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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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One month later.. and the cave still holds the echo of a promise we never said out loud // März 2024 // Anna & Caleb
One month later.. and the cave still holds the echo of a promise we never said out loud // März 2024 // Anna & Caleb
SEXUELLEN INTERAKTIONEN, GEWALT, GEWALT ANDROHUNG, AUSSPRACHE, EINSATZ VON WAFFENGEWALT, OFFENBARUNGEN usw
– WER DAMIT NICHT UMGEHEN KANN, SOLLTE BITTE DIE GESAMTE SZENE MEIDEN.
⇶ DRAWN BACK TO THE SAME FORBIDDEN GROUND ⬱

Genau einen Monat später… hatte man sich vorgenommen, hier erneut aufeinander zu treffen. Fast wie ein stilles Versprechen das unausgesprochen blieb, gehütet von der Nacht, geschützt von der Heimlichkeit dieser Treffen auf neutralem Boden. Denn hier war vor allem eines geboten: (Blindes) Vertrauen. Deshalb war es wichtig auf neutralem Terrain aufeinander zu treffen, was die beiden als die Höhle für sich auserkoren haben. Wo es nicht darum ging das zwei verfeindete Lager aufeinander trafen. Sondern hier ging es um eine Frau und einen Mann, jene die Verschwiegenheit der Nacht nutzten, um einander auf gewisse Weise nahe zu sein. Gott Caleb hatte solch ein großes Bedürfnis nach ihr, was die niederen Instinkte der Fleischeslust um Welten übertraf. Denn es ging nicht alleine darum sich körperlich in Besitz zu nehmen, er hatte noch auf ganz andere Weisen ein Bedürfnis nach dieser Frau. Er verstand sich in dem Bezug selber nicht, aber es war ihm auch nicht möglich ein derartiges Bedürfnis in Worte zu fassen, noch dem Drang zu widerstehen.
Er wusste nicht mal ob sie auftauchen würde, er rechnete beinahe schon damit dass sie sich dieser Anziehung, - denen scheinbar beide unterlagen -, entziehen könnte. Sie beide kämpften massiv gegen ihr eigenes Verlangen und Bedürfnis nacheinander an - wenn ihr Wille darüber triumphieren sollte, würde es ihn nicht überraschen. Sie war eine erstaunliche Frau, stark und auf eine Weise resolut, die ihn nicht nur faszinierte, sondern die es für ihn möglich machten, einfach alles und jedem standhalten und trotzen zu können – selbst ihrem eigenen Verlangen. Das letzte Mal hatten sie sich einander hingegeben, zwar nicht im sexuellen Sinne, aber ihre Körper waren wie zwei Magnete, - nicht voneinander zu trennen, genauso wenig wie ihr Geist, als wären ihre Seelen miteinander verschmolzen. Es hatte Caleb einfach alles abverlangt, nicht weiterzugehen, aber er wollte diese Verbindung auf nichts körperliches reduzieren oder ihr den Eindruck vermitteln, es ginge ihm nur um das eine. Nein, er wollte ihr keinen Grund zum zweifeln geben, denn er wusste wie fragil diese Verbindung war und wie sehr sie gegen das was gerade am entstehen war, ankämpfte. Er wollte sie (be)schützen, indem er es nicht zulassen wollte, war ihrer gefühlt nicht würdig. Sie hingegen war getrieben von ganz anderen Dämonen, die es ihr erschwerten, was Caleb dagegen ankämpfen ließ, diese Verbindung auf eine sexuelle Ebene zu bringen – dabei wollte er in dieser einen vergangenen Nacht nichts sehnlicher als sich auch auf körperlicher Ebene mit ihr zu vereinen. Aber die Angst sie zu brechen oder zu korrumpieren, saß ihm zu tief im Nacken, egal wie sehr sie ihn auch verharmlosen wollte. Außerdem wollte sie nicht dass er blieb, nicht wirklich. Dann hätte sie lediglich mit Widerwillen im Sinn sich körperlich mit ihm zu vereinen, aber er wollte ihr keine halben Sachen abverlangen, wenn, dann wollte er sie Ganz oder gar nicht.
Was wohl passiert, wenn zwei eiserne Willen aufeinander trafen?
«Du und Ich, wir wurden beide aus Schmerz und Blut neu geboren. Womöglich waren wir beide immer schon dazu bestimmt gemeinsam zu brennen..» als sie ihren Satz vollendete, schloss er mitfolgenden Worten ab: “… uns zu finden“ im selben Atemzug als würden sie dasselbe meinen aber eine andere Sprache sprechen. Anna sprach von Destruktion, Caleb von Vorhersehung in einem anderen Kontext – sie hatten gemeinsam den Satz vollendet, und einen völlig anderen Blickwinkel auf das was sie waren/sein konnten. Aber letztlich sahen beide dasselbe darin: Ihren Untergang.
Es gab vereinzelte Momente, da waren sie sich einig darüber dass –was auch immer hier gerade vor sich ging- nicht sein durfte. Sie waren Feinde, sie gehörte dem einen Lager-, und er dem anderen an, bestimmt dazu einander auf die eine oder andere Weise zu vernichten. Bis sie ihrer beider Willen nach und nach dem Bedürfnis beugten, einander Nahe sein zu wollen, und sie sich das im Schutze der neutralen Zone, auch gestattet hatten. Die folgenden Wochen, war das Bedürfnis nach ihr leider ins unermessliche gewachsen, egal auf welche Weise: Die emotionale-, sexuelle und auf Ebenen die er nicht mal in Worte fassen konnte, weil der einfache Krieger in ihm damit überfordert gewesen wäre. Jedes Mal wenn er an die Hitze des Momentes zurückdachte, - und ihren runden weichen Körper -, baute sich seine Männlichkeit auf, und er musste sich Abhilfe verschaffen. Er hasste einen derartigen Kontrollverlust über sich (und seinen Körper, sowie Geist), was diese Frau in ihm auslöste, und zeitgleich konnte er keinen negativen Gedanken mit ihr verknüpfen. Was machte sie bloß mit ihm? Er war ihr machtlos ausgeliefert, sein Wille kaum mehr als ein fragiles Gebilde, das sie mit einem einzigen Blick –der ihm galt- zum Einsturz bringen konnte. Denn so fühlte es sich an, als könnte sie ihn wahrlich sehen, nur dass sie ihm weder mit Abscheu noch mit Angst begegnete.
Er war bereits Nachmittags in der Höhle erschienen, hatte Holz gesammelt und ein Feuer an der Stelle entfacht, wo er sie neulich halten durfte - ohne genau zu wissen ob sie wirklich erscheinen würde. Caleb blickte mitten in die heiße Glut des Feuers, die Schultern leicht nach vorn gebeugt, mit einem abgebrochenen Ast gedankenverloren in den Flammen stochernd, als könnte er dort Antworten finden, die er in sich selbst nicht finden konnte. Es gab wohl einen Teil in ihm, der hoffte dass sie nicht kam. Einfach weil es sich anfühlte als dürfte es nicht sein, als wäre es auf ganzer Linie falsch. Nicht fähig irgendwelche Grenzen einzuhalten, die er sich im Zusammenhang mit ihr selber auferlegt hatte. Als sollte sie vor ihm weglaufen, und nicht direkt auf ihn zu – als würde sie von der Dunkelheit die ihn umgab angezogen werden, denn mit sich selber konnte er nichts gutes verbinden. Er wollte sie nicht vollends einnehmen, er würde wohl ihr verderben sein, aber im selben Umkehrschluss, war er nicht stark genug selbstlos genug zu handeln und sich fernzuhalten. Er musste sie erneut sehen, von ihr kosten, sie halten, sie fühlen – um sicherzustellen dass sie echt war, und kein Hirngespinst das er sich nur eingebildet hatte.
Immer wieder knackte das Holz, Funken stiegen auf und verglühten in der Dunkelheit. Er seufzte schwer, als wäre die Last all dessen was ihn im Kopf rumschwirrte, zu viel für einen Mann zu schultern. Für einen Moment machte er nicht den Eindruck eines Mannes, der zu irgendeiner Form der Gewalt fähig war. Sondern wie jemand, der müde vom Leben an seinen Rückzugsort eingekehrt war, der sich -während er still abwartete- fragte, wie lange er diesen inneren Kampf noch fortführen konnte, ohne nachzugeben. Bevor.. er ihr vollends erlag.



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RE: One month later.. and the cave still holds the echo of a promise we never said out loud // März 2024 // Anna & Caleb
Es war genau ein Monat später. Anna hatte die Tage gezählt, ohne sich das jemals einzugestehen. Auch wenn sie sich versprochen hatte standhaft dagegen zu bleiben. Und doch war da in besonders unruhigen Nächten immer dieses Ziehen, das sie einfach nicht zur Ruhe kommen und schlafen ließ. Dieses unausgesprochene Versprechen lastete auf ihr. Nicht unbedingt wie eine Bürde, sondern mehr wie ein unausweichlicher Ruf, dem sie nicht entkommen konnte. Egal wie sehr sie sich noch dagegen wehrte. Die gemeinsame Dunkelheit, welche sie gleichzeitig anzog und auch abstieß, verband sie. Anna hatte noch nie leichtfertig ihr Vertrauen geschenkt. Und doch hatte sie Caleb ihres geschenkt obwohl sie noch nicht einmal wusste, weshalb er das überhaupt verdient hatte. Ihr Exil, wie sie es genannt hatten, diente weiterhin als ihr Zufluchtsort. Es war ein Ort an dem ihre Differenzen keine Rolle mehr spielt. Dort konnte sie die ganzen Gegensätze und Fronten, welche da draußen gnadenlos auf sie wartete ausblenden. Es traf sie jedes Mal wie eine unsichtbare Wand, wenn sie diesen Ort verließ. Es war als hätte die Zeit still gestanden und würde wieder weiterlaufen sobald einer ihrer Füße den Boden außerhalb der Höhle berührte. Als hätte sie den Ort gewechselt, über eine Grenze gesprungen, ein ganz andere Realität. Jeder Tag war für sie eine stille Qual gewesen, jeder Abend ein Ringen mit ihrer eigenen Sehnsucht. Sie hatte versucht, es zu verdrängen, doch ihr Körper erinnerte sie immer an ihn. An seine Nähe, seine Wärme, die Berührung seiner Haut, welche sich in ihr festgesetzt hatte. Es war dieser unausgesprochener Sog, welcher sie zurück an diesen Ort führte. Ein unsichtbares Band. Ob sie dennoch kommen sollte, daran zweifelt sie bis zuletzt. Bis zum letzten Moment hatte sie mit der Versuchung gekämpft sich zurückzuhalten und standhaft zu bleiben. Ihr Wille war geschärft von ihren eigenen Erfahrungen, von Wunden, welche sich nicht so einfach schließen ließen. Sie kannte die Gefahr, die darin lag nachzugeben. Sie wusste, dass man stets mit ihrer Stärke rechnete und genau das machte es noch schwerer. Denn je mehr er sie als seine Hoffnung sah, desto mehr begann sie selbst daran zu zweifeln. Doch ihr Körper widersprach ihrem Verstand. Eine seltene Situation, wo etwas stärker als ihr eigener Verstand war. Jede Faser von ihr wollte ihn sehen, wollte ihn fühlen, das er wirklich da war und von der Dunkelheit kosten, die ihn angeblich so verzehrte. Und obwohl ihr Wille ihr immer wieder einflüsterte, dass sie stark bleiben müsse, war er diese Schwäche, die sie letztlich hier hergetrieben hatte. Das letzte Mal … Allein der Gedanke daran ließ ihren Körper eine Kälte aber auch gleichzeitig eine gewisse Wärme durchziehen. Sie hatte sich ihm trotz des Zögerns und des Misstrauens hingegeben. Nach all den Jahren auf eine Weise die sowohl Körper als auch seinen Geist betrafen. Auf eine tiefere und deutlich gefährlichere Ebene. Seine Nähe hatte sie überwältigt, stärker als jeder Feind es könnte. Sie hatte gespürt, wie schwer es ihm fiel, sich nicht völlig zu verlieren und gleichzeitig hatte sie sich selbst kaum wiedererkannt. In seinen Armen hatte sie das Gefühl gehabt, als wären ihre Seelen ineinander verschlungen, als gäbe es für einen Augenblick keine Trennung mehr. Es hatte sie gleichermaßen erschüttert wie getragen. Sie wusste, wie gefährlich das war. Ihre eigene Geschichte hatte sie gelehrt, dass Nähe gefährlich war, dass Vertrauen tödlich sein kann. Die Dämonen der Vergangenheit flüsterten ihr ins Ohr, dass sie verloren wäre, wenn sie nachgab. Doch gleichzeitig brannte in ihr ein Verlangen, das sie nicht länger klein reden konnte. Caleb war nicht wie die anderen, das hatte sie schnell gemerkt. Diese eine Nacht kostete ihren Preis. Sie hatte ihn fortgeschickt, obwohl ihr Innerstes nach etwas anderem verlangte. Sie hatte sich eingeredet, dass es besser so sei. Das der Preis, den sie täglich zahlte, beinhaltete das sie manchmal auf das verzichten musste, was ihr Licht und ihre Stärkte dimmte. Was wohl passiert, wenn zwei eiserne Willen aufeinander trafen? Anna wusste es nicht. Doch in ihrem Innersten ahnte sie, dass kein Wille sie beide retten konnte, weder seiner noch ihrer.
Ihre Worte hallten ihr immer noch nach, welche sie an diesem Tag ausgesprochen hatte. Sie spürte immer noch die Schwere, welche in ihnen lag. Es war mehr ein Eigengeständnis, dass ihr Leben von Dunkelheit gezeichnet war, dass sie selbst etwas Zerstörerisches in sich trug. Für sie war es ein Bekenntnis zum Untergang, zu etwas, das unaufhaltsam brennen würde, wenn sie sich näherkamen. So wie ihre Eigene hallten auch seine Worte unaufhaltsam nach. Und sie spürte wie sich seine Bedeutung gegen ihre gepresst hatte, wie zwei unvereinbare Kräfte. Für ihn klang es wie Schicksal, für sie wie Zerstörung. Zwei Seiten, der selben Münze. Anna spürte die Gefahr deutlicher als alles andere. Sie war sich bewusst, dass das, was sie hier tat, nicht sein durfte. Ihre Welten waren nicht nur getrennt, sie waren Feinde, dazu bestimmt, einander zu vernichten. Und doch stand sie hier. Als etwas, welches sie fürchtete. Eine Deserteurin. Eine Verräterin, die die Menschen verriet, die ihr geblieben sind und welche sie beschützen wollte. Der Judas, der Geschichte, wenn man poetisch werden wollte. Jedes Mal, wenn sie den Entschluss fasste, stark zu bleiben, endete sie genau hier, wo die Regeln für sie beide nicht galten. Und doch. Sie konnte keinen Hass auf ihn legen. Sie hatte es versucht. Das machte es noch schlimmer. Seine Blicke drangen tiefer, als sie zulassen wollte, als würde er durch jede Schicht von Schutz und Widerstand hindurchsehen, welche sie sich die Jahr über sorgfältig erbaut hatte. Und er begegnete dem, was er fand nicht mit Abscheu. Nicht mit Furcht, wie es die meisten taten. Sondern mit etwas, die ihr gefährlicher war als jede Klinge. Als sie nun die Höhle betrat, fiel ihr Blick auf das Feuer. Die Wärme schlug ihr entgegen, noch bevor sie ihn sah. Sie roch den Rauch, hörte das Knistern des Holzes. In diesem Moment wurde ihr klar, dass er schon lange da war. Da saß er, die Flammen vor sich, gebeugt, verloren in Gedanken. Doch Anna sah nicht auf ihn. Sie sah weiterhin auf das Feuer, das Funken in die Dunkelheit stieß, kurz aufflammte und verging. Sie spürte, wie sehr dieses Bild sie spiegelte. Auch in ihr stiegen Funken auf, zuckend, lodernd, vergehend, nur um von Neuem wieder zu entfachen. Sie blieb im Schutze der Dunkelheit stehen, unschlüssig, wie weit sie gehen durfte. Jeder Schritt näher bedeutete Gefahr für ihre eigene Moral. Doch jeder Atemzug weiter entfernt war eine Qual. Sie spürte die Spannung in ihrem Körper, die Sehnsucht, die Scham, das Verlangen, das stärker war als jeder Befehl, jede Pflicht. Caleb hatte mit einer Sache Recht gehabt. Sie wusste das sie nicht gewinnen konnte. Doch hatte sich dieser Satz niemals auf den Kampf gegen die Wicked bezogen, auch wenn er es womöglich zu diesem Zeitpunkt so gemeint hatte. Sie konnte nicht gewinnen. Nicht gegen ihn, und vor allem nicht gegen sich selbst. Es gab kein Richtig, kein Falsch. Nur den brennenden Drang, der sie näher zu ihm zog. Schritt für Schritt, hinein in eine Flamme, von der sie längst wusste, dass sie sie verschlingen würde. Anna's Finger glitten wie von selbst zu dem Griff des Messers an ihrer Seite. Es war keine überlegte Entscheidung, sondern ein Reflex, welcher so vertraut war, als hätte ihre Hand nie etwas anderes gekannt. Das Gefühl war kalt und beruhigend in ihrer Handfläche, während ihre Augen unablässig auf ihn gerichtet blieben. Caleb war so tief in die Glut des Feuers gesunken, als suchte er darin Antworten. In einer einzigen Bewegung, nutzte sie seine Gedankenverlorenheit aus. Sie stieß ihn von der Seite, so dass er nach hinten kippt, und ehe er reagieren konnte, war sie über ihm. Ihr Körper senkte sich nieder, beherrschend vertraut und doch von einer Ernsthaftigkeit durchdrungen. Die Erinnerung an das letzte Mal, als sie so nah gewesen waren, blitzte unweigerlich in ihr auf. Nur dass es diesmal nicht ihre Lippen waren, die seine berührten. Es war die kalte Spitze ihres Messers, die sich sanft aber deutlich gegen die empfindliche Stelle an seinem Hals legte. Nicht verletzend aber mit einem spürbaren Druck. Eine Warnung? Möglich. Mehr ein Spiel mit einer Grenze, die dünner war als jeder Atemzug. Ihr Blick war dunkel wie die Nacht um sie herum. Schwer, unbeirrbar, mit einem Feuer, das nicht weniger brannte als die Glut neben ihnen. Ihre Augen lagen wie ein Schatten auf ihm und in diesem Moment ließ sie ihn nicht entkommen. Kein Flackern oder Zögern. Nur die unerschütterliche Präsenz einer Frau, die zugleich verführt und bedrohte. Ihr schwarzes Haar fiel über ihre Schultern nach vorn, wie etwas, das sie beide einschloss. Sie war über ihm, wie eine Versuchung und ein Urteil zugleich. Der Rauch des Feuers mischte sich mit der kühlen Nachtluft und in diesem Moment war da nichts außer der Hitze ihrer Nähe, dem kalten Druck der Klinge und dem Gewicht ihres Blickes. „Hallo Caleb.“ begrüßte sie ihn, wie jemand mit dem sie unbeirrten Smalltalk auf der Straße führte. Nur das man diesem normalerweise kein Messer an die Kehle drückte. Ihr Blick neigte sich ein wenig als sie seinen Namen aussprach. „Du wirst doch so schnell nicht deine Mauern fallen lassen.“ klangen ihre Worte herausfordernd. „Wäre ich jemand Anderes von der Cottage gewesen wärst du jetzt tot. Oder vielleicht wäre ich auch einer von den Deinen gewesen. Verrat liegt euch doch im Blut nicht?“ Für einen Atemzug blieb ihr Blick unbeweglich auf ihn gerichtet. Ihre Miene wirkte hart, wie aus Stein gemeißelt. Doch dann veränderte sich etwas in ihrem Ausdruck. Ihre Augen wurden weicher, als wäre die Härte darin nur eine Maske gewesen, die sie plötzlich fallen ließ. Ihre Lippen verzogen sich und aus ihrer Kehle entwich ein leises Giggeln, das so gar nicht zu der Situation passen wollte. Es war als hätte sie nur gespielt, als wäre das ganze Schauspiel ein Scherz gewesen, eine Inszenierung, die sie mit der Leichtigkeit eines Atemzuges wieder ablegt. Mit einem fließenden Ruck senkte sie das Messer, zog es von seiner Haut zurück ehe sie sich geschmeidig von ihm löste. Ihr Körper rollte von seiner Brust weg und im nächsten Moment lag sie neben ihm, so nah, dass ihre Schulter die seine streifte. Während sie noch immer leise giggelte, als hätte sie gerade ein verbotenes Spiel gewonnen. Die Situation trug eine gewisse vertraute Gefahr und Nähe mit sich.
@Caleb Knox

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zuletzt bearbeitet 15.09.2025 13:17 |
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RE: One month later.. and the cave still holds the echo of a promise we never said out loud // März 2024 // Anna & Caleb
SEXUELLEN INTERAKTIONEN, GEWALT, GEWALT ANDROHUNG, AUSSPRACHE, EINSATZ VON WAFFENGEWALT, OFFENBARUNGEN usw
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⇶ BUT CAREFUL. I BITE HARDER THAN YOU TEASE ⬱
Gerade noch in Gedanken versunken, wurde er von der gefährlichen Schönheit überrumpelt, und der Schatten der Nacht legte sich über ihn und ging auf Angriff über. So schnell konnte er gar nicht reagieren, war die dunkelhaarige über ihm, und ihre Begrüßung bestand aus einem Kuss ihrer Klinge, die sich scharf und kalt wie sie war, in das Fleisch seines Hales bohrte. Nicht so tief dass es ihn verletzt hätte, aber er konnte die Kälte der Klinge deutlich wahrnehmen, genauso wie die Wärme und Druck ihres Körpers über ihm. Für einen Moment blieb Caleb reglos unter ihr liegen, der kalte Stahl an seinem Hals brannte heißer als jedes Feuer. Doch seine Augen verrieten keine Angst, nur ein kurzes Aufblitzen einer Glut des Verlangens. Caleb lächelte kaum merklich, als die Klinge seine Haut strich, aber nicht spöttisch, eher herausfordernd. Der Anblick ihrer triumphierenden dunklen Augen ließen ihn stocken, brachten ihn aus dem Konzept, aber sein Körper reagierte trotz allem auf die Frau über ihn – seine Männlichkeit bäumte sich auf. “Wenn du wirklich wolltest, dass ich tot bin…“ seine Stimme war tief und rau, dabei von einer erschreckenden Ruhe durchzogen. “..dann hättest du dir nicht nur mehr Mühe gegeben und.. nicht gezögert!“ So wie er es gerade demonstrierte, bis ihm diese Worte über seine Lippen kamen. “Dann wäre ich es jetzt auch,“ oh dem war er sich so sicher, wie die Klinge in ihrer Hand scharf sein musste, oder wie der Hohn aus jeder Pore ihres Seins trifte, als sie anmerkte dass seine Mauern schwächelten. “Ich lasse meine Mauern nicht fallen,“ meinte er mit ruhiger Zuversicht und aus selbstsicherer Arroganz heraus, die seine Stimme etwas rau in Erscheinung treten ließ, während blauen Augen sie musterten. “Nur für dich habe ich das je getan.“ Wer Caleb kannte wusste, dass er sich erstens schon lange nicht mehr mit seinem vollständigen Vornamen identifizierte, bis zu dem Moment wo sie in sein Leben getreten war, und den Namen wieder mehr als etwas wahrnahm das zu ihm gehörte, auch wenn es Phantomschmerzen in ihm wach rief – und zweitens: Er kein Mann war, der auf diese- oder andere Weise Süßholzraspelte. Es war eher ein Fakt, wie wenn jemand erklärte woher er stammte, so war das nun mal eine Bürde die er sich selbst auferlegt hatte, sich vor anderen Menschen zurückzuziehen und sie nur das nötigste wissen zu lassen - bis jemand in sein Leben trat, die es leicht machte für jemand mit geringem Mitteilungsbedürftig, sein wahres Ich durchscheinen zu lassen.
Eine seiner Hände fand an ihre Flanke, was aufzeigte wie schwach ihre Abwehr war und nur darauf hindeutete dass ihr Angriff alles andere als ernst gemeint war. Mit seinen Händen hätte er die Macht besessen sie aus den Angeln zu heben und sie zu stürzen, genauso wie sie es bei ihm getan hatte – auf andere Weise. Aber anstelle davon ihre Position zu schwächen, brachte er etwas anderes auf, das für ihn scheinbar der Rede wert war: “Du bist gekommen,“ er ließ es so klingen als wäre er überrascht und fasziniert zugleich – vermutlich weil dem auch wirklich so war, bis zur letzten Sekunde war er sich nicht sicher ob sie ihm in der Höhle Gesellschaft leisten würde, oder er alleine mit seinen Gedanken an sie zurückbleiben würde. Sie jetzt und hier wahrhaftig vor sich zu haben, - in Fleisch und Blut -, anstelle davon lediglich an sie denken zu müssen, in der Form die sich in sein Gedächtnis gebrannt hatte, war nahezu berauschend. Ihr Duft war einnehmend beinahe süß, was grotesk war, weil sie ansonsten mit Nichten auch nur annähernd als süß zu umschreiben war - nichts an ihr. Sie war gefährlich, sexy, und viele andere Attribute mit denen man sie umschreiben könnte, aber süß war gewiss keine von ihnen – mal abgesehen von der süßen Note ihres Duftes.
Als sie sich lachend abrollte, nutzte er die Bewegung und seine Hand schoss vor, schloss sich um ihr Handgelenk. Er tat es mit keiner brutalen härte, auf keine schmerzhafte Weise, eher auf eine bestimmende: Ein ‘nicht weglaufen‘ in körperlicher Form, während sein Körper ihr folgte und er ‘den Gefallen‘ erwiderte, und nun derjenige Welche war der sich auf sie stürzte. Er drückte ihre Beine auseinander, und ließ sich stellenweiße mit seinem Gewicht auf sie nieder, was es ihr unmöglich machen sollte sich ihm zu entziehen. Die Wucht mit dem er sich an ihre Mitte drückte, ließ das Verlangen für einen Moment noch höher kochen. “Was tust du nur mit mir Anna?“ Irgendwann würde er seinen Verstand für diese Frau einbüßen müssen, denn er stand kurz davor sein letztes Fünkchen Anstand als auch Vernunft zu verlieren, über die Fleischeslust die wie ein wildes Tier in ihm brodelte und sich aufbaute, was sein steifes Glied eindeutig bestätigen konnte, das sich schmerzhaft gegen die Innenseite seiner Hose drückte und nach Erlösung verlangte. Aber Caleb war kein heißblütiger Teenager mehr, ein wenig hatte er sich noch im Griff, auch wenn sie massiv an seinem Käfig rüttelte. Trotz gewisser Versuche sein Verlangen im Zaum zu halten, schickte er seine besitzergreifende Hand –die aber überraschend vorsichtig sein konnte- auf Wanderschaft, die sich unter ihr Oberteil verirrten, wo er die Gelegenheit bekam auf nackte Haut zu stoßen. Kaum dass er Haut berührte, entkam seiner Kehle ein brummiger laut, als würde es das Tier in ihm stellenweise besänftigen. Die niederen Instinkte, wie der der Fortpflanzung, waren mindestens ebenso stark wie der eine Verbindung herstellen zu wollen, das galt für den Körper genauso wie für den Geist.
Ein Blick aus kalten blauen Augen, die vielleicht neben etwas das sich wie Verlangen kategorisieren konnte, auch Kälte aufzeigten – das lag wohl an dem inneren Kampf den er mit sich auszufechten hatte. “Ich hoffe dir ist bewusst.. dass das die einzige Weise sein wird, auf die du mich los wirst..“ Worte die genau so klar und ernst klangen, wie sein unterkühlter Blick es auf sie war. Die beiden sahen sich für das was sie waren – nicht nur alleine Monster, aber selbst das nahmen sie aneinander wahr. Er äußerte diese Worte nicht aus berechnender Kalkül, sondern weil er für sich selber keinen anderen Ausweg sah, von ihr loszukommen. Aber ihm war bewusst dass wenn er sich nicht von ihr lösen könnte, sein Bedürfnis nach ihr vermutlich ins unermessliche steigen würde, und das bedeutete noch mehr Selbstbeherrschung aufzubringen, weil er sie sonst mit seiner Risikobereitschaft, irgendwann auffliegen und damit töten würde. Er würde es nicht aus eigener Motivation oder gewollt machen, aber weder seine Leute noch ihre, würden –was auch immer das hier war- zulassen. Ob man es Caleb ansehen konnte oder nicht, er besaß neben gesunden Egoismus durchaus auch eine gewisse Opferungsbereitschaft – zumindest für die Menschen, die ihm wichtiger waren als sein eigenes Leben.
Derartige Gefühle wie sie in ihn auslöste, waren leider die obligatorische Achillesferse – eine Schwäche, die dumm und unvorsichtig machten, all das wovor er sich immer zu schützen versuchte. Aber tat er das zuvor? Oder war er empfänglich für sie gewesen? Caleb zweifelte inzwischen an allem, das einzige dem er sich heute noch sicher war, das war ihre Wirkung auf ihn. Das war wohl der Knackpunkt an dieser Geschichte, - einer Story zweier Menschen, von denen man behaupten könnte, dass das Schicksal sie zusammengeführt hätte – zumindest wenn man einen romantisierten Blickwinkel auf die Welt werfen wollte. Caleb war pragmatischer, unterkühlter, ignoranter als irgendwelchen Fantasien zu unterliegen, und trotzdem.. das was sie ineinander auslösten, die Intensität eines jeden Wortes, Blickes, Berührungen -und was noch alles damit einherging- war vielleicht alles andere als logisch, und trotzdem ließ es sich von keiner der beiden Seiten wegignorieren, egal wie stark der Drang dazu war. Er könnte es runterschlucken, versuchen zu ignorieren, aber es würde irgendwann hochkochen, mit einer weitaus größeren Intensität als noch zuvor. Könnte er einer Tsunamiwelle an Emotionen standhalten? Vermutlich nicht. Wobei wie es schien, konnte er auch dem beginnenden Sturm Anna nicht widerstehen - es schien in jeglicher Hinsicht ausweglos. Konnte man es ihm da verdenken, dass er versuchte sie auf irgendeine erdenkliche Art und Weise aus seinem System zu bekommen?
Genau deshalb war er hier – zumindest wollte er sich das einreden, dabei führten ihn ganz andere Begehren her, die weniger daran dachten dass er in Frieden mit ihr abschließen wollte, sondern insgeheim war er dabei sich mehr und mehr von den gegenwärtigen Anker zu lösen, die mehr Fesseln entsprachen, die seine derzeitige Gruppe darstellten. Er war vielleicht nicht mehr als ein einfacher Krieger, und trotzdem war er nicht dumm, er wusste wenn er wahrlich frei wäre, dann müsste er sich nicht heimlich mit ihr treffen. Dass seine derzeitige Freiheit an Bedingungen und Fesseln gebunden waren, störte ihn bislang nicht, bis zu dem Moment als er ihr gehören wollte. Jede Facette seines Seins wollte ihr gehören, sie in Besitz nehmen, bei ihr sein - ihr folgen, ihr dienen, sie (ver)ehren und sich in ihre Dienste stellen. Er durfte diesen Gedanken aber nicht mal zu Ende denken, nicht bei der Gruppe der er angehörte, und der er wohl nur als toter Mann entkommen würde. Also gab es sehr wohl einen Teil, der sie einfach nur wie einen Mantel ablegen- und sich von ihr lösen wollte, um ihrer beider Willen, bevor sie beide dafür draufgehen würden. Denn es war auch nicht so als sehe es auf ihrer Seite besser aus, wenn sie mit einem Anhänger der Wickeds bei den Toren des Cottage klopfen und um Einlass bitten würde – es war ausweglos, das sah er so deutlich wie diese Schönheit vor ihm lag.
“Ist das dein schwacher Versuch mich einschüchtern zu wollen?“ War es das? Oder wollte sie ihn los werden? Mit ihm spielen? In seinem Blick lag neben tausend Fragen auch Herausforderung. Wieso überkam ihm dabei gerade das Bedürfnis sich bei ihr dafür revanchieren zu wollen? Weckte sie hier gerade seinen Spieltrieb? Forderten sie sich auf andere Weise heraus?
“Du lachst über mich?“ Sein Tonfall klang (messer)scharf, aber nur weil es wohl befremdlich für ihn schien. “Ich will dich aber nicht zum lachen bringen..“ Worte die bedrohlich wie herausfordernd klangen, als seine Hand –wie auch sein Tonfall- sich bestimmend an ihre Mitte verirrten und Druck ausübten. Eigentlich konnte man in dem Fall nicht von verirren sprechen, er wusste sehr wohl was er hier tat oder was er damit bezwecken wollte. Sie wollte ihn provozieren, aus der Reserve locken, und damit hatte sie einen Teil in ihm geweckt, der sich nicht nur revanchieren wollte, sondern der selbiges mit ihr vor hatte: Sie aus der Reserve zu locken. Dabei hatte er nichts negatives im Sinn, aber er ließ stellenweiße die Fleischeslust übernehmen und testete nun ihre Grenzen- und Reaktionsfähigkeiten aus. So schnell konnte sie gar nicht reagieren, da hatte sie seine Knie zwischen ihren Beinen, die kontinuierlich Druck ausübten, immer dann.. wenn ihm der Sinn danach stand. Während sein Mund an ihre Halsschlagader fand, die er liebkoste und neckte, als wüssten sie beide dass er ihr nicht nur in jeder Sekunde den Gar ausmachen-, sondern auch Vergnügen bereiten konnte. Während er sein Gesicht in ihrer Halsbeuge verschwinden ließ, erkundete seine freie Hand die weiblichen Kurven ihres Körpers. Da beide voll bekleidet waren, war es mehr ein nachfahren ihrer Silhouette, aber er spürte deutlich ihre Rundungen, wie auch das weiche Fleisch ihrer Oberweite, bei dem er fester zudrückte, als würde er etwas packen das ihm nicht nur gefiel, sondern das ihm gehörte – auf das er ein Anrecht hatte. Caleb war dreist, fordernd, aber auch nur weil er die Frau die unter ihm lag kannte und wusste, dass sie sich zur Wehr setzen konnte. Denn wenn Anna eines nicht wahr: Dann ein Opfer. Sie war das Sinnbild von weiblicher Stärke und Widerstandskraft. Wenn es bisher niemand geschafft hat diese Frau in die Knie zu zwingen, dann würde es gewiss auch kein Niemand wie er eines war, bewerkstelligen.



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RE: One month later.. and the cave still holds the echo of a promise we never said out loud // März 2024 // Anna & Caleb
Anna hatte ihn bewusst in dem Moment überrascht, in dem er unvorsichtig gewesen war. Der Ausdruck in seinem Gesicht, als sie über ihm zum Stillstand kam, war unbezahlbar. Nicht unbedingt schockiert sondern fast schon aufmerksam. Der Schatten der Höhle hatte ihn verschluckt und sie war darin aufgegangen wie ein Teil davon. Die Klinge an seinem Hals war kaum mehr als in Hauch. Präzise gesetzt, ohne den Willen ihn wirklich zu verletzen. Die Dunkelhaarige spürte wie sich die Wärme seines Körpers gegen ihren eigenen drückte und registrierte gleichzeitig, wie ruhig er lag. Als wäre ihr Angriff nicht mehr als eine Einladung zum Spiel. Das Feuer in seinem Blick, während ihr Stahl über seine Haut glitt, war so unerwartet, dass es selbst in ihr einen kurzen Ruck auslöste. Das kaum erkennbare Lächeln, das er sich erlaubte, entlockte ihr fast schon ein Augen verdrehen. Seine Reaktion irritierte sie. Doch es war die Art Irritation, die sie nie laut aussprechen würde. Die, die hitziger in der Brust brannte, als sie zugeben wollte. Dass er auf ihre Nähe reagierte, überraschte sie nicht. Die Wirkung ihrer Präsenz war ihr nie entgangen, genau so wenig wie seine auf sie. Trotzdem ließ sein Verhalten sie kurz innehalten. Er spielte mit, ohne auch nur den Versuch, die Oberhand zurückzugewinnen. Als er mit tiefer und ruhiger Stimme erklärte dass er tot wäre, hätte sie es gewollt, verzog sie keine Miene. Natürlich wusste er, dass sie gezögert hatte. Dass ihre Attacke keine echte gewesen war. Doch die Gelassenheit, mit der er es aussprach, machte etwas mit ihr. Er durchschaute sie schneller als ihr lieb war. „Womöglich bin ich über die Jahre ein wenig eingerostet...“ hauchte sie schon fast ein wenig unterordnend. „Oder womöglich überlege ich noch auf welche Weise ich es tun möchte. Ein glatter Schnitt durch die Kehle … am eigenen Blut ersticken... ein Klassiker, wird nur mit der Zeit ein wenig langweilig, wenn man es immer tut. Findest du nicht auch?“ Ihr Blick spiegelte für einen kurzes Aufblitzen, das selbe herausfordernde Verhalten dar. Und dann behauptete er, seine Mauern fielen nur für sie. Diese Worte trafen schärfer als jede Klinge. Sie kannte Männer, die schmeichelten. Männer, die logen. Männer, die sich größer machten, als sie waren. Und Anna schien schon fast zu glauben, das er in ihrer Gegenwart, keiner von diesen war. Das machte es gefährlich. Und bewies auch das ihre Mauern, sich nicht ganz davon erholt hatten, als sie ihre fallen ließ, als sie ihn von sich wegstoßen wollte. Womöglich würde Caleb wirklich irgendwann sterben. Doch gewiss nicht durch ihre Hand. Anna schien dies nur noch nicht ganz akzeptieren zu wollen. Das es ein Feind war, ein Wicked, der ihre Mauern so erschüttern ließ und nach dessen Wärme sie sich sehnte. „Ich bin noch nicht mal einige Minuten hier, Caleb und schon versuchst du mich mit Schmeichelheiten zu bezirzen?“ Als seine Hand an ihre Flanke glitt, erkannte sie klar, wie bewusst er ihre Schwäche ausgespielt hatte. Nicht körperlich, sondern emotional. Das er sie nicht umwarf und zurückdrängte, obwohl er es könnte, sagte mehr aus als Worte. Stattdessen sprach er aus, was ihn wirklich erschütterte. Eine Tatsache gegen die die Dunkelhaarige immer noch ankämpfte. Dass sie gekommen war. Das sie tatsächlich hier war. Sie bemerkte das Erstaunen in seiner Stimme, das leise Wunder, das in seinen Augen aufflackerte. Und sie spürte selbst einen kurzen Stich. Es war gewiss keine Reue. Nur die Tatsache, damit konfrontiert zu werden weshalb sie diesem Sog zu ihm nicht standhalten konnte. War es wohl wirklich die Tatsache, das sie sich doch so ähnlich waren und sich Anna nach einem Gleichgesinnten sehnte? Der sie sah, verstand und nicht verurteilte oder war es mehr die Herausforderung, nach der sie sich sehnte? Ein Raubtier, das mit seiner Beute spielte, bevor es sie endgültig verschlang. Oder war ihr Drang wirklich so nieder, das sie einfach nur die Wärme eines anderen Körpers vermisste? Wenn dem so wäre.. warum war es dann ausgerechnet seiner? Und so war das Zittern der Gefahr schon längst ersetzt worden durch eine andere Spannung. Eine, die nichts mit Angriffen oder Waffen zu tun hatte. Sondern mit der Tatsache, dass beide genau wussten, dass sie sich mitten in etwas befanden, aus dem keiner von ihnen so ohne Weiteres herausfinden würde.
Als sie sich lachend von ihm abrollte, war es weniger eine Flucht sondern mehr eine spielerische Bewegung, ein letztes Kribbeln des Moments, bevor dieser Funke sich festfraß. Doch das dieser sich bereits festgefressen hatte wie ein Parasit, schon vor und dem letzten Treffen davor, war eines der Dinge, welche Anna schon fast verzweifelt versuchte nicht wahr zu haben. Doch Caleb reagierte schneller, als sie es erwartet hatte. In seinem Griff lag kein Bedürfnis ihr Schmerz zuzufügen aber eine gewisse Härte das er sie nicht loslassen wollte, das sie diesmal nicht einfach so entkommen konnte. Und vielleicht wollte die Schwarzhaarige dies auch gar nicht. Seine Frage, was sie denn nur mit ihm tat, ließ ihr Atem schwerer werden, ihr Dekolletee sich deutlich schwerer heben, als wäre die Kleidung, die sie trug ihr viel zu eng, als würde sie ihr die Luft abschnüren. Sie konnte ihm genau die selbe Frage stellen. Ihm genau dieselbe Verzweiflung entgegenbringen. Sie stand genau so am Rand, war gefährlich nah etwas auszusprechen, was sie nicht aussprechen wollte. Sein Atem verriet ihr, wie tief dieser Kampf in ihm tobte. Und sie wusste auch, dass er nicht gewann. Nicht gegen sie. „Was ich tue?“ wiederholte sie seine Frage nur während ihr Blick seinen suchte. Es brauchte einen kurzen Moment bis die Dunkelhaarige wieder antwortete. „Nichts.“ hauchte sie ihm das Wort entgegen, während ihr Gesicht sich herausfordernd entgegen hob, als hätte sie keine Angst in seines zu blicken und dem was sich dahinter verbarg. „Ich tue rein gar nichts.“ sprach sie weiter während sie einen erheiterten Atemzug von ihren Lippen ließ. Es war offensichtlich, das Anna es nicht wortwörtlich meinte. Es bezog sich eher auf die Tatsache was Caleb mit ihr tat. „Aber ich sehe was du tust. Dich selbst quälen.“ Ihre Stimme war leise, sodass es wirklich nur Caleb über ihr verstehen konnte. „Du quälst uns beide. Nur... kann ich es besser verstecken.“ Und dem Unterschied, das Anna nicht wirklich gequält klang. Ihr Atem stockte für einen Moment als seine Finger ihre Haut unter dem Saum ihrer Kleidung berührte. Als hätte etwas Eiskaltes ihre Haut berührt, nur mit dem Unterschied, das dem nicht so war. Die Wärme seiner Finger auf ihrer Haut ließ auch in ihr ein Ziehen entstehen, das sie ungern zugab. Auch wenn ihr erste Gedanke war ihm die Hand weg zuschlagen, seine Finger zu brechen oder Schlimmeres. Das war der Überlebensinstinkt in Anna, welcher stetig wach in ihr war. Doch das hier war kein Kampf ums Überleben. Kein Kampf in dem sie sich wehren musste oder gar wollte. Kein Schmerz. Keine Kälte. Nur etwas, das Anna schon lange nicht mehr gefühlt hatte und sich selbst auch verbat zu fühlen. Doch es war deutlich klar, wie sehr sie es vermisste. Der Blick, den er ihr schenkte war eine Mischung aus Begehrlichkeit, ja, aber auch Kälte, welche nicht unbedingt auf sie gerichtet war. Und dann sprach er die Worte, die schwerer fielen als jeder körperliche Druck. Dass es nur eine einzige Weise gebe, ihn loszuwerden. Sie erkannte den Ernst darin. Den Kampf. Die Verzweiflung... und die Wahrheit. „Ich weiß.“ antwortete sie mit einer gewohnten Standhaftigkeit in ihrer Stimme. „Ich weiß auch... dass es dann kein Zurück mehr gibt.“ Nicht vor ihrer gemeinsamen Nähe, sondern auch die Konsequenzen, die daraus folgten. Die Feindschaft ihrer beiden Gemeinschaften wird dafür sorgen, das sie sich weiterhin verletzen. Ihre Entscheidungen ebenso. Ebenso den Verrat, den sie beide bereits schon begehen, wird schwerer hängen und die Leute in ihrem Umfeld verletzen. Zu mindestens wird es das in Anna's Umfeld. Ihre Treffen waren nicht ohne Risiko. Eine Kette, die sich selber angelegt hatten. Sie waren gewiss keine Helden, keine romantische Gestalten eines besseren Lebens. Sie waren beide Überlebende, Kämpfer. Menschen, die zu viel gesehen hatten, um mit einer naiven Sichtweise über die Erde zu wandeln. Und trotzdem blickte er sie an, als verstünde er sie auf eine Art, die sonst niemand vermocht hatte. Sie sah dieselbe Erkenntnis in ihm. Die Monster, die in ihnen beiden lebten und die seltsame Ruhe, mit der sie diese Wahrheit voneinander akzeptierten. Und am Ende war Anna dennoch einfach nur eine Frau, die sich zwischen der Bürde und der Dunkelheit, auch nach ein klein wenig Licht und Wärme sehnte. Nach den einfachen Dingen des Lebens, auch wenn diese mittlerweile nur noch eine schwache Erinnerung, ein leises Echo waren.
Anna begegnete seine Frage mit einem ruhigen, beinahe amüsierten Blick. Einschüchtern? Wenn überhaupt, dann reizte sie ihn. Sie spürte es an der Art, wie seine Aufmerksamkeit sich schärfte, wie aus Fragen Herausforderung wurde. Caleb suchte offensichtlich irgendeine Absicht in ihrem Verhalten, einen Plan, ein Spiel und vielleicht war es das was sie tat. Sie sah wie ihr leiser Anflug von einem Lachen ihn irritierte. Die Schärfe in seinem Ton war weniger Zorn. Sie nahm es einfach war und ließ es für einen Moment stehen. Dass er nicht ihr Lachen suchte, sondern etwas anderes, war offensichtlich. Und doch war es gerade das, was zwischen ihnen knisterte. „So zynisch...“ entgegnete sie ihm nur. Seine Nähe veränderte den Raum. Er wusste ganz genau was er tat und womöglich wusste er auch schon warum sie es zu ließ. Ein Test ihrer Grenzen? Einen, durch den sie ohne Gnade durchfiel. Es existierte keine Grenzen. Nicht, wenn er ihr so nah war. Nicht wenn seine Lippen so nah an ihrem Hals waren und diesen liebkoste. Sie spürte das Pulsieren ihrer Halsschlagader. Geführt von Aufregung und der Erinnerung, dass diese Geste ein schmaler Grat war auf dem sie sich bewegten. Zwischen Gefahr und Vertrauen, zwischen Macht und Zurückhaltung. Anna's Hand fuhr über seinen Rücken zu seinem Nacken hinauf, krallte sich dort fest als wolle sie ihn hindern an etwas. Doch das wollte sie nicht. Dafür war es zu spät. Die Dunkelhaarige schloss für einen Moment die Augen, ließ schon fast ein genervtes Seufzen von ihren Lippen. Dies galt wiederum nicht Caleb, sondern mehr ihr selbst, ihrem Körper und ihrem Verstand. Das sie sich ein so lange verstecktes Verlangen herauskitzeln ließ. Das ihre Mauern bröckelten oder sich einbildete, das dort überhaupt noch welche existierten, während sie sich an dem kleinen Gefühl an ihrem Hals schon mehr erfreute als es ihr lieb gewesen war. Und auch ihr Körper reagierte, wie er reagieren sollte. Nur war es bei dem weiblichen Geschlecht nur deutlich weniger spürbar, als sie es bei Caleb tat. Auch wenn man sich deutlich darüber streiten konnte. Denn Anna's Körper wurde mit jeglicher Zeit und Berührung, die verging unruhiger. Ihre Hand, welche sich mit unterschiedlichem Druck in seinen Nacken krallte. Ihre Beine, die sich unruhig unter ihm bewegten, durch den Druck, den sie dazwischen verspürte Seine Hand, welche die Kurven ihres Körpers nach fuhr und nicht nur für einen schnellen Atem sorgten, sondern auch für einen verflucht schnellen Herzschlag, das sie schon ein altbekanntes Rauschen in ihren Ohren wahrnahm, das sie das Gefühl hatte ihr Kopf würde jeden Moment explodieren. Die Sehnsucht nach seinen Lippen auf Ihren. Den Drang, die Kontrolle wieder zurück zu gewinnen, in dem sie ihn von sich stieß und sie es wieder war, die auf ihn hinabsah. Den Drang ihm einfach diese störende Kleidung vom Körper zu reißen und … - Anna spürte seine Hand fest auf ihrer Oberweite und ihre Hand schellte hervor, griff nach seinem Handgelenk, als wäre es ihr letzter Funke von Verstand. Sie zog seine Hand nicht weg, sondern brachte diese mehr zu einem kurzen Stillstand. „Caleb.“ hauchte sie seinen Namen außer Atem, während sie ihren Kopf neigte um sein Gesicht wieder sehen zu können. Und für einen kurzen Moment schien es so als würde die Dunkelhaarige aufhören wollen. Doch dem war nicht so. „Ich bin keine dieser Huren, die du auf einem dreckigen Boden ficken kannst... auch wenn die Aussicht recht hübsch von hier aus ist.“ Sie klopfte ihm fest und bestimmend gegen die Schulter, als Zeichen, das er von ihr runtergehen sollte. Als er dies tat, richtete sich die Dunkelhaarige nur auf, überspielte die kurze Benommenheit von Caleb's durchaus doch angenehmer Überrumplung. Sie hielt ihm nur die Hand hin, ob er diese annahm oder nicht spielte dabei keine Rolle. Anna hatte nicht aufgehört, sie legte nur die Karten neu. So wie sie es schon immer tat. So wie es ihr passte. Als er wieder stand, stand sie nur nah bei ihm und es schien schon fast so als würde sie sich größer machen wollen, auch wenn das natürlich nicht möglich war. „Schließ deine Augen.“ sprach die Dunkelhaarige wieder. Ein „Na los, mach schon.“ ließ nicht lange von der ungeduldigen jungen Frau auf sich warten. „Zähle bis Dreißig .. und nicht schummeln.“ ließ ihre Stimme einen Hauch von Erheiterung von sich. Caleb wollte spielen? Dann sollten sie wohl spielen. „Du willst mich?“ hauchte ihm die Dunkelhaarige rau entgegen. „Dann musst du mich erst finden.“ schälte sich die junge Frau bereits aus ihrer Jacke bei diesen Worten und warf ihm diese Vorwarnung einfach erneut giggelnd über den Kopf, während die Geräusche ihrer Schritte deutlich machten, das sie sich von ihm entfernte. Anna entfernte sich von ihrem gemeinsamen Exil, nur diesmal tat sie es nicht um ihn verlassen und sie verwickelte Caleb auch gewiss nicht in einfaches Versteckspiel. Nicht ganz. Doch wenn er die Höhle verlassen würde, würde dort bereits einer ihrer Stiefel auf ihn warten. Nicht weit davon hing ihre dunkle, langärmlige Bluse, die die Dunkelhaarige eben noch getragen hatte, an einem Ast. Man musste kein erfahrener Jäger sein um zu wissen, das Anna ihm wissentlich und bewusst eine Spur legte, welche er einsammeln musste und zu dem besagten Ziel bringen würde, was nicht weit von ihrem Exil sein würde. Anna mochte das Spiel, war aber gewiss nicht lebensmüde ihn irgendwo hin zu locken, wo sie auffliegen oder irgendeine Art von Gefahr herrschen würde. Und so war es das Anna an einem ungesicherten Abschnitt des Strandes wartete, welchen sie bereits von ihrem gemeinsamen Exil aus die letzten Male beobachtet hatte. Dort gab es nichts außer Sand, Meer und dem Schutz der Klippen. Die Dunkelhaarige wartete dort, mit wortwörtlich nichts außer der Unterwäsche, welche sie am unteren Bereich ihres Körpers trug. Ihr dunkles, langes Haar verdeckte das obere Gefilde. Und als ihre dunklen Augen, seine hellen, nach einer gewissen Zeit wieder fanden, ging sie ohne zu zögern auf ihn zu während sie ihr dunkles Haar nach hinten strich und alles frei legte. Sie wollte noch etwas sarkastisches zu ihm sagen wie 'Glückwunsch. Du hast mich gefunden.'. Doch es kam kein Wort über ihre Lippen als sie vor ihm stand. Nur ein Blick, der ihm mitteilte, wie sehr auch sie ihn wollte. Sie schlug ihm nur unsanft ihre Sachen aus seinen Armen und ihre Hände griffen deutlich sanfter nach seinem Gesicht um ihn zu sich runter zu ziehen damit sie endlich dieser unerträglichen Sehnsucht entkommen konnte. Ihre Lippen fanden seine. Stürmisch, wie der Sturm, der Anna war oder mehr oder weniger immer mit sich brachte. Ihre Arme schlangen sich um seinen Nacken, ein Zeichen, das sie ihn nicht entkommen lassen würde, während ihr Körper sich eng an seinen presste, unausweichlich und deutlich das auch sie seine Nähe wollte. Sie gab sich dem Gefühl völlig hin. Sie gab sich Caleb völlig hin. Hier, wo nur sie beide waren, mit den Wellen im Hintergrund, die wie ein gewaltiges Gewitter gegen die Felsen schlugen.
@Caleb Knox

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zuletzt bearbeitet 17.12.2025 16:07 |
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