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THE DEAD DON’T DIE
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#41

RE: Verbrannte Lichtung

10.06.2021 18:15
Rick Grimes Rick Grimes (gelöscht)
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Matt musste nicht denken das Rick nichts von dem wusste was er getan hatte, Rick wusste genau das Matt nicht immer so gehandelt hatte wie er es hätte tun müssen.
Rick hatte so einiges gehört und auch gesehen doch auch da hatte er zuletzt ein Auge zugedrückt.

Es war ok, das Matt ihn darauf angesprochen hatte oder eher das er nach seiner Familie gefragt hatte, immerhin konnte dieser ja nicht wissen was geschehen war.
Rick sah zwischen den beiden hin und her und irgendwie schienen sie sich zu kennen, die Beziehung der beiden war aber wohl nicht die beste.
"All das gibt es bei uns, und nun lasst uns los.

Verwundert sah Rick Matt an und schüttelte den Kopf. "Der Wagen ist schrott ich kam zu Fuß." Sonst hätte er Matt sicher fahren lassen doch dieser hier, weckte zu dem auch noch schlechte erinnerungen. Mit diesem war damals Olivia geflohen nachdem sie, alle verraten hatte.
Auserdem wusste Rick von den Illegalen Rennen welche Matt sich damals noch immer geliefert hatten.
Er stieß sich von dem Wagen ab und sah zu Seven, welcher scheinbar noch nicht nach Hause wollte. "Komm schon Seven, zu Hause gibt es auch einen großen Knochen für dich."
Er schmunzelte leicht und deutete in eine Richtung. "Kommt ihr? Es ist nicht weit." Langsam ging Rick los und sah zu Matt. "Ach bevor ich es vergesse. Am Tor musst du deine Waffen abgeben, alle. Die bekommst du dann aber in ein paar Wochen wieder. Das müssen alle die neu zu uns kommen."

//postest du schon mal am Tor Merle?

@Merle Dixon
@Matt Watson


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#42

RE: Verbrannte Lichtung

22.10.2022 21:51
Ylvi Driscoll Ylvi Driscoll (gelöscht)
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Zusammen mit Nishi war sie 2 Monate zusammen unterwegs gewesen, auch wenn sie eher wenig miteinander sprachen, irgendwie machte es auf sie den Anschein als wolle er nicht zu eine Enge Bindung zu ihr aufbauen, als hätte er vor etwas Angst, doch sie fragte auch nicht nach, sie wollte ihm nicht zu nahe treten, jeder von ihnen hatte eine Menge durchmachen müssen das war ihr mehr als bewusst, ihr leben war die letzten Jahre die Hölle gewesen ehe sie von Nishi gerettet wurde, ehe sie endlich wieder frei sein konnte.
Unterwegs hatten sie einen Wagen gefunden welchen sie nutzen konnten und welcher ihnen gute Dienste erbrachte.
Es hatte eine weile gedauert bis ihr Fuß dann auch endlich verheilt war und das sie diesen wieder belasten konnte.
Der Tag an dem sie sich von Nishi verabschieden musste kam schneller als gedacht, doch es war sicher besser für sie beiden wenn sie ihre eigenen Wege gehen, Ylvi selbst hatte sich auf den Weg in die Berge gemacht wo sie einst glücklich war, wo sie damals überstürzt aufgebrochen war um ihren Vater zu suchen ehe sie in die Arme der Männer gelaufen war welche sie die letzten Jahre gefangen gehalten hatten.
Der Aufstieg den Berg nach oben dauerte eine ganze Weile und sie wusste das sie sich beeilen musste auch weil sie darauf achten musste sie nicht wieder stürzte und sich verletzte.
Nach einigen Tagen war es dann geschafft und sie kam bei dem Dorf an, doch was sich ihr dort bot ließ sie zu Boden gleiten. Die Häuser waren fast alle vollkommen nieder gebrannt, Menschen lagen überall herum, sie waren abgeschlachtet worden und sie erstarrte immer mehr. Panisch rannte sie durch das Dorf nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte und versuchte nach Überlebenden zu suchen. Langsam ging sie durch das Dorf neben einer vollkommen verbannten Leiche entdeckte sie etwas was sie zu Boden sinken ließ einen kleinen Dolch welchen sie nur zu gut kannte, der Dolch hatte ihrem besten Freund und großer liebe Jon gehört welcher sie einst gerettet hatte. Nein das durfte nicht sein, sie wollte es nicht glauben und sie konnte es nicht glauben. Weinend saß sie einige Stunden einfach nur da und raffte sich auf als der abendherein brach und die Nacht begann sich über das Dorf zu legen.
Eine weile suchte sie nach einer Unterkunft welche sie auch nach einer fand. Bei ihrer Suche entdeckte sie immer mehr bekannter Gesichter welche sie sehr gemocht hatte. Neben Klara waren da noch Lina und Malina welche mit ihr damals viel gemacht hatten, welche ihr damals geholfen hatten sich hier einzuleben.

Den Winter über blieb sie in dem kleinen Dorf welches nicht mehr das selbe war welches sie kannte doch sie brauchte ein Quatier welches sie überleben ließ und dies konnte sie nur hier.
Es verging der Winter in dem sie sich hier ein wenig einrichtete ehe sie im frühling begann Sachen zusammen zu suchen, bevor sie ging hob sie ein paar Gräber aus in welche sie die Menschen welche hier so achtlos herum lagen begrub, das hatten sie verdient, sie sollten nicht als Futter verschiedener Tiere enden.

Es dauerte eine Weile bis sie alles geschafft hatte und bis sie auch das nötigste gefunden hatte welches sie für den Weg brauchte. Neben ein paar Waffen packte sie noch ein bisschen Kleidung und etwas zu Essen ein welches sie im Winter gefunden hatte.
Für den Abstieg brauchte sie noch ein bisschen länger und ihr Weg führte immer weiter weg, weg von dem Dorf welches ihr einst ein zu Hause war. Noch immer fragte sie sich was dort geschehen war, wann dieses überfallen worden war. Den Dolch von Jon hatte sie mitgenommen und sie würde diesen in Ehren halten, er was alles was ihr noch von ihm geblieben war, neben den Erinnerungen welche sie an ihn hatte.

Immer weiter entfernte sie sich von dem Berg und kam immer tiefer bis sie fast in der Stadt war, auf einer Lichtung welche ebenfalls vor einiger Zeit gebrannt haben musste hielt sie inne, sie musste für diese Nacht eine Unterschlupf finden, und auf alle fälle einen See oder Fluss wo sie sich frisch machen konnte. Auch hier schien ein Kampf geherrscht zu haben und auch wenn sie sich sicher war das in der nähe sicher etwas zu finden war hielt sie inne. War da nicht ein Geräusch gewesen? Aufmerksam sah sie sich um und zog ein Schwert welches sie bei sich hatte.

@Ichiro Maxwell

zuletzt bearbeitet 23.10.2022 12:15 | nach oben springen

#43

RE: Verbrannte Lichtung

23.10.2022 20:34
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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Er war lange nicht mehr so weit draußen gewesen. Seit er in Balar sesshaft geworden war, hatte es ihn kaum mehr hinaus gezogen. Vielleicht hatte er Angst gehabt, vor dem Blutdurst, der seinem Schwert innewohnte. Oder es war die Befürchtung, dass ihn außerhalb der Kolonie seine Vergangenheit einholen konnte. Aber dann war er mit Nezumi plündern gegangen und dabei hatte er festgestellt, dass es ihm sogar Freude machte, wieder in der Wildnis herum zu wandern, verlassene Orte zu besuchen und vor allem verletzte Tiere aufzusammeln.

Bei Narvik fanden sie einen sicheren Unterschlupf, wo er und Narvik sie wieder aufpeppeln konnten, bevor Wildtiere dann ausgewildert wurden und für streunende Haustiere ein neues zu Hause gesucht wurde. Vielleicht, wenn bei ihnen der Platz knapp wurde, könnte er ja zu anderen Kolonien reisen und dort ein paar Haustiere unterbringen. Die Anarchy Riders waren nicht weit weg. Und dann gab es noch das Cottage. Dort wollte er ohnehin mal hin, um Hinweise auf Ezekiel zu suchen. Der Plan Shiva zu helfen ihren Gefährten wiederzufinden, bestand nach wie vor, auch wenn er in den Sommermonaten Balar so gut wie nicht verlassen hatte.

Shiva hatte im geholfen. Er wollte ihr ermöglichen Ezekiel wieder zu sehen, bevor die Zeit des Abschieds für sie kam. Sie war schon alt. Sie lebte vermutlich schon länger, als üblich für einen Tiger. Aber sie wartete auf jemanden. Und vielleicht war er auch der Grund dafür, dass sie so lange durchhielt, obwohl sie manchmal müde auf ihn wirkte. Wenn sie eines Tages einschlief, sollte sie vorher ihren Gefährten wiedersehen oder Gewissheit erlangen darüber, was mit ihm geschehen war.

Auch wenn er bei seinem Streifzug noch nicht bis zur Cottage gelangte, so hielt er trotzdem immer wieder Ausschau nach Menschen, die er nach dem Mann fragen konnte. So trieb es ihn zwangsläufig auch in die Nähe von Orten, die er bisher jedoch alle verlassen vorgefunden hatte. Meist war er mit einem kleinen Jeep unterwegs, da er in diesem auch Tiere transportieren konnte. So auch heute, wenngleich er heute noch keine Tiere entdeckt hatte, die Hilfe benötigten. Stattdessen entdeckte er einen Ort mit verbrannter Erde, ein Ort der nach Tod und Verwesung roch. Hier hatte vor nicht all zu langer Zeit ein Kampf stattgefuden. Doch von Lebenden und Untoten, die noch auf ihren Beinen standen, war nichts zu sehen.

Vorsichtig lenkte er seinen Wagen durch die Stadt, bis er etwas außerhalb eine Lichtung erreichte. Er trat in die Bremsen, als er die Frau entdeckte. Eine Überlebende. Ging die Zerstörung auf ihre Kappe, oder, moment mal. Ichiro kniff seine Augen zusammen. Kannte er die junge Frau da vorne nicht? Er öffnete die Wagentüre und sprang heraus. "Ylvi?" Mit einer Hand griff er trotzdessen, nach dem Schwert auf dem Beifahrersitz. Er konnte nicht davon ausgehen, dass sie sich an ihn erinnerte und hatte lieber etwas zur Verteidigung in Händen, für den Fall, dass sie ihm plötzlich feindlich gesonnen war.

@Ylvi Driscoll

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#44

RE: Verbrannte Lichtung

23.10.2022 20:54
Ylvi Driscoll Ylvi Driscoll (gelöscht)
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In den letzten Monaten war wirklich eine Menge geschehen, auch wenn ihre Abreise aus dem damaligen so wunderschönen Dorf, mit Gemischten Gefühlen von statten gegangen waren. Nie hätte sie erwartet dort oben eine solche Verwüstung vorzufinden, es war als wäre die Zerstörung des Dorfes schon viel zu lange her. Ihr Blick lag vollkommen geschockt auf die Verbrannte Lichtung gerichtet, es war als wäre hier eine Bombe explodiert dieser anblick erinnerte sie an den Tag als sie in die berge zurück kehrte und dort alles zerstört vorfand, als sie dort all die toten sah welche abgeschlachtet worden waren. Einzelne Tränen lösten sich aus ihren Augenwinkeln als sie an Jonatan dachte welchen sie dort vollkommen entstellt gefunden hatte, welcher nicht mehr zu erkennen war, das es sich nicht um ihn handeln könnte daran hatte sie durch den Dolch welchen sie gefunden hatte nicht gedacht. Es tat weh daran zu denken ihn nie wieder sehen zu können.
Gerade wollte sie weiter gehen um diesen Schrecklichen Ort zu verlassen da hielt sie inne als sie eine Wagen anhalten hörte. Sie hatte ihr Schwert gezogen und drehte sich langsam um als sie eine Bekannte Stimme hörte. "Nishi?" Ihre Augen weiteten sich als sie ihn dort stehen sah, es war so unglaublich ihn hier zu treffen, damals hatte sie gedacht das er weiterziehen würde, das er inzwischen weit weg von diesem Ort sein würde, doch er stand hier, hier genau vor ihr und schien auch nicht glauben zu können sie hier zu sehen, sofort steckte sie ihr Schwert wieder weg, denn sie wollte ganz sicher nicht mit ihm kämpfen. "Bist du es wirklich?" Leicht schüttelte sie den Kopf und ging ein paar Schritte auf ihn zu."Wo kommst du denn auf einmal her?" Ihn so bald wiederzusehen damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet, nein immerhin war hatten sich sich vor fast einem Jahr getrennt. Ihr Blick fiel auf das Schwert welches er in der Hand hatte und sie hob leicht die Hände. Ich bin friedlich, bitte steck doch deine Waffe weg. Du kennst mich doch." Sie biss sich auf die wirkte ein wenig unsicher denn sie wusste nicht ob er dieses auch gegen sie einsetzen würde.

@Ichiro Maxwell

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#45

RE: Verbrannte Lichtung

26.10.2022 19:14
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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Ichiro schluckte. Seit er seinen wahren Namen kannte, benutzte nur noch Nezumi den Namen Nishi. Bei allen anderen war er froh, dass sie seinen richtigen Namen benutzten. Denn Nishi war ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit, zu sehr verbunden mit der Zeit in Vegas und dem Blutdurst, der an seinem Schwert haftete. Als Ylvi sich ihm gegenüber nicht feindselig zeigte, packte er das Schwert sofort wieder in den Wagen. So schnell, dass man hätte meinen können, er habe sich daran verbrannt. Tatsächlich fürchtete er immer noch, er könne dem Durst erneut verfallen, selbst nach seinem Gespräch mit Jon und der gemeinsamen Plünderungstour mit Nezumi. Lian. Das war Nezumis richtiger Name. Ichiro hatte seinem Freund die Entscheidung überlassen, wie er genannt werden wollte. So hatte er das auch mit seinem Namen gemacht. Nur bei Menschen, die ihm nicht so nahe standen wie Nezumi, wollte er den Namen nicht mehr hören. Vielleicht lag es mit daran, dass Jin ihn so gerufen hatte. Nishi. Und hier draußen, wer wusste, wer mithörte.
Ichiro schüttelte seinen Kopf. "Ichiro. Das ist mein richtigiger Name. Nenn mich bitte Ichiro." Natürlich erinnerte er sich an ihre gemeinsame Zeit. Gerade deswegen war es ihm wichtig, dass sie ihn mit seinem Geburtsnamen ansprach, dem Namen der zu ihm gehörte, der der Person gehörte, die er wirklich war, begraben unter dem, was ihm in den vergangenen Jahrzehnten widerfahren war. Ein flüchtiges Lächeln huschte schließlich über seine Lippen. "Du suchst nicht nach einer Mitfahrgelegenheit, oder? Der Winter kommt bald. Ich bin unterwegs verletzte Tiere einzusammeln, falls ich welche finde und zu unserer Auffangstation zu bringen, in Balar."

@Ylvi Driscoll

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#46

RE: Verbrannte Lichtung

26.10.2022 19:26
Ylvi Driscoll Ylvi Driscoll (gelöscht)
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Ylvi hatte ja keine Ahnung das Nishi in wahrheit einen vollkommen anderen Namen hatte, als er ihr damals genannt hatte, sie hatte keine Ahnung das ihn dieser Name an die Dunklen Zeiten seines Lebens erinnerte.
Nein sie würde sich nie feindselig zeigen gegenüber einer Person welche ihr das Leben gerettet hatte, welche sich so lange um sie gekümmert hatte als sie verletzt gewesen war. Ichiro hatte sie versorgt und sogar beschützt als sie das nicht konnte.
"Ich, oh verzeih das wusste ich nicht. Dann werde ich dich von nun an gerne Ichiro nennen. Seit wann erinnerst du dich denn wieder an deinen Namen?" Sie konnte es sich nicht anders erklären als das er sich damals nicht daran hatte erinnern können.
Sicher gab es auch andere Möglichkeiten welche es hab warum er ihr damals einen anderen namen genannt hatte doch das würde nicht erklären warum er dann jetzt doch so genannt werden wollte.
Die letzten Monate welche sie allein war, hatte sie ein wenig beruhigt, es war nicht mehr so schlimm für sie auf andere Menschen zu treffen, denn damit hatte sie lange ein problem da sie nie sicher sein konnte ob diese nicht doch zu den Männern gehörten welche damals geflohen waren.
Das überraschende Angebot ließ sie dann doch ein bisschen eine Augenbraue heben. "Ähm, naja ich suche tatsächlich einen Ort wo ich vielleicht über den Winter bleiben kann. Hier draußen wird es für einen allein doch immer gefährlicher." Das er sich einer Kolonie angeschlossen hatte freute sie sehr doch sie musste erst ihren Vater finden, ehe auch sie das machen würde können. Doch für den Winter würde sie sein Angebot gerne annehmen wollen. "Also wenn es keine Umstände macht würde ich dein Angebot gerne annehmen. Ein bisschen ruhe und Entspannung würde mir sicher mehr als gut tun.
Ja da war sie sich mehr als sicher, denn schon lange hatte sie keinen richtigen Schlaf mehr finden können.
"Aber nur wenn es wirklich keine Umstände macht. Ich will keinen zur Last fallen."

@Ichiro Maxwell

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#47

RE: Verbrannte Lichtung

26.10.2022 19:40
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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Ichiro lächelte. Es tat ihm jedes Mal gut, seinen Namen aus dem Mund einer anderen Person zu hören. "Kein Thema. Konntest du nicht wissen." Er hatte sich ihr gegenüber genauso schweigsam über seine Vergangenheit gegeben, wie allen, denen er unterwegs begegnet war. Es war besser gewesen, dass sie nicht wussten. Heute sah er das etwas anders. Vermutlich verdankte er dies den Menschen in Balar. Sie würden Ylvi sicher aufnehmen, wenn sich jemand für sie aussprach, dessen war er sich sicher. Er könnte sie herumführen, wie Shiva ihn herumgeführt hatte, ihr seinen Bruder vorstellen, Narvik, Shiva und auch Nezumi. Dann fänden sich bestimmt genug Leute, die für sie sprachen und ihr die Probezeit ermöglichten. Über den Winter die Probezeit zu machen, war leichter, sofern man ein Mensch war, der gerne nicht nur innerhalb der Kolonie seine Zeit verbrachte. Ihm war es vor ein paar Monaten nicht schwer gefallen, da er gerade am Anfang sogar bereitwillig die Außenwelt vermieden hatte. Denn die Kolonie hatte ihm Schutz vermittelt, Geborgenheit. Dieser Ort war wahrlich ein Paradies.
"Ich hab' mich in Balar erinnert. Das ist jetzt, das war im Mai." Ja, im Mai hatte er seinen Bruder gefunden. "Ich wollte eigentlich in keine Kolonie. Aber ich hab' einen alten Freund getroffen und da konnte ich nicht nein sagen, als er mich eingeladen hat. Und dann, dann wurden aus einem Tag zwei, daraus drei und als ich gehen wollte, hab' ich durch Zufall meinen Drillingsbruder getroffen. Er hat mich zuerest erkannt, an meiner Kette, die seine Initialien hat." Im ersten Moment hatte ihn das alles total überfordert. Doch er war froh, dass Duo so hartnäckig gewesen war und ihn aufgehalten hatte zu fliehen. Und er war dankbar für die Gespräche mit Ivar, Narvik, Yannik, Kasumi, für dei Zeit mit Shiva und natürlich Nezumi.
Ichiro lächelte und winkte sie zum Wagen. "Du fällst niemandem zur Last. Balar ist ein Paradies. Ich hab' es am Anfang auch nicht geglaubt, aber als ich dann dort war. Die Menschen dort sind sehr nett und hilfsbereit."

@Ylvi Driscoll

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#48

RE: Verbrannte Lichtung

26.10.2022 19:57
Ylvi Driscoll Ylvi Driscoll (gelöscht)
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Sie hatte es wirklich nicht wissen können doch sie hatte auch kein Problem damit ihn nun mit seinem richtigen Namen anzusprechen. Das er ihr damals nicht viel von ihr erzählt hatte störte sie noch immer nicht, sie wusste das sie alle so ihr Laster zu tragen hatten. Sie selbst hatte ihm auch nicht viel erzählt, nur das diese Männer welche er getötet hatte sie als Skalvin gehalten hatten, das diese sie oft geschlagen hatten und am Ende wollten diese sie sogar zum Sterben zurück lassen.
Sie wusste ja nicht was er schon alles in der kolonie erlebt hatte, was ihm da alles wiederfahren war, das die Menschen dort ihm und auch seiner Seele gut getan hatten merkte sie aber schnell, er schien fröhlicher, offener und vor allem sich freier zu fühlen als sie sich das letzte mal gesehen hatten.
Das er schon seit Mai dort lebte überraschte sie doch ein wenig, damals kam er ihr nicht so vor als würde er sich einer Gruppe anschließen wollen, daher verwunderte es sie doch ein wenig das er es dennoch getan hatte. Das er dort in der Kolonie einen alten Freund getroffen hatte ließ sie lächeln, denn das freute sie sehr für ihn, er schien dort wirklich aufgelebt zu sein.
"Also hast du dort das zu Hause gefunden was du dir ersehnt hast?" Leise seufzte sie denn auch ihr war es einst mal so ergangen doch sie hatte dies alles verloren. Das Ichiro seinen bruder gefunden hatte freute sie noch mehr, und sie strahlte ihn an. "Das freut mich wirklich für dich, es freut mich das du deine Familie gefunden hast." Sie selbst war ja noch immer auf der suche nach ihrem Vater, doch sie war guter Hoffnung das sie diesen irgendwann noch finden würde.
"Ok ich vertraue dir da mal. Wobei ich sehe ja wie glücklich du bist, du wirkst so anders als damals. Ich denke ich komme mit, doch ich würde erstmal schauen ob ich bleibe weis ich noch nicht. Ich bin ja noch immer auf der Suche nach meinem Vater." Langsam ging sie auf den Wagen zu zu dem er sie winkte und sah ihn direkt an. "Auf was sollte ich mich einstellen? Ich meine ihr werdet sicher nicht einfach so jemand rein lassen. Oder?"

@Ichiro Maxwell

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#49

RE: Verbrannte Lichtung

26.10.2022 20:30
Ichiro Maxwell 222 Beiträge
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Ichiro lachte. "Ich hab' gar nicht nach einem zu Hause gesucht. Nicht so richtig. Es war eher so, dass das zu Hause mich gefunden hat." Ja, so war es wohl gewesen. Er hatte seinen Bruder gefunden, als er aufgehört hatte zu suchen. Und tatsächlich freute es ihn zu sehen, dass es noch einem der Menschen gut ging, denen er unterwegs geholfen hatte. Jede gute Tat auf seinem Konto, würde ihn von der Kälte entfernen, die er empfand, wenn er tötete. "Es freut mich auch. Es hat meine Seele gerettet, denke ich mal." Wobei er mit dem Retten von Tieren und unschuldigen Menschen, wie Ylvi einer war, auch schon selbst begonnen hatte, seinen Beitrag zu leisten. "Duo ist ein Sonnenschein, trotz all der Dinge, die er so durch hat. Du wirst ihn mögen." Ja, da war er sicher. Und Duo, gab es jemanden in Balar, den Duo nicht mochte? Er glaubte nicht. Duo war zu jedem herzlich und aufgeschlossen. Wahrscheinlich kam er auch deshalb so gut bei allen an. Man musste ihn einfach liebhaben.
Nachdem sie noch nichteingestiegen war, lief er um den Wagen herum und öffnete die Beifahrertür. Ah, mist, auf dem Sitz lag noch sein Schwert. Er grinste schief, griff danach und stopfte es auf die Rückbank. Dann trat er zur Seite, damit sie auf den Beifahrersitz klettern konnte. "Mach's dir bequem", bot er an und wartete bis sie eingestiegen war, bevor er die Tür schließen und wieder auf der Fahrerseite einsteigen würde. "Du kannst auch als Gast erstmal ein paar Tage oder Wochen bleiben", schlug er vor. "So hab' ich es auch gemacht am Anfang. Ich kann für dich bürgen am Eingang, dann musst du deine Waffe nicht abgeben und bekommst erstmal einen Besucherausweis. Aber ehrlich gesagt, braucht man keine Waffen in der Kolonie. Ich hab' mein Schwert immer unter meinem Bett, wenn ich im Dorf unterwegs bin."

@Ylvi Driscoll

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#50

RE: Verbrannte Lichtung

26.10.2022 21:12
Ylvi Driscoll Ylvi Driscoll (gelöscht)
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Das er gar nicht nach einem zu Hause gesucht hatte ließ sie schmunzeln, irgendwie schien das Schicksal ihm wohlgesonnen gewesen zu sein was sie wirklich sehr freute, er machte einen viel freieren eindruck als damals.
"Das freut mich sehr zu hören das es dir dort so gut geht." Das es mit ihm eine Menge machte den Tieren zu helfen freute sie wirklich, es war als hätte sie einen vollkommen anderen mann vor sich wie damals.
"Ich bin schon gespannt wen ich da alles kennen lerne. Aber bitte alles nach und nach, ich brauch immer eine weile bis ich wirklich jemand an mich heranlasse wegen dem was damals war."
Langsam stieg sie dann ein als er sein Schwert auf die Rücksitzbank gelegt hatte und schnallte sich wie automatisch.
Das sie auch erstmal als Gast bleiben konnte erleichterte sie doch sehr, es beruhigte sie auch ein wenig denn sie war sich eben nicht sicher ob sie dort bleiben sollte auch wenn sie Ichiro dort schon kennen würde.
"Also wenn es ok ist würde ich dein Angebot annehmen. Ich hab zwei Waffen bei mir die ich ungern an Fremde geben würde. Sie sind mir sehr wichtig. DU musst dir auch keine Sorgen machen das ich sie benutze. Ich will sie nur nicht aus der Hand geben."
Sie würde ihre Waffen sicher nicht nutzen, nur wollte sie den Dolch welcher einst jon gehörte von dem sie glaubte das er tot sei, nicht mehr aus der Hand geben, er war ihr das wichtigste was sie bei sich hatte.
Langsam fuhren sie dann aber auch schon los, wobei sich Ylvi einfach nur entspannt zurück lehnte und entspannte, sie würde den Winter zumindest nicht hier draußen verbringen müssen wenn sie denn wirklich bleiben würde können.

@Ichiro Maxwell


_------> weiter gehts bei Brücke zum Festland

zuletzt bearbeitet 26.10.2022 21:18 | nach oben springen

#51

RE: Verbrannte Lichtung

21.11.2022 18:04
Lyanna Lockhart Lyanna Lockhart (gelöscht)
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Es war alles was Lyanna hören wollte oder eher gesagt noch einmal hören wollte. Aus seinem Mund, hier bei ihr, ohne irgendwelche Anwesenden, welche sie mit neugierigen Blick betrachtet hatte. Sie wusste das es ein Versprechen war das kein Mensch in der Apokalypse halten konnte, doch das war Lyanna egal. Sie wollte es einfach nur hören und als Elijah die Worte aussprach war es schon fast so als würde ein gewaltiger Stein von ihrem Herzen rollen. Nachdem er sie küsste ließ Lyanna ihn noch nicht los, vergrub ihre Finger nur sanft in seinem Bart ehe sie ihre Stirn auf seiner ruhen ließ und das für eine ganze Weile lang … . Die Tage in der Cottage vergingen so schnell, das Lyanna sich wünschte sie würden niemals vorbei gehen. Aber alles hatte einmal sein Ende. Auch wenn die Dunkelhaarige sich auch freute wieder nach Hause zurückzukehren. So sehr sie die Zeit mit Elijah genoss, hatten sie beide auch Pflichten. Pflichten die sie jetzt umso mehr gemeinsam und verbundener als Ehepaar angehen konnte. Denn auch wenn die Welt nicht mehr so war wie sie war, so hatte Lyanna nun etwas wofür sich dieser ganze Kampf lohnte, wofür sie kämpfen konnte. Und sie blickte jeden Tag in sein Gesicht. Also war Lyanna wirklich traurig darüber als sich am letzten Tag noch ein paar Leute bei ihnen bedankten und ihnen gratulierten. Denn die Zeit mit Elijah würde ja nicht enden nur weil sie das Cottage verließen würden. Im Gegenteil. Umso mehr verband sie … deutlich schönere Erinnerungen nun mit diesem Ort, nicht nur auf die Hochzeit bezogen sondern auch an das was sie danach taten. Lyanna musste kurz schmunzeln bei El's schelmischen Worten als sie gerade die Hand einer älteren Dame drückte. Sie wusste natürlich sofort was Elijah damit meinte und stupste ihn nur kurz verspielt mit ihren Ellenbogen an. Lyanna vertiefte noch einmal das Geräusch das Rauschen des Meeres, der salzige Duft der in der Luft lag. Die warme Hand der älteren Dame in ihrer und Elijah's Hand auf ihrer Schulter … ehe sie nur die Augen schloss. Alles war gut. Sie war glücklich. Lyanna war … zu Hause.

Es war das Fallen der Blätter von den Bäumen, die Kälte die mit jedem Tag immer mehr zunahm. Es würde nicht mehr lange dauern bis zu den ersten Schneeflocken. Bis zu dem nächsten Winter. Ihre Hochzeit fühlte sich fast schon eine Ewigkeit her an, doch das Glücksgefühl hatte seit dem Tag nicht abgenommen. Im Gegenteil. Sie genoss jeden Moment umso mehr, selbst wenn sie nur neben ihm lag, ihn ansehen konnte als müsste sie sich jedes Detail seines Gesichtes einprägen und auf eine gewisse Weise tat Lyanna das auch. Es gab keinen Grund dafür. Sie war nicht melancholisch oder das sie irgendetwas bedrückte, sie dunkle Gedanken verfolgte. Nein das taten sie ganz gewiss nicht. Die Dunkelhaarige konnte einfach nur nicht glauben hier zu sein, sich so zu fühlen wie sie sich jetzt fühlte. Hätte ihr jemand vor mehreren Jahren gesagt das sie einmal mit diesem Typen, dem sie eine Brecheisenstange überzog verheiratet sein würde, sie hätte denjenigen nur ausgelacht. Aber hier war sie jetzt, grub ihre Nase in das noch warme Kissen auf der Seite wo sonst Elijah immer lag. Lyanna atmete tief ein und schloss wieder verschlafen die Augen. Er war noch nicht lange weg gewesen, genau so wenig wie Josie es war. Aber das war okay. Die Dunkelhaarige würde El immer diesen Freiraum lassen … bis zum Winter. Als die Sonne sich hinter den dunklen Wolken dennoch stärker herauf kämpfte, das Licht in ihrem gemeinsamen Zimmer heller wurde ließ die Dunkelhaarige nur ein leises, brummendes Geräusch von sich. Sie musste jetzt aufstehen. Es war nicht so das sie sich nicht gut fühlte. Sie war einfach nur so müde und würde am Liebsten den ganzen Tag verschlafen. So erging es ihr schon ein paar Tage so. Auch die Blässe in ihrem Gesicht, als sie sich frisch machte, deutete sie darauf hin und das sie eben wenig Sonne während der kalten Jahreszeit abbekam. Vielleicht brütete Lyanna auch einfach nur einen kleinen Infekt aus. Es war nichts worüber sie sich Sorgen machte. Nachdem Lyanna in wärmere Kleidung geschlüpft und mit ihrer Hand ihr Gewehr packte, das sie nun schon so viele Jahre hatte, verließ sie das Zimmer, löste den Wachposten der vorherigen Nacht ab. „Es war alles ruhig. Die Beißer merken wohl langsam das es kälter wird und ihnen bald die Ärsche wieder festfrieren werden.“ sprach eine Frau in ihren 40igern während sie sich ausgiebig streckte ehe sie die Dunkelhaarige einen Moment mit müden Augen betrachtete. „Geht's dir gut Lyanna?“ fragte sie schließlich ein wenig besorgt worauf die Dunkelhaarige nur etwas verwirrt eine Augenbraue anhob und nur nickte. „Gut. Vielleicht solltest du dich auf einen sonnigen Platz der Mauer stellen. Nicht das du bald den Untoten Konkurrenz machst.“ scherzte die Frau und klopfte der Dunkelhaarigen auf die Schulter ehe sie schließlich ging. Lyanna blickte ihr einen Moment nach und schüttelte sanft den Kopf. Nur ein wenig Blässe und alle gingen davon aus das man drauf ging. Lyanna ließ sich davon nicht beirren, verschwendete kein Gedanken daran ehe sie an der Umzäunung langsam hin und her ließ, ihr Gewehr fest und sicher in der Hand. Automatisch zog sich ein Lächeln in ihr Gesicht als sie den Dunkelhäutigen von seiner morgendlichen Laufrunde zurückkommen sah, dicht gefolgt von der Hündin. Sie hob nur ihre Hand und winkte ihm aber bevor Elijah sie sehen oder womöglich reagieren konnte wurde er abgefangen von jemanden der es wohl ziemlich eilig hatte das der Dunkelhäutige mit ihm kam. Lyanna blickte den Beiden einen Moment lang skeptisch nach ehe sie ihren Blick wieder geradeaus richtete. Sie hoffte das alles gut war. Es würde schon alles gut sein …

Es war Elijah's Stimme, die Lyanna nach einer Weile sich umdrehen ließ als der Dunkelhäutige fast schon etwas aufgeregt zu ihr angelaufen kam. Lyanna sprang geschickt von ihrer Position herunter und lehnte ihr Gewehr gegen die Mauer als sie ihn auch schon spürte wie er sie küsste und Lyanna erwiderte den Kuss sanft ehe sie sich langsam von ihm löste. „Was ist los? Ist irgendetwas passiert?“ klang die Dunkelhaarige etwas besorgt als Elijah ihr erzählte das er gerade von einer Besprechung der First Seven kam. „Beißer?“ hob Lyanna nur ihre Augenbraue an. „Wie konnten sich überhaupt so viele ansammeln ohne das es irgendwem aufgefallen ist?“ wollte die Dunkelhaarige wissen, denn normal kam ihr so ein Verhalten der Untoten nicht vor. Sicher wenn sie sich zusammen fanden bildeten sie eine Horde aber das sie sich irgendwo unbemerkt, so nah zwischen Balar und Cottage tummeln konnte, war merkwürdig. Und auch das die Information so durchlöchert war. Warum sollte der Bote nicht mehr Preis geben wollen über seine Quelle. Als er dennoch Anna erwähnte machte es für die Dunkelhaarige deutlich Sinn. Lyanna hegte keinen Groll über das Ratsmitglied. Ganz gewiss nicht. Doch Lyanna war wohl unter den Leuten die es für besser hielten das sie nicht so eine Position ausübte. Sie würde auch nicht unbedingt mit Anna Avery in einem Gebäude umringt von Beißern festsitzen, wenn sie nicht auf ihrer guten Seite war. „Natürlich müssen wir etwas unternehmen“ klang Lyanna ein wenig aufgebracht. Zu recht. „Wenn sie irgendwann einen Weg nach draußen finden sind ihre ersten Anlaufstellen Balar und das Cottage und dann wir.“ Für Lyanna stand es gar nicht zur Diskussion das sie nicht mitgehen würde. „Natürlich lasse ich dich nicht alleine gehen. Ich komme schließlich auch mit. Darüber gibt es auch keine Diskussion Mr Magoro.“ schmunzelte die Dunkelhaarige und stahl sich einen weiteren flüchtigen Kuss von seinen Lippen. Auch wenn Elijah sie mit keinen Wort davon abgehalten hatte nicht mitzukommen war es ihr wichtig das noch einmal zu verdeutlichen.

Es vergingen wenige Tage, in denen die nötigen Vorbereitungen getroffen wurden. Die letzten Fahrzeuge wurden von ein paar Männern und Frauen beladen. Die Rider würde sich wie besprochen an einem abgesprochenen Wegpunkt mit den Cottage Karawane zusammentun. Lyanna spielte etwas nachdenklich an dem geknoteten Armband von ihrer Mutter an ihrem Handgelenk herum ehe das Geräusch eines schließenden Kofferraum sie etwas aufschreckte. Lyanna blinzelte den Dunkelhäutigen an. „Haben wir alles?“ wollte sich die junge Frau nochmal versichern ehe der Dunkelhäutige nickte. Lyanna atmete durch. Das Gefühl von Müdigkeit war heute besonders schlimm. Begleitend wurde dies durch eine leichte Übelkeit. Lya schob es auf das Wild von gestern. Vielleicht war damit etwas nicht in Ordnung gewesen. Wer wusste es schon. Aber im Vergleich zu ihr schienen sich alle anderen noch gut zu fühlen. Elijah hatte schließlich auch davon gegessen. Lya ging schließlich nur in die Hocke, strich der winselnden Hündin an ihren Füßen durch das Fell. „Tut mir Leid. Aber du kannst nicht mitkommen. Wir sind bald wieder zurück.“ Ihre Hand fuhr zu Josie's Ohren, welche sie ordentlich durch kraulte „Pass hier gut auf ja?“ lächelte die Dunkelhaarige und ließ schließlich von der Hündin ab ehe sie ihren Rucksack schulterte und schließlich auf den Beifahrersitz stieg. Sie wartete bis Elijah soweit war ehe er auch einstieg und den Motor startete. Lyanna's Kopf lehnte sich sofort an die kühle Scheibe welche einen Spalt runter gelassen war. Das leise Ertönen von Musik aus dem Radio klang bereits in Lyanna's Ohren wie ein fernes Echo. Ihre Hand legte sich sanft auf Elijah's Oberschenkel. Die kühle Luft tat beim Fahren gut ehe die Dunkelhaarige schon wieder von ihrer tagelangen Müdigkeit eingenommen wurde. Es war der Duft von Verwesung und das immer weiter lauter werdende Geräusch von Beißern was Lyanna ruckartig erwachen ließ, sie für einen kurzen Moment panisch wirken ließ. Doch als sie merkte das sie noch fuhren und sie im Auto waren, beruhigte sich ihr Herz. Etwas benommen blickte die junge Frau aus dem Fenster, sah eines der Fahrzeuge der Cottage neben ihnen her fahren. Hatte sie wirklich den Treffpunkt mit einer anderen Kolonie verschlafen? Schließlich richtete sich ihr Blick auf Elijah. „Mir geht’s gut.“ sprach sie schließlich aus bevor er überhaupt was sagen konnte. Ein kurzes Grinsen zog sich auf ihre Lippen. „Die Frage ob es mir gut ging stand dir schon förmlich ins Gesicht geschrieben.“ Lyanna rieb sich nur die Augen. „Ich bin aufgeregt.“ murmelte sie nur unter ihren Händen. „Ich habe heute Nacht nicht gut geschlafen weil ich so aufgeregt bin.“ log Lyanna. Nicht gerne. Aber sie wollte Elijah keine Sorgen bereiten. Nicht jetzt wo auch er konzentriert sein musste. Sie wusste schließlich auch nicht was los war. „Ich hoffe ich habe nicht geschnarcht.“ giggelte die Dunkelhaarige und versuchte etwas vom Thema mit einer erheiterten Situation abzulenken. Als das Fahrzeug schließlich wie alle anderen zum Stehen kam, sprang Lyanna schon förmlich aus dem Auto. Ihre Schritte führten sie direkt zur Schlucht, während andere bereits schon anfingen ein Lager aufzubauen. Lyanna's Augen weiteten sich deutlich als sie die Beißer sah und die Menge an ihnen. „Was denkst du wie viele das sind? Hunderte? Tausende?“ sprach Lyanna etwas schwach als sie Elijah's Präsenz hinter sich spürte ehe sie ein paar Schritte wieder von der Schlucht zurückging. Es war verdammt laut. Wie sollte hier überhaupt jemand ein Auge zu machen? Und es roch so stark nach Verwesung das Lyanna das Gefühl hatte, die wenige Gesichtsfarbe die ihr verblieben war, würde sie nun ganz verlassen. Sie leugnete nicht das ihr geradewegs schlecht wurde. Normalerweise war sie nicht so empfindlich. Es war nicht das erste Mal das sie eine Horde roch. Vielleicht nicht von dieser Größe aber Lyanna konnte sich immer zusammenreißen. Sie wusste nicht warum es jetzt anders war. Ein junger Mann, der mit einer kleinen Gruppe Männer und Frauen ankam winkte den Dunkelhäutigen zu sich. „Hey Elijah. Wir brauchen dich einen Moment. Wir müssen besprechen wie wir vorgehen.“ „Schon gut.“ blickte die Dunkelhaarige ihren Ehemann an. „Ich bleibe hier und gebe mir noch ein wenig das Beißerkonzert.“ lächelte die junge Frau, blickte dem Dunkelhäutigen einen Moment lang nach, bis er außer Sichtweite war ehe sich Lyanna kräftig in die Schlucht übergab. „Shit.“ fluchte Lyanna nur keuchend.

Der junge Mann stand gebeugt über einen aufgemalten Plan der Schlucht, über einen Tisch. Alle anderen mit um ihn herum. „Wenn wir genug Benzin, Brenn- oder Sprengstoff haben könnten wir genug platzieren um sie zu verbrennen oder um sie unter Steinen zu begraben. Damit würden wir einen Großteil der -“ „Ein Nest.“ unterbrach eine weibliche Stimme den Mann welcher nur den Kopf anhob. Die anderen taten es gleich. Es war Lyanna. Ihr Blick blieb kurz bei Elijah hängen. Sie war kein First Seven, auch keine Vertreterin des Rates beim Cottage. Aber sie hatte etwas zu sagen und eine Idee. War das schließlich einer Anhörung ihrer Stimme nicht genug? „Sie kommen irgendwo rein aber es sind zu viele das man irgendetwas erkennen könnte. Sie kommen nicht nur von oben rein. Wenn sie fallen, sterben sie. Dafür leben noch zu viele in der Schlucht.“ Lyanna lief langsam zum Tisch und deutete mit ihrem Finger auf die Schlucht. „Sie müssen also irgendwo reinkommen. Die Geräusche locken sie an, vielleicht tummeln sich bei der Eintrittsquelle umso mehr. Ein Nest eben.“ „Sie also alle nur wegzusprengen oder zu verbrennen würde das Problem nicht dauerhaft lösen und wir verschwenden nur unsere Ressourcen.“ Lyanna richtete sich wieder auf. „Wenn wir aber stattdessen das Nest finden können wir die Wurzel fest packen und herausreißen. Wir sprengen den Beißern einen Weg frei, locken sie zu ihrem Nest und dann könnt ihr sie von mir aus alle verbrennen und wegsprengen wie es euch beliebt. Obwohl ich mehr für Verbrennung bin. Eine Explosion ist deutlich lauter.“ Lyanna schwieg einen Moment ehe sie immer noch in die Gesichter blickte welche sie ansahen. „...Nur ein Vorschlag. Ihr entscheidet.“ Der junge Mann blickte schließlich wieder auf den Plan ehe sein erwartungsvoller Blick wieder bei Lyanna hängen blieb. Die Situation wurde dann doch etwas unangenehm für die Dunkelhaarige. „Ich gehe dann mal zurück auf meinen Wachposten.“ sprach die Dunkelhaarige etwas entschuldigend und verließ die kleine Gruppe wieder. „Sie hat nicht ganz unrecht.“ sprach eine Frau aus der Cottage, welche mit am Tisch stand. Es war bereits dunkel gewesen. Im Lager brannten viele Lagerfeuer. Lyanna tat natürlich das was sie sagte. Sie stand oder eher saß an einen der Wachposten an der Schlucht. Nicht ganz. Sie saß etwas abseits, eins ihrer Beine wippte im Freien der Schlucht. Das andere war angewinkelt und auf dessen lag ihr Gewehr welches sie gerade mit einem Tuch polierte. Lyanna versuchte sich wach zu halten auch wenn man meinte bei dem Geräuschpegel nicht schlafen zu können. Beißer bekamen wohl so etwas wie Stimmverlust oder Heiserkeit nicht. Man würde meinen sie sind nachts vermutlich ein wenig leiser aber das sind sie nicht. Wenn sie es gewesen wären, hätte wohl Lyanna deutlich erahnen können was passieren könnte. Obwohl … wenn ihr nun einer erklärt hätte was passieren würde, sie hätte demjenigen nicht geglaubt. Wie könnte sie auch? Lyanna kannte die Beißer nun schon 13 Jahre so wie sie waren. Sie waren dumm,voraussehbar und dennoch verdammt gefährlich. Aber sie konnten keine Türen öffnen, sich nicht wehren... sie konnten nicht … klettern. Es war das kurze Knacksen, als würde jemand am Stein abrutschen was Lyanna ihren Kopf sofort anheben ließ. Doch für weitere Reaktionen und Handlungen war es zu spät. Denn es ging alles verdammt schnell. Sie spürte nur wie etwas ihr Bein packte und mit gewaltiger Kraft daran zog. Lyanna schrie laut auf als sie ruckartig runter gezogen wurde, den festen Boden nicht mehr spürte. Ihr Gewehr knallte auf direktem Wege in die Zombiehorde hinein. Und Lyanna … sie sah sich auch schon darin, spürte schon die Hände der Untoten, die Zähne in ihrem Fleisch. Ihr Herz blieb förmlich stehen vor purer Angst und Panik. Und ehe sie sich versah landete sie … nicht in den Händen der Beißer. Lyanna schlug unangenehm auf einem Schluchtvorsprung auf und schlug sich deutlich die Schläfe an, was ihr für einen kurzen Moment das Licht ausknipste und sie nicht reagieren ließ weder auf die das Stöhnen der Beißer noch auf die verzweifelten Schreie und Rufe von oben. Es war das schmerzvolle Ziehen in ihrer Kopfhaut als sie jemand oder eher gesagt etwas an den Haaren packte. Lyanna öffnete nur benommen die Augen. „El...“ murmelte die Dunkelhaarige nur. Es war das Zischen eines Beißers neben ihrem Ohr. Ihre Augen weitete sofort als ihr klar wurde das der Beißer sie festhielt. Der Beißer … . Sofort schlug Lyanna nach ihm und wollte ihn weg schubsen, doch dann hielt der Beißer ihr Handgelenk fest, wollte nach ihr schnappen. Lyanna wisch zurück. „W-Was?“ Sie verstand die Welt nicht mehr. Sie konnten nicht - … Das konnten sie nicht! Wie hart hatte sich die Dunkelhaarige den Kopf angeschlagen. Lyanna ging weiter zurück, bis sie die Felswand im Rücken spürte, ihre Hand einen Stein umklammerte. Den richtigen Moment abwartete und als der Beißer nah genug war schlug Lyanna den Stein kräftig gegen seine Schläfe, das er zu Boden ging und verstummte. Die Dunkelhaarige atmete panisch ein und aus. Ihr kam nur ein Gedanke in den Sinn. Sie hatte nur das Gesicht von Lizzie für einen Moment in den Augen. Das Mädchen das mit den Toten wanderte. Es gab keine andere Erklärung. Lyanna ging sofort auf die Knie, zog dem Beißer an der Haut in seinem Gesicht herum. Es war eine Maske. Nur eine Maske … Das war kein Untoter. Das war ein Mensch. Lyanna zog kräftig, während ihr das Blut warm von der Schläfe lief ehe die Haut – riss. Lyanna betrachtete einen Moment den abgerissenen Fetzen Haut in ihren Händen ehe sie in der deutlichen Lücke im Gesicht nur noch mehr Beißerfleisch fand. Nicht das Gesicht eines Menschen. Lyanna schrie erneut auf, warf den Hautfetzen weg und drückte sich so fest sie konnte mit ihrem Rücken gegen die Felswand. Sie hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, sie war in kompletter Panik. Sie hatte das Gefühl den Verstand zu verlieren. Das war nicht echt. Das war NICHT echt!

@Elijah Magoro

You've been my muse for a long time. You get me through every dark night. I'm always gone, out on the go. I'm on the run and you're home alone. I'm too consumed with my own life. Sharing my heart. It's tearing me apart. But I know I'd miss you, baby, if I left right now. Doing what I can, tryna be a woman. And every time I kiss you, baby. I can hear the sound of breaking down. I don't want to play this part. But I do, all for you. I don't want to make this hard. But I will 'cause I'm still. Sharing my heart. It's tearing me apart. Are we too young for this?
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#52

RE: Verbrannte Lichtung

03.12.2022 15:48
Elijah Bailey Elijah Bailey (gelöscht)
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Die wenigen Tage bis sie sich mit der Abteilung des Cottage treffen sollten, vergingen recht schnell. Es wurde fleißig gepackt, am Abend vor dem Aufbruch hatten die First Seven nochmal eine Besprechung um die wichtigsten Details abschließend zu klären. Elijah schwieg die meiste Zeit, seine Gedanken kreisten um die kommende Mission, dennoch nagte ihm im Hinterkopf die ganze Zeit etwas Anderes. Er machte sich Sorgen und zwar um seine Ehefrau. Lyanna wirkte seit ein paar Tagen sehr müde, kuschelte sich oft abends an ihn und war innerhalb weniger Atemzüge schon eingeschlafen. Was den Dunkelhäutigen ja nicht störte, wenn sie müde war sollte sie schlafen, doch es war… ungewöhnlich. Auch als er ihr vor zwei Tagen die Nachricht auf der Mauer überbracht hatte, dass sie auf die Mission gehen würden, dort wirkte sie ebenfalls blass. Nicht, dass sie krank wurde, aber für einen normalen Infekt zog sich das ganze eigentlich schon zu lange. Und das ließ ihn irgendwie nicht los, es beschäftige ihn teilweise so sehr, dass er schon überlegt hatte sie morgen nicht mitzunehmen. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Aber auf die Diskussion hatte er eigentlich keine Lust, wobei am Ende Lyanna vermutlich sowieso stur bleiben würde und dennoch mitgehen. Als wäre es sinnlos darüber zu diskutieren.
Eine Weile lag er noch wach, als er den Atem seiner Frau schon schlafend über seine Brust streifen spürte, betrachtete sie einfach wie sie ruhig dalag. Er liebte sie so sehr, wollte nur das Beste für sie und hoffte einfach, dass ihr Zustand nicht schlimmer wurde, oder sie in den kommenden Tagen in Gefahr brachte.
Am Tag der Abreise standen sie früh auf, packten die Sachen in den Wagen und Elijah schloss mit einem Ruck den Kofferraum, sah Lyanna an und lächelte, ehe er nickte. Ja, sie hatten alles, das hatte er eben erst nochmal komplett überprüft. Gewissenhaft wie er war.
Josie kam angelaufen, wand sich um Lyannas Beine und winselte leise, während sie gekrault wurde, ehe Lyanna in den Wagen stieg. Auch Elijah kraulte die kleine Hündin zum Abschied, ehe er sie mit einem Befehl wieder zum Clubhaus schickte, den die gut erzogene Hündin natürlich sofort ausführte. Ruhig setzte er sich dann auf den Fahrersitz, startete den Motor und sofort erklang wieder leise seine Musik der 50er und 60er Jahre, die er so gerne hörte. Lyanna hatte sich nie darüber beschwert, als er den Kopf zu ihr drehte, runzelte er allerdings die Stirn. Mit geschlossenen Augen und die Stirn an der leicht geöffneten Fensterscheibe, saß Lyanna da, ihr Gesicht bleich, die Hand auf seinem Oberschenkel war kalt. Sie sah einfach nicht aus, wie sie normaler weise aussah. Schlapp, blass, nicht wirklich fit. Die Sorge in Elijahs Hinterkopf stieg, als er den Blick wieder auf die Straße vor sich richtete und dem Rest der Kolonne folgte.
Während der Fahrt sprachen sie kein Wort, er hörte, dass Lyanna irgendwann einschlief, ihr Atem so ruhig und gleichmäßig.
Das Treffen mit der Abteilung des Cottage verlief schnell, Elijah gab aus dem Wagen nur das Zeichen bereit zu sein und die Kolonne schloss sich aus den beiden Abteilungen zusammen, gemeinsam fuhren sie zum Ort der von den Leuten des Cottage aus beste Lagerstätte ausgewählt worden war. Von draußen kam der Geruch nach Verwesung herein, das Gekraule der Beißerhorde war hörbar und die ersten Wagen der Kolonne hielten schon an, sie mussten also gleich angekommen sein. Aus dem Augenwinkel sah er Lyanna sich bewegen, sein dunkler Blick lag besorgt auf ihr, musste garnichts sagen, da antwortete ihm seine Frau schon.
„Hmmm, nein hast du nicht. Aber das mit der Aufregung kann ich verstehen“, antwortete er nur, nicht wirklich überzeugt von ihrer Aussage. Am Abend vor einer Mission schlief Elijah auch nicht so gut, aber die Müdigkeit zog sich bei Lyanna ja schon länger. Noch kurz sah er sie eindringlich an, dann parkte er den Wagen am Rande einer Lichtung, stieg ebenfalls auf und folgte Lyanna zum Rand der Schlucht.
„Ich habe absolut keine Ahnung“, gab Elijah von sich, auch er war tatsächlich ein wenig von der Menge der Beißer überrascht. Aber mehr als tausend würden es sicherlich sein. Scheiße.
„Wie kann es sein, dass das hier so lange unentdeckt geblieben ist?“, fragte er sich dann und fuhr mit einer Hand durch seinen Bart, während sein dunkler Blick über die Horde strich. Einige der Beißer waren schon alt, halb verwest, konnten sich kaum noch auf ihren knöchernen Beinen fortbewegen. Andere wirkten sehr frisch, sahen aus als wären sie erst vor ein paar Tagen gestorben.
Gerade wollte er noch etwas sagen, da kam eine kleine Gruppe auf sie zu und holten Elijah zu einer Besprechung ab, zunächst zögerte er aber.
„Ich liebe dich“, antwortete er nur auf ihren scherzhaften Kommentar, lächelte ebenfalls ehe er der Gruppe folgte. Dass sich Lyanna wenige Momente später in die Schlucht erbrach, bekam er natürlich nicht mit. Vielleicht auch besser so, denn sonst hätte er sie sofort von der Schlucht abgezogen und ihr keine aktiven Aufgaben mehr gegeben.

Mit verschränkten Armen stand Elijah da, die Hüfte an einen Baumstamm gelehnt und betrachtete die Karte aus der Ferne. Einige Leute der Gruppe diskutierten, ein junger Mann aus der Cottage deutete gerade auf den Plan, als eine Stimme ihn unterbrach. Der ehemalige Soldat musste nicht mal den Kopf heben um zu sehen wer es war, immerhin kannte er die Stimme seiner Frau wie keine andere. Ein leichtes Lächeln zog sich auf seine Lippen, er erwiderte ihren Blick und nickte ihr aufmunternd zu. Wenn sie etwas zu sagen hatte, sollte sie nur sprechen. Aufmerksam hörte er ihr zu, in seinem Kopf waren schon ähnliche Gedanken gewesen, denn sie hatte ja Recht, irgendwo musste es ja eine Quelle geben, welche die Beißer tatsächlich in oder zur Schlucht lockte.
„Danke“, sprach er dann nur ruhig, als Lyanna sich wieder zu ihrem Wachposten verabschiedete, die kleine Gruppe verließ.
„Natürlich hat sie Recht“, antwortete Elijah der Frau aus dem Cottage und stieß sich von dem Baumstumpf ab, trat an den Tisch wo ihm ein Platz freigemacht wurden. Kurz blickte er über den Plan, kniff ein wenig die Augen zusammen und deutete dann auf eine kleine Ausbuchtung in der Schlucht, legte den Finger darauf.
„Hier. Ich schätze hier finden wir unser Nest“, seine Stimme war ruhig, sachlich, aber bestimmend. Militärtonfall.
„Warum dort?“, hakte die Frau nach und sah ihn fragend an.
„Ich habe mir die Bewegung der Beißer angesehen, als es noch hell war. Sie scheinen aus Südwesten zu kommen und diese Ausbuchtung hat laut Karte eine verflachte Steigung. Schau hier, die Schlucht ist deutlich an den Höhenlinien zu erkennen…“, Elijah erklärte der Gruppe wie er darauf kam, wieso und weshalb seiner Meinung nach dort das Nest war. Als er schließlich endete, sahen die anderen Gruppenmitglieder ihn nickend und zustimmend an.
„Dann sollte sich das Morgen am besten eine Truppe mal ansehen“, gab ein älterer Mann zu bedenken, was Elijah nur nicken ließ, „Du hast Recht. Ich werde eine kleine Gruppe hinführen und wir werden uns das mal ansehen, vielleicht die tatsächliche Quelle finden. Eventuell sehen wir vor Ort dann auch eine Möglichkeit, wie wir die Beißer in der Verengung beseitigen können.“
„Ich bin auch dabei“, meldete sich der junge Mann vom Anfang und Elijah nickte, „Such dir noch einen aus der Cottagegruppe aus, ich suche mir jemanden von den Ridern. Zu viert sich wir gut unterwegs, eine größere Gruppe braucht es nicht. Ich vermute wir sind eine gute Stunde unterwegs bis wir dort sind, am besten gehen wir zu Sonnenaufgang…“
Ruckartig hob Elijah den Kopf, als ein Schrei die sonst so ruhige Nachtluft durchbrach. Ein Schrei von dieser Stimme, die er immer erkannte. Mit einem Satz war er um den Tisch herum und rannte los, sah sich panisch um. Wo war sie? Wo war ihr Wachposten?
Sein Blick blieb an einer Gruppe von Leuten hängen, etwas abseits, die panisch am Rand der Schlucht standen und hinabblickten. Ohne zu zögern rannte er los, schob die Leute beiseite, als ein zweiter Schrei die Luft durchschnitt, ein Schrei der ihm das Mark in den Knochen gefrieren ließ. Suchend blickte er nach unten, die Vorstellung Lyanna dort… ihm wurde ein wenig schlecht, als sein Blick sie dann aber allerdings fand, durchspülte ihn erst kurz Erleichterung, dann wieder Angst. Sie schrie, sie schrie in purer Panik und Elijah stand einen Moment wie eingefroren dar.
„Ein Seil!“, rief er dann, schüttelte kurz den Kopf und sah den Mann neben sich an, „Holt ein Seil, schnell!“
Und dann ging er in die Knie und mit einem dumpfen Aufschlag landete er auf dem kleinen Vorsprung, es waren vielleicht fünf Meter die Lyanna hinabgestürzt war. Hastig ging er zu ihr, sein Blick suchte den Felsvorsprung ab und entdeckte die Leiche des Beißers, dessen Gesicht abgezogen war. Wieso hatte sie das gemacht?
„Lya!“, rief er, legte die Hände um ihr Gesicht, zwang sie ihn anzusehen, „Lyanna! Bist du gebissen worden!?“
Seine Hände lösten sich von ihrem Gesicht und er nahm ihre Arme, suchte diese ab nach Beißspuren, ehe er ihre Beine an der Hose ansah, doch es sah ganz gut aus. Keine Bissspuren oder Kratzspuren, erleichtert atmete er durch, ehe er ihr Hände in seine nahm.
„Lya… beruhige dich, es geht dir gut“, sprach er mit seiner warmen Stimme, „Ich hol dich hier raus.“
Er presste ihre Hände auf seine Brust, damit sie seinen Herzschlag spürte, in ihrer Panik merkte, dass er echt war, er war wirklich hier.
Neben ihnen landete das Seil, welches Elijah schnell und geschickt zusammenknotete und um Lyanna herumband.
„Okay, zieht sie hoch“, rief er und sah dann Lyanna an, „Sie ziehen dich hoch. Ich bin gleich bei dir Lyanna.“
Langsam aber stetig wurde Lyanna die Wand hochgezogen, Elijah sah sich das ganze kurz an, dann blickte er sich wieder um. Wie war der Beißer hierher gelangt? Auf dieses Plateau? Mit gerunzelter Stirn blickte er über die Kante des Plateaus, hinab zu den restlichen Beißern die mit ihren Händen nur an der Felswand kratzten. Für einen Menschen war es machbar hier hinaufzuklettern, aber Beißer? Beißer konnten nicht klettern. Dennoch blieb sein Blick an einer Stelle hängen wo deutlich und frisch Erde hinabgerieselt war, was aussah als hätte sich dort erst vor kurzem jemand hochgezogen. Aber das konnte nicht sein. Oder?
Nicht ganz überzeugt wandte er sich von der Schlucht wieder ab, der Wand zu und sah gerade noch wie Lyanna über der Felskante verschwand, ehe er selbst mit den Händen nach einem guten Griff suchte und die wenigen Meter hinaufkletterte. Wie gesagt, für einen Menschen war es recht gut machbar hier hinaufzuklettern.
Wieder oben angekommen zog er sich über die Kante und stand auf, sein Hemd verdreckt vom Klettern, doch das interessierte ihn gerade herzlich wenig. Mit schnellen Schritten war er bei Lyanna, die auf einem Baumstamm saß, eine Frau stand neben ihr mit einer Flasche Wasser und er älterer Mann legte ihre eine Decke um die Schultern. Grob schubste er zwei Leute zu Seite und ging vor Lyanna auf die Knie, sah sie an.
„Was ist passiert?“, fragte er nur, seine Stimme ernst aber in seinen Augen noch immer die pure Angst, Panik schon fast, und Besorgnis über ihren Zustand.

@Lyanna Lockhart



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#53

RE: Verbrannte Lichtung

13.12.2022 14:12
Lyanna Lockhart Lyanna Lockhart (gelöscht)
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Lyanna hörte ihren Herzschlag in ihren Ohren dröhnen, ihr Atem war so sehr beschleunigt, das sie ihn einfach nicht unter Kontrolle bekam so sehr sie es auch versuchte. Ihr Rücken hatte sich so fest gegen die Felswand gedrückt das sie es schon schmerzlich spürte. Ihre Hände, welche sich in die Wand krallten als würde diese ihr irgendeine Art von Schutz bilden. Ihr Blick war starr und aufgerissen auf die aufgebrachten Beißer unter ihr gerichtet, die sich unter dem Vorsprung wie ein Ameisenhaufen tummelten und nur darauf warteten, bis Lyanna wie ein Köder einfach hinunterfiel. Das schnelle Atmen machte ihr mittlerweile Probleme, sie nahm Geräusche nur wie ein fernes, dumpfes Echo war, ihre Schläfe blutete und sie spürte langsam den Schmerz, der die Wunde verursachte. Ihr Blick glich mehr einem Tunnelblick, wo die schwarzen Ränder sich langsam mehr ins Innere kämpften und wenn dies passierte würde Lyanna einfach ihr Bewusstsein verlieren. „Nein!“ schrie Lyanna nur auf als sie eine Berührung spürte und wollte denjenigen weg schubsen bis sie erkannte das es Elijah war und sie innehielt. Elijah war hier. Wie? Zwar entspannte sich Lyanna's Körperhaltung ein wenig aber ihre Panik nicht wirklich. Sie brauchte einen Moment um Elijah's Frage überhaupt verarbeiten zu können, nur um … noch panischer zu werden. „Ich.. Ich weiß es nicht.“ kam es ihr nur über die Lippen ehe sie panisch an ihren Armen und Beinen herabschaute, die der Dunkelhaarige nach irgendwelchen Biss- und Kratzspuren absuchte. „Oh gott wurde ich gebissen?! Ich weiß nicht ob ich gebissen wurde. Alles tut weh. Ich-“ wurde ihre Panik größer. Lyanna schüttelte nur den Kopf als der Dunkelhäutige sprach das sie sich beruhigen sollte. „Nein. Du verstehst nicht. Du verstehst nicht.“ wiederholte Lyanna immer wieder und packte ihn an seinen Schultern. Sie wollte es ihm sagen, sie wollte es ihm wirklich sagen, was sie gesehen hatte, was passiert war, doch der Schock saß noch tief und mehr als ein Zittern und unverständliches Stottern ihrer Worte würde sie nun kaum über ihre Lippen bekommen. Zu dem war der laute Lärm hier unten durch die Beißer ein Faktor weshalb die Dunkelhaarige sich nicht beruhigte und es ihr weiterhin schlecht ging. Sie spürte nur wie Elijah ein Seil um ihre Hüfte band und ehe die Dunkelhaarige sich versah spürte sie auch schon einen Ruck und wie ihre Füße den Boden langsam verließen. Oben angekommen kamen sofort ein paar Riderfrauen angelaufen, die die Leute, die sie hochgezogen hatten zur Seite schubsten und der jungen Frau aufhalten. Sie stützten Lyanna ehe sie sie sich auf einem Baumstamm niederlassen konnte. Eine legte ihr sofort eine Decke um die Schulter, eine andere sah nach ihrer Wunde, tupfte ihr das Blut von der Schläfe worauf Lyanna nur schmerzlich das Gesicht verzog und eine andere hielt ihr eine Wasserflasche an die Lippen. Und Lyanna selbst hatte das Gefühl langsam wieder richtig Luft zu bekommen, das ihr alles weh tat das stimmte noch nur das ihr Körper sich nun so anfühlte als wären alle Beißer dort unten über sie drüber gelaufen Sie fühlte sich schwach und kraftlos und innerlich immer noch unruhig und aufgebracht. „Die Beißer … sie..“ versuchte auch Lyanna es den Frauen zu erklären, doch sie bekam es nicht über ihre Lippen. Denn neben all der Panik kam nun auch der Zweifel ihres Verstandes auf. War das gerade wirklich passiert? War es wirklich ein Beißer der sie runter gezogen hatte? Das war unmöglich. Vielleicht hatte sie das Gleichgewicht verloren oder jemand hatte sie geschubst? Der Schmerz in ihrer Schläfe als die Frau weiter tupfte ließ die Augen der Dunkelhaarigen zukneifen. Erst als sie spürte wie die Frauen von Lyanna abließen und einen Schritt zur Seite gingen ehe sie Elijah. „Ich weiß es nicht.“ log Lyanna bei Els Frage aber nicht bewusst und absichtlich. „Irgendetwas hat sie heruntergezogen! Ein Beißer hat sie heruntergezogen.“ sprach ein älterer Mann neben ihr und ein paar nickten. „Nein … Nein!“ schüttelte Lyanna den Kopf. „Das stimmt nicht. Beißer können nicht klettern. Sie können nicht .. Ich .. Ich bin gefallen glaub ich.“ „Nein ich habs doch gesehen. Ich bin zwar alt aber nicht blind!“ entgegnete ihr der Mann sofort wieder und laute Unruhe brach in den Reihen aus, was Lyanna direkt zu viel wurde. „Haltet gefälligst den Mund!“ kam es laut und wütend aus ihr raus, was die Unruhen einen Moment verstummen ließ ehe Lyanna merkte was passiert war. „Es tut mir Leid. Es tut mir Leid.“ brach es sofort wieder etwas panisch aus ihr heraus. „Es tut mir Leid El. Ich wollte nicht wütend werden.“ brachen die ein oder andere Tränen über ihrem Gesicht aus ehe sie sich schon fast aus Reflex an den vertrauten Körper ihres Ehemannes krallte, ihren Kopf an seine Brust drückte. „Es tut mir Leid.“ wiederholte sie weiter. „Sie brauch Ruhe.“ sprach eine der Frauen nach einer Weile und ging einen Schritt auf die Beiden zu. „Sie muss sich beruhigen sonst wird sie dir kaum etwas sinnvolles sagen können.“ Die Frau legte ihre Hand auf die Schulter von Lyanna und Lyanna ließ den Dunkelhäutigen langsam los. „Komm.“ sagte die Frau behutsam als sie Lya aufhalf. „Es wird alles gut.“ sprach sie als sie die Dunkelhaarige stützte, welche schluchzend mit der Frau ging. „Wir kümmern uns um ihre Wunde und sie wird etwas schlafen und essen und dann kannst du ihr deine Fragen stellen. Irgendetwas stimmt wohl offensichtlich nicht mit ihr. Sie war schon blass wie ein Geist als sie hier angekommen ist, warum hat man sie überhaupt hier her gelassen?“ entgegnete eine der Frauen nur etwas schnippisch und besorgt über Lyanna gegenüber Elijah ehe sie den anderen nachlief. Lyanna erinnerte sich nur noch daran wie sie sich hinlegen konnte, einer der Frauen hatte ihr noch ein wenig an der Wunde herum getupft ehe sie etwas Warmes getrunken hatte und von plötzlicher, starker Müdigkeit, die mehr von dem merkwürdigen Getränk begünstigt wurde, in den Schlaf gezwungen wurde. Als Lyanna langsam ihre Augen öffnete brauchte sie einen Moment um einzuordnen, das sie immer noch in einem der Zelte lag, eine Decke über sie gelegt, welche sie warm hielt. „mhm.“ kam es nur leicht unruhig von Lyanna's Lippen, als sie sich langsam aufsetzte, ihre Hand an ihren Kopf drückte und spürte das sie einen knappen Verband darum trug, welcher ihre Wunde an ihrer Schläfe abdrückte und sie wohl ziemlich dämlich aussehen lässt. Als sie ihre andere Hand leicht anzog, spürte sie einen leichten Widerstand, da etwas auf dieser lag und als sich ihr Blick langsam wieder an die Umgebung und das Licht gewöhnte blickte sie zur Seite, nur um den Dunkelhäutigen neben sich zu sehen. Sie hatte höllische Kopfschmerzen aber sie konnte nicht anders als einen Moment lang schwach zu lächeln. „El..“ hauchte sie ehe sie sich wieder an den Kopf fuhr. „Scheiße mein Kopf. Wie tief bin ich gefallen?“ Lyanna schien nun deutlich klarer und gefasster als zuvor ehe ihr Verstand nur einen Moment daran dachte was passiert war und wieder diese innere Unruhe und Panik in ihr aufstieg. Nur diesmal war die Dunkelhaarige gefasster um diese zu kontrollieren. „Wo sind die anderen?“ fragte sie schließlich aufgebracht. „Sie müssen von dieser Schlucht weg. Die Beißer...“ fing Lyanna an. „Die Beißer klettern El.“ sprach sie es nun endlich aus. „Einer von ihnen – ich hab nur gespürt wie mich etwas am Bein runter zog und als ich wieder zu mir kam habe ich nur gespürt wie er mich gepackt hat .. wie ein Mensch. Ich schwöre es dir. Ich bin nicht verrückt. Es war wirklich so!“ sah sie den Dunkelhaarigen verzweifelt an und drückte seine Hand fest, ehe sie etwas in sich zusammensackte, als wäre ihr etwas eingefallen an das sie sich nicht mehr erinnerte. „Ich hab mein Gewehr verloren.“ stellte sie mit deutlicher Unzufriedenheit fest.

@Elijah Magoro

You've been my muse for a long time. You get me through every dark night. I'm always gone, out on the go. I'm on the run and you're home alone. I'm too consumed with my own life. Sharing my heart. It's tearing me apart. But I know I'd miss you, baby, if I left right now. Doing what I can, tryna be a woman. And every time I kiss you, baby. I can hear the sound of breaking down. I don't want to play this part. But I do, all for you. I don't want to make this hard. But I will 'cause I'm still. Sharing my heart. It's tearing me apart. Are we too young for this?
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#54

RE: Verbrannte Lichtung

14.12.2022 14:11
Elijah Bailey Elijah Bailey (gelöscht)
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Die Panik in Lyannas Stimme war für Elijah das Schlimmste. Er hatte das Gefühl keine Kontrolle zu haben, diese zu verlieren, in einer Situation in der er sie auf keinen Fall verlieren wollte. Schnell hatte er das Seil um seine Ehefrau gebunden und nachdem er sich selbst nochmal kurz auf dem Vorsprung umgesehen hatte, war er hinterhergeklettert. Oben angekommen hatten sich schon ein paar der Riderfrauen um Lyanna gekümmert, ihr eine Decke gegeben und eine drückte an Lyannas Kopfwunde herum. All das interessierte Elijah aber recht wenig, er wollte wissen, was passiert war. Und damit so etwas nicht wieder passierte. Und natürlich ob es Lyanna gutging.
Ihre Antwort auf seine Frage ließ ihn nur unzufrieden seufzen, so ganz glaubte er ihr nicht. Es musste der Schock sein, der sie noch sehr beeinflusste, ihre Gedanken verwirrte, gepaart mit den Kopfschmerzen die sie wohl haben musste. Bei einem Sturz aus der Höhe hatte sie eigentlich schon Glück, dass ihr nicht mehr passiert war. Und Elijah ebenso, denn er wüsste nicht, wie er reagieren würde, wenn Lyanna sich schwerer verletzt hätte. Er hätte es sich nie verzeihen können, konnte sich diesen Vorfall jetzt schon nicht verzeihen. Wenn er nur dort gewesen wäre…
Die Stimmen um sie beide herum wurden immer lauter, Elijahs dunkler Blick lag nachdenklich auf seiner Frau, welche ihr Gesicht verzog je lauter es wurde. Gerade wollte er selbst schon etwas sagen, da sorgte sie schon selbst durch ihren wütenden Ausruf dafür, dass die Stimmen verstummten.
„Alles okay Lya… es muss dir nicht leidtun“, sprach Elijah ruhig, ehe er automatisch die Arme um sie legte, als sie sich an seine Brust presste. Beschützend. Beruhigend. Ruhig hielt er sie in seinen Armen, versuchte sie etwas zu beruhigen, hörte ihr immer wieder wiederholtes „es tut mir leid“ und antwortete jedes Mal mit einem leisen „Es ist okay.“ Darauf.
Bei den Worten der Riderfrau nickte Elijah, sah sie aus seinen dunklen Augen an, „Du hast Recht. Kümmert ihr euch um sie?“
Was die Frau nur bestätigte, Lyanna sanft aufhalf und sie davon führte.
“… Irgendetwas stimmt wohl offensichtlich nicht mit ihr. Sie war schon blass wie ein Geist als sie hier angekommen ist, warum hat man sie überhaupt hier her gelassen?“, hörte er noch den letzten Satz einer der anderen Frauen in seine Richtung und er zeigt es zwar von außen nicht, doch der Satz traf tief. War Lyanna das? War sie blass wie ein Geist? Ja, ihm war bewusst gewesen, dass irgendetwas in ihr vorging, sie nicht so fit wirkte wie sonst, aber… hätte er sie im Clubhaus lassen sollen? War es verantwortungslos von ihm, seine Ehefrau in diesem Zustand mitgenommen zu haben? Sie hatte ihm zwar auf seine Frage gesagt, dass es ihr gut ginge, aber so wirklich geglaubt hatte er ihr auch nicht. War er schuld an dieser Situation? War er daran schuld, dass seine Frau gerade beinahe draufgegangen wäre?
Einen Moment blickte er noch den beiden Frauen und Lyanna hinterher, sie führten sie in eines der Zelte, er würde später zu Lyanna gehen. Jetzt musste er erstmal seine Gefühle nach hinten verdrängen und organisieren. Mit schnellen Schritten war er im Zelt der Missionsleitung, sie besprachen die Situation. Zunächst waren die Leute natürlich skeptisch, von Beißern die kletterten hatte bisher niemand gehört. Doch nicht nur Lyannas panische Aussage, sondern auch die Aussage des Mannes welcher als erstes an der Schlucht war wurde berücksichtigt, ebenso die der restlichen Wachen. Der Beißer hatte nicht von oberhalb kommen können, das war unmöglich. Dafür waren noch zu viele Wachen in Lagernähe verteilt gewesen. Außerdem warum sollten sich drei Leute gleichzeitig das selbe Szenario ausdenken? Dennoch dauerte es eine Weile, bis Elijah und die Leute, die ihn von Anfang an unterstützten, die anderen überzeugen konnten. Manche waren auch dann noch nicht völlig überzeugt, doch sie sahen auch keinen Schaden darin noch mehr Vorsichtsmaßnahmen aufzustellen. Als die Diskussion schließlich nach einer guten Stunde beendet war, ging es los. Es wurden mehr Fackeln im Bereich an der Schlucht aufgestellt, sodass es dort schon fast taghell erschien. Außerdem wurden zwischen den Fackeln Schnüre gespannt, an welche sie Besteck oder die leeren Dosen hängten, sodass sie ein Geräusch machten, wenn ein Beißer aus der Schlucht klettern sollte. Wachposten wurden angewiesen mindestens zwei Meter von der Kante Abstand zu halten, sodass sie im Falle eines Kletterbeißers noch rechtzeitig reagieren konnten. Es war schon mitten in der Nacht, ging wohl schon fast aufs Morgengrauen hin, als Elijah schließlich zufrieden war. Niemand hatte seine Autorität in diesem Falle in Frage gestellt, wussten die meisten um seinen Hintergrund beim Militär. Außerdem machten seine Entscheidungen ja Sinn.
Als er sich dann schließlich endlich auf den Weg zu Lyanna machte, gingen auch einige der Leute noch für ein paar Stunden in ihre Zelte. Besonders die zwei Männer und die Frau die Elijah am Morgengrauen begleiten würden zur Scoutingtour.
Elijah selbst würde sowieso kein Auge zubekommen. Gewöhnt war er es jetzt nicht mehr so sehr wie früher, so lange wachzubleiben, dennoch hatte er Erfahrung damit. 48 oder 72 Stunden am Stück ohne Schlaf auszukommen, war machbar, aber nicht schön.
Ein wenig erschöpft ließ er sich auf dem einfachen Stuhl neben Lyanna nieder, legte seine Hand auf ihre, ließ seinen dunklen Blick über ihr Gesicht wandern.
„Es tut mir Leid Lya. Ich hätte dich beschützen müssen. Was bin ich für ein Ehemann“, hauchte er und neigte den Kopf, drückte ihr einen Kuss auf den Handrücken, „Ruh dich aus… ich bin jetzt da und passe auf dich auf…“
Entspannt lehnte er sich auf dem Stuhl ein wenig zurück, ließ den dunklen Blick nicht von ihr, während er ihr einfach nur beim Schlafen zusah. Wie sich ihr Brustkorb unter der dickeren Decke anhob und absenkte, so ruhig und entspannt. Der Verband um ihren Kopf, nicht der Beste, aber er reichte aus. Tief in seinem Inneren fühlte sich Elijah unglaublich schuldig und war enttäuscht von sich selbst. Als hätte er versagt.
Eine Weile war er in Gedanken gehangen, als er das leise Geräusch von Lyanna hörte, sein dunkler Blick sich wieder auf seine Ehefrau legte. Draußen vor dem Zelt wurde es ganz langsam etwas heller, die Sonne musste demnächst aufgehen, was für Elijah bedeutete, dass er losmusste. So freute er sich natürlich noch mehr, dass Lyanna gerade jetzt aufwachte.
Langsam setzte Lyanna sich auf und Elijah rückte etwas näher, erwiderte ihr Lächeln kurz, ganz kurz.
„Lya…“, hauchte er auch und spürte wie etwa der Anspannung in ihm abfiel. Sie war wach, es schien ihr soweit gut zu gehen, „Etwa fünf Meter. Du kannst wirklich von Glück reden, dass du dir nur den Kopf gestoßen hast und mit einer Gehirnerschütterung davongekommen bist.“
Auch, wenn eine Gehirnerschütterung nichts war, mit dem man spaßen sollte. Wenn diese Mission irgendwann vorbei war, würde er sie zu Jason in die Cottage bringen und der Doctor sollte sie sich nochmal ansehen. Nur zur Sicherheit.
Tief atmete er durch, als seine Ehefrau ihn davon überzeugen wollte, dass sie wirklich von einem Beißer in die Schlucht gezogen wurde. Obwohl er sich dessen schon bewusst war, ließ er sie ausreden.
„Ich weiß Lya“, sprach er und nickte langsam, „Wir haben heute Nacht noch sehr viel erledigt, während du dich erholt hast. Nach einem längeren Gespräch mit den anderen Leitern sind wir zu dem Entschluss gekommen, dir und den anderen Glauben zu schenken. Wir haben alles überdacht, doch dass sich drei Leute dasselbe ausdenken schien uns recht unwahrscheinlich. Ich glaube dir sowieso immer, immerhin bin ich dein Mann. Ein paar waren weniger überzeugt, haben aber gegen die Logik von mehr Schutzmaßnahmen nicht wenig zu sagen gehabt.“
Er machte eine kleine Pause, führte ihre Hand an seine Lippen und küsste sie sanft, „Lya… ich hatte so eine Angst um dich…“
In seinen Augen sah man Müdigkeit, Angst und Sorge, die Art wie seine Schultern nach unten sackten als er sie ansah.
„Keine Wachaufgaben mehr für dich und auch keine anderen aktiven! Ich weiß, du hast mir gesagt, dir geht es gut, aber wir wissen beide, dass das nicht wirklich der Wahrheit entsprochen hat. Jetzt hast du eine Wunde und eine mächtige Gehirnerschütterung dazu, also machst du nur noch einfache Lageraufgaben, bis das hier vorbei ist“, sprach er dann mit fester Stimme, seine Schultern strafften sich wieder, sein Blick wieder neutral, sachlich, fokussiert, „Und nichts mehr alleine. Ich kann nicht zulassen, dass dir was passiert. Dass dir nochmal was passiert…“


@Lyanna Lockhart



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#55

RE: Verbrannte Lichtung

08.01.2023 13:19
Lyanna Lockhart Lyanna Lockhart (gelöscht)
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„Heute Nacht?!“ fragte Lyanna deutlich aufgebracht ehe sie ruckartig ihre Beine von dem Feldbett herausstreckte und sich seitlich an die Kante aufsaß. Sie wäre auch noch aufgesprungen aber soweit kam sie noch nicht einmal. Dafür dröhnte ihr noch zu sehr der Kopf, welchen sie sich mit ihren schmalen Händen sofort schmerzvoll keuchend hielt. „Warum habt ihr mich so lange schlafen lassen? Wieso hat mich keiner geweckt?“ Lyanna war verärgert. Nicht auf Elijah in diesem Moment aber auf die Situation. Sie war schließlich mitgekommen um keine Last zu sein sondern zu helfen und sie konnte helfen. Das bisschen Kopfschmerzen würde sie nicht komplett einschränken. Es war nur ein schrecklicher, kleiner Unfall in Lyanna's Augen gewesen. Ja, sie hatte Angst und sie hatte Panik aber sie hatte sie jetzt nicht mehr. Wenn dieser Beißer wirklich geklettert war, dann musste es eine andere Erklärung dafür geben und es war umso mehr der Grund diese Beißer zu beseitigen. Wenn sie sich jetzt weiterentwickelten, dann mussten sie alles daran setzen diese Entwicklung so schnell wie möglich zu stoppen. Ihr Ärger verfloh schließlich für den Moment als sie Elijah's Hand auf ihrer spürte, wie seine Lippen sich so sanft auf ihren Handrücken drückte und er ehrlich zugab das er Angst um sie hatte. Lyanna's Gesicht wurde sofort weich und sanft ehe sie seine Hand mit ihren beiden umklammerte, sein müdes Gesicht, die Augen, die durch die Müdigkeit noch dunkler schienen auffielen. „Oh El...“ sprach sie sanft. Sie verstand es natürlich. Ihr würde es genau so gehen wenn es Elijah gewesen wäre, der diese Schlucht runter gefallen wäre, nur das Lyanna wohl nicht so ruhig und konzentriert gewesen wäre. Aber der ehemalige Soldat war schon immer die ruhiger Partie von den beiden. Ihre Ruhepol. „Schon gut.“ sprach sie leise und sanft. „Ich bin hier. Du wirst mich so schnell nicht wieder los – schließlich sind wir jetzt auch verheiratet.“ lächelte sie und blickte dann schließlich zu ihm hoch. Sie kannte ihren Ehemann mittlerweile sehr gut, sah ihm an wenn es ihm nicht gut ging oder die Zahnräder sich in seinem Kopf fast schon rauchend bewegten. „Es war nicht deine Schuld El.“ sprach sie es dann aus und es war ihr sehr wichtig das zu sagen. „Es war ein Unfall. Ein schrecklicher Unfall und es hätte wirklich jeden treffen können, der da an der Schlucht sich aufgehalten hat.“ hauchte sie und lächelte ihn aufmunternd an in der Hoffnung er würde ihr glauben. Es war auch nichts als die Wahrheit. Doch ihr Lächeln verstummte langsam bei seinen nächsten Worten und seinem Ton. „Was?“ fragte sie nur ungläubig und ließ seine Hand langsam los. „Das kannst du nicht tun.“ schüttelte die Dunkelhaarige ihren Kopf ungläubig. „Mir geht es gut!“ sprach die Dunkelhaarige wieder nur halb wahr mit fester Stimme. „Ein kleiner Infekt womöglich mehr nicht. Nichts worüber du dir Sorgen machen musst oder etwas was mich einschränkt. Wirklich nicht.“ versuchte sie ihn weiter zu überreden. „Ich kann helfen! Nicht nur im Lager sondern auch außerhalb. Ich kann die Beißer weglocken oder .. oder ich begebe mich auf einen der Späherposten oder...-“ Lyanna's Stimme verstummte leise als sich an Elijah's Reaktion nichts änderte. Sie mochte das nicht und war sichtlich darüber verärgert und aufgebracht. Sie mochte es nicht wie Elijah sie ansah oder mit ihr redete. „Ich bin kein Soldat El.“ sprach sie leise und sah ihm dabei fest in die Augen ehe sie blinzelnd den Blickkontakt abbrach, ihre Augen glasig wurden ehe sie einfach aufstand und an ihm vorbeigehen wollte. „Ich muss austreten oder darf ich das auch nicht mehr alleine Sergeant?“ atmete die Dunkelhaarige aus und ging an ihm vorbei, verließ das Zelt. Sie hasste es sich mit Elijah zu streiten, wirklich. Sie liebte ihn doch aber sie konnte es einfach nicht verstehen. Sie konnte es nicht und wollte es in dem Moment auch nicht. Sie brauchte jetzt ihren Freiraum und sie musste dem Dunkelhäutigen nun seinen lassen bevor sich ein wirklicher Streit zwischen den beiden entfachen würde. Lyanna trat aus und kam anschließend zurück. Sie wollte ihr Glück nicht überstrapazieren, in dem sie sich wie ein rebellischer Teenager verhielt und El womöglich noch mehr verärgerte. Sie legte sich zurück auf das Feldbett und schlief kurz darauf wieder ein. Diesmal wachte sie deutlich früher auf. Auch wenn es sich länger anfühlte hatte sie gerade mal eine Stunde geschlafen. Es war immer noch früh im Morgengrauen und die Sonne war langsam am Aufgehen. Ein leichter Nebel durchstriff die Umgebung. Sie wusste das Elijah einer der Späher war und wohl bald losziehen würde. Sie wollte unbedingt noch einmal mit ihm sprechen. Natürlich fühlte sie sich schlecht. Wie schon erwähnt, sie mochte es ganz und gar nicht sich mit ihrem Ehemann zu streiten. Sie suchte schließlich das halbe Lager ab ehe sie ihn schließlich auch fand wie er gerade seine Ausrüstung kontrollierte. Lyanna versuchte sich heranzuschleichen aber womöglich hatte er schon längst gewusst das sie hier war. So ein Militärs-Ding eben. Sanft legte sie ihre Arme von hinten um seine Taille, schmiegte ihren Kopf an seinen Rücken. „Ich hasse es wenn wir nicht einer Meinung sind.“ murmelte die Dunkelhaarige und ließ ihn langsam wieder los damit er sich umdrehen konnte, ihren Blick seinen fand. „oder wir uns streiten.“ Ihre sanften Gesichtszüge veränderten sich zu Besorgnis als sie sein Gesicht betrachtete. „Du hast nicht geschlafen“ hauchte sie ihren Gedanken laut heraus. „Wieso hast du nicht geschlafen?“ wollte sie wissen. „Tut mir Leid wegen den kindischen Militärs Anspielungen.“ entschuldige sich die junge Frau ehrlich und nahm seine Hand, strich sanft über seinen Handrücken. „Ich weiß das du mich nur beschützen willst und du weißt nicht wie sehr ich das schätze aber ich will auch dich beschützen El.“ sah sie ihn weiter eindringlich an. „Ich weiß du siehst es nicht immer aber ich bin kein zerbrechliches Ei. Ich habe überlebt genau so wie du und all die anderen hier. Was glaubst du wie ich das tat als ich dich noch nicht getroffen hatte?“ atmete die Dunkelhaarige aus. „Ich liebe dich El. Mehr als alles andere also sag mir wie kannst du erwarten das ich hier sitzen und warten soll während du da draußen dich mit den anderen in Gefahr begeben? Glaubst du nicht das macht mich ebenso verrückt? Ich dachte wir tun dies hier gemeinsam, war das nicht der Grund weshalb wir beide hier sind?“ Lyanna trat einen kleinen Schritt zurück als sie eine männliche Stimme hinter sich vernahm. Es war einer der Späher gewesen. „Wir sind bereit Sir. Wir sollten aufbrechen, solange der Nebel uns gleichzeitig auch noch Deckung gibt.“ Lyanna's Blick fuhr wieder zu Elijah. „Lass mich dich begleiten. Bitte.“ verengte Lyanna etwas flehend ihre Augen während sie gar nicht spürte wie langsam und warm das Blut an ihrer Schläfe unter dem durchgebluteten Verband herunterlief.

@Elijah Magoro

You've been my muse for a long time. You get me through every dark night. I'm always gone, out on the go. I'm on the run and you're home alone. I'm too consumed with my own life. Sharing my heart. It's tearing me apart. But I know I'd miss you, baby, if I left right now. Doing what I can, tryna be a woman. And every time I kiss you, baby. I can hear the sound of breaking down. I don't want to play this part. But I do, all for you. I don't want to make this hard. But I will 'cause I'm still. Sharing my heart. It's tearing me apart. Are we too young for this?
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#56

RE: Verbrannte Lichtung

20.01.2023 11:05
Elijah Bailey Elijah Bailey (gelöscht)
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Es war ein Unfall.
Ja, aber ein Unfall bei dem sie hätte sterben können! Bei dem er sie fast verloren hätte, für immer! Dieser Gedanke schien sein Herz zu zerreißen, in tausende Teile zerspringen zu lassen und löste in ihm eine so große Angst aus, wie er sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Nichts auf der Welt bedeutete ihm so viel wie die Dunkelhaarige, die mit ihrem Verband um den Kopf herum nun vor ihm saß. Blass um die Nase. Offensichtlich nicht fit für irgendwelche anstrengenden oder gefährlichen Unternehmungen. Weswegen irgendwann sein rationales Denken wieder einsetzte und er seine letzten Worte aussprach. Ja, er verbannte sie ins Lager. Dort, wo die Gefahr deutlich geringer war, dass sie sich erneut verletzen würde. Und sein Tonfall war hart, auch das war ihm bewusst. Und er hasste es innerlich sehr, in so einem befehlshaberischen Tonfall mit ihr reden zu müssen, aber es war die einzige Art und Weise wie er sich selbst davor schützen konnte, nicht doch weich zu werden bei Lya. Denn bei ihr würde er immer weich werden, wenn sie ihn nur langgenug ansah.
Wie sie auf seine Worte reagierte, machte das ganze natürlich nicht leichter. Mit jedem Wort fiel es ihm schwerer hart zu bleiben, aber deine Entscheidung war gefallen. Ob sie ihr nun schmeckte oder nicht.
Das sie verärgert war, sah er ihr sofort an, wie sich ihre Schultern strafften und ihr Blick seinen zu durchbohren versuchte. Und Elijahs Fassade begann zu bröckeln, erst Recht als sie meinte, sie sein keine Soldatin. Ja, das wusste er. Es war ihm durchaus bewusst, dass hier keiner Soldat war. Und das verlangte er von den Leuten auch gar nicht, denn wenn sie es wären, würde das ganze hier anders laufen. Dass sie ihm das sagte, ließ ihn einen Moment stutzig werden, ob er nicht doch einen Schritt zu weit gegangen war, doch er hatte Verantwortung. Verstand sie das nicht? Er war nicht nur für sich oder Lyanna verantwortlich, er war hier der einzige mit militärischer Vorerfahrung. Er hatte Ahnung von sowas und die Leute erwarteten von ihm Entscheidungen, Entscheidungen die das ganze Team betroffen. Und Lyanna war offensichtlich nicht fit. Es wäre unverantwortlich für ALLE, wenn er sie mitnehmen würde. So sehr er seine Frau gerne an seiner Seite hätte, er… konnte einfach nicht.
„Lya…“, murmelte er nur, stand automatisch auch auf, als Lyanna sich vom Bett erhob.
„Lyanna…“, setzte er erneut an, doch sie verließ nach ihren Worten einfach das Zelt und ließ ihn dort zurück.
Fuck.
Enttäuscht ließ er den Kopf einen Moment hängen. Er hasste es, wenn er mit Lyanna nicht einer Meinung war. Sie waren ein gutes Team, das wusste er. Aber es ging einfach nicht.
Tief atmete er durch, straffte die Schultern und hob den Kopf an. Nein, er musste sich jetzt konzentrieren. Disziplin und Ruhe, dass war es auf was er sich nun berief. Dinge, auf die er sich sein Leben lang schon verlassen konnte.
Langsam verließ er das leere Zelt und suchte sich seine Ausrüstung zusammen. Sein Rucksack, den er seit Jahren verwendete und ihm treue Dienste geleistet hatte. Sein M4-Gewehr, an den wichtigsten Stellen nochmal nachgereinigt und mit einem geladenen Magazin. Sein Schwert an den Tisch gelehnt, an seinem Oberschenkel die Scheide mit seinem Messer.
Ein letztes Mal kontrollierte er seine Ausrüstung, zog das Messer über den Schleifstein ehe er es in die Scheide steckte. Kurz blickte er auf seine Armbanduhr, es war kurz nach sieben Uhr morgens, die Sonne war gerade am Aufgehen und leichter Nebel lag in der Landschaft. Es würde ihm und seinem Trupp etwas Deckung geben, natürlich mussten sie aber auch vorsichtig sein, da auch Beißer länger versteckt blieben, oder andere Gefahren.
Er spürte sie, bevor er tatsächlich ihre Arme um seine Taille fahren sah. Es war wie eine Aura, die seine Ehefrau umgab und die er immer spürte, bevor er wirklichen Körperkontakt mit ihr hatte. Automatisch schloss er die Augen, als er spürte wie sie ihren Kopf an seinen Rücken schmiegte. Automatisch überschwappte ihn eine Welle ihrer Aura, ihres Lichts, ihrer Wärme.
„Lya…“, murmelte er leise, drehte sich um und sah ihr in die Augen. Sein Blick müde, erschöpft, aber dennoch konzentriert und fokussiert, „Ich hasse es doch auch…“
Ein leiser Seufzer entkam seinen Lippen, als sie ihn fragte wieso er nicht geschlafen hatte. Wie sollte er bitte schlafen, mit all diesem Druck der auf ihm lastete? Und zusätzlich die Ungewissheit, ob es ihr, seiner Ehefrau, gut ging.
„Ich weiß Lya…“, meinte er sanft. Natürlich wusste er, dass Lyanna auf sich aufpassen konnte. Immerhin hatte sie mehr Zeit der Apokalypse ohne ihn verbracht, als an seiner Seite. Es war ja nicht so, dass er ihr nicht vertraute. Bevor er allerdings weitersprechen konnte, kam James, einer der anderen Späher herein und teilte ihm mit, dass alle anderen bereit waren.
„Danke James“, nickte Elijah und der Mann verließ das Zelt wieder.
„Lyanna…“, setzte er erneut an, ehe sein Blick von ihren Augen zu ihrem Verband schweifte, sich sofort etwas ängstlich weitete, „Dein Verband!“
Sanft hob er die Hand, wischte mit dem Daumen über ihre Schläfe und das Blut zur Seite. Er betrachtete die rote Flüssigkeit einen Moment, dann sah er wieder Lyanna an.
„Du solltest zur Medizinerin gehen, ich denke deine Wunde ist noch offen“, stellte er nur trocken fest, „Ich würde dich gerne mitnehmen Lyanna, aber so kann ich das nicht. Es wäre unverantwortlich, dir und dem Team gegenüber. Glaub mir… dich wünsche mir niemand anderes lieber als dich an meiner Seite, aber es ist wichtiger, dass du erstmal gesundwirst. Ich kann besser arbeiten, wenn ich weiß, dass du in Sicherheit bist und man sich um die kümmert.“
Damit wischte er das Blut an seiner Hose ab und atmete durch, ehe er leicht lächelte, „Ich liebe dich Lyanna. Für immer. Ich komme im Ganzen wieder zu dir zurück. Versprochen.“
Er wusste, dass dieses Versprechen kein 100 prozentiges war. Das war es nie. Doch er hoffte, er könnte sie so etwas beruhigen.
„Sir?“, hörte er von außen nochmal die Stimme von James und Elijah nickte, dann fuhr er mit dem Daumen über Lyanna Kinn, wie so oft. Sah ihr in die Augen, gab ihr all die Liebe und Zuversicht, die er im Moment hatte, ehe er seine Lippen auf ihre legte und sie küsste. Ihre Lippen spürte und leise seufzte, denn ein Kuss von ihr gab ihm Kraft. Kraft für alles.
„Bis später…“, flüsterte er, strich nochmal mit dem Daumen über ihre Wange, „Und bitte geh zur Medizinerin.“
Dann löste er sich von ihr und griff nach seinem Schwert, steckte es in die Scheide auf seinem Rücken, ehe er das Gewehr packte. Am Zelteingang sah er nochmal zu Lyanna, dann trat er hinaus und folgte James zum Rest des Trupps. Kurz besprachen sie nochmal den Plan, dann rückten sie aus, das Lager war nach wenigen Metern schon im Nebel verschwunden, genauso wie Elijah und sein Trupp.

Es dauerte ein paar Stunden, die Sonne war schon deutlich am Untergehen, als sie fast am Lager angekommen waren. Elijahs Füße taten tatsächlich ein wenig weh, war er es nicht mehr gewohnt so viel zu laufen an einem Tag, aber es war nicht so, dass er sich darüber beschweren würde. Hatte er in der Army nie, als würde er damit jetzt nicht anfangen. Dreckig waren sie alle, mussten sie teilweise durch kalte Flüsse oder schlammige Randgebiete besagter Flüsse, durch Unterholz und hohes Gras, das trotz den kalten Temperaturen irgendwie nicht weniger zu wachsen schien. Einigen Beißern waren sie auch begegnet, tatsächlich auf einem der Kletterer. Er hätte James fast erwischt, als sie am Rand der Schlucht standen und hinabgespäht hatten, doch Elijah hatte schnell genug reagiert und ihm mit dem Schwert den Schädel durchtrennt. Damit war es eine Bestätigung. Lyanna hatte sich definitiv nicht geirrt, auch, wenn Elijah gar keine Bestätigung gebraucht hätte. Auf der Karte hatten sie die Orte markiert, die sich am besten für eine Sprengladung eignen würden, damit sie die Schlucht komplett zudecken und die Beißer darin vernichten und vergraben konnten. Es war die beste Idee, auch, wenn die Explosion vielleicht weitere Beißer anlocken würde. Dafür hatten sie allerding geplant für zwei Wochen eine Art Außenposten hier bestehen zu lassen, aus Ridern und Cottagemitgliedern, jeweils für 3 Tage stationiert. Um die Explosionsstelle regelmäßig zu kontrollieren und etwaige, neu erscheinende Beißer zur töten. Es musste nur der Sprengstoff herangeschafft werden und das würde wohl noch ein oder zwei Tage dauern, da zwei Leute zu den Kolonien fahren und das Zeug holen mussten. Anschließend würde Elijah mit dem Spähtrupp und ein paar weiteren Leuten erneut um die Schlucht laufen, den Sprengstoff verteilen und dann… bumm. Einfach gesagt.
Genauso besprachen sie es auch, kaum dass der Trupp zurückgekehrt war. Eigentlich hatte Elijah zuerst nach Lyanna sehen wollen, doch ihm blieb keine Zeit dafür, da er sofort ins Besprechungszelt geschleppt wurde. Dreckig und verschwitzt wie er war. Wie lange die Besprechung dauerte, wusste er nicht, als er das Zelt verließ war es draußen aber schon dunkel und Fackeln erhellten das Lager. Erschöpft lief er zu Lyannas und seinem Zelt, stellte seine Sachen ab und kramte in seinem anderen Rucksack nach frischer Kleidung. Zügig verließ er das Zelt wieder, Lyanna war nicht da, er hatte sie tatsächlich nur vorhin kurz gesehen, als er zurück ins Lager gekommen war. Auf den Beinen, bei Bewusstsein. Was ihn ein wenig beruhigt hatte.
Sein Ziel war der Waschbereich, den James gerade verließ als Elijah ankam.
„Nur kaltes Wasser natürlich…“, grummelte dieser und grinste dann, als auch Elijah grinste, „Hast du was anderes erwartet?“
Mit schüttelnden Köpfen gingen die beiden aneinander vorbei, als Elijah das kleine Abteil betrat und sich seiner Kleidung entledigte. Dort stand ein Trog mit sauberem, eiskaltem Wasser, daneben eine gegrabene Rinne in der das dreckige Wasser weggespült wurde. Eine behelfsmäßige Wascheinheit, aber Elijah war einfach dankbar für das saubere Wasser. Es war schon ein kleiner Schock, als er die erste Kelle mit Wasser über seinen Oberkörper goss, andererseits war es auch einfach angenehm den Schweiß herunter zu waschen.

@Lyanna Lockhart



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#57

RE: Verbrannte Lichtung

13.02.2023 13:51
Lyanna Lockhart Lyanna Lockhart (gelöscht)
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Lyanna zuckte sanft etwas zusammen als sie Elijah's Hand an ihrer Schläfe spürte. War es nicht seine Berührung welche den Schmerz auslöste sondern die Wunde an sich, welche noch relativ frisch war. Doch für Lya war es nichts Ernstes gewesen. Es war verbunden, sie hatte sich ausgeruht, das musste doch reichen. Doch Elijah sah dies natürlich anders und dementsprechend enttäuscht sah sie auch ihren Ehemann an. Sie wusste das er es nur gut meinte und sich um sie sorgte. Das war auch nicht das Problem an der ganzen Sache gewesen. Es spielten noch ganz andere Dinge eine Rolle. Sie machte sich eher Sorgen um den Dunkelhäutigen – sein Verhalten, diese militärischen Züge und diese unendliche Verantwortung, die er sich aufbrummte. Seit dem Unfall .. wurde es nur schlimmer und das .. sorgte die Dunkelhaarige wie gesagt. Sie wollte nicht das es ihrem Mann schlecht ging oder er sich wieder mit Schuldgefühlen plagte. „El...“ sprach die Dunkelhaarige wieder, doch sie hatte keine Chance. Sie konnte ihn nicht überreden und ehe er sich das Blut von seinen Fingern an ihrer Kleidung abwischte, ließ er sie schließlich stehen um loszuziehen. Lyanna blieb frustriert zurück, atmete nur langgezogen aus ehe sie gegen eine nahegelegene Kiste trat, was sie aber direkt bereute als die Kiste doch deutlich robuster war als ihr Fuß. Die Dunkelhaarige unterdrückte nur einen lauten Laut und fluchte nur ein leises „Fuck.“ Die Zeit verging. Lyanna hatte sich bei der Zuständigen ihren Verband kontrollieren lassen, dieser wurde neu verbunden und die Dunkelhaarige verbrachte den Tag damit … nun wie es Elijah ihr eben aufgetragen hatte mit Lagerarbeiten. Dementsprechend schlecht war auch ihre Laune deswegen. Es war nicht so gewesen das Lyanna nicht diese Arbeiten hätte machen wollen sondern eher um die Sache das sie deutlich mehr helfen wollte als Ressourcen aufzuteilen und zu sortieren und sich dabei die ganze Zeit das laute Konzert der Beißer zu genehmigen, welches auch bei Anbruch der Dämmerung nur wenig abklang. Hätte Lyanna ihr Gewehr noch, hätte sie sich an die Schlucht erneut gestellt und hätte einigen dieser Beißer in den Kopf geschossen aber die Dunkelhaarige wusste das sie dadurch womöglich nicht leiser wurden. Es war eher Zufall das sie James sah wie dieser durch das Lager lief, was Lyanna direkt deutete das die Späher zurück waren unter anderem auch Elijah. Ihre Augen verengten sich etwas als sie sich nach dem Dunkelhäutigen umblickte, sie ihn aber nicht finden konnte. Lyanna lief durch das Lager aber sie konnte den ehemaligen Soldaten nicht finden weswegen sie annahm das er sich gerade mit den anderen aus den anderen Kolonien unterhielt über das was sie auf ihrem Weg alles entdeckt und raus gefunden hatten. Als die Sonne langsam unterging lag die Dunkelhaarige bereits in ihrem Feldbett. Sie hatte schließlich ihren Kopfschmerzen und ihrer Übelkeit nachgegeben, welche sie den ganzen Tag über schon verspürt hatte. Als sie die Augen wieder geöffnet hatte, lag Elijah nicht neben ihr. Frustriert drehte sich Lyanna auf den Rücken, fuhr sich nur an den Kopf ehe sie wieder aufstand. Es war bereits dunkel und mit einer dünnen Decke um den Schultern, lief sie wieder los. Es war wohl erneut wieder mehr Zufall als Glück das sie James wieder begegnete, welcher sich gerade durch die frischen, nassen Haaren fuhr. „Ist Elijah hier irgendwo?“ fragte sie ihn schließlich und James konnte sich ein dümmliches Grinsen nicht verkneifen. „In den Duschen … aber seid leise ja.“ ging der junge Mann dann an ihr vorbei worauf Lyanna nur die Augen verdrehte und den provisorischen Waschbereich ansteuerte, welcher das Lager etwas abseits eingerichtet hatte. Sie konnte neben dem Geräusch der Beißer, Wasser vernehmen ehe sie wartete bis der Dunkelhäutige fertig war. Unter anderen Umständen .. nun hätte sie sich wohl wirklich einen Blick erhascht und Elijah überrascht. Lyanna schüttelte sich schnell den Gedanken aus dem Kopf. Sie war immerhin wütend! Na ja .. wenn man es wirklich als wütend bezeichnen können denn eigentlich konnte sie nicht wirklich wütend auf ihren Ehemann sein. Mit verschränkten Armen stand die junge Frau also dar als Elijah heraustrat und sie konnte einen Moment lang nicht anders als ihren Blick über ihn gleiten zu lassen ehe dieser wieder bei seinen dunklen Augen hängen blieb. „Ihr wart lange unterwegs.“ sprach sie nur. „Also was ist nun? Hatte ich Recht? Ist irgendwo ein Nest? Wann können wir es säubern?“ wollte Lyanna natürlich direkt wissen und kalkulierte sich bei dem 'wir' natürlich direkt mit ein. „Und nein ich bleibe nicht einen Tag länger hier und sortiere irgendwelche Dinge oder schleppe irgendwelche Kisten herum. Weißt du passiert wenn sich eine Horde Beißer irgendwo ansammelt?“ Natürlich wusste Elijah was passierte aber Lyanna schien aus irgendeinem Grund ziemlich aufgebracht. „Man bekommt sie nicht mehr voneinander los, egal wie viele man von ihnen erschießt oder sie auseinander bekommen will. Wir haben Glück weil die hier alle in der Schlucht eingesperrt sind. Aber wenn sie rauskommen, dann brauch man mehr als nur ein paar Kugeln. Dann werden Städte zerbombt und und man kommt nicht mehr rechtzeitig bei denjenigen an, die man liebt und...“ Lyanna schüttelte den Kopf. Es war offensichtlich das sie über früher sprach. „Ich will helfen El.. also lass mich helfen.“ sprach sie weiter und blickte ihn dann nur an. Es war nur das Geräusch der Beißer, welche die Stille wie ein Schwert durchschnitt. Doch Lyanna's Aufregung schwankte wieder in ein deutlich unangenehmeres Gefühl um. Das Gefühl was sie eigentlich versucht hatte seit der Fahr vor Elijah zu Verbergen. Übelkeit. Und Lyanna wusste einfach nicht wieso... Doch man konnte der Dunkelhaarigen deutlich ansehen wie blass sie wieder wurde und sie schaffte sich gerade so noch zur Seite, das Elijah sie nicht so sehen musste als sie sich in den nächstbesten Busch übergab. Natürlich konnte er es hören und es dauerte auch nicht lange bis sie Elijah's Hand auf ihrem Rücken spürte. Lyanna strich sich nur erschöpft eine Haarsträhne aus dem Gesicht ehe sie langsam ausatmete. „Fuck.“ fluchte sie wieder leise aber deutlich für Elijah hörbar. „Ich seh wohl grad ziemlich heiß aus was?“ konnte Lyanna den witzig gemeinten Spruch nicht lassen ehe sie sich kurz an ihm abstützte. „Ich .. Ich muss mich nur einen Moment setzen … irgendwo wo ich diese Matschbirnen nicht mehr höre. Komm.“ Es war wohl schwer solch einen Ort zu finden, doch Lyanna wusste einen und er war hier ganz in der Nähe. Als sie den Platz erreichten wo die ganzen Fahrzeuge standen stieg sie nur auf die Rückbank von Elijah's Jeep und als sie die Tür schloss wurde auch das Geräusch der Beißer von außen gedämpft. Es war nicht ganz weg aber doch deutlich leiser und die Dunkelhaarige ließ nur einen Moment ihren Kopf an der Lehne ruhen mit geschlossenen Augen. Als sie Elijah's Anwesenheit neben sich spürte öffnete sie wieder die Augen und blickte zu ihm herüber. „Alles gut.“ hauchte sie nur deutlich besänftigter als vorhin. „Tut mir Leid.“ kam dann nur leise und die Dunkelhaarige legte ihre Hand nur auf seine. „Ich will mich nicht streiten und ich will nicht das du dir Sorgen um mich machst.“ Lyanna schüttelte sanft den Kopf. „Ich mache mir nur so viele Gedanken. Ich will das alles gut läuft. Das alles gut wird.“ Lyanna's Hand fuhr instinktiv zu ihrem Bauch, was wohl eher durch die Übelkeit verschuldet war. „Und es tut mir Leid das ich gelogen habe. Mir ist etwas übel aber Sally meinte das käme von dem Sturz. Eine Gehirnerschütterung oder so was Müsste sich in einer Woche selbst regeln.“ Die junge Frau atmete wieder langgezogen aus, drückte kurz sanft seine Hand ehe sie sich langsam aufsetzte und näher zu ihm rutschte. „Ich war ehrlich. Jetzt bist du dran.“ sprach sie nur und blickte ihn sanft an. „Ich höre dich im Schlaf reden. Du träumst wieder schlecht.“ teilte sie ihm ihre Feststellung mit aber keinesfalls als Vorwurf. Ihre Hand fuhr nur an seine Wange. „El … wenn das hier .. wenn das hier zu viel ist oder dich an etwas erinnert woran du nicht erinnert werden willst ist es okay. Dann werden wir uns zurückziehen. So enttäuschend das auch klingt aber die Leute hier kommen gut ohne uns zu recht. Aber ich komme nicht ohne dich zu recht, wenn ich weiß das es dir ebenso nicht gut geht.“ sanft strich sie mit ihrem Daumen durch seinen Bart. „Wir könnten die restlichen Tage in der Cottage verbringen. Ich kenne da ein gewisses Bungalow was ich sehr vermisse...“ sanft stupste sie ihn aufmunternd mit ihrer Nase an seiner an.

@Elijah Magoro

I would shun the light, share in evening's cool and quiet. Who would trade that hum of night?. For sunlight, sunlight, sunlight. But whose heart would not take flight? Betray the moon as acolyte. On first and fierce affirming sight. Of sunlight, sunlight, sunlight. I had been lost to you, sunlight. And flew like a moth to you, sunlight, oh, sunlight. Oh, your love is sunlight. Told before and told again. A soul that's born in cold and rain. Knows sunlight, sunlight, sunlight. And at last can grant a name.To a buried & a burning flame. As love and its decisive pain. Oh, my sunlight, sunlight, sunlight. All that was shown to me, Was somethin' foreknown to me.
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#58

RE: Verbrannte Lichtung

15.02.2023 20:30
Elijah Bailey Elijah Bailey (gelöscht)
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Es dauerte nicht lange bis der Dunkelhäutige sich fertig gewaschen hatte. Hastig trocknete er sich mit dem Handtuch ab, ehe er in eine frische Boxershorts und Hosen schlüpfte, seine andere war ja voller Matsch. Zurück in den Stiefeln konnte er sich auch etwas freier bewegen, wusch die dreckige Kleidung etwas aus, über Nacht würde der Stoff hoffentlich etwas trocknen. Als letztes zog er sich ein TShirt über den Kopf, ehe er die nassen Sachen aufhängt und die Waschkabine verließ. Eigentlich hatte er sich einfach leise zu Lyanna ins Bett legen wollen, es war immerhin schon recht spät und sie würde sicherlich schon schlafen. Zumindest hoffte er das, immerhin sollte sie sich ausruhen.
Das er aber vom Gegenteil überrascht wurde, bemerkte er sofort als seine Frau mit verschränkten Armen vor ihm stand. Innerlich seufzte er, als er in ihre funkelnden Augen blickte, darin ihre Sturheit leuchten sah. Ihr Blick huschte über ihn, was ihm schon fast ein Schmunzeln auf die Lippen zeichnete. Tja, selbst nach all den Jahren die sie nun schon zusammen waren, fanden sie sich gegenseitig noch immer so attraktiv. Was ihm Hoffnung für ihre Ehe gab.
Mit einem stummen Seufzen ließ er die Schultern hängen und hörte sich die Worte seiner Frau an, die mehr als aufgebracht wirkte. Und sich natürlich gleich mit Eintrug in den kommenden Tagen bei der Säuberung des Nests mit dabei zu sein. Diese Aussage ließ ihn nur die Kiefer aufeinanderpressen, beinahe hätte er sie unterbrochen und das sofort Verneint, doch er beherrschte sich. Er spürte, dass sie von früher sprach, traumatische Erinnerungen auf sie einprasselten, sich aus ihrem Hinterkopf nach vorn drängten. Aber das musste nicht sein. Der Plan stand, es brauchte keiner großen Truppe. Bevor er ihr allerdings den Plan erklären konnte, sie ihn überhaupt zu Wort kommen ließ, redete sie sich erstmal in Rage. Typisch Lyanna.
Als sie geendet hatte, atmete er durch. Er verstand sie, er verstand sie wirklich. Wären die Rollen getauscht würde Elijah keine Sekunde einfach hier im Lager hocken bleiben und andere die Arbeit machen lassen. Aber wieso konnte sie nicht verstehen, dass es nur zu ihrem besten war? Sie war verletzt, eine verdammte Klippe heruntergestürzt und hatte sich sehr stark den Kopf angeschlagen. Sie war nicht so einsetzungsfähig wie vorher, vorher wäre das hier alles komplett anders gelaufen. Er hätte sie helfen lassen, sie mit auf die heutige Mission genommen. Obwohl er vorher schon bemerkt hatte, dass sie nicht komplett fit war, aber er hätte sie mitgenommen.
„Lya…“, setzte er an, verstummte aber dann wieder. Irgendwie wusste er gar nicht wie er dieses Gespräch so wirklich anfangen sollte. Wie sagte man seiner sturen Ehefrau, dass man ihr den Wunsch nicht erfüllen würde?
So wirklich dazu weiter zu sprechen kam er allerdings gar nicht mehr, denn gerade als er es wollte, wurde Lyanna ganz blass. Das war sogar im Schein der Fackel zu erkennen. Besorgt machte Elijah schon einen Schritt vorwärts, als sie sich zur Seite wegdrehte und er das deutliche Geräusch hören konnte, wie sie sich übergab. Ohne darauf zu achten ließ er sein Zeug auf den Boden fallen und ging zu ihr hinüber, legte ihr sanft die Hand auf den Rücken. Er sprach nicht, war einfach nur da und fuhr ihr sanft über den Rücken, bis sie sich beruhigt hatte, aufhörte zu zittern. Es ging ihr nicht gut. Offensichtlich. Ihr leises Fluchen ließ ihn sanft schmunzeln, fluchte Lyanna doch eigentlich nie und immer, wenn sie es tat, kam es so unerwartet.
„Hmmm“, brummte er nur und sah sie an, sein Blick sanft und voller Zuneigung. Nun, jemanden beim Erbrechen zu sehen war wohl nicht das attraktivste der Welt, änderte aber nichts an seinen Gefühlen zu der jungen Frau. Natürlich unterstützte er sie, als sie sich langsam aufrichtete und an ihm abstützte.
„Okay“, stimmte er dann zu, doch so ganz wusste er nicht wo dieser Ort sein sollte. Dafür müssten sie schon eine ganze Weile von der Schlucht weglaufen und keines der Zelte war Schalldicht. Ihn würde wirklich interessieren, wo dieser Platz war, denn er könnte so einen definitiv auch gebrauchen. Etwas überrascht hob er dann die Augenbraue, als Lyanna die Hintertür des Jeeps öffnete und einstieg. Klar, wie clever! Wie hatte er nicht selbst darauf kommen können, natürlich war es im Auto deutlich ruhiger als überall sonst im Lager!
Also stieg er hinter ihr in den Wagen, es war recht geräumig hier hinten und als er die Tür schloss war es… still. Wirklich still. Man konnte nichts der Beißer hören, nur Lyannas noch immer etwas beschleunigten Atem konnte man hören. Besorgt sah er sie an, wie sie den Kopf gegen die Lehne ruhen ließ. Verdammt er wollte sie in seine Arme schließen und ihr die Übelkeit und was sie sonst noch so belastete abnehmen.
Ungläubig sah er sie an, legte den Kopf leicht schief. Alles gut war wohl übertrieben. Es ging ihr augenscheinlich nicht gut. Sofort umgriff er ihre Hand mit seiner, als sie sich entschuldigte, „Es muss dir nicht leidtun Lya.“
Das musste es ihr nie. Sie waren verheiratet, ein Team.
Dennoch ließen ihre Worte seine Sorgenfalten nur noch tiefer werden. Eine Gehirnerschütterung, genau das, was er auch vermutet hatte. Und welcher gute Anführer würde eine Person mit Gehirnerschütterung mit auf eine Mission nehmen? Es war doch nur gut zu verstehen, dass sie im Lager besser aufgehoben war.
Elijah erwiderte den Druck ihrer Hand, legte einen Arm um sie als sie näher zu ihm rutschte. Bei ihren darauffolgenden Worten blieb ihm kurz das Herz stehen. Er sollte ehrlich sein? Etwas gequält schloss er die Augen, als sie ihm mit der Hand über die Wange fuhr, ließ ihn seufzen. Wie so oft schmiegte er sich in ihre Handfläche, mochte das leicht kratzende Gefühl als ihr Daumen durch seinen Bart fuhr. Als sie ihm näherkam, ihn mit ihrer Nase anstupste, öffnete er die Augen wieder.
„Lya…“, murmelte er und hob eine Hand zu ihrer an seiner Wange, atmete einfach tief durch. Ihr Duft, wie sie roch, so angenehm und einfach nach… zuhause. Es machte ihm zu schaffen, dass sie ihn nachts gehört hatte, wie er murmelte oder schon nach nur ein oder zwei Stunden wieder wach war. Immerhin wollte er nicht, dass sie sich um ihn sorgte, er kam damit schon zurecht. Seit sie bei den Riders lebte und besonders seit sie verheiratet waren, waren seine nächtlichen Episoden quasi nicht mehr existent. Es beruhigte ihn, wenn Lyanna bei ihm war, dass tat es immer. Aber sie hatte wohl Recht, der Druck der Situation und schon die Aussicht auf die Mission hatte ihn die letzten Tage beunruhigt. Er war wieder in alten Kreisen unterwegs, dieselben Muster, die ihn an damals erinnerten. An seine Zeit bei der Army. Die Schüsse heute am Nachmittag. Gequält schloss er wieder die Augen als er daran dachte, spürte gar nicht wie sich sein Körper anspannte.
„Ich…“, setzte der ehemalige Soldat an, öffnete die Augen wieder und sah Lyanna in die Augen, was ihn sofort ein wenig beruhigte. Er wollte Lügen. Er wollte seine Frau anlügen um ihr die Angst und Besorgnis zu nehmen, die ihr so deutlich in den Augen stand. Aber er konnte nicht. Er liebte Lyanna zu sehr um in diesem Moment nicht ehrlich zu sein.
„Heute Nachmittag, bei der letzten Station bevor wir wieder ins Lager zurückmarschiert sind, bin ich… ich bin…“, er stockte, seine freie Hand ballte sich zu einer Faust und es fiel ihm sichtlich schwer darüber zu reden, „Ich bin eingefroren Lyanna. Einfach eingefroren. Es war keine schlimme Situation, James hat sich um den letzten der Beißer gekümmert aber ich stand einen Moment nur da und… habe alles gehört. Von damals… die Schüsse, als sie unser Lager überfallen haben. Das Geschrei als sie Roberts ins Bein geschossen haben, das Blut das aus seinem Bein geflossen war, den Sand rot gefärbt hat…“
Sein Blick war starr, als er verstummte, dann schüttelte er sanft den Kopf und riss sich aus der Erinnerung. Verdrängte alles wieder dorthin zurück, wo er es all die letzten Jahre so gut aufbewahrt hatte.
„Tut mir leid. Ich will nicht, dass du dir Sorgen machst Lya. Ich schaffe das, es ist nicht wie früher. Ich habe das besser im Griff, auch dank dir. Wir können nicht gehen, auch wenn der Gedanke zurück zu unserem Bungalow zu gehen gut klingt“, ein leichtes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, „Wir müssen diese Mission zu Ende bringen. Ich habe die Verantwortung und die gebe ich nicht einfach so ab, die Männer und Frauen hier vertrauen auf mich. Ich will sie nicht enttäuschen. Weshalb ich das hinbekomme.“
Sein Blick nun etwas verändert, nicht mehr so wie vorhin bei seiner traumatischen Erinnerung. Fester, zuversichtlicher.
Auch seine Faust löste sich wieder, er atmete tief durch ehe er den Kopf leicht schief legte, „Und wenn das bedeutet ich werde ein paar Nächte nicht schlafen oder mich nicht entspannen. Dann ist das ebenso. Das ist ein Opfer das ich bereit bin zu bringen. In drei Tagen ist das alles hier vorbei und wir können zurück in unser gewohntes Leben Lyanna. Nur du und ich…“

@Lyanna Lockhart



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#59

RE: Verbrannte Lichtung

16.03.2023 14:36
Lyanna Lockhart Lyanna Lockhart (gelöscht)
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Ein Teil von Lyanna hatte sich gewünscht das Elijah mit ihr zurück in die Cottage gehen würde, wo sie von all dem hier Abstand haben würden. Es war nichts verwerfliches wenn man zugab das manche Dinge einem zu viel waren, man sich geirrt hatte. Es hätte ihnen niemand verübelt und die Leute hier wären trotzdem noch gut zurecht gekommen. Sie wusste es nicht genau ob es ein gewisses Pflichtgefühl in Elijah war oder ob er sich doch irgendwas beweisen wollte, doch er wollte hier bleiben und die Sache bis zum Ende durchziehen. Nicht unbedingt eine Sache die Lyanna am Meisten störte sondern eher die Tatsache das Elijah sich selbst dabei vergaß. Es war ihm egal das er nicht schlief und sah es eher als Opfer an, das er dafür erbringen musste. Lyanna hätte ihn in diesem Moment gerne unterbrochen und gesagt was für ein Bullshit er da von sich gibt und das es ihr ganz gewiss nicht egal ist. Zwar hatte er nun Lyanna's Verdacht zugegeben, das ihn einiges hier an vergangene Dinge triggert aber er schien sich schon fast dafür zu entschuldigen als hätte er einen Fehler gemacht. Er wollte sich bessern. Doch in den Augen der Dunkelhaarigen gab es nichts zu Bessern. Es war okay gewesen. „Oh El...“ sprach sie sanft und fuhr mit ihrer Hand hinauf zu seiner Wange. „Wenn du dich nur reden hören könntest.“ sanft strich ihre Hand seinen Kiefer entlang. „Ich werde mir immer Sorgen um dich machen, selbst wenn du zu Hause einfach nur am Tor stehst und Wache schiebst.“ lächelte die junge Frau kurz. „Weil ich dich so liebe und dich am Liebsten irgendwo einsperren oder an unserem Bett festbinden würde damit dir nichts passiert.“ Ihre Hand ruhte für einen kurzen Moment still an seinem Kiefer. „Aber das tue ich nicht weil ich es besser weiß und dir vertraue. Ich weiß das du Angst um mich hattest als ich in die Schlucht gefallen bin, denkst du mir wäre es an deiner Stelle anders ergangen? Und auch wenn es so wirkte als hätte ich im Moment wirklich einzig und allein die Panik vor dem Fakt gehabt das ein Beißer klettern konnte liegst du falsch. Ich dachte ebenso daran, was ist wenn er nun da hochklettert und El angreift. Was wenn ich gebissen werde? Ich will El nicht alleine lassen.“ Lyanna rutschte in Elijah's Arm näher und zog ihn sanft hinunter damit sie ihre Stirn an seine lehnen konnte. „Du bist immer in meinen Gedanken El. Aber wir dürfen uns nicht gegenseitig blockieren, wenn ein Fehler passiert ist. Deswegen will ich das du mich mitnimmst. Mir vertraust. Ich will das wir auf uns Acht geben, das ist der Einzige Grund weshalb ich mit dir mitkommen will. Ich brauche mir nichts zu beweisen ..“ Langsam löste sie ihre Stirn wieder von seiner, blieb seinem Gesicht aber noch deutlich nahe. Wie oft sich Lya schon gewünscht hatte sie könnte Elijah den Schmerz aus seiner Army Zeit nehmen. Wie sehr sie wünschte sie würde die richtigen Worte kennen damit er sich nie mehr Gedanken darum machen müsste oder sich die Schuld dafür geben müsste. Doch die gab es nicht. „Du bist ein guter Anführer, ein Kämpfer und es ist okay Angst zu haben. Nein El, es ist sogar gut. Denn das zeigt das du einfach nicht dumm bist. Und diese kleinen Momente sind nur Illusionen, denn in richtigen Gefahrensituationen würdest du immer reagieren, die beste Entscheidung für alle treffen. Eine Entscheidung, die nur du sehen konntest. Das hast du seither schon immer getan – ohne zu zögern.“ Ihre andere Hand fuhr nun auch sanft hinauf zu der anderen Hälfte seines Gesichts, ihre Daumen die parallel über seine Wange strichen, die dunklen Schatten unter seinen Augen deutlich von den schlaflosen Nächten. Sie zog ihn zu sich, küsste ihn sanft ehe sie ihn nochmal anblickte und hörbar ausatmete ehe der nächste Kuss nicht lange auf sich warten diesmal deutlich intensiver, länger, das er beiden schon fast den Atem raubte ehe sie sich löste und sanft seine Wange entlang küsste ehe sie ihren Kopf etwas wegzog und sich sanft auf seinen Schoß kletterte,ihn ansah und ihm genau so wenig eine andere Möglichkeit gab sie anzusehen. „Also lass mich dir auch helfen El..“ hauchte die Dunkelhaarige ein wenig als wäre ihre Kehle trocken ehe ihre Lippen sich seitlich an seinen Hals gruben, ihn dort sanft küsste während ihre Hand sich leicht in seine Schulter krallte. Sie sanft seinen frischen Geruch einatmete nachdem er geduscht hatte. Sie liebte ihn so sehr. Und sie hasste es wenn sie sich stritten. Sie hasste es wenn es Elijah nicht gut geht und sie hasste es ihn so zu sehen. Sie wollte das es ihm gut ging. Immer. Und mit jeder Minute, die er nicht bei ihr vermisste sie seine Nähe. Es war also nichts verwunderliches das ihr Bedürfnis ein wenig wuchs ihm noch näher nun sein zu wollen. Und selbst wenn es nur ein paar wenige Minuten waren, die sie Elijah geben konnte damit er entspannen konnte, sie wollte ihm diese geben. Aber sie wusste auch das er sich aufgrund ihrer Verletzung zurückhalten würde, die Furcht spüren würde sie zu verletzen. Doch diesen Gedanken würde sie schnell verschwinden lassen. Ihre Hand hatte sich schon mit seiner verschränkt als sie ihre warmen Lippen langsam von ihrem Hals wegzog. Sie führte seine Hand zu ihrem Bauch. Lyanna tat das ohne Hintergedanken. Ihr Unterbewusstsein vielleicht doch instinktiv zu etwas, was sie beide noch nicht wussten aber bald erfahren würden. Sie ließ seine Hand auf ihrem Bauch ruhen, spürte seine warme Haut auf ihrer, die Finger die leicht unter den Saum ihres Shirtes ragten und der jungen Frau eine sanfte Gänsehaut auslöste. Sie wollte damit aber El mehr zeigen das er sie anfassen konnte, sie keine Schmerzen verspürte, sie nicht aus Porzellan bestand und nicht so einfach kaputt gehen würde. Ihre andere Hand fuhr sanft mit den Daumen über seine Unterlippe während ihre Augen sanft und vor allem warm, voller Emotion auf ihn herabblickte . „Okay?“ hauchte die Dunkelhaarige auf ihre Frage zurück ob sie El helfen durfte...

@Elijah Magoro

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#60

RE: Verbrannte Lichtung

19.03.2023 15:30
Elijah Bailey Elijah Bailey (gelöscht)
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Unterbewusst wusste er, dass es ein bisschen dumm war, was er erzählte. Aber es war sein Pflichtgefühl, seine Loyalität und Disziplin einer Sache gegenüber, die er angefangen hatte. Also würde er sie auch beenden. Diese Gefühle waren einfach tief in seinem Inneren verankert, schon damals in der Kindheit und dann durch die Zeit in der Army. Wenn man eine Sache begonnen hatte, dann führte man sie auch zu ende, komme was wolle. Ob man dabei angeschossen oder irgendwie anders verletzt wurde, wenn man noch laufen konnte, dann lief man. Oder kroch. Aber man gab nicht auf. Niemals.
Natürlich schaffte es Lyanna, dass er manchmal aus diesem doch recht starren Gedankenmuster herausbrach, es kritischer betrachtete. Nicht alles, was die Army ihm eingetrichtert hatte, für Voll und Richtig nahm.
Wie immer, wenn sie ihre Hand an seine Wange legte, schloss er für einen Moment die Augen, ihre Stimme als sie seinen Namen aussprach war so sanft und angenehm, er liebte es. Immer, wenn sie seinen Namen aussprach. Ob nun in dieser Situation, sanft und beruhigend, wenn sie sich am Ende des Tages sahen freudig und sehnsüchtig, oder in allen anderen Situationen. Vielleicht liebte er auch einfach ihre Stimme. So genau wusste er das nicht, doch er öffnete die Augen wieder und sah sie dann an, als ihre Hand an seinem Kiefer durch den Bart fuhr. Schweigend lauschte er ihren Worten, sah sie einfach nur an, lehnte dann seine Stirn gegen ihre. Sie wollte ihn nicht alleine lassen. Und er wollte sie nicht alleine lassen. Er tat das ganze doch nicht um sie zu bestrafen oder sie von sich fernzuhalten, er wollte sie beschützen. Sie war nicht bei voller Stärke, hatte einen Sturz hinter sich und vermutlich eine Gehirnerschütterung. Sie würde ihn wohl auch kaum auf eine so anstrengende Mission lassen, wenn die Rollen getauscht wären.
Noch immer hielt er ihrem Blick schweigend stand, sagte nichts wie so oft, sprach nur über seinen Blick mit ihr. Sein Blick der gequält von der Last der Mission und der Angst um sie war, aber auch motiviert funkelte und diszipliniert war.
„Hmm“, murmelte er nur und atmete langgezogen aus, wusste nicht so wirklich was er sagen sollte. Sie hatte wohl Recht. In brenzligen Situationen hatte sein Körper immer reagiert, instinktiv ihn mit dem richtigen Plan ausgestattet. Er sollte auf sich selbst vertrauen und nicht zu viel reininterpretieren in die Situation vom Nachmittag. Die Kontrolle behalten und nicht an seine Angst verlieren. Er war ein guter Anführer, war er damals für sein Team gewesen.
Bevor er allerdings weiter nachdenken und sich vermutlich in den Gedanken verlieren würde, lenkte ihn Lyanna ab. Ihre Lippen, sanft und weich auf seinen, dann eine kurze Pause mit Blickkontakt. Noch immer war sein ganzer Körper angespannt, schon seit Tagen war immer eine gewisse Spannung in seinem Körper die nicht wegzugehen schien, seit er von der Mission wusste. Er war angespannt, unruhig, abgelenkt und gleichzeitig so auf die Mission fokussiert, dass ihm gar nicht auffiel wie verkrampft er fast war. Was natürlich auch dazu beitrug, dass nicht schlief und wenn er doch mal die Augen schloss, unruhig träumte und nach einer oder zwei Stunden schon wieder aufstand. Etwas, was langsam Tribut forderte und ihm dunkle Ringe unter die Augen gewischt hatte.
Doch kaum spürte er Lyannas Lippen wieder auf seinen, diesmal nicht nur sanft, sondern intensiver und länger, dann wie sie über seine Wange küsste, ließ ein wenig der Anspannung fallen. Ein wenig, doch er fühlte sich weniger verkrampft. Locker war er definitiv aber noch nicht.
Etwas überrascht war er doch, als Lyanna sich bewegte und auf seinen Schoß kletterte, ihn zwang sie anzusehen.
„Lya…“, hauchte er leise, ohne es kontrollieren zu können legte er den Kopf etwas schief, sodass sie besser an seinen Hals kam. Sie wollte ihm helfen, dass es ihm besserging, das wusste er. Das wollte sie immer, und das wollte er für sie immer. Nichts war ihm wichtiger, als dass es Lyanna gut ging. Weswegen er zögerte, sie war verletzt, gestürzt, in eine verdammte Schlucht! Doch sie machte es ihm auch nicht leicht zögerlich zu bleiben, denn jeder Kuss den sie auf seine Haut setzte schmolz ein bisschen mehr seiner Zurückhaltung. Ihre Hand, die sich in den Stoff seines Hemds an der Schulter krallte, als würde sie Angst haben dass er gleich weg war. Er spürte ihre Sehnsucht, sie hatten sich den ganzen Tag nicht gesehen und auch Elijah hatte Lyanna vermisst. Er vermisste sie immer unterschwellig, wenn sie nicht an seiner Seite war und es war ja nicht so, dass er sie nicht lieber mitgenommen hätte. Nach einem langen Tag getrennt freute er sich auch zuhause immer, wenn sie sich zum Abendessen oder dann in ihrem Zimmer sahen. Es folgte immer ein Kuss, der manchmal intensiver wurde.
Jetzt allerdings wollte er Lyanna nicht wehtun, sie war ja schon verletzt. Weshalb er noch immer zögerte sie anzufassen, auch, wenn er spürte wie sie sich gegen ihn drückte. Sie wollte es, sie wollte, dass er sie anfasste, sehnte sich nach seiner Berührung. Doch erst, als sie seine Hand griff und an ihren Bauch führte, er am Stoff ihres Shirts entlangstrich und darunter ihre weiche Haut spürte, fiel noch ein Stück Anspannung von ihm. Seine angespannten Schultern ließen lockerer, fielen hinab und er atmete nochmal aus. Sein dunkler Blick wurde etwas dunkler, weniger Zurückhaltend und er sah sie an, schluckte als ihr Daumen über seine Unterlippe fuhr.
Ihre Frage ließ er kurz unbeantwortet, er zögerte noch einen Moment, war sich wirklich unsicher ob das hier die richtige Entscheidung war. War es klug das jetzt zu tun? Mit einer verletzten Lyanna? Was, wenn jetzt einer der kletternden Beißer hochkam und…
Er spürte die Anspannung in seinen Körper zurückkehren, schloss einen Moment die Augen. Nahm nur wahr, was in dem kleinen Jeep war, Lyannas warmen Atem an seinem Gesicht, ihr Körper auf seinem Schoß und ihre Hand an seiner Wange. Sie war hier, sie war real, sie war alles, was zählte.
„Okay…“, flüsterte er dann leise, öffnete die Augen wieder und die Anspannung fiel noch ein Stück weiter von ihm ab. Er hob eine Hand, ließ sie über ihre Seite zu ihrem Kopf fahren, dann zog er sie in einen Kuss. Er kniff die Augen zusammen, vielleicht war Kuss anfangs etwas zu hart, doch er wurde weicher. Und je länger er sie küsste, desto mehr Anspannung fiel von ihm ab, ehe er den Kuss löste und schwer durchatmete.
„Okay…“, wiederholte er leise, seine andere Hand an ihrem Bauch strich über ihre Haut, schoben den Stoff des Shirts nach oben und gemeinsam mit ihrer Hilfe zog er es ihr aus. Sehnsüchtig wanderte sein Blick über ihren Oberkörper, den er schon so oft gesehen hatte, an dem er sich aber nicht sattsehen konnte. Niemals. Sofort schoss etwas Blut in die unteren Gefilde seines Körpers, aber noch nicht genug um etwas auszulösen. Sein Kopf war noch nicht ganz soweit, doch das Schallschutz durch die Wände des Jeeps und da er das Raunen und Stöhnen der Beißer nicht hören musste, sondern nur seinen und Lyannas Atem, half. Er hob den Blick wieder zu Lyanna, griff dann in seinen Nacken und zog sich sein Hemd über den Kopf, ließ es neben sich auf die Rückbank fallen.
„Fass mich an Lyanna“, hauchte er und sah sie an, schon fast etwas bittend, „Berühr mich und lass mich das alles zumindest für einen Moment vergessen.“
Er hatte Lyanna noch nie so darum gebeten. Brauchte er auch eigentlich nicht, Lyanna hatte damit ja angefangen und ihm war klar, worauf sie hinauswollte. Doch er brauchte sie jetzt, jetzt in diesem Moment. Sie und nichts Anderes, er wollte sich komplett auf sie konzentrieren. Sie so nah an sich spüren wie er nur konnte, alles um sie beide herum vergessen. Und der Jeep war der perfekte Ort dafür. Und er wollte, dass sie wusste, dass er sie jetzt brauchte. Nur sie. Lyanna. Seine Ehefrau.

@Lyanna Lockhart



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