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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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THE DEAD DON’T DIE
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So schnell konnte es gehen. Cara erlebte fast ein Déjà-vu. Vor ein paar Monaten erst war sie beim Doc gewesen, um etwas abzuklären, und hatte Ed dabei außen vor gelassen, um ihm keine Sorgen zu machen. Letztlich waren auch keine Sorgen nötig gewesen, dafür jedoch eine Entscheidung. Eine, deren Reichweite sie da womöglich nicht ganz verstanden hatten. Cara war nicht mehr die Jüngste, ihr Zyklus war verdammt unregelmäßig und es hatte einfach sehr viel dafür gesprochen, dass eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich sein würde. Und nun? Tja. Es hatte offenbar nur ein paar Wochen gedauert und schwups, hatte Ed einen Treffer erlangt. xD
Die Vermutung trug Cara sehr lang mit sich herum, noch hoffte sie ja, ihre Periode würde einfach erneut länger auf sich warten lassen. Aber mit jedem Tag, der verging, den sie ›drüber‹ war, setzte ein gewisses Bauchgefühl vehementer ein. Also ging sie erneut zum Doc und auch diesmal tat sie es allein. Dabei könnte sie Ed ja schon jetzt mit einbeziehen. Sie wollte ihn aber nicht umsonst verrückt machen. Gerade hatten sie sich halbwegs daran gewöhnt, dass Alphonse fort war und einen Alltag zu zweit geschaffen, den sie sehr genossen. Edward wirkte so glücklich und ausgeglichen dieser Tage. Auch wenn sie sich einig gewesen waren, das Risiko einer Schwangerschaft einzugehen, so hatte auch er sicher nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde. Oder vielleicht hatte er auch geglaubt und gehofft, es würde gar nicht passieren.
So oder so kehrte Cara mit gemischten Gefühlen nach Hause zurück. Das Ergebnis der Untersuchung ließ keine Zweifel zu und Cara ... wusste echt noch nicht, wie sie es Ed nun sagen sollte. Oder wie sie sich selbst fühlen sollte.
Sie öffnete die Tür der Hütte und fand ihren Liebsten in der Küche vor. Schon wieder ein Déjà-vu. Er machte Sushi. Wie an dem Tag, als Alphonse sie gebeten hatte, mit der Crew der Jupiter fortzusegeln. Das Wasser lief Cara schon im Munde zusammen, doch da erinnerte sie sich an etwas. Ja ... sie war schwanger. Roher Fisch sollte nun erst mal nicht mehr auf der Speisekarte stehen.
Sie trat an Ed heran und gab ihm einen Kuss auf die Wange. »Hey. Ich liebe es zwar, dich in der Küche zu beobachten, aber ... könntest du kurz eine Pause machen?«
@Edward Drummer



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zuletzt bearbeitet 30.12.2023 18:00 |
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Ed ahnte absolut nichts. Was schon auch ein bisschen beunruhigend war. Wieso war Cara so gut darin ihre Sorgen und Gedanken zu verschleiern? Sollte ihr Partner nicht bemerken wenn ihr etwas durch den Kopf ging? Und sollte sie nicht eigentlich mit ihm darüber reden was sie beschäftigte? Hm. Beim letzten Mal war es vor allem um Caras Körper gegangen, weshalb er das noch hatte verstehen können. Aber diesmal ging es nicht mehr nur alleine um sie. Diese Erkenntnis würde aber vermutlich erst später kommen.
Noch stand Edward arglos in der Küche und bereitete voller Elan Sushi vor.
Zwar vermisste er Alphonse immer noch jeden Tag. Aber tatsächlich war es auch mal schön sich einfach nur auf seine Beziehung zu Cara zu konzentrieren. Er hatte das Gefühl dass auch sie darin aufblühte und ihnen diese gemeinsame Zeit wirklich gut tat. Trotzdem hoffte er, dass Alphonse bald wieder zurück käme. Immerhin wusste er nicht mal wie es ihm ging oder ob alles okay war. Aber diese Gedanken wollte er heute Abend verdrängen.
Er wollte seiner großen Liebe einfach nur eine Freude machen.
Weshalb er auch bester Laune war, als sie endlich herein schneite.
Als sie ihm einen Kuss auf die Wange gab, packte er sich Cara gleich mal an der Hüfte und gab ihr einen ordentlichen Kuss. Schließlich waren sie doch keine Geschwister oder so, die sich platonisch küssten.
Allerdings unterbrach Cara den Kuss recht bald wieder, was ja okay war. Sicher hatte sie wahnsinnigen Hunger.
Bei ihrer Frage ahnte er noch nichts Böses und nickte lediglich, während er seine Schürze auszog.
„Sicher. Ich bin ohnehin schon fertig. Aber vorher probier unbedingt das! Ich glaube das ist bisher meine beste Kreation“
Weshalb er ihr ein Stück Butterfisch Sushi entgegen hielt. Denn er ertrug es keine Sekunde länger auf ihre Reaktion zu warten.
Nur dass die wohl anders ausfallen würde als erwartet xD.
@Cara Drummer



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Cara war seit Ausbruch der Apokalypse phasenweise lang allein gewesen oder mit Menschen zusammen, denen sie nicht vertraut hatte. Vielleicht lag es daran, dass sie ihre eigentlichen Gefühle recht gut verschleiern konnte. Oder Ed hatte sich schon daran gewöhnt, dass sie eben manchmal mit den Gedanken woanders war und traurig wirkte oder vielmehr so, als würde sie etwas beschäftigen. Was bei ihrer Vergangenheit auch nicht verwunderlich war. Sie machte jedenfalls nicht aus Absicht ein Geheimnis aus ihrem Wohlbefinden und ihren Sorgen. Darüber konnten sie aber ruhig noch reden, sobald die große Neuigkeit raus war. Ab sofort wollte Cara ihren Liebsten ja auch teilhaben lassen. Besser spät als nie.
Ed begrüßte sie so überschwänglich, dass ihr beinah die Luft wegblieb. Dieser Mann verlor wirklich niemals seine Wirkung auf sie. Ihre Knie wurden weich, in ihrem Bauch flogen hunderte Schmetterlinge umher. Sie war immer noch so verliebt wie ... na ja ... seit sie eben bemerkt hatte, dass sie in ihren eigentlichen Schwager verliebt war.
Cara erwiderte den Kuss voller Hingabe und krallte sich dabei an Eds starken Schultern fest. Das half ihr, sich für das zu wappnen, was sie ihm sagen wollte. Was sie nicht länger aufschieben wollte und sich daher sanft, aber bestimmt von ihm löste.
Ihr Partner hielt ihr eine seiner Kreationen unter die Nase, damit sie probierte. »Ed ...«, meinte Cara ausweichend und trat unwillkürlich einen Schritt zurück. Dennoch fand sich auf ihren Lippen ein Lächeln wieder. »Ich fürchte, du musst das alles allein essen. Roher Fisch ist erst mal tabu für mich.«
Wahrscheinlich würde er sie nun ansehen, als würde er die Welt nicht mehr verstehen. Weswegen sie gleich nachsetzte. »Ich ... ich bin schwanger.«
@Edward Drummer



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Traurigerweise hatte Ed sich bereits daran gewöhnt, dass Cara häufig ihren Gedanken nachhing. Er versuchte zwar für sie da zu sein und sie zurück ins Hier und Jetzt zu holen, wollte sie aber auch nicht bedrängen. Da er wusste, manche Dinge hinterließen nun mal Spuren. Er wollte Cara lieben wie sie heute war und zwar mit allen Wunden und Narben. Und das tat er auch. Selbst wenn er sich natürlich wünschte noch besser für sie da sein zu können.
Ob er dazu wirklich das Zeug hatte, würde sich aber alsbald zeigen.
Warum Cara so abweisend auf sein super tolles Sushi reagierte verstand er im ersten Moment überhaupt nicht. Und auch nicht.. weshalb sie keinen rohen Fisch essen sollte. Hatte sie sich den Magen verdorben oder war krank?
Besorgt blickte er ihr in die Augen. Da war es sogar egal, dass er nun offenbar alles umsonst gemacht hatte.
Ehe er jedoch nachfragen konnte… nannte sie einen Grund.. der Ed erst mal in völlige Schockstarre versetzte.
Hatte er gerade richtig gehört? Hatte Cara wirklich gesagt sie war….. schwanger?
Ed starrte sie einfach nur wortlos mit offenem Mund an. Das Sushi immer noch zwischen den Stäbchen haltend.
Er blinzelte dabei nicht mal, in seinem Kopf herrschte mit einem Mal völlige Leere. Während sein Herz fest zu pochen begann. Und instinktiv stopfte er sich in einer Kurzsschlussreaktion plötzlich einfach das Sushi in den Mund und kaute hastig darauf herum.
Er wusste nicht wieso er das tat. Das war völlig bescheuert. Aber.. gerade hatte er echt einen dezenten Aussetzer. Weshalb ein paar Augenblicke vergingen, in denen er einfach nur starrend kaute.
Erst als er das Sushi endlich runter geschluckt hatte fand er seine Sprache wieder. Naja.. mehr oder weniger.
„…was?“
Er musste es noch mal hören. Um sich sicher zu sein, dass er Cara wirklich richtig verstanden hatte.
„Du bist.. schwanger?“
Das war schon ein kleiner Schock. Denn ja.. sie hatten sich natürlich darauf geeinigt es einfach drauf ankommen zu lassen, aber auch Ed hätte nie damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde! Caras Zyklus war total unregelmäßig, sie war nicht mehr im besten Alter für eine Schwangerschaft und generell… manche Paare versuchten doch Jahre ein Kind zu kriegen und es klappte nicht. Wie… hatte er so schnell einen Treffer landen können??? Das fragte er sich wirklich. Aber auch wenn es ein Schock war, bedeutete es auch… dass er Leben erschaffen hatte. Ein kleines Leben.. seinen eigenen, leiblichen Sohn. Oder Tochter natürlich. Das war… schon ziemlich überwältigend. Weshalb Eds geschockter Gesichtsausdruck nun einem vorsichtigen und unsicheren Lächeln wich und er Cara an sich zog
„Du bist schwanger. Wir.. bekommen ein Baby“
Das war wirklich… unglaublich. Und unverantwortlich aber… trotzdem irgendwie auch wunderschön!
@Cara Drummer



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Cara fühlte sich bei Ed so geborgen und aufgefangen wie bei niemandem sonst. Dennoch war keiner von ihnen noch so wie vor der Apokalypse. Das Leben hatte Spuren hinterlassen. Bei ihrer Familie konnte Cara aber endlich heilen, Stück für Stück. Trotzdem war sie manchmal abwesend oder in sich gekehrt. Das hatte aber nichts damit zu tun, dass Ed nicht genug für sie da war.
Doch nun war sie mit einer Neuigkeiten zu ihm gekommen, deren Tragweite auch ihr erst nach und nach bewusst wurde. Natürlich war sie schon einmal schwanger gewesen. Zweimal um genau zu sein. Sie hatte trotzdem nicht erwartet, dass ihr die Vorstellung, dieses Baby auch zu verlieren, dermaßen die Luft abschnüren würde. Weswegen sie das noch so gut verdrängte wie sie konnte. Ein Schritt nach dem anderen.
Noch konnte sie Eds Starren nicht richtig einordnen, aber sie fand es niedlich. Wie er das Sushi zwischen den Stäbchen hielt und es sich dann kurzerhand in den Mund stopfte und überfordert darauf herumkaute. Das ließ sie lächeln.
»Ich bin schwanger«, wiederholte sie bereitwillig, nun griff sie auch nach einer seiner Hände.
Und endlich lächelte ihr Liebster. »Ja. Wir bekommen ein Baby.« Nun rannen ihr ein paar Tränen über die Wangen und sie nickte. Je öfter sie es sagte, desto mehr erreichte es auch ihren Verstand.
Sie flüchtete sich in Eds Arme und lehnte den Kopf an seine Schulter. »Ich dachte nicht, dass es so schnell passieren würde.« Irgendwie wollte sie sich dafür entschuldigen, aber sie hatten zum einen die Entscheidung gemeinsam getroffen und zum anderen konnte sie ihren Körper halt auch nicht steuern.
»Ich habe Angst. Aber ich freue mich auch sehr.« Wenn sie ihre Gefühlswelt zusammenfasste – wenn auch oberflächlich – vielleicht gelang es Ed dann auch, seine besser wahrzunehmen. Cara konnte sich vorstellen, dass er ebenso durcheinander und leicht überfordert war wie sie.
@Edward Drummer



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So richtig in seinem Gehirn ankommen würde die Tragweite dieser Nachricht wohl erst nachts, wenn er im Bett lag und alles noch mal Revue passieren ließ. Vielleicht würde auch dann die Panik folgen. Doch im Moment war er eher baff und ein bisschen sprachlos deswegen, da so viele Gefühle auf einmal sich in sein Herz mischten. Natürlich war Angst ebenfalls eines davon, jedoch war es nicht das dominanteste.
Denn natürlich dachte er nun nicht als erstes daran, dass sie dieses Kind wieder verlieren könnten. Er hatte noch nie eine Fehlgeburt durchgemacht und war damals auch nicht an Caras Seite gewesen. Weshalb er diesbezüglich noch nicht so viele Erfahrungen oder Traumata hatte. Doch natürlich würde er für Cara da sein, wenn sie ihm von seinen Ängsten erzählte! Für ihn stand jedoch fest, dieses Kind würde geboren werden. Komme was wolle.
Ed hätte das Sushi auch einfach weg legen können aber irgendwie musste es verschwinden weil es ihn daran hinderte Cara in die Arme zu nehmen. Also stopfte er es stattdessen in den Mund. Was ihm auch noch ein paar Sekunden Zeit schenkte um das Gesagte zu verarbeiten.
War das Baby dann eigentlich AJs Bruder oder sein Cousin? xD naja, also darüber konnten sie sich noch Gedanken machen wenn Alphonse wieder da war und sie ihm die Neuigkeit berichteten.
Jetzt ging es erst mal nur um sie beide. Naja.. und um das kleine ungeborene Rosinchen, das da in Caras Bauch heran reifte.
Edward schloss Cara fest in seine Arme und küsste ihr immer und immer wieder den dunklen Haarschopf.
„Das ist einfach.. ich bin sprachlos“
Er hatte auch nicht damit gerechnet, dass es so schnell ging. Aber so war die Natur nun mal. Ihnen war das bewusst gewesen, weshalb Edward nun auch zu diesem Kind stehen würde. Denn einen Rückzieher zu machen ging nun nicht mehr. Wollte Ed ehrlich gesagt auch nicht. Denn die Vorstellung ein eigenes Kind zu haben.. war schon etwas ganz Besonderes. Seit er AJ aufgezogen hatte, hatte seine Einstellung zum Vatersein sich nun mal ziemlich geändert. Egal wie schwer sein Ziehsohn es ihm auch manchmal gemacht hatte und umgekehrt. Doch bei einem zweiten Anlauf könnte er vielleicht viele Dinge besser machen…. die er bei AJ ziemlich verkackt hatte. Und davon gab es einige.
„Egal was passiert Cara, ich bin für dich und das Kleine da. Wir ziehen das gemeinsam durch, hörst du? Ich werde euch beschützen.“
Instinktiv wanderte Edwards Hand nun auch an Caras Bauch. Selbst wenn man dabei natürlich noch nichts spürte… so hatte Edward dennoch das Gefühl auf diese Weise bereits eine Verbindung zu dem kleinen Wesen aufbauen zu können.
Und wenn er Daddy wurde dann mit allem was dazu gehörte und vollem Herzen. Neben der Überforderung machte sich demnach auch noch ein anderes Gefühl breit, nämlich Entschlossenheit... dafür dieser kleinen Familie ein Anker zu sein, für sie zu sorgen und sich um sie zu kümmern. Und das fühlte sich irgendwie verdammt gut an.
@Cara Drummer



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Wahrscheinlich würden sie später gemeinsam im Bett liegen und von der Tragweite dieser Lebensveränderung überwältigt werden. Wenigstens waren sie dann nicht allein. Cara hatte es bei ihrer letzten Schwangerschaft furchtbar gefunden, dass Bernard sich einen Scheiß um sie gekümmert hatte. Er hatte sie sogar ausgelacht, als sie ihm von dem Baby erzählt hatte. Und doch war er nicht bereit gewesen, auf sie beide zu verzichten, sodass Cara hatte fliehen müssen.
Eigentlich verrückt, dass sie trotzdem entschieden hatte, Ed erst jetzt einzuweihen. Dabei hatte sie sich durchaus schon gewünscht, es zu tun, als sie bemerkt hatte, dass ihre Periode diesmal ungewöhnlich lang ausblieb. Doch sie konnte es nicht mehr ändern. Hauptsache, sie sagte ihm jetzt die frohe Kunde und haderte nicht noch weiter mit sich allein.
Sprachlos ... ja, das traf es ganz gut. So fühlte sich Cara auch. Trotzdem versuchte sie in wenige Worte zu fassen, wie es ihr ging.
»Ich weiß«, meinte sie leise. »Ich weiß, dass du mich ... oder vielmehr uns ... nicht im Stich lassen wirst.« Cara legte ihre Hand auf die ihres Partners, welche an ihren Bauch gewandert war. Schon als sie mit Alphonse schwanger gewesen war, hatte Ed ihren Bauch berühren dürfen, aber nun ... ja, nun fühlte sich das natürlich ganz ganz anders an. Weil er der Vater war. Weil sie sich nun liebten und ein Paar waren.
»Ich muss dir noch was gestehen. Dass ich ein Kind erwarte weiß ich ... logischerweise nicht von einem Schwangerschaftstest aus der Apotheke.« Cara schmunzelte leicht, doch ihr schlechtes Gewissen war ihr trotzdem anzusehen. »Ich war ... heute schon beim Doc, weil ich ... die Vermutung schon seit zwei, drei Wochen habe. Es tut mir leid, dass ich dich nicht früher mit einbezogen habe. Wenn es nun falscher Alarm gewesen wäre, hätte ich mich ziemlich dumm gefühlt, so ein Aufhebens zu veranstalten.«
@Edward Drummer



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Sie würden vermutlich noch mehrmals davon überwältigt werden. Mit Tag 1 einer Schwangerschaft.. änderte sich schließlich schlagartig das gesamte Leben und die Gefühlswelt. Denn fortan, drehten die Gedanken sich ausschließlich um dieses kleine Wesen. Man wollte es beschützen, behüten, für es da sein und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass es ihm gut ging und es glücklich wurde. In Zeiten der Apokalypse war vielleicht nicht alles davon leicht zu erfüllen.. aber Ed würde dennoch alles dafür geben, damit es klappte. Diesmal war dieses Kind nämlich vom ersten Moment an seines. Und er übernahm es nicht erst nach ein paar Jahren in einer Notsituation. Für ihn änderte sich damit schon wirklich viel. Und so sehr er AJ auch liebte.. diese Erfahrung war trotzdem eine ganz Besondere für ihn.
„Niemals“
Versicherte Edward noch ein weiteres Mal und drückte leicht Caras Hand, ehe er ihr einen Kuss auf die Stirn hauchte. Diese Situation war einfach so überwältigend, dass er es kaum in Worte fassen konnte.
Allerdings runzelte er etwas die Stirn als Cara ihm noch etwas gestehen wollte. Sagte sie ihm jetzt das Kind war nicht von ihm? xD na vermutlich nicht. Stattdessen eröffnete sie ihm, dass sie schon seit einer Weile diesen Verdacht hatte?
„seit drei Wochen???“
Sagte er nun doch ein wenig entrüstet. Er war nicht sauer deswegen auf Cara aber.. es stört ihn schon ein wenig, dass sie ihm nichts davon erzählt hatte. Deswegen war sie manchmal so gedankenversunken gewesen. Und doch hatte sie nichts gesagt, selbst dann nicht, als Ed sich danach erkundigt hatte, ob alles okay mit ihr war.
Weshalb Edward sich nun wieder etwas von ihr löste aber stattdessen ihre Hände nahm um ihr direkt und auch ernst in die Augen zu sehen.
„Mit mir über deine Gedanken und Sorgen zu reden veranstaltet niemals zu viel Aufhebens. Cara… ich weiß du musstest in den letzten Jahren viel mit dir alleine ausmachen. Aber jetzt nicht mehr, hörst du? Selbst wenn es nur falscher Alarm gewesen wäre, hätte ich trotzdem gerne mit dir mitgefiebert, gewartet und dich in die Arme genommen. Ich bitte dich.. sprich mit mir über solche Dinge. Egal was es ist. Du bereitest mir niemals Umstände oder musst dich dumm fühlen… wegen irgendetwas das dir durch den Kopf geht, okay?“
@Cara Drummer



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Natürlich war das Kind von ihm!! xD Nein, es war etwas anderes, das Cara ihm noch gestehen musste. Er war schon nicht begeistert gewesen, dass sie wegen der Blutungen vor ein paar Monaten allein zum Doc gegangen war, und jetzt hatte sie ihn schon wieder ausgeschlossen. Diesmal nicht nur für einen Tag, sondern gleich mehrere Wochen. Natürlich war er entrüstet. Cara ließ schuldbewusst den Kopf sinken. Ed sorgte mit seiner Geste dafür, dass sie ihren Blick wieder hob. »Ich weiß«, sagte sie erneut. »Aber ... Alphonse ist nicht da und ich weiß auch, wie sehr du ihn vermisst.« Sie tat das natürlich auch, aber Ed und Feivel würden immer einander näher sein als sie und ihr Sohn. Das war nun leider so. »Ich wollte nicht für noch mehr Unruhe in deinem Herzen sorgen. Aber jetzt ... werde ich mit dir über alles reden, okay? Und ich würde mich auch freuen, wenn du mit zum Arzt kommst. Ich habe gehört, der im Cottage soll sehr gut sein, vielleicht können wir dorthin reisen. Sobald Feivel wieder da ist. Um ganz sicher zu gehen, dass ... alles gut verläuft.«
Cara stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihren Partner zu küssen – als Entschuldigung, aber auch, weil sie sich nach seiner Nähe sehnte. Sie erwartete sein Kind und das brachte sie näher zueinander als je zuvor.
Es dauerte noch mal zwei Wochen, da segelte die Jupiter langsam aber sicher auf Balar zu. Alphonse stand an Deck und beobachtete das kleine Fitzelchen Land. Seine Panikattacke und Flashback waren nun auch schon ein paar Tage her. Ren und Sanji waren für ihn da gewesen und auch hatten sie ihr Training wieder aufgenommen. Feivels Sensei würde mit seinem Partner sogar in Balar von Bord gehen und dort auf unbestimmte Zeit bleiben. AJ konnte nur hoffen, er würde sich nicht mit Ed überwerfen. Ohnehin war sein Magen ein eisiger Klotz. Er sehnte sich sehr nach seinen Eltern und Atticus, aber er wusste noch nicht, ob er es wirklich schaffen würde, ihnen vom Flashback zu erzählen. Dann würden sie sich doch nur Sorgen machen und das musste nicht sein.
In Balar wurde die Jupiter schon in der Ferne gesichtet, sodass die Nachricht ihrer baldigen Ankunft auch an Cara und Ed getragen wurde, die sich sicher ganz aufgeregt am Steg einfinden würden.
Auch Sanji stand mit gepackten Seesack an der Reling und atmete tief durch. Der Abschied von der Crew war ziemlich tränenreich gewesen. Die Jupiter würde nämlich direkt weitersegeln, nachdem sie das Grüppchen rausgelassen hatte. Damit wäre der Abschied auf unbestimmte Zeit wirklich endgültig. Besonders schwergefallen war es Sanji, dem Captain Lebewohl zu sagen. Er war schließlich wie ein Vater für ihn. Aber der Smutje wusste, wofür er es tat. Für die Liebe seines Lebens.
@Edward Drummer



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„Das hier hat nichts mit Alphonse zu tun Cara. Du musst keine Rücksicht auf mich nehmen, ich komme mit allem klar was du mir erzählst“
Offenbar musste er ihr noch deutlicher beweisen, dass er stark genug war jede Last für ihre Familie zu schultern. Ed wollte dass Cara an ihn glaubte. Dass er eine Schulter zum Anlehnen für sie war und niemand, den sie behandeln musste wie ein rohes Ei. Sie sollte auf ihn und seine Stärke vertrauen..
„Versprochen?“
Fragte Ed nun sogar, denn sie hatte schon beim letzten Mal gesagt, dass sie ihn beim nächsten Mal gleich einbeziehen würde, es dann aber wieder nicht getan. Also musste er ihr dieses Versprechen einfach abringen.
„Natürlich begleite ich dich zum Arzt! Und werde ihm Löcher in den Bauch fragen“
Möglicherweise würde Ed ja ein ziemlicher Glucken Partner werden, nun wo er Daddy wurde, doch Caras Schutz und der des Babies hatten nun stets oberste Priorität! Und wahrscheinlich würde Ed versuchen Cara jeden noch so kleinen Handgriff abzunehmen wenn er konnte.
Richtig böse konnte er Cara nach so einer Nachricht aber ohnehin nicht sein, weshalb er sie ebenfalls küsste und anschließend erneut in die Arme schloss. Er sagte noch ein paar mal ‚wir bekommen ein Baby‘, weil er es einfach nach wie vor nicht glauben konnte.
Nun quälte es ihn wirklich, dass AJ nicht da war. Denn er musste ihm diese Neuigkeit unbedingt erzählen! Er wollte diese Erfahrung mit ihm teilen… denn er würde ein großer Bruder werden!!Das musste er einfach wissen!
Weswegen Ed ungeduldig wartete, bis das Schiff endlich wieder in Sichtweite war.
Natürlich standen Ed und Cara am Bootssteg und warteten aufgeregt auf ihren Sohn. Hoffentlich ging es ihm gut. Hoffentlich war er in einer stabilen Verfassung und das alles war ihm nicht zu viel geworden. Hoffentlich hatte der Samurai ihm nicht zu viel Scheiß eingeredet und ihn doch noch gegen seinen Dad aufgehetzt. So viel hatte in diesen Monaten passieren können! Und doch konnte Ed zu 99% nur an die Schwangerschaft denken.
Also wartete er ungeduldig bis er AJ endlich in der Ferne erblickte. Und dann.. konnte er nicht mehr anders als sofort auf ihn zuzulaufen, und ihn fest in die Arme zu schließen. Alle Fragen und Worte konnten warten. Ed wollte seinen Sohn nun einfach nur umarmen. Ihn drücken und.. dankbar dafür sein, dass er in einem Stück zurück gekehrt war.
Ren beobachtete die Szene mit ein bisschen Missmut. In den vergangenen Monaten war er immerhin seine wichtigste Bezugsperson gewesen und nun war da wieder dieser skrupellose Yakuza. Aber er musste sich irgendwie mit dieser Tatsache arrangieren, wenn er AJ hier weiterhin trainieren wollte. Also zwang er sich dazu weg zu sehen und.. nahm stattdessen Sanjis Hand. Dem der Abschiedsschmerz ja in die Augen geschrieben stand.
„Und du bist dir auch wirklich sicher?“
Ren hatte Sanji diese Frage in den letzten Tagen wohl schon gefühlt 100 Mal gestellt. aber jetzt war es noch mal was anderes, weil es wirklich ans Eingemachte ging und Ren wollte, dass Sanji sich wirklich zu 1000% sicher war.
@Cara Drummer



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Es hatte nichts damit zu tun, dass Cara dachte, Ed sei schwach oder so. Sie hatte einfach Rücksicht nehmen wollen und war es zudem gewohnt, viel mit sich selbst auszumachen. Leider hatten die letzten Jahre sie nicht stärker gemacht, sie fühlte sich mehr in der Opferrolle als je zuvor. Und eigentlich wollte sie da ja ausbrechen – noch ein Grund, weshalb sie der Rache an Bernard zugestimmt hatte. Aber jetzt wurde sie erneut Mutter und noch schützenswerter. Ihr war klar, wie sehr das auch Eds Verhalten ändern würde. Er war sowieso ein Beschützer und sie liebte das an ihm. Aber schon damals, als sie mit AJ schwanger gewesen war, hatte er als Schwager so viel wie nur möglich für sie getan und jetzt, wo er der Vater war, würde es sicher noch mehr werden. Da mussten sie beide irgendwie eine Mitte finden.
»Ich verspreche es! Hoch und heilig!« Diesmal meinte Cara es auch wirklich ernst. Keine Geheimnisse mehr.
Wie Alphonse das wohl alles aufnehmen würde? Eine Frage, die sich Cara nun auch immer wieder stellte. Sie hatte nicht ganz eruieren können, wie er mit der Botschaft klargekommen war, dass Cara niemals mehr Kinder haben konnte. Jetzt würden sie ihm sagen, die Möglichkeit bestand doch noch und nicht nur das - Cara war bereits schwanger. Es gab viele Arten, auf denen Feivel reagieren könnte und nicht jede davon war positiv. Weswegen Cara wirklich aufgeregt war und Eds Hand quetschte, während sie am Steg standen und auf das Schiff warteten.
Alphonse war noch mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Seine Eltern hatten hoffentlich keine Hiobsbotschaften ... hoffentlich ging es ihnen gut. Gleich morgen wollte AJ auch zum Baum aufbrechen und seine Briefe wegbringen sowie schauen, ob Atti ihm geschrieben hatte. Und dann konnte er vielleicht endlich durchatmen und sich von den mentalen Strapazen etwas erholen. Sanji und Ren brauchten ja sicher auch etwas Eingewöhnungszeit.
Alphonse hastete auf den Steg und wurde dabei auch immer schneller. Er warf sich seinem Dad förmlich in die Arme und auch Cara kam bald hinzu, sodass sie sich zu dritt umarmten. Eine der seltenen Situationen, in denen Feivel mal die Worte fehlten. Trotzdem presste er welche heraus. »Ich hab euch so vermisst!« und »Wie gehts euch?«, aber auch »Mein Rucksack ist voller Essen. Sanji hat die letzten Tage viel zu viel gekocht!« xD Dessen Reaktion auf Stress.
Ren und Sanji beobachteten, wie Vater und Sohn aufeinander zu liefen, und der Smutje hielt die Hand seines Liebsten ganz fest. »Ich bin mir sicher. Zu hundert Prozent.« Damit wandte er sich ein letztes Mal zum Captain um, der oben am Ausguck stand, und winkte ihm zu. Dann zog er Ren mit sich und in ein neues Leben.
@Edward Drummer



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Ed wollte natürlich auch, dass Cara aus der Opferrolle ausbrach und wieder lernte mehr für sich selbst einzustehen. Aber das war doch nicht mit einer Schwangerschaft zu vergleichen. Cara war nun besonders schützenswert, weil sie ein kleines Leben in sich trug, das durch Verletzungen, Stress, Unfälle so schnell beendet werden konnte. Natürlich würde er sie hüten wie mit Argusaugen. Aber nicht weil Cara schwach war.. sondern weil sie nun besonders auf sich achten musste. Wenn ihr das zu viel wurde musste sie mit Ed darüber reden. Denn der würde wirklich alles für ihr Wohlergehen tun.
Dazu gehörte aber auch, dass sie mit ihm redete wenn es ihr nicht gut ging. Denn nur dann konnte er richtig für sie da sein. Er würde sie also an ihr Versprechen erinnern.
Nun kam allerdings der Moment der Wahrheit näher. In welchem sie Alphonse von der frohen Kunde berichteten. Ed wusste wirklich noch nicht wie er das am besten ansprechen sollte. Also.. er hatte es sich mehrmals überlegt. Aber wann und wie er es tun würde, käme ganz auf AJs Zustand an. Wenn es ihm Scheiße ging, er traurig oder sonst irgendwie bedrückt war, konnte er ihm nicht davon erzählen. Er musste den richtigen Augenblick abwarten. Das war bei AJ manchmal ausschlaggebend für die weitere Entwicklung eines Gesprächs.
Erstmal folgte aber eine feste Umarmung. Aus welcher Ed seinen Sohn am liebsten gar nicht mehr entlassen wollte. Natürlich nahmen sie Cara nun ebenfalls dazu und die Familie war endlich wieder vereint.
„Du hast mir auch wahnsinnig gefehlt mein Großer… Scheiße bist du etwa gewachsen?“
Fragte er während er Feivel durch das wirre Haar wuschelte. Oh er wollte in Anwesenheit von Frauen ja nicht fluchen, aber es war ihm nun so raus gerutscht und er lachte dabei, während er Feivel weiter knuffte.
„Na dann, wie wärs wenn wir uns erst mal in unsere Unterkunft zurück ziehen, was von dem leckeren Essen probieren und du uns von deinen Seemannsabenteuern erzählst hm?“
Irgendwie hatte Ed das Gefühl.. dass sie nun erst Feivel ein bisschen zuhören sollten, ehe sie mit der Nachricht raus rückten. Weshalb er Cara auch einen kurzen Seitenblick zuwarf, sie sah das doch sicher ähnlich oder? auch wenn Ed es kaum noch aushielt. Aber Feivels Wohl war nun wichtiger. So wie das mit Kindern eben war.
@Alphonse Drummer



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Alphonse merkte nicht, dass seine Eltern etwas auf dem Herzen hatten. Wie auch? Gerade war alles in Wiedersehensfreude getränkt. Die verdrängte endlich auch mal die metaphorischen Eisdornen, die seit dem Flashback AJs Magen malträtierten.
Cara machte es längst nichts mehr aus, wenn Ed in ihrer Gegenwart fluchte. Das gehörte eben zu ihm. Auch wenn sie es ebenso mochte, wenn er sich höflich und wie ein Gentleman benahm. Sie schmunzelte also nur und betrachtete ebenfalls ihren Sohn genau. War er gewachsen? Gut möglich.
Feivel hingegen musste ebenfalls lachen. »Auf jeden Fall habe ich etwas zugenommen. Nichts gegen eure Kochkünste, aber Sanji hat mich förmlich gemästet.« Was er ja auch durchaus begrüßt hatte. Eigentlich tendierte er dazu, noch weniger zu essen, wenn er betrübt war, aber der Smutje hatte so eine Art an sich ... dass man ihm die Mahlzeit kaum ausschlagen konnte. Außerdem fühlte man sich danach wirklich besser, und zwar nachhaltig und nicht nur für einen kurzen Moment. Das war fast wie Magie.
Wovon sich auch seine Eltern gleich überzeugen durften. Feivel drehte sich noch einmal zu seinem Sensei um und winkte ihm. Sie würden jetzt für ein paar Tage getrennte Wege gehen und sich akklimatisieren, aber bald auch ihr Training wieder aufnehmen.
In der Hütte angekommen, packte AJ all die Dosen aus, die mit Kostbarkeiten gefüllt waren. Als endlich alles warm und aufbereitet war, saßen die Drummers geeint am Tisch und konnten sich die Bäuche vollschlagen. Feivel berichtete von dem Leben auf dem Schiff und auch ein paar Anekdoten vom Training. Die unschönen Facetten ließ er aus. Fürs Erste. Er konnte einfach noch nicht darüber sprechen, er war doch gerade erst wieder angekommen. Ob seine Eltern trotzdem bemerkten, dass es ihm nicht ganz so gut ging? Er hoffte es nicht.
Stattdessen wandte er sich an Edward. »Hast du meinen Brief zu dem Baum gebracht, Dad? War da ... vielleicht auch schon einer für mich drin?« Zwar würde Feivel morgen selbst hingehen, aber wenn er jetzt schon ein paar Zeilen von Atti hätte, wäre das ein riesiger Schatz. Vielleicht würde es den Vermissungsschmerz ein kleines bisschen dämpfen.
»Und was habt ihr so erlebt? Habt ihr es ordentlich krachen lassen?« Dass so ein Witz gerade von ihm kam, war sicher ungewohnt. Aber wieder bei seiner Familie zu sein, fand Feivel wunderschön. Jetzt spürte er noch mehr, wie sehr sie ihm gefehlt hatte. Und das merkte man bei ihm durch lockere Aussagen wie diese, die er sonst selten tätigte.
@Edward Drummer



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„Na ich hoffe das hast du gleich mal in Muskelmasse verwandelt“
Sagte Ed grinsend und kniff AJ neckend in den Oberarm. Er war zwar trainiert aber trotzdem ein kleiner Spargeltarzan. Vielleicht hatte er nun ja endlich mal ein bisschen Masse aufgebaut. Bestimmt hatte Feivel es wahnsinnig vermisst so von seinem Dad getriezt zu werden. Der war schließlich der einzige, der sich sowas herausnehmen durfte. Na gut, Atticus vielleicht auch. Aber der tat das ja eher selten. Doch da musste AJ jetzt durch, nach so langer Zeit hatte sich viel an Sprüchen bei Ed angestaut, das musste nun alles raus xD.
Ren beobachtete das fröhliche Aufeinandertreffen mit kühler Miene. Auch wenn er innerlich vielleicht doch ein kleines bisschen lächelte.. einfach weil er sich für Alphonse freute, dass er nun seine Familie wieder sehen konnte. Egal was er auch von ihr hielt. Nickte ihm allerdings zum Abschied nur kurz zu. Es reichte, dass er ihm auf dem Schiff seine sanftmütige Seite gezeigt hatte. Hier vor den anderen musste das nun wirklich nicht sein. Erst Recht nicht vor seinem Dad.
Welcher extrem erleichtert war, dass Feivel sie vermisst hatte. Offenbar hatte der pseudo-Samurai es doch nicht geschafft sie zu entzweien. Ein Glück.. denn diese Sorgen waren zwischendurch mehr als einmal aufgepoppt.
Jetzt waren die Sorgen allerdings erst mal vergessen und sie konnten sich die Bäuche vollschlagen. Auch wenn Ed sich plötzlich ganz gierig über das Sushi her machte, damit Cara bloß nichts davon abbekam und nicht in Zugzwang geriet es zu probieren. Er könnte also etwas unersättlich wirken aber naja, das nahm er in Kauf.
„Und ich dachte wirklich ich hätte das Sushi machen perfektioniert.. verdammt“
Dieser Sanji war ja echt ein Spitzenkoch. Denn das schmeckte noch tausend mal besser als seine Kreationen. Echt ein bisschen frustrierend aber auch befriedigend, wenn man es sich auf der Zunge zergehen ließ. Als AJ ihn wegen dem Brief fragte sah er ihn irritiert an.
„Welchen Brief?“
Fragte er seinen Sohn gespielt ahnungslos. Musste dann allerdings lachen und klopfte Feivel auf die Schulter.
„Natürlich hab ich ihn zu eurem Baum gebracht. Echt ganz schön kitschig was du da geschrieben hast“
Triezte er Feivel erneut xD Ed würde sich bald wieder einkriegen. Aber gerade hatte er echt das Gefühl einiges nachholen zu müssen und tatsächlich war er einfach… extrem guter Laune, weil seine Familie nun endlich wieder vollständig war. Aber AJ wusste hoffentlich, dass Ed ihn natürlich nicht gelesen hatte. Würde er niemals machen. Und zog dann aus seiner Tasche ebenfalls ein kleines Stück Papier raus, um es Alphonse wortlos zu reichen.
Denn da hatte tatsächlich schon eine Antwort drin gelegen. Im Grunde hatte Atticus ihm in dem Brief einfach nur eine wunderschöne Zeit mit vielen Abenteuern auf der Jupiter gewünscht. Und ihm geschrieben, dass er ihm irgendein Erinnerungsstück von seiner Reise mitbringen sollte. Natürlich auch wie sehr er ihn liebte. Dass Alphonse den Brief nicht mehr rechtzeitig erhalten hatte, wusste er ja schließlich nicht.
Ed war schon klar, dass es sicher nicht nur gute Zeiten auf dem Schiff gegeben hatte. Aber.. er wusste auch, dass Feivel Zeit brauchte um darüber zu reden. Ein fröhliches Familienessen war nicht der richtige Ort dafür. Vielleicht würden diese Geschichten ja kommen.. wenn sie mal abends am Lagerfeuer saßen oder so. Ed kannte Feivel.. also würde er warten.
Als AJ diese Bemerkung raus haute, konnte Ed allerdings mit etwas anderem nicht mehr so gut warten, weshalb er kurz rüber zu Cara schielte und nach ihrer Hand griff
„Kann man wohl so sagen“
Sagte er nun grinsend, denn AJ fasste das mit seiner lockeren Bemerkung ziemlich gut zusammen. Sie hatten es so sehr krachen lassen, dass ein Baby daraus entstanden war. Weshalb er nun kurz etwas nervös auf seiner Lippe herum kaute und dann noch mal zu Cara sah. War sie bereit? Er hoffte es.
„Ein bisschen zu sehr vielleicht sogar. Denn… gratuliere, du bekommst ein kleines Geschwisterchen“
@Alphonse Drummer



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»Fordere mich heraus, und ich zeige dir, wie viel Muskelmasse ich angesammelt habe«, stichelte Feivel zurück und grinste. Ihm hatte das gegenseitige Sprüchedrücken mit seinem Dad schließlich auch gefehlt.
Ren würde es nie schaffen, die Drummers zu entzweien, und wahrscheinlich hatte er das auch gar nicht vor. Zumindest hatte er während der ganzen Reise nie Einfluss hinsichtlich der Yakuza-Vergangenheit seiner Eltern auf ihn genommen oder sonst wie über Ed oder Cara hergezogen. Außerdem war Ren kein Vaterersatz, sondern sein Sensei. Wie groß der Unterschied war und wie dieser sich anfühlte, war schlecht in Worte zu fassen, aber Alphonse spürte es in seinem Herzen.
Feivel beobachtete, wie Ed hastig das Sushi verputzte, als hätte er tagelang nichts gegessen. Dabei blieb ja nicht mal was für Cara übrig, deren Leibspeise das doch ebenfalls war. Sie hielt sich eher an den Zuckerkram, den Sanji gebacken hatte. War ja auch okay. Feivel fiel jedenfalls nicht wirklich was Seltsames an seinen Eltern auf, aber er achtete auch nicht penibel darauf.
Er wollte viel lieber wissen, ob er einen Liebesbrief von Atti erhalten hatte. Natürlich ließ sein Dad es sich nicht nehmen und machte noch ein paar Witze. Die Feivel mit einem Augendrehen quittierte und ein bisschen Reis in Richtung Ed schnippte. Pff!
Als Ed endlich wirklich ein Blatt Papier rauszog, schnappte AJ es sich gierig und presste es ganz dicht an sein Herz. Am liebsten würde er sich damit sofort in sein Zimmer verziehen, aber das wäre wohl unhöflich. Er hatte ja noch nicht mal gefragt, wie es seinen Eltern ging.
Nun machte er es und erwartete ja schon halb, dass sie abwinken und ihren Sohnemann mit seinem Liebesbrief mal ne Stunde abziehen lassen würden. Aber nein ... da gab es tatsächlich eine große Neuigkeit, die verkündet werden musste.
Alphonse hörte die Worte, aber sie ergaben irgendwie keinen Sinn. Ein Geschwisterchen? Wie hatte er das zu verstehen? »Ich dachte ... das geht nicht mehr?« Sein verwirrter Blick wanderte zu Cara.
Seine Ma lehnte sich vor und griff nach AJs Hand, der diese aber unterbewusst wegzog. Er wusste auch nicht warum. Eigentlich gab es keinen Grund dazu.
Caras Herz sank, weil Feivel diese Geste unterband, aber sie ließ sich davon nicht beirren. »Der weibliche Körper ist kein Uhrwerk. Obwohl alle Zeichen dagegen standen ... hat mein Zyklus seine Arbeit wieder aufgenommen. Und jetzt bin ich schwanger.«
AJ biss sich auf die Zunge. Ihm kamen hundert Gründe in den Sinn, warum das keine gute Idee war. Oder vielmehr, was alles passieren konnte. Jedem anderen hätte er das jetzt auch ohne Rücksicht auf Verluste erzählt. Aber es ging um seine Ma. Seine eigenen Gefühle zu ergründen fiel ihm mal wieder sehr schwer, weil er ... ziemlich überrumpelt und überfordert von der Nachricht war. Deswegen schob sich ja auch die Logik wieder vor, die alles gründlich durchdachte und auf die Risiken hinweisen wollte.
»Und ... ehm ... freut ihr euch auf das Kind?« Das war doch eine Frage, die man bei so einer Nachricht stellte, oder? Irgendwie kam sie ihm aber auch nicht richtig vor. Als würde er unterstellen, dass man sich auf ein Kind nicht freuen sollte.
Feivel atmete tief durch. »Ich habe Atti anvertraut, dass ich echt traurig über die Nachricht war, dass du keine Kinder mehr bekommen kannst, Mom. Weil ich ... gern ein großer Bruder wäre. Also eigentlich sollte ich mich jetzt wohl freuen und jubeln.« Er fühlte sich schuldig, weil er es nicht tat. Aber seine Eltern wussten ja auch, dass seine Gefühle vor allem bei Überforderung manchmal etwas hinterherhinkten.
@Edward Drummer



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Ed lachte erneut. Und wie er seinen Sohn herausfordern würde. Aber alles zu gegebener Zeit. Voerst gab es wirklich Dinge die wichtiger waren.
Wie beispielsweise seinen Sohn etwas zu foppen, was ihm wirklich gefehlt hatte. Weshalb er auch etwas Reis zurück warf. Sie beide verhielten sich mal wieder absolut erwachsen. Und Ed genoss es in vollen Zügen. Denn mit Cara blödelte er auf diese Weise natürlich nicht herum. Da war er schließlich der galante Gentleman der sie auf Händen trug.
Alphonse reagierte ziemlich genau so wie Ed es erwartet hatte. Natürlich war er überfordert und natürlich wusste er nun nicht wie er mit dieser Sache umgehen sollte und stellte erst mal irgendwelche total sachlichen Fragen.
Dass er Cara die Hand entzog schmerzte aber auch Ed, er wusste immerhin.. wie sehr sie sich die Nähe zu ihm wünschte, nur irgendwie klappte das immer noch nicht so ganz. Was ihm wirklich Leid für sie tat.. aber erzwingen konnte bei AJ eben niemand etwas.
Ob sie sich über das Kind freuten? Konnte man ihnen das denn nicht ansehen?
„Wir wissen schon, dass das ziemlich verrückt ist. Aber dennoch freuen wir uns“
Und diese Worte kamen direkt aus Edwards Herzen, was Feivel sicher auch spüren konnte. Der nun ja sogar überraschenderweise mit ehrlichen Gefühlen heraus rückte. Wow.. damit hatte er nun nicht gerechnet.
Feivel wollte also gerne ein großer Bruder sein? Das brachte Edward zum Lächeln und er legte seinem Sohn die Hand auf die Schulter.
„Du wirst ein großartiger großer Bruder sein. Unser Kind muss gar nicht erst die Schule besuchen, da wir den oberschlausten Lehrer sowieso immer dabei haben“
Denn dieses Kind würde wahnsinnig viel von Feivel lernen, so viel stand fest. Dass er nun jedoch nicht jubeln und sich freuen konnte.. war in Ordnung. Denn Ed wusste auch, dass da noch eine Sache fehlte, die Feivel vorher wohl loswerden musste.
„Und nun los, zähl uns schon all die Risiken und Gründe auf, warum das eine dumme Idee ist“
Das tun zu müssen war schließlich wie ein Zwang für seinen Sohn, weshalb…. sie das nun wohl oder übel über sich ergehen lassen mussten, bis sie ihm sagen konnten, dass sie trotz dieser Risiken dazu bereit waren dieses neue Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen.
@Alphonse Drummer



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Cara würde nicht aufhören, darum zu kämpfen, dass sie und Feivel ein engeres Verhältnis zueinander pflegen würden. Aber sie wusste auch, wie falsch es wäre, sich aufzudrängen und etwas zu erzwingen. Vielleicht würde es Jahre dauern, bis sie ähnlich locker miteinander umgingen, wie Ed und Feivel es taten. Und das musste Cara akzeptieren. Solang es auch brauchen würde – bis dahin erfreute sie sich an der Tatsache, dass sogar Ed sich wie ein kleiner Junge benahm, sobald er mit seinem Sohn rumblödeln konnte. Das war wirklich schön anzusehen. Ihr Liebster war ein wundervoller Dad und würde es auch für sein leibliches Kind sein. Unwillkürlich legte sie bei diesen Gedanken eine Hand auf ihren Bauch.
Feivel nickte verstehend. Natürlich wussten sie, wie verrückt eine Schwangerschaft war, in diesen Zeiten und ... in Caras Alter. xD Aber letztlich hatten sie wohl ohnehin keine andere Wahl gehabt als das Risiko einzugehen.
Auch AJ rückte nun mit einer Wahrheit raus. Er hatte etwas gebraucht, um für sich herauszufinden, warum die scheinbare Unfruchtbarkeit seiner Mutter ihn so aus dem Konzept gebracht hatte. Atti hatte er das anvertrauen können, aber seinen Eltern? Da das Gespräch darüber bereits abgehakt gewesen war, hatte er das Fass nicht noch einmal aufmachen wollen. Aber jetzt offenbarte er gern den Wunsch, mal die Rolle des großen Bruders einnehmen zu wollen.
Feivel grinste. Unter Eds Hand duckte er sich nicht weg. »Ich versuche, nicht ganz so nervig zu werden.«
Was die ganzen Risiken anging, schüttelte er jedoch den Kopf. »Nein. Das ist vermutlich das Letzte, das ihr hören wollt.« Sie hatten ihm die Fehlgeburt zwar verschwiegen, aber na ja. Inzwischen hatte er schon begriffen, wie sehr solche Fakten einen Menschen treffen konnten und noch schlimmer war es wohl, wenn die Person bereits schwanger war. Es fiel ihm schwer, seine Liste nicht runterzurattern, aber da es um seine Eltern ging, biss er in den sauren Apfel. »Ich zähle sie einfach Atti in meinem nächsten Brief auf. Dann ist es raus.« Und der innere Zwang wäre befriedigt.
@Edward Drummer



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Das würde Cara sicher irgendwann auch gelingen. Denn nur weil sie nun ein weiteres Kind bekamen, hieß das noch lange nicht, dass das alte deswegen abgeschrieben war. Ganz im Gegenteil. Ob nun leiblich oder nicht. Für Ed würde AJ immer sein Erstgeborener sein. Und diesen Status konnte ihm niemand nehmen.
„Oh, es ist sogar deine Aufgabe richtig nervig zu sein. Das machen Geschwister schließlich so. Du hast ja keine Ahnung wie oft dein Dad mich in den Wahnsinn getrieben hat“
Auch oder gerade weil er immer der Vernünftigere von ihnen beiden gewesen war. Das hatte Ed mehr als einmal abgefuckt. Und doch hatte er stets zu ihm aufgesehen. So war Geschwisterliebe eben. Und Ed wusste… dass Feivel dieses Kind trotzdem mit seinem Leben beschützen würde. Dessen war er sich einfach zu 100% sicher.
Als Feivel sich wegen der Risiken nun zurück hielt und absolut empathisch darauf antwortete runzelte Ed ein wenig die Stirn und plötzlich.. da überkamen ihn die Emotionen und er musste seinen Sohn ganz ganz fest in die Arme schließen
„Fuck… wann bist du bloß so erwachsen geworden“
Da verdrückte er ja gar das ein oder andere Tränchen. Denn Feivels Charakterentwicklung in den letzten Monaten.. war echt unfassbar. Vor einem oder zwei Jahren wäre so eine Reaktion noch undenkbar gewesen. Weshalb er wirklich wahnsinnige Fortschritte gemacht hatte und das machte Ed irrsinnig stolz. Auch wenn er wohl nicht so viel dazu beigetragen hatte wie andere. Hoffte aber dennoch.. dass er so manches auch ihm zu verdanken hatte.
„Und nun verschwinde schon und wedle dir zu deinem Liebesbrief endlich einen von der Palme“
Sagte er lachend und peinlich wie eh und je. Doch er wusste ja, dass Feivel es kaum noch aushielt diesen Brief nicht zu lesen. Sie hatten danach noch ausreichend Zeit über alles Weitere zu reden..
@Alphonse Drummer



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Feivel kam sich mit seiner Reaktion auf die Schwangerschaft eigentlich immer noch wie ein Neanderthaler vor, weswegen ihn sowohl die Umarmung als auch die Aussage seines Dads sehr überraschte. Aber er ließ sie zu. Und natürlich hatte er auch vieles ihm zu verdanken. In der meisten Zeit, die sie zusammen verbracht hatten, war AJ ein empathieloses Scheusal gewesen. Dennoch hatte er viele Lektionen versucht, zu verinnerlichen. Und manche verstand er erst jetzt so langsam. Besser spät als nie.
»Dad!«, rief er erbost, wegen des Palmen-Spruchs. xD Also wirklich! Grummelnd stand Feivel auf und blieb noch einen Moment unschlüssig am Tisch stehen. Dann umarmte er seine Ma auch noch, für die das wirklich die Welt bedeutete. Gut möglich, dass sie ein paar Glückstränen zurückhielt. Zumindest, bis Feivel in seinem Zimmer verschwunden war.
AJ las den Brief seines Partners und setzte sich direkt danach an einen weiteren. Denn er musste die Liste der Schwangerschaftsrisiken wirklich ganz dringend loswerden. xD Sowie auch diese schöne Botschaft an sich. Er packte diese Nachricht ganz ans Ende der chronologischsortierten Blätter, die er auf der Jupiter vollgeschrieben hatte. Ganz vorne drauf packte er den Zettel, auf dem er vermerkt hatte, dass er wieder in Balar war und Atti dringend sehen wollte. Dort ergänzte er noch, dass es auch möglich war, dass sie für ein paar Tage im Cottage sein würden. Dort gab es den besseren Doc und das bessere Equipment, also war es Feivel schon klar, dass seine Eltern sicher mal dahin wollten. Atti sollte es einfach wissen, falls er hier ankam und die Drummers nicht vorfand.
Den restlichen Tag verbrachte AJ mit seinen Eltern, sprach aber weiterhin den Flashback nicht an. Er erfreute sich einfach daran, zurückzusein und Zeit mit Ed und Cara zu verbringen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück machte er sich jedoch gleich auf, um sein Sammelsurium an Briefen wegzubringen. Im ausgehöhlten Baum warteten sogar zwei Zettel auf ihn, die er noch an Ort und Stelle las. Der Drang, einfach ins Wicked-Gebiet zu laufen und Atti dort zu suchen, war riesig. Fast übermächtig. Doch Feivel kämpfte ihn nieder und trat wieder den Heimweg an.
Tja, und Joey? Der überwachte diesen sogenannten Briefkasten schon eine Weile regelmäßig. Er hatte Atticus mal dorthin wandern und was reinstopfen sehen. Klar war er dann neugierig geworden. Und natürlich las er auch die kitschigen Liebesbotschaften und amüsierte sich darüber.
Seit Kieran aufgetaucht war, blieb es jedoch nicht dabei. Es formte sich vielmehr ein diabolischer Plan. Jeden Brief, den Atti schrieb und darin Kieran erwähnte, hatte Joey verbrannt und würde das auch weiterhin tun. Eigentlich hatte er überlegt, einen Brief zu verfassen, indem sein Sohn mit Alphonse Schluss machte. Aber heute rupfte er tatsächlich ein ganzes Bündel Schriebe aus dem Baum. Feivel war scheinbar zurück. Nicht gut.
Joey packte die Briefe ein und machte sich auf den Heimweg. In seiner Wohnung las er sich jeden einzelnen durch und dann festigte sich sein Plan. Mit dem ganzen Material und der Vorlage der Handschrift, wäre es ein Leichtes, einen Brief zu fälschen. Joey arbeitete die ganze Nacht daran. Allzu viele Sätze schrieb er nicht, aber er hoffte, die Botschaft glaubhaft genug zu machen. Er führte an, dass Feivel auf der Jupiter viel Zeit zum Nachdenken gehabt hatte und zum Schluss gekommen war, diese Fernbeziehung nicht mehr führen zu können. Dass er frei sein wollte und außerdem würde er merken, wie sehr ihn Attis Fremdgehen doch zerstörte. Er wollte, es wäre anders, aber er könne ihm nie mehr vertrauen. Ihre Liebesgeschichte sei nun zu Ende und Atti solle das bitte akzeptieren und nicht nach ihm suchen. Buhu.
Diesen Brief legte Joey am nächsten Morgen in den Baum und verbrannte auch noch all die liebevoll geschriebenen Nachrichten von AJ. Jetzt brauchte er sie ja nicht mehr. Und Atti auch nicht.
@Atticus Keene



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Leider hatte Atticus Feivels liebevoll geschriebenen Briefe nie erhalten. Seit Kierans Rückkehr ging Atticus fast täglich zum Briefkasten, in der Hoffnung, eine Antwort von AJ vorzufinden. Denn es machte ihn nervös AJs Reaktion darauf nicht zu kennen. Wäre er sauer? Wäre er eifersüchtig? Wäre es ihm egal, weil er Atticus vertraute? Es machte ihn fast verrückt nicht zu wissen was AJ dachte. Aber da seine Briefe noch immer in dem Baumstamm lagen, war Alphonse eindeutig noch nicht zurück.
Auch heute machte er sich wieder auf den Weg zu ihrem geheimen Briefkasten. Und siehe da!! Seine Briefe waren abgeholt worden und es lag sogar schon ein Antwortschreiben darin. Atticus Herz begann fest zu pochen und er drückte den Brief voller Sehnsucht an sein Herz. Endlich! AJ war zurück! Fast hätte er Freudentränen deswegen vergossen. Denn das hieß auch, seinem Freund ging es gut. Trotzdem könnten darin auch zornige Worte stehen.. weshalb Atticus kurz haderte, ehe er ihn öffnete. Denn damit warten bis er wieder bei den Wicked war, konnte er auch nicht.
Also las er den Brief an Ort und Stelle. Aber was er da las… ließ ihm förmlich das Blut in den Adern gefrieren. Das war… also.. das konnte doch nicht wahr sein oder? Hektisch drehte und wendete Atticus den Brief mehrmals und durchsuchte den Briefkasten noch einmal penibel genau, in der Hoffnung, vielleicht noch irgendwo eine weitere Botschaft zu finden. Etwas wo drauf stand: ‚reingelegt!!‘ oder dergleichen. Auch wenn Atticus eigentlich wusste, dass Feivel niemand war der so grausame Scherze machte. Es war eine Kurzschlussreaktion, weil sein Herz die Wahrheit einfach noch nicht akzeptieren konnte. Aber da war nichts…. dieser Brief… war das einzige, das er von Feivel bekam.
Er stand so unter Schock, dass er im ersten Moment nicht mal weinte. Seine Worte klangen so kühl, distanziert und gleichgültig, dass es ihm wirklich einen Schauer über den Rücken jagte. Vor allem konnte er sich dabei genau Feivels Mimik und Tonfall vorstellen. Wie versteinert er diese Zeilen verfasst hatte. Er kannte AJ .. wenn er versuchte sich von seinen Gefühlen abzuschotten, kam es schon mal vor, dass er so gefühlskalt agierte. Das war es also nicht, das ihn stutzig machte. Es war eher die Tatsache.. dass Atticus sich nicht vorstellen konnte, dass Feivel einfach so per Brief mit ihm schlussmachen würde. Das.. war nämlich echt daneben und… sie liebten einander doch. Da wäre es wohl das Mindeste, dass er ihm diese Dinge ins Gesicht sagte. Außerdem wirkte seine Schrift schon ein bisschen schnörkeliger als sonst. Vielleicht war er einfach in Eile gewesen als er den Brief geschrieben hatte.. oder wollte sich gar keine Mühe mehr dafür geben, sondern es schnell hinter sich bringen.
Atticus war am Boden zerstört. Weshalb er wie in Schockstarre sicher eine Stunde wie angewurzelt vor dem Briefkasten stand und den Brief anstarrte.
Das alles kam ihm wahnsinnig unwirklich vor. Und auch jetzt konnte er nicht weinen. Es ging einfach nicht.. da er noch viel zu fassungslos war. Ehe es dunkel wurde, musste er aber dringend wieder zurück zu den Wicked. Auch wenn es ihn in den Fingern juckte… sofort nach Balar loszurennen und AJ zur Rede zu stellen. Aber das könnte ihn den Kopf kosten. Er musste Joey darum bitten ihm wieder einen Tag freizuspielen.. damit er Alphonse aufsuchen konnte. Denn einfach so auf sich sitzen.. würde Atticus das sicher nicht lassen. Er wollte mit ihm reden. Vielleicht konnte er ihn umstimmen. Womöglich hatte er es ihm deshalb nicht persönlich gesagt? Weil er Angst davor hatte, Atti würde ihn davon überzeugen die Beziehung doch nicht zu beenden?
Atticus wusste es nicht. Tausend Gedanken fegten durch seinen Kopf und dann doch wieder keine. Ein seltsames Gefühl…. mit dem er zu den Wicked zurück kehrte. Dass er vollkommen geknickt war… würde aber wohl selbst ein Blinder mit Krückstock erkennen. Weshalb Atticus sich eigentlich nur in sein Zimmer zurück ziehen und irgendwas kurz und klein schlagen wollte.
Aber das ging nun nicht. Weshalb er nun stattdessen direkt Joey ansteuerte, der hier sicher irgendwo rum lungerte.
Ohne ein Wort der Begrüßung oder sonst was sagte er nur total lethargisch.
„Ich muss nach Balar. Jetzt gleich. Bitte.. du musst mich decken..“
@Joey Silver



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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