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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Alphonse wäre es lieber, wenn er sich weiterhin so gut zurechtgefunden hätte. Ren hielt ihn eigentlich auch genug auf Trab, dass er einiges an Ablenkung bekam. Die Nächte waren schwierig. Wenn alles um Feivel herum knarzte und schwankte und er ganz allein mit sich und seinen Gedanken war. Eigentlich liebte er das, aber hier draußen auf der Jupiter war es echt schwer. Schwerer als gedacht. Und Feivel war wohl doch noch nicht so erwachsen wie er es von sich geglaubt hatte. Die Crew war wirklich toll und sehr familiär. Aber es war, wie Ren es zu Sanji gesagt hatte. Feivel war nicht hier, um eine neue Familie zu finden. Er hatte schon eine und die vermisste er schrecklich. Sich ständig nach Atti zu sehnen war er ja gewohnt, aber nun nahm der Vermissungsschmerz echt ungeahnte Ausmaße an.
Und heute wirkte es sich auf das Training aus, was Alphonse erst recht frustrierte. Sogar schämen tat er sich, weil er seinem Sensei doch versprochen hatte, voll bei der Sache zu bleiben. Er rannte also erst mal davon. So weit es ging, was auf einem Schiff nicht allzu weit war.
Sanji räumte gerade in der Kombüse auf. Die Crew hatte schon gegessen, bis auf Ren und AJ. Sie holten das für gewöhnlich nach ihrem Training nach, weswegen Sanji immer drei Portionen für die beiden und ihn zurückstellte und später noch mal warm machte. Denn er aß nun mal am liebsten mit seinem Partner zusammen.
Ren kam jedoch früher als erwartet und dann auch noch allein.
„Oje“, meinte Sanji mit Blick auf das Schwert. „Hat er also doch Heimweh bekommen? Okay … dann red mit ihm und ich schau mal, ob ich nicht noch einen Nachtisch gezaubert bekomme.“
Er drückte Ren kurz an sich und wünschte ihm viel Glück mit dem Teenie.
Alphonse hatte mit dem Gedanken gespielt, auf den Ausguck zu klettern, aber Ren mied diesen Ort als wäre er verflucht. Und ein Teil von Feivel wollte ja gefunden werden. Oder auch nicht. Oder doch? Uff, anstrengend, solche emotionalen Ausnahmezustände.
So oder so spürte Ren ihn hier auf und hielt ihm eine Bierflasche hin. Feivel nahm sie, weil ihn auch diese … an Atticus und ihre Abende am Feuer in Balar erinnerte. Hastig wischte sich Feivel neue Tränen von den Wangen.
„Okay“, stimmte er Rens Gesellschaft zu. Dann schwieg er wieder und klammerte sich an die Flasche, ohne an ihr zu nippen.
„Tut mir leid“, meinte er nach ein paar Sekunden zaghaft. „Ich habe dich bestimmt enttäuscht.“
@Ren Sanada



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Edward wäre nun so gerne bei Alphonse.. das waren die Nächte, in denen sich zeigte, dass AJ tief in seinem Herzen eben doch noch ein Kind war. Nicht nur… aber es war da und es brauchte manchmal seinen Daddy. Das war okay! Nur diesmal konnte Ed leider nicht für ihn da sein.. obwohl er schon befürchtet hatte, dass AJ mal in so eine Situation kommen würde. Aber sein Sohn hätte seine Sorge wohl abgetan, weil er sich selbst nicht eingestehen wollte, dass er manche Dinge wohl doch noch nicht ganz allein auf die Reihe bekam.
Ed war also nicht hier.. deshalb musste Alphonse es irgendwie alleine hin kriegen. Aber vielleicht würde er daran ja auch wachsen und daraus lernen.
Ganz allein war der Teenie ja aber auch nicht. Denn für Ren basierte eine Schüler-Lehrer Beziehung nicht nur auf sturem Training. Es war wichtig. Aber es war so viel mehr als das. Doch bislang hatten sie sich einander noch nicht so richtig angenähert. Waren beide höflich aber distanziert geblieben. Manchmal brauchte es solche Abende.. um sich ein bisschen näher zu kommen. Da sie sich beide schwer damit taten, würde es bei ihnen eben etwas länger dauern. Aber das war in Ordnung. Trotzdem ließ Ren ihn nun nicht im Stich sondern suchte ihn.. um seinem vorübergehenden Mündel Gesellschaft zu leisten.
Zumindest ließ er seine Anwesenheit zu, was ja schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung war. Deshalb kletterte Ren nun ebenfalls in das Boot und setzte sich ihm gegenüber. Ein Glück befand es sich auf dem Oberdeck.. und nicht direkt über dem Wasser in schwindelerregender Höhe. So konnte Ren die Tatsache einigermaßen ausblenden sich auf einem kleinen Ruderboot zu befinden.
Als Alphonse sich entschuldigte sah Ren ihn nur nachdenklich an. Er könnte nun beschwichtigen oder sagen, dass alles gut war. Aber stattdessen entschied er sich für einen anderen Weg. Weshalb er erstmal nur ein
„Hm…“
Von sich gab. Sanji kannte diese Art von Ren ja schon. Er war niemand der Dinge beschönigte oder lange um den heißen Brei herum redete. Wenn er denn überhaupt mal ein paar Emotionen zeigte. Aber bei AJ wollte er sich echt bemühen. Statt ihn jedoch zu beschwichtigen, verriet er ihm lieber etwas von sich selbst
„Ich habe aufgehört zu zählen.. wie oft ich meinen Sensei damals wohl enttäuscht habe. Oder gedacht habe es zu tun. Aber weißt du was er immer gemacht hat, als ich die Nerven weggeschmissen habe? Er hat gelächelt. Er hat immer nur gelächelt. Was mich manchmal wirklich in den Wahnsinn getrieben hat. Denn ich wollte dass er mich tadelt, mir sagt was für eine Enttäuschung ich doch für ihn bin und dass ich es nie zu etwas bringen werde. Aber stattdessen… hat er gelächelt. Damals hab ich nicht verstanden warum er das getan hat. Warum er mich nie zurecht gewiesen hat, als ich versagt oder Dinge falsch gemacht habe. Aber ich denke.. heute kenne ich die Antwort darauf. Er musste mich nie zurecht weisen oder mit mir schimpfen… weil er genau wusste, dass der Druck den ich mir selbst mache.. ohnehin die größte Strafe für mich ist. Weil ich perfekt sein und keine Fehler machen wollte. Weil ich dachte.. zu scheitern oder mal in etwas zu versagen.. wäre ein Zeichen von Schwäche. Und ich denke.. du bist mir in der Hinsicht ähnlich. Du glaubst das alles hier problemlos schaffen und all die Veränderungen locker wegstecken zu müssen. Weil dein Perfektionismus es voraussetzt, aber das ist Blödsinn. Ich werde jetzt sicher nicht hier sitzen und dämlich lächeln. Aber ich bin hier und werde zuhören… falls du mir erzählen willst was dich umtreibt..“
@Alphonse Drummer



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Eben, weil es so schwer war, diese Momente und Situationen allein hinzubekommen, war es so wichtig für Alphonse, da dennoch hindurchzugehen. Und nicht von seinen Eltern oder Atticus aufgefangen zu werden. Darum ging es schließlich, er wollte erwachsener und unabhängiger werden.
Da Ren so distanziert war, wollte Alphonse sich auch nicht bei ihm das Herz ausschütten. Er war sein Sensei und nicht sein Freund oder Bruder. Bei Sanji könnte er es vielleicht tun, aber wenn er einmal damit anfing, sich Dinge von der Seele zu reden, würde es vielleicht schwer werden, damit aufzuhören. Feivel hatte Angst davor, das Fass zu öffnen, weil er doch eh so schnell von seinen Emotionen überwältigt wurde. Also vielleicht schaffte er es ja, die Dinge mit sich allein auszumachen. Heute wollte das jedoch so gar nicht gelingen. Auf der Jupiter mitten im Nirgendwo zu sitzen, war schon fast wie ... als wäre man in einer eigenen und ganz fremden Welt. So viel Abstand zu seinem eigentlichen Leben hatte Feivel noch nie gehabt. Weswegen er auch unweigerlich begann, manche Dinge ... zu verarbeiten. Sie kamen ungefragt hoch und forderten von ihm, dass er sich mit ihnen beschäftigte. Weswegen er nicht nur an Attis Fremdgehen dachte, sondern auch an das, was in Haus Lust geschehen war. Aber noch ging es mehr um das Vermissen, denn das Trauma bei den Wicked war sehr tief begraben.
Ren setzte sich ihm gegenüber, doch Feivel ließ seinen Blick auf die Flasche gerichtet und sprach wenig später seine Entschuldigung aus. Sein Sensei wirkte zunächst, als würde er mit seinem ›Hm‹ zustimmen, aber dann ... kamen so viele Worte aus seinem Mund, wie Feivel es bisher selten erlebt hatte. Was ihn den Blick doch heben ließ. Aufmerksam hörte er zu. Dann ... schmunzelte sogar leicht. »Du bist auch niemand, der viel lächelt.« Nur, wenn Sanji in der Nähe war.
Sie beide schienen sich in Sachen Perfektionismus wirklich sehr ähnlich zu sein, und das bedeutete, dass Ren ihn dahingehend auch verstehen würde. Wie man sich fühlte, sobald man versagte. »Als wir darüber gesprochen haben, dass ich dein Schüler werden könnte, hast du gesagt, ich soll voll bei der Sache sein, damit ich deine Zeit nicht verschwende. Und ... ich will deine Zeit nicht verschwenden, sondern wirklich von dir lernen. Du solltest dich nicht mit meinen Teenie-Problemen rumschlagen müssen.«
Noch zierte sich Feivel, von seinen Problemen zu erzählen, aber mit jeder Silbe merkte er, wie dringend er mit jemandem darüber sprechen musste. Es war inzwischen einfach zu viel für ihn allein. »Ich war noch nie länger als ein paar Tage von meinem Dad getrennt. Es fühlt sich ... total unnatürlich an, wenn er nicht da ist. Er ist für mich einfach der ... Inbegriff von Sicherheit und Heimat.« Da er jedoch schon ahnte, dass sich Ren nicht gern über den Yakuza unterhalten wollte, fuhr er gleich fort. »Und Atticus ... wir führen nicht erst seit gestern eine Fernbeziehung, aber gerade ist es schwerer als sonst. Weil ...« Feivel wischte sich schon wieder über die Augen. Er wünschte sich das belebende Gefühl zurück, das er nach dem letzten Treffen mit seinem Liebsten verspürt hatte. Dass sie alles schaffen würden und eine unglaubliche Zukunft vor sich hatten. Aber heute konnte AJ nur darüber nachdenken, wie Atti diesen anderen Jungen geküsst hatte. Und ob er es nicht doch wieder tun würde, je länger sie getrennt waren. »Er ... er ist mir fremdgegangen. Und auch wenn wir das geklärt haben, habe ich mit jedem Tag, den ich ihn nicht sehen kann, mehr Angst, dass es noch mal passiert.«
Das war es, was ihn umtrieb. Oder zumindest das, worüber er sich gerade in der Lage fühlte, zu reden.
@Ren Sanada



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Ren hatte eine ganze Weile lang niemanden gehabt, mit dem er reden konnte. Nach dem Tod seines Sensei… hatte er sich vollkommen alleine und einsam gefühlt. Und doch war es nicht für ihn in Frage gekommen aufzugeben. Denn auch das hätte für ihn ein Gefühl von Versagen ausgelöst. Weshalb er lieber allein durch die Hölle gegangen war, statt sich jemandem anzuvertrauen. Sanji war der erste Mensch nach seinem Sensei gewesen… dem es gelungen war Ren ein paar tiefergehende Emotionen zu entlocken. Zu seiner Ziehfamilie war die Beziehung stets recht distanziert und zweckmäßig gewesen. Er konnte Alphonse also besser verstehen als dieser sich vielleicht vorstellen konnte. Nur wusste er all diese Dinge nicht von Ren. Und er hatte auch nicht vor ihm nun seine Lebensgeschichte zu erzählen. Nicht mal Sanji wusste alles darüber..
Aber er wollte als Sensei trotzdem für seinen Schüler da sein. Denn auch das gehörte zu den Aufgaben eines Lehrers. Zumindest wurde es ihm so beigebracht.
„Das Leben hat mir auch nicht viele Gründe zum Lächeln gegeben“
Antwortete er auf AJs Worte deshalb kühl. Denn das Erlebte.. war natürlich ein Grund dafür, wieso Ren so war wie er war. Niemand hier konnte sich wahrscheinlich vorstellen, dass er als Kind ein total aufgeweckter, junger Bursche gewesen war. Der nichts lieber getan hatte, als die Gäste des Tempels zu bewirten und sich mit ihnen zu unterhalten. Die Stille war erst mit dem Tod seines Sensei gekommen. Und seither war sie ein Teil von ihm.
„Ja, das habe ich gesagt. Aber damit meinte ich nicht.. dass du funktionieren sollst wie ein Roboter oder perfekt sein musst. Ich wollte bloß sicher gehen.. dass du deine Ausbildung ernst nimmst und mit Herzblut dabei bist. Das hier sollte nicht nur ein Spiel oder ein Zeitvertreib für dich sein. Aber das bedeutet längst nicht, dass du nie zweifeln oder traurig sein darfst.“
Rens Worte hatten anfangs vielleicht ein bisschen hart geklungen. Aber er hatte sich sicher sein müssen, dass er mit Alphonse die richtige Wahl traf und dieses Training nicht nach wenigen Tagen schon wieder zum Scheitern verurteilt wäre. Doch er hatte ihm längst bewiesen, dass es nicht so war.
Ren versuchte nun auszublenden welche Art von Mensch sein Vater war. Und wollte sich nur auf die Tatsache konzentrieren… dass er sein Dad war und AJ ihn deshalb vermisste. Er musste das dringend trennen, wenn er nun nicht gehässig reagieren wollte.
„Du hast Heimweh.. und das ist völlig normal. Aber du bist stark und nicht alleine. Wir passen auf dich auf und halten zusammen. Niemand hier kann und will deine Familie ersetzen. Aber wenn du dich einsam fühlst… darfst du immer zu uns kommen. Also.. allen voran zu Sanji. Der kanns kaum erwarten dich zu betüddeln und ein wenig zu verhätscheln. Ich habs ihm bisher nur verboten“
sagte Ren nun schwach schmunzelnd um AJ ein bisschen aufzumuntern. Natürlich durfte er auch zu ihm kommen. Aber Sanji.. war in solchen Dingen einfach besser. Und könnte ihn wahrscheinlich schneller wieder ablenken oder ihm das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.
Zu hören dass Atticus seinen Freund betrogen hatte, war jedoch auch für Ren schwer. Weil das auch eine seiner Urängste war! Dass Sanji ihm fremdging. Ein Thema.. bei dem er nicht wirklich neutral oder unparteiisch bleiben konnte. Obwohl er es wohl sollte. Dabei hatte Atticus so vernünftig und stark gewirkt. Kuso.. man konnte wirklich niemandem trauen. Aber Ren musste seine eigenen Unzulänglichkeiten nun weg sperren, es ging hier nicht um ihn.. sondern um Alphonse.
„Wieso hat er das getan? Hattet ihr Streit oder.. wie kam es dazu?“
Fragte Ren nun mit gerunzelter Stirn nach, weil er sich das wirklich nicht erklären konnte. Und AJs Ängste absolut verstehen konnte!! Es war echt stark von ihm seinem Partner zu vergeben. Ren wusste nicht, ob er das ebenfalls könnte. Ehe er dazu jedoch viel sagen konnte.. musste er erst mal ein bisschen mehr darüber herausfinden was geschehen war.
@Alphonse Drummer



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Feivel hatte mit dem Kommentar zum Lächeln die Stimmung selbst ein bisschen lockern wollen. Rens Antwort machte klar, dass ihm das nicht gelungen war, weswegen AJ sofort wieder ernst wurde und er erneut ein »Tut mir leid«, nuschelte. Klar hatte Ren auch eine Geschichte ... von der AJ so gut wie nichts wusste. Und sich auch nicht in der Position fühlte, sie zu erfragen. Vielleicht war Sanji ja irgendwann mal in Plauderlaune. xD
»Ich war aber die größte Zeit meines Lebens wie ein Roboter. Es ist ungewohnt, nicht mehr so zu funktionieren.« Obwohl er ja eigentlich mehr Menschlichkeit erreichen wollte. Mehr Gefühle bedeuteten im Umkehrschluss ja auch mehr Herzblut. Die Lehre bei Ren war kein Spiel oder Zeitvertreib. »Ich zweifle nicht an diesem Weg«, stellte er daher klar. »Es bedeutet mir viel, hier zu sein. Aber mir war offenbar nicht ganz klar, was diese Reise ... noch so alles auslösen würde.« Unvorhergesehenes konnte ja immer passieren. Alphonse hatte es sich trotz allem leichter vorgestellt. Weil ihm ja sonst auch alles, was mit Lernen zu tun hatte, gut von der Hand ging.
Er schmunzelte, als Ren von Sanji und der Crew sprach, und dass sie ihn jederzeit auffangen würde. »Danke«, sagte er leise. »Nach Hilfe zu fragen ist nur nicht immer so einfach ...«
Feivel wusste nicht um die Schwierigkeiten in der Beziehung des Samurais und des Smutjes. Also erzählte er von Attis Betrug, ohne zu ahnen, damit Salz in Wunden zu streuen. Ren wollte mehr von der Geschichte wissen und Feivel nahm nun doch mal einen Schluck vom Bier. Es war hart, sich an das Gespräch zu erinnern, weil es ... einfach so verdammt wehgetan hatte.
»Nein, wir hatten keinen Streit. Aber wenn wir uns auf unbestimmte Zeit verabschieden müssen, ist das immer furchtbar. Für ihn ist das aber noch schlimmer als für mich. Er lebt ein ... richtig beschissenes Leben, aus dem er noch nicht ausbrechen kann. Und sein Dad ... na ja, ihr habt ihn ja erlebt.« Feivel nippte noch mal am Bier und seufzte. »Atticus hat einen anderen Jungen getroffen und als sie sich geküsst haben, waren sie beide ... in einer Art Ausnahmezustand. Beide verletztlich und traurig. Ich kann verstehen, warum es passiert ist. Aber das macht es nicht weniger schmerzhaft. Und es könnte ... vielleicht noch mal passieren, oder? Denn an unserer Fernbeziehung und ... den Umständen, in denen er lebt ... hat sich nichts geändert.« Es war schwer, das alles zu umzuschreiben, ohne von den Wicked zu erzählen oder Attis Vergangenheit. Womöglich würde Ren jetzt noch mehr Fragen stellen. Welche, die Feivel dann nicht mehr beantworten könnte.
@Ren Sanada



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Ren schüttelte nur beschwichtigend den Kopf. Alphonse konnte diese Dinge nicht wissen und das war okay. Er musste seine Vergangenheit nicht kennen um sein Schüler zu sein. Ren wusste im Grunde auch nur wenig über seinen Sensei. Er hingegen hatte den Jungen in- und auswendig gekannt. Vielleicht war das einfach so.. wenn man sich um einen Jüngeren kümmerte. Die eigene Geschichte war längst nicht so wichtig. Aber dennoch würde er ihm wohl ein paar Einblicke gewähren müssen, um wirklich eine Verbindung zu ihm aufzubauen oder ihm beistehen zu können.
Die Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden war für Ren schwierig. Vor allem weil AJ in der Hinsicht auch sehr speziell war. Weshalb es wohl ein bisschen dauern würde, bis sie den richtigen Weg gefunden hatten. Aber Ren ließ sich davon nicht abschrecken.
„Mhm.. es ist beängstigend, wenn Menschen in dein Leben treten und dafür sorgen, dass du plötzlich Seiten an dir zeigst, die du dein ganzes Leben lang unterdrückt oder nicht gesehen hast.“
Ren wusste sehr genau wie sich das anfühlte, dank Sanji
„Aber du bist hier um dich weiterzuentwickeln oder? Also wird dir auch nichts anderes übrig bleiben, als aus diesen Verhaltensmustern auszubrechen. Und du musst akzeptieren, dass du hier Dinge lernen wirst, nicht nur im Kämpfen, sondern auch über dich selbst, die dir vielleicht nicht immer gefallen oder leicht fallen werden. Aber genau darin liegt die Herausforderung. Ich sag es nochmal, du bist dabei nicht alleine. Ich kann dir diese Entwicklung nicht abnehmen.. aber ich kann dich dabei begleiten“
Denn genau das war sein Job. Er würde AJ also nicht im Stich lassen, selbst wenn er auf unangenehme Dinge stieß, die tief in seinem Inneren verborgen waren und die sich hier auf der hohen See ihren Weg nach draußen kämpfen würden.
„Das weiß ich. Besser als jeder andere. Ich habe nie nach Hilfe gefragt oder sie angenommen, wenn sie mir angeboten wurde. Aber weißt du wozu das geführt hat? Zu jahrelangen Missverständnissen, Einsamkeit und vielen verpassten Chancen. Ich weiß wie schwer es ist über seinen Schatten zu springen und um Hilfe zu bitten.. weil wir denken auch das ist wieder ein Zeichen von Schwäche. Aber das ist es nicht. Es ist eher ein Zeichen von Stärke, weil wir dadurch eine tief verankerte Angst überwinden“
Ren tat es immer noch nicht gern und regelte die Dinge lieber mit sich selbst. Aber manchmal… da war es nötig Hilfe anzunehmen. So viel hatte er inzwischen gelernt. Hätte er sie doch damals bei Chad angenommen oder wäre über seinen Schatten gesprungen als Sanji ihm das erste Mal seine Gefühle gestanden hatte. Das Leben hätte so viel einfacher und schöner sein können.
Es löste wirklich eine halbe Panikattacke in Ren aus sich die Geschichte von Atticus und Feivel anzuhören, weil er sofort wieder Angst bekam, dass ihm und Sanji das auch irgendwann passieren könnte.
Weshalb Ren nun echt nicht lügen konnte. Er konnte jetzt nicht sagen ‚neeeein, das wird nie wieder vorkommen‘, denn Fakt war.. die Menschen machten immer dumme Sachen! Und es gab keine Garantie dafür, dass es sich nicht wiederholte. Aber mit so einer Antwort würde er den Teenie doch nur noch mehr runter ziehen. Uff.. okay dieses Gespräch war nun doch etwas, in welchem er sich Sanjis Hilfe wünschen würde, denn es überforderte ihn ein wenig.
„Ich kenne Atticus zu wenig, um beurteilen zu können, ob er so etwas wieder tun würde oder seine Lektion gelernt hat. Aber was ich dir sagen kann ist,… wenn er wirklich deine wahre, große Liebe ist, dann könnt ihr alle Hürden zusammen meistern. Ich weiß…. dass Sanji der Richtige für mich ist seit ich 16 bin. Und doch haben wir 14 Jahre gebraucht, um zusammen zu kommen. Weil man uns sehr viele Steine in den Weg gelegt hat. Ihr habt das bereits hinter euch und euch füreinander entschieden. Also wenn es die richtige Wahl war, bekommt ihr das sicher irgendwie hin und er wird für dich kämpfen, wenn auch manchmal mit sich selbst..“
Ren wusste absolut nicht, ob diese Worte nun auch nur ansatzweise hilfreich waren. Und es fühlte sich seltsam an jemand anderem von seiner Vorgeschichte mit Sanji zu erzählen. Er ging ja davon aus, dass das niemand wusste und der Crew nie aufgefallen war XD weshalb er es nun zum ersten Mal jemandem ganz bewusst erzählte.
@Alphonse Drummer



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Edward kannte den Roboter-Feivel ja sehr gut. Manchmal fragte sich AJ, ob er heute immer noch so wäre, wenn Atti nicht in sein Leben getreten wäre. Oder ob er sich durch die Pubertät so oder so verändert hätte. »Als ich Atticus getroffen habe, hab ich ständig gedacht, ich werde krank. Bis ich mal festgestellt hab, dass diese komischen Symptome nur in seiner Nähe auftreten.« Feivel schmunzelte. Es war irgendwie schön, an ihre Anfangszeit zu denken. Sie lag ja eigentlich erst ein knappes Jahr zurück. »Er hat wirklich meine Welt verändert, in ... vielerlei Hinsicht. Das hat mir schon auch Angst gemacht, ja ...« Aber gleichermaßen war er sich von Anfang an sicher gewesen, wo die Reise mit ihnen hingehen sollte. Atti war der Erste und Einzige für ihn, das würde er niemals müde werden, zu erwähnen.
Er nickte, denn Ren hatte recht. Feivel war hier, um sich weiterzuentwickeln. Nicht nur beim Kämpfen, sondern auch in seiner Persönlichkeit. »Ich bin froh, nicht allein zu sein«, gab er leise zurück. »Und ich bin auch froh, dass du mich auf dieser Reise begleitest.« Denn Feivel sah schon sehr zu seinem Sensei auf. Sie lebten ihre Schüler-Lehrer-Beziehung ja schon ein paar Wochen, die Zeit in Balar auch mit eingerechnet. Bisher hatte er trotzdem gedacht, dass er besser nicht über seine Gefühle und Probleme reden sollte. Doch Ren wollte ihn auch dahingehend begleiten, also musste sich Feivel ab und an dazu überwinden. So wie auch jetzt.
Sein Sensei berichtete sogar von seinen eigenen Erfahrungen und versuchte, Feivel dadurch, anzuleiten. Damit sein Schüler nicht dieselben Fehler machte. »Ich werde versuchen, um Hilfe zu bitten, wenn ich sie brauche.« Irgendwie kam ihm jetzt die Sache mit Violet in den Sinn und er biss sich auf die Unterlippe. Er hatte unter ihr sehr gelitten und er hatte versucht, Ed das klarzumachen. Und doch hatte sich nie etwas geändert, bis alles vollkommen eskaliert war. Ob Feivel vielleicht unterbewusst dachte, Ed hätte ihm trotz Hilferufe nicht zugehört? Und deswegen fragte er mittlerweile nicht mehr gern um Hilfe? Weil ihn sowieso niemand so richtig verstand? Eine seltsame Erkenntnis und eine, die AJ nicht so ganz gefiel. Zumal er sich eigentlich selbst die Schuld gab. Er war schließlich auch unausstehlich gewesen. Feivel schwieg dazu, aber man konnte ihm gut ansehen, wie sehr Rens Worte ihn zum Nachdenken anregten.
Einfacher war es für ihn, über Atticus zu sprechen. Das Fremdgehen hatte ihn mehr aufgerüttelt, als gedacht ... nur kam es jetzt erst verspätet zum Vorschein. Während er mit Atticus Zeit verbracht hatte, hatte er es seiner Seele nicht mehr erlaubt, sich damit zu beschäftigen. Und in Balar hatte er es auch vermieden. Die See jedoch ... die hatte offenbar eine entsprechende Wirkung auf Alphonse und kitzelte Verdrängtes an die Oberfläche. Hoffentlich würde ihn niemand hier zwingen, aus einem Medizinbuch vorzulesen. Sonst würde etwas noch viel Dunkleres getriggert werden.
Sanji und Ren liebten sich also schon seit vierzehn Jahren, waren aber jetzt erst zusammengekommen? Das klang hart und auch das machte Feivel nachdenklich, auch wenn er die genauen Hintergründe nicht wusste.
»Mein Dad war am Anfang gegen die Beziehung, weil sie eigentlich ... von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Jeder, der ... die ganze Geschichte kennt, würde uns wahrscheinlich abraten, an unserer Liebe festzuhalten. Da sind sehr viele Steine, die uns in den Weg gelegt werden. Ganze Berge. Universen!« Okay, vielleicht war das übertrieben, aber es fühlte sich nun mal so an. »Aber ich liebe Atticus und ich weiß einfach, dass er der Einzige ist, für den ich jemals so fühlen werde. Und ich weiß, dass er mich liebt. Ich will eine Zukunft mit ihm. Er ist nicht aus Boshaftigkeit schwach geworden, sondern ... weil er mich so vermisst. Für ihn ist das schwieriger als für mich. Also ... auf körperlicher Ebene. Deswegen habe ich dafür auch Verständnis. Letztlich ist es aber auch eine Vertrauensfrage, nicht wahr? Eine Entscheidung. Ob ich ihm vertraue oder nicht. Und an manchen Tagen ist das offenkundig schwieriger als an anderen.«
Feivel würde ja auch mehr zu Sanjis und Rens Geschichte fragen, aber ... na ja. Er traute sich immer noch nicht so richtig.
@Ren Sanada



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Edward hatte seinen Sohn immer so akzeptiert wie er war. Ob nun Roboter-Feivel, Klugscheißer-Feivel oder sonst irgendeine Version von ihm. Er liebte sie alle gleichermaßen. Freute sich aber natürlich für seinen Sohn.. dass er endlich dazu in der Lage war etwas mehr zu empfinden als kalte Berechnung oder Gleichgültigkeit. Aber natürlich ging das mit neuen Problemen einher, mit denen er sich nun auseinandersetzen musste. Die aber wichtig und notwendig für seine Entwicklung waren.
Ren musste nun ebenfalls schmunzeln, denn das was AJ ihm da schilderte… erinnerte ihn so sehr an sein erstes Aufeinandertreffen mit Sanji. Er hatte auch ständig gedacht, dass irgendwas nicht mit ihm stimmte, weil er in Sanjis Gegenwart so verwirrt und seltsam angespannt gewesen war.
„Das kann ich wirklich gut nachvollziehen..“
Sagte er deswegen nun auch gutmütig, ohne aber näher darauf einzugehen. Denn seine gesamte Vorgeschichte wollte Ren ihm nun ja auch nicht gleich auftischen. Zumal er gar nicht wusste, ob es für Sanji überhaupt okay war so viel preiszugeben. Hier ging es ja um sie beide und nicht nur um Ren.
„Ich denke.. die besten Veränderungen in unserem Leben machen uns automatisch auch am meisten Angst. Weil man ständig in der Sorge lebt.. dieses Gefühl wieder zu verlieren“
Ebenfalls ein Knackpunkt in Sanjis und Rens Beziehung. Denn Ren hatte sich so lange geziert sich auf eine Beziehung mit Sanji einzulassen.. weil er schier panische Angst davor hatte es nicht hinzubekommen und ihn wieder zu verlieren. Und so wie es schien ging es Alphonse gerade ganz genauso. Atticus hatte sein Leben auf den Kopf gestellt.. und nun hatte er Angst ihn zu verlieren. Denn was würde dann noch bleiben? In Rens Fall.. nicht mehr all zu viel. Und vielleicht dachte AJ ja ähnlich.
Ren fühlte sich in dem Gespräch mit Alphonse irgendwie seltsam. Bisher war er immer der ‚Teenie‘ an Bord gewesen, um den die Crew sich gekümmert hatte und der versucht hatte sein Leben und seine Gefühlswelt irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Auch wenn er inzwischen 30 war, hatten er und Sanji diesen Status irgendwie nie so richtig verloren. Aber jetzt.. jetzt wo Alphonse hier war… war er plötzlich derjenige, der sich um jemanden kümmerte. Der Erwachsene in dieser Beziehung und das fühlte sich gleichermaßen schön wie auch ein bisschen beängstigend an. Denn was wenn er als Mentor versagte? Und ihm falsche Ratschläge gab? Aber bislang.. schien er zumindest irgendwas richtig zu machen, denn AJ öffnete sich ihm und konnte seinen Worten offenbar sogar irgendetwas abgewinnen. Was in Ren eine Art von Wärme hochsteigen ließ, die er auf diese Weise bisher noch nie gespürt hatte.
Dennoch sah und spürte Ren, dass da noch viel mehr war und er gerade erst an der Oberfläche kratzte. Aber er würde jetzt nicht weiter nachbohren.. er hatte AJ klar gemacht, dass er immer zu ihm kommen konnte, wenn er ein offenes Ohr brauchte. Aber in welchem Tempo er das tat… war ihm überlassen.
Über Atticus zu reden schien ihm leichter zu fallen, weshalb sie sich nun diesem Thema widmeten. Auch wenn Ren nicht unbedingt die beste Anlaufstelle für Beziehungsratschläge war. So lange wie er und Sanji gebraucht hatten, um ein Paar zu werden. Aber er bemühte sich dennoch.
Ren konnte sich allerdings gar nicht vorstellen wie es sein würde, wenn er so lange von Sanji getrennt sein musste wie die beiden offenbar. Er stellte es sich aber schrecklich hart vor. Auch wenn für ihn ganz sicher trotzdem nie in Frage käme Sanji zu betrügen. Aber er war auch keine 18 mehr.. und generell stand es ihm eigentlich überhaupt nicht zu Atticus für irgendwas zu verurteilen. Schließlich kannte er nicht die genauen Umstände. Weshalb er sich davor hütete nun irgendwas zu generalisieren oder sich auf jemandes Seite zu stellen. AJ hatte beschlossen ihm zu vergeben, also würde Ren ihm da auch nicht rein reden. Stattdessen nickte er nur bei seiner Feststellung und meinte.
„Richtig. Genau das ist es. Ich habe es in eurem Alter nicht geschafft Sanji zu vertrauen.. und das hat zu sehr vielen Missverständnissen und Schicksalsschlägen geführt, die vielleicht hätten vermieden werden können.. wenn ich nicht so engstirnig gewesen wäre. Aber trotzdem hat uns all das nicht aufgehalten irgendwann unseren Weg zu finden. Also egal was irgendwer zu euch sagt… wenn ihr wirklich füreinander bestimmt seid, dann werdet auch ihr euren Weg finden. Selbst wenn es vielleicht noch eine Weile dauert…“
Sie waren zwar schon zusammen doch Ren schloss nicht aus, dass sie sich irgendwann noch einmal trennten und dann vielleicht später wieder zusammen kamen. Bei ihm und Sanji.. wäre es womöglich ebenfalls so gewesen. Weshalb er im Endeffekt ganz froh darüber war, dass sie erst als Erwachsene zusammen gekommen waren. Nicht während der Zeit in der ihre Teenie Hormone noch ganz verrückt gespielt hatten. Denn Ren wusste nicht, ob sie dann wirklich noch ein Paar wären.
@Alphonse Drummer



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Ren war wirklich sehr weise. Sanji hatte jetzt eine Weile zugehört und schlich grinsend zurück in seine Kombüse. Er würde nicht offenbaren, dass er gelauscht hatte, aber gerade fand er seinen Partner noch viel anziehender als so schon. Weswegen er sich auf eine atemberaubende Nacht freuen durfte. xD
Doch zurück zum eigentlichen Gespräch. Feivel fühlte sich wirklich von seinem Sensei verstanden und konnte seine Ratschläge und Rückschlüsse gut annehmen. »Und manchmal fragt man sich trotzdem, ob es klug war, für diese guten Gefühle und Veränderungen zu kämpfen ... oder ob man sich nicht besser verschlossen hätte. Weil es dann vielleicht einfacher wäre. Aber solche Gedanken sind egoistisch gegenüber jene, die wir lieben. Und wir leben auch nicht für Einfachheit, nicht wahr?« Feivel liebte eigentlich Herausforderungen. Aber an allem, was mit Emotionen zu tun hatte, drohte er trotzdem ständig, zu zerbrechen.
Ren berichtete ihm von verpassten Gelegenheiten und Missverständnissen. Man hörte, wie er manche Entscheidungen bereute – und doch hatte er sicher aus ihnen gelernt. Wie auch Feivel aus jeder seiner Entscheidungen gelernt hatte oder immer noch dabei war, seine Rückschlüsse zu ziehen. Auf jeden Fall spürte er, wie seine Entschlossenheit zurückkehrte und das Abbild des mit Fremden knutschenden Attis verblasste. »Du hast recht. Egal, was uns das Leben noch entgegen spuckt oder welche Monster wir innerlich bekämpfen müssen ... wir bekommen das hin. Und unsere Beziehung wird davon nur stärker.« Wie man ja schon bei ihrem letzten Treffen gemerkt hatte. Sie führte längst keine hormongesteuerte Teenie-Beziehung mehr, es war deutlich mehr als das. Sonst würde Feivel seinen Freund ja auch nicht am liebsten sofort heiraten wollen.
AJ lächelte. »Danke, Ren. Das Gespräch mit dir hat wirklich geholfen. Es geht mir jetzt besser.«
@Ren Sanada



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Es wäre Ren wohl ziemlich unangenehm und peinlich wenn er wüsste, dass Sanji hier gelauscht hatte. Denn mit ihm über seine Gefühle zu reden, war manchmal immer noch schwierig für den Samurai. Einfach weil Sanji.. ja der Hauptauslöser und Grund für all diese Gefühle war. Mit AJ war es ein bisschen leichter.. weil er bei ihm nur von seinen Erfahrungen berichtete, jedoch niemandem direkt sagte was er fühlte.
„Du wirkst nicht wie jemand, der lieber den einfachen Weg wählt, sonst wärst du nun nicht hier. Sicher ist es manchmal leichter.. aber ich denke im Endeffekt.. niemals besser“
Eine Lektion die Ren auch erst hatte lernen müssen. Denn er hatte häufig den vermeintlich einfacheren Weg gewählt, indem er Sanji auf Abstand gehalten hatte, statt sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Aber inzwischen wusste er, dass das ein Fehler gewesen war. Diese Erfahrungen musste AJ aber erst selbst machen.
Es war schön zu hören, dass AJ wieder neuen Mut fand an seine Beziehung zu glauben. Und all das hatte Ren mit seinen Worten ausgelöst? Das war irgendwie schon.. ein ziemlich überwältigendes Gefühl. Weswegen er nun sogar schwach lächelte und selbst überrascht schien, als AJ meinte, das Gespräch hätte ihm sehr geholfen.
„Tatsächlich?“
Wirklich kaum zu glauben, doch dadurch hatte Ren das Gefühl.. nun endlich vom Status des Schülers hin zum Status eines richtigen Lehrers zu kommen. Weshalb auch er definitiv an dieser Verbindung reifte und sich weiter entwickelte.
„Na dann komm, ich wette Sanji dreht in der Kombüse schon völlig durch, weil wir sein Essen kalt werden lassen“
Sagte er nun schmunzelnd und stieg aus dem Boot, ehe er AJ seine Hand entgegen hielt. Als Angebot ihm hoch zu helfen. Er musste sie natürlich nicht annehmen. Aber es war eine Geste.. die seine Unterstützung noch mal untermauern sollte und dass AJ keine Angst davor haben sollte, seine helfende Hand auch zu ergreifen. In welcher Situation auch immer.
In der Küche konnte Sanji den Jungen nun ja endlich gebührend betüddeln, so wie Ren es schon prophezeit hatte, weshalb er sich wieder etwas mehr in Schweigen hüllte. Aber mit einem inneren Schmunzeln betrachtete, wie der Smutje mit seinem Mündel umging. Denn auch das fand Ren einfach unglaublich liebenswert und anziehend. Weshalb sie wohl beide eine ziemlich aufregende Nacht haben würden.
Die kommenden Wochen liefen eigentlich wieder sehr gut. Das Gespräch hatte so manches zwischen ihnen geändert und Feivel klopfte tatsächlich manchmal an ihre Tür, wenn er sich einsam oder traurig fühlte. Was Ren freute. Und Sanji mit Sicherheit auch, denn sie nahmen ihn jedes Mal herzlich auf und versuchten ihn etwas aufzumuntern.
Auch das Training lief gut. Sie kamen schnell voran, da AJ echt eine unglaubliche Auffassungsgabe hatte. So einen talentierten Schüler hatte Ren nie zuvor gesehen.
Heute stand aber eine ganz besondere Lektion auf dem Programm. Nämlich das Thema -Nahkampf ohne Waffen-. Immer hatte man sein Katana schließlich nicht dabei und musste sich dennoch aus brenzligen Situationen befreien.
Ren war schon bewusst, dass diese Lektion AJ womöglich weniger gefallen könnte, weil es dabei viel Körperkontakt geben würde. Aber er war eigentlich der Ansicht.. dass er bereit dazu war. Das erste Mal, dass er sich als sein Lehrer wohl ziemlich verschätzte.
In dieser Übung ging es darum, dass Alphonse sich aus einem festen Griff befreien musste. Ganz ohne Waffen. Weswegen es natürlich erstmal zu einem heftigen Gerangel und dem Austausch von Schlägen kam. Bis es Ren letztlich gelang AJ zu packen und zu Boden zu drücken. Er selbst fixierte ihn mit seinem Gewicht, sodass AJ sich nicht mehr rühren konnte und kam ihm dabei unbewusst ziemlich nahe. Er wollte einfach.. dass Alphonse einen Weg fand sich aus dieser Situation zu befreien. Denn genau solche Dinge konnten schnell passieren, wenn man mit einem größeren und muskulöseren Gegner konfrontiert war..
@Alphonse Drummer



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Feivel nickte bekräftigend. Ja, sein Sensei hatte es geschafft, ihm mit seinen Worten zu helfen und ihm neuen Mut zu schenken. Er war ehrlich gewesen und weise und hatte weder versucht, ihn mit zu viel Optimismus zu erdrücken oder alles nur schwarzzumalen. Vielmehr hatte er authentische Ratschläge gegeben oder Rückschläge gezogen, wodurch sich Feivel ernstgenommen gefühlt hatte und schlussendlich neue Entschlossenheit erlangt hatte. Dankbar ergriff er somit auch Rens Hand. Sie mussten sich durch das Training ohnehin öfter mal berühren, aber jetzt gerade wäre es eigentlich nicht nötig – und somit auch ein enormer Vertrauensbeweis von Feivel für seinen Sensei.
In der Kombüse ließ er sich dann noch ein bisschen von Sanji betüddeln, was ja auch schön war. Ein warmes Essen und ein leckerer Nachtisch heilte doch jede Seele, vor allem, wenn es mit so viel Liebe zubereitet war, wie man es von dem Smutje gewohnt war.
In den folgenden Wochen ging es Feivel also schon viel besser. Zwar dachte er über vieles nach, aber sobald er merkte, dass er in schlechten Gedanken versumpfte, suchte er wie versprochen den Kontakt zu Sanji und Ren. Die ihn kein einziges Mal abwiesen, obwohl er sie sicher in ihrer wertvollen Paarzeit störte. Er fühlte sich hier wirklich enorm aufgenommen und er konnte immer mehr erkennen, warum die Crew so gut miteinander klar kam und wie eine Familie zusammen gewachsen war.
Als Ren ihm eröffnete, dass sie mit den nächsten Lektionen zu waffenlosem Nahkampf übergehen würden, war ihm schon mulmig zumute. Er tat sein Bestes, sich mental auf viel Körperkontakt vorzubereiten. Daran, dass ihn das Sparring auf irgendeine Weise triggern könnte, dachte er nicht. Er ging lediglich davon aus, dass es ihm unangenehm sein würde, einen anderen Menschen, als seine Eltern oder Atticus, so nah an sich spüren und dass sein Körper eben die ganze Zeit unangenehm brennen würde - zumindest dort, wo mal Haut auf Haut traf.
Anfangs ließ sich das Training so gut bewältigen. Feivel konzentrierte sich auf Angriff und Abwehr und fand seine Mitte darin.
Dann landete er auf den Boden und konnte sich nicht mehr rühren. Und damit änderte sich alles.
Feivel bekam keine Luft mehr, weil Ren sein gesamtes Gewicht nutzte, um ihn niederzudrücken. Das Dojo um ihn herum verschwamm und plötzlich fand er sich bei den Wicked wieder. Niedergeworfen vor Reyna und mit Brutus Knie auf seiner Brust. Zuvor schon hatte dieser Muskelberg ihn mehrfach gegen einen Baumstamm geschmettert. Feivel spürte sogar diese Schmerzen, obwohl sie längst vergangen waren und Ren sie niemals neu ausgelöst hatte. Er hörte das Schnaufen der Fürstenleibwache und sah die gierigen Blicke auf seinen Körper. Und dann ratterte ein ganzer Film vor seinem inneren Auge vorbei. Alles, was passiert war. Jedes Detail. Damals, in diesem kleinen ranzigen Zimmer, hatte sich Feivel zu wenig gewehrt. Auch wenn ihm seine Familie suggeriert hatte, dass er sich deswegen nichts vorzuwerfen brauchte, tat AJ es trotzdem. Und jetzt wollte er es unterbewusst anders machen. Weswegen sich sein gesamter Körper verkrampfte und er seine Hände befreite, um sie gegen Rens Schultern zu drücken. »Geh runter von mir!!!«, schrie er vollkommen von Sinnen, was seinem Sensei spätestens jetzt ... zeigen sollte, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war.
@Ren Sanada



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zuletzt bearbeitet 20.11.2023 10:24 |
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Sie waren inzwischen ja auch schon gut 1,5 Monate unterwegs. Also all zu lange würde es wohl nicht mehr dauern, bis sie wieder irgendwo anlegten. Ren wusste nicht, ob das in Balar sein würde oder woanders. Aber wenn Feivels Heimweh so groß wurde, dass er seinen Dad unbedingt sehen wollte… würde sich da vielleicht was machen lassen.
Aber besprochen hatten sie noch nichts davon mit dem Captain. Das Training war schließlich längst noch nicht abgeschlossen. Im Grunde würde es Jahre dauern… bis Ren ihm all sein Wissen beigebracht hatte. Aber ihm war schon klar, dass sie diese Zeit nicht hatten. Und es etwas schneller gehen musste.
Vielleicht war seine heutige Lektion auch deshalb etwas härter als sonst. Weil er wusste, dass sie nur begrenzte Zeit zur Verfügung hatten, ehe AJ das Schiff wieder verlassen würde. Denn wie es danach weiter ging, hatten sie noch nicht besprochen.
Außerdem war Ren wirklich der Ansicht, dass AJ das schon hinkriegen würde. Denn Selbstverteidigung gegen einen stärkeren Gegner war fast noch wichtiger als der Schwertkampf selbst. Hätte sein Yakuza Dad ihm vielleicht mal etwas besser beibringen sollen, denn darin verortete er tatsächlich eine kleine Schwäche von AJ.
Weshalb es ein Leichtes für ihn war ihn auf die Matte zu befördern. Ren dachte sich nichts dabei. Sah das einfach als ganz normale Übung an. Er fixierte Alphonse ja auch gar nicht so fest, dass er nicht mehr atmen konnte.
Warum er dennoch plötzlich so hastig nach Luft japste verstand Ren nicht wirklich. Doch das war definitiv eine psychische Reaktion und keine körperliche. Weswegen er etwas die Stirn runzelte und ihn noch mal aufforderte
„Na los, versuch dich zu wehren!“
Dass er damit noch mehr in dem armen Jungen triggerte konnte er doch nicht wissen. Aber in den ersten Momenten lag er einfach nur da wie erschlagen und rührte sich nicht.
Erst nach einigen Augenblicken versuchte er plötzlich ihn von sich zu drücken. Wirkte dabei aber nicht wirklich motiviert oder ehrgeizig sondern irgendwie ziemlich… panisch?
Und dann schrie er ihn auch noch wie von Sinnen an. Was war denn jetzt plötzlich los?
Ren war ehrlich gesagt ziemlich überrascht von dieser Reaktion. Denn so heftig hatte AJ noch nie reagiert. Weswegen er die Lektion auch tatsächlich abbrach und von ihm abließ
„Okay, ist ja gut. Wir machen eine kleine Pause, ja?“
Er wollte ja fragen was los war.. aber irgendwie wirkte Alphonse plötzlich total abwesend und als könnte er ihn gar nicht mehr erreichen
„Hey.. was ist denn los?“
Fragte er deswegen und legte ihm dabei instinktiv die Hände auf die Schultern, um wieder irgendeine Verbindung zu dem panischen Teenager zu bekommen..
@Alphonse Drummer



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Vielleicht sollten sie mal darüber reden, wie sich die Zukunft gestalten könnte. Es wäre schließlich auch eine Option, dass Feivel immer mal wieder für ein paar Monate an Bord der Jupiter kam, bis sein Training abgeschlossen war. Und irgendwann vielleicht auch mit Atticus zusammen. Ob Feivel das noch in Erwägung ziehen würde, sobald er an Festland feststellte, wie viel in seiner Abwesenheit geschehen war und wie sehr vor allem Joey die Gunst der Stunde genutzt hatte ... nun, mal sehen. Aber im Augenblick könnte sich Feivel einen Wechsel zwischen Festland und Jupiter durchaus vorstellen.
AJ hatte ja von Anfang an klar gemacht, dass Ren ihn nicht schonen sollte. Selbst wenn es härtere Prüfungen zu bestehen galt, so wie heute ... würde er damit schon klarkommen. Hätte er ein gewisses Trauma nicht erlitten, wäre es vielleicht auch so gewesen. Doch leider bekam er den zweiten Flashback seines Lebens und es war noch viel schlimmer als beim ersten Mal. Denn diesmal waren seine Eltern und Atticus weit fort. Sie konnten ihn nicht beruhigen und in den Arm nehmen und ihn wieder ins Licht führen. Diesmal war es, als wäre Alphonse für immer mit seinen Peinigern bei den Wicked gefangen und in einen Raum gesperrt.
Na los, versuch dich zu wehren!
Das war definitiv noch Brutus und nicht dieses Ekelpaket von später. Sämtliche Erinnerungen wirbelten durcheinander und ergaben ein riesiges grausames Szenario. Eines, das Feivel förmlich lähmte. Aber das durfte er doch nicht zulassen! Er musste sich wirklich wehren, selbst wenn es nichts brachte und man ihm noch Schändlicheres antun würde.
Er drückte die Person über sich nun weg, die nicht länger Rens Gesicht trug, sondern eine schreckliche Mischung aus Brutus, Reyna und dem namenlosen Pädophilen war.
Endlich bekam AJ wieder Luft und der Mensch gab ihn frei. Seine Worte hörte er nicht, sondern rappelte sich sofort auf und wich zurück. Dann wurde er schon wieder angefasst, weswegen Feivel die Gestalt von sich schubste. Überall waren Wände, in seiner Panik sah AJ nicht mal eine Tür. Aber er sah ja gerade überhaupt nichts mehr von den wahren Umständen. Weswegen er irrtümlich annahm, dass er nicht flüchten konnte. Was ihm schon wieder die Luft abschnürte. Er wich zurück, bis er eine Wand in seinem Rücken spürte, und ließ sich an dieser herabsinken. Seine Hand brannte wie Feuer. Die Hand, die ... er so genüsslich abgeschleckt hatte, während er noch etwas anderes, Unaussprechlicheres getan hatte. Feivel hörte das Quieken. Und er glaubte, seine Hand wäre ein Fremdkörper, der nicht mehr zu ihm gehörte. Doch im Moment gab es nichts, was er dagegen tun konnte. Er saß nur da wie ein Häufchen Elend und weinte, zwischen dem Japsen nach Luft, als wäre er wieder ein kleines Kind. Auch jetzt ... so wie damals ... entfleuchte ihm dabei ein verzweifeltes und doch monotones »Dad ...?«
@Ren Sanada



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Für Ren wäre das natürlich okay. Sie konnten ihr Training dann entweder auf der Jupiter oder dem Festland fortsetzen, wenn sie mal wieder Balar ansteuerten. Sofern AJ in seiner Abwesenheit fleißig weiter trainierte und sie dann nicht immer wieder von Neuem beginnen mussten.
Allerdings blieb wohl abzuwarten, ob Alphonse nach dem heutigen Vorfall überhaupt noch von Ren trainiert werden wollte. Oder dieser es sich weiter zutrauen würde sein Sensei zu sein. Denn offensichtlich machte er gerade etwas ganz massiv falsch.
So wie Alphonse ihn gerade ansah.. hatte ihn nie zuvor jemand angeblickt. Voller.. Abscheu, Angst und Verzweiflung. Was hatte Ren ihm bloß angetan?
„Alphonse..“
Versuchte er noch mal ihn zu erreichen, als er ihn von sich stieß, als wäre er ein böser Oni.
Ren ließ natürlich von ihm ab und konnte nur beobachten, wie er sich panisch an eine Wand verzog und sich zusammen kauerte. Kein schöner Anblick und… Ren kannte dieses Gefühl sehr gut. Nur hatte er es noch nie von außen wahrgenommen. So sah es also aus.. wenn er eine Panikattacke hatte? Scheiße. Das überforderte Ren gerade ziemlich, weil er offenbar der Auslöser für dieses Verhalten gewesen war. Natürlich fühlte er sich deswegen augenblicklich ganz furchtbar! Machte noch mal einen Schritt auf AJ zu, wich dann jedoch wieder zurück weil.. er echt nicht wusste was er nun machen sollte.
Es brach ihm das Herz zu hören wie er ein leises ‚Dad‘ wimmerte. Nun konnte er nicht anders als sich noch mal zu ihm zu hocken und ruhig zu sagen
„Dein Dad.. ist leider gerade nicht hier. Aber ich bin es… Ren…“
Er streckte die Hand nach AJ aus aber.. hatte nicht das Gefühl als würde er ihn auch nur ansatzweise erreichen. Außerdem hatte er das mit seiner Berührung doch erst ausgelöst oder? Ren wusste nicht genau was der Trigger gewesen war. Aber irgendwas hatte er gemacht, das AJ gerade in Schockstarre versetzte. Ren sah sich hektisch um. Er musste doch irgendwas tun um ihm da raus zu helfen. Immerhin wusste er doch besser wie jeder andere wie es war eine Panikattacke allein durchstehen zu müssen.
Draußen vor dem Dojo sah er einen blonden Haarschopf vorbei huschen. Weshalb er laut nach draußen rief
„Sanji!!! Ich brauch deine Hilfe!!“
Es war doch Sanji gewesen oder? Er wusste es nicht aber.. falls nicht würde man Sanji hoffentlich holen. Denn Ren konnte AJ nun unmöglich alleine lassen, auch wenn er nicht wagte ihn erneut anzufassen.. so würde seine Anwesenheit vielleicht dennoch helfen? Oder alles nur noch viel schlimmer machen
„Hey es… es wird alles wieder gut.. bitte beruhig dich.. du bist in Sicherheit“
Versuchte er ihm noch mal zu erklären aber es war vergebens…
@Alphonse Drummer



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Ren machte nichts falsch, er konnte ja nichts für das, was Alphonse geschehen war. Und wissen tat er auch nichts davon. Feivel hätte auch nicht gedacht, dass es ihn hier einholen würde. Dass er durch das Training einen Flashback bekommen würde. Er hätte es eher erwartet, wenn Atticus und er miteinander schliefen oder ... er in einem Medizinbuch blätterte. Ren hatte ja noch nicht mal Ähnlichkeit mit Brutus. Oder mit irgendwem sonst, der in dieser grauenvollen Erinnerung vorkam. Es hatte gereicht, zu Boden gedrückt zu werden. Und es hatte gereicht, dass Alphonse sich auf der Jupiter unfreiwillig mit den Dingen auseinandersetze, die er eigentlich tief begraben hatte.
Sogar Worte wurden vom Trauma verdreht. Feivel nahm nicht alles wahr, das Ren zu ihm sagte, aber was ankam, waren in Boshaftigkeit getränkte Wortfetzen. ›Dein Dad ist nicht hier!‹ und ›Du bist in Sicherheit‹ – in einer falschen Sicherheit. Dieser widerwärtige Pädophile hatte auch so getan, als wäre Alphonse bei ihm sicher. Dabei hatte er mit seiner Perversion gerade erst angefangen.
Und wer wurde zur Hilfe gerufen? Jemand, der AJ festhalten und gefügig machen sollte? Feivel machte sich noch kleiner. Er wollte sich doch wehren! Warum war er schon wieder so schwach?
Sanji hatte sich gerade in die Küche begeben, um das Abendessen für die Crew vorzubereiten. Wäre er bei dem Tumult am Dojo vorbeigegangen, hätte er definitiv nachgeschaut, was los war. Aber so war es jemand anderes gewesen, der nun außer Atem vor der Kombüse stand und das Dilemma mitbekommen hatte. »Ren braucht dich«, meinte er. »Irgendwas ist mit Alphonse.«
Wortlos schob Sanji den Topf von der Platte und drehte den Herd wieder ab. Er bedankte sich mit einem Schulterklopfen bei dem anderen Mann, dann hastete er über die Treppen zum Deck, auf dem er seinen Partner und AJ finden würde. Als er in das Dojo eintrat, bot sich ihm ein herzzerreißendes Bild. Ein völlig verängstigter Feivel und Ren, dem die Überforderung ins Gesicht geschrieben stand. Das war auch selten. Und kein gutes Zeichen.
»Was ist denn passiert?«, wollte Sanji wissen und machte schon ein paar große Schritte auf AJ zu. Der japste und schluchzte immer noch vor sich hin. Der Smutje kannte diesen Anblick. Es war eine Panikattacke. Wie er da bei Ren zu reagieren hatte, wusste er. Aber bei Alphonse? Der ließ sich nicht gern berühren. Und Sanji hatte keine Kenntnis darüber, was sein Trauma war. »Was genau habt ihr gemacht, als er panisch geworden ist?«
Er wollte nicht herrisch klingen, es war mehr die Sorge, die jetzt überhand nahm. Sie mussten Feivel dringend beruhigen, bevor er noch hyperventilierte und ohnmächtig wurde.
@Ren Sanada



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Natürlich konnte Ren nichts dafür. Aber das wusste er ja nicht. Er gab sich automatisch die Schuld, weil er Alphonse vielleicht zu viel zugemutet hatte, obwohl dieser noch nicht bereit für diese Art von Training gewesen war. Vielleicht hatte er seinen Fortschritt falsch eingeschätzt. Oder AJ hatte sich zu sehr von ihm bedrängt gefühlt, obwohl er doch eigentlich wusste, dass er mit Körperkontakt vorsichtig umgehen musste. Es waren viele Dinge die Ren falsch gemacht haben könnte. Aber er wusste gerade nicht wie er AJ helfen sollte. Denn er war nun mal nicht sein Dad, sondern in seinen Augen gerade wohl ein Monster, das sich besser fernhalten sollte.
Weshalb er heilfroh war, dass Sanji so schnell zu ihnen kam. Nicht nur AJ wirkte aufgelöst, sondern Ren irgendwie auch ein bisschen. Was echt eine Seltenheit war.
„Ich.. ich weiß nicht genau. Ich glaube er hat eine Panikattacke“
Und eben weil Ren wusste wie furchtbar das war.. machte er sich nur noch mehr Sorgen um Alphonse. Vor allem weil ihm klar war, dass weder Sanji noch er nun die Menschen waren, die Alphonse brauchte um sich zu beruhigen. Aber er hatte nun mal nur sie..
„Wir.. haben heute Selbstverteidigung trainiert. Ich habe ihn fixiert und zu Boden gedrückt, damit er versuchen kann sich zu befreien. Doch dabei ist er plötzlich ganz panisch geworden. Kuso! Das war sicher zu viel Nähe für ihn!“
Gab Ren sich automatisch die Schuld und blickte hilfesuchend zu Sanji
„Ich komme überhaupt nicht an ihn heran. Er sieht mich nur an als wäre ich irgendein… Dämon..“
Ren hatte also natürlich schon versucht mit ihm zu reden. Aber leider war er gescheitert.. vielleicht brauchte es nun Sanji und seine liebevolle beruhigende Art. Zumindest Ren.. hatte sie schon mehrmals aus der Patsche geholfen in solchen Momenten.
@Alphonse Drummer



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Betroffen musterte Sanji den Teenie. Gut möglich, dass zu viel Nähe geherrscht hatte. Aber Feivel hatte sich dem Sparring bereitwillig gefügt. Würde er öfter auf zu viele Reize so extrem reagieren, hätte er Ren doch hoffentlich vorgewarnt. Es war mehr als das. Auf den Boden gedrückt und fixiert zu werden, hatte etwas extrem Bedrohliches. Feivel war vielleicht schon einmal in einer solch unterdrückten Position gewesen und hatte dabei nichts Positives erlebt. Das ließ Sanji an seine Zeit als Straßenkind denken. Er war nie sexuell missbraucht worden. Aber auch er kannte ein ähnliches Gefühl, denn auf der Straße ... da war sich jeder selbst der Nächste. Gerade Kids aus unterschiedlichen Banden gingen nicht gerade freundlich miteinander um.
Sanjis Überlegungen gepaart mit Feivels Problem mit Körperkontakt machte die Lösungssuche extrem schwer. Dem Smutje fiel nur eine Sache ein, aber die war ... gefährlich. Trotzdem zögerte er nicht lang, weil er das ... einfach nie tat, wenn sich jemand in einer Notlage befand. Schon gar nicht, wenn es jemand war, den er mochte.
Sanji schnappte sich AJs Katana, das an der Wand lehnte und hockte sich damit neben den Teenie, jedoch mit ein paar Zentimetern Abstand. »Feivel ... du bist hier wirklich in Sicherheit. Komm zu uns zurück. Zu Ren und mir, Sanji ...«, raunte er leise und nutzte absichtlich den Spitznamen, den seine Familie immer verwendete. Dann schob er das Schwert zu ihm herüber, bis das Heft seine Fingerspitzen berührte. Es sollte einen Anker zur Realität darstellen. Aber es bestand auch die Gefahr, dass Alphonse das Katana zog und sich verteidigen wollte. Weswegen Sanji die Waffe mit der Hand noch auf den Boden drückte, um zumindest ein bisschen Kontrolle zu haben.
Feivel ertastete das Schwertheft und krampfte die Finger darum. Die Finger, die so brannten. Da tat es enorm gut, eine kleine Kühlung zu haben. Aber warum tat man ihm so etwas Gutes? Und weshalb gab man ihm eine Waffe? Seine Waffe. Das Katana seines leiblichen Vaters. Feivel konnte es erfühlen, er musste es nicht sehen. War ... Ed vielleicht hier und hatte es ihm mitgebracht? Feivel wischte sich mit der freien Hand über seine Augen, die sich ein kleines bisschen klärten. »Dad?«, fragte er erneut.
Sanji schaute betrübt, weil ... nein ... er war nicht Edward. Und doch schien der Junge das plötzlich zu denken, denn er richtete sich auf und fiel dem Smutje um den Hals, während die eine Hand nach wie vor das Schwert umklammerte.
Na ja ... wenigstens war so das mit dem Körperkontakt geklärt. Weswegen Sanji den Jungen einfach nur festhielt und sanft wiegte. Immerhin wurden die Schluchzer weniger und der Atem ruhiger.
Bis Feivel wie ein nasser Sack in Sanjis Armen lag und müde blinzelte. »Du bist nicht Dad«, stellte er fest und hockte sich wieder hin. Die letzten Minuten waren total verschwommen und sein gesamter Körper schien aus Eis zu bestehen, außer seine Hand. Die brannte immer noch.
Und weil ihm so langsam klar wurde, was geschehen war ... starrte Feivel beschämt und schockiert zu Boden. Er fühlte sich schrecklich und schmutzig und ... er wollte zu seinen Eltern und Atti ... Was würde Ren jetzt bloß von ihm denken? Oder Sanji? Sicher, dass er verrückt war. Die Erinnerungen an Brutus und alle andere waberten auch immer noch in Feivels Kopf herum, aber wenigstens beherrschten sie ihn nicht mehr.
@Ren Sanada



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Ren musste selbst daran denken… wann er zuletzt in so einer unterwürfigen Situation gewesen war. Es war mit Chad gewesen. Auch er hatte ihn auf diese Weise beim Training zu Boden gedrückt. Hatte Ren getriezt, mit ihm gerangelt, ehe er plötzlich eine ganz seltsame Stimmung hatte aufkommen lassen.. und ihn anschließend geküsst hatte. Zum aller ersten Mal. Ren.. hatte sich in dem Augenblick dem Kuss gar nicht entziehen können und war wie erstarrt gewesen. Hatte aber auch damit aufgehört Gegenwehr zu zeigen und.. es zugelassen.
Wieso hatte er nicht vorher daran gedacht? Wieso kamen diese Erinnerungen ihm erst jetzt wieder in den Sinn? Hatte AJ sich gerade etwa genauso dominiert von Ren gefühlt wie er damals bei Chad? Das war ein furchtbarer Gedanke! Denn Ren.. der hatte absolut überhaupt kein sexuelles Interesse an AJ. Aber vielleicht hatte er unbewusst auch eine ähnliche Stimmung aufkommen lassen??? Als er ihm herausfordernd so nahe gekommen war? Ren war wegen seiner eigenen Gedanken völlig durch den Wind. Weshalb es ihm merklich schwer fiel sich nun richtig auf Alphonse einzustellen.
Er tigerte unruhig durch den Raum und wusste nicht recht wohin mit sich und seinen Gedanken. Bis er aus dem Augenwinkel bemerkte, wie Sanji nach Alphonse’ Katana griff
„Was machst du da?? Er erkennt dich gerade nicht Sanji, das ist viel zu gefährlich!“
Aber er konnte seinen Freund nicht davon abhalten, denn ehe er dazwischen gehen konnte, hatte AJ schon nach dem Schwert gegriffen. Weshalb Ren instinktiv die Hand an das seine legte. Er wusste wie verschleiert die Sicht während einer Panikattacke war. Weswegen Sanji sich hier einem echten Risiko aussetzte!
Ren trat also an seine Seite, um ihn im Notfall verteidigen zu können. Aber das musste er gar nicht. denn Sanjis Plan schien Früchte zu tragen.
AJ umarmte ihn.. obwohl er ganz sicher dachte, dass Sanji gerade sein Dad war. Ren wurde das Herz schwer aber wenigstens.. schien AJ nun wieder ‚zurück‘ zu kommen. Weshalb es diesmal Ren war der nicht länger hier hocken konnte sondern erneut nervös durch den Raum tigerte. Er wollte Alphonse nun seinen Freiraum geben. Wusste nämlich nicht, ob er sich nicht immer noch bedroht von ihm fühlte.
Er wusste auch nicht was er tun oder sagen sollte, weshalb er erneut hilfesuchend zu Sanji sah. Normalerweise kam er eigentlich ganz gut selbst zurecht. Aber das hier wühlte auch ihn in mehrerlei Hinsicht auf. Weshalb er nur aufgebracht fragen konnte
„Was war der Trigger? Was hab ich getan Alphonse?“
Die Art wie Ren gerade redete.. machte wohl ziemlich schnell deutlich, dass er Ahnung davon hatte wovon er sprach. Und dieses Verhalten ihm absolut nicht fremd war. Er wusste was eine Panikattacke war.. und er wusste auch, dass es immer einen Auslöser gab. Das einfühlsam sein.. das musste nun leider weiterhin Sanji übernehmen. Denn dazu sah Ren sich nun absolut nicht mehr in der Lage.
@Alphonse Drummer



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Sanji konnte sich jetzt erst mal nur um eine Person kümmern, und das war Alphonse. Er brauchte ihn gerade am Dringendsten. Dass Ren durch den Wind war, konnte der Smutje verstehen. Oder auch nicht. Denn er hatte keine Ahnung, unter welchen Umständen der erste Kuss von Ren und Chad zustande gekommen war. Ihm war nicht klar, wie groß die Schuld war, die sich sein Partner gerade auflud.
Sanji ließ sich auch nicht aufhalten, als er das Katana nahm und es Feivel geben wollte. Was hatten sie sonst für Möglichkeiten? Sie mussten den Jungen irgendwie erreichen, ohne ihn zu bedrängen. Das funktionierte nur mit einem Anker. Vielleicht würden sie in Alphonses Zimmer etwas weniger Gefährliches finden, aber so viel Zeit hatten sie nun nicht. Sanji setzte sich dem Risiko, abgestochen zu werden, bereitwillig aus. Er dachte auch nicht groß darüber nach. Eine Sache, an der er eigentlich Ren zuliebe hatte arbeiten wollen, doch wenn ein Charakterzug so sehr in einem verankert war ... gestaltete sich das schwer.
Es war ihm schon irgendwie unangenehm, nun für Edward gehalten zu werden, aber wenn das die Rolle war, die er spielen musste, damit Alphonse wieder zu sich kam, tat er auch das. Und es schien zu helfen. Bald war Feivels Blick wieder klarer und er hatte sich zumindest äußerlich beruhigt. Sagen tat er jedoch nichts, jetzt war er vor Scham und Schock erstarrt.
Ren fuhr den Burschen ja geradezu an, weswegen Sanji ein erbostes »Ren!«, zischte. Was war denn los mit ihm? Er konnte Alphonse doch nicht gleich wieder in die Enge treiben. Sie mussten ihm Zeit geben, sich zu sammeln. Und das sollte sein Partner doch eigentlich wissen.
Feivel starrte immer noch zu Boden. Ren war zurecht sauer. Bestimmt wollte er ihn jetzt nicht mehr als Schüler haben. Ihm ging nicht auf, dass der Japaner sich mit der Materie auskannte, mit ... Triggern und so was. Dafür war er gerade zu sehr in seinen eigenen Gedanken versumpft.
»Ich ...«, versuchte er die Frage zu beantworten. »Ich wurde ... vor ein paar Monaten ... mal ... verschleppt. Und ... missbraucht.« Er biss die Zähne zusammen und klammerte sich immer noch an das Schwert seines Vaters. »Dabei wurde ich unter anderem ... zu Boden gedrückt ... aber ich hätte nie gedacht, dass mich ... das beim Training ...« Ihm rannen noch ein paar Tränen über die Wangen, er war unfähig, den Satz zu beenden. »Tut mir leid ...«
@Ren Sanada



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Ren wollte AJ eigentlich gar nicht anfahren oder zu ihn zu sehr bedrängen. Das hatte er doch schon zur Genüge getan. Aber er musste unbedingt wissen was passiert war! Damit so etwas nie wieder vorkam. Was war er nur für ein grottiger Lehrer??
Sanji wies ihn berechtigterweise zurecht. Weshalb Ren gleich wieder verstummte und weiter unruhig durch die Gegend lief.
Erst als AJ zwischen den Lippen hervor presste, dass er verschleppt und missbraucht worden war.. blieb Ren ruckartig stehen. Ihm wurde schlagartig übel… als AJ davon berichtete, damals ebenfalls zu Boden gedrückt worden zu sein. Ren hatte ihn dadurch… also seine Missbrauchserfahrung neuerlich durchleben lassen. Das war so ziemlich das Schlimmste was hätte passieren können! Im Grunde war er damals von Chad auch missbraucht worden. Man hatte ihm bloß eingeredet es wäre anders gewesen und Ren hatte es glauben wollen. Er hatte es glauben müssen. Denn er war nicht stark genug gewesen sich der eigentlichen Wahrheit zu stellen.
„Du hättest es mir sagen müssen! Dann hätte ich doch nie….“
Ren biss sich auf die Unterlippe und ballte die Hände zu Fäusten. Er machte sich sooo schreckliche Vorwürfe deswegen, dass ihm innerlich ganz heiß wurde. Auf unangenehme Art und Weise.
Er fuhr sich unruhig übers Gesicht und trat dann langsam ein paar Schritte näher an Sanji und AJ heran.
„Nein.. mir tut es Leid. Ich wusste, dass du Schwierigkeiten mit Berührungen hast. Und dass das wohl irgendeinen Grund hat. Ich habe dich in diese Lage gebracht ohne die Hintergründe zu kennen. Und dich bedrängt….. kuso! Ich bin nicht besser als Chad…“
Entfuhr es ihm plötzlich, allerdings eher zu sich selbst als zu AJ. der wusste ja ohnehin nicht wer Chad war. Sanji dafür umso mehr…
@Alphonse Drummer



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