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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
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Er sah Leo für einen Moment sprachlos an. Er war wirklich aufmerksam, soviel stand fest. "Naja... ich.... lauf damit nicht gerne Türen ein, das verstehst du sicherlich. Und .. es ist leider auch nicht bei einem Bein geblieben. Mein rechter Arm ist nur heil geblieben, weil ich mich damals wohl nach rechts in mehr oder weniger Sicherheit bringen wollte und er so unter meinem Körper lag. Der Rest wurde zusammen mit meinem Auto unter einen LKW geschoben und war nicht mehr zu retten." Nano seufzte leise. "Und nein, ich bin nicht zu schnell gefahren, ich bin genau genommen gar nicht gefahren, weil ich in einem Stau stand. Das alles ging furchtbar schnell und als ich aufwachte..... war mein Leben vorbei. Zumindest dachte ich das damals eine Zeit lang." Er fuhr sich mit der Hand verlegen durch die Haare. Leo war ziemlich geradeaus, das musste er schon sagen. Aber auch wenn er ihn so einfach vor den Kopf hielt, das nicht er das Problem war... war das doch nicht so einfach. Er schaltete das Licht im Lager aus, während sie wieder nach vorne gingen.
"Du weißt genau, das es leider nicht so einfach ist. Du hast vermutlich recht, aber mit jemandem zusammen zu sein... und das zu tun... hat auch ein bisschen was mit Affinität zu tun oder? Und da du recht hast und ich nur in Notfällen mit den Prothesen ins Bett gehe... gebe ich ohne meine Ersatzteile nicht mal ein halbwegs normales Bild ab. Und da rede ich nicht mal davon, das ich ewig für ganz normale Sachen brauche." Er breitete die Arme etwas aus. "Um das hier möglich zu machen hat mein Vater seine ganzen letzten Jahre geopfert und gearbeitet wie ein Tier. Ich hab ihn mal sagen hören, das er das nicht nur tut, um mir mehr Bewegungsfreiheit zu geben, sondern auch.... um meinen Lebenswillen zu stärken, damit ich nicht das Gefühl habe, kein Mensch mehr zu sein. Alles, was ich im Augenblick möchte, ist diese Absicht zu ehren und solange am Leben zu bleiben, wie es geht und wenn ich damit, das ich mich wieder richtig bewegen kann vielleicht irgendwann einmal so etwas machen kann wie du bei mir heute, dann hat es sich gelohnt." Er zögerte. "Im Grunde ... bin ich mir nicht mal sicher, ob ich es jemanden antun möchte, eine Familie mit mir zu gründen. Meine Prothesen haben Nervenports, die mit einem Chip in meinem Gehirn verbunden sind, um die Bewegungsabläufe so fließend wie möglich zu machen. Als ich den Chip damals bekommen habe, gab es noch versierte Gehirnchirurgen und in der Regel halten diese Chips zwischen 30 und 35 Jahren, bevor sie ausgetauscht werden müssen. Und.... leider haben wir damals nicht daran gedacht das SO etwas passieren könnte, sonst hätte mein Vater vermutlich einen Steckplatz dafür gebaut...."
Er schüttelte leicht den Kopf. "Mir bleiben also noch zwischen vierzehn und neunzehn Jahren, bevor es da unter Umständen zu einem Ausfall kommt und ich vielleicht nur noch zum verscharren gut bin, wenn ich auf dieser gottverlassenen Welt keinen passenden Chirurgen finde. Das ist etwas, was ich meiner Familie wirklich nicht antun möchte. Da... wäre ein Partner, der das von vornherein weiß das Höchste der Gefühle, denk ich. Und selbst das... wäre für mich kein Grund, in eine Gruppe um zu siedeln. Aber der Bunker hier wird nicht ewig halten und nachdem ich zu feige war, direkt zu gehen.... werde ich jetzt zumindest versuchen, meine Solarversorgung sicherzustellen, dann ich kann nicht darauf gehen, außerhalb dieser vier Wände hier immer eine Steckdose zu finden." Nano lächelte leicht. "Du siehst, ich bin ein fürchterlich komplizierter Mensch, mit dem man es vermutlich alles andere als leicht hat." Er deutete auf den Küchenstuhl. "Dann setz dich mal, das wir deine Matte etwas kürzen können. Wie hättest du sie denn gerne? Halblang, gestuft, mit oder ohne Pony? Ich tu mein Bestes, meine Mom war ganz zufrieden... denk ich." Er verzog das Gesicht. "Gesagt hat sie zumindest nie was Schlechtes. Und ich bin mir sicher, das hätte sie, wenn es mies gewesen wäre."
@Leo Young
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Überrascht blinzelte er Nano an und setzte sich langsam auf den Stuhl. "Ernsthaft? Sie hätte dir einfach so an den Kopf gedonnert dass zum Beispiel ein Affe bessere Frisuren schnibbeln kann? Was hattest du denn für eine Mom? Die Frau hatte wohl echt Haare auf den Zähnen." Leo lachte leise auf. "Meine hätte mir immer gesagt es gefällt ihr wunderbar, selbst wenn ich ihr mit dem Rasierer eine Scharte mitten durch ihre sonst langen Haare gezogen hätte. Sie sagte immer und zu allem was ich tat, es gefällt ihr. Sogar bei der einen und Gott sei Dank, einzigen Geigeprobestunde. Obwohl ich erst vier war, habe ich mich selbst von den schiefen Tönen so abgestoßen gefühlt, dass ich nicht mehr hingehen wollte. Selbst der Leher meinte, ich wäre in einem anderen Metier besser aufgehoben, aber Mom hat nur gesagt, ich würde ganz besonders spielen und wir fänden bestimmt wen, der es mir bei bringt, wenn ich es lernen will."
Kurz schwieg Leo, hing seinen Erinnerungen kurz nach, doch dann grinste er Nano an. "Gut ich nehme es zurück. Du hattest bestimmt eine gute Mom. Es ist vielleicht besser, wenn man die ungeschönte Wahrheit ins Gesicht gesagt bekommt. Dann weiß man wenigstens woran man ist. Ich musste früh lernen mich selbst und meine Umgebung richtig einzuschätzen. Auch wenn das jetzt ein überlebenswichtiger Vorteil ist." Tief atmete Leo durch. "Also gut, dann zeig mal was du mit der Schere alles kannst. Und bitte, lass meine Ohren dran. Die brauche ich noch und zwar nicht nur um meinen letzten Schmuck sicher zu verwahren." Kurz schien er zu überlegen. "Auch wenn man es nicht mehr richtig sieht, ein Pony bitte, die Ohren frei und hinten nackenlang gestuft."
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kann weder vergessen werden,
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zuletzt bearbeitet 07.04.2024 14:07 |
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Nano schmunzelte und zog einen Schutzumhang aus dem Päckchen mit Friseurbedarf, den er Leo vorsichtig um den Hals legte. „Ja… früher war meine Mum auch so. Da konnte ich auch kaum etwas falsch machen. Aber ich …. hab mich auch ganz selten an Sachen versucht. Ich war schon ziemlich früh echt begeistert was die Arbeit meines Vaters anging und hab Stunden am Tag in seinem Labor gehockt um ihm zuzusehen oder sogar zu helfen. Und das hat mir auch tatsächlich gelegen. Er hat mich dann meistens rausgeworfen, ich soll nochwas anderes tun, solange ich noch so jung bin. Ich war eine Zeitlang im Chor, das hat Spass gemacht, auch die Tanzstunden war cool, das war genau der richtige Ausgleich zum Herumsitzen. Die einzigen zwei Sportarten bei denen ich mich nicht so übel angestellt habe waren Bogenschiessen und Eiskunstlauf. Und meine Mum meinte immer, ich könnte mich auch im Showbusiness bewerben oder einer Goldmedaille nachjagen, du kennst das ja. Mütter scheinen genetisch darauf programmiert zu sein in ihren Kinder das bestmögliche Ziel zu sehen.“
Er hatte angefangen Leos Haare zu kämmen und abzustecken. „Nach dem Unfall hörte das allerdings auf. Ich glaube, sie war ebenso schockiert wie ich und meine….. ziemlich ausufernden Depressionen in den Monaten danach haben das auch nicht besser gemacht. Ich hab damals so oft gesagt, das sie mich doch hätten sterben lassen sollen…. das mir das heute wie eine Beleidigung vorkommt. Sie haben wirklich… eine Menge Geduld mit mir gehabt. Wobei das auch der Moment war, indem sich das Verhalten meiner Mutter rapide geändert hat. Als ich nicht essen wollte hat sie mich nur angeguckt und in der nächste Stunde erschien eine Pflegerin, die mir ohne Worte eine Magensonde in die Nase geschoben hat und Abends erschien meine Mom und meinte nur: Wenn du denkst, das ich meinen einzigen Sohn sterben lasse, nur weil er eine bockige Phase hat, kennst du mich schlecht. Du hast vielleicht ein paar Körperteile verloren, aber deine Geschmacksinn ist noch in vollem Umfang vorhanden und wenn ich jetzt an frische, süße Erdbeeren denke oder an reife Kirschen oder an diese göttliche Moussaka von unserem Griechen… na ja… aber du willst das alles ja nicht mehr, also gibt es diese Woche Vanille, nächste Woche Schoko und wenn ich es bekomme, die Woche darauf Erdbeer als Geschmacksrichtung für die Sondenkost, sonst gibt es die normale weisse Emulsion, die glaube ich nach gar nichts schmeckt. Ich war den ganzen Abend so irritiert, das ich kaum schlafen konnte.“
Er begann die Schere anzusetzen, um den Nacken zu stufen und arbeitete sich dann nach oben vor. Einen Pony hatte er Leo bereits ins Gesicht gekämmt und festgesteckt. „Und genau so hat sie das auch durchgezogen. Sie hat mich einen gottverdammten Feigling, einen Schwächling, einen Idioten genannt, der es nicht wert ist, das Vater sich so ins Zeug gelegt hat, um sein Leben wieder normale Bahnen zu lenken. Sie meinte mehr als einmal, ich sollte mich daran erinnern, das mein Hintern immer noch da wäre wo er immer gewesen ist und mir gerade die Möglichkeiten fehlen würde, ihn rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, bevor sie mit Anlauf hineintreten kann. Sie kam mir ein bisschen vor wie mein Eislauftrainer, der hatte auch nie ein gutes Haar an mir gelassen und mich bis zum Zusammenbruch Pirouetten oder Sprünge machen lassen. Aber sie hat meine grauen Zellen und damit auch meinen Lebenswillen wieder aktiviert. Ich bekam meine Erdbeeren und auch die Moussaka und dann…. hab ich angefangen, meine verkümmerten Muskeln wieder in Ordnung zu bringen in dem Körper, den ich noch hatte. Das war auch die Zeit, wo Vater mir den ersten Prototyp eines Armes brachte und der Chip implantiert wurde. Ich habe in diesem halben Jahr so viel trainiert und… dann auch festgestellt, mit wem ich wirklich befreundet war. Meine sogenannten Freunde hat ein Kinobesuch völlig überfordert, zu dem meine Mom einfach nicht mit wollte. Sie meinte, ich wäre alt genug, alleine ins Kino zu gehen und ich hätte ja Hilfe… aber als ich anrief war sie…. in weniger als 5 Minuten da um mich abzuholen. Heute weiss ich, warum sie das getan hat, aber… vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie es nicht getan hätte. Kurz darauf ging alles den Bach herunter. Hier unten hab ich dann die nächsten Jahre gelernt mich wie jetzt zu bewegen und meinen Körperersatz zu warten. Du glaubst gar nicht, wieviele Muskeln in deinem Hintern du bewegen musst, um zwei Beinprothesen völlig normal zu justieren. Ich wusste nicht mal, das man da so viele verschiedene Muskeln hat. Aber das Gleichgewichtstraining vom Eislaufen und die Körperbeherrschung hat mir ebenso viel geholfen, mich mit dem neuen Körpergefühl anzufreunden. Heute.. ist es fast so, als wenn es immer so gewesen wäre. Die abendliche Routine ins Bett zu gehen ebenfalls. Ich hätte damals nie gedacht, das ich das hier überhaupt erreichen kann.“
Nano grinste und zog sich jetzt einen Stuhl heran. „Und das alles hab ich vielleicht der Art und Weise zu verdanken, mit der sich meine Mutter entschieden hatte, mich zu behandeln. Wenn ich etwas wirklich gut gemacht hab, hat sie mich immer in den Arm genommen, aber wenn ich Mist gemacht hab, hab ich das auch deutlich gesagt bekommen. Sie meinte einmal, im Haareschneiden wäre ich echt gut, aber wenn mir jemals eine Tätowiermaschine in die Hand fallen würde, soll ich sie ganz weit weg werfen, bevor ich dafür umgebracht werde.“ Er schob Leos Pony zur Seite und grinste. „Ich glaube, ihr haben meine Bilder nicht gefallen, die ich gemalt habe.“ Er nahm die Schere, arbeitete einige Minuten konzentriert an dem Pony und wuschelte dann mit den Fingern durch Leos Haare bevor er sie kämmte und dann von allen Seiten betrachtete. Für einen Moment wurden seine Ohren wirklich heiss. Dieser Junge sah so verdammt gut aus. Unter dem Wust an Haaren war das ja schon zu erahnen gewesen, aber jetzt….. hätte er auch das Model auf dem Cover einer Illustrierten sein können. Nano lächelte etwas nervös. Himmel nochmal, was sollte Leo denken, wenn er ihn so anstarrte. Er räusperte sich leise und atmete dann tief durch. „Du solltest dir eine Farbe aussuchen oder Strähnchen machen, das steht dir bestimmt supergut. Vielleicht blonde oder silberne.. Ich hab mal ein paar von den Farben ausgetestet und hatte Monate grüne Strähnen. Bei mir sah das auch, als wenn ich Moos ansetzen würde. Ich hab mal überlegt, das blutrot auszuprobieren, aber… den Mut hatte ich dann doch nicht.“ Er grinste, legte die Schere weg und reichte Leo den Spiegel. „Ich hoffe, das ist so in Ordnung.“
@Leo Young
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Leo nahm den Spiegel entgegen und musterte sein Spiegelbild. Mit der freien Hand fuhr er sich nochmal durch die Haare, doch dann nickte er langsam. "Ja, doch, sieht gut aus. Auf alle Fälle besser, als das schiefe Zeug, das ich bisher zusammen bekommen habe." Er senkte den Spiegel und schmunzelte Nano an. "Und die Farbe lassen wir bei mir lieber. Auch wenn ich früher gerne Strähnen hatte. Da draußen ist es inzwischen besser, ab und zu unsichtbar zu sein und bunte Haare könnten da etwas störend sein. Aber dir könnte ich das Blutrot empfehlen. Probier es ruhig aus. Steht dir bestimmt gut." Er hob den Spiegel nochmal an und musterte sein Gesicht. Leos eigener Blick kam ihm härter vor, als früher, doch das war nun wirklich nicht verwunderlich.
Entschlossen legte er den Spiegel zur Seite und nahm den Schutzumhang vorsichtig ab. Dabei achtete er genau darauf, dass die gesammelten Haare nicht herunterpurzelten und ging damit zum nächsten Mülleimer, wo er die Haare versenkte. "Ja, jetzt fühle ich mich doch wieder mehr wie ein Mensch. Unglaublich was ein Bad und ein Haarschnitt ändern kann." Langsam hielt er Nano den Umhang hin. "Vielen Dank."
Der Hauch eines Lächelns legte sich auf seine Lippen. "Was sehen wir uns jetzt eigentlich an? Vielleicht etwas lustiges oder übers normale Leben?" Er spürte gut, dass seine Ohren etwas wärmer wurden. Doch Leo musste jetzt unbedingt noch eine weitere Frage zu stellen. Egal wie unangenehm sie ihm war. "Könnte ich vielleicht noch eine Tasse Kaffee zum Schokoriegel bekommen? Aber nur wenn es weder Umstände macht, noch die Vorräte zu sehr mindert."
@Nano West
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„Das hab ich gerne gemacht.“ Nano lächelte erleichtert und packte die Tasche mit den Haarschneideutensilien wieder zum wegräumen zusammen. Seine Bewegungen wurden langsam. „Es mag sich jetzt vielleicht dumm anhören, aber… es tut echt gut, mal wieder mit jemand anderem sprechen können. Ich war jetzt so lange alleine hier… man verliert beinahe ein wenig das Gefühl fürs Sprechen.“ Er sah gedankenverloren auf den Tisch vor sich. „Manchmal frage ich mich selbst, ob ich etwas jetzt laut ausgesprochen oder es mir nur eingebildet habe. Aber dann gibt es da auch wieder Tage, an denen will ich gar nichts sagen. Das klingt wirklich bescheuert, wenn man es ausspricht. Aber das ändert auch nichts daran, das es richtig ist.“ Er seufzte leicht, musste aber gleich darauf schmunzeln.
„Wir können uns ansehen, was immer du willst. Dort das Heftchen auf dem Tisch ist das Fernsehprogramm. Da stehen alle Filme drin, die ich hier habe. Ein paar kommen heute noch dazu, die hab ich heute erst mitgebracht. Such dir etwas auch und ich starte es. Und was den Kaffee angeht…. Kannst du auch noch eine sechste und eine siebte Tasse haben, bevor sich das nennenswert auf irgendetwas auswirkt.“ Er legte die Tasche zur Seite und ging zur Kaffeemaschine. „Ich trinke ja meistens nur eine Tasse und das nicht mal jeden Tag. Gerechnet hatte meine Mutter aber mit mindestens einem Liter pro Tag für meinen Vater, wenn er gearbeitet hat.“
Nano wandte sich wieder zu Leo um und zögerte kurz, doch dann sah er ihn ernst an. „Solange du hier bist, Leo, bist du an keine Einschränkung gebunden. Das ist doch das Mindeste, das ich dir bieten kann. Sollte es mit irgendetwas knapp werden, dann sag ich vorher Bescheid. Das.. gilt auch spätere Besuche, wenn du… wirklich noch einmal zurückkommen möchtest. Sieh es als Oase in einer Wüste an. Hier musst du nichts portionieren, das portioniert sich ganz von selbst. Und wir sind ja beide nicht wirklich unmässig, oder?“Er nahm den fertigen Kaffee auf und reichte Leo die wieder gefüllte Tasse, dann deutete er auf die Couch. „Dann setzen wir uns doch und geniessen unseren Abend.“ Er reichte Leo auch das Heft, gespannt darauf, was er auswählen würde. Er kannte ihn ja eigentlich nicht und wusste nicht wirklich, was er lustig fand. Da gingen die Meinungen nun wirklich weit auseinander.
@Leo Young
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Leo nahm die Tasse entgegen und setzte sich auf den angebotenen Platz. Nach dem ersten Schluck Kaffee stellte er die Tasse auf den Tisch und begann durch den Katalog zu blättern. Er schlug die Beine übereinander und lehnte sich gegen die Lehne zurück. Kurz schoss ihm durch den Kopf, dass sie jetzt keine Chance auf einen Film hätten, wenn es keine DvDs geben würde. Ein Freund war vor dem Tag null total begeistert von einem neuen Streamingdienst gewesen. Viele Filme, niedrige Kosten und keine Platzverschwendung im Schrank. Nun, jetzt wäre er wohl nicht mehr so begeistert.
Kurz zögerte er, doch dann blätterte er zurück. Das war doch...., oder nicht? Er las die Kurzbeschreibung und dachte nach. Es war wirklich einer von Cats Lieblingsfilmen. Ja gut, ein Kinderfilm, aber sie Beiden hatten ihn oft gemeinsam geguckt. Und er war auf seine Art wirklich amüsant. Kurz schloss Leo die Augen und dachte nach. Wollte er etwas tun, dass er so oft mit seiner kleinen Schwester gemacht hatte? Als er den Film zum letzten Mal gesehen hatte war er auch jünger gewesen und hatte viel weniger erlebt. Vielleicht war er ja doch nicht so lustig, wie jetzt in seiner Erinnerung.
Langsam wanderte sein Blick zu Nano. "Ich würde gerne Mousehunt ansehen. Ich weiß, es ist ein Kinderfilm, aber ich würde ihn trotzdem gerne sehen. Er ist eigentlich ganz nett und früher hatten wir echt Spaß dabei, auch wenn das inzwischen schon etwas her ist. Aber es ist einer der wenigen Filme, neben denen von Disney, den meine Schwester gerne ansah." Er unterdrückte das leise Seufzen. "Wenn es dir nichts ausmacht.... kennst du den Film überhaupt?"
@Nano West
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„Mäusejagd…. Ja, ich glaub, ich kenne den. Aber das ist ewig her, das ich den gesehen habe. Den können wir gerne ansehen. Der ist, soweit ich weiss, wirklich lustig.“ Nano suchte den Film aus dem Regal und legte ihn ein, dann lächelte er und sank neben Leo auf das große Sofa. Er schob dem anderen eine der zusammengelegten Wolldecken hin. „Hier, nimm sie besser. Abends wird es hier doch etwas kühler, aber ich… habe immer noch eine Aversion dagegen, im Sommer die Heizung anzumachen. Es muss aber auch nicht wirklich sein. Das heisst, wenn du das Schlafzimmer gerne etwas wärmer hättest, dann können wir da gleich noch die Heizung anmachen. Ich geh da im Grunde nur zum saubermachen rein…. Irgendwie dumm oder? Ich fühl mich in meinem Zimmer irgendwie wohler.“
Er lehnte sich zurück, dimmte das Licht mit der Fernbedienung und schaltete den Fernseher und den DVD Player ein. Er lächelte. „Und ich hab mal gesagt, das sich die DVDs nicht mehr lange durchsetzen können… so kann man sich irren, was?“ Nano griff selbst nach einer Decke und schlug sie um die Schultern. Das letzte Mal hatte er hier so mit seinen Eltern gesessen und das war wirklich wirklich lange her. Der Film war echt gut gewählt…. Auch, wenn er langsam schon spürte, wie die Anspannung des Tages völlig von ihm abfiel. Er schaffte es aber bis zum Abspann, dann jedoch fielen ihm die Augen zu. Es war ein langer, viel zu aufregender Tag gewesen. Aber er hatte einen neuen Freund gebracht und das machte ihn zum wertvollsten Tag der letzten Jahre .
@Leo Young
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Es hatte Spaß gemacht. Zwar waren offensichtlich die Zeiten vorbei, als Leo laut über lustige Filmszenen lachte, doch je länger der Film gedauert hatte umso öfter hatte er Grinsen müssen. Und das Happy End hatte ihm fast die Tränen in die Augen getrieben. Ob es für die Welt irgendwann auch mal ein Happy End geben würde? Oder für ihn? Früher fand er Happy Ends völlig überzogen und weltfremd. Er war schon immer der Meinung gewesen, das Leben an sich hatte alles in petto, nur kein glückliches Ende. Seine Oma hatte gerne gesagt, wenn das Leben dir Zitronen schenkt, dann mach Limonade draus. Als Kind hatte Leo das nicht verstanden, später war er der Meinung, Limonade machen war leichter gesagt als getan.
Die Realität bewarf einen mit Freude mit Zitronen und das Leben feierte sie dafür, dass sie verdammt gut zielen konnte. Aber ebenso war er der Meinung, dass jeder selbst dafür zuständig war, wie er mit den Zitronen umging. Man konnte entweder über die blauen Flecken weinen und jammern oder es einfach akzeptieren und zufrieden damit sein, dass es nur blaue Flecken sind und nichts schlimmeres passiert war. Und mit viel Arbeit, Geduld und Glück konnte es sogar funktionieren ein bisschen Limonade zu machen.
Sein Blick glitt zu Nano, der neben ihm auf der Couch kuschelte und eingeschlafen war. Bei ihm hatte das Leben offenbar den Zitronenbaum ausgerissen um damit auf ihm herum zu dreschen oder die ganze Zitronenkiste. Aber er lebte und mit den Prothesen konnte er sich zumindest bewegen. Bei solch einem schweren Unfall wie er ihn erlebt hatte, war wohl, neben dem Tod, auch eine Querschnittslähmung oder ein Hirnschaden eine Möglichkeit gewesen. Beides nichts, was ihm hier und jetzt ein Überleben ermöglicht hätte. Wahrscheinlich hatte seine Mutter genau deswegen so agiert wie Nano es erzählt hat. Sie hat ganz genau gewusst wie viel Glück er trotz allem hatte und dass er genau das verstehen musste, damit die Zitronen nicht den Krieg gewannen. Und zusätzlich drückte sie ihm noch einen Entsafter in die Hand. Sie musste wirklich eine coole Frau gewesen sein.
Vorsichtig stand Leo auf, zog sich die Decke von den Schultern und legte sie über den schlafenden Mann. Hoffentlich war die Couch nicht zu unbequem. Aber schlafen war wichtig und jede Sekunde musste genutzt werden, das hatte er inzwischen wirklich gelernt. Leise räumte er seine Kaffeetasse in die Spüle, ging danach zu dem Schlafzimmer und zog die Tür sacht hinter sich zu. Lange Augenblicke stand er nur da. Wenn er die Kühle der Tür jetzt nicht im Rücken spüren würde, dann wäre er garnicht sicher, ob das nicht nur ein Fiebertraum oder der letzte Gedanke vor dem tödlichen Biss war. Langsam ging er auf das Bett zu und strich sacht drüber, bevor er die Decke hochschlug und sich hinlegte.
Schlafen in Sicherheit. Ohne nur zu dösen um hören zu können was um ihn herum geschah. Ohne Gefahr zu laufen vom Baum zu fallen, weil der Knoten nicht hielt. Ohne zu befürchten, dass plötzlich die Tür aufgebrochen wird und entweder eine Horde Beißer rein drängt oder bewaffnete Vollidioten. Ob er wirklich schlafen konnte? Einfach so? Wie früher nach einer Party oder einem Turnier? Leo schloss die Augen und bevor er noch viel nachdenken konnte, glitt er in einen erst unruhigen, doch dann tiefen Schlaf.
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Er öffnete immer noch müde die Augen und drehte sich verwirrt um. Irgendetwas war anders als sonst. Erst dann fiel es ihm ein. Sie hatten sich einen Film angesehen. Einen guten Film. Und auch wenn er niemals laut gelacht hatte, hatte dieses Lächeln auf Leos Gesicht gezeigt, wie wohl er sich in diesem Moment gefühlt hatte. Nano schob die Decke weg und musterte die Zeitanzeige auf seinem Arm. Es war besser, wenn er ihn nachlud, sonst würde er morgen über Tag aufladen müssen und das war sehr unpraktisch. Immerhin war morgen Saattag. Und die Nacht war schon ziemlich weit fortgeschritten. Er legte die Decken fahrig zusammen und stand dann auf. In der Küche deckte er erst den Tisch für das Frühstück ein und legte zwei Kaffeepads neben die Kaffeemaschine für den Fall, das Leo vor ihm wach wurde. Auf die Tasse, die er daneben stellte legte er ein kleines Stück Papier auf das er ein Kniepaugensmilie malte. Es tat irgendwie gut, wieder etwas für jemand anderen tun zu können. Es war lange her, das er dazu die Möglichkeit gehabt hatte.
Er zögerte, doch dann bereitete er Brotteig vor, den er zum Ruhen hinstellte und ging dann zu seinem Zimmer. Ein Trick, den seine Mutter ihm beigebracht hatte, weil man dann nur einen Bruchteil Hefe verbrauchte. Am ehemaligen Schlafzimmer seiner Eltern hielt er an und lauschte. Er hoffte wirklich, das er gut schlafen konnte. Es war sicher ein anderes Gefühl in relativer Sicherheit zu schlafen. Aber vielleicht sah er das auch völlig falsch und es gab überall noch sichere Stellen. Er hatte ja nun wirklich keine Ahnung, was da draussen wirklich ablief. Alles, was er hier mitbekam waren nur Ausläufer und kleine Katastrophen. Die Großen waren ihm bisher erspart geblieben.
Leise ging er in sein eigenes Zimmer und machte sich bettfertig. Das Ritual, so lange es auch dauerte, beruhigte ihn irgendwie. Zwar war es wenig erfreulich, aber es brachte ihn jeden Tag auf den Boden der Tatsachen zurück. Bei allen Ersatzteilen und allen technischen Verbesserungen, die bis heute hier entstanden waren, war das doch sein ganzes Ich. Er sah auf die Uhr, als er endlich, gebadet und abgetrocknet in seinem Bett lag. Fast halb sechs. Aber ein paar Stündchen würde er noch schlafen können. Er stellte den Wecker auf 9.00 Uhr und löschte das Licht. Seine Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit und er sah an die Decke. Leo… er war der erste richtige Mensch, den er seit dieser Katastrophe getroffen hatte. Und er schien ein wirklich netter Kerl zu sein, der es noch nicht verlernt hatte, ein echter Mensch zu sein. Egal, wie lange er hier blieb… er musste ihm die Zeit so sicher und vor allem so schön machen wie es möglich war. Damit er etwas hatte, worauf er sich freuen konnte, wenn er wieder seinen eigenen Weg fortsetzte. Wenn diese Versammlung vor seinem Tor sich aufgelöst hatte oder weitergezogen war. Er seufzte leise. Es war schrecklich selbstsüchtig, das er sich wünschte, sie würden noch eine Weile dort draussen bleiben. Er schloss die Augen. Ob… Gartenarbeit ihm überhaupt gefiel…?
@Leo Young
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Es war still. Zu still. Nur ein leises, entferntes Summen drang an sein Ohr. Langsam schlug Leo die Augen auf und versuchte sich zurecht zu finden, aber es war zappenduster. Von einem Augenblick auf den nächsten switschte sein Gehirn vom Ruhe- in den Alarmmodus und er richtete sich in eine sitzende Stellung auf, als ihm wieder einfiel, was am Vortag geschehen war. Langsam legte er sich wieder hin und atmete tief durch. Er hatte offenbar gut geschlafen und gut geträumt. An was genau konnte er sich nicht mehr erinnern, wie so oft, aber jetzt fehlte ihm das Schaudern und das Gefühl nicht atmen zu können, wie es Alpträume inzwischen in ihm auslösten. Er richtete sich wieder auf. Nach diesem kurzen Schreck am Morgen war Leo definitiv wach und konnte ebenso gut aufstehen.
Igendwo beim Bett an der Wand war der Lichtschalter für das Deckenlicht gewesen. Vorsichtig glitten seine Finger über die kühle Oberfläche, während seine Gedanken sich immernoch um den Traum und das hinterlassene Gefühl drehten. Doch dann wurde die Suche fast hektisch, bis er den Schalter erwischte und die Deckenlampe entflammte. Kurz kniff er die Augen geblendet zusammen, doch dann seufzte er leise aber erleichtert auf. Er hatte sich das Treffen mit Nano am Vortag doch nicht eingebildet und er lag hier in einem Zimmer des Bunkers. Sein Blick fand die Uhr. Kurz nach acht. So lange hatte er schon länger nicht mehr am Stück gepennt. Fast wunderte er sich über den Elan, der ihn durchflutete, als er das Bett verließ.
Er machte das Bett, richtete sich her und achtete heute wirklich mal darauf, es ordentlich zu machen. Im Bad fand er ein paar Stylingprodukte und da sein Haarschnitt ein Styling zu ließ, nahm er sich wirklich Zeit dafür und verließ kurz vor neun das Bad und das Zimmer, den Duft des Haarstylings nach sich ziehend. Der letzte Blick in den Spiegel hatte seine Laune exorbitant gesteigert und er betrat mit einem Schmunzeln auf den Lippen den Wohnbereich. Langsam sah er sich um. Der Raum war verwaist. Entweder Roboboy pennte noch oder er turnte schon irgendwo herum. Sein Blick blieb an der Kaffeemaschine hängen. Ob er es wagen konnte?
Langsam ging er zur Küchenzeile und musterte die bereitgelegten Pads und den Zettel mit dem Zwinkersmilie. Also wenn das keine Einladung war, dann wusste er auch nicht was es sonst sein sollte. Mit wenigen Handgriffen war die Maschine bereit und Leo drückte die Starttaste. Sein Blick lag wie gebaut auf der braunen Brühe die nach kurzer Wartezeit in die untergestellte Tasse lief und kaum war die Maschine fertig, als er die Tasse schon in der Hand hielt. Tief atmete er das bekannte Aroma ein und lächelte. "Oooh Ja, so beginnt ein guter Tag."
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Das leise Piepen glitt durch sein Bewusstsein und er öffnete leise seufzend die Augen. Und wieder ein Tag ohne das Bild der Bäume vor dem offenen Fenster, das früher einmal so normal gewesen war. Nano hatte keine Ahnung, warum ihn das immer noch beschäftigte. Eigentlich hätte es doch längst Gewohnheit sein müssen, in dieser Konservendose zu erwachen. Und Strom für ein projiziertes Fenster zu verschwenden behagte ihm nicht. Er schlug die Decke zurück und griff nach der angeschlossenen Armprothese auf dem Nachttisch. Erst, nachdem er sie eingeklinkt hatte und die Hand kurz bewegt, atmete er auf. Dann schwang er sich aus dem Bett und in den Rollstuhl. Es dauerte seine Zeit, bis er die Trainings-Akkus in die überprüften Beinprothesen einsetzte und sie dann ebenfalls anlegte. Heute würde er darauf verzichten, sich zu tarnen. Er zog Shirt und Sportshorts an und trat nach draußen in den Gang. „Hm… interessante Mischung…“ Er hatte es mehr gemurmelt, mischte sich der Geruch von Frische hier doch gerade mit dem herben Duft frisch gebrühten Kaffees. Also war er bereits wach….. Nano kratzte sich am Kopf. Eigentlich hatte er seine Trainingseinheit jetzt absolvieren müssen, aber wenn Leo schon wach war, musste er zumindest das Brot schon in den Ofen packen. Sonst wartete der arme Kerl ewig aufs Frühstück.
Er betrat den Wohnbereich und lächelte als er den zufriedenen Gesichtsausdruck sah. Irgendwie… sah er ein bisschen anders aus als am Vortag. Kurz glitt ihm der Gedanke… noch besser… durch den Kopf, doch den schob er resolut zur Seite. „Guten Morgen. Ich hoffe Du langweilst dich nicht….. ich brauch morgens immer ein bisschen, bis ich startklar bin.“ Er nahm den Topf und packte den angesetzten Teig auf die Arbeitsfläche, um ihn weiterzuverarbeiten. Wenig später mischte sich auch noch der Geruch backenden Brotes mit den ansprechenden Düften. „Das dauert jetzt ungefähr eine Stunde, bis es Frühstück gibt. Würde es dir was ausmachen, wenn ich in der Zeit trainieren gehe? Man will ja nicht einrosten. Und glaub mir, das wäre bei mir keine hohle Phrase wenn mein Vater das Material nicht so perfekt ausgesucht hätte.“ Er grinste und deutete aufs Sofa. „Wenn du keine Lust zum mitmachen hast, mach dir gern den Fernseher oder die Spielkonsole an oder schnapp dir ein Buch. Fühl dich wie Zuhause. Nur… bring bitte im Arbeitsbereich nichts durcheinander…“ Er lächelte und atmete dann tief durch. „Also… was darf es sein?“
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Leo hob die Hand zum Gruß, als Nano ihn ansprach. Er war gerade mitten dabei den heißen Kaffee aus der Tasse zu trinken und selbst wenn er sofort aufhören würde, bis der Mund leer war, ging es so dann auch nicht schneller. Schweigend beobachtete er Nano dabei, wie dieser das Brot fertig machte. Jetzt wo er wusste, dass Roboboy offenbar Brot zum Frühstück aß, konnte er ja morgen in der Früh auch mal Hand ans Brot legen. Er wusste ja jetzt, was zu tun war.
Kurz stutzte Leo überrascht über seine eigenen Gedankengänge. Das hatte er jetzt auch schon lange nicht mehr gehabt, das es sich wie eine Selbstverständlichkeit anfühlte, an einem Platz zu bleiben. Vor allem dann nicht, wenn es dort noch andere Menschen gab. Lange Sekunden musterte der Nano, doch dann entschied er sich einfach dazu, bis zum nächsten Morgen zu bleiben und dann erst darüber zu entscheiden ob er sich vom Acker machte oder nicht.
Über die Einladung zum Sport hingegen, musste Leo gar nicht lange nachdenken. Er trank seinen Kaffeebecher leer, stellte ihn in die Spüle und ging auf den jungen Mann zu. "Sport ist lebenswichtig, mein Freund. Jetzt mehr denn je. Natürlich mache ich mit, schließlich brauche ich Bewegung. Brauchte ich schon immer, sonst gab es schlechte Laune und die kann definitiv Niemand brauchen. Außerdem, mal ein bisschen Laufen oder Radfahren, ohne einen Beißer oder mehrere im Nacken zu haben wird bestimmt ganz lustig."
Kurz zögerte Leo, doch dann atmete er tief durch. "Apropos Arbeitsbereich. Hast du ein dünnes und elastisches Metall....Irgendwas da? Sowas wie eine Stange, ein Rohr oder eher festen Draht...., irgendwas langes, dünnes, rundes halt? Etwa 100 Zentimeter oder 110 Zentimeter lang? Das sind um die 3 bis 3,5 Fuß? Und wenn du sowas hast, hast du auch Panzertape da?"
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Nano blinzelte verwirrt und sah Leo einen langen Moment nur an. „Panzertape hab ich mehr als genug. Da mussten im Lager vier ganze Kisten stehen. Aber …. Ein langes dünnes Metallteil von über einem Meter Länge… kann ich dir vermutlich höchstens aus Carbon herstellen. Und da muss ich erst gucken, ob ich noch genug davon habe.“ Er ging zum Kühlschrank und entnahm ihm zwei kleine Flaschen mit Wasser. Eine davon hielt er Leo hin, bevor er sich zum Gehen wandte. „Brauchst du das sofort? Und vor allem, was verstehst du unter dünn? Im Lager sind noch drei Gardinenstangen aus Fiberglas, die sind ungefähr einen halben Zentimeter breit. Ginge das vielleicht auch?“ Er öffnete die Türe zum Lagerraum und schaltete die Beleuchtung im Trainingsbereich an. Aus den Lautsprechern drang leise Musik und er stellte die Flasche auf einem kleinen Tisch ab. „Wenn du mir sagst, was du zuerst machen willst, nehm ich das andere.“ Er lächelte.
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zuletzt bearbeitet 17.07.2024 09:17 |
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"Ich hätte gerne einen Degen oder eher ein Florett. Das Training damit hat mich immer entspannt, während das Boxtraining ordentlich Spannung aufbaut. Ich bräuchte also Metall für eine dünne Klinge. Den Griff kann ich mir dann mit Panzertape selbst wickeln." Leos Blick glitt über die beiden Sportgeräte. "Ich denke, ich fange mit dem Laufband an. Es ist lange her, dass ich einfach so gelaufen bin, ohne dass mir ein Beißer auf den Fersen war oder mein Mittagessen davon rannte. Und ich sag dir, so ein Karnickel rennt verdammt schnell." Leicht schmunzelte Leo und begann sich zu dehnen. Eine Muskelverletzung, nur weil er Sport machte, konnte er nicht gebrauchen. Es war so schon immer gefährlich genug, wenn er im Alltag plötzlich los spurten musste. Kaum hatte er sich aufgewärmt, als er schon zum Laufband ging. Er stellte fürs erste ein etwas langsameres Programm ein und begann zu laufen. Er versuchte dabei, den Kopf frei zu bekommen, den momentanen Alptraum, der sich Alltag nannte, so lange er lief, zu vergessen.
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„Ein Florett?“ Nano blinzelte einen Moment, doch dann nahm er Platz und schob seine Oberschenkel unter den Hebel der Hantelbank. Er lehnte sich zurück und hakte die Schultern ebenfalls ein, bevor er die ersten, langsamen Bewegungen machte. „Ist ein Degen nicht eine flexible Klinge?“ Er atmete tief durch und verfiel in seinen normalen Rythmus. „Ich hab so etwas ein paar Mal im Fernsehen gesehen, da hat sich die Klinge beim Auftreffen immer etwas gebogen. Da werden wir sicher nichts passendes finden. Aber wenn du auf die Beweglichkeit vielleicht verzichten könntest, dann könnte mir da das ein oder andere einfallen.“ Er schmunzelte. „Oder wir gehen die Tage zur Mall, da gibt es ein Geschäft, das Halloweenkostüme verliehen hat, die Auslagen habe ich bis jetzt aktiv ausgelassen. Da finden wir bestimmt eine Kinderversion aus Plastik.“ Er sah zu Leo hinüber, um festzustellen, wie er auf die Neckerei reagierte. Er hoffte wirklich, das er nicht annahm, das ernst gemeint zu haben. Wenn er ihm etwas entgegenkam fanden sie ganz bestimmt eine Lösung für diesen Wunsch. Er betrachtete den jungen Mann auf dem Laufband. Es war so ewig her, das er hier nicht alleine gewesen war. Ein Lächeln glitt über seine Lippen. „Ich fürchte, Internetshopping fällt aus. Mir fehlt heute noch ein Päckchen von UPS, die Verspätung ist echt uncool.“
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Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf seine Lippen. "Hast du schon eine Mail geschrieben? So lange Wartezeiten sind echt das Letzte. Als hätten wir nichts besseres zu tun." Leise fiepsend steigerte er das Tempo um eine Stufe hoch zu stellen und wurde ernst. "Ich sagte ja, ich bräuchte etwas elastisches, eben weil die Degenklinge elastisch ist. Den Pistolengriff kann ich dann selbst zum Beispiel aus Panzertape und einem dicken Draht fertigen. Wenn du aber eine andere Idee hast, tu dir keinen Zwang an. Ich bin schließlich nicht auf einem Turnier und es gibt keinen Gegner der meckert, wenn die Klinge nicht die üblichen Eigenschaften hat." Er fühlte sich jetzt aufgewärmt genug und steigerte die Geschwindigkeit so weit, dass er ein bequemes aber zügiges Lauftempo hatte. Jetzt ließ er seinen Gedanken freien Lauf und schaltete dabei völlig ab. Eine Taktik, die er sich lange antrainiert hatte. Aber vor Turnieren war sie wunderbar gewesen. An nichts denken, alle Fragen und gutgemeinten, aber meistens unnötigen Ratschläge ausblenden und sich einfach nur auf den bevorstehenden Kampf und den Gegner konzentrieren. Erst nach dem Training konzentrierte er sich wieder auf das Hier und Jetzt. Er schaltete das Band ab und wischte sich keuchend den Schweiß von der Stirn. "Sag mal, das vermisste Paket, war etwas wichtiges drin und vielleicht schon bei der Auslieferung? Ich könnte raus gehen und nachsehen, ob ich einen UPS Transporter finde. Wenn du Glück hast und nichts drin war, das mit Medikamenten, Waffen oder Lebensmitteln zutun hat, dann könnte es noch drin sein. Wahrscheinlich geöffnet, aber wie gesagt, wenn es nicht zu den Drei Kategorien gehört, wurde es vielleicht als unnütz eingestuft."
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Das Schmunzeln hatte ihm alles gesagt, was er wissen musste. Leos Antwort aber bestätigte es. Nano lächelte leicht und widmete sich seinem Training. Er verlangsamte gerade seine Bewegungen als Leo das Laufband abstellte. Jetzt grinste er. „Darüber machst du dir Gedanken? Wirklich? Das ist echt nett, aber ich denke eine Box mit Eiweissdrinks hat es nicht so lange überlebt. In der Not wurde ganz sicher auch die vertilgt und das ist auch gut so.“ Er stoppte und befreite sich aus dem Gestänge der Hantelbank, blieb aber seitlich sitzen. Also war die Flexibilität etwas, auf das es ihm ankam. „Na ja… also im Grunde hätte ich jetzt gesagt, wir suchen da besser einen Sportshop, der so etwas vorrätig hat, aber das können wir, denke ich, auch vergessen.“ Er zögerte, doch dann ruckte sein Kopf hoch. „Wobei… wenn ich den Generator der Mall wieder anschalte, dann funktioniert auch das Gefrierhaus der Restaurantzeile. Ich habe hier nicht die richtigen Möglichkeiten ein amorphes Metall herzustellen, aber ich hätte vielleicht zwei Legierungen, die sich eignen würden, nur…. brauchen wir dazu deutlich niedrigere Temperaturen, als ich hier in meiner Gefriertruhe habe. Es reicht vielleicht gerade so für eine Klinge von einem Meter Länge. Wie gesagt… wenn es mir gelingt, daraus auch wirklich metallisches Glas zu machen. Wir können es versuchen. Aber dann solltest du bleiben, bis hier in der Gegend nicht mehr ganz so viel Betrieb ist. Eine hellerleuchtete Mall zieht ganz sicher die Ratten an, tote genauso wie lebendige. Und wir werden etwas Zeit brauchen, um die Metallschmelze mehrfach schockzufrosten.“ Er schmunzelte. „Es könnte funktionieren, ich kann es nur nicht versprechen. Wenn es nicht kalt genug ist, um die Kristallisierung aufzuheben, bleibt die Klinge mehr oder weniger unflexibel.“ Er stand auf und nahm seine Trinkflasche um zwei tiefe Züge zu nehmen, dann atmete er tief durch. „Wie sieht es aus? Magst du dich etwas ausruhen oder begleitest du mich ins Gewächshaus? Heute ist Gartenarbeit angesagt, ob es mir passt oder nicht. Aber dafür können wir in den nächsten Tagen auch etwas Frisches essen.“
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zuletzt bearbeitet 11.09.2024 11:13 |
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Schweigend hatte Leo zugehört. Er war gut in der Schule gewesen, aber seine Leistungskurse waren Mathe und Sport gewesen. Mit Physik und Chemie hatte er nie wirklich viel anfangen können und so verstand er jetzt nur die Hälfte davon, was ihm Nano vorgeschlagen hatte. Metallisches Glas? Flexibel? Glas und Flexibilität schlossen sich in seinem Universum eigentlich aus. Ob Roboboy zu lange allein gewesen war? Einige Augenblicke beobachtete er den jungen Mann nur, wie dieser etwas Wasser trank. Nein, der war nicht durch den Wind, der Kerl hatte nur verflucht viel Ahnung von einem Thema, mit dem Leo nichts anzufangen wusste. Er blinzelte leicht, aufgrund des plötzlichen Themenwechsels. Gartenarbeiten? Er? Kurz dachte er nach. "Ich kann schon helfen, aber dann musst du mir genau sagen was ich machen muss. Meine Mom hat mich als Kind immer frustriert zum spielen geschickt, wenn ich im Garten geholfen habe, weil ich ihre gerade frisch keimenden Blumen ausgerissen hab und dafür das schon blühende Unkraut wie Gänseblümchen und Löwenzahn stehen ließ." Er griff nach einem bereitliegenden Handtuch und wischte sich den Schweiß vom Nacken und aus dem Gesicht. "Mach nicht so viel Aufhebens wegen dem Metall. Es ist unnötig, nur deswegen so viel Aufwand zu betreiben und extra ein Risiko heraufbeschwören ist auch Unsinn. Vielleicht hast du ja einen Busch oder Baum im Garten, von dem ich einen langen Ast nehmen kann. Im Großen und Ganzen ging es mir jetzt ja nur um die Abläufe beim Degentraining. Das hält nämlich Gelenke und Muskeln geschmeidig und beweglich und den Kopf frei. Und das geht auch mit einem Stecken. Ich hab nur gedacht, da du ja so viel technisches Zeugs herumliegen hast, dass da vielleicht irgendwas passendes dabei wäre."
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„Ich hab eine Menge hier herumliegen, da hast du recht.“ Nano stellte die Wasserflasche weg und trat zu Leo. „Aber was für einen echten Degen notwendig ist, ist schon etwas Besonderes. Das findest du nicht so oft. In Maßbändern vielleicht, den Antidiebstahlanhängern im Kaufhaus oder in Golf……. Warte mal…….. Gott, ich bin so dämlich!“ Er ging an Leo vorbei und suchte einige Momente in dem großen Lager herum. „Ahhh, da sind sie. Die hab ich aus dem Sportshop mitgenommen weil ich dachte, das man damit zur Not auch einen Herumtreiber abwehren kann.“ Er zog ein paar Golfschläger hervor und schien sie genau zu mustern. Alle bis auf einen legte er zurück. Dann grinste er. „Du hast vielleicht ein Glück.“ Er blieb neben Leo stehen und lächelte. „Deine Mutter hat vermutlich gut daran getan dich vom Garten abzuhalten, aber wir beide gehen ja nur ins Gewächshaus. Wenn du erntest kann ich mich um das Unkraut kümmern und neu pflanzen. Ich sag dir dann schon, was du abrupfen musst, wenn du es nicht schon von selbst weißt. Ich hab da keine Blumen. Nur Gemüse und Obst. Ich wollte mal ein zweites Gewächshaus bauen, um Korn aussähen zu können, aber…. alleine ist das fast nicht machbar. Und ideal ist es ja auch nicht für Weizen. Aber ich hab etwa 15 qm Mais. Zur Not gibts dann halt irgendwann nur noch Maismehl.“ Er atmete tief durch. „Also… dann gehen wir zum Gewächshaus, kümmern uns um das Essen und geht’s duschen und ich Koch uns was Gutes. Vielleicht… reicht es dann noch für einen Film. Deinen Degen mach ich dir bis morgen Abend fertig.“ Er ging zur Kühltruhe, legte den Golfschläger hinein und schloss sie wieder. „Der braucht bis morgen früh, dann kann ich weitermachen.“ Er musterte Leo und ging dann zu einem Regal, in dem fast nur Kleider lagen. Er suchte etwas herum und zog dann eine Jeans und einen Pullover hervor. „Hier, die Sachen sind besser für Gartenarbeit. Ich geh mich auch schnell umziehen. Wir treffen uns dann wieder hier. Du…. also… fühl dich wie zu Haus! Wem sonst sollte ich das anbieten als dir. Ohne dich… wäre ich jetzt nicht mehr hier.“ Nano lächelte ihm etwas schüchtern zu und wandte sich dann ab um in sein Zimmer zu gehen. Er schloss die Türe und lehnte sich dagegen. Es fühlte sich seltsam an. Er kannte diesen Jungen erst ein paar Tage, aber er hatte das Gefühl schon ewig mit ihm befreundet zu sein. Das war ihm noch nie passiert. Er stieß sich von der Türe ab und trat zu seinem Schrank. Hoffentlich war er jetzt nicht zu forsch gewesen. Im Grunde war Leo ein Gast und Gäste verpflichtete man nicht zur Gartenarbeit. Er seufzte tief. Ein paar Minuten später hatte er seine Kleider gegen ein langärmeliges Shirt und eine weite Latzhose ausgetauscht und die Füße und Akkus seiner Prothesen gewechselt. Er öffnete die Türe wieder und ging zum Lager. “Hör mal… entschuldige bitte. Das war nicht sehr gastfreundlich von mir. Du kannst dich natürlich auch auf die Couch setzen und was gucken oder was lesen. Ich hab sogar Spiele für die Spielkonsole, die da steht. Mach dir ruhig Kaffee. Ich beeil mich dann. Du musst… natürlich nicht helfen.“ Er mied seinen Blick, um ihm nicht in die Augen zu sehen und griff nach einem großen Korb. „Ich kann nachher… vielleicht Pizza machen… wenn du magst….“
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Leo sah Nano hinterher, als dieser zum umziehen verschwand. Irgendwie war er ganz niedlich. Erst total entschlossen und fast schon dominant und dann lächelte er schüchtern und begann vor sich hin zu stöpseln. Schnell zog sich Leo um, legte seine Kleidung auf die Couchlehne und konnte den leisen Laut des Wohlfühlens nicht wirklich unterdrücken. Der Pullover war richtig weich, wie eine sanfte Umarmung oder sachtes Streicheln auf der Haut. Das hatte er schon lange nicht mehr gespürt und die Jeans passte perfekt. Sein Blick glitt zu Nanos Tür, als dieser heraus kam. Schweigend, eine Augenbraue erhoben, hörte er zu, bevor er langsam den Kopf schüttelte. "Jetzt hör mal zu. Dieses Gastgebertraditionsblabla kannst du inzwischen vergessen. Jetzt gibt es Niemanden, der genug zu Essen hat, um es einem faulen Sack einfach so in den Arsch zu pusten. Ich esse deine Vorräte, also helfe ich bei der Essensbeschaffung. Wenn ich also in Garten Gemüse pflücken soll oder auf Plündertour gehen, dann mach ich das. So einfach ist das." Er verschränkte die Arme vor der Brust. "Also los. Ab in dein Gewächshaus, damit wir fertig werden und ich mir ein Tässchen Kaffee verdient habe." Leo ließ sich zum Gewächshaus führen. "Apropos verdient. Pizza wäre super. Es ist Ewigkeiten her, dass ich eine hatte. Ist wirklich Scheiße, dass ich vor diesem Alptraum eine Diät machen musste."
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