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#1

Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

21.02.2024 07:21
Nano West Nano West (gelöscht)
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Seit dem Abend hatte Nano gearbeitet. Manchmal vergaß er einfach alles um sich herum, lauschte zum gefühlten 3 Millionsten Mal der Playlist seiner Stereoanlage und konzentrierte sich auf die kniffligeren Kabelstränge der Ersatzprothese, die er nahezu vollendet hatte. Naja, wirklich herausragend war es nicht, wenn er davon ausging, das er sie ganz konkret nach der Vorlage geschaffen hatte. Wirklich aktiv an Verbesserungen zu arbeiten traute er sich noch nicht. Nicht, wenn sie nicht fertig war. Fehler im Ausbau machten das ganze Konstrukt fehlerhaft. Fehler bei späteren Modifikationen liessen sich dagegen mit viel Glück wieder richten. Ein leises Kratzen fuhr durch seine Konzentration und liess ihn aufsehen. Da war es schon wieder. Und es war lauter geworden. Er liess sein Werkzeug fallen und wandte sich um, nur um zu sehen, wie der 3D Drucker mit einem gequälten Kratzen seinen letzten Atemzug tat.

„Och komm schon, nicht doch. Das tust du mir doch jetzt nicht an oder?“
Er seufzte und zog sich den Stuhl heran. Zwei Stunden später gab er allerdings entnervt auf. Das war es. Dieses Gerät hatte seine 1200 Betriebsstunden definitiv weit überschritten und hatte sich verabschiedet. Er fuhr sich mit der rechten Hand durch die Haare und senkte den Kopf dann auf die verschränkten Arme. Stille. Um der Situation die nötige Tiefe zu geben hatte die Anlage anscheinend just genau in diesem Moment entschieden, die Playlist zu stoppen. Was sollte er jetzt bloss tun? Er war immer noch mitten in der Arbeit und ohne die Schalen konnte die Prothese nicht benutzt werden. Er unterdrückte den Drang mit Macht gegen den Tisch zu treten. Er hatte noch viel zu gut im Gedächtnis, was das letzte Mal geschehen war. Der Tisch war mit einem harten Knall gegen die Wand geprallt und dann umgefallen und die nächsten zwei Tage war Nano damit beschäftigt gewesen, Arbeitsmaterial und Werkzeug wieder zusammenzusuchen und zu ordnen. Und er war sich nur zu gut im Klaren darüber gewesen, das es ganz alleine seine Schuld gewesen war. Wenn man sich keine Zehen brechen konnte, hielt man sich auch kaum zurück. Zumindest hatte er gelernt, damit vorsichtig umzugehen. Er richtete sich auf und sah auf den kaputten Drucker. Es war bereits das zweite Gerät gewesen und noch eines gab es hier nicht mehr. Seufzend stand er auf und trat an den Schreibtisch seines Vaters. Er sah immer noch so aus wie zu den Zeiten als er stundenlang hier gesessen hatte. Nano sank auf den Stuhl und musterte die an der Wand angebrachten Pläne. Für einen solchen Moment hatte sein Vater vorgesorgt. Er hatte das so oft erzählt, um ihn und auch seine Mutter zu beruhigen. Wenn das passierte, gab es immer noch das Lager seiner Arbeitsstelle. Die Labore der Bionix-Gebäude waren sicherlich geplündert worden, aber Charles West hatte seinen eigenen Laborbestand sorgfältig verpackt an einem Ort verborgen, den ganz sicher kaum jemand gefunden hatte. Hatten ja nicht einmal die meisten Angestellten etwas davon gewusst.

„Mitten in Washington DC… ganz große Klasse.“
Er nahm den Plan von der Wand, der den Weg durch das Gebäude zeigte. Es war evakuiert worden, aber das war nicht wirklich eine Grundlage für leere Flure. Wenn sich in den letzten Jahren dort jemand häuslich eingerichtet hatte…. Aber wenn er das nicht machte war es nur eine Frage der Zeit. Er lehnte sich zurück und musterte das Bild seiner Eltern auf dem Schreibtisch. Er hatte keine Wahl. Nicht nach allem, was seine Eltern dafür aufgenommen hatten. Er griff nach dem Strassenplan. Wenn er den Wagen seiner Mutter nahm konnte er es vielleicht bis in die Innenstadt schaffen. Sie hatte es oft bei ihren Besorgungen benutzt und so sah es auch aus. Anders als der Geländewagen, der im Grunde aussah wie ein Neuwagen, wenn man mal vom Staub absah. Aber da dieser auch schon beladen war, kam er ohnehin nicht in Frage. Wenn er es bis zum Parkplatz schaffte, musste er nur noch über den Platz gehen und das Gebäude betreten. Das, was danach kam, war unerforschtes Gelände. Er war so oft dort gewesen, aber jetzt nach so langer Zeit sah es da bestimmt genauso aus wie überall.

„Du bist echt ein verwöhnter Fratz, West. Komm endlich in die Gänge.“
Über Entscheidungen war er doch längst hinaus. Wenn er nicht ging, war es das aus für seine Arbeit und vermutlich auch für seine Zukunft. Er stand auf und tauschte die Batterien der BioMs. Es war früher Morgen. Und mit viel Glück konnte er vielleicht bis zum nächsten Tag wieder hier sein. Wenn er es nicht wahr, war es vermutlich auch egal. Er packte schweigend seine Sachen. Gedanklich war er schon oft über die Grenzen Takoma Parks geschritten…. aber umgesetzt hatte er es noch nicht ein einziges Mal. Jetzt bereitete er sich beinahe mechanisch darauf vor zum ersten Mal für längere Zeit seine schützenden vier Wände zu verlassen. Einfach nicht dran denken… einen Ausflug machen… einfach wieder zurückkommen…. Er überprüfte sein Gepäck. Alles war da. Wasser, etwas zu essen, Werkzeug. Die leeren Rucksäcke warf er ins Auto und stellte drei volle Kisten Waren aus dem Einkaufszentrum in den Kofferraum. Vielleicht brauchte er etwas zum Handeln. Zwar waren da auch nicht alltägliche Dinge wie Schmuck oder Haarfarbe darunter, aber er vermutete, das zumindest die beiden Flaschen Whisky, die Hygieneartikel und auch die Kleidung einen gewissen Wert hatten. Das Spielzeug hatte er weggelassen. Dafür befanden sich in den Kartons auch Konserven und vier Gläser Honig. Mehr hatte er jetzt nicht. Zumindest nicht in den Werten, die jetzt nötiger waren als das Gold aus dem Safe seines Vaters. Als letztes wechselte er zu den Schuhen und zog den dichten Stoff seiner Hose bis tief über den Rand der Schuhe. Die beiden Messer mit denen er in den letzten beiden Jahren immer besser hatte umgehen können steckte er ebenfalls ein und zog seine Handschuhe an. Dann sank er hinter das Steuer und wieder spürte er die aufkommende Panik, die ihn förmlich dazu drängte einfach wieder rein zu gehen und sich in sein Schlafzimmer unter seiner Decke zusammen zu rollen. Aber dieses Mal durfte er nicht nachgeben. Er schloss die Augen und startete den Wagen…

Es war nicht das erste Mal, das er das Anwesen auf diese Weise verliess, aber es würde ganz sicher das erste Mal sein, das er die Grenze von Takoma Park überquerte. Und seine Hand zitterte immer noch als er bereits die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte. Es war ruhig. Er konnte vielleicht Glück haben und kam unbehelligt bis zu den Bionix Gebäuden. Er stellte den Wagen an einem Platz ab, den man nicht einsehen konnte und schulterte die Rucksäcke. Sie waren leer und würden wohl kaum Aufmerksamkeit erregen. Er sah auf seine Uhr und atmete dann tief durch. Das war dann wohl seine Feuertaufe. Wenn er das hier nicht unbeschadet überstand, dann hatte er noch weiter weg überhaupt keine Chance also war heute wohl die Stunde der Wahrheit. Er bewegte sich vorsichtig. Vereinzelt waren Herumtreiber unterwegs, aber denen konnte er aus dem Weg gehen. Er sah sich um, bevor er zügig zum Vorplatz des Bionix Hauptlaborsitzes ging. Hier sah es nicht weniger mitgenommen aus als überall. Im Schatten der Mauern musterte er den Vorplatz. Er konnte ja wohl kaum bei vollem Licht einfach so hinübergehen. Er wusste nicht, ob er alleine war. Das war ihm schon zu Hause bitter aufgestoßen und hier war die Gefahr jemandem zu begegnen, noch größer. Es war lange her, das er hier gestanden hatte. Sogar lange bevor sich das hier alles in ein Kriegsgebiet verwandelt hatte. Alles war vollgestopft gewesen mit Menschen, die von einem Ort zum anderen hasteten ohne Zeit, ohne Aufmerksamkeit und ohne aufeinander zu achten. Nun…. Zumindest das hatte sich zu reiner Achtsamkeit gewandelt, wenn auch aus traurigen Gründen. Er seufzte leise. Hier stehen zu bleiben brachte ihn auch nicht weiter und kostete nur Zeit, die er nicht hatte. Aber vielleicht konnte er im Schatten bleiben und den Platz umrunden, bis er bei dem Laborgebäude angekommen war. Sorgsam auf seine Umgebung achtend setzte er sich wieder in Bewegung.

@Alaric Nazario

zuletzt bearbeitet 21.02.2024 07:23 | nach oben springen

#2

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

23.02.2024 10:01
Alaric Nazario Alaric Nazario (gelöscht)
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Dieses Jahr, schien es viel schneller Herbst zu werden, als bisher. Jedenfalls fühlte es sich für Alaric so an, als er sich heute für die Tour fertiggemacht hatte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die letzten Monate einen reinste Achterbahnfahrt der Gefühle gewesen war. Sein Betrug oder eher Rachefeldzug mit Enzo, Monate später dann das Geständnis bei Leon und der daraus resultierende Streit und dann noch das allgemeine Leben bei den Wicked. Seine Arbeit auf dem Basar, die Zeit mit Leon und dann noch der Versuch, Enzo und der Wurzel allen Übels, aus dem Weg zu gehen. Irgendwann fühlte sich auch ein Alaric ausgebrannt und war froh über jede Minute, welcher er außerhalb und vor allem alleine verbringen konnte. Zwar war es selten geworden, aber man fand auch in den letzten Winkeln von DC noch die eine oder andere Sache, welche man zum Handeln gebrauchen konnte.
Soweit sich Alaric erinnern konnte, waren die meisten normalen Wohnhäuser bereits soweit geplündert, dass man nicht mehr wirklich etwas Brauchbares für die Wicked fand. Somit hatte sich Alaric in den letzten Wochen darauf konzentriert, alles andere sich genauer anzuschauen. Dazu zählten nicht nur die normalen Einkaufszentren, sondern auch alles andere, was man sonst eher links liegen lassen würde. Spezielle Lagerhäuser oder auch Gebäude, welche auf den ersten Blick nicht danach aussahen, dass sich ein Besuch in diesen wirklich lohnte. Für die Wicked jedoch, konnte sich am Ende des Tages jedoch alles lohnen, dies wusste auch Alaric. Ganz ohne leere Hände, wollte er auf keinen Fall zurückkommen.
Schon vor einigen Tagen hatte er beim Vorbeifahren ein Gebäude gesehen, welches sein Interesse geweckt hatte. Die Schilder rund um dieses waren bereits verwildert und durch die Zeichen der Zeit und die fehlende Pflege nicht mehr zu lesen, aber es sah jetzt nicht so aus, als wäre es nur ein normales Wohngebäude. Alaric vermutete eine ehemalige Lagerhalle. Was genau ihn da erwarten würde, würde er dann heute erfahren. Es war selten, dass er sich zu später Stunde noch auf den Weg machte, aber Leon war bei einem Fürstentreffen und bevor er sich in der Wohnung nur langweilte, hinterließ er seinem Freund einen Zettel und machte sich mit einem Wagen der Wicked schließlich auf den Weg, nachdem er sich warm eingepackt, einige leere Taschen geschultert und eine Waffe sowie Dolch verstaut hatte.
Sein Atem warf leichte Wolken, als er aus der warmen Wohnung nach draußen trat. Unwillkürlich glitten seine Gedanken in Richtung der Zeit, als er noch als Nomade unterwegs gewesen war. Die Zeit, kurz nachdem die ganze Welt zu dieser wurde, welche sie heute war und die ihn so viel gegeben, aber auch genommen hatte. Angefangen von seiner Familie, von denen er Vater und Mutter hatte sterben sehen, seine Schwestern, von denen er nicht wusste, ob sie in seiner Heimat Portugal noch lebten, bis zu seiner damaligen Verlobten Alegria, welche damals starb, als die beiden schon Teil der Gruppe um Leon waren. Geschenkt hatte sie ihm dann den besagten. Immerhin wüsste er nicht, wo er ohne ihn heute wäre auch, wenn ihre Beziehung in den letzten Jahren einiges hatte einstecken müssen und diese nicht immer die perfekte war. Jedoch waren da vor allem die letzten Monate eine Wendung gewesen und auch, wenn der Schmerz davon wohl noch eine Weile in ihnen stecken würde, so fühlte Alaric eine gewisse Befreiung, welche ihm auch den Alltag und somit auch diese Tour, um einiges leichter machte. Musste der Kopf schließlich voll und ganz im hier und jetzt sein. Nur einen Moment nicht aufgepasst und schon konnte jeder Atemzug der Letzte sein.
Während der mit dem Wagen in die Richtung fuhr, die er noch im Kopf hatte, ließ er seinen Blick automatisch über die leeren Straßen wandern. Ab und an, konnte er in den Gassen einen Schatten erkennen, wobei er diesen aber eher auf einen Beißer zurückführte, als auf Menschen. Irgendwann erkannte man diese einfach auch an ihrem Schatten. Außerdem wäre ein Mensch nach all den Jahren nicht so leichtsinnig und würde sich so sichtbar im Schatten bewegen. Er kam seinem Ziel langsam aber sicher näher, stellte den Wagen aber trotzdem lieber etwas entfernt von seinem Ziel auf, um nicht direkt aufzufallen, falls doch jemand unterwegs war da draußen. Sicher war Ende des Tages einfach sicher und so nahm er nur seine Waffen und die leeren Taschen mit, ehe er das Auto hinter sich ließ.
Darauf bedacht, seine Umgebung ganz genau im Blick zu haben, kam er dem Gebäude immer näher und kurz vor diesem, hielt er sich eher bedeckt im Schatten, da sich seine Nackenhaare plötzlich und beinah schon warnend aufstellten. Er sah sich um und erkannte dann auch relativ schnell, woran es lag. Er war nicht alleine. Scheinbar hatte sich noch jemand zur Aufgabe gemacht, dieses Gebäude unter die Lupe zu nehmen. Ein lautloses Fluchen, glitt dem Portugiesen über die Lippen, während seine Gedanken Ping Pong spielten, was er nun tun sollte. Er konnte sich nun zurückziehen, es dabei belassen und nach Hause gehen. Einfach aufgeben, war dann aber auch nicht wirklich sein Steppenpferd, weswegen er sich ebenfalls in Bewegung setzte, als er auch der Kerl tat. Erst, als er keine wirkliche Chance mehr hatte, sich hinter Trümmern oder alten Wagen zu verstecken, zog er zur Sicherheit seine Waffe und gab sich dann mit einem lauten Pfiff zu erkennen.
Leichtsinnig? Vermutlich. Jeder andere, hätte am Ende einfach geschossen doch Alaric wollte sinnloses Blutvergießen schon immer vermeiden. So wenig Blut wie nur möglich an den Fingern kleben haben. Es fühlte sich auch nach fast vierzehn Jahren einfach nur falsch an für ihn. Wie so viele Entscheidungen, die er in seinem Leben getroffen hatte "Scheint so, als hätten wir beide ein und dasselbe Ziel." er ließ seine Stimme fest klingen, jedoch war die erhobene Waffe mehr Bedrohung, als von seiner Stimme ausging "Da lässt sich doch sicher ein Kompromiss finden, mit welchem wir beide gut aus der Situation kommen, oder?" seine Augen waren fest auf den Fremden gerichtet, wobei er aus den Augenwinkeln auf die Umgebung im Blick behielt. Wenn er Pech hatte, dann war er am Ende vielleicht nicht der Einzige, welcher sich dieses Gebäude ausgesucht hatte. Somit konnte diese Begegnung heute auf zwei Wege Enden. Sowohl für Alaric, als auch für den Fremden.



@Nano West

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#3

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

23.02.2024 12:18
Nano West Nano West (gelöscht)
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Als er den durchdringenden Pfiff hörte, zuckte er zusammen und verharrte mitten im Schritt. Nano schloss die Augen und wandte sich dann langsam um. Jetzt war er schon so vorsichtig gewesen, aber vor jemandem, der wie er eben genau hier durch die teilweise vor Blicken geschützten Ecken schlich, konnte er natürlich nichts ausrichten. Er musterte den Mann, der etwas entfernt stand und ihn mit einer Waffe bedrohte, die vermutlich bereits entsichert war. Er konnte nicht erkennen, ob sie einen Schalldämpfer hatte. Wenn nicht, dann war das sicher der einzige Grund, warum er überhaupt noch lebte. Er hob die Hände etwas halbherzig hoch, so das der Andere sehen konnte, das er selbst keine Waffe trug. Zumindest keine, mit der man einen Schuss abfeuern konnte. Er war vor seinem Unfall in der Stadt mal zufällig in einen bewaffneten Raubüberfall gestolpert und er erinnerte sich noch daran, wieviel Angst er gehabt hatte, das der andere vielleicht doch noch abdrückte, obwohl er ihm seine Brieftasche längst abgenommen hatte…… alles war so anders gewesen. Es war nicht das erste Mal, das er in den Lauf einer Waffe sah, seit er für sich selbst sorgen mußte. Irgendwie gewöhnte man sich wohl doch tatsächlich an alles. Denn im Augenblick war er einfach nur froh, das bei diesem Mann der Finger nicht so locker am Abzug saß.

Nanos Blick glitt zu dem Gebäude, vor dem sie standen. Sie hatten also dasselbe Ziel? Wie hatte jemand herausfinden können, das in diesem unscheinbaren und verwitterten Kasten vermutlich noch ein wahrer Schatz verborgen sein konnte. Zumindest hoffte Nano das inständig. Er sah wieder zurück und atmete tief durch.
„Ich möchte keinen Ärger, Sie können die Waffe herunternehmen. Wenn wir wirklich ein und dasselbe Ziel haben, werden Sie meine Hilfe brauchen, um sich in diesem Gebäude umzusehen.“
Er zögerte, war dann aber bereit, alles auf eine Karte zu setzen. Mit der Wahrheit würde er hier vermutlich weiter kommen als mit irgendwelchen Ausflüchten und wenn in diesem Haus noch etwas war, was der andere brauchen konnte, dann war das auch sein gutes Recht, es sich zu holen. Es war zu wichtig, das er von dieser Tour erfolgreich zurückkam. Zumindest so erfolgreich wie es möglich war. Und er wusste ja auch immer noch nicht, wie es im Inneren aussah. Vielleicht hatten sie da zu zweit deutlich mehr Chancen zu überleben.
„Ich weiss, um welches Gebäude es sich handelt weil mein Vater hier gearbeitet hat, aber ich war seit der Evakuierung nicht mehr drin. Es sollte dort drin etwas geben, was ich haben möchte. Und es wird vermutlich auch etwas geben, das Sie brauchen können. Wenn Sie mit der Einigung meinen, das wir zusammen reingehen und sehen, was wir beide davon haben, bin ich dabei. Ich habe es nur auf ein paar bestimmte Dinge abgesehen, der Rest gehört gerne Ihnen.“

Er hatte langsam einige Schritte vorwärts gemacht, um sein Gegenüber besser sehen zu können und ihm dasselbe zu ermöglichen. Dabei lächelte er jetzt zaghaft.
„Wir müssen nicht kämpfen. Wenn diese Türen seit dem Beginn dieser Scheisse hier geschlossen waren ist es vielleicht sehr viel sicherer zu zweit reinzugehen als alleine. Ich trage zwei Messer bei mir, sonst hab ich keine Waffen dabei!“
Er blieb stehen und sah den Mann mit der Waffe geradeheraus an. Er sah ziemlich gut aus und schien etwa in seinem Alter zu sein. Auch er trug wie er selbst leere Taschen mit sich. Sie schienen tatsächlich gerade mit ein und denselben Absichten unterwegs zu sein. Und das war für Nano fast schon ein Zeichen dafür, das es sich bei ihm unter Umständen nicht um den üblichen Plünderer handelte, der andere überfiel um ihre Sachen abzugreifen. Nein, so sah er wirklich nicht aus. Und Nano hoffte insgeheim, das seine Einschätzung richtig war. Er kannte den Mann vor sich nicht, aber das beruhte schließlich auf Gegenseitigkeit. Er ging ein ziemliches Risiko ein. Diesem Mann zu helfen, seine Tasche mit brauchbaren Dingen zu füllen würde Zeit in Anspruch nehmen, besonders wenn sie die Räume unter Umständen erst noch säubern mussten und wenn sie Pech hatten, würde das bedeuten, das sie hier die Nacht verbrachten. Denn das dort drinnen noch einiges war, was auch heute noch Wert hatte, stand fest. Schon alleine, weil es sich nicht um alltägliche Dinge handelte. Er sah auf die Uhr, die unter seinem Handschuh hervorlugte. Er hatte sich bereits entschieden, das Risiko einzugehen. Die Frage war jetzt, ob sein Gegenüber darauf eingehen würde.

@Alaric Nazario


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#4

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

05.04.2024 19:54
Alaric Nazario Alaric Nazario (gelöscht)
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Jeder andere, hätte in diesem Moment sicherlich auf dem Absatz kehrt gemacht und wäre wieder gegangen. Vermutlich auch Alaric und trotzdem, hatte er sich in diesem Moment anders entschieden, als er schließlich den Fremden erkannte und sich am Ende auch noch mit dem Pfiff erkennbar machte. Leon hätte ihn in diesem Moment wohl für genauso leichtsinnig erklärt. Nicht zuletzt nach allem, was die beiden in den letzten Monaten hatten durchmachen müssen. Jetzt, wo alles so anders aussah als noch vor dem großen Knall, sollte Alaric eigentlich vorsichtiger sein.
Vermutlich war es einfach, dass sein Bauchgefühl ihm sagte, dass keine wirklich Gefahr von dem Fremden ausging und als dieser sich umdrehte und auch noch deutlich die Hände hob, die ohne Zweifel unbewaffnet waren, bestätigte es sich dem Portugiesen auch was aber nicht hieß, dass er seine eigene Waffe sofort sinken ließ. Er blieb weiterhin vorsichtig immerhin wusste er ja nicht, ob da draußen nicht noch mehr Leute waren. Man könnte auch meinen, dass es an der Zeit bei den Wicked lag. Waren sie ja schließlich Meister darin, zu täuschen und Menschen in Sicherheit zu wiegen, ehe sie ihnen eine Kugel zwischen die Augen jagten oder einen Haufen andere von ihnen auf den Hals jagten. Man konnte also sagen, dass ihn die Zeit bei den Wicked nicht wirklich hatte, sicher werden lassen, was diese Welt anging, sondern eher noch mehr Zweifel aufkommen hatte lassen. Zweifel, die er so schnell sicher nicht mehr ablegen könnte. Nicht nach allem, was er hatte sehen und erleben müssen, seit Leon und er Teil von diesen geworden waren.
Nun ergriff der Fremde das Wort und ein leichtes Schmunzeln legte sich auf Alarics Lippen, wobei er die Waffe aber weiterhin erhoben hielt. Nur weil er sagte, dass keine Gefahr von ihm ausging, hieß das nicht, dass nicht von einer anderen Person diese ausgehen konnte "Und wer sagt mir, dass du nicht alleine bist? Ich steckte die Waffe weg und habe kurz darauf von einem Komplizen eine am Kopf!" ja, die Zeit bei den Wicked hatte sein Vertrauen in die Menschen da draußen wirklich schrumpfen lassen und Alaric stellte sich einen Moment die Frage, wann der Punkt gekommen war, an welchen er angefangen hatte Fremden so zu Misstrauen, weswegen schließlich ein Seufzen scheinbar durch seinen ganzen Körper ging und er nach wenigen Augenblicken die Waffe sinken ließ.
Nicht zuletzt, als der Fremde scheinbar einiges offenlegte, was vermutlich nicht jeder gesagt hätte. Doch es blieb noch immer die Möglichkeit, dass er Alaric etwas vorlog. Dieses kleine Restrisiko, musste er nun einfach auf eine Karte setzten. Entweder das oder Blut, welches an seinen Händen klebte, nur weil sie scheinbar heute das gleiche Ziel gehabt hatten. Noch immer hielt er seine Waffe in der gesengten Hand. Nicht gesichert, immer noch wachsam, während er sich die Worte des Fremden durch den Kopf gehen ließ und erneut seufzte, bevor er seine Stimme wiederfand, nachdem er einige Moment einfach nur still gewesen war und den Worten seines Gegenübers gelauscht hatte. Der letzte Zweifel viel wohl, als er Alaric mit Sie ansprach. Wer tat dies bitte heute noch? War man in diesen Zeiten nicht automatisch beim Du?
"Alaric reicht...kein Sie." sagte er zuerst und sicherte seine Waffe dann, um sie in die Schlaufe an seinem Gürtel zu stecken und damit zu signalisieren, dass ab nun erstmal keine Gefahr mehr von ihm ausgehen würde. Solange auch der andere dies beibehalten würde "Zurück wird jetzt schwer und nun bin ich noch neugieriger, was es mit diesem Gebäude auf sich hat. Sonst scheint ja alles im Umkreis bereits vollkommen geplündert zu sein." als der Fremde einen Schritt auf ihn zukam, spannte sich alles in ihm an. Ein wohl ziemlich natürlicher Reflex. Nur der Schritt nach hinten fehlte, was Alaric zeigte, dass er das Gute im Menschen dann doch noch zu spüren schien. Sonst hätte er sicherlich schon ganz anders gehandelt.
Dann deutete er mit seinem Kopf zu dem Eingang "Dann sollten wir mal nicht länger als nötig hier draußen herumstehen. Sonst bringt uns unsere Gutgläubigkeit am Ende noch beide um...nur das von uns keiner Schuld ist." man konnte ja nicht wissen, wer noch alles hier draußen war, von den Wicked mal ganz abgesehen. Alaric jedenfalls, würde seinem Gegenüber den Vortritt lassen. Einfach nur, um ein wenig auf Nummer sicher zu gehen, nicht doch die falsche Entscheidung getroffen zu haben.


@Nano West

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#5

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

08.04.2024 13:02
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano nahm die Hände herunter und atmete innerlich auf. „Ich bin alleine hier, und ganz sicher bin ich nicht der Typ für Hinterhalte, aber das kannst du natürlich nicht wissen.“ Er lächelte jetzt. „Ich danke dir, Alaric. Mein Name ist Nano. Und der Grund dafür, das dieses Gebäude noch nicht geplündert wurde liegt vermutlich daran, das es für seine Zeit die beste Alarmanlage hatte, die man für Geld kaufen konnte. Wenn du versuchst, das Haus ohne Keycode zu betreten wird dieses Gebäude zu einem Magneten für Herumtreiber. Das ist vermutlich auch der Grund für die ganzen draussen aufgepinselten Warnungen.“ Er stieg die Stufen zur Türe hinauf und griff in seine Jackentasche. Dann begann er neben der Eingangstüre ein verziertes Metallpaneel abzuschrauben und arbeitete einen Moment schweigend.

Den Code über die Bedienelemente einzugeben war ein wenig knifflig, aber es funktionierte. Das Klacken des Schlosses ertönte und er bedeutete Alaric, die Tür langsam zu öffnen, bevor er das Paneel wieder aufsetzte und einhakte. Musste ja nicht jeder sehen, das jemand das Gebäude erfolgreich betreten hatte. Er folgte dem anderen in die große Vorhalle und schloss die Türe wieder seufzend. „Das Haus bezieht seinen Strom über Solarversorgung auf dem Dach, deswegen ist es immer noch so gut gesichert. Ich weiß nicht, ob noch jemand hier ist. Es wurden ja eigentlich alle evakuiert, aber es kann natürlich sein, das hier noch ein paar Schläfer sind, denn rein oder raus gekommen ist ja keiner.“ Er trat neben Alaric und deutete auf den gläsernen Aufzug. “Ich würde normal sofort zu den Laboren und den Arbeitsetagen gehen, aber ich denke mir, das sich für dich die Chefetage vielleicht am ehesten rentiert. Ich bring dich also erst nach oben und dann arbeiten wir uns nach unten. Für den Fall, das noch mehr hier drinnen wohnt ist zu zweit zu gehen einfach sicherer. Waffen wirst du hier wohl keine finden, aber dafür eine Menge Zeug, womit du eine bauen kannst.“ Er musterte den Mann neben sich. „Wenn du mir sagst, was du suchst oder am ehesten brauchst kann ich dir vermutlich besser helfen, aber ich kann auch verstehen, wenn du es nicht sagen willst.“

Er zögerte, doch dann ging er zum Empfang. Es war fast schon übel zu sehen, wie hier der Staub Fingerdick auf den einst so polierten Flächen lag. Er musterte den PC und schmunzelte dann. „Die dürften hier auch noch alle funktionieren. Wenn da, wo du her kommst ein lokales Netzwerk existiert, dann hättest du hier vermutlich ein Dutzend Ersatzgeräte vorrätig.“ Er sah in die Schubladen, doch außer dem normalen Bürokram war nichts dabei. Er musterte die Karte, die an die Wand gezeichnet worden war. Sie zeigte nur das Erdgeschoss, die Besucherräume und die Cafeteria. Aber sie würden ganz sicher oben im Chefbüro Pläne von jeder Etage finden. „Ja, also… da ich nach sechzehn Jahren ganz sich kein Vertrauen in einen elektrischen Aufzug habe, nehmen wir wohl besser die Treppe da drüben.“ Er deutete auf den Zugang zur Treppe, doch dann sah er Alaric entschuldigend an. „Bitte entschuldige. Ich übernehme hier einfach die Einteilung weil ich mich mehr oder weniger auskenne. Also sieh es bitte nur als Vorschlag. Wir können uns auch gerne nach der Methode richten, die du sonst immer nutzt.“ Nano seufzte. Er war wirklich zu lange alleine. Das wirkte sich schon auf seine Gesellschaftsfähigkeit aus. „Tut mir leid.“

@Alaric Nazario


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#6

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

24.04.2024 09:32
Alaric Nazario Alaric Nazario (gelöscht)
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Es war sicherlich zu sehr seiner Zeit bei den Wicked zu schulden, dass Alaric Fremden gegenüber ein solches Misstrauen hatte. Zu vieles hatte er gesehen, was ihn bis heute nicht losließ und was er mit seinem Gewissen nie vereinbaren könnte. Doch er gehörte zu ihnen, wie er zu Leon gehörte. Niemals würde er einfach so die Wicked verlassen ohne ihn. Ruhig lauschte er nun den Worten des Fremden und versuchte seinem Bauchgefühl dabei zu vertrauen, welches er in den letzten Jahren so oft in gewissen Situationen unterdrückt hatte. Hundertprozentig sicher sein, konnte er sich nicht, trotzdem wollte er ein wenig zu dem alten Alaric finden und dem Fremden Vertrauen schenken. Vielleicht würde es sich ja am Ende wirklich lohnen und sie würden beide dort etwas finden. Er blickte sich noch einmal zu Sicherheit um und als er noch immer niemand sehen konnte, folgte er dem Fremden "Die meisten Leute auf die man trifft, rammen dir entweder direkt das Messer in den Rücken oder spielen dir erst was freundliches vor, ehe sie das tun...nach all den Jahren, sollte das also nicht verwunderlich sein, wenn man zuerst die Waffe zieht, bevor man mit einem Fremden spricht." gab er noch von sich, ehe er zusah, wie Nano, wie er sich vorgestellt hatte, etwas von der Wand schraubte und schließlich etwas herumhantierte. Dabei sah der Portugiese sich weiter immer mal wieder um, ehe ein Klacken ihn daraus riss und er wieder zu dem Mann sah.
Auf dessen deuten, zögerte er erneut, öffnete dann aber vorsichtig die Türe, welche sich nun nicht nur ohne Probleme, sondern vor allem ohne den besagten Alarm öffnete. Wenn Nano also wirklich Recht hatte und ihm wirklich nichts vorspielte, so hätte Alaric ohne ihn durch das Aufbrechen der Türe, alle Beißer im Umkreis angelockt. Er ging einige Schritte hinein, wobei er wartete, bis Nano wieder alles in seinen Uhrzustand versetzte Schläfer?" bei der Frage, zuckten Alarics Mundwinkel ein wenig "Ich hab ja schon viele Bezeichnungen gehört für sie, aber der ist mir neu." doch Nanos weitere Worte, ließen in die Waffe wieder entsichern. Gegen Nano hob er sie aber diesmal nicht. Den Vertrauensbonus, würde er nun halten müssen. Ob dies alles ein Fehler war, würde sich zeigen, wenn er nach der ganzen Aktion hier sicher wieder Zuhause war...oder eben auch nicht.
"Eigentlich alles, was man in anderen Kolonien zum Tausch anbieten kann. In meiner, arbeite ich auf einer Art Basar, aber vieles geht auch zum Handel an andere Kolonien." mehr konnte und durfte er nicht verraten. Es war besser für ihn, aber vor allem für Nano. Für ihn, würde es sonst etwas viel Schlimmeres als den Tod bedeuten. Folter und vielleicht sogar ein Leben als Sklave auf den Farmen der Wicked. Somit war es am Ende wirklich besser, wenn er Alaric nicht linkte. Wenn ihm etwas passieren sollte, würde Leon Himmel und Hölle in Begegnung setzten, um den Verursacher zu finden und dann würde sich wünschen, lieber ein Sklave bei den Wicked zu werden.
Alaric ließ den Blick schweifen. Es schien wirklich so, als wäre hier lange niemand mehr gewesen. Der Staub auf jeder Oberfläche, war ein deutliches Zeichen. Nicht, dass jemand kam und den Frühjahrsputz machte, bei weitem nicht. Jedoch erkannte man, wenn lange niemand mehr an einem Ort gewesen war. Egal ob Mensch oder Beißer. Schließlich lenkte er seine Aufmerksamkeit wieder auf Nano "Wir arbeiten uns einfach von oben nach unten durch, wie du gesagt hast und wenn etwas dabei ist, was ich brauche, lass ich dich das wissen." Zu zweit, hatten sie hier wirklich am Ende die besten Chancen. Vielleicht waren hier am Ende doch noch Beißer oder gar Menschen, die ihnen zur Gefahr werden konnten "Dann mal los." dabei schmunzelte er aber erneut und sah Nano an "Probieren wir es mit deiner Methode. Auch, wenn mein erster Eindruck etwas rabiat war, so ist diese Welt daran schuld. Was heißt, ich kann mich auch gerne dem Plan eines anderen anschließen. Nur...vielleicht solltest du dich lieber bewaffnen. Nicht, dass wir am Ende beide draufgehen. Wenn du noch eine brauchst, ich hab noch eine?!"



@Nano West

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#7

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

29.04.2024 10:49
Nano West Nano West (gelöscht)
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Einen langen Moment sah er den anderen gedankenverloren an, dann lächelte er zaghaft. „Du erinnerst mich an jemanden, den ich ken….. den ich kannte.“ Seine Stimme wurde leiser, während er die Gänsehaut überspielte, die sich auf seinem rechten Arm und in seinem Nacken ausgebreitet hatte. Er konnte sich einfach nicht mit dem Gefühl abfinden ihn nie wiedersehen zu können. „Er war auch so vorsichtig und … hatte dieselbe Meinung, was die anderen Lebenden angeht. Trotzdem hat er mir den Kopf gerettet, bevor er weggeballert werden konnte nur für ein paar Dinge, die ich in meinem Rucksack hatte. Er… hat nie aufgegeben zu hoffen, das es auch noch etwas anderes gibt als Lug und Trug. Ich hoffe, das ihm nicht genau das zum Verhängnis geworden ist…“

Nano seufzte tief und musterte den anderen Mann. Ein Basar hörte sich interessant an. Das es so etwas wie einen Markt überhaupt noch gab war für ihn beinahe unvorstellbar. Konnte es denn sein, das es immer noch Städte gab in denen alles normal war? „Ein Markt… du wohnst also in einer Kolonie, die sogar einen Markt hat? Das klingt gut. Dann wollen wir mal zusehen, das du auch genug findest, um anständige Sachen anbieten zu können.“ Er lächelte jetzt und atmete tief durch. Trotzdem rotierten seine Gedanken förmlich. Ob sie auch an einzelne Leute etwas verkauften oder nur an Kolonien? Vielleicht konnte er dort ein paar Teile für den neuen Generator finden… Er verwarf den Gedanken erst einmal wieder. Er konnte Alaric das auch später noch fragen. Jetzt musste er sich auf das konzentrieren, was vor ihnen lag. Alarics Angebot freute ihn tatsächlich, auch wenn er es eher nicht nutzen würde. Er sah ihn ruhig an. „Ich hab ein Kampfmesser aus einem Armeeshop mit dem ich ganz gut umgehen kann, das sollte mir hier in dem Gebäude eigentlich reichen. Ich würde auf Schusswaffen gerne verzichten, wenn möglich. Wenn du einen Schalldämpfer hast, benutz ihn lieber, so große Hallen haben ein übles Echo. Ich komm zurecht, versprochen. Ich werde dich nicht in Gefahr bringen und auch nicht aufhalten. Und sollten wir doch einer Gruppe Herumtreiber begegnen, dann brauchst du deine Waffen selbst.“ Unter keinen Umständen wollte er ihm etwas nehmen, was er vielleicht selbst zum Überleben brauchte, wenn er schon zusagte, hier drin mit ihm zusammen zu arbeiten.

Er ging jetzt leise auf die Türe zur Treppe zu, hielt dann aber nochmal an und zog aus der Jackentasche ein altes Nokiahandy, das er Alaric hinhielt. „Hier. Benutz das sollten wir aus irgendeinem Grund getrennt werden. Die Kurzwahltaste 1 verbindet dich dann direkt mit mir.“ Er legte das ein wenig mechanisch aussehende Armband an seinem rechten Handgelenk frei und hielt es hoch. „Das Armband ist ein Ersatz, falls ich das Handy mal verliere, also kriegt es dann direkt eine Verbindung innerhalb von 3 Meilen und die können wir uns hier drin gar nicht voneinander entfernen. Nur für den Notfall.“ Hatte er eben noch gelächelt, wurde er jetzt ernst. „Ich weiss wirklich zu schätzen, das du mir eine Chance gibst zu beweisen, das ich nicht wie die anderen bin. Ich habe weder einen Grund dich zu belügen, noch zu hintergehen.“ Er zog jetzt das Messer aus der Tasche und griff nach der Klinke. „Dann mal auf nach oben.“ Das Treppenhaus schien noch trostloser zu sein als es die Halle gewesen war. Hier brannte nur die Notbeleuchtung, was ein diffuses Zwielicht im Gang schuf. Nano atmete tief durch. Die Abdeckungen, die er für seine Beine geschaffen hatte verschluckten zumindest den größten Teil der leisen hydraulischen Geräusche die seine Beine mit jedem Schritt verursachten. Doch in der völligen Stille war es immer noch manchmal zu hören. Zumindest war es nicht mehr laut genug um irgendwen anzulocken. Da musste er jetzt einfach durch und zwar bis ganz nach oben. „Ich hoffe, du bist gut im Training. Das ist ein langer Weg nach oben.“

@Alaric Nazario


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#8

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

16.05.2024 20:36
Alaric Nazario Alaric Nazario (gelöscht)
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Ruhig lauschte Alaric seinem Gegenüber und als er erwähnte, dass der Portugiese ihn an jemand erinnerte, musste er Schmunzeln. Das erste Mal so richtig, seit er diesem über den Weg gelaufen war. Nicht nur das, ließ ihn noch entspannter werden, was dieses nun gemeinsames Unterfangen anging, sondern auch die Art, wie Nano erzählte "Solche Menschen sind selten...Wie du an mir gesehen hast, ziehen die Menschen schneller ihre Waffe, als das sie reden. Nur ist es nicht einmal diese Welt, die daran Schuld ist, sondern die Menschen." Alaric hatte einfach zu viel gesehen und noch mehr am eigenen Leib erlebt, nicht zuletzt bei den Wicked, als dass er einem Fremden mit offenen Armen entgegen gehen konnte. Jedoch wusste er auch, dass ihm dies sicherlich die eine oder andere schöne Begegnung vermasselt hatte. So wie mit Nano hier, die scheinbar positiver war, als er am Anfang noch dachte.
Dann aber, seufzte er. Durch die Erwähnung von dem Basar, hatte er schon zu viel gesagt und er konnte nur hoffen, dass Nano nicht auf die Idee kam, mit zu den Wicked kommen zu wollen oder gar auf jene, sie zu suchen. Alaric wollte niemanden freiwillig zu diesen bringen. Schon gar nicht so jemanden, der scheinbar noch so weltoffen war wie er "Ja...so etwas wie eine Kolonie. Aber ja, lass uns lieber schauen, was wir finden." man konnte ihm anmerken, dass er das Thema mit den Wicked nicht weiter vertiefen wollte. Zu seinem eigenen Schutz und zu dem von Nano, weswegen er froh war, dass sie sich dann wieder auf ihre unfreiwillige Mission hier konzentrieren würden.
Weswegen er auch sicher gehen wollte, dass sie am Ende nicht doch an etwas wie einer nicht vorhandenen Waffe scheitern würden. Die Beißer, waren am Ende dann doch noch das kleinste Problem. Es schien zwar so, als würden hier wirklich keine weiteren Menschen sein, doch er hatte auch schon oft genug gehört und erlebt, wie so ein sicherer Gedanke, sich schnell als falsch raustellte und man in einem Hinterhalt steckte. Schneller wurde einem dann das Licht ausgeknipst und man wurde im schlimmsten Fall ebenfalls einer dieser Untoten. Alaric schaute zu Nano und nickte dann, als er von seinem Messer sprach, worauf Alaric seine Waffe in die Innentasche seiner Jacke steckte und aus eben dieser seinen Dolch zog "Vorbereitet für alle Eventualitäten. Falls wir auf der Treppe überrascht werden, bringt eine Waffe nicht viel." noch vor 2009 hätte Alaric niemals gedacht, dass er sich mal darüber Gedanken machen müsste, welche Waffe für welche Situation die Beste wäre. Kurz davor war seine größte Sorge gewesen, ob er jetzt in den USA oder doch lieber in Portugal seine Verlobte heiraten sollte. Die Gedanken daran wurden immer weniger im Laufe der Zeit vor allem, nachdem Leon an seiner Seite war.
Aber nun, lenkte er den Fokus wieder auf das hier und jetzt und staunte nicht schlecht, als Nano ihm das alte Handy in die Hand drückte, was scheinbar auch noch funktionierte. Er überraschte ihn wirklich und das auf eine Positive Art "Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet." nun wurde sein Schmunzeln zu einem ehrlichen lachen und er drehte das Handy in seiner Hand, ehe er es in seine Hostentasche gleiten ließ "Hoffen wir einfach mal, dass wir es nicht brauchen." und dass sie am Ende zusammen und am Leben hier wieder rauskommen würde. Schließlich winkte er bei dessen Worten ab und schüttelte den Kopf "Schon gut. Und hey, ohne dich, wäre ich nicht mal in das Gebäude gekommen. Also für und beide eine win win Situation." damit folgte er ihm wachsam durch die Türe in das Treppenhaus, wobei er dabei alles ganz genau im Blick hatte und sicher ging, dass die Türe hinter ihnen wieder ins Schloss fiel. Der Portugiese zuckte schließlich mit den Schultern "Wir werden sehen. Nehmen wir es in Angriff." womit er dann auch die ersten der vielen Stufen in Angriff nahm "Nicht, dass es noch wichtig wäre, aber wie kommt es, dass du so viel über dieses Gebäude weißt? Alleine das mit der Alarmanlage kann doch sicher nur ein Insider wissen?" ein wenig neugierig, war er dann doch geworden und sie hatten ja noch einige Stufen vor sich.


@Nano West

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#9

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

17.05.2024 13:45
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano betrachtete den anderen Mann neben sich. Es war deutlich, das er nichts weiter von seinem Zuhause preis geben wollte oder vielleicht auch nicht konnte. Sicherheit war in dieser Zeit so ziemlich das Höchste Gut geworden und er wollte unter keinen Umständen, das Alaric diese aufgeben musste, nur weil er neugierig war. Sie stiegen die ersten Stufen hoch und Nano schmunzelte. „Mit dem Insider liegst du gar nicht so falsch. Mein Vater hat hier gearbeitet. In den Laboren unter unter uns. Aber da gehen wir als Letztes hin. Was ich brauche ist zu unhandlich, um es durch das ganze Gebäude zu tragen.“ Er hatte die Stimme gesenkt, damit nicht irgendwelche Toten aufgeweckt wurden, die man bei der Evakuierung in diesem Haus vergessen oder zurückgelassen hatte. „Eine ziemlich lange Zeit. Bionix war damals eine der wenigen weltweit führenden Labore für Kybernetik und mein Vater war ein wirklich herausragender Ingenieur. Er…. hatte so viele Ideen und Einfälle…“ Er seufzte und wischte sich widerwillig über die Augen, damit sie nicht doch noch anfingen zu tränen. „Er hat seine Arbeit verbessert und sich immer gleich Gedanken darum gedacht, wie man es noch besser machen kann.“ Er warf Alaric einen entschuldigen Seitenblick zu.„Du hältst mich jetzt bestimmt für eine schreckliche Heulsuse.“

Er lächelte leicht und spähte durch die Türe der Etage, die eine Handbreit offen stand. Trotzdem wirkte dahinter alles ruhig. Er ging weiter die Treppen hinauf. „5 Etagen sind reine Büros, drei die Systemetagen. Wenn du technische Dinge brauchst, oder auch nur Glühlampen müssen wir da definitiv durch. Die beiden obersten waren die Chefetage und der Sitzungssaal. Wenn hier etwas ist, was früher von Wert war, dann ist es dort. Für den Fall das du auch Interesse für Kunstwerke haben solltest.“ Er zögerte und blieb einen Moment stehen. „Das heisst…. Es gab ein Gerücht, das der Vorsitzende eine Sammlung futuristischer Waffen hatte, die er als Ausstellungsstücke für den Fortschritt benutzte. Ob die aber funktionsfähig sind oder waren weiss ich nicht. Ich hab sie nie gesehen.“ Er blieb stehen und musterte die Wand, die den Weg in die letzten beiden Stockwerke versperrte. Er tippte auf das Bedienfeld und fluchte leise. „Tja… soviel dazu. Wir brauchen eine Keycard, wenn wir in den oberen Bereich wollen.“ Er zögerte und sah Alaric einen langen Moment nachdenklich an. „Ich kann das hier auch nicht kurzschliessen. Das heisst… vielleicht können wir das umgehen. Aber dafür müssen wir einmal komplett durch diese Etage auf die andere Seite und zu den Aufzugschächten. Die Aufzüge waren alle unten, der Schacht müsste also frei sein.“

Er öffnete die Türe und sah hinein, dann hielt er sie auf, um Alaric durchgehen zu lassen. „Herzlich Willkommen im digitalen Herz von Bionix. An diesen Schreibtischen und mit den Rechnern wurden die ganzen innovativen Ideen der Techniker zu Bauplänen verarbeitet.“ Er grinste. „In unserem Fall heisst das soviel wie. Willkommen auf der Ebene funktionelle Technik und Bürobedarf. Rechner, Drucker, Büromaterial. Es könnte hier sogar noch der eine oder andere Server sein. Ganz sicher sind hier aber immer noch gefüllte Snackautomaten und ein Lagerraum für Verbrauchsartikel. Den hat jedes Stockwerk. Wir könnten die Sachen, die du mitnehmen willst zusammenpacken und in den Flur stellen. Wenn wir fertig sind, geht dann einer nach unten und der andere geht langsam wieder Stockwerk für Stockwerk runter und seilt die Kisten dann ab. Dann brauchen wir das Zeug nicht über die ganzen Treppen zu schleppen.“ Er schloss die Türe wieder und betätigte den Lichtschalter neben der Türe. Die Neonröhren in dem riesigen Saal flammten auf, die einzelnen Abteile waren durch Trennwände getrennt. Auf einer Seite reihte sich ein Büro ans andere, die durch Glaswände von den anderen getrennt waren. „Ich persönlich würde mir den ein oder anderen Plan gerne herunterladen. Das muss ja nicht alles verloren gehen. Irgendwann sterben auch die Solarzellen auf dem Dach und dann findest du an wichtigen Daten hier gar nichts mehr. Schau dich um, ich durchsuche die Arbeitszellen erst einmal nach unangenehmen Überraschungen und schau, das ich die Türe zum Chefaufzug geöffnet kriege.“

Er ging ein paar Schritte, dann wandte er sich Alaric um. „Ach und… ich werde keine weiteren Fragen stellen. Ich belasse es einfach dabei, zur Abwechslung mal einen echt netten Menschen kennengelernt zu haben, der immer noch in der Lage ist, sich wie ein vernünftiger Mann zu benehmen. Wir müssen nicht wissen, woher wir kommen. Mir reicht die Tatsache zu wissen, das es da einen Ort gibt, an dem es dir gut geht und du in Sicherheit bist. Also… ist mir egal, wo das ist.“ Er lächelte ihm aufmunternd und begann dann damit die einzelnen Büros zu überprüfen. Es fehlte noch, das sie kurz um die Ecken kamen und irgendein gerade erwachter Schläfer sie doch noch erwischte, nur weil er übersehen wurde.

@Alaric Nazario


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#10

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

04.06.2024 09:55
Alaric Nazario Alaric Nazario (gelöscht)
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Alaric ging es bei der ganzen Sache weniger darum, dass er durch unüberlegte Worte sein "Zuhause" verlor, als das Nano dadurch in Gefahr kam. Er selber, war damals nur wegen Leon bei diesen geblieben. Nicht, weil er von allem so überzeugt war, was sie taten, im Gegenteil. Nano schien wie eine aufrichtige und vor allem freundlich gesinnte Person, weswegen er da nicht mehr verraten würde, was ihn am Ende dazu veranlassen könnte, Alarics Kolonie und damit die Wicked aufzusuchen. Dass er sich hier herumtrieb und somit auch leichte Beute für die Wicked war, war schon gefährlich genug. Und einmal mehr war der Portugiese froh, dass seine Gedanken nur ihm alleine gehörten.
Das Nano wirklich eine ehrliche Haut war, merkte Alaric, als dieser schließlich anfing, von dem Gebäude und somit seinem Vater zu sprechen. Jeder, welcher auch nur einen Hauch Empathie empfand spürte sofort, wie schwer es diesem viel, darüber zu sprechen. Dazu würde Alaric nicht einmal dessen Versuch sehen müssen, sicher über die Augen zu wischen und somit mögliche Tränen zu verstecken. Nichts, wofür er sich vor ihm hätte schämen müssen. Eher war Alaric ein Freund davon, seine Gefühle offen zu zeigen. Nicht zuletzt wegen allem, was er ihm letzten Jahr mit Leon durchmachen müssen und somit hatte sehen müssen, was unausgesprochene oder gezeigte Gefühle mit einem Menschen machen konnten. Vermutlich fast jeder von den Wicked würde es als Schwäche sehen, für Alaric war es ein Zeichen von Stärke "Im Gegenteil. Es tut gut zu sehen, dass diese Welt noch nicht jeden zu einem menschlichen Stein gemacht hat." die Ehrlichkeit, war deutlich in seiner Stimme zu hören.
Aus Nanos, entnahm er nur jegliche Informationen zu diesem Gebäude oder eher gesagt Bionix. Er selber hatte von dieser Firm nie auch nur ein Wort gehört "Ist dies eigentlich der einzige Standort gewesen? Oder gab es da noch mehr in der USA. Aus reiner Neugier, weil ich ehrlich noch nie davon gehört habe. Gut, ich hatte mich auch nie für etwas in dieser Richtung Interessiert, wenn ich ehrlich bin." schmunzelte er und kratze sich am Hinterkopf. Bevor alles losging, hatte er andere Interessen und als alles losging, ging es um das nackte Überleben "Streng genommen klingt beides Interessant. Sowohl das technische, als auch die Kunst." gerade mit letzterem konnte er sicherlich in Haus Stolz punkten. Als wäre es ihm wichtig. Was den Punkt mit den Waffen anging, so winkte Alaric das auch direkt ab "Bleiben wir doch einfach bei den Gegenständen, mit denen man keine Menschen töten kann." er sah sich nicht als der Waffenbringen für die Wicked. Lieber blieb er dann bei den Dingen, die er guten Gewissens zum Handeln auf den Basar stellen konnte.
Somit brachten sie weitere Stufen hinter sich und standen schließlich vor einer Wand, welche den Bereich dahinter schließlich vor ihnen versperrte. Und wenn dies der Fall war, dann gab es dahinter entweder etwas von unschätzbarem Wert, oder man wollte etwas verstecken. Wenn sie richtig Pech hatten, kamen sie nur nicht in diesen Bereich und wenn doch, dann würde dieser am Ende einen Haufen Beißer vor ihnen verstecken. Oder sie eher davor bewahren. Trotzdem war sofort Alarics Neugier geweckt, was sich hinter dieser Türe verbarg. Ruhig lauschte er seinem Begleiter und nickte dann "Was auch immer dahinter ist, es könnte von Wert sein. Egal in welche Richtung. Nur will ich jetzt umso mehr wissen, was dort ist." und selbst, wenn es am Ende wirklich nur die Beißer waren, so hatte er jetzt schon einen Ausgleich zu dem oft so wiederkehrendem und gleichen Alltag.
Grinsend, ging er also durch die Türe und fand sich dann wie von Nano gesagt, im Herzen von Bionix wieder. Lächelnd schaute Alaric zu Nano, welcher ihm mit einer ehrlichen Begeisterung von diesem erzählte "Was die Technik angeht, so bin ich da eher der Lehrling. Ich nehme also mit, was in meinen Augen brauchbar aussieht und gebe es weiter. Wenn die eigene Kolonie nichts damit anfangen kann, dann sicherlich einer von unseren Handelspartnern." er beschränkte sich auf die einfachen Dinge und bei jeder Tour hoffte er auch, etwas Schönes für @Leon Taiji Wu zu finden. Dies hatte er immer schon getan. Ganz egal, ob sie gerade in einer Krise steckten oder nicht. Hier erwartete er da heute eher nichts, aber in anderen Bereichen, konnte er die Taschen füllen und so nicht mit leeren Händen zu den Wicked zurückkehren "Tu dir keinen Zwang an. Wir haben ja Zeit." jedenfalls würde so schnell keiner nach Alaric suchen. Außer vielleicht Leon, aber auch hier, konnten sie noch entspannt sein.
Fast schon dankbar, nickte Alaric "Unter anderen Umständen, würde ich vermutlich alles mit dir teilen. Aber du scheinst wirklich einer von den Guten zu sein. Da will ich dich nicht in eine Gefahr bringen, die sich vermeiden lässt." wenn er dies nicht wäre, würde Alaric aber auch nicht sein Wissen um die Wicked teilen, um ihn ins Verderben rennen zu lassen was nur zeigte, dass er ohne Leon niemals bei den Wicked geblieben wäre und ohne diesen, wohl auch noch weniger Zeit bei ihnen überlebt. Somit fing auch der Portugiese an, die einzelnen Büros zu durchsuchen, wobei ihm auf den ersten Blick nun nichts wirklich zusagte, was er nicht schon zu den Wicked gebracht hatte. Vielleicht, würde sich das ja in der oberen Etage ändern. Alaric war gerade in einem der Büros, welches durch eine Glaswand getrennt war, als er aus den Augenwinkeln einen Beißer wahrnahm. Scheinbar waren sie dann doch nicht alleine.
Dieser schlürfte zwischen den einzelnen Abteilen und hatte wohl noch keine Notiz von den beiden Männern genommen. Mit leisen Sohlen, verließ Alaric das Büro und hielt Ausschau nach Nano, welcher ebenfalls die Büros untersuche. Dabei auch immer den Beißer im Auge behaltend, nahm er dann aber Nano ins Visier, wobei er ihm mit einem deutlichen Zeichen zu verstehen gab, dass er ruhig sein sollte und deutete auf den Beißer. Wo einer war, konnten mehr sein. Alaric zückte nun seinen Dolch und schlich dem Beißer hinterher in der Hoffnung, dass sich hier nicht noch mehr herumtrieben und, dass Nano ihm dann im Zweifel den Rücken freihielt.




@Nano West

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#11

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

29.07.2024 09:56
Nano West Nano West (gelöscht)
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Er suchte mit den Blicken die Umgebung ab. Etwas hatte sich verändert. Sein Blick blieb an Alaric hängen und er nickte langsam. Also waren doch noch Schläfer im Gebäude und ihre Anwesenheit hatte sie förmlich reaktiviert. Er wandte sich in die entgegengesetzte Richtung. Seine Schritte machten Geräusche, definitiv lauter als Alaric sich bewegte. Vielleicht zog das die Anwesenheit des Herumtreibers eher auf ihn. Er behielt die Nischen und Flächen hinter dem anderen im Auge. Dann viel sein Blick auf einen Drucker, an dem das Licht blinkte. Das war jetzt wirklich eine knifflige Situation. Waren es nur ein oder zwei dann würde er keinen Aufruhr veranstalten, wenn er den Drucker anwarf. Aber sie hatten definitiv mehr Möglichkeiten, sie aus dem Weg zu räumen. Aber wenn in den letzten Nischen noch mehr von ihnen waren.. nein, das war keine gute Idee. Er wartete, bis der Untote vorbeigeschlichen war und ging dann langsam zurück, bis er in Alarics Rücken stand. Bei den hinteren Türen hatte er noch eine Bewegung wahr genommen. Er wollte gerade langsam nach seinem Messer greifen, als er aus den Augenwinkeln etwas sah. Seitlich hinter dem Braunhaarigen richtete sich etwas geräuschlos auf und hatte im nächsten Moment die Hände ausgestreckt. Er selbst fuhr herum und machte so leise wie möglich zwei Schritte auf den Beißer zu. Der Neuankömmling an der Türe allerdings schien sie bereits gesehen zu haben und schlurfte nun etwas schneller auf sie zu. Er erwischte die ausgestreckte Hand und griff zu. Mit einem Ruck und einem hässlichen Knacken brach der Arm des Beissers unter seinem Griff und sackte schlaff nach unten. Im nächsten Moment rammte er ihm das Messer so fest in den Kopf, das es eine Staubwolke aufwirbelte. Der Tote fiel in sich zusammen und blieb liegen. Nanos Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die Türe. Aber jetzt war dieser nicht mehr der Einzige. Aus den letzten Kabinen drang erst ein Gurgeln, dann hob sich ein weiterer Kopf über die Abtrennwand, umrahmt von hellblonden, langen Haaren. Zwei…. Das ging ja noch. Da hatten sie nun wirklich Glück gehabt. Er sah sich um. Hatte Alaric seinen Herumtreiber schon ausgeschaltet? Dann lagen nur noch zwei Hindernisse zwischen ihnen und einem gefahrlosen Sichten des Raumes. Nano deutete übe die Schulter. „Wenn du fertig bist..wir haben da noch zwei ungeduldige Kunden, welchen davon möchtest du bedienen?“

@Alaric Nazario


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#12

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

03.10.2024 16:17
Alaric Nazario Alaric Nazario (gelöscht)
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Eigentlich hätte es Alaric klar sein müssen, dass sie nicht komplett alleine in diesem Gebäude waren. Gerade in einem solchen, welches so gut gesichert war, hatten sich zu Anfangszeiten sicherlich die einen oder anderen Menschen verschanzt und so war es dann am Ende doch nicht wirklich verwunderlich, dass er dort einen sah. Jetzt kam es wirklich darauf an, dass sie sich leise verhielten und den Beißer so ruhig wie möglich ausschalteten, um im Zweifel nicht noch mehr anzulocken. Diese Dinger kamen in den meisten Fällen in Rudeln. Einer alleine, war dann doch eine Seltenheit und der Portugiese war vollkommen in Alarmbereitschaft und er war froh, dass Nano seinen Blick aufnahm und sie sich so ruhig verständigen konnten.
Alaric setzte seinen Weg fort und bekam für den Moment mit, wie Nano einen weiteren Beißer ausschaltete, welcher ihm gar nicht aufgefallen wäre. Vermutlich wäre ihm dieser zum Verhängnis geworden, da Alaric sich voll und ganz auf jenen konzentriert hatte, welchen er entdeckt hatte. Hätte Nano diesen nicht so gezielt ausgeschaltet, wäre er Alaric sicher im Rücken geklebt und mit den Zähnen an seinem Hals. Sein Ende. Es zeigte ihm auch einmal mehr, wie vorsichtig man sein musste und das man sich nie zu sicher sein durfte. Selbst, wenn eine Umgebung noch so sicher schien und man auch der Meinung war, dass man alles im Griff hatte, konnte dieses Leben einem schneller als einem lieb war zeigen, dass dem nicht so war. Und vor allem, dass vier Augen und zwei Hände immer besser waren, als die eigenen alleine.
Da Nano die Situation im Griff hatte, kümmerte sich Alaric nun schnell und gezielt um seinen Beißer, welchem er zielsicher seinen Dolch in den Kopf rammte und dann dafür sorgte, dass er so geräuschlos wie nur möglich zu Boden ging. In dem Glauben, dass nicht mehr da waren, wandte er seinen Blick zu Nano und nahm mit einem Seufzen war, dass die beiden Männer hier alles andere als alleine waren, als er zwei weitere Untote erkannte, welche sich nur röchelnd und stöhnen aufrichteten. Auch nach all den Jahren, lösten diese Geräusche welche von ihnen kamen, ein mulmiges Gefühl in ihm aus. Einfach weil er wusste, dass dies mal ein Mensch war, welcher reden konnte, ein Leben hatte und nicht im geringsten ahnte, dass es eines Tages mal so Enden würde und noch immer hoffte er jeden Tag, dass seiner Familie ein solches Schicksal hoffentlich erspart geblieben war. Lange, konnte er sich aber nicht in seinen Gedanken verlieren und so konzentriert sich wieder auf Nano "Ich nehme den in den Kabinen. Sei vorsichtig. Nicht, dass da noch mehr sind, die sich nur nicht zeigen wollen..." mit einem letzten Nicken, machte sich der Nazario nun auf den Weg zu der Kabine und natürlich hatte er Beißer ihn nun entdeckt und freute sich schon auf die erste Mahlzeit seit langem wohl. Diesmal, musste Alaric ihn also von vorne ausschalten, was das Risiko erhöhte, gebissen zu werden. Also gab er ihm erstmal einen schnell tritt gegen den Oberkörper, worauf der Beißer rücklings zu Boden fiel. Nun musste er schnell sein, damit er sich ja nicht wieder aufrichten konnte, beugte sich also über ihn und rammte erneut den Dolch in den Kopf, worauf das Leben, oder was auch immer in diesem noch war, aus ihm wich. Durchatmend, richtete sich Alaric auf und schaute zu Nano, wobei er hoffte, dass auch er mit seinem Beißer alles im Griff hatte.


@Nano West
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#13

RE: Needful Things (Oktober 23) | Alaric & Nano

13.10.2024 21:46
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano nickte und sah Alaric nur kurz nach, bevor er sich den hinteren Türen zuwandte. Langsam näherte er sich dem Ausgang und den schlurfenden Schritten. Immer wieder seitlich die Kabinen untersuchend die er passierte sah er den Beisser jetzt auf sich zukommen. Etwas an ihm irritierte ihn. Auch bei dem anderen hatte es ihn irritiert. Er wich den Armen aus, die nach ihm griffen und hieb dem Körper das Messer seitlich in den Kopf. Er röchelte noch leise, dann ging er zu Boden und Nano sank langsam in die Hocke. Eine Haltung, in der er sich nicht oft befand, aber jetzt wollte er wissen, was ihn so nervös werden liess. Er musterte die zerfledderte Kleidung von der kaum noch etwas vorhanden war. Es war kein Geschlecht mehr zu erkennen und die Gesichtszüge waren eingefallen, jedoch waren sie kaum verwest. Die Haut wirkte wie Leder und sah auch fast genauso aus. Langsam richtete er sich wieder auf und sah sich um. Ja, der andere hatte genauso ausgesehen. Keine fehlenden Körperteile, kein fehlendes Fleisch, aber ausgetrocknete, ausgehungerte lederne Körper. Er runzelte die Stirn und trat in die nächste Kabine. Er sah über den Schreibtisch, dann ging er zum nächsten und zum nächsten, bis er endlich eine Uhr fand. Er musterte sie und wischte den Staub weg. Sie zeigte die akkurate Zeit und den richtigen Tag. Das bedeutete, das die ganze Anlage immer noch über die Solaranlage funktionierte. Er musterte die Barometeranzeigen und steckte dann seufzend das Messer weg. Offenbar war sonst niemand mehr ausser ihnen in den Büros. Er kontrollierte die letzten Kabinen auf seiner Seite, dann wandte er sich Alaric zu. „Der Raum ist sauber. Jetzt können wir uns umsehen. Offenbar tun die Solaranlagen im Dach immer noch extrem gut ihren Job. Sie haben die Temperatur und das Klima in den Räumen immer noch reguliert und aus diesen armen Menschen wandelnde Mumien gemacht. Sie verwesen nur quälend langsam.“ Er atmete tief durch. „Was aber auch bedeutet, das die Haut am Kopf unter Umständen so fest ist, das wir mit den Messern nicht direkt durchkommen. Sei vorsichtig und stoß besser richtig fest zu.“ Er umrundete die Kabine und musterte das gläserne Büro neben dem Ausgang und der Türe zum Aufzug. Das musste das Büro des Abteilungsleiters gewesen sein. Wenn er den Schlüssel zum Aufzug irgendwo finden konnte, dann ganz sicher dort. Er zog die Türe weit auf, stelte sie fest und schaltete den PC auf dem großen Schreibtisch ein. Er sank auf den Stuhl und wedelte hustend die Staubwolke weg. „Himmel, die Luft ist hier so staubtrocken, das sich nichts festgesetzt hat….“ Er schüttelte den Kopf und klopfte dann die Tastatur kurz ab, bevor er sich durch die firmeneigene Software navigierte und dann seufzend die Nase rümpfte. Da musste er wohl tatsächlich den PC oben anwerfen. Hier waren nur die organisatorischen Akten und wenn er ehrlich war, interessierten ihn die Preise für seine Ersatzteile überhaupt nicht mehr. Für einen Moment, sah er auf die Präsentation, die gerade auf dem Bildschirm erschien. Das war der Anfang gewesen. Bevor sein Vater diese Modelle immer weiter aus- und umgebaut hatte. Er schaltete den PC aus und begann den Schreibtisch zu durchsuchen. Ausser Papier, Schreibutensilien und einem kleinen Kasten waren dort nur Kennkarten und ein Schlüsselbund. Er atmete auf. „Gefunden. Ich hab die meisten Schlüssel, denke ich und auch die Kennkarte vom Abteilungsleiter. Wir können also weiter nach oben. Da ist ganz sicher keiner. Ich hab mitbekommen, wie er evakuiert worden ist, als mein Vater telefoniert hat.“ Er verliess das Büro und trat zu Alaric, um ihm die Schatulle zu geben, in die er einen kurzen Blick geworfen hatte. „Offenbar hat er das Brieföffnerset geschenkt bekommen. Die beiden kleinen sind vielleicht nutzlos, aber die beiden großen sind ganz sicher genauso sinnvoll wie ein Messer.“ Er trat zu den Türen der Aufzüge und säuberte das Paneel, bevor er die Karte durch den Scanner zog. Mit einem leisen Piepsen reagierte das Gerät und er gab einen Code ein, der die Türen entriegelte. Langsam schob er die Türen mit der linken Hand auf und beugte sich leicht nach vorne um den Aufzugschacht nach unten zu sehen. Vielleicht wäre es doch keine schlechte Idee gewesen, mit dem Aufzug zu fahren. Nicht nur die Überstündler hatten sich vermutlich sehr gut hier drin gehalten. Vielleicht konnten sie zumindest für einen Teil des Weges dann einen Aufzug nehmen, der nach unten führte. Er hob den Kopf und nickte dann. „Rechts über der Türe ist eine der Wartungsleitern. Die führen immer wieder zur nächsten Etage. Auf jeder Ebene musste ein Wartungskasten sein, um die Türen unplanmäßig zu öffnen, wenn etwas nicht richtig funktioniert. Aber es ist nicht ganz einfach, hinzukommen. Kannst du gut klettern?“ Er sah Alaric fragend an.

@Alaric Nazario


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