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THE DEAD DON’T DIE
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#1

Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

12.10.2023 12:48
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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Mit einem tiefen Seufzer schloss Lucia die Türe des alten Haus hinter sich. An diese Herbstschauer würde sie sich wohl nie gewöhnen können und sinnbildlich dafür, tropfe ihre nasse Kleidung auf den staubigen Holzfußboden. Dieser erneute Rückschlag, auch wenn es nur ein kleiner war, frustrierte sie. Baltimore endlich erreicht zu haben, war unfassbar und sie war so voller Hoffnung, nach all den Jahren endlich ihre Familie in die Arme schließen zu können. Jace und ihre Kinder, welche in der Zwischenzeit schon erwachsen waren. Nicht mehr die kleinen Kinder, welche sie damals mit Jace verabschiedet hatte. Das sie Baltimore erreicht hatten, wusste sie. Niemals würde sie schließlich das letzte Gespräch mit Jace vergessen, als die Untoten schon durch die Straßen gingen und anfingen, ihre Zähne in alles Lebende zu rammen und das Auto in das Café raste, in welchem sie Zeit mit ihrer Freundin verbrachte hatte und sich jetzt schon darauf freute, wenn Jace und die Kinder wieder da waren.
Lucia war davon ausgegangen, am Abend das Clubhaus der Rider erreicht zu haben. Der einzige Anhaltspunkt, welchen sie in Baltimore hatte. Jetzt allerdings musste sie sich dem aufkommenden Unwetter, zu welchem sich der Herbstschauer langsam entwickelte, geschlagen geben. Sie zog sich die Kapuze vom Kopf und lief langsam durch den Flur und direkt in Richtung Wohnzimmer, während sie sich die kalten Hände rieb und angestrengt lauschte. Zum einen hatte sie Glück und schien alleine zu sein und zum anderen, fand sie im Wohnzimmer zwischen dem ganzen Chaos, eine Kamin, neben dem noch etwas altes Holz lag. Es würde sicherlich nicht lange brennen und so befreite sie ihren Rucksack von dem Regenschutz und legte ihn ab, um sich einige auf dem Boden verstreute Bücher zu nehmen und die Seiten rauszureißen, um sie mit dem alten Holz in den Kamin zu legen. Lucia musste sich unbedingt aufwärmen, um bei Kräften zu bleiben. Ihre Vorräte waren beinah zu Ende und sie war sich sicher, hier nicht mehr viel zu finden. Sie musste nur noch ein wenig länger durchhalten und sie Aussicht, hoffentlich bald bei ihrer Familie zu sein, gab ihr zusätzliche Kraft.
Ihr Rucksack, war durch den Schutz trocken geblieben und auch die letzten Streichhölzer in diesem, doch noch wichtiger, das einzige Bild, welches sie von Jace, den Kindern und sich noch hatte. Sie warf einen Blick auf dieses und legte es auf den Rucksack, ehe sie sich dem Feuer machen widmete. Vorsichtig pustete sie dagegen und nach etwas fünf Minuten, knisterte ein kleiner Feuer und erhellte den Raum. Ja, es mag leichtsinnig sein, da man den Rauch sicher außerhalb sehen würde, doch bei dem Sturm, war dies eher unwahrscheinlich. So fühlte sie sich den Umständen entsprechend sicher und machte sich daran, ein wenig durch das Haus zu streifen. Wie jedoch erwartet, fand sie sowohl in der Unteren als auch in der oberen Etage nichts, was ihr nützlich sein konnte. Es war alles, bis auf die letzte Socke, geplündert worden. Nach all den Jahren, keine Überraschung mehr. Wehmut, überkam sie trotzdem. Nicht, weil sie nichts gefunden hatte, sondern eher, wegen dem Kinderzimmer, in welchem sie zuletzt stand. Die Kinder, welche hier gelebt hatten, waren sicher nicht älter als Alena oder Jackson gewesen.
Fest schluckend, schloss sie die Türe und wollte gerade wieder die Treppe nach unten gehen, als sie die Haustüre aufgehen hörte. Sofort stellten sich ihre Nackenhaare nach oben und Adrenalin schoss in ihre Venen. Instinktiv griff sie nach der Pistole an ihrem Gürtel. Es war nur eine Person, dies konnte sie aufgrund der Schritte hören. Die Chancen standen in jeder Hinsicht fünfzig zu fünfzig und nicht nur das Feuer im Kamin, sondern auch ihre ganzen Sachen, würde sie sicher verraten und dies war wohl auch der erste Weg, welchen die Person einschlug.
Den Atem anhaltend, stieg sie langsam die Treppe nach unten und ging in Richtung Wohnzimmer, ihre Waffe weiterhin in ihrer Hand bereit, sie jederzeit nach oben schnellen zu lassen. So lange es ging, würde sie Blutvergießen vermeiden "Ziemlich unhöflich, einfach so in ein Haus zu kommen, oder?" stellte sie mit fester Stimme die Frage, als sie vor dem Wohnzimmer stand, den Rücken der Person sah und trotzdem im Zweifel noch nach links in die Küche ausweichen konnte.


@Jace Marshall


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#2

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

12.10.2023 14:32
Jace Marshall Jace Marshall (gelöscht)
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Nun war es schon gut zwei Monate her, dass Jace und Talinda sich einvernehmlich getrennt hatten. Die letzten Jahre war verdammt aufwühlend gewesen und hatten bei ihnen beiden Spuren hinterlassen. Spuren, die sie verändert hatten. Diese Veränderungen machten aus ihnen leicht andere Menschen, was sie einfach nicht mehr als Paar zusammen sein lassen konnten. Es kam langsam und schleichend, aber es hatte sich für den Biker einfach nicht mehr richtig angefühlt, dass Talinda in seinem Bett lag. Sie hatten beide lange darüber gesprochen und auch ihr war es so ergangen. Traurig hatte es sie trotzdem gemacht. Aber immerhin konnten sie auf wunderbare Jahre zurückblicken und würden auch nach wie vor Freunde bleiben. Allein schon wegen seiner Kinder. Aber auch ihm selbst war dies wichtig gewesen, denn auch wenn er sie nicht mehr so liebte, so war ihm Talinda immer noch wichtig und schätze sie als gute Freundin sehr.
Trotzdem hatte der Präsident der Riders ganz schön daran zu knabbern gehabt. Natürlich zeigte er es nicht, aber dem ein oder anderem war sicherlich aufgefallen, dass er brummiger als sonst war. Kurz nach der Trennung hatte er einen Ausflug mit seiner Tochter machen können. Im letzten halben Jahr hatte sich ihre Beziehung zueinander auch deutlich verbessert. Einzig sein Sohn machte ihn nach vor Sorgen. Gerade jetzt um diese Zeit, wo es ihm immer schlechter ging. Nur zu gut konnte er sich an die Geschehnisse von vor einem Jahr erinnern. Sehr lebhaft sogar. Jackson in seinem eigenen Blut zu finden war etwas, was sich in das Gedächtnis von Jace gebrannt hatte. Kein Vater sollte seinen Sohn jemals so finden. Der Biker hatte sich vorwürfe gemacht, dass er nicht gemerkt hatte, wie es seinem Sohn ging. Das er blind für dessen Leid gewesen war. Irgendwie hatte er gehofft, dass es besser geworden war. Die letzten Tage hatten aber gezeigt, dass dem nicht so war. Gerade jetzt lag Jackson wieder teilnahmslos in seinem Zimmer. Alena hatte vorgeschlagen seine Freundin Poppy zu holen, doch noch war Jace nicht so weit. Das die beiden mehr verband, als einfach nur Freunde zu sein, war dem Anführer bewusst. Auch wenn sein Sohn versuchte das zu verstecken, so war er doch nicht blind. Allerdings wollte Jace sich nicht immer auf Hilfe von anderen verlassen. Er hatte irgendwie das Gefühl als Vater zu versagen, wenn er nicht fähig war seinem Sohn zu helfen.
Daher hatte er Elea für heute gebeten auf Jackson aufzupassen. Er hatte sein Motorrad fertig gemacht und war los gezogen seinem Sohn was Besonderes zu holen. Sicherlich würde er was finden, was den Jungen auf andere Gedanken brachte. Er war gerade erst gestartet, als das Wetter umschlug. Damit hatte der Biker nun nicht gerechnet. Im Regen und mit dem Zweirad konnte er nicht weiterfahren, weswegen er an einem Haus hielt. Er würde den Sturm hier ausharren und dann weiterfahren. Sorgfältig verstaute er sein Baby in der alten Garage. Sie würde ihren Zweck erfühlen. Kurz sah er sich um, doch Untote oder andere Menschen waren nicht zu entdecken. Erst dann ging er zur Tür und betrat das Innerste.
Kaum hatte er dies getan, hörte er auch schon eine Stimme. Eine Stimme, die er wohl unter allen wiedererkennen würde. Spielten ihn seine Sinne einen Streich?! Das letzte Mal, als er sie gehört hatte, war die Welt noch normal gewesen. Sie hatten ein Leben gehabt, ein Zuhause und keine wandelnden Untoten, die sie bedrohten. Aber konnte es möglich sein? Lange hatte er nach seiner Frau damals gesucht. Nachdem er den Club halbwegs gesichert hatte, die Ordnung hergestellt war und seine Kinder sicher, hatte er alles und jeden Stein umgedreht, wo er hinkam. Irgendwann wurde die Hoffnung immer kleiner, als immer mehr Jahre ins Land gezogen waren. Wirklich aufgegeben hatte er nie, aber gerade als Talinda in sein Leben trat, war es weniger geworden. Manchmal hatte er deswegen auch ein schlechtes Gewissen gehabt, aber Lucia kannte das Clubhaus, wusste wo es lag und würde sicherlich den Weg zu ihnen finden, wenn sie noch am Leben war. Und genau so schien es wohl auch zu sein. Denn kaum sah er in die Richtung der Stimme, erkannte er seine Frau auch sofort. Sie war immer noch genauso bildhübsch wie am ersten Tag. „Lucia?“, kam nur als Antwort, auf die Aussage. Sie war wirklich hier und noch am Leben.

@Lucia Marshall

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#3

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

13.10.2023 19:17
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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Innerlich verfluchte sich Lucia, dass sie am Ende so leichtsinnig gewesen war. Diese Welt, existierte nun schon so lange auf diese unsichere Art, dass es wohl mehr als kopflos gewesen war, sich einfach so in dieses Haus zu begeben und dann auch noch ein Feuer anzuzünden. Seitdem sie herausgefunden hatte, wie sehr sie hintergangen wurde, tat sie sich noch schwerer, den Menschen in dieser Welt zu vertrauen. Heute hatte man schon wegen viel weniger als ein paar Waffen, eine Kugel zwischen den Augen. Dies musste sie schon in den ersten Wochen nach dem Ausbruch, erleben müssen. Wie konnte sie auch ahnen, dass es ausgerechnet ihre Vergangenheit und einer der drei Menschen war, weswegen sie jeden noch so weiten Weg auf sich genommen hätte, nun ebenfalls in diesem Haus Schutz vor dem Unwetter suchte, welches noch immer draußen wütete.
Von hinten, hatte sie ihn nicht direkt erkannt. Nicht zuletzt, weil es ihr in diesem Moment auch wirklich egal war, wer da nun stand. Hauptsache, er würde schnell wieder seine Sachen schnappen und verschwinden. Lucia wollte auf dem letzten Metern, nicht alles umsonst auf sich genommen haben, um jetzt an einer solchen Aktion zu scheitern. In tausend kalten Winter hätte sie nicht mit Jace, ihrem Mann gerechnet. Umso mehr, konnte man ihr wohl den Schock ansehen, als die Person im Raum sich nun umdrehte und ihren Namen sagte.
Da stand er. Einfach so aus dem Nichts und war wohl genauso geschockt, wie es auch Lucia in diesem Moment war. Wobei sie ja genau aus diesem Grund nach Baltimore gekommen war. Wenn auch dreizehn Jahre zu spät. Die Waffe, welche sie in ihrer Hand gehalten hatte, glitt aus ihrer Hand und landete mit einem dumpfen Aufprall auf dem staubigen Teppich neben ihren Füßen. Die Hände nun ungläubig über Mund und Nase gelegt, so dass nur ihre geweiteten Augen sich auf den Mann legten, welchem die dreizehn Jahre scheinbar nichts angehabt hatten, ging sie unschlüssig einen Schritt auf ihn zu. Das alles war so unwirklich und kam trotz dessen, dass sie nun in Baltimore war und somit an dem Ort, wo sie ihre Familie vermutet hatte, so unverhofft, dass es sie vollkommen aus der Bahn warf. Ihren Namen wieder aus seinem Mund zu hören, fühlte sich für einen kurzen Moment so an, als würde sie ihn wieder zu ersten Mal hören. Wie damals, als sie sich kennengelernt hatten.
"Das ist unmöglich..." kopfschüttelnd, überwand sie trotzdem die letzten Meter zwischen ihnen und stoppte erst, als sich ihre Arme um seinen Hals legten und sie ihren Kopf an dieser vergrub. So wie früher. Konnte es wirklich wahr sein? Dass sie nach all den Strapazen der letzten Jahre und den Momenten der Hoffnungslosigkeit, endlich ihr Ziel erreicht hatte? Selbst jetzt, wo sie ihren Mann lebend und gesund vor sich hatte. Trotzdem hatte sich ein Funkeln auf ihre Augen gelegt, wie es wohl seit Jahren nicht mehr in diesen war und sie sich nun langsam von ihm löste, um sein Gesicht nicht nur mit ihrem Handflächen zu berühren, sondern auch mit ihren Augen aufzusaugen. Nur um im Falle eines Traumes, dieses Gesicht nicht vergessen zu müssen. Was sie sowieso nie konnte.
Sofort waren da all die Bilder aus schönen Zeiten. Sie vier, als Familie, Momente der Zweisamkeit als Ehepaar, jeder noch so glückliche Moment und dann doch dieser kleine Stich des Schmerzes, dass einem so viele andere Erinnerungen genommen wurde, weil die Welt plötzlich meinte unterzugehen "Hat länger gedauert als ich dachte, dich zu finden..." lächelte sie und versuchte so, die aufkommenden Tränen der Freude, Überforderung und der so vielen Fragen, welche nun in ihrem Kopf spuckten, irgendwie zu unterdrücken. Vergebens. Was war mit ihren Kindern? Wie war es ihnen in den letzten Jahren ergangen? Und dann...waren sie noch Jace und Lucia? Noch das Ehepaar? Waren diese Gefühle, welche sie damals hatten und die bei ihr in diesem Moment so präsent waren, wie lange nicht, weil sie Jace nun endlich vor sich hatte, auch bei ihm noch da und wollte sie die Antwort auf diese Fragen überhaupt hören?


@Jace Marshall


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#4

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

23.11.2023 21:22
Jace Marshall Jace Marshall (gelöscht)
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Diese Aussage hatte wohl auch Jace im Kopf gehabt. Wie viele Jahre war es nun schon her? 14 Jahre, in denen er die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatte. Er hatte sich schweren Herzens an den Gedanken gewöhnt, dass er Lucia niemals wiedersehen würde. 2 Jahre hatte er intensiv, neben dem Aufbau der Kolonie, noch gesucht, aber auch das war mit der Zeit immer weniger geworden. Als dann Talinda in sein Leben getreten war, hatte er es ganz sein gelassen. Natürlich hatte er Lucia niemals vergessen. Allein wenn er in Jacksons Augen sah, sah er seine Frau. Aber er hatte an seine Kinder denken müssen und an den Club. Er war für sie alle verantwortlich gewesen und konnte deswegen nie wirklich lange wegbleiben. Mit Talinda hatten seine Kinder dann auch wieder eine Mutter, was beiden gut getan hatte. Und jetzt stand diese Frau, welche er für immer verloren geglaubt hatte, vor ihm. Doch mit dieser Erkenntnis kam auch direkt sein schlechtes Gewissen. Er hatte sie für tot gehalten und sein Leben weitergelebt. Was für ein Versager er doch war!
Zögerlich schloss er seine Arme um die Frau, welche sich nun an ihn kuschelte. „Ich glaube ich träume…“, hauchte er, noch immer nicht wirklich begreifend, dass sie tatsächlich noch lebte. Sanft legte er eine Hand auf ihre Wange, als sie sich wieder von ihm gelöst hatte. Lucia stand tatsächlich lebend vor ihm! Gott, dass musste wirklich ein Wunder sein. Erinnerungen an früher kamen in ihm hoch. Aber mit jeder Erinnerung kam auch die Wut auf sich selbst, dass er aufgegeben hatte und nicht weitergesucht. Denn sie lebte! Er hätte sie also finden können! Das Amerika verdammt groß war und man sich viel zu sehr zerstreut hatte, war da vollkommen egal. Er hatte als Ehemann versagt und seine Frau im stich gelassen! Und wie man in der letzten Zeit auch gesehen hatte, hatte er auch als Vater vollkommen versagt.
„Ich dachte, ich sehe dich niemals wieder…“, erwiderte Jace auf ihre Aussage. Schmerz war in seinem Blick zu sehen. Er hatte versagt und das in vielen Punkten. Und doch war Lucia hier, am Leben und bei ihm. Zärtlich zog er sie wieder in seine Arme. Atmete ihren vertrauen Duft ein und konnte sie ein paar Tränen nicht verkneifen. Sie verschwanden ungesehen in dem Haar seiner Frau. „Ich habe dich lange gesucht.“, kam es von ihm und man konnte an seiner Stimme hören, dass auch bei ihm die Emotionen etwas durcheinander waren. „Jackson und Alena werden überglücklich sein, dass du am Leben bist.“. Das er seiner Frau damit schon mal eine Sorge nahm, wusste Jace nicht. Aber sie waren in diesem Haus erst einmal durch den Regen gefangen und würde noch genug Zeit haben, über alles zu reden. Vor allem der Anführer der Biker hatte eine Menge zu beichten.

@Lucia Marshall

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#5

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

04.12.2023 08:35
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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Die letzten Jahre, waren das reinste Wechselbad der Gefühle gewesen. Immer wieder gab es Momente, in denen die Hoffnung nicht mehr greifbar war und sie kaum noch daran glaubte, ihre Familie eines Tages wieder in ihre Arme schließen zu dürfen. Dazu dann die Tatsache, dass man sie Jahre angelogen hatte, dass in Baltimore keine Kolonien lebten und außer Schutt und Untoten, dort nichts zu finden war. Nun vor Jace zu stehen und sich kurz darauf in seinen Armen wiederzufinden, schien wie ein Traum und die Angst, aus diesem aufzuwachen und wieder alleine zu sein, legte sich wie eine kalte Hand um ihre Kehle, was es ihr schwer machte, dieses Wiedersehen vollkommen genießen zu können. Dazu kamen auch die vielen Fragen, welche unter ihrer Oberfläche brodelten und darauf warteten gestellt zu werden. Wo waren die Kinder? Wie ging es ihnen? Was hatten sie die letzten Jahre erlebt? Hatten sie noch Hoffnung gehabt, ihre Mutter wiederzusehen? Und die schlimmste...hatten sie Lucia vergessen?
Ihr Blick hob sich schließlich und sie schaute in das Gesicht des Mannes, welchem sie vor so vielen Jahren das Ja-Wort gegeben hatte und tief seufzend, schmiegte sie ihre Wange gegen seine Hand. Für diesen Moment, fehlten ihr die Worte. Sie wollte einfach nur den Moment tief in ihrem Herzen festhalten und davon zerren können, falls es am Ende dann doch nur ein Traum war und die Einsamkeit sie wieder in ihren Klauen hatte. Es schien einfach total unwirklich, dass sie nach vierzehn Jahren endlich ihre Familie gefunden haben sollte "Es gab auch Momente, da konnte auch ich nicht mehr daran glauben..." ihre Stimme war belegt und ihre Augen noch immer voller Unglauben und dann auch voller Fragen, als sie den Schmerz in Jaces Augen erkannte. Augen, die ihr auch nach all den Jahren noch immer so vertraut waren.
Doch ehe sie Fragen konnte, zog er sie erneut in seine Arme und sie stellte die Fragen hinten an, da eine schon beantwortet wurde. Sie war nicht alleine auf der Suche gewesen, auch Jace hatte scheinbar nicht aufgegeben. Erstaunlich war auch, dass sie nach all den Jahren die Emotionen in seiner Stimme auch deutlich hören konnte, wobei seine folgenden Worte sie gleichzeitigt verwirrten, als auch einzelne Tränen über ihre Wangen sich den Weg bahnten. Alena und Jackson waren also am Leben. Etwas schöneres, gab es in den Ohren einer Mutter wohl nicht und sie war Jace aus tiefstem Herzen dankbar, dass er ihre gemeinsamen Kinder durch diese neue Welt gebracht hatte. Mit welchen Opfern, war ihr allerdings nicht mal im Ansatz bewusst "Du kannst dir nicht vorstellen, was mir das bedeutet!" hauchte sie gegen seine Brust und löste sich dann wieder ""Wir haben beide sicher einen Haufen fragen und kommen auch sicher nicht hier weg, ehe der Sturm sich legt." noch immer, konnte sie den Regen gegen die Scheiben und das Dach peitschen hören. Lucia deutete zu dem Sofa nah dem Kamin, in welchen noch immer ihr Feuer knisterte und ließ sich auf diesem nieder, wobei sie ihren Rucksack zur Seite schob. Erst jetzt merkte sie, wie unregelmäßig ihr Herz in ihrer Brust hämmerte und wie es in ihren Ohren rauschte. Jace hier zu treffen, hatte Glücksgefühle, Adrenalin und auch eine gewissen Angst in ihr hervorgerufen und trotzdem, brennte ihr so einiges auf der Seele "Was ist passiert, nach unserem letzten Telefonat?" noch brachte es ihr nichts, nach Details zu fragen, die sie nicht wusste und so, startete sie mit einer Frage, welche sich breit Fächern ließ aber Jace würde schon wissen, was wichtig war und was auch noch später seine Zeit finden würde.


@Jace Marshall


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#6

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

23.01.2024 11:41
Jace Marshall Jace Marshall (gelöscht)
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Erst durch ihre Worte wurde Jace bewusst, dass Lucia Angst gehabt haben musste, dass es den Kindern nicht gut gehen könnte. Das sie vielleicht gestorben sein könnten, oder sonst etwas. Wenn man sich 14 Jahre nicht sieht, kann in dieser Zeit verdammt viel passiert sein. „Den beiden geht es gut und sie sind bei den Ridern in Sicherheit.“, versicherter er seiner Frau noch einmal, nachdem sie ihn erleichtert ansah. Für eine Mutter, oder auch einen Vater, gibt es wohl nichts wichtigeres, als das die eigenen Kinder in Sicherheit waren und am Leben. Das war nicht nur in der heutigen Zeit so, sondern auch bevor das alles passiert war.
Oh ja! Die hatten sie wohl wirklich. Noch immer konnte Jace es nicht richtig fassen, dass tatsächlich Lucia lebend hier stand. Er sah ihr zu, wie sie zu dem Sofa ging und blieb noch etwas angewurzelt stehen. Irgendwie wirkte das alles wie ein Traum. Gerade weil in der letzten Zeit so unglaublich viel passiert war. Alles war irgendwie ein auf und ein ab gewesen. Zuletzt dann auch die Trennung von Talinda, was auch nicht einfach gewesen war. Tatsächlich, als der Gedanke zu seiner Ex schwang, kam auch ein wenig ein schlechtes Gewissen durch. Da Lucia augenscheinlich noch lebte, hatte er seine Frau betrogen, wurde es ihm gerade bewusst. Etwas, was er immer verteufelt hatte! Bei den Ridern hatte er viel mitbekommen und einige der Männer waren untreu. Teilweise hausierten sie damit auch im Clubhaus. Er hatte es immer gehasst und nichts davon gehalten. Für ihn, was es klar gewesen, dass er immer treu sein würde und genau dies hatte er nun tatsächlich wohl gebrochen.
Langsam löste der Präsident sich aus seiner Starre, nachdem Lucia auf dem Sofa platzgenommen hatte. Er setzte sich neben seine Frau und seufzte leise, als sie fragte, was passiert sei. Sollte er wirklich alles erzählen? Talinda zu verschweigen würde nichts bringen. Spätestens wenn sie beim Clubhaus waren, würde sie davon erfahren. Lügen war noch viel schlimmer, als zu gestehen. „Mir war klar, dass was nicht stimmte. Ich habe Jackson und Alena bei Zyan gelassen und mich sofort auf den Weg zu dir. Unsere Wohnung war aufgebrochen worden und ich fand viel Blut. Nur dich habe ich nicht gefunden. Lange suchen konnte ich allerdings auch nicht, denn die ersten Nachrichten kamen, dass der Verkehr eingestellt werden würde. Ich musste mich entscheiden und entschied mich zuerst zu den Kindern zurückzugehen.“, erzählte er von dem Tag. Das ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen war, konnte man an seinem Blick sehen. Lange hatte er sich dafür die Schuld gegeben, dass er nicht mehr nach Lucia gesucht hatte. Das er, in seinen Augen, zu schnell aufgegeben hatte. Aber ihre Kinder waren auch immer noch da gewesen. Und was wäre passiert, wenn er zu lange gebraucht hätte und nicht mehr zurückgekommen wäre? Daran wollte er nicht einmal denken!
„Zyan wurde mit seiner Familie zum Clubhaus beordert, da man da mehr Sicherheit geben konnte. Ich entschied mich mitzugehen und mich meinem Stiefvater zu stellen.“. Lucia kannte seine Vergangenheit und wusste um den Club. Sicherlich konnte sie sich auch vorstellen, was das zu bedeuten hatte. Er galt als Verräter und diese wurden mit dem Tob bestraft. Damit hatte Jace sich in Lebensgefahr begeben, aber es wäre auch ein sicherer Platz für ihre Kinder. „Meine Mutter schlug dann vor, dass mein Stiefvater und ich uns duellieren sollten, nachdem er meinen Tod forderte. Ich gewann, habe ja auch lange dafür trainiert und wurde der neue Präsident der Anarchy Rider.“, erzählte er von seinen ersten Tagen, nach ihrer Trennung und den Beginn des Ganzen.
„Was war in der Wohnung passiert? Ich habe dich gesucht, aber keine Anhaltspunkte gefunden.“, fragte er etwas zerknirscht. Bis sie auf späteres kamen, konnten sie ja erst einmal den Anfang aufräumen. Das er noch mal geheiratet hatte, weil er dachte Lucia sei tot, dass würde er sich zum Schluss aufsparen.

@Lucia Marshall

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#7

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

06.02.2024 13:52
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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Jace nach all den Jahren hier zu treffen, war schon ein Wunder, mit welchem Lucia nicht gerechnet hatte. Von dem Mann, welchen sie damals geheiratet hatte dann aber auch noch zu erfahren, dass ihre Kinder lebten, war noch viel mehr wert. In all den Jahren hatte der Gedanke an ihre Kinder und auch an ihren Mann sie weitergetragen selbst, als sie sich dafür entschieden hatte, bei einem anderen Mann zu leben und ihn somit zu hintergehen. Doch Baltimore sollte in Schutt und Asche legen und nun, wo sie vor ihm saß und auch erfuhr, dass es Jackson und Alena gut ging, schlich sich zu der Wiedersehensfreude auch das schlechte Gewissen. Das es Jace in diesem Moment ähnlich ging, ahnte sie nicht und Max war sicherlich auch nicht das erste Thema, welches sie vor ihm auf den Tisch legen würde. Dies war für sie eigentlich immer ein Grund gewesen, einen Partner zu verlassen und nun saß sie hier und hatte genau das getan.
Jedoch musste sie für den Moment das alles in den Hintergrund verbannen. Erstens wusste sie noch gar nicht, in welche Richtung das alles überhaupt gehen würde und ob sie überhaupt noch ein Ehepaar waren, noch wollte sie die Stimmung des Wiedersehens diesen bitteren Beigeschmack geben, weswegen sie sich nun setzte und darauf wartete, bis sich Jace zu ihre setzte. Die Beine an den Körper gezogen, blickte sie einen Moment in das warme und knisternde Feuer, ehe sie tief durchatmete, wobei noch immer Jace so vertrauter Geruch in ihrer Nase lag und ein so vertrautes Gefühl von Heimat in ihr auslöste, was in der aktuellen Situation gleichzeitig alles Schlechte wegwischte, aber auch schmerzte. Es war ein absolutes Wechselbad der Gefühle in der Marshall.
Ein Glück, übernahm Jace nun das Wort und Lucias Augen legten sich wieder auf ihn, wobei sie auch versuchte jedes Detail seines Gesicht mit ihren Augen einzufangen, aber vor allem, seinen Worten zu lauschen. Ein zartes Lächeln legte sich auf ihre Lippen als sie erfuhr, dass er sofort wieder in Richtung Baltimore gegangen war und einmal mehr verfluchte Lucia den Fahrer des Wagens, der damals in das Café gerast war und auch die Gruppe, welche sie einfach mitgenommen und aus Wichita gebracht hatte. Ja, vermutlich hätte sie mit der Gehirnerschütterung und dem gebrochenen Knöcheln dort nicht lange überlegt, aber so wären die Chancen am Ende höher gewesen, Jace zu treffen und so die ganzen Jahre nicht ohne ihn und die Kinder verbringen zu müssen in der Ungewissheit, ob sie noch leben. Gleichzeitig konnte sie Jace auch verstehen, dass er so schnell wie möglich wieder zu den Kindern zurück wollte. Sie hätte nicht anders gehandelt in dieser Situation.
Als nächstes, kam der Schock darüber, das Jace seinen Stiefvater hatte töten müssen doch lange konnte sie das alles nicht sacken lassen, da es nun er war, der Fragen stellte und unbewusst, rieb sich Lucia den Knöchel, als die Bilder von damals wieder nach oben kamen "Ich habe es nicht mal mehr zu unserer Wohnung geschafft." fing sie seufzend an und schaute einen Moment zu ihrem Rucksack, auf welchem eines der letzten Bilder der Familie lag, welches sie in der Wohnung noch gefunden hatte, als sie nach Monaten wieder dort ankam "Ein Auto ist in das Café gerast in welchem ich in diesem Moment saß, dann wurde alles schwarz. Ich wurde erst einige Tage später wieder wach...Mit einer Gruppe in der Nähe von Louisiana. Sie wollten über den Wasserweg flüchten, doch es kam alles anders und so führte der Weg mich wieder zurück nach Hause...vermutlich habe ich dann das gleiche Bild gesehen, welches dich erwartet hatte."
Sie lächelte leicht und schaute zu ihm "Ich hätte an deiner Stelle vermutlich genauso gehandelt und wäre zurück zu den Kindern. Sie haben dich gebraucht...und ich bin dir unwahrscheinlich dankbar, dass du dich in all den Jahren um sie gekümmert hast." setzte sie nun an und ließ ihre Gedanken dann wieder an den Tag gleiten, wo sie in der Wohnung stand und nur Chaos, aber nicht ihre Familie vorfand "Wie blieben in der Gruppe und setzten unseren Weg in Richtung Baltimore fort...ich wollte euch finden aber wir schlugen den falschen Weg ein, dazu mein Bruch, welcher uns mal länger, mal weniger Kilometer laufen ließ. Jedoch endete es schließlich im Winter an der Grenze zwischen Montana und South Dakota,"
Es war jener Winter, in welchem Lucia in eine schwere Depression verfiel und die Hoffnung fast gänzlich verlor, jemals ihre Familie wieder in die Arme schließen zu können und sie merkte auch heute noch, wie schwer die Zeit von damals lastete "Wie ging es bei euch weiter? Wie haben du und die Kinder die Zeit überstanden?" vermutlich, um diesen Teil ihrer Vergangenheit nicht zu sehr an die Oberfläche zu lassen, schickte sie eine erneute Frage wieder zu Jace.


@Jace Marshall



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#8

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

28.02.2024 11:04
Jace Marshall Jace Marshall (gelöscht)
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Gott, diese Situation war alles andere als einfach für Jace. Lucia neben sich zu wissen, dass sie am Leben war, warf vieles durcheinander. Hatte er es nicht gerade geschafft alles wieder halbwegs zu ordnen?! So langsam wurde dieses auf und ab echt anstrengend. Aber bei einem war er wirklich erleichtert. Wenn Jackson in den Armen seine Mutter lag, dann würde das ihm nur guttun. Vor allem, weil sie nichts von allem mitbekommen hatte, was passiert war. Natürlich würde er ihr alles erzählen, aber es war was anderes dabei gewesen zu sein, oder es nur erzählt zu bekommen. Hoffentlich sah ihr Sohn das ebenso. Immerhin wollte der Präsident der Riders das es seinen Kindern gut ging. Jetzt saß er allerdings erst einmal neben seiner Frau, Ex-Frau? und lauschte ihren Worten.
Nun, kein Wunder das er sie nicht mehr gefunden hatte. „Eine Gruppe zu haben, ist auch immer noch ganz praktisch, als allein in dieser Welt herumzureisen.“, nickte er leicht. Er hatte es bei den Ridern immer halbwegs sicher gehabt, weswegen sie sich da weniger Gedanken drum machen konnten. Das dann einiger aus der Gruppe keine guten Ortskenntnisse hatte, war einfach nur dummes Pech gewesen. Doof für sie, aber dafür konnte man auch niemanden verantwortlich machen. „Du hattest dir was gebrochen?!“, kam es dann aber alarmiert von dem Älteren und besah sich Lucia von oben bis unten. Natürlich war das schon längst verheilt, aber die Sorgen konnte man ihm trotzdem ansehen. Immerhin war es auch seine Aufgabe gewesen sie zu beschützen.
„Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich dir keine Nachricht habe liegen lassen!“, seufzte er leise. Die Idee war ihm erst viel später gekommen, als er schon bei den Ridern gewesen war. Zumindest hätte Lucia dann ein Lebenszeichen von ihnen gehabt und hätte auch gewusst, dass es ihren Kindern gut ging. „Aber später ist man immer schlauer, oder?“, lächelte er leicht schief. Es brachte ja auch nichts mehr sich darüber zu ärgern. Ändern könnten sie es so oder nicht mehr. Aber man konnte Jace ansehen, dass er stolz auf seine Frau war, dass sie bis heute so gut durchgehalten hatte.
„Nachdem ich den Club übernommen hatte, habe ich vieles verändert.“, erzählte er weiter, nachdem Lucia ihn gefragt hatte. „Einige gingen direkt, da sie mich nicht akzeptieren wollten. Mit den übrigen haben wir das Clubhaus erst einmal weiter gesichert. Uns war klar, dass das nicht alles so schnell vorbei sein würde.“. Die Anfänge waren alles andere als einfach gewesen. Vor allem, weil sich einige immer noch an die Hoffnung geklammert hatten, dass es schnell wieder vorbei sein würde. „Wir legten Felder an, zogen immer wieder los und plünderten die verlassenen Häuser. Nach und nach gewöhnten wir uns an das Leben, aber der Platz reichte nicht. Es kamen Überlebende zu uns, die wir aufnahmen, aber sie konnten ja schlecht in Zelten hausen.“. Man konnte Jace ansehen, dass er mit den Gedanken in der Vergangenheit war. Damals hatten sie viele Besprechungen unter den First Seven gehabt. „Letztendlich erweiterten wir die Umgebung um das Clubhaus. Nebenan war ein Trailerpark, der sich hervorragend eignete. Es dauerte eine Zeit, aber mittlerweile ist auch das Gebiet umzäunt und gehört uns. Die Felder wurden erweitert, Viehzucht fand platz und wir bauten Solarpaneele auf, so wie Windräder. Strom war nicht einfach zu bekommen.“, erzählte er weiter. Das Gebiet von den Ridern war wirklich gut geworden, fand er zumindest.
„Für die Kinder war es anfangs nicht einfach. Sie vermissten dich und verstanden nicht richtig, warum die nicht mehr da warst. Elea war mir in der Zeit eine verdammt große Hilfe!“, antwortete Jace dann auch auf die Frage, wie es den Kindern ergangen war. „Meine Mutter ließ ich nicht in die Nähe der beiden! Sie haben auch heute keinen engen Kontakt zu ihrer Großmutter.“. Das der Anführer von seiner Mutter enttäuscht war, war kein Geheimnis und schon lange so gewesen. „Aber sie wurden älter und verstanden besser. Sie vermissen dich nach wie vor, aber sie machten weiter.“, lächelte er seine Frau an. „Wie waren bei dir die ersten Jahre so?“, erkundigte er sich nun seinerseits. Das Thema Talinda schob er noch einen Moment auf.

@Lucia Marshall

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#9

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

14.03.2024 13:50
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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So oft hatte sich Lucia versucht vorzustellen, wie ein Wiedersehen mit Jace wohl werden würde. Nichts konnte sie aber darauf vorbereiten, wie es nun wirklich war. Wie es sich anfühlte, seiner großen Liebe wieder nah zu sein und am Ende dann doch irgendwie so fern. Es war seltsam, beklemmend und sie wusste wirklich nicht, wohin mit dem ganzen Gefühlen. Trotzdem überwog in diesem Moment eindeutig die Freude, dass nicht nur er, sondern auch ihre Kinder am Leben waren. Dass es ihnen gut ging. Sie in Sicherheit war. Von allem, was sie hatten durchmachen müssen, ahnte sie nicht im Geringsten. Jetzt stand sowieso zuerst der Austausch der ersten Zeit an der Tagesordnung.
Somit kamen bei ihr auch die ersten Momente nach ihrem letzten Gespräch mit Jace wieder an die Oberfläche. All die Gefühle und Erinnerungen von damals, welche sie eigentlich dachte gut verarbeitet zu haben. Doch Jace nun hier zu wissen und die Gewissheit zu haben, wie viel Zeit ihnen und ihrer Familie genommen wurde, ließ diese wieder aufleben, gepaart von Wut. Wut auf diese Welt und was sie aus den Menschen gemacht hatte. Wut auf die eigene Schwäche, wo man Freund nicht mehr von Feind unterscheiden konnte und sich lieber in Sicherheit und Geborgenheit wissen wollte, als erneut aufzustehen und an dem einzig richtigen Ziel festzuhalten, welches Lucia in all den Jahren gehabt hatte. Ihre Familie wiederfinden.
Ein tiefer Seufzer entfuhr ihr. Natürlich musste sie Jace Recht geben. Eine Gruppe war nicht schlecht. Nur hätte es ihr einiges erspart, wenn diese sie nicht einfach eingepackt und mitgenommen hätte. Wobei sie auch sagen musste, dass sie ohne die Menschen von damals wohl gestorben wäre. Jedenfalls Hätte sie sich mit dem gebrochenen Knöchel nicht lange gegen die Untoten behaupten können. Welche Seite der Medaille sie auch betrachtete, keine von beiden war perfekt und noch weniger änderte es etwas an allem was passiert war. Auf den Seufzer, folgte ein leichtes Lächeln, welche Jace Reaktion auf ihre Verletzung hervorrief. Er hatte sich scheinbar nicht verändert. Ein Wermutstropfen "Der Knöchel. Er hatte mit einige Jahre später nochmal Probleme gemacht...da war euch schon so nah." die letzten Worte, brachte sie nur schwer über die Lippen, auf welcher sie nun Gedankenverloren biss, ehe sie weiter sprach "Einer der Gründe, weswegen ich bis heute nicht in Baltimore ankam." noch immer bekam sie den anderen nicht über die Lippen. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis auch das an die Oberfläche musste und sie vollkommen offen zu Jace sein würde. Sie verstand auch nicht, wieso sie es nicht direkt einfach konnte. Dies war der Mann, zu welchem sie schon immer offen und ehrlich sein konnte und der sie besser kannte, als jeder Mensch auf diesem Planeten. Nur war es vermutlich die absolute Unsicherheit in dieser Situation, dem Ehemann nach weiter über einem Jahrzehnt wieder gegenüberzusitzen und nicht zu wissen, wie man sich verhalten soll und woran man am Ende ist. All dass, wühlte sie innerlich absolut auf. Als schien sie zu merken, dass sie nicht nur bei ihren Kindern eine Menge verpasst hatte, sondern auch bei ihrem Mann. Wenn sie diesen noch so nennen durfte.
Schnell schüttelte sie auf seine Worte nun den Kopf "Ob mit oder ohne Nachricht, mein Ziel stand immer fest. Baltimore. Ich war mir in all den Jahren so sicher, euch hier zu finden." wenn es auch eine Zeit gab, wo dunkle Gedanken dies nicht mehr wirklich an die Oberfläche ließen. Deswegen tat es nun im Moment gut, dass Jace wieder das Reden übernahm und Lucia so erfuhr, wie es ihnen in der Zeit nach dem Ausbruch erging. Erneut schwappten die Gefühle wie immer wieder aufkommende Wellen über Lucia zusammen. Die Erleichterung darüber, dass ihre Kinder scheinbar in einem Umfeld voller Sicherheit und vor allem mit ihrem Vater hatten aufwachsen können, wurde dabei von dem Schmerz abgelöst, bei all den nicht dabei gewesen sein zu können. Doch über allem schwamm dabei immer die Freude, sie bald wieder überhaupt in die Arme schließen zu dürfen "Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was ihr da aufgebaut habt und noch weniger, die Kinder endlich wieder in die Arme zu schließen." strahlte sie nun als sie von erfuhr, wie sie lebten "Sie sollten auch weitermachen." schloss sie an seine Worte an und nickte, wenn auch bedauernd "In Situationen, wo man da draußen nicht mehr wirklich daran geglaubt hat,
dass es ein Morgen gibt, war das einer meiner Wünsche."
somit griff sie auch ein wenig schon Jace weitere Frage auf und sie wusste, dass sie nun endlich reinen Wein einschenken musste.
Kurz hielt sie somit inne "Wo fängt man da an? Irgendwann kam der Punkt, wo ich mich von der Gruppe trennen musste. Sie wollten auf einer Farm bleiben, welche im Winter unsere Zuflucht wurde. Mich zog es aber weiter zu euch." sie musste sicherlich nicht erwähnen, dass sie erste Zeit alleine hart war. Wenn man nur sich und seine Gedanken hatte. Nicht wusste, ob die nächste Begegnung mit einem oder mehreren Überlebenden friedlich verlaufen würde. Jeder, der auch nur ein wenig Zeit in den letzten vierzehn Jahren da draußen verbracht hatte, wusste dies "Irgendwann vor sechs, vielleicht auch sieben Jahren, holte mich die Verletzung wieder ein und ich wurde von jemandem aus einer Kolonie gefunden. Nur zwang mich mein Köchel mehrere Monate zur Schonung und dann..." sie schüttelte den Kopf, als wolle sie das nun folgende aus ihren Gedanken verbannen. Aber es war ein Teil von ihr und ihrer Geschichte "Dann erfuhr ich, dass in Baltimore kein Stein mehr auf dem anderen liegen sollte. Keine Überlebenden im kompletten Umkreis und nach alle den Jahren alleine und auf der Straße, nahm mir das den Willen und die Hoffnung weiter zu suchen." man konnte ihr die Scham und das schlechte Gewissen nicht nur ansehen, sondern auch hören "Und damit kommen wir zu dem Teil, auf den ich nicht stolz bin und den ich gerne löschen würde. Ich hab mich nicht nur von dem Anführer dieser Kolonie blenden lassen, sondern blieb auch dort. An seiner Seite." hatte sie davor Jace noch ansehen können, sie gelang ihr das bei dem letzten Satz nicht mehr. Sie konnte ihm in diesem Moment nicht in die Augen sehen. Nicht mit dem Wissen, dass er alles für ihre Kinder getan hatte und sie es nicht mal geschafft hatte, in dieser Zeit stark zu sein. Jemand neues an ihre Seite zu lassen. Somit blickte sie stur in die Flammen des Kamins und wartete auf eine Reaktion ihres Mannes, welchen sie nun sicherlich nicht mehr so nennen durfte.


@Jace Marshall



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#10

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

23.04.2024 13:18
Jace Marshall Jace Marshall (gelöscht)
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Innerlich musste Jace schmunzeln. Er hatte sich ebenfalls ja den Knöchel gebrochen, als er mit Talinda auf der Suche nach Jackson gewesen war. Nun, sein Bruch war unsauber zusammengewachsen, weswegen er jetzt ein paar Probleme mit dem Fuß hatte, das war seiner Frau aber scheinbar nicht passiert. Zumindest war ihm auf dem ersten Blick nichts dahingehend aufgefallen. Viel sah man bei dem Biker zum Glück auch nicht, weswegen er es gut verstecken konnte. Jasmine, als Ärztin wusste davon, Talinda, als seine damalige Frau und seiner Schwester hatte davon erzählt. Zyan hatte er letztendlich auch davon erzählen müssen, weil seinem besten Freund das tatsächlich bei einer ihrer Touren aufgefallen war. Er konnte diesem wohl nicht so schnell was verheimlichen. Jace konnte mit den Schmerzen umgehen, weswegen sie ihn nicht groß behinderten. Vielleicht würde es auch irgendwann noch einmal besser werden. Aber derzeit war es nun einmal so.
„Zum Glück wusstest du schon immer von meiner Verbindung zu den Bikern.“, lächelte er heutige Präsident dieser leicht. Sie hatten so irgendwie einen Treffpunkt, an dem man dann zur Not auch Hilfe bekommen könnte. „Alena und Jackson werden auch mehr als erfreut sein!“, versicherte er Lucia. Sie hatten alle weitergemacht, weswegen er jetzt nun das Dilemma hatte. Er hatte Lucia betrogen und das auf alles Ebenen. Konnte sie ihm das jemals verzeihen? Immerhin hatte er damit doch eigentlich auch die Hoffnung aufgegeben, dass sie sich jemals wiedersehen würden. Er hatte als Mann und Ehemann vollkommen versagt, dass stand fest.
Er hörte ihr zu, nachdem sie weitererzählte, wie es bei ihr gelaufen war. Nun, die Stadt sah wirklich nicht mehr aus. Aber der Teil der Straßen, den sie häufig benutzen, zeigte deutlich, dass hier irgendwer leben musste. Also wirkte sie zumindest nicht verlassen. Aber das hätte Lucia ja nur wissen können, wenn sie es selbst gesehen hätte. Doch das weitere überraschte den Biker. Hatte sie auch? Natürlich verstand er, was sie ihm sagen wollte. Kurz wallte Eifersucht in ihm auf. Ein anderer Mann an ihrer Seite! An seiner Frau! Das ging gar nicht! Er ballte seine Hände zu Fäusten und war froh, dass Lucia in diesem Moment mit dem Rücken zu ihm stand. Sie hätte dann jetzt Jace wütendes Gesicht gesehen und das wäre alles andere als hilfreich gewesen.
Doch hatte er überhaupt ein Recht darauf wütend zu sein? Er hatte doch nichts anderes gemacht! Viel es ihm dann wieder ein. Seine Wut legte sich wieder ein wenig und nachdem er so lange gehadert hatte, nahm er Lucia von hinten in den Arm. Sie hatten beide gedacht, dass sie den jeweils anderen nicht wiedersehen würden. Sie hatten beide versucht ihr Leben weiterzuleben. Das dann auch sowas passieren konnte, war wohl ganz normal. „Dann haben wir beide etwas getan, was wir nicht stolz sind.“, meinte er leise und ließ sie noch immer nicht los. Natürlich konnte Lucia sich jederzeit von ihn lösen, wenn sie auch nur Anstalten machen würde. Aber Jace war gerade nicht gewillt seine geliebte Frau wieder loszulassen. „Ich war bis vor kurzen noch verheiratet. Naja, auch wenn man hier nicht mehr offiziell heiraten kann. Aber ich hatte mich vor Jahren noch einmal verliebt und unseren Kindern eine neue Mutter gegeben.“, gestand er ihr dann auch sein Vergehen. Sie beiden hatten den gleichen Fehler gemacht.

@Lucia Marshall

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#11

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

11.05.2024 13:50
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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Es war wohl das Einzige, was Lucia Glück gebracht hatte, als die Gruppe sie in dem Café gefunden hatte. Sie hatten ihren Knöchel direkt gut geschient und so dafür gesorgt, dass er nicht zu schlecht zusammenwuchs. Trotzdem hatte sie, vor allem seit dem zweiten Unfall, welcher schließlich ihr Schicksal besiegelte und quasi dafür sorgte, dass sie nicht weiter nach ihrer Familie suchen konnte, immer mal wieder leichte Schmerzen. Nicht zuletzt, wenn sie zu lange unterwegs war oder sogar rennen musste. Mehr als einmal, war dies der Fall gewesen und gerade in der Zeit, in welcher sie Baltimore immer näher gekommen war, hatte sie immer weniger auf ihren Körper gehört. Erstaunlich, dass es Jace in diesem Punkt ähnlich ging. Wie ihn so vielem, wie sie schließlich nach und nach erfahren sollte.
"Ein Glück. Keine Ahnung, ob ich sonst heute hier stehen würde." die Verbindung zu den Ridern und somit zu Baltimore, war eben der einzige Anhaltspunkt, welchen Lucia hatte. Wenn es wirklich so gewesen wäre, wie Max es ihr vorgelogen hatte, sie wüsste wirklich nicht, wie sie damit umgegangen wäre. Wenn die Unterkunft der Biker wirklich nur noch ein Zerstörter Fleck in Baltimore gewesen wäre. Vermutlich, wäre dann auch die letzte Hoffnung in der Marshall erlischt und sie hätte sich ihrem Schicksal ergeben. Wo hätte sie sonst auch noch suchen sollen? Es gab nur diese Verbindung. Doch daran, musste sie ab heute auch nicht mehr denken. Es gab die Biker noch und somit auch Jace und ihre Kinder. Und gerade ihm, musste sie nun sagen, was der Grund war, weswegen sie seit etwa 2016, nicht mehr nach ihrer Familie gesucht hatte. Wie ihr der letzte Funken Hoffnung genommen wurde und sie sich an somit das einzig gute in diesem Augenblick geklammert hatte, um nicht einfach allem ein Ende zu setzten und dies, war eben Max gewesen. Eine Weile, konnte Lucia noch dieses Thema nach hinten schieben und erstmal erzählen, wie es ihr bis zu diesem Punkt ergangen war.
Doch, es würde ihnen am Ende beiden nichts bringen, wenn sie diesen wichtigen Punkt verheimlich würde. Nicht zuletzt, weil sie eben nicht wusste, wie ihr Ex auf ihr Verschwinden reagiert hatte. Immerhin hatte er zu diesem Zeitpunkt schon etwas Unberechenbares entwickelt und auch, wenn es eher unwahrscheinlich war, so wusste er, wohin es Lucia nach ihrem Verschwinden verschlagen hatte. Lieber legte sie nun alle Karten offen, ehe das zwar unwahrscheinliche, aber nicht undenkbare böse Erwachen in der Form von ihm und einem Auftauchen hier kam. Selbst, wenn es am Ende jegliche Türe für immer zwischen Jace und ihr verschließen würde. Trotzdem wollte sie gerade wegen der tiefen Liebe, welche sie verbunden hatte, ehrlich zu ihm sein. Ebenso wegen ihrer Kinder, für die sie ja immer noch Eltern waren. Ob nun zusammen oder nicht. Lucia wollte für sie da sein. Als Mutter.
Der Schmerz und die Scham über ihren Betrug, wenn man ihn, denn nach all der Zeit als solchen betiteln konnte, ließ sie schließlich von Jace Abstand nehmen und ins Feuer starren, während der Sturm die größte Geräuschkulisse in diesem Moment hatte. Das Jace ihr Geständnis so wütend machte, bekam sie zum Glück nicht mit. Es war sowieso schon alles zu schwer, weswegen sie kaum merklich zusammenzuckte, als sie seine Arme schließlich von hinten um sich spürte, fast schon erleichtert ausatmete und sich sanft gegen ihn lehnte. Etwas, was sich nach all den Jahren noch immer so vertraut anfühlte. Doch der nächste Schlag, sollte bei diesem Wiedersehen nicht lange auf sich warten lassen und eigentlich hätte es Lucia nach ihrem Geständnis nicht so treffen sollen, dass auch Jace versucht hatte weiterzumachen. Jedoch war das Wort Heirat, wie ein Schlag ins Gesicht und ihr bis gerade noch entspannter Körper, versteifte sich etwas, während sich ihr Ehering, welchen sie versteckt unter ihrer Kleidung an einer Kette trug, schien plötzlich Tonnenschwer zu sein und sich heiß auf ihre Haut zu brennen. Dabei konnte sie nicht mal sagen, was mehr schmerzte. Der Gedanke, dass eine andere Frau an der Seite des Mannes war, welchen sie immer als sie Liebe ihres Lebens gesehen hatte oder jene, dass ihre Kinder eine andere Frau als Mutter vermutlich angesehen haben. Dagegen fühlte sich ein Knöchelbruch an wie eine laue Priese. Lucia brauchte also, um sich zu sammeln und vor allem ihre Stimme wiederzufinden.
"Dann hatte es vielleicht seinen Sinn, dass ich erst jetzt gekommen bin...sonst wäre es sicherlich noch seltsamer gewesen." ihre Hände, welche sie bis jetzt noch auf seinen Armen hatte liegen lassen, hob sie nun, wischte sich die aufkommenden Tränen aus dem Gesicht und löste sich dann doch sanft aus seinen starken Armen. Entschuldigend, drehte sie sich um und schaute ihn an "Tut mir leid. Es ist nur ziemlich viel Information von uns beiden, für diesen kleinen Raum." komplett verunsichert, stand sie einen Moment vor ihm. Die anfängliche Freude des Wiedersehens, war der Ernüchterung ihrer Geständnisse gewichen. So hatte sie es sich einfach nicht vorgestellt, wenn sie an dieses gedacht hatte "Ich will jetzt nur noch, dass dieser Sturm vorbei ist und dann...möchte ich unsere Kinder in die Arme schließen." Nach allem, was sie in den letzten Minuten erfahren und auch selber Jace gesagt hatte, war dies alles, was sie sich wünschte und vor allem hoffte, dass dort nicht noch mehr schmerzhafte Überraschungen kommen würden.


@Jace Marshall



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#12

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

16.05.2024 11:41
Jace Marshall Jace Marshall (gelöscht)
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Jace hatte gerade in der Anfangszeit, als er Gefühle für Talinda entwickelt hatte, immer wieder mit sich gehadert. Es hatte sich immer wie ein Betrug an Lucia angefühlt. Und doch hatte er diesen Gefühlen irgendwann nachgegeben. Allein schon, weil seine Kinder eine Mutter gebraucht hatten. Und auch wenn er Talinda wirklich geliebt hatte, so hatte es immer einen faden Beigeschmack gehabt. Lucia war seine Jungendliebe und sein Leben war ohne sie leerer gewesen. Aber er hatte sie auch einfach nicht wiedergefunden. Hatte sich mit dem Gedanken angefreundet, dass er sie niemals wiedersehen würde. Vielleicht war das insgeheim auch ein Grund gewesen, weswegen er sich letztendlich auch auf Talinda eingelassen hatte. Es hatte ihn von seinem eigenen Verlust abgelenkt. Und doch hatte er seine Frau, die ja scheinbar doch am Leben gewesen war, betrogen. Das sie ihr es ähnlich ging und sie auch leiert gewesen war, machte es zwar ein bisschen besser, aber nicht richtiger.
„Wäre es. Aber auch wenn ich damals in Talinda verliebt gewesen war, so ist meine Liebe zu dir, auch nach all den Jahren, nie weniger geworden…“, gestand er leise. Jace hatte damals schon immer Probleme gehabt, frei über seine Gefühle zu reden. Doch Lucia hatte ihm gezeigt, dass es sich in manchen Situationen lohnen würde. Und diese war so eine. Auch wenn sie sicherlich noch einen weiten Weg vor sich hatten, dem war sich der Biker vollkommen bewusst, so liebte er seine Frau noch immer. Sanft strich er ihr eine Träne von den Wangen, nachdem Lucia sich zu ihm umgedreht hatte. „Viel zu viele Informationen.“, lächelte er sanft. Und doch war er froh, dass sie am Leben und nun hier war.
„Jackson und Alena werden vollkommen aus dem Häuschen sein. Gerade Jackson kann dich an seiner Seite gebrauchen.“, nickte Jace zu den Worten seiner Frau. Sie hatten noch verdammt viel aufzuarbeiten, aber sie würden das schaffen! Sie hatten schon viele Hürden in der Vergangenheit überwunden. Allein schon, als Lucia damals weggezogen war. Seine erste Ehe, dass Alena eigentlich nicht das liebliche Kind von Lucia war. Sie hatten schon einiges gemeinsam überstanden und würden auch dies überstehen. Denn immerhin hatten sie sich wieder! Ohne groß noch einen Gedanken zu verschwenden, zog er seine Frau in seine Arme und verschloss ihre Lieben zu einem Kuss. Einen Kuss, der seine Gefühle widerspiegelte, aber auch seinen inneren Sturm. Er hatte es aber einfach noch mehr aushalten können. Gerade jetzt wollte Jace seiner Lucia spüren lassen, dass er sie noch immer so liebte, wie am ersten Tag. „Es tut mir leid…“, flüsterte er, nachdem sie den Kuss gelöst hatten. Ob er sich für den Kuss entschuldigte, oder für alles, was passiert war, war an dieser Stelle nicht genau definierbar.

@Lucia Marshall

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#13

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

21.06.2024 12:32
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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So sehr sie Jace keine Vorwürfe machen konnte und auch nicht würde, so sehr konnte sie eben auch nicht leugnen, dass sie die Tatsache traf, welche er ihr eröffnete. Im selben Atemzug jedoch, war sie nicht besser gewesen. Da spielte es bei ihnen sicherlich auch keine Rolle, wenn die Gefühle für den anderen, trotz der neuen Partner nie ganz verschwunden gewesen war. Oder wie Jace sie nun mitten ins Herz traf, die weniger geworden waren.
Hatte sie das vorherige Geständnis noch frösteln lassen, so fühlte sie bei diesem wieder eine Wärme durch ihren Körper gleiten. Auch eine Eigenschaft, welche auf diese Art nur Jace in ihr auslösen konnte. Somit, auch wenn es sie um weitere Jahre getrennt hatte, war es vermutlich so gewollt, dass sie sich nicht früher gefunden hatten. Ganz gleich ob es ihnen beiden lieber gewesen wäre, wenn sie sich niemals verloren hätten. Aber, es war so gekommen und alles, was sie nun konnten war, mit ihren Entscheidungen klarzukommen, sie zu verarbeiten und zu schauen, was die Zukunft ihnen nun bringen würde jetzt, wo sie wieder vereint waren.
"Haben wir schließlich mehr als einmal bewiesen, wie stark sie ist. Somit ging es nicht nur dir so." egal was war und was noch kommen würde, die Liebe, welche Lucia vom ersten Moment für Jace empfunden hatte, nach all den Jahren noch tat und vor allem nach allem, was passiert war hatte somit mehr als einmal bewiesen, dass sie sich in jedem Augenblick lohnte, für diese zu kämpfen.
Es würde sich zeigen, ob, wann und wie sie sich wiederfinden würden doch bis dahin, würde Lucia einfach nur genießen, wieder bei ihrer Familie zu sein und so gab sie auch ihren in diesem Moment größten Wunsch preis. Sie wollte zu ihren Kindern und hoffte, dass sie schnell hier weg konnten. Jace Worte sorgten gleichzeitig dafür, dass sie sich unglaublich freute, aber auch besorgt war. Schließlich schien dann doch nicht alles so in Ordnung zu sein. Alles Dinge, welche Lucia im Laufe der Nacht und der kommenden Tage sicherlich noch genauer erfahren würde.
Jetzt kam sie erstmal nicht dazu, als Jace sie vollkommen überrumpelte und sie sich nicht nur in seinen Armen wiederfand, sondern auch seine Lippen auf ihren. Doch so plötzlich, wie es gekommen war, so schnell konnte sich Lucia auch in diesen Kuss fallen lassen. Dieser Kuss, brachte nicht nur alle alten Gefühle voll und ganz wieder an die Oberfläche, sondern Lucia fühlte sich plötzlich wieder wie das Mädchen mit sechzehn Jahren, als sie sich Hals über Kopf in Jace verliebt hatte. Als viele dies als eine reine Jugendliebe abgetan hatten, die nicht halten würde und scheinbar, sollten sie auch für eine Zeit recht behalten, ehe sie sich wiederfanden, eine Familie gründeten und sich schworen, auf ewig zusammenzubleiben. Ja, es würde noch einiges vor ihnen liegen und sicherlich würde es Momente geben, wo der Schmerz die Freude überwog aber dieser Kuss und in Jace Armen ließ sie spüren, dass sich alles lohnen würde.
Sie musste tief durchatmen und ein sanftes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sich diese wieder von Jace lösten "Weil ich es auch absolut nicht wollte..." lächelte sie und hob die Hand, um ihn ein wenig durch das Haar zu streichen, welches sich noch immer wie früher anfühlte "Irgendwie, bekommen wir das alles hin. Jetzt kann es nur noch besser werden!" auch, wenn es sich für den Moment vielleicht noch nicht so anfühlte, so war sich Lucia dann doch tief in ihrem Inneren sicher, dass sie es würden. Wie sie schon so vieles geschafft hatten.



zuletzt bearbeitet 21.06.2024 12:33 | nach oben springen

#14

RE: Time can't erase the bond we share | Jace&Lucia | Ende November 2023 |

21.06.2024 12:33
Lucia Marshall Lucia Marshall (gelöscht)
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