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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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THE DEAD DON’T DIE
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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Eigentlich war Atticus ja kein besonderer Angeber. Aber bei so einer Vorlage konnte er sich den folgenden Spruch einfach nicht verkneifen.
„Also wenn du cooles Karate sehen willst, musst du nicht erst in einen Film gehen“
Sagte er nun mit einem vielsagenden Schmunzeln auf die Lippen. Denn Karate konnte er ihm durchaus live vorführen. Was sicher sogar viel besser wäre als alles in einer Flimmerkiste zu sehen.
Das Grinsen verging ihm aber ohnehin sehr schnell, als sie über wesentlich ernstere Themen redeten.
„Vielleicht sollten sie auch nicht geflickt werden.. immerhin gibt es etwas, woran diese Schmerzen uns erinnern sollen“
In seinem Fall war es seine Rache. Wenn die Wunde, die Siennas Tod ins einem Herzen hinterlassen hatte, einfach zu wuchs oder man sie flickte… würde er seine Rache vielleicht vergessen. Und würde seine Mutter enttäuschen.. doch das wollte er nicht. Weshalb es ganz gut war, dass seine Trauer ihn immer wieder an diese Grausamkeit erinnerte.
Er und sein Dad wirkten vertraut miteinander? Hm.. ja, manchmal hatte Atticus den Eindruck. Manchmal allerdings auch absolut nicht, wie vorhin im Supermarkt.
„Ja.. ich weiß, dass das dumm war… aber er treibt mich manchmal so in den Wahnsinn mit seinen dummen Sprüchen und Bemerkungen..“
Atticus schüttelte den Kopf, er konnte doch sehen wie Joey jetzt auch schon wieder irgendeinen Schwachsinn redete. Wenn man einmal mit ihm trank war das ja lustig. Aber wenn man sich diese Sprüche die ganze Zeit anhören musste.. platzte einem irgendwann automatisch der Kragen.
Nun fragte Kieran allerdings entschieden zu viel für Attis Geschmack. Nicht weil es ihn nervte.. er würde gerne mit ihm darüber reden. Aber er durfte leider nicht so viel Preis geben.
„Sagen wir so…. er ist eines Tages einfach vor meiner Tür gestanden und hat mir gesagt, dass er mein Vater sei. Das war ein ziemlicher Schock“
Näher ins Detail ging Atticus aber trotzdem nicht. Denn das durfte er einfach nicht, um die beiden nicht in etwas hinein zu ziehen was sie nicht wollten.
„Glaub mir.. du hast meine Stimmung nicht getrübt. Sie war auch davor schon Scheiße. Mit dir zu reden hat es eigentlich sogar… ein bisschen besser gemacht. Mein Dad will immer nur, dass ich gut drauf bin, mit ihm trinke und wir über irgendwelche plumpen Themen reden. Da war es eine angenehme Abwechslung nun stattdessen mit einem Gleichaltrigen zu plaudern, der ähnlich grausame Dinge durchgemacht hatte wie er.
Atticus war froh, dass Kieran wegen der Umstände von AJs und seiner Beziehung nun nicht zu sehr nach hakte. Weshalb er bloß zustimmend nickte. Denn ja, sie hatten ihre Gründe aber die durfte er Kieran nun nicht erzählen.
„Es ist hart.. aber… ich werd mich schon dran gewöhnen. Hoffe ich..“
Als sie noch ihre kleinen Treffen im Bunker gehabt hatten, war es ja noch irgendwie aufregend gewesen und sie konnten sich häufiger auch mal für kurz sehen. Aber jetzt war es zu gefährlich für AJ geworden in Wicked Gebiet zu gehen. Weshalb diese Option leider vollständig weg fiel.. und das war schon richtig beschissen. Denn nun würden die Pausen richtig lange werden.
„Ja.. er ist mein erster Freund, seit etwa einem Jahr inzwischen..“
Wahnsinn wie die Zeit vergangen war. Viel zu schnell…
„Denkst du denn dass du… dein Herz irgendwann wieder jemandem öffnen kannst?“
Irgendwann in Zukunft? Dabei redete er sicher nicht von sich. Sondern wollte wissen… ob Kieran die Liebe und Romantik nun vollständig an den Nagel gehängt hatte.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Du meinst, ich bekomme eine Privatvorstellung deines Könnens?«, gab Kieran grinsend zurück und hob die Augenbrauen. Woher der flirtende Unterton kam, wusste er auch nicht, aber ... na ja, da hatte er ja auch noch keine Ahnung davon, dass Atticus vergeben war. »Da sage ich bestimmt nicht Nein. Vielleicht kannst du mir ja auch was beibringen. Mehr Nahkampfskills wären sicher nicht schlecht.« Falls Kieran mal völlig allein war und sein Dad nicht bei ihm oder auch ... fort. Nur auf die Armbrust sollte er sich jedenfalls nicht verlassen, wenn er überleben wollte.
Doch nun ging es um ernstere Themen und sie erzählten sich, welche Verluste sie bereits hatten hinnehmen müssen.
»Das stimmt. Ich will auch gar nicht, dass der Schmerz jemals ganz heilt, weil ich dann Angst habe, dass ich sie vergesse. Auch wenns manchmal echt schwer zu ertragen ist.« Irgendwie war es echt befreiend, mal so offen darüber zu sprechen. Mit seinem Dad war das nicht so einfach möglich. Dafür waren sie wohl zu emotional miteinander und mit den Verlusten verflochten, die sie letztes Jahr erlebt hatten.
Kieran lachte leise. »Ja, Väter sind echt anstrengend. Sie sagen aber sicher dasselbe über ihre Söhne.« Auch er warf den beiden Erwachsenen einen kurzen Blick zu. Sie schienen Spaß zu haben, auch wenn schon die zweite Bierdose angebrochen worden war. Vielleicht sollten sie langsam das Abendessen zubereiten und schlafen gehen, damit das hier nicht so eskalierte. Auf einen verkaterten Dad am nächsten Morgen hatte Kieran keine Lust.
Doch zunächst stellte er ein paar neugierige Fragen, war damit aber wohl zu weit vorgeprescht. Atticus antwortete ausweichend, weswegen Kieran sich hütete, weiter nachzubohren. Sie mussten sich ja nicht gleich heute alles erzählen, was es zu wissen gab. »Krass, das muss wirklich ein extremer Schock gewesen sein. Aber doch auch was Gutes ... wenn man erfährt, dass ein Elternteil noch lebt.« Unabhängig davon, warum Joey nicht in Attis Leben aufgetaucht war. Doch die genauen Umstände kannte Kieran wie gesagt nicht und mutmaßte so ins Blaue hinein.
»Tut mir leid, dass deine Stimmung aktuell so beschissen ist. Da können wir uns die Hand geben. Das Gespräch mit dir hilft mir aber auch.« Kieran lächelte und sah Atticus dabei tief in die Augen. Was wohl unziemlich war, da der andere Teenie ihm gerade von seinem Herzschmerz erzählte, doch ... es ließ sich nicht vermeiden. Kieran mochte Atticus und er fand ihn attraktiv. Trotzdem kamen gerade noch keine Hintergedanken auf, er erfreute sich einfach daran, dass sein Herz offenbar doch noch nicht völlig tot war. Selbst wenn das schlechte Gewissen schon anklopfte, so war es doch schön, eine andere Gefühlsregung als Schmerz und Trauer zu bemerken.
Kieran wandte den Blick wieder ab und sah auf das Feuer. »Du wirst das schon schaffen und euer Wiedersehen wird großartig werden. Denk immer daran. Manchmal stelle ich mir auch vor, wie es sich gestalten würde, wenn mein ... Ex ... gar nicht tot wäre und wir uns plötzlich wieder gegenüberstehen würden ...« Er zuckte mit den Schultern. »In deinem Fall können solche Fantasien wenigstens wahr werden.«
Ob er glaubte, sein Herz jemals wieder jemandem öffnen zu können? Kieran zuckte mit den Schultern. »Ich glaube, es wäre schon möglich. Aber im Moment weiß ich nicht, ob ich es möchte. Wie soll das gehen, wenn man geglaubt hat, die wahre Liebe schon gefunden zu haben? Andererseits ... vermisse ich nicht nur ihn. Sondern auch die Nähe eines Menschen, diese Verbundenheit und das Gefühl, für ein paar Stunden an nichts denken zu müssen als an das. Weißt du, was ich meine?« Kieran könnte sich mittlerweile vielleicht vorstellen, so etwas mit einem anderen Jungen statt seinem Ex zu erleben. Aber dann wäre es mehr eine Flucht vor der Realität, eine Bewältigung der Trauer und eben ... nichts Ernstes.
»Hey, habt ihr Hunger?«, fragte er dann an die ganze Runde gewandt und machte sich daraufhin mit Nathan daran, das Abendessen vorzubereiten. Joey dachte nicht daran, zu helfen, sondern schwankte zu Atticus, um ihn auf die Füße zu ziehen. »Wir bauen mal unsere Zelte für die Nacht auf«, meinte er dabei an die anderen zwei gewandt und zog seinen Sohn dann etwas abseits, wo sie beim Aufbau leise und ungestört reden konnten.
»Sind cool drauf, die beiden, oder? Und du verstehst dich mit diesem Kieran?« Joey grinste vielsagend.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Den flirtenden Unterton in Kierans Stimme bemerkte Atticus gerade nicht wirklich bzw. war er nicht empfänglich dafür, immerhin hatte er ihm gerade erst vom Tod seines Ex-Freundes erzählt. Weshalb er sicher nicht davon ausging, dass der Gleichaltrige nun mit ihm flirtete. Also zuckte er bloß gelassen mit den Schultern und meinte völlig wertfrei
„Klar, wenn es dich denn interessiert?“
Er wollte ja nicht angeben oder so. Aber falls Kieran wirklich sehen wollte, wie Karate aussah, hatte er kein Problem damit ihm ein bisschen was zu zeigen. Ob er ihm auch was beibringen könnte? Hm..
„Kommt wohl drauf an, was unsere Dads miteinander ausmachen. Also.. ob wir morgen schon wieder weiter ziehen oder nicht.“
Aber falls sie noch etwas blieben, konnte Atticus sich durchaus vorstellen Kieran ein paar Karate-Moves beizubringen. Das war immerhin etwas, das ihm tatsächlich Spaß machte und ihn vielleicht ein wenig von seinem Herzschmerz ablenkte.
Den sie nun ein wenig teilten. Auch wenn der von Kieran natürlich viel schlimmer war… weil sein Partner für immer verloren war. Deshalb nickte Atticus nur mitfühlend und legte Kieran sogar trostspendend eine Hand auf die Schulter. Manchmal halfen solche kleinen Gesten vielleicht ein bisschen.
„Darauf kannst du Gift nehmen..“
Murmelte er was seinen Dad betraf, musste dann aber auch leicht schmunzeln. Sie trieben sich wohl gegenseitig in den Wahnsinn und nahmen sich beide nichts in ihren Streits.
Atticus würde Kieran ja gern alles erzählen… aber leider zwangen die Wicked ihn nach wie vor dazu zu lügen oder sich zu verstellen.. was ihn inzwischen wirklich mehr ankotzte als früher. Nun wo er das Gefühl von Freiheit geschnuppert hatte. Weswegen er zumindest bereit war… Kieran ein bisschen was über seine Vergangenheit vor den Wicked zu erzählen.
„Das war es… anfangs wollte ich auch absolut nichts mit ihm zu tun haben, weil er meine Ma und mich nach meiner Geburt einfach im Stich gelassen hat. Aber inzwischen versuche ich… ihm zu vergeben. Denn ich sehe, dass er sich bemüht.. auch wenn er sich dabei manchmal echt anstellt wie ein Volltrottel.“
Das war nicht von der Hand zu weisen. Aber Atticus sah, dass es seinem Dad ernst war.. weswegen er ihn nach wie vor nicht in den Wind geschossen hatte, obwohl er ihm so viele Anlässe dafür geboten hatte.
Atticus streckte Kieran nun tatsächlich die Hand entgegen, da er seine Worte nun einfach scherzhaft wortwörtlich nahm und schüttelte sie
„Na dann, auf unsere gebrochenen Teenie-Herzen“
War ja fast wie ein Toast nur ohne Alkohol. Wobei Atticus auch kurz die Dose anhob und Kieran schief anlächelte. Eigentlich war Atticus ja ziemlich locker drauf, wenn er denn endlich mal sein durfte wie er wirklich war, was er jetzt gerade ein bisschen versuchte.
Dass Kieran ihm dabei so tief in die Augen sah… naja Atticus bemerkte es schon. Dachte sich aber auch jetzt nicht wirklich was dabei. Immerhin hatten sie beide Liebeskummer, das war sicher nur ein mitfühlender Blick oder so.
„Ich weiß… ich habe bloß schreckliche Angst davor, dass ihm in der Zwischenzeit irgendwas passiert und wir uns vielleicht nie wieder sehen. Ich meine.. in dieser Welt ist es echt schwierig sich wieder zu finden, wenn man getrennt wurde.. so viel kann in der Zwischenzeit passieren…“
Und Atticus wusste ja nicht wann er die Wicked wieder verlassen konnte und wo Alphonse dann war. Sie hatten nichts fixes vereinbaren können.. sondern nur vage Überlegungen anstellen.. was echt unbefriedigend war. Denn das Funkgerät funktionierte auch nicht so weit. Und wer weiß wie lange AJ wirklich auf dem Schiff bleiben würde, sollte er sich echt dazu entscheiden zu gehen.
Was Kieran nun sagte konnte Atticus aber wirklich gut nachvollziehen, weshalb er erneut nickte.
„Ich weiß genau was du meinst… mein Dad versucht auch ständig mich dazu zu drängen ihn zu vergessen, weil es zu kompliziert ist… aber wir können uns nicht aussuchen wem wir unser Herz schenken oder?“
Endlich gab es mal jemanden der ihn verstand! Der genau wusste.. dass man die große Liebe nicht einfach vergessen und mit jemand anderem ersetzen konnte. Es tat wirklich gut das auch mal von einem Gleichaltrigen zu hören.
Bevor die zwei Erwachsenen sich hier jedoch voll die Kante gaben, war es wohl wirklich besser mal ans Essen zu denken.
Atticus folgte seinem Dad zu den Zelten und half ihm dabei sie aufzustellen, während die anderen kochten.
Bei seiner Frage zuckte er nur gleichgültig mit den Schultern, Joey musste ja nicht wissen wie tiefgründig das Gespräch gerade schon gewesen war.
„Schon möglich.. wirken ganz okay die beiden..“
Nur nicht zu viele Emotionen zeigen in die Joey wieder sonst was rein interpretieren konnte. was er wohl ohnehin schon tat. Weshalb Atticus seinen Dad gleich mal wieder genervt ansah, weil er so vielsagend und blöd grinste.
„Ja, er ist nett aber ehe du wieder irgendwas Dummes denkst, er hat erst vor kurzem seinen Freund verloren und trauert um ihn.. also hör auf so blöd zu grinsen..“
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Würde ich fragen, wenn es mich nicht interessiert?«, gab Kieran schmunzelnd zurück und stupste Atticus noch mal mit der Schulter an. Er war generell jemand, der gern Körperkontakt suchte, wenn er jemanden mochte – auch ganz ohne romantische Gefühle. Insofern war er wohl das komplette Gegenteil von Alphonse.
»Könntest du dir denn vorstellen, eine Weile zu viert durch die Gegend zu ziehen? Da ich euch mag, fände ich es schön.« Auch wenn der Abschied dann wieder schwer werden würde. Aber besser, sie begrenzten es gleich auf einen Zeitraum, als dass sie sich zu sehr aneinander gewöhnten, und dann wieder etwas Schlimmes passierte. »Oder habt ihr eine Verabredung und müsst bald irgendwo sein? Aber selbst dann können wir ja noch ein paar Tage in dieselbe Richtung reisen, oder?« Es war schon schizophren. Kieran hatte derart Angst davor, neue Kontakte zu knüpfen und neuen Schmerz zu erleben ... gleichzeitig merkte er jetzt, wie sehr er sich nach Gleichgesinnten sehnte. Nach Gesprächen, die mit seinem Dad in der Form nie möglich wären. Die wenigsten Menschen waren für Isolation geschaffen und Kieran war eigentlich eine sehr extrovertierte Person.
Atticus’ tröstende Geste tat ihm gut, weswegen er zwar traurig, aber auch dankbar lächelte. Irgendwie würde auch gern den Kopf auf die Schulter seiner neuen Bekanntschaft legen, aber für solch eine Vertrautheit waren sie wohl noch nicht weit genug. Weswegen er es sich verkniff und gleichzeitig etwas verwirrt wegen Attis Wirkung auf ihn war.
Der Teenie erzählte von Joeys Vergangenheit oder vielmehr davon, wie er ihn und seine Ma im Stich gelassen hatte. »Shit, das macht eure Beziehung zueinander natürlich echt kompliziert. Aber ich finde es gut, dass er sich jetzt um dich bemüht. Besser spät als nie, oder? Ich schätze, ich würde auch versuchen, ihm zu vergeben.« Bei manchen Menschen dauerte es eben, bis sie eine falsche Entscheidung bemerkten und sich bemühten, sie wiedergutzumachen. Kieran fand, man sollte es ihnen dann erlauben. Zweite Chancen waren wichtig, denn wie sonst sollte jemand sich ändern, selbst wenn dieser Jemand einmal nicht so gut zu einem gewesen war?
Kieran musste lachen, als Atticus ihm die Hand zum Schütteln entgegenhielt. Er ergriff sie und stimmte in den Toast mit ein ... nippte danach aber statt an einer Bierdose an seinem Wasserschlauch.
Die kurze Heiterkeit verschwand leider rasch wieder, denn ihre gebrochenen Herzen waren nun mal nicht einfach zu verstecken. Verständnisvoll nickte Kieran. »Ich kann mir kaum vorstellen, wie das sein muss. Manchmal ist es schwer, die Hoffnung zu bewahren. Aber wenn ihr diese Zeit übersteht, wird es euch stärker machen.« Es war schon sehr gewagt, in Zeiten wie diesen getrennte Wege zu gehen, vor allem, wenn man sich liebte und zusammengehörte. Doch Kieran wollte nicht darüber urteilen, da er zu wenig über die Umstände wusste. Aber vielleicht würde Atticus ihm ja irgendwann mehr erzählen, sollten sie noch eine Weile gemeinsam reisen.
Er verstand wirklich, was er meinte? Das ließ Kieran wieder lächeln. »Nein, das können wir uns nicht aussuchen und wir können unsere Herzen auch nicht zwingen, zu heilen. Wir können nur versuchen, so gut wie möglich durch die schweren Zeiten zu kommen und jedes Glück auf dem Weg anzunehmen, damit wir es schaffen, weiter durchzuhalten.«
Nun war es jedoch an der Zeit, sich um das Essen zu kümmern. Joey nutzte die Gelegenheit für ein Gespräch unter vier Augen mit seinem Sohn. »Ganz okay ... mhm«, wiederholte er schmunzelnd. »Ihr habt ja richtig die Köpfe zusammengesteckt und über Gott und die Welt geredet, was? Glaub nicht, dass ich das nicht gesehen habe. Nathan ist jedenfalls auch ganz gut drauf. Hat was im Köpfchen.« Würde daher womöglich gut zu Haus Völlerei passen. Und Kieran? Womöglich Haus Zorn? Dann wäre er nah bei Atticus und ihm.
Joey hob abwehrend die Hände. »Ich denke gar nichts Dummes. Nur, dass er dir gutzutun scheint. Und ich hab ja gesagt, dass in dieser Welt kein Platz für Romantik ist. Nichts hält für die Ewigkeit.« Wenn die traurige Story des anderen Teenies das nicht bewies, wusste Joey auch nicht. »Es ist außerdem schon ein Jahr her, dass ihre Gruppe von Beißern zerfleischt wurde, das weiß ich von Nathan. Der Bursche soll also mal nicht so den Trauerkloß spielen.« Zwölf Monate reichten zwar nicht, um einen Tod zu überwinden, aber so frisch war der Verlust nun auch nicht, wie Atticus ihn hinstellte.
»Was hältst du davon, wenn wir noch ein paar Tage zusammen reisen?« Davon, dass er mit dem Gedanken spielte, sie zu den Wicked zu bringen, sagte Joey noch nichts. Er war sich selbst noch nicht ganz sicher und wollte die beiden lieber erst noch etwas beobachten. Außerdem würde das zu einer Diskussion mit Atticus führen, die er nicht hier in direkter Nähe zu den beiden provozieren wollte.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
„Keine Ahnung.. vielleicht wolltest du nur nett sein, soll ja solche Leute geben“
Zwar kannte er nicht viele dieser Art. Aber manchmal, wenn man jemanden neu kennen lernte, versuchte man sich für Dinge zu interessieren, nur damit der andere sich wohl fühlte. Er kannte Kieran noch nicht gut genug und konnte ihn in dieser Hinsicht nicht einschätzen.
„Aber bringst du mir dann auch bei wie man mit dieser Armbrust schießt? Auch wenn ich wohl nicht so schnell irgendwo eine finden werde, um damit zu üben“
Und er wusste ja.. die Armbrust bedeutete Kieran sehr viel. Atticus könnte also verstehen, wenn er sie nicht aus der Hand legen oder jemanden leihen wollte.
So viel Körperkontakt war Atticus von anderen ja echt nicht gewöhnt. Bei Feivel hatte es so lange gedauert, bis er ihn auch nur ansatzweise hatte anfassen dürfen und hier bei Kieran wirkte das alles so normal und natürlich. Aber so war Alphonse eben. Und er liebte die Macken seines kleinen Nerds.
„Hm.. naja ein paar Tage klingen gut. Aber danach müssen wir wirklich weiter. Unsere Kolonie… erwartet uns bald zurück..“
Wie er es hasste die Wicked als ‚Kolonie‘ zu bezeichnen. Sie waren ein stinkender Scheißhaufen an Psychopathen und Mördern aber keine Kolonie in der Zusammenhalt herrschte. Und Atticus wollte es nun so uninteressant wie möglich klingen lassen, damit die zwei bloß nicht auf die Idee kamen sich ihnen anzuschließen. Sie sollten den Wicked bloß fern bleiben.
„Ja, schätze schon..“
Wieder zuckte Atticus mit den Schultern. Denn er war sich nicht immer so sicher, ob es wirklich eine gute Idee war sich seinem Dad wieder anzunähern. Aber Kieran hatte schon Recht. Er war das einzige Elternteil das er nun noch hatte und deshalb musste er wenigstens versuchen ihm eine zweite Chance zu geben.
„Wir haben in diesem Jahr schon echt viel Drama und Scheiße erlebt.. aber wie du sagst, eigentlich hat uns das nur noch enger zusammen geschweißt. Aber.. ich höre jetzt auf über ihn zu reden, während du noch um deinen Freund trauerst. Ich weiß wie beschissen das ist..“
Es war ihm immer ähnlich gegangen, in der Zeit noch bevor er Joey getroffen hatte, als er gesehen hatte.. wie liebevoll AJ und Edward immer miteinander umgegangen waren. Während er seine Ma jeden Tag vermisst hatte. Er hatte sich zwar für Alphonse gefreut, dennoch hatte es ihm jedes Mal einen Stich im Herzen versetzt und ähnlich ging es Kieran nun vielleicht auch. Denn der hatte keinerlei Hoffnung mehr seinen Freund wieder zu finden. Also wollte Atticus nicht so viel jammern, das war dem Gleichaltrigen gegenüber echt nicht fair. Trotzdem tat es gut mit ihm darüber zu reden.
Das Gespräch mit Joey hingegen ging ihm bereits nach 2 Sekunden schon wieder auf die Nerven xD. Er hasste es wie sein Dad ihm so offensichtlich irgendwelche Dinge unterstellen oder einreden wollte.
„Ja und wenn schon? Es soll auch normale Freundschaften auf dieser Welt geben! Nicht jeder will ständig irgendwen flachlegen oder begrapscht fremde Mädchen auf der Reling, nur weil er grade Lust dazu hat“
Sagte er nun womöglich etwas zu laut, weil Joeys Worte ihn echt aufregten. Nur weil er nicht fähig dazu war Freundschaften zu knüpfen, musste das bei Atticus nicht genauso sein. Bei Joey wurde ständig alles nur auf Sex runter gebrochen. Er versuchte ja noch nicht mal richtig mit Frauen zu reden, um sie rum zu bekommen. Dabei stünden seine Chancen dabei vielleicht gar nicht so schlecht. Würde er sich ausnahmsweise mal nicht wie ein sturzbesoffener Volltrottel verhalten. Denn Atticus wusste, dass Joey auch anders sein konnte. Und hässlich war er ja auch nicht. Würde er sich als endlich mal ein bisschen anstrengen, könnte er die Frauen auch durchaus freiwillig ins Bett bekommen.
„Ein Jahr ist gar nichts wenn man die große Liebe verloren hat..“
Sagte er kopfschüttelnd, weil Joey schon wieder nichts kapierte. Aber Atticus versuchte gar nicht mehr es ihm verständlich zu machen. Sollte er denken was er wollte. Stimmte ja auch, das Gespräch mit Kieran tat ihm gut. Nur auf eine andere Weise als sein Vater hier andeutete.
Das Joey nun jedoch vorschlug gemeinsam zu reisen überraschte ihn ein bisschen. Denn sollte dieser Ausflug nicht eigentlich ein Vater-Sohn Trip werden? Damit sie zusammen wuchsen? Aber da sie es ganz offensichtlich keine fünf Minuten schafften miteinander zu reden ohne sich zu zoffen… war die Idee vielleicht gar nicht so schlecht. Atticus wusste ja selbst, dass er gerade nicht die beste Gesellschaft war. Also hätten sein Dad und er wohl nicht all zu viel von diesem Trip. Vielleicht war es da ganz gut, wenn er mit Kieran trainieren und reden konnte, um so ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen. Womöglich half es auch dabei, dass Atticus danach wieder besser drauf war.. und er anschließend sinnvoller Zeit mit seinem Dad verbringen konnte.
Weshalb Atticus letztlich meinte.
„Okay, klingt gut. Aber nach den paar Tagen trennen sich unsere Wege wieder und du ziehst sie nicht in irgendeine Wicked Scheiße mit rein, klar??“
Atticus war nämlich nicht dumm. Joey schlug nur selten Dinge aus Eigennutzen vor. Weshalb er Atticus das gleich von Anfang an klar stellen wollte.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Ich bin nett«, gab Kieran grinsend und selbstbewusst zurück. »Aber deswegen habe ich nicht eingewilligt, dir beim Karate zuzusehen oder dich gefragt, ob ich von dir lernen kann. Ich bin wirklich interessiert.«
Atticus wollte also das Schießen mit einer Armbrust lernen? Da hatte Kieran nichts gegen und nickte. »Du kannst mit meiner üben, das ist schon okay.« Atticus würde damit ja nicht rumlaufen, sondern bei den Übungen wäre Kieran sehr nah an ihm heran, würde die Haltung und alles Mögliche korrigieren und auch aufpassen, dass die Waffe korrekt bedient wurde. Er sah da also keine Gefahr drin, sie für das Training aus der Hand zu geben. Seinem ehemaligen Partner war es sowieso sehr wichtig gewesen, anderen seine Skills beizubringen, also wollte Kieran sich an diesen Wunsch orientieren und sich ebenfalls daran halten, wenn sich eine Gelegenheit bot. Und das tat sie ja jetzt.
Was Atticus nun sagte, ließ Kieran jedoch verwirrt die Stirn runzeln. »Eure Kolonie? Vorhin hat es sich noch so angehört, als wärt ihr nirgends zugehörig.« Also ... es war ja okay, wenn die beiden ihnen nicht genug trauten, sich ihnen zu offenbaren, aber ... solche Ungereimtheiten machten Kieran automatisch nervös. Da war es ihm lieber, wenn Atticus abblockte und deutlich machte, nicht über dies und jenes weiter reden zu wollen. Was er jetzt vermutlich auch tun würde und es auch beim Thema Joey tat.
Als es um seinen Partner ging, nannte er ihm zumindest einen Grund, weshalb er lieber nicht weiter darüber reden wollte. Was Kieran erneut traurig lächeln ließ. »Du kannst ruhig über ihn sprechen. Ich weiß, dass es hilft, auch wenn es gleichzeitig wehtut, wenn man jemanden so sehr vermisst. Und ich erfreue mich einfach daran, dass ... ihr noch die Chance habt, glücklich zu werden. Wer weiß, womöglich kann ich dir auch noch ein paar Beziehungstipps geben, immerhin habe ich ein Jahr mehr Erfahrung.« Nun lachte er leise, meinte diese Worte auch nicht so richtig ernst. Aber sollte Atticus zu irgendwas Fragen haben, durfte er sie ruhig stellen.
»Normale Freundschaften, ja klar. Vielleicht wenn das da drüben keine Schwu ... ein Heterotyp wäre oder eine Frau. Du kannst mir nicht erzählen, dass deine Hormone nicht sofort verrückt spielen, sobald du jemanden triffst, den du potenziell flachlegen könntest.« Forschend sah Joey seinen Sohn an. Sicher kam er in dieser Hinsicht doch auch nach ihm, wenn er schon nur die schlechten Seiten von ihm geerbt hatte; wie den Rachedurst und den Zorn. Das mit dem Mädel auf der Reling überhörte er geflissentlich. Es war nicht das erste Mal, dass Atticus auf irgendwas anspielte, das er nicht kapierte, und er hatte keine Lust, nachzufragen.
Ja ja, dann war eben ein Jahr nichts, wenn man jemanden geliebt hatte. Trotzdem war man nach dieser Zeit ja vielleicht schon wieder bereit für was Neues. Wenn Atticus diese Option nicht im Blick behalten wollte, würde eben Joey dies tun. Er sah bei diesem Vater-Sohn-Gespann seeeeehr viele Möglichkeiten, das Ruder endlich mal zu seinen Gunsten rumzureißen.
»Sicher«, meinte er daher nur knapp zu der Bitte, sie nicht in die ›Wicked-Scheiße‹ mit reinzuziehen und log damit mal wieder ohne mit der Wimper zu zucken. Nun würde es zwar etwas komplizierter werden, die zwei anzuheuern, aber nicht unmöglich. Er musste es nur so anstellen, dass Atticus nicht spitzbekam, dass er der Initiator war. Jedenfalls konnten die zwei so nicht sofort mit ihnen zu den Wicked kommen, Joey müsste sie später noch einmal suchen. Aber das war kein Problem, er war schließlich nicht erst seit gestern Späher und Spion.
Wenig später saßen sie dann schon am Feuer, futterten eine warme Mahlzeit und gingen gemeinsam durch, wie sich die nächsten Tage gestalten würden und in welche Richtung sie gehen wollten. Man einigte sich darauf, noch eine Woche zusammen zu reisen, weil man dann ungefähr den Punkt erreicht hätte, wo Joey und Atti nach Washington abbiegen mussten, und die anderen beiden lieber Abstand von dicht besiedeltem Gebiet nehmen wollten.
Die beiden Teenies hatten also sechs Abende Zeit, um sich Karate und Armbrustschießen beizubringen. Kieran genoss das ungemein und blühte richtig auf, wie auch Nathan nicht müde wurde, zu betonen. Joey grinste dann immer so dümmlich, aber das tat er ja öfter, weswegen Kieran sich dabei nichts dachte. Erst als sich der letzte gemeinsame Abend näherte, wurde der Teenie wieder in sich gekehrt und stiller. Es war so, wie er befürchtet hatte. Wenn man jemanden in sein Herz ließ, selbst nur für eine kurze und vorab abgesteckte Zeit, schmerzte der Abschied ungemein. Zumal es ab und an Momente gegeben hatten, in denen sie sich beim Training oder bei einem gemeinsamen Lachanfall sehr nah gewesen waren. Kieran wusste nicht, wie es Atticus dabei ergangen war, aber er hatte Gänsehaut bekommen und sein Magen hatte so komisch geflattert. Er kannte das von ... früher. Und es verwirrte ihn. Denn er war sich ziemlich sicher, nur Freundschaft von Atticus zu wollen. Aber da war noch etwas anderes, etwas ... das sich nach Trost und Nähe sehnte, selbst wenn es nur für ein paar Stunden war und nichts bedeutete. Und das ... na ja ... das war nicht so gesund, schließlich befand sich Atticus in einer Beziehung. Also war es vielleicht ganz gut, wenn sich ihre Wege jetzt wieder trennten, damit Kieran nicht noch etwas Dummes tat.
Trotzdem kam er auch heute zu Atticus und trug die Armbrust bei sich. »Letzte Runde vor dem Abschied morgen?«, fragte er mit einem traurigen Lächeln und wies zum Wald, wo sie sich immer einen ruhigen Ort suchten, damit die Erwachsenen sie nicht so beglotzten.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Dann war das also beschlossen. Sie würden zusammen trainieren. Atticus arbeitete mit Kieran an seinen Nahkampffähigkeiten und Atticus würde lernen besser zu zielen. Tatsächlich war diese Aussicht nun das Erste seit dem Weggang aus Balar… auf das er sich freute. Denn so würden Alphonse und er vielleicht beide mit neuen Fähigkeiten zurück kehren. AJ in der Küche und im Schwertkampf und Atticus im Fernkampf. Der Gedanke daran brachte ihn zum Lächeln, denn er freute sich schon jetzt darauf seinem Freund seine neuen Fähigkeiten zu präsentieren.
Das Atticus sich wegen der Kolonie ein bisschen widersprach… war blöd. Aber er versuchte die Kurve noch zu kriegen, indem er meinte.
„Naja.. es gibt schon einen Ort an dem wir hauptsächlich wohnen, sind aber auch viel unterwegs. Diesmal hatten wir den Auftrag die weitläufigere Umgebung auszukundschaften und nach Vorräten zu suchen. Ich hab den Großteil der Zeit… allerdings meine Aufgaben geschwänzt und die Zeit lieber mit meinem Freund verbracht. Deshalb… dürfen wir nun nicht mehr ewig trödeln…“
Außerdem war es doch normal, dass man Fremden nicht gleich von einer Kolonie erzählte. Aus Selbstschutz. Zumal Atticus es nun absichtlich so klingen ließ als wären die Leute dort sehr streng, damit Kieran gar nicht erst Interesse daran bekam sich ihnen anzuschließen.
„Danke… aber wie alt bist du überhaupt?“
Atticus konnte das ja nur grob schätzen. Vielleicht verrechnete er sich dabei aber auch. Es interessierte ihn nämlich brennend, ob Kieran älter oder jünger war als er. Da er schon 2 Jahre lang eine Beziehung geführt hatte, tippte er darauf, dass er vielleicht eine Spur älter war. Wissen tat er es allerdings nicht genau.
Während das Gespräch mit Kieran ihm echt gut tat, zeichnete Joey sich mal wieder mit absoluter Plumpheit aus. Atticus wusste genau wie er Kieran hatte nennen wollen! Verdrehte deshalb kurz die Augen. Aber wenigstens kratzte Joey noch die Kurve und verkniff sich ein ‚Schwuchtel‘.
Das Schlimme an Joeys Worten war…. dass Atticus bislang überhaupt nicht darüber nachgedacht hatte den Gleichaltrigen flachzulegen. Ihm war bisher nicht mal aufgefallen, dass er wirklich ziemlich gut aussah. Das bemerkte er erst jetzt… wo Joey ihm deswegen so blöd kam. Weshalb seine Wangen sich leicht rötlich färbten als er zu Kieran rüber sah. Nein!! Einfach nur nein! Joey hatte nicht Recht. Atticus weigerte sich ihm in der Hinsicht zuzustimmen, weshalb er leise schnaubte und den Kopf schüttelte.
„Tun sie nicht!!“
Wehrte er sich wohl etwas zu energisch gegen diese Unterstellung und verschränkte dann genervt die Arme.
Wenigstens versicherte Joey ihm, dass die Wicked bei dieser Begegnung kein Thema sein würden. Denn wüsste er von Joeys Plänen könnte er nicht guten Gewissens Zeit mit Kieran verbringen. Und ausnahmsweise freute er sich darauf.. sich mal unbeschwert mit jemandem anzufreunden.
Und tatsächlich war die kommende Woche sehr angenehm. Atticus war definitiv etwas besser drauf als zuvor. Zwar lag er nachts immer noch meistens traurig in seinem Bett und dachte an Alphonse. Aber zumindest die Tage waren wesentlich besser. Ob sein Freund vielleicht schon wilde Meeresabenteuer erlebte? Er freute sich so sehr alles darüber zu hören.
Die Woche zog aber leider auch wieder viel zu schnell ins Land. Weshalb auch Atticus wieder unruhiger wurde. Denn nun wollte er noch weniger zurück zu den Wicked als ohnehin schon..
Aber vielleicht war es auch gut so… dass sie wieder getrennte Wege gingen. Denn ob er es sich nun eingestehen wollte oder nicht.. manchmal hatte auch sein Bauch ein bisschen gekribbelt wenn es viel Körperkontakt zwischen ihm und Kieran gegeben hatte. Eine Tatsache wofür er seinen Dad mal wieder verfluchte. Denn das war sicher nur seine Schuld! Weil er ihm irgendeinen Schwachsinn eingeredet hatte. Es war wirklich ziemlich einfach Joey für alles in seinem Leben die Schuld zu geben xD.
Das heute würde also ihr letzter Tag werden. Dann wollte Atticus ihn unbedingt noch genießen. Weshalb er auch gleich wieder lächelte und seine düsteren Gedanken verdrängte, als Kieran zu ihm kam.
„Du meinst wohl eher.. letzten Arschritt für dich, ehe unsere Wege sich trennen?“
Sagte er nun mit einem kecken Grinsen. Inzwischen waren sie wohl beide ziemlich aufgeblüht und nahmen kein Blatt mehr vor den Mund. Atticus verstand sich echt gut mit Kieran und fühlte sich auch von ihm sehr verstanden. Das war echt befreiend. Denn richtige Freunde hatte er sonst nicht, außer den Sklaven. Aber bei denen durfte er das ja nicht so offen zeigen.
Also marschierten sie wieder in Richtung Wald, um noch ein letztes Mal ihre neu gelernten Fertigkeiten auf die Probe zu stellen.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Kieran nickte verstehend. »Ich hab so viele Fragen, aber ... ich werde sie nicht stellen, versprochen.« Denn es war deutlich geworden, über welche Themen Atticus lieber nicht sprechen wollte. Und das war auch in Ordnung. Was Kieran anging, hatten sie ebenfalls viel ausgeklammert. »Ich bin fast neunzehn«, offenbarte er zumindest noch, und dann war das Gespräch in Zweisamkeit zumindest für diesen Abend beendet.
Was folgte, war eine unangenehme Unterhaltung mit Joey, was dieser jedoch eher als amüsant empfand. Wie Atticus nun wieder so rot wurde ... echt herzallerliebst. Seinem Sprössling fehlte es definitiv noch an Erfahrung, aber eigentlich könnte er ein echter Herzensbrecher und Troublemaker sein. So würde Joey ihn zumindest gern sehen. Oder eben mit einem anderen Kerl an seiner Seite, nicht diesen anstrengenden Drummerjungen, dessen Eltern auch noch Joey hassten. Einfach alles war verkehrt an dieser Verbindung und deswegen musste dringend eine neue her.
Es gab genug Ebenen, auf denen sich Kieran und Atticus in den kommenden Tagen trotz des Ausklammerns diverser Themen weiter kennenlernen konnten. Ihr Humor, ihre Fähigkeiten, ihre Interessen. Es zeigte sich beispielsweise, dass sie beide ziemlich ehrgeizig waren und beim Training alles gaben.
Bald war dennoch der letzte gemeinsame Abend gekommen und so wie es aussah, würde es ein Abschied für immer sein. Vielleicht würden sich ihre Wege noch einmal kreuzen, aber wer wusste das schon so genau. Irgendwie war es so wie bei Atti und seinem Partner, hm? Und doch ganz anders.
Auf die kecke Erwiderung hin musste Kieran lachen. »Träum weiter, heute mache ich dich fertig!« Und so gingen sie feixend in den Wald hinein und verausgabten sich beim Karate. Irgendwann lagen sie schweratmend nebeneinander und sahen in den Himmel hinauf. Es war nicht das erste Mal, dass sie so zu Atem kommen mussten, weil sie sich ganz schön eingeheizt hatten und eigentlich hatte das kaum etwas sexuelles gehabt, außer das Bauchflattern hin und wieder. Kieran wollte auch jetzt den Gedanken verbannen, der in seinem Kopf aufstieg. Er sah zur Seite und betrachtete Atticus. »Willst du auch noch mal Schießen üben, solang die Sonne noch am Himmel steht?« Warum war nur der Drang so groß, sich an seine Seite zu kuscheln? Oder ihm einen Kuss zu geben? Und wäre es wirklich so verkehrt? Sie waren zwei Teenies mit gebrochenem Herzen, die dringend etwas Trost brauchten. Es müsste ja nicht mal jemand erfahren. Und doch wäre es ... vor allem deswegen nicht richtig, weil Atticus eigentlich vergeben war, selbst wenn er sagte, dass er nicht wusste, wann und ob er seinen Partner wiedersehen würde.
Kieran räusperte sich und stand lieber mal auf. Er wandte sich um, und bot Atticus ganz galant die Hand, damit er sich daran hochziehen konnte.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
„Danke… tut mir Leid, wenn das alles irgendwie geheimniskrämerisch wirkt. Aber unsere Kolonie ist sehr.. speziell. Bitte vertrau mir wenn ich dir sage, es ist besser wenn du nicht so genau nachfragst..“
Atticus wollte Kieran und seinen Dad einfach beschützen. Das hatte nichts mit Loyalität oder dergleichen den Wicked gegenüber zu tun. Vielleicht würde er ihnen am Ende der Woche trotzdem ein bisschen was von ihnen erzählen. Einfach damit sie sich aus manchen Gebieten fern hielten. Was seinen Dad zwar sicher nicht begeistern würde, doch seit wann hielt sich Atticus an das was sein Dad wollte? Der schmiedete im Geheimen ja ebenfalls Pläne.
Kieran war also schon fast 19. Also ein Jahr älter als Atticus. Das war wirklich kein großer Altersunterschied. Und doch machte ein Jahr in diesem Alter womöglich einiges aus.
Klar wäre eine Beziehung zu Kieran für Joey angenehmer, weil er sich auch gut mit seinem Dad verstand. Natürlich würde es viele Dinge leichter für sie alle machen. Aber so lief das Leben nicht. Atticus war noch nie jemand, der den einfachen Weg wählte, sonst sähe sein Leben vollkommen anders aus und er hätte die Wicked längst verlassen. Doch er entschied sich für den steinigen, anstrengenden Weg. Und von dem würde er auch nicht ablassen, koste es was es wolle.
Der letzte Abend mit Kieran hatte etwas Bedrückendes an sich… diese Stimmung entstand kurz vor Abschieden wohl automatisch. Wehmut machte sich breit. Weshalb auch Atticus kurz nachdenklich zu ihm rüber sah, als sie auf dem Boden lagen und wieder versuchten zu Atem zu kommen.
„Wisst ihr denn schon.. wohin ihr gehen werdet, sobald unsere Wege sich getrennt haben?“
Hatten sie irgendein Ziel? Gab es einen Ort den sie erreichen wollten? Oder lebten sie einfach nur von Tag zu Tag.
Obwohl sie beschlossen hatten einander nicht wieder zu sehen.. fand Atticus diesen Gedanken irgendwie schrecklich. Und er brauchte zumindest die geringste Aussicht darauf, dass er sie vielleicht irgendwann wieder finden könnte.
„Unbedingt“
Sagte Atticus nun auch lächelnd. Diese letzte Lektion würde er sich immerhin nicht nehmen lassen. So anstrengend Karate auch war, das Armbrustschießen hatte irgendwie etwas Beruhigendes. Dabei musste man so ruhig stehen, sich konzentrieren. Dinge die Atticus sonst nicht so lagen. Weshalb es ihm auch in seiner Persönlichkeitsentwicklung half.
Atticus ahnte nichts von Kierans Gedanken und das war wohl auch besser so, denn er erstickte jeden Anflug von Bauchflattern sofort wieder im Keim, um bloß nicht auf falsche Gedanken zu kommen nur weil er einsam war.
Also nahm er freundschaftlich seine Hand und ließ sich hoch ziehen, damit sie noch eine letzte Runde Armbrustschießen gehen konnten.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Okay«, meinte Kieran nur und hätte trotzdem gern genauer nachgefragt. Er hatte ja ohnehin nicht vor, sich irgendwo anzuschließen, sondern wollte einfach nur gern mehr über Atticus erfahren. Je mehr Andeutungen der Teenie machte, desto komplizierter wirkten die Umstände, in denen er lebte. Und das tat Kieran wirklich leid.
Als sie im Wald auf dem Boden lagen, bemerkte er, wie schwer es ihm fiel, Atticus gehen zu lassen. Er war sein Freund geworden und er würde ihn echt schrecklich vermissen. Weswegen die Stimmung auch so getrübt war und seine Hormone verrückt spielten. Dabei wollte er wirklich nur Freundschaft von Atticus. Aber er sah so gut aus und war auch so traurig und das alles sorgte für eine ganz neue Art der Verbundenheit ... zumindest bei Kieran. Und er wusste nicht so recht, wie er damit umgehen sollte.
»Ich weiß noch nicht, wohin wir gehen. Irgendwohin, wo es nicht so viele Leute gibt, aber mehr zu plündern. Wenn es solche Gegenden überhaupt noch gibt.« Kieran zuckte mit den Schultern. Mittlerweile fürchtete er sich schon wieder vor der Isolation, obwohl er sie dem potenziellen Schmerz vorzog, den er spüren könnte, wenn ihm schon wieder geliebte Menschen entrissen würden. Man sah es ja schon jetzt, wie schnell so was ging.
Nun standen sie auf und widmeten sich dem Armbrustschießen. Attis Haltung war schon viel besser geworden, dennoch korrigierte Kieran hier und da etwas. Beim Karate ging immer alles sehr schnell, selbst wenn viel Körperkontakt herrschte. Hier jedoch war das anders. Es ging um Ruhe und Achtsamkeit und Kieran fasste Atticus an verschiedenen Stellen ebenso bedacht und vorsichtig an, weil er manchmal nur Nuancen in der Ausrichtung verändern musste. Automatisch war das inniger ... und doch geschah auch hier nichts. Gleichermaßen traurig als auch erleichtert, weil er sich am Riemen gerissen hatte, atmete Kieran auf. Gemeinsam liefen sie kurz vor der Dämmerung zurück zum Lager und erwarteten dort eigentlich ein dampfendes Abendessen.
Stattdessen hockte Nathan mit schuldbewusster und verwirrter Miene am Zelt, während Joey wütend auf und ab stapfte. »Da seid ihr ja endlich!«, maulte er und packte Atticus am Arm. »Komm mit, Bursche. Wir haben zu reden!«
Kieran sah den beiden mit zusammengezogenen Augenbrauen hinterher. »Was ist denn los?«, wollte er von seinem Vater wissen, der nur mit den Schultern zuckten. Gerade hatten sie darüber gesprochen, welches Gebiet sie als Nächstes ansteuern und welches sie lieber meiden wollten, da sei Joey plötzlich verschlossen und wütend geworden. Sehr seltsam. Kieran überlegte, ob es etwas mit Attis Warnung zu tun haben könnte. Doch er wollte sich auch nicht in den drohenden Streit einmischen, obwohl er sich Sorgen um seinen Freund machte.
Joey zerrte seinen Sohn ein Stück fort vom Lager, schaffte es jedoch nicht sehr weit, weil er echt wütend war und explodierte. »Was soll die Scheiße? Du warnst sie vor dem Wicked-Gebiet? Dann kannst du ihnen auch gleich sagen, was da ist. Und wer da ist. Die Drummers haben dir echt das Gehirn gewaschen, oder? Wir sind in ein paar Tagen wieder zurück und dann musst du wieder wie einer von uns denken, ist das klar? Die ganze Scheiße, die passiert ist, AJs Entführung, Brutus Tod und all das ... du glaubst doch nicht, dass das einfach vergessen ist, nur weil wir ein paar Monate fort waren? Die Schlinge liegt immer noch um unseren Hals, ob du das wahrhaben willst oder nicht! Und dann kannst du nicht rumrennen und Leute vor uns warnen. Das macht ein Wicked nicht!! Klar?«
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Atticus hielt es eben nicht aus. Er konnte nicht in Kauf nehmen, dass Kieran und Nathan möglicherweise von den Wicked gefasst werden würden. Er musste sie einfach warnen… damit Kieran nicht dasselbe passierte wie ihm. Dass man ihn von seinem Dad trennte.. ihn vielleicht sogar tötete, weil man ihn als nicht geeignet einschätzte und Kieran dann in irgendeines der Häuser steckte, wo er als Sklave schuften musste. Nein.. er konnte es nicht. Es reichte schon, dass AJ von ihnen gefasst worden war, weil sie zu unvorsichtig gewesen waren. Ein zweites Mal würde das Atticus nicht passieren. Außerdem erzählte er doch nicht genau was dort lag.. nur dass sie ihm vertrauen sollten und sich von dort fern halten sollten. Was war da schon dabei? Zu zweit konnten sie ihnen doch nicht gefährlich werden..
Beim Armbrustschießen herrschte immer eine ganz eigene Stimmung. Das Bauchkribbeln kam vor allem in diesen Momenten. Wenn Kieran ihn so sanft anfasste, um seine Haltung zu korrigieren. Atticus sagte sich immer, dass das einfach ein Teil des Trainings war. Dass nichts dabei war. Und trotzdem lief ihm dabei manchmal ein wohliger Schauer über den Rücken, für den er sich im nächsten Augenblick gleich wieder schämte.
Heute war es nicht anders. Aber kaum herrschte wieder Abstand zwischen ihnen.. waren diese kurzen Augenblicke wieder vergeben und vergessen. Das Training hatte definitiv dabei geholfen die schlechte Laune abzuschütteln. Weshalb sie beide eigentlich ziemlich ausgeglichen wirkten, als sie zurück zum Lager kamen. Ganz anders als die Erwachsenen. Allen voran Joey. Weshalb Atticus ihn mit gerunzelter Stirn betrachtete. Und auch schon wieder handgreiflich wurde
„Hey!! Lass das!“
Fuhr er ihn deshalb auch an und riss sich von seinem Dad los. Er würde ja schon mit ihm gehen! Dazu musste er nicht so an ihm herum zerren.
„Was ist dein scheiß Problem??“
Fragte er deshalb auch gleich mit verschränkten Armen und sah Joey genervt an, der ja echt kurz davor stand zu explodieren.
Es ging also um die Wicked. Na was auch sonst. Ein Thema bei dem Atticus natürlich sofort wieder auf stur und uneinsichtig schaltete.
„Du wolltest doch, dass ich mich mit Kieran anfreunde, das hab ich getan! Und nun blaffst du mich an, weil ich nicht will, dass er verschleppt und versklavt wird?? Natürlich hab ich ihn gewarnt! Habe aber kein Wort darüber verloren was an dem Gebiet so gefährlich ist. Also keine Panik, ich hab deine geliebten Wicked nicht verraten“
Sondern einfach darum gebeten ihm zu vertrauen, dass er gesicherte Informationen darüber hatte.. dass es dort gefährlich war. Er hatte mit keinem Wort erwähnt, dass die Gefahr von ihrer Kolonie ausging.
Joeys Standpauke war aber echt das allerletzte! Und natürlich waren in seinen Augen wieder die Drummers schuld, die für Joey ja die Wurzel allen Übels waren.
Den Vogel schoss Joey aber wirklich ab, als er zu ihm meinte… ‚Das macht ein Wicked nicht‘. Denn da platzte nun auch Atticus der Kragen.
„Ich bin aber kein Wicked!!! Und werde es auch niemals sein!!“
Atticus könnte ihm nun lang und breit erklären, dass er sich schon zusammen reißen würde, sobald sie zurück waren. Aber das wollte er nun nicht. Joey würde ihm ja eh nichts glauben und lud nur seinen ganzen Frust an ihm ab. Weshalb es Atticus auch sehr schnell reichte und er Joey nach hinten schubste.
„Lass mich bloß in Ruhe!“
Fuhr er ihn noch an und lief dann einfach an ihm vorbei, zurück in den Wald, weil sein Dad ihn echt schon wieder ankotzte mit dieser Leier. Als wüsste Atticus das alles nicht….. er war kein Idiot. Trotzdem hatte er die zwei nicht einfach sehenden Auges in ihr Verderben laufen lassen können. Das brachte er einfach nicht übers Herz. Und um seiner Wut Ausdruck zu verleihen, schlug er nun mit voller Wucht gegen einen Baumstamm. Zum Glück trug er noch seine Trainingsbandagen, sodass seine Hand danach nicht gebrochen war… weh tat es aber trotzdem. Aber das war ja auch der Sinn dahinter..
@Joey Silver y



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Bei ihren Streitgesprächen merkte man immer ganz besonders, dass der Apfel nicht weit vom Stamm gefallen war. Sie konnten beide echt schnell explodieren und laut werden. Dann warfen sie sich schlimme Sachen an den Kopf und alles wurde nur noch schlimmer. So wie auch jetzt.
»Niemand sagt, dass die beiden verschleppt oder versklavt werden, aber sie erzählen es sicher weiter, verdammte Scheiße! Wir haben immer noch die Order, uns bedeckt zu halten!« Dass die Zeit der anonymen Plünderungen vorbei war und Luzifer inzwischen die Tore der Wicked für Außenseiter geöffnet hatte, wussten sie ja noch nicht. Und selbst wenn das die Runde in der Umgebung machte, würden Leute wie Kieran und Nathan doch eins und eins zusammenzählen. Sie würden wittern, dass die Wicked, die zwar ein Kino, eine Bibliothek, einen Nachtclub usw. hatten, in den jeder gehen konnte, dennoch nicht ganz koscher waren. Die Wicked waren noch nicht zu alter Größe zurückgekehrt und deswegen durften weder Joey noch Atticus zu viele Hinweise verteilen.
Natürlich kam nun wieder der Satz, dass Atticus kein Wicked sei. Na klar. Joey brüllte ihm nur noch hinterher: »Dann kannst du deine beschissenen Pläne gleich an den Nagel hängen!!!« Denn wenn Atti nicht bereit war, den Wicked zu spielen, und zwar ordentlich und auch außerhalb der Kolonie, hatte er bereits verloren.
Joey kehrte nun nicht ins Lager zurück, er würde irgendwo pennen, aber sicher nicht in diesen Zelten. Reichte, wenn er am nächsten Morgen parat stand.
Kieran hingegen hörte das Gebrüll, auch wenn er die Worte nicht verstand. »Puh, gut, dass wir so viele Fallen aufgestellt haben. Wenn Beißer kommen, dann bleiben sie hoffentlich darin stecken«, murmelte er.
Sein Dad nickte. »Ich halte trotzdem lieber Wache.«
Kieran sah aus den Augenwinkeln, wie Atticus zurück in den Wald stürmte. Noch war es nicht ganz dunkel, weswegen das möglich war. »Ich geh ihm nach. Bis später, okay?«
»Passt bitte auf euch auf!«, gab Nathan ihm noch mit, ließ ihn aber ziehen. Und natürlich würde Kieran auf sich und Atticus achtgeben.
Er musste nicht lang nach seinem Freund suchen und fand ihn an einem Baum, auf den der Teenie eindrosch. So hatte er ihn noch nie gesehen, der Streit muss echt schlimm gewesen sein.
»Hey ...«, sagte er leise und stellte sich neben Atticus. Furchtlos zog er ihn am Arm vom Baum weg, damit er sich nicht weiter die Knöchel blutig schlug. Das sah ja jetzt schon schmerzhaft aus, trotz Trainingsbandagen. Er hielt ihn sachte, aber bestimmt an den Handgelenken fest. »Willst du drüber reden?«
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Ja, das stimmte wohl.. und auch, dass Atticus ja nicht grundlos in Haus Zorn lebte. Er konnte noch so sanftmütig und gutherzig sein aber wenn ihn etwas sauer machte.. konnte er richtig austicken. Und Joey wusste leider ganz genau welche Knöpfe er drücken musste bzw. drückte er sie mit gewissen Themen ganz automatisch.
„Na klar, weil die Wicked irgendwas anderes können als das!“
Stimmt, vielleicht würden sie stattdessen getötet werden. Das war Option 3. Also keine besonders rosigen Aussichten für ihre neuen Freunde
„Aber war ja klar, dass dir das am Arsch vorbei geht.“
So gut er sich auch mit Nathan verstanden hatte, am Ende ging es Joey Silver immer nur um sich selbst.
Atticus hob nun nur noch die Hand und zeigte Joey von hinten den Mittelfinger als er ihm schon wieder prophezeite, dass durch sein Verhalten seine Pläne schief gehen würden. Schwachsinn! Er war davor auch wunderbar ohne ihn klar gekommen. Er brauchte seinen Dad nicht, um zu überleben und seine Pläne voran zu bringen. Atticus war viel zu früh erwachsen geworden, weshalb sein Dad sich nicht immer so aufzuspielen brauchte… jetzt war es zu spät für ihn um Daddy zu spielen.
Atticus musste sich jetzt einfach irgendwo abreagieren. Und da gerade kein Sandsack vorhanden war, nahm er stattdessen den Baum. Tat auch seinen Zweck.
Vielleicht erkannte Kieran nun, dass Joey und Atti vielleicht doch nicht so gute Begleiter waren, weil sie ständig Ärger machten..
Atticus bekam nicht mal mit wie Kieran ihm folgte. Gute Voraussetzung um schutzlos in der Dämmerung im Wald rum zu laufen.
Weswegen er bereits mit der Faust ausholte, um zuzuschlagen, als Kieran ihn am Arm zurück zog. Doch ehe er sein Gesicht traf… hielt er gerade noch inne und ließ die Hände sinken
„Sorry, ich dachte du wärst Joey….“
Denn dann hätte er bestimmt nicht gestoppt. Doch so ballte er die Hände zu Fäusten und widerstand dem Impuls Kieran jetzt weg zu schubsen weil er ihn gestoppt hatte. Er meinte es ja nur gut.. und konnte nichts dafür. Das wusste Atticus trotz all seiner Wut.
Er rieb sich kurz über die Knöchel und blickte dann zur Seite.
„Darf ich nicht.. sonst flippt er noch mehr aus…“
Atticus wusste ja auch selbst, dass Joey mit manchen Dingen Recht hatte. Und er zu nachlässig war, wenn er jemanden gern hatte. Aber trotzdem hatte er nicht das Recht so mit ihm zu reden.
„Tut mir Leid, dass ihr das mitbekommen musstet…“
Wenigstens verflog seine Wut in Kierans Nähe schnell wieder und wechselte zu Frust. Weswegen er auch zu Boden sah. Wo Kieran seine Handgelenke immer noch fest hielt.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Die Wicked konnten etwas anderes als das. Joey war weder verschleppt noch versklavt worden und tot war er auch nicht. Das galt für sehr viele andere Mitglieder ebenso. Nicht jeder war gegen seinen Willen dort und auch Nathan und Kieran würden eine (scheinbare xD) Wahl erhalten, sobald Joey sie noch einmal aufsuchte. Oder jemand, den er an seiner statt schicken würde. So richtig überlegt hatte er es sich noch nicht. Gerade tendierte er doch wieder dazu, sie einfach zu entführen und ihnen was Grausames anzutun, damit er sich abregen konnte. Aber das wäre wohl kontraproduktiv. Also verpisste er sich lieber für ein paar Stunden. Vielleicht fand er ja ein paar Beißer, die er abstechen konnte.
Kieran wich nicht zurück, als Atticus Anstalten machte, ihn zu schlagen. Stattdessen hielt er unbeirrt seine Handgelenke fest und zog ihn vom Baum fort. Es war schon sehr bezeichnend, dass Vater und Sohn offenbar bereitwillig handgreiflich wurden. Wieder wurde Kieran bewusst, wie wenig er über die beiden wusste. Er würde Joey nicht vermissen, Atticus ... jedoch schon. Denn er bezweifelte, dass dieser wütende Trauerkloß der echte Atticus war. Da befand sich eine gute Seele unter dem ganzen Schmerz und der Trauer, ganz sicher. Kieran hatte sie nun schon öfter gesehen, wenn sie abseits der Erwachsenen Zeit miteinander verbracht hatten.
Drüber reden wollte Atticus also nicht, oder durfte es nicht. Wieder blieb Kieran nichts anderes übrig als das zu akzeptieren.
»Muss es nicht. Mir tuts eher leid, dass ihr gestritten habt und ... euer Verhältnis so kompliziert ist.«
Atticus sah zu Boden und Kieran ... nahm eine seiner Hände fort, um einen Finger unter Attis Kinn zu legen und es anzuheben. Das passierte ganz automatisch und wirkte ... irgendwie nicht mehr so freundschaftlich. »Hey ... es wird schon alles gut werden, ja?«
Kieran lächelte und zog seinen Freund in eine feste Umarmung. Nicht nur, um ihn zu trösten, sondern auch ... um diesem penetranten Verlangen zu entkommen, Atticus zu küssen. Er wollte ihn doch nur lächeln sehen. Nur ... würde ein Kuss ihn zum Lächeln bringen? Wahrscheinlich nicht.
Die Umarmung war jedoch auch so innig, dass Kierans Herz automatisch schneller schlug. Also löste er sich wieder. Das war doch zum Verrücktwerden. Atticus ging es gerade nicht gut, und er – Kieran – dachte nur an das eine. Na ja ... so abwegig war es nicht, denn er dachte somit ja auch an Trost. Trost für sie beide. Und wo er dem anderen Teenie nun schon wieder in die schönen traurigen Augen sah, brach sein Widerstand. Er beugte sich vor ... um Atticus’ Lippen mit seinen zu versiegeln. Ganz sanft ... und als wäre es mehr eine Frage als ein Kuss.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Toll. Joey war eine der wenigen Ausnahmen, weil er die Leones von kleinauf kannte. Was Atticus ja noch nicht wusste. Wie so vieles. Aber die meisten regulären Mitglieder waren völlig gestört. Wie sonst konnte man Sklaverei einfach so hinnehmen? Er konnte sich nicht vorstellen, dass Kieran oder Nathan sich damit arrangieren könnten. Deshalb kamen sie als Mitglieder doch gar nicht in Frage.. und würden stattdessen eliminiert werden. Oder Schlimmeres. Kieran war hübsch.. Reyna würde ihn womöglich für Haus Lust haben wollen.
Atticus wollte die zwei doch nur beschützen.. und verscherzte es sich deswegen mal wieder mit seinem Vater. Egal wie oft sie auch schon gestritten hatten, Atticus fand es trotzdem jedes Mal aufs Neue furchtbar.
Doch wenigstens war er diesmal nicht alleine. Musste sich nicht abreagieren bis er blutete. Nein.. diesmal war jemand da, der ihn auffing. Der nach ihm sah, sich um ihn kümmerte, statt sich einfach rauszuhalten. Nämlich Kieran. Der sogar in Kauf nahm fast geschlagen zu werden, nur um Atticus aufzuhalten sich selbst weh zu tun. Dazu brauchte man Mumm.. weswegen Atticus sich ja auch sofort schuldbewusst entschuldigte.
„Schon okay.. ich bins nicht anders gewohnt..“
Bei Joey und ihm standen solche Streitigkeiten leider an der Tagesordnung. Manchmal schlimmer manchmal harmloser. Wie sich dieser Streit hier entwickeln würde wusste er noch nicht. So richtig klären würden sie das wohl erst wieder wenn sie alleine waren und nicht vor den Augen anderer.
Kieran hob sein Kinn etwas an, sodass Atticus gar keine andere Wahl blieb, als ihm in die Augen zu sehen. Sein Blick war traurig, ein bisschen wie bei einem geschlagenen Welpen. Denn er wusste, fortan würde alles wieder schrecklich ätzend werden.
„Ich wünschte du hättest Recht..“
Denn leider wusste Atticus, dass nicht alles wieder gut werden würde. Er lebte in seiner persönlichen Hölle. Und das konnte nicht einfach so ‚gut‘ werden. Aber woher sollte Kieran das wissen. Joey verbot ihm ja den Mund, sodass Atticus.. sich seinem neuen Freund ohnehin nicht vollständig öffnen konnte.
Aber was sie einander nicht durch Worte sagen konnten, untermalten sie durch Taten. Denn ganz ehrlich? Atticus brauchte diese Umarmung gerade ganz ganz dringend. Weshalb er sich förmlich an Kieran krallte und das Gesicht an seiner Schulter vergrub.
War das falsch? Nein… nicht wirklich, immerhin waren sie Freunde, richtig? Wieso begann sein Herz dann ein bisschen schneller zu schlagen? Lag bestimmt an der ganzen Aufregung.
Nun.. wurde es aber doch ziemlich seltsam zwischen ihnen. Kieran löste sich wieder von ihm und es folgte ein weiterer Blick in des anderen Augen.
Atticus spürte, dass sie sich gerade von einer freundschaftlichen Ebene entfernten. Und er das hier sofort unterbinden sollte, ehe noch irgendwas passierte. Aber gerade.. konnte er es nicht. Also verharrte er in seiner Position und.. zog den Kopf nicht zurück, als Kierans Lippen die seinen trafen.
Zumindest nicht sofort. Denn seine Augen weiteten sich, sein Herz begann wild zu schlagen und so sehr diese Berührung seinen Körper auch verrückt spielen ließ, Atticus wusste… das hier durfte nicht geschehen. Also legte er seine Hände an Kierans Brust und schob ihn ganz sachte ein Stück von sich
„Nicht…“
Flüsterte er leise, während seine Hände noch auf der Brust des anderen ruhten und er den Blick erneut senkte. Scheiße wieso kribbelte es überall an seinem Körper? Und wieso zogen Kierans Lippen ihn plötzlich so magisch an? Atticus stand total neben sich und wusste ganz offensichtlich nicht was er gerade tat. Denn ehe er sich versah, hatte diesmal er seine Lippen mit denen von Kieran versiegelt. Für ein paar kurze Atemzüge nur.. ehe er ihn plötzlich fest von sich stieß und sich verzweifelt die Haare raufte.
„Nein..! Nein ich.. kann das nicht…“
Sofort machte sich ein furchtbar.schlechtes Gewissen in ihm breit und Atticus könnte sich selbst ohrfeigen für seine Dummheit! Wie konnte er Alphonse das bloß antun? Was war er nur für ein beschissener Freund???
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Du solltest es nicht gewohnt sein. Und ich hoffe, dass ihr das wieder hinbekommt.« Kieran wusste ja nicht, wie aussichtslos die Lage schien, aber er weigerte sich, hinzunehmen, dass Vater und Sohn nicht noch die Kurve bekamen. Zumindest darauf konnte er doch hoffen, oder?
»Manchmal ist die Durststrecke echt lang, aber wir müssen beide dran glauben, dass es wieder gut wird, okay?« Denn wofür sollten sie sonst weitermachen, wenn nicht für die Möglichkeit, dass irgendwann mal wieder ein Licht am Ende des Horizonts auf sie wartete?
Mehr blieb für den Moment nicht zu sagen, also umarmte Kieran seinen Gegenüber ganz fest. Es hatte wirklich nur eine freundschaftliche und tröstende Umarmung sein sollen. War es aber nicht. Genauso wenig wie alles, das danach folgte. Der Blick. Der erste Kuss. Welcher nur ein paar Sekunden anhielt, dann wurde Kieran schon sanft zurückgeschoben. Atticus löste sich jedoch nicht komplett. Er wirkte zwar, als wolle er das alles unterbinden, stattdessen ... war er es, der diesmal die Iniative ergriff.
Kierans Herz rumpelte und in seinem Bauch zog sich alles zusammen. Schmerzhaft, reuevoll ... aber auch voller Sehnsucht und Begehren. Bereits diese kurzen Momente reichten, um ein bisschen was von der grauen Realität zu vergessen.
Zumindest bis Atticus ihn nun rüde nach hinten stieß und klarstellte, dass er dies hier nicht wollte. Oder es ... nicht konnte. Was ein Unterschied war, oder?
Kieran sollte an dieser Stelle einlenken. Er sollte sich entschuldigen und gehen. Doch sein Körper verhielt sich immer noch wie ferngesteuert. »Es muss niemand erfahren«, hörte er sich sagen. »Haben wir nicht auch mal etwas Glück verdient, nur für ein oder zwei Stunden? Sehnst du dich denn nicht danach?« Kieran wollte nicht betteln und doch tat er es - wofür er sich später sicher schämen würde. Aber im Moment fühlte er sich mutig genug, um noch mal einen Schritt auf Atticus zuzumachen und erneut seine Hand zu nehmen, sollte dieser es zulassen. »Es muss niemand erfahren«, wiederholte er leise. »Dann ist es ... als wäre es nie geschehen. Als wäre es nur ein Traum gewesen.«
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Kieran hatte ja Recht. Atticus durfte die Hoffnung auf ein happy end nicht einfach aufgeben. Aber daran merkte man mal wieder, dass er tief in seinem Inneren nicht daran glaubte, den ganzen Mist mit den Wicked zu überleben. Denn er sah diese Zukunft nicht. Manchmal träumte er sich hinfort aber… dann war es genau das. Ein Traum. Etwas Surreales auf das er nicht wirklich hinarbeitete. Das einzige Ziel das er wirklich vor Augen hatte.. war das der Rache. Und dass er Luzifer den Schädel einschlug, für alles was er seiner Mutter und ihm angetan hatte. Das war real. Doch sein happy end mit Alphonse? Das lag irgendwie in weiter Ferne. Und gerade.. sorgte er wohl auch selbst dafür, dass es niemals eintreten würde. Indem er mit Kieran eine Grenze überschritt, die er niemals hätte überschreiten dürfen.
Es war egal, dass er ihn nach dem Kuss von sich stieß. Es war bereits zu spät. Es zählte nicht mehr. Atticus hatte diesen Fehler bereits begangen und AJ würde ihm das nie verzeihen. Immerhin war es nicht das erste Mal… dass er sich einen Fehltritt leistete. Damals bei Nico war ihm zwar noch nicht wirklich bewusst gewesen, dass sie zusammen waren. Aber jetzt wusste er es. Er wusste es ganz genau und hatte sich trotzdem zu diesem Kuss hinreißen lassen, weil er so verdammt einsam war und sich so allein fühlte.
Und Kieran der.. nutzte diesen Zustand nun aus. Bestimmt nicht böswillig.. aber dennoch bewusst. Denn er redete Atticus ein, dass niemand das hier erfahren musste. Dass es deshalb okay war. Und er hatte schon Recht, Alphonse würde nie davon erfahren, denn er war nicht hier. Aber…
„Ich wüsste es..“
Sagte Atticus nun wieder etwas entschlossener und biss die Zähne zusammen, denn es war nicht von der Hand zu weisen, dass Kieran etwas in ihm auslöste und Atticus wirklich kurz davor stand eine Dummheit zu begehen. Weswegen er die Hand erneut nicht weg zog, als Kieran sie ergriff
„Natürlich sehne ich mich nach Nähe aber.. diese ein oder zwei Stunden.. würden mein Leben ruinieren. Meine Zukunft mit… Alphonse..“
Das erste Mal seit sie einander getroffen hatten, nannte Atticus seinen Namen. Er wusste auch nicht warum. Vielleicht um Kieran daran zu erinnern, dass er ein echter Mensch war. Der existierte und das alles nicht nur ein Traum war.
Also entzog er ihm nun auch seine Hand und sagte leise
„Es tut mir Leid aber.. so bin ich nicht. Ich liebe ihn und… kann ihm das einfach nicht antun….“
Was er getan hatte war schon genug. Vielleicht hatte er damit seine Zukunft schon zerstört. Aber wenn er noch weiter ging.. dann hatte er Gewissheit darüber es getan zu haben. So.. gab es vielleicht noch Hoffnung?
Fuck! Atticus hasste sich gerade für sein Verhalten.. und noch mehr hasste er es, dass sein verdammter Dad offenbar wirklich Recht gehabt hatte..
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Alphonse würde sich wohl fragen, warum sie dann dies alles auf sich nahmen, wenn Atticus nicht an ein happy end glaubte. Oder zumindest daran, dass sie eine Zukunft hatten ... dass etwas auf sie wartete, nachdem sie mit den Wicked fertig waren. Vermutlich würde er Atti auch diese Frage stellen, sollte er ihm gestehen, dass er einen anderen Jungen geküsst hatte. Denn womöglich lag das Problem tiefergehend und nicht nur im Vermissungsschmerz.
Kieran versuchte, Atticus zu überreden, ihm wieder nah sein zu können und seine Lippen erneut zu spüren sowie seine Hände, seinen Körper. Die Sehnsucht war so groß, dass es ihn regelrecht peinigte. Auch wenn sie gar nicht wirklich Atti galt, sondern ... wem anderen. Den er nie wieder spüren würde.
Atticus tat das einzig Richtige. Er ließ sich nicht weichklopfen, sondern widerstand. Selbst wenn er die Hand nicht wegzog, so machte er seinen Standpunkt doch mit Worten deutlich. Er nannte sogar den Namen seines Freundes. Sie beide hatten die Namen ihre Liebsten bisher nicht in den Mund genommen, aus gutem Grund. Denn ja, ihn zu hören, löste etwas in Kieran aus. Etwas zerbrach in ihm und gleichzeitig schmerzte sein Herz dermaßen, dass er das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu bekommen. Endlich erlangte er die Kontrolle zurück, auch wenn das mit Qualen verbunden war.
Er fing an zu weinen und fühlte sich schrecklich. »Ich ... ich weiß«, schluchzte er. »Es tut mir .. so leid. Das hätte niemals ... passieren dürfen.« Nun zog er die Hand weg und verschränkte die Arme vor der Brust, die ihm gerade furchtbar wehtat. »O Gott ... es tut mir so so leid«, wiederholte er, sagte er es diesmal aber nicht nur zu Atticus, sondern auch zu dem Geist ... seines Ex, der das hier sicher von irgendwo beobachtete und sich ebenso betrogen fühlte wie Alphonse es noch bevorstand.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Atticus…. hatte Angst davor zu sehr daran zu glauben. Denn er wollte Alphonse nicht enttäuschen.. sollte es ihm doch nicht gelingen zu überleben. Er wünschte sich dieses happy end, wirklich mehr als alles andere. Doch er erwartete rein gar nichts mehr von diesem Leben, weil es ihm schon so oft ins Gesicht geschlagen hatte. Er glaubte nicht daran, dass es ihm vergönnt war glücklich zu sein. Oder dass er es verdient hatte. Also.. das Problem lag durchaus tiefer und womöglich war das der Grund, wieso er sich auch heute selbst sabotierte. Denn es war besser es selbst zu tun… statt darauf zu warten, dass das Leben ihm wieder eins rein würgte, hm? So konnte er wenigstens sich selbst die Schuld daran geben und war kein Opfer der Umstände. Aber so ganz festgesetzt war dieser selbstzerstörerische Gedanke wohl doch noch nicht in seinem Kopf. Denn es gelang ihm gerade noch rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, bevor er wirklich alles zu 100% in den Sand setzte.
Und auch Kieran wurde durch seine Reaktion wohl schlagartig bewusst.. dass sie hier einen Fehler gemacht hatten.
Während Atticus noch etwas in Schockstarre war, fing Kieran bitterlich an zu weinen. Weswegen Atticus.. ihm ja nicht mal böse sein konnte. Er wusste, dass sein Freund das nicht mutwillig getan hatte, um seine Beziehung zu sabotieren. Er war auch nur gezeichnet vom Leben. Gebeutelt von seiner Trauer und wünsche sich die Nähe zu einem anderen Menschen. Atticus konnte das verstehen.. und doch war er nicht derjenige, der sie ihm geben konnte. Denn am Ende würden sie es beide bereuen. Ganz sicher.
Atticus stand nun einfach nur stumm da und beobachtete.. wie aufgelöst Kieran war. Er wusste nicht, ob AJ ihm diesen Kuss je verzeihen würde. Was Atticus sich selbst jedoch niemals verzeihen könnte, wäre es.. seinen neu gewonnenen Freund nun einfach im Stich zu lassen. Sie hatten einen Fehler gemacht, alle beide, ja. Aber deswegen war nicht alles vergessen was sie in den letzten Tagen geteilt hatten.
Weswegen Atticus nach einer Weile… wortlos auf Kieran zuging. Diesmal war er es, der ihn fest in seine Arme zog. Nur hatte das nun nichts mehr von erotischer Spannung, sondern war einfach nur eine Umarmung unter Freunden, die einander Trost spendeten. Weswegen er ihm sachte über den Rücken streichelte und dann leise meinte.
„Shh…ist schon gut“
Mehr Worte waren nun nicht nötig. Zumindest empfand Atticus es so. Sie wussten beide was sie getan hatten. Und sie fühlten sich nun beide furchtbar deswegen. Aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb… brauchten sie einander nun dringender denn je.
@Joey Silver



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Dann war es vielleicht ›gut‹, dass dieser Betrug geschehen war, denn dann würde Atticus hoffentlich endlich mit Feivel über diese tiefen Zweifel sprechen. Momentan sah es nicht danach aus, als hätten sie denselben festen Glauben an ihre Beziehung und die Zukunft. Und als Paar musste man sich doch einig darüber sein, wofür man kämpfte, oder nicht? Alphonse spielte nicht nur zum Spaß mit dem Gedanken, auf die Jupiter zu gehen oder weil es sein Ziel war, alles Wissen der Welt zu erlangen. Er bereitete sich auch vor ... darauf, mit Atticus sein Ziel bei den Wicked zu erreichen. Dafür musste er alles lernen, was ihnen helfen würde. Jeder Kampfstil könnte ihm nützlich sein. Dafür war er bereit, seine Eltern für Monate zu verlassen sowie seinen Liebsten und sich weiteren Situationen auszusetzen, die er nicht kontrollieren konnte, obwohl Kontrollverlust für ihn echt ein schwieriges Thema war. Und Atticus stand hier und knutschte einen anderen Jungen, weil er ohnehin nicht an ein happy end glaubte? Das zu erfahren, wäre schon sehr bitter für Alphonse, selbst wenn er auf einer anderen Ebene womöglich sogar Verständnis aufbringen könnte.
Doch er war nicht hier, um etwas dazu zu sagen und es blieb abzuwarten, wann und ob er davon erfahren würde.
Bei Kieran kehrte hingegen endlich wieder Vernunft ein. Es war kein schönes Gefühl, zu erkennen, was man gerade Schreckliches getan hatte. Und sogar um mehr gebettelt hatte. Wie tief war er bitte gesunken??? Und mit welchen Konsequenzen hatten Atticus und Alphonse jetzt zu rechnen? Sie hatten doch glücklich werden sollen und nun hatte Kieran diese Option womöglich zerstört? Mal abgesehen von seinem eigenen Betrug? Selbst wenn sein Liebster tot war, so fühlte es sich dennoch an, als hätte Kieran gerade den größten Verrat aller Zeiten begangen.
Weinen mochte zwar allgemein als schwach angesehen werden, doch es ging nicht anders. Es hatte sich so viel aufgestaut, dass es einfach raus musste.
Er wusste nicht, was er erwartete ... würde Atticus einfach gehen? Ihn schlagen? Schimpfen? Auf keinen Fall hatte Kieran an eine Umarmung geglaubt. An Trost ... nur in anderer Form als durch Sex. Das überraschte ihn und es ließ ihn kurz stocken. Doch sobald er spürte, wie gut ihm diese Geste tat, ließ er sich vollkommen fallen, breitete ebenfalls die Arme aus, um Atti festzuhalten und heulte dessen Shirt voll.
Irgendwann beruhigte er sich und konnte sich lösen. Dennoch schaffte er es nicht, seinem Freund in die Augen zu sehen. »Wir sollten zurück. Es ist ... schon dunkel.«
Gemeinsam stapften sie also zum Lager. Nathan konnte seinem Sohn ansehen, dass er geweint hatte, und stand auf, doch Kieran schüttelte den Kopf und verkroch sich mit einem gemurmelten »Gute Nacht« sofort in sein Zelt. Von Joey war nirgends etwas zu sehen, doch der würde auch erst für den Abschied am nächsten Morgen wieder auftauchen. Der wohl ähnlich wortkarg ausfiel, bei allen Parteien. Was bitter war. Denn Kieran würde Atticus wirklich furchtbar vermissen. Und er würde wohl nie erfahren, ob er und Alphonse weiter zusammen blieben ... doch er wünschte es sich von ganzem Herzen.
Als sie wieder Richtung Wicked marschierten, brummte Joey irgendwann: »Also, du siehst noch schrecklicher aus als in der ganzen Zeit, seit du dich von Alphonse verabschiedet hast. Das kann doch nicht nur an unserem Streit liegen. Was ist denn los?« War ja kaum auszuhalten, dieses Elend. Weswegen sich Joey tatsächlich etwas Sorgen machte. Und lieber davon sprach, statt sich für gestern zu entschuldigen.
@Atticus Keene



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