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#21

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

11.11.2023 00:12
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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In den ersten Wochen, die von der Apokalypse überschattet wurden, offenbarte sich Elizas beeindruckende Fähigkeit zur Anpassung. Ihr Überlebensinstinkt war nicht nur ausgeprägt, sondern sie ergriff auch geschickt die Gelegenheit, sich in der neuen, gefährlichen Welt zu behaupten. Auch wenn sie manchmal ihre eigene Sicherheit aus den Augen verlor, war für sie klar, dass Überleben bedeutet, sein eigenes Leben über das der Feinde zu stellen und auf jede erdenkliche Weise zu kämpfen.

Eliza, von Natur aus eine starke Persönlichkeit, war gefangen in den Wirren ihrer eigenen Gedanken. Doch in dieser dystopischen Realität zählte nur das Hier und Jetzt: Fressen oder gefressen werden. Die Entscheidung zu kämpfen, sich zu stärken und das eigene Überleben, sowie das ihrer Freunde, über alles zu stellen, war für sie selbstverständlich. Obwohl sie nicht zu denjenigen gehörte, die aus reinem Spaß töteten, hoffte sie dennoch, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Raubtier und Beute verschwammen, war Eliza fest entschlossen, nicht nur zu überleben, sondern auch die richtigen Werte und Prinzipien zu bewahren.

Eliza zog eine Augenbraue hoch und betrachtete die junge Russin, Miljena, mit einem skeptischen Blick. "Nur wenn sie meinen Arsch wollen", erwiderte Miljena ohne mit der Wimper zu zucken. Eliza konnte nicht umhin, ihre Antwort mit einem leicht amüsierten Lächeln zu quittieren. Es war offensichtlich, dass Miljena wenig Interesse daran hatte, sich auf oberflächliche soziale Interaktionen einzulassen. Ihre Gleichgültigkeit gegenüber den persönlichen Merkmalen anderer Menschen war unübersehbar. Aber war dem wirklich so? Oder war sie inzwischen durch diese Welt so abgestumpft, das sie sich dieser Meinung einfach hingab? Sie zuckte nur mit den Schultern und fing dennoch an, erneut zu grinsen. Dieses Mal sogar über beide Backen.
Miljena schien sich einfach nicht für die Belange anderer zu interessieren. Eliza konnte das verstehen, war es doch selbst oft schwer, in dieser Welt das Gute im Menschen zu sehen. Es schien, als ob Miljena eine Schutzmauer um sich errichtet hatte, um sich vor den Strapazen und Enttäuschungen dieser postapokalyptischen Realität zu bewahren. Aber hatte das nicht jeder? Hatte nicht jeder sich eine Schutzschicht angefressen um sein eigenes Leben zu bewahren um sich selbst zu verteidigen und nicht Gefahr aufzulaufen sich einfach so zu verlieren?

In gewisser Weise konnte sich Eliza mit dieser Haltung identifizieren. Auch sie hatte gelernt, Distanz zu wahren, um nicht zu viele emotionale Verbindungen einzugehen, die in dieser gnadenlosen Welt jederzeit zerschlagen werden konnten. Es war ein Überlebensmechanismus, den viele anwendeten, um sich vor weiterem Schmerz zu bewahren. Von Schmerzen, wie dem Verlust und dem zu nahe heranlassen. Etwas, wovor sie sich immer noch fürchtete und sich immer fürchten würde. Jemanden zu nahe heran zu lassen, bedeutete doch nur weiteren Kummer.

Eliza beobachtete schweigend, wie Miljena den letzten Beißer erledigte.
Auch, wenn diese Szene vor ihr- also wie der Beißer gerade noch das rohe Zerren am Fleisch von einem dieser Brüder herunterschlag, so wirkte es zwar animalisch, aber auch natürlich. So war der Lauf der Dinge und dennoch - brachte es sie zum Nachdenken. Wer waren die wahren Bösen in dieser Welt?
Die Beißer oder die Menschen?
Hatten die Beißer noch irgendeine Seele oder irgendetwas von ihrer alten Natur? Eventuell war all das tief in deren Innern versteckt?
Ein kurzes Seufzen entglitt den Lippen von Eliza, bevor diese sich herunter bückte und die Hosentaschen des Beißers durchsuchte. Die Geldtasche des Untoten - war immer noch gefüllt, doch das Wetter und das Blut hatten dem Geld einiges an Schaden eingebrockt, nichts wichtiges. Sie nahm sich nur den Führerschein und laß laut den Namen vor.

"Das war Peter, unser kleiner Beißer kam sogar aus Washington D.C., manchmal frag ich mich echt was in den Hirnen der Beißern so vor sich geht, am liebsten hätte ich die ja wirklich mal untersucht, aber dafür müsste man wohl oder übel so ein Wissenschaftsfreak sein oder?"

Mit einem kurzen Messerstich, mitten in den Schädel erledigte sie den Bruder, welcher gerade von der toten Seite zurückkehren wollte und begnadigte ihn mit dieser Tat.

"Ich würde aber auch gerne mal wissen was du denen angetan hast, hast du jemanden umgebracht oder jemanden in den Schwanz gebissen?", witzelte Eliza direkt und schnappte sich alles was irgendwie nützlich erschien, sie zerriss das blutdurchtränkte Shirt des Mannes und packte sich die Stofffetzten in ihren Rucksack, davor öffnete sie jedoch eine Plastiktüte. "Und hey, so frisches Blut ist nützlich für Beißerfallen, die folgendem dem als wäre es eine junge willige Stripperin, wirklich einfach die Beißer dadurch abzulenken. Nimm frisches Blut, ein paar alte Knallkörper und schon hast du genug Ablenkungen um alles zu plündern wozu du Lust hast."

Als Miljena ihr erklärte das sie sich vermutlich in der Farm einnisten sollten dachte Eliza kurz angestrengt nach.
"Einer von ihnen lebt. Was, wenn er zurückkommt? Dann muss einer Wache stehen, was nicht gerade schlimm wäre, aber sicher ist sicher. Ich will nicht Nachts überrascht werden, aber vermutlich ist ein Farmhaus deutlich sicherer als das hier draußen...", meinte sie ebenso.

Als sie die letzten Worte sagte und Ellys Kampfstil beschrieb musste die junge Schwarzhaarige aber dann noch einmal kurz auflachen.
"Man kämpft, wie man lebt."




@Miljena A. Iwanow

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#22

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

11.11.2023 15:29
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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Miljenas Vater hatte wohl niemals geahnt, dass seine Tochter eines Tages inmitten einer Zombie-Apokalypse stehen würde, als er seine Tochter auf die Gefahren ihres Lebens vorbereitete und trainierte. Sein Fokus lag vielmehr auf den Gefahren ihrer Herkunft. Ihre Mutter war die Tochter einer mächtigen Russischen Mafia Familie, der Krasnaya Luna. Dort hatte er sie kennen und Lieben gelernt, nach dem er die Speznaz in Russland verlassen hatte und anfing für die Familie Iwanow zu arbeiten. Es war ein verlockendes Jobangebot gewesen, das ihr Vater damals nicht ausschlagen konnte. Gemeinsam mit seiner Mutter wagte er den Sprung in die Staaten, um hier ein besseres Leben zu finden. Und er fand es auch – als persönlicher Bodyguard von Miljenas Mutter. In der Welt der Russen wusste man nur allzu gut, dass die Konkurrenz keine Skrupel hatte, Familienmitglieder zu entführen oder gar zu töten. Sicherheit war oberstes Gebot bei den Iwanows. Doch dann verliebten sie sich ineinander und Miljena wurde das lebendige Zeugnis ihrer Liebe. Ihr Vater hatte Glück, dass Iljuscha, der brutale Bruder ihrer Mutter, ihn nicht einfach beseitigte. Stattdessen gewährte man ihm Gnade und ließ ihn ziehen – aus Liebe zu Natalja. Doch Natalja entschied bald darauf, dass es für ihre Tochter am besten wäre, fernab von ihrer Familie und deren gefährlichen Geschäften aufzuwachsen. Sie wollte ihr Kind nicht der ständigen Bedrohung und Gewalt aussetzen. So übergab sie die kleine Miljena in die Obhut ihres Vaters, besuchte sie jedoch regelmäßig und holte sie in den Ferien zu sich. Miljenas Vater wusste, dass die Vergangenheit und die Machenschaften der Familie sie eines Tages einholen würden. Deshalb begann er schon früh damit, seine Tochter spielerisch, aber konsequent auf das Leben vorzubereiten. Niemals hätte er jedoch gedacht, dass er damit den Grundstein für das schaffen würde, was aus Miljena einmal werden sollte.

Miljena erlöste die armselige Kreatur, ohne eines Zeichens von Mitgefühl. Bereits in ihren jungen Jahren, nach dem Ausbruch der Seuche, lernte sie hart zu sein. Der neue Mann ihrer Mutter, Negan, tat sein übriges ihr dies beizubringen. Negans Schule und das Training mit den 'Barkeepern', den Wachen der Krasnaya Luna, taten ihr übriges diesen Grundstein zu festigen. Später, als sie von ihrer Familie getrennt wurde, lernte Miljena durch die harte Realität weiter. Bereits mit 15 - 16 Jahren stand sie an der Spitze einer wilden Horde von Jugendlichen und musste sich Tag für Tag aufs Neue beweisen - vor allem sich selbst gegenüber. Ihr gesamtes Leben war geprägt von Distanzierung und dem Verbot jeglicher Emotionen. Mit eiserner Härte setzte sie ihre Ziele durch - immer wieder.

Die junge Russin verstaute die geplünderten Kugeln und wandte sich bei den Worten der Fremden zu ihr um. "Wozu willst du sie untersuchen?" Fragte sie verständnislos. Derartige Fragen hatte sie sich nie gestellt. Für derlei Fragen hatte sie ihren kleinen Sperber, die sich ständig mit solchen Fragen und Thesen beschäftigte. "Es sind Monster. Nicht mehr und nicht weniger." Stellte sie weiter fest und überprüfte den Sitz ihrer Armbrust, während sie erneut den Waldrand nach Bewegungen absuchte. Sie hörte die Frage nach dem, was die Männer von ihr wollten, schwieg aber noch einige Momente.
"Sie waren respektlos." Antwortete sie schließlich ohne den Blick vom Waldrand zu entfernen. Für die Russin reichte schon ein falscher Blick, eine falsche Geste um als respektlos abgestempelt zu werden, was in der Mentalität der Russen oder vielmehr ihrer Familie begründet lag. Nach einer Weile aber wandte sie sich Eliza zu, die gerade dabei war das Blut der Toten in einer Plastiktüte aufzufangen. "Und das funktioniert?" Fragte sie und hob skeptisch eine Braue, würde den Rat aber annehmen und ausprobieren. Sie lernte gerne dazu und jedes neue Wissen würde ihr nur helfen besser zu werden.

Miljena erkannte den nachdenklichen Blick ihrer Augen, als sie Eliza in ihren Plan einweihte. "Glaub mir Volchitsa. Er wird jetzt zur Farm zurückkehren und dort seine Wunden lecken. Er wird sich nicht irgendwo verstecken, wenn er glaubt einen sicheres Lager zu haben." Erwiderte sie ruhig und blickte wieder Richtung Wald, "das tun sie immer." Miljena sprach aus Erfahrung. Sie hatte schon einige Gruppen überfallen und Erfahrung im Plündern. Vor einigen Jahren noch, war es das Tagewerk ihrer Gruppe gewesen. Sie überfielen Gruppen und einzelne Reisende die sich am Ufer des Lake Michigan niederließen.
Ihrer Aussage, 'Man kämpft, wie man lebt', begegnete sie mit einem kalten Lächeln. "Да, da wirst du Recht haben."

Schließlich brachen sie auf und es war offensichtlich, dass sie zumindest für eine Weile ohne Tageslicht auskommen müssten. Miljena gab ein zügiges Tempo vor, bis die Umrisse der Farm im Dunkeln auftauchten. Miljena hockte sich hin und beobachtete das kleine Wohnhaus mit der angrenzenden Scheune. "Es könnten noch ein oder zwei Männer sein. Vielleicht gibt es auch Frauen oder Kinder", sagte sie lauernd und nahm ihre Armbrust in die Hand. "Wir sollten uns anschleichen, du links, ich rechts. Bevor wir zuschlagen, sollten wir uns Gewissheit holen. Wahrscheinlich gibt es noch einen Eingang hinter dem Haus." Ihre Worte waren frei von Emotionen, doch ihr Atemhauch verriet eine gewisse Vorfreude auf das, was kommen würde. Miljena schien in ihrem Element zu sein. "Pass auf Stolperfallen auf. Sie leben schon länger hier und haben sich vermutlich abgesichert." Sie erwähnte dies eher beiläufig, da sie sicher war, dass ihre Begleitung wusste, wie sie vorgehen sollte. So wie sie kämpfte, schien sie auch Erfahrung im Überfallen von Gruppen zu haben.
Die Fenster der Farm waren scheinbar mit Tüchern bedeckt zu sein, die das Licht auf weite Sicht genug abdämpften, aus der Nähe aber deutlich zu sehen waren. Wartend darauf, was ihre Begleitung dazu sagen würde, sah sie sie an. Bereit los zu schlagen.

@Eliza Bradshaw






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#23

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

11.11.2023 17:52
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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Eliza seufzte schwer, als Miljena vorschlug, sich an die Farm anzuschleichen. Die Idee, sich unbemerkt an mögliche Überlebende heranzuschleichen, widersprach ihren ethischen Vorstellungen. Sie zögerte, bevor sie ruhig erklärte : "Ich verstehe, dass es aus taktischer Sicht Sinn macht, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es hier auch um Menschen geht. Frauen und Kinder könnten sich dort befinden. Es ist nicht geil, unschuldige Leben zu opfern, selbst wenn sie uns zuerst angegriffen haben. Außerdem weiß ich nicht wieso sie dich gejagt haben, wenn das absolute grausame Hunde wären, wäre das etwas anderes. Aber, dennoch - bezweifle ich sehr das man noch mehr Benzin ins Feuer werfen sollte."
Ein weiteres Seufzen entglitt den Lippen der jungen Frau.

Eliza distanzierte sich von der Idee des Anschleichens und schlug vor, eine andere Lösung zu finden, um die Farm zu erkunden, ohne Gewalt gegenüber potenziellen Unschuldigen anzuwenden. Sie war sich bewusst, dass dies vielleicht nicht die effektivste Option war, aber sie konnte nicht einfach ihre moralischen Prinzipien über Bord werfen. Dennoch wusste sie, dass die Realität --- dennoch existierte. Diese Realität, in welcher man jedem Ziel nachjagte und egoistisch sein musste um zu Überleben.
Aber war das etwas, wofür Eliza jemals einstehen konnte?

Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #22
"Es sind Monster. Nicht mehr und nicht weniger."


Die Schwarzhaarige antwortete mit einem ruhigen Ton, welcher ihre Überzeugung widerspiegelte : "Sie sind keine Monster. Beißer sind einfach Menschen, die unheilbar krank und ohne Verstand sind. Es sind die Lebenden, die die wahren Monster sind. Menschen, die grausam sind und anderen Schaden zufügen. Ich bevorzuge es, gegen eben diese Grausamkeit anzugehen, anstatt unnötiges Chaos zu stiften. Wenn wir den Toten ihre Namen zurückgeben und sie erlösen, dann ist das ein Akt der Würde und des Respekts. Jedes gelebte Leben ist wichtig, auch wenn es jetzt anders ist." Eliza schaute Miljena dabei direkt in die Augen, um ihre Überzeugung zu unterstreichen.
Aber was brachten diese leeren Worte? War es lediglich für ihre eigene Beruhigung?
Sagte sie, das diese Erlösung einfach nur wichtig war, sodass man mit ruhigem Gewissen schlafen gehen konnte? Sie seufzte erneut schwer und fuhr durch das Haar des getöteten Beißers. "Als diese Welt noch normal war und nicht vor die Hunde ging, --- all das waren einmal geliebte Menschen die nichts dafür konnten so zu werden. Sieh mich als merkwürdig an, aber irgendwann kommt wieder die Zeit in welcher wir wirklich wieder menschlich sein müssen. Egal wie unsere Vergangenheit ist, wir leben immer noch im hier und jetzt. Klar, das Töten wird niemals aufhören, solange immer wieder weiter getötet und gemordet wird, aber solange man menschlich bleibt, solange sind wir --- noch wir selbst. In dieser Welt gibt es zwar Beißer, aber so mancher Überlebender, ist deutlich schlimmer als jegliche Horde dieser Welt."

Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #22
"Sie waren respektlos."


"Diese Kerle waren respektlos? Waren es diese typischen Wichser, die denken Frauen sind Ware?", hakte sie nach. Aber eventuell wollte sie nicht genau wissen was passiert war. Es reichte schon, wenn --- manche Männer dachten das die Frauen das schwache Geschlecht waren. Aber dennoch, --- genau in dieser Zeit, waren es die Frauen die den Weg für eine neue Welt ebneten, denn ohne die Frauen, würde es niemals mehr Nachwuchs geben und ohne Kinder, wäre diese Welt sowieso verloren.

Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #22
"Und das funktioniert?"


Eliza griff nach der Plastiktüte, die sie zuvor mit dem Blut der Brüder gefüllt hatte, und hielt sie hoch. Es wirkte wie eine kranke aber geniale Trophäe dieses Kampfes. Der Anblick war alles andere als angenehm, das tiefrote Blut schien fast schwarz im schummrigen Licht der Nacht. Der Mond erhellte das Blut gerade noch etwas, sodass es nur noch dämonischer wirkte.

"Das hier...", sagte sie mit einem Hauch von Ernsthaftigkeit, "....ist nicht nur Blut. Es ist eine Waffe, eine Ablenkung und eine Tarnung in einem. Wenn wir das alles geschickt einsetzen, können wir uns durch die Horde bewegen, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen. Die Beißer sind wie Bluthunde, aber in diesem Fall sind sie auf der Suche nach dem, was sie einst waren – nach menschlichem Fleisch. Glaube ich jedenfalls... es gab so viele Theorien schon, aber Blut und Krach, das macht sie an. Als wären sie alte Säcke die gerade ihr Viagra eingeworfen haben und ihre mickrigen kleinen Pimmel endlich befreien wollen...", meinte sie lachend.

Eliza öffnete die Tüte und schüttete etwas Blut auf den Waldboden. Sofort schien die Atmosphäre zu elektrisieren. In der Ferne hörte man das unheilverkündende Stöhnen von Beißern, angelockt von dem Lärm des eben stattgefundenen Kampfes. Mit, vor der Brust verschränkten Armen blieb Eliza stehen und schaute dann kurz zu ihrer Genossin.
"Ich beweiß es dir einfach mal, wie wäre das, wenn es nichts bringt werde ich gefressen. Und dann ist das eben so."

"Sie werden das hier aber riechen und folgen. Solange wir uns leise bewegen und nicht ins direkte Blickfeld geraten, können wir sie hinter uns herlocken und direkt zu unseren Feinden locken, aber wir haben das ja gerade nicht vor, also werde ich die Tüte verpacken und die Beißerchen hier sammeln, dann schleichen wir uns davon und wenn nochetwas kommt, wiederholen wir das eben. Wir müssen nur drauf aufpassen das wir nicht selbst uns damit begießen, denn dann werden sie uns hinterherjagen...", sie kicherte kurz auf und schulterte dann auch schon ihre Ausrüstung.

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Nach einer kurzen Weile, von einigen Minuten -- jedenfalls realisierte Eliza die Zeit nicht mehr richtig, kamen sie dann aber auch schon an der Farm an.

Als Miljena von den Stolperfallen und dergleichen berichtete, lockte Eliza direkt wieder einen der Beißer an, von welchem sie schon seit einiger Zeit verfolgt worden waren. Sie schnappte sich ihr Messer. Brach dem Beißer den Unterkiefer und zog ihn an seinen Beinen hinter der Haus und folgte dann Miljena vorsichtig, sie versuchte ihre eigenen Bewegungen unsichtbar zu machen, indem sie den Beißer aufstöhnen ließ und immer wieder gegen dessen Brust schlug, dadurch stöhnte die Leiche auf und überdeckte jeglichen Schritt.

"Dann würde ich sagen, wir werden die Stolperfallen direkt austesten mit unserem jungen Freund... ich werde ihn einfach Peter nennen...", im Schutze der Dunkelheit trat sie dem Beißer in den Rücken, dieser stolperte dann auch schon in Richtung des Hauses, verlor dann bei den Treppen das Gleichgewicht und landete direkt --- auf den Stufen. Gerade als dieser sich wieder aufrichten wollte, wurde eine Falle gezündet und eine Schrotflintengeschoss verbiss sich tief in Peter II, welcher dadurch ins Taumeln geriet. Im Inneren des Hauses herrschte sofort Alarm, bevor ein Kerl den Vorhang zurückziehen konnte befand sich schon Elizas Wurfmesser auf dem Weg, ein klarer Treffer - mitten ins Gesicht, der Stahl borhte sich direkt durchs Auge, ein kurzer Schrei, dann vernahm man nur noch ein Stottern.

"Na dann, .... Angriff."




@Miljena A. Iwanow

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#24

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

11.11.2023 22:53
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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“Нет, eine Krankheit kann man heilen. Das sind keine Menschen mehr und sie werden es auch nicht wieder.” Entgegnete Miljena ruhig und wischte die Klinge des Messers an der Kleidung des leblosen Körpers ab. “Ich sage nicht, dass die Lebenden besser sind.” Denn das waren sie keinesfalls. Auch die junge Russin nahm sich da nicht aus. Sie hatte schon viel Leid erfahren und ebenso viel gebracht. Elizas Worte lösten etwas in ihr aus, dass sie nachdenklich werden ließ. Sie sah sie an, erwiderte ihren Blick und strich sich einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. Sie hatte Recht mit ihren Worten. Und sie, die junge Russin, war einer dieser Menschen, die die Welt noch schlimmer machten. In dieser Welt würde das Töten erst aufhören, wenn der letzte Mensch gestorben wäre. Miljena atmete tief ein und schulterte schließlich ihren Rucksack.
“Ist das wichtig?” Fragte die junge Russin, als Eliza nach fragte, warum diese Männer respektlos waren. Es spielte für Miljena keine Rolle mehr. Tatsächlich waren es nur Worte gewesen, keine Handgreiflichkeiten. Aber für sie reichte es schon aus. Es hätte schon ein Blick ausgereicht, um von Miljena als respektlos eingeordnet zu werden. Es war die Summe an Worten, Gesten und Mimik.
Auch wenn Miljena keine Zeit verlieren wollte, hörte sie ihr aufmerksam zu und lernte. Es war ihr tatsächlich neu, eröffnete ihr aber ungeahnte neue taktische Möglichkeiten. Zwar war ihr nicht wohl dabei, absichtlich Beißer anzulocken, doch ließ sie Eliza gewähren. Vielleicht war es auch die Neugierde, die sie abwarten ließ. Und so tat sie das, was Eliza ihr sagte und bewegte sich leise.

~*~

Am Boden hockend beobachteten sie das Haus. Miljena wäre vorgegangen, wie sie es immer tat. Auskundschaften, anschleichen und schließlich mit aller Härte zuschlagen. Den Moment der Überraschung für sich nutzen. Doch Eliza hatte Bedenken. “Niemand ist heute mehr unschuldig.” Entgegnete sie ruhig und blickte zum Haus. “Feuer bekämpft man am besten mit Feuer.” Sie seufzte, hörte sich aber ihren Plan an und wurde erneut neugierig. Sie beobachtete aufmerksam, was sie mit dem Beißer machte. Und es sah alles andere als nach ihren vorherigen Worten aus. Doch das war etwas, das Miljena keineswegs störte. Sie bewegten sich langsam auf das Haus zu, wobei Eliza den Beißer als Schutzschild oder Tarnvorrichtung benutzte. Und es leuchtete Miljena ein. Ihre Art vorzugehen war effektiv und würde von der jungen Russin mit Sicherheit adaptiert werden.
Der freigelassene Beißer stolperte Richtung raus und direkt in eine Falle. Der Schuss einer Schrotflinte löste sich und traf den Untoten. Sofort waren im Haus laute Stimmen, gefolgt von hastigen Schritten zu hören. Der Vorhang eines Fensters wurde zurückgezogen. Doch bevor der Mann auf der anderen Seite erkennen konnte, was vor sich ging, traf ihn schon ein Wurfmesser von Eliza. Die Klinge hatte sich tief in seinen Kopf gebohrt.
Eliza hatte das Wort ‘Angriff’ noch nicht ausgesprochen, da war die junge Russin schon auf den Beinen Richtung Fenster. Noch in der Bewegung zog sie ihre Glock aus dem Brustholster und zielte durch das Fenster in den Raum.
“Scheiße was wollt ihr! Nein nicht schießen! Ich bin unbewaffnet!” Ertönte von innen der Ruf eines jüngeren Mannes, der gerade in Miljenas Lauf blickte. Die junge Russin hatte das Zimmer im Blickfeld und konnte keine weitere Bewegung ausmachen, weshalb sie mit der freien Hand Eliza ein Zeichen zur Tür gab. Noch in der Bewegung stieg sie durch das kaputte Fenster in das Zimmer, ihre Waffe immer noch auf den Mann gerichtet.
“Wieviele sind noch im Haus?” Bellte sie den jungen Mann an.
“Niemand mehr. Nur ich. Bitte!” Panik und Angst waren in seiner Stimme zu hören. Seine Augen waren weit aufgerissen. Er hatte nur einen Arm erhoben, der andere steckte frisch verbunden in einer Armschlinge. “Sieh dich um, ob er die Wahrheit sagt.” Sagte sie in Elizas Richtung, während sie langsam auf den jungen Mann zu ging. “Wenn da noch jemand ist, bist du der erste, der dran glaubt.” Zischte sie ihm mit kaltem Ton entgegen. Das Haus war nicht groß, einstöckig, vielleicht vier oder fünf Zimmer. Und dennoch groß genug, um noch jemandem Versteck zu bieten.
“Nein, bitte, da ist niemand mehr, wirklich nicht. Bitte töten sie mich nicht… ich sag die Wahrheit…”, wimmerte er. Erst jetzt bedachte Miljena dem Raum mehr Aufmerksamkeit, ohne den Mann aus den Augen zu lassen. Es war die geräumige Küche, nach altem amerikanischem Vorbild aufgebaut. Eine Kochnische samt Kühlschrank und Arbeitsfläche. Den größten Teil des Raumes aber nahm der Tisch mit den Stühlen mitten im Raum ein.
“Hinsetzen! Arme und Blick auf den Tisch!” Befahl sie ihm harsch und umrundete ihn langsam und immer darauf bedacht nicht Überrascht zu werden.

@Eliza Bradshaw






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#25

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

11.11.2023 23:13
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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Eliza nickte zustimmend, während sie die Szene beobachtete. Die Reaktion von Miljena war erwartungsgemäß hart und direkt. Es schien, als ob die junge Russin in ihrem Element war, und Eliza konnte ihre Methoden zwar nicht vollständig gutheißen, aber sie verstand den Druck und die Notwendigkeit hinter ihnen.
"Sie hat recht", sagte Eliza ruhig, als der junge Mann um Gnade flehte. "Wir können uns keine Unsicherheiten erlauben. Wenn es einen Ort gibt, an dem sie sich verstecken könnten, müssen wir sicher sein, dass sie alle ausgeschaltet sind - auch, wenn mir das persönlich nicht gefällt."
Ohne zu zögern ging sie vor. Und beobachtete alles haargenau mit ihren scharfen dunkelbraunen Augen.

Eliza bewegte sich vorsichtig in den Raum, ihre Augen suchten nach Anzeichen von weiteren Gefahren.
"Ich glaube zwar kaum das dieser Kerl die Wahrheit sagt, aber, was soll man machen?", zischte sie etwas abwertend. Sie hatte es, diese Unsicherheit war so kurz davor sie wieder zu übermannen und dann sollte sie sich wirklich selbst zurückhalten.

Warnung - Gewalt - Außerordentliche explizite Gewalt

Eliza durchquerte die Räume des Hauses mit Bedacht, ihre Sinne aufmerksam für jedes Anzeichen von Gefahr. In einem der Zimmer fand sie nur verlassene Betten und einige persönliche Gegenstände. Ein weiteres Zimmer schien als Lagerraum genutzt zu werden, aber es gab keine Anzeichen von Überlebenden. Im Lagerraum befanden sich nur einige leere Dosen, ein paar davon waren eventuell gefüllt, aber sie betrachtete sie kaum. Momentan war es viel wichtiger die Lage unter Kontrolle zu bringen. Eliza war entschlossen alles zu untersuchen, sodass ja kein Feind hier noch etwas anrichten konnte. Aber selbst nach mehreren Minuten fand sie keinerlei Spur mehr innerhalb des Hauses.

"Alles frei, niemand da...."

Doch dann.... vernahm Eliza ein leises Knarren über ihnen auf dem Dachboden weckte Elizas Aufmerksamkeit. Ihre Hand griff automatisch nach ihrer Waffe, während sie vorsichtig die schmale Treppe zum Dachboden hinaufstieg. Das Knarren wurde von einem tiefen, bedrohlichen Stöhnen begleitet, das Elizas Nackenhaare aufstellte.
"... aber irgendetwas ist auf dem Dachboden...", brüllte Eliza dann auch schon vorsichtig, sodass sie ja niemanden... irgendwie auf sich aufmerksam machen konnte, aber das half nichts. Die Stimmen wurden immer lauter.
"... ich schau mir das an. Klar?"

Oben angekommen, sah sie einen schwach beleuchteten Raum, durch schmale Ritzen fiel das fahle Licht herein. Ein schauriges Bild offenbarte sich vor ihr. In der Ecke des Dachbodens lag eine schwangere Frau, offensichtlich leblos. Der Raum roch nach Verwesung, und das Stöhnen kam von ihr. War sie noch lebendig? Oder schon untot?
Vielleicht ein Opfer der Brüder oder eine Schwester?
Elizas Herz schlug schneller, als sie näher trat. Es gab keine Rettung für die Frau, bevor sie sich annähern konnte hatte diese ihren letzten Atemzug gemacht, aber etwas Unerklärliches zog ihren Blick an. Der Bauch der Frau, immer noch groß... als ob sich etwas ... aus ihr herausgeschnitten hätte....

Erst einige Sekunden später... entdeckte Eliza den wahren Schrecken. In der Nähe der toten Frau kroch ein winziger Beißer über den Boden. Ein kleines Baby, dessen scharfe Zähne bereits durch das zarte Fleisch der Mutter gefahren sind. "Verdammt...."
Dann brüllte Eliza direkt : "Komm, nicht hier hoch..., ich erledige das selbst..."

Ein Moment der Schockstarre, bevor Eliza instinktiv reagierte. Ihre Waffe zielte auf den winzigen Beißer, und mit einem gezielten Schuss beendete sie das kurze, grausame Leben des Untoten Babys. Das Stöhnen hörte abrupt auf, und der Dachboden fiel wieder in gespenstische Stille.
Es dauerte einige Minuten oder vielleicht sogar länger? Eliza lehnte sich an die Wand des Dachbodens und klopfte mit dem Waffenkopf auf den Boden.
"Das Haus ist frei. Niemand da."




@Miljena A. Iwanow

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#26

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

12.11.2023 00:22
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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Die Waffe auf den Mann gerichtet, umrundete sie diesen. Er hatte sich mittlerweile wimmernd an den Tisch gesetzt, den Blick gesenkt und die Arme auf der Tischplatte abgelegt. Sie sparte sich ein Wort zur Vorsicht an Eliza, sie hatte bewiesen das sie auf sich aufpassen konnte. Und während sie sich aufmachte das Haus zu durchsuchen, riskierte die junge Russin einen Blick in die Schränke.

Noch in der Sekunde, in der Eliza vor dem Dachboden warnte, war Miljena auch schon bei dem Mann. Von hinten stieß sie seinen Kopf auf die Tischplatte und drückte den Lauf ihrer Waffe in seinen Nacken. "Sagtest du nicht, hier ist niemand mehr?" Zischte sie in gefährlichem Ton.
"Bitte... ich bitte sie..." Schluchzte der junge Mann. Doch die Russin schien sich davon wenig beeindrucken zu lassen. Emotionslos und kalt drückte sie den Lauf weiter in seinen Nacken und blickte zur Tür. Und dann hörte auch sie das knarren über sich. "Alles klar!" Bestätigte sie laut, dass sie Eliza verstanden hatte. Jeder Muskel und jede Faser in Miljenas Körper waren angespannt. Sie lauschte, nach dem, was sich oben abspielte, immer bereit abzudrücken und nach oben nachzurücken. Doch noch wartete sie ab. Sie wusste wie wichtig Absprachen waren, gerade in solchen Situationen. Es brachte niemandem etwas Kopflos los zu stürmen und am Ende vielleicht noch im friendly fire zu verrecken.

Sie konnte sich anhand der Geräusche nur ausmalen, was da oben vor sich ging. Dann ertönte der Schuss und es wurde still. Lediglich der junge Mann fing an zu wimmern, als wusste er ganz genau, was dort oben passiert sei. Die junge Russin lauschte angespannt und atmete unmerklich aus, als das Klopfen ertönte und sie Elizas Stimme vernahm. Ihr Blick richtete sich unheilvoll auf den Hinterkopf des Mannes.

"Dom svoboden. Net nikogo.*" Sprach sie leise und ihre Stimme schien in diesem Moment von einem eisigen Hauch umgeben. Ihr Finger am Abzug krümmte sich, der Schuss löste aus und zerriss damit die Stille im Haus erneut.

Miljena schob die Waffe zurück in ihren Holster, während sie ihren Blick noch immer auf den Körper vor sich gerichtet hatte. Schließlich aber ging ihr Blick zu dem Fenster, durch welches sie eben eingestiegen war. Sie schaute hinaus und konnte in der Ferne das leise Stöhnen der Streuner hören. Kurzentschlossen verschloss sie die Hölzernen Fensterläden und begab sich zur Eingangstür, um auch diese zu verschließen. Zur Vorsicht klemmte sie noch einen Stuhl unter den Türgriff. Dann aber schaute sie Richtung der Tür, durch welche Eliza eben verschwunden war. Doch von ihr war noch nichts zu hören, was Miljena erneut veranlasste die Hand auf ihre Waffe zu legen. "Hey Volchitsa, alles okay bei dir!?" Rief sie nach oben und machte einige vorsichtige Schritte zur Tür.

@Eliza Bradshaw




*"Das Haus ist frei. Niemand da"






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#27

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

12.11.2023 03:58
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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Eliza spürte den dumpfen Schmerz in ihrer Brust, als sie den verstörenden Anblick auf dem Dachboden hinter sich ließ. Die Erinnerung an das untote Baby und diesen leblosen Körper der Mutter, alleine dieser Anblick und was sie getan hatte um diese Szene zu beenden, das würde noch Wochen dauern, bis sie es endlich vergessen würde. Aber was sollte sie schon machen? Wenigstens hatte sie etwas dagegen getan. Etwas, das andere vermutlich niemals im Leben ertragen hätte. Sie seufzte schwer und biss sich leicht in die Unterlippe um sich - einfach abzulenken. Ein kurzer Schmerz. Es half aber nichts. Dieses Bild, direkt vor ihren Augen.

Als Miljena nach ihr rief, durchbrach die Frage die Stille des Hauses. Die Worte hingen für einen Moment in der Luft, während Eliza die Schwere ihrer Antwort abwog. Sie wusste ja auch nicht wie sie - damit umgehen sollte und wie sie ihr antworten sollte. Also entschloss sie sich dazu, einfach - gar nichts zu sagen, vor allem jetzt nicht. Mil wirkte zwar kalt und eisig, aber solche Dinge, waren --- einfach nur anders.
"Ja, alles in Ordnung", entgegnete sie schließlich, ihre Stimme klang ruhig, aber ihre Augen verrieten den inneren Sturm. Zum Glück aber konnte Miljena ihre Augen jetzt nicht sehen.

Sie verließ den Raum und schloss die Tür hinter sich, als wollte sie die makabere Szenerie ausblenden. Ein Schaudern lief ihr über den Rücken, doch sie zwang sich, nicht in die Schwärze des Grauens zu stürzen. "Hier oben war nichts mehr zu retten", fuhr sie erklärend fort, während sie die Tür wieder verschloss. Niemand mehr sollte nach oben auf den Dachboden gehen und --- wenn sie hier endlich weg waren, würde sie diesen Ort abfackeln.
Ihre Worte waren knapp, aber ihre Augen zeugen von einer tiefe Traurer über eben diesen Moment.
Der Verlust von Leben, selbst in dieser verdrehten Welt, hinterließ Spuren auf Elizas Seele. Sie vermied es jedoch, den grausamen Vorfall direkt anzusprechen, um Miljena nicht zusätzlich zu belasten. Stattdessen konzentrierte sie sich darauf, normal zu wirken und entschlossen voranzugehen.

"Wenn wir hier endlich weg gehen, werde ich diesen Ort abfackeln, komme was wolle. Dieses... Drecksloch, sollte und muss von den Flammen verbrannt werden..."




@Miljena A. Iwanow

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#28

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

12.11.2023 09:10
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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Miljena stand in der Tür, die Hand auf der Waffe und blickte in den kleinen Flur mit der Treppe zum Dachboden. Die aufgekommene Stille hing wie ein Schwert über dem Haus. Zerbrechlich und unsicher, vermittelte sie den Anschein, einen jeden Moment zu zerbrechen; das Schwert niedersausen zu lassen. Erst Elizas Worte lösten diese unheimlich Ruhe auf. Die junge Russin atmete aus, die Spannung schien ab zufallen. Sie nahm die Hand von der Waffe und ging zurück in die Küche.
Sie hatte keine Ahnung was sich oben auf dem Dachboden abgespielt hatte, sie konnte nur vermuten das sich da oben vielleicht noch jemand versteckt hatte. Ob Beißer oder Mensch war ihr in dem Moment egal. Hauptsache es war getan.
Miljena stumpfte über die Jahre ab, ließ derlei nicht an sich heran, zwang sich, nicht darüber nachzudenken. Lediglich in ruhigen Nächten, kamen die Bilder und Schreie zurück. Erinnerungen, die sie quälten und nicht schlafen ließen. Doch das bekam niemand mit, der einzige Mensch, der es je mitbekam, war ihr kleiner Sperber. Doch über die Nächte hinaus, wirkte Miljena kalt und unnahbar. Es gehörte zu ihrer Überlebensstrategie, gerade in ihrer Zeit bei den Gopniks. Sich Betroffenheit anmerken zu lassen, hätte Schwäche gezeigt. Und das hätte das Gesamt Gefüge der Gruppe gefährdet. Eine Lektion, die sie noch von Negan gelernt, oder vielmehr abgeschaut hatte.

Sie wuchtete den jungen Mann von seinem Stuhl und zerrte ihn Richtung Eingangstür, wo sie ihn ablegte. "Was hättest du retten wollen?" Fragte Miljena, als sie den Körper platzierte und sich wieder erhob. Sie blickte zur Tür, in welcher ihre Begleitung erschienen war. Die junge Russin musterte sie einige Momente, ging dann aber direkt dazu über ihren Rucksack neben dem Tisch abzustellen und legte auch die Armbrust ab. In den Küchenschränken hatte sie eine Flasche gefunden, die anscheinend noch etwas Whiskey enthielt, sie stellte sie samt Gläsern auf den Tisch.
In einem weiteren Schrank schien sie etwas zu Essen gefunden zu haben. Sie hielt ein kleines Bündel in der Hand als Eliza endlich ihr Schweigen brach. "Да, wenn es dich glücklich macht." Entgegnete sie und roch an dem Bündel, dass sie teils ausgepackt hatte. "Schinken, wir haben doch noch Glück", freute sie sich und sah zu ihrer Begleitung. "Hast du Hunger? Heute werden wir gut essen." Und damit legte sie das Stück zu der Flasche auf den Tisch und setzte sich. Aus ihrem Rucksack holte sie noch etwas Brot, dass sie vor einigen Tagen erst einer armen Seele abgenommen hatte. Mit ihrem Jagdmesser schnitt sie einige Scheiben ab und schob auch zwei du dem leeren Platz vor sich. Erneut schaute sie auf. "Willst du die ganze Nacht da stehen bleiben?", fragte sie und teilte den Schinken. Erst jetzt lehnte sie sich etwas in dem Stuhl zurück und schenkte aus der Flasche in die zwei Gläser ein. Die junge Russin betrachtete ihre Begleitung. "Sdelal delo – gulyay smelo*", sprach sie mit ruhiger Stimme und schob ihr ein Glas über den Tisch.

@Eliza Bradshaw
(Erwähnt: @Negan Smith )


*"Nach getaner Arbeit kannst du Ruhen"






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#29

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

13.11.2023 10:28
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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Diese Momente waren die wirklichen schrecklichen der Apokalypse und Eliza wusste genau das es nicht das letzte Mal bleiben würde. In Zeiten wie diesen, war der Verlust eben allgegenwärtig. Grausam oder auch nicht, so war das Leben eben.
Sie quälte sich selbst mit diesen dunklen gedanken, weshalb sich einfach nur noch ein Lächeln auf den Lippen Elizas befand. Eine Maske, welche bisher noch niemand überwunden hatte. Etwas, das sie sich selbst beigebracht hatte. Selbst in dieser Zeit und mit ihren Ängsten, war sie immer noch irgendwie eine Optimistin, denn sie hätte ja auch tot sein können. Das gute am pessimistischem Gedankengut war, das alles dich glücklich machen konnte und vielleicht war es genau das, was Eliza glücklich gerade machte. Sie lebte. Sie atmete. Sie hatte niemanden verloren den sie kannte. Irgendwie ein guter Tag.

Als Miljena den Tisch deckte schaute setzte sich Eliza auf den Stuhl und hob eine Augenbraue an.
"Tut mir leid, aber ich trinke nicht. Wasser ist mein einziger Begleiter, der Geschmack von Alkohol, macht mich nur wirr und verändert alles was ich erkenne, aber hey -- mehr für dich Russin.", sie wippte etwas frech mit den Augenbrauen und zog ihren eigenen Rucksack näher heran, aus diesem holte sie eine kleinere Flasche, voll mit glasklarem Wasser heraus und stellte diese auf den Tisch.

"Und ob ich Hunger hab, weiß ich nicht, nachdem was ich auf dem Dachboden gesehen habe, werd' ich wohl oder übel niemals wieder richtigen Hunger haben.", meinte sie lachend.
Dieser groteske Anblick, war einfach - genau so absurd, wie auch normal. Die gesamte Menschheit war eben erkankt an der Seuche und wenn ein Ungeborenes heutzutage starb, dann wurde es wiederbelebt.
Und vielleicht war genau das, der Grund wieso es kaum noch Kinder gab? Eine Geburt, könnte die Mutter töten oder eben das Baby starb im Bauch und wurde zu einer noch größeren Gefahr. Psychisch gesehen war es einfach gleichaltrige zu töten, aber Kinder? Oder jüngeres war eine ganz andere Liga.

Aber galten eben solche Dinge überhaupt noch?




@Miljena A. Iwanow

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#30

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

14.11.2023 10:17
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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Die junge Russin hatte sich mit den Zeiten abgefunden. Es brachte in ihren Augen nichts, der Vergangenheit nach zu trauern. Die alten Zeiten waren vergangen und man musste das beste aus seiner jeweiligen Situation machen. Lediglich in den schlaflosen Nächten, holten sie die Bilder des erlebten, immer wieder ein.

Sie hatte sich an den Tisch gesetzt und die beiden Gläser gefüllt. Doch als Eliza sich setzte und das Glas ablehnte, erstarrte Zima in ihren Bewegungen. Langsam hob sich ihr eisiger Blick und sah ihre Gegenüber gefährlich an. "Ein angebotenes Glas abzulehnen, ist eine Beleidigung." Kam es grollend wie ein aufziehender Sturm über ihre Lippen. Ihr Ausdruck hatte den eines lauernden Tieres angenommen. Und für einen Moment schien die Zeit wie in Zeitlupe abzulaufen, während sich eine Schleier der androhenden Gefahr über den Tisch legte. Die junge Russin fixierte Eliza gefährlich mit ihrem Blick.
Lachte dann aber unvermittelt auf und löste die Bedrohlichkeit in Luft auf. "Für heute lass ich es dir durchgehen", lachte sie scherzend und zog das Glas zurück. Es lag in der Mentalität der Russen, auf einen abgeschlagenen Drink, beleidigt zu reagieren. Und nicht selten führte dies zu Handfesten Auseinandersetzungen. Doch Miljena konnte ihre Einstellung akzeptieren. Noch dazu wo sie eine gemeinsame Front gebildet hatten. Im Grunde war sie nur froh, dass sie den Tag überlebt hatte. Und nun genoss sie die Vorzüge des Siegers.

So schnell wie ihr Lachen und heitere Mimik aufgekommen war, so schnell verschwand sie auch wieder. Sie saß auf ihrem Stuhl und schnitt sich nachdenklich ein Stück von ihrem Schinken ab und sah Eliza immer wieder an. "Beißer?" Fragte sie zu den Geschehnissen auf dem Dachboden. Im Grunde lag es auf der Hand das es sich um Beißer gehandelt haben musste, nur warum Eliza so darauf reagierte, erschloss sich ihr nicht. Die Frau vor ihr war eine Kämpferin, die schon dutzende dieser Monster erledigt hatte.

Die junge Russin lehnte sich entspannt zurück und legte ihre Beine auf den Stuhl neben sich. Ihr Blick ruhte kauend und entspannt auf Eliza, während sie ihr Glas nahm und an dem Getränk roch. Es schien ein Whiskey zu sein. Sie nippte zunächst daran und verzog augenblicklich das Gesicht zu einer Grimasse. "Job’ tvoju matj! Jobannij v rot, bljad’!" Fluchte sie auf russisch und sah angewidert das Glas an. Mit dem Handrücken wischte sie sich über den Mund und blickte wieder zu Eliza. "Bei dem Gesöff verpasst du nichts", meinte sie und stellte das Glas wieder auf den Tisch. Kauend betrachtete sie die dunkelhaarige. "Erzähl mir was von dir Volchitsa." Forderte Zima sie auf.

@Eliza Bradshaw






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#31

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

14.11.2023 11:17
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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Als Miljena anfing auf einmal so ein Gesicht zu machen blieb Eliza vollkommen entspannt und zog nur eine Augenbraue hoch. Sie ließ sich davon nicht wirklich beeindrucken, egal wie furchterregend Miljena aussehen würde, Eliza hatte schon deutlich schlimmeres gesehen und war sowieso für jegliche Situation gewappnet. Solange man damit rechnete das jemand einen irgendwann abschlachten würde, solange würde man sich auch keine Sorgen machen müssen. Dennoch spürte Eliza das die junge Russin sowieso nicht die Hand gegen sie erheben würde.
"Well, well Russin. In meiner Jugend war es sogar kein gutes Zeichen, Alkohol zu trinken.", konterte sie frech und trank einen Schluck aus ihrer Wasserflasche. "Außerdem vertrag ich keinen Alkohol, der Geschmack ist zu bitter. Und, wenn du Pech hast wirst du betrunken, kotzt und kackst dich dann, vor allem aufgrund der ungesunden Ernährung die wir alle momentan haben. Fuck, ich hätte am liebsten eine wunderschön heiße Pizza, direkt aus dem Steinofen, von meinem ehemaligen Stammitaliener. Meine beste Freundin von damals und ich haben uns immer ohne Ende Pizza besorgt... keine Ahnung ob @Ella Harris diese Nudel noch lebt. Aber wenigstens sterben die Erinnerungen niemals, was?", nun wippte sie grinsend mit ihren Augenbrauen. "Außerdem kann ich nicht wirklich viel sagen zu dem was auf dem Dachboden stattgefunden hat. Nur ohne Ende scheiße und selbst über mich gibts nicht viel. Ich bin mal da, mal hier. Mein Bruder wahrscheinlich tot, meine Eltern tot. Aber, well. Das ist wohl jedem passiert, was? Wäre schon eher seltsam, wenn man noch lebendige Eltern hat...", meinte sie lachend.

Als sie so den Schinken aßen bemerkte Eliza ein kleineres - leises Fiepen, sie beendete das Essen und stand dann auch schon auf. Sie wusste absolut nicht was das sein sollte, waren es etwa noch mehr Beißer?

"Warte kurz....", und schon stand sie auf mit eben diesen Worten und sah sich erneut um, erst als sie eine der verschlossenen Türen entdeckte, griff sie nach einem Brecheisen und rammte es in die Türe hinein.
"... als ob ich schlafen werde, wenn sich noch ein Beißer hier befindet..."

Sie war auf absolut alles gefasst, aber was sich tat, als sie die knarrende verschlossene Tür öffnete? Sie hatte mit allem gerechnet.
Beißer, noch einem Baby oder gar einem untoten Kind, aber als die Türe endlich aus den Angeln sprang und auf ging, entdeckte sie nur ein kleines Fellknäuln. Vollkommen verängstigt.
Sofort ging sie auf die Knie und stupste das kleine Knäul an und fuhr mit ihrer Hand über dessen Rücken. Er sah nicht gerade vollgefressen aus, wahrscheinlich war er einfach geschnappt und in den Abstellraum gesperrt werden. Vorsichtig nahm sie den Kleinen auf die Arme und richtete ihren Blick begeistert auf Miljena.

"Ich glaube, ich bin gerade Mutter von einem wunderbaren süßen kleinem Sohn geworden!", meinte sie begeistert und küsste das Köpfchen des Kleinen. Mit ihm zusammen, auf den Armen ging sie wieder an den Tisch und schnitt eine kleine Scheibe von dem Schinken ab, den ihr Miljena serviert hatte und hielt es vor das Maul des Welpen, welcher es sofort hinabschlang. Natürlich teilte sie sogar das eigene Wasser mit ihm.

Grinsend blickte sie erneut zu Miljena.
"ALso, ich werde ihn natürlich behalten und da du dich hier befindest und Russin bist kriegt er einen wahren Russischen Namen... ", da der Welpe in diesem Moment direkt über Elizas Gesicht schlabberte - fand sie genau den richtigen.
"... IVAN der Schlabbernde!"




@Miljena A. Iwanow

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#32

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

15.11.2023 09:19
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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"Bei dem Zeug hier, kann ich es dir nicht verübeln", entgegnete die junge Russin und schob das Glas zur Seite. Miljena trank gerne einen Schluck, am liebsten Vodka, was durchaus an ihrer Herkunft liegen mochte. Aber der selbst gebrannte, war selbst für ihren Gaumen zu bitter. "Wenn du Pech hast?" Miljena lachte kurz auf, "Volchitsa, an manchen Abenden ist das genau der Grund warum man trinkt." Dabei war auch Zima niemand, der sich oft bis zur Besinnungslosigkeit benebelte. Wenn sie Alkohol trank, dann achtete sie darauf, dieses leichte Gefühl des beschwipst seins, nicht zu übersteigen. Vor allem dann nicht, wenn sie nicht das Gefühl hatte, in einer sicheren Umgebung zu sein.
Miljena legte kauend den Kopf nach hinten und sah sie an. "Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen, selbst du, aber ich verstehe wenn du nicht viel darüber Preis geben willst. Meine Mutter lebt noch." Erklärte die junge Russin und schnitt sich noch ein Stück Schinken ab. Miljena ging nicht davon aus das ihrer Mutter in der Zwischenzeit etwas passiert wäre. Sie wähnte sie in Sicherheit bei Negan, im Schutz der Kolonie. Nein, daran verschwendete sie keinen Gedanken.
Auch Zima wurde auf das leise Fiepen aufmerksam. Und als Eliza aufstand um dem Geräusch auf den Grund zu gehen, folgte ihr die Russin zu der verschlossenen Tür. "Ich denke du hast alle Zimmer kontrolliert." Zischte sie und zog ihre Waffe um ihre Begleitung zu Decken, wenn sie die Tür öffnete. Wer wusste schon was hinter der Tür zum Vorschein kommen würde? Miljena rechnete mit allem...

Eliza öffnete die Tür und Miljena war bereit ihre Waffe abzufeuern, doch alles was sie fanden war ein kleines Fellknäuel. Und während Eliza sich völlig begeistert um den Hund kümmerte, schob die junge Russin ihre Waffe zurück in den Holster. Miljenas Blick zeigte Unverständnis. "Pozdravlyayu*", meinte sie trocken und ging zum Tisch zurück und setzte sich wieder. Sie beobachtete wie Eliza mit dem Welpen umging und versuchte das Verhalten zu verstehen. In ihren Augen war es nur ein Hund. Ein Tier. Im Notfall, eine lebende Nahrungsration. Oder, gut Ausgebildet, ein Werkzeug. Warum ihre Begleitung so auf das Tier reagierte, konnte sie nicht verstehen. "Wenn du ihn abrichten willst, darfst du ihn nicht verziehen." Meinte sie knapp und dachte an die Hunde ihres Onkels, die abgerichteten Wachhunde jagten manchem Besucher Angst ein. Und auch mancher Besucher machte Bekanntschaft mit ihren Zähnen. Die Russen waren in der Hinsicht nicht zimperlich gewesen. Als sie ihm den Namen gab, zeigte sich in Miljenas Gesicht jedoch so etwas wie ein sachtes lächeln. "Ivan Slyunyak", sagte sie, "der Name passt. Aber wenn er gleich in die Hütte scheißt, machst du den Mist weg." Zima legte die Beine wieder auf den Stuhl und entspannte sich etwas. "Für heute Nacht sollten wir sicher sein. Und morgen früh...", sie streckte sich, "... morgen früh, sehen wir ja ob wir noch leben."

@Eliza Bradshaw



*"Glückwunsch"






zuletzt bearbeitet 15.11.2023 09:19 | nach oben springen

#33

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

15.11.2023 14:09
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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"Ach, ich hatte schon immer Hunde, aber unser letzter verstarb noch vor der Apokalypse, aufgrund von hohem Alter, aber dieses kleine Ding hier ---- das wird so oder so überleben und groß und stark werden, genau so wie ich.", meinte sie lachend.
Sie konnte ihre Augen gar nicht mehr abwenden von diesem wunderschönen kleinen Fellknäuel und knuddelte die Ohren des Vierbeiners. Natürlich würde sie die nächsten Monate sehr gut auf den Kleinen aufpassen und darauf ahcten das ihm ja nichts passieren würde, das würde sie selbst auch nicht verkraften.
"Hunde, sind die einzigen Lebewesen, welche dir wirklich auch im Sturme treu sind, sie lügen nicht, verfälschen sich nicht und würden alles dafür tun dich zu verteidigen. Außerdem, kann man sie wirklich leicht in dieser Welt halten, solange man ihnen dann noch ein paar Sachen beibringt und sie mit dem Geruch der Beißer verdeckt, sind sie die besten Agenten hier draußen.", meinte sie.
Kurz hob sie den Kopf und schaute Miljena erneut - vollkommen grinsend an.
"Ist genau wie mit dem Beißerblut. Pack dir einen Poncho, tunke ihn ins Beißerblut, lass ihn trocknen - und schon hast du eine wunderbare Kleidung, mit welcher du durch jede Horde kommst, egal ob es regnet oder nicht, pass deine Bewegungen an und du kannst alles machen was du willst. Das haben wir damals schon bei den Pfadfindern gelernt. Solange die Natur denkt, das du ein Teil von ihr bist und dich mit ihr bewegst, dann kannst du zum Jäger unter den Gejagten umhergehen. Das was gleich riecht, wird bei der Tierwelt eben geliebt. Und die Beißer reagieren auf den Klang und deren Riechorgane, das Blut zieht sie an, genau wie der Lärm. Am Ende, haben wir es vielleicht mit Toten zu tun, aber alles ist eine Ressource, welche dich entweder länger leben lässt oder dich deutlich schneller tötet.", sprach sie als wäre es das normalste der Welt.
"Und glaub mir, ich habe genug Taktiken entwickelt um in dieser Welt --- mich selbst nicht zu verlieren, auch wenn ich manchmal vergesse wer ich bin und alles säubern will, das mir über den Weg kommt. Die Rache und der Blutdurst lebt schon seit unserer Geburt in uns. Manche denken Liebe sei der größte Ansporn in dieser Welt, aber Rache --- und Hass, hat immer einen Grund der Liebe. Die Liebe zum Überleben. Die Liebe all jene zu beschützen die man gerne hat, erzeugt ein Rachegefühl, das jeden Schmerz tötet und dich jede Scheiße überleben lässt.", erklärte sie nüchtern und gab dem Welpen dann noch mehr von ihrem Schinken, da sie selbst wusste das der Welpe dringend Nahrung benötigte.

"Ich weiß das wir morgen früh noch überleben werden. Das Haus ist gesichert, ich werd mich in meinem Schlafzimmer einsperren und meine Waffen bereit halten. Hoffen wir mal das nur Beißer'chen vor der Türe landen und keine anderen Menschen, Menschen sind --- deutlich nerviger, wenn es ums Überleben geht. Lieber würde ich von einer Horde angegriffen werden als von einer Truppe Soldaten..."




@Miljena A. Iwanow

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#34

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

15.11.2023 22:11
Miljena A. Iwanow Miljena A. Iwanow (gelöscht)
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"Meine Familie... mein Onkel, hatte auch Hunde." Erzählte Miljena und streckte sich etwas. "Aber das waren keine Hunde zum streicheln." Selbst sie hatte damals einen Heiden Respekt vor den Tieren gehabt, die nur auf ihren Onkel hörten. Die junge Russin selbst hatte nie viel übrig für Hunde oder Haustiere generell. Vielleicht auch weil sie nie die Chance hatte, welche zu halten. Ihre Prioritäten waren immer anders gelagert. Ein Tier bedeutete auch eine gewisse Verantwortung und Sorge. Und in der Hinsicht war sie lieber frei und ungebunden.

"Treue hat immer seine Grenzen, auch bei Hunden"
, entgegnete sie, nachdem sie Eliza schweigend zugehört hatte und sah sie an. "Ein Hund der angst vor Gewitter hat, wird dich auch nicht verteidigen wenn Beißer vor der Tür stehen." Miljena schnitt sich noch etwas vom Schinken ab und schob sich ein Stück in den Mund, während sie den Vierbeiner beobachtete. "Woher weißt du, dass er nicht infiziert ist? Es hatte sicher seinen Grund das sie ihn eingeschlossen haben." Gab sie zu bedenken, wobei ihre Mundwinkel leicht nach oben zuckten.

"Du warst bei den Pfadfindern?" Fragte sie und wurde unweigerlich an die kleine Gruppe am Lake Michigan erinnert. Jene, die auf der kleinen Insel Campten, als die Welt unterging. Und genauso erinnerte sie sich an den alten Marine, der die Gruppe geleitet hatte. Am Ende hatte ihnen die Pfadfinderei auch nicht geholfen. Miljena fragte sich ob sie die Gruppe vielleicht kannte. Die junge Russin lenkte ihren Blick auf Eliza. "Warst du mal am Lake Michigan? Auf Manitou Island?" Fragte sie und achtete auf die unbewusste Reaktion ihrer Mimik. Sie glaubte nicht, dass sie damals auf der Insel war, als sie selbst dorthin kam. Die junge Russin würde sich sicher an sie erinnern, aber vielleicht war sie vorher einmal dagewesen. In den alten Tagen war die Insel ein beliebtes Ziel für Pfadfinder und andere Camping Gruppen.
"Beißer sind auch dümmer als Soldaten." Meinte sie nur knapp. "Ich will morgen weiter Richtung Norden und was ist dein Ziel?"

@Eliza Bradshaw






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#35

RE: "The Road" - Summer, '22 --- [ Miljena & Eliza]

19.11.2023 03:01
Eliza Bradshaw Eliza Bradshaw (gelöscht)
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Nächte waren immer schön das gefährlichste Abenteuer in eben dieser Welt. Unwissend ob man überhaupt den nächsten Tag oder die Nacht überleben würde. Nachdem Miljena die Worte zur Nacht sagte nickte Eliza entschlossen und grinste dabei über beide Wangen.

"Nun ja, keine Angst. Wenn er das macht, dann wird es einfach weg gemacht. Und ich weiß nicht wieso man ihn wegsperrte. Eventuell haben diese Hurenböcke auch einfach das gesamte Haus gestohlen und eingenommen? Wer weiß? Und ihn dann eingesperrt? Aber nun ja. Ich werde mir eines der Schlafzimmer oben gönnen und dann versuchen zu schlafen und falls dieser Kerl zurück kommt, den wir verjagt hatten, dann werden wir hoffentlich längst weg oder wieder wach sein."

Eliza sprach niemals über das was vergangen war oder explizit - sie wollte nicht in der Vergangenheit leben und sich dort auch nicht aufhalten. Jede Erinnerung zeigte nur den Verlust von geliebten Menschen oder den Toten. Wanderte sie deshalb immer unter eben jenen? Mit dem Hund müsste sie darauf aufpassen, aber es war ein leichtes Ivan anzupassen. Eventuell ein Halsband, durchtränkt von Beißerblut oder Stofffetzen? Normalerweise badete sie regelrecht im Untotenblut, wodurch sie regelrecht unsichtbar wurde. Dadurch fühlte sie sich, einfach - unverwundbar. Auch, wenn andere das Abstoßend finden würden. Das alles war ihr aber herzlich egal.

Mit schnellen Schritten ging sie in die obere Etage. Kontrollierte erneut die Schlafzimmer und schaute dann noch einmal aus dem Zimmer heraus.

"Keine Ahnung was ihr Russen sagt, aber Dobre Utre? Oder sowas? Schlaf gut. Lass dich nicht beißen oder stirb nicht an einem Herzinfarkt.", Kam es lachend über ihre Lippen.

"Also, wohin es mich zieht weiß ich nicht. Aber ich werde vermutlich einige Tage hier bleiben und alles befestigen. Das hier sieht wie ne ganz gute Basis aus um zu Überleben. Eventuell - heimisch werden. Die Bude befestigen... Es gibt genug Möglichkeiten eigentlich."




@Miljena A. Iwanow

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