|
WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
|
|
Mitte Mai 2023
Die Wochen und Monate waren ins Land gezogen, seit Leon sein Amt als Fürst Envy übernommen hatte. Eine Position, in der er sich tatsächlich sogar wohl fühlte. Zumindest wenn er von diesem nervtötenden Lorenzo und seinen noch schlimmeren Bruder absah. Mit beiden hatte er viel zu viel Kontakt, für seinen Geschmack. Aber so war es nun einmal. Als Anführer einer Gruppe hatte man eben auch Verpflichtungen, und die waren eben auch mal unschön. Seinen Bruder konnte er zumindest weitestgehend ignorieren. Natürlich hatte Mikael versucht ihn weiter zu nerven, aber Leon hatte da schon seine Wege gefunden. Bei Fürst Greed war es da noch deutlich einfacher. Mit Lorenzo sah das leider anders aus. Waren sie irgendwo unter anderen, ging es auch, da Lorenzo ja den Schein waren musste. Aber er war nun mal auf Lord Luzifer, dem er so nicht immer aus dem Weg gegen konnte. Da konnte das falsche Verhalten schon mal böse enden. Natürlich hatten sie auch Regeln und den Fürsten. Aber Leon war längst nicht so naive zu glauben, dass Lorenzo dennoch seine Wege finden würde. Und auch wenn er diesen Lackaffen aufs tiefste hasste, so war ihm sein eigenes Leben und das von Alaric dann doch mehr wert. Das bedeutete nicht, dass er nicht an Wege und Möglichkeiten arbeitete, dass er sich Lorenzo entledigen konnte. Aber so etwas brauchte leider auch seine Zeit. So lange hieß es dann sich zusammen zu reißen.
Das wurde in den letzten Wochen hart auf die Probe gestellt. Leon hatte ein Gerücht gehört, welches er erst keine Bedeutung schenkte. Er war sich sicher gewesen, dass Lorenzo dies selbst gestreut hatte, um ihn wieder auf die Palme zu bringen. Fürst Envy war sich der Treue von Alaric sicher und konnte sich niemals vorstellen, dass dieser etwas mit Lorenzo haben würde. Allein schon, weil Alaric diesen Mistkäfer genauso wenig leiden konnte, wie er selbst. Tatsächlich war er selbst auch treu geworden, nachdem er nun Fürst war. Sicher, Mara war immer noch eine gute Freundin, aber er ließ nur noch seinen Partner intim an sich heran. Warum? Das konnte er nicht einmal genau sagen. An diesem Abend, als er sich Alaric mehr geöffnet hatte, hatte das etwas zwischen ihnen verändert. Vor allem auch, weil der Jüngere deutlich gesagt und gezeigt hatte, dass Leon für ihn das Wichtigste war. Es hatte sich irgendwie falsch angefühlt, dass da dann noch jemand anderes zwischen käme. Natürlich hatte er das keinem gesagt, aber er schlief nur noch mit Alaric.
Und eigentlich hatte er auch angenommen, dass das bei diesem genauso war. Aber das Gerücht hielt sich hartnäckig und nachdem Alaric sich auch noch anders benahm, ließ das bei Leon leise Stimmen wach werden. Hatten die Gerüchte recht? Hatte Alaric tatsächlich mit Lorenzo geschlafen, als er mit Mara auf einer Mission war? Es war nicht das erste Mal gewesen, dass er mit seiner Freundin unterwegs war. Sicher, früher hatten sie da auch schon mal Sex gehabt, aber das lag nun alles in der Vergangenheit. Und doch nagte es an Fürst Envy, dass er sich bei den beiden nicht sicher sein konnte.
Und heute war der Tag X gewesen, wo er es einfach geklärt haben wollte. Sicherlich würde Alaric es sich nicht wagen ihn anzulügen. So kam Leon auch in ihrer gemeinsamen Wohnung an. „Alaric, wir müssen reden!“, kam er auch direkt zu seinem Anliegen. Der andere wich ihn schon seit Wochen aus und benahm sich anders. Irgendwas musste ja sein, sonst wäre er nicht so. Vielleicht war es auch was anders, so hoffte der Ältere zumindest. Aber wenigstens würde er dies jetzt klären.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Niemals, nicht mal in tausend kalten Wintern, hätte Alaric gedacht, dass ausgerechnet er einer von den Menschen werden würde, die ihren Partner betrogen. In der ganzen Zeit, seit er mit Leon bei den Wicked angekommen war und mitbekommen hatte, dass sich dieser auch in anderen Laken vergnügte, hatte Alaric dies stillschweigend hingenommen und war nicht mal im Ansatz auf den Gedanken gekommen, aus Rache das Gleiche zu tun und doch, war es vor knapp zwei Wochen passiert und damit nicht genug, schien es auch schneller bei den Wicked die Runde zu machen, als ihm lieb gewesen wäre, weswegen sich sein schlechtes Gewissen schneller bemerkbar machte, als es sollte. Immerhin hat er nichts anderes getan als Leon. So jedenfalls seine Gedanken in den ersten Tagen danach.
Doch erstmal zurück zu dem besagten Tag. Leon ging voll und ganz in seiner Rolle als Fürst auf und Alaric kümmerte sich weiter um den Verkauf der Gegenstände auf dem Basar. In der ersten Zeit nach der Ernennung und auch, nachdem Leon sich seinem Freund so geöffnet hatte, sah es wirklich danach aus, als würden sie endlich eine andere Art der Beziehung führen, da er auch den Eindruck hatte, dass der Ältere nicht mehr die Fürstin des Hauses Zorn besuchte. Bis zu diesem Punkt, hätte Alaric auch mit allem abschließen und vergessen können, was bis dahin passiert war. Das sein Freund ihm nicht immer treu war. Doch es sollte dieser eine Abend sein, der alles ins Wanken brachte, woran er bis dahin geglaubt hatte. Der Abend, als Leon mit eben besagter Fürstin auf eine Mission ging und es somit für Alaric klar schien, dass da noch immer etwas lief. Verletzt, wütend und nicht wissend, wohin mit diesen ganzen Gefühlen, ging er in die Bar und das Schicksal nahm seinen Lauf.
Ein Paar Drinks, ein Ansprechen, mehr Drinks, um es zu ignorieren, nachgeben und ein Gespräch führen, ein Stück für ihn auf dem Klavier und schließlich, verließ er gemeinsam mit dem Mann die Bar. Die Spitze des Eisbergs? Wohl kaum! Eins kam zum anderen. Die Wut, der Alkohol und erst in den frühen Morgenstunden, konnte man ausgerechnet Lorenzo sehen, wie er nicht nur die Wohnung von Leon und Alaric verließ, sondern auch das gemeinsame Bett der beiden. Auge um Auge, Zahn um Zahn. So jedenfalls dachte Alaric, als er sich in der Nacht dem Mann hingab und so genau das tat, was er an seinem Freund so hasste. So selbstsicher er in den ersten Tagen und vielleicht auch Wochen darüber noch war nicht zuletzt, da er es vor seinem Freund geheim hielt.
Dies ließ jedoch nach, als er mitbekam, dass sie bei allem beobachtet wurden und nun die Gerüchteküche der Wicked mehr als nur brodelte. Somit war es auch nur eine Frage der Zeit, bis das Gerücht auch die Ohren von seinem Freund erreichen sollte. Alaric konnte nur hoffen, dass er dem ganzen keine Beachtung schenkte und es für eines hielt, was Lorenzo nur streute, um ihn zu reizen. Das Alaric aber schließlich immer mehr unter seinem schlechten Gewissen litt und sich dadurch von seinem Freund zurückzog, sowie bei jedem Geräusch irgendwann anfing zusammenzuzucken, machte es nicht leichter, den Schein aufrechtzuerhalten und als er sich sicher war, dem ganzen nicht mehr standzuhalten, als er die aktuellen Dinge für den Basar am Morgen zusammenzupacken, hörte er die feste Stimme seines Freundes und im selben Zug, fiel ihm eine in seinen Augen sowieso hässliche Vase auf den Boden, wo sie zersprang. Schnell kniete er sich hin, um Leon ja nicht in die Augen zu sehen und sammelte langsam die Scherben auf. Viel zu langsam "Worum geht es? Deinen Bruder? Lorenzo?" fragte er und versuchte dabei so beiläufig wie möglich zu klingen. Doch das leichte, kaum merklich zu hörende Beben in seiner Stimme zeigte das er wusste, dass der Vorhang seiner Show jeden Moment fallen würde...
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
Das es seinem Freund damit schlecht ging, kann wohl jeder nachvollziehen. Leon sah dies so noch nicht, denn bis jetzt hegte er noch die Hoffnung, dass die Gerüchte nichts anderes als Gerüchte waren. Denn wenn nicht, dann hätte dieser Lackaffe es in ihrer Wohnung, in seinem Bett mit seinem Freund getrieben! Das allein ließ ihn nur noch mehr brodeln! Unwissentlich schlief er schon seit 2 Monaten in diesem verseuchten Bett!! Ok, nur nicht zu viel darüber nachdenken. Alaric würde ihn sowas nicht antun, da war sich der Fürst Envy eigentlich sicher. Oder sollte er sich so in seinem Partner irren? Nun, er musste mit ihm darüber reden, sonst würde er wohl nie Gewissheit von allem haben.
Genau deswegen stand er nun in ihrer Wohnung und hatte seinen Freund scheinbar ziemlich erschreckt. Obwohl das in den letzten Tagen sehr einfach war. Alaric zuckte öfter zusammen, war ihm aufgefallen. „Schneid dich nicht!“, knurrte er und zog seinen Freund an einem Arm hoch, so dass dieser aufhörte auf den Boden zu kriechen. Die Vase war ihm gerade vollkommen egal, genauso wie die Scherben. Er wollte endlich die Wahrheit wissen, denn alles andere machte ihn langsam aber sicher wahnsinnig. Eindringlich sah er seinen Freund in die Augen. „Um dich!“, meinte er ernst und ließ den anderen immer noch nicht los. Vielleicht wurde sein Griff auch jetzt schon etwas fester. Allerdings, egal wie wütend er war, er würde niemals in Leben Alaric verletzten, dass stand schon einmal fest.
„Es gehen seit Wochen Gerüchte rum. Du hast sie sicherlich auch schon gehört. Sag mir die Wahrheit, warst du hier mit Lorenzo? Hast du mich tatsächlich mit diesem Wichser in unserem Bett betrogen?!“, kam er ohne Umschweife auf den Punkt. Lange um den heißen Brei reden war so oder so nicht seine Sache und bei diesem Thema fehlte ihm da auch vollkommen die Geduld. Leon sah seinem Freund dabei tief in die Augen. Zeigte dabei vielleicht schon etwas, dass er allein durch diese Vermutung verletzt war. Wenn Alaric das jetzt auch noch bejahen würde, würde wohl wirklich was in dem anderen zerbrechen.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Alaric selber, hätte ja auch niemals gedacht, seinem Freund jemals so etwas antun zu können. Ausgerechnet mit der Person, welche Leon auf den Tod nicht ausstehen konnte und die alles getan hatte, dass es am Ende schließlich dazu gekommen war und der Portugiese den Frust darüber, dass Leon ihm nicht immer treu war in ihrer Beziehung, ausgerechnet im Sex mit Lorenzo rausgelassen hatte. Doch war er am Anfang noch "stolz" gewesen, es mit gleicher Münze nun heimgezahlt zu haben, so nahm das schlechte Gewissen immer und immer mehr überhand. Nicht zuletzt, weil er die Gerüchte seit dieser nicht, nicht mehr von Leon fernhalten konnte und er merkte, dass sein Freund diesen wohl langsam, aber sicher Gehört schenkte. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis er Alaric darauf ansprechen würde und dieser war sich mehr als sicher, dass er in seinem momentanen Zustand schneller einbrechen würde, als ihm lieb war.
Die zerbrochene Vase, als Leon schließlich in die Wohnung kam und meinte, dass sie reden müssten, war nur der Anfang und er aber froh, dass er eine Beschäftigung für seine Hände hatte. Genauso, dass er seinem Freund in diesem Moment nicht in die Augen schauen konnte. Augen, in welche er sonst jeden Tag Stunden hätte schauen können und bei denen er heute nur noch mehr das schlechte Gewissen in sich spürte, wenn er es mal schaffte, in diese zu blicken. Auch ein Umstand, welcher in den letzten Wochen immer weniger geworden war. Somit begnügte er sich damit, einige Themen anzusprechen, die Leon auf die Palme brachten und dabei mit zitternden Fingern zu hoffen, dass es nicht um seinen Seitensprung ging. Schneller als erwartet, fand er sich aber wieder von seinem Freund hochgezogen auf die Beine und schaute ihn direkt an. Er spürte den festen Griff um seine Arme. Vielleicht etwas zu fest und dies machte auch nur deutlich, wie es in ihm aussah und etwas daran, löste in Alaric in diesem Augenblick das Gleiche Gefühl aus. Das schlechte Gewissen wich etwas in den Hintergrund und er fühlte dieses Feuer in sich brodeln, welches er immer hatte, wenn er an Leons Untreue dachte. Natürlich sah er auch diesen Hauch von Schmerz? in den Augen von Leon, doch er konnte einfach nicht damit umgehen jetzt. Zu sehr, hatte auch er die Wut in sich zurückgehalten in all den Jahren.
Somit kam die direkt Frage für Alaric nicht mehr überraschend. Einen Moment, knirschte er mit den Zähnen, presste den Kiefer aufeinander und sah Leon mit lodernden Augen an. Kurz dachte er noch darüber nach, alles zu leugnen, doch welchen Sinn würde es haben? Die Gerüchte war im Umlauf und alles andre als solche. Alaric atmete tief durch, befreite sich in einer geschmeidigen Bewegung von Leons Griff und ging einen Schritt nach hinten, wobei die Scherben der Vase unter seinen Schuhen knirschten "Welches Recht nimmst du dir eigentlich heraus, deswegen wütend zu werden?" nie, wirklich noch absolut nie, hatte Alaric so mit ihm gesprochen "Du verletzt und betrügst mich seit wir einen Fuß in diese Nest gesetzt haben. seine Stimme war voll von Schmerz und Wut, als er sprach aber auch mit einem Hauch von schlechtem Gewissen. Er fuhr sich durch die Haare und hob dann die Hände "Falls das deine Frage noch nicht beantwortet hat, ja er war hier und ja, ich habe mit ihm geschlafen." nun war die Bombe geplatzt und Alaric konnte das Rauschen von seinem Blut in den eigenen Ohren hören und durch seinen beschleunigten Herzschlag fühlen "Nur der Unterschied zwischen meinem Betrug und deinem, scheint mein schlechtes Gewissen zu sein, weil ich einmal einen Fehler gemacht habe. DU hast kein Recht, wütend zu sein und doch weißt du nun endlich, wie ich mich in all den Jahren, jeden einzelnen Tag gefühlt habe!" dass ihm vor Wut die Tränen in die Augen stiegen, bekam er nicht mit. Zu sehr, übernahmen die Gefühle in ihm, welche er immer zurückgehalten hatte, endlich die Überhand.
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
In seinem ganzen Leben war Leon wohl noch nie so erschüttert gewesen. Er hatte in seiner Kindheit und Jugend viel erdulden müssen. Seine Familie war alles andere als einfach und liebenswert gewesen, weswegen sein Leben schon immer negativ und schwer war. Jeder Tag war ein Kampf gewesen, den er nicht mehr kämpfen wollte. Nur zu gerne hatte er sich damals überreden lassen seine Familie, Eltern und Bruder zu verraten. Es war das schönste Gefühl gewesen, endlich von ihnen loszukommen und dass er so auch noch über seinen Bruder gestanden hätte. Leider war damals schon alles anders gekommen. Doch es war nicht schlecht gewesen. Leon war ihr Retter gewesen und hatte über alles und jeden in ihrer Gruppe gestanden. Seine Familie glaubte er tot und er war frei in seinen Entscheidungen. Dieses Leben hatte das erste Mal risse bekommen, als Alaric in die Gruppe kam. Als dieser Mensch in Leons Leben getreten war, hatte er nur noch den Gedanken besessen, dass er ihn besitzen wollte. Alaric gehörte ihm und sonst niemanden! Damals waren seine Wünsche und Sehnsüchte noch anders gewesen. Der Asiate hatte alles dafür getan, um den anderen an seiner Seite zu wissen. Und das war er auch! Sie verloren ihre Gruppe und landeten bei den Wicked, was vielleicht nicht die beste Idee gewesen war, wenn er so darüber nachdenken würde. Natürlich gab es kein Zurück mehr, aber Leon hätte damals wohl auf seinen Partner hören sollen. Dann wäre niemals Mikael wieder in seinem Leben und er hätte diesen Wichser Lorenzo niemals getroffen.
Dieser Mensch, dieses…dieses…Etwas! Wut, eine kaum zu bändigende Wut breitete sich in dem Fürsten aus, als Alaric diese Worte zu klar und vorwurfsvoll aussprach. Man konnte diese Wut deutlich sehen. Seine Augen sprühten förmlich. „Was?!“, knurrte er dunkel und bedrohlich, als er sich vor seinem Partner aufbaute. Nicht nur hatte er ihn betrogen, nein! Er hatte es auch noch hier in ihrem Zuhause und ihrem Bett getrieben!! Dieser Verrat!!!!!! „Komm!“, fauchte er und packte den Arm seines Freundes. Keine Sekunde länger würde er es hier aushalten. Hier, wo er direkt das Gefühl bekam er würde Lorenzo riechen. Leon besann sich in seiner Wut, dass er leider auch Pflichten hatte, weswegen er nicht einfach verschwinden konnte. Schnell hatte er sich bei einem höhergestellten aus Haus Neid abgemeldet, dass er mit Alaric einige Besorgungen machen musste. Nicht einen Moment ließ er seinen Partner dabei los. Sicherlich würde er an seinem Handgelenk später blaue Flecken haben, denn sein Griff war nicht gerade locker.
Sie kamen an einem der Autos an, in welchen er Alaric drücke. „Wage es auszusteigen und ich schwöre, ich werde mich vollends vergessen!!“, fauchte er und schmiss die Beifahrertür zu, nachdem der andere Saß. Er musste hier weg! Zumindest für diesen Moment. Noch immer brodelnd vor Zorn, stieg auch Leon ein und setzte sich hinter das Steuer. Er wusste genau, wo er hinfahren wollte, hatte er doch schon länger etwas für ihre Sicherheit getan.
Die Fahrt verlief ruhig, denn Leon war nicht nach reden beim Fahren. Allerdings ließ seine Wut nicht nach, was man an seinen Fingerknöcheln am Lenkrad und den verbissenen Gesichtsausdruck deutlich sehen konnte. Tatsächlich nahm er sich aber die Zeit und ging die Worte noch einmal durch, welche Alaric ihm an den Kopf geworfen hatte. Ja, auch er hatte sich mit anderen vergnügt. Allen voran mit Mara. Aber das war auch sein gutes Recht gewesen! Immerhin war Alaric sein Eigentum und nicht andersherum! Und doch kam da eine kleine Stimme, die ihm sagte, dass das so nicht ganz richtig war. War es das nicht? Leon hatte ihr Leben so nie in Frage gestellt. Er hatte bis jetzt alles erreicht, was er erreichen wollte und Alaric war dabei gewesen. So hatte es sein sollen. War es also falsch, dass er sich andere ins Bett geholt hatte? Es war da einfach nur um Sex gegangen. Tatsächlich hatte es ihn nicht einmal wirklich befriedigt. Das war etwas, was nur sein Partner hatte schaffen können. War das vielleicht ein Zeichen, dass Alaric doch was anderes war als einfach nur sein Eigentum? So wie die Worte des anderen waren, hatte er ihn genauso verletzt, wie er sich selbst nun fühlte. Obwohl man das nicht ganz vergleichen konnte. Scheinbar war es von seinem Freund Rache gewesen und er hatte sich für diese den schlimmsten Menschen ausgesucht, mit dem er ihn hatte betrügen können. Diese Gewissheit und dann auch noch in ihren Gefilden, in ihrem Bett, das war ein Schmerz gewesen, schlimmer hätte er ihn nicht treffen können. War das der Grund, weswegen das mit Alaric was anderes war?
Sie kamen ans Ziel an und Leon steig aus dem Auto. Er hatte seinem Freund bis jetzt nicht einen Blick zugeworfen, hatte die ganze Zeit auf die Straße geschaut. Jetzt ging er ums Auto und zog Alaric wieder aus diesem. Ein Griff war nicht mehr so stark wie beim Losfahren. Ein Teil seiner Wut war wohl doch verflogen. „Kommt mit!“, knurrte er. Sie schlichen durch verfallene Straßen. Sie waren in einer etwas größeren Stadt angekommen, die außerhalb von DC lag. Vereinzelt sah man Untote umherschleichen, die sie aber gut umschiffen konnten. Wichtig war nur, dass keiner wusste, wo sie waren. Sie kamen zu einem Mehrfamilien aus, welches Leon zielstrebig betrat. Er hatte das alles auf einer Plünderungstour gefunden. Eigentlich mehr Zufall, aber nach dem letzten Krieg, den die Wicked erlebt hatte, wollte er was für ihrer beider Sicherheit haben. Die betraten eine Wohnung, welche Leon gesäubert, aufgeräumt und gesichert hatte. Die Fenster konnte man mit Holzverschlägen schließen. Die Tür war verstärkt worden und man konnte die verbarrikadieren. Aber das Beste an der Wohnung war der Panikroom, welchen er gefunden hatte. Sie konnten sich im Notfall dort in Sicherheit bringen. Es gab Vorräte, Waffen und alles, was sie zum Überleben brauchten. Die Wicked lagen fast 2 Stunden Autofahrt entfernt und hier würden die Kämpfe nicht so schnell herkommen, sollten sie noch einmal ausbrechen.
Aber jetzt hatten sie ein ganz anderes Problem. Wütend hatte Leon Alaric in die Wohnung geschubst und die Tür geschlossen. Hier, wo sie allein waren, würden sie nicht gestört werden. Noch immer kochte es in dem anderen, was man deutlich sehen konnte, aber auch den Schmerz, welches sich bei der Autofahrt eingeschlichen hatte. „Wie konntest du das nur tun?!“, fauchte der Fürst auch schon los. „Es ist ja wohl auch was ganz anderes gewesen! Du bist mein Eigentum und gehörst mir!!“, sprudelten seine Gedanken dazu raus. „Ich kann es nicht fassen das du es in unserem Bett, in unserer Wohnung mit diesem…diesem…“, fauchte er weiter. Es war wohl das erste Mal, dass man bei Leon tatsächlich heraushören konnte, dass er wirklich verletzt war. Und doch war da immer noch diese kleine Stimme, welche ihm sagte, dass er das auch nicht mit Alaric gedurft hatte. „Am liebsten würde ich…“, fauchte er weiter. Dann ging es schnell. Er drehte sich zur Wand und schlug auf diese ein. Er war wütend, enttäuscht und verletzt. Etwas, was man bei ihm wohl so schnell nicht wieder sehen würde. Alaric war sein wichtigster Anker, seine Konstanze und dieser hatte ihn so schwer verraten. Deutlich konnte man das Blut sehen, welches durch seine aufgeplatzten Knöchel an der Wand zurück blieb und zu Boden tropfte, als er innehielt.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Vom ersten Moment an hatte Alaric gewusst, dass es ein Fehler gewesen war, sich den Wicked anzuschließen. Ein Fehler, für seine Beziehung zu Leon. Von allem dem, war er nie begeistert gewesen und es wurde nur noch schlimmer, als die Dinge hier seinen Lauf genommen hatten und vor allem Lorenzo quasi mitten in ihre Beziehung gegrätscht war. Oder eher das, was Alaric bis dahin eine solche nannte. Nur weil sie Welt nicht mehr so wie früher war hieß das nicht, dass er an so einer einfach Sache wie Treue, bis zu seinem eigenen Betrug festgehalten hatte. Bei ihm und seiner Verlobten, war dies damals keine Frage gewesen und er wusste auch nicht, ob er es bei ihr so einfach hingenommen hätte, wie er es bei Leon in den letzten Jahren getan hatte. Wie er den Schmerz und die Wut immer nach hinten gekehrt hatte und gute Miene zum bösen Spiel gemacht hatte. Wie er immer und immer wieder alles hingenommen hatte und ruhig war. Wenn es am Ende nicht Lorenzo gewesen wäre, hätte es auch jemand anderes sein können, bei wem Alaric den Frust auf diese Art ausgelebt hätte. Vermutlich hätte es nur einfach länger gedauert, immerhin kam die offensive nicht von dem Portugiesen.
Er hatte eine leise Ahnung gehabt, in welche Richtung das alles gehen würde, sobald Leon erfahren würde, dass Alaric mit Lorenzo geschlafen hatte und damit nicht genug, auch noch in dem Bett, in welchem eine Nacht später wieder neben Leon lag. Somit war er auf die Wut seines Partners vorbereitet gewesen und gleichzeitig, brachte ihn diese dann ebenfalls dazu, vor Wut zu kochen. Somit blieb er auch vollkommen unbeeindruckt, als sich dieser vor ihm aufbaute. Wie Alaric ihm schon an den Kopf geworfen hatte, bevor er von diesem nun aus ihrer Wohnung und zu einer der Wagen gezogen wurde, so hatte Leon in dessen Augen einfach kein Recht, sich so extrem aufzuspielen. Auf der anderen Seite, hatte Alaric sich eben auch genau die Person ausgesucht, welche ihn am meisten verletzten würde. Somit bekam er all die kleinen Seitensprünge, welche der Portugiese ertragen musste, geballt und auf einmal zu spüren.
Im Wagen angekommen, setzte er sich und schenkte seinem Freund nicht einen Blick. Stur schaute er geradeaus, während er sich das Handgelenk rieb, an welchem er noch immer die Finger seines Partners spüren konnte. Sofern er dies nach allem heute noch war. Ihn würde es nicht wundern, wenn Leon am Ende einfach von der nächsten Klippe oder gegen den nächsten Baum fuhr. Alaric sollte es nur recht sein. Dann musste er da alles nicht mehr ertragen und sie könnten sich weiteres Drama sparen. Mussten nicht mehr zurück zu den Wicked gehen, wo so vieles kaputt gegangen war.
Doch zu Alarics Überraschung, fuhr Leon weder von einer Klippe noch gegen einen Baum. Es blieb stumm im Wagen. Er fühlte sich in diesem Moment auch nicht danach, etwas zu sagen. Außerdem konnte er aus den Augenwinkeln deutlich erkennen, dass die Wut bei seinem Partner noch nicht mal im Ansatz abflachte, wie seine weißen Fingerknöchel um das Lenkrad zeigte. Die Fahrt, ging gefühlt eine Ewigkeit, in welcher Alaric für einen Moment wirklich alles in Frage stellte, was sie in den letzten Jahren gehabt hatten. So sehr es auch schmerzte. Nur schien von seinem Partner absolut keine Einsicht zu kommen. Weder was seinen Betrug anging, noch irgendwie in Richtung von Alarics Schmerz. Wie immer, sah er sich einfach nur im Recht und das er scheinbar alles mit ihm machen konnte, was er wollte. Dies hatte ihn schon immer wütend gemacht doch nun, waren die Karten durch seinen Seitensprung neu gemischt worden und es war fraglich, wie sich die Beziehung zwischen ihnen nach heute entwickeln würde.
Ihm kam die Fahr kaum vor wie zwei Stunden. Vermutlich, weil er so in Gedanken versunken war, aus welchen er erst wieder auftauchte, nachdem Leon die Autotür auf seiner Seite öffnete und erneut seine Hand um sein Handgelenk legte. Noch immer schweigsam und mit angespannten Kieferknochen, folgte Alaric ihm nun, wobei er seinen Blick automatisch wachsam gleiten ließ. Er war sich im ersten Augenblick sicher, noch nie hier gewesen zu sein. Leon scheinbar schon so zielstrebig, wie er in das Mehrfamilienhaus vor ihnen lief und ihn in eine Wohnung bugsierte und die Türe hinter ihnen schloss. Die Stille, welche sie mit in diese nahmen, war Ohrenbetäubend und legte sich schwer über Alaric, ehe er seinen Freund das erste Mal seit sie die Wohnung bei den Wicked verlassen hatten, wieder anschaute. Er war es schließlich, der die Stille dann durchbrach und seine Worte, verletzten Alaric und machten ihn auch wütend zugleich. Dass Leon scheinbar andere Ansichten über ihre Beziehung hatte als er, ahnte er schon immer doch sein Eigentum? Kurz hoffte er, dass er sich verhört hatte. Doch dem war nicht so und diese Aussage schockierte ihn so viel mehr, als Leon welcher gegen die Wand schlug und diese mit seinem Blut tränkte.
Kurz ließ Alaric diese Worte noch auf sich wirken, ehe er seine Stimme wiederfand "Merkst du eigentlich, was du da sagst?" auch, wenn Alaric ruhig blieb, so bebte seine Stimme "Dein Eigentum? Ich bin doch kein Gegenstand? Nur erklärt das scheinbar, wieso du in all den Jahren so mit mir und meinen Gefühlen umgehen konntest! Scheinbar waren sie in all den Jahren nur einseitig!" so jedenfalls, kam es bei Alaric an. Wie sollte es auch anders, wenn ihn jemand als Besitzt bezeichnete. Von einem Moment auf den anderen, sah er die ganze Beziehung in einem anderen Licht und es schien ihn innerlich zu zerreißen "Somit kann ich dir in einer Sache Recht geben! Es war etwas anderes. Ich habe scheinbar an etwas festgehalten, was für dich nur eine Sache von Besitzen war!" ein Lachen drang aus seiner Kehle, welches aber eher aus Schmerz und Ungläubigkeit bestand, während er Leon weiterhin anblickte "Somit hatte das alles scheinbar doch etwas Gutes! Ich weiß nun endlich, woran ich bei dir wirklich bin!"
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
Niemals hätte Leon jemals erwartet in seinem Leben an so einem Punkt angelangt zu sein. Als kleines Kind hatte er sich eine Familie gewünscht, die ihn auch wirklich liebte, weswegen sein Neid schon früh erwacht war. Neid auf alles und jeden, der in seinen Augen ein besseres Leben führte. Und das waren fast alle gewesen. Er hatte sein Leben schon immer gehasst! Seine Eltern, die ihn eigentlich nicht wollten und brauchten. Seinen Bruder, der ihn genauso wenig liebte und wollte. Als er noch sehr klein gewesen war, hatte er vieles nicht verstanden, was heute ganz anders aussah. Aber genau dieses Leben und Aufwachsen hatte ihn nun so werden lassen. Und damit war er nun an einem Punkt angelangt, weswegen er hier nun stand und mit Alaric stritt.
Am meisten tobte gerade eine Wut durch ihn, die er so noch nie gespürt hatte. Wut auf Alaric, der ihm so weh getan hatte. Wut auf Lorenzo, der ihn mit dieser Aktion bewusst verletzten wollte. Leon war sich sicher, dass viel Berechnung von ihrem Anführer dahinter war. Lorenzo war nicht ohne Grund Luzifer und durch und durch verdorben. Mit seinen Gefühlen gerade, hätte der Fürst Envy auch in andere Häuser gepasst. Wut, Neid und Hass tobten durch sein Inneres. Sein Schlagen gegen die Wand war daher ein passendes Ventil gewesen. Tatsächlich erlaubte es ihn, dass der Schmerz ihn auch ein wenig erdete. So viel Wut hatte er schon lange nicht mehr gespürt. Eigentlich noch nie. Der Grund dazu war ganz einfach. Es hat in Leons Leben noch nie jemanden gegeben, den er Emotional und gefühlsmäßig so nah an sich herangelassen hatte, wie es Alaric derzeit war.
Dieser Gedanke kam so unvorhergesehen, wie es diese ganze Situation war. Das Alaric auch wütend und verletzt war, hatte der Fürst gar nicht wirklich wahrgenommen. Oder doch? Ganz tief in seinem Inneren hatte er gewusst, dass es falsch war. Aber sein ganzes Leben hatte er noch nie auf seine eigenen Gefühle hören dürfen und sie immer unterdrückt. Wenn man damit aufwuchs und es immer so beibehielt, dann war es sicherlich verständlich das Leon so dachte, wie er dachte. Aber sein Partner konnte das alles nicht wissen, denn er erzählte ja nicht wirklich etwas von seinem Leben.
Aber eines war klar, die Worte seines Gegenübers taten weh und rüttelten etwas an ihm, was noch keiner geschafft hatte. Tatsächlich kam sein schlechtes Gewissen zum Vorschein, weil er einfach immer gewusst hatte, dass es falsch war. Wenn er ehrlich war, dann hatte ihm vor allem der Sex mit Frauen auch nicht wirklich gefallen. Leon hätte auch nicht wirklich sagen können, warum er das alles gemacht hatte. Doch, sagte eine kleine Stimme in seinem Kopf. Er wusste genau warum. Es war der falsche und verzweifelte Versuch gewesen, dass Alaric nicht so tief in seinem Herzen und Gefühlen steckte. Er hatte unbewusst versucht den anderen von seinem Inneren fernzuhalten, wie er es von Klein auf gelernt hatte. Einfach um sich selbst zu schützen und nicht verletzt zu werden. Verletzt zu werden, wie es bis jetzt nur seine eigene Familie geschafft hatte.
Und jetzt stand er hier, hier vor dem Scherben seines Lebens und seiner Beziehung zu Alaric. Wieder peitschte Wut durch seine Gedanken. Wut, dass Alaric ihm das angetan hatte. Und doch war da auch der Gedanke, dass er sich das selbst zuzuschreiben hatte. Und Leon wusste, sollte er hier jetzt nicht ehrlich sein, dann würde er seinen Partner für immer verlieren. Aber war das nicht auch gut? Wenn der andere weg war, dann könnte ihn nichts mehr verletzten und er könnte sein Leben weiterleben. Kaum war ihm dieser Gedanke gekommen, peitschte auch schon ein viel größeres Gefühl durch ihn. Ein Gefühl, das sogar die Wut und Enttäuschung nach hinten schob. Er bekam Angst. Angst allein zu sein und Alaric zu verlieren. Nein!! Das war etwas, was er auf keinen Fall wollte. Was niemals passieren durfte! Alaric gehörte ihm!! Nein! So war das auch nicht und so sollte er auch nicht wieder anfangen. Deine Gedanken drehte sich im Kreis, so wie es schien.
„Nein, weißt du nicht…“, kam es von Leon, nach einer gefühlten Ewigkeit in welchen sich seine Gedanken und Gefühle überschlugen hatten. Keine Wut war zu hören, eher kam es so vor, als wäre der Fürst erschöpft. Seine Hand blutete noch immer leicht, war aber auch nicht bedrohlich. Der Asiate sah auf und seinem Freund direkt in die Augen. Es war wohl das erste Mal, dass er seine Mauer vollkommen fallen gelassen hatte. Leon war sich sicher, wenn er heute nicht alles richtig machen würde, dann würde er Alaric für immer verlieren. Und das war etwas, was er auf keinen Fall wollte. Dieser Gedanke machte ihm Angst. Eine Angst die man in seinen Augen sehen konnte. „Wenn es alles so einseitig wäre, dann hättest du mich niemals so verletzten können, wie es noch niemals jemand auf dieser Welt geschafft hatte…“, gestand er sich selbst und seinem Partner gegenüber ein. Nicht einmal seine Familie hatte dies geschafft.
Plötzlich fühlte Leon sich auf einmal wie ausgelaugt. Als wäre sämtliche Energie und Wut aus ihm verschwunden. Noch niemals in seinem Leben hatte er sich solche Blöße gegeben. Und tatsächlich geschah etwas, was ebenso noch niemals passiert war. Keiner hatte ihn je, kaum das er sein Leben halbwegs verstanden hatte, wieder dazu bekommen. Aber nun stand er hier, sah müde, traurig und ängstlich zu seinem Freund und ihm kullerten Tränen aus den Augen. „Ich scheine alles falsch gemacht zu haben…“, gestand er ein und sah wie ein gebeutelter Hund zu Alaric herüber. Dieser Tag würde viel zwischen ihnen offenbaren, was vor allem Alaric niemals von Leon gedacht hätte. Fest stand auch, dass so einen Tag wohl nicht noch einmal geben würde. Der Fürst Envy zeigte hier, vielleicht das erste Mal in seinem Leben, seine wahren Gefühle und sein wahres Ich. So nackt und schutzlos hatte er sich auch noch nie gefühlt. Aber gerade fehlte ihm die Kraft für alles andere.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Für Alaric, hatte das Thema Neid nie eine Rolle gespielt. Er war als letztes Kind zwischen zwei fast schon erwachsenen Schwestern auf die Welt gekommen und hatte somit die Aufmerksamkeit seiner Eltern praktisch für sich alleine gehabt und trotzdem, hatten sie ihm ein gewisses Maß an Bescheidenheit mit auf den Weg gegeben. Wie er trotzdem in Haus Neid landete? Wegen Leon. Wie er auch nur wegen Leon bei den Wicked blieb, obwohl er von Anfang an ein ganz komisches Bauchgefühl gehabt hatte, welches sich mit dem aktiven Erscheinen von Lorenzo und Leons laufenden Seitensprüngen, welche der Portugiese immer und immer wieder ertragen musste, nur verstärkt hatte.
Sicher, Leon hatte sich gegenüber seinem Freund geöffnet und war in gewissen Punkten offen mit ihm gewesen. Dies hieß aber nicht, dass er hätte weiterhin einfach alles ertragen und runter schlucken müssen, was passiert war und noch immer passierte. Irgendwann war das Fass einfach voll und schließlich war es eben Lorenzo gewesen, der es dann zum Überlaufen gebracht hatte bei Alaric und für seinen Seitensprung und somit die Rache an Leon sorgte.
Und es wurde nach heute nicht besser. Eher im Gegenteil. Das sein Freund so aus der Haut fuhr, wobei Alaric seit ihrem beitreten bei den Wicked genau dasselbe immer und immer wieder hatte ertragen müssen, traf bei ihm auf absolutes Unverständnis und der Höhepunkt war dann erreicht, als er als Gegenstand betitelt wurde. Nicht direkt aber so wie Leon Sprach, traf es den Nagel auf den Kopf.
Dadurch kam auch schließlich der Ausbruch von ihm. Wo er endlich das sagen konnte, was ihm schon so lange auf der Seele brannte und noch so viel mehr. Dabei war Alaric deutlich. Für ihn würde es ab diesem Punkt kein Zurück mehr in ihre Beziehung geben. Nicht nach allem, was er hatte ertragen müssen und heute auch hören. Leon hatte noch eine Chance. Diese eine Chance seinem Freund zu sagen und damit zu beweisen, dass er sich in all den Jahren nicht vollkommen in ihrer Liebe geirrt hatte. Das es richtig war trotzdem an allem festgehalten zu haben. Auch, wenn er schon nicht mehr wirklich daran glaubte. Zu tief hatten die Worte ihn verletzt.
Doch scheinbar, hatten auch seine Worte bei Leon etwas ausgelöst. Es wurde still um den Fürsten und kurz machte sich Alaric eigentlich schon auf einen weiteren Ausbruch gefasst, wurde aber überrascht, als dieser sich dann an in wandte und nicht nur sein Ton, sondern seine Augen auch, einen ganz anderen Ausdruck bekamen. Keine Wut war mehr in diesen. Es war etwas anderes. Etwas, was Alaric noch nie bei ihm gesehen hatte und was er deswegen auch nicht wirklich deuten konnte. Wer hätte gedacht, dass sein Freund es schaffte, ihn nach all den Jahren auf diese Weiße nochmal zu überraschen. Konnte es am Ende wirklich Angst sein, die er da sah? Leon und Angst? Dies passte doch so gar nicht zu ihm?
Noch immer, hielt Alaric Abstand zu ihm und sein Gesicht, war noch immer mit derselben Mine geschmückt, die er bei seinen eigenen letzten Worten an Leon hatte. Er konnte einfach noch nicht glauben, dass dieses Gespräch eine solche Wendung nun nehmen sollte. Wie auch? Er kannte Leon so nicht und wusste deswegen auch nicht, ob er dem ganzen hier wirklich vertrauen konnte. Erschreckend. So tief, hatte Leon ihn in diesem Punkt bereits erschüttert "Verletzt weil dein Eigentum sich nicht mehr wie deins Verhält?" seine Stimme hatte an Schärfe verloren und als er Leons ganze Haltung erneut ansah und auch seine Tränen sah, entwich ihm ein tiefes Seufzen und mit einem Ruck, riss er ein Stück von dem Saum seines Shirts ab, ehe er die Distanz zwischen ihnen überbrückte und die verletzte Hand von Leon nahm, um das Stück Stoff um dieser zu wickeln. Es dauerte einen Moment, ehe Alaric sich innerlich sammelte, um nicht erneut zu schneidend zu klingen. Immerhin war dies vor ihm noch immer der Mann, welchen er liebte. Auch, wenn ihre Beziehung in diesem Moment am seidenen Faden hing und es nicht klar war, ob er heute reisen würde "Du hast zumindest viele Fehler gemacht." widersprach und stimmte er ihm gleichzeitig auch zu.
Er ließ die Hand wieder los und ging wieder einen Schritt nach hinten "Nur kann und will ich so nicht mehr weitermachen! Das heute, ist unsere letzte Chance Leon. Sonst bin ich weg!" seine Stimme zitterte leicht und er merkte, wie sehr auch ihn dieser Gedanke schmerzte. Aber den Weg so mit ihm weiterzugehen, war keine Option für Alaric.
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
Wut stieg wieder in Leon hoch, dass er sich hier so verweichlich zeigte. Das er Einblicke in sein Innerstes zuließ, was noch niemals jemand geschafft hatte. Seine Eltern nicht, sein Bruder nicht, Freunde nicht, Nannys nicht. Es gab auch dieser Welt wohl nur einen Menschen, der dies jemals zu Gesicht bekommen hat. Alaric war etwas besonders, dass hatte Leon schon damals gesehen. Als er und dessen Partnerin zu ihrer Gruppe gestoßen waren. Seit er ihn getroffen hatte, hatte er ihn besitzen wollen. Eine verquere Denkweise, die vor allem an seiner Erziehung lag. Er hatte alles dafür getan und wohl das schlimmste gemacht, was man machen konnte. Er hatte kaltblütig einen anderen Menschen getötet, nur damit er Alaric an seiner Seite wissen konnte. Ein kleines Geheimnis, welches er mit in sein Grab nehmen würde. Es gab niemanden mehr, der davon wusste, außer der Fürst selbst. Und er würde alles dafür tun, damit sein Gegenüber das niemals erfahren würde! Denn egal wie der Tag heute noch verlaufen sollte. Leon war sich vollkommen sicher, dass wenn dieses dunkle Geheimnis jemals an den Jüngeren gelangte, dann war dieser schneller weg, als man gucken konnte.
Erschrocken zuckte Leon zusammen, als Alaric anfing zu reden. Die Worte taten weh, waren aber leider auch gerechtfertigt. Der Fürst Envy hatte nie anders von den anderen geredet, vor allen nicht, seit sie bei den Wicked lebten. Er hatte immer klar gemacht, was der Platz von Alaric an seiner Seite war. Letztendlich hatte der Asiate nichts anderes verdient, auch wenn er es hasste das zuzugeben. Allein das ließ auch seine Wut wieder größer werden. Seinen Neid, dass andere diese Probleme nicht hatten. Sein Leben war schon im Mutterleib vorbestimmt gewesen und wie er zu sein hatte. Und auch wenn der Fürst es hasste, so hatten ihn seine Erziehung doch geprägt. Bis zum heutigen Tag hatte es auch nie einen Grund geben, daran etwas zu ändern. Aber wenn er Alaric nicht verlieren wollte, dann musste er über seinen Schatten springen. Eine Erkenntnis, die einfach zu denken, aber schwer umzusetzen war. „Nein…weil du der einzige Mensch auf dieser elendigen Welt bist, der mir wichtig ist!“, knurrte er verletzt. Ob Alaric ihm das glaubte, stand noch auf einem anderen Blatt.
Wieder zuckte Leon zusammen, als nach seiner Hand gegriffen wurde. Das sie immer noch leicht blutete, war ihm vollkommen gleichgültig gewesen. Der Schmerz war schon lange nicht mehr schlimm und eigentlich hatte er sie auch schon halb wieder vergessen. Ohne den Blick zu heben, sah er dabei zu, wie Alaric ihm die Wunde notdürftig verband. Später, wenn sie noch zusammen hier sein würden, konnte er das selbst auch mit einem Verband machen. Im Badezimmer hatte er sowas gelagert. „Willst du denn überhaupt mit so jemanden wie mir noch zusammen sein?“, konnte er sich die Frage nicht verkneifen, auch wenn er eigentlich keine wirkliche Antwort darauf wollte. Er wollte nicht hören, dass Alaric ihn genauso wenig liebte, wie alle anderen die er schon getroffen hatte. Eine kleine Stimme meinte allerdings, dass der andere sonst schon viel eher weg gewesen wäre, wenn er nicht bei dem Fürsten sein wollte.
„Setzen wir uns lieber…“, murmelte Leon und schlurfte zu dem Sofa, welches im Wohnraum stand. Er kickte seine Schuhe von den Füßen und zog seine Beine direkt an, als er sich gesetzt hatte. Mit seinem Kopf auf den Knien, seufzte er wieder. Wer ihn jemals so sehen würde, würde nicht denken das er ein grausamer Mensch war. Gerade wirkte Leon eher verletzlich und klein. „Ich…ich sehe dich nicht als Eigentum. Zumindest nicht direkt…“, gestand er dann leise, ohne den Jüngeren direkt anzusehen. Eher sah er auf einen Punkt an der Wand. „Ich...kenne es einfach nicht anders…“, versuchte er zu erklären. Natürlich war das nur ein schwacher Trost. Viele Menschen hatten schlimmes erlebt, eine beschissene Kindheit gehabt und waren trotzdem nicht so verkorkst wie er selbst. Da kam auch wieder der Neid durch, dass er es nicht geschafft hatte, besser zu sein. Neid, weil er eigentlich schwach war und sich hinter seinem Neid und seiner Wut versteckte.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Auch, wenn die Liebe zu Leon heute stärker war als jene, die er damals für Alegria empfand, so würde die Erkenntnis, dass Leon an ihrem Tod Schuld hatte, die zerstören. Für ihn würde es dann keinen Platz mehr an der Seite des Fürsten geben. Keinen Platz mehr bei den Wicked und wenn dies am Ende hieß, dass er sich einer der Kolonien anschließen müsste, die schon jetzt auf der Abschussliste der Wicked standen, dann würden sie sich als Feinde auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen. Doch da Leon dieses Geheimnis weiterhin als solches mit sich selber tragen würde, wäre dies keine Option für Alaric. So gab es in diesem Augenblick noch immer die Hoffnung, dass sie heute die Kurve bekommen würden und ihre Beziehung, welche auch wahrlich ihre schönen Seiten gehabt hatte, noch eine Chance bekam. Ansonsten würde das Ende genau gleich aussehen und Alaric Leon und die Wicked verlassen.
Doch für den Moment, stand dies alles noch auf der Kippe und es gab nur noch diese eine Chance. Sonst wäre es gelaufen und dies, machte Alaric auch in seiner ganzen Haltung und deutlich. Eine Haltung, wie er sie wohl in all den Jahren an Leons Seite nie an den Tag gelegt hatte, weil dies nicht wirklich seine Art war. Jedoch gab ihm diese Situation nun keine Chance, wenn er wieder glücklich werden wollte.
Denn so, wie es im Moment war, fühlte er sich alles andere als glücklich "Dann hast du dir in den letzten Jahren aber nicht wirklich Mühe gegeben, mir das zu zeigen!" es machte deutlich, dass Alaric Zweifel hatte. Er erwartete bei weitem keine romantischen Dinner, keine Rosen oder kitschige Geschenke. Leon sollte seine Liebe auch nicht in aller öffentlich breittreten. Alles, was er sich erhoffte, war Treue und die Gewissheit, dass sie als Gleichwertige Partner in dieser Beziehung standen und nicht als Eigentum. Ebenso würde Leon heute die Karten offen legen müssen, wieso er so dachte. Nur so würde Alaric ihn auch vollkommen verstehen können und dieser Beziehung noch eine Chance geben können. Jedenfalls hoffte er das, als er schließlich vorsichtig die Hand von Leon nahm und mit einem Stück seines Shirts verband.
Auf dessen Frage, war er nicht vorbereitet gewesen und so nahm sich Alaric mehr Zeit als gewollt, Leons Hand zu verbinden, ehe er ihm ins Gesicht und ihn die Augen sehen konnte "Ich will mit dem Leon zusammen sein, der er war, bevor er Fürst wurde." es war vielleicht nicht die Antwort, die Leon hören wollte, aber es war dann in diesem Moment einfach die ehrlichste, die Alaric ihm geben konnte. Noch stand er eben mit einem Fuß auf der Türschwelle und er würde sich vollkommen verlieren, wenn er Leon nun direkt nachgeben würde. Dafür war einfach zu viel passiert, was es nicht möglich machte. Mit einem stummen Nicken folgte Alaric ihm dann schließlich in das Wohnzimmer, wo er aber nur im Türrahmen stehenblieb und sich umsah. Erst jetzt war ihm so wirklich bewusst, wo sie hier waren und das Leon dies scheinbar schon länger als Rückzugsort geplant hatte. Warum, das hatte nun keinen Raum. Wichtig waren sie beide und der Elefant in Form von dem Gespräch, welcher im Raum stand.
Erst, als Leons Stimme nun an sein Ohr drang, schaute Alaric zu ihm, machte aber noch keine Anstalten, sich ebenfalls zu setzten. Es wirkte, als wäre er noch immer bereit, im nächsten Moment zu gehen und doch, traf ihn der Anblick des Fürsten. So, hatte selbst Alaric ihn noch nie gesehen. Fast wirkte es, als würde sich da nun etwas öffnen, was in all den Jahren verschlossen gewesen war und der Portugiese, konnte es nur hoffen "Das man Menschen besitzt?" er blickte nun verwirrt zu Leon und ging dann doch zu dem Sofa, um sich ebenfalls auf diesem niederzulassen, jedoch noch immer mit Abstand zu seinem...Freund? Leider machten es seine Worte nicht leichter für Alaric, ihn zu verstehen "Dies erklärt für mich nur leider gar nichts..." seufzte Alaric und sah ihre letzte Chance schon davonschwimmen.
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
Die Antwort hatte Leon mehr als nur verdient. Nein, er hatte sich keine wirkliche Mühe gegeben. Nachdem er Alaric an seiner Seite wusste, war es selbstverständlich gewesen. Hatte er ihm eigentlich jemals gesagt, dass er ihn liebte? Sicherlich ganz am Anfang noch, als er um ihn geworben hatte. Auch der Chinese war nicht doof gewesen. Ohne etwas dafür zu tun hätte sich der Dunkelhaarige niemals in ihn verliebt. Aber das war alles in ihrer Anfangszeit gewesen. Alles hatte sich schlafartig verändert, als sie zu den Wicked gestoßen waren. Vor allem als Leon seinen Bruder hier lebendig getroffen hatte. Vieles, was er vergessen hatte wollen, war durch diesen wieder zum Vorschein gekommen. Vieles schlechtes vor allem. Kein Wunder also, dass sie nun an diesem Punkt angelangt waren. „Bevor wir zu den Wicked gekommen waren…“, sprach er seine Gedanken laut aus, als er durch Alarics Worte auf diese Erkenntnis gekommen war. In ihrer Gruppe war noch alles anders gewesen, dass stimmte.
Das sein Freund ihn nicht direkt folgte, zeigte Leon nur wieder, dass er einen langen Kampf vor sich hatte. Der Fürst war sich vollkommen bewusst, dass es in seiner Hand lag, wie das ganze hier enden würde. Auch wenn es ihn innerlich wütend machte, so wusste er, dass es ihn diesmal nicht helfen würde. Wenn er Alaric weiter an seiner Seite wissen wollte, dann musste er diesem zeigen, dass er sich ändern würde und er ihm wichtig war!
Natürlich verstand sein Partner aus den wenigen Worten nicht wirklich viel. Konnte er auch nicht, dem war sich der Chinese durchaus bewusst. Ihm kam ihr Gespräch vor Monaten in den Sinn, als er Alaric erzählt hatte, wer Fürst Greed wirklich war und wie sie zueinanderstanden. „Ich hatte dir damals ja ein bisschen was von meiner Familie erzählt…“, fing Fürst Envy an zu sprechen, nachdem der Portugiese sich ebenfalls endlich gesetzt hatte. „Ich hatte es gehasst in dieser Familie zu sein!“, erzählte er leise weiter. „Ich war nichts wert! Alles war falsch, was ich machte. Ich durfte nicht raus, keine Freunde haben oder auch nur daran denken, dass ich diesem Leben entfliehen wollte.“, erzählte er weiter. Wie oft hatte er sich als Kind gewünscht, dass er nicht hier geboren worden war. „Aber ich musste brav sein und gehorchen. Wenn nicht, wurde ich bestraft und das war alles andere als schön.“. Ja, ihm wurden die Regeln und Gesetzte teilweise eingeprügelt. „Ich gehörte meinen Eltern und hatte zu gehorchen…“, redete er weiter. Hier konnte man schon erkennen, weswegen seine Denkweise stellenweise anders war. Er hatte nichts Eigenständiges machen dürfen, sondern gehörte seinen Eltern und musste das tun, was sie verlangten.
„Mikael hatte die Liebe und Zuwendung bekommen, nach welcher ich mich immer gesehnt hatte. Hatte das bekommen, was ich mir gewünscht hatte. Mein Neid war ihn war verdammt groß!“. Viele hatte kein einfaches Leben gehabt und waren trotzdem nicht so wie er, dem war sich Leon durchaus bewusst. Aber wenn alles um ihn herum zeigte, dass es ok war, warum sollte er das dann nicht glauben? „Als ich das Angebot bekam, meine Familie zu hintergehen und meinen Erzeuger töten zu können, habe ich dem sofort zugestimmt! Ein Fehlschlag hätte meinen Tod bedeutet, aber damit wäre ich dann auch endlich frei gewesen.“. Damals war ihm das tatsächlich vollkommen egal gewesen. „Durch den Ausbruch kam alles anders und ich sah meine Familie nicht mehr. Ich hoffte, betete, dass sie einen grausamen Tod starben!“, knurrte er leise, ehe er wieder seufzte. „Bis wir auf die Wicked trafen, war ich dann auch endlich so frei, wie ich immer sein wollte. Doch hier musste Mikael ja unbedingt sein und mir lebendig vor der Nase herumtanzen!“, knurrte er wieder. Man konnte den alten Hass regelrecht spüren. Aber auch die Verletztheit, welche Leon durch das Verhalten seiner Familie erlitten hatten. „Allein sein Anblick hat alles Schlechte wieder hervorgeholt. Ich erinnerte mich wieder an alles, was meine Erzeuger wir eintrichterten. Wie das Leben bei uns ausgesehen hatte und verlor mich in diesem Strudel.“, zeigte er seine wahren Gedanken. Sowas würde man so schnell wohl auch niemals wieder von dem Fürsten erleben. „Es tut mir leid, Alaric!“, sah er auf und direkt in das Gesicht seines Partners. Etwas, was man wohl niemals erwartet hätte, aber in den Augen von Leon konnte man unvergossene Tränen erkennen. „Ich bin der größte Wichser, den es gibt, dass weiß ich. Ich hasse es, was passiert ist, aber ich habe dir wohl am meisten weh getan!“.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Stumm nickte Alaric auf Leons Aussage. Bevor sie zu den Wicked bekommen war, schien die Welt zwar genauso scheiße zu sein, aber er hatte den Leon an der Seite, der ihm noch zeigte, dass er ihm etwas bedeutete. Dies nahm gefühlt immer mehr ab, als sie zu den Wicked kamen. Als wäre es so sicher, dass Alaric weder Widerworte geben noch sonst Anstalten machen, von seiner Seite zu weichen. Nicht zu vergessen so etwas wie einen Betrug und dann auch noch mit dem Menschen, welcher Leon wohl am tiefsten Treffen würde und somit den geballten Schmerz zu spüren bekam, welchen Alaric in all den Jahren immer und immer wieder runtergeschluckt hatte. Stumm. Ohne ihn jemals auch nur im Ansatz rauszulassen. Und nun? Nun standen sie hier und ihnen war beiden bewusst, dass ich Beziehung so sehr am seidenen Faden hing, wie wohl noch nie. Alaric jedenfalls, hatte durch Leons Satz mit dem Besitzen, die Schere an diesen seidenen Faden gesetzt und es fehlte nur noch ein falsches Wort, bevor er es durchschnitt und somit ihre Beziehung beendete. So sehr es ihn der Schmerz daran auch umbringen würde.
Eigentlich war er auch gewillt, im Türrahmen stehen zu bleiben. Einfach weil er noch nicht sicher war, in welche Richtung das alles gehen würde und ob er nicht gleich wirklich einfach ging. Einfach ohne jegliche persönliche Sachen da draußen ein neues Leben starten würde, sollten sie es heute nicht schaffen, dass ihre Beziehung auch nur im Ansatz wieder zu der werden würde, die sie mal war. Für Alaric war es nur in den letzten Monaten immer schwerer geworden, sich an die schönen Seiten von dieser festzuhalten. Dazu waren die schlechten einfach zu sehr in den Vordergrund gerückt.
Schließlich gab er sich selber aber einen Ruck und setzten sich ebenfalls auf das Sofa, wobei sicher noch locker eine Person zwischen sie gepasst hätte. Die Körperliche Distanz war auch ein Zeichen, wie sie sich emotional in der Vergangenheit distanziert hatten. Eine Chance, dass Leon sich erklären konnte, gab Alaric ihm trotzdem und so, lauschte er seinen Worten, welche mit seiner Familie begangen. Ja, einen Teil, hatte er ihm schon an jenem Abend erzählt, an welchem er dem Portugiesen auch eröffnet hatte, dass sein Bruder einer der Fürsten war. Alaric gab ihm den Raum, alles rauszulassen und nickte nur ab und an, um ihm zu signalisieren, dass er ihm zuhörte. Unterbrechen, wollte er ihn nicht. Vermutlich auch aus der Befürchtung heraus, dass er sonst nicht alles erzählen würde.
Langsam, aber sicher, konnte Alaric zumindest bestimmte Dinge verstehen und dann aber auch wieder nicht. Bevor sie bei den Wicked ankamen und vor allem bevor Leon durch andere Betten hüpfte und seinen Bruder traf, war er schließlich auch nicht so gewesen. Nur war ihre Beziehung damals auch noch frisch gewesen und Alaric hatte ja auch nicht daran gedacht, jemals mit Leon zusammen zu sein. Es war also wirklich einiges Nötig gewesen, bis Alaric klar wurde, dass er Gefühle für ihn hatte. Und dann, als Leon ihn hatte, wurde alles anders. Sie verließen die Gruppe, als Leon von dieser als Dieb bezichtigt wurde, landeten bei den Wicked und trafen auf Menschen, die scheinbar für den Untergangen ihrer Beziehung verantwortlich waren. Aber es war leicht, die Schuld bei anderen zu suchen. Dabei lagen die Fehler nicht bei den anderen. Immerhin hatten sie diese in ihr Leben gelassen und so dafür gesorgt, dass es den Anschein machte, ihre Beziehung wäre nicht mehr zu retten.
Je mehr Leon aber erzählte, je mehr verstand Alaric ihn und seine noch so harte Fassade, fing leicht an zu bröckeln. Nicht, wie wenn man direkt mit der Abrissbirne in diese krachte sondern eher waren es leichte Risse. Bei seiner Entschuldigung blickte Alaric seinen Freund endlich wieder richtig ins Gesicht und für einen Moment schien er den Leon in diesem zu sehen, welchen er immer sehen wollte. Den Hinter der Fassade des Fürsten "Vermutlich sehe ich nun manche Dinge etwas klarer." fing er nun seufzend an, wobei er nicht durchsickern ließ, ob er seine Entschuldigung annahm. Dafür war da einfach noch immer zu viel Schmerz für den Moment, als das es damit einfach erledigt war "Nur...du erzählst, dass du nie Liebe und Zuwendung bekommen hast. Hab ich dir in all den Jahren an deiner Seite nicht genug davon gegeben? War es so wenig wert gewesen, dass du es so mit Füßen treten musstest? es war wohl eine der letzten Fragen, die Alaric ihm noch stellen musste.
Leon hatte ihm bereits mehr offengelegt, als er bis dahin gedacht hätte. Nur das nicht "Oh und was das verletzten angeht, so haben wir uns beide nicht mit Ruhm bekleckert. Ich wünschte, ich könnte sagen, ich bin stolz darauf, den Weg mit dem größten Schmerz zu gehen. Nur wenn wir schon so ehrlich sind und die Karten offen auf den Tisch legen...Vielleicht war ich es auch einen Moment und habe es im selben Atemzug bereut." Alaric ließ den Blick von seinem Freund, durch die Wohnung gleiten "Ich würde mir einfach nur wünschen, dass wir irgendwie wieder dort anknüpfen können, wo wir vor den Wicked waren...nur weiß ich nicht, ob wir auch nur im Ansatz wieder dort hinkommen..." der Schmerz, war nun von seinem Inneren, in seiner Stimme und seinen Augen angekommen. Gemischt mit der Hoffnung, dass sie es doch noch irgendwie schaffen würden...
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
Wenn jemand Leon früher einmal gesagt hätte, dass er jemals einem anderen seine Gedanken und Gefühle mitteilen würde, hätte er denjenigen wohl herzlich ausgelacht. Schon als Kind hatte er niemals groß über sich selbst oder seine Situation gesprochen. Es hätte wohl aber auch niemanden wirklich interessiert. Seine Eltern kümmerten sich lieber um Mikael und seine Lehrer und Aufpasser interessierten sich nicht für ihn. Deswegen hatte er schon früh gelernt, dass er alles für sich selbst ausmachen musste. Genauso hatte er gelernt, dass eben Liebe scheinbar so ist. Erst als er sich aus seiner Familie losgesagt hatte, war es anders geworden. War er anders geworden. Aber genau das war das Problem mit den Wicked gewesen. Nicht so Wicked waren schuld, dass er wieder in alte Verhaltensmuster gerutscht war, sondern Mikael und damit die Nähe zu seiner Familie, von welcher niemals wieder etwas wissen wollte. Nach seinem Seelenstriptease würde dies wohl auch Alaric klar geworden sein, dass Fürst Greed ein ziemlicher Trigger für Leon war.
In dem Asiaten wallte wieder ein wenig Wut auf, als Alaric es ansprach. „Doch…hast du…“, gab er zu und schloss seine Augen. Ein leiser Seufzer war zu vernehmen. „Ich habe es nicht mehr gesehen…“, gestand er sich und seinem Freund ein. „Ich sah nur meinen Bruder und fühlte mich wieder an meine Kindheit erinnert.“, versuchte er sich zu erklären. Eine wirkliche Erklärung gab es nur nicht. Er hatte nicht weiter nachgedacht. Es war wie ein Rausch, dass er sich auch mit anderen vergnügen musste. Allein voran mit Mara, da es so ganz anders war als mit Alaric. Es war da einfach nur um die Triebe gegangen und nicht um Gefühle. „Vielleicht war es ein verspätetes austoben?“, sah er fragend nach oben, als wenn die Antwort an der Decke der Wohnung stehen würde. „Ich kann es dir nicht einmal erklären. Es war wie ein Rausch, welchen ich ausleben wollte. Tatsächlich habe ich mein Denken da jedes Mal ausgeschaltet.“, sah er nachdenklich auf seine Hände. Er versuchte wirklich seinem Freund zu erklären, was er selbst nicht erklären konnte. „Nur war es niemals genug. Keiner konnte mir das geben, was ich bei dir bekam und fühle.“, gestand er zum Schluss und sah Alaric dabei an. In seinen Augen konnte man deutlich erkennen, dass es ihm leidtat. Wirklich zu seinem Verstand war noch nicht alles durchgesickert, aber man konnte ihm ansehen, dass er sich mies deswegen fühlte.
Wütend kniff er die Augen zusammen, als sein Freund nun seinen Seitensprung ansprach. „Noch schlimmer wäre es wohl nur gewesen, wenn du meinen Bruder gewählt hattest.“, nickte er leicht und ballte die rechte Hand zu einer Faust. Allein daran zu denken, dass Lorenzo Alaric durch ihr Bett gevögelt hatte, ließ ihn vor Wut kochen! „Bereut…“, murmelte er leicht knurrend. Bereute er seine Seitensprünge? Jetzt wo er dieses Wort damit im Zusammenhang gehört hatte, war das wohl auch bei ihm der Fall. „So wie ich…“, gestand er leise hinterher. Auch er bereute es, dass er seinem Liebsten so verletzt hatte. Wenn er selbst nicht so ein riesen Wichser gewesen wäre, dann wäre wohl auch Lorenzo niemals zu seinem Ziel gekommen.
„Das würde ich mir auch wünschen…“, lächelte Leon das erste Mal leicht. Nur wie sollten sie das schaffen? Gut, er selbst würde auf alle Fälle nun treu bleiben! Der Sex mit Alaric und das dieser bei ihm blieb, war bedeutend wichtiger als Mara und seine Seitensprünge zusammen. „Ich…mein Verhalten kann ich nicht von heute auf morgen verändern.“, fing er an und sah zu seinem Freund. „Du bist das Einzige, was mir wirklich wichtig ist! Ich kann versuchen mein Verhalten zwischen uns, wenn wir unter uns sind, zu bessern. Und ich verspreche dir heute, dass ich mir nur noch dich uns Bett hole.“, machte er den ersten Schritt zu ihrer Versöhnung.
@Alaric Nazario

|
nach oben springen
|
Alaric, war schon immer eher ein Gefühlsmensch gewesen. Er war noch nie jemand gewesen, der seine Gefühle versteckte oder seine Gedanken nicht mit Menschen teilte, die ihm nahestanden. Doch auch das, hatte er in den letzten Jahren bei den Wicked abgelegt. Vermutlich, weil ihn die ganze Geschichte um Leon und seine Untreue auf einer anderen Art verletzt hatte, die ihn dazu brachte. Das nun sein Seitensprung mit Lorenzo der falsche Weg gewesen war, dem war er sich bewusst. Selbst in jenem Moment, als es passierte. Doch da, war es schon zu spät gewesen. Ob es für ihre Beziehung schon zu spät war, würde sich heute zeigen. Alaric war aber klar, dass sich etwas ändern musste. Sonst würde er gehen. Ganz gleich, ob es ihn umbringen würde oder die Wicked ihn gar töten.
Ruhig, lauschte er seinem Freund nun und war dann doch verwundert, als auf die Frage, ob seine Liebe nie genug für ihn gewesen war, die Wut in ihm hochkam. Vermutlich gab es da noch einiges, was die beiden über den anderen lernen mussten. Auf seine Worte, musste Alaric seufzen. Wieso zum Teufel, hatte sich Leon ihm nicht früher geöffnet? Es hätte ihnen beiden am Ende so viel Leid, Wut und Schmerz erspart. Sie würden ganz sicher nicht heute hier stehen und an dem letzten seidenen Faden festhalten, an welchem ihre Beziehung nach all den Jahren bei den Wicked hing.
"Verspätetes austoben..." wiederholte er Leons Worte und konnte ein tiefes Seufzen nicht unterdrücken. Dies war nun wirklich nicht die Antwort, die er sich gewünscht hatte oder gar eine solche, die ihn versöhnlicher Stimmte. Für den Moment. Rechnete er es ihm noch immer hoch an, dass sich der Fürst nun scheinbar endlich öffnete. Etwas, was er so in all den Jahren ihrer Beziehung nicht getan hatte und wenn er ehrlich war, auch nicht getan hätte, wenn alles nicht so gekommen wäre, wie es nun eben einmal war. Wie es keiner von ihnen rückgängig machen konnte.
Und doch, berührte es ihn, dass es wohl bei seinen Seitensprüngen scheinbar nicht um Liebe ging. Wenn es das alles auch nicht wirklich besser machte. Nur, konnte sich Alaric scheinbar sicher sein, dass die Gefühle, welche der Fürst für ihn hatte, wirklich ehrlich waren. Das es nicht an ihrer Beziehung oder Alaric selber lag, dass es zu allem gekommen war "Ich mag bei meiner Wahl der Rache ein Arsch gewesen sein...aber auf deinen Bruder, wäre ich dabei nicht gekommen." gab er zu verstehen. Außerdem, wenn Lorenzo ihn nicht so um den kleinen Finger gewickelt hätte und der Alkohol nicht dementsprechend geflossen, wäre es sicher nicht zu all dem gekommen. Doch dieser, hatte Alaric eben an einer Stelle seines Lebens erwischt, in welchem er scheinbar keinen anderen Ausweg mehr sah, um das zwischen ihm und Leon irgendwie in die richtige Richtung wieder zu lenken. Auge um Auge. Etwas von dem man wusste, dass es nie den richtigen Erfolg gehabt hatte. So auch hier.
Machte es die Sache nun leichter, dass auch Leon seine Seitensprünge bereute? Jedenfalls meinte Alaric, so etwas wie Erleichterung zu spüren auch, weil er die Ehrlichkeit nicht nur in den Worten des Fürsten hören konnte, sondern auch in seinen Augen sehen, weswegen der Nazario nun auch den Wunsch äußerte, welchen er tief in seinem Inneren verspürte. Das sie beide wieder an den Punkt anknüpfen konnten, wo sie vor den Wicked gewesen waren. Wenn er auch nicht wusste, wie sie es schaffen sollten nach allem, was in den letzten Jahren bei den Wicked passiert war "Und vielleicht kann ich versuchen zu akzeptieren, dass wir nicht die typische Beziehung außerhalb unser Zweisamkeit führen werden." lenkte er ein. Wenn es ihm auch weiter schwer fallen würde. Doch auch er, wollte an sich arbeiten "Und ich verspreche dir, auch niemand anderen mehr in unser Bett zu lassen...in unser Neues." blickte er zu Leon "Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass du das jetzige verbrennen wirst! Und ich würde dem zustimmen!"
@Leon Taiji Wu





|
nach oben springen
|
Survive Talk
4
| Einfach ein eigenes Forum erstellen |
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°C