lizzie jedoch nicht am Pokertisch oder an einem der anderen Tische, sondern stand bei Vic an der Bar und gaffte ihn an, in der Hoffnung, er würde ihr an diesem Tag doch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken oder gar eine gemeinsame Nacht. Die Hoffnung starb schließlich immer zuletzt.
Schlussendlich war er sogar auch wieder bei ihr und unterhielt sich mit ihr. Aktuell redeten sie über Lizzies Slips und die Hoffnung, dass er doch Interesse an ihr hatte, flammte wieder auf. Das es sich nur um ein Missverständnis handelte, das realisierte sie nicht. Auch nicht nach seinem Nachtrag.
„Also Freigetränke, wenn ich keinen Slip dabeihabe oder Freigetränke, wenn ich einen anhabe?“, fragte sie verwirrt nach, da sie nicht verstand worauf er hinauswollte. Im Hintergrund hörte sie irgendjemanden murmeln: „Dumm fickt gut!“, was sie vorerst ignorierte. Denn würde sie sich um das Arschloch kümmern, dann war es nicht garantiert, dass Vic danach noch Zeit für sie hatte. Und Vic war ihr wichtiger als noch irgendein Kerl, der sie einfach abstempelte, ohne sie zu kennen.
Dann stützte sie ihren einen Ellenbogen auf der Theke ab, lehnte sich halb an den Mann neben sich an, der das Gespräch sowieso mitverfolgte und wenig später sogar in dieses mit reingezogen wurde, und schlürfte dann ihren Cocktail weiter. Währenddessen verkündete Vic ihr, dass er sie im Bezug auf seine Kleidung enttäuschen musste, weswegen sie einen Schmollmund machte.
„Kannst du nicht einmal ein paar Knöpfe von deinem Hemd oben aufmachen? Für mich?“, bettelte sie und sah ihn mit großen Kulleraugen an. Bevor er jedoch etwas sagen konnte, fiel ihr die leichte Röte in seinem Gesicht auf. Wäre er ein x-beliebiger Kerl, so wäre es ihr sicherlich nicht aufgefallen, doch ihr Fokus lag dazu viel zu sehr auf Vic.
„Warte mal!“, rief sie auf, war plötzlich gespannt wie eine Feder und sprang von ihrer entspannten Position, wo sie an dem Sitznachbar gelehnt hatte, kerzengerade auf und klatschte in die Hände, nur um gleich darauf mit ausgestrecktem Zeigefinger auf Vic zu deuten. Ihr Finger war nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt und er malte einen Kreis um eben dieses.
„Bist du rot geworden?“, kicherte sie und strahlte ihn an. Denn wenn es ihm gefiel, dass sie ihn als heiß empfand, dann musste er sie doch auch irgendwie mögen. Zumindest war es bei ihr so. Wenn ein heißer Kerl ankam und sie mit den Sternen am Himmel verglich, lief sie hochrot an. Wenn ein versiffter Kerl aus der Gosse gekrochen kam und das gleiche sagte, fing er sich eine. Also musste es doch stimmen!!! Der Kerl neben ihr lachte und sie sah kurz zu ihm rüber, um ihm ebenfalls ein freudiges, riesiges Lächeln zu zeigen, dass sie aufgrund ihrer Vermutung hatte.
Schlussendlich antwortete Vic ihr, wo er seine Kunden am liebsten hatte. Aufmerksam hörte sie ihm zu und ihre Mimik wandelte sich von traurig zu enttäuscht zu verwundert zu fröhlich und dann wieder geknickt. Er hatte er ihr gesagt, dass er seine Kunden statt in seinem Bett lieber besoffen vor oder sonst wo in der Bar liegen hatte, am liebsten vor der Türe, da er sie so nicht nach Ladenschluss raustragen musste. Ebenso stand er einfach auf seine Ruhe und Lizzie war alles, nur nicht ruhig. Trotzdem hatte sie eine neue Idee, wie sie Vic näherkommen konnte.
„Wenn du mich besoffen hier irgendwo liegen haben willst, kriegst du das, mein Nicht-Süßer!“, flötete sie ihm zu, zwinkerte einmal, trank den Rest ihres Drinks provokant auf Ex und fügte dann hinzu: „Wirst du mich wie deine Braut dann über die Schwelle hinaustragen?“
In ihren Gedanken spielten sich schon etliche Szenarien ab und ihr Kleid an diesem Abend würde hervorragend für solch eine Tat passen. Es war schließlich weiß und selbst wenn sie nicht heirateten, wäre es symbolisch zumindest passend.
„Noch einen bitte.“, lächelte sie ihn zuckersüß an und schob den leeren Drink zu Vic zu. Bevor er sich diesen jedoch schnappen konnte, bemerkte sie jedoch die Kirschen darin und zog das Glas noch einmal zurück, um mit dem Strohhalm die Früchte aufzuspießen und genüsslich zu essen. Dann schob sie endgültig ihr Glas Vic zu.
Anschließend fragte sie ihn direkt, ob er auf Männer stand und wenn er sich entscheiden musste, ob er den Kerl neben ihr wählen würde oder sie. Als er ihr offenbarte, dass er nicht ihn wählen würde, sah sie ihn verdutzt an. Ihre Augen waren noch größer als sonst und ihr Mund stand offen.
„Wie? Du würdest tatsächlich mich wählen?“, kreischte sie dann und da sie nicht Vic – der hinter der Theke stand – umarmen konnte, fiel sie einfach dem Mann neben sich um den Hals und hibbelte auf und ab und vollführte so einen kleinen Freudentanz auf der Stelle. Auch wenn sie es niemals laut aussprechen würde, hatte sie schon Angst gehabt, dass er tatsächlich auf Männer stand.
Dann wandte sie sich wieder Vic zu und strahlte ihn an, als wäre das der beste Tag in ihrem Leben. Tatsächlich fühlte sie sich sogar so, da meist alle Gefühle von ihr einfach vollkommen überladen waren. Sie empfand alles viel extremer, so auch Freude. Aber auch Angst und Schmerz.
„Darauf müssen wir einen trinken!“, beschloss sie dann und sah erst zu Vic und dann zu ihrem Sitznachbarn. Anschließend streckte sie Vic drei Finger entgegen: „Ich will was Süßes. Was willst du?“ – sie sah zu dem Mann neben sich – „Und was willst du, mein Hübscher?“. Letztere Frage richtete sich an Vic, denn Lizzie bestand darauf, dass er auch mittrinken musste. Schließlich war er der Grund für ihre Freude und anhand von ihrem Blick würde wohl jeder wissen, dass sie stundenlang diskutieren würde, sodass Vic diesen Schnaps mit ihnen trank.

@Vic de Burgh

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#9

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

05.08.2023 20:28
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Barkeeper

Vic verstand absolut nicht, was @Lizzie Samuels an ihm so faszinierend fand. Wenn er morgens in den Spiegel sah, blickte oft ein sehr müder, aber auch sehr ernst dreinblickender, junger Mann zurück. Nicht, dass er sich selbst unattraktiv fand, eher als allgemeinen Durchschnitt. Größentechnisch unterschied er sich nicht viel von anderen und hatte für einen Mann ein gewisses Standardmaß. Innerhalb der Bar gab es sicher einige, die ihn überragten, genauso, wie er größer war als manch einer seiner Gäste. Neben seinen drei Ringen, zählte der Vierundzwanzigjährig noch seine Augenringe zu seinem täglichen Schmuck. Die verschwanden nämlich gefühlt nie. Woran das lag wusste er. Vic schlief so gut, wie nie durch und vor allem nicht tief, da seine Nächte von Alpträumen gespickt waren. Ob es anders wäre, wenn er in der Nacht neben jemanden liegen könnte? Sich an einen weiteren warmen Körper schmiegen, der ihm zumindest sowas, wie Geborgenheit zuteilwerden lassen konnte? Fragen, die er sich immer wieder stellte, die ihm wohl immer unbeantwortet bleiben würden. Im Gegensatz zu Lizzie war er nicht so leicht abzulenken, sah man von seinen Schüben dank des PTSD mal ab. Dann war er allerdings nicht abgelenkt, sondern vollkommen weggetreten, nahm um sich herum rein gar nichts mehr wahr und fuhr generell seinen ganz eigenen Film. In letzter Zeit jedoch waren die Schübe seltener aufgetreten, da Vic sich stets bemühte alles, was ihn triggerte von sich fernzuhalten. Nur bei Lizzie trafen diese Bemühungen teilweise auf taube Ohren. Oder nicht vorhanden Hirnzellen. Er wusste es nicht so richtig. Dabei hielt er sie gar nicht mal für so blöd. Naiv. Das war es eher. Was er dennoch bis jetzt nicht verstand, war, warum sie sich beim Kartenspielen stets selbst anbot, wenn er sie doch jedes Mal verlieren sah. Man konnte meinen, sie hätte es darauf ausgelegt. Dass er selbst in manchen Angelegenheiten noch recht grün hinter den Ohren war, war ihm derweil nicht bewusst. Daher kam es ihm auch nicht in den Sinn, dass Lizzie selbst davon profitierte. Jedes Mal, wenn sie an einem der Tische saß, sah er ihr von einer Ecke aus zu und schüttelte über jede ihrer Moves den Kopf. Er selbst war im Glücksspiel ziemlich gut, allerdings spielte er selbst nicht gern. Er führte lieber das Spiel, indem er die Karten gab. Und betrog. Aber das war eine andere Geschichte, vielleicht sollte er ihr einfach mal einen Sieg ermöglichen, indem er die Karten für sie manipulierte. Heute Abend standen jedoch nicht die Karten auf dem Plan und Vic hatte alle Hände voll zu tun, als er schließlich wieder zu ihr zurückkehrte, sah sie vollkommen verzückt aus. Und es sagte ihm deutlich, dass sie es immer noch nicht aufgegeben hatte ihn ins Bett zu kriegen. Kaum hatte er seine Gedanken zu Ende gedacht, kamen sie auch schon wieder auf ihre Kleidung und Vics Aussage zu sprechen, dass er ihr ohne Unterwäsche keine Getränke mehr ausgeben würde. Was die Blondine natürlich vollkommen anders interpretierte. „Gar keine Freigetränke“, antwortete er, während er weiter Gläser spülte. „Formulieren wir es um. Kommst du ohne Slip, bist du für mich Luft“, vielleicht verstand sie es ja jetzt oder es spornte sie an seine Aufmerksamkeit zu bekommen und dafür in Unterwäsche zu erscheinen. Als hinter ihr jedoch jemand zu gröhlen begann, sah Vic mit einem Blick der deutlich sagte -wer meine Gäste beleidigt bekommt ebenfalls nichts mehr – an ihr vorbei. Der Typ erwiderte seinen Blick und machte sich selbst ziemlich klein. Lizzie hingegen schien alles gar nicht weiter zu stören, stattdessen beschwerte sie sich lieber über Vics zu hoch geschlossene Kleidung. „Und was genau hast du dann davon?“, wollte er von ihr wissen, schüttelte den Kopf, öffnete dann aber tatsächlich die zwei obersten Knöpfe seines Hemdes. War jetzt nichts groß etwas, was ihn störte, tat er im Sommer öfter mal. War auch alles in Ordnung, solange ihn niemand dort anfasste. Ihr Kompliment traf ihn dann aber unvorbereitet und er errötete leicht um die Nase. Was sie prompt mitbekam und auf ihn deutete, als würde sie ihn grade bei der Polizei anschwärzen. Er wich gerade noch ihrem Finger aus. Verdammt. Abstreiten funktionierte nicht, dafür war sie zu nah und er bemerkte durchaus, dass sein Gesicht an Temperatur zugenommen hatte. Also, cool bleiben und umlenken war die Devise. „Mir ist warm“, sagte er nur und deutete auf die geöffneten Knöpfe. „Hat ja nicht jeder so wenig an“, fügte er hinzu. Er war gut im Bluffen, aber so wie grade entglitt auch ihm mal das Gesicht. „Und ich möchte dich sicher nicht besoffen irgendwo liegen haben“, er seufzte. Himmel, wenn sie sich hier wirklich so abfüllte, dass man sie raustragen musste, dann würde er dafür sorgen müssen, dass er der erste war, der es mitbekam. Es war außer Frage, dass sonst jemand versuchen würde sie mit nach Hause zu nehmen und behagte Vic gar nicht. Sie war immer noch ein junges Mädchen. „Eher wie ein großer Bruder ins Bett bringen“, meinte er auf die Frage, ob er sie wie eine Braut über die Schwelle trug, bereute seine Aussage aber direkt wieder, da er wusste, dass sie auch die verdrehen würde. Einen weiteren Drink konnte er ihr dennoch nicht verwehren, immerhin war sie noch nicht betrunken und zahlende Kundin, auch wenn oftmals andere fürs sie zahlten. Der Typ neben ihr sah auch so aus. Er wollte grade nach dem Glas greifen, als sie es noch einmal zurücknahm, um die Kirsche daraus zu naschen und er hatte glücklicherweise seine Finger schnell genug weg, bevor sie einander berührten. Gut, dass seine Handschuhe schnell trockneten. Als er schließlich zugab, statt des Typens eher Lizzie mit in Bett nehmen zu wollen, war die natürlich völlig aus dem Häuschen und Vic hatte den Kopf in die Hände gestützt und schüttelte den Kopf. Er sollte einfach gar nichts mehr sagen. Die Blondine beschloss, dass sie darauf Trinken musste und Vic stimmte den insgeheim zu, wenn auch aus anderen Gründen. Ihr Nebenmann bestellte einen Tequila, ihr machte Vic einen weiteren Quietschsüßen Drink und sich selbst goss er ein Pinnchen Bacardi ein. Entschied sich dann aber dazu gleich die Flasche anzusetzen. „Rum“, antwortete er auf ihre Frage. Und eine Kugel oder einen Blowjob, setzte er in Gedanken hinzu. Wobei für ihn, wenn nur Ersteres möglich war. Vielleicht wenn er sich einfach weiter betrank…


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#10

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

05.08.2023 22:42
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Lizzie mochte ienfach Vics scharf geschnittenes Gesicht, sein Grübchen am Kinn, seine hoch gewachsene Gestalt und zugegebenerweise mochte sie auch seinen Kleidungsstil, auch wenn sie ihn am liebsten ohne jegliche Kleidung sah. Selbst seine Augenringe zogen sie eher an, da er so wirkte, als hätte er ein dunkles Geheimnis, das ihn nachts wachhielt. Aber am meisten zog es sie an, dass er sie nicht wollte. Sie hatte ein leichtes Spiel bei den Männern, zumindest in solchen Bars, wo sie sich nun einmal aufhielten. Die Männer waren untervögelt und eher rauer, sodass sie viele Frauen abschreckten. Lizzie fand dies jedoch stattdessen aufregend und hatte somit einfach einen ganzen Raum voller potenzieller Bettgespielen. Vic jedoch verweigerte sich ihr und machte sich dadurch zu der interessantesten Person im ganzen Raum. Zumindest für Lizzie.
Dass er sie beim Pokern oft beobachtet hatte, hatte sie wiederum nicht mitbekommen. Ansonsten wäre sie noch unkonzentrierter beim Spiel gewesen, auch wenn dies schlussendlich keinen großen Unterschied gemacht hätte. Ebenso wäre sie vollkommen aus dem Häuschen, würde sie jemals davon erfahren, dass er für sie gute Karten hin mischen würde, nur damit sie gewann. Denn sowas musste ja einfach nur pure Liebe sein, die der hübsche Kerl ihr einfach nur nicht gestehen konnte. Egal war ihm davon abhielt. Würde sie diesen Gedanken von ihm kennen, hätte sie sich nicht nur in den Kopf gesetzt ihn ins Bett zu kriegen, sondern auch herauszubekommen, was ihn davon abhielt zu sein, wer er eigentlich sein wollte. So jedoch hatte so nur pur Sex im Kopf und wenn sie ihn nicht von ihm bekam, dann eben von anderen.
Als Vic wieder bei ihr war, unterhielten sie sich über ihre Kleidung beziehungsweise, dass sie nur mit Slip, den sie trug, ein Getränk bekam. Mehr Nacktheit ihrerseits duldete er scheinbar nicht, doch damit sie es verstand, musste erst einmal ihre Verwirrung geklärt werden, sowie ihr Freigetränke abgesprochen werden, die sich fehlinterpretiert angedichtet hatte.
Vic erklärte ihr jedoch sehr deutlich, dass wenn sie keinen Slip trug, er sie wie Luft behandeln würde und ein schelmisches Grinsen schlich sich auf ihr Gesicht, durch das wohl jeder, der es sah, wissen würde, dass sie sich irgendwelche dummen Gedanken in den Kopf gesetzt hatte. Und obwohl sie sich meist zu schnell ablenken ließ, blieben ihr am Ende doch genau diese Dinge hängen, weswegen sie oft für Ärger sorgte.
Aktuell schwirrte ihr im Kopf herum, dass nur Vic nicht wollte, dass sie hinter die Bar kam. Wenn er sie wie Luft behandelte, würde ihn dann abhalten sie dort zu verscheuchen und sie könnte ihn endlich mal wieder näherkommen. Ihm einfach um den Hals fallen oder sowas in der Art. Das musste sie tatsächlich mal ausprobieren, wenn der Schuppen etwas leerer war. Womöglich noch heute Nacht.
„Gut zu wissen!“, strahlte sie gleich darauf an, auch wenn sie davor kurz etwas niedergeschlagen gewirkt hatte. Allein diese Worte müssten bei Vic wohl die Alarmsirenen schrillen lassen, denn solch ein Wissen war nur gut, wenn man etwas ausheckte.
Wenige Sekunden schmolz sie auch wieder dahin, da Vic, ihr dunkler Ritter und Retter dem Arschloch einen finsteren Blick zuwarf und Lizzie kicherte und beugte sich etwas vor, um Vic etwas zuzuraunen, auch wenn immer noch eine halbe Armlänge sie voneinander trennten. Dass die Anwesenden so eine hervorragende Sicht auf ihr Hinterteil hatten, bekam sie gar nicht mit, wie so vieles, was um sie herum geschah.
„Ich liebe diesen Blick von dir!“, flötete sie und zwinkerte ihm anschließend zu. Anschließend kamen sie auf Vics Kleidung zu sprechen und er wollte von ihr wissen, was sie davon hatte, wenn er wenigstens ein paar Knöpfe von seinem Hemd öffnete.
Lizzie brauchte keine zwei Sekunden, um ihn darauf zu antworten, während sie sich wieder normal hinstellte: „Ich sehr mal etwas mehr von deiner Haut. Du lässt mir bisher nur Raum für meine Phantasie und davon habe ich eine Menge. Aber manchmal muss man einfach auch die Dinge in der Realität sehen.“
Dass solch eine Aussage ausgerechnet von ihr kam, die meist in ihrer eigenen Welt lebte, war mehr als suspekt. Doch wie so vieles verstand sie die Ironie dahinter nicht und würde es auch nicht verstehen, wenn man es ihr erklärte. Dazu war sie dann doch zu blond.
Mit großen Augen sah sie ihm zu, wie er tatsächlich zwei Knöpfe seines Hemdes aufmachte, und ihr Lächeln wurde immer breiter. Sie konnte ihr Glück kaum fassen, weswegen sie sich an ihren Sitznachbarn festkralle, so als wären sonst ihre Beine zu schwach, um sich nach diesem Anblick noch auf diesen halten zu können. Der Mann neben ihr hatte allein durch die gesamte Unterhaltung seinen Spaß und ließ auch einfach mit sich machen. Denn wenn Vic sie weiter korbte, könnte er gleich als erstes seine Chance nutzen.
Anschließend machte Lizzie ihm ein Kompliment zu seinem Aussehen und konnte beobachten, wie er tatsächlich etwas rot im Gesicht wurde. Nur ganz, ganz leicht, doch Lizzie fiel es auf und sie musste es natürlich auch sofort kommentieren. Vic redete sich raus, dass ihm warm war und hieb zurück, dass nicht jeder so wenig an hatte wie sie. Aber wenigstens schwitzte die Blondine in ihrem Aufzug nicht, nur nachts müsste sie aufpassen, dass es sie nicht fror. Allerdings wäre sie bis zu dem Moment auch wieder betrunken und würde die Kälte nicht spüren. Zusätzlich hatte sie durch die Zeit bei den Whisperern die meiste Zeit draußen geschlafen und war abgehärtete. Gelegentlich hatte sie mal einen leichten Schnupfen, aber schlimmer hatte es sie seitdem nicht erwischt.
Als er dann verkündete, dass er sie sicherlich nicht irgendwo besoffen herumliegen haben wollte, sah sie ihn mit großen Kulleraugen an, aber zugleich auch etwas verwirrt. Diese Verwirrung sprach sie auch gleich danach aus: „Gerade hast du etwas anderes gesagt!“
Schmollend sah sie erst den Mann neben sich an, dann Vic. Sie wurde nicht schlau aus dem Kerl. Dann meinte er auch noch, dass er sie eher wie ein großer Bruder ins Bett bringen würde und ein paar Tränen sammelten sich in ihren Augen, auch wenn diese nicht sonderlich echt waren, so konnte man ihr den Schmerz trotzdem ansehen. Die eine Hand legte sie über ihr Herz, dann lehnte sie sich gegen ihren Sitznachbarn.
„Er hat mich gebrozoned!“, jammerte sie und der Typ legte ihr tröstend einen Arm um die Schulter, was sie gleich wieder lächeln ließ. Sie mochte es, wenn solche großen Typen den Beschützer spielten, aber im Bett ganz anders drauf waren. Letzteres musste sie aber erst einmal rausfinden. Wenn Vic weiter abblockte, tat sie das womöglich wirklich noch.
Dass Vic sich eigentlich nur um sie sorgte und verhindern würde, dass ein anderer Kerl sie einfach mit sich nehmen würde, bekam sie natürlich nicht mit. Hätte sie dies, wäre er erst recht der dunkle Ritter ihrer Träume gewesen.
Danach wollte sie jedoch von ihm wissen, ob er lieber mit ihr oder dem Typen neben ihr ins Bett gehen würde und versuchte gleichzeitig herauszubekommen, ob er auf Kerle stand, denn dies wäre die letzte Möglichkeit für sie gewesen, weswegen er sie und ihre Versuche ablehnte. Obwohl sie fast schon erwartet hatte, dass er den Kerl wählte, entschied er sich gegen diesen. Gleichzeitig sprach er nicht einmal wirklich aus, dass er sie wählen würde, doch sie nahm es trotzdem so auf. Schließlich ist es eine entweder oder Frage gewesen. Auf dieses Ereignis musste sie einfach anstoßen und bestellte neben einen neuen bunten Cocktail drei Shots bei ihm. Einen süßen für sich selbst, ihr Sitznachbar entschied sich für einen Tequila und Vic nahm Rum, auch wenn er zuvor etwas Barcardi trank, den er für ihren Drink genutzt hatte.
„Auch wenn wir Anstoßen müssen, wäre ich für Bodyshots. Bei Tequila ist das eigentlich schon ein Muss!!!“, meinte sie dann mit einem zuckersüßen Lächeln und einen kurzen Blick runter zu ihrem Körper. Wenn Vic dabei zusah, wollte er womöglich auch und wer wäre sie, wenn sie es ihm verweigern würde?
Der Mann stimmte natürlich zu und Lizzie wandte sich an Vic: „Einen Süßen Shot, einen Rum und drei Tequila mit Salz und Zitrone!“
Als sie die Shots hatten, hob Lizzie ihr Schnapsglas in die Luft und prostete: „Darauf, dass Vic lieber mit mir als mit dir schlafen würde!“
Innerhalb einer Sekunde war der Schnaps dann auch leer und sie zog sich kurzerhand das durchsichtige Kleid aus und verscheuchte die Kerle um sich herum, sodass sie ihre Drinks kurz in die Hand nahmen. Dann kletterte sie auf die Theke und legte sich darauf. Mit der Zitrone fuhr sie eine Linie vom Bauchnabel bis zwischen ihre Brüste, die nun gut sichtbar für alle waren. Auf die Zitronenspur streute sie das Salz, sodass der Mann die Spur hinauflecken müsste. Bevor sie dann die Zitrone mit den Lippen festhielt, grinste sie jedoch den Mann breit an: „Ich bin übrigens Lizzie. Freut mich, dich kennenzulernen!“
„Tobi! Die Freude ist ganz meinerseits!“, erwiderte er und Lizzie legte sich hin. Die Zitrone nun zwischen ihren Lippen und dann wurde ihr der Tequila in den Bauchnabel gegossen.

@Vic de Burgh

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#11

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

06.08.2023 20:07
Vic de Burgh 126 Beiträge
Alter
29 Jahre
Größe
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Zugehörigkeit
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Aufgabe
Barkeeper

Vic wünschte sich irgendein dunkles Geheimnis wäre ausschlaggebend dafür, dass er so schlecht schlief. Als Kind hatte er von geheimnisvollen Helden gelesen, die nachts ganz in schwarz gekleidet durch die Straßen irgendwelcher viktorianischen Städte huschten und Jungfrauen in Nöten retteten. Oder von den Reichen stahlen und es den Armen gaben. Dann waren da noch Vampire, diejenigen, die nie alterten, ihre Jugend auf ewig bewahrten und das Licht scheuten. Vic hatte diese Protagonisten nie beneidet. Zwar mochte ein ewiges Leben auf den ersten Blick sehr reizbar wirken, sah man jedoch genauer hin, so handelten die Geschichten oft von Trauer, Einsamkeit und der Schnelllebigkeit der Welt. Die Moral der Geschicht? Ohne jemanden mit dem man die Unsterblichkeit teilen konnte, blieb einem nichts weiter als über den Verlust aller geliebten Menschen irgendwann den Verstand zu verlieren. Nein, das war absolut nichts für ihn. Auch wenn ihn ein paar seiner Gäste oftmals den Vampir nannten, da er den Geschöpfen ähnlich lebte und an manchen Tagen jünger wirkte als er eigentlich war. Da hatte er mehr mit den Helden der Nacht gemein, hatte auch er versucht eine Jungfrau aus ihrer Not zu befreien. Nur hatte ihre Geschichte ein tragisches Ende genommen, war ihr Retter damals eben erst schmächtige Dreizehn gewesen. Vielleicht lag es daran, dass er immer ein Auge auf @Lizzie Samuels zu haben schien, obwohl sie ihn zur Weißglut trieb. So gesehen war auch sie nur ein junges Mädchen, älter als Donna damals, aber auf ihre Art immer noch unglaublich naiv. Und was Männer mit naiven, kleinen Mädchen machten, das war allen bekannt. Und auch wenn Lizzie ihren Vorteil daraus zog, machte es das für Vic nicht viel besser. Am Ende waren es immer die Typen, die davon profitierten. Er wusste, wie sie über die Blondine sprachen, hockten sie schließlich abends bei ihm an der Bar und erzählten haarklein jedes Detail.

So war es in der Bar auch gang und gebe Lizzie zum Kartenspiel zu verführen, wenn man Interesse an einer Nacht mit ihr hatte. Jeder hier wusste, wie schlecht sie spielte und auch wenn er ihr ab und an ein Bluff gelang, wobei Vic vermutete, dass sie wahrscheinlich einfach von etwas anderem abgelenkt war, was sich auf ihrem Gesicht widerspiegelte, so verlor sie trotzdem haushoch. Ja, vielleicht sollte er ihr wirklich einmal einen Sieg ermöglichen. Nur einen, damit das zumindest aufhörte. Liebe würde Vic das allerdings nicht nennen. Beschützerinstinkt traf es eher. Ein wenig Schuldgefühl kam sicher auch hinzu. Doch darüber wollte er nicht weiter nachdenken, versenkte es ihn nur in einem Loch, aus dem er am Ende alleine nicht mehr herauskam.
Stattdessen diskutierte er mit der Achtzehnjährigen darüber, dass ihr das Auftauchen ohne Slip kein Freigetränkt einbrachte. Ganz im Gegenteil. Das Lächeln, welches sich schließlich auf ihr Gesicht stahl, als er ihr erklärte, dass er sie in Zukunft, wie Luft behandeln würde, wenn sie nicht vernünftig gekleidet kam, ließ den Vierundzwanzigjährigen Übles erahnen. Er hatte das Richtige gesagt, aber ihr Kopf hatte wieder etwas anderes draus gemacht. Was genau da in ihrem kleinen Köpfchen vorging, wusste er jedoch nicht, ansonsten hätte er wohl schon gehandelt. Hinter der Theke hatte sie nämlich absolut nichts zu suchen. Fakt war, er würde auf der Hut sein müssen. Sie heckte irgendwas aus.
Dennoch war dies seine Bar und er hatte solch Sachen zu klären, daher gefiel es ihm auch gar nicht, wenn jemand anderes die Blondine beleidigte. Sie war immer noch ein Gast und wurde – zumindest in Teilen- auch so behandelt. Aus dem Grund schenkte er dem gröhlen Typen nur einen finsteren Blick, der direkt von Lizzie kommentiert wurde. Da sorgte dafür, dass eben jener Ausdruck schneller wechselte als sie vielleicht beabsichtig hatte, nämlich von finster zu höchst irritiert. Vic schüttelte den Kopf, auch angesichts der Diskussion über seine Kleidung, öffnete dann aber doch die obersten Knöpfe seines Hemdes. Die Erklärung, warum sie so erpicht darauf war, mehr von ihm zu sehen, ließ ihn ein weiteres Mal kopfschüttelnd zurück. Hörte sie sich eigentlich selbst zu? „Wenn das so ist, dann zieh du doch mehr an und lass mir mal meine“, sagte er mit einem Schnalzen der Zunge, was den Typen neben ihr zum Lachen brachte. Es war ja nicht so, dass es die nicht gab. Er ging damit nur nicht, wie der Rest des Trupps hier, hausieren. Dass sie über die zwei Zentimeter Haut, die sie da nun zu sehen bekam so ausflippte hätte er nicht gedacht, aber Lizzie war in manchen Punkten einfach unberechenbar. Auch, dass er rot geworden war, hatte sie sofort bemerkt, auch wenn er es abzustreiten versuchte. Schließlich kamen sie darauf zu sprechen, was Vic gerne mochte, nämlich seine Kunden glücklich und betrunken draußen vor der Bar liegen zu haben. Besser natürlich noch in ihren Betten, Hauptsache sie machten keinen Ärger. Dass er damit nicht Lizzie gemeint hatte, war ihr aber nicht so ganz bewusst. „Meine männlichen Kunden“, fügte er daher hinzu, die konnten das besser vertragen. Als sie schließlich anmerkte, er hätte sie gebrozoned, schmiss er die Hände in die Höhe. Egal, was er sagte, es kam eh falsch an. Obwohl sie in diesem Fall sogar recht hatte, so konnte man seine Aussage tatsächlich auffassen, sie zu revidieren wäre allerding genauso fatal. Also sagte er einfach gar nichts, was sie dazu nutzte ihn weiter über seine sexuellen Vorlieben auszufragen. Als sie ihn schließlich vor die hypothetische Wahl stellte, mit ihr oder dem Typen neben ihr ins Bett zu springen, war sie völlig aus dem Häuschen, als er sich für sie entschied. Er würde auch nichts bringen anzumerken, dass er theoretisch mit niemanden ins Bett wollte, obwohl er sich da selbst in die Tasche log. Er wollte. Und wie er wollte. Doch das würde erst einmal eine jahrelange Therapie voraussetzen und darauf konnte er gerne verzichten. Dennoch beschloss die Achtzehnjährige, dass man darauf trinken müsse und Vic kam ihrer Bestellung, wenn auch mit einem weiteren Kopfschütteln, nach. Den Rum kippte er sich allerdings zunächst von der Flasche aus in den Hals und wägte ab, ob es sich lohnen würde, sich heute Abend selbst zu betrinken. Zumindest würde er den Abend dann irgendwie überstehen. Er rieb sich die Schläfe als sie ihren Toast aussprach und hätte den Kopf am liebsten gegen die Theke geschlagen, doch dazu kam er nicht mehr, denn Lizzie hatte partout begonnen sich auszuziehen. Entsetzt sah er dabei zu, wie sie es sich auf dem Trese bequem machte, bereit, dass sie den Tequila von ihrem Körper schlürfen sollten. Das war zu viel für Vic, der ein paar Schritte rückwärts machte. Sein Blickfeld verschwamm, grade noch hatte er Lizzie im Blick, die sich mit dem Typen namens Tobi unterhielt und im nächsten Moment war sie von einem Haufen Leichen umgeben. Ein Arm lag über ihrer Brust, Jarvis starre Augen auf ihn gerichtet. „Nein“, keuchte er, stolperte rückwärts und wurde grade noch von seinem zweiten Barmann gehalten. „Vic, alles okay? Ist dir nicht gut?“, wollte er wissen, im Gegensatz zu seinen Kunden wussten seine Barleute, dass er mit seiner Gesundheit zu Kämpfen hatte. Vic schüttelte ihn ab. „Muss…kurz raus“, meinte nur und leckte sich über die viel zu trockenen Lippen. Er torkelte zur Hintertür hinaus und lehnte sich mit dem Kopf an die kühle Mauer. Sein Atem ging schnell und er hatte das Gefühl der Sauerstoff erreichte seine Lunge nicht. Er musste sich beruhigen, es war nur eine Panikattacke. Wenige Minute später, hockte er sich erschöpft auf eine, der im Hinterhof gelagerten, leeren Bierkisten.


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zuletzt bearbeitet 06.08.2023 21:05 | nach oben springen

#12

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

09.08.2023 19:04
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Das viele der Barstammgäste sie zum Pokern verführten, um mit ihr ins Bett zu kommen, das ahnte Lizzie nicht. Doch selbst wenn, würde sie nichts ändern. Das Spiel machte ihr Spaß und sie stimmte dem Spiel sowieso nur zu, wenn sie alle Spieler attraktiv fand, sodass sie nicht mit einem alten Saftsack ins Bett steigen musste. Auch wenn sie naiv war und oft dümmlich wirkte, war sie nicht so dumm wie viele es annahmen. Sie lebte einfach ihr Leben so, wie sie es leben wollte und so wie sie es richtig fand. Und dies in jeglichem Belang. Sie schlief so lange wie sie wollte, sie ging mit wem sie wollte ins Bett, sagte was sie dachte, und tat das, was sie am liebsten machte. Meist war es musizieren. Nur hatte sie noch keinen Ort gefunden, wo sie auftreten konnte. Womöglich wäre die Bar ein guter Ort dafür. Dem Gedanken musste sie mal nachgehen!
Doch zuvor redete sie mit Vic über Kleidung und dass sie ihn am liebsten ohne welche sah und Vic äußerte, dass er wiederum sie wie Luft behandeln würde, wenn sie mal keinen Slip trug. Dies brachte die Blondine natürlich mal wieder auf sonstige Ideen, die wohl jeder anhand von ihrer Mimik ablesen konnten. Was genau in ihrem Kopf vorging natürlich nicht, aber dass sie etwas ausheckte.
Schlussendlich schaffte Lizzie es sogar, dass Vic die obersten zwei Knöpfe seines Hemdes aufknöpfte, sodass sie wenigstens ein bisschen von seiner Haut zu sehen bekam. Ihre Freude darüber wich jedoch schnell wieder einer traurigen Miene, da er schnalzend meinte, dass sie ihm seine Kleidung lassen sollte und stattdessen selbst mal lieber mehr anziehen sollte.
„Gefällt dir das Kleid etwa nicht?“, fragte sie sofort nach und schob schmollend die Lippe vor. Vor allem als der Typ neben ihr wegen Vics Aussage auch noch lachte. Sie fühlte sich in dem Moment mal wieder missverstanden. Wie so oft in ihrem Leben. Doch als sie im Gespräch zum nächsten Thema übergingen, wo Vic seine Kunden am liebsten hatte, war das beengende und unschöne Gefühl in ihrer Brust auch schon wieder verschwunden.
„Und wo hättest du am liebsten deine weiblichen Kunden?“, flötete sie wieder lasziv und klimperte mit den Augen. Wenn er schließlich die Männer nur besoffen hinter seine Theke oder später vor dem Laden sah, müsste er ja mit den weiblichen Kundinnen etwas anderes vorhaben. Womöglich sah er diese lieber in seinem Bett. Auch wenn sie noch nie davon gehört oder es gar mitbekommen hatte, dass Vic eine Kundin mit zu sich genommen hatte. Er hatte selbst noch nie mit einer geflirtet oder eine Frau geküsst.
Schlussendlich brozonte er sie, was sie erneut schmollen ließ. Vic war ein harter Brocken, der sie immer und immer wieder abwies, aber sie würde ebenso hart sein. Nein! Härter. Denn nur so konnte sie seine harte Schale brechen und endlich das kriegen, was sie wollte. Auch wenn ihr die Gespräche mit ihm gefielen sowie die Jagd, die danach aufhören würde.
Da Vic nach ihrer Feststellung, dass er sie gebrozoned hatte, einfach schwieg, was sie auch nicht deuten konnte, weswegen er dazu nichts mehr sagte, ging sie einfach dazu über ihn direkt zu fragen, was seine Vorlieben wären. Würde er lieber mit dem Typ neben ihr ins Bett steigen oder mit ihr? Vic entschied sich für sich, weswegen sie hellauf begeistert und überglücklich war. Alle, die das Gespräch mitverfolgt hatten, konnten ihr dies auch ansehen, so wie sie in dem Moment alle mit einen riesigen Lächeln anstrahlte.
Auf diese Offenbarung mussten sie natürlich trinken. Als erstes bestellte sie noch einen von den pinken und viel zu süßen Drinks, dann mehrere Stamperl. Einen für sich, einen für ihren Sitznachbarn und einen für Vic. Sowie zwei weitere für Bodyshots mit ihrem Sitznachbarn. Wenn Vic auch ranwollte, musste er es sagen. Lizzie bot ihm ständig solche Sachen an, doch er lehnte ab. Wenn er also doch wollte, musste er es schon sagen. Dass er jedoch davon ausging, dass der zweite Shot für ihn war, dass ahnte sie nicht. So oft wie sie alle anderen missverstand, waren auch ebenso oft ihre Aussagen missverständlich.
Nachdem sie den ersten Shot getrunken hatte, legte sie sich für Tobi – dessen Namen sie infolgedessen herausgefunden hatte – auf die Theke. Das Kleid hatte sie natürlich ausgezogen, sodass es nicht vollgekleckert wurde. Dann bereitete sie alles für den Shot vor und war erst einmal auf Tobi konzentriert als auf Vic. Erst als sie ein leises Nein von hinter der Theke hörte, schielte sie zu ihm rüber und sah, wie Vic zurückstolperte. Obwohl sie schon die Zitrone zwischen ihren Lippen hatte, schlich sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Denn anstatt seine Reaktion auf ein Trauma zurückzuführen, schob sie es selbstverständlich auf Eifersucht. Nichtwissend, dass er eigentlich davon ausging, dass sie darauf bestand, dass er auch einen Bodyshot von ihr trinken sollte. Und diese Eifersucht gefiel ihr, da sie nun davon ausging, dass er nur so abweisend war, da sie ständig etwas mit einem anderen Kerl hatte. Manchmal auch einer Frau. Wahrscheinlich war er tatsächlich in sie verliebt und machte nur dicht, da sie ihn verletzt hatte. Weswegen sie sich in den Kopf setze mal ein paar Wochen niemanden in der Bar aufzureißen, um zu sehen, wie Vic reagierte. An sich ein kluger Gedanke, wenn auch eine total falsche Schlussfolgerung seiner Taten.
Da Tobi dann ihr den Shot in den Bauchnabel goss, war sie jedoch wieder abgelenkt, hörte aber noch, wie Vic meinte, dass er kurz raus musste. Dann machte Tobi sich schon ans Werk und ließ sich dabei auch etwas mehr Zeit. Sowie Lizzie auch später als sie von Tobi den Shot trank. Ein paar andere Kerle forderten, dass auch sie einen Bodyshot von Lizzie trinken durften, doch sie lehnte ab, da Vic immer noch verschwunden war und sie den Moment nutzen wollte, das erste Mal mit ihm zu sprechen, wenn niemand anderes dabei war.
So schlüpfte sie wieder in ihr Kleid und ging raus. Da sie nicht mitbekommen hatte, dass Vic hinten rausgegangen ist, aber schnell sah, dass er vor der Bar nicht zu finden war, ging sie in die kleine Nebengasse und umrundete das Gebäude. Tatsächlich fand sie dort Vic auf Bierkisten sitzen. Auch wenn sie nicht die aufmerksamste war, fiel ihr selbst in dem schwachen Licht auf, dass Vic fertig aussah.
„Hey.“, kündigte sie sich an und war ruhiger als sonst, wie sie in der Bar war. Nur wenige Menschen kannten sie, wenn sie mal zurückgezogen oder nicht so aufgedreht war. Doch auch diese Seite besaß sie. Meist immer dann, wenn selbstzweifelnde Gedanken sie quälten. Oder wenn sie mit jemanden unter sich war. Da Vic so fertig aussah und sie sich die Schuld gab, da sie mit seinem Herzen gespielt hatte, war sie auch nicht mehr in Partylaune. Sie hatte ja lediglich nur ihn ins Bett bekommen wollen. Ihn zu verletzen war niemals ihre Absicht gewesen.
Sie hopste trotzdem mit federndem Schritt zu ihm und setzte sich auf die Bierkästen neben ihm.
„Tut mir leid, wenn es dir wegen mir schlecht geht.“, meinte sie dann, auch wenn sie bei dem Grund total daneben lag, aber trotzdem die Ursache war. Sie hatte schon öfters mal jemanden mit ihrer Art verletzt, da sie sich bewusst war, dass sie oft einfach direkt heraus sagte und tat, was sie wollte. Doch sie wusste sehr wohl, dass dies nicht immer gut ging. Dass nicht noch mehr Leute sie hassten oder gar wie Carol wegen ihrer Art umbringen wollten, auch wenn sie damals noch nicht einmal das aufgedrehte Energiebündel gewesen war, wusste sie, wann eine Entschuldigung fällig war, um die Wogen wieder zu glätten. Auch wenn sie meist trotzdem danach dieselben Fehler wie zuvor tat, da sie meist nie nachdachte.

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#13

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

10.08.2023 12:24
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Alter
29 Jahre
Größe
1,85 m
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Barkeeper

Vic hielt Lizzie, im Gegensatz zu dem meisten seiner Kunden, nicht für blöd. Genauso, wie er wusste, dass sie sich verteidigen konnte, wenn es nötig war. Und trotzdem beobachtete er mit Argusaugen, was sie tat, wenn sie sich in der Bar aufhielt. Zum einen um größeren Ärger zu verhindern, kam es durchaus schon mal vor, dass diese Steroidenbomber um die Blondine stritten. Zum anderen, weil er sichergehen wollte, dass ihr hier drin nicht passierte. Seine Bar, seine Verantwortung. Lizzie hingegen sah das anders und tat sowieso, was sie wollte. Unter anderem schamlos mit ihm zu flirten. Und so erklärte sie ihm auch haarklein, dass sie ihn am liebsten ohne etwas am Leib sehen wollte, auf jeden Fall aber mit weniger Kleidung. Was er jedoch strikt ablehnte. Genauso, wie die erhofften Freigetränke, wenn sie denn doch in etwas passendem kam. Eine Umformulierung seiner Aussage machte die Situation sogar noch schlimmer und er hätte sich angesichts des diebischen Lächelns aus ihrem Gesicht am liebsten im Bierfass ertränkt. Man konnte sagen, was man wollte, sie machte ihr eigenes Ding draus. Um zumindest ein wenig für Ruhe zu sorgen, öffnete er dann aber doch die obersten Knöpfe seines Hemdes. Generell war es warm in der Bar und der Ausschnitt zu klein, als dass sie in der Lage war ihn dort zu berühren. Ihre Freude darüber war für alles ersichtlich und so würde sie wenigsten nicht weiter fragen. Stattdessen bekam er eine Erklärung, warum er sich seine Kleiderwahl zwei Mal überlegen sollte, zumindest was sie anging. Seine Antwort verstand sie dann allerdings erneut falsch und er fuhr sich müde mit der Hand über das Gesicht. Gut, dass sie nicht geschnallt hatte, dass er seine Fantasien und nicht seine Kleidung gemeint hatte. „Ich bin mir sicher, dass er sehr viele schöne Kleider gibt, die dir stehen. Und mir muss das Kleid auch nicht gefallen“, war er nicht ihr Freund oder Partner. Und generell zog man Kleidung nicht für andere Leute an. Es war auch nicht so, dass ihm das Kleid nicht gefiel, eher der Umstand, dass absolut nutzlos war, weil man sowieso jeden Fitzel Haut sehen konnte. So wie Lizzies Gemütszustand wechselten auch ihre Themen und so meckerte sie grade noch, dass er ihr Kleid nicht mochte und erkundigte sich im nächsten Moment, wo er den seine weiblichen Kunden am liebsten sehen wollte. Er wusste, worauf sie hinauswollte und schüttelte angesichts dessen erneut den Kopf. „An ihren Tischen“, sagte er, beugte sich zu ihr vor und deutete mit den Fingern an ihre vorbei, wo es sich ein paar junge Frauen in einer der Sitzecken gemütlich gemacht hatten und über ein Bier hinweg unterhielten. „Und später sicher zuhause, denn nur so ist garantiert, dass sie auch wiederkommen. Tot, zerstückelt und vergewaltigt nutzen sie mir nichts“, war vielleicht nicht die netteste Aussage, aber er wollte ihr nicht in die Karten spielen. Und hoffte, dass die fixe Idee, die sie sich wahrscheinlich wieder in den Kopf gesetzt hatte, damit ebenfalls verschwand. Er stieg nicht mit seinen Kunden ins Bett. Punkt. Es war ja nicht so, dass er hart zu bekommen sein wollte, es war eben einfach so. Die wenigsten Männer hatten Bock darauf mit knapp dreißig noch Jungfrau zu sein. Er selbst beruhigte sich damit, dass er nichts vermissen konnte, was er nicht kannte. Lizzie ließ allerdings immer noch nicht locker und erkundigte sie schließlich direkt nach seinen Vorlieben, die den Typen neben ihr allerdings ausschlossen. Ihrer Meinung nach ein Grund zu feiern und so bestellte sie eine ganze Reihe Getränkte, sowie Bodyshots, die Vic ihr selbstverständlich lieferte, war das hier immer noch sein Job. Mit ihrem plötzlich nackten Körper auf seiner Theke war er dann aber doch komplett überfordert, vor allem da der Anblick und die Position sein PTSD triggerten. Er sah Dinge, die eindeutig nicht da waren und merkte, wie das Stimmengewirr um ihn herum immer weiter verschwamm. Als würde man den Kopf unter Wasser tauchen. Er musste hier raus. Und zwar sofort. Er torkelte mehr als er lief und schaffte es schließlich durch die Hintertür, wo er – auf einem Bierkasten sitzend – die Panikattacke über sich ergehen ließ.

Er hatte den Hinterkopf an die kühle Wand gelehnt und die Augen geschlossen als leise Schritt vernahm. Draußen war es schon lange dunkel und die Nachtluft einigermaßen kühl. Das schlimme an der Panik war, dass sie den Körper auslaugte, als sein man einen Marathon gelaufen. Und sah er nicht nur völlig fertig aus, sondern fühlte sich auch so. Seine Hände zitterten immer noch leicht und seine Stirn war schwitzig. Er öffnete die Augen erst wieder als er Lizzies Stimme hörte und als sie sich neben ihn setzte, rutschte er kaum merklich ein Stück ab. Er konnte jetzt niemanden neben sich haben, er wollte sie allerdings auch nicht kränken. Aus der Tasche seiner Weste zog er ein Taschentuch und fuhr sich zunächst einmal damit über die Stirn, eher er ihr antwortete. „So ist das nicht.“ Er würde ihr nicht seine Lebensgeschichte erzählen, die war sein ganz eigenes Problem. Er war auch nicht geflohen, weil Lizzie eben Lizzie war. Er war geflohen, weil ihre Art seine Art triggerte. Da konnte sie allerdings nichts für. Störte außer ihm ja auch niemanden. Er rechnete es ihr dennoch an, dass sie kam, um sich zu entschuldigen, wenn auch aus völlig falschen Gründen. Er wolle nach seinem stock greifen, merkte aber, dass er ihn drinnen hatte stehen lassen. Also streckte er einfach das Bein aus und fuhr sich über die Augen. „Mach das bitte nicht nochmal“, bat er und schüttelte das Bild, das erneut aufkam ab.

@Lizzie Samuels


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zuletzt bearbeitet 10.08.2023 12:26 | nach oben springen

#14

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

17.09.2023 19:38
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Schlussendlich nach den vielen verschiedenen Themen über die Vic und Lizzie geredet hatten, wollte sie von ihm wissen, ob ihm etwa ihr Kleid nicht gefiel. Sie selbst fand es schön. Auch wenn es viel Haut zeigt oder wahrscheinlicher eher deswegen. Sie mochte die Blicke, die durch das Kleid auf ihr lagen. Sie waren nicht mehr abwertend, sondern bewundernd. Zwar mochten die Männer nur ihren Körper und nicht ihren Charakter – meist hörte sie doch dass ein oder andere gemurmelte Kommentar – doch es war für sie besser als wenn sie nur verurteilende Blicke auf sich spüren konnte.
Doch Vic schein das Kleid nicht so ganz gefallen. Er meinte zumindest, dass es sicherlich viele andere Kleider gab, die ihr standen. Was für sie so viel bedeutete, dass ihm das aktuelle nicht gefiel. Obendrauf gab er auch zu Bedenken, dass ihm das Kleid nicht gefallen musste. Doch Lizzie wollte trotzdem, dass es ihm gefiel. Geknickt sah sie ihn an und murmelte: „Dir gefällt das Kleid also nicht…“
Lustlos stocherte sie mit dem Strohhalm im Cocktail herum beziehungsweise in dem halb geschmolzenen Eis und den letzten Schluck, der noch übriggeblieben war. Doch wenige Sekunden war sie von ihrem Trübsal und ihrer schlechten Stimmung abgelenkt. Sie sprachen nun darüber, wo Vic am liebsten seine Kunden hatte und Lizzie fragte eindeutig zweideutig nach, wo er denn die weiblichen Kundinnen haben wollte. Er antwortete, dass er sie am liebsten an ihren Tischen hatte und zeigte auf eine kleine Gruppe von tratschenden Frauen. Einer Gruppe, zu denen Lizzie niemals dazugehören würde. Die meisten Frauen bezeichneten sie schnell als verrückt und verstießen sie aus ihrer Clique, weswegen die Blondine sich lieber gleich von ihnen fernhielt, um diese Abweisung überhaupt erst nicht erfahren zu müssen.
„Mich etwa auch?“, harkte sie dann nach, um herauszufinden, ob er sie zu diesen Frauen dazuzählte oder ob sie womöglich diese eine Ausnahme war, auf die sie so sehr hoffte. Dann fügte Vic auch schon hinzu, dass er Frauen nach der Bar am liebsten bei ihnen zuhause sah, damit ihnen nichts geschah. Er wusste genau, was im Zoo alles ablief und die Aufzählungen waren tatsächlich alle schon einmal vorgekommen. Doch Lizzie hatte vor solchen Erlebnissen keine Angst. Sie wusste sich zu wehren, auch schon bei den Whisperern, wo das Recht des Stärkeren galt und man nur überlebte, wenn man eben diese Stärke zeigte.
„Also willst du keine der Frauen in deinem Bett mal haben?“, fragte sie nun ganz direkt und klimperte mit den Wimpern mit einem süßlichen Lächeln. Ihm musste man immer alles aus der Nase ziehen, sowie er auch generell ausweichend antwortete. Womöglich sagte er erst, was Sache war, wenn sie ihn so direkt fragte.
Nach diesem Thema horchte sie ihn weiter über seine sexuellen Vorlieben aus, woraufhin er wenigstens verkündete, dass er eher sie als den Typen neben ihr erwählen würde. Nun glücklich über diese Antwort, beschloss sie mit Tobi – ihrem Sitznachbar – Bodyshot zu trinken. Vor allem um so Vic auch zu zeigen, was er sich trotzdem weiterhin entgehen ließ. Doch anstatt nur zuzugucken und vor eifersüchtig grün anzulaufen, verließ Vic fluchtartig die Bar. Was sie jedoch nicht mitbekommen hatte, da sie mit Tobi beschäftigt gewesen war.

Nachdem Lizzie auch ihren Bodyshot getrunken hatte, zog sie sich wieder an und suchte Vic. Sie hatte ihn zwar eifersüchtig machen wollen, aber sicherlich nicht so sehr, dass er die Bar verließ. Auch wenn sie oft ein Trampel war, wollte sie sich trotzdem dafür entschuldigen. Hinter der Bar fand sie ihn dann auf ein paar Bierkisten sitzend vor. Der Kopf an die Wand dahinter gelehnt. Nachdem sie sich entschuldigt hatte, dass es ihm wegen ihr so schlecht ging. Vic gab daraufhin zurück, dass es nicht so war, weswegen sie ihn erst verwirrt ansah und dann eine Schnute zog, da er doch nicht eifersüchtig oder neidisch gewesen war.
„Wie ist es denn dann?“, wollte sie dann natürlich wissen. Denn wenn nicht wegen dem Bodyshot, weswegen dann? Sie verstand ihn einfach nicht, weswegen sie umso neugieriger auf ihn und seine Beweggründe war.
Anschließend setzte sie sich neben ihn hin und schmollte innerlich weiter als er dann etwas von ihr abrückte. Er schien ihre Nähe wirklich nicht gerne zu haben. Dass er die Nähe zu jedem mied, das hatte sie natürlich noch nicht mitbekommen oder realisiert.
Verwirrt sah sie ihn dann an als er sie bat, dass sie das nicht noch einmal machen sollte. Dann senkte sie traurig den Blick. Sie hatte mal wieder einen Fehler gemacht und wie immer verstand sie nicht was das war. War er böse wegen dem Bodyshot? Wegen dem Kleid? Oder das sie es ausgezogen hatte? Oder dass sie sich nun neben ihn gesetzt hatte?
„Tut mir Leid!“, murmelte sie und zog die Beine an, auch wenn sie so mal wieder tiefere Einblicke bot. Doch sie waren hinter der Bar, wo sich sonst niemand befand und so lange Vic nicht aufstand, würde auch er nichts sehen.
„Ich mach immer alles falsch. Schon mein ganzes Leben lang…“, meinte sie dann, legte den Kopf auf ihre Knie und sah rüber zu Vic: „Weswegen bist du sauer auf mich?“

@Vic de Burgh

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#15

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

03.10.2023 22:05
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Alter
29 Jahre
Größe
1,85 m
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Barkeeper

Wahrscheinlich hatte sich Vic noch nie so viele Gedanken um ein Kleid gemacht als an diesem Abend. Oder zumindest so viel darüber gesprochen. Was Lizzie trug, war für Vic ganz allein ihre Sache, war er immer schon der Meinung gewesen, dass Kleidungsstücke dem Träger gefallen mussten. Daher verstand er ihre Enttäuschung auch nicht wirklich. Warum musste ihm das Kleid gefallen, wenn sie es doch anhatte, weil es eben ihr gefiel? Verstand einer die Frauen. Vielleicht war auch er das Problem, weil er einfach in der Beziehung viel zu wenig Erfahrung mit dem anderen Geschlecht hatte. Konnte ja gut sein, dass es da so eine unausgesprochene Regel gab, von der er noch nichts wusste. „Ist es dir so wichtig, dass es mir gefällt?“, wollte er mit einem Seufzen wissen. Von Kleidern kamen sie auf Vics, vor allem weibliche, Kunden zu sprechen, wo er, bei der Gelegenheit, einen erneute Flirtversuch abschmetterte. Sein Beispiel, ein Tisch Frauen weiter im Raum, gab bei der Blondine allerdings nicht so gut an, konnte er ihr an der Nasenspitze ablesen. „Du auch was?“, wollte er wissen und stellte sich absichtlich unwissend, um die Frage zu umgehen. Er wusste, worauf sie hinauswollte, und Lizzie wäre eben nicht Lizzie, wenn sie ganze Sache nicht auch noch konkretisieren würde. „Von denen?“, er sah zu dem Tisch herüber. „Nein!“, meinte er Schulterzuckend und vermied somit ebenfalls die Frage zu beantworten, die ihr ins Gesicht geschrieben stand, nämlich ob er sie in seinem Bett haben wollte. Nachdem sie scheinbar gemerkt hatte, dass ihre Ausfragerei nicht so ganz fruchtete und sie nur Teilanworten bekam, die ihr allerdings zu reichen schienen, ging sie schließlich dazu über Bodyshots mit ihrem Nebenmann zu trinken. Von ihrem Körper, was wiederum Vic in einen Flashback versetzte, der ihm speiübel werden ließ. Torkelnd verließ er die Bar durch die Hintertür, während er Lizzie sich selbst überließ.

Draußen angekommen rollte die Panikattacke über ihn Weg, wie eine Dampfwalze und ließ in genauso ausgelaugt und platt zurück. Er hatte sich gerade erst wieder beruhigt, sein Hemd klebte förmlich an seinem Körper, so stark hatte er zu schwitzen begonnen, als er die Tür hörte und merkte, wie sich jemand neben ihn setzte. „Schwer zu erklären“, antwortete er auf die Frage, wie es denn zu der Situation gekommen war, wenn sie nicht der Grund dafür war, dass es ihm schlecht ging. Sicher hatte sie ihn mit ihrer verrückten Idee getriggert, die Tatsache, dass ihm da zusetzte lag allerdings allein bei ihm. Genauso, wie er keine Körpernähe ertrug, weswegen er von ihr abrückte, was der Blondine natürlich nicht entging. Es tat ihm leid, sie zu verletzten, wenn ihm durchaus bewusst war, dass sie keinerlei böse Absichten mit ihrer Art hegte. Es gab wohl kaum einen Menschen in seinem Umfeld, der positiver eingestellt war als Lizzie. „Schon okay“, seufzte er als sie sich entschuldigte, legte dann den Kopf schief als sie anmerkte, dass sie schon immer alles falsch machte. „Sag sowas nicht…“, meinte er nur, alles war immerhin schon sehr viel, auch wenn er durchaus annahm, dass es mit ihr schon zu Komplikationen gekommen war. „Ich bin nicht sauer auf dich“, versicherte er. „Ich bin…“, wie sagte er das nun ohne ihr vor den Kopf zu stoßen und gleichzeitig seine Lebensgeschichte erzählen zu müssen. „…sagen wir, ich bin krank“, das würde sie verstehen. Er musste ihr Dinge einfach manchmal erklären, wie einem kleinen Kind. „Und das führt dazu, dass ich manche Sachen nicht so kann, wie ich will, ja?“, er stemmte sich langsam an der Wand hoch. Ihm war schwindelig. „Deswegen muss ich mich jetzt hinlegen und du gehst weiterfeiern.“

@Lizzie Samuels


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#16

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

05.10.2023 20:21
Gelöschtes Mitglied
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Auf Vics Frage hin, ob es ihr wirklich so wichtig war, ob ihm das Kleid gefiel, nickte Lizzie erst einmal energisch. Anders als Vic trug sie Kleidung, um anderen gefallen. Natürlich zog sie nichts an, was nicht auch ihr zusagte, doch sie wollte auch, dass es anderen gefiel. Deswegen war sie auch so enttäuscht, dass sie Vics Geschmack nicht getroffen hatte. Zwar könnte sie wahrscheinlich so gut wie jeden anderen in der Bar fragen und dieser Mann würde ihr sagen, dass ihm ihr Kleidungsstil zusagte, doch es war nicht das gleiche. Auch wenn Lizzie mit vielen anderen sicherlich ins Bett springen würde oder es schon getan hatte, so war sie vor allem an Vic interessiert, da dieser ihr immer die kalte Schulter zeigte und es so für sie viel spannender war, aber auch etwas weh tat immer abgewiesen zu werden.

Nachdem die beiden noch über einige andere Themen geredet hatten, tranken Lizzie und der Mann neben ihr einen Bodyshot vom Körper des jeweils anderen. Vic verschwand in dieser Zeit nach draußen, ohne dass Lizzie es bemerkte, erst danach fiel es ihr auf, dass ihr Lieblingsbarkeeper nicht mehr hinter der Bar stand. Da sie davon ausging, dass er wegen dem Bodyshot eifersüchtig war oder sie ihn anders verärgert hatte, ging sie ihn suchen und fand ihn schlussendlich hinter der Bar, wo die Kunden eigentlich keinen Zutritt hatten. Doch sie hatte sich noch nie an Regeln gehalten.
Viele hätten es bei Lizzie nicht erwartet, da sie meist nur tat, was sie wollte und viel zu hibbelig war, um viel um sich herum zu registrieren, doch manchmal bekam sie auch etwas mit. Wie das es Vic nicht gut ging. Verpeilt wie sie war, gab sie sich die Schuld und entschuldigte sich bei ihm. Doch sie lag falsch mit ihrer Vermutung, denn sie war nicht die Ursache für seinen Zustand.
Natürlich wollte sie wissen, was dann mit ihm los war und er erwiderte, dass dies schwer zu erklären war. Sie setzte sich derweil neben ihn hin und legte ihren Kopf auf ihre angewinkelten Beine. Da sie mal wieder dachte etwas falsch gemacht zu haben, auch wenn er gesagt hatte, dass es nicht ihre Schuld war. So recht wollte sie es nicht glauben, da sie immer alles falsch machte, aber mit ihrer Art einfach weitermachte. Denn wenn sie sowieso schon alles falsch machte, dann konnte sie auch so bleiben wie sie war.
Vic meinte auch, dass sie so etwas nicht sagen sollte, doch sie schüttelte nur den Kopf und erwiderte: „Aber es ist so. Ich mach doch bei dir auch alles falsch, sonst würdest du mich nicht immer ablehnen!“
Sie hatte schließlich keine Ahnung, dass er einfach keinen Körperkontakt zulassen konnte und dass der Grund für sein Verhalten war. Dann erklärte er ihr, dass er krank war, und sie sah ihn fragend an. Natürlich kam sie nicht darauf, dass diese Krankheit ihn davon abhielt sich ihr zu nähern. Wie auch?
„Was hast du denn?“, wollte sie genauer wissen und murmelte dann: „Die Leute sagen auch immer, dass ich krank im Kopf bin…“
Dabei legte sie ihren Kopf wieder auf ihre Beine und wartete nur darauf, dass er ihr zustimmte, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Nicht umsonst hatte ihre Ziehmutter Carol versucht sie vor einigen Jahren umzubringen, nur da sie war wie sie war.
„Was kannst du denn nicht machen?“, harkte sie dann jedoch trotzdem neugierig nach, auch wenn er aufstand, um zu gehen. Dieses Mal würde sie ihn auch gehen lassen.
„Na gut… werde schnell wieder gesund. Ich werde dich hinter der Bar vermissen!“

@Vic de Burgh

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#17

RE: I am pissed off at your insensitive inability to understand why I'm pissed off in the first place. | Herbst 2019 | Lizzie & Vic

05.10.2023 23:33
Vic de Burgh 126 Beiträge
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Aufgabe
Barkeeper

Es gab einfach Tage, da hasste Vic seinen Körper mehr als alles andere. Wie gerne hätte er nur einen Abend an dem er ihm so gehorchte, wie jedem anderen Mann auch. Keine Panikattacken. Kein gedankliches Zurückreisen in die Vergangenheit. Keine einfachen Situationen, die ihn triggerten. Nichts. Einfach mal einen Abend einen drauf machen, mit Leuten feiern, tanzen und ja eventuell so wie Lizzie ihn jedes Mal frage, auch jemanden mit Heim nehmen. Nur einmal. Mehr wollte er gar nicht. Vielleich sollte er das Angebot annehmen und medizinische Hilfe zulassen. Doch er wusste genau, dass er das nicht konnte. Er wollte nicht darüber reden und er wollte sich nicht mit Medikamenten zudröhnen. Ein Leben nur mit der Hilfe von Medikamenten war immerhin auch nicht normal. Und so hockte Vic nun hier an der Mauer der Bar und versuchte sich zu beruhigen. Er war verschwitzt und er war erschöpft. Was er nun brauchte, war Schlaf. Womit er nicht gerechnet hatte, war, dass Lizzie ihm Folgen würde. Und auch nicht, dass sie sich die Schuld gab. Sicher konnte er nun harsch reagieren, ihr erklären, dass er ihretwegen so drauf war und dass sie sich verziehen sollte. Doch er war viel zu müde, um ihr nun ins Gesicht zu lügen. Stattdessen ließ er zu, dass sie sich neben ihn setze, auch wenn er ein Stück von ihr abrutschte. „Ich lehne dich nicht ab…“, seufzte er. „…sonst würde ich doch gar nicht mit dir reden.“ Er hatte erneut die Augen geschlossen, massierte sein Bein, das ebenfalls wieder zu schmerzen begonnen hatte. Stattdessen versuchte er es anders anzugehen und ihr zu erklären, dass er krank war. „Viel“ antwortete er auf die Frage, was genau er denn hatte. Sie brauchte seine Krankengeschichte nicht zu kennen. Langsam öffnete er die Augen als sie anmerkte, dass die Leute erklärten, sie sei krank im Kopf. „So ein Unsinn…“, murmelte er und wurde immer leise. Klar war Lizzie anders und wahrscheinlich dachte sie auch anders, aber dass hatte nichts damit zu tun und selbst wenn, er war nachweislich tatsächlich krank im Kopf. „Ebenfalls vieles“, antwortete auf die Frage, was er nicht machen konnte, und tippte auf sein Bein. „Richtig Laufen zum Beispiel“, er versuchte sich aufzurichten, wobei seine Knochen knackten. Er musste ins Bett. „Ich bin…morgen wieder da….wie immer“, sagte er, während er auf die Hintertür zu humpelte, wo er jedoch direkt die Treppe nach oben in sein Schlafzimmer nahm.



--ENDE--


@Lizzie Samuels


Who’d deny a poor cripple his cane?
If the cripple is you...
...then any man with sense.
zuletzt bearbeitet 05.10.2023 23:40 | nach oben springen


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