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THE DEAD DON’T DIE
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#1

"Shhhhh nobody cares" Jax Fox & Jenelle Howell

01.02.2025 23:09
Jax Fox Jax Fox (gelöscht)
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Shhhhh
nobody cares




1. Juli 2024/ mittags | New York/ Einkaufzentrum
Jax Fox & Jenelle Howell


Jax zog den Reißverschluss seiner Jacke höher und zog sich die Kapuze tief ins Gesicht, während er über den leeren Parkplatz der Mall schlich. Die Sonne stand hoch am Himmel, aber ihre Strahlen wirkten kraftlos, verloren in der trostlosen Szenerie aus verwittertem Asphalt, überwucherten Parkreihen und verlassenen, ausgebrannten Autos. Der Wind trieb lose Plastikfetzen und alte Flyer vor sich her.
Seine Stiefel bewegten sich lautlos über den rissigen Beton, seine Augen scannten das Areal. Parkplätze waren gefährlich, eine offene Fläche, mit wenig Deckung. Sein Herz pochte schneller, als er sich tiefer in das Areal vorwagte.
Die Mall vor ihm war ein dunkler, riesiger Koloss, die einst makellose Glasfassade gesplittert, mit Graffiti und Schmutz bedeckt. Die Buchstaben des Namens über dem Haupteingang waren teilweise heruntergefallen, nur ein verstümmeltes '... LL OF AM ...' blieb übrig. Ein Anblick, der ihm früher nie aufgefallen wäre, damals, als Malls noch leuchtend, voller Menschen und Musik waren, Orte des Konsums, der Ablenkung.
Er erinnerte sich an früher, an die Wochenenden, an denen er mit seinen Bandkollegen durch Einkaufszentren streifte. An endloses Herumlungern in Plattenläden, an den Geruch von frischem Kaffee und fettigem Fast Food, an überfüllte Gänge mit schreienden Kindern und gehetzten Eltern. An Clarissas leuchtende Augen, wenn sie neue Klamotten anprobierte und ihm stolz vorführte. Er hatte das alles immer als selbstverständlich angesehen ... die Neonlichter, das Stimmengewirr, die überteuerten Klamotten. Und jetzt? Jetzt war es nur noch ein verfallenes Skelett der Vergangenheit.
Jax schlich sich näher, sein Blick wanderte über die Eingänge. Die meisten Schiebetüren waren zerbrochen oder offen, dunkle Schlunde, die ins Unbekannte führten. Er entschied sich für eine Seitentür, abseits des Haupteingangs, weniger offensichtlich, weniger wahrscheinlich, dass jemand sie bewachte. Vielleicht. Ein flaues Gefühl breitete sich in seinem Magen aus, doch er ignorierte es. Malls waren gefährlich, ja, viele Gruppen nutzten sie als Verstecke oder Fallen. Aber wenn hier noch brauchbare Vorräte waren? Dann musste er das Risiko eingehen.

Die Tür war nur angelehnt. Ein ungutes Zeichen.
Drinnen umfing ihn dumpfe Stille. Die Luft in dem Gang, der sich hinter dem Seiteneingang erstreckte, war abgestanden, roch nach Schimmel, alten Reinigungsmitteln und etwas anderem – Metallisch. Rost oder Blut? Vielleicht beides. Seine Augen gewöhnten sich an die Dunkelheit und schließlich erreichte er eine weitere Tür, die vermutlich in den 'offiziellen Teil' der Mal führte.
Das Sonnenlicht fiel durch die zerbrochenen Oberlichter, zeichnete blasse Streifen auf den staubigen Boden. Zerbrochenes Glas knirschte unter seinen Sohlen, als er sich durch die verlassene Ladenpassage bewegte. Verfallene Schaufensterpuppen standen wie Geister in den leeren Geschäften, manche kopflos, andere umgestürzt. Werbung aus einer anderen Zeit hing in Fetzen an den Wänden. Models mit breiten Grinsen, die Kleidung bewarben, die längst von Motten zerfressen sein musste. Die Rolltreppen standen still, mit einer dicken Staubschicht bedeckt. Plakate für längst vergangene Events klebten an den Wänden: 'SUMMER SALE – 50% OFF!' Ein Gespenst aus einer anderen Welt. Jax atmete tief durch und schüttelte die Erinnerungen ab. Er war nicht hier, um in Nostalgie zu versinken. Er war hier, um zu überleben.

Die Luft in der Mall roch abgestanden, eine Mischung aus altem Plastik, Staub und Verfall. Jax bewegte sich leise durch die verlassenen Gänge, vorbei an verwitterten Schaufenstern, die längst geplündert worden waren. Doch zu seiner Überraschung entdeckte er einen Laden, der noch erstaunlich gut bestückt war. Konserven, Wasserflaschen, sogar einige medizinische Vorräte ...
Misstrauisch trat er ein, die Hand locker an der Waffe, die an seinem Gürtel hing. Kein zerbrochenes Glas, keine umgeworfenen Regale. Viel zu ordentlich für einen verlassenen Ort. Er begann, ein paar Dosen in seinen Rucksack zu packen, als er ein Geräusch hörte. Ein leises Knarren, kaum wahrnehmbar. Sofort spannte sich sein Körper an.
Seine Augen huschten zur Tür – und da stand sie. Eine Frau, etwa in seinem Alter, schlank, mit dunklen Haaren. Ihre Kleidung war staubig und sie wirkte kampferprobt.
"Scheiße.", murmelte er. "Du auch hier auf Schnäppchenjagd?"

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#2

RE: "Shhhhh nobody cares" Jax Fox & Jenelle Howell

08.02.2025 22:09
Jenelle Howell Jenelle Howell (gelöscht)
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Die gesamte Mall war menschenleer. Entweder potenzielle Banditen hatten sich besser versteckt als Jenelle suchen konnte oder dieser eine Laden, der zwischen den anderen heruntergekommenen ehemaligen Geschäften wie fehlplatziert wirkte, war tatsächlich authentisch. Nein. Kaum hatte sie diesen Gedanken in Betracht gezogen, bildete sich ein Knoten in ihrer Bauchgegend. Warum sollten alle anderen Läden ausgeraubt worden sein, während nur ein einziger mit Proviant bestückt war? Eine mögliche Erklärung wäre, dass dort jemand wohnte, doch dafür gab es keinerlei Anzeichen. Bislang hatte sie diese Ecke der Mall nicht betreten – zu groß war ihr Misstrauen. Und womöglich würde sie es auch nicht tun. Es schrie zu sehr nach Falle, und auch wenn ein Teil von ihr die Verantwortlichen finden und kaltstellen wollte, so musste sie sich eingestehen, dass sie das nicht konnte. Nicht, seit sie allein unterwegs war. Mit ihrer alten Gruppe hätte sie sich Personen dieser Art gegenüberstellen können und eine Chance gehabt. Doch nicht hier, nicht heute. Vermutlich hätte sie diese Mall nicht einmal betreten sollen.

Viel war hier ohnehin nicht mehr mitzunehmen. Ihre Erkundung des Ortes war wie ein Spiegel in eine anderen Welt – eine Welt, die sie selbst als Jugendliche nur bedingt kennengelernt hatte, denn war sie nie der Typ für Shoppingtouren gewesen und hatte die meiste Zeit auf der Ranch verbracht. Natürlich wurde sie hin und wieder von Freundinnen in die Stadt geschleppt, doch ihre Erinnerung daran war wage. Sie konnte sich nicht mal mehr an die Namen jener Freundinnen erinnern, weshalb sich ihre Nostalgie in Grenzen hielt. Einzig und allein die Anzeichen der vergangenen Zivilisation hinterließen ein flaues Gefühl. Doch das war ebenso draußen der Fall, wenn sie ein verstaubtes Werbeplakat mit einem dummen Spruch darauf sah oder irgendwelche Rabattschilder wie diese hier. Wenngleich es dazu einlud, darüber zu philosophieren wie viel anders es früher alles war, so war sich Jenelle darüber im Klaren, dass das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt war. Ein Teil von ihr suchte nach möglicher Beute, der andere war in Alarmbereitschaft, weil sie diesem einen bestückten Geschäft noch immer nicht traute.

Gerade wollte sie sich in Richtung Ausgang machen, als sie eine Seitentür in der Nähe hörte und sah, wie für einen Moment Tageslicht den staubigen Gang flutete. Augenblicklich huschte sie in den nächsten Gang und versteckte sich hinter einer Ecke mit einem Toilettenschild an der Wand, ehe sie Schritte hörte, die sich über den glatten Boden bewegten. Ihr erster Gedanke war, dass es sich bei diesem Eindringling möglicherweise um den Erschaffer des Szenerios im bestückten Geschäft handelte. Ein vorsichtiger Blick um die Ecke verriet ihr, dass es sich nur um einen einzigen Mann handelte. Er wirkte allerdings nicht so, als wäre er bereits hier gewesen. Er sah sich erkundend um und schien vor dem befüllten Laden ebenso zu zögern wie sie. Außerdem erwartete sie bei einem solchen Vergehen eher eine Gruppe, keine Einzelperson. „Geh nicht rein.“, flüsterte Jenelle zu sich selbst, doch verzog sich ihre Miene, als er es doch tat. Verständlich, schließlich war es sehr verlockend. Theoretisch könnte sie sich nun bedeckt halten und beobachten, was passierte, andererseits konnte sie auch handeln, bevor es zu spät war. Lange Zeit darüber nachzudenken hatte sie nicht, weshalb sie sich dem Laden schnellen Schrittes näherte. Sie hielt ihre geladene Pistole vor sich, rein für den Fall, dass einer der Bösewichte auftauchte oder der Typ gar selbst einer war. Doch selbst bei diesem Vorhaben zog sich ihr Bauch unangenehm zusammen, als schrie er sie an, jetzt und sofort von dort zu verschwinden, ohne sich umzudrehen. Sie war Banditen bereits oft genug von der Schippe gesprungen, um davon auszugehen, dass das Glück ihr nicht länger hold war. Doch Jenelle öffnete die Tür, musterte den Mann, dessen Äußeres wie das eines gewöhnlichen Überlebenden wirkte. Wie das ihre. Die Kleidung staubig, die Körperstatur schlank aber kräftig, die Mimik angespannt und wach. „Nein.“, erwiderte sie, „Findest du nicht, dass das alles hier sehr nach einer Falle schreit? Die paar Konserven sind es nicht wert, dafür getötet zu werden. Geh, solange du noch kannst.“ Mit diesen Worten wollte sie sich umdrehen und das Geschäft verlassen, als sie plötzlich einen Schlag gegen den Kopf spürte und für einen Moment alles schwarz wurde.

@Jax Fox

zuletzt bearbeitet 08.02.2025 22:15 | nach oben springen

#3

RE: "Shhhhh nobody cares" Jax Fox & Jenelle Howell

23.02.2025 11:55
Jax Fox Jax Fox (gelöscht)
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Jax sah die Frau an, seine Kiefer mahlten, während er ihre Worte verarbeitete. Ihr Blick war wachsam, ihre Hand hielt die Waffe auf eine Art, die zeigte, dass sie wusste, wie man sie benutzte. Sie war keine Anfängerin und sie hatte recht. Das war vermutlich eine Falle, aber aus der Not heraus musste man manchmal derartige Risiken eingehen. Verdammt. Alles in ihm wollte fluchen, gegen das Adrenalin ankämpfen, das sich bereits in seinen Muskeln festsetzte. Aber das hier war keine Situation, in der ein paar schlaue Worte helfen würden. Er hatte die ganze Zeit über dieses flaue Gefühl gehabt und jetzt wusste er, dass er sich nicht geirrt hatte.
Er wollte gerade etwas sagen ... vielleicht ein spöttisches 'Zu spät' oder ein abwägendes 'Dann verschwinden wir' ... als er es hörte. Ein leises, dumpfes Geräusch. Dann fiel die Fremde vor ihm zu Boden.

"Fuck!", zischte er und riss instinktiv seine Waffe hoch, doch bevor er sich auch nur umdrehen konnte, spürte er einen brutalen Aufprall gegen seine rechte Seite. Schmerz schoss durch seinen Kopf, sein Blick verschwamm und ehe er reagieren konnte, wurde ihm mit einem weiteren Stoß die Waffe aus der Hand geschlagen.
Er taumelte nach hinten, versuchte, sich zu fangen, doch Hände packten ihn bereits. Grob, fest. Zwei Paar, vielleicht drei. Jemand lachte, eine hässliche, raue Stimme.
'Da haben wir ja einen richtigen Fang erwischt.'
Jax riss sich los, schaffte es, einem Schlag auszuweichen, trat einem der Bastarde in den Magen ... doch es war zu spät. Ein Schlag traf ihn hart im Gesicht, ließ seine Ohren rauschen, Sterne vor seinen Augen tanzen. Dann folgte der zweite. Er konnte gerade noch sehen, wie zwei der Kerle die Frau grob am Arm packten um sie hochzuheben, bevor seine Knie nachgaben und die Dunkelheit ihn verschluckte.

Jax spürte nichts außer dumpfer Leere, ein schwarzes Nichts, das sich in sein Bewusstsein gegraben hatte. Geräusche drangen nur gedämpft zu ihm durch. Schritte, das Kratzen von Stoff über rauen Boden, gedämpftes Lachen. Sein Kopf pochte, als hätte jemand einen Presslufthammer in seinen Schädel getrieben, doch sein Körper weigerte sich, darauf zu reagieren. Er wurde getragen. Oder eher geschleift. Seine Arme hingen leblos an den Seiten, seine Beine schleiften über kalten, harten Beton. Ab und zu prallte sein Schuh gegen etwas. Eine Stufe, einen Vorsprung, doch er war zu weit weg, zu tief in der Bewusstlosigkeit, um darauf zu reagieren. Die Luft veränderte sich.
Von abgestandener Mall-Stille hin zu etwas noch Schwererem. Feuchter. Moderig. Ein Hauch von Öl, abgestandenem Wasser und altem, verwesendem Fleisch lag in der Luft. Ein Keller.
'Mach die Tür auf.', knurrte eine Stimme, dicht über ihm. Ein metallisches Quietschen folgte, dann ein dumpfes Poltern, als eine Tür aufgestoßen wurde. Jax wurde weitergezogen, eine Rampe oder eine Treppe hinab, sein Körper schlitterte über den Boden, bevor er mit einem harten Ruck abgesetzt wurde. Nicht weit von ihm hörte er ein weiteres Geräusch. Ein schwerer, lebloser Körper, der auf den Boden geworfen wurde. Die Fremde.
'Scheiße, die wiegt kaum was.', brummte jemand. 'Hoffentlich bricht sie uns nicht so schnell. Der letzte Spaß hat kaum ne Woche gehalten.' Ein dreckiges Kichern folgte.
Jax' Bewusstsein begann, sich langsam aus der Dunkelheit zu winden. Doch noch war er nicht ganz da. Noch war er gefangen in der Schwärze, ein Passagier in seinem eigenen Körper. 'Schließ ab. Falls sie wach werden, sollen sie sich ruhig erstmal Gedanken machen.'
Ein Schlüssel drehte sich im Schloss. Metall auf Metall.
Dann Stille. Dicke, drückende, schneidende Stille.


@Jenelle Howell

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#4

RE: "Shhhhh nobody cares" Jax Fox & Jenelle Howell

07.03.2025 23:33
Jenelle Howell Jenelle Howell (gelöscht)
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Ein stechender Schmerz in ihrem Kopf ließ ihr Bewusstsein langsam zurückkriechen. Sie öffnete ihre Augen, doch sehen konnte sie nicht viel. Es war dunkel, sie sah nur die Silhouetten eines kalten Raumes, der einem Keller glich. Der Putz zwischen den Ziegelsteinen an den Wänden bildete Linien, die schwebend auf sie zukamen. Als hätte sie zu viel getrunken. Viel zu viel. Oder einen gewaltigen Schlag auf den Kopf bekommen. Es dauerte eine Weile, ehe die fliegenden Striche verblassten und Jenelle sich einigermaßen rühren konnte. Instinktiv griff sie an ihren Hinterkopf und spürte, wie eine warme Flüssigkeit in ihre Hand sickerte. Blut.
Wo war sie? Was war passiert? Ihr Kopf war leer, doch vor allem schmerzend. Sie setzte sich auf, entdeckte einen Mann, der unweit von ihr auf dem Boden kauerte. Er wirkte nicht weniger verletzt als sie. Sein Gesicht kam ihr wage bekannt vor. Es war der Mann, den sie warnen wollte. In der Mall. Offenbar war sie zu spät gewesen und obendrein noch selbst diesen Leuten zum Opfer gefallen. Nun, irgendwann hatte ihr Glück sie verlassen müssen. Glück. Bisher war sie solchen Unmenschen immer entkommen, doch ging sie nicht davon aus, dass es ihr ein weiteres Mal gelang. Warum auch immer das Schicksal sie immer wieder in die Fänge solcher Banditen trieb.

Jenelle rutschte zu ihm, legte ihre Hand auf seine Schulter und rüttelte sacht, um nicht noch mehr Schmerzen in ihm auszulösen. „Hey. Wach auf.“ Ihre eigene Stimme in ihrem Schädel zu hören, verursachte gar noch mehr Schmerzen. Sie hielt sich den Kopf, in einem vergeblichen Versuch, sie zu lindern. Ihre Augen schweiften zusammengekniffen durch den Raum. Handschellen hingen in Ketten von der Decke und an den Wänden, eine Art Tisch stand in der Mitte des Raumes.
„Oh… verdammt.“, murmelte sie mehr zu sich selbst, ehe sie sich auf die Beine hievte und zur schweren Tür taumelte. Wie zu erwarten war sie verschlossen. Geräuschvoll an ihr zu rütteln oder gar um Hilfe zu rufen, kam ihr nicht in den Sinn. Wer auch immer sich hinter dieser Tür befand, hatte keine guten Absichten. Obgleich sie sich nicht daran erinnern konnte, was passiert war, ob sie etwas gesagt hatten oder wie viele es waren. Den Instrumenten im Raum nach zu urteilen wollte sie sie jedoch auch nicht fragen. Was auch immer das hier war, es wäre das Beste, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
„Haben sie gesagt, was sie wollen? Hast du gesehen, wie viele es sind?“ Mit gesenkter Stimme wandte sie sich an den Mann, der mit ihr gefangen saß. „Bist du verletzt?“ Noch während sie sprach, inspizierte sie den Raum, doch stach ihr nichts ins Auge, das ihnen zur Flucht verhelfen könnte. Es fiel ihr schwer zu denken. Der Schlag auf den Kopf hinterließ noch immer seine Spuren und abermals wischte sie sich das Blut vom Hinterkopf. Bis sie zu den Handschellen trat und eine von ihnen aufnahm. Der eiserne Ring hing an einer rostigen alten Kette. Sollte es ihnen gelingen, sie von der Wandhalterung zu lösen, ergäbe es eine mögliche provisorische Waffe. Sie zog daran, doch wie zu erwarten hielt sie stand. „Scheiße…“ Sie wollte nicht als Futter für irgendwelche Sadisten enden…

@Jax Fox

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#5

RE: "Shhhhh nobody cares" Jax Fox & Jenelle Howell

08.03.2025 19:19
Jax Fox Jax Fox (gelöscht)
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Jax spürte als Erstes den dumpfen, pochenden Schmerz in seinem Schädel. Ein tiefsitzender, hässlicher Druck, als hätte ihm jemand mit einem Vorschlaghammer gegen den Kopf geschlagen. Sein Magen fühlte sich flau an, sein Körper schwer, träge. Der metallische Geschmack von Blut klebte ihm an der Zunge.
Langsam drang sein Bewusstsein durch den Schleier der Dunkelheit, während sich das Brennen in seinen Muskeln meldete. Alles tat weh. Jeder verdammte Knochen in seinem Körper schien gegen ihn zu protestieren, als er einen vorsichtigen Atemzug nahm. Die Luft war stickig, abgestanden, von einem fauligen Geruch durchzogen, der ihm Übelkeit in den Magen trieb.

Jax spürte eine Berührung an seiner Schulter. Ein sanftes Rütteln, kaum mehr als eine Bewegung im Nebel seines Schmerzes. Sein Körper spannte sich instinktiv an, seine Muskeln protestierten gegen die plötzliche Anspannung. Reflexartig ballte er eine Faust, doch bevor er zuschlagen konnte, erkannte er, dass die Berührung keine Bedrohung war. Eine Stimme drang durch den Nebel, leise, doch von einer drängenden Dringlichkeit begleitet.
'Hey. Wach auf.'
Seine Lider flatterten, als er die Augen öffnete, doch das brachte nur bedingt Klarheit. Jax blinzelte, sein Blick war noch immer leicht verschwommen, aber er sah jetzt klarer. Die Frau aus der Mall war bei ihm. Nicht tot, nicht weggezerrt in irgendein dunkles Loch. Sie hielt sich den Kopf, ihr Gesicht verzog sich vor Schmerz, aber sie war hier.
Sie sprach weiter, ihre Stimme gedämpft, mit gesenktem Tonfall. Klug. Hier rumschreien würde nur Probleme machen.
Jax holte tief Luft. "Mehr als genug.", murmelte er schließlich, seine Stimme war rau vom trockenen Mund und dem Schmerz, der sich durch seine Nerven zog. Er erinnerte sich nicht an eine exakte Zahl, aber es waren zu viele gewesen.

Die Umgebung war dunkel, nur vereinzelte Lichtstreifen sickerten durch Ritzen in der Tür und zeichneten verzerrte Muster auf den kalten Boden. Seine Sicht war verschwommen, sein Kopf dröhnte bei jeder kleinsten Bewegung, doch er zwang sich, die Details um ihn herum aufzunehmen. Ziegelwände. Ketten. Handschellen. Ein massiver Tisch in der Mitte des Raumes, der aussah, als hätte er in einem anderen Leben bessere Tage gesehen. Jax hatte keine verdammte Ahnung, wo er war, aber es brauchte keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu wissen, dass er hier nicht sein sollte - wo auch immer 'hier' war.
Langsam bewegte er seine Finger. Seine Gelenke fühlten sich steif an, aber sie funktionierten. Gut. Er versuchte seine Beine zu rühren, ein Ziehen in den Muskeln, doch nichts war gebrochen. Noch besser.
Sein Blick wanderte durch den Raum. Keine Fenster, keine offensichtliche Schwachstelle. Er sah zur Decke. Niedrig, mit freiliegenden Rohren, aber nichts, das auf den ersten Blick hilfreich war.
Sein Puls schlug schneller, nicht nur wegen des Schmerzes. Er kannte solche Orte. Nicht genau diesen, aber die Art davon. Dreckige Keller. Abschottung von der Außenwelt. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein. Es war nicht das erste Mal, dass er irgendwo eingesperrt war, doch die Erinnerungen daran waren keine, die er erneut durchleben wollte.

Langsam, so vorsichtig, wie es sein Körper zuließ, drückte er die Handflächen gegen den Boden und richtete sich auf. Die Welt schwankte für einen Moment, aber er biss die Zähne zusammen und wartete, bis sein Gleichgewicht sich wiederfand. Jax rieb sich mit zwei Fingern über die Stirn, seine Finger glitten über eine warme, klebrige Stelle, Blut. Er spürte eine Platzwunde an seiner rechten Schläfe, nicht tief, aber genug, um ihm den Schädel brummen zu lassen.
Seine Gedanken rasten. Wie viele waren es gewesen? Drei? Fünf? Vielleicht mehr? Die Stimmen, das dreckige Lachen ... Sein Kiefer verspannte sich. Er wusste genau, was für ein Abschaum solche Orte betrieb. Und was sie mit ihren Gefangenen taten.
Er musste hier raus. Und wenn diese Bastarde dachten, sie könnten mit ihm spielen, würden sie sich gewaltig täuschen.

Er beobachtete, wie sie zu den Handschellen ging, an den rostigen Ketten zog. Hoffnungslos. Die Dinger waren alt, aber nicht brüchig. Er hörte das leise, frustrierte Scheiße, das sie ausstieß und Jax verstand den Gedanken nur zu gut.
Sein Blick huschte zurück zur Tür. Fest verschlossen. Seine Finger zogen unbewusst an den Ketten an der Wand, testeten ihr Gewicht. Schwer, aber vielleicht ... vielleicht nutzbar.
Sein Blick wanderte zurück zu ihr, seine Stimme war diesmal etwas fester, als er sagte: "Sie haben nichts gesagt. Jedenfalls nichts was ich bewusst mitbekommen hätte. Aber wir wissen beide, was für Leute das sind." Er brauchte keine große Erklärung. Sie waren nicht hier, um sich nett zu unterhalten. Und wenn sie hier rauskommen wollten, mussten sie handeln, bevor die Bastarde entschieden, dass es Zeit für den nächsten Schritt war.


@Jenelle Howell

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#6

RE: "Shhhhh nobody cares" Jax Fox & Jenelle Howell

27.03.2025 16:11
Jenelle Howell Jenelle Howell (gelöscht)
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Mit einem leisen Seufzen lehnte sie sich gegen die kalte Wand, die angeketteten Handschellen noch immer in den Händen haltend. „Ja.“, stimmte sie ihm leise zu. Sie wusste, was das für Leute waren. Vielleicht nicht dieselben, die das Frachtschiff angegriffen hatten und ihre Freunde mitnahmen oder töteten, doch gab es weit mehr Menschen, denen Grausamkeit im Blut lag. Es war eine Sache zu tun, was man tun musste, um zu überleben, doch eine andere, um aus Spaß Menschen zu quälen und zu foltern. Diese Männer hatten den schlechtmöglichsten Ausgang ihres Handelns verdient, doch ob es ihr gelingen würde, wagte sie zu bezweifeln. In erster Linie musste sie entkommen.
Jenelles braune Augen hafteten auf die Handschellen in ihren Händen – es fühlte sich an, als wollte ein Gedanke sie erreichen, der noch etwas brauchte, um in ihren pochenden Kopf zu dringen. Stille kehrte ein. Die Ketten, die Handschellen, der hölzerne Tisch – der ganze Raum sah aus wie eine Folterkammer aus dem Mittelalter. Wo auch immer sie diese Utensilien herhatten. Waren sie überhaupt noch in der Mall? Auf jeden Fall waren sie unterirdisch, was, sollten sie hier rauskommen, die Flucht erschweren würde.
„Sie haben uns nicht gefesselt. Das bedeutet, sie sind sich sicher, dass wir uns nicht wehren können. Oder sie lieben es, dass wir uns einbilden, wir könnten uns noch wehren.“ Sie hob ihren Blick, legte vorsichtig, um so wenig wie möglich Geräusche zu machen, die Handschelle ab. Theoretisch wäre sie eine gute Waffe, wenn sie nicht an einer Kette befestigt wäre und diese Kette an einer Wand. Somit war sie nutzlos – es sei denn ihrem Leidensgenossen fiel noch etwas anderes ein.

Ihr Blick schweifte zur Decke, den freiliegenden, schmalen Rohren. Sie war niedrig, doch hoch genug, um ihren Mitgefangenen nicht einmal in ihre Nähe zu lassen. Ganz zu schweigen von Jenelle, die ohnehin recht kleingeraten war. „Hey. Hilf mir rauf. Vielleicht kann ich dort oben etwas entdecken.“ Sie wartete darauf, dass er der Räuberleiter zustimmte und körperlich hoffentlich nicht verletzt genug war, um diese auszuführen. Für weitere Vorschläge wäre sie offen – wenngleich der Raum ihre Möglichkeiten doch stark begrenzte. Vielleicht war dort oben etwas, das sie von hier unten nicht sahen. Jenelle wollte jede Möglichkeit, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich war, in Augenschein nehmen.
Plötzlich ließ ein Geräusch auf der anderen Seite der Gefängnistür sie aufhorchen. „Schnell.“ Sie wusste nicht ob es bedeutete, dass jemand zu ihnen auf dem Weg war, oder ob es nur das Knacken von alten Materialien war. Was auch immer, es erinnerte sie daran, dass ihre Zeit knapp bemessen war. Wenn diese Männer erstmal zurückkehrten, ohne dass sie den Hauch eines Plans hatten, wäre es zu spät. Ihr Mitinsasse hätte vielleicht noch das Glück, dass sie ihn nur töteten, mit ihr hingegen würden sie höchstwahrscheinlich noch ganz andere Dinge anstellen, die sie sich nicht mal vorstellen wollte.

@Jax Fox

zuletzt bearbeitet 27.03.2025 16:12 | nach oben springen


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