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Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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#41

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

18.09.2024 10:46
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano schloss die Türe zum Gewächshaus hinter Leo und spähte durch ein klares Stück der Glaswand hinunter zur weit entfernten Grundstücksgrenze, wo immer noch massenhaft Herumtreiber vor den großen, eisernen Toren herumlungerten. „Mensch… man sollte meinen sie verpissen sich wieder, wenn sie nichts mehr finden aber…. die haben eine Engelsgeduld… alle Zeit der Welt..“ Er hatte nur leise gesprochen, gab sich jetzt aber einen Ruck und wandte sich mit einem Lächeln an Leo. „Was soll’s, ewig bleiben sie nicht. Sie können uns nicht gesehen haben. Wir sind ja durch den Wintergarten des Hauses hier rein.“ Er musterte Leo. „Du… hast vor dieser Katastrophe eine Diät gemacht? Ernsthaft jetzt? Wie lange?“ Er musste unwillkürlich schmunzeln. „Erst hast du es dir mannhaft verkniffen und dann gab es nichts mehr…. das ist ja mal wirklich übel. Ich werde mir extra Mühe geben damit du sie richtig genießen kannst. Versprochen!“ Er atmete tief durch und lächelte den anderen an. „Also… hier diesen zwei Reihen könntest du dich zuerst widmen. Einfach hier vorsichtig an den Blättern ziehen. Die Karotten kommen schnell, auch die Zwiebeln. Beides solltest du erkennen. Befrei sie einfach von der Erde und leg sie hier in den Korb. Sauber mach ich das Ganze unten.“ Er hielt ihm den Korb hin und deutete auf ein Beet, das einige Meter entfernt war. „Ich bin gleich dort, wenn du also Fragen hast…“ Er schmunzelte und griff nach ein paar Handschuhen, die er Leo reichte. „Hier, nimm du die neuen, ich nehm heute nochmal die alten, das reicht. Wir müssen heute diese Beete hier ernsten und ich glaube, da sind noch zwei andere. Ich muss mir die Liste angucken. Gartenarbeit war auch nie meins, aber nachdem Mom hier so viel Arbeit und Liebe reingesteckt hatte, um ihrer Familie trotz dem Chaos noch was frisches zu kochen… ich tu mein Bestes. Auch wenn das nicht immer reicht. Aber… die Erdbeeren hab ich echt gut im Griff. Zumindest das. Wenn du etwas brauchst, die Gartengeräte liegen alle hier vorne auf dem kleinen Tisch.“ Er trat zu der Liste, die er an den Arbeitstisch geklebt hatte. „Ahh ja, die Kartoffeln in der zweiten Reihe müssen raus. Und die Kräuter, um die kümmer ich mich. Das ist bei mir auch beim ersten Mal schief gegangen und ich war zwei Wochen lang krank.“ Er schüttelte sich und sah dann wieder auf. „Wunder dich nicht. Mom hat es zeitlich berechnet, bevor sie gepflanzt hat und hatte alles genau aufgeschrieben. Deswegen sind manchmal nur Teile von Beeten oder nur einzelne, kleine Reihen fertig. Damit das wenigste schlecht wird, bevor wir es essen können. Seit ich alleine bin… ist das etwas mühselig und auch nicht sehr abwechslungsreich. Aber dafür ist mein Dosenvorrat kaum weniger geworden. Ich check noch das Thermostat, irgendwie kommt mir das hier drin ziemlich heiß vor.“ Nano griff nach den alten Handschuhen und verschwand in den Hintergrund des großen Gewächshauses. Leo würde das schon schaffen. Er war vermutlich sogar sehr viel geschickter als er selbst. Er korrigierte die Temperatur und sah dann an den Beeten vorbei, während er sich an den Stromkasten lehnte. Was seine Mom wohl zu ihm gesagt hätte? Wow, Nano, der sieht aber klasse aus, wo hast du den denn gefunden? Und richtig nett ist der Hübsche auch noch!? Er spürte die Hitze in seine Wangen steigen und schüttelte fahrig den Kopf. Wie kam er bloß auf solche Gedanken. Mit dem Thema hatte er schon abgeschlossen gehabt, bevor alles den Bach herunter gegangen war. Menschen wie er selbst sollten daran überhaupt keinen Gedanken mehr verschwenden. Er sank neben seinem Beet auf die Knie und sah nochmal zu Leo, der bereits eifrig arbeitete. Aber…. Sie hätte verflucht nochmal sowas von recht gehabt.

@Leo Young


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#42

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

27.09.2024 05:51
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Einige Augenblicke sah Leo ihm nach, als er zum Stromkasten ging, bevor er leicht den Kopf schüttelte und seinen Blick auf den Boden lenkte. Der Kerl hatte einen Redefluss, da hätte selbst Cat nicht mithalten können und seine Schwester war schon eine ziemliche Plaudertasche gewesen. Doch was er wirklich amüsant fand, waren diese vielen abrupten Themenwechsel. Eben noch hatte Roboboy nach Leos Diät gefragt, dann erklärte er ihm, was erledigt gehörte und warum es hier so geregelt war, wie es eben war, bevor er sich um Sachen kümmerte, die nicht liefen wie sie sollten. Diesbezüglich erinnerte ihn Nano an einen jungen Welpen, der im Zickzack durch den Raum rannte und alles an Spielzeug brachte, weil er sich nicht entscheiden konnte, mit welchen er spielen wollte. Vielleicht war er ja zulange in dem Bunker allein gewesen. Irgendwie konnte es sich Leo gut vorstellen, dass man da etwas schrullig werden konnte.

Mit einem kurzen Ruck zog Leo eine Möhre aus der lockeren Erde. Das ging einfacher, wie er es sich vorgestellt hatte. Vorsichtig wischte er einen Großteil der Erde ab und schnupperte an der orange leuchtenden Wurzel. Bei allem was ihm lieb und teuer war, war daslange her, dass er frische Möhren in der Hand hatte und er hatte sich kaum noch daran erinnert, dass das Möhrenkraut so gut roch. Zwar gab es auf seinem kargen Speiseplan immer wieder frische Nahrungsmittel, aber dabei handelte es sich überwiegend um Wildkräuter oder eher essbare Wildblumen wie Gänseblümchen, Löwenzahn oder Sauerampfer. Wenn gerade Saison war, dann gab es in den Wäldern auch Beerensträucher, die Früchte trugen und nicht zu vergessen die Obstbäume die in ehemaligen Gärten herumstanden. Wenn er früh genug dran war, dann konnte er sich vorm Winter noch richtig vollfressen, bevor andere Sammler ankamen. Außerdem gab es immer mal Früchte, die sich etwas länger lagern ließen. Zumindest wenn man nichts gegen den leicht muffigen Geschmack hatte, den monatelang gelagerte Äpfel im letzten Drittel des Winters gerne entwickelten.

Wenn keine Saison war, das Plündern nichts brachte und selbst die Jagd mehrere Tage nur in die Hose ging, dann musste Leo zu den Siedlungen gehen und hoffen, dass Interesse an seinem Tauschgut bestand. Doch frisches Obst und Gemüse erhielt er dann eigentlich auch nicht. Um ja keine Nahrungsmittel zu verschwenden und im Winter einen Vorrat zu haben, blieb schließlich nichts anderes über, als die Geschenke der Erde einzukochen oder auf andere Art und Weise haltbar zu machen. Was zu seinem Leidwesen aber auch bedeuten konnte, dass er mit zwei großen Gläsern Marmelade von Dannen ziehen musste. Wenigsten hatte sie gut zum gegrillten Hirschfleisch und zur Ente gepasst. Oder er hatte einfach nur so üblen Hunger gehabt, dass der Geschmack egal war. Das konnte auch gut sein.

Er stockte und musterte das Beet. Jetzt war er so mit den Gedanken wo anders gewesen, dass er garnicht richtig mitbekommen hatte, dass er die Reihe fertig geerntet hatte. Leo sah in den Korb. Na das war doch eine gute Ausbeute. Das waren wirklich ansehnliche Dinger. Zumindest von der Größe her. Die Formen hingegen waren bei einigen nicht annähernd so, wie er es früher aus den großen Supermärkten gewohnt war. Manche Karotte hatte regelrecht bizarre Formen angenommen. Langsam zog Leo eine der Möhren aus dem Korb und betrachtete sie. Das waren doch definitiv zwei Beine und ein kleiner Schniedel. Selbst die Proportionen schienen zu passen. Langsam schlich sich ein Grinsen auf seine Lippen, das immer breiter wurde, bevor Leo schallend zu lachen begann.

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#43

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

30.09.2024 16:22
Nano West Nano West (gelöscht)
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Er hatte sich fest auf seine Beete konzentriert. Aus irgendeinem Grund ging ihm seine Arbeit heute wesentlich flotter von der Hand als sonst. Ob es vielleicht das Gefühl war, nicht alleine in dem grossen Gewächshaus zu sein? Immer wieder sah er mal auf in Leos Richtung. Auch er schien konzentriert damit beschäftigt, die Karotten zu ernten. Ob er sich unter Umständen blöd vorkam jetzt hier im Garten arbeiten zu müssen? Aber er hatte gesagt, das es ihm nichts ausmachte und er es vielmehr sogar für seine Pflicht hielt. Nano seufzte leise und schüttelte den Kopf über seine eigenen unausgegorenen Gedanken. Was machte er sich überhaupt für einen Kopf? Es ging ja schließlich nicht um wochenlangen Frondienst. Es waren nur ein paar Stunden in denen er vornehmlich ernten sollte. Er warf das Unkraut in den Kompostierbeutel und stand auf, um zum nächsten Beet zu gehen. Gerade als er sich setzen wollte fuhr er erschrocken zusammen und starrte entgeistert in Leos Richtung. Erst im nächsten Moment registrierte er, was Leo da machte. Es war bestimmt Jahrzehnte her, das er jemanden so ausgelassen lachen hörte. Er liess seine Gartengeräte fallen und rannte so schnell er konnte zum Generator. Der Hebel für die Zaunverteidigung war schnell umgelegt. Er spähte hinaus und hielt die Luft an. Wenn sie ihn gehört hatten würden sie sich dem Zaun zuwenden. Nur die vorderen Herumtreiber schienen etwas mitbekommen zu haben. Allerdings würden die anderen vermutlich nachdrängen, wenn es wirklich mies lief. Irgendwo auf der Strasse vor dem anderen Ende des Grundstücks unweit des Zauns knallte es. Nano seufzte und schaltete den Hebel wieder aus. Das war erstmal genug. Hatten sie eben noch dem Zaun ihre Aufmerksamkeit geschenkt, so machten sie sich jetzt auf den Weg zu den Autos vor der rechten Zaunseite. Mit etwas Ablenkung war es noch einmal gut gegangen. Er durfte nur nicht vergessen, den Knallkörper wieder zu installieren, wenn sie endlich weg waren. Er atmete tief durch und ging langsam zu Leo hinüber. Aber wenn er ehrlich war… das war es wert gewesen, ihn ehrlich lachen zu hören. Neben Leo blieb er stehen und schmunzelte. „Ich hab noch nie jemanden erlebt, der beim Arbeiten so viel Spass hat. Darf ich mitlachen?“

@Leo Young


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#44

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

30.09.2024 16:49
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Leo hielt Nano die Möhre hin. "Diese Wurzel hat mein Humorzentrum gekitzelt, mehr ist nicht." Grinste er gerade noch, wurde er nun wieder ernst und musterte die Karotte, die jetzt irgendwie nurnoch wie ein Wurzelgemüse aussah, während die nächsten Worte leise über seine Lippen kamen. "Es ist Ewigkeiten her, dass ich soetwas komisch fand. Cat wäre wahrscheinlich knallrot geworden." So ausgelassen er eben noch für wenige Augenblicke gewesen war, so ernst und nachdenklich wirkte er jetzt. Langsam legte Leo das Gemüse in den Erntekorb. "Die wird schwierig zu schälen sein, schätze ich."

Er hockte sich wieder vor das Beet um weiter zu ernten. "Kannst du diese laute Ablenkung neu machen?" Er hatte den Knall gehört und war dann gleich leise geworden. Das war ihm ja noch nie seit Beginn des Alptraums passiert. "Wenn ja, dann helfe ich dir dabei. Notfalls pass ich auf deinen Hintern auf, damit dich da nichts daran verbeißt." Und das war das Mindeste, was er tun konnte.

Offenbar schien er sich hier viel zu sicher zu fühlen, dass er solch einen Ausrutscher hatte. Da musste er definitiv besser aufpassen. Er blickte zu Nano hoch und musterte ihn einige Augenblicke. Vielleicht lag es ja an ihm, an diese Natürlichkeit, an dieses festhalten von alten Ansichten und ähnlichem. Eine von Leos Augenbrauen hob sich leicht. "Ist irgendwas? Sag jetzt nicht mir sitzt eine Spinne auf dem Kopf."

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#45

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

11.11.2024 01:47
Nano West Nano West (gelöscht)
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„Dann würde ich dich niemals anschauen. Dann hättest du dir längst eine gefangen, weil du unter dem Monster sitzt. Ich… hasse Spinnen. Ganz ehrlich. Sie waren der Grund, warum ich Gartenarbeit früher gehasst habe. Die und Kellerasseln.“ Nano verzog das Gesicht und sah noch einmal durch die Glaswand hinunter. „Man kann alles neu machen, Leo. Es ist gut gegangen und dich mal lachen zu hören war es mehr als wert. Ich werde das in Ordnung bringen, wenn die Meute da draussen weg ist. Ich hab mehr als ein Auto so präpariert.“ Nano sank auf einen Hocker. „Es war… damals nicht leicht. Ich konnte damals nur wenig tun. Meine Eltern haben das meiste hier geschaffen. Mein Großvater war ein Weltuntergangsprophet. Zumindest kam mir das meistens so vor, wenn wir mal wieder bei ihm waren. Er… hat immer nur davon gesprochen, was passiert, wenn die Russen auf den Knopf drücken. Immer wenn wir in den Ferien hier waren gab es die gleichen Gute-Nacht-Geschichten. Als er dieses… Anwesen hier gekauft hat… war mein Vater echt sauer. Und dann liess er diesen irren, zwei Meter hohen Zaun um das Grundstück hochziehen. Massiv aus Eisen und Beton. Zu diesem Zeitpunkt war Vater nur beunruhigt. Kompliziert wurde es, als Vater festgestellt hat, das das komplette Vermögen der Familie weg war und er keine Ahnung hatte, wohin. Mum hat mir das erzählt als wir hier eingezogen sind. Nach Großvaters Tod haben meine Eltern ihr Haus verkauft und sind her gezogen. Ich fand das damals so bescheuert. Aber jetzt weiss ich, das dieses Haus um so viel mehr wert war als unser Haus mitten in DC.“ Er seufzte. „Der Zaun ist mehr als gut. Aber ich will kein Risiko eingehen. Ich hab keine Ahnung wie die Bodenbeschaffenheit unter dem Zaun mittlerweile ist und ich kann nur selten die Eisenstreben alle testen. Ich bin hier alleine. Da fällt ne Menge Arbeit an für eine Person.“ Er deutete um sich herum.

„Das grosse Gewächshaus hier war Moms Hobby. Sie wollte unbedingt so ein riesiges… altes Ding wie sie mal in England gesehen hat, mit Treppe und Brunnen uns so. Gottlob war es nicht derselbe Massstab. Diese Größe hier reicht vollends aus für mich beschäftigt zu halten. In einem Sommer haben wir es mal vier Monate ausgehalten, ohne eine einzige Dose aufzumachen. Für bis zu fünf Personen reicht die Anbaufläche, ich würde sogar sagen sie reicht für bis zu zehn. Ich habe in den drei letzten Jahren immer noch Haufenweise Roggen und Maismehl einlagern können. Ich hab sogar noch zwei große Kisten Zuckerrohr und… viel zuviel Marmelade. Also wenn du mir davon ein paar Gläser abnehmen möchtest, wäre ich dir sehr dankbar.“ Nano lächelte leicht, bevor er wieder ernst wurde. „Das Grandpa sein ganzes Geld in diesen Bunker gesteckt hat, das haben meine Eltern erst erfahren, als wir hier eingezogen sind. Mom war die… taffe von den beiden. Während Dad hier seine Arbeits weitergeführt hat um mich auf meine fehlenden Beine zu stellen, hat sie draussen eingesammelt und hergeschleift was nicht niet und nagelfest war. Sie war es auch, die die kleine Mall gesäubert und dann nach aussen verrammelt hat. Sie hat mir beigebracht, solche kleinen Fallen zu bauen und die Strassen um das Anwesen herum zu nutzen. Wir… hatten mal Besuch. Im dritten Jahr glaub ich war das. Eine ziemlich kiese Truppe wollte das Haus wegen dem Zaun und dem Gewächshaus. Damals hat sie in allen Strassen drumherum die Täuschladungen hochgehen lassen und die Strassen mit den Herumtreibern buchstäblich geflutet. Ich hab es nie gesehen, durfte ich nicht. Aber Vater sagte, es hat Monate gedauert, bis alle wieder weg waren. Ich brauch diese Dinger hier nur noch selten. Wenn jemand zum plündern kommt, dann kapp ich die Stromverbindung zum Haus und warte einfach unten, bis sie wieder weg sind. Ich musste bisher auch nur drei Mal die Scheiben auswechseln. Klar war hier alles essbare weg und die Beete zerstört, aber… das hab ich noch immer wieder hinbekommen. Bisher hat mich hier noch nie jemand bemerkt und das ist gut so.“ [/drkcyan]Er musterte noch einmal schmunzelnd die Möhre. [darkcyan]„So schwer ist die gar nicht zu schälen.“ Er stand auf. „Ich muss mal weitermachen, anstatt dir hier ein Ohr abzukauen. Entschuldige…. ich…. rede vermutlich zuviel.“ Er seufzte und nickte Leo noch einmal zu. „Danke, das du mir hilfst. Vermutlich sind wir schon in einer Stunde fertig und das ging hier noch nie so schnell. Du… darfst gerne öfter vorbeikommen und helfen.“ Er grinste und ging zurück zu seinem Beet. Kopfschüttelnd widmete er sich wieder seiner Arbeit. Er war doch früher nicht so mitteilsam gewesen…. aber Leo hatte etwas an sich…. Er spürte einfach, das er ihm vertrauen konnte. Für einen Moment unterdrückte er das leise Lachen, doch dann konnte er nicht anders. „Weisst du… du hast da tatsächlich was interessantes angesprochen. Es gibt an mir ja wirklich nicht mehr viel, in das man sich problemlos verbeissen kann, aber mein Hintern….. ja… der… gehört tatsächlich noch dazu!“

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#46

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

24.11.2024 11:15
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Nachdenklich sah Leo hinter Nano her. Die Einsamkeit schien Jeden unterschiedlich zu verändern. Während Roboboy eine nette Geste dazu nutzte, um endlich mal wieder Jemanden voll quatschen zu können, um die Stille zu beenden, war er selbst in den letzten Jahren noch stiller geworden. Er selbst fand es verständlich, wenn er an das erlebte zurück dachte, aber er war schon vor diesem abartigen Abenteuer nicht sehr gesprächig gewesen. Vielleicht sollte er auch etwas von sich erzählen...., aber das interessierte Roboboy bestimmt nicht.

So schwieg er und erntete ruhig weiter. Doch nach ein paar Minuten richtete sich Leo auf, ging zur Gewächshaustür, warf die Spinne mit Schwung hinaus und wischte sich gedankenlos die Finger an der Hose ab. Er ging zum Beet zurück und grinste Nano dabei an. "Ich habe schon immer meine Schwester vor den Krabbeltieren gerettet, ich kann hier auch ein bisschen Unterstüzung leisten."

Langsam ließ er den Blick abschätzend über Nano gleiten und verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich weiß, ich habe keine Ahnung und sollte wahrscheinlich meine große Fresse halten, aber..., nichts für ungut, aber reduziere dich nicht auf deine Prothesen. Du bist definitiv mehr als das. Und deinen Hintern solltest du auf jeden Fall nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diese Wichser da draußen lieben nämlich knackiges Fleisch."

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#47

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

25.11.2024 16:06
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano blinzelte und starrte Leo entsetzt an, als er etwas mit Schwung nach draussen beförderte. Himmel, er hatte in sämtlichen Ecken Lavendel oder Minze versprüht und das Kroppzeug fand doch noch immer einen Weg rein. Oder das Biest hatte schlicht keine Riechorgane mehr gehabt. „Danke…“ Leo hatte vermutlich keine Ahnung wie sehr er ihm damit wirklich geholfen hatte. Jede Begegnung seiner selbst mit einem der achtbeinigen Monster war entweder eine kurze mit einer Zeitung gewesen oder eine ellenlange mit einem großen Glas und jeder Menge Geduld. Er legte die Harke zur Seite und richtete sich auf. Dann hielt er mitten in der Bewegung inne. Er betrachtete Leo und konnte ein leises Schmunzeln nicht unterdrücken. War das jetzt tatsächlich ein Kompliment gewesen oder hatte er einfach nur dahingeredet. Im Grunde war es egal, denn er freute sich über beides. Er schob die Handschuhe von seinen Händen und blieb vor Leo stehen. „Das ist nett von dir.“ Er lächelte leicht. „Ich würde ja jetzt gerne sagen, ich hab auch hart dafür gearbeitet, aber das wäre eine Lüge. Das definiert sich von selbst, wenn du dich so fortbewegst wie ich.“ Nano lächelte und wurde dann etwas ernster. „Danke, das du das sagst. Aber… in einer Situation wie dieser, muss ich mich leider über meine Mängel definieren. Vielleicht… ist das auch mit ein Grund, warum ich mich nicht von diesem Zuhause trennen kann. Sobald mir der Strom ausgeht, oder spätestens in 15 Jahren werde ich zum Pflegefall und dann ist Schicht im Schacht, egal wie sehr ich mich anstrenge oder trainiere oder…. nach einem Ausweg suche. Das ich Prothesen wie diese nutzen kann hat seinen Preis. In meinem Körper sind zwei Elemente verbaut, die ein Ablaufdatum haben. Ein Chip in meinem Kopf kontrolliert die Verbindungen der Prothesen mit meinem körpereigenen Bewegungsapperat und der sollte eigentlich in 9 Jahren ausgewechselt werden. Dasselbe gilt für die Akkus eine Defibrillators, der die zusätzliche Belastung für mein Herz überwacht, denn das schlägt ja eigentlich nur noch für die Hälfte meines Körpers. Ich habe Ersatz da. Für beides und für einen zweimaligen Wechsel. Aber…. ich befürchte, ich werde auf dieser Welt weder die nötige Einrichtung, noch die nötigen Ärzte dafür finden. Und wenn doch, dann ist das, was vielleicht früher eine normale kleine Operation war jetzt nur noch eine 50%tige Chance zu überleben und sie wird mich selbst nur für ein Mal alles kosten, was ich habe. Denn mehr kann ich für die Versorgung nicht bieten. Das wissen wir beide, oder?“ Er atmete tief durch und lächelte jetzt wieder fest in Leos Richtung. „Dann lass uns mal giessen und dann gehen wir in die Küche und geniessen eine schöne große Tasse Kaffee. Magst du warmen Apfelkuchen?“

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#48

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

07.12.2024 12:11
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Nachdenklich musterte Leo seinen Gesprächspartner. So wie Nano das jetzt aufgezählt hatte, klang das ganze Thema sehr deprimierend und belastend. Er griff nach einer der Gießkannen und füllte diese mit Wasser, bevor es Nano wieder direkt ansah. "Du hast etwas zu bieten. Etwas, das mehr wert ist als nur Essenskonserven bei denen in 10 Jahren Niemand sicher sein kann, dass da nicht irgendwann die letzten Bohnen irgendwelche Giftstoffe entwickelt haben." Mit einer ausladenden Handbewegung deutete er auf seine Umgebung. "Du hast Technik und noch besser, Sicherheit zu bieten. Was jetzt nicht heißt, dass du Leute hier herein lassen sollst, die du nicht kennst.

Das kann schneller in die Hose gehen, wie du deine ausziehst, um ihnen mit dem nackten Arsch ins Gesicht zu springen. Verstehe mich da jetzt nicht falsch. Dieser Bunker sollte dein kleines, süßes Geheimnis sein, damit du im Notfall, immer eine sichere Insel hast. Ich an deiner Stelle würde mir aber mal überlegen, wo vielleicht der perfekte Platz wäre, um soetwas ähnliches wie hier, selbst zu erschaffen. Vielleicht ein Krankenhaus oder ein Hotel, wo viele Leute reinpassen und die Grundlagen für eine...., im heutigen Sinn, problemlose Versorgung gegeben sind. Die Chance das Nomaden, die aus welchem Grund auch immer, ihr momentanes Zuhause verloren haben und einen neuen Platz suchen, um ein ähnliches Leben wie vor diesem Desaster, zu leben, dann dort eintrudeln, ist ziemlich hoch."
Er lächelte sacht.

"Aber das war jetzt nur ein Beispiel, um dir zu zeigen, dass es auch jetzt nicht alleine um Güter geht. Schließlich, was hilft der beste Bunker, wenn Keiner weiß, wie er ihn am laufen hält? Ich denke, dass dein Wissen über diesen ganzen Elektronikkram auch eine gute Zahlungsoption für die bestehenden Zufluchtmöglichkeiten darstellen würde."Leicht hob Leo die Schultern. "Oder so halt." Leo ging mit der Kanne zum nächsten Beet und begann es zu bewässern. "Und um auf deine Frage zurück zu kommen, warmer Apfelkuchen klingt super."

@Nano West

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#49

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

12.12.2024 12:47
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano goss seine eigene Parzelle und dachte über Leos Worte nach. „Vermutlich hast du recht, aber …. es ist ja nur eine Frage der Zeit, bis alles technische den Geist aufgeben wird, oder? Solange wir es nicht schaffen, wieder anständig Rohstoffe zu nutzen oder sie überhaupt nutzen zu können wird jedes technische Gerät ein Ablaufdatum haben. Wir können jetzt endlich den Schritt zu natürlichen Energielieferanten nehmen, im Grunde haben wir keine andere Wahl, aber nur weil uns das Wasser, die Sonne oder der Wind nicht ausgehen, heisst das nicht, das wir sie unbegrenzbar nutzen können. Den wir brauchen auch entsprechende Empfänger, Umwandler und vor allem Speicher. Nichts auf diesem Planeten ist ausgelegt darauf, das möglichst viele überleben, darauf kannst du dich verlassen. Es ist immer nur eine Gruppe, die sich Vorteile sichern kann. Und wenn es die jetzt entstandenen Kolonien nicht schaffen, wirklich mal an einem Strang zu ziehen, dann wird es nie für alle besser werden. Wir Menschen sind nicht für die Ewigkeit geschaffen, da stehen wir uns großflächig selbst im Weg.“ Er füllte die Giesskanne noch einmal auf und stellte den Timer der Sprinkleranlage für die Obst-Bäume auf zehn Minuten. Ein leises Vibrieren zeigte an, das die Sprinkler ihre Arbeit aufnahmen, dann durchdrang das Gewächshaus das monotone Geräusch fallenden Regens. Nano leerte noch einmal die Kanne über der letzten Parzelle und trat dann zu Leo. „Ich kann die Anlage nicht komplett einschalten, das würde zu laut werden. Darum lass ich das den Obstbäumen und giesse den Rest von Hand.“ Er stellte die Kanne weg und zog die Handschuhe aus, bevor er Leo nachdenklich betrachtete. „Du meinst also, ich soll nicht so selbstsüchtig sein?“ Er schmunzelte, um ihm zu zeigen, das er seine Worte nicht ganz so ernst meinte. „Ich sollte mein Wissen nutzen, um vielleicht eine größere Anlage zu schaffen, in der mehr Leute überleben können? Oder sprichst du von einem Ort, der Asyl bieten kann und zeitweise das Überleben einer größeren Gruppe sichern könnte? Denn das sind zwei ganz verschiedene Schuhe, was die Anforderungen betrifft.“ Er stieg die Treppe hinunter und schloss hinter ihnen alles ab, bis sie wieder im Lagerbereich des Bunkers waren. „Na ja… ich hätte da vielleicht eine Möglichkeit. Die Mall! Dieser Bezirk hier war von Beginn an relativ sicher, weil der größte Teil der Leute evakuiert worden war. Mom hat Monate gebraucht, das über dem Erdboden liegende Gebäude der Mall mit den Autowracks abzusichern. Dad hat ihr mit Technik geholfen, es abzusichern. So blieb nur der eine kleine Zugang übrig, den ich nutze. Es ist kein riesiges Einkaufszentrum gewesen. Es sind nur vier Ebenen mit dem Erdgeschoss und die unterste Ebene ist das Keller- und Lasersystem. Da blieben also nur drei über, die man nutzen könnte.“ Er ging langsam bis zur Küche. „Gut, der Dachgarten könnte umfunktioniert werden, aber da steckt eine Menge Arbeit drin, Laute Arbeit, wenn du ihn perfekt nutzen willst. Wenn man dann das Erdgeschoss und die erste Tiefebene zu Wohnraum umbaut blieb die zweite Tiefebene übrig, um alles notwendige Unterbringen wie eine Apotheke, Arzt, Handwerker usw. Aber das umzurüsten…. Das würde wirklich lange dauern. Und ist alleine so gut wie nicht zu schaffen. Ich könnte damit anfangen die Versorgungsebene zu schaffen und vielleicht zwei oder drei Wohnräume. Aber… ich bräuchte für so ein Projekt mindestens ein halbes, bereits existierendes Solarfelder-Areal, ein Gewächshaus das dreimal so groß ist wie dieses und etwa fünf Tonen von Ersatzteilen.“ Er schaltete die Kaffeemaschine ein und sank dann mit den zwei dampfenden Tassen neben Leo auf den zweiten Stuhl an der Theke. „Und dann komm ich vielleicht auf… maximal 30, vielleicht 35 verschiedene Unterbringungen. Das hiesse, entweder ebensoviele Familien oder eben doppelt soviele Einzelpersonen, wenn man zwei Betten reinstellt. Und da bin ich schon beim weit entfernten Happy End. Tja, ein Krankenhaus wäre da tatsächlich besser oder eines der großen Hotels.“ Er grinste. „Das wäre es doch. Ich reiss mir eine Militärbasis unter die Finger. Auf solchem Gelände kannst du alles bewerkstelligen. Da ist Platz ohne Ende und alles ist sowohl verbunden als auch abgesperrt. Aber ein solches Projekt kann man niemals alleine schaffen. Selbst wenn ich es schaffen könnte, nach und nach das ganze Gelände zu säubern und abzusichern. Ich bräuchte alleine Monate dafür. Und dann ist da noch nichts Wichtiges gebaut. Dafür bräuchte ich nicht nur mein Wissen und meine Vorräte. Dafür bräuchte ich auch noch mindestens eine Handvoll ambitionierter Leute und die sind wohl kaum zu finden. Ich vermute jeder der jetzt noch wirklich motiviert ist lebt bereits in einer Kolonie die seine volle Aufmerksamkeit braucht. Aber theoretisch könnte ich, wie gesagt, zumindest das Gelände befrieden und Möglichkeiten schaffen. Und dann? Dann kommt jemand vorbei wie der Kerl auf der Strasse oder sogar eine ganze Gruppe davon und nistet sich da ein. Ich könnte nichts dagegen tun. Ich könnte das nicht verteidigen. Meine kleine Welt hier schon.“ Er hielt Leo seine Tasse hin. „Du hältst mich jetzt vermutlich für feige. Aber ich weiss nicht, ob ich mir das zutrauen würde.“

@Leo Young


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#50

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

13.12.2024 10:54
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Ruhig hatte Leo zugehört, sich auf die Couch geschmuddelt und nahm erstmal den Kaffee entgegen. Tief atmete er den Duft ein und nahm einen Schluck, bevor er es sich noch bequemer auf das Möbel machte. "Also wenn du so ganz ohne Planungszeit schon so detaillierte Pläne hast, dann weiß ich garnicht, warum du dir das nicht zutraust." Er trank nochmal von seinem Kaffee und musterte Nano über den Rand der Tasse hinweg. "Berichtige mich, aber für mich hört es sich so an, als würdest du ein gemachtes Nest für dutzende Leute machen wollen. Denke doch etwas kleiner. Vier oder fünf Mann als Startmenge reicht auch und es muss auch nicht alles fertig für den Umzug möbliert und renoviert sein." Leo leerte die Kaffeetasse und stellte sie auf den Tisch. "Nehmen wir die Mall als Beispiel. Du brauchst fließendes Wasser, 5 Zimmer, einen Lagerraum und eine Gemeinschaftsküche. Ein kleines Gewächshaus und zwei drei Hochbeete, und ein paar Solarplatten, damit es Strom gibt. Und natürlich die Sicherheit, dass diese toten Dinger und lebende Arschlöcher draußen bleiben, wenn du schlafen gehst. Also müssen zuerst die Abwehranlagen modifiziert werden, dass auch Überlebende nicht rein kommen ohne eine Erlaubnis zu haben. Und der Rest, das bringt die Zeit. Du darfst nicht wie ein Vermieter denken. Jeder der jetzt noch lebt, der kann sich seinen Lebensraum von Grundauf selbst aufbauen. Der wird daran mitbauen. Sie alle da draußen benötigen nur Sicherheit. Den Rest erledigen die Leute mit. Und du überschätzt die anderen Kolonien. Was glaubst du, warum ich in keiner bin? Das sind in meinen Augen nur Todesfallen. Früher oder später werden Zäune nachgeben und die Beißer oder Feinde eindringen und die Überlebenden dieser Gemetzel werden wieder Schutz suchen und sich dort ein neues Zuhause aufbauen." Nun schmunzelte Leo Nano leicht an. "Und da du nicht innerhalb von 24 Stunden ein neues Zuhause brauchst, treibt dich auch nichts wirklich. Du kannst die nächsten..., Jahre nutzen um dich nach Dingen umzusehen, die für so ein Projekt benötigt werden. Ich bin erst in diesem Gebiet angekommen, aber du hast hier gelebt bevor dieser Scheiß anfing. Also, wo war zum Beispiel eine Solarfarm? Gab es hier in der Nähe eine? Wo gab es eine Gärtnerei? Vielleicht gibt es noch nutzbare Beete und Gewächshäuser oder wenigstens ein paar Platten. Ich könnte, wenn die Rotte weg ist dann mal hinfahren......, oder besser, wir können hin fahren und sollte noch Zeug da sein, dann kannst du brauchbares abmontieren und schonmal mitnehmen, während ich die Umgebung im Auge halte. Ein paar extra Ersatzteile wären auch für deinen Bunker nicht schlecht, solltest du dieses Gedankenmodell jetzt nicht weiter verfolgen wollen, denke ich. Denn eines muss dir klar sein, du musst keine Schutzzone aufbauen. Du kannst auch weiterhin hier bleiben und deine kleine Welt am laufen halten und versuchen so lange wie möglich durch zu kommen. Das ist nämlich auch schon eine Mordsarbeit."

@Nano West

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#51

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

17.12.2024 13:49
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano nickte wortlos, als er neben Leo auf die Couch sank und dann doch sofort wieder aufstand. „Himmel, jetzt hab ich unseren Kuchen vergessen.“ Er ging zurück zur Küche und begann zu arbeiten. „Es ist eine Mordsarbeit. Aber auch eben nur Arbeit, damit ich selbst überlebe. Wenn es nur um fünf Personen ginge, die könnte ich Problemlos hier unterbringen, indem ich den Lagerraum verkleinere und ein oder zwei kleinere Zimmer und ein Bad installiere. Aber… ich muss zugeben, das ich Angst hätte, verantwortlich für die Sicherheit von anderen Personen zu sein. Was, wenn es schief geht oder mir der Chip in meinem Hirn durchbrennt. Dann wäre mit einem Schlag Schicht im Schacht und hier wäre das ja nur eine Bedrohung für eine einzige Person.“ Er schaltete die Küchenmaschine ein und füllte nach und nach die Zutaten für den Teig ein. „Das… sollte jetzt keine Entschuldigung sein, ich wollte damit nur äußern, was sich in meinem Kopf abspielt. Mal davon abgesehen, das ich irgendwie kaum einen Gedanken daran verschwendet habe, das es noch so viele Überlebende geben könnte, das es nötig werden würde. Was sagt das wohl über mich aus.“ Er seufzte leise und sah zu, wie die Teigkugel im Topf Kreise drehte, dann stellte er aus und entnahm die Hälfte des Teiges, während er den Rest mit Zucker, Vanille und ein paar anderen Dingen wieder anstellte. Den Rest packte er in eine kleine Schüssel, die er abgedeckt in den Kühlschrank stellte. „Vielleicht würde die Mall wirklich funktionieren. Die Anlage für Solarstrom hatte sie ganz kurz vor dem Ausbruch bekommen. Und alles andere wäre ja grundsätzlich vorhanden, aber das war es dann auch schon. Klar, wenn jeder mitmacht ist es einfacher. Aber einer Gruppe Zugang zu gewähren ist immer mit der Gefahr verbunden, das innerhalb Streit entsteht oder von außerhalb Streit hereinkommt. Vielleicht wäre es besser, man stellt eine zeitweise Unterkunft bereit, für die, die es brauchen. Ein Winterquartier oder eine Zuflucht, wenn sie gebraucht wird.“ Er schmunzelte. „Ein Motel, wenn du so willst. Ich glaube, da hätten auch Wanderer wie du etwas von. Ich kann mir vorstellen, das es vielleicht gar nicht mehr so einfach ist, einen wirklich sicheren Übernachtungsplatz zu finden. Ich… muss unbedingt mal selbst raus.“ Er hatte sich umgedreht und schnitt Äpfel klein, die er mit Nüssen und Rosinen in einer Pfanne kurz aufkochte. Um den Teig auszurollen stellte er die Pfanne zum Abkühlen zur Seite, dann füllte er die Pieform mit Teig und leerte die Pfanne darüber, um das Ganze dann mit dem Rest des Teiges abzudecken. „Ich kenne eine Solarfarm. Ich weiß sogar wo ich zwei mobile Windmühlen finden könnte, die dafür vorgesehen waren, aber beides liegt doch ziemlich weit weg, um etwas abzubauen und zu holen. Mal davon abgesehen, das man da einen LKW für brauchen würde. Und dann wäre das ziemlich auffallend. Da würde ja jeder mitbekommen, das da etwas ist. Wobei…. eine etwas kleinere Solarfarm ist auf einem Feld etwa 4 Meilen von hier.“ Auf die Idee war er noch gar nicht bekommen. Er hatte mit dem Gedanken gespielt, sich mehr davon in den Garten zu stellen, doch dann hatte er es aufgegeben, weil es zu sehr danach ausgesehen hätte, als ob hier eine Unterkunft wäre. Aber vielleicht musste da gar nicht abgebaut werden. Er hatte Zeit genug, vielleicht einen Zugang zu graben und so eine Verbindung zu schaffen. Er nahm die Form, stellte sie in den Backofen und den Timer auf 60 Min. Dann ging er zurück zur Couch. „Ich werde es mir überlegen. Dafür sammeln werde ich sowieso, auch meine kleine Anlage ist nicht für die Ewigkeit gebaut.“ Er nahm seine Tasse wieder auf und sah Leo an. „Du bist also in keiner der Kolonien weil du sie nicht wirklich für sicher hältst? Gibt es da denn keine, die in Frage kommen würde? Bist du das ganze Jahr über alleine unterwegs? Wie ist das?“

@Leo Young


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#52

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

28.12.2024 13:05
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Einige Minuten dachte Leo stillschweigend nach. Diese Fragen waren garnicht so einfach zu beantworten. "Nun..., die Kolonien sind umzäunt, vielleicht sogar von einer Mauer umschlossen. Um diese Dinger draußen zu halten. Innerhalb versuchen Alle eine Normalität aufzubauen, die es nicht mehr gibt. Eine Normalität, die sie vielleicht nicht vergessen lässt, was außerhalb ihrer Mauern los ist, aber es leicht macht, es zu verdrängen. Denn überfallene oder überrannte Kolonien, das sind andere, die eigene wird das nie betreffen. Das ist wie früher das Autofahren. Du siehst zum Frühstück im TV den Bericht eines schweren Unfalls, mit Toten und Verletzten und 10 Minuten später steigst du in dein Auto und fährst einfach wie immer zur Schule. Weil einem Selbst wird soetwas ja nie betreffen.
Dieses verdrängen von Gefahr ist anscheinend typisch für uns Menschen. Oder hättest du vor dem Unfall jemals mit dem Gedanken gespielt, was wäre, wenn du einen Autounfall hast, bei dem du so schwer verletzt wirst, dass du ohne das Know-how deines Vaters ein Krüppel wärst, der bis zum Schluss auf die Hilfe anderer angewiesen ist?"
Langsam hob Leo die Schultern. "Wie auch immer. Dieses verdrängen lässt einen übersehen, dass die größte Stärke der Kolonien auch deren Schwäche ist. Ein Zaun oder eine Mauer haben immer eine Schwachstelle. Das Tor, morsches Holz, kaum merklich bröckelnder Zement. Im schlimmsten Fall ist es vielleicht sogar ein Bewohner und ich weiß nicht ob du dir vorstellen kannst was passiert, wenn eine Meute an Beißern in ein Gebiet rein kommt, das abgesperrt ist. Wenn der Fluchtweg von einem Zaun oder einer Mauer abgeschnitten ist.
Dann siehst du die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele. Egal wie lange man zusammen lebte, Jeder ist sich in solch einem Moment selbst der Nächste und selbst wenn du versuchen würdest zu helfen, irgendwann kommt der Punkt, wo du entscheiden musst, dich zu opfern, damit vielleicht einer oder zwei Leute mehr, die nächsten Sekunden überleben, oder deinen eigenen Arsch zu retten. Egal was aus den Anderen wird."
Einige Augenblicke schwieg Leo und hing seinen Gedanken nach, bevor er weiter sprach. "Wenn du alleine unterwegs bist, hast du halt nur die Verantwortung für dich selbst. Wenn du nicht auf passt und drauf gehst..., tja, dumm gelaufen. Wenn du ohne Ahnung von der Materie Pilze frisst und dann tagelang an den Stamm gebunden auf einem Ast hockst, rosa Wölkchen vorbeiziehen siehst und dir die Seele aus dem Körper reiherst...., selbst Schuld. Das ist Lehrgeld und wenn du nicht ganz dämlich bist, dann ist dein nächster Weg der zur nahen Bibliothek um ein Pilzbuch mit zu nehmen. Die Grundlagen deines Lebens ändern sich mit den Jahreszeiten und du musst dich schnellstmöglich auf die Änderung einstellen. Ist es im Sommer ein wo bekomme ich essen her und was aus der Natur ist essbar beziehungsweise wie wird es essbar und haltbar, wo bekomme ich Benzin her etc lautet es im Winter, wo kann ich über Wochen so sicher wie möglich Feuer machen und schlafen, wie komme ich an Wasser und wieviel darf ich essen, damit meine Vorräte ausreichen."

@Nano West

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#53

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

02.01.2025 12:07
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano sah auf den Inhalt seiner Tasse. Er hatte recht. Es war beim Fliegen dasselbe wie beim Autofahren. Selbst Leute mit Flugangst nahmen die Statistiken zur Hilfe, die besagten, das es immer noch sicherer war wie das Autofahren, um doch noch in die Maschine einsteigen zu können. Verdrängte er selbst es? War er vielleicht genauso, wenn er sich hier in den eigenen vier Wänden verkroch? Leos Worte klangen hart, aber realistisch. Und doch…. klangen sie für ihn so düster… „Also ziehst du es gar nicht in Erwägung in eine Kolonie zu gehen, damit du vor eine solche Entscheidung nicht gestellt wirst. Aber es hat dich nicht davon abgehalten, mir zu helfen. Also… nehme ich an, du bist alleine, weil du von dir ganz genau weißt, das du mehr Verantwortung schultern würdest als du vielleicht vertragen kannst?“ Er nahm langsam einen Schluck aus der Tasse. „Ich weiß nicht….. manche Dinge kann man doch gar nicht alleine. Oder sollte man auch gar nicht alleine tun. Egal, was da draußen in der Welt vor sich geht oder wie diese Welt jetzt ist, wir brauchen doch alle einen Lebenszweck, wenn wir nicht einfach nur auf den Tag warten wollen, an dem es uns erwischt oder?“ Er seufzte. „Ich bin hier zwar sicher, aber schon sehr sehr lange vollkommen alleine. Manchmal treffe ich auf jemanden, wenn ich zur Mall gehe, aber das war es auch schon. Aber…. Egal wie dieses Treffen verläuft, es war und ist ein Treffen und ich fühl mich nicht mehr ganz so alleine. In eine Kolonie zu ziehen, würde für mich nicht funktionieren. Nicht jetzt. Dafür bin ich noch nicht gut genug ausgerüstet, aber ich arbeite dran. Meine Reichweite zur Zeit sind 5 Meilen. Das war es. Aber ich habe das Glück, ein sicheres Zuhause zu haben und die Tatsache, das mir das alles hier überlassen wurde hilft mir, mit der Einsamkeit klar zu kommen. Gibt es denn so etwas Freundschaft oder Liebe gar nicht mehr dort draußen? Es muss doch eine Kolonie geben, die nicht nur aus einem umzäunten Bereich besteht, sondern auch aus ihren Bewohnern. Wo eben nicht jeder zuerst an sich denkt. Es ist gruselig, zu denken, das das alles in Vergessenheit geraten ist. Ich glaube, ich könnte es nicht. Ich könnte nicht einfach abhauen und meine Freunde oder meine Nachbarn im Stich zu lassen. Zusammen sollte man eine größere Überlebenschance haben.“ Er sah zu Leo hin. „Du bist stark. Du kommst vermutlich wenig in aussichtslose Situationen. Aber was, wenn du wirklich mal auf einen Psychopathen triffst, der dir alles abnimmt und dich halbtot zurücklässt, weil ihm nicht danach war dich zu töten. Wäre es dann nicht besser, jemanden zu haben, der sich Sorgen macht? Jemanden, der kommt und dich aufliest, bevor dich die Herumtreiber finden. Wenn du immer ganz alleine bist, kannst du auch keine Hilfe erwarten.“ Er musterte Leo einen langen Augenblick, bevor Verstehen sein Gesicht erhellte. „Aber… du kannst auch nicht enttäuscht werden, wenn du weißt, das keiner kommen kann?“ Er seufzte tief, doch dann lächelte er. „Nun, einen Freund hast du jetzt, ob du das willst oder nicht. Wobei ich dir nicht versprechen könnte zu kommen, wenn du Hilfe brauchst, weil ich gar nicht wüsste, wo du dich gerade herumtreibst. Aber ich kann dir anbieten, wenigstens im Herbst hierher zu kommen und den Winter bis zum Frühjahr hierzubleiben. Dann hättest du einige Winterprobleme weniger, ohne gleich in eine ganze Kolonie zu ziehen. Ein… zugegeben nicht ganz uneigennütziges Angebot. Ich mag deine Gesellschaft, ganz abgesehen davon, das du mich gerettet hast. Dafür bin ich dir unendlich dankbar. Ich hab meinen Zweck noch nicht erfüllt. Ich will mobil sein. Ich möchte die Entscheidung fällen können, hier zu bleiben oder zu gehen, denn genau das wollten meine Eltern für mich. Wenn ich aufgeben würde, würde ich damit ihr Andenken in den Schmutz ziehen und das geht gar nicht. Es gäbe doch sonst gar keinen Grund, in dieser Welt noch weiterzuleben oder? Du ziehst herum und versuchst zu überleben. Viele würden dich jetzt fragen, warum du das tust? Was ist dein Ziel? Nur das Überleben? Oder willst du nicht auch noch etwas anderes von deinem Leben.“ Er zögerte. „Was wolltest du früher? Hattest du einen Berufswunsch? Ein Ziel wie eine Familie oder… Millionär werden oder so etwas?“

@Leo Young


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#54

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

02.01.2025 14:29
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Leo begann sacht zu Schmunzeln. "Ich habe mich nicht dazu entschieden, um nicht enttäuscht zu werden. Ich habe in den letzten Jahren so einiges beobachten können...., Enttäuschung wäre definitiv das Letzte, das ich empfinden würde. Wer jetzt noch lebt, ist alles, nur nicht frei von Schuld. Natürlich gibt es Personen, die sich für andere verantwortlich fühlen, vielleicht sogar andere lieben. Aber alle außerhalb der kleinen Bubble ist ein Feind und Konkurrent. Dabei wollen alle nur irgendwie überleben. Ich wette, Jeder Überlebende hat schonmal einen Menschen getötet. Direkt oder indirekt.

Ich selbst habe mich schon abgewendet und andere ihrem Schicksal überlassen, wenn ich keine Möglichkeit gesehen habe zu helfen ohne selbst zu überleben. Du hattest schlicht und ergreifend Glück, dass es nur Einer war und du mir vernünftig vor kamst. Bei einer Gruppe wäre das Thema vielleicht anders abgelaufen. Denn...., ich habe Angst davor zu sterben, so wie Jeder Andere auch. Und ich möchte Niemanden nach meinem Tod auf die Eier gehen. Als Beißer entscheide ich schließlich nicht, wen ich töte, sondern folge nur dem.... Instinkt? Dem Drang? Egal. Das hält mich am Leben.

Außerdem...., es interessiert mich brennend, ob die Zeit eine Veränderung bringt. Die Beißer verändern sich, sie scheinen mit jedem Jahr mehr zu verrotten. Es interessiert mich, ob diese riesige Masse, die dadurch entstanden ist, dass in den ersten Monaten so viele Opfer zu Beißern wurden, von alleine schrumpft, weil sie einfach von Maden und der Zeit vernichtet werden. Dann könnte es vielleicht sogar irgendwann gelingen die neu dazu kommenden und die Reste der Alten nach und nach auszurotten. Und wenn das geschieht und ich dann noch lebe, möchte ich wissen, wie es mit dem Rest der Menschen weiter geht."


Kurz dachte Leo nach, bevor er sich fahrig durch die Haare strich. "Früher war mir mein Sport wichtig. Ich wollte nach der Schule richtig durchstarten und das Ziel jedes Sportlers erreichen. Olympia. Egal ob beim Boxen oder dem Fechten. Wobei, lieber beim Boxen." Er musterte Nano einige Augenblicke, bevor er das Inventar des Bunkers kurz betrachtete. "Und du? Wolltest du freiwillig Papas Fußstapfen folgen oder etwas ganz anderes machen?"

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RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

03.01.2025 16:57
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano betrachtete den jungen Mann vor sich ehrfürchtig. Er hatte eine Antwort erwartet, aber ganz sicher keine dieser Größenordnung. „Sehen, was danach kommt und ob… wir überhaupt eine Chance zum Überleben haben….“ Ein Lächeln glitt über sein Gesicht. „Du hättest meinem Vater gefallen. Er war auch jemand, der niemals nur den kurzen Weg dachte. Vermutlich würde ich mich sonst nicht halb so gut bewegen können. Ich bin mir nicht sicher, ob uns das noch vergönnt ist. Aber ganz sicher denen, die nach uns kommen. Und es hoffentlich besser machen als wir. Indirekt… du meinst sterben lassen, ohne etwas zu tun? Oder sterben lassen, um selbst eine Chance zu haben? Denn dann muss ich dich enttäuschen. Jemanden zu töten oder zu opfern, der Entscheidung musste ich mich gott sei Dank noch nicht stellen. Aber… ich denke, ich würde versuchen, was ich kann. Ich selbst sollte doch schon längst tot sein und werde das Ende ganz sicher nicht erleben, also sterbe ich lieber in dem Bewusstsein, das mein Tod ein anderes Leben rettet. Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Held. Ich bin… Pragmatiker. Und ich kenne den Wert meines Lebens gut.“ Er leerte seine Tasse. „Tja… obwohl… im Grunde töte ich alleine durch die Tatsache, das ich alleine hier einen Haufen Vorräte habe und nicht herumlaufe und verteile, was zuviel ist. Du hast vermutlich recht. Jeder der jetzt noch lebt tut das auf Kosten anderer. Ich wollte immer so sein wie mein Vater. Seine Arbeit hat mich schon interessiert als ich noch in die Vorschule ging. Ich sah seinen ersten Arm und wusste, ich will das auch können. Nach meinem Unfall…. habe ich allerdings erst realisiert, was es wirklich bedeutete, das zu können.“ Nano streckte den linken Arm aus und bewegte die Finger in Wellen, bevor er die Handfläche ganz ausbreitete. „Zu wissen, das ich wie jeder andere greifen und zufassen kann, obwohl da nichts mehr ist….. gibt mir so viel meiner Ruhe zurück, die ich vorher hatte. Wobei… ich aber auch dankbar bin, meine rechte Hand noch zu besitzen. Ich könnte nicht mehr ganz so präzise arbeiten, wenn ich die auch noch ersetzen müsste. Dann würden Reparaturen an der Feinmechanik echt lange dauern. Dazu ist das Gefühl echt wichtig. Es wäre möglich.. vielleicht, wenn ich eine Reparaturhand bauen würde sogar schneller. Wer weiss.“ Seine Augen leuchteten einen kurzen Moment, doch dann wurde er wieder ernst. „Noch habe ich genug Ersatzteile, aber irgendwann werde ich suchen gehen müssen. Die ganzen technischen Sachen rotten gerade einfach so vor sich hin. Wenn es hart auf hart kommt, muss ich sogar bis nach Philadelphia zum Hauptsitz des Konzernes, um dort in den Gebäuden nach den richtigen Teilen zu suchen. Hoffen wir mal, das nicht zu schnell allzu viel kaputt geht.“ Er hörte den Ton der Eieruhr und sah erstaunt zur Küche. „Schon…… na dann… rühr ich mal die Vanillesauce an oder willst du lieber Sahne? Oder beides?“ Er schmunzelte und hob abwehrend die Hände. „Du kannst ruhig zuschlagen, das sind Portionstütchen, also schlecht wird bei uns nichts.“ Langsam stand er auf und schaltete den Herd aus, dann zog er die Küchenmaschine näher, auf Leos Antwort wartend.

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#56

RE: 16. August 2018 - Don`t judge a Book by it´s Cover - Leo & Nano

28.01.2025 14:30
Leo Young Leo Young (gelöscht)
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Leo überlegte wirklich, doch dann schüttelte er langsam den Kopf. "Weder noch. Danke. Kuchen hat genug Kalorien, die brauchen nicht noch extra vermehrt werden." Der Hauch eines Lächelns legte sich auf seine Lippen. "Und ja, ich bin mir bewusst, dass ich nicht auf mein Kampfgewicht achten muss, schließlich bin ich kein Sportler mehr, noch gibt es Wettkämpfe. Aber inzwischen fördert es das Überleben. So hart es klingt, wer unsportlich und dick ist, schafft es früher oder später nicht."

Kurz schien Leo seinen Gedanken nach zu hängen, doch dann griff er wieder nach seiner Kaffeetasse und sah überrascht hinein. Er zögerte kurz, bevor er darauf deutete und zu grinsen begann. "Aber noch eine Tasse Kaffee wäre super. Vielleicht in einer anderen Tasse? Die hier scheint ein Leck zu haben. Ich bin mir sicher, dass ich noch nicht ausgetrunken habe."

@Nano West

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