WILLKOMMEN!
Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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Heaven’s Paradise Plot
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September – November 2024
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26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°C
Oktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C
November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C

THE DEAD DON’T DIE
X
#1

Gästezimmer

03.09.2024 18:01
The Walking Dead Team 3.988 Beiträge
Alter
01
Größe
ganz groß!
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Admin

Das Zimmer hat ein eigenes, angrenzendes Badezimmer.

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#2

RE: Gästezimmer

04.09.2024 00:06
Nano West Nano West (gelöscht)
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<<< Aussenbereich Wälder Seite 8 <<<



Alles außer seinen wichtigsten Fund ignorierend, zog er die Verletzte aus dem Auto und hob sie jetzt auf die Arme. Einige Dinge auf Seite schiebend, legte er sie behutsam auf den Arbeitstisch, der im Lager stand und befreite sie von ihrem Gepäck und ihren Waffen. Dann zog er das Oberteil hoch und seufzte leise. Das blutete wirklich anständig. Schnell eilte er zu einem der Regale und kehrte mit einer Kiste zurück. „Ich weiß nicht, ob Sie mich hören können. Ich hab Sie zu meiner Wohnung gebracht. Ich werde Ihre Wunde jetzt desinfizieren, das wird richtig weh tun. Ich kann Sie nicht nähen, aber ich werde die Wunde mit Wundnahtstreifen versorgen, so wie man das früher gemacht hat! Sie haben schon zuviel Blut verloren.“ Er arbeitete gewissenhaft. Es war doch gut gewesen, die kleine Apotheke in der Mall ganz auszuräumen. Das er all diese Sachen wirklich mal brauchte, hätte er nicht erwartet. Eher, das er sie an jemanden weitergeben konnte, der wirklich gut damit klar kam. Er musterte die sorgsam versorgte Wunde und desinfizierte das Umfeld ein weiteres Mal, bevor er sie mit einem großen, zusätzlichen Pflaster verband und dann die Handschuhe abstreifte. Mittlerweile war er sich fast sicher, das sie durch den Blutverlust bewusstlos war, aber das sie lebte, hatten ihm ihre Reaktionen während seiner Versorgung gezeigt. „Die Wunde ist jetzt zu, aber ganz aus dem Schneider sind Sie noch nicht. Ich will… Ihnen natürlich nicht zu nahe treten, aber ich werde Sie etwas säubern und Ihnen ein Shirt geben, damit Sie sich ausruhen können.“

Es dauerte eine Weile, bis er sie vorsichtig von ihren Kleidern befreit, vom Blut gesäubert und in eines der Shirts gepackt hatte, die immer noch unbenutzt im Lager des Bunkers lagen. Erst dann nahm er sie vorsichtig auf und brachte sie in das ungenutzte Schlafzimmer hinüber. Einen langen Moment sah er sie an, doch dann verließ er das Zimmer, um etwas Ordnung zu schaffen und mit einigen Dingen zurückzukehren. Er zog einen Stuhl heran und stellte eine Flasche Wasser, ein Glas und zwei Tablettenpäckchen auf den Nachttisch. Ihre Kleider hatte er zusammen mit seinen in die Waschmaschine geworfen und den Rest ihrer Sachen auf dem kleinen Sessel im Schlafzimmer abgelegt. Er beugte sich über sie und sah auf das Fieberthermometer, das mit leisem Piepsen eine leicht überhitzte Körpertemperatur preisgab. Hoffentlich bekam sie keine Infektion. Er hatte getan, was ihm möglich war, jetzt mussten ihre Selbstheilungskräfte einsetzen. Er lehnte sich zurück und betrachtete die dunkelhäutige Frau. Woher sie wohl gekommen war? Er traf nur selten auf andere Menschen, mit denen er sich entweder stritt oder mit ihnen handelte. Sie wirkte ein bisschen so auf ihn wie jemand…. den er mittlerweile sehr vermisste und der… extrem widersprüchliche Gefühle in ihm hervorrief. Aber auch wenn dieser jemand vermutlich nicht mehr lebte… er würde alles tun, um diese Frau nicht sterben zu lassen. Er hatte absolut keine Lust, ein weiteres Grab auszuheben.

Er sah auf das Messer, das er mit der Halterung jetzt auch an seiner Jogginghose befestigt hatte. Solange nicht sicher war, das sie das überlebte, konnte er es sich nicht leisten unvorsichtig zu sein. Nano seufzte leise und lehnte sich zurück. Ob er kurz die Augen schließen konnte? Er hatte seine Akkus ausgewechselt und das Ladekabel seines Armes einfach hier in der Steckdose angeschlossen. Er wollte nicht, das sie alleine war, wenn sie erwachte. Und vor allem wollte er es früh genug mitbekommen, wenn es ihr schlechter ging. Dann griff er nach seiner vollen Kaffeetasse. Wach bleiben war ganz bestimmt die weitaus sicherere Option.

@Michonne Grimes


the fear doesn‘t go away
the warrior and the artist live bei the same code of necessity,
which says that the battle must be fought every and every day
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#3

RE: Gästezimmer

29.09.2024 20:21
Michonne Grimes Michonne Grimes (gelöscht)
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Die Welt um Michonne war ein wirres Durcheinander aus Licht und Dunkelheit. Immer wieder tauchte sie in Bewusstlosigkeit ab, nur um Momente später wieder an die Oberfläche des Schmerzes zu driften. In ihren Ohren rauschte es, ihr Atem ging flach und unregelmäßig. Sie spürte, wie ihr Körper irgendwo ruhte, auf einem harten Untergrund, doch sie konnte sich nicht daran erinnern, wie sie dorthin gelangt war. Nur der dumpfe Schmerz an ihrer Seite und das Brennen in ihren Gliedern erinnerten sie daran, dass sie noch lebte. Aber es fühlte sich seltsam an, unwirklich, als ob sie irgendwo zwischen den Welten schwebte.
Ihre Gedanken waren ein Flickenteppich aus Bildern. Der Wald, der Schnitt, die Hitze. Sie erinnerte sich an die Schritte, die auf sie zukamen, und die Stimme, die sie beruhigen wollte. Doch was danach passiert war, entglitt ihr. War sie gestorben? Hatte jemand sie gefunden? Und wenn ja – wer?
Langsam begann ihr Körper zu reagieren, als ob er aus einem tiefen Schlaf erwachte. Ihre Finger zuckten leicht, ihre Lippen waren trocken und rissig, als sie versuchte, ein Geräusch zu formen, doch nur ein heiseres Krächzen entkam ihrer Kehle. Sie zwang sich, die Augen zu öffnen, doch das grelle Licht, das sie erwartete, ließ sie sofort wieder blinzeln und die Lider fest zusammenpressen.

Alles tat weh. Es war, als hätte jemand ein Feuer unter ihrer Haut entfacht, das besonders in ihrer Seite loderte, wo die Wunde war. Ihre Sinne kehrten langsam zurück, und sie spürte das rauhe Gefühl eines Stoffes auf ihrer Haut, das nicht zu ihrer Kleidung gehörte. Wo war sie? War sie in Sicherheit?
Michonne zwang sich dazu, die Augen erneut zu öffnen, dieses Mal langsamer, ihre Pupillen gewöhnten sich allmählich an das Licht. Sie war nicht draußen. Das war das Erste, was ihr auffiel. Die Wände um sie herum waren nicht aus Bäumen und Laub, sondern aus Beton und Metall. Es roch nach Desinfektionsmittel, und irgendwo summte leise ein elektrisches Gerät. Sie war nicht mehr im Wald, das stand fest.
Ihr Herzschlag beschleunigte sich. Wer auch immer sie hierher gebracht hatte, war in ihrer Nähe gewesen, und obwohl sie sich nicht an die Details erinnern konnte, wusste sie, dass es ein Mann gewesen war. Ihre Finger tasteten nach etwas Vertrautem, doch ihre Waffen… sie waren nicht da.
Panik kroch in ihr auf. Sie fühlte sich nackt ohne das vertraute Gewicht ihres Katanas an ihrer Seite, ohne die Möglichkeit, sich zu verteidigen. War sie gefangen? Hatte jemand sie ausgenutzt, während sie bewusstlos war? Jeder Muskel in ihrem Körper schrie vor Anstrengung, als sie versuchte, sich aufzusetzen, doch die Schmerzen an ihrer Seite zwangen sie mit einem erstickten Keuchen zurück in die Kissen.

"Verdammt…" flüsterte sie, ihre Stimme war kaum mehr als ein raues Murmeln. Sie schloss kurz die Augen, atmete tief durch und zwang sich, ruhig zu bleiben. Panik half ihr jetzt nicht. Sie musste klar denken, herausfinden, wo sie war und wer sie hierher gebracht hatte. Und warum sie überhaupt noch lebte.
Erschöpft ließ sie den Kopf zur Seite sinken und bemerkte die Flasche Wasser auf dem kleinen Tisch neben dem Bett. Jemand hatte sich Mühe gegeben, sie zu versorgen. Das Desinfektionsmittel, der sauber verbundene Verband an ihrer Seite – das waren keine Zeichen eines Angreifers. Es war ein leiser Hoffnungsschimmer, der in ihr aufstieg, aber sie traute dem Frieden nicht. Noch nicht.
Es war so still. Zu still...
Langsam wanderte ihr Blick durch den Raum. Ein Schlafzimmer, funktional, ohne viel Luxus. Der Geruch von Maschinen und altem Metall lag in der Luft, aber es wirkte nicht bedrohlich – zumindest nicht im Moment. Michonne schloss die Augen einen Moment, ließ den Schmerz durch sich hindurchziehen, versuchte, ihn zu beherrschen. Dann öffnete sie sie wieder, dieses Mal entschlossener.
Sie war hier, sie lebte. Aber sie musste herausfinden, was als Nächstes kommen würde. Und vor allem, wer sie gerettet hatte. Langsam, sehr langsam drehte sie ihren Kopf und begann mit den Augen denjenigen zu suchen der sie an diesen Ort gebracht haben musste.

@Nano West

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#4

RE: Gästezimmer

01.10.2024 12:09
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano sah immer wieder zum Bett. Sie schlief, auch wenn es etwas unruhig war und ihr Atem für seinen Geschmack etwas zu schnell ging. Aber es war besser für sie als mit dieser Wunde und den Schmerzen auskommen zu müssen, die er beim Säubern der Wunde heraufbeschworen hatte. Ob sie damit schon lange unterwegs gewesen war? Er konnte es sich nicht vorstellen, aber er war schliesslich auch kein Arzt. Eine ganze Weile sass er an ihrem Bett, dann stand er leise auf und ging in die Küche, um seine Kaffeetasse wieder zu füllen. Er zögerte. Die Wunde war definitiv eine Fleischwunde. Also war es sicher kein Problem, wenn sie etwas zu Essn bekam. Er lauschte und sah noch einmal durch den Türschlitz ins Schlafzimmer. Dann nickte er und kehrte in die Küche zurück.lange würde er nicht brauchen. Er setzte einen Suppenfond auf und putzte eine Portion Gemüse, die er in die Suppe gab. Dann stellte er es auf kleinste Flamme und schnupperte. Ja, das konnte gehen, sie musste nur noch eine Stunde köcheln und richtig durchziehen. Er grif nach seiner Kaffeetasse und kehrte mit einem Buch zurück ins Schlafzimmer. Erst eine ziemliche Zeit später sah er auf. Sie schien unruhig geworden zu sein, unruhiger als zuvor. Dann schien sie zu versuchen, sich aufzusetzen und fluchte leise. Das war ganz sicher keine sehr gute Idee gewesen. Er stellte die Tasse weg und stand auf, um sich zu ihr auf die Bettkante zu setzen, wartete aber, bsi sie ihm ihr Gesicht zugewandt hatte. „Hallo…. Ich bin wirklich froh, das du wieder wach geworden bist. Es gab ein paar Momente wo ich dran gezweifelt habe. Bitte… nicht zuviel bewegen. Ich habe für die Wunde an deiner Seite nur Klammerpflaster nutzen können, aber sie ist sauber und wenn sie nicht zuviel belastet wird, sollte sie heilen. Darf ich?“ Dieses eine Mal dachte er nicht daran die Antwort abzuwarten. Er griff nach einem Fieberthermometer und hielt es an ihre Stirn. Etwas Temperatur hatte sie doch. Nano seufzte. „Du kämpfst gegen eine Entzündung, du bleibst am besten noch liegen. Ich kann dir bringen, was du brauchst.“ Er atmete tief durch. „Mein Name ist Nano. Ich habe dich im Wald gefunden und versucht, mich um seine Verletzung zu kümmern. Wir beide sind alleine hier, du musst dir also keine Sorgen machen. Deine Kleider sind gewaschen worden und trocknen, der Rest von deinen Sachen und deine Waffe liegen dort drüben neben dem Sessel. Im Augenblick brauchst du das aber nicht, hoffe ich.“ Er griff zu dem Wasser und den Tabletten. „Ich habe hier Schmerztabletten und Wasser, aber bitte nimm nicht zuviel auf einmal.“ Er musterte sie. „Geht es dir denn sonst gut? Wenn du etwas brauchst, dann kannst du es ruhig sagen.“


@Michonne Grimes


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#5

RE: Gästezimmer

23.10.2024 15:07
Michonne Grimes Michonne Grimes (gelöscht)
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Das Gewicht der Erschöpfung lastete schwer auf Michonne, als sie versuchte, die Augen offen zu halten und ihre Umgebung schärfer wahrzunehmen. Es fiel ihr schwer, den Schleier aus Schmerz und Müdigkeit zu durchdringen, aber die Stimme, die plötzlich an ihr Ohr drang, ließ sie aufhorchen. Langsam, mit einem leisen Seufzen, drehte sie den Kopf zur Seite und erblickte den Mann, der ihr gegenüber saß. Sein Gesicht war von Sorge gezeichnet, doch seine Bewegungen waren ruhig, kontrolliert.
Sie blinzelte, als er etwas sagte – seinen Namen. Nano. Es brauchte einen Moment, bis die Information in ihrem benebelten Verstand ankam. Sie versuchte, die Worte zusammenzusetzen, während ihr Körper sich weigern wollte, sich weiter zu bewegen. Ihr Geist kämpfte darum, die Oberhand zu behalten. Sie war nicht mehr im Wald. Sie war nicht allein. Doch was sollte sie von ihm halten? Seine ruhige Art und die sanfte Fürsorge, mit der er sprach, widersprachen ihren Instinkten, die in jeder fremden Begegnung eine potenzielle Gefahr sahen.
Michonnes Lippen öffneten sich leicht, als er das Fieberthermometer auf ihre Stirn legte. Der kühle Kontakt brachte ein Gefühl von Realität zurück in ihren benommenen Zustand. Sie hätte protestieren sollen, ihm die Hand wegschieben, aber die Kraft verließ sie, bevor sie es überhaupt in Erwägung ziehen konnte. Stattdessen ließ sie es geschehen, ihre Augen nur halb geöffnet, während sie seinen Worten lauschte.

"Eine Entzündung…" murmelte sie leise und spürte, wie das Wort an Gewicht gewann. Natürlich. Die Wunde war schlimmer als gedacht, und sie hatte sich zu lange durch den Wald geschleppt. Kein Wunder, dass sie beinahe zusammengebrochen war. Aber jetzt? Sie war hier, an diesem seltsamen Ort, mit einem Fremden, der behauptete, ihr geholfen zu haben. Und dennoch… seine Nähe war seltsam beruhigend, als hätte er es nicht eilig, sie zu verletzen. Seine Worte klangen ehrlich, doch Misstrauen war zu tief in ihre Überlebensinstinkte eingebrannt, um ihn sofort für bare Münze zu nehmen.
Ihre Finger griffen nach dem Wasser, das er ihr anbot, aber die Bewegung war zittrig und langsam. „Danke…“ murmelte sie, als sie einen kleinen Schluck nahm. Die kühle Flüssigkeit brannte angenehm in ihrer trockenen Kehle, und für einen Moment schloss sie die Augen, um die Erleichterung zu spüren, die sie durchflutete. Aber nur einen Moment. Sie durfte sich nicht gehen lassen, nicht jetzt.

Ihre Gedanken kehrten zu dem Katana zurück, das er erwähnt hatte. Es lag da, nur ein paar Schritte entfernt, außerhalb ihrer Reichweite. Das beruhigende Gewicht, das ihr in unzähligen Schlachten und auf langen Reisen Schutz geboten hatte, war jetzt wie eine entfernte Erinnerung. Sie wollte es, nein, sie brauchte es. Aber sie wusste, dass es in diesem Moment nicht weise wäre, ihre Kräfte weiter zu verschwenden.
"Nano…" Ihre Stimme war rau, aber entschlossener als zuvor. Ihre dunklen Augen musterten ihn aufmerksam, suchten nach einem Anzeichen von Täuschung. "Du hast mir also das Leben gerettet…" Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Sie wollte die Situation erfassen, ohne sich dabei zu schwach zu zeigen. "Ich… verstehe."
Ein leises Keuchen entwich ihren Lippen, als sie ihre Position im Bett minimal veränderte, den Schmerz an ihrer Seite ignorierend. "Wie lange war ich… bewusstlos?" Sie musste die Kontrolle wiedererlangen, musste wissen, was hier vor sich ging. Ihr Kopf lehnte sich schwer gegen das Kissen, und sie spürte, wie die Müdigkeit erneut an ihr zerrte. Aber sie kämpfte dagegen an, zwang sich, wach zu bleiben. „Und wo genau… sind wir?“

Ihr Blick fiel wieder auf das Katana, das friedlich neben dem Sessel lag. Der vertraute Griff schien sie aus der Ferne anzulächeln. Bald, dachte sie. Bald würde sie es wieder in der Hand halten. Aber nicht jetzt.

@Nano West

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#6

RE: Gästezimmer

04.11.2024 16:37
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano seufzte. Langsam legte sich die Anspannung in ihm selbst wieder etwas. Sie schien wirklich wach und bei klarem Verstand zu sein. Das war bei einer solchen Verletzung ein wahrer Glücksfall. Ihre unterschwellige Panik war deutlich zu spüren. Aber er kannte eben genau dieses Gefühl nur zu gut. Und er musste dazu nicht einmal verletzt sein. Sie war alleine draußen gewesen, in einer Welt in der es nicht nur die Toten auf einen abgesehen hatten. Viel schlimmer waren die, die noch lebten. Das musste als Frau noch sehr viel schlimmer sein. Er hatte selbst mitbekommen, das viele dort draußen jetzt keine Regeln mehr kannten. Jetzt herrschte das Gesetz der Wildnis. Der Stärkere überlebte. Oder der, der es verstand so lang wie möglich bedeckt zu bleiben.Langsam lehnte er sich vor. „Das Leben gerettet hört sich an, als ob ich groß etwas getan hätte. Das du noch lebst verdankst du in erster Linie dir selbst. Mit einer solchen Wunde durchzuhalten grenzt heute fast schon an ein Wunder.“ Er atmete tief durch. Er würde ihr die Angst nicht einfach nehmen können. Auch nicht das Misstrauen. Wenn er zu freundlich zu ihr war, würde das ihre Alarmglocken ebenso bimmeln lassen. Vielleicht war sie auch schon hereingelegt worden oder hatte falsche Sicherheit gepredigt bekommen. Am besten war es also, einfach ehrlich zu sein. „Ich weiß, du bist nervös und hast keine Ahnung, wer ich bin, was ich bin oder ob du vielleicht immer noch in Gefahr bist und ich verstehe das. Auch ich kenne dich nicht. Und … als halber Überlebender aus der alten Welt bin ich vielleicht etwas aufgeschlossener als für mich gut ist, aber… ich werde weder meine Hilfsbereitschaft noch meine Gastfreundschaft ablegen, nur weil dort draußen gerade die Welt untergeht. Ich bin Nano West. Der Ort an dem wir uns befinden ist sicher. Eine private Zuflucht meines Großvaters. Wir beide sind hier alleine, meine Eltern sind vor längerer Zeit gestorben. Du bist also tatsächlich an einem Ort gelandet, an dem du dich ohne Probleme auskurieren kannst, bevor du wieder gehst. Ich bin kein Arzt, aber ich hab mir vieles angelesen und habe eine ganz ordentlich Hausapotheke. Wenn du es also möchtest, dann kümmere ich mich um dich und deine Wunde, bis du gefahrlos zurechtkommst. Alles, was ich dafür von dir verlange ist, das du mir soweit vertraust wie es dir möglich ist, denn ich will dir gewiss nichts tun. Und wenn du wieder in Ordnung bist, verbinde ich dir die Augen und bring dich zurück zu der Stelle, wo ich dich gefunden habe. Ich kann es mir leider nicht leisten, mein Zuhause öffentlich zu machen. Es gibt nur vier Personen, die genau wissen, wo ich wohne und du bist keiner dieser vier, wenn das für dich in Ordnung ist!? Ich kann dir gern die Namen der anderen drei nennen, aber ich befürchte du kennst sie nicht.“ Er lächelte jetzt. Er hatte es absichtlich als rethorische Frage formuliert. Es war ja nicht so, als ob sie groß eine Wahl gehabt hätte. Sie war schwer verletzt. Aber sie brauchte das Gefühl wirklich sicher zu sein genauso, um wieder gesund zu werden. Und er musste sichergehen, weiterhin unentdeckt geblieben zu sein. „Für mich ist es schon genug ein paar Tage Gesellschaft zu haben und mich nicht nur mit mir selbst zu unterhalten. Dafür kümmere ich mich gern um deine Verletzung und verpflege dich. Du solltest aber der Wunde noch ein paar Tage Ruhe gönnen und dich zumindest bis morgen noch so wenig wie möglich bewegen. Die Klammerpflaster sind nicht ganz so effektiv wie eine Naht oder Metallklammern. Da brauchst du etwas mehr Geduld. Du warst jetzt einen halben Tag und eine Nacht ohne Bewusstsein. Wir haben kurz vor zehn Uhr morgens. Mach einfach langsam, ja? Morgen können wir den Verband wechseln.“ Er lehnte sich zurück und musterte die Frau im Bett. „Wie hast du dich verletzt? War es ein Tier? Oder war das ein anderer Überlebender?“

@Michonne Grimes


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#7

RE: Gästezimmer

17.11.2024 20:09
Michonne Grimes Michonne Grimes (gelöscht)
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Michonne lauschte seinen Worten, während sie still dalag und ihren Körper zur Ruhe zwang. Ihre Augen blieben auf den Mann gerichtet, der sich Nano West nannte, und sie musterte ihn genau, suchte nach kleinsten Zeichen von Täuschung oder einem verborgenen Motiv. Doch je länger er sprach, desto schwerer fiel es ihr, den Argwohn in ihrem Inneren aufrechtzuerhalten. Er klang ehrlich – oder zumindest überzeugt von dem, was er sagte. Aber das bedeutete in dieser Welt nichts. Ehrlichkeit war selten, Vertrauen noch seltener, und sie hatte einen hohen Preis gezahlt, um zu lernen, wie schnell beides gebrochen werden konnte.
Seine Erwähnung, dass sie selbst dafür verantwortlich sei, noch am Leben zu sein, ließ ein bitteres Lächeln über ihre Lippen huschen. Wenn er wüsste... Das war doch das Einzige, was diese Welt noch verlangte: überleben, selbst wenn man Stück für Stück zerbrach. Ihr Blick glitt kurz zur Decke, bevor sie wieder zu ihm zurückkehrte.
"Ein halber Tag und eine Nacht…" murmelte sie leise, ihre Stimme immer noch rau, aber klarer als zuvor. Das erklärte die bleierne Schwere in ihren Gliedern, das Gefühl, als hätte sie die Zeit verloren. Sie spürte die Scham in sich aufsteigen – so lange bewusstlos, so verwundbar. Sie hasste dieses Gefühl.

"Nano West.", wiederholte sie, als ob sie den Namen mehrmals aussprechen müsste bevor sie ihn verinnerlichen konnte. "Danke… für das, was du getan hast."
Es fiel ihr schwer, die Worte über die Lippen zu bringen. Dankbarkeit war keine Währung, die sie oft ausgab. Aber sie wusste, dass er sie aus dem Wald geholt hatte, dass er ihre Wunde versorgt hatte. Und jetzt bot er ihr auch noch seine Gastfreundschaft an, wenn auch unter Bedingungen.
Ihre Augen verengten sich leicht, als er von der Geheimhaltung seines Zufluchtsorts sprach. Es war verständlich, dass er vorsichtig war – Vorsicht war die einzige Möglichkeit, in dieser Welt zu überleben. Aber es erinnerte sie daran, wie wenig sie von ihm wusste, wie viel Macht er in dieser Situation über sie hatte. Ihre Waffe war zwar in Sichtweite, doch sie konnte spüren, wie weit entfernt sie sich wirklich anfühlte.

"Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.", sagte sie schließlich, ihre Stimme hatte nun einen Hauch von Stärke zurückgewonnen. "Ich habe kein Interesse daran, deinen kleinen Rückzugsort zu verraten. Solange ich hier sicher bin, bin ich niemandes Problem.
Ein Moment der Stille folgte, während sie sich kurz den Kopf zurücksinken ließ und die Augen schloss. Sein Angebot, sie zu pflegen, schien aufrichtig, aber es war die Frage, wie lange sie das zulassen wollte. Sich auf jemanden zu verlassen – das hatte sie schon vor langer Zeit aufgegeben. Doch jetzt, in diesem Zustand, blieb ihr keine Wahl.
Langsam öffnete sie die Augen wieder und fixierte ihn, ihre dunklen Augen kühl und direkt.
"Die Wunde… war ein Streuner. Überraschung aus dem Unterholz." Sie machte eine kurze Pause, um ihre Stimme zu kontrollieren, bevor sie weitersprach. Ich habe ihn erledigt, aber… nicht schnell genug. Ein schwacher Ausdruck von Frustration huschte über ihr Gesicht. Es schmerzte, diesen Moment der Schwäche einzugestehen, doch es war die Wahrheit.

"Du hast recht – ich kenne dich nicht.", sagte sie nach einem langen Atemzug. Aber du scheinst mir auch nicht die Art von Typ zu sein, die sich die Mühe macht, jemanden aufzusammeln und zu versorgen, nur um dann doch etwas anderes im Schilde zu führen." Ihre Worte waren vorsichtig, fast abwägend.
"Also nehme ich dich beim Wort, Nano West. Ich werde bleiben… solange ich muss."
Sie lehnte sich leicht zurück, spürte den pochenden Schmerz an ihrer Seite, der sie daran erinnerte, wie verletzlich sie war. "Aber...", fügte sie mit einem Anflug von Härte in ihrer Stimme hinzu, "...wenn du versuchst, irgendetwas anderes aus dieser Situation zu machen, wirst du feststellen, dass ich auch verletzt noch gefährlich bin."
Die Worte standen zwischen ihnen, eine Grenze, die sie ziehen musste, um sich selbst zu schützen. Doch tief in ihrem Inneren wünschte sie, dass er wirklich so war, wie er zu sein schien – jemand, der einfach helfen wollte.

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#8

RE: Gästezimmer

02.01.2025 14:23
Nano West Nano West (gelöscht)
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Nano nickte langsam. „Streuner sind in den Wäldern im Moment viele unterwegs. Ich geh zwar nicht oft dorthin, aber das es mehr werden bekomme selbst ich mit.“ Er seufzte leise, lächelte aber leicht auf ihre Warnung hin. Das sie gefährlich war glaube er ungesehen. Jemand wie sie, der jetzt noch lebte und eine Waffe wie diese führte konnte nur mutig und gefährlich sein. „Ich nehme es zur Kenntnis und …. glaube es sofort! Aber ich bedanke mich für den Vertrauensvorschuss. Es gibt für mich absolut keinen Grund, etwas anderes zu versuchen. Ich biete dir meine Gastfreundschaft und meine Pflege gerne an. Zum Teil weil ich es kann und die erforderlichen Ressourcen habe und zum anderen, weil ich denke, das Menschlichkeit auch in dieser Welt noch eine große Bedeutung hat. Wir leben immer noch auf dieser Kugel und haben identische Probleme. So etwas sollte doch verbinden und nicht das Finsterste aus der Seele hervorholen. Aber so sind die Menschen leider nicht. Das weiß sogar ich.“ Er kratzte sich einen Moment lang an der Schläfe. „Gut, wenn wir uns dann einig über deinen Aufenthalt sind nur ein paar organisatorische Dinge. Wenn ich die Türe zu diesem Zimmer anlehnen, anstatt schließen darf, kann ich sofort kommen wenn du mich rufst, falls du Hilfe benötigst. Wenn ich rausgehe, dann sag ich vorher Bescheid.“ Er deutete auf die Türe rechts von ihr. „Dort ist das Bad, das du nutzen kannst. Vom Duschen solltest du aber vielleicht noch ein paar Tage absehen. In meinem Bad gibt es auch noch eine Wanne, falls dir das lieber ist, sag es einfach. Was wichtig ist, sind die Nächte. Ich kann dir immer helfen, wenn du aber nach 23.-00 Uhr Hilfe brauchst gib mir bitte etwas Zeit. Ich werde kommen, aber ich brauche dafür etwas länger.“ Er lächelte und deutete auf ihren Bauch. „Die Wunden sind zwar tief, aber es sind keine Organe verletzt. Du kannst also alles essen und trinken. Möchtest du vielleicht einen Kaffee? Oder einen Tee?“

@Michonne Grimes


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#9

RE: Gästezimmer

28.01.2025 19:08
Michonne Grimes Michonne Grimes (gelöscht)
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Michonne ließ seine Worte einen Moment in der Luft hängen, während sie ihn weiterhin beobachtete. Seine Stimme war ruhig, fast zu ruhig für diese Welt, und die Art, wie er sprach, war durchdacht und fast schon... optimistisch. Es war schwer, nicht zumindest ein kleines bisschen irritiert davon zu sein. Doch sie hielt inne, schluckte ihre Zweifel hinunter und konzentrierte sich darauf, die Situation zu analysieren.
Ihre Finger glitten unbewusst über die Bettdecke, als sie den Kopf leicht drehte, um zur Tür zu sehen, die er angedeutet hatte. Ein Badezimmer, eine Möglichkeit, sich irgendwann zu reinigen – ein kleiner Luxus, den sie schon viel zu lange nicht mehr erlebt hatte. Doch das irgendwann war nicht heute. Sie spürte den pochenden Schmerz an ihrer Seite wie eine brennende Erinnerung daran, wie schwach sie im Moment war.
"Du redest von Menschlichkeit.", begann sie schließlich, ihre Stimme leise, aber fest, "Als wäre das etwas, das in dieser Welt noch selbstverständlich wäre." Sie hielt inne und atmete tief durch, während sie ihre Gedanken sammelte. "Aber du hast recht. Die meisten da draußen haben sie längst verloren. Ich nehme an, das bedeutet, ich sollte es zu schätzen wissen, dass du sie dir bewahrt hast." Es war schwer, die Dankbarkeit auszusprechen, ohne dabei ihre Schutzmauern fallen zu lassen.
Langsam richtete sie ihren Blick wieder auf ihn, suchte in seinem Gesicht nach Hinweisen, nach etwas, das sie als Bedrohung deuten könnte. Aber da war nichts. Nur diese scheinbare Ruhe, die ihr unangenehm vertraut vorkam – wie das trügerische Schweigen vor einem Sturm.
"In Ordnung.", fuhr sie fort, ihre Stimme etwas weicher. "Wenn das hier deine Bedingungen sind, kann ich damit leben. Die Tür kannst du anlehnen, wenn es sein muss." Ein kurzer Blick wanderte zu ihrer Wunde, und sie schnaubte leise. "Aber ich hoffe, ich werde dich nachts nicht brauchen. Schlaf ist knapp genug."

Die Frage nach Kaffee oder Tee ließ sie für einen Moment innehalten. Es war so… normal. Die Art von Frage, die früher niemandem aufgefallen wäre, die jetzt aber seltsam und fremd wirkte. Sie überlegte kurz, bevor sie sich entschied. "Kaffee." sagte sie schließlich knapp, ihre Augen noch immer auf ihn gerichtet. "Etwas Warmes würde mir guttun."
Sie lehnte ihren Kopf gegen das Kissen und schloss kurz die Augen, atmete tief durch und ließ die Situation auf sich wirken.
"Aber bevor du dir die Mühe machst.", fügte sie hinzu, ohne ihn anzusehen, "Sag mir noch etwas. Warum genau machst du das? Es kann nicht nur um Menschlichkeit gehen. Nicht mehr."
Ihre Augen öffneten sich langsam, und ihr Blick war wieder auf ihn gerichtet, dieses Mal härter, durchdringender.
"Also, Nano… warum hilfst du jemandem wie mir?"

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