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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Es war an sich ruhig geworden bei den Ridern und im Grunde war das auch gut so. Etwas Entspannung würde allen gut tun. Ein kleines Bisschen mehr Normalität, wenn man das so nennen konnte. Obwohl es das für mich war. An die Zeit vorher wollte ich mich lieber nicht erinnern. Das würde nur Frust mit sich bringen. Und niemand konnte es anscheinen ändern. Auch wenn es alte Geschichten dadurch noch ein wenig spannender machte. Heute war allerdings weniger für mich zu tun. Im Bereich der Krankenstation war ebenfalls nicht allzu viel los. Eine Anwesenheitspflicht herrschte nicht wenn es momentan nichts gab das ich machen konnte. Außer das Buch, das ich mitbekommen hatte, noch mal zu lesen. Es klemmte unter meinem Arm als ich damit an die frische Luft gehen wollte. Der Garten war schön und endlich war auch das Wetter freundlicher geworden. Warum also nicht draußen sein? Hier konnte mich niemand anmeckern. Ganz so weit kam ich jedoch nicht, da mich ein helles Babygeschrei ablenkte. @Lyanna Lockhart hatte ihr Baby bekommen und ich war wirklich froh darüber das alles gut verlaufen war. Komplikationen konnten böse enden und manchmal hatte man keine Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Selbst hatte ich zwar keine Kinder, immerhin war ich selbst noch ein halbes, aber ich liebte diese kleinen Wesen trotzdem. Was mich kurz daran erinnerte das ich Grace und die Zwillinge immer noch vermisste. Automatisch lief ihr zu ihrer Tür und klopfte leicht an bevor ich meinen Kopf durch die Tür steckte. "Klingt als wäre jemand schlecht gelaunt." Ich grinste dabei und mein Blick suchte gleich die Quelle der Lärms. Es war tatsächlich immer noch ein Bisschen komisch wenn ich daran dachte das diese Kinder die alte Welt gar nicht erst kennen lernen würden. "Ich hoffe das ich nicht störe?" Es konnte immerhin auch sein das sie lieber gerade allein sein wollten. Der kleine Fratz war noch nicht sehr alt, hatte gerade mal die winzigen Falten loswerden können. Es war sicherlich angenehmer im Sommer Geburtstag zu haben, als im tiefsten Winter. Zumindest stellte ich mir das so vor. "Darf ich reinkommen?" Dabei schob ich mich allerdings schon durch den Spalt der Tür und schloss sie auch gleich hinter mir wieder. Ich wusste das Kinder viel Arbeit kosteten und anstrengend sein konnten, aber dieses Bild war auch einfach unübertrefflich gewesen. Ohne Eltern aufzuwachsen stellte ich mir schwer vor. Wenn man niemanden hatte an den man sich wenden konnte, oder dem man ganz einfach mal alle seine Sorgen auflasten durfte. Bei Lyanna wirkte es im ersten Moment so als wäre sie für gar nichts anderes geschaffen. Leider hatte ich diesen Gedanken sehr oft und war in diesem Punkt wohl nicht ganz unbefangen. Babys zu hüten machte mir einfach Spaß und es kam selten vor das ich damit nicht zurecht kam. Oder nicht weiter wusste. Natürlich war das auch immer nur auf Zeit und nicht damit vergleichbar rund um die Uhr auf ein Kind zu achten. Ich konnte die Kinder einfach ihren Eltern übergeben und konnte dann auch wieder meine Ruhe genießen. Als Mutter konnte man das nicht. Eigentlich nicht. Ich wartete bei der Tür weil ich mir nicht sicher war ob es der jungen Mama recht war noch jemanden hier zu haben.



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Es war nun fast eine Woche her seit dem die junge Frau mit Elijah wieder aus der Cottage zurückgekehrt. Nur kamen sie diesmal nicht nur zu zweit zurück. Sondern hatten endlich das lang ersehnte Wunder bei sich welches Lyanna bereits neun Monate mit sich rumtrug. Das Mädchen kam am ersten Tag dieses Monats gesund und mit wenig Komplikationen durch die Hilfe von Dr Avery, dem Arzt der Cottage zur Welt. Und die frischgebackenen Eltern befanden sich seither in einem wortwörtlichen Rausch des Glücks. All die Zweifel und Ängste waren wie weg gewaschen Auch hatte Lyanna zu keinem Zeitpunkt das Gefühl das es merkwürdig sein würde, nun das sie zu dritt waren. Nein sie konnte sich ihre kleine Tochter einfach stundenlang ansehen und sie im Arm halten. Selbst wenn die Kleine schrie. Ob dieser Zustand irgendwann nachlassen würde? Oder würde sich Lyanna jetzt den Rest ihres Lebens so fühlen.Auch wenn Elijah es wohl noch lieber hätte, das sich seine Frau ausruhte. Doch sie fühlte sich ganz und gar nicht müde oder erschöpft. Der erste Tag nach der Geburt vielleicht aber nun ging es ihr schon viel besser. Während Elijah bereits wieder seinen Pflichten nachkommen konnte, wurde Lyanna verständlicherweise noch eine Weile davon verschont werden. Auch wenn das Kleine erst ein paar Tage alt war und nicht wirklich viel konnte als menschliche Bedürfnisse wie Hunger, Schlaf zu äußern ließ Lyanna es sich nicht nehmen, sich mit ihrer Tochter zu beschäftigen. Sie las ihr vor oder manchmal lief sie mit ihr einfach durch die Kolonie um ihr einfach irgendwelche Objekte und Leute zu zeigen. Denn nicht nur Elijah und Lyanna waren ihre Familie, sondern auch der ganze Rest der Rider. Heute war jedoch ein Tag, wo sie ihrer Tochter wohl nichts Recht machen konnte. Das Glücksgefühl ließ nach und Lyanna fühlte sich wie die schlimmste Mutter des Jahres. Ja eine andere Mutter würde durchaus schnell bemerken, das es sich hier um Lyanna's erstes Kind handelte. Sie war übervorsichtig und hatte natürlich Angst etwas falsch zu machen. Lyanna hob nur den Kopf als sie eine vertraute Stimme wahrnahm, die sich darüber äußerte dass das Baby offensichtlich nicht gut gelaunt wäre. Als ihre Augen Lexie entdeckte lächelte die Dunkelhaarig während sie weiter ihre Tochter im Arm wippte um sie zu beruhigen. „Nun kannst du es ihr verübeln? Ich glaube sie vermisst das Meer an der Cottage und wäre lieber dort als in einem Clubhaus.“ scherzte die Dunkelhaarige. „Tut mir Leid heute ist sie wohl kein schlafender Engel.“ blickte sie die junge Frau entschuldigend an. Sie ging davon aus dass das Geschrei Lexie gestört hatte, weswegen sie aufgetaucht war. Sie konnte es keinem verübeln. Lyanna hob wieder den Kopf als Lexie jedoch fragte ob sie reinkommen kann und Lyanna nickte und streckte die Hand nach der jüngsten Murdock aus. „Natürlich. Komm her.“ Lexie konnte ihre Tochter schließlich noch nicht kennenlernen. Als Lexie nähertrat, griff sie nach ihrer Hand und zog sie näher zu sich, damit sie das Baby sehen konnte, das zwar mittlerweile nicht mehr schrie aber noch unruhig vor sich hin quängelte. „Das ist Elena. Elena das ist Lexie.“ sprach sie nur sanft. „Willst du sie mal halten. Jetzt wo sie nicht schreit?“ grinste die junge Frau.
@Lexie Murdock

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Zwar war ich selbst noch nicht besonders alt, immerhin erst 17. Aber auch fast 18! Und es war wohl kein Zufall das ich Kinder liebte und gerne mit ihnen Zeit verbrachte. Die die beiden Zwerge von @Grace Murdock-Daniels konnte ich immerhin schon einiges aufschnappen und das änderte sich bei anderen Kindern auch nicht. Für mich gehörten die Leute aus dem Clubhaus ohnehin zu meiner Familie. Blutsverwandtschaften waren mir nicht so wichtig. Zwar behauptete man das Blut dicker war als Wasser, aber Freundschaft und Zuneigung konnte noch viel dicker sein. Ich grinste als ich @Lyanna Lockhart ansah und sie nichts gegen meinen Besuch zu haben schien. Es war tatsächlich sehr schön zu sehen das die kleine Familie so gut klar kam. Medizinisch war das Cottage bessergestellt, weshalb es keine Frage war ein Kind besser dort zur Welt zu bringen, aber das Clubhaus blieb doch unser Zuhause. Zumindest empfand ich das so. Natürlich hatte das Meer seine Reize und es war schön auch die Burg in Balar zu erkunden, aber wirklich heimisch fühlte ich mich hier. Ich musste kichern und versuchte dabei leise zu bleiben. Mein Lachen konnte schon mal sehr schief werden und manchmal hatte ich das Gefühl das man damit auch Eisenstangen brechen konnte. Also keine gute Sache für ein Baby das seine Ruhe haben wollte. Dennoch war ich froh das ich willkommen war. "Ich glaube da hat sich ein neuer Urlaubsort eröffnet." Scherzte ich wieder und grinste breit. "Vielleicht gibt es eine Möglichkeit das Wellenrauschen hier zu imitieren? Gleichmäßige Geräusche sind ja bekanntermaßen beruhigend." Vielleicht konnte man noch so einen kleinen Zimmerbrunnen auftreiben. Ich war mir sicher das sich nach so etwas niemand mehr bewusst umsah. Zumindest wüsste ich nicht das ich zuvor überhaupt darüber nachgedacht hätte. Aber es machte sich sonst auch keiner Gedanken darum Comicbücher oder Mangas da draußen zu suchen und zu retten. Also wer wusste das schon? Dennoch winkte ich mit einer Hand ab als Lyanna meinte das die Kleine heute kein schlafender Engel war. "Ach das macht nichts. Ich bin mir sicher das sie nicht zum letzten Mal geweint hat." Immerhin konnte sie sich als Baby nicht wirklich anders äußern. Ich blieb bei der Tür stehen und wartete darauf das sie mir erlaubte näher zu kommen. Zwar hatte ich nicht den Eindruck wirklich zu stören, aber ich wollte auch nicht unhöflich sein. Auch wenn man auf engerem Raum zusammen lebte, konnte man doch eine gewisse Privatsphäre respektieren. Ein weiteres großes Grinsen legte sich auf mein Gesicht als mich schließlich bat näher zu kommen. Auf den Weg dahin platzierte ich das Buch auf einer kleinen Kommode und trat noch näher als Lyanna mich zu ihr zog. "Hey Kleines." Meinte ich genau so leise und sanft wie ihre Mutter sprach. "Schön das du gesund und munter bei uns angekommen bist." Es hätte auch anders laufen können, auch wenn man sich das natürlich niemals wünscht. Allerdings hatte ich schon die grauenvollsten Geschichten gehört und deshalb war ich umso erleichterter das hier alles glatt gelaufen war. "Wirklich?" Fragte ich auch vielleicht etwas zu ungläubig als die frisch gebackene Mama mich gleich fragte ob ich ihr Baby halten durfte. Es war nicht selbstverständlich das man ein frisch geborenes Kind schon rum reichte, auch wenn es gerade nur eine Person war. Mit einem noch breiteren Grinsen als ohnehin schon, nickte ich fleißig und ließ mir die Kleine übergeben. Sie brabbelte noch vor sich her, aber sie heulte zumindest nicht sofort wieder los als ich sie im Arm hielt. "Das habt ihr wirklich schön gemacht. Gute Arbeit." Scherzte ich leicht in Lyannas Richtung und wippte die Kleine in meinen Armen ganz sachte. "Und wie geht es dir?" Erkundigte ich mich auch gleich nach dem Befinden der Mama. "Und ich muss einfach fragen..." Dabei kicherte ich ganz leise. "... war @Elijah Magoro ohnmächtig?" Es war ein totales Klischee, das war mir bewusst, aber immerhin sah man da Dinge die sonst ganz anders waren. Auch wenn ich ihn als doch sehr zähen Kerl kannte.



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Für Lyanna war das Clubhaus ihr zu Hause und die Menschen, die sie aufgenommen und akzeptiert haben, nach ihrem holprigen Überleben. Wer hätte auch geglaubt das es einmal etwas Gutes mit sich haben konnte, wenn man einem ehemaligen Fremden ein Brecheisen über den Kopf zieht. Ulkige Vorstellung wenn man sich so einen Riesenkerl wie Elijah vorstellt und Lyanna, die deutlich kleiner gewesen war als er. Aber wenn man das Überraschungsmoment auf seiner Seite hatte, hatte man meist immer im ersten Moment den Vorteil. Natürlich war das Meer schön gewesen. Aber die Dunkelhaarige würde das hier niemals damit eintauschen. Sie musste ein wenig schmunzeln bei Lexi's Vorschlag über das Wellenrauschen. „Das ist gar nicht so abwegig. Weißt du vor den Untoten gab es auch Menschen, die Walgeräusche sehr entspannend fanden und es oft als Einschlafmethode nutzten. Für mich klang es aber mehr wie als würden Außerirdische miteinander kommunizieren.“ zuckte die junge Frau schmunzelnd mit den Schultern. Den meisten Leuten fiel es schwer sich zu erinnern oder wollten sich nicht erinnern. Genau so wie es vielen schwer fiel einfach so über Dinge vor der Apokalypse zu sprechen. Manche hatte vielleicht auch Angst dadurch in der Vergangenheit hängen zu bleiben. Lyanna nicht. Natürlich gab es auch viele Dinge, die sie vermisste. Gott, sie hätte in der Schwangerschaft und auch Jetzt wirklich ihr ganzes Zeug eingetauscht für einen Milchshake von dem Laden um die Ecke als sie noch in Boston lebte. Aber sie erinnerte sich gern an diese Dinge – so blieben sie nicht vergessen. Denn das war für Lyanna deutlich schlimmer, denn man redete sich nicht ein das die Dinge nicht existiert haben und so hätte auch jeder Mensch, auf diesen Weg umsonst sein Leben gelassen. Sie manifestierte sich aber nicht darauf, das es genau so wieder werden würde wie früher. Aber es heißt nicht das sie es irgendwann wieder konnten, wenn man sieht was in den Jahren bereits wieder erreicht wurde. Sie war jedenfalls froh das die Kleine Lexie nicht gestört hatte und auch wenn die junge Frau Recht hatte, hoffte Lyanna für ihre mütterlichen Nerven das sie die Kleine sich erstmal ausgeweint hatte. Sie musste breiter Lächeln als die Blondhaarige die Kleine begrüßte und blickte in das ungläubige Gesicht der jungen Frau als Lya ihr anbot Elena mal halten zu dürfen. Es war nicht so gewesen, das Lyanna quer durchs Clubhaus lief und jedem das Baby in den Arm drücken. Aber Lexie war ja auch nicht Jedermann. Zu dem dachte sie auch das es Lexi vielleicht ganz gut tun würde. Sie hatte natürlich mitbekommen was auf der Hochzeit in der Paradise passiert war. Sie wusste wie sehr sie Grace vermisste. Das tat die Dunkelhaarige auch. Mit einem Grinsen händigte sie die Kleine Lexie aus. „Danke. Ich gebe das Kompliment weiter.“ sprach Lyanna nur amüsiert. „Du bist aber auch ein Naturtalent aber lass dir bitte noch etwas Zeit.“ Lyanna atmete erleichtert aus als sie ihre Arme wieder etwas mehr bewegen konnte. Wer hätte auch gedacht das ein Baby mit der Zeit so schwer werden konnte, je länger man sie hielt. „Wie ein aufgeplatzter Sack.“ schmunzelte sie wieder. „Ich habe keine Schmerzen aber vor einer Horde Beißer davonzulaufen würde ich jetzt auch nicht bevorzugen.“ sprach sie weiter während sie Lexie mit ihrer Tochter so beobachtete. „Was denn?“ neigte sie ihren Kopf nur leicht bei ihrer Frage ehe sie ebenso lachen musste. „Nicht ganz“ sprach sie und ließ die Blondhaarige einen Moment neugierig werden ehe sie ein wenig näher kam, als würde sie nun das größte Geheimnis verkünden. „Er hat ein paar Tränen vergossen. Das war ziemlich süß.“ lächelte die Dunkelhaarige. „Aber sag das ja nicht weiter ~“ Ihr Blick blieb wieder bei ihrer Tochter hängen. „Und wie geht es dir?“ wollte sie schließlich wissen. „Ich weiß das die letzte Zeit etwas turbulent für uns alle war.“ spielte sie unterschwellig auf die Hochzeit an ehe sie nur beschwichtigend ihre Hände hoch. Sie wollte Lexie gewiss keine Pauke halten, noch ihr Vorwürfe machen. Das würde sie nie. Lya fühlte sich sogar ein wenig schlecht. Wäre sie nicht so hochschwanger gewesen und hätte die Feier früher verlassen, hätte sie Lexie ein wenig zu sich nehmen können. Klar gab es sicherlich interessante Vorstellungen als den Abend mit Elijah und Lyanna zu verbringen aber vielleicht wären dann gewisse Dinge nicht ganz ausgeartet.
@Lexie Murdock

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Ich musste leise über @Lyanna Lockhart Worte kichern. Wie es vorher war wusste ich nicht mehr so sehr. Nur das es in der Nähe von unserem Haus einen Spielplatz mit einer einzelnen Schaukel gab, bei der ich gerne war. Dieses kleine alte Ding blieb in meinem Kopf hängen und brachte mich immer zum Grinsen. Auch wenn ich nicht mehr ganz so genau wusste wieso es so war. Vielleicht hatten die Erwachsenen Recht, die oft behaupteten das man sich an schöne Dinge gerne erinnerte. Glück für mich das die schlechten Sachen erst danach passierten. Es war also etwas befremdlich für mich das sich früher Leute extra solche Sachen besorgten um besser schlafen zu können. Und ich musste noch mehr kichern, als Lya erzählte das es sich für sie wie redende Aliens anhörte. Wenn es so etwas wie Zombies gab, konnten Außerirdische doch auch nicht ganz unmöglich sein. Wobei die vermutlich sofort kehrt machen würden wenn auch nur einer von ihnen über einen Beißer stolperte. Oder aber das war schon passiert und diese Aliens waren damit auch ausgerottet worden. Unweigerlich musste ich mir kurz vorstellen wie ein Alienzombie aussehen könnte. Da hatte ich mir wohl selbst ein paar scheußliche Albträume verpasst. Das kleine Mädchen und die hübsche Mami dazu vertrieben diese Gedanken aber ganz schnell wieder. Sie hatte aufgehört zu weinen und brabbelte nur noch ein wenig vor sich her. Was auch immer ihr quer im Magen lag, hatte sich entweder gelockert, oder war einfach verschwunden. Es war schön wieder ein Baby im arm zu halten. Dazu bekam man nicht sehr oft die Gelegenheit. Was ich teilweise verstehen konnte. Es war mutig sich jetzt noch mehr als gewohnt aufzuhalsen. Wobei sich wohl diese Gedanke spätestens dann änderte wenn das Baby geboren war. Ich wippte sie immer noch ganz sachte in meinen Armen und konnte Lyanna dabei trotzdem zuhören. Wie man sich nach einer Geburt fühlte konnte ich nicht sagen, woher auch. Es stand nur mal in einem medizinischen Buch das ich gelesen hatte. Und wenn es danach ging hatte ich wirklich noch sehr viel Zeit damit. Dennoch musste ich wieder kichern als sie mir sagte das ich mir damit auch Zeit lassen sollte. "Keine Sorge." Gluckste ich. "Das steht so schnell nicht auf meiner Liste." Zumindest nicht mehr. Noch vor ein paar Jahren sah das anders aus, aber als Teenager hatte man wohl unweigerlich verrückte Träume. Ich blickte zu ihr rüber als sie mir verriet wie es ihr ging. Es hörte sich für mich an als hätte sie alles wirklich gut überstanden. Das freute mich sichtlich für alle Drei. "Na das glaube ich dir doch glatt." Es war garantiert anstrengend gewesen. "Falls du mal etwas brauchst reicht ein Pieps von dir." Dabei grinste ich immer noch in ihre Richtung. Ich war mir sicher das Elijah sehr gut auf seine Mädchen aufpassen konnte, aber es schadete nicht zu betonen das auch alle anderen ihnen Rückendeckung gaben. Auch wenn das hier im Clubhaus eigentlich etwas ganz normales war. Mit der Zeit waren wir alle zu einer großen Familie zusammen gewachsen und da war es nicht verwunderlich das man sich gegenseitig half. Vor allem denjenigen die es selbst nicht konnten. Ich senkte ebenfalls leicht den Kopf als Lya näher kam um auf meine Frage der Ohnmacht zu antworten. Umgefallen war der große Mann also schon mal nicht. Klar wurde ich da nur noch neugieriger. Ich musste abermals leise kichern als sie mir seine Reaktion verriet. "Keine Sorge. Ich schreibe nicht für eine Zeitung." Scherzte ich etwas, denn alles was ich an Zeitungen gelesen hatte, war mehrere Jahre alt. Manchmal sogar ein ganzes Jahrzehnt. "Ich weiß auch nicht." Fing ich dann selber wieder an. "Aber irgendwie ist es beruhigend und seltsam zur gleichen Zeit." Ich zuckte dabei kurz mit den Schultern. "Zu wissen das so ein kleines Bündel einen gestandenen Mann zum weinen bringen kann. Ich nehme an das setzt ganz andere Prioritäten voraus, was?" Ich war zwar noch jünger, aber deswegen nicht einfältig. Es lag auf der Hand das sich das Leben fortan um das kleine Baby drehen würde. Und irgendwie sollte es auch so sein. Wenn ich daran zurück dachte wie oft meine Mutter mit in meinem Bett gesessen hatte damit ich schlafen konnte. Manchmal sogar auch Dad. Ich hob die Brauen als Lya mir dann die selbe Frage stellte. Fast war ich gewillt das hinter einem Witz zu verstecken, aber vermutlich würde sie das auch viel zu schnell durchschauen. Es brachte mich zum Seufzen und ich atmete tief durch. "Das kann ich wohl nicht abstreiten." Fing ich dann doch noch einer kurzen Pause an. "Ich weiß nicht." Wieder zuckte ich mit den Schultern. "Eigentlich geht es mir gut. Ich hätte einfach nicht zu dieser Hochzeit gehen sollen." Aber natürlich war ich auch da hin und hergerissen. Einerseits wollte ich unbedingt hin und hatte sogar alle dazu überredet und andererseits hatte ich einen riesigen Aufstand gemacht und die Stimmung damit versiebt. "Ich wollte sie wenigstens noch mal alle sehen." Lyanna konnte sich sicher denken das ich Grace und die Zwillinge meinte. Ich hatte mir fest vorgenommen Brian als Onkel niemals zu akzeptieren. Ich setzte mich lieber hin und beobachtete das süße Mädchen in meinen Armen um jedwede Tränen zu unterdrücken. Ich wollte nicht auch noch hier eine Szene machen. Das hatte ich schon zu genüge.



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Lexie's Aussage war doch beruhigend für die junge Mutter zu hören. Sie war gewiss niemand gewesen, der anderen was vorschrieb – schon gar nicht wenn es sich nicht um ihre eigene Kinder handelte. Lyanna hatte Glück das sie an einem sicheren Ort und mit einem Arzt vor Ort das Baby so risikofrei wie möglich bekommen konnte. Aber wie vielen Frauen erging es da draußen immer noch anders. Sie verspürte immer noch diese Angst wenn sie nur damals an Grace dachte, als sie ihr half die Zwillinge auf die Welt zu bringen. In einem alten Farmhaus, umringt von Beißern. Gewiss keine schöne Umgebung um Kinder auf die Welt zu bringen, geschweige denn was alles hätte passieren können. Geschweige denn hätte sie eine Entscheidung treffen müssen, wenn etwas schief gegangen wäre. Und gerade bei Zwillingen war das Potential doch immer hoch gewesen das sie viel zu früh kamen. Doch Lyanna wollte nicht mehr daran denken – es war alles gut gegangen und das ist das was zählte. Es brachte nichts sich den Kopf mit dunklen Gedanken zu füllen über was hätte passieren können. Lexi's beruhigende Einsicht sprach jedenfalls für sie. Sie nickte nur lächelnd.„Danke. Ich schätze auf dich komme ich gewiss nochmal zurück.“ sprach sie amüsiert. Denn die Kleine war seit dem die Blondhaarige hier war ruhig gewesen. Aber Lexie war nicht die Einzige gewesen, die dieses Angebot bereits machte. Es war schön und gleichzeitig beruhigend zu wissen das man irgendeinen Rückhalt hatte, auch außerhalb ihres Ehemannes. Gerade bei dem ersten Kind war man sich doch in vielen Sachen noch unsicher. Auch wenn Lyanna es irgendwie süß fand das Elijah gerade non stop Bücher über Babys und Erziehung las. Doch so gut die Theorie war. In der Praxis sah es meist anders aus. Auch wenn die Dunkelhaarige sich gewiss noch an all die Hilfe gewöhnen musste. Man wollte einem natürlich auch nichts aufbrummen und eine Last sein. Lya war schon immer eine sehr selbstständige Person gewesen, die lieber erst mal versucht hatte ihre Probleme selbst zu lösen bevor sie dann wirklich Hilfe von anderen annahm. Die junge Mutter musste über ihren Scherz lachen. „Gott sei Dank. Obwohl es sicher deutlich interessantere Schlagzeilen gäbe als einen emotionalen Mann bei der Geburt.“ Das Lyanna auch sehr emotional gewesen war verriet sie natürlich nicht. Es war ja auch nichts Schlimmes gewesen und ein sehr bewegendes Ereignis. Elijah ging in seiner Vaterrolle sehr auf und Lyanna liebte es wenn er und ihre Tochter zusammen waren und er sie im Arm halten konnte. Klang vielleicht kitschig aber es war nun mal so. „Weißt du was ich noch viel seltsamer finde? Wir waren vielleicht nicht mehr als vier Leute in diesem Raum und dann waren wir plötzlich eine Person mehr. Einfach so. Wenn der Raum für einen kurzen Moment still ist und man schon erwartungsvoll darauf wartet bis das kleine Leben schreit.“ sprach sie nur nachdenklich ehe sie blinzelte. „Obwohl so still war es gar nicht. Ich hab echt herumgeschrien“ scherzte die Dunkelhaarige dann. „Und ich glaube ich habe Jasons Assistentin ein Miststück genannt.“ blickte sie ein wenig verlegen zur Seite und zuckte dann mit den Schultern. So genau erinnerte sich die junge Mutter aber nicht wirklich dran. Denn es stimmte wirklich. Mit dem Anblick des eigenen Kindes waren all die Schmerzen wie vergessen. Lyanna wollte das zuerst auch nicht ganz glauben. Ihr Blick richtete sich wieder auf die junge Frau neben sich, die sich schließlich setzte. Natürlich bemerkte sie die Tränen und wie sehr … es Lexie doch zu schaffen machte, auch wenn sie es nicht zeigen wollte. Es war schlimm wenn man jemanden durch den Tod verlor. Aber es war genau so schlimm wenn man jemanden verlor, der noch am Leben war. Lyanna rutschte näher zu der jungen Frau und strich ihr über den Rücken. „Ich weiß. Elijah war auch absolut nicht begeistert davon das wir dort hin gingen. Nicht nur weil ich schwanger war. Es hat wirklich viele Stunden Überredungskunst gebraucht. Und auch dort war er nicht sonderlich in Partystimmung – Was ich ihm nicht verübeln konnte.“ strich sie ihr weiter über den Rücken. „Aber ich wollte sie auch nochmal sehen.“ „Grace ist deine Familie Lexie, auch wenn sie nicht hier ist. Und daran kann auch ein Brian Daniels nichts daran ändern.“ sprach sie es direkt aus. „Menschen, die durch Blut oder Schicksal verbunden sind finden immer wieder zusammen.“ lächelte sie dann wenig über die kitschigen Worte, doch es stimmte. „Ich weiß das ist nur ein schwacher Trost. Aber wir besuchen sie so oft es geht. Vielleicht nicht in der Paradise unbedingt. Die haben 'nen miesen Einrichtungsstil.“ wollte sie Lexie's Laune wieder deutlich heben. „Und verrate es niemanden aber verdammt Lexie du bist wirklich hart. Einen gestanden Kerl 'umzuhauen' der deutlich größer und älter ist. Das war ziemlich gut.“ stupste sie die junge Frau mit ihrer Schulter an.
@Lexie Murdock

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Ich grinste wieder leicht als @Lyanna Lockhart mein Angebot quasi schon angenommen hatte. Was auch wirklich ernst gemeint war. Ich konnte gut mit Kindern und tat das auch immer gern. Eine lange Zeit war das innerhalb meine Aufgabe gewesen. Vielleicht war das auch ein Teil davon wieso ich schließlich mehr zur Medizin übergehen wollte. Die wenigen Ärzte hier waren sehr gefragt und äußerst wichtig. Statt Leben zu nehmen wollte ich sie lieber retten. Und ich war mir sicher das mich die alten Leute mit den ganzen Büchern abschrecken wollten. Oder zumindest testen wollten wie weit mein Interesse lag. Aber Bücher waren schon immer meine Freunde gewesen. es las sich praktisch alles von allein. In der Theorie war ich schon immer gut gewesen. Praktisch hatte ich noch einiges aufzuholen. Aber ich nahm mir auch da fest vor das alles zu schaffen. Und wieder musste ich leise glucksen als sie ebenfalls einen Scherz über die Zeitung machte. "Das mag wohl sein." Ein Baby zu bekommen war dieser Ausnahmesituationen in der es sogar gewünscht und normal war große Gefühle zu zeigen. Es wäre also eher fragwürdig wenn Elijah nicht so reagiert hätte. Obwohl eine Zeitung an sich überhaupt kein schlechter Gedanke war. Gerade wenn es viele Menschen erreichen sollte, schien es praktisch zu sein. Und so etwas konnte man auch an unsere Verbündeten weiter leiten. Obwohl das dann wiederum auch unseren Gegnern in die Hände fallen könnte. Aber vermutlich schreibt man darin auch nichts was dermaßen wichtig war. Wenn man davon absah das es gerade noch gar keine Möglichkeiten gab überhaupt eine Seite zu drucken. Man könnte sie immer noch selbst schreiben, aber wer tat sich das freiwillig an? Ich vermutlich weniger. Die ganze Zeit über wippte ich die Kleine vorsichtig in meinen Armen und blickte immer wieder zu ihr. Sie war tatsächlich ruhiger geblieben. Aber vielleicht hatte sich nur etwas verklemmtes gelöst. Wir wussten ja alle das es unangenehm sein konnte. Als Baby dann erst recht, vor allem wenn man noch gar nicht wusste wie man sich sonst bemerkbar machen sollte. Ein Pups konnte also gewisser maßen alle Probleme in dem Fall lösen. Obwohl ich den Mund leicht witzelnd verzog als Lyanna mir erzählte das die Assistentin beschimpft hatte. "Ich bin mir sicher das sie dich erst gar nicht ernst genommen hat. Ein Ausnahmezustand bei dem ich das zumindest nicht gemacht hätte." Ich konnte mir nicht vorstellen wie schmerzhaft so eine Geburt sein musste wenn man keine Möglichkeiten hatte das zu überdecken. Im Grunde war es wohl wieder wie vor Einhundert Jahren. Irgendwann würde es auch keinen Sprit mehr geben, oderetwas ähnliches, weshalb man wieder auf anderes umsteigen musste. Wenn auch nur zwangsläufig. Ich saß bereits auf dem Bett der frisch gebackenen Mama als sich unser Gesprächsthema wieder etwas unliebsamen Dingen zuwandte. Und es war tatsächlich tröstend das sie so empathisch war. Ich war wohl egoistisch gewesen zu glauben, das ich Grace selbst am meisten vermisste. Natürlich vermisste sie jeder hier auf seine Weise. Was nicht bedeutete das sie dem anderen weniger fehlte. Sie war sehr gut mit Lyanna befreundet gewesen, weshalb sie Grace natürlich auch schmerzhaft vermisste. Vielleicht seit der Geburt noch mehr als ich. Leise zog ich die Nase hoch und blinzelte die Träne weg. "Wir hätten auf Elijah hören sollen." Scherzte ich wieder um die Stimmung etwas aufzulockern. "Aber ich bin mir sicher das Grace traurig gewesen wäre, wenn keiner von uns gekommen wär." Sie hatte sich für diesen Weg entschieden und hoffentlich auch an die Konsequenzen gedacht. Im Gegensatz zu mir, ich hatte das ganz und gar nicht. Allerdings tat es mir gut von Lya beruhigt zu werden. Darin war sie anscheinend eine Meisterin. Vorsichtig legte ich den kleinen Neuankömmling zwischen uns und ließ sie meine Finger halten damit sie nicht wieder anfing zu weinen. Obwohl ich gerade widersprechen wollte das ich wohl kaum je wieder einen Fuß ins Paradise setzen würde, hatte Lya schon andere Vorschläge. Und das war wesentlich angenehmer. Ihr Kommentar zur Einrichtung brachte mich wieder zum Glucksen. "Viel zu steril." Gab ich noch dazu. "Fast wie in einem Krankenhaus oder so." Jedenfalls hatte ich mir das so vorgestellt. "Denkst du sie kommt irgendwann zurück nach Hause?" Für mich war das Paradise alles andere als ein zu Hause und ich verstand nicht wie sich überhaupt jemand da wohl fühlen konnte. Einige hatten sicher keine große Wahl gehabt, aber ich empfand mein zu Hause als wesentlich herzlicher und ich war froh das ich hier sein konnte bei all den Leuten. Als Lyanna meinen kleinen Patzer bei der Hochzeit ansprach ließ ich leicht die Schultern hängen. "Das war nicht unbedingt schwer. Ich hab nur den Stock genommen und alles andere hat die Schwerkraft erledigt." Es war nett von ihr mich deswegen nicht zu rügen, aber es war auch nichts worüber ich besonders stolz war. Ich war sauer und hatte meine Laune am erstbesten Menschen ausgelassen. Jemanden zu ärgern der sich nicht wehren konnte war nicht unbedingt etwas auf das man sich irgendwas einbilden sollte. "Es tut mir immer noch leid für diesen Mann. Ich hatte nicht erwartet das er ohne den Stock gar nicht stehen konnte." Natürlich hatte ich deswegen ein schlechtes Gewissen. Ich spielte anderen gerne und viel Streiche, aber nicht wenn jemand zu Schaden kam.



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Es tat gut zu wissen das die junge Familie so ziemlich alle hinter sich stehen hatte. Selbst die Jüngsten in der Reihe wie Lexie. Nicht das Lyanna irgendwelche schlechte Bedenken hatte aber ein Baby zwischen den Reihen konnte durchaus auch gewöhnungsbedürftig für die Gemeinschaft um einen herum sein. Doch dieser Zweifel wurde direkt zu Nichte geschlagen als Elijah und die Dunkelhaarige zusammen mit Elena aus der Cottage zurückkehrten. Es war schon fast ungewohnt so viele neugierige Blicke auf dem eigenen Fleisch und Blut zu wissen. Und den ein oder anderen hart gesonnen Rider mit einem deutlich weichen Kern zu sehen. Aber Lyanna war dankbar. Dankbar zu wissen das sie sich auf die Leute hier verlassen konnte und um Hilfe und Rat fragen konnte, wenn sie den brauchte. Und den würde sie sicherlich genug brauchen. Es ist ihr erstes Kind. Ob es ihr Letztes sein wird? Darüber hatte sie noch nicht wirklich nachgedacht. Aber es war auch kein Gedanke, der sie abschreckte. Dabei war Elena erst einmal ein paar Wochen alt und es war ulkig wie man bereits darüber nachdachte die Familie zu erweitern. Doch das hatte noch genügend Zeit. Lyanna wollte umso mehr die Zeit mit ihr kleinen Familie genießen und sehen wie Elena sich entwickeln würde. Sie würde es jedenfalls anders haben als es Elijah und Lya hatten und auch alle anderen, die noch vor der Apokalypse geboren waren. Lexies Worte beruhigten jedenfalls die junge Mutter. Die Dunkelhaarige war niemand, welche einfach so herum pöbelte Aber sie konnte umso mehr nachvollziehen das je mehr man Schmerz empfand – man auch nicht wirklich sich selbst gar und keine Kontrolle über das hatte was man tat und sagte. Und doch erinnerte sich Lyanna nicht mehr an den Schmerz. Sie könnte ihn nicht mehr nachempfinden oder halbwegs beschreiben, selbst wenn sie es wollte. Die Natur des Menschen war schon verrückt. Und die der Frau sowieso. Sie spürte natürlich dass das Thema Grace und die Paradise eher weniger schön für die junge Blondhaarige war. Lyanna war gewiss nicht Lexie's Mutter. Aber die junge Frau sorgte sich um sie und ihr war ebenso ihr Wohlbefinden wichtig. Sie hätte das Thema auch einfach fallen lassen können, nie ansprechen können und so tun als wäre nie etwas passiert oder das sie nie etwas davon mitbekommen hat. Aber das empfand die junge Mutter nicht als richtig. Und Reden, so schwer es doch manchmal war – war immer noch besser als es in sich hineinzufressen. Auch etwas was sich nie geändert hatte. Ob es nun richtig war das Lexie ihren Ärger an jemanden ausgelassen hatte der unschuldig war oder nicht war einerlei. Tadeln konnte sie ihre Familie. Lyanna würde das sicherlich nicht tun. Die Paradise würde es verkraften und es war nichts weiter schlimmes außer ein paar Unruhen passiert. Die Kolonie hatte deutlich Schlimmeres verdient. Es wäre unnatürlich, wenn die junge Mutter nicht auch irgendwo ihren Groll hegte. Schließlich hatten sie ihre Leute angegriffen und Schlimmeres. Doch sie versuchte ihn ruhen zu lassen. Für ihre Familie und besonders für ihre Kleine. Aber auch für Grace. Aber vielleicht war Lyanna auch einfach gut ihre Emotionen zu verstecken, wer wusste das schon. Aber es tat gut mit Lexie zu giggeln, auch wenn sie sich nur über die Inneneinrichtung der Paradise lustig machten. Sie lehnte sich etwas zurück und strich ihrer kleinen Tochter über den Kopf, welche nun zwischen den beiden lag und Lexie's Finger fest im Griff hatte und ihre neugewonnene Freundin wohl nicht so schnell gehen lassen würde. „Schwerkraft ist etwas Tolles.“ ergänzte sie nur grinsend dazu ehe sie einen kurzen Moment lang schwieg und wieder etwas ernster wurde bei ihrer Frage. Die Unbeschwertheit verflog langsam wie Nebel. Sie überlegte was sie wirklich darauf antworten sollte. Ob sie Lexie einfach anlügen würde und sie das hören lassen sollte was sie wollte oder ob sie ihr eine ehrliche Antwort geben würde. Lexie war auch kein kleines Mädchen mehr, auch wenn der ein oder andere sie immer noch so sah. Die Dunkelhaarige gab zu, das es ihr manchmal auch noch schwer viel. Umso mehr erinnerte sie es auch wie viel älter sie selbst auch schon war. Merkwürdig wenn man daran dachte, wie die Dinge noch vor einigen Jahren standen. „Ich denke nicht das sie zurückkommen wird um wieder hier zu wohnen Lexie.“ entschied sie sich für die Wahrheit. Sie würde die junge Frau nicht belügen, auch wenn ihre Worte sie vielleicht verletzen könnten. „Grace hat sich für dieses Leben entschieden und auch wenn ich selber nicht sehr begeistert von einigen Dingen bin ist sie erwachsen. Sie kann ihre Entscheidungen für sich treffen. Genau so wie sie die Konsequenzen tragen kann. Irgendwann muss man den Vogel einfach fliegen lassen anstatt ihn einzusperren.“ hob die junge Mutter dann ihren Blick von ihrer Tochter. „Das heißt aber nicht das alles was davor herrschte in Vergessenheit riet oder weniger von Belang ist.“ blickte sie die Blondhaarige dann an. „Du gehörst genau so zu ihrer Familie und daran wird sich nichts ändern.“ neigte sie den Kopf und lächelte leicht. „Selbst wenn du keinen Fuß mehr in die Paradise setzen willst ist es auch okay aber es ändert nichts daran das es andere Wege gibt euch zu treffen und zu sehen.“ Elena gluckste neben ihnen, was der jungen Mutter wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte. „Alles wird gut. Ich weiß es.“ Elena gluckste weiter und drückte den Finger der Blondhaarigen, schon fast instinktiv zu Lyanna's Worten. Dabei war es wohl einfach nur ein Reflex. Aber wer wusste schon was die Kleinen wirklich verstanden. „Aus Fehlern lernt man.“ klang es schon fast wie eine elterliche Lektüre ehe sie selbst bemerkte wie bemutternd es klang ehe sie ihr Gesicht etwas verzog. „Vielleicht nimmst du beim nächsten Mal … ein faules Ei was du auf ihn werfen kannst?“ scherzte die Dunkelhaarige.
@Lexie Murdock

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Das neue Thema um Grace war sicherlich nicht leicht für mich. Aber auch für @Lyanna Lockhart nicht. Manchmal war ich wohl einfach etwas zu egoistisch. Immerhin war Grace nicht nur meine Tante gewesen, sondern auch Lyas Freundin und ein Stückweit ihre Vertraute. Sie loslassen zu müssen war mit Sicherheit auch für die Brünette nicht leicht. Natürlich war mir bewusst das Grace erwachsen war und durchaus für sich selbst entscheiden konnte. Jedoch hatte ich immer noch Zweifel ob es das Richtige war. Ungeachtet ob es sich für sie im Moment noch richtig anfühlte. Die klitzekleine Prinzessin zwischen ihrer Mami und mir schien es ein wenig besser zu gehen. Vielleicht hatte auch ihr die Abwechslung gut getan. Sie hatte immer noch meinen Finger in der Hand und ließ ihn von allein gerade nicht mehr los. Das zauberte auch mir ein kleines Lächeln ins Gesicht. Schon faszinierend wie ein kleines Wesen nur einfach daliegen konnte und trotzdem alle verzauberte. Ich strich mit dem Daumen vorsichtig über den winzigen Handrücken. Das beruhigte mich gewisser Maßen ebenfalls mit. Im Grunde war mir bewusst gewesen das Grace nicht dauerhaft und endgültig wieder nach Hause kommen würde. Das war die harte aber reine Wahrheit. Es dagegen aber unmissverständlich von Lyanna bestätigt zu kriegen, war doch irgendwie wieder etwas anderes. Warum auch immer. Trotzdem tat es weh ich ein Stechen breitete sich in meiner Brust aus das ich so schnell nicht abstellen konnte. Vielleicht wollte ich das auch gar nicht. Ich verzog leicht das Gesicht, aber nur ganz kurz. Ich wollte hier bestimmt nicht direkt wieder losheulen. Tief atmete ich durch um meine Tränen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Es war bitter, aber es war wohl auch besonnen von Lya mir nicht einfach nur das zu sagen was ich gerade hören wollte. Dabei wäre es so viel einfacher gewesen. "Ich glaube du hast leider Recht. Ich hoffe es nicht, aber ich glaube es." Und ich hoffte genau so sehr das wir uns beide geirrt hatten. Das würde wohl aber eher später als früher kommen. Wenn es überhaupt so weit kommen würde. Es war auch rücksichtsvoll von ihr mir keine Standpauke wegen meines Verhaltens zu halten. Immerhin war sie dabei gewesen. Meine Mom war nicht dabei und hatte mir trotzdem einen Vortrag gehalten. Auch wenn sie dabei irgendwie nett klang und mich danach umarmte. Sie war nicht da gewesen und hatte es nicht gesehen. Mein Dad dagegen lag irgendwo zwischen Stolz und Unwissenheit. Wegen Mom konnte er das aber nicht so recht zeigen. Als Lyanna was von faulen Eiern erzählte musste ich wieder kichern. "Laufen da nicht schon genug faule Eier rum?" Ich kicherte trotzdem weiter und sah dabei auf das wahrlich jüngste Mitglied der Rider. "Danke das du mich nicht anbrüllst." Kurz zog ich einen Mundwinkel nach oben. "Es ist schön mit jemandem zu reden der dabei war." Ich hätte auch mit Jackson oder auch Poppy reden können, allerdings wollte ich da ganz bestimmt nichts breit treten. Offensichtlich hatte Jackson tatsächlich noch sehr viel mehr damit zu kämpfen als er es manchmal durchblicken ließ. Darüber zu reden konnte mir in dem Fall gut tun. Ihm dagegen aber nur mehr schaden. "Vielleicht kommt sie uns ja auch irgendwann besuchen..." Stellte ich mal in den Raum, ohne jemanden groß anzusehen. Es war ein Wunschtraum, das war mir bewusst. Aber sollte Grace uns irgendwann besuchen, würde ich sie vermutlich festbinden damit sie nicht so schnell wieder weg konnte. Und hoffentlich kam sie dann ohne ihren Kidnapper. Wobei ich das ohnehin vermutete. @Jace Marshall würde Brian garantiert auf keinen Fall auch nur in der Nähe vom Clubhaus dulden. Da war ich mir sogar sehr sicher. Abermals grinste ich leicht als das kleine Wesen zwischen Lya und mir anfing an meinem Finger zu nuckeln.
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Lyanna war mittlerweile, auch wenn sie es manchmal selbst nicht glauben konnte und sich immer noch ab und an allein umherziehend in der Apokalypse sah, erwachsen. Sie war sogar Mutter. Etwas was sie sich hätte in einer Apokalypse nie hätte vorstellen können. Vor den Untoten wollte Lyanna gewiss immer eine Familie irgendwann einmal haben, doch dieser Wunsch hatte sich verständlicherweise mehr und mehr zurückgezogen als die Welt sich veränderte. Sie bereute nichts. Lya hatte Verlust erlebt und verursacht. Und es würde sicherlich nicht das letzte Mal sein das sie Verlust erleben wird. Doch für Lexie war es sicherlich gewiss anders als für jemanden, der schon mehrere Jahre auf den Schultern trug. Nicht das sie in ihren jungen Jahren weniger erleiden würde. Sondern im Gegenteil. Natürlich fehlte Grace auch Lyanna – doch sie hatte vielleicht ein anderes Verständnis von der Situation. Natürlich war sie nicht weniger traurig darüber aber sie waren beide erwachsene Frauen mit Familien. Das Leben verlief nie in geregelten Bahnen. Auch wenn sie der jungen Frau neben sich gerne etwas anderes erzählt hätte. Die frühere Lya hätte ihr das womöglich erzählt, so wie sie allen immer das erzählte was sie hören wollten. Doch das wollte sie nicht mehr und ganz gewiss nicht mehr denjenigen, welche ihr am Herzen lagen. Wenn Lexie eine Schulter brauchte, würde Lyanna diese sein, wenn sie das wollte. „Auch wieder wahr.“ giggelte die Dunkelhaarige wegen den faulen Eiern. „Glaub mir. Von Brüllen hab ich heute auch genug.“ fuhr ihr Blick kurz hinunter zu ihrer Tochter, die Lexie immer noch fest im Griff hatte und gar nicht mehr gehen lassen wollte. Das so ein kleines Wesen so lange und so laut am Stück schreien konnte, war ihr immer noch eines der größten Rätsel. Lyanna hob wieder den Kopf. Lexie sprach als wäre ein möglicher Besuch von Grace wie ein ferner Traum, der nie in Erfüllung gehen würde. „Das wird sie.“ Es war keine Lüge und auch gewiss nicht etwas was sie einfach so sagte, das Lexie hören wollte. Grace würde sie besuchen. Vielleicht nicht heute. Vielleicht nicht morgen. Aber sie kannte die junge Frau und wusste wie wichtig ihr Familie war.Nur weil sie nicht mehr hier war, vergaß sie das nicht. „Genug Trübsal geblasen.“ atmete sie dann auf und stupste Lexie wieder mit ihrer Schulter an, diesmal ein wenig fester und verspielter, das sie fast das Gleichgewicht verlor. „Elena hat offensichtlich Hunger. Ich füttere sie besser bevor sie dich auffrisst.“ schmunzelte sie nur als sie nur aus dem Augenwinkel sah, wie die Kleine nun an Lexie's Finger nuckelte. Lyanna zögerte auch nicht lange und nahm ihre Tochter wieder auf den Arm, welche automatisch die Blondhaarige aus ihrem Griff losließ. „Willst du noch etwas wissen?“ sprach sie während sie ihre Bluse etwas aufknöpfte. „Ich weiß wohl endlich wie sich eine Kuh fühlt.“ giggelte die junge Frau scherzhaft als sie Elena in ihren Armen anlegte damit sie trinken konnte. „Jedenfalls so ruhig wie jetzt war sie die letzten Stunden nicht mehr, du hast wohl wirklich eine beruhigende Ausstrahlung.Ich danke dir.“ bedankte sie sich ehrlich und ihre Nerven erst. „Bleibst du noch etwas bei mir?“ fragte sie die Blondhaarige schon fast etwas unsicher. Es war schön jemanden bei sich zu haben und nicht alleine mit dem Baby zu sein. Elijah gab sich natürlich die größte Mühe, doch auch er konnte nicht immer da sein und Lyanna wollte das auch gar nicht erwarten. Auch sagte ihr Lucia bereits das es nichts verwerfliches war bei dem ersten und auch bei allen weiteren Kindern danach Angst und Unsicherheit zu verspüren. „Ich weiß es gibt bestimmt deutlich spaßigere Dinge zu tun aber ich könnte etwas frische Luft vertragen.“ Ja Lyanna wollte nach draußen. Natürlich nicht ganz raus. Das würde wohl keiner hier so einfach zu lassen. Sie wollte einfach ein wenig an den Zäunen außerhalb herumspazieren, dort wo auch immer die Wachposten auf und ab liefen und stets reagieren konnten falls sich doch ein Untoter in ihre Nähe verirrte. Lyanna hob nur ihren Blick, welchen sie keinen Moment abgewandt hatte als Elena in ihren Armen trank. „Ich möchte dich natürlich nicht beanspruchen. Ich bin aber auch eine gute Ausrede um Pflichten nicht nachkommen zu müssen.“ schmunzelte die Dunkelhaarige.
@Lexie Murdock

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Das Thema um Grace würde wohl für den Rest unseres Lebens irgendwie heikel bleiben. Zumindest so lange bis Grace wieder nach Hause kam. Natürlich musste ich @Lyanna Lockhart auch Recht geben. Grace war erwachsen und hatte ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Das musste ich akzeptieren, ob ich wollte oder nicht. Ob ich es konnte oder nicht. Im Moment konnte ich weder das Eine, noch das Andere. Es fühlte sich ganz einfach wie eine Entführung an, auch wenn mich seit der Hochzeit ab und an ein anderes Gefühl beschlich. Trotzdem, es glich einer Entführung und würde von mir als solche behandelt werden. Obwohl ich zugeben musste das Lyanna es wirklich zu wissen schien, wie man mich beruhigen konnte. Ich hoffte nur das sie Recht behalten würde und Grace uns irgendwann besuchen kam. Selbst wenn ich sie nur Fünf Minuten sehen könnte. Elena dagegen lenkte mich auch ab. Zum Teil weil sie an meinem Finger nuckelte und wirklich Hunger zu haben schien, und zum Anderen weil sie einfach gar nicht wusste was los war und eben unabhängig davon nölte. Ich grinste leicht als Lyanna meinen Gedanken aussprach und das kleine Bündel wieder an sich nahm. "Hmh?" Machte ich als sie fragte ob ich noch was wissen wollte und kicherte direkt leicht auf als sie mir sogleich die Antwort gab. Ich hätte wohl mit vielem gerechnet, aber ganz sicher nicht mit dem Vergleich zu einer Kuh. Mit einer Hand winkte ich aber gleich wieder ab als sich Lya bei mir bedankte. "Ich hab gar nichts gemacht." Ich hatte mich schon früher hier um die ganz Kleinen gekümmert und wusste das es mir Spaß machte. "Manchmal machen es nur andere Arme. Ich wette das sie bei jedem anderen auch direkt ruhig gewesen wäre." ruhig konnte ich zwar bleiben, aber ich glaubte wirklich das es einfach nur Zufall war. Das jüngste Mitglied der Rider hatte es da gut. Sie bekam was zu futtern wann immer sie wollte und wo immer sie wollte. Als Lyanna nachfragte ob ich noch ein wenig bleiben konnte, musste ich nicht lange darüber nachdenken. Der Tag war ohnehin ruhig gewesen. "Warum nicht." Gab ich also zurück und musste wieder grinsen als sie vorschlug etwas an die frische Luft zu gehen. "Weißt du was? Genau das hatte ich auch vor bevor ich zu euch reingekommen bin." Mein Grinsen wurde etwas breiter und kurz sah ich zu dem Buch das ich mitgebracht hatte. "Eigentlich habe ich heute nicht so viel zu tun. Es gibt keine Schwerverletzten und auch so keine Kranken gerade." Leicht zuckte ich mit den Schultern. "Ich hab Zeit. Das Buch habe ich schon mal gelesen. Ist trotzdem spannend." Wenn man medizinische Bücher spanend fand. "Ich bleibe also gerne bei euch." Ich hätte auch zu Jackson gehen können, da war ich auch oft, aber ich wollte auch nicht das er dachte ich würde ihn nur noch beschatten um auf ihn aufzupassen. So war es wohl nur teilweise. Immerhin war er mein bester Freund.
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Lyanna sah, wie Lexie leicht grinste, als sie den Vorschlag machte, an die frische Luft zu gehen. Es war beruhigend, sie in diesem Moment so entspannt zu sehen, obwohl das Thema Grace wie ein Schatten über ihnen schwebte. Sie konnte die inneren Konflikte in ihr weiterhin spüren, doch es war auch schön zu wissen, dass sie in ihrer Gegenwart ein wenig Trost fand. „Ein wenig frische Luft tut uns beiden gut“, antwortete sie und klang wirklich schon fast wie eine Mutter, während sie Elena wieder sanft in ihren Armen wiegte und ihre Bluse wieder zuknöpfte als Elena fertig war. Die Kleine schien mit jedem Moment zufriedener zu werden, und Lyanna wusste, dass sie eine gute Wahl getroffen hatte, als sie ihn um Hilfe gebeten hatte. Es war eine Erleichterung, jemanden an ihrer Seite zu haben, der nicht nur Erfahrung mit Neugeborenen hatte, auch wenn man darüber nach dachte das Lexie erst 18 Jahre alt war und selber noch keine Kinder hatte. Manche hatten es einfach im Blut. Lyanna sah auf das Buch, das sie erwähnt hatte. Sie wusste bereits, das Lexie Interesse in diesem Bereich zeigte. „Wenn ich das nächste Mal mit Elena in der Cottage bin, wird Jason sicherlich nichts dagegen haben, wenn ich mir das ein oder andere Buch für dich ausleihe.“ versprach sie der Blondhaarigen.Auch wenn Lexie abstritt das es nicht langweilig werden würde, das Buch immer wieder zu lesen – so würde sie auch nichts Neues dazu lernen. Und das war ja gerade im medizinischen Bereich besonders wichtig. Lyanna kontrollierte noch einmal das es Elena gut hatte in ihren Armen und stand dann schließlich auf und signalisierte das sie bereit war loszugehen. Sie wollte wie gesagt nur ein wenig spazieren, nicht weit weg von der Kolonie und immer in Sichtweite der Patrouillen. „Ich gebe ihr fünf Minuten und dann ist sie eingeschlafen.“ grinste Lyanna auf ihre Tochter herab. Üblich wenn man so satt war. Die Dunkelhaarige wartete bis die Blondhaarige soweit war und dann gingen sie zusammen zum Tor, wo sie mit skeptischen Blicken begutachtet wurde. Natürlich wollten die meisten die junge Mutter in Sicherheit wissen. Obwohl sie glaubte das es auch daran lag das Elijah es wohl jedem mehr als klar gemacht hatte, Lyanna mit dem Säugling nicht einfach achtlos rauszulassen. Zu mindestens nicht alleine. Was ja auch keine böse Absicht dahinter war. Und sie war schließlich nicht alleine. Und Lexie war ebenso kein Kind mehr gewesen. „Komm schon. Mir fällt das Dach des Clubhauses auf den Kopf. Nur für eine halbe Stunde. Wir bleiben in der Nähe. Versprochen.“ diskutierte die junge Mutter ein wenig mit der Wache bis diese schließlich nachgab und das Tor öffnete. „Siehst du. Ich bin eine Gefangene in meinem eigenen zu Hause.“ schmunzelte die junge Frau zu Lexie als sie durch das Tor gingen. Jedenfalls hatte Lyanna mit einer Sache recht gehabt. Elena schlief in ihren Armen bereits tief und fest. Auch wenn die frischgebackene Mutter eher weniger wegen der Kleinen raus wollte sondern für sich selbst.
@Lexie Murdock

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Tatsächlich war es schön auch mal länger mit jemanden zu reden, der eben nicht jeden Tag auf der Tagesordnung stand. Zwar sah man sich jeden Tag, wie könnte man auch nicht, aber es war was anderes wenn man sich bewusst darauf konzentrierte. Und gerade einer frisch gebackenen Familie wollte man eigentlich Zeit für sich geben. Dennoch war es eben so, dass die Mitglieder der Rider zu meiner Familie zählten. Blutsverwandt oder nicht. Das machte nicht alles im Leben aus. Allerdings konnte ich ein breites und fröhliches Grinsen nicht unterdrücken, als @Lyanna Lockhart meinte sie würde mir neue Bücher vom Cottage mitbringen. Ich wusste wer @Jason Avery war und natürlich das er im Cottage der Arzt war. Nur persönlich kannte ich ihn noch nicht sehr gut. Trotzdem hatte ich sehr viel gutes über ihn gehört und war mir sicher das man vom ihm auch noch einiges lernen konnte. Ich wollte nur nicht sofort über die Strenge schlagen. Bei den Ridern gab es nicht immer viel zu tun. Was selbstverständlich gut für die Leute war. Immerhin bedeutete es keine schwer Verletzten. Blöd nur für mich wenn nichts zu tun war und ich nur Bücher wälzen konnte. Ein wenig Zeit hier zu verbringen war also auch eine perfekte Ablenkung. Und mal was anderes. Als Lyanna soweit war und auch ihr kleines Bündel fertig war, lief ich ihr nach und nahm nebenher das Buch wieder mit. Es war immerhin für dir Allgemeinheit und wer konnte schon sagen ob es nicht doch noch irgendwann Leben retten würde. Ich warf noch ein leises Lachen ein als die Wetten standen wann die Kleine einschlafen würde. Aber vermutlich würde es wirklich nicht besonders lange dauern. Und zunächst dachte ich allerdings auch dass die junge Mutter einen Spaziergang durch die Kolonie meinte, durch das Ackerland innerhalb. Als sie vor dem Tor stand, beäugte ich sie einen Moment genau so skeptisch wie die Wachen, die Dienst hatten. Genau so erstaunt war ich auch das sie es schaffte die Wache dazu zu bringen uns überhaupt raus zu lassen. Ich war mir nicht sicher wie ich reagiert hätte. Eine Diskussion mit Lyanna führe, oder riskieren das Elijah einem eine langte? Ich war mir auch nicht sicher was schlimmer sein würde. "Ich glaube nicht das du eine Gefangene hier bist." Beteuerte ich auf ihre Worte hin. Immerhin wurden sie raus gelassen. Einer Gefangenen wäre das sicher nicht gestattet gewesen. Trotzdem folgte ich ihr hinaus und hörte wie das Tor hinter uns geschlossen wurde. Es fühlte sich manchmal noch seltsam an einfach durch den Haupteingang zu gehen. So oft wie ich mich rausgeschlichen hatte. "Aber ich weiß was du meinst." Fügte ich zu meinen Gedanken hinzu und gleichwohl auch Lyas Worten. "Ich finde das ganz schön mutig von dir. Die meisten Menschen würden sich wohl gar nicht erst vor die Mauern wagen. Schon gar nicht erst mit einem Kind." Automatisch richtete sich mein Blick dabei auf die Umgebung und langsam auf die Ferne. Jedoch schien alles wirklich ruhig zu sein. Und wenn wir bei den Mauern blieben, würde uns so schnell auch nichts passieren, vermutlich. Genau wissen konnte man das aber einfach nicht. Ich genoss es dennoch selbst vor der Tür zu sein und streckte mich ausgiebig, nachdem ich mir der Umgebung sicher war. "Nett mal den offiziellen Ausgang zu benutzen." Scherzte ich gedrungen weil ich unser jüngstes Mitglied nicht direkt wieder aufwecken wollte.
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Elena war nicht das letzte Mal in der Cottage gewesen. Die frischgebackene Familie wird in nächster Zeit womöglich noch öfter dort sein um sich zu versichern das ihre Kleine sich normal entwickelte. Wenn Lyanna also schon dort war, dann konnte sie auch Lexie ein paar Bücher mitbringen. Wie schon erwähnt stelle sich die Dunkelhaarige es ziemlich öde vor wenn man immer und immer wieder das selbe Buch lesen muss. Beim zweiten oder dritten Mal verstand sie es noch aber alles darüber? Jason würde sicherlich nichts dagegen haben und wenn doch … nun Lyanna war schon immer sehr überzeugend. Vor allem lag ihr die Zukunft sehr am Herzen. Und Lexie war nun mal ein Teil davon. Sie war nicht ihre Mutter, noch waren sie blutsverwandt aber durch die Riders gehörte sie zur Familie. Sie wollte nicht das sie im Clubhaus versauern musste und nichts tat. So wie die Dunkelhaarige nicht in der Kolonie versauern und spazieren gehen wollte. Lyanna war die letzten Monate mehr als körperlich durch die Schwangerschaft eingeschränkt und hielt sich brav an die Regeln. Nun war ihr ein kleiner Spaziergang wohl nicht zu verwehren. Es war ja nicht so gewesen, das sie einen Fuß aus dem Tor streckte und direkt der nächste Beißer dranhing Sie schätzte die Besorgnis und das ihre Leute sie beschützen wollten. Aber es gab einen großen Unterschied zwischen Besorgnis und übertriebener Angst. „Du hast Recht. Gefangene war vielleicht nicht das richtige Wort.“ sprach die junge Frau gespielt nachdenklich. „Eher wie ein Hund, der ab und zu mal raus darf. Klingt besser findest du nicht?“ schmunzelte die Dunkelhaarige ehe sie ihren Blick wieder auf das kleine, schlafende Bündel in ihren Armen richtete. Was sie wohl grade träumte? Können Babys überhaupt schon träumen? „Mutig?“ wiederholte sie das Wort fast schon überrascht und ihr Blick fuhr wieder seitlich zu der Blondhaarigen. „Ich brauche eine Hand für meine Pistole. Außerdem bist du auch dabei. Du bist kein Kind mehr Lexie.“ Lyanna's Schritte wurden etwas langsamer. „Außerdem hat es nicht lange gedauert bis einer von denen uns nachläuft.“ Die Dunkelhaarige blickte kurz über die Schulter. Einer der Wachen vom Tor, lief an den Zäunen entlang um sie im Blick zu behalten. Als er jedoch den Blick der Dunkelhaarigen auf sich spürte und somit erwischt wurde, wurde dieser langsamer aber ließ sicherlich nicht von seinem Vorhaben ab. Lyanna wandte ihren Blick wieder ab. „Siehst du. Wir sind sicher.“ lief die Dunkelhaarige grinsend weiter. „Ich tu so als hätte ich das überhört.“ schmunzelte sie nur als Lexie ihr bestätigte, das es wohl mehr als nur einen Ausgang aus der Kolonie gab. „Auch wenn ich nun neugierig bin weswegen du dich aus der Kolonie schleichen solltest ...“ Lyanna brauchte einen Moment, dann wurde ihre Schritte langsamer, ehe sie stehen blieb. „Moment mal... Triffst du dich etwa heimlich mit jemanden?!“
@Lexie Murdock

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Ich musste kichern, schob mir aber eine Hand vor den Mund um nicht lauter zu werden. Zum Einen um das süße kleine Baby nicht zu stören und zum Anderen um nicht unnötig auf uns aufmerksam zu machen. Selbst wenn wir direkt an der Kolonie waren und uns vorsichtshalber jemand quasi begleitete, war es ratsam nicht allzu sehr aufzufallen. "Ich glaube auch nicht das du wie ein Hund behandelt wirst. Es ist wohl eher die Angst die da aus den Menschen spricht." Leicht legte ich den Kopf dabei zur Seite um die Beiden noch einmal kurz zu mustern. "Ich würde auch nichts dem Zufall überlassen." Weder wenn es um Babys ging, noch um Erwachsene. Die Rider waren meine Familie und ich musste schon genug davon einbüßen. Ich war nicht bereit noch jemanden zu verabschieden. Egal auf welche Weise. Wir liefen dabei gemächlich weiter und ich zog die Brauen erneut hoch als sie so überrascht meine Worte wiederholte. Hatte ich das falsch eingeschätzt? Ich öffnete meinen Mund um nachzufragen, allerdings löste @Lyanna Lockhart das Rätsel schon selbst auf und brachte mich damit dazu, noch viel breiter zu grinsen. Es war schön zu hören das ich nicht für alle nur ein Kind war. Ich passte mich ganz automatischen ihrer Geschwindigkeit an und hatte ein halbes Dankeschön schon auf den Lippen, als Lyanna auch gleich auf unsere neue Gesellschaft aufmerksam machte. Fast dachte ich das ein Beißer auf uns aufmerksam geworden war. Obwohl ich zugeben musste das es ein beruhigendes Gefühl war, zumindest wenn wir mit Elena hier draußen waren. Erneut kicherte ich, als die Wache noch ein kleines bisschen Abstand zu uns einräumte, sich aber nicht von einer Verfolgung abhalten ließ. Wir liefen während dessen weiter und ich musste zugeben das es sich anders anfühlte, wenn der Zaun nicht dazwischen war. Ich steckte die Hände in meine Hosentaschen und gluckste, leicht zog ich meine Schultern dabei hoch um möglichst unschuldig auszusehen. "Ich hab mich nicht rausgeschlichen um irgendwas blödes anzustellen." Versicherte ich ihr direkt weil es auch so war. Und ich war auch nie allein gewesen. Was die frisch gebackene Mama nicht wissen konnte, wenn ich es nicht erwähnte. Mein Blick glitt gerade über die Umgebung, nur um sicherzugehen, als Lyanna langsamer wurde und schließlich ganz stehen blieb. Es dauerte Zwei oder Drei Schritte bis ich es bemerkte und ebenfalls anhielt. Jetzt war es mein Kopf der einen Moment brauchte um die Verbindung zwischen den Worten zu kapieren. Wie von selbst setzte ich dabei ein unschuldiges Gesicht auf und blinzelte ein paar Mal mit den Augen. "Wie? Heimlich?" Leicht fing ich geniert an zu grinsen. Schon wieder. "Es ist weniger heimlich als du denkst und ich treffe mich nicht mit irgend jemanden. Wen soll ich denn hier kennen gelernt haben?" Dabei deutete ich mit meinem Blick über die weite Leere die vor uns lag. Es war vielleicht nicht unmöglich jemanden kennen zulernen, aber es war schwierig wenn dieser jemand in meinem Alter sein sollte. Ältere Männer waren kein Problem. Davon gab es noch genug auf dieser Erde und die meisten von denen waren mittlerweile so ausgehungert das sie wenig Moral übrig hatten. Aber ich genoss trotz aller Umstände eine gute Erziehung und war nicht darauf aus mich mit einem stein alten Mann zu treffen. Bevor Lyanna aber nachfragen musste, erzählte ich gleich weiter. "Ich bin mit @Seth Stewart unterwegs gewesen." Nun verschränkte ich meine Arme hinter meinem Rücken. "Ich hab ihm versprochen mit ihm seine Brüder zu suchen. Er hat mir dafür geholfen nach @Jackson Marshall zu suchen." Ich zog die Schultern an und straffte meinen Rücken. "Gefunden haben wir nichts, aber wir haben eine Menge guter Verstecke ausfindig gemacht. Ähnliche Bunkersysteme, nur sehr viel kleiner. Unsere Landkarte ist praktisch voll mit Notverstecken." Ich ging nicht davon aus das alle Verstecke schon vor dem Ausbruch der Seuche existiert haben, aber das machte keinen Unterschied wenn man dadurch sein Leben retten konnte. Ich ließ meinen Blick auf dem kleinen Bündel in Layannas Armen ruhen um mich von dieser Entspanntheit anstecken zu lassen. Obwohl ich auch nicht allzu sehr aufgewühlt war. Das Thema war nur kein Gutes. Was es irgendwie nie war, denn es war unmöglich das alles nicht aufzugreifen, wenn man bedachte wie viel damit zusammen hing. Bevor jemand von uns aber noch etwas anderes sagen konnte, raschelte in der Ferne etwas, das sich eindeutig vom Wind unterschied. Nicht nur weil der Wind kein erstickendes Stöhnen von sich gab. Irgendein Untoter schaffte es immer sich bis zur Lichtung durchzuschlagen.
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Lyanna bemerkte das unterdrückte Kichern sofort. Lexie hielt sich die Hand vor den Mund, aus Rücksicht auf das Baby und aus Vorsicht, kein unnötiges Geräusch zu machen. Die Geste brachte Lyanna zum Schmunzeln. Wenigstens war sie umsichtig. Das war mehr, als man von vielen anderen behaupten konnte. Als Lexie meinte, sie glaube nicht, dass Lyanna wie ein Hund behandelt wurde, sondern dass es wohl eher Angst sei, die aus den Menschen sprach, verzog die Dunkelhaarige leicht den Mund. „Vielleicht hast du recht… aber manchmal fühlt es sich trotzdem so an. Als müsste ich mich für jeden Schritt rechtfertigen, den ich mache. Selbst jetzt noch.“ , klang sie nachdenklich. Angst war ein mächtiger Motivator aber auch ein schlechter Ratgeber. Die Menschen hier waren traumatisiert. Natürlich wollten sie das Leben schützen, das ihnen geblieben war. Aber irgendwann wurde Kontrolle zu Käfig. Und sie hasste Käfige. Der prüfende Blick der Jüngeren entging ihr nicht. Es war fast rührend, wie ernst sie das alles nahm. Lyanna verstand das, sie fühlte genauso. Man konnte niemanden mehr dem Zufall überlassen. Nicht nach allem, was sie verloren hatten. Sie spürte, wie sich das Gespräch zwischen ihnen wie ein schmaler Pfad spannte. Persönlich, ehrlich, ein bisschen wehmütig. Aber trotzdem leicht. Wie ein seltener, stiller Moment zwischen zwei Generationen, die beide zu früh erwachsen hatten werden müssen. Nur das Lyanna den Vorteil genießen durfte, das ihre Kindheit keine Untoten mit sich brachten. Und als 'Alt' betiteln würde sie sich sowieso nicht. Als Lexie auf ihre Reaktion bezüglich des Wortes 'mutig' einging, merkte Lyanna, wie überrascht das Mädchen war. Wieder dieses leichte Grinsen auf ihren Lippen und auch Lyanna konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sie hatte es ernst gemeint. Lexie war mutig. Nicht tollkühn, nicht dumm, sondern klug genug, zu lernen, und mutig genug, zu handeln. Das war selten geworden. Etwas was die junge Mutter auch sehr beruhigte zu wissen, das ihre Tochter von guten Menschen umgeben war und in ihrem Umfeld aufwachsen durfte. Sie passte sich ihrem Schritt an, und Lyanna spürte die Dankbarkeit, die unausgesprochen zwischen ihnen lag. Doch dann lenkte sie die Aufmerksamkeit auf den Mann der immer noch hinter dem Zaun ihnen folgte.Als Lexie kicherte, weil er ertappt wurde. Es war eine absurde, fast schon komische Szene. Wie ein Schatten huschte der Wächter hinterher, bis er es eben nicht mehr konnte. Denn der Zaun endete irgendwann. Lyanna schüttelte schließlich nur den Kopf. Dann, ganz nebenbei, meinte Lexie, sie hätte sich nicht 'rausgeschlichen, um etwas Blödes zu machen'. Lyanna runzelte kaum merklich die Stirn. „Wozu schlich man sich denn sonst heraus um keinen Blödsinn zu veranstalten?“ Sie wartete ab. Irgendetwas kam da noch. Der Moment, in dem Lexie stehen blieb und unschuldig tat, ließ Lyanna innerlich die Arme verschränken,metaphorisch zumindest. Praktisch war das ein wenig schwierig mit einem Baby auf dem Arm. Sie kannte diesen Blick. Sie hatte ihn früher selbst oft genug benutzt. Diese Art von Grinsen war der Anfang jeder Beichte.„Ich weiß, dass du klüger bist als viele in deinem Alter. Aber das schützt dich nicht vor dummen Entscheidungen anderer.“ Lyanna schüttelte es innerlich. Sie klang ja schon wirklich wie eine Mutter mit ihren Belehrungen. Lyanna folgte ihrem Blick in die Ferne, auf die Weite vor ihnen. Niemand da, jedenfalls auf den ersten Blick. Ihre Augen wurden schmal. Es war kein Vorwurf in ihrem Blick, nur eine Art stilles Forschen. Dann kam der Name. Seth. Natürlich. Lyanna hob leicht die Augenbrauen. Das erklärte einiges. Sie hatte gewusst, dass die beiden mehr verband als nur flüchtige Bekanntschaft. Und wenn Seth Stewart sie tatsächlich mitgenommen hatte, dann war Lexie nicht ganz so leichtsinnig unterwegs gewesen, wie sie zunächst geglaubt hatte. „Seth also… das erklärt einiges. Ich hoffe, ihr habt euch gegenseitig im Blick behalten. Er ist nicht der Typ, der leichtsinnig handelt, aber trotzdem.“ Als Lexie erklärte, dass sie ihm beim Suchen seiner Brüder geholfen hatte und er dafür bei der Suche nach Jackson half, atmete Lyanna langsam aus. Ein unausgesprochener Pakt. Verständlich. In dieser Welt gab es kaum noch echtes Geben ohne Nehmen. Aber es war gefährlich, alte Geister zu jagen, vor allem wenn man nicht wusste, ob sie überhaupt noch lebten. „Dann habt ihr beide eure Gründe gehabt.“ Den Hinweis auf die Verstecke nahm Lyanna mit Interesse auf. Das war wichtig. Lebenswichtig. Vielleicht sogar strategisch wertvoll. Sie nickte kaum merklich, zufrieden mit der Information, auch wenn sie es nicht sofort zeigte. Das musste sie nicht. Ihr Blick folgte dem ihren, zu dem schlafenden Baby in ihren Armen. Elena schlummerte ruhig, unberührt von der Schwere der Gespräche und der Welt um sie herum. Lyanna wog das kleine Bündel sanft hin und her. Lexie verstand mehr, als sie zugab. Doch bevor sie antworten konnte, durchbrach ein Geräusch die Stille. Kein Wind, kein Tier , sondern ein leises, dumpfes Stöhnen. Lyanna hielt sofort inne, zog das Baby näher an sich und drehte leicht den Oberkörper. Ihre Augen suchten die Umgebung ab, die Muskeln in ihrem Körper spannten sich an. Ein Beißer. Natürlich. Einer fand immer einen Weg. „Ich überlasse dir gern den Vortritt. Aber ich kann mir auch gerne die Hände schmutzig machen.“ ließ die Dunkelhaarige nur verlauten. Es war ein einziger Beißer. Und sie zweifelte nicht daran das Lexie nicht mit einem Untoten fertig werden konnte. Sie würde sie aber auch nicht dafür verurteilen, wenn sie lieber wollen würde das Lyanna die Situation regelte. Natürlich müsste Lexie dann Elena auf ihren Arm nehmen. So lange nicht gleich die Wache angerannt kam. Lyanna hörte jetzt schon die Worte, das sie es besser wussten und das die junge Mutter hinter den Zaun gehörte. Diese Schmach wollte sie sich aber ganz gewiss nicht geben.
@Lexie Murdock

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Ich seufzte leicht. Mit @Lyanna Lockhart über gewisse Dinge zu sprechen tat gut. Wir passten alle aufeinander auf, aber sie musste die mütterliche Bürde nicht für mich tragen. Nun hatte sie ihre eigene Tochter die priorisiert werden sollte. Zumal meine Mom auch am Leben war. Allerdings besprach man mit der eigenen Familie bestimmte Dinge einfach nicht. Aus Rücksicht, aus Angst vielleicht und teilweise aus aus Scham um unangenehme Situationen zu vermeiden. Ich wusste auch das Lyanna mir sicher nicht so einfach in den Rücken fallen würde und zu meinen Eltern rannte. Immerhin hatte ich nichts getan das in meinen Augen so verwerflich war. Sich heimlich raus zu schleichen war vielleicht nicht regelkonform, aber zusammen mit Seth war ich nicht ganz alleine. Und wir hatten uns niemals bewusst in Gefahr gebracht, sondern stets Vorsicht walten lassen. Ich nickte leicht als die frisch gebackene Mutter realisierte das es auf einen gegenseitigen Packt rauskam. Und sich gegenseitig zu helfen war praktisch eine Grundregel gewesen. Das dabei nichts rausgekommen war wurmte mich jedoch immer noch. Vielleicht musste es aber auch so kommen und es war Glück im Unglück. Niemand hatte von unseren Ausflügen erfahren, außer Lya gerade. Tatsächlich tat es auch gut einmal zu hören das ich nicht einfach nur immer als verrückter Teenager angesehen wurde. Wie Grace kannte ich jetzt schon sämtliche alten Schicken der Rider auswendig und konnte ohne nachzuschlagen die Reihenfolge einer einfachen Operation auswendig auflisten. Zwar nur in der Theorie, aber irgendwo musste man anfangen. Es gab keine reguläre Ausbildung mehr, kein Krankenhaus in dem man alles üben konnte. Ich musste mich auf Freiwillige innerhalb der Kolonie verlassen. Kleinigkeiten waren kein Problem mehr. Blut abnehmen, kleine Wunden versorgen und hier und da konnte ich auch schon was nähen. Lyanna hatte dennoch Recht gehabt. Egal wie klug man sein mochte, es schützte einen nicht vor den Taten anderer Menschen. "Danke." Kam es lediglich etwas unverwandt von mir. Tatsächlich wusste ich nicht genau wie ich mich angemessen bedanken konnte. Ihre Worte gaben mir doch etwas mehr auftrieb als sie vielleicht vermuten würde. Allerdings wurde mein Lächeln von einem uns nur zu bekanntem Geräusch unterbrochen. Normalerweise wäre das gar kein Problem. Auch wenn man die Bedrohung niemals unterschätzen sollte, war ein einzelner Beißer meistens nicht sehr gefährlich. Im aller schlimmsten Fall hätten wir einfach zurück zum Zaun huschen können, wo die Wache den Untoten erledigen konnte. Das könnte aber auch einen äußerst nervigen Präzedenzfall erschaffen und dann würden wir uns die nächsten Wochen ständig anhören müssen wie leichtsinnig das gewesen war. Und in Lyannas Blick konnte ich das selber erkennen wie sie vermutlich in meinem. Nämlich das wir uns das auf gar keinen Fall antun wollten. Im nächsten Moment stand auch schon im Raum wer sich um den Störenfried kümmern sollte. Ich hatte keinen Zweifel das Lya in wenigen Augenblicken damit fertig wäre, aber ich wollte meinerseits auch beweisen das ich damit auch klarkommen würde. Nicht nur um zu beweisen das ich kein kleines Mädchen mehr war. Man mochte vielleicht recht haben das ich noch jung war, aber ich hatte keine Kinder. Lyanna war erst vor kurzem Mutter geworden und Elena hatte es verdient sie wenigstens kennenlernen zu dürfen. "Ich mach das schon." Damit war diese Frage also geklärt. Nicht nur deswegen, sondern auch damit die Zaunaufsicht ihren Platz nicht unnötig verlassen musste. Einer war, wie gesagt, kein Problem. Aber wo einer war, konnten schnell auch noch mehr kommen. Ich ging auf den strauchelnden Beißer zu und hatte dabei schon ein Messer gezogen. Innerhalb der Kolonie brauchte man das eigentlich nicht, aber ich war mir fast sicher das trotzdem jeder irgendwo eins zur Sicherheit dabei hatte. Ich lenkte den Beißer von Lya ab und achtete darauf das er mir wenigstens ein paar wenige Meter in die andere Richtung folgte. Elena konnte das zwar noch gar nicht sehen und noch nicht einmal verarbeiten, aber ich wollte trotzdem nicht das sie das irgendwie mitbekommen konnte. Sie wie es bei mir war, wollte ich das auch anderen Kindern ermöglichen. So lange wie möglich davon verschont zu bleiben. Ich lief dabei ein paar Mal um den Beißer herum und brachte ihn so aus der Bahn. So konnte ich mich gemächlich von hinten nähern und die Klinge lautlos in seiner Schläfe versenken. Das war mit Nichten mein erster Untoter, aber ein angenehmes Gefühl war es nicht. Der Gestank, das Aussehen, einfach alles daran war zum Abgewöhnen. Als ich mir sicher war das er nicht noch einmal wieder aufstehen würde, wischte ich das Messer an der zerschlissenen Kleidung des Untoten ab. Das Hemd war ziemlich ausgeblichen und die Hosen zerrissen. Vermutlich war der den Sommer über nur in der Sonne gewesen. Da ich gerade keine Möglichkeit hatte den Körper zu entsorgen, blieb mir nichts anderes übrig als ihn liegen zu lassen und zu Lyanna zurück zu gehen. "Ich würde gerne mal einen aufschneiden um zu sehen welche Regionen zuerst wieder lebendig werden." Leicht schüttelte ich automatisch den Kopf dabei. "Wie viele Menschen gab es damals auf diesem Kontinent?" Irgendwann mussten die doch mal weniger werden. Wenn man die abzog die es noch in Übersee geben könnte. Allerdings fragte ich mich ob es einfacher war Inseln zu bereinigen. Ich zuckte für mich mit den Schultern. "Wir machen fast nichts anderes. Wieso werden die nicht weniger..." Es war wohl eher eine Frage für mich selbst als an Lya gerichtet.
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Lyanna hörte den leisen Seufzer des Mädchens und erkannte sofort, wie die kleinen Zahnräder in ihrem Kopf wohl nicht so schnell zu einem Stillstand kommen würden. Sie verstand sehr gut, dass man mit der eigenen Familie nicht über alles reden konnte, auch wenn niemand mehr aus Lyanna's Familie wissentlich am Leben gewesen war. Aber die Dunkelhaarige war auch mal jung gewesen. Die Apokalypse änderte nicht wie kompliziert Familie manchmal sein konnte. Gerade die Nähe, die eigentlich Schutz geben sollte, konnte manchmal wie ein unsichtbarer Käfig wirken. Oder auch die Tatsache das Schweigen auch durchaus in gewissen Situationen, die Personen schützen konnten, die man liebte. Dass Lexie sich ihr anvertraute, empfand sie nicht als Last, sondern als Zeichen von Vertrauen und das war natürlich etwas Schönes. Als Lexie nickte und das Bündnis zwischen ihr und Seth bestätigte, wurde Lyanna bewusst, wie sehr die Jüngere bereits gelernt hatte, Verantwortung zu übernehmen. Der Mangel an Ergebnissen schien sie zu wurmen, und Lyanna konnte den Ehrgeiz dahinter spüren. Sie wusste, dass Scheitern in dieser Welt gefährlich war, aber auch, dass jeder Versuch, etwas zu bewegen, seinen Wert hatte und manchmal mehr lehrte als ein Erfolg. Es erinnerte sie aber auch schmerzlich daran, wie zerbrochen die alten Strukturen waren. Keine Schulen, keine Krankenhäuser mehr. Alles, was zählte, war der Wille, zu lernen und das Erlernte anzuwenden. Und wer weiß. Vielleicht war es eines Tages doch noch möglich die zerbrochenen Strukturen wieder zu reparieren. Nichts war verloren, so lang noch ein lebendiger Mensch auf seinen beiden Beinen stand. Mit Luft in seinen Lungen und einem schlagenden Herzen. Als das leise Danke über Lexies Lippen kam, nahm Lyanna es ohne viele Worte entgegen. Es war die Art von Dankbarkeit, die nicht nach Antwort verlangte, sondern nach Anerkennung und die bekam sie von ihr mit einem warmen Blick. Das Geräusch des Beißers veränderte die Stimmung schlagartig. Lyanna konnte an Lexies Augen erkennen, dass sie denselben Gedanken hatte wie sie. Sich die Einmischung der Wache und deren Vorwürfe zu ersparen, war mindestens genauso wichtig, wie die eigentliche Gefahr zu bannen. Als Lexie erklärte, dass sie es selbst übernehmen würde, spürte Lyanna einen Stich aus Sorge, doch auch Stolz mischte sich hinein. Das war keine trotzige Auflehnung, sondern eine bewusste Entscheidung. Sie ließ ihr den Raum, auch wenn sie ihr Baby noch enger an sich drückte, bereit, im Notfall einzugreifen. Sie beobachtete, wie bedacht Lexie vorging, den Untoten von ihr und Elena weglockte, geduldig die Distanz hielt und dann mit sicherer Hand das Messer ansetzte. Kein unnötiger Kampf, keine überhastete Bewegung. Das war die Art von Pragmatismus, die in dieser Welt über Leben und Tod entschied. Lyanna nahm innerlich zur Kenntnis, dass Lexie weit mehr Übung hatte, als sie es vielleicht ahnte. Als die Jüngere von dem toten Körper zurückkehrte, mit ihren düsteren Überlegungen über das Innenleben der Beißer und die endlose Masse der Untoten, blieb Lyanna still. Sie konnte die Faszination verstehen, die morbide Neugier, die versuchte, inmitten des Grauens Sinn zu finden. Gleichzeitig wusste sie, dass es auf viele Fragen keine Antworten geben würde. Ein schwaches, nachdenkliches Lächeln huschte über ihr Gesicht, als Lexie die Worte über die Zahlen der Toten und Lebenden fast mehr zu sich selbst sprach als zu ihr. Lyanna dachte, dass es wohl die falsche Hoffnung war, auf ein Ende der Untoten zu warten. „Wir müssen uns wohl oder übel an ihre Gesellschaft gewöhnen, wie eine jährliche Grippe.“ sprach die Dunkelhaarige und strich Elena weiter über den Rücken, die von all dem gar nichts mitbekommen hatte und friedlich weiterschlief. „Es gibt so viele Menschen auf dieser Welt, auch wenn es unglaubwürdig nach all den Jahren erscheint. Und es gibt immer noch törichte Menschen, die neue Leben in die Welt setzen.“ Lyanna schenkte Lexie dabei ein sarkastisches Schmunzeln. Das sie ihre Worte natürlich nicht ernst meinte war offensichtlich. Natürlich hatte sie ihre anfänglichen Ängste und Zweifel aber sie würde ihre wunderschöne Tochter niemals mehr gegen etwas Anderes eintauschen wollen. „Und leider gibt es immer noch Menschen, die selbst nach all den Jahren einem Unglück erliegen und den Rest kannst du dir sicherlich denken. Aber der hier wird gewiss nicht mehr aufstehen. Gut gemacht.“ lobte sie die junge Frau neben sich. „Willst du ihn immer noch aufschneiden?“ schenkte sie der Blondhaarigen von seitlich nur einen Blick als sie sich dann doch entschloss ein paar Schritte näher zu dem leblosen Leichnam zu schreiten. Natürlich wollte die Dunkelhaarige Lexie keine Flausen in den Kopf setzen. Aber woran konnte man besser üben als an etwas was nicht mehr lebte und keine Schmerzen mehr verspürte. Ein Gedanke, der in der frühen Welt wohl als sich ziemlich makaber wirkte, wirkte in der Heutigen fast schon normal. „Wenn du das tust solltest du vorbereitet sein. Beißer, wie der da wandeln schon länger auf der Welt. Das siehst du an seinem Zustand. Wenn du diesen hier aufschneidest, wirst du womöglich von seinem Geruch, welcher sich jahrelang in ihm aufgestaut hatte, ohnmächtig werden oder dich gar übergeben.“ Lyanna hob nur ihre Hand und deutete mit ihrem Finger auf seinen Oberkörper. „Schneide ihn nicht geradlinig auf. Die Haut ist vielleicht weich aber die Knochen sind noch zäh. Du wirst das Brustbein mit einem Messer nicht einfach so durchtrennen. Du musst drumherum schneiden.“ Die Dunkelhaarige lächelte schließlich wieder als sie zu Lexie rüberblickte. „Manchmal hat man keine andere Wahl als sich mit dem selben Gestank eines Untoten zu bedecken um zu überleben. Wenn du den Tod überlisten willst, musst du wohl auch riechen wie der Tod.“ erklärte sie schließlich die Tatsache warum sie so viel darüber wusste. „Aber glaube mir diesen Gestank wirst du selbst in Wochen gründlichen Reinigens nicht mehr los.“
@Lexie Murdock

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