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Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Seine Zeit mit Alphonse war viel zu schnell ins Land gezogen. Aber war das nicht immer so? Schöne Dinge rasten einfach nur so dahin und waren schon wieder vorbei ehe sie überhaupt richtig begonnen hatten. Zwar freute sich Atticus auch darauf nun noch ein wenig Zeit mit seinem Dad zu verbringen aber der Trennungsschmerz war für einen frisch verliebten Teenie schon hart. Weshalb seine Laune in den ersten Wochen nicht die beste war. Er bemühte sich gut drauf zu sein und die Zeit mit seinem Vater zu genießen, schließlich war das auch etwas Einzigartiges, das sie bei den Wicked nicht so offen zeigen konnten. Aber sein Herz wo dennoch schwer. Weshalb er manchmal, wenn er dachte sein Dad würde nicht hinsehen, den Kopf hängen ließ, lustlos in seinem Essen rum stocherte oder einfach nur abwesend wirkte. Er vermisste ihn so sehr. Wollte seinem Vater aber nicht das Gefühl geben als würde er seine Anwesenheit nicht schätzen, denn das tat er. Er versuchte ja auch sein Bestes um ihn abzulenken, sei es mit Kartenspielen oder anderen Anekdoten aus seinem Leben. Diese gemeinsame Zeit war gut für ihre Beziehung, selbst wenn sein Vater ihm trotzdem noch ziemlich häufig auf die Nerven ging mit seinen verbohrten Ansichten. Aber naja.. niemand war perfekt, weshalb er sich bemühte darüber hinweg zu sehen. Es gab ja auch lustige Momente, wo es gut war, wenn nicht alles immer so ernst ablief.
Heute hatte Atticus aber wieder einen miesen Tag, wo Alphonse ihm ganz besonders fehlte. Weshalb er mit einem Stock etwas abwesend im Lagerfeuer rum stocherte, die Dose Bier neben ihm schmeckte ihm irgendwie auch nicht. Aber er trank sie halt, weil sein Dad es auch so machte. Und man sollte heutzutage keine Lebensmittel verschwenden, selbst Bier nicht.
@Joey Silver



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Für Joey waren die Monate nicht schnell genug ins Land gezogen. Zwar hatte er unverhofft zwischendurch in Balar mit den Drummers gelebt, aber auch nur für wenige Tage, dann hatte Eds dunkler Blick ihn schon wieder verjagt. Obwohl zu der Zeit die Beziehung mit Alphonse nicht gerade als glücklich zu bezeichnen gewesen war, hatte sich Atticus leider nicht dazu hinreißen lassen, seinen Dad da schon zu begleiten.
Also war es bei ihrer Verabredung geblieben. Statt mit ihm zu den Wicked zurückzukehren, hatte Joey seinem Sohn jedoch eröffnet, noch zwei weitere Monate unter dem Radar zu bleiben. Vornehmlich, um Ressourcen zu sammeln, die den Wicked über den Winter helfen sollten, aber auch, um ihr Band endlich mal richtig zu festigen.
Nur war das leider nicht so einfach, wenn man einen von Liebeskummer zerfressenen Teenie bei sich hatte. Joey bemühte sich zwar, seinen Jungen mit Kartenspielen, lustigen Anekdoten oder Trinkgelagen abzulenken, aber es klappte nie besonders lang. Und er hatte sich ihre gemeinsame Zeit so schön und intensiv vorgestellt! Konnte Atti seinen oberschlauen Freund nicht mal vergessen? Sie würden sich schon früh genug wiedersehen! Hmpf! Und wieder machten die Drummers alles kaputt.
Auch heute war wieder einer dieser Tage, an dem Atticus wie ein Häufchen Elend wirkte. Der Abend nahte und es prasselte schon ein munteres Feuerchen, aber das Ganze war doch jetzt schon ein Trauerspiel. Weswegen sich Joey schwer seufzend und ebenfalls mit einer Dose Bier in der Hand zu dem Burschen setzte und ihn einen Moment anblickte.
»Also ... du musst mir jetzt mal erklären, was es eigentlich ist, das du vermisst. AJs endloses Gerede? Oder dass du nicht mehr jeden Tag seinen viel zu dürren Hintern im Bett hast, hm?« Joey grinste ... er meinte das ja nicht böse oder abwertend. Nicht wirklich jedenfalls. Er versuchte einfach auf seine Weise herauszufinden, was genau an AJs Abwesenheit so schmerzvoll war. Und vielleicht auch noch ein anderes Thema anzusprechen, das ihn interessierte. xD
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
In der Zeit mit AJ hatte Atticus gefühlt so viel Drama erlebt, dass es für ein ganzes Leben reichen würde. Ihre gemeinsame Zeit war wirklich von vielen schrecklichen Ereignissen geprägt gewesen. Und dennoch oder vielleicht gerade deshalb.. fühlte sich Atticus seinem Freund nun näher denn je. Er liebte Alphonse und vermisste einfach alles an ihm. Denn es hatte ja auch schöne Zeiten gegeben, trotz der Schwierigkeiten. Und Atticus Leben bei den Wicked war nicht wirklich einfacher. Weshalb all die Probleme ihm gar nicht so viel ausgemacht hatten. Wenigstens hatte er in dieser Zeit er selbst sein können und musste keine Maske tragen. Das würde ihm wieder ganz besonders schwer fallen, nachdem er mit seinem Dad zurück gekehrt war.
Vor diesem konnte er ja auch nicht alles von seiner verletzlichen Seite so gut zeigen. Einerseits, weil er vor ihm nicht schwach wirken wollte und andererseits, weil er ihm keine Sorgen bereiten wollte. Doch so richtig gelang es ihm wohl trotzdem nicht cool zu bleiben, weil der Vermissungsschmerz einfach zu groß war. Und Joey.. das nicht wirklich kompensieren konnte. Er war nun mal nicht AJ. Und ihre Bindung war noch nicht so eng, dass er sich ihm vollständig öffnen konnte oder sich wirklich von ihm aufgefangen fühlte. Dafür besaß Joey womöglich auch etwas zu wenig Taktgefühl. Weshalb Atticus immer ein bisschen auf Abstand blieb.
Aber er wusste, sein Dad bemühte sich… auf seine Weise. Weshalb er ihn nicht immer abblocken wollte. Auch heute fragte er schließlich, warum Atticus so traurig war oder was genau es war, das er vermisste. Selbst wenn Joey das natürlich sofort wieder alles vereinfachte und auf Sex hinunter brach.
Weshalb Atticus schon wieder schnaubte und genervt meinte
„Dad!! Ich bin nicht du, es geht nicht immer nur um Sex okay??“
Er verschränkte die Arme und sah stur ins Feuer. Begann dann.. aber doch mal ein bisschen zu erzählen. Denn eigentlich wollte er ja drüber reden. Er wusste nur nicht, ob sein Dad ein wirklich guter Gesprächspartner für Liebeskummer war. Aber naja.. jemand anderen hatte er gerade nicht, also musste er es versuchen.
„Es ist einfach.. naja.. ich weiß nicht genau wie ich das beschreiben soll. Ich vermisse… einfach das Gefühl, das er mir gibt. Zu wissen, dass er mich liebt. Zu sehen, dass ich gebraucht werde. Und ja, ich vermisse auch sein endloses Geplapper. Zumindest ein bisschen. Ich vermisse es… wie wir zusammen lachen.. seine Berührungen.. und damit meine ich nicht nur Sex!! Sondern auch.. wenn wir uns umarmen oder Händchen halten oder so…. es ist einfach das Gesamtpaket das mir fehlt. Kannst du das denn nicht verstehen?“
War Joey in seiner Jugend nie Hals über Kopf verliebt gewesen? Oder hatte er einfach schon wieder vergessen wie sich Liebeskummer anfühlte, weil er so lange niemanden mehr geliebt hatte? Atticus wusste es nicht.. und es war ihm auch ein bisschen unangenehm darüber zu reden. Aber es war nun mal die Wahrheit..
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Joey schnaubte auch. Als würde es nicht um Sex gehen. Atticus konnte ihm nicht erzählen, dass er ihn nicht vermisste. Er und sein Lover hatten doch kaum die Hände voneinander lassen können. Da auf dem Ausguck der Jupiter hatte Joey die beiden nicht das erste und einzige Mal schnaufen und stöhnen hören. Die Teenies hatten es gefühlt in ganz Balar getrieben. Schlimm. Na gut, vielleicht war Joey auch ein kleines bisschen neidisch, weil in seinem eigenen Liebesleben Ebbe herrschte. Allerdings vermisste er außer der Befriedigung nicht wirklich etwas. Langfristige Beziehung waren noch nie so seins gewesen. Außer eine vielleicht, und die hatte er ja erfolgreich in den Sand gesetzt.
Er wollte also wissen, warum Atticus nun die ganze Zeit so traurig war und nicht ... vielleicht auch erleichtert, weil Alphonse ihn mal nicht den ganzen Tag zulaberte mit seinen Formeln und dem ganzen Kram? Das stellte sich Joey eigentlich sehr erholsam vor.
Atti versuchte ja auch, es ihm zu erklären. Was er beschrieb, war ein bisschen ähnlich zu dem, was er gefühlt hatte, als er Sienna verlassen hatte. Oder vielmehr sie sitzen gelassen hatte, ohne sich zu verabschieden. Er hatte eigentlich nicht das Recht gehabt, so zu fühlen, und doch hatte er sie unfassbar vermisst.
»Na ja, ich versteh das schon. Aber ihr wollt euer Leben ja so führen.« Joey zuckte mit den Schultern. Es hätte ihm zwar nicht gefallen, aber Atticus hätte sich jederzeit dazu entscheiden können, den Wicked den Rücken zu kehren. Leider war es nicht mehr möglich, dass Alphonse sich ihnen anschloss oder sie besuchte, sobald sie ihre Bibliothek und all das der Öffentlichkeit zugänglich machte. Er war nun ein Flüchtiger und ein bekanntes Gesicht, zumindest in Haus Lust. Damit hatten es sich die Teenies selbst noch komplizierter gemacht und mussten eben mit diesem Trennungsschmerz leben.
Joey ging aber selbst auf, dass er gerade nicht wirklich hilfreich war, weswegen er seufzte. »Wie stellt ihr es euch denn vor, dass es jetzt weitergeht, hm? Ich weiß noch nicht, wann wir wieder so eine lange Tour machen können. Wird sicher noch was dauern.«
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Natürlich vermisste er auch den Sex. Aber das war nur ein kleiner Teil von vielen. Okay, kein so kleiner Teil.. aber trotzdem fehlte ihm mehr Alphonse’ Charakter als sein Körper. Aber ein notgeiler, alter Bock wie Joey konnte das wohl nicht nachvollziehen.
Auch wenn er meinte, dass er es verstand. Im nächsten Augenblick aber gleich wieder Schwachsinn redete.
„Von wollen kann echt nicht die Rede sein….“
Atticus kehrte nicht zurück zu den Wicked weil es ihm Spaß machte. Und das wusste Joey ganz genau. Er tat es, weil er es tun musste… und nicht weil er es wollte. Ginge es danach wäre er längst mit Alphonse durchgebrannt und würde nicht mehr zurück sehen. Aber leider konnte er das nicht.. nicht so lange Luzifer noch atmete.
Als Joey jedoch nachfragte wie die zwei Teenies sich die Zukunft vorstellten seufzte Atticus erneut und zuckte mit den Schultern, die er danach mutlos hängen ließ.
„Ich weiß, dass wir uns jetzt für eine lange Zeit nicht sehen werden. Aber.. uns bleibt nichts anderes übrig als zu warten, oder? Irgendwann.. werden wir doch sicher wieder eine längere Tour machen können…“
Erwartungsvoll blickte er kurz rüber zu seinem Dad. Auch wenn er nicht wusste wann, er musste ihm nun bitte Zuversicht geben, dass er sich dafür einsetzen würde, dass die zwei einander wieder sehen konnten.
„Alphonse und seine Familie bleiben erst mal in Balar oder vielleicht wird AJ auch eine Weile mit den Seefahrern mitsegeln, um etwas zu lernen.. aber wenn er wieder zurück kehrt… werden wir uns bestimmt wieder sehen“
Atticus musste daran glauben, dass es ihnen selbst unter diesen schwierigen Umständen gelang einander zu sehen. selbst wenn es Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern würde…….. eine eeeeecht triste Vorstellung für einen verliebten Teenie…
@Sanji Cordova



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Atticus hatte eine Wahl, ob er es nun wahrhaben wollte oder nicht. Doch Joey würde darüber nun nicht diskutieren. Zum einen war er ja froh, seinen Sohn bei den Wicked zu wissen und hoffte, er würde von seinen zum Scheitern verurteilten Racheplänen irgendwann absehen. Und zum anderen wollte Joey ihn mit dieser Diskussion sicher nicht dazu treiben, es sich anders zu überlegen und doch zu den Drummers zurückzukehren. Im Grunde wäre es ihm nur recht, wenn die Beziehung mit Alphonse in die Brüche ging. Das würde sehr vieles einfacher machen und Atticus nicht mehr so zurückhalten und frustrieren.
»Mal sehen. Jetzt ist erst mal bald Winter. Da machen Touren kaum Sinn. Im Frühjahr vielleicht wieder. Eventuell könnt ihr euch zu deinem Geburtstag treffen, aber da müssen wir spontan schauen, wie die Lage bei den Wicked ist, okay?« So oder so wäre das dann nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und es würden trotzdem einige Monate am Stück ohne ein Lebenszeichen vergehen, das die Teenies einander schenken könnten. Bis nach Balar reichte die Funkverbindung nicht, Alphonse müsste sich also bereitwillig dem Feindesgebiet nähern. Und ob er das schaffte, nach seinem Trauma? Oder seine nervigen Eltern es zulassen würden? Fraglich.
»Eure Liebe muss ja echt groß sein, wenn ihr das alles auf euch nehmt. Du könntest Alphonse auch einfach in den Wind schießen und dir nen anderen Kerl suchen. Mit dem es einfacher wäre. In vielerlei Hinsicht.« Mit AJ musste Atti doch gewiss nach Monaten der Abstinenz wieder bei null anfangen, vor allem in körperlicher Hinsicht, da der Supernerd damit solche Probleme hatte. Andererseits ging es ja angeblich nicht nur um Sex.
Wie auch immer ... sie mussten bald in ihre Schlafsäcke kriechen und ihren Weg fortsetzen. Sie hatten sich vorgenommen, einen Supermarkt nach Vorräten zu durchsuchen, auch wenn solche Orte inzwischen fast ausnahmslos geplündert waren. Manchmal hatte man doch noch Glück. Sie mussten am nächsten Morgen einen kleinen Fußweg zurücklegen und dann standen sie schon vor dem Gebäude. In der Umgebung war bereits ein gewisses Röcheln zu vernehmen, was auf ungebetene Gesellschaft hindeutete ... aber wenn sie leise und routiniert vorgehen würden, könnten sie es raus und wieder reinschaffen, ohne die Beißer auf sich aufmerksam zu machen.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Leider war Atticus ohnehin nicht davon ausgegangen, dass sie einander diesen Winter noch sahen. Das würden hässliche, kalte und dunkle Monate werden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aber Joey gab ihm einen kleinen Lichtblick, indem er ihm in Aussicht stellte, vielleicht im Frühling etwas arrangieren zu können. Um seinen Geburtstag herum?
„Du weißt wann ich Geburtstag habe?“
Also.. das sollte jetzt nicht so provokant und gehässig klingen wie es vielleicht rüber kam xD aber Atticus wusste ja wirklich nicht, ob Joey überhaupt eine Ahnung davon hatte wann Sienna ihn geboren hatte. Zu der Zeit war er schließlich dicht gewesen und nicht dabei. Also vielleicht hatte er das Datum längst versoffen weil es ihm nichts bedeutete.
Letztlich nickte er ohnehin nur ein bisschen betrübt, weil sein Dad ihm natürlich nichts versprechen konnte. Aber das war schon okay… mehr konnte er nicht erwarten. Hauptsache er schloss es nicht gleich wieder auf und Atticus konnte weiter Hoffnung im Herzen tragen.
„Ist sie auch.. ich glaube wirklich, dass er der Richtige für mich ist..“
Was sicher total lächerlich klang aus dem Mund eines 17-Jährigen. Aber naja. Atticus glaubte wirklich an die eine, erste große Liebe. Und daran.. dass diese Beziehung halten konnte, bis in die Ewigkeit. Wenn doch nur die Umstände ein bisschen einfacher wären. Aber sie würden das hinbekommen. Ihre Liebe würde alle Hürden überwinden.
Für heute Abend reichte es aber mal wieder mit tiefgründigen Gesprächen. Ohnehin war Atticus immer Recht froh sich in seinem Schlafsack verkriechen zu können und… von Alphonse zu träumen. Wenn er ihn schon nicht sehen konnte, blieb ihm nichts anderes übrig als sich in Gedanken einfach zu ihm zu träumen. Genau dafür waren die schönen Erinnerungen ja da gewesen. Um solch dunkle Stunden etwas zu erhellen.
Aber am nächsten Morgen war keine Zeit weiter Trübsal zu blasen. Sie hatten sich etwas vorgenommen, nämlich einen Supermarkt zu plündern, damit sie nicht mit ganz leeren Händen zurück zu den Wicked kehrten.
Natürlich wimmelte es hier von Beißern.. weshalb sie sich ganz leise nach drinnen schlichen und sich aufteilten. So wären sie schneller. Sie hatten beide ihre Rucksäcke dabei und wollten einsacken was noch zu holen war.
Viel Essbares gab es leider nicht mehr…. weshalb Atticus irgendwann ganz zufällig und ungewollt… vor dem Regal mit den Kondomen und Gleitmitteln landete. Eigentlich wollte er daran vorbei gehen, weil das nun wirklich keine Priorität hatte. Aber irgendwie… interessierte es ihn dann doch. Da gab es sogar Gels mit Geschmack. Oder Kondome mit Noppen? Ober sowas AJ gefallen würde? Ehe er sich versah hatte er eins davon in der Hand, genau wie ein lecker riechendes Gleitgel. Allerdings kam genau in diesem Moment sein Vater um die Ecke, als Atticus die Sachen einstecken wollte. Vor Schreck ließ er alles fallen! und dann krachten auch noch die ganzen anderen Gleitgeltuben zu Boden, weil Atticus so ungeschickt dagegen gestoßen war vor Scham.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Klar weiß ich das. Im Dezember.« Den Tag ... jetzt vielleicht nicht so genau. xD Aber es spielte auch keine Rolle, da es in dieser Scheißapokalypse eh schwierig war, das tatsächliche Datum zu bestimmen. Doch irgendwann im Dezember könnte man sicher ein Treffen mit Alphonse arrangieren. Joey war ja kein Unmensch. Ihm war schon bewusst, wie wichtig die Volljährigkeit für einen Tennie war und dass Atticus diesen Tag gerne mit seinem Liebsten verbringen wollte.
Nun musste Joey aber aufpassen, dass er nicht an seinem Getränk erstickte. Alphonse sollte der Richtige für seinen Sohn sein? Also, das bezweifelte er ganz stark. »Er ist dein Erster, aber das heißt nicht, dass er der Eine ist.« Die Blauäugigkeit würde sicher nicht ewig bleiben. Je länger sie getrennt waren, desto mehr würde Atticus sicher erkennen, wie wenig es sich lohnte, auf den komplizierten Drummerjungen zu warten. »Er hätte dir zumindest erlauben können, dich anderweitig zu amüsieren. Wenn er so was nicht will, ist das ja seine Sache. Aber von dir zu verlangen, monatelang abstinent zu sein, ist grausam.« Als Teenie wollte man ›es‹ doch ständig. Okay, Joey war echt sehr sexbezogen. xD »Oder habt ihr etwa eine entsprechende Abmachung getroffen?« Er zog neugierig die Augenbrauen hoch.
Dieses wunderschöne Gespräch endete bald, da am nächsten Morgen eine wichtige Tour auf sie wartete. Sie schafften es unbehelligt in das Innere des Supermarktes, wo sie sich trennten und die Regale nacheinander abgingen. Joey schnappte sich alles Brauchbare und stopfte es in seinen Rucksack, bis er um die Ecke bog und wieder bei Atticus ankam. Der gerade Gleitgel und Kondome in den Händen hielt. Joey grinste breit. »Hast du dir meine Worte von gestern etwa doch zu Herzen genommen und willst dir etwas Spaß gönnen?« Das befürwortete er durchaus. Was er weniger mochte, war die Schamesröte auf Attis Wangen und die Tatsache, dass sein Junge das halbe Regal zum Einsturz brachte. »Kein Grund, so nervös zu werden. Aber du hast mich schon angelogen, weil du behauptet hast, es ginge nicht um Sex.« Joey zwinkerte. So weit fiel der Apfel dann doch nicht vom Stamm.
Leider hatte das Getöse die Beißer alarmiert. Ein paar warfen sich schon gegen die Scheiben und klopften dagegen. Andere wiederum schlurften zur Tür. »Scheiße!«, fluchte Joey und nahm seinen Revolver zur Hand. Ein Messer wäre vielleicht besser und lautloser, aber sie hatten jetzt sowieso schon die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
@Atticus Keene



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zuletzt bearbeitet 11.11.2023 01:01 |
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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
„Und am wievielten?“
Fragte Atticus seinen Vater mit hoch gezogener Augenbraue. So leicht ließ er ihn nicht davon kommen. Vermutlich wusste er nur noch, dass es an dem Tag kalt gewesen war, weil er irgendwo in einer Ecke wie ein Penner fast erfroren war!
Der Tag spielte demnach sehr wohl eine Rolle. Nur weil man ihn heutzutage nicht mehr so genau bestimmen konnte, hieß das doch nicht, dass man das Datum nicht kennen musste.
Da er im Winter Geburtstag hatte erwartete Atticus leider nicht…. dass er seinen Partner an diesem Tag sehen konnte. Sie würden eben im Frühling nachfeiern… das war zwar traurig.. aber leider nicht zu ändern. Seine Volljährigkeit war letztlich auch nur irgendein Datum. Keines wofür es sich lohnte zu viel Risiko einzugehen..
„Was weißt du schon..“
Murrte Atticus weil Joey ihm nicht glaubte, dass Alphonse für ihn der Eine war. Sollte er doch denken was er wollte! Nur weil er nicht an die große Liebe glaubte.. musste er es nicht auch seinem Sohn ausreden.
„Er hat gar nichts von mir verlangt! Es ist selbstverständlich für mich ihn nicht zu betrügen.“
Alphonse musste in der Hinsicht überhaupt nichts sagen.. oder irgendwelche Regeln aufstellen. Atticus wollte mit niemand anderem schlafen. Er wollte nur ihn.. egal wie verrückt seine Hormone auch noch spielen würden. Noch stellte Atticus sich diese Abstinenz einfacher vor als sie vermutlich sein würde.. denn Teenie Bedürfnisse waren wohl tatsächlich nicht immer so leicht zu unterdrücken. Aber im Moment überwog noch der Liebeskummer, weshalb er daran gar nicht dachte.
So peinlich wie das Gespräch abends geendet hatte, ging es am nächsten Tag gleich weiter. Denn Joey grinste blöd und konnte sich natürlich keinen Spruch verkneifen, als Atticus die Kondome und das Gleitgel einpacken wollte.
„Nein!! Das hebe ich für den Frühling auf!“
Fuhr er ihn peinlich berührt an. Denn das ging Joey überhaupt nichts an. Aber er wollte klar stellen, dass das sicher nicht für irgendwen anderen gedacht war.. sondern nur für AJ.
„Es geht NICHT nur um Sex!!“
Sagte Atticus nun wohl etwas… zu laut. Denn durch den Einsturz des Regals hatten sie schon viel zu viel Wirbel gemacht. Nun auch noch die empörte Antwort und der Pistolenschuss… na wunderbar. Wenn sie noch nicht alle Beißer angelockt hatten, dann spätestens jetzt.
Die Beißer strömten aus allen Ecken und Enden in den Supermarkt, sodass es nicht lange dauerte, bis sie umzingelt waren. Echt Scheiße bei all den engen Gängen und Regalen. Atticus zückte sein Messer und sie versuchten sich irgendwie in Richtung Ausgang durchzukämpfen. Aber es war vergebens. Bis Atticus plötzlich ein leises ‚pssss pssss‘ irgendwo über ihm vernahm? Verwirrt sah er sich um.. und erblickte dann einen Jungen, ungefähr sein Alter, in einem der Lüftungsschächte
-Klettert die Regale hoch und kommt hier durch!-
Rief er ihnen zu. Der Schacht schien breit genug zu sein, um tatsächlich dadurch zu entkommen. Weshalb Atticus seinen Vater anrempelte und nach oben zu dem Jungen zeigte.
„Na los alter Mann, hoch mit dir!“
Sagte er zu Joey und machte eine Räuberleiter, während der Junge mit einer Armbrust auf die Beißer feuerte, die ihnen zu nahe kamen. Natürlich half er seinem Dad zuerst hoch. Denn Atticus… war es gewohnt die Wände für seine Kampftechniken einzusetzen, weshalb es für ihn ein leichtes war ohne Hilfe da hoch zu klettern. Gierig streckten die Beißer ihre Hände nach ihnen aus. Aber hier oben konnten sie sie natürlich nicht erwischen, sodass sie durch den Schacht entkommen konnten.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Was soll die Scheiße? Ist das jetzt ein Verhör oder was? Lenk nicht vom Thema ab, nur weil du mir mal wieder vorhalten willst, was für mieser Dad ich bin!« Joey schnaubte entrüstet. Natürlich wetterte er so herum, weil er den genauen Tag nicht wusste, und das dürfte Atticus nun auch bewusst werden. Trotzdem hatte er keinen Bock darauf, sich derart vorführen zu lassen. Außerdem meinte er es ernst. Wenn sich eine Gelegenheit bieten würde, könnte er sich noch mal für eine kurze Tour mit Atticus melden und den Teenies ermöglichen, sich zu treffen. Allerdings hoffte er eher darauf, Alphonse wäre bis dahin schon abgehakt und vergessen.
»Ich weiß ne Menge. Romantik hat in dieser Welt längst verloren.« Welche Beziehung hatte denn schon lang Bestand? Und ja, er wusste, dass die Wicked mit dafür verantwortlich waren, dass Familien und Paare auseinandergerissen wurden. Er hatte höchstpersönlich schon dafür gesorgt und diese Macht genossen. Da Atticus auch das über ihn wusste, sollte er es ihm nun besser nicht vorhalten. Wie der Hase in dieser Welt lief, war jedoch allzu deutlich – an jeder Ecke. Denn wie oft hatten sich Atticus und Alphonse nun schon Ereignissen gegenüber gesehen, die sie beinah entzweit hätten. Und daran waren nicht nur die Wicked schuld.
»Wir werden sehen, wie lang du das noch freiwillig auf dich nimmst, nun, wo du Blut geleckt hast.« Joey zwinkerte. Als Jungfrau zu verzichten und sich einzureden, auf den Richtigen zu warten, war ja eine Sache. Aber nun würde es Atticus sicher wesentlich schwerer fallen, auf etwaige Annäherungsversuche anderer nicht einzugehen. Und Joey würde ihn dazu ermutigen, damit die Drummer-Ära möglichst bald endete und ihnen nicht weiter im Weg stand.
Weswegen er sich auch sehr freute, dass Atticus am nächsten Tag schon Vorkehrungen zu treffen schien. Der Bursche konnte sich gern damit rechtfertigen, sich die Ferkeleien mit Noppen und leckeren Düften für den Frühling aufzuheben ... Joey glaubte nicht daran. »Mhm«, meinte er nur noch und grinste weiter – auch als er die ersten Beißer mit der Pistole erschoss. Leider reichte dieser Einsatz nicht, die Zombies kamen aus allen Richtungen und kesselten Vater und Sohn ein. »Vielleicht sollten wir die Regale umwerfen und so eine Brücke zum Ausgang bereiten«, schlug Joey vor und lud seine Waffe hastig nach. Wer auch immer sich hinter den Möbeln befand, würde dann begraben werden und keine Gefahr mehr darstellen.
Doch bevor sie ins Tun kommen konnten, machte ein Bursche auf sich aufmerksam, der in einem Luftschaft über ihnen hockte. Sie sollten da hoch? Na super. Aber wohl die sicherere Lösung als die von Joey. Der alte Silver hievte sich hoch. »Coole Waffe!«, meinte er zu dem Kerlchen, dem das dunkle Haar wirr ins Gesicht hing.
»Danke!«, gab dieser zurück und schmunzelte, während er den Beißer erschoss, der Atticus nun beinah am Bein packte.
Als alle in Sicherheit waren, meinte der Fremde: »Wir haben uns zum Lager durchgeschlagen, da gibt es auch einen Ausgang. Ich wollte nur unbedingt nachsehen, wer so viel Lärm macht. Das hat uns nämlich den Arsch gerettet. Also, kommt mit, dann können wir uns gemeinsam rausschlagen.«
Joey ließ sich das nicht zwei Mal sagen. Wer auch immer den Teenie begleitete, es war ihm egal. Auch, wenn es eine Falle sein sollte. Er würde dann improvisieren, wie immer. Im Moment zählte nur, dass sie hier heil rauskamen.
Am Ende des Lüftungsschachts sprang der fremde Junge behände nach unten und zischte: »Dad ... ich hab unsere unverhofften Retter dabei.«
Joey gelangte weniger elegant auf den Fußboden, rollte sich aber halbwegs sicher ab und veranstaltete so nur wenig Lärm. Dann rappelte er sich auf und nahm die zwei ins Visier. »Vater und Sohn also. Wie passend. Ich heiße Joey und das ist Atticus – mein Sohn. Schön, wenn unser Streit euch helfen konnte.«
Der andere Erwachsene schmunzelte wissend, der hatte sicher auch viele Wortgefechte mit seinem pubertären Spross. »Mein Name ist Nathan und das ...«
»Ich kann mich auch selbst vorstellen, Dad«, gab der vorlaute Bursche zurück, lachte dabei aber. »Kieran. Freut mich, euch kennenzulernen. Der Rest muss aber warten.«
Nathan nickte. »Kommt mit, unser Lager ist nicht weit weg.«
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
„Ja, schon gut..“
Murmelte Atticus nun. Denn gerade merkte er es ja selbst.. wie er schon wieder das Haar in der Suppe suchte. Er wusste, dass Joey nicht Vater des Jahres war.. und das sowas wie sein Geburtsdatum ihm deshalb wohl nicht wichtig war. Aber Atticus konnte einfach nicht damit aufhören sich zu wünschen… es wäre vielleicht anders. Statt ihn aber immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und dafür zu sorgen, dass Joey scheiterte.. sollte Atticus vielleicht wirklich besser versuchen sich auf die guten Dinge zu konzentrieren. Immerhin hatte er ihm ja in Aussicht gestellt zu seinem Geburtstag noch mal ein Treffen zu organisieren, wenn möglich. Das war nett von Joey.. weswegen er versuchen wollte sich darauf zu fokussieren statt auf das Negative.
„Nur wenn du sie verlieren lässt“
Denn in seinen Augen hatte Romantik längst nicht verloren. Er hatte sie erlebt und sie war wunderschön. Weshalb er sich einfach weigerte alles so schwarz zu malen oder nicht mehr an die Liebe zu glauben. Egal was er mit AJ schon hatte durchmachen müssen.. letztlich hatte sie das nur stärker zusammen geschweißt.
Auf Joeys Provokation ging er nicht mehr ein. Er würde ihm schon noch beweisen, dass er Alphonse treu war, egal wer auch immer ihn anbaggerte oder wen er kennen lernte. Die Tatsache, dass er nun ‚Blut geleckt‘ hatte wie Joey es mal wieder so plump formulierte.. klammerte er noch aus. Und dachte, das mit Sicherheit schon irgendwie hinzubekommen. Man konnte sich notfalls ja immer noch alleine Erleichterung verschaffen.
Womit er jedoch nicht rechnete, war, dass sie gleich am nächsten Tag bereits neue Leute kennen lernten, die die Karten vielleicht neu mischen könnten. Im Moment dachte Atticus nur daran zu überleben und registrierte den Gleichaltrigen kaum. Bis es ihnen gelang aus dem Schacht zu klettern und rüber ins Lager zu fliehen.
Atticus kam natürlich mega cool auf dem Boden auf, als würde er den ganzen Tag nichts anders machen. Während Joey… naja.. er bewegte sich eben altersentsprechend.
Atticus hob bloß stumm die Hand zum Gruß als Joey sie beide vorstellte. Erst jetzt musterte er das Vater-Sohn -Duo mal kurz und murmelte
„Danke..“
Immerhin hätten sie die Ablenkung auch einfach nutzen und abhauen können. Aber stattdessen war der Junge zurück gekommen und hatte ihnen geholfen. Obwohl sie sonst was für Arschlöcher sein könnten. War Joey ja auch. Weshalb Atticus ausnahmsweise echt keine Angst davor hatte, dass sie nun irgendwelchen Psychos in die Hände liefen. Denn Joey und er konnten sicher weitaus schlimmer sein… schließlich waren sie Wicked. Und langsam musste Atticus sich wieder an diese Rolle gewöhnen..
Dann ging es jedoch schon los. Für Höflichkeiten war später noch Zeit, jetzt mussten sie erst mal von hier weg. Nun kam Atticus sich besonders blöd vor mit seiner Ausbeute.. denn er hatte kaum Nützliches gesammelt, nur die Kondome und das Gleitgel.. und ein bisschen Klopapier. Aber zu mehr war er nicht gekommen.
Das Lager ihrer neuen Bekanntschaft war tatsächlich nicht weit entfernt. Es war nur recht sporadisch aufgebaut, bloß zwei Zelte und eine Feuerstelle. Schien nicht so als hatten sie vor länger hier zu bleiben.
Atticus erkannte aber auch keine Spuren von anderen Leuten in der Nähe, weshalb sie wohl wirklich alleine waren.
„Seid ihr nur zu zweit unterwegs? Ganz ohne Gruppe?“
Fragte Atticus deswegen beiläufig. Denn für gewöhnlich fand ein Vater mit einem Kind ja recht schnell Platz in einer der Kolonien.. weshalb ihn das ein bisschen wunderte.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Joey fand eigentlich schon, dass er das Ruder so langsam rum riss. Immerhin hatte er doch für die Auszeit mit den Drummers gesorgt und alles stehen- und liegengelassen, um nach Balar zu kommen, weil er das verwaiste und blutige Skateboard gefunden hatte. Und sich dort auch – für seine Verhältnisse – echt benommen und Atticus so gut wie jeden Wunsch erfüllt hatte. Zudem gab es jetzt noch ein paar Wochen Vater-Sohn-Zeit, bevor es zu den Wicked zurückging, obwohl Joey das Überziehen der Tour Luzifer erklären müsste. Aber von seinem Sohn wurde gleich wieder alles darauf runtergebrochen, dass Joey mal ein paar kritische Worte aussprach und sich nicht taggenau an Attis Geburtstag erinnerte. Großartig. Zum Thema Romantik sagte er jetzt nichts mehr, da der Teenie nur noch einsilbig antwortete und so war sein Plan, ihn aufzumuntern, mal wieder gescheitert.
Die Flucht aus dem Kaufhaus gelang ihnen dafür, es gab nicht mal Verletzte. Joey hatte allerdings auch nicht so viel Zeit gehabt, was Vernünftiges mitgehen zu lassen, aber er hätte derzeit eh nicht vorgehabt, irgendwas aus seinem Rucksack mit den Fremden zu teilen. Dennoch folgte er ihnen bereitwillig mit ins Lager. Sie besser kennenzulernen, würde nicht schaden und außerdem winkte ja vielleicht ein Mahl, für das sie nichts tun müssten.
Nathan deutete einladend auf die Feuerstelle. Es mochte fahrlässig wirken, das Lager unbewacht zu lassen, aber es gab Fallen in der Umgebung, an denen sie Joey und Atticus vorbeigeführt und sie sogar darauf hingewiesen hatten, damit sie jederzeit frei waren, zu gehen.
»Japp, nur zu zweit«, gab Kieran zurück, der seine Armbrust in eines der Zelte gebracht hatte und sich nun anschickte, Feuer zu machen. »Aber so wie du fragst, wundert dich das. Dabei dachte ich, ihr wärt auch allein.«
Nathan schmunzelte über die Direktheit seines Sohnes. »Wir waren zeitweise in einer Gruppe. Es ist nicht so gut ausgegangen. Seit ungefähr einem Jahr wandern wir allein umher und konnten uns nicht überwinden, uns irgendwo noch einmal niederzulassen.«
Kieran hatte es geschafft, das Feuer in Gang zu bringen, und erhob sich wieder. Sein Gesicht war überschattet von Gefühlen, für die Joey zu wenig Empathie besaß, um sie zu bemerken oder zuzuordnen. Dennoch war ihm klar, dass man sich am besten am Anfang einer Bekanntschaft nicht gleich in solch schwere Themen stürzen sollte. »Trinkt ihr gern Bier? Also, deinen Sohnemann will ich natürlich nicht verführen, aber ... ich hab ein paar Dosen dabei und würde sie teilen, als Dank für unsere Rettung.« Außerdem lockerte Alkohol bekanntlich die Zunge. Joey würde gern mehr über das Duo wissen. Er hatte lang niemanden mehr zu den Wicked gebracht und womöglich wären die beiden gute Kandidaten. Nathan wirkte zwar sehr lieb und freundlich, sein Sohn jedoch hatte offenkundig etwas drauf. Das musste er ja auch von irgendwem gelernt haben.
@Atticus Keene



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zuletzt bearbeitet 11.11.2023 22:51 |
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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Tat er ja prinzipiell auch. Atticus musste aber erst lernen diese Dinge auch zu sehen und sich weniger auf die Vergangenheit oder das Negative zu konzentrieren. Mit Joeys unangebrachtem Verhalten auf dem Schiff.. hatte das Attis Verständnis wieder ein wenig zurück geworfen. Und gerade hatte er Liebeskummer und war deshalb ohnehin schlechter drauf. Aber er versuchte sich zu bemühen seinen Dad nicht ständig vorzuführen oder runter zu machen. Denn im Endeffekt änderte das ja auch nichts.
Nun standen die Dinge ohnehin so wie sie eben waren. Und sie mussten versuchen das Beste draus zu machen. Genau wie aus dieser Begegnung mit Kieran und seinem Vater.
Der Teenie nahm ja kein Blatt vor den Mund, was Atticus nicht störte. Durch Alphonse war er diesbezüglich wohl ziemlich abgehärtet.
„Sind wir auch.. im Moment zumindest. Manchmal besuchen wir aber auch verschiedene Kolonien..“
Atticus sah kurz zu seinem Dad rüber. Denn sie hatten keine Zeit gehabt sich auszumachen, welche Geschichte sie Fremden auftischen würden. Er konnte ja wohl kaum von den Wicked erzählen. Aber da sie gerade noch recht gepflegt aussahen, würde man ihnen wohl auch nicht abnehmen, dass sie seit Monaten als Nomaden lebten. Also musste er irgendeinen Mittelweg finden. Atticus war für gewöhnlich nicht auf Rekrutierungsmissionen. Weshalb er noch nicht so recht wusste, wie man mit Fremden umging. Als Wache war seine Rolle klar. Doch das mit Joey war nun etwas anderes.
Nathan war es, der preisgab was geschehen war. Ihrer Gruppe war wohl irgendetwas geschehen. Der Erwachsene versuchte das zu überspielen.. aber Kieran konnte Atticus ganz deutlich ansehen, wie es ihn belastet. Kein Wunder.. er wusste immerhin besser als jeder andere, wie es war jemanden zu verlieren.
Weshalb er sich nun auch zu Kieran ans Feuer begab und ihm schweigend dabei half es ordentlich in Gang zu bringen. Anders als sein Dad.. besaß Atticus nämlich ziemlich viel Empathie. Und fand gar nichts verkehrt daran bei neuen Bekanntschaften mit so schweren Themen zu beginnen. Das schuf immerhin Vertrauen. Aber natürlich sah sein Dad das anders und wollte die Begegnung locker halten. Was auch sonst.
Nathan nahm das Bier gerne an. Und Atticus.. der hatte gerade wohl auch nichts dagegen einzuwenden. Alles was ihm dabei half seinen Liebeskummer zu betäuben war gerade gut. Vielleicht würde ein Gespräch mit einem Gleichaltrigen ihn ja auch ein bisschen ablenken. Weshalb er etwas im Feuer rum stocherte und dann leise meinte
„Tut mir Leid wegen eurer Gruppe..“
Während die Erwachsenen sich unterhielten. Denn auf stupiden Smalltalk hatte Atticus eigentlich überhaupt keine Lust. Davon musste er bei den Wicked ständig viel zu viel davon führen..
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Kieran nickte. »Ist sicher nicht verkehrt, ein paar Verbündete zu haben. Hätten wir auch gebrauchen können.« Ein Seitenblick zu seinem Dad folgte, der für Joey wieder sehr schwer zuzuordnen war. Atticus sah auch manchmal so zu ihm. Irgendwie vorwurfsvoll und wie ein verletzter, getretener Hund. Interessant ... es war wohl nicht alles rosig bei den beiden. Das könnte sich Joey noch zu nutzen machen. Je nachdem, ob der Plan reifte, sie zu den Wicked zu bringen und nachdem er festgestellt hatte, ob die beiden eher zu Mitgliedern oder Sklaven zu gebrauchen waren. Wobei ... da Atticus dabei war, würde Joey sie wohl eher weniger als potenzielle Sklaven zu einem der Häuser bringen. Das war für seinen Sohn ja ein rotes Tuch. Außerdem brauchten sie dringend neue feste Mitglieder, die den Wicked treu ergeben waren. Nathan kam Joey noch zu weich vor, aber das musste nichts heißen. Kieran war ohnehin der Interessantere der beiden und da er so jung war, wäre er auch noch leicht zu formen. Und womöglich ein annehmbarer Gefährte für Atticus – in welcher Form auch immer.
Kieran kümmerte sich lieber um das Feuer, denn er sprach nicht gern über die Geschehnisse im letzten Jahr. Eigentlich war er ziemlich selbstbewusst und geradeheraus, aber jeder hatte wohl so Themen, die er lieber umging.
Atticus gesellte sich zu ihm, während die Erwachsenen Bier tranken und über Gott und die Welt sprachen. Kieran gönnte es seinem Dad. Er hatte ja auch gelitten und brauchte mal etwas Ablenkung und neue Kontakte.
»Danke ...«, meinte er nur wegen der Beileidsbekundung. Kurz überlegte er gar, mehr dazu zu offenbaren, aber ein ganz bestimmter Verlust schnürte ihm immer noch die Luft ab. Also ließ er es zunächst bleiben. »Du hast ein paar coole Skills. Wenn ich so die Wände hochspringen könnte wie du, würde ich zusätzlich versuchen, meine Armbrust dabei abzufeuern. Das sähe doch bestimmt abgefahren aus, oder?«
Atticus mochte vielleicht keinen Smalltalk suchen, aber Kieran brauchte diesen irgendwie erst mal, bevor er sich jemandem mehr öffnen konnte. In dieser Hinsicht hatte Joey schon recht.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Ohh diesen Seitenblick konnte Atticus wirklich sehr gut deuten. Offenbar waren Kieran und sein Dad in mancher Hinsicht nicht einer Meinung gewesen und das war nun nach hinten losgegangen, wofür der Teenie seinem Vater offenkundig die Schuld gab. Ja.. das kam Atticus wirklich sehr bekannt vor.
Der im Kopf allerdings noch keine tausend Pläne schmiedete, wie dieses Treffen enden sollte. Sie hatten ihnen geholfen, nun würden sie vielleicht noch zusammen etwas essen und womöglich die Nacht im Lager verbringen. Aber das wars dann auch wieder oder? Sie suchten ja nicht nach Begleitern auf ihrer Mission. Und Atticus dachte nicht mal im Entferntesten daran die zwei armen Kerle zu den Wicked zu bringen. Never ever würde er freiwillig dafür sorgen, dass diese scheiß Kolonie noch mehr Mitglieder bekam. Egal ob als Sklaven oder als tyrannische Mitglieder.
Das Atticus sich zu ihm gesellte und mit ihm redete.. lag eher daran, dass die Gespräche mit Alphonse ihm fehlten, als dass er Kieran wirklich interessant fand. Aber mit ihm zu sprechen war wohl besser als den Erwachsenen zuzuhören.
Allerdings schien Kieran kein wirkliches Interesse daran zu haben sich ihm wirklich anzuvertrauen. Was natürlich okay war. Das ging Atticus meist ja nicht anders. Erst seit er in Balar Zeit mit so vielen tollen Menschen verbracht hatte… hatte er sich etwas mehr geöffnet. Also wenn er lieber Smalltalk führen wollte dann war das auch okay.
„Danke. Stelle ich mir aber schwierig vor zu treffen, wenn man so schnell in Bewegung ist. Ich habe mal versucht dabei Messer zu werfen, aber sie sind überall gelandet, nur nicht da wo sie sollten. Da nutze ich die Wände lieber für den direkten Angriff..“
Indem er sich daran abstieß, sie dazu nutzte über etwas drüber zu springen oder auszuweichen. Da gab es viele Möglichkeiten. Aber dabei auch noch Messer zu werfen das war noch mal ein anderes Level.
„Wer hat dir das Schießen denn beigebracht? Dein Dad..? Scheinst du ja nicht erst seit gestern zu machen“
Fragte Atticus nun ebenfalls wegen seinen Fähigkeiten. So präzise zu treffen war gar nicht so einfach. Atticus war eher der Nahkämpfer statt der Fernkämpfer, was manchmal nicht all zu praktisch war.
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Hm. Das kann sein. Funktioniert vielleicht wirklich nur in Filmen, so was. Wir wären aber ein cooles Duo. Du setzt seine Moves für den Nahkampf ein und ich decke dich aus der Ferne.« Im Kaufhaus hatte es ja so auch funktioniert. Warum Kieran von ihnen als Team sprach? Na ja ... er war eben auch ein Teenie und sehnte sich nach Kontakten in seinem Alter. Es war anstrengend, nur mit seinem alten Herrn unterwegs zu sein, aber ihm war auch klar, dass er selbst mit ein Grund war, warum sie bisher nirgends blieben. Kieran hatte Angst, noch mal in eine Gruppe vertrauen zu fassen, sein Herz noch mal zu öffnen. Er wusste nicht, ob er so viele Verluste noch mal überleben würde. Es fühlte sich schließlich jetzt noch manchmal so an, als würde seine Seele sterben.
Erneut wurde seine Mimik von Schatten besetzt. »Nein, das war nicht mein Dad. Er ist auch eher ein Nahkämpfer ... ganz gut mit Fäusten und Messer. Ich hab das ... von meinem ... Freund gelernt. Also ... Ex-Freund ... weil sterben ist wohl so ein bisschen wie Schluss machen, oder?« Kieran ballte eine Hand zur Faust, weil er jetzt doch viel mehr offenbart hatte als gewollt. »Das ist auch seine Armbrust. Gewesen. Aber ... na ja. Wir müssen nicht darüber reden, ist ja jetzt auch schon eine Weile her. Erzähl mir lieber was über dich.« Kieran lächelte Atticus an und versuchte, den Schmerz zu ignorieren. Es gab gute und schlechte Tage und heute sollte eigentlich ein guter sein. Außerdem mochte er den anderen Teenie irgendwie, obwohl sie sich gerade erst kennengelernt hatten.
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
„Hast du denn je einen Film gesehen?“
Fragte Atticus nun mit einem schwachen Schmunzeln auf den Lippen. Denn Atticus.. der konnte sich ehrlicherweise nicht mehr daran erinnern. Er war noch viel zu klein gewesen, als die Apokalypse ausgebrochen war. Deshalb kannte er solche Actionfilme definitiv nicht. Aber womöglich war Kieran ja etwas älter als er? Konnte er schwer einschätzen.
Klar, sicher wären sie auf diese Weise wohl ein gutes Team. Aber.. sie würden kein Team werden. Weil Atticus in einer Psychopathen Kolonie lebte, weswegen er deswegen nur mit einem schiefen Grinsen nickte.
Atticus dachte nicht wirklich darüber nach, als er Kieran danach fragte, von wem er das Kämpfen gelernt hatte. Er ging davon aus, dass es sein Vater war. Aber offenbar steckte eine ganz andere Geschichte dahinter. Eine die viel trauriger war..
„Hm.. zu sterben ist eine echt miese Art Schluss zu machen… tut mir Leid..“
Denn so einen richtigen Abschluss hatte man dann wohl nicht. Schließlich wurde einem nicht das Herz gebrochen und man konnte die Person nicht hassen oder ihr seine Meinung sagen. Nein.. sie war einfach fort.. und man wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Etwas wovor Atticus ebenfalls große Angst hatte. Wenn er oder AJ nun starben.. hatten sie keine Möglichkeit mehr einander alles zu sagen, was ihnen auf dem Herzen lag. Sie wären einfach nur fort.. und all die unausgesprochenen Worte würden ewig auf ihren Seelen lasten.
Wegen diesem Gedanken wirkte auch Atticus kurz etwas betrübt. Aber er wollte sich das nicht so anmerken lassen, immerhin hatte er AJ noch, während Kieran seinen Freund verloren hatte.
Auch wenn es harte Kost war.. Atticus konnte dem Kieran, der ihm solche Dinge erzählte sehr viel mehr abgewinnen als demjenigen, der nur über seine Kampftechniken sprach. Weshalb er nicht ganz zuließ, dass er nun wieder ablenkte oder das Thema einfach abhakte. Stattdessen erwiderte er darauf.
„Dann ist diese Armbrust sicher dein größter Schatz. Für mich ist es mein Skateboard. Ich habe es… Sienna getauft. So hieß meine Ma..“
Vielleicht half es Kieran ja über alles zu reden, wenn Atticus ebenfalls ein bisschen was von sich Preis gab. Fernab der Wicked konnte er das schließlich ausnahmsweise mal. Er wusste ja nicht, dass sein Vater sie rekrutieren wollte. Sonst würde er das niemals erzählen! Aber auf Details ging er ja trotzdem nicht ein.
Er wollte Kieran nur suggerieren, dass sie sehr wohl darüber reden konnten, wenn er das gerne wollte. Aber sie mussten natürlich nicht.
„Wie lange wart ihr zusammen?“
Fragte Atticus nun auch nach. Denn ehrlich gesagt.. traf er nun das erste Mal einen Teenie in seinem Alter.. der offenbar ebenfalls schon eine feste Beziehung gehabt hatte. Und zwar mit einem anderen Jungen. Weshalb ihn das natürlich schon ein bisschen neugierig machte. Er aber hoffte.. nicht zu sehr in seinen schmerzhaften Erinnerungen herum zu bohren..
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Nein, aber ich habe viel davon gehört. In ein Kino zu gehen, ist ja leider nicht mehr möglich. Jetzt stell ich mir das alles immer in meinem Kopf vor, aber wahrscheinlich ganz falsch.« Kieran hob die Schultern. Es spielte ohnehin keine Rolle. Und er wusste auch nicht, wie diese Begegnung weitergehen würde. Womöglich würden Joey und Atticus über Nacht bleiben, und dann? Kieran hätte nichts dagegen, eine Weile gemeinsam zu reisen, und seinem Dad würde es auch guttun. Er und Joey schienen sich gut zu verstehen. Andererseits war da wieder diese Angst ... Wenn man andere in sein Leben ließ, musste man auch ertragen können, sie wieder gehenzulassen. Ob nun freiwillig oder nicht. Kieran war sich nicht sicher, was ihm lieber war. Die beiden nie wiederzusehen oder sie tatsächlich zu fragen, ob sie noch mehr Zeit miteinander verbringen wollten. Denn er musste leider zugeben, dass ihm das Gespräch mit Atticus sehr gefiel, auch wenn sie sich sehr bald einem schmerzhaften Thema zuwandten.
»Ist ja nicht so, als hätte er das gewollt. Trotzdem hasse ich ihn manchmal dafür, dass er gestorben ist. Obwohl er ja nichts dafür kann.« Kieran seufzte und würde Atticus Gedanken wohl sehr gut nachvollziehen können. Obwohl er jeden Tag mit seinem Freund verbracht hatte, gab es da noch sehr viel, das er ihm gern noch gesagt hätte. Oder dass er noch mit ihm hatte erleben wollen.
Atticus blieb bei dem Thema, was Kieran etwas überraschte. Es wäre schließlich leicht, das Unangenehme abzuhaken und sich nicht gezwungen zu fühlen, irgendwas Empathisches zu sagen. Atticus offenbarte jedoch, ebenfalls jemanden verloren zu haben. »Ja, es würde mir das Herz brechen, würde ich die Armbrust verlieren. Dann geht es dir mit deinem Skateboard ganz genauso. Das ist gut zu wissen, ich werde mit ein Auge drauf werfen.« Kieran lächelte und stupste Atticus ein bisschen mit der Schulter an. »Tut mir leid wegen deiner Ma. Ich hab meine schon vor der Seuche verloren und erinnere mich kaum an sie. Natürlich weiß ich nicht, wie es bei dir ist, aber so oder so ... hat man das Gefühl, als würde einem ein Teil von einem selbst fehlen, oder?«
Atticus fragte, wie lang er und sein Ex zusammen gewesen waren. »Zwei Jahre ungefähr. Er war mein erster Freund und eigentlich ... hätte er auch mein einziger bleiben sollen.« Sein Dad prophezeite ihm immer, er würde sicher noch mal jemanden finden. Eine ganze Weile hatte Kieran das nicht hören wollen, aber inzwischen hatte sich das Band um sein Herz ein kleines bisschen gelockert.
»Was ist denn mit dir? Du schaust doch nicht nur so traurig, weil ich dir einen Schwank aus meinem Leben erzählt habe, hm? Gibt es jemanden in deinem Leben, jemanden ... den du gerade vermisst?«
@Atticus Keene



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
Bei den Wicked waren solche Dinge prinzipiell zwar schon möglich.. aber Atticus wollte es gar nicht. Denn mit wem sollte er sich dort einen Film ansehen? Die Sklaven konnten ja wohl kaum mit ihm gehen. Und alle anderen dort kotzten ihn an.. also konnte er getrost darauf verzichten. Mit AJ hingegen würde er tatsächlich gerne mal ins Kino. Sowas waren früher doch tolle Dates, hatte er zumindest mal wo gelesen.
„Das Leben ist Horrorfilm genug. Uns könnte an Filmen wohl kaum etwas schockieren“
So viel wie Atticus schon erlebt hatte.. könnte echt kein Film das je toppen. Würde man sein Leben verfilmen, wäre vielleicht ein Blockbuster daraus geworden, weil die Menschen sich ja gerne an tragischen und grausamen Geschichten aufgeilten.
„Für diejenigen, die zurück bleiben ist es wohl immer am schwersten…“
Atticus konnte wirklich verstehen wie Kieran sich fühlte. Er hasste seine Mum zwar nicht dafür, dass sie ihn auf dieser Welt allein gelassen hatte. Aber manchmal war er sauer deswegen, weil er all die Scheiße alleine durchstehen musste.. und war nur all zu oft kurz davor gewesen einfach aufzugeben. Damit er wieder bei ihr war.
„Und ich auf deine Armbrust. Deal“
Sagte Atticus nun ebenfalls schwach lächelnd, als Kieran ihn anstupste und ihm versicherte ein Auge auf sein Skateboard zu haben.
„Ich war.. auch noch sehr jung, als ich sie verloren habe.. aber seither gibt es niemanden, der diese Leere in mir füllen kann. Auch mein Dad nicht.. um ehrlich zu sein.. habe ich ihn erst vor ein paar Monaten kennen gelernt“
Flüsterte er nun leise. Er wusste nicht, ob es für Joey okay war dass er diese Dinge erzählte. Aber eigentlich war es ihm auch egal. Hier draußen waren sie Vater und Sohn. Und nicht Wache und Informant, wie bei den Wicked.
Als er von seinem Ex-Freund redete… ließ Atticus betroffen den Kopf etwas sinken und nickte sachte
„Das kann ich wirklich gut nachvollziehen…“
Auch er wollte, dass AJ sein erster und einziger Freund blieb. Aber Geschichten wie die von Kieran.. führten ihm vor Augen wie verdammt vergänglich das Leben war. Was den Vermissungsschmerz in diesem Moment noch viel mehr verstärkte. Denn nun musste er ständig daran denken, dass AJ irgendwas zustoßen könnte.
„Hm? Oh sorry.. mein Dad tadelt mich auch ständig wenn ich so drein schaue..“
Sagte er seufzend. Denn er wusste, dass es Joey nervte. Und er wollte ja selbst nicht traurig sein. Aber er konnte das eben nicht kontrollieren!
„Ja.. ich habe auch einen Freund.. aber leider… ist das mit uns kompliziert und ich kann ihn nicht besonders oft sehen. Nun macht er… auch erst mal eine längere Reise, deshalb weiß ich nicht, wann wir erneut die Chance bekommen uns zu treffen…“
Kieran hatte also schon ganz gut beobachtet, dass Atticus Empathie nicht nur von seiner Gutherzigkeit herrührte sondern auch von einem eigenen, gebrochenen Herzen..
@Joey Silver



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RE: Any man can be a father, but it takes someone special to be a dad (Joey & Atticus)
»Es gibt ja nicht nur Horrorfilme. Ich würde gern mal eine Komödie sehen. Oder Martial Art Filme, so was wie ... Karate Kid.« xD Er hatte davon ja nur gehört, aber von den Erzählungen her, stellte er es sich eben sehr cool vor. Wenn er erfuhr, dass es bei den Wicked sogar ein Kino gab, würde er ohne Zweifel mitkommen – allein dafür. Und vielleicht auch für die Möglichkeit, mehr Zeit mit Atticus zu verbringen ...
Als sie über Verluste sprachen, nickte Kieran. Die Zurückgebliebenen waren ja diejenigen, die mit dem Loch im Herzen klarkommen mussten. An manchen Tagen war es leichter, an manchen Tagen so gut wie unmöglich. Zudem waren sie doch noch so furchtbar jung. Sein verstorbener Ex hatte sein ganzes Leben noch vor sich gehabt, genau wie Kieran selbst. Es war so unaussprechlich grausam, dass es einem von ihnen nicht weiter vergönnt war.
Kieran schmunzelte bei Atticus’ Versprechen, auf seine Armbrust achtzugeben. Damit hatten sie einander ja schon praktisch gesagt, dass sie sich vielleicht nicht am nächsten Morgen schon trennen würden, oder? Andererseits hatten ihre Väter da ja auch noch ein Wörtchen mitzureden.
»Das geht mir genauso. Mein Dad macht echt fast alles für mich, aber ... da gibt es trotzdem eine Dunkelheit in mir, die er nicht erhellen kann. Und nach dem Tod von ... na ja. Es gibt Narben, die kann eben niemand flicken.« Kieran sah zu Atticus, als dieser offenbarte, seinen Vater erst vor ein paar Monaten kennengelernt zu haben. »Wirklich? Ihr wirkt schon sehr vertraut miteinander. Andererseits ... habt ihr euch gestritten, hm? Obwohl überall Beißer waren.« So gut aufeinander abgestimmt waren sie dann wohl doch noch nicht. Denn wenn man ein gutes Team bildete, wusste man, dass selbst Streitgespräche manchmal warten mussten, bis man in Sicherheit war. »Habt ihr euch durch Zufall in einer der Kolonien getroffen, in die ihr manchmal einkehrt? Warst du vorher allein unterwegs? Und wie habt ihr euch dann erkannt, wenn ihr euch noch nie gesehen habt? Sorry, wenn ich ... zu viel frage.«
Kieran schmunzelte erneut. »Ich wollte dich nicht tadeln. Es tut mir nur leid, weil du traurig bist. Ich wollte deine Stimmung nicht trüben. Normalerweise rede ich gar nicht so viel über alles, weil ... na ja, Dad soll sich halt auch keine Sorgen machen.«
Atticus berichtete nun, dass er vergeben war, aber offenbar eine komplizierte Beziehung führte. »Das klingt scheiße. Und natürlich frage ich mich, warum ihr diese Reise nicht gemeinsam macht, und so, aber sicher hat es seine Gründe. Ist jedoch sicher schwer, so lang aufeinander zu verzichten. Ich ... könnte mir das wohl nicht vorstellen. Wie lang seid ihr denn schon zusammen und ist es ... auch dein erster Freund?«
@Atticus Keene



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