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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
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@Miljena A. Iwanow & @Eliza Bradshaw
Wenn wir uns verlieben, dann fallen wir, in unser eigenes Grab.
Wenn wir auf jemanden und verlassen, hören wir auf alleine zu sein.
Jegliche Chance auf Liebe oder Glück, hatte ich längst verloren. Der Weg, auf dem ich ging war pure Verzweiflung. Alleine, die Einsamkeit reichte schon aus um mich wahnsinnig werden zu lassen. manchmal bildete ich mir sogar ein das die Beißer reden würden, aber das lag alles daran... an dem was vor drei Jahren passierte. Waren es wirklich sprechende Beißer gewesen oder war das alles nur ein Irrsinn, der sich in meinem Kopf gebildet hatte? Wer wusste das schon? Ich hatte seit eben diesem Tage mich nicht mehr getraut irgendwelchen Gruppen zu nähern, außer... ich brauchte Nahrung und wollte einen Tauschhandel treiben. Das Leben, war einsam und kalt. Aber dennoch dachte ich an die Worte meiner geliebten Großmutter. Manchmal wünschte ich mich zurück, zurück an diesen Ort - aber ich wusste auch das ich leben musste. Leben musste für meine Großmutter. Für meine Eltern, für all jene die ich auf diesem Weg verloren hatte.
Seufzend richtete ich mich auf. Der Wald wirkte so dunkel und leer. Die Straße irgendwie tot. In den Gräben, neben der alphastierten Straße erkannte ich die ein oder andere tote Leiche. Und mit tot, meinte ich wirklich tot.
Am liebsten, wäre es mir gewesen all diese Toten zu begraben, um ihre Seelen zu erlösen, aber war die Seele nicht längst erlöst? Ach, ich wusste nicht weiter. Manchmal dachte ich wirklich - das man noch an diesen Gott glauben musste, aber wieso hatte er uns dann so hinterlassen? War es eine Prüfung? Grandma meinte immer das Gott uns damit prüfen würde, aber heilige Scheiße. Was war das denn bitte für eine beschissene Prüfung?
Beinahe hätte ich lauthals geflucht - am liebsten HÄTTE ich sogar gebrüllt, aber was würde das schon bringen? Es würde doch nur die Beißer anlocken.
Gedankenversunken lief ich weiter. Schritt, für Schritt.
Die Dunkelheit dieser Sommernacht schien niemals anzufangen. Die Wolken, verdeckten die Abendsonne. Selbst den aufgehenden Mond erkannte man kaum. Es war dieses typische Wetter, das man niemals verstehen würde.
Mit meinem Wanderstock fuhr ich über den Aspalth, kickte einen kleinen Stein vor mich hin und hoffte darauf das irgendwas passieren würde.
Gab es überhaupt noch andere Menschen? Schon seit fast zwei Wochen hatte ich keine Siedlung mehr entdeckt. Keine Menschen. Nur die Beißer und diese Leichen in den Städten.
Nach fast einer guten halben Stunde gab ich es auf.
Ich fand endlich ein altes Fahrzeug, öffnete die Türe, die zum Glück nicht abgeschlossen war, und schaute erst einmal nach ob sich nicht eine lebendige Leiche darin befand. Das dauerte einige Zeit, da ich wirklich sicher gehen musste. Das letzte Mal hatte ich eine dieser Verwandelten sogar im Kofferraum erst entdeckt und ein anderes Mal hatte ein Verrückte mehrere abgeschlagene Köpfe auf dem Beifahrersitzt vergessen... oder zurückgelassen?
Ich hatte schon einige Erfahrungen hier draußen gemacht. Man konnte niemandem mehr trauen.
Umso mehr Zeit verging, umso mehr vergaßen die Menschen ihre Menschlichkeit. Als ich endlich sicher war das sich hier nichts weiteres befand, setzte ich mich auf den Fahrersitzt und spielte mit meinem Jagdmesser am Lenkrad der Karre. "... hmm... ich schrieb lieber ne Nachricht rein...", flüsterte ich leise. Dann nahm ich die Spitze Klinge und ritzte meinen eigenen Namen ins Leder, mit dem Datum. "... Ich war hier....", flüsterte ich erneut und grinste dabei. "... also egal was passiert, vergessen werde ich dadurch nicht..."
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Mit schnellen und Schritten hetzte Miljena durch den dichten Wald. Die letzten Sonnenstrahlen kämpften sich mühsam zwischen den dunklen Wolken hindurch und tauchten die Umgebung in ein gedämpftes Licht. Doch für Miljena war dies genau das, was sie brauchte - eine zusätzliche Tarnung, um ihre möglichen Verfolger abzuschütteln. Als sie mit einem eleganten Sprung über einen umgestürzten Baum sprang, verharrte sie regungslos in der Hocke. Ihr Blick schweifte umher, während sie auf jedes noch so leise Geräusch achtete. Der Wald schien ihr Geheimnisse zu flüstern, aber außer dem Rascheln der Blätter konnte sie nichts hören. Sie atmete tief durch und lächelte kühl vor sich hin, dieser Moment der Ruhe gab ihr neue Kraft. Sie nutzte ihn ausgiebig aus, indem sie mehrmals tief Luft holte und ihren Körper wieder ins Gleichgewicht brachte. Dann richtete sie ihren Blick gen Himmel, es würde nicht mehr lange dauern bis zur Dämmerung; die Nacht würde bald hereinbrechen. Vielleicht hatte Miljena noch ein oder zwei kostbare Stunden Zeit, bevor die Dunkelheit einbrach. Noch einmal wagte sie einen vorsichtigen Blick zurück in Richtung des Wegs, den sie gekommen war, doch dort war niemand zu sehen.
Entschlossen richtete sich Miljena auf und sah sich um. Zwischen den dicht stehenden Bäumen konnte sie einen schmalen Pfad erkennen, der zum Waldrand führte. Und dort – fast parallel zu ihr – erstreckte sich eine Straße. Ihre Augen erkannten einige Autowracks am Straßenrand, was ihr erneut ein Lächeln entlockte - die Straße war eine willkommene Abwechslung. Jede Straße führte irgendwohin. Und sie hatte Informationen darüber erhalten, dass diejenigen, die sie suchte, sich mit einem Motorrad fortbewegten, vielleicht auf dieser Straße! Ein Funken Hoffnung glimmte in ihrem Inneren auf. Miljena setzte ihren Weg fort und folgte dem Pfad Richtung Straße, immer darauf bedacht, keine Spuren oder Hinweise für ihre möglichen Verfolger zurückzulassen.
Vor einigen Monaten hatte Miljena die Sicherheit der Kolonie hinter sich gelassen. Obwohl sie noch jung war, vielleicht sogar zu jung in den Augen vieler, um alleine umherzuziehen, fühlte sie tief in ihrem Inneren diesen unstillbaren Drang nach Selbstbestimmung. Trotz ihrer Jugend hatte sie bereits so viel erlebt und erreicht - doch das schien für ihre Familie nicht ausreichend zu sein. Ihr Onkel, ihre Mutter und selbst Negan hatten stets versucht, Miljena von allen geschäftlichen Angelegenheiten fernzuhalten. Es lag im Willen ihres einst mächtigen Onkels begründet, dem sich auch ihre Mutter niemals widersetzt hätte. Ihre Familie verkörperte alles Konservative der alten Welt: Traditionen wurden hochgehalten und Frauen waren bestenfalls dazu bestimmt, zu heiraten und Erben in die Welt zu setzen, nicht aber die Familiengeschäfte zu leiten. Doch Miljena hatte immer andere Pläne gehabt. Sie wollte mehr sein als nur "ein Mädchen", das an den Seitenlinien des Lebens verharrte. Ein Teil davon war Valerie gewesen - ihr kleiner Sperber, wie sie sie liebevoll nannte. Sie war auch der Grund dafür gewesen, dass Miljena heute auf dieser verlassenen Straße stand; denn das Letzte, was sie von ihr hörte, war, dass sie mit einem Biker durchgebrannt sei. Sie konnte sich genau vorstellen, um wen es sich dabei handelte, was ihren Zorn nur mehr entfachte.
Und nun befand sich die junge Russin auf einer Jagd wie eine Wölfin ohne Gnade oder Rücksichtnahme auf Verluste. Sie würde nicht eher ruhen bis sie ihren kleinen Sperber gefunden hätte. Ihr eiserner Wille trieb sie voran und sie würde sich von nichts und niemanden aufhalten lassen. Selbst die einbrechende Dunkelheit der Nacht konnte ihre Entschlossenheit nicht trüben. Sie war eine Kämpferin durch und durch - eine junge Frau mit einem unbeugsamen Willen, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken würde, um ihre Ziele zu erreichen. Jede Herausforderung nahm sie als Gelegenheit wahr, um sich und ihre Fähigkeiten zu beweisen.
Mit langsamen, fast bedächtigen Schritten folgte sie der Straße. Immer bereit für den Ernstfall führte sie stets eine Hand an ihrer Armbrust, die sicher mittels eines Schnellspanngurtes an ihrer Seite befestigt war. Auf ihrem Rücken lastete ein schwerer Rucksack - er enthielt all ihre Habseligkeiten und alles von Wert in dieser Welt.
Miljena stand alleine auf der verlassenen Straße, ihre Augen fixierten die Überreste von Autowracks am Rand. Es war ruhig um sie herum, sogar die Beißer hatten sich aus diesem Gebiet zurückgezogen. Sie wusste, dass es Zeit war, einen Schlafplatz für die Nacht zu finden und sich auszuruhen. Ihre Kräfte mussten geschont werden. Ihr Blick wanderte zum Himmel und sie betrachtete einen einsamen Vogel, der majestätisch seine Kreise zog. Doch plötzlich erstarrte Miljena in ihrer Bewegung. Sie hatte eine leichte Bewegung im Augenwinkel erfasst, oder bildete sie sich das nur ein? Müdigkeit konnte einem Streiche spielen.
Die junge Russin blieb regungslos stehen und lauschte angestrengt in die Stille hinein. Dann geschah es: In einer blitzschnellen Drehbewegung wirbelte Miljena herum und hob dabei ihre Armbrust hoch, bereit zum Angriff. Ihre blauen Augen funkelten kalt vor Entschlossenheit während sie den Bereich um sich herum absuchte. Von Wrack zu Wrack bewegte sie langsam ihre Armbrust mit geübter Präzision, immer auf der Suche nach ihrem Ziel. Die Umgebung schien stillzuhalten als wäre alles eingefroren; nichts durfte jetzt unentdeckt bleiben. Sie kannte keine Gnade und würde jeden Angreifer mit tödlicher Präzision ausschalten.
"Svinka, Svinka, vykhodi*", flüsterte sie leise und bedrohlich kalt, während sie sich langsam auf die Wracks zubewegte. Jeder Schritt war von einer Aura der Unheil verkündenden Entschlossenheit begleitet. Doch dann stoppte sie abrupt in ihrer Bewegung. Hinter der verdreckten Windschutzscheibe eines der Wracks hatte sie einen Kopf ausgemacht - ein menschlicher Kopf? Oder doch nur ein gefangener Beißer? Ihre Augen verengten sich finster und fixierten ihr Ziel.
Mit fester Stimme sprach sie nun lauter zu dem Wagen vor ihr: "Ey, ty! Ty yeshche zhiv ili uzhe umirayesh'?**". Die Worte hallten durch die Stille. War da noch Leben oder näherte sich bereits das Ende?
Die junge Russin wusste genau, wie man mit solchen Situationen umgehen musste. Sie kannte keine Gnade - egal ob es sich bei ihrem Gegenüber um einen Beißer oder einen Menschen handelte. Doch gleichzeitig war sie auch kein Monster ohne Moral oder Mitgefühl. Sie tötete selten wahllos oder zum reinen Spaß an der Gewalt. Auch wenn es Menschen gab, die genau dies von ihr behaupteten.
Ein emotionsloses Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen; es spiegelte wider, was viele als eine bedrohliche Gleichgültigkeit interpretieren würden. Doch hinter diesem Lächeln verbarg sich ein tiefer Schmerz, der sie geformt hatte. Die junge Russin verlangte nach Gewissheit. Sie wollte wissen, ob es noch Hoffnung gab oder ob nur die Dunkelheit des Todes auf sie wartete. "Wenn du noch lebst", sprach sie mit eindringlicher Stimme und einem Hauch von Ungewissheit in ihrer sonst so festen Haltung, "gib dich zu erkennen... oder mach deinen Frieden mit Gott." Eine kalte Aura umspielte ihre Worte und ließ keinen Zweifel daran, dass sie es ernst meinte.
Ihr Blick durchdrang die Windschutzscheibe und suchte verzweifelt nach einer Regung - sei es Angst oder Überlebenswillen. Die Sekunden vergingen wie Stunden in dieser beklemmenden Stille. In ihrem Herzen wusste sie jedoch bereits: Wenn das Leben nicht mehr vorhanden war, würde auch dieses Wrack dem Untergang geweiht sein, genauso wie alles andere in dieser düsteren Welt voller Gefahren und Verluste.
*”Schweinchen, Schweinchen, komm heraus”
**”Hey du! Lebst du noch oder stirbst du schon?”


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Die alten Autowracks, waren teilweiße immer noch tödliche Fallen, aber jetzt nach fast 9 Jahren Apokalypse, war eigentlich alles tot oder vergammelt. Vor allem die ehemaligen Besitzer die sich eventuell immer noch in eben diesen aufhielten. Dennoch fand ich uralte Snickers oder kleinere Teile oder Kabel, welche ich schnell und gut mit anderen Kolonien gegen andere Ware austauschen konnte. Meine Zeit als Pfadfinderin hatte mir immer wieder gezeigt das so mancher kleine Kram, für andere ein wahrer Goldschatz werden konnte. Ich war inzwischen müde geworden, streckte mich etwas in dem Autowrack. Doch langsam, umso dunkler es wurde, umso mehr wurde mir bewusst das sich irgendetwas verändert hatte. Irgendetwas erschien mir seltsam. Aber was war es?
Vielleicht sollte ich einfach meine Ohren besser öffnen. Vorsichtig lugte ich aus dem Auto heraus, die Türe immer noch weit offen, da ich es hasste in geschlossenen Räumen mich aufzuhalten. Alles, was einem das Gefühl von Gefängnis gab, war etwas das mich verdammt beunruhigte. Ich brauchte eben einen Platz, an dem ich immer genau wusste das ich irgendwie fliehen konnte.
Doch diese wunderbare Stille, wurde zu gleich von einer fremdartigen Stimme durchbohrt. Alleine schon die Worte, wirkten so aggressiv, fast schon angsteinflößend. War das russisch? Schon lange hatte ich keine fremden Sprachen mehr gehört und alles was ich auf russisch sagen konnte war... Vodka? Eventuell sogar noch hallo, aber alles was ich sprechen konnte war englisch und amerikanisch. Also war es nicht gerade etwas, das ich verstehen konnte.
Und für mich, als Unwissende wirkte es aggressiv - fast schon provokativ, als ob jemand... etwas wollte oder verlangte. Vorsichtig lehnte ich mich mehr aus der Karre heraus und griff mit meiner rechten Hand zu meinem Seitenholster. Meine Flinte, befand sich zwar neben mir, würde mir aber auf diese Distanz absolut nichts bringen.
"Fuck... da ist wirklich jemand.", flüsterte ich zu mir selbst. Langsam stand ich auf, bewegte mich im sicheren Schutz um das Auto herum und fixierte die fremdartige Person, einige Autowracks entfernt. Natürlich hatte ich nicht alle untersucht, also entweder gab es noch jemanden der sich hier versteckte oder es waren wieder die typischen Beißer, die das Unglück hatten sich in einem dieser Wracks sich zu befinden. Nichts, das man wirklich - erleben wollte.
Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #2- Die Stimme der Fremden wirkte zwar direkt, aber gleichzeitig wirkte - es irgendwie auch unsicher. Ich hatte schon immer eine gute Menschenkenntnis gehabt, aber eventuell war es auch einfach der Dialekt. Ich hingegen blieb kalt. So wie immer, distanziert war das einzige das ich mittlerweile noch wirklich konnte. Nach all den gefahren, hatte ich nur einen Willen und der war folgender : Überleben. Vorsichtig lauschte ich mehr.
"Wenn du noch lebst"
Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #2- als die Frau das dann aber sagte musste ich lachen, dabei vergaß ich vollkommen meine eigene Deckung, da mein Lachen mich wohl oder übel verraten würde, dennoch blieb ich gelassen.
"gib dich zu erkennen... oder mach deinen Frieden mit Gott."
Wäre diese Frau vollends durchgedreht oder hätte jemanden töten wollen, hätte sie sicher das Beißerchen in der Karre längst erschossen.
Eventuell war es eine Diebin, oder ebenso wie ich eine einsame Wölfin, auf der Jagd nach dem nächsten bisschen Brot.
"Ich glaube kaum das ein Beißer in einer Karre dir antworten wird, außer vielleicht mit einem kleinen -- RAWR --, da sie jeden zum Fressen gern haben., antwortete ich der Frau direkt. Meine Hand lag weiterhin auf dem Halfter meiner Knarre, nicht zögernd, sie notfalls auch zu benutzten, aber ich war absolut kein Fan davon jemanden zu erschießen, wenn es nicht nötig war. Eigentlich, hatte ich auch bisher keinen Menschen direkt getötet, lediglich erlöst. Hatte wohl oder übel Glück, das ich noch kein Mörder geworden war. Und ich hoffte auch das sich das niemals ändern würde. Für mich waren nur die Beißer meine größte Gefahr, mit Menschen, hatte ich nur Gute gehabt, dennoch musste man immer auf Nummer Sicher gehen. Das hatte mir jedenfalls meine Großmutter immer beigebracht.
"Also, wenn ich du wäre. würde ich mich von dem Wrack entfernen, außer du willst den Beißer endlich erlösen oder ihm oder ihr, was auch immer es ist, ... irgendwie helfen?", manchmal hatte meine sarkastische Art nicht - wirklich eine gute Betonung, es könnte gehässig oder auch gemein wirken, aber so war das absolut nicht gemeint.
@Miljena A. Iwanow
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Die junge Russin hielt ihre Waffe bereit und fixierte weiterhin das verwitterte Autowrack vor sich. Auf den ersten Blick war nicht erkennbar, wer oder was im Inneren des Fahrzeugs saß. Wenn Miljena jedoch sicher gewesen wäre, dass es sich um einen Beißer handelte, eine Kreatur, die nur noch ein klägliches Überbleibsel ihres Lebens darstellte, hätte sie keine Sekunde gezögert. Doch dann gab es eine weitere Bewegung, nur einen flüchtigen Schattenhauch, gefolgt von... einem Lachen? Miljena hatte genug Erfahrung um nicht in einer plötzlichen Reaktion herumzufahren und damit demjenigen Grund zu geben abzudrücken. Die junge Russin ging immer vom Schlimmsten aus und heutzutage schien fast jeder bewaffnet zu sein.
Langsam drehte sie ihren Kopf in Richtung der Stimme, während ihre Armbrust weiterhin auf das Auto gerichtet blieb. Sie identifizierte schnell die Quelle der Stimme: Eine junge Frau stand nur wenige Meter entfernt hinter einem Wrack in Deckung. Von ihrer Position aus konnte Miljena nicht genau erkennen, ob die Frau eine Waffe trug oder nicht, doch das bedeutete keineswegs die zwangsläufige Abwesenheit einer Waffe.
Schweigend blickte sie zur jungen Frau hinüber und suchte dabei ihre unmittelbare Umgebung nach möglichen weiteren Personen ab, die sich ebenfalls hinter einer Deckung verborgen haben könnten, doch Miljena konnte niemanden entdecken. Noch ein Augenblick verging ohne jegliche Bewegungen seitens der Russin, während sie die Frau reden ließ und sich selbst keinen Millimeter bewegte. Ihre Haltung hatte etwas Lauerndes angenommen.
"Und wenn ich du wäre, würde ich jetzt keine hektische Bewegung machen", erwiderte die junge Russin emotionslos. Noch immer suchten ihre Augen nach weiteren Anzeichen von Aktivität, jedoch konnten keine weiteren Bewegungen von ihr wahrgenommen werden. Miljena wog ihre Optionen ab. Wenn die Frau ihr Böses wollte, hätte sie nicht mit einem Lachen ihre Position verraten. Und wenn es doch noch jemand gab, der ihrer Wahrnehmung entging, dann wäre es äußerst unklug gewesen, ihren Bolzen zu riskieren und sich möglicherweise eine gezielte Kugel einzufangen.
Also ließ die junge Russin langsam ihren Finger vom Abzug gleiten und entfernte vorsichtig ihre rechte Hand von der Armbrust. Der Beißer im Inneren des Autos stellte vorerst keine Bedrohung dar, ansonsten wäre er längst herausgekommen. Nein, für Miljena ging die Gefahr momentan von der jungen Frau aus - eine Fremde, deren Absichten oder Motive sie nicht kannte.
"Ich habe nicht vor dir etwas anzutun... solange du mich nicht dazu zwingst", sprach sie in Richtung der Unbekannten, während ihre Augen weiterhin aufmerksam nach jeder kleinsten Regung Ausschau hielten. Ihr energischer Ton ließ keinen Raum für Zweifel: Sie meinte es ernst. Für Miljena war das Töten von Menschen nichts Neues. Wenn es ihrem Ziel diente, schreckte sie, trotz ihres jungen Alters, vor nichts zurück - eine Eigenschaft, die wohl auf ihre Herkunft und ihre bisherigen Lebensumstände zurückzuführen war. Dennoch handelte sie niemals wahllos oder aus bloßer Freude am Morden. Es musste stets einem höheren Zweck dienen; oft genug ihrem eigenen.
“Bist du alleine?”, fragte sie misstrauisch und mit äußerster Vorsicht.


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Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #4
"Und wenn ich du wäre, würde ich jetzt keine hektische Bewegung machen"
Die Worte der Russin ließen mich grinsen. Jeder der in Zeiten wie diesen nicht einen mit der Waffe begrüßen würde, wäre wohl oder übel ein Psychopath. Nur diejenigen, die wussten wie sie sich zu verteidigen hatten, waren am Ende doch irgendwie ehrlich oder nicht?
Jedenfalls begrüßte ich diese Vorsicht. Auch, wenn ich absolut keine Angst gerade verspürte, so hatte ich dennoch Respekt für diese junge Frau. Jeder der wusste wie man mit einer Armbrust umgehen musste, zeugte davon das eben diese Person Ahnung hatte. Es war nicht wie Bogenschießen, nein. Armbrüste waren präzise, lautlos, gefährlich. Schnell, handlich und je nach Model sogar wirklich effizient. Außerdem, war es nicht so lästig wie mit einem Bogen.
"Ich würde ja gerne einen alten Witz zitieren, davon das man sowas lieber nicht zu einem Menschen sagt, die eine Pistole bei sich trägt, aber was solls. Ich denke so oder so, hättest du direkt schießen wollen, dann hättest du längst die Waffe angehoben und abgedrückt, selbiges zählt natürlich auch für mich, da ich ohne zu zögern ansonsten zugeschlagen hätte. Aber, irgendwie muss man doch noch menschlich bleiben, oder nicht?"
Fast schon süffisant wackelte ich leicht mit meinen Augenbrauen und begutachtete die junge Frau kurz, um sicher zu gehen das sie nicht noch andere Mitstreiter hatte, welche mich auf dem Dunklen heraus angreifen könnten.
Aber, ich erkannte relativ schnell das es sich anscheinend nur um eine einzelne Überlebende handelte.
Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #4
"Ich habe nicht vor dir etwas anzutun... solange du mich nicht dazu zwingst"
Bei diesen Worten musste ich wirklich erst einmal kurz nachdenken. Ich fuhr mit meinen Fingen über meinen imaginären Bart und nickte stumm.
"Ich würde ja wieder erwähnen, das, wenn ich dich hätte töten wollen, das längst hätte tuen können, aber da ich es nicht tat, kannst du sicher sein das ich dir nichts antue. Außerdem, wäre es doch nur eine Verschwendung von Patronen und ich würde selbst Gefahr auflaufen die Beißer anzulocken und genau das, wäre wirklich beschissen. Nicht nur für mich, sondern ebenso für dich. Wollen wir beide nicht, was?"
Kurz atmete ich durch, um einen klareren Kopf zu bekommen. Es war ermüdend eine Maske zu tragen. Nach all den einsamen Monaten und Wochen, hatte ich das erste Mal wieder eine lebendige Person vor meinen Augen und irgendwie freute mich das auch, aber es verunsicherte mich ebenso.
So wirklich erklären konnte ich es aber dann dennoch nicht.
Zitat von Miljena A. Iwanow im Beitrag #4
“Bist du alleine?”
Ich erkannte einen Hauch von Misstrauen in ihrer Stimme. Aber das war natürlich.
So wie ich auf eben dieses Treffen reagierte war auch nur menschlich. Jeder hatte eine bestimmte Methode um auf andere Menschen zu reagieren.
"Nein, tausende Menschen befinden sich hinter mir, ... aber nein. Wieso sollte ich jemanden bei mir haben? Wölfe reisen alleine, das ist sicherer und schneller, außerdem muss man dann nicht seine Hängematte mit irgendwelchen Fremden teilen, da du mich das frägst, hast du sicher Hintergedanken oder nicht? Man weiß ja auch nie, was wirklich kommen kann oder was im Dickicht der Wälder schlummert..., verständlich also... aber wie steht es um dich. Ganz alleine hier draußen?"
@Miljena A. Iwanow
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Die Augen der jungen Russin hafteten unverwandt auf der Fremden, während sie mit all ihren Sinnen die Umgebung im Blick behielt. Wie selten war es doch, auf lebendige Menschen zu treffen! Und noch seltener waren diese Menschen alleine unterwegs, besonders hier, wo die nächste größere Stadt Meilen entfernt lag. Doch wenn Miljena darüber nachdachte, hatte sie auf der kleinen Farm, keine 10 Meilen von hier entfernt, tatsächlich Menschen getroffen. Eine seltsame Gruppe von Menschen zwar, aber dennoch Menschen. Sie hatte sich ihnen nur genähert in der Hoffnung, ihren kleinen Sperber bei ihnen zu finden. Oder vielleicht hatten sie sie gesehen? Doch dem war nicht so. Stattdessen führte ein Wort zum nächsten und am Ende verletzte sie einen von ihnen, um anschließend das Weite zu suchen. Genau deshalb hetzte sie nun durch den Wald und fand sich schließlich hier auf dieser einsamen Straße wieder. Und nun traf sie auf diese Frau. Ein Zufall? War es Schicksal oder ein Zeichen des Universums?
Miljena antwortete und griff dabei die Wortwahl der Fremden auf. Was vielleicht wie eine bedrohliche Melodie klang, war nichts weiter als ein leises Flüstern, das zur Vorsicht mahnte. Ihr Grinsen und ihre anschließenden Worte zeigten jedenfalls, dass sie ähnlich dachte. Und behutsam entfernte Miljena die Hand von ihrer Waffe. Sie hatte ihre Optionen abgewogen und mit einem Punkt hatte die Fremde recht: Hätte sie ihr Schaden zufügen wollen, dann hätte sie es längst getan. Die junge Russin hatte also nicht viel zu verlieren und lauschte ihr regungslos. Sie war vorsichtig wie ein Jäger, der seine Beute beobachtet.
Die Fronten schienen somit abgesteckt, blieb nur noch die Frage, ob sie alleine war. Miljena zögerte einen Moment, als sie die Antwort hörte, die in den Ohren der jungen Russin einem Wasserfall glich. Und noch während die Fremde erzählte, suchten ihre blauen Augen die Umgebung weiter nach Bewegungen ab. Aber nach wie vor konnte sie nichts ausmachen.
Ihr Blick legte sich wieder auf die Fremde.
"Да, ich bin alleine", entkam es schließlich bestätigend aus ihrem Mund, während sie ihre Armbrust langsam senkte und sich ihr zuwandte. "Du redest sehr viel. Hast ne seltsame Art von Humor." Stellte Miljena fest, während ein vages Schmunzeln ihre Lippen umspielte. Sie traute der Fremden noch lange nicht, aber sie war sich mehr und mehr sicher, dass sie hier tatsächlich alleine unterwegs war. Was aber noch lange nicht hieß, dass sie nicht zu der kleinen Gruppe auf der Farm gehörte. Es mochte doch ein großer Zufall sein, wenn dem nicht so wäre.
Die Armbrust gesenkt, schritt die junge Russin langsam auf die Fremde zu, um sie besser sehen zu können. Sie wollte wissen, welche Waffen und Ausrüstung sie bei sich hatte und sie auch besser einschätzen können. Denn hätte sie Gepäck dabei, wäre es doch unwahrscheinlich, dass sie zu besagter Gruppe gehörte. Hätte sie keines dabei, würde sie mindestens in der Nähe ein Lager haben.
Sie selbst trug ihre Armbrust an einem Schnellspanngurt, hielt sie aber noch in der linken Hand. Am Brustgurt ihres Rucksacks befand sich eine Glock in einem Halfter und an ihrer Seite baumelte jeweils ein Jagdmesser, sowie ein Köcher in welchem weitere Carbon Bolzen steckten. Ihr Tragesystem wie auch ihr Rucksack waren militärisches Equipment und nichts, was man in einem beliebigen Outdoor-Laden plündern konnte. Und auch wenn Miljena keine Furcht im Sinne von Angst verspürte, war sie vorsichtig. Sie schritt um den Wagen herum, welchen die Fremde als Deckung nutzte, hielt aber einen gewissen Abstand zu ihr ein.
"Was treibst du hier draußen? Noch dazu alleine?", fragte sie mit ruhiger, emotionsloser Stimme. "Hast du ein Lager in der Nähe?" Miljena musterte sie nun genauer. Ihre Augen durchbohrten die Fremde förmlich und erfassten jeden noch so kleinen Hinweis auf ihre Absichten.


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"Well, Well. Umso mehr man spricht umso mehr erfährt man über einen Menschen. Und so wie du dich die Gegend schaust könnte ich darauf wetten das du wirklich denkst das sich hier noch mehr Menschen befinden. Aber ich kann dir nur eines sagen, ich habe kein einziges Schwein hier draußen gesehen."
Mit ihren dunkle braunen Augen scannte Eliza ihre Gegenüber ab und merkte sich jede noch so kleine Kleinigkeit. Ihre Ausrüstung wirkte absolut nicht so wie ihre eigene. Das Mädel hatte hochmodernes Zeug und irgendwie beeindruckte sie das auch.
"Du hast einiges dabei, als ob du regelrecht darauf vorbereitet bist auf einen Krieg. Muss ich also scherzen das die Russen kommen? Scherz bei Seite. Es ist immer gut sich selbst bereit zu halten, vor allem in Zeiten in denen wir jetzt leben. Statt Schule, Beißerschlachten. Statt Vertrauen, Missvertrauen. Alles was wir tun, ist unsere Ärsche zu retten nicht wahr?"
Sofort griff Eliza dann nach ihrem alten Rucksack, den sie schon mehrmals mit Panzertape repariert hatte. Die Flinte, direkt neben das Auto gelehnt und an ihrem Rucksack könnte die junge Frau sogar das ein oder andere Ohr eines Beißeres erkennen. Es wirkte als ob Eliza Trophäen sammelte. Aber dem war nicht so. Solange ihr Rucksack nach Beißer stank würde sie von so manch anderem Beißer hoffentlich nicht erkannt werden.
"... Und nein, werte Dame ich habe weder ein Lager noch eine Ahnung warum ich hier draußen bin. Eventuell suche ich nach einem Weg endlich herauszufinden wieso man uns mit Zombies gesegnet hat? Eventuell hoffe ich darauf das ich einen offenen McDonald's finde und dann endlich wieder ein Happy Meal bekommen werde. Weißt schon. Wunderbar lecker, ... Aber alles was diese Welt uns neuerdings gibt sind DepressionMeals, nicht wahr? Du wirkst als wärst du gut ausgerüstet."
Wie ein Wolf, ging sie auf die junge Frau zu, schaute ihr dabei direkt in die Augen, dann fing sie an zu grinsen.
"Ich Wette du bist selbst auf einer Wanderschaft und weißt noch nicht so Recht wohin dich deine Füße tragen. Aber das sollte mir egal sein. Ich selbst bin schon seit drei Jahren fast vollkommen alleine und dennoch bin ich es nicht. Irgendwo gibt es immer eine Gruppierung bei welcher man sich Schlafen legen kann,... "
Aber so wirklich - wusste Eliza das auch nicht so ganz. Sie war viel zu beschäftigt mit ihren eigenen Gedanken, eventuell sprach sie deshalb auch so viel und kannte kein Komma und keinen Punkt. Das Leben die letzten Jahre war einfach nur beschissen gewesen. Verluste, Verluste und noch mehr Verluste.
Inzwischen wusste Eliza auch gar nicht mehr wo sie anfangen sollte aufzuzählen wie beschissen die letzte Zeit gewesen war. Einsam, alleine. Auf Abstand von jedem. Denn jeden Menschen den sie kennen gelernt hatte, war bisher gestorben. Eventuell fühlte sie sich sogar so einsam, das sie irgendwann einmal gar nicht mehr wissen und verstehen könnte das es noch gute Menschen gab denen man sich anschließen könnte. Aber das war eben immer so eine Sache.
"... Also. Erneut. Um deine Fragen zu beantworten, ja. Ich bin eine Wölfin, ohne Heimat. Die sich ganz einfach auf den Weg gemacht hat um ein Ende zu finden. Irgendwo, irgendwann, werde ich meine Heimat finden und schlafen gehen und eigentlich dachte ich das, das hier der perfekte Ort sei. Aber Autos sind nicht gerade bequem und darin zu schlafen furtlicherlich nervig..."
@Miljena A. Iwanow
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“Да”, erwiderte die junge Russin in ihrem typisch, emotionslosen Ton. Dennoch umspielte ein vages Lächeln ihre Lippen, bei dem erneuten Redeschwall der Fremden. Seltsamerweise störte es Miljena nicht. Vielleicht lag es an der Wahl der Worte, oder wie die Fremde sie aussprach. Vielleicht lag es auch an ihrer Ausstrahlung. Miljena war niemand, der direkt viele Worte mit jemandem wechselte. Sie beschränkte sich auf das Nötigste und kam gerne direkt zum Punkt. Die letzten, wirklich langen Gespräche, hatte sie mit ihrem kleinen Sperber geführt, aber das war lange her.
Ob gewollt oder nicht, aber die Fremde gab ihr die Antwort auf eine Frage, welche Miljena als nächstes gestellt hätte. Nämlich die, ob sie hier jemandem auf ihrem Weg begegnet wäre. Doch dem war anscheinend nicht so. Die junge Russin ließ ihren Blick noch einmal wandern, ehe sie ihn erneut auf die Fremde legte. Sie betrachtete sie eingehend, während diese schon wieder zum reden ansetzte. Und diesmal schaffte sie es, mit ihrem Scherz darüber, dass die Russen kommen, Miljena zu einem leichten Lachen zu bewegen. “Du hast wirklich einen seltsamen Humor, aber er gefällt mir.” Entgegnete sie, ehe sie einen kurzen Blick auf ihre Armbrust warf, “Да, ich bin gerne vorbereitet, bei dem was ich tue.” Miljenas Augen wanderten über die Ausrüstung der Fremden, ihren Rucksack, ihre Waffen, ehe sich ihr Blick wieder auf ihr Gesicht fokussierte. Sie schien trotz allem in dieser Welt, eine unbekümmerte Einstellung zu haben, selbst wenn sie alles negative aufzählte.
Die Fremde kam auf sie zu und Miljena verspürte sofort diese gewisse Spannung in ihrem Körper. Ohne das man es hätte beobachten können, spannten sich ihre Muskeln. Lediglich in ihren Augen konnte man die vorsichtige Aufmerksamkeit in diesem Moment erkennen, die sich erst legte, als die Fremde sie angrinste. Sie sah Miljena direkt in die Augen und die junge Russin erwiderte den Blick. Ihre Mundwinkel zuckten leicht nach oben, während sie ihren Kopf leicht nach vorne beugte. Ihre blauen Augen blitzten für den Moment eisig auf, “Нет… du irrst dich Volchitsa. Ich weiß genau wohin ich gehe”, kam es fast schon flüsternd über ihre Lippen. Miljena konnte nicht sagen, woran es genau lag, aber die Fremde gefiel ihr und das auf verschiedensten Ebenen.
Ein tiefer Atemzug füllte ihre Lungen, als sie ihren Kopf wieder zurückzog und die Armbrust über die Schulter legte. Es folgte ein leichtes nicken. “Also Volchitsa, heute wirst du deine Heimat nicht mehr finden. Und als Schlafplatz ist dieser Ort genauso ungeeignet.” Erklärte Miljena und blickte sich kurz um. “Vielleicht noch eine Stunde, bis es dunkel wird, die Zeit sollten wir nutzen.” Meinte sie und wandte sich in die Richtung, aus der sie gekommen war. Die junge Russin würde noch ein paar Meilen zwischen sich und der Gruppe auf der Farm bringen wollen, ehe sie ein Nachtlager aufschlagen würde. “Bequemlichkeit ist eine Frage der Sichtweise.” Sagte sie und wandte ihren Blick über die Schulter in Richtung der Fremden.


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Worte gab es viele, verdammt viele und die junge Frau, hatte so lange nicht mehr gesprochen, das es einfach über sie kam. Wie sollte sie sich auch dagegen wehren, wenn es sich so befreiend anfühlte? Das letzte wirklich lange Gespräch hatte sie mit - mit wem hatte sie es überhaupt geführt? Eventuell vor drei Jahren, als sie endlich wieder eine Gruppe hinter sich hatte, der sie vertraute? Oder war es schon deutlich länger her? Mit den Händlern sprach sie kaum, denn sie wusste genau das so manches falsche Wort einen Handeln nur erschweren würde. Sie ging in Gebieten, in welchen andere Gruppen lebten, nahm sich was sie brauchte und hatte schon oft imaginäre Grenzen überschritten. Aber solange man nicht sagte, woher man bestimmte Dinge hatte, solange war man auch kein Dieb in eben diesem Gebiet oder nicht?
Jedes Wort, das ihr über die Lippen kam bedeutete für sie am Leben zu sein. Denn nur die Toten konnten nicht mehr sprechen. Lediglich die Toten würden für immer schweigen.
Als die Russin anfing zu lächeln nickte Eliza etwas, sie grinste sogar so breit das man denken könnte das sie wirklich lächelte. Es war als würde einiges an Eis brechen, aber dennoch trug Eliza eine Maske auf ihrem Gesicht. Eine Maske die niemals jemand wirklich sehen könnte. Eine Maske, die sie am Leben hielt und ihr selbst auch zum Schutz diente. So lange hatte sie eben diese schon aufgehabt,... Sie wusste gar nicht mal mehr so recht wer sie überhaupt noch war. War Eliza eventuell zu einer neuen Person geworden? Die Apokalypse hatte schon vieles mit den Menschen gemacht. Kannibalen. Mörder. Vergewaltiger. Sklavenhändler. Tausende Möglichkeiten - aber so wirklich, holte eben diese Zeit vor allem das grausamste aus den Menschen heraus.
"Immer gerne vorbereitet was?", Hakte Eliza direkt nach.
Sie lehnte sich gelassen an die Karre und schaute für einige kurze Momente hinauf in den dunkler werdenden Himmel.
Selbst jetzt, gab es noch tausende Sterne. So viele Geschichten könnten noch erzählt werden - aber was waren schon Geschichten. Am Ende, würde man sowieso zum Beißer werden.
"Ich bin immer vorbereitet. Lass den Feind niemals wissen, was du wirklich kannst und beherrscht. --- das hat mir jedenfalls immer meine Großmutter erzählt. Manche verstecken ihre Waffen, manche tragen sie offen. Genau so wie wir alle unsere Narben tragen, oder nicht? Und wer zeigt einem schon gerne das grässliche Angesicht von irgendwelchen Narben oder Waffen?"
Eliza belächelte ihre eigenen Worte gekonnt.
".... Volsischa?"
Als sie sich der jungen Russin genähert und sie dann deren Worte hörte zog sie fragend ihre rechte Augenbraue hoch.
Sie kannte dieses Wort nicht, aber irgendwie wusste Eliza schon das die junge Frau ihr das sicher erklären würde.
Dennoch, glaubte sie den Worten nicht.
Sie atmete kurz ein, seufzte.
"....ich glaube kaum. Wir wissen vielleicht wohin unser Kopf will. Die Logik führt uns, manchmal sind wir dennoch blind und denken wir suchen das Richtige, nur um das Falsche zu finden. Es ist wie mit den Beißen. Sie wandeln umher, ohne zu wissen wohin. Einzig alleine die Melodie von uns Lebendigen zieht sie an. Am Ende des Tages sind die Toten und wir Lebenden vielleicht ein und dieselbe Person."
Als die junge Frau dann von der Heimat finden sprach und das es dunkler werden würde schloss Eliza Bradshaw ihre Augen. Es war wie ein Stilles Gebet, an irgendeine Gottheit da draußen. Ein Hilferuf, endlich wieder eine Heimat zu findet. Eine Heimat, in welcher man sich wirklich wie Zu Hause fühlen würde.
"Glaub ich gern, aber was bedeutet schon Heimat? Alles verfallen, alles was aufgebaut wird, wird auch nur zerstört. Viel eher suche ich den Moment, an dem ich am Leben bin und so eine Karre ist wirklich ganz nett.", Sie wippte für eine Sekunde mit ihren Augenbrauen und griff sich dann auch schon ihren Rucksack.
"... Aber so wie ich die Karte gelesen habe, gibt es hier weit und breit nicht mehr viel. Eventuell ein oder zwei Farmen, also sind die Autos wohl oder übel die Beste Idee zum schlafen, auch wenn man... Mit viel Pech in Mitten einer verdammten Horde von Hurensöhnen landen kann.... Vielleicht sollte ich dir folgen, denn mein Weg - der geht einfach nur der Nase nach."
@Miljena A. Iwanow
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Ja, Wörter gab es viele und die Fremde schien sie alle zu kennen. Sie erinnerte die junge Russin damit noch mehr an jemanden aus ihrer Vergangenheit. Miljena hatte kein Problem mit Schweigen. Seit dem Untergang der Welt, war auch etwas mit ihr passiert. In dem kleinen Haus, in welchem sie mit ihrem Vater und ihrer Großmutter gelebt hatte, musste sie still sein, nachdem sie auch ihren Vater verloren hatte. Regungslos hatte sie auf dem Dachboden verharrt, schweigend. Schweigen bedeutet Schutz und das in jeder Hinsicht. Dennoch genoss Miljena gute Gespräche. So vermisste sie ihren Onkel und das Schachspiel mit ihm. Stundenlang haben sie Abends zusammengesessen und dabei geredet, gespielt und auch sich angeschwiegen. Selbst mit Schweigen konnte man viel aussagen. Aber das waren vergangene Zeiten und Miljena fand es müßig, ihnen nachzuhängen.
Lächelnd lehnte sich die Fremde an das Wrack und betrachtete den dunkel werdenden Himmel. “Да”, antwortete Milijena in leisem Ton und nutzte die Gelegenheit, sie noch einmal zu mustern. Sie betrachtete die Silhouette ihres Gesichtes, ehe sie langsam mit ihren Augen an der Fremden hinunter und wieder hinauf fuhr.
“Eine kluge Frau, deine Großmutter.” Entgegnete die junge Russin und neigte ihren Kopf erneut zur Seite. "Wer interessiert sich schon für die Narben anderer? Du?" Ihr Blick ruhte noch immer auf dem Profil der Fremden. Nein, sie war keine kaltblütige Mörderin, da war sich Miljena sicher. Sie konnte nicht genau sagen, was ihr das verriet, vielleicht waren es ihre dunklen Augen. Dennoch wirkte sie hart gesotten genug, um in dieser Welt zu überleben, was sie ja bereits damit bewiesen hatte, da sie noch lebte. Vielleicht gehörte sie noch zu den letzten guten Seelen dieser Welt. Diejenigen, die noch immer versuchen, etwas Menschlichkeit zu bewahren. Sollte es noch eine Chance für diese Welt geben, dann wären sie der Schlüssel. Große Hoffnung hatte die junge Russin jedoch nicht.
Ihr Gesicht verzog sich, als die Fremde versuchte, das Wort ‘Volchitsa’ auszusprechen.
“Да… Volchitsa”, wiederholte sie und ein leichtes Lächeln zeigte sich. “Vol-chit-sa”, sprach sie es noch einmal langsam aus. Eine weitere Erklärung blieb sie ihr jedoch schuldig. Stattdessen lauschte sie ruhig ihrem Seufzer und dann den weiteren Worten.
“Ich sagte, ich weiß genau, wohin ich gehe, nicht was ich dort finde.” Erklärte sie und schulterte damit ihre Armbrust. Aber die Fremde hatte durchaus recht. Miljena wusste nicht, was sie am Ende vorfinden würde, sollte sie überhaupt jemals fündig werden. Sie war sich nicht einmal mehr sicher, ob sie überhaupt fündig werden wollte.
Ihre Armbrust geschultert, warf auch sie noch einen kurzen Blick nach oben, auf den sich langsam verdunkelnden Himmel und wandte sich um. “Für jeden bedeutet Heimat etwas anderes. Ich glaube nicht, dass es so etwas noch gibt.” Erklärte sie kühl, während sie in die Richtung blickte, aus der sie eben auf die Fremde zukam. Die Heimat, die Miljena kannte, oder die Orte, welche sie als solche betitelt hatte, gab es nicht mehr. Das Haus ihres Vaters war es schon seit ihrer Kindheit nicht mehr. Das Lager der Gopniks wurde überrannt und selbst das Anwesen ihrer Familie, der Krasnaya Luna, war nur mehr ein Schatten der Vergangenheit.
Miljena blickte sie über die Schulter her an, konnte aber ihre Mimik und das Tanzen ihrer Augenbrauen nicht recht deuten. Der Blick der jungen Russin hatte für den Moment etwas Fragendes angenommen, eher sich wieder nach vorne wandte.
“Einfach nur der Nase nach…”, wiederholte die junge Russin leise und nachdenklich die Worte der Fremden. “Да, lass uns einen sicheren Schlafplatz suchen.” Sagte sie und begann langsam loszugehen. Miljena war es gleich, ob sie alleine oder in Gesellschaft unterwegs war. Es kam auch immer auf das Ziel, das Vorhaben oder die Gesellschaft an. Im Fall der Fremden aber genoss sie sie sogar, auch oder gerade weil sie war, wie sie war.
“Wenn du kein Ziel hast, warum ziehst du dann umher Volchitsa? Warum lebst du nicht im Schutz einer Kolonie?”, fragte sie nach einigen Momenten des schweigsamen Laufens. Ja, die Fremde war eine Wölfin, aber auch Wölfe suchten den Schutz eines Rudels.


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zuletzt bearbeitet 07.11.2023 09:43 |
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War diese Welt überhaupt noch zu retten? Gab es eine Möglichkeit in Ruhe alt zu werden oder jagte man viel mehr den Geistern der Vergangenheit hinterher? Eliza wusste nicht wohin der Weg sie führen würde aber sie wusste ganz genau das man sich nicht in der Vergangenheit verlieren sollte.
Jeder Gedanke an das Alte würde einen Menschen doch nur zeigen das man Dinge verloren hatte. So manche kompensieren ihren Verlust mit überzogenem Verhalten. Der Mensch verlor die Menschlichkeit und am Ende waren die Beißer mehr Menschlich als die jetztige Menschheit. Wenn man die Welt betrachtete - erkannte man sofort das man nur noch mit gezogener Waffe begrüst werden würden. Die Menschen hatten Angst, sie verteidigten alles und glaubten nicht mehr an das Gute. Und, diejenigen die es taten waren die ersten die erschossen werden würden.
Eliza hatte schon so einiges durchgemacht in den letzten Jahren. Viel zu viel.
Stumm öffnete die junge Frau eine ihrer Taschen, holte ein Stück Papier heraus und drehte alten Tabak in eine passende Form, dann holte sie einen der alten Filter heraus und zündete auch die provisorische Zigarette an. Sie atmete den Dampf ein, der sie vergessen lies wie beschissen die Welt geworden war.
"Narben, sind interessant. Sie zeigen einem so viel. Außerdem ist es Schwäche. Wenn ich weiß wo sich alte Narben befinden, erkennt man welche Gliedmaßen ein Mensch weniger beschützt und wo er eingeschränkt ist. Und glaub mir. Jeder hat Angst davor das sich eine Narbe wieder öffnet. Denn diese Erfahrung und das Wissen über den Schmerz der einmal da war, ist das größte Leid dieser Welt. Früher, da begrüßte man sich. Aber jetzt regiert nur noch die Angst in den Herzen dieser Menschen. In jedem."
Eliza atmete kurz durch. Die Stille wurde erst von ihrem kurzen Lächeln durchbrochen.
"Und weißt du, genau da fängt das Problem an. Krieg und Menschen. Gewalt und Hass. Das alles ist heutzutage ein Alptraum. Würden wir noch menschlich sein, würden wir alle zusammen halten und wieder etwas aufbauen können. Aber Menschen sind heutzutage nur noch eine Ressource zum Überleben und zum Sterben."
Mit einem langen Seufzen schnippte Eliza die Asche von ihrer Zigarette und richtete dann auch schon wieder den Blick zu Miljena.
"Heimat.", Wiederholte Eliza leise.
"Heimat ist Familie. Heimat sind vier Wände, ein Dach und die Wärme der Herzen. Eine Wärme die niemals erkaltet, selbst dann wenn uns diese Welt kalt werden lässt."
Wieder schnippte sie die Asche der Kippe auf den Boden und deutete dann mit der lodernden Spitze ihrer Zigarette auf die junge Russin.
"... Schlafplatz suchen klingt gut, irgendwo muss sich noch irgendwas befinden und bevor ich dir antworte - denk doch Mal selbst nach. Eine Kolonie ist nur eine Lüge. Jeder belügt sich, macht Dinge für das große Ganze. Aber schau dir diese Ruinen an. Vergewaltiger. Mörder. Letzteres sind wir wohl selbst alle inzwischen geworden... Man denkt nur an sich selbst. Und jeder Mensch dem wir vertrauen kann uns heutzutage töten, wenn man ihm genug bietet. Irgendwann einmal werde ich vielleicht einer Gruppe beitreten. Hab gehört irgendwo soll es so eine Insel geben, eventuell schau ich da Mal vorbei und handle einige Tage mit denen. Oder das Cottage, das sich auch irgendwo befindet.... Hab von einem Königreich gehört das irgendwann einmal verfallen ist... Und die Ruinen von anderen großen Zivilisationen... Davon fangen wir lieber nicht an oder?"
Als die Zigarette ausgeraucht war ließ Eliza diese auf den Boden fallen und trat den Stummel aus.
Sie umgriff ihre Waffe, griff nach ihrem Rucksack und schwang diesen sich auf den Rücken.
"... Also. Einfach weiter gehen, oder willst du auf nen Baum klettern und hoffen das du Nachts nicht runterfällst?"
@Miljena A. Iwanow
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Die junge Russin beobachtete, wie die Fremde einen Tabakbeutel heraus holte und begann sich eine Zigarette zu drehen. Etwas, dass Miljena einen skeptischen Blick aufsetzen lies. Sie rauchte nicht, hatte nie geraucht und würde damit wohl auch nicht anfangen.
"Du solltest nicht rauchen", entgegnete sie kühl und fixierte dabei den Blick auf die Fremde, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Umgebung richtete.
Miljena widersprach: "Нет, du brauchst keine Narben, um zu wissen, wo du einem Menschen Schaden zufügen kannst." Das war eines der wenigen Dinge, über die sie wirklich Bescheid wusste. Ihr Vater, ein ehemaliger Speznaz und Bodyguard ihrer Mutter, hatte ihr gezeigt, wie man sich verteidigt. Später waren es die 'Barkeeper', wie die Wachen bei der Krasnaya Luna genannt wurden, mit denen sie trainierte. Auch wenn das ihrem Onkel nicht immer gefiel. Und selbst von Negan hatte sie das ein oder andere gelernt – vor allem in Bezug auf Gruppenführung und die psychologischen Grundlagen des Kampfes.
Miljena konnte kämpfen, das stand außer Frage. Über die Jahre hatte sie ihren eigenen Stil entwickelt und dabei auch einige Narben davongetragen. Bei einem Kampf kannte sie keine Hemmungen; es gab nur den Sieg. Jedes Mittel war recht. Doch das hatte seinen Preis hinterlassen – auch an ihrem Körper.
Ihr Blick ruhte auf der Zigarette der Fremden, während diese einen Zug nahm und lächelte. Bei ihren Worten verzog sich Miljenas linker Mundwinkel schief nach oben. "Menschlichkeit ist nur ein weiteres Mittel, um andere zu kontrollieren. Es wurden genug Kriege im Namen der Menschlichkeit geführt - früher", entgegnete sie und schüttelte den Kopf.
Die junge Russin ließ die Fremde über das Thema Heimat sinnieren und behielt stattdessen immer wieder die Umgebung im Blick.
Schließlich schulterte sie ihre Armbrust und schritt langsam die Straße entlang. Sie blickte über die Schulter und hielt noch einmal inne. “Wenn du die Insel im Lake Michigan meinst, die gibt es nicht mehr.” Entgegnete sie emotionslos, wusste sie ja nicht welche Insel sie meinte. Doch als die Fremde das 'Cottage' erwähnte, verengten sich Miljenas Augen und ihr Blick heftete sich fest auf die Fremde. "Dort wirst du nur den Tod finden – früher oder später", sprach die Russin mit harter Stimme, fast schon gespuckt. “Aber ich kann dir den Weg dorthin zeigen.” Fügte sie nach einem Moment des Schweigens hinzu. Milljena hatte nicht viel für das Cottage oder Balar über, dass machte schon allein der Ausdruck in ihren Augen klar. Schließlich wandte sie sich erneut ab und marschierte langsam weiter.
“Да, wieso nicht Volchitsa?”, entgegnete sie ohne zu zögern, während sie weiterging, ohne sich umzudrehen. "Doch zuvor sollten wir noch ein Stück gehen." Miljena spürte den Drang, Abstand zwischen sich und der Gruppe von der Farm zu schaffen. Es waren nur wenige Schritte, die sie bereits zurückgelegt hatten, als ein Knacken aus dem Wald die Stille durchbrach. Plötzlich erstarrte Miljena in ihrer Bewegung, lauschte aufmerksam und drehte langsam ihren Kopf in Richtung der Fremden. Ihr Blick suchte nach einem Anzeichen dafür, ob auch sie dieses bedrohliche Geräusch vernommen hatten – leise und doch Unheil verkündend.


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"Ob ich den Tod finden werde, das steht in den Sternen, aber was bedeutet Tod eigentlich schon." --- Sie wusste nicht, was sie gegen die ganzen Leute dort hatte, da sie schon einige Male mit denen gehandelt hatte, aber sie würde sich niemals auf irgendwelche Zivilisationen festlegen. Wenn, sie einer Gruppe beitreten würde, dann nur, wenn sie wüsste das sich dort Menschen befanden denen sie wirklich trauen konnte.
Als das Geräusch aus dem Wald kam, ließ Eliza sofort ihren Rucksack fallen. Sie griff nach ihren Messern und zischte leise.
In Zeiten wie diesen musste man immer bereit sein, bereit für Angriffe und auch für die Walker, die sich doch ach so gerne über Reisende hermachten. Die Beißer waren schlimmer als die Kerle in den Highschools. Aber wenigstens konnte man heutzutage diese Beißer einfach töten, ohne das man dafür in den Knast kam. Eine wirkliche tolle Wendung von Ereignissen.
"Klingt als wären wieder einmal Beißer unterwegs, --- und das kann absolut nichts Gutes heißen."
--- Schon wieder wurde die Stille von einem Knacken durchbrochen. Nur Sekunden später, konnte Eliza den Geruch von getrocknetem Blut und Fäulnis in der Luft verspüren. Das was zuerst aus dem Wald kam, war ein Kerl oder eine Frau, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, die Arme bewegten sich seltsam, als wäre der Mensch nicht mehr Herr über sich selbst. Erst die Stimme des Wesens ließ klar werden, das diese arme Person gerade erst gebissen wurde. Jedes Knurren und Gluckern - zeugte davon das ihm oder ihr wohl oder übel die Kehle aufgebissen wurde. Dunkles, geronnenes Blut floß eben dieser Person aus der Kehle und dem Mond. Erst, als das Wesen aus dem Wald geschossen kam und das helle Mondlicht das Gesicht erleuchtete wurde klar, das noch viel mehr Beißer auf dem Weg waren.
Fluchend deutete Eliza mit ihren Messern auf Miljena.
Ein grausames Lächeln bildete sich so langsam auf den Lippen der jungen Frau, als ob sie genau für diese Momente lebte.
Die Grausamkeit, stach aus ihr heraus, denn immer dann - wenn die Gefahr nahe war, veränderte sich ihr Lächeln. Sie durchlebte die Trauer und den Schmerz, den sie schon so viele Jahre in ihrem Herzen trug und sinnte nach Rache. Rache, danach das diese Beißer ihr so viel genommen hatten. Jetzt verspürte sie keine Reuer mehr, jetzt hatte der Kampfinstinkt eingesetzt. Der Instinkt zu überleben.
"Sieht so aus, als hätte unser Gespräch die Hurensöhne angelockt und Gott weiß, wie sehr ich es begrüße."
--- Auf einmal wurde Eliza still, ihre dunkelbraunen Augen flackerten kurz auf, da das Mondlicht im genau richtigen Winkel in ihr Anglitz fiel.
"Entscheide dich, entweder kämpfen oder fliehen wir."
@Miljena A. Iwanow
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"Der Tot findet jeden von uns.", sagte die junge Russin monoton. Der einzige Unterschied war, dass einige früher und andere später sterben würden. In der heutigen Zeit hatte jede Entscheidung und jeder Schritt weitreichende Auswirkungen auf den Tod - entweder brachte man ihn näher oder entfernte sich davon.
Ein Geräusch ließ beide Frauen aufhorchen. Die Fremde zog ihre Messer, während die junge Russin bereits ihre Armbrust bereit hatte. Sie suchte mit ihren Augen den Wald ab, in Richtung des Geräusches. Bald darauf tauchte ein Beißer aus dem Unterholz auf. Miljena erkannte ihn als einen der Männer von der Farm, den sie zuvor verletzt hatte. Allerdings sah er nicht so aus, als wäre er daran gestorben. Sie blickte zur Fremden hinüber; ihre Haltung und ihr Gesichtsausdruck kamen der jungen Russin bekannt vor und ließen ihre Mundwinkel kalt nach oben zucken.
"Нет, nicht allein unser Gespräch.", korrigierte sie ohne jedoch noch nichts über die vorangegangen Ereignisse zu berichten. Tatsächlich hoffte Miljena insgeheim, dass die Verfolger bereits aufgegeben hätten.
Fliehen oder kämpfen? Miljena zögerte mit ihrer Antwort und hielt ihren Blick weiterhin auf den Wald gerichtet.
"Nur einer ist da - vier fehlen noch", sprach sie ruhig und mit eisig umwehten Worten.
Der Beißer näherte sich in unmenschlichen Bewegungen der Fremden an und gab dabei gurgelnde röchelnde Geräusche von sich. Dann gab es eine weitere Bewegung im Wald, schneller und flüssiger als die eines Beißers. Der Bolzen ihrer Armbrust wurde gelöst und zischte zielsicher in Richtung des Waldes. Kurz darauf war ein Aufschrei zu hören und Miljenas Kopf wirbelte zur Fremden herum. "Geh in Deckung!" rief sie ihr zu, während sie selbst hinter das Autowrack hechtete. Nur kurz darauf schlugen eine Kugel und ein Pfeil ins Wrack ein. Der Beißer schien in seinem natürlichen Instinkt verwirrt zu sein; er stolperte in Richtung des Schusses, wandte sich dann aber wieder der Fremden zu und beschleunigte...
"Wir wollen nur die Russin!", war nur wenige Momente später die Stimme eines Mannes zu hören.


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Das Lachen von Eliza wurde erfüllt von ihren leuchtenden dunklen Augen. Erst als sie die Stimmen vernahm musste sie lachen und breitete wie eine Wahnsinnige ihre Arme aus.
"Endlich, tanzen wir.", flüsterte sie wie eine Bestie. Sie schaute dem Beißer direkt in seine untoten Augen und sah dann auch schon über ihre Schulter zu Miljena. "Wer flieht schon, wenn wir heute sterben sollten, dann sterben wir. Aber glaub mir, unser Tanz geht weiter und weiter."
Eliza war kein normaler Mensch.
Die Zeit der Apokalypse hatte sie verändert, eigentlich war sie immer nett - zuvorkommend gewesen, mit einem Hang zum Fluchen, denn niemand fluchte so oft wie sie, wenn sie geärgert wurde. Aber jetzt, in der heutigen Zeit, in welcher sie schon so viele Menschen verloren hatte und auch ihre Familie nicht mehr gefunden hatte bedeutete das Leben nicht mehr viel.
Sie wusste genau eines : wenn das Leben zu Ende gehen würde, dann würde es zu Ende gehen.
Erst schlug ein Pfeil ein, dann eine Kugel.
"Ihr wollt die Russin ihr Söhne einer verdammten Hündin? Tja, kommt sie holen,...."
Mit der linken Hand deutete Eliza auf ihren Rucksack.
"Schnapp dir meinen Rucksack, da befinden sich ein paar Glasbehälter mit altem Sprit, koch mir ein paar der Molotows, dann machen wir diese Nacht zu einer brandgefährlichen..."
Schon seit Jahren, hatte die junge Frau ein Faible für die Flammen gehabt und was brannte in dieser Zeit schon besser und heller als ein wunderbares Gemisch aus Destilliertem und Benzin?
Als die Stimmen lauter wurden, schnappte sich Eliza den Beißer und hielt ihn vor sich, als wäre er das perfekte Objekt um Kugeln abzufangen, sie zog ihn zurück, hinter das Autowrack, direkt neben Miljena und hielt ihn fest, indem sie ihren Unterarm, der verstärkt mit Metallplatten war, in seinen Mund presste. Der Beißer versuchte sie, wie ein Welpe zu beißen, aber es würde nichts bringen.
"Ich hoffe sie kommen näher, dann wird unser neuer Freund ihnen zeigen, wie scharf seine Zähne wirklich sind."
Das Lachen auf den Lippen der Wölfin wirkte so freundlich wie zuvor. Aber dennoch, zeugten ihre Augen von einer purem - und tödlichen Kampflust.
"Wir machen ihnen ein wunderbares Willkommensgeschenk. Feuer, das Beißerchen. ... gibt es etwas schöneres als das?"
@Miljena A. Iwanow
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Die junge Russin war hinter dem Wrack in Deckung gegangen, als schon kurz darauf die erste Kugel einschlug. Dicht gefolgt von einem Pfeil. Ihr Blick ging zur Fremden, die da stand und die Arme lachend ausgebreitet hatte. Miljena warf ihr einen verständnisslosen Blick zu und zog den nächsten Bolzen aus dem Köcher an ihrer Seite.
“Was zur Hölle treibst du da?” Rief sie ihr zu und spannte die Armbrust. Gleich darauf zog sie den Rucksack der Fremden zu sich. Erneut schlug eine Kugel in das Wrack ein, als sich die Fremde mit dem Beißer ebenfalls in Deckung begab. Im ersten Moment wollte Miljena auf den Beißer anlegen, weil er sich scheinbar in den Arm der Fremden verbissen hatte, erkannte dann aber die Metallplatten.
Miljena hatte schon einige Kämpfe hinter sich, aber jemand wie die Fremde war ihr bis heute noch nicht begegnet. Auch wenn die Russin selbst manchmal wie eine verrückte und unberechenbar agierte, dann nur aus dem Grund, um Angst zu verbreiten. Bei der Fremden aber wirkte es so, als würde sie es absolut ernst meinen. Etwas, das Miljena auf der einen Seite imponierte, auf der anderen aber auch Sorge bereitete.
“Нет, kein Feuer. Wir wissen wer die Flammen alles sieht.” Entgegnete sie, als sie sich an den Anblick des Beißers gewöhnt hatte.
Ein Pfeil surrte durch die Luft, dicht über ihre Köpfe hinweg. Vorsichtig lugte sie über das Wrack hinweg ob sie etwas sehen konnte, doch kaum hatte sie ihren Kopf gezeigt, schlugen bereits die nächsten zwei Kugeln in das Wrack ein.
“Proklyatyy!” Fluchte sie und zog den Kopf wieder ein. Sie sah die Fremde an. “Sie müssen zu viert sein. Vielleicht zu dritt, wenn ich einen erwischt habe. Eine Langwaffe, eine Kurzwaffe… und der verdammte Bogen.” Zählte sie auf und sah die Fremde an die kurz davor schien, in einen regelrechten Kampfrausch zu verfallen. Etwas, dass Miljena so nicht kannte. Sie versuchte immer, den Überblick zu behalten und taktisch vorzugehen. Dennoch war sie in einer Hinsicht nicht anders wie die Fremde, sie scheute keinen Kampf.
“Да, Vodka.” Entgegnete sie mit einem kalten grinsen und lehnte ihren Hinterkopf gegen das Wrack. “Wir müssen sie aus der Deckung locken.” Meinte sie ruhig und überlegt. Dann sah sie die Fremde an, die den Beißer immer noch in festem Griff hatte. “Ruf den Typen zu, dass es mich erwischt hat. Sobald sie aus ihrer Deckung kommen lässt du den Beißer los. Dann schnappen wir uns die Bastarde. Да?” Sie sah die Fremde an, während noch eine Kugel in den Wagen einschlug und ein Pfeil in einen der Sitze einschlug. “Oder hast du eine besser Idee ohne gleich den Wald abzufackeln?”


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"Meinst du etwa wirklich das diese Männer oder Frauen oder was auch immer da draußen ist, aufhören würden, wenn ich ihnen dich anbiete? Sie würden sicherlich mich ebenso umbringen oder?"
Es war fragwürdig ob die Verfolger dann sich auch direkt auf diesen Austausch einließen.
Jedenfalls konnte Eliza ja auch nicht erahnen was für Menschen sich im Dickicht und Schutz des Waldes befanden. Waren es wirklich nur drei? Oder lauerten vielleicht viel mehr im Wald?
Eindringlich betrachtete Eliza die neu gefundene Freundin und grinste sie über beide Backen an. Ihr Blut war endlich wieder vollkommen in Wallung, solange die Angst und der Schrecken herrschte, vergaß man einfach was man bisher erlebt hatte und über diesen Moment war sie sogar mehr als nur dankbar. Mit ihrer freien Hand hielt Eliza den Kopf des Beißers fest und flüsterte dann auch schon zu dem Untoten Wesen.
"Du wirst bald ganz gut Fressen und wir wissen beide, das du nur die richtig jagen wirst, die Bluten... also wirst du dich fügen.", ihre Stimme wirkte so als ob sie mit einem echten Menschen sprechen würde --- in der Zwischenzeit trafen mehrere Kugeln das Autowrack.
"Wenn wir länger warten, werden die ihre Munition weiter und weiter verbrennen, was auch nicht schlecht ist. Aber da wir nicht wissen welche Waffen sie tragen, können wir auch nicht zählen wie viel Munition sie noch im Lauf haben, verdammte Hurensöhne...", zischte sie abfällig.
Es dauerte eine oder zwei Sekunden - dann kam Eliza endlich auch eine bessere Idee.
"Hey, wenn ihr Hurensöhne nicht aufhört zu schießen töte ich die Russin, dann habt ihr niemanden mehr den ihr abliefern könnt, wie wäre es also, das ihr eure Waffen schön runternehmt? Ich bin bewaffnet, sie ist bewaffnet. Und ich werde direkt in ihr hübsches Gesicht schießen, dann erkennt sie niemand mehr. Wer wird euch denn noch dann glauben, das ihr sie habt?"
Eliza zwinkerte dann der Russin zu, nahm mit der wieder freien Hand ihre Pistole und entsicherte diese.
"Aber das euch der Deal schmackhaft wird, werde ich sie anschießen,... ihr wisst ja. Kaputte Ware, bringt euch nichts mehr oder?"
Dann folgte wieder ein Zwinkern und Eliza drückte ab, schoss direkt in das Fleisch des Beißers, der sich aber nichts daraus machte, dennoch hörte es sich nach einem echten Schuss ins Fleisch an.
Sie hoffte darauf das Miljena direkt mitbekam was sie machen musste.
@Miljena A. Iwanow
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“Да, wahrscheinlich… oder schlimmeres.” Entgegnete die junge Russin und legte den Bolzen ein. Miljena ging nur von fünf aus, da sie auf der Farm eben auch nur die Fünf gesehen hatte. Womöglich waren sie eine Familie. Vielleicht waren da noch mehr. Vielleicht waren die Frauen im Haus. Das konnte sie nicht mit Sicherheit sagen. Sie sah das grinsen der Fremden und ihre Mundwinkel zuckten leicht nach oben. “Du bist verrückt”, schmunzelte sie kühl, als sie anfing mit dem Beißer zu reden, als wäre er ein alter Freund oder hätte überhaupt noch etwas Menschliches an sich.
“Oder sie umgehen uns”, gab Miljena zu bedenken, während noch eine weitere Kugel das Wrack traf. “Dein neuer Freund hier, gehörte zu denen.” Fügte sie emotionslos an und deutete auf Beißer.
Die junge Russin warf ihr einen fragenden Blick zu, als sie das Wort ergriff und zu den Angreifern rüber rief. Noch wusste sie nicht was sie vor hatte, sie tatsächlich erschießen, das glaubte die Russin jedoch nicht. Erst bei ihren weiteren Worten wurde ihr der Plan der Fremden bewusst. Und noch ehe Miljena sie davon abhalten konnte, drückte sie schon ab. Die junge Russin zögerte nur einen winzigen Moment, schrie dann aber auf, so als wäre sie wirklich angeschossen worden. Zudem stieß sie einige fluchende Worte auf russisch aus, ehe sie leiser wurde.
Dann erklang ein männliches lachen: “Scheiße kleine! Hast du ihr jetzt echt ne Kugel verpasst?”
Miljena stöhnte noch ein paar mal laut vor sich hin, ehe sie ihren Kopf zu ihrer Begleitung lehnte. “Ich glaube nicht das das Menschenhändler sind”, sprach sie leise, “das sind irgendwelche Hinterwäldler die sich auf ihrer Farm verschanzt haben.”
“Du gefällst mir Kleine! Hast Schneid, das muss man dir lassen!” Rief die Stimmer erneut zu ihnen rüber. “Hör zu! Uns ist ehrlich gesagt egal ob du da verreckst oder nicht, aber die Kommunistin hat unseren Cousin auf dem Gewissen. Von dir wollen wir nichts! Und so wie es aussieht, bist du jetzt allein!”
Die junge Russin verzog fragend ihr Gesicht. “Ich hab den Kerl nicht auf dem Gewissen", sprach sie leise vor sich hin und sah ihre Begleitung an. “Ich sag doch, dass sind angepisste Hinterwäldler.”
“Pass auf, wir holen sie uns und verschwinden! Was sagst du?”
Kurz darauf waren knackende Geräusche zu hören und Miljena löste die Schnalle an ihrem Brust Halfter. Sie entsicherte ihre Glock und stellte sicher, sie schnell ziehen zu können. Sie sah ihre Begleitung an, “wenn wir losballern, werden wir noch mehr Beißer anlocken und es wird bald dunkel. Kannst du was sehen?”


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"Hast du etwa etwas gegen Hinterwäldler?"
Sie selbst kam aus Montana, aus einem der kleineren Dörfern in welchem jeder jeden kannte. Somit war sie auch fast schon sowas wie eine Hinterwäldlerin.
Als Miljena ihr dann aber auch schon erklärte was genau diese Leute waren, seufzte sie aber auch nur.
Das war absolut bescheiden, denn dadurch - ging der Plan absolut nach hinten auf. Wenn die Farmer einfach nur den Tod der Kleinen wollten, dann konnte man auch nicht mit Gefangenen verhandeln. Aber konnte man den Worten von denen überhaupt vertrauen? Für Eliza waren die Worte der Farmer lediglich Schall und Rauch, nichts wofür es sich zu verhandeln lohnte.
"Mann, Mann... langsam habe ich echt keinen Bock mehr, wenn diese Kerle dich wollen, dann müssen wir sie halt erschießen."
Sie zuckte lediglich mit den Schultern, dann ging Eliza auch schon hinter dem Wrack hervor und trat dem Beißer in den Rücken, wodurch dieser einige Meter nach vorne strauchelte, direkt in die Richtung der Farmer Männer.
"Na dann, viel Spaß ihr Inzestwichser!", brüllte die Schwarzhaarige wie eine Wahnwitzige und hob dann auch schon ihre Pistole an.
"Wenn mehr Beißer kommen, dann kommen mehr Beißer, aber dann sind wenigstens diese Hurenböcke weg!", brüllte Eliza lauthals, dann fielen auch schon die ersten Schüsse.
Die ersten drei Schüsse streckten einen der Männer direkt nieder. Die erste Kugel traf seine Brust, die anderen beiden Herz und das linke Auge, der Mann dahinter bekam das Blut und Hirn seines -- Brüderchens -- direkt ins Gesicht gesprizt, wodurch er dem Beißer nicht mehr ausweichen konnte und von diesem mitten in den Hals gebissen wurde. Wieder einmal spritzte Blut und Eliza hatte dadurch genug Zeit sich wieder in Deckung zu bringen.
@Miljena A. Iwanow
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„Nur wenn sie meinen Arsch wollen.“ Entgegnete die junge Russin ungerürhrt. Andere würden wohl behaupten, dass sie etwas gegen alle und jeden hatte. Doch das entsprach nicht der Wahrheit. Tatsächlich hatte sie Grundsätzlich gegen niemanden etwas. Alter, Hautfarbe, sexuelle Interessen oder Herkunft, interessierten sie nicht. Es war vielmehr so, dass andere Menschen ihr ersteinmal egal waren. Miljena hatte selbst einige Jahre mit ihrem Vater und ihrer Großmutter in einem kleinen Ort gelebt, damals, bevor die Welt unterging. Dennoch würde sie sich nicht als Hinterwäldlerin beschreiben.
„Да“, entgegnete sie nur knapp, als die Fremde scheinbar die Geduld verlor sich auf weitere Verhandlungen oder Gespräche einzulassen. Und schon im nächsten Moment erhob sie sich, den Beißer wie ein Schutzschild vor sich gehalten, stand sie auf. Es folgte ein kräftiger tritt und der Beißer stolperte den Männern entgegen, die langsam auf sie zukamen. Dann folgten Schüsse und Schmerzenschreie vermischten sich mit dem gurgelnden Lauten des Beißers.
Die Fremde begab sich wieder hinter den Wagen, neben der jungen Russin in Deckung. Miljena hockte noch immer seelenruhig hinter dem Auto Wrack und hatte die ganze Situation bisher nur beobachtet. Vornehmlich die Fremde, die anscheinend so richtig in ihrem Element war. Ihre Bewegungen entstammten für sie eher einer tödlichen Intuition als einem gewissenhaften Training, entstanden aus Jahren der Erfahrung. Etwas, dass Miljena durchaus imponierte.
„Hast du Spaß Volchitsa?“ Fragte die junge Russin mit einem Hauch Ironie in ihrer Stimme, als sich die Fremde wieder neben sie hockte. Ihre Mundwinkel zuckten dabei leicht nach oben, während hinter ihnen weitere Schreie und Schüsse erklangen. Miljena lugte etwas über die Deckung, erhob sich dann in einer schnellen Bewegung, legte die Armbrust an und löste den Bolzen aus. Sie begab sich wieder in Deckung und spannte ruhig und ohne den Anflug von Hektik die Armbrust aufs neue. Ihre ganze Bewegung hatte dabei etwas fließendes, eine gewisse Routine, an sich und dauerte gefühlt nicht mehr als ein Wimpernschlag. Sie schien nicht einmal zu prüfen ob sie ihr Ziel getroffen hatte.
Dann wurde es ruhiger, lediglich die röchelnden Geräusche, gepaart mit einem Schmatzen, waren noch zu hören. Fleisch, wie es mit den Zähnen aus einem Leblosen Körper gerissen wurde, ganz so, wie wilde Tiere es taten.
Miljena lauschte noch einige Momente ehe sie erneut über ihre Deckung hinweg lugte.
„Schätze der letzte hat das weite gesucht.“ Meinte sie ruhig und erhob sich schließlich. Ihre Augen suchten wachsam den Waldrand ab, legten sich einige Momente auf den Beißer, der sich über seinen vermeintlichen Bruder hermachte und endeten schließlich auf dem Gesicht der Fremden. Noch immer war diese Kampfeslust in ihrer Mimik und ihren Augen zu erkennen.
„Wenigstens wissen wir jetzt, wo wir die Nacht sicher verbringen können“, entgegnete sie und zog ihr Jagdmesser. Miljena dachte an die Farm. Der letzte der fünf war sicher dorthin unterwegs um seine Wunden zu lecken. Und vielmehr konnten dort nicht sein. Zudem würden sie sicher nicht damit rechnen, das sie zurückkehren würde. Ja, die junge Russin schien genau zu wissen, was sie jetzt zu tun hatten.
Mit leichten Schritten ging sie zu dem Beißer und jagte ihm ihr Messer in den Schädel. Sie schaute nicht einmal hin und behielt stattdessen die Umgebung im Auge.
„Bist du dabei Volchitsa? Oder willst du die Nacht lieber auf einem Baum verbringen?“ Fragte sie und erneut zeigte sich dieses kalte Lächeln auf ihren Lippen.
Sie sammelte ihren Bolzen ein und tastete einen der toten nach brauchbaren Gegenständen ab. Sie fand einige 9mm Patronen, ein Messer und Schlüsselbund, die sie an sich nahm. Die Männer waren definitiv diejenigen von der Farm.
„Du hast eine wilde Art zu kämpfen“, sagte sie dabei und ohne sie anzusehen. „Es hat den Anschein, als ob du keine Angst hättest zu sterben.“


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