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THE DEAD DON’T DIE
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#21

RE: Wohnzimmer & Küche

13.02.2022 11:22
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Jesus fragte sich… ob es überhaupt noch nötig war über das Geschehene zu reden. Denn eigentlich hatten sie das bereits getan oder? Er wünschte sich.. dass sie es einfach hinter sich lassen und noch mal ganz von vorne anfangen konnten.
Und wiederholtes… erstes Date war dazu eine gute Möglichkeit oder? Denn es ließ automatisch ganz alte Gefühle wieder hochkochen. Und zwar nur positive. Hinfort geblasen waren alle Zweifel.. und Paul war sich wieder zu 100% sicher, dass er zu Aaron gehörte und Aaron zu ihm. Wie hatte er daran bloß zweifeln können? Wo es doch so klar auf der Hand lag.
Und sein Herz wortwörtlich in Aarons Händen. Er wusste.. er gab ihm damit die Macht ihn erneut zu verletzen aber.. Paul wollte einfach daran glauben, dass so etwas nie wieder vorkommen und sie sich nie wieder derart voneinander entfernen würden. Nun wo sie wussten, wie es sich anfühlte ohne den andere zu sein. Könnte Aaron nun immer noch Pläne schmieden, die ihre Ehe zerstörten? Nachdem es… fast gelungen war? Paul könnte es nicht.. niemals..
„Das war stets mein geheimes Apfellager.. wo ich still und heimlich hin verschwunden bin, wenn ich das unbändige Verlangen nach Äpfeln hatte“
Flüsterte er nun fast verschwörerisch wie bei einem Süchtigen, der sich in seine geheime Drogenhöhle zurück zog, wenn er unbedingt wieder einen Schuss brauchte, der Stoff zu Hause aber verboten war. So wie es bei ihnen mit den Äpfeln war. Ob Aaron manchmal gemerkt hatte, dass er nach Äpfeln gerochen oder gar geschmeckt hatte? Was natürlich alles nur Quatsch war, es befand sich kein einziger Apfel in Jesus Bungalow.. aber es war schön.. einfach mal wieder so derartigen Schwachsinn zu reden.

Und es führte wohl auch dazu.. dass die Dämme ziemlich schnell brachen. Sie schafften es gerade mal einen Shot zu kippen, jedoch nicht einen Bissen des Essens zu nehmen, ehe ihre Gefühle vollständig herausbrachen! Aber das war gut so.. sehr gut sogar. Es war nämlich genau so, wie es sein sollte. Aaron hatte sein Herz immer schon auf seiner Zunge getragen und endlich konnte er ihm auch wieder folgen. Jesus war gerührt und glücklich.. und konnte deshalb nicht anders als ihn voller Sehnsucht zu küssen.
In der Hoffnung, dass es nun nicht er war, der etwas zu schnell zu weit ging. Die selben Zweifel, die sie sich wohl auch bei ihrem ersten Date gemacht hatten. Dessen Ausgang am Ende aber einfach nur wunderschön gewesen war, egal wie sehr sie alles auch überstürzt hatten. Das musste nicht immer etwas Schlechtes sein.
Trotzdem war Paul noch… vorsichtig. Denn er hatte nicht vergessen wie er ihn im Bad überrumpelt und benutzt hatte. So etwas würde er nie wieder tun!! Und zwang Aaron deshalb mit Sicherheit nichts auf, das dieser nicht wollte.
Glücklicherweise jedoch erwiderte er den Kuss… der von Pauls Seiten aus jedoch noch ziemlich unschuldig war. Einfach weil er Angst hatte, auch in dieser Hinsicht hätte sich etwas zwischen ihnen verändert.
Als Aaron jedoch aufstand und ihn so direkt fragte, ob er ins Bett wollte… sah Paul ihn im ersten Moment etwas überrascht an. Musste dann jedoch gleich milde schmunzeln und meinte
„Nur wenn du mich begleitest“
Denn irgendwie klang es ein bisschen danach, als wolle er ihn ins Bett schicken xD weil er so fertig aussah oder was auch immer. Aber glücklicherweise wusste Paul… das es wohl anders gemeint war. und sein Herz begann bereits heftig zu pochen. naja…. nicht nur sein Herz.
Weshalb es nun er war, der den Kuss wieder aufnahm und sich dabei an Aarons Nacken krallte, um sich ganz dicht an ihn zu schmiegen. Das Haarband hatte sich längst gelöst, doch das störte nun wirklich nicht. Stattdessen… nahm Paul nun Aarons Hand und lief rückwärts, küssend mit ihm in Richtung Schlafzimmer. Zum Glück kannten sie den Weg ja bereits auswendig.
Sie könnten sich auch einfach hier im Wohnzimmer vergnügen aber… es war noch nicht die Zeit für einen schnellen Quickie. Nun mussten sie ihre gegenseitige Liebe und Zuneigung spüren und… sich so viel Zeit füreinander nehmen, wie sie nur irgendwie verdienten.

@Aaron Marquand



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#22

RE: Wohnzimmer & Küche

13.02.2022 14:24
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Wahrscheinlich war es wirklich besser, das Geschehene zu akzeptieren und sich vorzunehmen, so etwas nie wieder passieren zu lassen. Jesus hatte recht, sie hatten schon darüber geredet und dabei nur noch mehr Wunden gerissen. Es gab nichts, was irgendetwas davon wiedergutmachen würde oder was an Worten übrig wäre. Also war es viel schöner, sich auf dieses Verliebtheitsgefühl einzulassen, das gerade alles auf eine sehr gute Weise auf den Kopf stellte. Das war unglaublich heilsam. Und Aaron fragte sich umso mehr, wie er die letzten Wochen so abgetrennt von seinem Liebsten hatte überleben können.
Wie gut es tat, ein paar bescheuerte Witze zu machen! Aaron hob in gespieltem Schock die Hand vor dem Mund. Normalerweise hätte er sich jetzt Paul geschnappt und ihn ›bestraft‹ für sein geheimes Apfellager und dafür, dass er ihn dann bestimmt manches Mal mit Apfelduft umhüllt verführt hatte. Alles, was ihm als Erwiderung einfiel, war allerdings auch ziemlich versaut. Und so weit waren sie noch nicht, erst ein paar Minuten später am Tisch würde sich das ändern. xD Also begnügte sich Aaron nun damit, auch noch fassungslos den Kopf zu schütteln, wobei seine Augen jedoch amüsiert blitzten.

Sie waren erst wenige Augenblicke nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zusammen in einem Raum, aber das reichte bereits, um Aarons Herz aufblühen zu lassen, und seine Worte tollkühn. So lang hatte er seine innere Stimme unterdrückt und das, was er wirklich fühlte ... dass er nun wirklich kaum an sich halten konnte. Er würde alles dafür tun, damit Jesus zu ihm zurückkäme. Zumindest Dinge ... bei denen er sich nicht vollkommen aufgeben würde. Diese Lektion hatte er gelernt.
Es tat so gut, auszusprechen, was er für Paul fühlte, mit anderen Worten als einem ›Ich liebe dich‹, denn das hatte er ihm bei ihren Streitgesprächen zu oft gesagt und damit alles entschuldigt, was er getan hatte. Jetzt wollte er ihm dieses Gefühl endlich geben und zeigen ... statt es wie eine Parole auf der Zunge zu tragen.
Weswegen er den Kuss auch nicht ganz so unschuldig erwiderte. Er sehnte sich jedoch nicht nach einem Quickie auf dem Tisch. Nein ... er wollte in ihr gemeinsames Bett und sich den ganzen Abend und die ganze Nacht Zeit nehmen. Hunger hatten sie doch eh nicht so wirklich. Und ein Mitternachtssnack im Bett war auch viel gemütlicher in Aarons Augen. Aber das waren nur seine Phantasien, seine Begierde ... Paul mochte das alles noch ganz anders sehen. Weswegen Aaron ihn nun einfach fragen musste. Und dabei immer noch sehr schüchtern wirkte, er schaffte es ja noch nicht einmal zu sagen, dass Paul mit ihm ins Bett sollte, weswegen es wirklich ein wenig seltsam klang.
Die Antwort war ein unverkennbares Ja, das Aaron nur zustimmend und vorfreudig grinsen ließ. Dann nahmen sie den Kuss schon wieder auf ... bei dem Aaron ganz schwindelig wurde. Trotzdem schaffte er es, seinem Mann zu folgen, ohne vor lauter Aufregung hinzufallen. Bis sie dann vor dem Bett standen und es an Zeit war, noch ein wenig mutiger zu werden. Die Situation erinnerte ihn an ihr Strand-Date. Bei dem sie vor dem Schwimmen ewig gebraucht hatten, sich gegenseitig auszuziehen, so sehr hatten sie das zelebriert. Und das wollte Aaron auch jetzt wieder tun. Weswegen er zunächst mit der gesunden Hand unter Pauls Shirt wanderte und ihn streichelte. Dann erst zog er es am Saum empor und unterbrach den Kuss, damit er den Stoff von Pauls Leib ziehen konnte. Für einen Moment betrachtete er ihn voller Sehnsucht ... bevor er ihn förmlich auf das Bett nieder küsste, damit sie es bequemer hatten und ... Aaron seine Küsse auch einfacher woanders platzieren konnte. Nämlich an gefühlt jeder Stelle des nackten Oberkörpers.

@Paul Marquand-Rovia

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#23

RE: Wohnzimmer & Küche

13.02.2022 22:08
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Wenn es ihnen gelang einander wortlos und durch Taten zu verzeihen.. dann war es auch gar nicht nötig alles nochmal aufzuwärmen. So lange nichts mehr zwischen ihnen stand, war alles gut. Und Jesus.. der hatte gerade ohnehin das Gefühl als könne er Aaron einfach alles verzeihen.
Das war eine Tatsache. Und schon immer so gewesen. Aber er hatte so gelitten in den letzten Wochen.. da wollte er nun nichts mehr zerreden sondern einfach wieder zurück kehren zu dem schönen Gefühl, das Aarons Nähe normalerweise bei ihm auslöste. Und wenn das wieder klappte.. gab es für ihn auch nichts mehr zu klären.

Aaron hatte seine Gefühle ja noch viel länger unterdrücken müssen als Jesus. Weshalb es eigentlich nicht verwunderlich war, dass sie nun plötzlich so sehr aus ihm raus sprudelten. Und Paul hatte das wahnsinnig vermisst. Diese Offenheit und Ehrlichkeit und einfach dieses Gefühl… das Jesus der wichtigste Mensch in Aarons Leben war. Neben Gracie natürlich. Lange Zeit hatte er sich nicht mehr so gefühlt. Aber bei diesem Blick, diesen Worten und diesem Kuss… kehrte dieses Gefühl augenblicklich wieder und machte Paul zum glücklichsten Mann aller Zeiten.

Kein Wunder also, dass dieser Kuss nicht lange unschuldig blieb. Sie konnten ja schon so kaum die Finger voneinander lassen. Aber nach so einer langen Flaute! Da war es höchste Zeit wieder etwas daran zu ändern.
Und dennoch fand er es süß und rücksichtsvoll von Aaron, dass er ihn fragte.. statt ihn einfach in Richtung Schlafzimmer zu ziehen. Es zerstörte auch nichts an der Stimmung oder dergleichen. Ganz im Gegenteil, es brachte sein Herz nur noch heftiger zum Pochen.
Was Aaron spätestens dann direkt spüren konnte, als er mit der Hand unter sein Shirt fuhr. Sein Brustkorb hob und senkte sich hektisch und er sah Aaron mit einem sehnsüchtigen Glanz in die Augen. Gänsehaut machte sich auf seinem gesamten Körper breit. Und das nur durch eine schlichte Berührung seiner Hand! Wie wäre es dann erst.. wenn noch seine Lippen oder gar sein restlicher Körper ins Spiel kamen? Jesus hatte bereits jetzt das Gefühl vor Hitze und Sehnsucht zu vergehen, das es kaum auszuhalten war.
Und dennoch.. nahmen sie sich nun Zeit. Wollten dieses Gefühl so lange wie möglich auskosten.
Er ließ sich das Oberteil ausziehen, ehe er sich nur all zu gerne aufs Bett küssen ließ und die weichen Laken im Rücken spürte.
Paul legte seine Hand in Aarons Nacken und hielt sich daran fest, damit er bloß nicht auf die Idee kam sich wieder von ihm zu lösen.
Wandern.. durfte er allerdings sehr gerne. weshalb er zwangsläufig wieder von seinem Nacken ablassen musste, als Aarons Lippen auf Wanderschaft gingen. Stattdessen krallte er sich einfach ins Laken und keuchte leise, da jeder Kuss so prickelte wie ganz kleine Elektroschocks. Und er Paul damit bereits jetzt völlig um den Verstand brachte.
Weswegen dieser nun nach Aarons Kragen fasst um.. ihn wieder nach oben ziehen und in einen weiteren Kuss verwickeln zu können.
Mit dem einfachen Hintergedanken, dass auch er Aarons Haut spüren wollte. Weswegen er im Blindflug damit begann ganz langsam und behutsam die Knöpfe von Aarons Hemd zu öffnen. Bis er es ihm endlich von den Schultern schieben und daran Halt suchen konnte. Sachte drückte Paul sich ihm entgegen, da er Aarons nackten Oberkörper auf dem seinen fühlen wollte. das löste ein wahnsinniges Gefühl der Erregung und Verbundenheit in ihm aus und verdammt.. in seiner Hose war es wirklich schon unangenehm eng. Dennoch.. begann Jesus diesmal nicht zu hasten. Sondern genoss jede noch so winzige, hauchzarte Berührung von Aaron in vollen Zügen.

@Aaron Marquand



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#24

RE: Wohnzimmer & Küche

13.02.2022 22:40
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Aaron würde es niemals ausnutzen, dass Jesus ihm so einfach verzieh. Er würde sich nicht darauf ausruhen und weiter an sich arbeiten. Das schuldete er Paul und auch sich selbst. Jetzt wollten sie beide nicht weiter leiden, doch immer noch gab es eine Restdistanz zwischen ihnen, die Aaron mit seinen kühnen Worten endlich einriss. In der Liebe musste man auch mal etwas riskieren. Und das wurde in diesem Fall belohnt, denn wenig später war das sich hungrig küssende Paar schon auf dem Weg in das Schlafzimmer. Hätte man Aaron das heute Morgen vorausgesagt, hätte er nicht daran geglaubt. Auch jetzt befürchtete ein Teil von ihm, nur zu träumen. Hoffentlich war das hier die Realität. Am nächsten Morgen ohne Paul neben sich aufzuwachen, würde Aaron wirklich nicht ertragen.
Ihrer beider Herzen drohten ihnen aus der Brust zu springen, so sehr sehnten sie sich nacheinander. Aarons Gefühle spielten auch schon allein durch die Berührung der bloßen Haut verrückt. In stillem Einvernehmen nahmen sie sich trotzdem Zeit und landeten wenig später auf den weichen Decken. Zu gern wollte Aaron bei Pauls Lippen verweilen, aber es zog ihn auch hinab, um Pauls Körper zu erkunden. Er kannte ihn in- und auswendig, doch trotzdem verlor es nie seinen Reiz. Wenigstens wusste er jetzt, was Jesus besonders gefiel und konnte diese Regionen gleich ansteuern ... oder sich extra ein bisschen Zeit lassen, bis er sich dorthin begab. xD
Bevor er jedoch am Hosenband ankam, zog Jesus ihn schon wieder zu sich hinauf. Na gut ... dann knabberte er eben ein wenig an seinem Hals und seinen Lippen herum, während Paul ihm das Hemd aufknöpfte. Und als ihre nackten Oberkörper sich berührten ... da musste Aaron kurz innehalten, weil dieses Gefühl so wunderschön war. Er wollte mehr davon. Viel mehr. Auch wenn das bedeutete, sich schon wieder von Paul zu lösen und sich dorthin zu küssen, wo er eben schon gewesen war. An den Hosenbund. Knöpfe zu öffnen dauerte viel zu lang, weswegen Aaron die Jeans mit der Hand Stück für Stück hinunter zog und die frei gewordene Haut liebkoste. Und schließlich ... auch den interessantesten Part dort.

@Paul Marquand-Rovia

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#25

RE: Wohnzimmer & Küche

13.02.2022 23:02
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Jesus hatte sich bereits damit abgefunden, dass er dieses Gefühl hier niemals wieder verspüren würde. Weshalb auch er ziemliche Angst davor hatte, dass das hier nur ein feuchter, sehnsüchtiger Traum war.
Er kniff sich deswegen ab und zu mal selbst, um sich davon zu überzeugen, dass es real war. Doch so schön und gut wie sich alles anfühlte… so intensiv konnte man doch gar nicht träumen. Oder?
Er hoffte es nicht. Vielleicht war er ja auch schon tot.. weil er wieder einen Rückfall gehabt und sich sonst was angetan hatte. Und das hier war der Himmel? Falls ja, wollte er für immer hier bleiben. Denn mit Aaron in diesem Haus zu leben, das wäre wirklich sein persönlicher Himmel.

Aber waren so sinnliche Dinge, wie jene, die hier gerade geschahen im Himmel überhaupt erlaubt? Oder würden sie dann doch wegen todsündiger Wolllust hinab in die Hölle fahren? Selbst das würde Jesus in diesem Fall wohl in Kauf nehmen. Wenn Aaron bloß nie damit aufhörte ihn zu berühren!
Jedoch konnte er ihn nur kurz ablenken und sich weitere Küsse stehlen hm? Aarons Lippen schienen ganz genau zu wissen, was ihr Ziel sein sollte. Und Paul.. der zog scharf die Luft ein, als sie sich an seiner empfindlichsten Stelle einfanden.
Gott, wie er dieses Gefühl liebte und hasste zugleich. Einerseits war es die pure Wonne aber auf der anderen Seite auch eine Art süße Qual. Da es stets dazu führte… das Paul mehr wollte. Viel mehr und zwar schnell!! Kaum fing Aaron damit an ihn zu liebkosen, schaffte er es kaum nich an sich zu halten und Geduld aufzubringen. Das war bei ihrem ersten Date schon so gewesen und das war auch heute noch so.
Weshalb er sich noch etwas fester in die Laken krallte bzw. eine Hand in Aarons leicht lockigem Haar vergrub und sehnsüchtig keuchte
„bitte.. lass mich nicht länger warten…“
Er wollte Aaron so sehr! Weshalb er sich den Rest der Hose selbst abstrampelte, damit Aaron nicht so viel Arbeit hatte und naja… es einfach nicht so lange dauerte!
Nervös nestelte er mit seinen Fingern nun auch an Aarons Hose herum, nachdem er sich halb aufgesetzt hatte, um sie zu erreichen.
Schob seine Füße unter Aarons Hosenbund, um sie ebenfalls von seinen Hüften zu schieben. Glücklicherweise war er ja ziemlich gelenkig und geschickt mit allen Teilen seines Körpers. Weshalb es kein Problem darstellte Aaron ebenfalls auszuziehen und dass dabei auch gleich seine Shorts mit hinab rutschten.. nun ja.. dagegen hatte Paul ganz bestimmt nichts einzuwenden.

@Aaron Marquand



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#26

RE: Wohnzimmer & Küche

13.02.2022 23:25
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Im Himmel sollten sie so etwas wohl nicht tun, immerhin wohnte doch dort Jesus ›Vater‹, was würde der nur davon halten? xD Nein, das hier war die Realität, musste sie sein. Etwas anderes würde Aaron nicht akzeptieren. Aber im Moment dachte er sowieso nicht viel nach, sein Blut war schon in gänzlich andere Regionen geflossen und er einfach nur schwerverliebt und hin und weg von seinem Mann.
Aaron hatte es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht, Paul vollumfänglich zu verwöhnen, und heute wollte er sich ganz besonders daran halten. Auch wenn er wusste, dass es eine kleine Qual für Jesus war und es ihn für gewöhnlich ziemlich ungeduldig machte.
So wie auch jetzt. Die gekeuchten Worte waren Musik in Aarons Worte und erinnerten ebenfalls an das erste Date. Um Paul noch ein wenig zu necken, machte er noch ein paar Sekunden besonders intensiv weiter, löste sich dann aber gutmütig und kam wie gefordert wieder zu Paul hoch.
Dieser erwartete ihn schon mit offenkundiger Sehnsucht, was Aarons verruchtes Grinsen noch breiter werden ließ. Ihre Hosen und Shorts wanderten gleich darauf auf den Boden und sie konnten sich endlich ohne lästige Hindernisse aufeinander stürzen. Aaron drängte sich zwischen Pauls Beine und stützte sich links und rechts neben Paul mit den Unterarmen ab. Seine Prothese hatte er nicht abgenommen, das hätte nun einfach zu viel Zeit gekostet, außerdem war sie als Stütze auch ganz dienlich. Seine gesunde Hand jedoch suchte jene von Paul und verflocht sich mit dieser ... während Aaron sanft die letzte Distanz überbrückte und sie endlich wieder vereint waren. Gott, war das ein unglaubliches Gefühl. Besser ... als je zuvor, und das sollte doch kaum möglich sein, oder? Aaron suchte immer wieder Pauls Blick, musste vor Wonne aber auch oft genug die Augen schließen und gab sich letztlich ... einfach seinen Gefühlen und ihrem gemeinsamen Takt hin.

@Paul Marquand-Rovia

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#27

RE: Wohnzimmer & Küche

14.02.2022 12:46
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Jesus hatte sich schon häufig gefragt, wie es eigentlich möglich war, jemanden derart intensiv zu lieben. Und wie wenigen Menschen auf dieser Welt, so etwas eigentlich vergönnt war. Manche Leute suchten ihr Leben lang und fanden die Liebe nie oder.. nur in extrem abgeschwächter Form. Aber eine Verbindung wie die von Paul und Aaron? Die war auf der Welt wohl einzigartig oder zumindest extrem selten. Weswegen Jesus unfassbar dankbar dafür war und weswegen er jetzt auch wieder überzeugt davon war, dass sie einfach jedes Hindernis gemeinsam überwinden konnten.
Das erste große hatten sie schließlich bereits geschafft, nämlich das Ausziehen ihrer Hosen xD was beim ersten Date noch eine ziemlich große Hürde gewesen war. Ihnen nun plötzlich aber ganz leicht von der Hand ging.
Und jetzt fiel es Paul auch wesentlich leichter Aaron zu sagen was er wollte! nein ihn.. förmlich danach anzuflehen, da er so großen Spaß daran hatte ihn etwas zu ‚quälen‘.
So sehr, dass Paul irgendwann gar nicht mehr dazu in der Lage war irgendetwas zu sagen, gerade hatte er die Fähigkeit zu Sprechen wohl einfach kurzzeitig verloren und es drangen nur Laute der Begierde zwischen seinen Lippen hervor.
Zum Glück musste er nun nichts mehr sagen.. denn alles Weitere ergab sich ganz von selbst.
Denn nun sollte endlich auch Aaron für seine Geduld belohnt werden und sie konnten sich wieder voller Liebe vereinen. Paul hielt dabei Aarons Hand.. mit der anderen jedoch.. drückte er ihn noch etwas dichter an ihn. Er wollte nun ganz nahe bei ihm sein, sodass ihre Körper sich vollständig berührten und kein Blatt Papier mehr zwischen sie passte.
So konnte er auch seine Beine klammernd um Aarons Hüfte schlingen. Vielleicht drückte das ein wenig seine Verlustangst aus ja.. aber im Moment folgte er einfach nur seinen Instinkten und ließ sich von Aaron in andere Sphären tragen.
Wie lange war es her, dass sie solch intensive Empfindungen geteilt hatten? Paul hatte in den Wochen vor der Trennung krampfhaft versucht diesen Zustand wieder herzustellen. War jedoch kläglich gescheitert.. bis hin zu seinem erbärmlichen Versuch im Badezimmer, der am Ende nur noch von Verzweiflung geprägt gewesen war.
Aber nun? Nun endlich fühlte es sich wieder so an wie es sein sollte… nein, sogar noch viel besser. Weshalb Paul Aaron auch noch weiter umklammerte.. nachdem sie beide ihr atemberaubendes Finale erreicht hatten. Er wollte ihn einfach nie wieder los lassen.. und streichelte sachte durch seine kleinen Löckchen.. während er ihm atemlos entgegen flüsterte
„Ich liebe dich.. so sehr… bitte…. lass mich nie wieder los….“

@Aaron Marquand



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#28

RE: Wohnzimmer & Küche

15.02.2022 18:02
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Auch Aaron hatte das Gefühl, dass sie sich einfach nicht nah genug sein konnten. Von daher erwehrte er sich keinem einzigen Versuch von Jesus, ihn dichter zu sich zu ziehen und drängte sich auch ganz von allein immer wieder verlangend ihm entgegen. Sanft blieb es zwar eine Weile, aber irgendwann wurde die Sehnsucht und die Begierde so groß, dass Aaron das Tempo ganz automatisch anzog.
Bis Paul und er gemeinsam auf den Gipfel stiegen und den freien Fall danach lautstark genossen. Ja ... wie lang war es her, dass es sich zuletzt derart wunderbar und bombastisch angefühlt hatte? Die wenigen Male nach Pauls Entführung waren von Trauma, Ängsten und letztlich auch von dieser grausamen Distanz geprägt gewesen. Jetzt war es, als hätten sie sich ein für alle Mal davon frei gemacht. Endlich war wieder alles so, wie es sein sollte. Kein ›Du‹ und ›Ich‹ mehr ... sondern ein gefestigtes ›Wir‹.
Aaron lehnte sich mit der Stirn an Pauls und drückte ihm noch ein paar atemlose Küsse auf die Lippen. Bei seinen Worten lächelte er und flüsterte zurück: »Ich liebe dich auch und ich werde dich nie wieder gehen lassen!«
So verharrten sie noch einen Augenblick. Dann ließ sich Aaron jedoch sachte zur Seite fallen, um seinen Arm zu entlasten. Jesus zog er einfach mit, sie konnten sich auch so noch gegenseitig umklammern. Aaron war es nun auch möglich, ein wenig über Jesus erhitzte Haut zu streicheln und ein paar kleine Zärtlichkeiten zu verteilen.
»Heißt das ... du kommst wieder zu mir zurück?«, wollte er irgendwann wissen und seine Stimme klang diesmal wieder fast so schüchtern wie am Anfang. Sicher, er könnte die ganze Situation so interpretieren und keine weiteren Worte darüber verlieren, aber ... irgendwie musste er es von Paul hören. Er wollte nicht mit der Angst einschlafen, am nächsten Morgen allein zu erwachen.

@Paul Marquand-Rovia

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#29

RE: Wohnzimmer & Küche

23.02.2022 10:37
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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So grausam diese kurze Beziehungspause auch gewesen war.. so sehr wurden sie nun für ihr Durchhalten belohnt. Denn sie hatte ihnen beiden deutlich vor Augen geführt, dass sie ohne einander einfach nicht sein konnten. Ihre Gedanken hatten sich etwas geklärt und zumindest Jesus wusste nun wieder ganz genau was er wollte.
Und endlich schien er es auch wieder zu bekommen. Nicht nur was den grandiosen Sex betraf.. nein.. vor allem die emotionale Nähe, die Aaron ihm nun endlich wieder schenkte.
Nach dem Vorfall mit Kaidan.. war es Jesus kaum möglich gewesen Aaron Nähe zu spenden und dadurch hatte sich schlussendlich wiederum Aaron von ihm abgewendet. Wodurch die Distanz immer größer und größer geworden war. Und sie beide wohl ihre Zeit gebraucht hatten.. um wieder zur Besinnung zu kommen. Doch es war gut, dass auch Aaron seine Gefühle nun raus gelassen hatte. Denn er hatte so lange so stark für Paul sein müssen, da war es wichtig, dass auch er sich nun einen kleinen ‚Zusammenbruch‘ leisten konnte.
Denn Jesus war sich sicher.. nun würden sie wieder stärker aus alledem hervor gehen. So wie es auch sonst der Fall war.
Er bekam Gänsehaut bei Aarons Liebeserklärung. Die sich nun endlich wieder richtig und ehrlich anfühlte. Und nicht so.. als wolle er ihn nur damit abspeisen. Weswegen er glücklich und atemlos lächelte und für einen Augenblick lang einfach nur die Augen schloss.
Er rollte sich mit Aaron zur Seite und zog die Decke über sie, damit niemand frösteln musste, nachdem die Hitze abgeebbt war.
Er umklammerte ihn weiterhin mit seinen Beinen und strich ihm sachte durch den vollen Bart. Bald kam der Frühling.. vielleicht würde sich ja demnächst wieder ein Vögelchen darin einnisten? Jesus lächelte noch mehr bei seinen Gedanken und hauchte Aaron einen liebevollen Kuss auf die Nasenspitze.
„Nein.. ich komme nicht zu dir zurück sondern… bleibe einfach gleich hier“
Immerhin war das hier ihr gemeinsames Haus, richtig? er musste also nicht zurück kommen sondern.. würde einfach nie wieder gehen. Die Sachen aus seinem Bungalow konnte er irgendwann holen. Er hatte ja noch genug Kram hier und nur das Nötigste mitgenommen. Weshalb Paul definitiv nicht vor hatte dieses Bett in den den nächsten Tagen zu verlassen. Am liebsten würde er das Drama mit Vidar nun einfach ausblenden… andere regeln lassen und die nächste Zeit durchgehend mit Aaron in ihrem gemeinsamen Bett verbringen..

@Aaron Marquand



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#30

RE: Wohnzimmer & Küche

17.03.2022 10:19
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Cut --> Ausflug zum Sea World <3

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#31

RE: Wohnzimmer & Küche

25.09.2022 15:21
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Als Aaron durch das Tor des Cottages trat, fiel ihm eine Last von den Schultern, deren Schwere ihm bis zu diesem Moment noch gar nicht so bewusst gewesen war. Es hatte schon angefangen, als Grace ihn auf der Straße aufgegabelt hatte. Da unternahm er einmal einen Ausflug allein und mit einem Auto, und dann blieb es gleich liegen. Jesus hatte nicht mit ihm gehen können, wegen der Kids, und Ricks Familie konnte ja nicht immer auf sie aufpassen. Generell konnten sie sie nicht ständig abdrücken. Inzwischen waren seit der Sache mit Kaidan und Vidar einige Monate ins Land gegangen, aber die Nachwehen zeigten sich hier und dort immer noch. Paul tat die Zeit mit der Familie gut, es war jedoch immer noch besser, wenn er innerhalb des Cottages trainierte und zu Kräften kam, als wenn er Aaron bei jedem Versorgungslauf begleitete. Sie bekamen das schon hin. So war zumindest der Plan. Dass wie so oft etwas dazwischen kam, gehörte dazu. Aaron hätte trotzdem gern darauf verzichtet.
Grace hatte ihn also aufgegabelt und zurück zum Cottage bringen wollen. Leider waren sie auf eine Herde getroffen – in die Aaron ohne die Hilfe von Grace zu Fuß reingelaufen wäre. Zudem waren ihre beiden Kinder noch dabei gewesen. Letztlich hatte sie ihr Weg zu dem alten Außenposten der Saviors geführt, den Aaron am liebsten nie wieder betreten hätte. Doch hier gab es einen Dachboden, den Beißer nicht erreichten. Dort hatten die Vier ausgeharrt, bis die Luft rein gewesen war, den Heimweg anzutreten. Nur hatte das statt weniger Stunden ... vielmehr Tage gedauert. Gefährliche Tage, mit knappen Vorräten und kurzen Ausflügen innerhalb des Stützpunktes, in den sich Beißer der Herde verirrten, die draußen umhertaumelte und nicht daran dachte, weiterzuziehen.
Dass das Verhältnis zwischen Grace und Aaron nicht das Beste war ... machte die Sache nur noch schlimmer. Rückblickend betrachtet wusste er echt nicht, wie er diese langen Tage durchgestanden hatte. Für die Zwillinge war er stark gewesen, sie waren doch nur Kinder und hatten rein gar nichts mit alledem zu tun. Aber er vermisste seine eigenen Kids und die Sehnsucht nach Paul war so groß, dass sein Herz regelrecht schmerzte. Was er sich wohl für Sorgen um ihn machte? Ob er ihn suchte? In was für Gefahren würde er dann nur geraten? In Aarons Kopf hatten eine Menge Horrorszenarien Gestalt angenommen. Der Umstand, dass Eric hier gestorben war ... half dabei nicht sonderlich.
Umso froher war Aaron, als er endlich im Cottage ankam und am Tor hörte, dass Jesus und die Kinder hier waren. Den Weg zu ihrem Haus überwand er im Laufschritt, egal, wie erschöpft er war. Mit zitternden Händen friemelte er den Haustürschlüssel aus seiner Tasche. Ein Glück hatte er ihn nicht verloren. In einer familiären Kolonie wie dieser musste man sich zwar nur bedingt die Mühe machen, die Tür zu verrammeln ... aber dank Kaidans Einbruch und anderer Ereignisse, war die Familie Marquand-Rovia da ein wenig eigen geworden.
Irgendwie schaffte es Aaron, aufzuschließen, und stolperte in die wohltuende Wärme hinein. Seine Augen füllten sich mit Tränen, als er den Eingangsbereich sah, mit all der Basteleien der Kinder ... und es duftete himmlisch. Einfach nach ... Heimat. »Paul?«, rief er. »Gracie, Elliott? Seid ihr daheim?« Vielleicht waren sie ja am Strand oder so ... Doch ein Blick auf die Kommode reichte. Ihre Schuhe standen dort. Also mussten sie auch hier sein.

@Paul Marquand-Rovia

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#32

RE: Wohnzimmer & Küche

29.09.2022 13:25
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Elliot machte gerade eine sehr anhängliche Phase durch. In den ersten Monaten, nachdem sie ihn bei sich aufgenommen hatten, verhielt er sich wie ein völlig ‚normales‘, angepasstes Kind. Was mit Sicherheit daran lag, dass er sein Trauma verdrängte und bloß nicht auffallen wollte, damit seine neuen Daddys ihn nicht fort schickten. Aber nun, nachdem er eine Weile bei ihnen war und offenbar genug Sicherheit gewonnen hatte, um seine wahren Gefühle zu zeigen, kam das Trauma aus dem Waisenhaus immer stärker zum Vorschein. Elliot entwickelte wahnsinnige Verlustängste, fürchtete sich im Dunkeln und wollte an manchen Tagen gar nicht mehr von der Seite seiner Eltern weichen. Deswegen war es zurzeit unmöglich, dass Aaron und Jesus gemeinsam auf Versorgungsläufe gingen. Einer von ihnen musste immer zu Hause sein, denn zu den Grimes oder anderen Koloniemitgliedern wollte Elliot zurzeit auch nicht. Selbst Gracie war ihm nicht ‚genug‘. Deshalb hatte Jesus diesmal Daddy Dienst, während Aaron die gefährliche Reise nach draußen antrat. Selbst das war jedoch stets ein Kampf und Elliot brauchte danach ganz viel Ablenkung, wenn einer von ihnen mal nicht da war.
Weshalb Jesus gar keine Zeit hatte um sich selbst Sorgen zu machen. Zumindest nicht in den ersten paar Stunden nach Aarons Aufbruch. Als er nachts jedoch immer noch nicht zu Hause war… bekam auch er ein wirklich mulmiges Gefühl im Magen. Musste aber versuchen Elliot und Gracie gut zuzureden, was ihm immer noch schwer fiel. Denn auch seine Verlustängste waren nicht vollkommen geheilt. Weswegen Paul erst nachts, als die Kinder endlich schliefen, selbst panisch wurde. Aber was sollte er machen?? Er konnte nicht raus und nach ihm suchen.. das würde Elliot gerade nicht ertragen. Zwar funkte er Daryl und Rick an, um zu erfragen, ob sie etwas von Aaron gehört hatten aber nichts… wieso antwortete er nicht auf dem Funkgerät???
In den kommenden Tagen wuchs Pauls Sorge ins Unermessliche. Er funktionierte nur noch wie eine innerliche leere Schaufensterpuppe. Nach außen hin gab er sich so zuversichtlich wie möglich, innerlich hingegen.. tobte ein Sturm aus Angst, Verzweiflung und Panik in ihm, den er jede Sekunde versuchte zurück zu kämpfen. Immer nur abends kamen die Zusammenbrüche. Wenn die Kinder im Bett waren und er nicht mehr ‚stark‘ sein musste. Paul hatte das Gefühl als wären das die längsten Tage seines Lebens. Er wusste ja, dass immer etwas schief gehen konnte und dass Aaron sich zu wehren wusste aber dennoch. Diese Welt war so gefährlich und hielt so viele Tücken und Böses bereit… dass Jesus einfach vom Schlimmsten ausging.

Er spielte gerade halbherzig ein Brettspiel mit Elliot, als plötzlich die Tür ins Schloss fiel. Der Kleine war in den letzten Tagen nie von seinem Rockzipfel gewichen, weil auch er sich so schreckliche Sorgen um seinen Daddy machte. Weshalb sie es nun beide waren, die zur Tür stürmten, als sie das Schloss hörten.
„Aaron!!!!“
Rief Jesus mit einer Mischung aus Erleichterung, Überraschung aber auch Verzweiflung. Und mit eben jenen Gefühlen lief er sofort zu ihm, um ihn fest in die Arme zu schließen. Genau wie auch Elliot es tat. Und dann… begannen sie beide zu schluchzen, weil sie so unglaublich früh darüber waren, dass Aaron wohl auf zu sein schien. Zumindest körperlich wirkte es so.
„Was ist passiert?? Geht es dir.. gut?“
Wollte Paul natürlich sofort von ihm wissen. Denn das war selten der Fall, wenn in dieser Welt etwas nicht nach Plan lief.

@Aaron Marquand



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#33

RE: Wohnzimmer & Küche

30.09.2022 10:46
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Es hatte Aaron das Herz gebrochen, Elliott weinend zurückzulassen. Jesus und er wussten, wie sich ein Trauma anfühlte, und für ein Kind musste es weitaus schlimmer sein, weil es gar nicht so recht wusste, wie ihm geschah. Es verlangte ihnen einiges ab, für den kleinen Schotten da zu sein, aber sie gaben wie immer ihr Bestes. Und bewiesen sich selbst damit, dass sie sehr wohl weiterhin in der Lage waren, Eltern zu sein. Aber schwer war es natürlich immer noch, da stets ihre viel größer gewordenen eigenen Ängste mitspielen, wenn einer von ihnen vor die Tore musste, um die Kolonie mit neuen Vorräten zu versorgen.
Wie oft waren Menschen einfach nicht wiedergekehrt und die Familien hatten nie einen Abschluss erhalten? Wussten nicht, ob jemand tot oder untot war oder einfach nicht den Weg zurückfand. Dieses Schicksal wollte Aaron seinen Liebsten nicht aufbürden, und doch war er gezwungen, auszuharren – Tag für Tag.
Kein Wunder, dass er jetzt anfing zu rennen und der nagenden Erschöpfung trotzte. In seinen vier Wänden angekommen, schloss er kurz erleichtert die Augen. Hoffentlich war das hier nicht ein erneuter Tagtraum, in den er sich im Außenposten so manches Mal geflüchtet hatte. Das hier musste einfach die Realität sein!
Er rief nach seiner Familie und machte ein paar Schritte in das Haus hinein. Aaron sah zerlumpt und schmutzig aus, man erkannte deutlich, dass er die letzten Tage etwas weniger Schönes durchgemacht hatte. Doch das war ihm gerade egal. Er musste nach seinen Liebsten sehen und sie fest in die Arme schließen!
Dieser Wunsch wurde ihm sofort erfüllt. Er breitete seine Arme aus und gab ein leises »Uff« von sich, als Jesus und Elliott sich hineinwarfen. Gracie stolperte auch schon die Treppe runter und fiel ihrem Papa um den Hals. Als er das Schluchzen hörte, konnte er auch nicht mehr an sich halten und stimmte mit ein. Sie waren eben eine Heulbojen-Familie. xD
»Habe keine weiteren Körperteile eingebüßt«, versuchte er sich an einen halbherzigen Scherz, wobei sich Elliott noch fester an ihn drückte und dann tat es Aaron schon wieder leid. »Mir geht es gut!«, schob er daher nachdrücklich hinterher. Es gab ein paar Kratzer hier und da, aber keine Beißerwunden. Und von seinem mentalen Zustand würde er vor den Kindern nichts preisgeben.
Pauls Frage musste er daher erst mal so oberflächlich wie nötig beantworten: »Das Auto ist liegengeblieben. Grace von den Riders hat mich aufgegabelt. Ihre Zwillinge waren auch dabei. Sie wollte mich herbringen, aber eine Herde hat uns den Weg abgeschnitten. Wir mussten uns ... im alten Außenposten der Saviors verstecken. Einige Tage.« Er löste sich bei der Erzählung ein wenig von Paul und den Kids, um seinem Mann einen Blick zu schenken. So neutral er die Umstände auch darbrachte, Jesus würde zwischen den Zeilen lesen können. Wissen, welche Geschichte ihn und Grace verband und welchen Außenposten er meinte. Und wie schwierig das alles für Aaron gewesen sein musste.
Doch darüber zu sprechen, musste warten. Er gab Paul einen sanften Kuss auf den Mund, den Kindern auf die Wangen. »Ich gehe schnell duschen und ziehe mir was anderes an, das nicht so stinkt.« Er zwinkerte. »Oder ... wir gehen alle zusammen in die Badewanne.« Familien-Plansch-Spaß. Würde er auch mitmachen, denn irgendwie sahen sie alle nicht so aus, als würden sie sich jetzt von ihm trennen wollen. Und er wollte auch nicht von ihnen los. Vielleicht würde es am Bett noch eine gemeinsame Vorlesestunde geben ... bis die Kinder schliefen und Jaaron sich unter vier Augen austauschen konnten.

@Paul Marquand-Rovia

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#34

RE: Wohnzimmer & Küche

24.10.2022 10:46
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Ja, sie waren weiterhin dazu in der Lage Eltern zu sein. Doch an manchen Tagen wussten sie trotzdem nicht, wer hier wem eigentlich mehr Kraft spendete. Sie ihren Kindern oder umgekehrt? Aber das war wohl okay. Sie versuchten die Kids trotzdem so wenig wie möglich mit ihren Problemen zu belasten. Zumal ihre Anwesenheit einfach auch sehr heilsam war.. sie lenkte sie von ihren eigentlich Traumata ab und halfen dabei ganz automatisch zu heilen. Und das war ein Gefühl, das niemand sonst in ihren Herzen auslösten könnte.
In den letzten Tagen half dieser Halt aber kein Stück… Paul versuchte für Elliot und Gracie da zu sein. Aber es war verdammt schwer, wenn man sich selbst wahnsinnige Sorgen um die Person machte, die vermisst war. Aber irgendwie standen sie es durch und Paul hatte zumindest keinen Zusammenbruch mehr. Was ein echter Erfolg war.. betrachtete man die letzten Monate. Er konnte also ziemlich stolz auf sich sein. Viel länger hätte er diese Ungewissheit aber trotzdem nicht mehr ertragen und hätte sich wohl spätestens morgen selbst auf die Suche nach Aaron gemacht.
Und endlich, endlich wurden sie für ihre Qualen entschädigt, als das Schloss der Wohnungstür sich öffnete. Nur Aaron hatte den Schlüssel und würde die Tür ungefragt öffnen. Seit dem Vorfall mit Kaidan und co… sperrte Paul nämlich stets ab.
Nun waren aber alle tristen Gedanken wie weg geblasen, zumindest nachdem sie sich danach erkundigt hatten, ob an Aaron noch alles dran war und einander endlich in den Armen lagen.
Dessen Scherz wirklich grenzwertig war xD aber genau dafür liebte Paul seinen Ehemann mitunter. Dennoch bedachte er ihn nun kurz schniefend mit einem vorwurfsvollen Blick aber auch einem kleinen Schmunzeln.
Das rasch wieder wich als er hörte, was Aaron passiert war und mit wem.. er dabei zusammen gewesen war. Das musste eine schreckliche Erfahrung für Aaron gewesen sein, die Paul aus Mitgefühl erneut die Tränen in die Augen trieb und er nur mit erstickter Stimme hervor brachte.
„Ich verstehe…… aber die Hauptsache ist, dass du nun wieder hier bist“
Über alles weitere und was das mit Aaron gemacht hatte… würden sie später reden. Nun hatten die Kinder Vorrang.
Weshalb sie tatsächlich zu viert die Badewanne fluteten. Unmöglich Aaron jetzt einfach gehen zu lassen!! Aber das war auch mal wieder schön.. und taten sie viel zu selten.
Danach hieß es ab ins Bett.. auch wenn die Kids sich weigerten, weil sie ihren Dad doch gerade erst wieder hatten. Aber gegen Aarons Vorlesekünste konnte sich dann doch niemand erwehren. Und endlich.. ja endlich wurde Nessie im Buch wieder ordentlich synchronisiert. Elliot meckerte darüber, dass Paul das nicht so gut konnte wie Aaron! Was ihn bloß milde schmunzeln ließ und er selbst die Augen schloss, um den sanften und manchmal auch ein bisschen verrückten Klängen von Aarons Stimme zu lauschen.
Wäre er nicht so aufgewühlt, wäre er vor Erschöpfung wohl selbst eingeschlafen. Aber so war das unmöglich. Weshalb sie sich irgendwann aus dem Bett stahlen und zurück ins Wohnzimmer gingen. Die Kids würden heute Nacht definitiv bei ihnen im Ehebett schlafen.
Im ersten Moment wusste Paul gar nicht was er zu Aaron sagen sollte und… sah ihn einfach nur mitfühlend an.
Nahm seine Hand und blickte ihm in die Augen.
„Willst du….. drüber reden?“
Er wusste worüber. Sie beide wussten es. Aber Paul würde ihn zu nichts drängen. Er wusste selbst nur zu gut, wie schwierig es war über traumatische Ereignisse zu reden. Und er war sich sicher, genau das war es für Aaron gewesen…. erneut. Wann hörte dieses Leben endlich damit auf ihnen ständig solche grässlichen Hürden zu stellen?? Wohl niemals.

@Aaron Marquand



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#35

RE: Wohnzimmer & Küche

29.10.2022 10:33
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Genau – die Hauptsache war, dass Aaron nun wieder hier war. Seine Familie zu umarmen und ihre bedingungslose Liebe zu spüren, machte alles wieder wett, was passiert war. Es erinnerte ihn auch daran, dass er ... kein schlechter Mensch war. Kein Zerstörer. Zumindest nicht nur. Denn natürlich hatte er zerstört, er hatte Graces Mann getötet und zwei Kindern ihren Vater genommen. Aaron verfolgte bis heute, was er im Krieg gegen die Saviors getan hatte, auch wenn es nötig gewesen war, um den Frieden wiederherzustellen. Aber dass es dazu Kämpfe gebraucht hatte ... ging gegen seine Überzeugung. Doch alles, was geschehen war, machte ihn zu dem Mann, der er heute war. Die Dunkelheit gehörte genau so zu ihm wie das helle Licht der Hoffnung und eine optimistische Zukunftsvision. Und seine Familie ... war sein Anker und sein Motivator.
Es würde eine Weile brauchen, bis er die letzten Tag abgeschütteln konnte. Doch jetzt ließ er einfach nur die Erleichterung und Liebe zu. Er hatte gehofft, sie würden gemeinsam die Badewanne besetzten, denn er sehnte sich nach nichts mehr, als nah bei seinen drei liebsten Menschen zu sein. Vielleicht machte er nicht so viele Scherze wie sonst, sondern schaute mehr zu, was die anderen trieben, aber man konnte ihm ansehen, wie glücklich er war, wieder hier zu sein.
Beim Vorlesen war sein Herz schon ein Stück weit mehr geheilt, weswegen er nun mehr aus sich rauskam und alles gab, um seine Kinder zum Lachen zu bringen. Dass auch Paul sich entspannte, war ebenso schön zu sehen und Aaron ... hätte auch gar nichts dagegen, wenn sie nun einfach zu viert hier einschlafen würden. Doch sein Mann hielt sich wach und Aaron selbst ... war maßlos erschöpft, aber ebenso rastlos wie Paul. Weswegen sie es doch schafften, wachzubleiben und bald aufstanden, um in das Wohnzimmer zu gehen.
Hier ließen sie sich auf der Couch nieder. Jesus nahm seine Hand und kurz schaute Aaron auf ihre miteinander verschlungenen Finger. Das ... reichte ihm nicht. Ganz und gar nicht. Weswegen er sich unvermittelt vorbeugte und Pauls Taille umfasste, um ihn mit einem Ruck an sich zu ziehen. Er vergrub das Gesicht an seiner Schulter, atmete seinen Duft ein ... und verharrte einen Moment einfach so. Es war eine gänzlich andere Umarmung als vorhin, aber sie spendete ihm nicht weniger Kraft.
»Ja ...«, raunte er eine verspätete Antwort. Er wollte darüber reden. Oder vielmehr ... musste er es. Denn das Verschweigen von Gefühlen und inneren Konflikten hatte ihre Beziehung nun schon mehr als einmal fast zerstört. Aaron wollte keine Mauer mehr aufbauen und in der Badewanne hatte er bemerkt, dass er es beinah schon wieder tat – selbst wenn es aus Rücksichtnahme geschah und er seine Liebsten nicht belasten wollte.
Aaron löste sich von Paul, hielt ihn aber bei sich ... veränderte ihre Position so, dass sie beim Reden weiterhin aneinander gekuschelt sein konnten, aber es gemütlicher hatten. »Aber erst mal will ich mich entschuldigen. Ich will mir gar nicht ausmalen ... was ihr durchgemacht habt, weil ich verschwunden bin. Hätte es eine Möglichkeit gegeben, hätte ich mich gemeldet. Aber ... die Zwillinge hatten Vorrang. Sie sind nur Kinder und ... unschuldig. Wir mussten also viel vorsichtiger sein und ausharren ... keine Risiken eingehen.«
Aaron wusste, dass Jesus das verstehen würde, aber ... er musste es ihm trotzdem sagen.
»Hätte Grace mich nicht mitgenommen, wäre ich ungeschützt in die Herde gelaufen. Aber dass ausgerechnet dieser ... verdammte Außenposten unser Überleben sichern würde ...« Er schüttelte den Kopf und schloss kurz die Augen, um sich zu sammeln.

@Paul Marquand-Rovia

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#36

RE: Wohnzimmer & Küche

09.11.2022 15:38
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Es gab niemanden, der diese Gedanken besser verstehen konnte als Paul. Auch er hatte häufig Probleme mit der Vorgehensweise von Rick und dem Rat gehabt, besonders im Krieg gegen die Saviors. Nicht umsonst war er kurz danach für eine Weile verschwunden, um wieder mit sich ins Reine zu kommen. Es waren Menschen gestorben, die nicht hätten sterben sollen.. die nicht hätten sterben müssen, wenn man nur ordentlich versucht hätte miteinander zu reden. Aber es war müßig nun darüber nachzudenken. Inzwischen hatte Paul seinen Frieden damit gemacht. Mehr oder weniger. Denn solche Ereignisse wirbelten die Entscheidungen von damals dann doch wieder auf. Doch inzwischen hatten sie noch viel Schlimmeres erlebt… leider.

Also blieb ihnen auch diesmal nichts anderes übrig, als einfach weiter zu machen. In diesem Fall.. Aaron. Paul konnte nur für ihn da sein und ihn so gut wie möglich auffangen. Ein gemeinsames Bad schien da ein erster, richtiger Schritt zu sein.
Und diesmal war er es, der sich darum bemühte für eine heitere Stimmung zu sorgen. Wo das doch sonst eher Aarons Metier war. Doch nachdem er sich so lange um ihn gekümmert hatte… war nun Paul wieder an der Reihe stark zu sein und ein Anker statt eine Bürde. Endlich fühlte er sich auch wieder einigermaßen bereit dazu. Selbst sein Haar war inzwischen wieder Schulterlang. Auch wenn er sich eigentlich geschworen hatte es nie mehr wachsen zu lassen. Doch die Zeit tat eben doch ihr Nötiges zur Heilung..
Zeit zum Schlafen war nun trotzdem nicht. Denn Paul wüsste, würde Aaron jetzt einfach einschlafen, ohne dass sie ein klärendes Gespräch geführt hatten, würden ihn sicher Alpträume heimsuchen. Deshalb war es wichtig sich davor noch etwas auszutauschen..
Natürlich verwehrte Paul ihm diese Umarmung nicht und schlang einfach wortlos die Arme um seinen Ehemann um ihn sachte fest zu halten. Er würde nun nicht flennen, nein, er musste nun stark bleiben!
„Das weiß ich doch Aaron..und darauf habe ich vertraut. Aber ich will nicht lügen, die letzten Tage waren wirklich sehr… hart. Doch wir haben es überstanden und das Wichtigste ist, dass du nun wieder bei uns bist. Also mach dir keine Gedanken über uns.. sondern sag mir wie es dir geht..“
Typisch Aaron. Entschuldigte sich für Dinge, die er mit Sicherheit nicht absichtlich getan hatte. Und das wusste Paul natürlich. Aaron würde stets alles in seiner Macht stehende tun, um wieder zu ihnen zurück zu kehren.
„Niemals hätte ich gewollt, dass du das Leben von Kindern riskierst, nur damit wir beruhigter sind..“
Aber auch das wusste Aaron nun wiederum oder? Die Zwillinge litten wegen dem Verlust ihres Vaters schon genug.. da hätte Aaron sie nicht auch noch in Gefahr bringen dürfen.
„wie war es mit Grace? Ich meine… hat sie versucht dir etwas anzutun?“
Eigentlich klang es eher danach, als hätte sie ihn gerettet. Und das irritierte Paul ein wenig. Heutzutage sannen die meisten Menschen doch nur noch auf Rache.
Er hielt Aarons Hände ein bisschen fester und sah ihm mitfühlend in die Augen.
„Da.. kamen einige alte Gefühle wieder hoch hm..?“
Noch eröffnete Aaron ihm nicht wirklich wie er sich fühlte aber Paul konnte es sich auch so ganz gut vorstellen, ließ ihm aber die Zeit die er brauchte… um darüber zu sprechen.

@Aaron Marquand



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#37

RE: Wohnzimmer & Küche

08.01.2023 17:19
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Es trieb Aaron schon wieder Tränen in die Augen, als Jesus ihm sagte, wie hart die letzten Tage für ihn und die Kinder gewesen waren. Wie oft hatten sie sich das schon angetan ... oder vielmehr antun müssen, denn meistens waren Fremdeinwirkungen für die räumliche Trennung verantwortlich gewesen. So normal es in dieser Welt auch war, seine Liebsten allein zu lassen, oft für längere Zeit ... leichter wurde es trotzdem nie. Und wenn jemand nicht zurückkehrte, konnte man sich nie sicher sein, ob nicht doch etwas passiert war. Aaron legte Jesus die gesunde Hand an die Wange, unfähig noch mehr dazu zu sagen. Solche Gespräche hatten sie schon zu Genüge durch. Aber auch das wurde mit der Zeit niemals leichter. Aaron war stolz auf seinen Mann und die Kinder, weil sie sich so wacker geschlagen hatten, und das sagte er Paul mit einem sanften Kuss, erst auf die Stirn, dann auf seine Lippen.
Nun war er genug der eigentlichen Frage ausgewichen. Wie es ihm ging. Das war nicht so einfach zu beantworten und schon gar nicht mit einem Gut oder Schlecht. Das Beste wäre wohl, wenn er Stückchen für Stückchen erzählte, was geschehen war. Mehr Details als er vor den Kindern preisgeben wollte.
»Nein, Grace war ... na ja, so nett zu mir, wie es ihr eben möglich war. Ich glaube allerdings, sie hat mich nur mitgenommen wegen der Zwillinge. Vorbildfunktion und so.« Er lächelte schwach ... eigentlich war es ja gut, dass Grace ihren Kindern solche Nächstenliebe beibrachte.
»Das mit der Horde war einfach Pech. Und mir ist auch kein besserer Ort in der Nähe eingefallen als der Außenposten. Sie kannte ihn in- und auswendig. Ich habe nur die Orte gesehen, an denen unsere Freunde gefallen sind. Und ... Eric.« Morgen würde er an sein Grab gehen und auch ihm davon erzählen, das hatte er sich bereits vorgenommen. Doch heute ... würde er das mental einfach nicht mehr schaffen.
»Wir haben uns zunächst auf einem Dachboden versteckt. Da ... gab es ein paar brenzlige Situationen, aber wir sind alle heil hochgekommen. Grace hat mir sogar die Kinder zum Schutz überlassen.« Er schüttelte den Kopf. Das Vertrauen konnte er sich immer noch nicht erklären.
Alte Gefühle ... Aaron hielt sich an Jesus fest, als hinge sein Leben davon ab. »Ja«, gab er leise zu. »Es war ... lange der furchtbarste Tag in meinem Leben.« Was sich jetzt noch alles hinzugesellt hatte an schlimmsten Tagen im Leben, musste Aaron ja nicht extra ausführen ... also redete er einfach weiter: »Der Tag, an dem ich Eric verloren habe und einer schwangeren Frau ihren Mann genommen habe. Und so viele andere Leben ...« Er zuckte mit den Schultern. »Wie sollte ich erwarten, dass Grace es mir je vergibt, wenn ich es selbst nicht kann. Ich glaube, selbst Eric macht mir noch Vorwürfe, weil ich ihn allein gelassen hab. Er hat gesagt, ich soll gehen. Aber vielleicht hat er das gar nicht ernstgemeint.« Das waren alles Sachen, die Aaron sich schon dutzende Male gefragt hatte, und all das wirbelte jetzt wieder auf.
Er rieb sich mit der gesunden Hand durch das Gesicht. »Ich hab diese Zeit auf dem Dachboden nur durchgehalten, weil ich wusste, ihr wartet auf mich. Grace hat ... mir auch was für Gracie mitgegeben. Ein T-Shirt von ihrem leiblichen Dad, das sie an einer Wäscheleine gefunden hat.« Er blickte Jesus an, unsicher, wie er darauf reagieren würde. Natürlich hatte Aaron seiner Tochter nie verheimlicht, unter welchen Umständen sie zu ihm gekommen war und dass ihr Vater ein Savior gewesen war. Sie hatte nie Zorn deswegen verspürt oder ihn zumindest nicht gezeigt. Aber vielleicht wollte sie ja wirklich eine Erinnerung an denjenigen, der sie gezeugt hatte?

@Paul Marquand-Rovia

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#38

RE: Wohnzimmer & Küche

23.01.2023 12:35
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Nein.. solche Gespräche wurden niemals leichter. Ganz im Gegenteil sogar. Für Paul wurden sie immer schwieriger. Weil sie inzwischen schon so viel Grauen in der Welt erlebt hatten und er sich nun automatisch die schrecklichsten Dinge ausmalte, die Aaron passiert sein könnten. An seinem Optimismus festzuhalten war in diesen Zeiten schwieriger denn je. Aber er arbeitete wirklich hart an sich.. für Aaron und die Kinder. Und es wurde von Tag zu Tag wieder etwas einfacher. Jedoch nicht in solchen Ausnahmezuständen. Aber selbst da hatte er versucht positive Worte für die Kids zu finden, in ihm drinnen hatte es jedoch ganz anders ausgesehen. Aber über diese Abgründe musste Aaron sich nun nicht auch noch Gedanken machen.
„Dann bin ich dankbar dafür, dass die Kinder dabei waren und es ihr gelungen ist ihren Groll für die Kleinen hinten anzustellen“
Das hatte Aaron wohl das Leben gerettet und es hieß, Grace war eine gute Mum. Denn Paul und Jesus hätten vermutlich genauso gehandelt.
Instinktiv griff Jesus neuerlich nach Aarons Hand, als er Erics Namen nannte. Und von den vielen Menschen sprach, die sie damals in dem Außenposten getötet hatten und die dabei getötet wurden. Eine Sache, für welche er Rick immer noch einen Vorwurf machte. Denn man konnte sehen wie sehr dieser Vorfall auch heute noch an den Menschen hier nagte… vor allem an Aaron. Und dabei zuzusehen war wirklich hart.
„Es tut mir Leid.. dass du das erneut durchmachen musstest..“
All diese Erinnerungen. Endlich hatten sie Eric erlöst und dennoch kreiste er nach wie vor wie ein Schatten über Aarons Seele und ließ ihn leiden. Es tat ihm so weh zu sehen wie er damit kämpfte, weshalb er ihn fest in die Arme schloss und ihm sachte über den Rücken streichelte, damit der Selbsthass nicht erneut Besitz von ihm ergriff.
„Du hast Recht. Vermutlich wird Grace dir niemals gänzlich vergeben können. Aber, dass sie dir ihre Kinder anvertraut hat.. aus welchen Gründen auch immer, und dir geholfen hat… spricht dafür, dass sie es zumindest versucht. Und das musst du auch tun Aaron. Sonst frisst es dich irgendwann auf. Und das weißt du. Eric ist nun an einem besseren Ort. Er leidet keine Schmerzen mehr.. und dank dir hat er auch endlich seinen Frieden gefunden..“
Nämlich indem sie ihn von seinem Beißerdasein erlöst hatten. Er würde nie herausfinden, ob Eric seine Worte damals ernst gemeint hatte oder nicht. Und Jesus stand es auch nicht zu das zu beurteilen. Er wusste es nicht.. und wollte Aaron nicht anlügen. Ihm aber trotzdem ein wenig Trost spenden.
„Wir werden immer auf dich warten. Egal wie lange es dauerte“
sagte er mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen und küsste Aaron den feuchten Haarschopf. Nahm erst wieder etwas Abstand, als er von dem Mitbringsel für Gracie redete.
Kurz schien auch er zu überlegen, wie sie damit umgehen sollten. Das musste er allerdings nicht lange, für ihn war die Antwort ziemlich eindeutig.
„Du solltest es ihr geben… sie hat ein Anrecht auf diese Erinnerung“
Und inzwischen war sie alt genug, um die Situation einigermaßen zu verstehen.
Weshalb Paul überzeugt davon war, dass man jedes Erinnerungsstück wertschätzen sollte. Das würde Gracies Liebe für sie beide nicht schmälern.

@Aaron Marquand



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#39

RE: Wohnzimmer & Küche

27.01.2023 11:54
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Nachdem sie Eric gefunden und begraben hatten, war es Aaron gelungen, mehr mit diesem Teil seiner Vergangenheit abzuschließen als je zuvor. So richtig zu hundert Prozent würde es ihm jedoch nie möglich sein. Solche Erlebnisse wie das jüngste mit Grace im Außenposten, würden immer Potenzial besitzen, die alten Wunden wieder aufzureißen und Aaron Glauben zu machen, er hätte diesen Verlust erst gerade eben hinnehmen müssen.
Jesus’ Worte taten gut. Und doch konnte Aaron sie nicht so ganz annehmen. »Ich weiß. Bis vor kurzem habe ich gedacht, auf einem guten Weg zu sein, aber nun reißt mir das alles wieder den Boden unter den Füßen weg.« Er war nicht so stark, wie er es gern wäre. Und vor allem nicht, wenn es um ihn selbst ging. Es für andere zu sein, war immer leichter. Trotzdem schmunzelte er ein wenig. »Du hast dir einen tollen Mann angelacht. Einen, der den Fuß einfach nicht aus seiner Vergangenheit bekommt.« Dabei wollte er es, auch für Jesus. Sie beide wurden noch von vielen anderen Dingen und Situationen verfolgt. Aaron musste weiterhin beherzt voran gehen und seine Familie auffangen. Also durfte er sich nicht beirren lassen.
Fürs Erste sagte er erst mal nichts mehr dazu. Er wollte eigentlich mehr erzählen, Stück für Stück. Aber es kostete ihn Überwindung. Außerdem war ihm etwas eingefallen. »Auf dem T-Shirt steht etwas von ›best dad‹«, offenbarte er mit zerknirschtem Gesichtsausdruck. »Ich will es ihr nicht vorenthalten, aber es würde mir wehtun, wenn sie es trägt oder damit kuschelt. Bin ich egoistisch?«
Wahrscheinlich war er es schon, aber er hatte Gracies Liebe nun mal nicht gepachtet. Entweder sie gehörte ihm oder nicht. Außerdem war der leibliche Dad seiner Tochter tot. Er würde niemals herkommen und Anspruch auf sie erheben. Trotzdem verspürte er einen unnötigen und fiesen Stich der Eifersucht in seinem Heren. Aaron seufzte schwer und lehnte sich noch etwas mehr zurück in die weiche Couch, mit Paul in den Armen.

@Paul Marquand-Rovia

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#40

RE: Wohnzimmer & Küche

27.03.2023 11:15
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Jesus bemerkte, dass seine Worte nicht wirklich Aarons Herz erreichten, selbst wenn er versuchte sie anzunehmen. Aber das war okay. Er konnte es verstehen, besser als jeder andere. Wenn die Erinnerungen einen übermannten… half meistens nicht viel. Und erst recht keine Worte. Immerhin hatte Aaron sich ebenfalls die Zähne an Jesus Zustand ausgebissen, nach der Sache mit Kaidan. Er würde ihm also niemals einen Vorwurf machen. Stattdessen fasste er seine Hände fester, blickte ihm eindringlich in die Augen und sagte mit einem sanften Lächeln.
„Und ich werde dich halten. So fest wie ich nur kann, damit du nicht in die Tiefe fällst“
Egal wie oft es ihm deswegen noch den Boden unter den Füßen weg riss, Jesus würde nicht zulassen, dass Aaron in diesen Abgrund stürzte. Selbst wenn es nun nur metaphorisch gemeint war, so wollte er Aaron damit einfach sagen, dass er immer für ihn da sein würde. Egal wie schwierig es war auch war oder wie sehr seine Vergangenheit ihn wieder einholen würde.
Das er sich selbst nun jedoch so schlecht machte, ließ Jesus fast ein wenig erbost drein sehen.
Denn auch wenn Aaron es mit einem Schmunzeln rüber brachte, so wusste Paul genau, dass ein Fünkchen Wahrheit in seinen Worten mitschwang.
„Deine Vergangenheit ist ein Teil von dir und wird es immer sein. Sie gehört zu dir.. und hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist. Den Menschen… den ich über alles liebe. Ich weiß selbst nur zu gut wie schwer es ist mit der Vergangenheit abzuschließen. Aber.. vielleicht musst du das auch gar nicht Aaron. Vielleicht ist das einfach nicht möglich. Es wird immer wieder Situationen geben, in denen uns furchtbare Erinnerungen einholen. Vielleicht sollten wir uns nicht dagegen wehren sondern einfach nur versuchen… in solchen Zeiten füreinander da zu sein, okay?“
Denn alles andere war utopisch und je mehr man dagegen ankämpfte, desto schwerer wurde es sich nicht davon einholen zu lassen. Also womöglich mussten sie das Geschehene einfach akzeptieren.. als Teil ihrer Geschichte.

Das mit dem T-Shirt war natürlich bitter. Das konnte Paul wirklich verstehen. Trotzdem änderte sich dadurch nichts an seiner Einstellung.
„Du bist nicht egoistisch. Du bist einfach ein Dad.. der seine Tochter liebt. Und völlig egal was auch auf dem Shirt steht, Gracie liebt dich mindestens ebenso sehr wie du sie. Ein Shirt wird daran nichts ändern. Ich meine.. ich will ehrlich zu dir sein Aaron. Du weißt, ich habe früher mit verlorenen Teenagern gearbeitet. Und sie alle hatten irgendwann eine Phase… in der sie ihre Eltern gehasst haben. Also schon möglich, dass Gracie dir irgendwann in der Pubertät hässliche Dinge an den Kopf wirft.. aber das wird sie so oder so machen, T-Shirt hin oder her“
Darauf musste Aaron sich leider gefasst machen. Denn so waren Teenies einfach. Ob er das nun hören wollte? Aber Paul musste ehrlich sein. Damit Aaron sich aber nicht gleich wieder zu große Sorgen machte, fügte er noch hinzu
„Aber das war immer nur eine Phase! Sobald sie etwas reifer werden, erkennen sie was und wer im Leben wirklich wichtig ist…“
Und das war nicht Gracies verstorbener Dad sondern Aaron und ihre Familie. Vielleicht würde Gracie auch gar nicht so sehr pubertieren, sie lebte immerhin in einem intakten Elternhaus. Aber passieren könnte es durchaus.

@Aaron Marquand



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