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THE DEAD DON’T DIE
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#1

Leaving it all behind | Kieran & Atticus

25.11.2023 15:03
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Geh nicht nach Washington. Das hatte Atticus ihm gesagt. Eine Großstadt aufzusuchen klang sowieso nach einem Todesurteil. Jeder wusste, dass auch nach all der Zeit, in der die Apokalypse schon herrschte, Metropolen mit am gefährlichsten waren. Wahrscheinlich kam keine Herde, die man in der freien Wildbahn getroffen hatte, an die Massen an Untoten heran, die in den Städten herum streunten. Zumindest stellte sich Kieran das immer so vor. Er war noch nie in einer großen Stadt gewesen. Oder er konnte sich daran nicht erinnern. Bei den Reisen mit seinem Dad hatte er welche in der Ferne gesehen. Hochhäuser, die wie Teile eines Gerippes in den Himmel ragten. Der Vergleich war wahrscheinlich gar nicht so weit hergeholt.
Aber wenn Atticus mit seinem Dad in Washington lebte, konnte es dort ja nicht so schrecklich sein. Zumindest nicht wegen der Zombies. Kieran hatte auch keine Ahnung, ob Atti wirklich dort lebte oder ihn aus anderen Gründen gewarnt hatte. Gerade war es ihm auch egal. Er marschierte Tag für Tag weiter in diese Richtung, weil er hoffte, dort etwas oder jemanden zu finden. Mehr Perspektiven sah er gerade nicht. Er wusste nicht, wo er sonst hinsollte. Zwar hatte er in seinem kurzen Leben schon ein paar Leute getroffen, die hoffentlich wohlauf waren, aber wo sie sein könnten, entzog sich seiner Kenntnis. Also steuerte er ganz automatisch den einzigen Punkt an, von dem er etwas zu erwarten hatte. Einen Neuanfang oder das Ende.

Je näher er dem Gebiet der Wicked kam, desto lauter wurden die Gerüchte. Dort war tatsächlich etwas zu finden. Sehr viel scheinbar. Ein Basar, eine Bibliothek, ein Bordell ...? Wenn man genug Ware dabei hatte, um zu tauschen, konnte man die Zeit seines Lebens haben. Kieran hatte fast nichts mehr und seine Armbrust wollte er nicht hergeben. Also musste er noch einen Abstecher in die Wildnis machen, um Tauschware einzusammeln.
Es schien genug zu sein, denn man ließ ihn auf den Basar, den er nun zuerst angesteuert hatte. Das Bordell und das Kasino interessierten ihn auch, er war neugierig, aber irgendwie hatte er auch Skrupel dort hinein zu gehen. Außerdem hatte er keine Ahnung, wo er Atticus finden könnte. Auf dem Basar waren viele Leute unterwegs, während eine Bibliothek in Kierans Vorstellung eher ruhig und leer war. Weswegen er sich für den Markt entschied, da er auch nicht groß auffallen wollte. Hier konnte er sich in Ruhe umsehen und den Blick nicht nur über die Stände, sondern auch die Menschen streifen lassen.
Und da war er. Atticus. Kieran schluckte und erinnerte sich an ihren letzten gemeinsamen Abend. Sie hatten sich nicht unbedingt im Guten getrennt und der Jüngere war sicher frohgewesen, ihn vermutlich nie wiederzusehen. Kieran war sich also überhaupt nicht sicher, wie ihr jetziges Zusammentreffen laufen würde. Und durfte er ihn überhaupt einfach ansprechen? Atticus wirkte sehr formell und als würde er aufpassen, dass hier nichts passierte. Eine Wache vielleicht? Stand ihm jedenfalls gut. Aber dadurch sah er auch sehr ernst und distanziert aus. Im Dienst wollte Kieran ihn eigentlich auch nicht stören. Daher drückte er sich noch ein paar Minuten an den Ständen herum, näherte sich aber dabei auffällig unauffällig immer weiter dem anderen Teenie.

@Atticus Keene

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#2

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 18:37
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus war heilfroh, dass Alphonse ihm seinen Fehltritt vergeben hatte. Ihr letztes gemeinsames Treffen hatte ihm sehr viel Kraft gespendet. Doch kaum war er zurück bei den Wicked, begann dieser Optimismus von einem Tag auf den anderen wieder mehr zu verblassen. Dieser Ort hier entzog ihm jegliche Kraft, als würden die Menschen und Atmosphäre alles Gute einfach aussaugen wie ein Vampir. Aber Atticus bemühte sich weiter durchzuhalten. Auch wenn er wusste.. dass nun sehr lange Zeit eine Flaute herrschen würde. Alphonse würde in See stechen und Meeresabenteuer erleben, während er hier weiterhin an diesen Scheißhaufen namens Wicked gebunden war. Er gönnte es seinem Freund.. aber er vermisste ihn bereits nach wenigen Tagen schon wieder schrecklich. Wenigstens konnte er es sich nun erlauben sich in Zukunftsvisionen zu verlieren. An jene Dinge zu denken, die Alphonse für sie beide gesehen hatte. Sie sogar noch um seine eigenen Träume und Wünsche erweitern. Auch wenn das den Vermissungsschmerz nur noch größer machte. Es spendete ihm in dunklen Stunden trotzdem Trost.
Nun durfte er sich aber ohnehin nicht in seinen Gedanken verlieren sondern musste aufmerksam sein. Denn er war im Dienst und heute als Wache auf dem Basar eingeteilt.
Also hielt er die Arme verschränkt, während seine Schusswaffe an seinem Gürtel baumelte. Er mochte es nicht welche zu tragen.. vor allem war es in seinem Fall nicht nötig, um eine Situation unter Kontrolle zu bringen. Aber naja, es sollte wohl einschüchtern und eine Warnung für jeden darstellen, der versuchte sich daneben zu benehmen.
Atticus betrachtete die Menschen also mit Argusaugen. Fragte sich.. ob sie immer noch hier her kommen würden um zu tauschen, wenn sie wüssten, was das eigentliche Geschäft der Wicked war. Vermutlich nicht. Oder manche dann erst Recht. Atticus hasste es jedenfalls wenn er beobachtete, wie gewisse Leute unauffällig rekrutiert wurden, die scheinbar gut zu den Wicked passten. Aber verhindern konnte er es nicht. Die Kolonie wuchs.. was seine Rachepläne mit jedem neuen Mitglied noch schwieriger machten.
Gerade noch schnappte er sich einen Kerl, der versucht hatte von einem der Stände etwas zu klauen und fixierte ihn mit nur wenigen Handgriffen auf dem Boden, ehe er von anderen Wachen abgeführt wurde. Sein Schicksal wurde schließlich nicht mitten hier auf dem Marktplatz besiegelt und Atticus hoffte, man würde ihn einfach nur rauswerfen und ihm Hausverbot erteilen. Wissen konnte er das aber nicht so genau.
Als er sich jedoch wieder aufrichtete, da traf sein Blick plötzlich den von Kieran. Und automatisch weiteten sich seine Augen vor Schreck! Was machte er hier?! War er wahnsinnig geworden??? Er hatte ihm doch gesagt, er solle sich von dieser Gegend fern halten! Und wo war sein Vater? War der mit diesem ‚Besuch‘ hier einverstanden??? Etliche Fragen schossen ihm durch den Kopf. Aber Atticus musste sich darum bemühen wieder die Fassung zurück zu erlangen. Niemand hier sollte wissen, dass die beiden einander kannten. Also setzte er wieder seinen kühlen Blick auf und überlegte fieberhaft, wie er Kontakt mit dem anderen Teenie aufnehmen sollte, ohne dass es zu auffällig war. Als Wache im Dienst hatte er da eigentlich nicht viele Möglichkeiten. Denn sein einziger Job war es, für Recht und Ordnung zu sorgen und andere zu verwarnen. Weshalb er eigentlich nur eines tun konnte. Nämlich mit strengem Blick an ihn heran zu treten und ihn unwirsch am Arm zu packen
„Hey! Was schleichst du hier so verdächtig rum. Na los, zeig mir deine Taschen!“
Er verdächtigte Kieran also etwas geklaut zu haben oder tat so, als wolle er ihn wegen seines auffälligen Verhaltens überprüfen. Also zog er ihn mit sich, ein Stückchen weg von dem Trubel, hinter einen der Verkaufsstände wo sie einigermaßen vor den Blicken und Ohren der anderen Leute geschützt waren. Erst jetzt ließ er ihn wieder los und sah Kieran dennoch fassungslos an
„Was zur Hölle machst du hier?? Ich hab doch gesagt, du sollst dich von diesem Ort fernhalten!“
Es ging Atticus nun nicht mal darum was zwischen ihnen geschehen war. Sondern vielmehr darum, dass er Kieran nicht in Gefahr wissen wollte. Denn egal wie es zwischen ihnen geendet war, er wollte trotzdem nicht, dass ihm etwas zustieß.

@Kieran Redfield



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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#3

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 19:26
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Kierans Blick wanderte auffällig oft zu Atticus, sodass er gar nicht mitbekam, wie ein Typ ein paar Stände weiter zu gierig wurde. Allerdings war das ja auch nicht seine Aufgabe, sondern scheinbar die des anderen Teenies. Atti wurde sofort tätig und ... wie! Kieran beobachtete, wie er den Dieb binnen Sekunden auf dem Boden fixierte. Das war so schnell gegangen, dass er die einzelnen Bewegungen gar nicht hatte ausmachen können. Er und Atti hatten zwar zusammen trainiert, aber so ... hatte Kieran den anderen nicht gesehen. Absolut faszinierend. Weswegen er sogar kurz begeistert lächelte. Seine Mimik gefror allerdings, als Atticus sich aufrichtete und geradewegs zu ihm blickte. Shit. Zwar war ein Zusammentreffen genau das, was er mit seinem Hiersein forcieren wollte, und doch rutschte ihm das Herz in die Hose. Denn auch Attis Aura war komplett anders, als er sie kennengelernt hatte. Ob er ihn auch sofort festnehmen und wegbringen lassen würde? Nein ... Kieran sah auch das Erkennen und den Schreck in den Augen seines Gegenübers. Zwar hatte sich Atticus schnell wieder im Griff, aber welche Rolle er hier auch immer spielte, sie war einstudiert. Also bekam Kieran es ausnahmsweise nicht mit der Angst zu tun, als Atti sich zu ihm begab und nun Anstalten machte, ihn abzuführen. Stattdessen tat er ertappt und ließ sich außer Sichtweite bugsieren. Er vertraute dem anderen Teenie. Und selbst wenn er doch im Kerker landen würde, es wäre ihm immer noch lieber, als perspektivlos durch die Apokalypse zu irren.
Doch er fand nicht im Gefängnis wieder, sondern hinter einem Stand. Hier ließ Atticus seine Fassade fallen und starrte ihn fassungslos an.
Kieran hob die Schultern. »Ich wusste nicht, wo ich sonst hin soll. Außerdem scheint es hier gar nicht so schlimm zu sein. Wenn du wolltest, dass ich dir nicht folge, weil du mich nicht wiedersehen willst, hättest du das auch direkt so sagen können.« Denn dieser Eindruck kam ihm inzwischen, da er einfach nicht erkannte, was an diesem Ort so schrecklich sein sollte. Hier gab es wenigstens mal so etwas wie eine Zivilisation und sogar Freizeitangebote für die Allgemeinheit. Das war doch was Gutes!

@Atticus Keene

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#4

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 20:35
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Nun lernte Kieran wirklich eine völlig andere Seite von Atticus kennen. Eine, die Alphonse auch noch nie so recht zu sehen bekommen hatte, außer bei ihrem ersten Zusammentreffen. Doch seither.. hatte sich viel geändert und AJ einen Blick auf Atticus wahre Natur erhascht. Die eigentlich ziemlich sanftmütig sein konnte. Aber hier musste er ein knallhartes Mitglied von Haus Zorn mimen. Was ihm gar nicht mal so schwer fiel, weil einfach alles hier ihn wütend machte. Und mit der Impulskontrolle hatte er es immer noch nicht so. Dennoch war das nun neu für Kieran. Denn auch der hatte eher die sanfte Seite von Atticus gesehen, nachdem die Teenies sich einander anvertraut hatten. Und sich etwas zu nahe gekommen waren.
Daran dachte Atticus aber ausnahmsweise gar nicht, ihm ging es nun wirklich nur um Kierans Sicherheit, weshalb er handeln und irgendetwas unternehmen musste. Ihn hinter einen der Stände zu zerren war nur eine Notlösung. Denn auch hier könnte man sie leicht erwischen.
„Wieso nicht? Was ist mit deinem Dad?“
Atticus stellte diese Frage etwas unbedacht. Denn natürlich hatte er stets im Hinterkopf, dass den Menschen da draußen etwas zustoßen könnte. Aber Kieran und sein Dad hatten doch wie eine tolle Einheit gewirkt.. sie hatten einen guten Plan gehabt sich von großen Gefahren fern zu halten. Also was war passiert? Warum war Kieran seiner Warnung nicht gefolgt?
Allerdings wurde Atticus ein bisschen blass als Kieran ihm unterstellte ihn nur aus egoistischen Gründen von hier fern gehalten zu haben. Denn das war völliger Schwachsinn. Weshalb er leise flüsterte
„Das ist nicht wahr! Das alles hier…“
Er deutete mit den Händen auf den Basar
„ist nur Fassade! Was dahinter steckt….“
Atticus sah sich ein bisschen paranoid um und meinte dann leise
„Nicht hier okay?“
Er konnte hier nicht mit ihm sprechen. Das war einfach zu gefährlich. Und er ging gerade schon genug Risiko ein, indem er so vertraut mit ihm sprach.
„Ich habe in einer Stunde Pause und versuche mich raus zu schleichen. Warte vor den Toren des Basars auf mich, okay???“
Bat er Kieran und sah sich immer wieder um. Er durfte nicht erwischt werden. Das wäre für sie beide ungünstig. Und er wollte Kieran so schnell wie möglich wieder von hier fort schaffen, ehe noch irgendwer auf ihn aufmerksam werden und ihn vielleicht als Sklave oder Mitglied gewinnen wollte…

@Kieran Redfield



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#5

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 20:49
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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»Was soll mit ihm sein? Er ist tot! Jeder, der mir etwas bedeutet, stirbt!« Die Antwort kam etwas zu heftig und Kieran stieß Atticus sogar leicht von sich fort, obwohl das gar nicht nötig war. Vielleicht hätte er wirklich nicht hierherkommen sollen. Zumindest nicht für ein Wiedersehen mit Atticus. Denn was, wenn der jetzt auch sterben würde, weil Kieran hier war? Er wischte sich mit dem Ärmel über die Augen. Nun loszuheulen war das letzte, was er wollte. Da bezichtigte er Atti lieber, ihn aus egoistischen Gründen von diesem Ort ferngehalten zu haben. Es fiel Kieran schwer, zu glauben, hier würde es sich um eine Fassade handeln. Aber was wusste er schon? Es gab niemanden mehr auf der Welt, zu dem er tiefes Vertrauen verspürte. Atticus kam dem am nächsten, aber im Prinzip kannten sie sich auch nur eine Woche.
Letztlich zuckte Kieran mit den Schultern. »Okay, ich warte dort.« Was sollte er auch anderes tun? Er machte sich also wieder vom Acker, damit Atticus nicht mehr drohte, aufzufliegen, und verließ den Basar. Vorher tauschte er aber noch etwas Nahrung gegen unnützen Kram, denn man sah es offenbar gar nicht gern, wenn man hier keine Geschäfte tätigte. Was vielleicht schon ein kleiner Beweis für Attis Behauptung war.
Draußen setzte sich Kieran dann unter einen Baum und behielt Rucksack und Armbrust dicht bei sich und harrte wie versprochen aus, bis Atticus zu ihm kommen würde.

@Atticus Keene

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#6

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 21:16
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus Blick wurde sofort etwas weicher und von Bedauern geprägt. Er schalt sich innerlich auch dafür, dass er so unsensibel nachgefragt hatte. Denn eigentlich hätte er sich diese Antwort denken können. Sein Verhalten war einfach aus Hektik und Sorge entstanden, doch nun fühlte er sich deswegen mies und murmelte deswegen leise
„Es tut mir Leid…“
Er würde ihn gern umarmen, ihm etwas Trost spenden. Doch das konnte er nun nicht. Nicht hier bei den Wicked. Außerdem stieß Kieran ihn ja ohnehin fort, weshalb Atticus nur bedröppelt kurz den Blick senkte.
Er konnte nun nichts weiter für ihn tun.. und musste ihn darum bitten außerhalb auf ihn zu warten. Hoffentlich würde Kieran vor Enttäuschung nun nicht einfach abhauen, denn das würde Atticus sich wohl nicht so schnell verzeihen. Womöglich sogar nach ihm suchen.
Weshalb er die restliche Stunde seiner Arbeit ein bisschen abgelenkt war, weil seine Gedanken sich nur darum drehten wie es Kieran gerade wohl ging. Aber er musste sich konzentrieren und brachte die Arbeitszeit noch so gut wie möglich hinter sich. Ehe er sich so unauffällig wie möglich nach draußen schlich. Prinzipiell war das kein großes Problem, weil er ohnehin zurück zu Haus Zorn musste. Höchstens dort könnte man ihn vielleicht vermissen wenn er sich verspätete. Aber unterwegs konnte ja immer eine Menge passieren, also war das kein Ding. Atticus war geübt darin sich rauszuschleichen, dank seiner Beziehung mit Feivel.
Also eilte er so schnell er konnte zu dem Baum, an welchem er Kieran letztlich sitzen fand. Ein Glück war er noch da. Erleichterung machte sich in Atticus breit.. weshalb er so rasch wie möglich zu ihm lief. Hier waren sie aber immer noch nicht besonders gut geschützt. Weswegen Atticus kurz darüber nachdachte Kieran mit in den Bunker zu nehmen. Aber….. das würde Alphonse ihm sicher nie verzeihen. Und es fühlte sich auch absolut falsch an, weil das einfach ihr Platz war. Also musste er ein anderes Versteck suchen. Zum Glück kannte Atticus in der Umgebung ja ein paar Schlupflöcher. Weshalb er nur auffordernd zu Kieran meinte
„Komm. Und sei ganz leise ok?“
Da Atticus so vorsichtig vorging konnte Kieran sich vielleicht schon denken, dass er das nicht einfach zum Spaß tat. Aber naja.. womöglich dachte er auch das sei nur eine Show. Letztlich führte er ihn in eine kleine Höhle, die zumindest etwas Sichtschutz vor neugierigen Blicken bot. Atticus stellte seinen Rucksack ab und sah Kieran dann in die Augen. Nun wieder… völlig anders als vorhin noch. Nun lag wieder viel mehr Mitgefühl in ihnen. Atticus zögerte einen Moment aber dann.. konnte er eben doch nicht anders als Kieran einfach wortlos in seine Arme zu ziehen und ihn festzuhalten. Wenn dieser es denn zuließ.
„Es tut mir wirklich Leid.. das.. mit deinem Dad und wie ich dich vorhin behandelt habe. Aber es ging nicht anders.. ehrlich“
Er ließ wieder von ihm ab und blickte ihm entschuldigend in die Augen.
„Erzählst du mir… was passiert ist?“
Denn das war doch nun viel wichtiger als die Sache mit den Wicked oder?

@Kieran Redfield



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#7

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 21:38
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Mit der Beileidsbekundung konnte Kieran gerade nicht viel anfangen. Er hatte sich vorgestellt, wie er Atticus vom Schicksal seines Dads berichtete und dass sie sich danach vielleicht umarmen würden. Aber die Realität war ganz anders. Atti war anders. Aber in Wahrheit kannte Kieran ihn ja auch nicht so richtig. Es war total verwirrend, ohne einen Anker in der Welt umherzuirren und sich komplett neu zu orientieren. Selbst Menschen, die man eigentlich kannte, mit denen man Tage oder Wochen gereist waren, kamen einem fremd vor. Wobei Kieran das gerade nur in Bezug auf Atticus sagen konnte. Und er wollte ihn ja auch nicht vorverurteilen. Noch weniger als über den anderen Teenie wusste er über diese Kolonie.
Kieran lief also nach draußen und wartete dort auf Atticus. Währenddessen überlegte er durchaus, ob er einfach gehen sollte. Oder eines der anderen ›Geschäfte‹ auch noch aufsuchen sollte, um sich ein eigenes Bild zu machen. Er war neugierig und hatte letztlich nichts zu verlieren außer seine Freiheit oder sein Leben. Beides war ihm gerade beängstigend egal.
Wie versprochen tauchte Atticus auf und bat ihn, ihm leise zu folgen. Kieran nickte bloß und bemühte sich, der Aufforderung Folge zu leisten. Sie kamen zu einer Höhle und dort waren sie endlich vor neugierigen Blicken von außen geschützt. Trotzdem senkte sich Schweigen über sie. Kieran wusste mit einem Mal auch nicht mehr, was er sagen sollte. Wenigstens wirkte Atticus wieder mehr wie der Junge, den er kennengelernt hatte. Nahbar, empathisch und ... wie jemand, den man gern um sich hatte.
Ehe er sich versah, wurde Kieran umarmt. Es war das erste Mal, dass ihm jemand diese Geste schenkte, seit ... Wochen. Sein Dad war der Letzte gewesen, kurz vor seinem Tod. Der Gedanke daran trieb ihm nun doch Tränen in die Augen und er klammerte sich mit einem Mal an Atticus fest, als würde er fürchten, in den Abgrund gezogen zu werden.
»Schon okay ...«, wimmerte er leise und schniefend. Er ließ den Blick gesunken, als Atticus sich von ihm löste.
Was passiert war, wollte er wissen. Kieran brauchte noch einen Moment, in dem er um Fassung rang. Dann fühlte er sich stark genug, die Geschichte zu erzählen. Besonders lang war sie ohnehin nicht. »Wir wollten ein Quartier für den Winter suchen, aber ständig kreuzten Horden unseren Weg. Dad wurde krank. Ich hab ihn mit Mühe und Not in eine Hütte geschafft und ... wirklich alles gegeben. Aber unsere Vorräte waren so gut wie leer, wir hatten keine Medikamente. Er ist innerhalb von drei Tagen gestorben. Und ich ... war allein. Ich wusste nicht, wo ich hingehen soll. Wir haben ein paar Leute kennengelernt in den letzten Jahren, aber sie schon ewig nicht mehr gesehen. Nur von dir habe ich eine Richtung gewusst, in der ... irgendetwas liegt. Ich hab gehofft, dass ich dich hier finde. Auch wenn ich wahrscheinlich kein willkommener Besucher für dich bin.«

@Atticus Keene

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#8

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 21:55
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus tat es unfassbar Leid, dass er Kieran unter solchen Umständen alleine fort schicken musste. Aber er konnte einfach nicht riskieren nun aufzufliegen. Es war zu gefährlich. Und dafür hatte er schon viel zu viel geopfert… nicht nur sein eigenes Seelenheil, sondern auch seine Beziehung zu Alphonse stand wegen den Wicked immer wieder auf dem Spiel. Also so Leid es ihm tat.. er konnte einfach nicht zulassen, dass Kieran nun all seine Fortschritte zu Nichte machte. Deshalb musste er ihn vertrösten, egal wie mies es sich auch anfühlte. Aber das war ja eine Emotion an die er gewöhnt war, immer wenn er hier war.
Deshalb kam seine Umarmung nun womöglich auch ein bisschen unerwartet. Aber Atticus musste sie einfach nachholen und ihm zeigen.. dass er alles andere als unerwünscht war. Also.. ja, er wollte ihn nicht bei den Wicked haben. Aber das hieß nicht, dass er ihn nie wieder sehen wollte. Mit Alphonse war alles geklärt, er hatte ihm alles gestanden. Natürlich würde sein Freund nicht glücklich darüber sein, sobald er ihm erzählte, dass er Kieran wieder getroffen hatte. Aber gerade war er felsenfest davon überzeugt, dass ihre Beziehung auch diese Nachricht überstehen würde. Denn er fühlte sich AJ seit ihrem letzten Treffen näher denn je. Und so als könnten sie einfach alle Schicksalsschläge überwinden. Weswegen er Kieran nun auch nicht abweisend behandelte. Das war ein einmaliger Ausrutscher gewesen, der nie wieder vorkommen würde. Da war Atticus sich ganz ganz sicher.
Ein Glück ließ Kieran ihn gewähren und stieß ihn nicht erneut von sich. Weshalb Atticus ihn ganz fest hielt und ihm beruhigend über den Rücken streichelte, ehe sie sich wieder voneinander lösten.
Er hörte sich die Geschichte an und fühlte wie sein Herz zu schmerzen begann. Er konnte sich so gut in ihn hinein versetzen.. nachdem er vom Tod seiner Ma gehört hatte, hatte ihm das auch völlig den Boden unter den Füßen weg gezogen.
„Scheiße…“
Eine weitere Mitleidsbekundung würde Kierans Dad auch nicht wieder zum Leben erwecken, weshalb Atticus sonst nichts dazu sagte. Kieran aber stattdessen.. noch mal ganz fest in die Arme nahm und ihn diesmal auch so lange fest hielt, wie dieser es brauchte..
Er machte sich auch ein paar Vorwürfe. Denn wenn die Wicked eines hatten, dann war es gute medizinische Versorgung. Wäre er mit seinem Dad hier gewesen… hätte man ihn retten können. Aber diesen Gedanken sprach er nun nicht aus.
„Sag das nicht Kieran. Es ist schön dich wieder zu sehen. Es ist bloß… ich wollte nicht, dass du mit den Wicked in Berührung kommst. So heißt die Kolonie, in der ich lebe. Ich wollte dir mehr über sie erzählen, dich noch konkreter warnen als dir bloß kryptisch ein Gebiet zu nennen, aus dem du dich fern halten sollst. Aber mein Dad.. er hat mir die Hölle heiß gemacht, weil ich überhaupt etwas gesagt habe. Das war der Grund, weshalb wir an unserem letzten Abend so heftig gestritten haben. Weil ich dir erzählen wollte was für Menschen die Wicked sind! Aber ich durfte nicht. Denn eigentlich.. sind wir zur Geheimhaltung verpflichtet. Doch mir ist das egal. Du bist mein Freund und ich will dich schützen. Und deshalb kann.. ich dir nicht die Zuflucht bieten nach der du suchst. Denn sie würden dich vielleicht versklaven, töten oder dazu zwingen anderen weh zu tun, wenn sie dich als Mitglied aufnehmen. Sie sind schlechte Menschen… wirklich wirklich schlechte Menschen.. die andere ausbeuten und sich an deren Leid ergötzen….“
Wirklich ins Detail ging Atticus ja trotzdem nicht. Aber Kieran musste einfach wissen an welchem Ort er sich hier befand, damit er so schnell wie möglich wieder von hier abhauen konnte! Auch wenn es ihm das Herz brach ihn weg zu schicken.

@Kieran Redfield



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#9

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 22:17
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Auch die zweite Umarmung nahm Kieran an wie ein Ertrinkender. Ihm war gar nicht bewusst gewesen, wie sehr menschliche Nähe ihm fehlte. Also ... schon. Aber das hier hatte nichts Sexuelles oder Romantisches an sich. Es war eine Geste aus Mitgefühl. Mitgefühl, das Kieran dringend brauchte, denn er zerbrach fast unter der ganzen Trauer, die sich seit über einem Jahr in ihm breitmachte. Seinen Dad zu verlieren war ein anderer Schmerz als die große Liebe zu begraben. Ein Verlust für sich genommen war schon unerträglich, aber gleich zwei? Kieran glaubte nicht, jemals darüber hinwegkommen zu können.
Atticus erklärte ihm, was es mit dieser Kolonie auf sich hatte, doch er konnte kaum zuhören. Es war ihm egal, wie gefährlich die Wicked angeblich waren. Kolonie war Kolonie und hier schien es den Leuten doch gut zu gehen.
»Warum bist du dann hier, wenn hier so schreckliche Menschen leben? Du bist doch gar nicht so.« Was war die Fassade? Das, was Kieran drinnen gesehen hatte oder der Atticus, der ihm jetzt begegnete?
»Ich weiß nicht, wo ich sonst hin soll ... hier hätte ich mit dir wenigstens einen Freund oder nicht? Mir ist egal, was sie von mir verlangen, damit ich bleiben kann. Mit Dads Tod ... ist eh nicht mehr viel von mir übrig.« Sie konnten nicht töten, was ohnehin kaum noch Leben in sich trug. Kieran war dieser Tage mehr ein Zombie als ein Mensch. Und somit gutes Material für einen loyalen Fußsoldaten. Man merkte aber auch, dass er nicht wusste, wovon er sprach. Was Atticus sagte, reichte nicht, um ihn fortzujagen.

@Atticus Keene

zuletzt bearbeitet 26.11.2023 22:28 | nach oben springen

#10

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 22:34
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Auch für Atticus hatte das hier nichts Romantisches. Es war nicht so wie beim Training damals, wo Kierans Berührungen ihn irgendwie… ganz nervös gemacht hatten. Er wollte seinem Freund nun einfach in einer furchtbaren Situation beistehen und empfand Mitgefühl für ihn. Dafür.. würde Alphonse doch Verständnis haben oder? Atticus hoffte es. Denn natürlich dachte er zwischendurch immer wieder an ihn. Hatte Angst davor, dass er seine Vergebung doch noch zurück nehmen könnte, wenn er erfuhr, dass Atticus und Kieran sich noch mal wieder gesehen hatten. Schließlich hatte er ihm doch versprochen, das würde nie wieder passieren. Aber damit hatte Atticus wirklich nicht gerechnet.
Kieran war überhaupt nicht empfänglich für seine Warnungen, so groß schien seine Verzweiflung zu sein. Und Atticus konnte es ja auch verstehen.. es gab keinen Ort mehr an den er gehen konnte. Aber die Wicked.. waren trotzdem nicht der richtige Platz für jemanden dessen Herz gebrochen war. Auf mehrere Arten. Denn sie würden es ausnutzen und seinen Schmerz nur noch vergrößern!!
Natürlich folgte darauf die Frage, die folgen musste. Warum war Atticus hier. Er zögerte.. denn er war sich nicht sicher, ob er Kieran dieses Geheimnis wirklich schon anvertrauen sollte. Was wenn die Wicked ihn wirklich rekrutierten? Oder folterten und dann würde Kieran ihn verraten? Atticus wollte ihm die Wahrheit sagen aber…es wäre verdammt unklug für seinen Plan. Weshalb er die Zähne zusammen biss und ganz offensichtlich mit sich haderte.
„Ich wurde von den Wicked gefunden als ich erst 4 Jahre alt war.. mir blieb also nichts anderes übrig als hier aufzuwachsen. Aber das heißt nicht… dass ich mit ihren Methoden einverstanden bin. Doch ich kann nicht einfach gehen… denn ich bin mir sicher sie würden mich jagen und töten, damit ich ihr Geheimnis bewahre“
Das war nun vielleicht eine kleine Notlüge, damit er Kieran sein größtes Geheimnis nicht sofort anvertrauen musste. Dass Atticus kein Freund des Sklavenhandels war und sich manchmal mit ihnen unterhielt war immerhin kein wirkliches Geheimnis, das hatten schon einige Mitglieder mitbekommen. Aber solange er die Seiten offiziell nicht wechselte.. machte niemand ihm deswegen all zu großen Ärger. Außer Reyna damals. Aber in Haus Lust hatte er ja ohnehin Hausverbot.
Es tat Atticus so weh Kieran nun abweisen zu müssen. Denn auch er wünschte sich im Grunde nichts sehnlicher… als hier unter diesen ganzen Psychopathen einen Freund zu haben. Doch er durfte nun nicht egoistisch sein, er musste Kieran einfach vor diesem Fehler bewahren.
Weshalb Atticus seine Hand nun auf Kierans Herz legte und ihm eindringlich in die Augen sah.
„Aber es IST noch etwas von dir übrig. Doch an diesem Ort… würden sie dir selbst das nehmen.. das garantiere ich dir.“
Für manche war das hier das reinste Paradies, das war Atticus bewusst. Aber er schätzte Kieran nicht so ein. Er hatte ihn kennen gelernt, er war ein guter Mensch! Hier sprach nur Verzweiflung und Angst aus ihm. Er wäre sicher nicht wirklich mit den Methoden hier einverstanden.
„Außerdem.. selbst wenn du bleiben solltest, wäre längst nicht gesagt, dass wir im selben Haus leben würden. Jedes Haus hat eigene Prüfungen… anhand deren entschieden wird wohin du am besten passt…“
Was Atticus ihm auch nicht unbedingt sagen sollte. Aber er wollte damit einfach klar machen, dass es auch hier passieren könnte, dass er an einem ganz anderen Ort landen könnte und wieder völlig alleine war.
„Hör mal, ich kenne eine Kolonie.. die sehr viel freundlicher gesinnt ist als die Wicked. Die Kolonie….. in der mein Freund lebt. Ich kann… ich kann versuchen dich dort hin zu bringen okay? Sie würden dich bestimmt aufnehmen und sich gut um dich kümmern“
Es war ganz bestimmt eine richtig beschissene Idee Kieran nach Balar zu bringen. Denn ganz ehrlich? Atticus wusste nicht wie Feivel darauf reagieren würde. Er hatte gesehen was er mit Violet getan hatte. Weshalb er nicht sicher war, ob es Kieran nicht ähnlich ergehen würde. Aber es war trotzdem eine bessere Option als die Wicked! Denn Feivel hatte sich verändert.. er konnte nun besser mit seinen Emotionen umgehen, weshalb Atticus einfach daran glauben musste, dass er Kieran nichts antäte. Vielleicht würde er ihm ja sogar helfen..

@Kieran Redfield



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#11

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 22:58
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Atticus’ Erklärungen warfen nur noch mehr Fragen auf. »Ich dachte, du lebst mit deinem Dad hier. Wie können sie dich denn dann gefunden und mitgenommen haben? Hat Joey das einfach zugelassen? Und warum dürft ihr die Kolonie dann überhaupt verlassen, wenn alles so geheimniskrämerisch ist? Ich mein, die Welt ist riesig, oder nicht? Ihr könntet einfach abhauen und wie sollten sie euch dann finden?« Das alles passte nicht zusammen für ihn oder ... als würde Atti ihm nicht die ganze Geschichte erzählen. Was wahrscheinlich auch so war. Kieran hatte eigentlich auch kein Recht, ihn so auszuquetschen.
Er schluckte, als Atticus ihm die Hand auf das Herz legte. Erneut traten ihm Tränen in die Augen. »Sollen sie es doch nehmen. Es wäre eine Erleichterung.« So negativ zu sein, war normalerweise nicht Kierans Art. Aber dass er es war ... war nach zwei schlimmen Verlusten, von denen einer noch sehr frisch war, wohl trotzdem kein Wunder.
»Und wenn man in verschiedenen Häusern lebt, darf man sich nicht sehen? Du kannst mir doch sagen, was für eine Prüfung für dein Haus nötig ist, dann kann ich mich darauf vorbereiten.« Kieran sah hier echt keine Probleme, sondern nur Möglichkeiten.
Atticus wollte ihn scheinbar aber wirklich nicht hier haben. Stattdessen schlug er was vor? Die Kolonie seines Freundes? Unbewusst lächelte Kieran, nun kam schon mehr sein eigentliches Wesen hervor. »Ihr seid noch zusammen? Das erleichtert mich! Hast du ihm erzählt, was ...« Na ja, er musste es wohl nicht aussprechen und ließ den Satz daher unvollendet. Sein Gesichtsausdruck wurde auch wieder ernster. »Ich kann nicht zu deinem Freund gehen, nach dem, was ich getan hab. Das kannst du doch nicht ernsthaft vorschlagen.« War es bei der Vorgeschichte besser, bei Atticus zu leben? Auch nicht wirklich, nein.
Plötzlich wurde es Kieran einfach zu viel. Hastig nahm er seinen Rucksack. »Ich komme schon allein klar. Leb wohl ... und danke, dass du mir zugehört hast.«
Ohne noch eine Antwort abzuwarten, rannte Kieran förmlich aus der Höhle raus.

@Atticus Keene

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#12

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 23:17
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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„Ich hab dir doch erzählt, dass ich meinen Dad erst vor etwa einem Jahr kennen gelernt habe, weil er mich als Kind im Stich gelassen hat. Davor war ich nur… mit meiner Mum unterwegs…er wusste bis vor kurzem nicht, dass ich hier lebe..“
Dass sie nicht mehr lebte musste Atticus nun vermutlich nicht extra erwähnen. Sonst hätte Atticus bestimmt von ihr gesprochen.
„Joeys Aufgabe ist das Auskundschaften. Deswegen darf er die Kolonie verlassen, weil die Führungsriege ihm offenbar sehr vertraut. Er.. steht hinter dem was die Wicked tun und ist ihnen gegenüber loyal. Dass ich mit ihm gehen durfte… liegt nur daran, dass er ein gutes Wort für mich eingelegt hat“
Atticus wollte Kieran nicht anlügen, alles was er hier erzählte war die Wahrheit. Er musste nur eben das Detail mit der Rache auslassen, weil er noch nicht zu 100% wusste, ob er Kieran vertrauen konnte. Damals in Haus Lust hatte er auch einem Sklaven vertraut und ihm alles erzählt… und das war schrecklich nach hinten los gegangen. Auch Atticus lernte dazu und war nicht mehr so naiv wie vielleicht früher noch.
Atticus konnte Kierans Schmerz so gut verstehen. Weshalb auch ihm Tränen in die Augen stiegen. Er wusste wirklich wie es sich anfühlte so verzweifelt und mutlos zu sein. Und doch brach es ihm das Herz Kieran nicht helfen zu können. Nicht ohne er ihn zu einem Mitglied der Wicked machte. Was einfach keine Option war. Denn das wäre keine richtige Hilfe.
„Das meinst du nicht so Kieran..“
Das sagte er doch nur aus Verzweiflung. Und Atticus konnte es nachvollziehen. Trotzdem war das nicht der wahre Kieran.. doch der schlummerte noch irgendwo in ihm, das wusste er einfach. Würde aber sicher nicht von den Wicked zu Tage gefördert werden.
„Doch, kann man schon aber… bitte Kieran, du musst mir einfach vertrauen. Ich will dich nicht loswerden. Ich würde dir wirklich gerne helfen aber.. dieser Ort hier.. wird nicht deine Rettung sein sondern kann schnell zu deiner schlimmsten Hölle werden. Denn wenn du die Prüfungen nicht bestehst dann.. endest du womöglich als Sklave in Haus Lust und wirst tagein tagaus von irgendwelchen Perversen vergewaltigt!“
Sprach Atticus nun doch mal sehr deutlich aus was ihn möglicherweise erwarten könnte. Und er konnte doch nicht zulassen, dass sein Freund… dasselbe Schicksal erlitt wie seine Mum.
„Ja.. wir sind noch zusammen. Ich habe ihm alles erzählt und erklärt. Es war hart aber… letztlich hat er mir verziehen“
Doch irgendwie fühlte Atticus sich mies dabei das Kieran nun zu sagen. Denn dadurch würde er sich doch sicherlich nur noch einsamer fühlen. Weshalb er das Thema auch ziemlich kurz angebunden erwähnte.
„Ich kann das ja verstehen aber.. wenn nicht seine Kolonie, dann können sie dir sicher dabei helfen woanders Fuß zu fassen!“
Versuchte Atticus händeringend Kieran zu überzeugen dem Ganzen doch eine Chance zu geben. Aber stattdessen packte er nun einfach sein Zeug und lief davon. Das fühlte sich schrecklich für Atticus an. Er konnte ihn nicht einfach so gehen lassen. Weshalb er seinen Rucksack ebenfalls schulterte und ihm nach lief. Er hielt ihn an der Hand fest, damit er stehen blieb und sah ihm flehend in die Augen.
„Bitte Kieran! Warte doch! Ich will dir helfen.. das will ich wirklich. Aber dich zu den Wicked zu bringen das… wäre keine Hilfe, sondern das genaue Gegenteil. Ich könnte mir nie verzeihen dich dem auszusetzen. Außerdem kann ich nicht glauben, dass du die Sorte Mensch bist.. die Sklaven ausnutzt, andere kaltblütig tötet und manipuliert. So bist du einfach nicht…“
Versuchte Atticus ihm noch mal klar zu machen. Er hielt es nicht aus Kieran nun so ziehen zu lassen.. das machte ihn echt fertig.

@Kieran Redfield



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#13

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

26.11.2023 23:41
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Stimmt, das hatte Atticus ihm erzählt. Kieran wusste auch nicht, wieso er das vergessen hatte. In seinem Kopf verschwamm sowieso ständig alles, seit sein Vater tot war. Und Attis Mum lebte wohl auch nicht mehr. Scheißwelt.
Joey war dafür wohl ein hohes Tier in dieser Kolonie. Und doch hatte er nicht versucht, ihn und Nathan für sie abzuwerben oder sie zu ihnen zu führen. Sie wären ihnen blind gefolgt. Vielleicht wäre das sogar besser gewesen. Kierans Vater würde dann mit Sicherheit noch leben. Eine bittere Erkenntnis.
»Doch, ich meine es so«, bekräftigte er nur noch, denn es war ihm wirklich egal, was ihm passierte. Selbst die Aussicht, ein Sexsklave zu werden, schreckte ihn nicht. Dann würde er wenigstens Nähe erhalten und vielleicht seinen verstorbenen Freund vergessen können. Für solche Gedanken würde er sich später schämen. Und nicht nur dafür. Kaum jemand dürfte freiwillig ein Sklave sein und dass er bereitwillig diesen Status annehmen wollte, nur um Schmerz mit mehr Schmerz zu ersetzen, war sicher ein Schlag ins Gesicht für die, die täglich litten und nicht ausbrechen konnten.
Kieran sagte jedoch nichts mehr dazu. Das waren seine eigenen dunklen Gedanken, die er im Moment nicht teilen wollte. Die Botschaft seines Gegenübers kam ja an. Er wollte ihn nicht hier haben und er würde ihm auch nicht helfen, diese Prüfungen zu bestehen.
Über Alphonse zu sprechen, lockte trotzdem ein erleichtertes Lächeln auf Kierans Lippen. Er hatte sich viele Gedanken darüber gemacht, was seine Tat in Attis Leben bewirkt haben mochte und befürchtet, dass es nichts Gutes sein würde. Aber offenbar hatten die zwei sich ausgesprochen und Alphonse hatte Atticus vergeben. »Ein Glück ...«, meinte Kieran und legte Atti sogar die Hand auf die Schulter. »Ich mache mir immer noch Vorwürfe, weil ich so übergriffig war.« Zu hören, dass die zwei immer noch ein Paar waren, ziepte zwar auch in seinem Herzen. Aber er war nicht hier, um in Atticus einen möglichen neuen Partner zu finden. Er wünschte sich seine Freundschaft und wollte nicht, dass die Grenzen zwischen ihnen erneut verschwammen.
Es machte die Dinge aber komplizierter. Plötzlich erkannte Kieran, dass es sowohl unverantwortlich war, zu Alphonses Kolonie zu gehen, als auch bei Atticus zu bleiben. Denn sich zwischen sie drängen, wollte er echt nicht. Also schüttelte er den Kopf und lief davon. Er kam allein klar. Ganz sicher. Und wenn nicht, dann eben nicht. Auch das konnte Erleichterung bringen.
Kieran rechnete nicht damit, dass Atticus ihm nachlief, und doch geschah es. Eigentlich wollte er sich losreißen, doch die Hand des anderen Teenies an seiner zu spüren, erinnerte ihn an ... vieles. Viel Schönes. Und das ließ ihn dann doch stehenbleiben. »Vielleicht war ich früher nicht so. Aber das hat mich nicht weit gebracht, oder? Vielleicht ist es an der Zeit für einen neuen Kieran. Ich schätze nur, den würdest du nicht besonders mögen, was? Also wären wir auch keine Freunde. Und zu deinem Partner werde ich nicht gehen und erwarten, dass mir hilft. Ich hab euch schon genug angetan. Hierherzukommen war ein Fehler. Also lass mich einfach ziehen, okay? Ist besser so. Ich komm schon klar.«

@Atticus Keene

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#14

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 00:01
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Joey hatte das bestimmt nur Atticus zu Liebe nicht getan. Das war ihm danach auch klar gewesen und trotz ihres Streits war er seinem Dad dankbar dafür gewesen. Dass Kieran nun trotzdem bei den Wicked landete und noch dazu ohne seinen Dad, das konnte Atticus einfach nicht zulassen. Denn dann wären all seine Bemühungen ihn fernzuhalten völlig umsonst gewesen.
„Im Moment vielleicht. Aber das wird nicht immer so sein“
Es würden wieder bessere Zeiten für Kieran kommen. Das mussten sie einfach. Atticus war auch sein halbes Leben lang mutlos und vermeintlich gleichgültig gewesen, doch dann hatte seine Situation sich geändert. Er hatte nun wieder etwas wofür es sich zu kämpfen lohnte, abgesehen von seiner Rache. Und Kieran würde das auch wieder finden! Nach einer Zeit..
Was jedoch den Kuss betraf schüttelte Atticus beschwichtigend den Kopf
„Wir haben beide unseren Teil dazu beigetragen. Also mach dir keine Vorwürfe und.. lass uns die Sache einfach abhaken okay?“
Atticus wollte sein Fremdgehen gerne hinter sich lassen, um voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Er wollte aber auch nicht, dass Kieran sich deshalb immer noch mies fühlte. Denn Atticus hätte das alles unterbinden können. Weshalb er genauso schuld war Kieran selbst.
Atticus wollte nicht, dass Kieran alleine blieb. Er wollte wirklich eine Lösung mit ihm finden, bei welcher er ihn in Sicherheit wissen konnte. Aber Kieran war stur und.. wollte sich nicht helfen lassen. Stattdessen lief er lieber davon und wollte nichts mehr wissen. Aber das konnte Atticus nicht einfach zulassen. Denn ganz alleine da draußen würde er doch nicht überleben!
Also hielt er ihn fest, er wollte ihm zeigen, dass er nicht alleine war, selbst wenn Atticus Position beschissen war. Dennoch wollte er für ihn da sein. Weshalb er seine Hand weiter hielt, selbst nachdem er schon gestoppt hatte.
„Nein.. der alte Kieran ist gut, ganz genauso wie er ist. Lass dir von dieser Scheißwelt nicht einreden es wäre anders..“
Er musste kein skrupelloser Mörder und Sklaventreiber werden, um in dieser Welt voran zu kommen. Daran wollte und würde Atticus einfach nicht glauben. Ein gutes Herz musste auch in Zeiten wie diesen noch etwas wert sein!! Vielleicht war es sogar das aller Wichtigste. Auch wenn er verstehen konnte, dass Kieran das gerade nicht sehen konnte. Ihm ginge es in seiner Lage wohl ähnlich. Atticus drang einfach nicht zu ihm durch.. was ihn wirklich frustrierte. Denn Kierans Meinung schien fest zu stehen. Weswegen Atticus letztlich ganz langsam von seiner Hand ab ließ. Denn zwingen konnte er Kieran letztlich zu nichts. Es war seine Entscheidung
„Es tut mir Leid, dass ich dir nicht geben kann wonach du suchst.. das tut es wirklich…“
Er senkte den Kopf und sah betroffen zu Boden, denn seinen Freund einfach ziehen zu lassen… dass zerriss ihm das Herz. Selbst wenn sie einander erst kurz kannten, so hatte Kieran dennoch bereits einen festen Platz in seinem Herzen ergattert. Aber nichts desto trotz…… konnte er ihn einfach nicht zu den Wicked bringen.. es ließ sich einfach nicht mit seinen Moralvorstellungen vereinbaren.. unter keinen Umständen.

@Kieran Redfield



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#15

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 07:50
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Atticus konnte sagen, was er wollte – es kam einfach nicht an. Im Moment war Kieran taub für Beteuerungen, dass irgendwann alles besser werden würde. Wie sollte es das? Das war einfach nicht möglich, wenn die Menschen fort waren, die man liebte. Wenn einfach niemand mehr da war. Man ganz allein war. Und man dann noch weggeschickt wurde von jemandem, der eine Aussicht auf Hilfe gewesen wäre.
Gut, dann hakten sie den Kuss eben ab. Kierans Antwort darauf war ein Schulterzucken. Für Atti war es sicher ein leichtes, nun, wo Alphonse ihm den Fehltritt vergeben hatte. Kieran würde sich trotzdem weiterhin Vorwürfe machen und ganz sicher den Teufel tun, gerade den betrogenen Freund um Unterstützung zu bitten. Besser war es doch, wenn sie sich niemals begegnen würden. Und wenn er nun einfach gehen würde. Herzukommen war echt eine beschissene Idee gewesen. Ob der alte Kieran so gut gewesen war? Vielleicht. Trotzdem war er tot oder nur noch ein Echo.
Attis Entschuldigung verklang und Kieran sagte nichts dazu. Was auch? Sollte er seinem einstigen Freund Absolution erteilen? Er fühlte sich im Stich gelassen, obwohl er genau wusste, dass Atticus ihm rein gar nichts schuldete. Und ja, ihm war auch bewusst, dass er ihm schon helfen wollte, mit Alphonses Kolonie und so. Einen besseren Ort für ihn finden wollte als hier. Aber das konnte Kieran nicht annehmen, da blieb er lieber allein. Zumindest im Augenblick. Also ging er.

Er irrte durch die Wälder, ohne sich wirklich vom Wicked-Gebiet abzuwenden. Ein paar Mal überlegte er, wieder reinzugehen, sich die anderen Geschäfte anzusehen und es einfach mal drauf ankommen zu lassen. Atticus konnte es ihm doch nicht verbieten, hier Fuß zu fassen. Wenn die Häuser so voneinander getrennt waren, musste er ja nicht davon erfahren. Ob es die Gefahr war, die Kieran reizte oder ob er endlich mal was anderes fühlen wollte als Leere und Schmerz ... er machte sich so oder so auf den Weg zu Nachtclub und Bordell. Die Wachen, die hier vor der Tür standen, waren richtige Trümmer und jagten Kieran eine Heidenangst ein. Sie ließen ihn auch nicht ohne Weiteres durch. Er sähe noch so jung aus. Einer von ihnen, der vom anderen Brutus genannt wurde, musterte ihn zudem mit einem ziemlich gruseligen Blick. Kieran merkte das, aber es war ihm egal. Er wollte jetzt da rein. Bevor er jedoch seinen Rucksack ausschütten konnte, um zu zeigen, dass er Tauschware dabei hatte, packte ihn eine Hand von hinten und drehte ihn um.
Es war Joey, der ihn verblüfft von oben bis unten anstarrte. »Kieran??«
»Ehm ... ja. Hi«, gab dieser zurück.
»Was machst du hier?«
»Ich wollte ins Bordell.«
Joeys Blick wanderte von ihm zu Brutus und dann zur Tür, die in den Nachtclub führte. Nope. Das kam aus mehreren Gründen nicht infrage. Weswegen er den Arm um den Teenie legte und ihn von der Anlage wegführte. Rüber zu Haus Völlerei. Da gab es ein Restaurant für die Öffentlichkeit. »Lass uns mal in Ruhe reden, Kieran. Wo ist denn dein Dad?«
An einem der Tische angekommen, bestellte Joey ihnen Bier und einen Snack und ließ sich dann die ganze tragische Geschichte erzählen. Hm. War schade um Nathan. Joey hatte ohnehin noch mal losgewollt, um die beiden zu suchen und mit Engelszungen doch hierher zu locken. Offenbar konnte er sich das sparen. Kieran jedoch, der war von allein hierhergekommen. Interessant.
»Hast du schon mit Atticus gesprochen?«
Kieran nickte. »Ich dachte eigentlich, du schickst mich auch gleich fort. Hat er dir nicht erzählt, dass ich hier war?«
Joey schüttelte den Kopf und fühlte einen Stich in seinem Herzen, aber auch heißen Zorn im Magen. Der kleine Scheißer ... offenbar vertraute er ihm immer noch nicht so richtig. Andererseits war das auch kein Wunder. »Warum hat er dich denn fortgeschickt?«
Die Gründe waren schnell zusammengefasst und Joey konnte innerlich nur den Kopf schütteln. Typisch Atticus. »Also, er hat definitiv übertrieben. Ich mein, klar geht es hier was härter zu, aber das muss sein, sonst würde man uns einfach überrennen. Wir haben nun mal ein attraktives Angebot für jedermann, das lukrativ ist. Das müssen wir schützen. Aber wir bieten Hilfsbedürftigen auch Obdach. Du könntest zum Beispiel für uns einige Arbeiten übernehmen, dafür, dass du eine Weile hierbleiben und wieder auf die Beine kommen kannst. Zwar könntest du dann nur in die öffentlichen Bereiche, aber immerhin wärst du von der Straße. Sozusagen. Und Atticus muss sich nicht einscheißen, weil du Mitglied wirst. Wobei ich die Idee gar nicht so schlecht finde. Er könnte hier dringend mal einen guten Freund gebrauchen. Und ich könnte dir bei den Prüfungen helfen und dich vorbereiten.«
Kieran traute seinen Ohren nicht. Andererseits hatte Atticus ja schon erwähnt, dass sein Dad gern bei den Wicked war und dann war es auch gar nicht so unlogisch, dass er versuchte, sie ihm schmackhaft zu machen.
»Ist Haus Zorn auch ein öffentlicher Bereich?«, hakte er nach.
Joey nickte. »Wir haben eine Arena, in der Besucher wie du gegen Mitglieder des Hauses kämpfen können. Gegen einen entsprechenden Einsatz natürlich, der sich verdoppelt, wenn man gewinnt.« Er verschwieg, dass auch Sklaven zu solchen Kämpfen gezwungen wurden, dann natürlich ohne mögliche Entlohnung. Das war etwas wickedinternes. »Und wie du siehst, ist es uns nicht verboten, mit den Besuchern unserer Kolonie Zeit zu verbringen. Atticus ist gern ein wenig ... theatralisch.« Er lachte lauthals. »Ihr hättet auch ganz einfach hier im Restaurant miteinander plaudern können, statt in einer nassen Höhle.«
Kieran dachte nach. Dass Atticus so geheimniskrämerisch gewesen war, war ja nur ein weiteres Indiz dafür, dass er ihn um keinen Preis hier haben wollte. »Zeigst du mir diese Arena?«
Joey dachte einen Moment nach, dann nickte er. Momentan waren keine Sklavenkämpfe angesetzt und da die Arena ein öffentlicher Bereich war, war das kein Problem. »Aber erst, wenn du aufgegessen hast.«

@Atticus Keene

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#16

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 09:15
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Atticus hatte das Gefühl gegen eine Wand zu reden und er fühlte sich schrecklich deswegen. Denn er wollte Kieran wirklich nicht im Stich lassen. Sah aber leider keine andere Möglichkeit, um ihn zu schützen. Wenn er all seine anderen Vorschläge abschmetterte.. blieb Atticus leider nichts anderes übrig als ihn ziehen zu lassen. Sein schlechtes Gewissen und seine Sorge quälten ihn in den kommenden Tagen ziemlich und er fragte sich immer wieder, ob es Kieran denn gut ging. Er war so deprimiert und traurig gewesen… vielleicht hätte Atticus ihn doch nicht fort schicken sollen? Er machte sich Selbstvorwürfe und hatte Angst, dass er sich vielleicht etwas antat, da ihm völlig der Lebenswille abhanden gekommen war. Verdammt.. womöglich hätte er ihm hier irgendwie Unterschlupf ermöglichen sollen, bis er sich wieder gefangen hatte.
Seine Gedanken kreisten also und kreisten. Trotzdem würde er Joey nicht davon erzählen, denn der würde sicher loslaufen, Kieran suchen und dann doch noch hier her verfrachten. Das konnte er nicht verantworten. Also schwieg er und war abweisend wie.. Joey sowieso schon daran gewöhnt war, wenn Atticus schlecht drauf war.

Er hatte ja keine Ahnung, was für ein Komplott sein Dad gerade schon wieder hinter seinem Rücken schmiedete!
Weshalb Atticus nichtsahnend seine Arbeiten für Haus Zorn erledigte. Heute Abend würde es wieder Kämpfe geben und dafür musste noch so einiges vorbereitet werden. Es musste neuer Sand aufgeschüttet werden, da der Wind zuletzt einiges verblasen hatte. Weshalb Atticus gerade Säcke voll Sand in die Arena schleppte. Die ihm jedoch fast runter fielen, als er seinen Dad und Kieran erblickte. Joey hatte ja sogar den Arm um den Jungen gelegt und grinste dümmlich. Was Atticus seltsamerweise irgendwie… sauer machte. Er hatte Kieran sicher weiß Gott was eingeredet und ihn für die Wicked begeistert. Dann hätte er wohl endlich den Sohn, den er sich immer gewünscht hatte. Einen Wicked Jünger, den er formen konnte wie er wollte statt einen Rebellen, der ihm ständig das Leben schwer machte. Atticus schnaubte innerlich. Dieser Gedanke führte nun nicht dazu, dass er besser drauf war, als er die Sandsäcke zu Boden fallen ließ und wütend auf die beiden zustapfte.
„Was soll das Joey?! Was macht er hier?“
Atticus hatte ihn nicht fort geschickt, damit sein schwachmatischer Vater ihn wieder zurück holen konnte!!!

@Kieran Redfield



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#17

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 09:41
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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Joey war ganz in seinem Element. Nicht umsonst war er neben der Spähersache auch noch Rekrutierer. Er liebte es bei den Wicked und Menschen zu finden, die er für die Kolonie passend fand. Letztlich wollte er damit Luzifer stolz machen und für Vitos Schutz sorgen. Kieran war kein typisches potentielles Wicked-Mitglied, da er schon ein wenig weich wirkte. Andererseits war er noch jung und formbar. Was schon allein daran zu merken war, dass er sich Attis Wunsch widersetzte und noch einmal die Geschäfte betreten hatte. Und dass er zustimmte, Joey zu folgen und ihm förmlich an den Lippen hing. Warum konnte es nicht so mit Atticus sein? Das würde vieles leichter machen. Aber wenn es nun einen Freund gab, der es hier mochte und kein Sklave war ... vielleicht würde Kieran es ja gelingen, Atti die Flausen aus dem Kopf zu treiben? Noch besser wäre es ja, wenn die zwei ein Paar wären. Geknutscht hatten sie ja schon, also gab es definitiv eine gewisse Chemie zwischen den beiden. Leider hatte Joey den Burschen aus ziemlich egoistischen Gründen von Haus Lust ferngehalten. Denn wenn er sich bereitwillig dort herumtreiben und sich womöglich mit Sklaven einlassen würde, würde Atticus sicher schnell seine Zuneigung zu Kieran verlieren. Also war es besser, wenn man ihn erst mal von dort fernhielt. Die Arena war auch spannend und welcher Teenie interessierte sich nicht für derlei Kampfschauplätze?
Es kam, wie es kommen musste ... und kommen sollte. Atticus kreuzte ihren Weg. Kieran blieb wie angewurzelt stehen und verschränkte die Arme vor der Brust. Allerdings wurde er gar nicht angesprochen, sondern Joey. Der grinste immer noch. »Ich mache das, was du hättest tun sollen. Ihm die Kolonie zeigen und einen Platz zum Schlafen und Arbeiten bieten. Und bevor du wieder rumschreist: Nicht als Vollmitglied. Du weißt selbst, dass es eine Zwischenlösung gibt. So kann er mal wieder auf die Beine kommen. Und dann sehen wir weiter.« Joey legte Kieran väterlich den Arm um die Schultern. »Er sollte jetzt nicht allein sein.« Das war durchaus als Vorwurf gegen Atti zu verstehen, der den armen Jungen echt weggeschickt hatte.
Kieran fühlte sich sichtlich unwohl und senkte den Blick. »Tut mir leid, Atticus. Ich weiß, du willst mich nicht hier haben, aber ich schaffs einfach nicht, woanders hinzugehen. Mein Weg war weit bis hierher und ich bin einfach ... müde.« Lebensmüde konnte man schon fast sagen. Er wollte einfach irgendwo ankommen und Joey gab ihm das Gefühl, hier wäre das möglich, zumindest für ein paar Wochen.

@Atticus Keene

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#18

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 10:37
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Richtig, er wollte Luzifer stolz machen und Vito schützen. Hier ging es nicht um Kierans Wohl. Nicht eine einzige Sekunde! Und das würde Atticus sofort durchschauen.. Kieran aber leider nicht, der sich natürlich von Joeys schönen Worten blenden ließ. Denn eines musste man ihm lassen.. jemandem glaubhaft Scheiße zu erzählen war definitiv seine Spezialität. Kein Wunder bei einem geübten Lügner wie ihm.
Natürlich fuhr Atticus in erster Linie sofort Joey an, da ihm bewusst war, dass Kierans Anwesenheit auf seinem Mist gewachsen war. Kieran war lediglich.. schwach geworden. Was Atticus in seiner Situation ja auch verstehen konnte. Trotzdem tat es weh, dass er seinem Dad offenbar mehr glaubte als ihm. Und einfach nur hörte was er hören wollte.
Alles was Joey da sagte… trieb Atticus förmlich zur Weißglut. Denn es war einfach nur gequirlte Scheiße!! Aber Atticus konnte hier nun nicht ausrasten. Sie waren hier nicht unter sich, trotzdem hatte er seine Emotionen nun leider kaum unter Kontrolle und ging seinen Dad weiter an.
„Na klar.. eine Zwischenlösung. Du weißt ganz genau, dass das nur Augenauswischerei ist! Wie viele der ‚Gäste‘ haben die Wicked denn je wieder verlassen, hm? Entweder sie bleiben oder sie verlassen uns in einem Leichensack!“
Atticus senkte zwar seine Stimme, damit niemand ihn hören konnte aber trotzdem waren seine Vorwürfe und sein Ärger sehr deutlich heraus zu hören.
Joeys ‚und dann sehen wir weiter‘ deutete doch längst darauf hin was sein Plan war. Er wollte Kieran Honig ums Maul schmieren und ihn zu einem Vollmitglied machen. Jetzt tat er nur so als wäre das anders.. um Kierans Vertrauen zu gewinnen.
Atticus bekam wirklich das kalte Kotzen als Joey nun auch noch den Arm um Kieran legte. Da ballte er die Hände zu Fäusten und presste fest die Lippen zusammen, weil er sonst wirklich gleich höllisch ausrasten würde! Vor allem aber tat es ihm um Kieran Leid. Denn Joey verkaufte es nun so als würde er sich um ihn kümmern.. obwohl er doch ausschließlich egoistische Gründe für das alles hatte. Weshalb er verächtlich schnaubte.
„Tch. Lass dich nicht von ihm manipulieren Kieran. Er interessiert sich in Wahrheit einen Scheiß für dich.. die einzige Person die Joey wichtig ist, ist er selbst“
Sagte er nun ziemlich vernichtend, da er sich selbst mit diesen Worten ja ebenfalls ausschloss. Aber Joeys Verhalten bewies es nun mal. Er hatte sicher gewusst, dass Atticus nicht wollte, dass Kieran hier her kam. Hatte ihn aber trotzdem mitgenommen, also trat er seine Wünsche mal wieder mit den Füßen und schlug nur für sich selbst einen Vorteil heraus.
Letztlich blickte Atticus aber zur Seite als Kieran sich bei ihm entschuldigte. Er war ja nicht auf ihn wütend.. und es war schwierig hart zu bleiben wenn er so gebrochen wirkte. Aber er konnte das hier doch trotzdem nicht einfach abnicken und gutheißen. Er musste ihn davon überzeugen wieder zu gehen.
Doch Kierans Worte waren faktisch ein Todschlagargument. Weshalb Atticus die Zähne zusammen biss und kühl meinte.
„Ich hab versucht dir klar zu machen was dich hier erwartet. Aber wenn du lieber ihm glaubst.. kann ich das nicht ändern. Dann sieh dich um, mach dir dein eigenes Bild von dieser…… Kolonie. Aber tu mir zumindest den Gefallen und lass dich von all dem Luxus und Joeys schönen Worten nicht blenden sondern versuch wenigstens hinter die Fassade zu blicken…“
Mehr konnte Atticus wohl nicht verlangen. Wenn Kieran danach immer noch alles gut hieß was hier passierte, gehörte er ja vielleicht tatsächlich an diesen Ort. Was Atticus allerdings nicht bereit war zu glauben.
„Ich muss nun zurück an die Arbeit, sonst lande ich noch selbst in der Arena, weil alle hier ja so scheiß freundlich sind….“
Sagte Atticus noch sarkastisch und warf seinem Dad einen vernichtenden Blick zu, ehe er die Säcke wieder schulterte und in die Arena schleppte. Immer noch versuchend… seine Emotionen nun irgendwie zu zügeln. Hierfür würde Joey ganz sicher ein großes Leckerli von seinem ach so geliebten Boss bekommen...

@Kieran Redfield



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#19

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 10:58
Kieran Redfield Kieran Redfield (gelöscht)
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»Du übertreibst und das weißt du ganz genau. Jeden Tag kommen Gäste hierher und gehen auch wieder.« Pedro und Sydney zum Beispiel. xD Die lebten auch noch, genau wie viele weitere. An Kieran gewandt meinte Joey noch: »Ich sag ja ... er mag die Dramatik.« Ein Glück waren die Tore der Wicked inzwischen offen, denn sonst wäre es definitiv so, wie Atticus es darstellte.
Joey merkte, wie kurz vorm Ausrasten sein Sohn war, als er Kieran den Arm um die Schultern legte. Selbst das war Teil der Manipulation. Wenn er väterlich mit dem Jungen umging, wurde Atticus automatisch eifersüchtig. Was bedeutete, dass er sicher einen Keil zwischen ihn und Kieran treiben und somit hoffentlich automatisch mehr mit Kieran abhängen wollte. Um schlecht über Joey zu sprechen. Sollte er doch. Die Hauptsache war erst mal, dass die beiden sich näher kamen.
»Red dir das nur ein, Atti, wenn es dann leichter für dich ist, mich zu hassen. Kieran kann aber nichts dafür. Er braucht den Platz hier und jemanden, der zu ihm hält. Wenn du zu schissig dafür bist, kann ich doch nichts dafür.«
Kieran wurde es so langsam zu bunt und er hob beschwichtigend die Hände. »Hört bitte auf, wegen mir zu streiten.« Wahrscheinlich half das nichts. Er war ja sogar selbst schuld, dass die Wogen kaum zu glätten waren. Was hatte er auch erwartet? Dass sich Atticus diesmal freuen würde, ihn zu sehen? Dieser wandte nun das Wort an ihn, und alles was Kieran tun konnte, war, zu nicken und sich das fest vorzunehmen. Von Minute zu Minute kam er sich wieder unwillkommener vor, also sollte vielleicht doch gehen? Aber er war wirklich müde und einfach ... am Ende.
Als Atticus davon stürmte, klopfte Joey Kieran auf die Schulter. »Warte mal kurz hier.«
Dann lief er seinem Sohn nach und hielt ihn am Arm fest. »Weißt du, wo ich ihn gerade aufgelesen habe? Vor dem Bordell. Brutus schiebt heute dort Wache und du kannst dir denken, wie toll er einen Bengel in dem Alter findet. Kieran ist nicht er selbst vor lauter Trauer und das weißt du genau. Wenn er allein bleibt, wird er etwas Dummes tun, etwas, das ihn verletzen und weiter in den Abgrund reißen wird. Ob nun hier oder irgendwo draußen. Er braucht jemanden in seinem Alter, der ihm beisteht. Und du kannst so was doch gut.«

@Atticus Keene

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#20

RE: Leaving it all behind | Kieran & Atticus

27.11.2023 16:10
Atticus Keene Atticus Keene (gelöscht)
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Ja, so lange bis diese Gäste zu viele Fragen stellten oder zu viel herausfanden. Dann waren sie plötzlich ‚verschwunden‘. Sein Dad konnte sich einreden was er wollte, die Wicked waren eine skrupellose Gruppe von Psychopathen und Verbrechern. Nicht mehr und nicht weniger. Weswegen Atticus letztlich nur noch die Augen verdrehte bei seiner Anschuldigung und anschließend den Kopf schüttelte. Mit seinem Vater darüber zu diskutieren war sinnlos, sie waren einfach unterschiedlicher Meinung.
Er schnaubte auch nur, als Joey ihn nun wie eine Drama Queen darstellte, war ja klar, dass sein Vater alles ins Lächerliche zog. Kieran würde schon noch sehen was er davon hatte. Auch wenn Atticus sich wünschte ihn davor zu bewahren.. aber offensichtlich musste er es mit eigenen Augen sehen, um Atticus zu glauben. Das war bedauerlich.. aber leider nicht zu ändern.
Atticus würde sicher niemals zugeben, dass sich sowas wie Eifersucht in seinem Inneren breit machte, wenn er sah wie Joey mit Kieran umging. Schließlich war sein Vater doch eh ein Idiot! Konnte ihm egal sein wenn er sich einen neuen Sohn suchte………. war es nur leider nicht und das nervte ihn nur noch mehr. Denn es sollte ihm egal sein!
„Ach und die Person willst du sein, ja? Na klar, so lange bis er durchschaut, dass du nur Scheiße redest. Denn kaum wird es schwierig, haust du doch sowieso ab und lässt ihn fallen“
Also sobald Kieran anfing die Dinge die Joey ihm erzählte zu hinterfragen.. würde er ihn doch eh wieder im Stich lassen. Das lag einfach in Joeys Natur.
Natürlich half Kierans Beschwichtigung nichts. Wobei doch.. Atticus versuchte zumindest sich zusammen zu reißen, denn er konnte sich schon vorstellen wie beschissen diese Situation gerade für ihn war.
Deshalb war es besser wenn er nun ging und seinen Zorn an diesen Säcken voll Sand bei der Arbeit ausließ.
Aber Joey ließ ihn nicht in Ruhe sondern folgte ihm. Weshalb Atticus instinktiv fast zuschlagen wollte, sich aber gerade noch so beherrschte.
Allerdings nahmen Joeys Worte ihm tatsächlich kurz den Wind aus den Segeln und er weitete geschockt die Augen. Er hatte Kieran vor dem Bordell aufgegabelt?? Was zur Hölle hatte er dort denn bitte schön gewollt?
„Du erzählst mir doch nicht schon wieder Lügen oder?“
Er ballte die Hände zu Fäusten… denn er wusste sehr gut was Brutus wohl gerne mit ihm anstellen würde. Und Kieran würde es in seinem Zustand vermutlich auch zulassen. Weil ihm einfach alles egal war. Deswegen hatte Atticus sich schon zuletzt Sorgen gemacht.. er hatte trotzdem darauf gehofft, dass er noch die Kurve bekam und von hier abhaute. Aber offenbar hatte er sich getäuscht und es war wirklich ein Fehler gewesen ihn gehen zu lassen.
Atticus Anspannung ließ nach und er ließ kraftlos die Säcke auf den Boden fallen.
Stattdessen klatschte er plötzlich applaudierend in die Hände und sah seinen Dad enttäuscht an.
„Bravo Joey. Es ist dir mal wieder glanzvoll gelungen alle in deinem Umfeld zu manipulieren, um das zu bekommen was du möchtest. Denn natürlich werde ich mich um ihn kümmern, nun wo er hier ist. Ich kann gar nicht anders und das wusstest du genau als du ihn hier her gebracht hast…“
Und Joey hatte Atticus weiches Herz damit eiskalt ausgenutzt. Wie schon so oft.
„Doch sobald sein Zustand sich wieder etwas gebessert hat…. sorge ich dafür, dass er die Wicked verlässt. Und wehe du unternimmst irgendetwas, um das zu verhindern. Hast du mich verstanden?“
Sagte Atticus nun echt eiskalt und todernst. Denn Atticus durchschaute seine Spielchen inzwischen ganz gut und wusste genau wie Joey tickte.

@Joey Silver



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